[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bodenabschlussleiste mit einem einen Bodenschenkel
und einen vom Bodenschenkel aufragenden Wandschenkel bildenden, extrudierten Winkelprofil,
das auf der Winkelinnenseite Klebeflächen für einen über den Bodenschenkel entlang
des Wandschenkels hochgezogenen Bodenbelag aufweist.
[0002] Bodenabschlussleisten mit einem Bodenschenkel und einem vom Bodenschenkel aufragenden
Wandschenkel werden üblicherweise so verlegt, dass das Winkelprofil mit dem Bodenschenkel
auf den Bodenbelag aufgesetzt und mit dem Wandschenkel unter einer flächigen Anlage
an der Wand durch Kleben und/oder Schrauben verbunden wird. Wird eine solche Bodenabschlussleiste
mit einem entlang der Profilkontur hochgezogenen Randabschnitt eines Bodenbelags verkleidet,
so besteht die Gefahr, dass der Unterboden durch den Bodenbelag und seinen an der
Bodenabschlussleiste bis in den Wandschenkelbereich festgeklebten Randabschnitt gegenüber
der Wand weitgehend luftdicht abgeschlossen wird, was zu Schwierigkeiten beispielsweise
hinsichtlich der Feuchtigkeitsabfuhr führen kann, insbesondere wenn das die Bodenabschlussleiste
bildende Winkelprofil aus Kunststoff eine Dampfsperre bildet. Zur Hinterlüftung der
Bodenabschlussleiste könnten im Bereich des Wandschenkels vorgesehene, den entlang
des Wandschenkels hochgezogenen Randabschnitt des Bodenbelags durchsetzende Belüftungsöffnungen
vorgesehen werden, die in der Anschlussfuge zwischen Wand und Unterboden münden, doch
müssen in einem solchen Fall den optischen Gesamteindruck des Bodenabschlusses beeinträchtigende,
erst im Nachhinein anbringbare Öffnungen im Randabschnitt des Fußbodenbelags in Kauf
genommen werden.
[0003] Bei Fußböden mit einem auf einen schwimmenden Estrich geklebten diffusionsdichten
Fußbodenbelag, der an eine Bodenabschlussleiste anschließt, ist es bekannt (
AT 314 794 B), den Raum zwischen der Wand und der Bodenabschlussleiste zu belüften. Zu diesem
Zweck sind in den gegen die Wand vorstehenden Befestigungsstegen der Bodenabschlussleiste
und den von diesen Befestigungsstegen übergriffenen Haltestegen einer wandseitigen
Halterung langlochartige Belüftungsöffnungen vorgesehen, die in den Befestigungs-
und Haltestegen eine unterschiedliche Teilung aufweisen. Da diese Belüftungsöffnungen
in den Befestigungsstegen auf der der Sichtseite abgekehrten Wandseite der Bodenabschlussleiste
vorgesehen sind, können sichtseitige Beeinträchtigungen der Bodenabschlussleiste durch
Belüftungsöffnungen vermieden werden. Allerdings ergibt sich aufgrund der beschränkten
Raumverhältnisse im Bereich zwischen dem Wandschenkel der Bodenabschlussleiste und
den von diesem Wandschenkel abstehenden Befestigungsstegen ein beträchtlicher Fertigungsaufwand.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Bodenabschlussleiste aus einem
extrudierbaren Profilwinkel so auszugestalten, dass eine entsprechende Hinterlüftung
mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichergestellt werden kann, ohne den optischen
Gesamteindruck der mit einem Randabschnitt des Bodenbelags verkleideten Bodenabschlussleiste
zu beeinträchtigen.
[0005] Ausgehend von einer Bodenabschlussleiste der eingangs geschilderten Art löst die
Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass zumindest der Wandschenkel des Winkelprofils
auf der Winkelaußenseite in Profillängsrichtung verlaufende Abstandhalterrippen und
über die Länge der Abstandhalterrippen verteilte Stanzlöcher aufweist, die die Abstandhalterrippen
unterbrechen.
[0006] Durch die Abstandhalterrippen auf der der Wand zugekehrten Außenseite des Winkelprofils
wird zwischen der Wand und dem Wandschenkel des Winkelprofils ein Lüftungsspalt sichergestellt,
der allerdings durch die extrusionsbedingt in Profillängsrichtung verlaufenden Abstandhalterrippen
in einzelne Abschnitte unterteilt wird. Es ist daher zwischen diesen Abschnitten des
Lüftungsspalts eine Strömungsverbindung herzustellen. Zu diesem Zweck werden in den
Wandschenkel des Winkelprofils Löcher gestanzt, und zwar entlang der Abstandhalterrippen,
sodass diese Abstandhalterrippen durch die vergleichsweise einfach herzustellenden
Stanzlöcher unterbrochen werden. Die Stanzlöcher müssen daher in Richtung der Rippenbreite
einen die Rippenbreite übersteigenden Durchmesser aufweisen, damit die Stanzlöcher
trotz ihrer zum Wandschenkel senkrechten und damit in Richtung der Rippenhöhe verlaufenden
Ausrichtung die Abstandhalterrippen zur Ausbildung von Strömungsverbindungen zwischen
den durch die Abstandhalterrippen voneinander getrennten Abschnitten des Lüftungsspalts
unterbrechen. Durch die Stanzlöcher ergibt sich somit eine von der Anschlussfuge zwischen
dem Unterboden und der Wand ausgehende Strömungsverbindung zwischen den durch die
Abstandhalterrippen voneinander getrennten Abschnitten des Lüftungsspalts. Da diese
Stanzöffnungen durch den entlang des Wandschenkels hochgezogenen Randabschnitt des
Bodenbelags abgedeckt sind haben sie keinen Einfluss auf das optische Erscheinungsbild.
Die durch die Abstandhalterrippen bedingte Verstärkung des Wandschenkels wirkt dabei
wegen der Anordnung der Stanzlöcher im Bereich der Abstandhalterrippen der durch die
Stanzlöcher bedingten Schwächung entgegen.
[0007] Um einen durchgehenden Lüftungsspalt entlang des oberen Längsrandes des Wandschenkels
zu vermeiden, kann der Wandschenkel des Winkelprofils einen einen Abstandhalter entsprechend
den Abstandhalterrippen bildenden oberen Randsteg aufweisen, der durch über seine
Länge verteilte, parallel zum Wandschenkel in Richtung der Stegbreite verlaufende
und gegen die der Wand zugekehrte Außenseite des Randstegs offene Stanzausnehmungen
unterbrochen ist. Da diese Stanzausnehmungen in Richtung der Höhe des Wandschenkels,
also in Richtung der Breite des Randstegs verlaufen, sind sie nur im Wandbereich des
Randstegs sichtbar und stören daher den optischen Gesamteindruck der Bodenabschlussleiste
kaum.
[0008] Gilt es, sich zwischen dem Unterboden und dem Bodenbelag ansammelnde Feuchtigkeit
abzuführen, so muss diese Feuchtigkeit durch das Winkelprofil zum Lüftungsspalt zwischen
Wandschenkel und Wand gelangen können. Einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben
sich in diesem Zusammenhang, wenn der Bodenschenkel des Winkelprofils durch über seine
Länge verteilte, sich durch den Wandschenkel erstreckende Querschlitze unterbrochen
ist, sodass durch diese Querschlitze eine Belüftung des Bereichs zwischen dem Unterboden
und dem Bodenbelag eröffnet wird.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine an einer Wand befestigte, mit einem Bodenbelag verkleidete Bodenabschlussleiste
nach der Erfindung in einem Vertikalschnitt,
- Fig. 2
- die Bodenabschlussleiste ausschnittsweise in einer Vorderansicht,
- Fig. 3
- diese Bodenabschlussleiste in einer Ansicht auf die Rückseite und
- Fig. 4
- die Bodenabschlussleiste in einem Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2.
[0010] Eine Bodenabschlussleiste umfasst gemäß der Erfindung ein extrudiertes Winkelprofil
1, das einen Bodenschenkel 2 und einen vom Bodenschenkel 2 aufragenden Wandschenkel
3 bildet. Der im Wesentlichen ebene Wandschenkel 3 weist auf seiner der Wand 4 zugekehrten
Winkelaußenseite in Profillängsrichtung verlaufende Abstandhalterrippen 5 auf, sodass
sich gemäß Fig. 1 zwischen der Wand 4 und dem wandparallelen Wandschenkel 3 ein Lüftungsspalt
6 ergibt, der allerdings durch die Abstandhalterrippen 5 in einzelne Abschnitte unterteilt
ist. Um zwischen den durch die Abstandhalterrippen 5 gebildeten Abschnitten des Lüftungsspalts
6 eine Strömungsverbindung sicherzustellen, ist der Wandschenkel 3 entlang der Abstandhalterrippen
5 mit Stanzlöchern 7 versehen, die die Abstandhalterrippen 5 unterbrechen. Dies bedeutet,
dass die mit ihrem Bodenschenkel 2 auf einen Unterboden 8 aufgesetzte Bodenabschlussleiste
eine Belüftung der sich zwischen dem Unterboden 8 und der Wand 4 ergebenden Anschlussfuge
9 über den Lüftungsspalt 6 erlaubt, wenn beispielsweise das Winkelprofil 1 im oberen
Randbereich einen den Abstandhalterrippen 5 entsprechenden Abstand zur Wand 4 freilässt.
[0011] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird jedoch der Lüftungsspalt 6 nach
oben durch einen Randsteg 10 abgeschlossen. Dieser Randsteg 10 darf jedoch die Hinterlüftung
der Bodenabschlussleiste nicht behindern. Aus diesem Grund muss der Randsteg 10 über
seine Länge verteilt unterbrochen sein. Dies könnte analog zu den Abstandhalterrippen
5 durch eine Stanzlochreihe bewerkstelligt werden. Die zum Wandschenkel 3 senkrecht
ausgerichteten Stanzlöcher 7 sind jedoch im Bereich eines oberen Randabschlusses 11
sichtbar, der die auf der Winkelinnenseite gegebene Klebefläche 12 des Wandschenkels
3 nach oben begrenzt. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, die Strömungsdurchtritte
durch den oberen Randsteg 10 durch Stanzausnehmungen 13 herzustellen, die parallel
zum Wandschenkel 3 verlaufen und sich über die Breite des Randstegs 10 erstrecken,
wie dies den Fig. 3 und 4 entnommen werden kann. Die Stanzausnehmungen 13 bilden dabei
gegen die der Wand 4 zugekehrte Außenfläche des Randstegs 10 offene Quernuten, die
in einer Vorderansicht der Bodenabschlussleiste kaum in Erscheinung treten, wie dies
die Fig. 2 belegt.
[0012] Gemäß der Fig. dient die Bodenabschlussleiste dazu, einen Randabschnitt 14 eines
auf dem Unterboden 8 verlegten Bodenbelags 15 aufzunehmen. Zu diesem Zweck wird der
Randabschnitt 14 über den Bodenschenkel 2 entlang des Wandschenkels 3 des Winkelprofils
1 bis zum Randabschluss 11 hochgezogen und an den Klebeflächen 12 und 16 auf der Winkelinnenseite
des Wandschenkels 3 und des Bodenschenkels 2 festgeklebt. Da der hochgezogene Randabschnitt
14 des Bodenbelags 15 die Stanzlöcher 7 im Wandschenkel 3 abdeckt, ergibt sich ein
nicht durch Belüftungsöffnungen beeinträchtigtes Erscheinungsbild der mit dem Bodenbelag
15 verkleideten Wandabschlussleiste.
[0013] Soll eine Belüftung des Bereichs zwischen dem Bodenbelag 15 und dem Unterboden 8
ermöglicht werden, so darf der Bodenschenkel 2 des Winkelprofils 1 die Anschlussfuge
9 nicht luftdicht gegenüber dem Bodenbelag 15 abschließen. Dies gelingt vorteilhaft,
wenn der Bodenschenkel 2 des Winkelprofils 1 durch über seine Länge verteilte Querschlitze
17 unterbrochen ist, die sich durch den Wandschenkel 3 bis zur Anschlussfuge 9 erstrecken.
Durch diese Querschlitze 17 kann somit Feuchtigkeit aus dem Bereich zwischen Unterboden
8 und Bodenbelag 15 durch den Lüftungsspalt 6 zwischen der Wand 4 und der Bodenabschlussleiste
abgeführt werden.
1. Bodenabschlussleiste mit einem einen Bodenschenkel (2) und einen vom Bodenschenkel
(2) aufragenden Wandschenkel (3) bildenden, extrudierten Winkelprofil (1), das auf
der Winkelinnenseite Klebeflächen (12, 16) für einen über den Bodenschenkel (2) entlang
des Wandschenkels (3) hochgezogenen Bodenbelag (15) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Wandschenkel (3) des Winkelprofils (1) auf der Winkelaußenseite in
Profillängsrichtung verlaufende Abstandhalterrippen (5) und über die Länge der Abstandhalterrippen
(5) verteilte Stanzlöcher (7) aufweist, die die Abstandhalterrippen (5) unterbrechen.
2. Bodenabschlussleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandschenkel (3) des Winkelprofils (1) einen einen Abstandhalter entsprechend
den Abstandhalterrippen (5) bildenden oberen Randsteg (10) aufweist, der durch über
seine Länge verteilte, parallel zum Wandschenkel (3) in Richtung der Stegbreite verlaufende
und gegen die der Wand (4) zugekehrte Außenseite des Randstegs (10) offene Stanzausnehmungen
(13) unterbrochen ist.
3. Bodenabschlussleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenschenkel (2) des Winkelprofils (1) durch über seine Länge verteilte, sich
durch den Wandschenkel (3) erstreckende Querschlitze (17) unterbrochen ist.
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