[0001] Die Erfindung betrifft ein Fluidmanagementsystem zur Aufnahme, Speicherung und Abgabe
eines Fluids.
[0002] Fluidaufnahmeeinrichtungen, die ein Fluid, wie beispielsweise Regenwasser aufnehmen,
speichern und abgeben, werden in großer Zahl eingesetzt, um die Belastungsgrenze einer
Kanalisation nicht zu überschreiten. Insbesondere bei der Ableitung von Fluiden von
großen versiegelten Flächen, wie beispielsweise von Parkplätzen, werden solche Fluidaufnahmeeinrichtungen
eingesetzt. Durch den Eintrag von durch das Fluid mitgeführten Schmutz, Sediment und
anderen Begleitstoffen kann es dazu kommen, dass diese unerwünschten Bestandteile
in der Fluidaufnahmeeinrichtung abgelagert werden, auf diese Weise den zur Verfügung
stehenden Speicherraum reduzieren, die Versickerungsleistung einer solchen Einrichtung
mehr und mehr verkleinern und die Einrichtung gegebenenfalls beschädigen. In der Folge
sind hohe Aufwendungen für die Reinigung und Instandhaltung einer solchen Fluidaufnahmeeinrichtung
zu tätigen.
[0003] Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die vorstehend
genannten Nachteile zu überwinden und ein Fluidmanagementsystem bereitzustellen, das
derart ausgebildet ist, dass es Daten hinsichtlich seines Betriebszustandes übermittelt,
um eine Reinigung und Instandhaltung anhand der übermittelten Daten durchführen zu
können.
[0004] Die Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung erfolgt durch den Gegenstand des
Anspruchs 1.
[0005] Es wurde erkannt, dass ein Fluidmanagementsystem die Aufgabe vollumfänglich löst,
wenn vorgesehen ist, dass das Fluidmanagementsystem zur Aufnahme, Speicherung und
Abgabe eines Fluids, insbesondere von Regenwasser, folgendes umfasst:
eine Rigole, die ein Aufnahmevolumen für die Aufnahme des Fluids bereitstellt, eine
Zuleitungseinrichtung für die Zuleitung des Fluids zur Rigole, eine Ableiteinrichtung
für die Ableitung des Fluids aus der Rigole, eine Datenverarbeitungsanlage und wenigstens
eine mit der Datenverarbeitungsanlage verbundene Messeinrichtung zur Aufnahme von
Daten, die der Datenverarbeitungsanlage übermittelbar sind.
[0006] Als sehr vorteilhaft kann sich bei der vorliegenden Erfindung ergeben, wenn vorgesehen
ist, dass die Messeinrichtung eine Füllstandsmesseinrichtung umfasst. Mithilfe der
Füllstandsmesseinrichtung kann in einfacher Weise der Füllstand des Fluids in der
Rigole bestimmt werden. Eine solche Füllstandsmesseinrichtung ist grundsätzlich aus
dem Stand der Technik bekannt und wird vielfach in Behältern, die ein Fluid enthalten,
verwendet. Bei der vorliegenden Erfindung ist die Füllstandsmesseinrichtung derartig
in der Rigole eingebaut, dass diese sich zwischen dem in Schwerkraftrichtung gesehen
tiefsten Punkt und dem Punkt des maximalen Füllstands des Fluids in der Rigole erstreckt.
[0007] Es ist mithilfe der Füllstandsmesseinrichtung möglich, neben dem Füllstand des Fluids
in der Rigole auch Änderungen des Füllstands, und insbesondere zeitliche Änderungen
des Füllstands des Fluids in der Rigole zu erfassen.
[0008] In einer günstigen Fortbildung der Erfindung kann das Fluidmanagementsystem so ausgestaltet
sein, dass eine weitere Messeinrichtung vorgesehen ist, wobei die weitere Messeinrichtung
eine Niederschlagsmesseinrichtung umfasst.
[0009] Die Niederschlagsmesseinrichtung gemäß vorliegender Erfindung kann in einfacher Weise
Niederschlag erfassen, der wenig zeitverzögert der Rigole zugeleitet wird. Eine solche
Niederschlagsmesseinrichtung ist aus dem Stand der Technik bekannt und wird an vielen
Stellen eingesetzt, um beispielsweise als Regenmesser Aussagen über Niederschläge
machen zu können. Neben der Erfassung der Niederschlagsmenge bzw. des Niederschlagsvolumens
durch die Niederschlagsmesseinrichtung kann auch deren zeitlicher Verlauf eines Regenereignisses
hinsichtlich des Niederschlagsvolumens erfasst werden.
[0010] Die Datenverarbeitungsanlage und die Messeinrichtungen sind gemäß vorliegender Erfindung
miteinander verbunden. Es ist dadurch möglich, dass zwischen der Datenverarbeitungsanlage
und den Messeinrichtungen Daten ausgetauscht werden. Insbesondere werden Daten, die
die Messeinrichtungen ermitteln, der Datenverarbeitungsanlage übermittelt. Es ist
aber auch möglich, dass Daten von der Datenverarbeitungsanlage den Messeirichtungen
übermittelt werden, um beispielsweise diese zu kalibrieren oder zu überprüfen oder
um die Software der Messeinrichtungen, soweit sich die Messeirichtungen auf diese
Stützen, zu aktualisieren.
[0011] In einer äußerst vorteilhaften Fortbildung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen
sein, dass die Datenverarbeitungsanlage mit den Messeinrichtungen durch Datenverbindungen
verbunden ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Datenverarbeitungsanlage
mit der Füllstandsmesseinrichtung durch eine erste Datenverbindung und / oder dass
die Datenverarbeitungsanlage mit der Niederschlagsmesseinrichtung durch eine zweite
Datenverbindung verbunden ist.
[0012] Hierdurch ist es in einfacher Weise möglich, dass Daten, die von den Messeinrichtungen
ermittelt werden, an die Datenverarbeitungsanlage übermittelt werden.
[0013] Als besonders praktikabel kann sich bei der vorliegenden Erfindung ergeben, wenn
vorgesehen ist, dass die erste Datenverbindung kabelgestützt und / oder funkgestützt
ausgebildet, und die zweite Datenverbindung kabelgestützt und / oder funkgestützt
ausgebildet ist.
[0014] Hierdurch kann je nach den örtlichen Gegebenheiten eine Kabelverbindung für die Datenverbindung
zwischen der Datenverarbeitungsanlage und den Messeinrichtungen aufgebaut werden.
Alternativ kann bei anderen örtlichen Gegebenheiten eine Funkverbindung für die Datenverbindung
zwischen der Datenverarbeitungsanlage und den Messeinrichtungen eingerichtet werden.
[0015] In einer besonders günstigen Ausführung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen
sein, dass die Datenverarbeitungsanlage mit einer Anzeigeeinheit verbunden ist. Eine
solche Anzeigeeinheit kann Daten, insbesondere Betriebsdaten des Fluidmanagementsystems
anzeigen. Darüber hinaus kann eine solche Anzeigeeinheit auch Warninformationen ausgeben,
die dem Personal Informationen an die Hand geben, dass beispielsweise die Aufnahmekapazität
der Rigole für Fluid eingeschränkt oder für ein bestimmtes Regenereignis nicht ausreichend
ist.
[0016] Die Anzeigeeinheit kann mit der Datenverarbeitungsanlage mithilfe einer dritten Datenverbindung,
die kabelgestützt und / oder funkgestützt und / oder mittels UMTS (Universal Mobile
Telecommunications System) und / oder mittels LoRaWAN (Long Range Wide Area Network)
ausgebildet ist, verbunden sein.
[0017] In einer sehr vorteilhaften Fortbildung der vorliegenden Erfindung kann das Fluidmanagementsystem
derart ausgeführt sein, dass eine Energiequelle vorgesehen ist, die die Datenverarbeitungsanlage
und / oder die Füllstandsmesseinrichtung und / oder die Niederschlagsmesseinrichtung
mit Energie versorgt.
[0018] So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Niederschlagsmesseinrichtung ein
Solarpanel und / oder eine Windkraftmaschine für die Erzeugung elektrischer Energie
zugeordnet ist, die der Datenverarbeitungsanlage und / oder der Füllstandsmesseinrichtung
und / oder der Niederschlagsmesseinrichtung Energie zum Betrieb zuführt.
[0019] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Energieversorgung der Datenverarbeitungsanlage
und / oder der Füllstandsmesseinrichtung und / oder der Niederschlagsmesseinrichtung
mit Hilfe eines Akkumulators und / oder einer Batterie und / oder eines Anschlusses
an das öffentliche Stromnetz oder durch eine andere Technik sichergestellt ist.
[0020] In einer alternativen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein,
dass die von den Messeinrichtungen ermittelten Daten in eine Cloud gehen und dort
ausgewertet werden. Das Ergebnis der Datenauswertung in der Cloud kann mit Hilfe der
vorstehend beschriebenen Anzeigeeinheit angezeigt werden.
[0021] Als sehr günstig kann sich bei der vorliegenden Erfindung erweisen, wenn vorgesehen
ist, dass bei dem Fluidmanagementsystem die Rigole modular aus einzelnen Bauelementen
aufgebaut ist.
[0022] Eine Rigole, die modular aus einzelnen Bauelementen aufgebaut ist, ist in einfacher
Weise bereitstellbar, schnell zu errichten, leicht an die örtlichen Gegebenheiten
anzupassen und kostengünstig. Eine derartige Rigole lässt sich in einfacher Weise
mit der Füllstandsmesseinrichtung ausrüsten.
[0023] Mit besonderen Vorteil kann vorgesehen sein, dass das Fluidmanagementsystem derartig
ausgebildet ist, dass die Rigole eine Hülle aufweist, die zumindest abschnittsweise
von einer Abdeckung, die fluiddurchlässig oder fluidundurchlässig ausgebildet ist,
bedeckt ist.
[0024] Durch die Abdeckung, welche die Hülle der Rigole zumindest abschnittsweise bedeckt,
kann verhindert werden, dass beispielsweise aus dem Erdreich Material in die Rigole
eingeschwemmt wird bzw. das Fluid aus der Rigole nur an den dafür vorgesehenen Stellen
in das Erdreich einsickern kann.
[0025] Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung kann in einfacher Weise die Versickerungsleistung
der Rigole dadurch bestimmt werden, dass die Abnahme des Volumens des Fluids in der
Rigole in Abhängigkeit zu der Zeit mit Hilfe der Füllstandsmesseinrichtung bestimmt
wird, wobei kein Fluid der Rigole zugeleitet wird.
[0026] Die Verarbeitung der durch die Füllstandsmesseinrichtung gewonnenen Daten über den
Füllstand des Fluids in der Rigole erfolgt in der Datenverarbeitungsanlage. Wenn die
Versickerungsleistung der Rigole, die so mit Hilfe der Datenverarbeitungsanlage ermittelt
wird, einen vorgegebenen Wert unterschreitet, ist davon auszugehen, dass in der Rigole
der Anteil an Sediment, Schmutz und anderen Verunreinigungen so hoch ist, dass die
Versickerung des Fluids aus der Rigole ins umgebende Erdreich behindert ist. Dann
kann die Datenverarbeitungsanlage einen Hinweis an das Personal ausgeben, dass eine
Reinigung, Inspektion oder Instandhaltung der Rigole notwendig ist.
[0027] Es ist mit Hilfe der vorliegenden Erfindung auch möglich, dass bei einem Regenereignis
eine Vorhersage mit Hilfe der Datenverarbeitungsanlage möglich ist, inwieweit die
Rigole die der Rigole zugeleitete Fluidmenge bei einem Starkregenereignis aufnehmen
kann. Dazu werden Daten von der Niederschlagsmesseinrichtung und von der Füllstandsmesseinrichtung
an die Datenverarbeitungsanlage übermittelt. Aus dem Füllstand des Fluids in der Rigole,
der Versickerungsleistung der Rigole und der aktuellen Niederschlagsmenge kann die
Datenverarbeitungsanlage ermitteln, ob die Rigole in der Lage ist, das der Rigole
zugeleitete Fluidvolumen auch bei einem Starkregenereignis bzw. dem für die Dimensionierung
der Rigole zugrunde liegenden Bemessungsregen aufzunehmen. Wenn das der Rigole zugeleitete
Fluidvolumen nicht vollständig von der Rigole aufgenommen werden kann, kann es im
Bemessungsfall zu einem Überschwemmungsereignis kommen, was die Datenverarbeitungsanlage
dem Personal vorausschauend anzeigt. Daraufhin können beispielsweise weitere Maßnahmen
ergriffen werden, um ein solches Überschwemmungsereignis möglichst zu verhindern.
[0028] Es versteht sich, dass aus den ermittelten Daten mit Hilfe der Datenverarbeitungsanlage
auch andere Informationen gewonnen werden können.
[0029] Anwendung bzw. Verwendung findet das Fluidmanagementsystem der vorliegenden Erfindung
in der Regenwasserbewirtschaftung, in der Schwimmbadtechnik, in der Landwirtschaft
und in anderen Bereichen.
[0030] Mit großem Vorteil kann das erfindungsgemäße Fluidmanagementsystem für die Aufnahme,
Speicherung und Abgabe von Regenwasser eingesetzt werden, wobei Daten über den Betriebszustand
des Fluidmanagementsystems gewinnbar und anzeigbar sind. Aus den Daten über den Betriebszustand
des Fluidmanagementsystems wiederum lassen sich Prognosen über den zukünftigen Betrieb
des Fluidmanagementsystems ableiten, sowie notwendige Arbeiten, die die Wartung, Säuberung
und Reparatur betreffen.
[0031] Damit zeichnet sich ein solches erfindungsgemäßes Fluidmanagementsystem gegenüber
denen aus dem Stand der Technik als in wesentlichen Punkten verbessert aus.
[0032] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus der Figur und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung.
[0033] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0034] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur dargestellt und
wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0035] Die vorliegende Erfindung wird anhand der beigefügten Figur wie folgt näher beschrieben.
[0036] Hierzu zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des Fluidmanagementsystems.
[0037] In der Fig. 1 ist in einer schematischen Darstellung das Fluidmanagementsystem 1
gemäß vorliegender Erfindung gezeigt.
[0038] Das Fluidmanagementsystem 1 dient zur Aufnahme, Speicherung und Abgabe eines Fluids
14, insbesondere von Regenwasser.
[0039] Das Fluidmanagementsystem 1 umfasst eine Rigole 2, die ein Aufnahmevolumen 2.1 bereitstellt.
In dem Aufnahmevolumen 2.1 der Rigole 2 des Fluidmanagementsystems 1 kann das Fluid
14, beispielsweise das Regenwasser aufgenommen werden.
[0040] Das Fluidmanagementsystem 1 umfasst weiterhin eine Zuleiteinrichtung 3 für die Zuleitung
des Fluids 14 zur Rigole 2. Bei der Zuleiteinrichtung 3 kann es sich um ein Rohr oder
ein Rohrsystem handeln, welches beispielsweise Regenwasser aus einem Gulli oder einer
anderen Auffangeinrichtung der Rigole 2 zuleitet.
[0041] Das Fluidmanagementsystem 1 umfasst weiterhin eine Ableiteinrichtung für die Ableitung
des Fluids 14 aus der Rigole 2. Eine solche Ableiteinrichtung kann beispielsweise
ein Rohr oder ein Rohrsystem umfassen, mit dem Fluid 14 aus der Rigole 2 in einen
Vorfluter ableitbar ist. Vorteilhafterweise kann das Ableiten des Fluids 14 aus der
Rigole 2 in den Vorfluter hierbei mit einem Ventil begrenzt oder gesteuert werden.
Diese vorstehend beschriebene Ableiteinrichtung ist in der Fig. 1 nicht gezeigt. In
einer anderen Ausbildung der Erfindung, die hier gezeigt ist, kann vorgesehen sein,
dass die Ableiteinrichtung durch die Grundfläche 5.1 und / oder durch Teile der Seitenfläche
5.2 der Rigole 2 gebildet ist. Durch die Grundfläche 5.1 und / oder durch Teile der
Seitenfläche 5.2 der Rigole 2 kann Fluid 14 aus der Rigole 2 in das umgebende Erdreich
6 einsickern, sofern die Hülle 4 der Rigole 2 entsprechend eingerichtet ist, also
diese Versickerung zulässt. Dies kann durch entsprechende Abdeckungen der Hülle 4
der Rigole 2 bewerkstelligt werden. Eine solche Hülle 4 der Rigole 2 ist dann fluiddurchlässig
zu gestalten.
[0042] Das Fluidmanagementsystem 1 umfasst weiterhin eine Füllstandsmesseinrichtung 7, eine
Niederschlagsmesseinrichtung 9 und eine Datenverarbeitungsanlage 11. Die in der Rigole
2 angeordnete Füllstandsmesseinrichtung 7 erfasst den Füllstand des Fluids 14 im Aufnahmevolumen
2.1 der Rigole 2. Zu diesem Zweck erstreckt sich der Messbereich der Füllstandsmesseinrichtung
7 vom tiefsten Punkt des Aufnahmevolumens 2.1 der Rigole 2 bis zum Ort des höchsten
möglichen Füllstands des Fluids 14 im Aufnahmevolumen 2.1 der Rigole 2. Vorliegend
ist gezeigt, dass Fluid 14 etwa ein Viertel des Aufnahmevolumens 2.1 der Rigole 2
bis zum Fluidspiegel F füllt. Die Füllstandsmesseinrichtung 7 ist mit einer ersten
Datenverbindung 8 mit der Datenverarbeitungsanlage 11 verbunden, so dass Daten zwischen
der Füllstandsmesseinrichtung 7 und der Datenverarbeitungsanlage 11 ausgetauscht werden
können. Insbesondere kann die Füllstandsmesseinrichtung 7 Daten an die Datenverarbeitungsanlage
11 übermitteln, die den Füllstand des Fluids 14 in dem Aufnahmevolumen 2.1 der Rigole
2 betreffen und über den zeitlichen Verlauf des Füllstands, wenn wiederholt solche
Messungen stattfinden.
[0043] Es ist weiterhin eine Niederschlagsmesseinrichtung 9 vorgesehen, die die Menge an
Niederschlag 15 erfasst und mittels der zweiten Datenverbindung 10 an die Datenverarbeitungsanlage
11 übermittelt. Auf diese Weise können Daten zwischen der Niederschlagsmesseinrichtung
9 und der Datenverarbeitungsanlage 11 ausgetauscht werden. Insbesondere kann die Niederschlagsmesseinrichtung
9 Daten an die Datenverarbeitungsanlage 11 übermitteln, die das Volumen des Niederschlags
15 betreffen und über den zeitlichen Verlauf des Niederschlags 15, wenn wiederholt
solche Messungen stattfinden.
[0044] Als besonders praktikabel kann sich bei der vorliegenden Erfindung ergeben, wenn
vorgesehen ist, dass die erste Datenverbindung 8 kabelgestützt und / oder funkgestützt
ausgebildet, und die zweite Datenverbindung 10 kabelgestützt und / oder funkgestützt
ausgebildet ist.
[0045] Hierdurch kann je nach den örtlichen Gegebenheiten eine Kabelverbindung für die Datenverbindungen
8, 10 zwischen der Datenverarbeitungsanlage 11 und den Messeinrichtungen 7, 9 aufgebaut
werden. Alternativ kann bei anderen örtlichen Gegebenheiten eine Funkverbindung für
die Datenverbindungen 8, 10 zwischen der Datenverarbeitungsanlage 11 und den Messeinrichtungen
7, 9 eingerichtet werden. Während die Rigole 2 im Erdreich 6 angeordnet ist, ist die
Niederschlagsmesseinrichtung 9 über der Erdoberfläche - hier sinnbildlich über der
Geländeoberkante GOK - installiert.
[0046] Sehr hilfreich ist es, wenn vorgesehen ist, dass die Datenverarbeitungsanlage 11
Informationen mit Hilfe einer Anzeigeeinheit 13 ausgibt. Eine solche Anzeigeeinheit
13 kann ein Bildschirm sein, der beispielsweise fest in einer Überwachungszentrale
installiert ist. In anderen Ausführungen der Erfindung kann die Anzeigeeinheit 13
auch ein Bildschirm eines Tablets, eines Mobilphones oder eines anderen tragbaren
Geräts sein. Die Übermittlung bzw. der Austausch von Daten zwischen der Datenverarbeitungsanlage
11 und der Anzeigeeinheit 13 ist durch eine dritte Datenverbindung 12 sichergestellt.
Die dritte Datenverbindung 12 kann kabelgestützt und / oder funkgestützt und / oder
mittels UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) und / oder mittels LoRaWAN
(Long Range Wide Area Network) ausgebildet sein.
[0047] In einer hier nicht gezeigten Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
die Datenverarbeitungsanlage 11 die Anzeigeeinheit 13 beinhaltet.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Fluidmanagementsystem
- 2
- Rigole
- 2.1
- Aufnahmevolumen
- 3
- Zuleiteinrichtung
- 4
- Hülle
- 5.1
- Grundfläche
- 5.2
- Seitenfläche
- 6
- Erdreich
- 7
- Füllstandsmesseinrichtung
- 8
- erste Datenverbindung
- 9
- Niederschlagsmesseinrichtung
- 10
- zweite Datenverbindung
- 11
- Datenverarbeitungsanlage
- 12
- dritte Datenverbindung
- 13
- Anzeigeeinheit
- 14
- Fluid
- 15
- Niederschlag
- F
- Fluidspiegel
- GOK
- Geländeoberkante
1. Fluidmanagementsystem (1) zur Aufnahme, Speicherung und Abgabe eines Fluids (14),
insbesondere von Regenwasser, umfassend eine Rigole (2), die ein Aufnahmevolumen (2.1)
für die Aufnahme des Fluids (14) bereitstellt, eine Zuleiteinrichtung (3) für die
Zuleitung des Fluids (14) zur Rigole (2), eine Ableiteinrichtung für die Ableitung
des Fluids (14) aus der Rigole (2), eine Datenverarbeitungsanlage (11) und wenigstens
eine mit der Datenverarbeitungsanlage (11) verbundene Messeinrichtung (7) zur Aufnahme
von Daten, die der Datenverarbeitungsanlage (11) übermittelbar sind.
2. Fluidmanagementsystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (7) eine Füllstandsmesseinrichtung (7) umfasst.
3. Fluidmanagementsystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Messeinrichtung (9) vorgesehen ist, wobei die weitere Messeinrichtung
(9) eine Niederschlagsmesseinrichtung (9) umfasst.
4. Fluidmanagementsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (11) mit der Messeinrichtung (7)
durch eine erste Datenverbindung (8) verbunden ist, wobei die erste Datenverbindung
(8) kabelgestützt und / oder funkgestützt ausgebildet, und / oder dass die Datenverarbeitungsanlage
(11) mit der weiteren Messeinrichtung (9) durch eine zweite Datenverbindung (10) verbunden
ist, wobei die zweite Datenverbindung (10) kabelgestützt und / oder funkgestützt ausgebildet
ist.
5. Fluidmanagementsystem (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (11) mit einer Anzeigeeinheit (13) verbunden ist, insbesondere
mit Hilfe einer dritten Datenverbindung (12), die kabelgestützt und / oder funkgestützt
und / oder mittels UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) und / oder mittels
LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) verbunden ist.
6. Fluidmanagementsystem (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Energiequelle vorgesehen ist, die die Datenverarbeitungsanlage (11) und / oder
die Füllstandsmesseinrichtung (7) und / oder die Niederschlagsmesseinrichtung (8)
mit Energie versorgt.
7. Fluidmanagementsystem (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rigole (2) modular aus einzelnen Bauelementen aufgebaut ist.
8. Fluidmanagementsystem (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rigole (2) eine Hülle (4) aufweist, die zumindest abschnittsweise von einer Abdeckung,
die fluiddurchlässig oder fluidundurchlässig ausgebildet ist, bedeckt ist.