[0001] Die Erfindung betrifft eine Wischmittelpresse nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 für Wischmittel, die am unteren Ende eines Stiels eines Wischgerätes angeordnet
sind und zum Beispiel von einem insbesondere in der
EP2868250 A1 beschriebenen Fransenmopp, einer ebenen Textil- oder Schaumstofflage, Wischfasern
oder -schnüren oder ähnlichen Materialien zum Befeuchten, Reinigen und bzw. oder Trocknen
von Oberflächen gebildet sind. Ferner kann die erfindungsgemäße Wischmittelpresse
auch für isolierte Wischmittel wie Fensterleder, Reinigungstücher und -schwämme verwendet
werden.
[0002] Die gattungsgemäßen Wischmittelpressen bestehen aus einem Eimer mit integrierter
Pressvorrichtung für das Wischmittel. Sie werden üblicherweise in Verbindung mit Wischsystemen
eingesetzt, bei denen ein Wischgerät mit einem Stiel und einem am Ende des Stiels
angeordneten Wischmittel in Form eines Wischtuchs oder Wischbelags verwendet wird,
das in den Eimer eingetunkt und über den Eimer befeuchtet, gereinigt und über eine
integrierte Presse auch getrocknet wird. Die
EP 0 935 945 A1 oder die
EP 3 024 371 A1 beschreiben ein solches tuchförmiges Wischmittel. Dieses kann beidseitig an einer
ebenen Wischplatte befestigt werden und wird einseitig zum Trocknen oder Befeuchten
gelöst, so dass dann von der massiven oder rahmenförmigen Wischplatte herunterhängt.
Das herunterhängende Wischmittel kann dann in die Pressvorrichtung der Wischmittelpresse
eingelegt werden.
[0003] Die Pressvorrichtung ist bei der oben genannten Ausgestaltung so ausgebildet, dass
das hängende Wischmittel von oben in einen aufgeklappten, von zwei Pressklauen gebildeten
Pressraum, eingelegt und in diesem Pressraum mehrfach gefaltet abgelegt werden kann.
Die Pressklauen wiederum sind so gestaltet, dass sie das hängende Wischmittel umgreifen
können, ohne dass dessen einseitige Befestigung an der Wischplatte gelöst werden muss,
so dass das Wischmittel über den Stiel des Wischgerätes in die Pressvorrichtung eingeführt
und auch wieder aus der Pressvorrichtung entnommen werden kann.
[0004] Die Pressvorrichtung weist eine bewegliche oder feststehende erste Pressklaue und
eine um eine Klauenschwenkachse in Richtung der ersten Pressklaue schwenkbare zweite
Pressklaue auf. Ferner sind Betätigungsmittel vorgesehen, die ein an der Außenseite
des Eimers angeordnetes und vom Benutzer zum Betätigen der Pressvorrichtung hin und
her bewegliches äußeres Stellmittel und einen in dem Eimer angeordneten, mit dem äußeren
Stellmittel mechanisch gekoppelten und längs eines Teils der Eimerwand beweglichen
Antriebsschlitten aufweisen.
[0005] Der Antriebsschlitten ist derart mit der Pressvorrichtung gekoppelt, dass eine mit
der Bewegung des äußeren Stellmittels einhergehende Bewegung des Antriebsschlittens
die erste Pressklaue und die zweite Pressklaue aufeinander zu drängt. Das äußere Stellmittel
ist bei dieser bevorzugten Anwendung ein Fußtrittpedal. Es kann aber auch je nach
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wischmittelpresse eine andere Form aufweisen,
insbesondere kann es ein von der Hand des Benutzers zu bedienender Hebel oder auch
ein Drehknopf sein oder sogar die Wischplatte selbst sein, die dann über den Stiel
zum Niederdrücken des Antriebsschlittens genutzt wird.
[0006] Auch ist die Anwendung der Erfindung nicht auf die im Weiteren beschriebene, fußbetätigte
Wischmittelpresse oder auf Wischgeräte mit einseitig herunterhängendem Wischmittel
beschränkt. Erfindungsgemäße Wischmittelpressen können auch als Tischgerät, zum Beispiel
zum Trocknen durch Auspressen eines Fensterleders oder zum Auspressen von plattenförmigen,
an einer um 90° gedrehten, am Stiel des Wischgerätes hängenden Wischplatten ausgebildet
sein, die dann senkrecht in die Pressvorrichtung eingeführt werden.
[0007] Eine gattungsgemäße Wischmittelpresse ist aus der
CN 107 374 535 bekannt. Diese Wischmittelpresse weist einen Eimer auf, der im unteren Bereich ein
Wasserreservoir besitzt, wobei dieser untere Bereich von einem oberen Bereich über
ein flüssigkeitsdurchlässiges Gitter getrennt ist. Im oberen Bereich ist die Pressvorrichtung
vorgesehen. Die Pressvorrichtung besteht aus zwei Pressklauen, die um zwei nebeneinanderliegende
Klauenschwenkachsen schwenkbar gelagert sind. Die Klauenschwenkachsen verlaufen jeweils
horizontal und rechtwinklig zur senkrechten Eimerwand, so dass sich die Pressklauen
mit nach oben orientierter Öffnung öffnen lassen und sich ein im Wesentlichen zylindrischer,
parallel zum Boden verlaufender Pressraum ergibt.
[0008] Die Pressklauen werden über einen Betätigungsmechanismus bewegt, der einen an einer
der Außenwände des Eimers angeordneten Hebel als Betätigungsmittel aufweist. Durch
ein Langloch ist dieser Hebel unter Einsatz geeigneter Dichtmittel ins Innere des
Eimers geführt, wo er mit einem Antriebsschlitten verbunden ist, der gegen die Kraft
einer Rückstellfeder längs der Eimerwand beweglich gelagert ist. An seiner inneren
Seite weist der Antriebschlitten eine Verzahnung nach der Art einer geradlinigen Zahnstange
auf, die mit einem an der angrenzenden Eimerwand angeordneten Zahnradgetriebe kämmend
zusammenwirkt. Dieses Zahnradgetriebe weist eine Mehrzahl von einzelnen Zahnrädern
zur Übertragung und Übersetzung der Betätigungskraft auf und treibt final konzentrisch
zur Klauenschwenkachse gelagerte Antriebsachsen an, an denen die Pressklauen befestigt
sind. Da auch diese Antriebsachsen miteinander verzahnt sind und so die Antriebsachse
der ersten Pressklaue die Antriebsachse der zweiten Pressklaue antreibt, werden die
Pressklauen zur Verringerung des Pressraumes über das Zahnradgetriebe aufeinander
zu bewegt.
[0009] Mit dieser Vorrichtung können effektiv Wischbeläge ausgepresst werden. Sie hat jedoch
den Nachteil, dass das Zahnradgetriebe vergleichsweise aufwendig in der Herstellung
und Montage ist und aufgrund der Tatsache, dass sich in dem Eimer üblicherweise Schmutzwasser
befindet, das Risiko einer Nichtfunktion durch Blockieren der Zahnräder über festgesetzte
Schmutzpartikel besteht. Darüber hinaus erfordert die Lagerung der Zahnräder eine
massive Eimerwand, die wiederum zusätzlich zu hohen Herstellkosten führt. Auch können
die Zahnräder das Wischmittel einklemmen und beschädigen oder hierdurch blockieren.
[0010] Aus der
CN 201 398 947 Y wiederum ist eine Wischmittelpresse bekannt, deren Pressvorrichtung vollständig außerhalb
des Eimers angeordnet ist. Diese weist ein neben der Eimerwand angeordnetes Fußpedal
auf, das mit einer oberhalb der Öffnung des Eimers angeordneten Pressvorrichtung verbunden
ist. Die Pressvorrichtung besteht aus zwei um eine senkrechte Klauenschwenkachse schwenkbare
Pressklauen, die einen herunterhängenden Wischbelag als Wischmittel zwischen sich
einklemmen können. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, dass zum einen die Pressvorrichtung
außerhalb des Eimers angeordnet ist und so die Gefahr besteht, dass Spritzwasser die
Umgebung verunreinigt. Zum anderen muss der Benutzer den Wischbelag genau zwischen
die Pressklauen halten, um ein befriedigendes Auspressergebnis zu erzielen. Eine ähnliche
Vorrichtung zeigt die
CN 2 776 280Y, wobei hier allerdings die Pressvorrichtung innerhalb des Eimers, diesen aber fast
vollständig ausfüllend, vorgesehen ist.
[0011] Aus der
EP 0 788 762 B wiederum ist eine weitere Ausgestaltung einer Wischmittelpresse bekannt. Bei dieser
Wischmittelpresse ist die Pressvorrichtung ebenfalls oberhalb der Eimeröffnung vorgesehen.
Neben der Pressvorrichtung ist ein Eintunkbereich zum Eintunken des Wischmittels in
das Eimerwasser und zum Ausspülen des Wischmittels angeordnet. Zwischen diesem Eintunkbereich
und der Pressvorrichtung ist ein Handgriff vorgesehen, über den der Eimer angehoben
werden kann. Die Handhabe zum Betätigen der Pressvorrichtung in Form eines Fußpedals
erstreckt sich längs der oberen Seitenränder des Eimers auf die Seite des Eimers,
die aus Sicht der Pressvorrichtung hinter dem Eintunkbereich liegt. Eine etwas andere
Lösung zeigt die
DE 10 2004 038 244 A1, hier wird die obere Pressklaue, die an einem in Richtung der im Eimer vorgesehenen
unteren Pressklaue angeordneten Schwenkarm angeordnet ist, vom Benutzer mit dem Fuß
niedergedrückt. Hier ist aber ebenfalls das Niederdrücken mit dem Fuß nicht ganz einfach.
[0012] Obwohl mit dieser Vorrichtung effektiv ein Wischmittel ausgepresst werden kann, hat
sie die Nachteile, dass zum einen der Benutzer den Fuß relativ weit hochheben muss,
um das Fußpedal niederdrücken zu können. Darüber hinaus besteht zum anderen das Risiko,
dass der Handgriff durch das darüber hängenden Wischmittel bei Überführen des Wischmittels
vom Ausspülbereich zum Eintunkbereich nass und verunreinigt wird. Schließlich entstehen
durch das relativ hoch liegende Fußpedal höhere Kippmomente, wenn der Benutzer das
Fußpedal nicht mittig belastet.
[0013] Aus der
US 6 996 873 B2, der
CN 207 996 192 U, der
CN 198 652 543 A und der
CN 108 634890 A schließlich sind Pressvorrichtungen bekannt, die in einem Eimer angeordnet sind und
einen plattenartigen Wischbelag als Wischmittel durch seitliches Verlagern einer Pressplatte
einklemmen und auspressen. Diese Pressvorrichtungen haben aber den Nachteil, dass
sie für herunterhängende, nicht plattenförmige Wischbeläge eher wenig geeignet sind,
da im Falle einer Faltenbildung oder des mehrlagigen Einführens des Wischbelags die
erforderliche Presskraft über die gesamte Fläche des Wischbelages nicht homogen aufgebracht
werden kann. Ferner muss natürlich die Höhe des Einführschachtes der Breite der Wischplatte
entsprechen, was einen vergleichsweisen hohen Eimer erfordert.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Wischmittelpresse für insbesondere einseitig
an einer Wischplatte lösbare und dann frei herunterhängende Wischbeläge zu schaffen,
die bei möglichst wartungs- und verschleißfreiem Betrieb einfach zu bedienen und kostengünstig
herstellbar ist.
[0015] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Wischmittelpresse nach Anspruch
1 gelöst. Die erfindungsgemäße Wischmittelpresse ist insbesondere dadurch charakterisiert,
dass die erste Pressklaue und die zweite Pressklaue an dem Antriebsschlitten angeordnet
sind und der Eimer eine Klauenführung aufweist, die derart ausgebildet ist, dass bei
einer Bewegung des Antriebsschlittens von oben nach unten in Richtung eines Eimerbodens
die erste Pressklaue und die zweite Pressklaue selbsttätig aufeinander zu bewegt werden.
[0016] Die neue Wischmittelpresse zeichnet sich nun dadurch aus, dass zum einen die Pressvorrichtung
im Inneren des Eimers angeordnet ist, so wie es auch schon bei der gattungsbildenden
Pressvorrichtung der Fall war. Jedoch kann die Antriebskraft, die der Benutzer auf
das äußere Stellmittel aufbringt, nun wesentlich einfacher und mit geringerem Aufwand
auf die Pressklauen übertragen werden. Weiterhin ist ein sehr vorteilhaftes Merkmal
der Pressvorrichtung, dass zwei Pressklauen vorgesehen sind, die in einer Schwenkbewegung
aufeinander zu bewegt werden können. Dabei können beide Pressklauen bewegt werden,
alternativ ist natürlich auch möglich, nur eine der beiden Pressklauen zu verschwenken.
Die Pressklauen schließen den Pressraum zwischen sich ein. Hierzu sind sie aus Sicht
der jeweils gegenüberliegenden Pressklaue konkav geformt und flüssigkeitsdurchlässig,
so dass ausgepresste Flüssigkeit durch die Pressklaue hindurch in den Eimer abfließen
kann.
[0017] Sofern nur eine Pressklaue beweglich ist, ist diese um die Klauenschwenkachse schwenkbar
gelagert. Diese Klauenschwenkachse befindet sich an einem unteren Rand der Pressklaue.
Ausgehend von diesem unteren Rand erstreckt sich die Pressklaue gebogen nach oben
und weist bevorzugt an ihrem gegenüberliegenden Längsrand fingerartige Fortsätze auf,
die zum Schließen des Pressraumes und zum einfacheren Einfädeln des Wischmittels dienen.
Gleichzeitig verhindern diese Fortsätze, dass das Wischmittel zwischen den Längsrändern
der Pressklauen eingeklemmt wird.
[0018] Sind beide Pressklauen beweglich, können diese um separate Klauenschwenkachsen schwenkbar
sein, bevorzugt werden sie jedoch in einem gemeinsamen Lager um eine einzige Klauenschwenkachse
schwenkbar gelagert sein. Dabei sind die Pressklauen so gelagert, dass sich bei geöffnetem
Pressraum eine nach oben gerichtete Öffnung ergibt. Dies bedeutet, dass die Klauenschwenkachse
wenigstens in einem größeren Winkel zur Vertikalen, bevorzugt aber um 90° zur Vertikalen
gedreht und horizontal angeordnet ist.
[0019] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung liegt nun darin, dass
die Pressklauen so gelagert und geführt sind, dass ihre Lagerung und damit auch die
Pressklauen zusammen mit der nach unten gerichteten Bewegung des Antriebsschlittens,
der wiederum mit dem äußeren Betätigungsmittel mechanisch gekoppelt ist, nach unten
bewegt und gleichzeitig zwangsweise durch eine Führung während der nach unten gerichteten
Bewegung geschlossen und während der nach oben gerichteten Bewegung wieder geöffnet
werden. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die Pressklauen an ihren
Seiten Führungszapfen aufweisen, die in benachbarte Führungskanäle in Form von Führungskulissen
hineinragen.
[0020] Der Eimer der erfindungsgemäßen Wischmittelpresse ist bei einer beispielhaften Ausgestaltung
rechteckig mit zwei gegenüberliegenden Schmalseiten und zwei gegenüberliegenden Breitseiten
ausgebildet. An den Schmalseiten kann jeweils das Ende eines Henkels angelenkt sein.
Gleichzeitig ist bei dieser Ausgestaltung an einer der Schmalseiten die äußere Handhabe,
also das äußere Betätigungsmittel vorgesehen. Die Pressvorrichtung liegt dann benachbart
in der Nähe der Innenseite dieser Schmalseite im Inneren des Eimers. Besonders bevorzugt
ist hierbei, wenn der Eimer über die gegenüberliegende Schmalseite entleert werden
kann. Hierzu kann im Henkel zum Beispiel eine Durchströmöffnung für die abfließende
Flüssigkeit vorgesehen sein, so dass der Eimer durch Kippen um eine zur Schmalseite
rechtwinklige Achse durch den Henkel ausgegossen werden kann. Das äußere Stellmittel
ist mechanisch mit dem Antriebsschlitten gekoppelt. Bevorzugt ist bei einer Ausgestaltung
das äußere Stellmittel als Fußpedal ausgebildet. Dieses wiederum ist weiter bevorzugt
im unteren Bereich einer der Schmalseiten der Eimerwand angeordnet. In diesem Bereich
ist dann zum Beispiel der Eimer etwas nach innen eingezogen, so dass das Fußpedal
mit einem nach oben hervorspringenden Verbindungsbereich im Bereich des horizontalen
Innenversatzes der Eimerwandung durch diese hindurchgeführt werden kann, wobei hierzu
in dem Bereich des Innenversatzes eine Durchgangsöffnung vorgesehen ist. Dieser nach
innen in den Eimer geführte Bereich des Fußpedals ist dann fest mit dem Antriebsschlitten
verbunden, der gleichzeitig auch dem Bereich der Durchführung dichtend über seinen
gesamten Bewegungsbereich abdeckt.
[0021] Die Lagerung der Pressklauen ist bevorzugt an einem Ausleger des Antriebsschlittens
angeordnet, so dass sich die Lagerung der Pressklauen zusammen mit den Pressklauen
selbst synchron mit dem Antriebsschlitten hin und her bewegen. Über die äußere Führung
der Pressklauen in den Führungskulissen wird dann durch die Bewegung des Antriebsschlittens
selbsttätig, ohne dass es einer weiteren externen Stellkraft bedarf, die Schwenkbewegung
der Pressklauen und damit das Öffnen bzw. Schließen des Pressraums bewirkt.
[0022] Damit im normalen Betrieb, ohne dass der Benutzer das äußere Stellmittel betätigt
hat, der Pressraum zum Einfädeln des Wischmittels immer geöffnet ist, sind Federmittel
vorgesehen, die die Pressklauen in einer definierten, geöffneten Anfangsstellung halten.
Diese Federmittel können beispielsweise den Antriebsschlitten in einer oberen Position
halten oder auch das äußere Stellmittel in die geeignete Position zurückstellen.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
[0024] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Wischmittelpresse in einer dreidimensionalen
Darstellung, wobei die Pressvorrichtung geöffnet ist,
- Fig. 2
- die in Figur 1 dargestellte Ausgestaltung der Wischmittelpresse mit niedergedrücktem
Stellmittel in der Pressposition,
- Fig. 3
- die in Figur 1 dargestellte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wischmittelpresse
mit der in Figur 1 dargestellten Position der Pressvorrichtung in einer Schnittansicht,
- Fig. 4
- die in Figur 1 dargestellte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wischmittelpresse
mit der in Figur 1 dargestellten Position der Pressvorrichtung in einer weiteren Schnittansicht
mit einer im Vergleich zu Figur 3 anderen Schnittebene,
- Fig. 5
- die in Figur 2 dargestellte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wischmittelpresse
mit der in Figur 2 dargestellten Position der Pressvorrichtung in einer Schnittansicht
und
- Fig. 6
- die in Figur 2 dargestellte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wischmittelpresse
mit der in Figur 2 dargestellten Position der Pressvorrichtung in einer weiteren Schnittansicht
mit einer im Vergleich zu Figur 5 anderen Schnittebene.
[0025] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Wischmittelpresse dargestellt. Die Wischmittelpresse
ist in den Figuren 2 bis 6 in weiteren Ansichten wiedergegeben und wird nachfolgend
im Detail beschrieben.
[0026] Die Wischmittelpresse besteht aus einem Eimer 1 und einer in dem Eimer 1 angeordneten
Pressvorrichtung für einen als Wischmittel eingesetzten Wischbelag, der beispielsweise
einseitig von einer Wischplatte eines Wischgerätes herunterhängt und in einen von
einer ersten Pressklaue 3 und der zweiten Pressklaue 4 begrenzten Pressraum einlegbar
ist. Solange sich dabei die Pressklauen 3,4 in einer oberen Position befinden, ist
dieser Pressraum oben offen und gleicht eher eine Aufnahmeschale. Zum Einlegen wird
der Wischbelag einseitig an der Wischplatte gelöst und die Wischplatte über den Stiel
des Wischgerätes in die Wischmittelpresse abgesenkt. Nachdem der feuchte Wischbelag
auf den Pressklauen 3,4 aufliegt, wird über ein äußeres Stellmittel 2, hier in Form
eines Fußpedals, die Pressvorrichtung aktiviert, wodurch sich die Pressklauen 3,4
zur Bildung des Pressraumes aufeinander zu bewegen.
[0027] Der hier dargestellte Eimer 1 weist ein im Wesentlichen quaderförmiges oder kubisches
Gehäuse mit einem Boden und einer Wandung mit rechteckigem Querschnitt auf, wobei
die Wandung von zwei gegenüberliegenden Schmalseiten und zwei, die Schmalseiten miteinander
verbindenden, gegenüberliegenden Breitseiten gebildet ist. Die Ränder und die Ecken
der Wandung sind mit Ausnahme des oberen Randes mit einem im Vergleich zu üblichen
Abrundungen der Kanten um einen stärkeren Radius abgerundet. Figur 1 zeigt als einzige
Figur einen Henkel 13, über den der Eimer 1 getragen werden kann. In den weiteren
Figuren wurde der Übersichtlichkeit halber der Henkel 13 nicht dargestellt. Natürlich
ist die Anwendung der vorliegenden Erfindung nicht auf die besondere Form des Eimers
1 nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel beschränkt.
[0028] Die in Figur 1 links dargestellte Schmalseite der Wandung des Eimers 1 weist eine
Ausgießschnute 15 auf, die von einem nach außen und leicht nach unten hervorgebogenen
Wandbereich gebildet ist und eine definierte Abflussmöglichkeit bei Schwenken des
Eimers 1 um eine zur Klauenschwenkachse D parallele Achse bietet. Damit der Henkel
13 der abströmenden Flüssigkeit nicht im Wege steht, ist er mit einer Ausschüttöffnung
14 versehen, so dass die Flüssigkeit durch den Henkel 13 hindurchströmen kann. Letztlich
ist die Gestaltung der Wandung sowie des Henkels 13 ein zusätzliches Merkmal, dass
optional Verwendung finden kann, aber nicht Kern der vorliegenden Erfindung ist.
[0029] In Figur 1 ist weiterhin zu erkennen, dass das äußere Stellmittel 2 selbst in der
oberen Position, in der der Pressraum geöffnet ist und die erste Pressklaue 3 und
die zweite Pressklaue 4 den maximalen Abstand zueinander haben, relativ weit unten
angeordnet ist. Dies erspart zum einen dem Benutzer, den Fuß zum Betätigen des als
Fußpedal ausgebildeten Stellmittels 2 stark anzuheben. Ferner sind aufgrund der relativ
niedrigen Lage des Fußpedals im Vergleich zum Schwerpunkt des gefüllten Eimers 1 die
Momente, die bei nicht senkrechter Krafteinwirkung des Fußes auf das Stellmittel 2
wirken, unkritischer hinsichtlich eines möglichen Kippens des Eimers 1 als bei den
aus dem Stand der Technik bekannten Ausgestaltungen, bei denen das Fußpedal sehr viel
höher angeordnet ist.
[0030] In Figur 2 ist die Wischmittelpresse aus Figur 1 in einer Position dargestellt, in
der das äußere Stellmittel 2 abgesenkt ist und die Pressvorrichtung (hier nicht sichtbar)
geschlossen ist. Diese Funktion wird im Folgenden anhand der Figuren 3 bis 6 genauer
erläutert.
[0031] In Figur 3 sind die wesentlichen Bauteile der erfindungsgemäßen Wischmittelpresse
dargestellt und gut sichtbar, da die Schnittebene so gewählt wurde, dass die vordere
Führungsplatte 5 hier nicht sichtbar ist (im Gegensatz zur Schnittebene gemäß Figur
4). Die Position der Pressvorrichtung entspricht der Darstellung nach Figur 1. In
Figur 3 ist die vordere Hälfte des Eimers 1 weggeschnitten, ferner fehlt die vordere
Führungsplatte 5, damit die Pressvorrichtung dargestellt werden kann.
[0032] Die Pressvorrichtung besteht aus der ersten Pressklaue 3 und der zweiten Pressklaue
4. Beide Pressklauen 3,4 bewegen sich zusammen mit einem Antriebsschlitten 9 mit,
der mechanisch mit dem äußeren Stellmittel 2, also mit dem Fußpedal, verbunden ist.
Hierzu ist der untere Bereich der vorderen, rechten Schmalseite der Wandung des Eimers
1 um einige Zentimeter nach innen eingezogen. Auf diese Weise ergibt sich oberhalb
des äußeren Stellmittels 2 ein nach innen gerichteter Vorsprung der Wandung des Eimers
1, der gleichzeitig auch als Anschlag für die Abwärtsbewegung des Verbundes aus äußerem
Stellmittel 2 und Antriebsschlitten 9 genutzt werden kann, wenn dieser Anschlag nicht
vom Fußboden gebildet sein soll. Alternativ kann der Anschlag auch von weiter unten
beschriebenen Führungszapfen 12 gebildet sein. Unterhalb dieses Vorsprungs ist ein
Durchlass in der Wandung vorgesehen, durch den das äußere Stellmittel 2 in das Innere
des Eimers 1 zur Verbindung mit dem Antriebsschlitten 9 hindurchtritt.
[0033] Der Antriebsschlitten 9 ist verschiebbar im Eimer angeordnet. Er ist hier nicht an
der Schmalseite geführt, sondern mittelbar über Führungsplatten 5, deren Funktion
weiter hinten im Detail beschrieben werden wird, im Eimer 1 gelagert. Von dem Antriebsschlitten
9 springt ein Ausleger 11 nach innen.
[0034] Wie aus Figur 3 zu erkennen ist, weist dieser Ausleger 11 eine flüssigkeitsdurchlässige,
wabenartige Struktur auf. Die wabenartige Struktur erleichtert die Bewegung des Auslegers
11 im mit Flüssigkeit gefüllten Eimer 1, da dieser dann weniger Flüssigkeit verdrängen
muss. Der Ausleger springt zunächst von der vorderen Schmalseite der Wandung des Eimers
1 längs der Innenseite der Breitseiten nach innen. Am Endbereich weist der Ausleger
11 wiederum nach oben gerichtete Abschnitte auf, die an ihren Außenseiten mit Rollenlagern
versehen sind. Diese Rollenlager wiederum sind in einer Klauenführung 7, die in den
Führungsplatten 5 vorgesehen ist, verschiebbar gelagert, was im Detail weiter hinten
im Zusammenhang mit Figur 4 noch beschrieben werden wird.
[0035] Die erste Pressklaue 3 und die zweite Pressklaue 4 sind um eine gemeinsame Klauenschwenkachse
D schwenkbar an dem Ausleger 11 gelagert. Sie sind von flüssigkeitsdurchlässigen,
aus Sicht der gegenüberliegenden Pressklaue 3 oder 4, konkav gebogenen Platten gebildet,
die langlochförmige Ausnehmungen zum Ableiten bzw. Durchlass des ausgepressten Wassers
aufweisen. Die Pressklauen 3,4 sind auf einer gemeinsamen Achse mit ihrem unteren
Längsrand schwenkbar gelagert, wobei diese Achse wiederum am oberen Ende der vertikalen
Abschnitte des Auslegers 11 gelagert ist. Dies bedeutet, dass der Ausleger 11 die
erste Pressklaue 3 und die zweite Pressklaue 4 sowie deren Lagerung trägt, so dass
sich bei Betätigung des äußeren Stellmittels 2 die gesamte Pressvorrichtung zusammen
mit dem Antriebsschlitten 9, der wiederum den Ausleger 11 trägt, mitbewegt.
[0036] Mit der Bewegung der Pressvorrichtung wird gleichzeitig auch die eigentliche Pressbewegung
selbsttätig initiiert. Hierzu sind zu beiden Seiten der Pressklauen 3,4 die Führungsplatten
5 vorgesehen, die eine Führungskulisse 8 für jedes Ende der Pressklauen 3,4 aufweisen.
In Figur 4 ist die vordere Führungsplatte 5 vor den Pressklauen 3,4 erkennbar. Die
Führungsplatte 5 weist ein Langloch auf, in dem gegen die Kraft einer Rückstellfeder
6 das Rollenlager des Auslegers 11 verschiebbar geführt ist. Zu beiden Seiten dieses
Langlochs sind die Führungskulissen 8 für jede der beiden Pressklauen 3,4 in Form
von nach unten abfallenden Spalten angeordnet.
[0037] Die Führungskulissen 8 sind hier zweifach abgewinkelt, so dass sich das Gefälle der
Führungskulissen 8 mit zunehmendem Absenken des Auslegers 11 vergrößert. In die Führungskulissen
8 greifen Führungszapfen 12 ein, die nach vorne und hinten von den Stirnseiten der
Pressklauen 3,4 hervorspringen. Werden nun der Ausleger 11 und damit die Pressklauen
3,4 über das Absenken des Verbundes des Antriebsschlitten 9 mit dem äußeren Stellmittel
2 ebenfalls abgesenkt, werden die Pressklauen 3,4 durch die Führungszapfen 12 aufeinander
zu geschwenkt, wobei durch den nicht geradlinigen Verlauf der Führungskulissen 8 die
Geschwindigkeit der Schwenkbewegung mit zunehmendem Absenken nachlässt, während ein
zunehmend größeres Kraftmoment auf die Pressklauen 3,4 aufgebracht werden kann. Dies
hat den besonderen Vorteil, dass die maximale Kraft dann zur Verfügung steht, wenn
die letztmögliche Restfeuchtigkeit aus dem Wischbelag ausgedrückt werden soll.
[0038] Die Stellung der Pressvorrichtung, in der der Wischbezug (in den Figuren nicht dargestellt)
ausgepresst wird, ist in den Figuren 5 und 6 dargestellt. Wie insbesondere aus Figur
5 ersichtlich ist, sind bei heruntergefahrenem Ausleger 11 die Pressklauen 3,4 aufeinander
zu geschwenkt, wobei die Pressklauen 3,4 nach oben hervorspringende, fingerartige
Erweiterungen aufweisen, die zum Halten des Wischbelags im unteren Verfahrbereich
und in der unteren Stellung ineinandergreifen.
[0039] Die Führungsplatten 5 wiederum sind in Plattenlagern 10 an der Innenseite der Breitseiten
der Wandung des Eimers 1 gehalten. Diese Plattenlager 10 sind im Wesentlichen längs
der Wandung verlaufende Hohlprofile, die nach der Art einer Nut-Federverbindung T-förmige,
korrespondierende Schienen an der der Wandung des Eimers 1 zugewandten Seite der Führungsplatten
5 halten. Diese Konstruktion hat den besonderen Vorteil, dass möglicherweise aufzunehmende
Biegemomente nicht von der Eimerwandung, sondern von den Führungsplatten 5, der Klauenführung
7 und den Schienen des Plattenlagers 10 aufgenommen werden können. Zur Gewährleistung
einer zuverlässigen Funktion ist der Ausleger 11 über die zum Beispiel in Figur 6
dargestellte Lagerung über Rollenlager in der Klauenführung 7 hin und her beweglich
geführt.
[0040] Ein großer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass über die Führung der Stirnseite
der Pressklauen 3,4, die von dem Zusammenspiel der Führungszapfen 12 mit den Führungskulissen
8 bewirkt ist, bei Absenken der Pressvorrichtung eine selbsttätige, im Kraftverlauf
optimierte Schließbewegung der Pressvorrichtung realisiert ist. Hierdurch wird der
Wischbelag in einem unteren Bereich des Eimers 1 ausgepresst, wobei je nach Anwendungswunsch
der Weg, den die Pressvorrichtung nach unten bewegt werden kann, länger oder kürzer
sein kann. So ist es zum Beispiel möglich, dass bis zu einem mittleren Bereich des
möglichen Verfahrweges die Pressvorrichtung geschlossen wird und anschließend mit
senkrecht nach unten weiter verlaufenden Führungskulissen ohne weitere Schließbewegung
in der geschlossenen Position weiter nach unten bewegt wird.
[0041] Dies ermöglicht es, zunächst Wasser aus dem Wischbelag auszudrücken und den so zusammengedrückten
Wischbelag dann nochmals unter die Wasseroberfläche zu bewegen, falls dies gewünscht
ist. So kann er neues Spülwasser aufnehmen und dann nochmals zusammen mit der Pressvorrichtung
nach oben bewegt werden, so dass sich diese wieder öffnet. Anschließend kann durch
nochmaliges Betätigen des äußeren Stellmittels 2 der Wischbelag wieder abgesenkt und
nochmals durch Zuklappen der Pressvorrichtung ausgepresst werden. So kann ein Spülen
des Wischbelags durch einfaches reziprokes Bewegen des Fußpedals ohne Anfassen des
Wischbelages realisiert werden.
[0042] Es wäre sogar möglich, dass die Führungskulissen im unteren Bereich wieder auseinanderlaufen,
so dass sich die Pressvorrichtung bei weitem Absenken in den unteren Eimerbereich
wieder um einen gewissen Faktor öffnet. Dies nimmt den Druck von dem Wischbelag, so
dass sich der untergetauchte, dann entlastete Wischbelag wieder mit Wasser vollsaugen
kann. Zieht die Rückstellfeder dann die Pressvorrichtung wieder nach oben, wird zunächst
wieder ein Pressdruck aufgebaut, so dass das aus dem Eimer aufgesogene Wasser wieder
aus dem Wischbelag ausgepresst wird. Zu überwindende Rastpositionen können dem Benutzer
die einzelnen funktionalen Bereiche haptisch kenntlich machen, so dass er wahlweise
das reine Auspressen oder das Spülen durch tieferes Hineindrücken in den Eimer, gegebenenfalls
mit Wiederholungen dieser Bewegung, gezielt wählen kann.
[0043] Dadurch, dass in der in Figur 3 bzw. Figur 4 gezeigten Aufnahmeposition der geöffneten
Pressvorrichtung die auseinander geklappten Pressklauen 3,4 vergleichsweise weit oben
angeordnet sind, kann der Benutzer den Wischbelag bequem und leicht in die von den
beiden Pressklauen 3,4 gebildete Aufnahmeschale einlegen. Anschließend drückt er das
auf niedriger Höhe und damit leicht erreichbare äußere Stellmittel 2 in Form des Fußpedals
mit dem Fuß nieder und kann, ohne dass es eines Umsetzungsgetriebes bedarf, durch
diesen einfachen Druck die Pressvorrichtung absenken und gleichzeitig die Pressklauen
3,4 aufeinander zuschwenken und so die Pressvorrichtung schließen. Die erfindungsgemäße
Wischmittelpresse zeichnet sich daher durch besonders einfache und sichere Bedienung
aus, erfordert aber keine übermäßig aufwändigen konstruktiven Lösungen, um dies umzusetzen.
[0044] Der Eimer 1 und die Pressklauen 3,4 sind ebenso wie der Antriebsschlitten 9 und das
äußere Stellmittel 2 bevorzugt aus Kunststoff gefertigt. Die Führungsplatte 5 kann
ebenfalls aus einem Kunststoff gefertigt sein, die Führungszapfen 12 sowie die Rollenlager
des Antriebsschlittens 9 können auch aus Metall bestehen.
[0045] Es versteht sich von selbst, dass die dargestellten konstruktiven Details lediglich
beispielhafte Ausgestaltungen einer Umsetzung der Erfindung sind. Selbstverständlich
können auch andere Detaillösungen gewählt werden. So können die Führungskulissen 8
auch in die Innenseite der Wandung des Eimers 1 integriert werden, gleiches gilt für
die Führung des Antriebsschlittens 9. Anstelle einer durch die Wandung des Eimers
1 hindurchtretende Lösung des äußeren Stellmittels 2 kann auch das äußere Stellmittel
2 U-förmig über den oberen Eimerwand geführt werden, so dass auf den Durchbruch in
der Eimerwandung und die Notwendigkeit, diese abzudichten, verzichtet werden kann.
[0046] Sofern die sich dann noch ergebende Presskraft ausreichend sein sollte, wäre es sogar
möglich, vollständig auf ein äußeres Stellmittel 2 zu verzichten und als Stellmittel
den Stiel des Wischgerätes selbst zu verwenden. In diesem Fall würden der Antriebsschlitten
9 und die Pressvorrichtung von dem Stiel bzw. dem Wischgerät durch Eindrücken des
Wischbelags in die zunächst offene und sich dann schließende Pressvorrichtung niedergedrückt,
was ebenfalls über die von den Führungszapfen 12 und den Führungskulissen 8 gebildete
Kulissenführung zu einem Auspressen des Wischbelages führt.
Bezugszeichenliste:
[0047]
- 1
- Eimer
- 2
- Äußeres Stellmittel des Betätigungsmittels
- 3
- Erste Pressklaue
- 4
- Zweite Pressklaue
- 5
- Führungsplatte
- 6
- Rückstellfeder
- 7
- Klauenführung
- 8
- Führungskulisse
- 9
- Antriebsschlitten
- 10
- Plattenlager
- 11
- Ausleger
- 12
- Führungszapfen
- 13
- Henkel
- 14
- Ausschüttöffnung
- 15
- Ausgießschnute
- D
- Klauenschwenkachse
1. Wischmittelpresse, mit einem Eimer (1), der eine Eimerwand und eine obere Eintunköffnung
zum Eintunken eines Wischmittels in eine nach unten in Richtung eines Bodens des Eimers
(1) gerichtete Eintunkrichtung aufweist, und mit einer in dem Eimer (1) angeordneten
Pressvorrichtung zum Umfassen und zum auspressenden Einklemmen des Wischmittels eines
Reinigungssystems, die eine erste Pressklaue (3) und eine um eine Klauenschwenkachse
(D) in Richtung der ersten Pressklaue (3) schwenkbare zweite Pressklaue (4) umfasst,
wobei Betätigungsmittel vorgesehen sind, die einen in dem Eimer (1) angeordneten und
infolge einer Betätigungskraft von oben nach unten beweglichen Antriebsschlitten (9)
umfassen, der derart mit der Pressvorrichtung gekoppelt ist, dass eine Bewegung des
Antriebsschlittens (9) die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) gegeneinander
drängt, dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) an dem Antriebsschlitten (9)
angeordnet sind und der Eimer eine Klauenführung (7) aufweist, die derart ausgebildet
ist, dass bei einer Bewegung des Antriebsschlittens (9) von oben nach unten in Richtung
des Bodens des Eimers (1) die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) selbsttätig
aufeinander zubewegt sind.
2. Wischmittelpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel zusätzlich ein an der Außenseite des Eimers (1) angeordnetes,
hin und her bewegliches äußeres Stellmittel (2) umfassen, das mit dem in dem Eimer
(1) angeordneten, längs der Eimerwand beweglichen Antriebsschlitten (9) mechanisch
gekoppelt ist.
3. Wischmittelpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) um eine gemeinsame Klauenschwenkachse
(D) schwenkbar sind.
4. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) derart im Eimer (1) angeordnet
sind, dass die Klauenschwenkachse (D) in einem Winkel, insbesondere in einem Winkel
zwischen 70° und 120° und besonders bevorzugt in einem Winkel von 90° zur Eintunkrichtung
angeordnet ist, so dass bei nach oben gestelltem Antriebschlitten der von der ersten
Pressklaue (3) und der zweiten Pressklaue (4) begrenzte Pressraum nach oben geöffnet
ist.
5. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klauenführung (7) eine Längsführung umfasst, in der der Antriebsschlitten (9)
nach unten und nach oben hin und her beweglich gehalten oder gelagert ist.
6. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klauenführung (7) nut- oder spaltartige Führungskulissen (8) aufweist, die an
zumindest einer Seite, bevorzugt aber an zwei gegenüberliegenden Seiten der ersten
Pressklaue (3) und der zweiten Pressklaue (4) vorgesehen sind, wobei die zweite Pressklaue
(4) und bevorzugt auch die erste Pressklaue (3) Führungszapfen (12) aufweisen, die
in die Führungskulissen (8) eingreifen und wobei die Führungskulissen (8) derart ausgebildet
sind, dass bei Bewegung des Antriebsschlittens (9) in Eintunkrichtung nach unten die
erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) über die Führungszapfen (12), die
in den nach unten aufeinander zulaufenden Führungskulissen (8) geführt sind, in einer
Schwenkbewegung zwangsweise aufeinander zubewegt sind und bei Bewegung in die entgegengesetzte
Richtung in einer entgegengerichteten Schwenkbewegung selbsttätig wieder voneinander
beabstandet werden.
7. Wischmittelpresse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die spalt- oder nutförmigen Führungskulissen (8) ausgehend von einem nach unten gerichteten,
oberen Anfangsgefälle derart verlaufen, dass ihr Gefälle bei einer Bewegung des Antriebsschlittens
(9) nach unten in Richtung des Eimerbodens wenigstens einmal, bevorzugt zweimal oder
kontinuierlich, zunimmt, so dass bei kontinuierlicher Absenkgeschwindigkeit des Antriebsschlittens
(9) die Schwenkgeschwindigkeit der ersten Pressklaue (3) und der zweiten Pressklaue
(4) zugunsten eines höheren Pressmomentes abnimmt.
8. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) an zwei gegenüberliegenden
Schwenklagern gelagert sind, die die Klauenschwenkachse (D) definieren und die an
dem von oben nach unten hin und her beweglichen Antriebsschlitten (9) angeordnet sind.
9. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsschlitten (9) einen an einer Innenseite der Eimerwand geführten, mit
dem äußeren Stellmittel verbundenen Führungsteil und einen in das Innere des Eimers
(1) hineinragenden Ausleger (11) aufweist, am dem die erste Pressklaue (3) und die
zweite Pressklaue (4) angeordnet sind, wobei der Ausleger (11) zur leichteren Bewegung
durch den gefüllten Eimer (1) flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet ist.
10. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) gegen die Kraft eines rückstellenden
Federmittels, insbesondere einer Rückstellfeder (6), relativ zueinander beweglich
sind, wobei das rückstellende Federmittel die erste Pressklaue (3) und die zweite
Pressklaue (4) unmittelbar oder mittelbar auseinander drücken.
11. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) von zwei konkav gebogenen,
flüssigkeitsdurchlässigen Pressplatten gebildet sind, die trommelartig einander gegenüberliegend
einen Pressraum zwischen sich einschließen und an einer Längsseite an dem Antriebsschlitten
(9) gelagert bzw. befestigt sind und an der gegenüberliegenden Längsseite Greifdorne
aufweisen, die, insbesondere der Richtung der konkaven Krümmung folgend, von der Längsseite
nach oben hervorspringen.
12. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klauenführung (7) zweiteilig mit einer ebenen vorderen Führungsplatte (5) und
einer ebenen hinteren Führungsplatte (5) ausgebildet ist, wobei auf zwei gegenüberliegenden
Seiten der ersten Pressklaue (3) und der zweiten Pressklaue (4) jeweils eine Führungsplatte
(5) vorgesehen ist und die erste Pressklaue (3) und die zweite Pressklaue (4) derart
zwischen den Führungsplatten (5) angeordnet und gelagert sind, dass zumindest die
zweite Pressklaue (4), bevorzugt auch die erste Pressklaue (3), parallel zur Ebene
der Führungsplatte (5) beweglich sind.
13. Wischmittelpresse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an zwei gegenüberliegenden Wänden der Eimerwand Plattenlager (10) in Form von Einsteckschienen
vorgesehen sind, in denen die Klauenführung (7) gehalten ist, wobei die vordere Führungsplatte
(5) und die hintere Führungsplatte (5) über eine Nut-Feder-Verbindung von oben in
die Plattenlager (10) einschiebbar und in der Gebrauchsstellung insbesondere rastend
gehalten sind.
14. Wischmittelpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Eimer (1) eine rechteckige Grundform mit kantigen oder abgerundeten Eckbereichen
aufweist, wobei der Eimer (1) eine Eimerwand mit zwei gegenüberliegenden Schmalseiten
und zwei gegenüberliegenden Längsseiten sowie einen Henkel (13) aufweist, der mit
jeweils einem Ende an den Schmalseiten angelenkt und seitlich zumindest neben eine
der Längsseiten der Eimerwand klappbar ist.
15. Wischmittelpresse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Schmalseiten eine Ausschüttöffnung (14) im Henkel (13) vorgesehen ist,
durch die bei Kippen des Eimers (1) um eine zu den Schmalseiten parallele Achse Flüssigkeit
durch die in dem Henkel (13) angeordnete Ausschüttöffnung (14) hindurch ausgeleert
werden kann, wobei in den oberen Rand des Eimers (1) eine Ausgießschnute (15) in Form
eines angesenkten, nach außen gebogenen Randbereichs eingeformt ist.