[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Schloss, insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss,
vorzugsweise Haubenschloss bzw. Kraftfahrzeug-Haubenschloss, mit einem Gesperre aus
im Wesentlichen Drehfalle und Sperrklinke, und mit einer Aufstelleinrichtung für einen
Schließbolzen oder ein anderes Anschlagteil an einer Haube, wobei die Aufstelleinrichtung
mit einem Stellmittel zur Realisierung einer Abhebeposition der Haube wechselwirkt.
[0002] Kraftfahrzeug-Schlösser und insbesondere Kraftfahrzeug-Haubenschlösser werden beispielsweise
mit elektrischen Antrieben ausgestattet. Das gilt typischerweise sowohl für eine Fronthaube
als auch eine Heckklappe. Im Fall einer Fronthaube und bei beispielsweise einer elektrischen
Betätigung respektive Entriegelung des fraglichen Kraftfahrzeug-Schlosses kommt es
dazu, dass die Haube aufgrund von typischerweise durch eine umlaufende Dichtung aufgebauten
Federkräften geringfügig ausgestellt wird. Die in diesem Zusammenhang zusätzlich vorgesehene
Aufstelleinrichtung, welche unter anderem einen Auswerferhebel aufweisen kann, sorgt
nun nach einem Öffnungsvorgang dafür, dass die Haube in ihre Abhebeposition überführt
wird.
[0003] Diese Abhebeposition korrespondiert dazu, dass ein Bediener unschwer die Haube durch
einen Spalt zwischen der Haube und einer Kraftfahrzeugkarosserie hindurch ergreifen
und manuell öffnen kann. So wird beispielsweise im Rahmen der gattungsbildenden
DE 10 2017 108 266 A1 der Anmelderin vorgegangen. Dabei wirkt der Auswerfer bzw. Auswerferhebel mit dem
Schließbolzen zusammen. Der Auswerfer bringt den Schließbolzen in die Abhebeposition.
Zusätzlich ist noch ein Antriebshebel vorgesehen, mit dessen Hilfe der Ausheber und
zumindest mittelbar die Drehfalle betätigt werden kann, um ein verbessertes Schließen
der Haube zu ermöglichen.
[0004] Im weiteren Stand der Technik nach der
EP 1 710 378 A2 ist eine spezielle Aufstelleinrichtung realisiert, die als Federelement ausgebildet
ist und ein schwungvolles Schließen der Tür oder Haube dämpft oder verlangsamt. In
diesem Zusammenhang wird auch ein sogenannter Crashhub angesprochen, über den bei
einem unfallbedingten Aufprall die Fronthaube ausgestellt wird. Insgesamt geht es
darum, ein schwungvolles Schließen der von dem Kraftfahrzeug-Schloss verschließbaren
Haube wirksamer und weniger störend abfangen zu können.
[0005] Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt, wenn es darum geht, bei einem
Kraftfahrzeug-Schloss und insbesondere Haubenschloss mit Hilfe der Aufstelleinrichtung
die gewünschte Abhebeposition der Haube zu realisieren. Dies wird im Rahmen der gattungsbildenden
Lehre nach der
DE 10 2017 108 266 A1 im Endeffekt dadurch umgesetzt, dass der dortige Auswerfer durch die Kraft einer
Feder vorbelastet wird. Die Federkraft hält den Auswerfer in einer bestimmten Position,
sodass ein Schlosshalter bzw. Schließbolzen an der Haube und damit die Haube die gewünschte
Abhebeposition einnimmt. Die Realisierung und Anbringung einer solchen Feder ist jedoch
mit zusätzlichem montagetechnischem Aufwand verbunden. In Anbetracht des enormen Kostendrucks
auf dem Sektor der Herstellung von Kraftfahrzeug-Schlössern werden an dieser Stelle
wiederkehrend Vereinfachungen und Kostensenkungen gefordert. Hier will die Erfindung
insgesamt Abhilfe schaffen.
[0006] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein derartiges Kraftfahrzeug-Schloss
und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss bzw. vorzugsweise Haubenschloss bzw. Kraftfahrzeug-Haubenschloss
der eingangs beschriebenen Gestaltung so weiter zu entwickeln, dass eine insgesamt
vereinfachte bauliche Ausführung mit Kostenvorteilen umgesetzt wird.
[0007] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeug-Schloss
und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
dass das Stellmittel als Bestandteil der Aufstelleinrichtung von einem Gesperrebauteil
zur Wechselwirkung mit der Haube beaufschlagt wird. Vorzugsweise ist das Stellmittel
als Gesperrebestandteil bzw. Bestandteil des Gesperrebauteils, also der Drehfalle
und/oder der Sperrklinke, ausgebildet.
[0008] Im Rahmen der Erfindung wird zunächst einmal so vorgegangen, dass die nach dem Stand
der Technik entsprechend der
DE 10 2017 108 266 A1 vorgesehene Feder am Auswerfer bzw. der Aufstelleinrichtung als gleichsam Stellmittel
entbehrlich ist. Denn erfindungsgemäß handelt es sich bei dem Stellmittel regelmäßig
um einen Gesperrebestandteil, also einen Bestandteil des Gesperres aus im Wesentlichen
Drehfalle und Sperrklinke. Vorzugsweise ist das Stellmittel als Drehfallenbestandteil
bzw. Bestandteil der Drehfalle ausgelegt. Folgerichtig kann das Stellmittel zusammen
mit der Drehfalle realisiert werden und sind zusätzliche Montage- und Fertigungsschritte
erfindungsgemäß ausdrücklich nicht erforderlich.
[0009] Dabei wird meistens so vorgegangen, dass das Stellmittel im Wesentlichen senkrecht
zu einer vom Gesperre aufgespannten Gesperreebene an das Gesperrebauteil angeschlossen
ist. Die Gesperreebene wird dabei von den wenigstens zwei Gesperrebauteilen, das heißt
der Drehfalle und der Sperrklinke, aufgespannt und definiert. Dadurch, dass sich das
Stellmittel im Wesentlichen senkrecht zu dieser Gesperreebene erstreckt und an das
fragliche Gesperrebauteil angeschlossen ist, kann mit Hilfe des Stellmittels die Aufstelleinrichtung
problemlos beaufschlagt werden. Hierbei geht die Erfindung von der zusätzlichen Erkenntnis
aus, dass sich das Gesperre beispielsweise nach einem elektrisch initiierten Öffnungsvorgang
in Öffnungsrichtung bewegt. Das Gleiche gilt dann auch für das als Gesperrebestandteil
ausgebildete Stellmittel.
[0010] Da das Stellmittel senkrecht zur Gesperreebene verläuft und an das fragliche Gesperrebauteil
angeschlossen ist, kann nun erfindungsgemäß eine hiermit verbundene beispielsweise
Aufwärtsbewegung des Stellmittels genutzt werden, um das Anschlagteil bzw. den Schließbolzen
und damit die Haube mit Hilfe des Stellmittels zu beaufschlagen. Da mit Hilfe der
Aufstelleinrichtung der Schließbolzen oder ein anderes Anschlagteil an der Haube wechselwirkt,
folgt auch die Haube der fraglichen Aufwärtsbewegung und wird letztlich über die Öffnungsbewegung
des fraglichen Gesperrebauteils die Abhebeposition der Haube erreicht und angefahren.
[0011] Dabei wird meistens so vorgegangen, dass das Stellmittel einen Anschlag an einem
Auswerferhebel der Aufstelleinrichtung untergreift. Das heißt, die Aufstelleinrichtung
verfügt über den Auswerferhebel als primären Bestandteil. Der Auswerferhebel ist nun
mit dem Anschlag ausgerüstet, welcher dementsprechend das Stellmittel übergreift,
sodass bei der zuvor bereits beschriebenen Aufwärtsbewegung des Stellmittels im Zuge
eines Öffnungsvorganges des Gesperres der fragliche Auswerferhebel zwanglos von dem
betreffenden Gesperrebauteil mitgenommen wird. Gleiches gilt meistens für den auf
dem Anschlag ruhenden Schließbolzen und damit die Haube. Umgekehrt kann sich das fragliche
Gesperrebauteil unabhängig von dem Auswerferhebel in seine Schließposition bewegen.
Dabei kommt es typischerweise dazu, dass zur Einnahme der Schließposition der Schließbolzen
nicht nur das Gesperre in die Schließposition überführt, sondern zugleich den Auswerferhebel
in seine zur Schließposition gehörige Ruheposition im Vergleich zur Abhebeposition
überführt.
[0012] Das Stellmittel ist in der Regel als Zapfen ausgebildet. Dabei hat es sich bewährt,
wenn das Stellmittel als an das entsprechend ausgerüstete Gesperrebauteil angeschlossener
Zapfen ausgelegt ist. Hier hat sich eine einstückige Auslegung des Zapfens und des
fraglichen Gesperrebauteils als besonders günstig erwiesen. Tatsächlich ist das Stellmittel
üblicherweise als Mitnahmedorn an der Drehfalle ausgebildet.
[0013] Um an dieser Stelle eine geräuschoptimierte Variante zur Verfügung zu stellen, ist
das Stellmittel typischerweise aus Kunststoff hergestellt. Hierbei geht die Erfindung
von der Erkenntnis aus, dass bei der zuvor bereits angesprochenen Aufwärtsbewegung
des Stellmittels im Zuge des Öffnungsvorganges des Gesperres das Stellmittel (aus
Kunststoff) von unten gegen den Anschlag am Auswerferhebel fährt und auf diese Weise
den Auswerferhebel und damit den Schließbolzen bzw. das andere Anschlagteil an der
Haube anhebt, sodass insgesamt die gewünschte Abhebeposition der Haube eingenommen
wird.
[0014] Die besonders bevorzugte Realisierung des Stellmittels aus Kunststoff kann dann vorteilhaft
umgesetzt werden, wenn das Stellmittel einen Bestandteil einer Kunststoffummantelung
des entsprechend ausgerüsteten Gesperrebauteils darstellt. Da das Stellmittel typischerweise
als Bestandteil der Drehfalle ausgebildet ist, handelt es sich bei dem Stellmittel
vorzugsweise um den zuvor bereits angesprochenen Mitnahmedorn aus Kunststoff, welcher
in respektive an der Kunststoffummantelung der fraglichen Drehfalle ausgebildet wird.
Die Ausprägung des Mitnahmedorns kann in diesem Zusammenhang unschwer auch so ausgelegt
werden, dass der Mitnahmedorn senkrecht an die fragliche Kunststoffummantelung angeschlossen
ist bzw. gegenüber dieser vorsteht. Dadurch wird von vorneherein die vorteilhafte
senkrechte Anordnung des Stellmittels im Vergleich zur Gesperreebene zur Verfügung
gestellt.
[0015] Auf diese Weise kann das Stellmittel einfach und kostengünstig hergestellt werden,
nämlich im Zuge der Produktion der Kunststoffummantelung der Drehfalle im Rahmen der
besonders bevorzugten Variante. Dadurch werden im Vergleich zur bisherigen Variante
mit der Feder am Auswerferhebel signifikante Kosteneinsparungen beobachtet, und zwar
nicht nur bei der Herstellung, sondern auch bei der Montage, weil ein zusätzlicher
Montageschritt entfällt. Vielmehr ist die gewünschte Auswerferfunktion praktisch unmittelbar
nach dem Zusammenbau des Kraftfahrzeug-Schlosses realisiert, und zwar ohne dass der
Auswerferhebel zusätzlich noch mit einer Feder ausgerüstet werden müsste. Hierin sind
die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Kraftfahrzeugschloss
in einer schematischen Übersicht.
[0017] In der Figur ist ein Kraftfahrzeug-Schloss dargestellt, das im Beispielfall als Haubenschloss
ausgebildet ist und welches mit einem Schlosskasten 1 ausgerüstet ist. Im Schlosskasten
1 ist ein Gesperre 2, 3 gelagert. Das Gesperre 2, 3 setzt sich aus einer Drehfalle
2 und einer Sperrklinke 3 zusammen. Die Drehfalle 2 verfügt nach dem Ausführungsbeispiel
über einen Anschlagarm 2a und einen Haltearm 2b, die zwischen sich eine Aufnahme für
einen in der Fig. 1 lediglich angedeuteten Schließbolzen 4 an einer Haube 5 aufweisen.
[0018] Zum grundsätzlichen Aufbau gehört noch eine Aufstelleinrichtung 6, 7, 8, die nach
dem Ausführungsbeispiel und wesentlich einen Auswerferhebel 6 aufweist, der um eine
Achse 7 drehbar im Schlosskasten 1 oder auch einem Schlossgehäuse gelagert ist. Der
Auswerferhebel 6 verfügt über einen Anschlag 6a. Zusätzlich und zum grundsätzlichen
Aufbau gehörend ist noch ein Stellmittel 8 als Bestandteil der Aufstelleinrichtung
6, 7, 8 realisiert.
[0019] Mit Hilfe des Stellmittels 8 kann die Haube 5 in eine in der Fig. 1 durchgezogen
angedeutete Abhebeposition überführt werden. Hiervon zu unterscheiden ist eine strichpunktiert
dargestellte Schließposition der Haube 5. In der Schließposition der Haube 5 befindet
sich die Aufstelleinrichtung 6, 7, 8 bzw. deren Auswerferhebel 6 in seiner in der
Fig. 1 dargestellten Ruheposition.
[0020] Wenn nun das Gesperre 2, 3 beispielsweise elektromotorisch durch einen nicht ausdrücklich
dargestellten Antrieb geöffnet wird, so wird die Sperrklinke 3 von ihrem rastenden
Eingriff mit der Drehfalle 2 abgehoben, sodass die Drehfalle 2 ausgehend von der in
der Fig. 1 dargestellten Schließposition des Gesperres 2, 3 im dort angedeuteten Uhrzeigersinn
aufschwenken kann. Dadurch bewegt sich auch der von der Drehfalle 2 gefangene Schließbolzen
4 in der Fig. 1 zusammen mit der Haube 5 aufwärts. Zugleich sorgt das Stellmittel
8, welches mit Hilfe eines Gesperrebauteils 2, 3, konkret der Drehfalle 2 zur Wechselwirkung
mit der Aufstelleinrichtung 6, 7 beaufschlagt wird dafür, dass der Auswerferhebel
6 um seine Achse 7 ebenfalls im in der Fig. 1 angedeuteten Uhrzeigersinn verschwenkt.
[0021] Tatsächlich ist das Stellmittel 8 nach dem Ausführungsbeispiel als Gesperrebestandteil,
nämlich als Drehfallenbestandteil, ausgebildet. Konkret handelt es sich bei dem Stellmittel
8 um einen Zapfen bzw. einen Mitnahmedorn 8 an der Drehfalle 2. Das Stellmittel bzw.
der Mitnahmedorn 8 ist dabei im Wesentlichen senkrecht zu einer von der Drehfalle
2 in Verbindung mit der Sperrklinke 3 aufgespannten Gesperreebene an das fragliche
Gesperrebauteil und konkret die Drehfalle 2 angeschlossen.
[0022] Dabei ist die Auslegung weiter so getroffen, dass das Stellmittel bzw. der Mitnahmedorn
8 aus Kunststoff hergestellt ist. Tatsächlich stellt das Stellmittel bzw. der Mitnahmedorn
8 im Rahmen des Ausführungsbeispiels einen Bestandteil einer in der Fig. 1 angedeuteten
Kunststoffummantelung 9 des Gesperrebauteils 2, 3 und konkret der Drehfalle 2 dar.
[0023] Jedenfalls sorgt die Öffnungsbewegung des Gesperres 2, 3 und folglich die hiermit
verbundene Schwenkbewegung der Drehfalle 2 im dargestellten Beispielfall im Uhrzeigersinn
dafür, dass der an die Drehfalle 2 angeformte Mitnahmedorn 8 als Bestandteil der Kunststoffummantelung
9 der Drehfalle 2 gegen den Anschlag 6a des Auswerferhebels 6 fährt, und zwar im Beispielfall
von unten. Denn das Stellmittel bzw. der Mitnahmedorn 8 untergreift den fraglichen
Anschlag 6a an dem Auswerferhebel 6. Als Folge hiervon sorgt die Aufwärtsbewegung
des Mitnahmedorns 8 bei der Öffnungsbewegung des Gesperres 2, 3 dafür, dass auch der
Anschlag 6a des Auswerferhebels 6 aufwärts bewegt wird und folglich der Auswerferhebel
6 die in der Fig. 1 angedeutete Uhrzeigersinnbewegung vollführt. Dadurch wirkt der
Auswerferhebel 6 auch auf den auf dem Anschlag 6a ruhenden Schließbolzen 4 und beaufschlagt
damit die Haube 5 im Ausführungsbeispiel aufwärts, und zwar bis die in der Fig. 1
durchgezogen dargestellte Abhebeposition der Haube 5 respektive der Aufstelleinrichtung
6, 7, insgesamt erreicht ist. Das alles gelingt ohne zusätzliche konstruktive Elemente
wie beispielsweise eine Feder an der Aufstelleinrichtung 6, 7, 8 bzw. als Bestandteil
derselben. Vielmehr reichen hierfür die an der Drehfalle 2 angreifenden Federkräfte
aus.
[0024] Diese Federkräfte werden einerseits typischerweise von einer um eine Karosserieöffnung
umlaufenden und mit Hilfe der Haube 5 verschlossenen Dichtung und meistens andererseits
und zusätzlich von einer der Drehfalle 2 zugeordneten und diese in Öffnungsrichtung
beaufschlagenden Feder zur Verfügung gestellt. Jedenfalls sind zusätzliche Konstruktionselemente
nicht erforderlich. Um nun die Haube 5 zu schließen, ist es lediglich erforderlich,
dass ein Bediener die Haube 5 manuell ausgehend von der Abhebeposition in die Schließposition
überführt.
[0025] Hierbei taucht der Schließbolzen 4 zwischen die beiden Arme 2a, 2b der geöffneten
Drehfalle 2. Dadurch wird die Drehfalle 2 im Gegenuhrzeigersinn geschlossen. Zugleich
legt sich der Schließbolzen 4 auf den Anschlag 6a des Auswerferhebels 6 ab und überführt
den Auswerferhebel 6 bei diesem Schließvorgang in seine Ruheposition. Hierzu korrespondiert
eine Drehung des Auswerferhebels 6 um seine Achse 7 im Gegenuhrzeigersinn. Sobald
die geschlossene Stellung des Gesperres 2, 3 erreicht ist, kann die Sperrklinke 3
in die dann geschlossene Drehfalle 2 einfallen.
Bezugszeichenliste
| 1 Schlosskasten |
| 2, 3 Gesperre |
2 Drehfalle |
3 Sperrklinke |
| 2a Anschlagarm |
| 2b Haltearm |
| 4 Schließbolzen |
| 5 Haube |
| 6, 7, 8 Aufstelleinrichtung |
6 Auswerferhebel |
7 Achse |
8 Stellmittel: Zapfen; Mitnahmedorn |
| 6a Anschlag |
|
| 9 Kunststoffummantelung |
1. Kraftfahrzeug-Schloss, insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss, vorzugsweise Haubenschloss,
mit einem Gesperre (2, 3) aus im Wesentlichen Drehfalle (2) und Sperrklinke (3), und
mit einer Aufstelleinrichtung (6, 7, 8) für einen Schließbolzen (4) oder ein anderes
Anschlagteil an einer Haube (5), wobei die Aufstellreinrichtung (6, 7, 8) mit einem
Stellmittel (8) zur Realisierung einer Abhebeposition der Haube (5) ausgerüstet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) von einem Gesperrebauteil (2, 3) zur Wechselwirkung mit der Haube
(5) beaufschlagt wird.
2. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) als Bestandteil eines Gesperrebauteils (2, 3) ausgebildet ist.
3. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) im Wesentlichen senkrecht zu einer vom Gesperre (2, 3) aufgespannten
Gesperreebene an das betreffende Gesperrebauteil (2, 3) angeschlossen ist.
4. Kraftfahrzeug-Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) einen Anschlag (6a) an einem Auswerferhebel (6) der Aufstelleinrichtung
(6, 7, 8) untergreift.
5. Kraftfahrzeug-Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) als Bestandteil der Drehfalle (2) ausgebildet ist.
6. Kraftfahrzeug-Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) als Zapfen (8) ausgebildet ist.
7. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) als an das betreffende Gesperrebauteil (2, 3) angeschlossener
Zapfen ausgelegt ist.
8. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) als Mitnahmedorn (8) an der Drehfalle (2) ausgebildet ist.
9. Kraftfahrzeug-Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) aus Kunststoff hergestellt ist.
10. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) einen Bestandteil einer Kunststoffummantelung (9) des betreffenden
Gesperrebauteils (2, 3) darstellt.