[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Kochsystems nach Anspruch
1, ein Kochfeld zur Durchführung eines derartigen Verfahrens nach Anspruch 8 sowie
ein Gargeschirr zur Durchführung eines derartigen Verfahrens nach Anspruch 9.
[0002] Der Trend beim heimischen Kochen geht immer weiter dazu, die Durchführung der Kochprozesse
für den Benutzer einfacher, komfortabler und bzw. oder sicherer hinsichtlich des gewünschten
Kochergebnisses zu gestalten. Hierzu ist es seit längerem bekannt, Temperatursensoren
im Kochfeld zu verwenden, um insbesondere für jede Kochstelle eine Restwärme nach
einem durchgeführten Garprozess dort ermitteln und dem Benutzer als Warnung anzeigen
zu können.
[0003] Ein Garprozess bzw. ein Kochprozess kann auch dadurch unterstützt werden, dass dem
Benutzer vollständige Automatikprogramme bzw. Assistenzfunktionen zur Verfügung gestellt
werden, welche dem Benutzer einen Teil der Durchführung oder sogar die vollständige
Durchführung des Kochprozesses abnehmen sollen. Auch kann ein Kochprozess z.B. von
dem Kochfeld und bzw. oder von einem Mobilgerät unterstützt werden, indem dort der
Kochprozess verfolgt, dem Benutzer dargestellt sowie die nächsten Handlungen im Rezeptablauf
angezeigt bzw. entsprechende Anweisungen an den Benutzer gegeben werden.
[0004] Auch sollen die Kochfelder optisch immer weiter aus der Küche verschwinden. Hierzu
gehört es auch, die Bedienelemente der Kochfelder immer unauffälliger zu gestalten
oder vollständig verschwinden zu lassen. Dies kann dazu führen, die Bedienelemente
sowie die Anzeigeelemente der Kochfelder auf die Kochgeschirre zu verlagern. Daher
kann es erforderlich oder zumindest wünschenswert sein, dass Informationen zwischen
dem Kochgeschirr und dem Kochfeld ausgetauscht werden können. Dies kann die Übermittlung
von Anweisungen sowie von Messgrößen enthalten.
[0005] Zu beachten ist in jedem Fall, dass bei einer Kommunikation zwischen Kochgeschirr
bzw. Gargeschirr und Kochfeld bzw. Kochstelle oder dergleichen über eine Funkübertragung
z.B. mittels Transpondertechnik beachtet werden muss, dass dies eine Fernwirkung darstellen
kann, d.h. eine Steuerung und bzw. oder eine Regelung eines Gerätes durch einen Befehl,
der außerhalb der Sichtweite eines Gerätes vorgenommen werden kann. Somit kann zwischen
den Teilnehmern eine Kommunikation und damit verbunden eine gegenseitige oder zumindest
einseitige Beeinflussung stattfinden, auch wenn sich diese nicht in ihrem bestimmungsgemäßen
Einsatz befinden. Mit anderen Worten könnte z.B. auch eine Bedienung des Kochfelds
bzw. der Kochstelle durch das Kochgeschirr bewirkt werden, obwohl sich das Kochgeschirr
gar nicht auf dem Kochfeld bzw. auf der Kochstelle befindet. Da dies die Sicherheit
des Benutzers gefährden kann, sind derartige Fernwirkungen im Haushalt gemäß der Norm
DIN EN 60335-2-6 (VDE 0700-1) zu unterbinden.
[0006] Die
EP 3 416 457 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betrieb eines induktiven Kochsystems, wobei das induktive
Kochsystem ein Kochfeld mit wenigstens einer ersten Kochstelle und mit wenigstens
einer Empfangseinheit und wenigstens ein Kochgeschirr mit wenigstens einem Betätigungselement
und mit wenigstens einer Sendeeinheit aufweist, wobei das Kochgeschirr auf der ersten
Kochstelle des Kochfelds angeordnet ist, mit wenigstens den Schritten:
- Aussenden eines ersten Signals von der Sendeeinheit des Kochgeschirrs bei Betätigen
des Betätigungselements des Kochgeschirrs durch einen Benutzer,
- Empfangen des ersten Signals durch die Empfangseinheit des Kochfelds,
- Auswerten des empfangenen ersten Signals durch das Kochfeld,
- induktives Betreiben wenigstens der ersten Kochstelle des Kochfelds mit einer ersten
vorbestimmten Leistung für einen vorbestimmten Zeitraum in Abhängigkeit der Auswertung
des empfangenen ersten Signals,
- Aussenden eines zweiten Signals von der Sendeeinheit des Kochgeschirrs bei induktiver
Versorgung des Kochgeschirrs durch die erste Kochstelle,
- Empfangen des zweiten Signals durch die Empfangseinheit des Kochfelds, und
- Auswerten des empfangenen zweiten Signals durch das Kochfeld.
[0007] Dem Verfahren der
EP 3 416 457 A1 liegt dabei der Gedanke zugrunde, dass auf diese Art und Weise durch den Benutzer
lediglich eine einmalige Betätigung des Betätigungselements des Kochgeschirrs ausgeführt
werden muss, um den gesamten weiteren Ablauf des Verfahrens zu initialisieren. Hierdurch
kann das Verfahren bzw. ein entsprechendes Kochgeschirr mit lediglich einem Betätigungselement
auskommen, um das erfindungsgemäße Verfahren zu starten und auszuführen.
[0008] Dies ist dadurch möglich, dass durch das einmalige Betätigen des Betätigungselements
des Kochgeschirrs durch den Benutzer ein Pairing zwischen Kochfeld bzw. dessen Kochstelle
und Kochgeschirr ausgelöst wird, welches zu einem Verbinden von Kochstelle und Kochgeschirr
führt. Mit anderen Worten wird durch das einmalige Betätigen des Betätigungselements
des Kochgeschirrs durch den Benutzer ein Senden eines Signals von der Kochstelle an
das Kochgeschirr zurück ausgelöst, welches eine Reaktion seitens des Kochgeschirrs
auslöst, die zu einem erfolgreichen Pairing von Kochgeschirr und Kochfeld bzw. Kochstelle
führt. Dieses erfolgreiche Pairing kann seitens des Kochfelds als Anlass verwendet
werden, z.B. einen automatisierten Gar- bzw. Kochprozess für diese Kochstelle auszuführen.
Hierdurch kann dieser automatisierte Gar- bzw. Kochprozess vom Benutzer durch die
einmalige Betätigung des Betätigungselements des Kochgeschirrs ausgelöst werden.
[0009] Dabei kann das Verfahren dadurch normgerecht unter Vermeidung einer Fernwirkung umgesetzt
werden, dass seitens der Kochstelle eine induktive Leistung als ausgesendetes Signal
des Pairings verwendet wird, dessen Empfang durch das Kochgeschirr erst dessen Aussenden
des zweiten Signals auslöst. Denn dadurch, dass die induktive Leistung der Kochstelle
nur bei direktem Kontakt bzw. bei einem maximalen Abstand von ca. 5 cm zwischen der
Kochstelle bzw. dessen Spule und dem Kochgeschirr von dem Kochgeschirr aufgenommen
werden kann, kann das Pairing lediglich erfolgreich sein, falls diese Rahmenbedingung
eingehalten ist. Ansonsten findet kein Pairing statt und der automatisierte Gar- bzw.
Kochprozess wird nicht gestartet.
[0010] Diesbezüglich ist es auch bekannt, die Temperatur im Gargeschirr zu erfassen. So
beschreibt die
WO 1999 041 950 A2 ein Kochgefäß zur Verwendung mit Induktionserwärmungskochfeldern, welches alle Eingangselemente
zur Steuerung der Induktionserwärmung in z.B. einem Griff des Kochgefäßes enthält.
Die Stromversorgung erfolgt durch Umwandlung der ELF-Strahlung, die zum Erwärmen des
Kochgefäßes verwendet wird, und die Steuertasten, Temperaturfühler und Übertragungsmittel
zum Leistungssteller für die Induktionsspulen sind alle im Griff montiert.
[0011] Die
EP 1 280 443 B1 beschreibt ein elektronisches Bratpfannensystem mit einer Pfanne zum Bereiten von
Speisen bzw. Lebensmitteln, einem Griff, der zur Bewegung bzw. Manipulation der Pfanne
mit der Pfanne verbunden ist, einem oder mehreren Temperatursensoren, die mit der
Pfanne verbunden sind, um Signale zu erzeugen, die eine Pfannencharakteristik bzw.
mehrere Pfannencharakteristika angeben, und einer Anzeigeelektronik, die mit den Sensoren
verbunden ist und in bzw. mit dem Griff vorgesehen ist, um wenigstens eine Angabe
bzw. Anzeige der Pfannencharakteristika einem Benutzer der Pfanne zur Verfügung zu
stellen. Die Anzeigeelektronik weist einen Prozessor auf, um die Signale zu verarbeiten,
um Speisencharakteristika, welche Speisen entsprechen, die in der Pfanne bereitet
werden, zu assoziieren, und die Anzeigeelektronik umfasst eine Benutzerschnittstelle
zum Auswählen einer von mehreren Speisencharakteristika.
[0012] Die
DE 20 203 566 U1 beschreibt ein Kochgefäß mit einem Griff mit einer Sensorelektronik, mit der wenigstens
ein Temperatursensor verbunden ist. Der Temperatursensor ist am Griff vorgesehen.
Der Griff ist zusammen mit dem Temperatursensor von dem Kochgefäß abnehmbar ausgebildet.
Der Temperatursensor reicht im befestigten Zustand des Griffes an das Wandungsmaterial
des Kochgefäßes in temperaturübertragender Weise. Der Griff bzw. die Sensorik weisen
ein Display, vorzugsweise ein LC-Display, auf, das insbesondere zur Darstellung verschiedener
Zustände oder Bedienvorgänge des Kochgefäßes ausgebildet ist. Der Griff bzw. die Sensorik
weisen eine Steuerung, vorzugsweise mit einem Mikroprozessor, auf, wobei insbesondere
in dem Mikroprozessor Kochprogramme enthalten sind. An dem Griff sind Schaltmittel
oder dergleichen zur Betätigung der Temperaturanzeige oder einer Sensorik vorgesehen.
In dem Griff ist eine Energieversorgungvorzugsweise mit einer entnehmbaren Batterie
oder einem Akkumulator, vorgesehen.
[0013] Die
EP 2 361 538 A1 beschreibt eine elektronische Pfanne mit einem Pfannenkörper, einem Griff und einer
Stromerzeugung basierend auf der Differenz in der Temperatureinheit und eine Temperaturmesseinheit.
Die Stromerzeugung basierend auf der Differenz der Temperatureinheit besteht aus einer
Halbleiterkühlscheibe, einem spannungserhöhenden und geregelten Elektronikmodul und
einer Energiespeichereinheit. Die Temperaturmesseinheit besteht aus einem Temperatursensor,
einem Mikroprozessor, einer Leiterplatte und einer Flüssigkristallanzeige zur Temperaturanzeige.
Der Temperatursensor ist direkt unter dem Schalenkörper angeordnet. Die Leiterplatte
ist in der Kammer des Griffs angeordnet. Die mit dem Pfannenkörper verbundene Halbleiterkühlscheibe
ist innerhalb der Kammer am Anschluss des Griffs und des Pfannenkörpers vorgesehen
Die andere Oberfläche der Halbleiterkühlscheibe ist mit metallischen Wärmetauscherscheiben
fest kontaktiert. Die Stromerzeugung aufgrund der Differenz in der Temperatureinheit,
der Temperaturmesseinheit und der Flüssigkristallanzeige ist jeweils mit der Leiterplatte
verbunden.
[0014] Die
US 2015 208 845 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Kochen über einer Kochstelle mit einem Behälter mit
einer Basis, die einen Kanal definiert, der sich entlang einer Außenfläche des Behälters
und über eine Mitte der Basis erstreckt, wobei der Kanal einen Hinterschnitt beinhaltet,
mit einem Griff, der sich vom Behälter nach außen erstreckt, mit einem Temperatursensor,
der innerhalb des Kanals proximal der Mitte der Basis des Behälters angeordnet ist,
mit einer Verschlussplatte, die innerhalb des Kanals angeordnet ist, durch den Hinterschnitt
begrenzt ist und mit der Basis des Behälters zusammenwirkt, um den Temperatursensor
zu verkapseln, mit einem elektrischen Leiter, der zwischen der Basis des Behälters
und der Verschlussplatte angeordnet ist, wobei sich der elektrische Leiter vom Temperatursensor
zum Griff erstreckt, und mit einem drahtlosen Kommunikationsmodul, das innerhalb des
Griffs angeordnet, mit dem elektrischen Leiter gekoppelt ist und eine eindeutige Kennung
und einen Wert überträgt, der einem Ausgang des Temperatursensors zu einer externen
Rechenvorrichtung entspricht.
[0015] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Verfahren zum Betrieb eines Kochsystems
der eingangs beschrieben Art bereitzustellen, so dass eine Fernwirkung mit erhöhter
Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Zumindest soll eine Alternative zu bekannten
derartigen Verfahren zum Betrieb eines Kochsystems geschaffen werden.
[0016] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Verfahren zum Betrieb eines Kochsystems
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch ein Kochfeld mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 8 sowie durch ein Gargeschirr mit den Merkmalen des Patentanspruchs
9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0017] Somit betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Kochsystems, vorzugsweise
eines induktiven Kochsystems, wobei das Kochsystem ein Kochfeld mit wenigstens einer
ersten Kochstelle und ein Gargeschirr aufweist, wobei das Gargeschirr auf der ersten
Kochstelle angeordnet ist, das Verfahren mit den Schritten:
- Herstellen eines Pairings von erster Kochstelle des Kochfelds und Gargeschirr,
- Betreiben der ersten Kochstelle mit einer vorbestimmten Leistung,
- Erfassen einer Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle seitens des Kochfelds,
- Erfassen einer Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs seitens des Gargeschirrs,
- Vergleichen der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle mit der Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs und
- in Abhängigkeit des Ergebnisses des Vergleichens, Bestätigen des Pairings von Kochfeld
und Gargeschirr oder Verwerfen des Pairings von Kochfeld und Gargeschirr.
[0018] Mit anderen Worten kann ein Gargeschirr von einem Benutzer auf eine erste Kochstelle
eines Kochfelds gestellt werden, um dort betrieben bzw. benutzt zu werden. Um z.B.
gemäß der Norm DIN EN 60335-2-6 (VDE 0700-1) hierbei eine Fernwirkung auszuschließen,
kann ein Pairing zwischen Gargeschirr und Kochfeld bzw. dessen erster Kochstelle erfolgen,
wie es bekannt ist. Ist dieses Pairing scheinbar erfolgreich durchgeführt worden,
so kann das Gargeschirr auf der ersten Kochstelle mit einer vorbestimmten Leistung
betrieben werden.
[0019] Das Gargeschirr kann eine Pfanne, ein Topf, ein Wasserkocher, ein Tauchsieder oder
Tauchtarget oder dergleichen sein. Ein Tauchsieder, auch Tauchtarget genannt, ist
ein Stab mit an einem ersten Ende ausgebildeten Griffabschnitt und an dem gegenüberliegenden
zweiten Ende ausgebildeten Induktor, auch Target genannt. Der Induktor ist eine Metallplatte,
welche angeregt von einem elektromagnetischen Wechselfeld induktiv erwärmt werden
kann. Der Tauchsieder kann in ein Gefäß, welches zur induktiven Erwärmung nicht geeignet
ist, beispielsweise ein Trinkglas oder eine Porzellankanne eingestellt werden. Dabei
Taucht das Tauchsieder in das Lebensmittel ein beziehungsweise das Lebensmittel umgibt
das Tauchsieder. Wird das Gefäß mit dem Tauchsieder auf einer Kochstelle eines Induktionskochfeldes
aufgestellt, kann durch die induktive Erwärmung des Tauchsieders das Lebensmittel
erwärmt werden.
[0020] Um nun erfindungsgemäß zu überprüfen, ob das scheinbar erfolgreich durchgeführte
Pairing tatsächlich erfolgt ist, kann zum einen die Temperatur der ersten Kochstelle
als Kochstellentemperatur und zum anderen die Temperatur des Gargeschirrs, insbesondere
dessen Bodens, als Gargeschirrtemperatur erfasst werden. Dies kann jeweils über ein
entsprechend ausgebildetes und angeordnetes Sensorelement in Form eines Temperatursensors
erfolgen. Seitens des Gargeschirrs kann vorzugsweise die Energieversorgung des Sensorelements
über Energy-Harvesting z.B. aus dem Induktionskreis der ersten Kochstelle erfolgen,
aber auch mittels einer Batterie bzw. mittels eines Akkumulators. Das Sensorelement
des Gargeschirrs kann vorzugsweise ausreichend geschützt bzw. abgedichtet ausgebildet
sein, um das Gargeschirr abwaschbar und insbesondere spühlmaschinentauglich zu machen.
[0021] Diese beiden Temperaturen können dann miteinander verglichen werden um festzustellen,
ob die vorbestimmte Leistung der ersten Kochstelle nicht nur seitens der ersten Kochstelle
zu einer sensorisch erfassten Temperaturerhöhung führt sondern auch seitens des Gargeschirrs,
welches sich gemäß des Pairings auf der ersten Kochstelle befinden und somit durch
dessen vorbestimmte Leistung entsprechend erwärmt werden müsste.
[0022] Wird somit durch das Vergleichen erkannt, dass die vorbestimmte Leistung der ersten
Kochstelle sowohl seitens der ersten Kochstelle als auch seitens des entsprechenden
Gargeschirrs jeweils zu einer Erwärmung bzw. jeweils zu einer Temperatur führt, welche
einander ausreichend entsprechen, um die Erwärmung bzw. Temperatur des Gargeschirrs
auf das Anlegen der vorbestimmten Leistung der ersten Kochstelle zurückzuführen, so
kann hierdurch bestätigt werden, dass das Pairing tatsächlich erfolgreich war. Ist
dies nicht der Fall, d.h. führt die vorbestimmte Leistung der ersten Kochstelle seitens
des entsprechenden Gargeschirrs nicht zu einer Erwärmung bzw. zu einer Temperatur,
welche ausreichend der Temperatur der ersten Kochstelle entspricht, kann das vermeintlich
erfolgreiche Pairing als doch nicht erfolgt bzw. als doch nicht erfolgreich erkannt
und daher verworfen werden. In diesem Fall kann eine Fernwirkung vorliegen oder zumindest
nicht sicher ausgeschlossen werden. Somit kann erfindungsgemäß die Sicherheit erhöht
werden, dass eine Fernwirkung erkannt bzw. ausgeschlossen werden kann.
[0023] Gemäß einem Aspekt der Erfindung erfolgt das Vergleichen der Kochstellentemperatur
der ersten Kochstelle mit der Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs unter Berücksichtigung
einer vorbestimmten zulässigen Abweichung. Diese Abweichung kann je nach Anwendungsfall
in Abhängigkeit des verwendeten Kochfelds bzw. dessen erster Kochstelle und bzw. oder
des verwendeten Gargeschirrs vorgegeben werden. In jedem Fall kann die Abweichung
bzw. Toleranz derart gewählt werden, dass eine zeitliche Verzögerung der Ausbreitung
der Wärme innerhalb des Kochfelds bzw. innerhalb der ersten Kochstelle zum Ort der
sensorischen Erfassung der Kochstellentemperatur ebenso berücksichtigt werden kann
wie die zeitliche Verzögerung der Ausbreitung der Wärme innerhalb des Gargeschirrs
zum Ort der sensorischen Erfassung der Gargeschirrtemperatur.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erfolgt das Bestätigen des Pairings von
Kochfeld und Gargeschirr, falls die Differenz aus Kochstellentemperatur der ersten
Kochstelle und Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs innerhalb der vorbestimmten
zulässigen Abweichung liegt, und das Verwerfen des Pairings von Kochfeld und Gargeschirr
erfolgt, falls die Differenz aus Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle und Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs außerhalb der vorbestimmten zulässigen Abweichung liegt. Hierdurch
kann eine Unterscheidung dieser beiden Fälle erfolgen. Sollte die Differenz genau
der vorbestimmten zulässigen Abweichung entsprechen, so kann dieser Fall je nach Anwendungsfall
dem Bestätigen oder dem Verwerfen zugeordnet werden.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erfolgt in Reaktion auf das Bestätigen
des Pairings von Kochfeld und Gargeschirr ein Fortsetzen des Betreibens der ersten
Kochstelle mit der vorbestimmten Leistung. Mit anderen Worten besteht in diesem Fall
keine Veranlassung, an dem bereits begonnenen Betreiben der ersten Kochstelle etwas
zu verändern, so dass dessen Betrieb wie begonnen fortgesetzt werden kann.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erfolgt in Reaktion auf das Verwerfen des
Pairings von Kochfeld und Gargeschirr ein Beenden des Betreibens der ersten Kochstelle.
Hierdurch kann die Vermeidung einer Fernwirkung umgesetzt werden, indem in dem Fall,
wenn eine Fernwirkung erkannt oder zumindest nicht sicher ausgeschlossen werden kann,
das bereits begonnene Betreiben der ersten Kochstelle beendet wird. Hierdurch kann
ausgeschlossen werden, dass seitens der ersten Kochstelle einer Erwärmung insbesondere
eines anderen Gargeschirrs erfolgt, obwohl dieses vom Benutzer gar nicht gewollt ist.
Entsprechende Schädigungen und Sicherheitsrisiken können hierdurch ausgeschlossen
werden.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erfolgt in Reaktion auf das Verwerfen des
Pairings von Kochfeld und Gargeschirr ein Ausgeben wenigstens eines Hinweises an einen
Benutzer. Dieser Hinweis kann akustisch durch einen Ton, eine Tonfolge und dergleichen,
optisch durch ein Leuchten, Blinken, Pulsieren, Farbändern oder dergleichen und bzw.
oder haptisch durch ein Vibrieren oder dergleichen umgesetzt werden. Dies kann seitens
des Gargeschirrs und bzw. oder seitens des Kochfelds erfolgen. Auch kann ggfs. ein
Mobilgerät wie z.B. ein Smartphone, ein Tablet oder dergleichen zusätzlich oder alternativ
hierzu verwendet werden. Insbesondere kann ein akustischer Hinweis seitens des Kochfelds,
ein optischer Hinweis durch die Beleuchtung einer Dunstabzugshaube sowie ein haptischer
Hinweis durch ein Mobilgerät erfolgen, um mit möglichst ohnehin vorhandenen Mitteln
möglichst zuverlässig die Aufmerksamkeit des Benutzer zu erregen und ihm die Möglichkeit
zu geben, überhaupt und insbesondere unverzüglich auf das als doch nicht erfolgt erkannte
Pairing von erster Kochstelle und Gargeschirr zu reagieren. Dies kann zusätzlich oder
alternativ zu dem zuvor beschriebenen Beenden des Betreibens der ersten Kochstelle
erfolgen.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erfolgt ein Aussenden der erfassten Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs von dem Gargeschirr an das Kochfeld und ein Empfangen der erfassten
Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs seitens des Kochfelds, wobei das Vergleichen
der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle mit der Gargeschirrtemperatur des
Gargeschirrs durch das Kochfelds, vorzugsweise durch eine Steuerungseinheit des Kochfelds,
erfolgt. Hierdurch kann der entsprechende Aufwand zur Durchführung dieses Verfahrensschritts
auf das Kochfeld verlagert werden, so dass dessen üblicherweise ohnehin vorhandene
entsprechend leistungsfähige Steuerungseinheit oder dergleichen hierfür genutzt werden
können. Dies kann einen zusätzlichen Aufwand zur Durchführung dieses Verfahrensschritts
insgesamt und insbesondere seitens des Gargeschirrs vermeiden. Dies kann das Gargeschirr
hinsichtlich der dort zu verwendenden Elektronik einfacher, leichter und bzw. oder
kostengünstiger werden lassen sowie dort Bauraum einsparen.
[0029] Die Erfindung betrifft auch ein Kochfeld zur Durchführung eines Verfahrens wie zuvor
beschrieben. Auf diese Art und Weise kann ein Kochfeld bereitgestellt werden, um die
Durchführung des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens mit dessen Eigenschaften
und Vorteilen zu ermöglichen.
[0030] Die Erfindung betrifft auch ein Gargeschirr zur Durchführung eines Verfahrens wie
zuvor beschrieben. Auf diese Art und Weise kann ein Gargeschirr bereitgestellt werden,
um die Durchführung des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens mit dessen
Eigenschaften und Vorteilen zu ermöglichen.
[0031] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Kochsystems zur Durchführung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens von der Seite; und
Figur 2 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0032] Die o.g. Figuren werden in kartesischen Koordinaten betrachtet. Es erstreckt sich
eine Längsrichtung X, welche auch als Tiefe X oder als Länge X bezeichnet werden kann.
Senkrecht zur Längsrichtung X erstreckt sich eine Querrichtung (nicht dargestellt),
welche auch als Breite bezeichnet werden kann. Senkrecht sowohl zur Längsrichtung
X als auch zur Querrichtung erstreckt sich eine vertikale Richtung Z, welche auch
als Höhe Z bezeichnet werden kann.
[0033] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Kochsystems 1, 2 zur Durchführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens von der Seite. Das Kochsystem 1, 2 besteht aus
einem Kochfeld 1 sowie aus einem Gargeschirr 2. Das Gargeschirr 2 ist zur Verbesserung
der Darstellbarkeit der Figur 1 in der Höhe Z oberhalb des Kochfelds 1 angeordnet.
[0034] Das Kochfeld 1 ist als induktives Kochfeld 1 ausgeführt und weist mehrere Kochstellen
auf, von denen lediglich eine erste Kochstelle 11 in der Figur 1 beispielhaft dargestellt
ist. Das Kochfeld 1 weist eine Abdeckung 10 in Form einer Glasplatte 10 auf, welche
die Oberfläche des Kochfelds 1 bildet, auf welcher Gargeschirre 2 auf den Kochstellen
abgestellt werden können. Unter jeder Kochstelle ist ein Heizelement 12 vorgesehen,
welches in diesem Fall eine Induktionsspule 12 ist. Eine Temperatur der ersten Kochstelle
11 kann als Kochstellentemperatur mittels eines Sensorelements 13 in Form eines Temperatursensors
13 erfasst werden. Das Kochfeld 1 weist ferner eine Sende-/Empfangseinheit 14 auf,
welche dazu in der Lage ist, drahtlose Signale z.B. von dem Gargeschirr 2 zu empfangen
sowie drahtlose Signale z.B. an das Gargeschirr 2 auszusenden. Die Induktionsspule
12, der Temperatursensor 13 sowie die Sende-/Empfangseinheit 14 sind signalübertragend
mit einer Steuerungseinheit 15 des Kochfelds 1 verbunden, welche Signale bzw. Daten
verarbeiten, erzeugen sowie die Induktionsspule 12, den Temperatursensor 13 und die
Sende-/Empfangseinheit 14 betreiben bzw. steuern kann.
[0035] Der Temperatursensor 13 ist im Bereich der Kochstelle 11, vorzugsweise im Bereich
der Induktionsspule 12 angeordnet. Dabei kann der Temperatursensor 13 zwischen zwei
Windungen der Induktionsspule 12, im Zentrum der Induktionsspule 12, zwischen der
Induktionsspule 12 und der Abdeckung 10 oder auch außerhalb der Induktionsspule 12
angeordnet sein. Der Temperatursensor 13 kann die Induktionsspule 12 berühren oder
einen Abstand zu der Induktionsspule 12 aufweisen. Der Temperatursensor 13 ist im
Bereich der Induktionsspule 12, wenn der Abstand kleiner ist als ein Zehntel des Durchmessers
der Induktionsspule 12.
[0036] Das Gargeschirr 2 ist in diesem Fall eine Pfanne 2, welche einen Gargeschirrkörper
20 als Pfannenkörper 20 aufweist, an welchem seitlich ein Griffelement 21 bzw. ein
Griff 21 angeordnet ist. Im Boden des Pfannenkörpers 20 ist ein Sensorelement 24 in
Form eines Temperatursensors 24 vorgesehen, so dass eine Temperatur des Bodens des
Pfannenkörpers 20 an dieser Stelle als Gargeschirrtemperatur sensorisch erfasst werden
kann. Der Griff 21 weist ein Anzeigeelement 22 in Form einer Flüssigkristallanzeige
22 sowie ein Bedienelement 23 in Form eines Knopfes 23 auf, welches wenigstens dem
Herstellen bzw. dem Initialisieren eines Pairing des Gargeschirrs 2 mit dem Kochfeld
1 bzw. mit dessen erster Kochstelle 11 dient. Ferner weist der Griff 21 eine Sende-/Empfangseinheit
25 auf. Das Anzeigeelement 22, das Sensorelement 24, das Bedienelement 23 sowie die
Sende-/Empfangseinheit 25 sind jeweils signalübertragend mit einer Steuerungseinheit
26 verbunden (nicht dargestellt).
[0037] Die Steuerungseinheit 26 des Gargeschirrs 2, welche auch als Signalverarbeitungseinheit
26 bezeichnet werden kann, ist dabei vergleichsweise einfach, kompakt, kostengünstig
und energiesparsam ausgebildet und lediglich dazu in der Lage, das Anzeigeelement
22, das Sensorelement 24, das Bedienelement 23 sowie die Sende-/Empfangseinheit 25
untereinander zu koordinieren. Mit anderen Worten kann die Steuerungseinheit 26 des
Gargeschirrs 2 im Wesentlichen lediglich das Anzeigeelement 22, das Sensorelement
24, das Bedienelement 23 sowie die Sende-/Empfangseinheit 25 betreiben und Sensorinformation
vom Sensorelement 24 erhalten sowie diese an die Sende-/Empfangseinheit 25, damit
die Sende-/Empfangseinheit 25 die Sensorinformationen bzw. Bedieneingaben dann z.B.
an das Kochfeld 1 versenden kann. In der umgekehrten Richtung können Ausgabeinformation
z.B. des Kochfelds 1 mittels der Sende-/Empfangseinheit 25 erfasst und über die Steuerungseinheit
26 des Gargeschirrs 2 an das Anzeigeelement 22 weitergeleitet werden, um dort einem
Benutzer angezeigt zu werden.
[0038] Die eigentliche Verarbeitung der Sensorinformationen des Gargeschirrs 2, welche von
der Sende-/Empfangseinheit 14 des Kochfelds 1 erfasst werden können, erfolgt dabei
in der Steuerungseinheit 15 des Kochfelds 1. Dort können die Sensorinformationen des
Gargeschirrs 2 u.a. dazu verwendet werden, ein vermeintlich erfolgreiches Pairing
von Gargeschirr 2 und erster Kochstelle 11 des Kochfelds 1 zu überprüfen.
[0039] Dies kann mittels eines erfindungsgemäßen Verfahrens, wie im Ablaufdiagramm der Figur
2 dargestellt, wie folgt erfolgen:
Zunächst erfolgt ein Herstellen 000 eines Pairings von Kochfeld 1 bzw. dessen erster
Kochstelle 11 und Gargeschirr 2 wie bisher bekannt. Ein erfolgreiches Pairing führt
dann zu einem Betreiben 100 der ersten Kochstelle 11 mit einer vorbestimmten Leistung,
welche z.B. von einem Benutzer am Kochfeld 1 oder auch an einem Mobilgerät eingestellt
und vom Kochfeld 1 an der ersten Kochstelle 11 umgesetzt werden kann.
[0040] Nun erfolgt, vorzugsweise fortlaufend bzw. in periodischen Abständen, ein Erfassen
150 der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle 11 seitens des Kochfelds 1 mittels
des Temperatursensors 13, wie zuvor beschrieben. Parallel erfolgt ein Erfassen 200
einer Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs 2 seitens des Gargeschirrs 2. Die erfasste
Gargeschirrtemperatur wird dem Kochfeld 1 von dem Gargeschirr 2 zur Verfügung gestellt,
indem ein Aussenden 250 der erfassten Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs 2 von
dem Gargeschirr 2 an das Kochfeld 1 und ein Empfangen 300 der erfassten Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs 2 seitens des Kochfelds 1 erfolgt.
[0041] Seitens der Steuerungseinheit 15 des Kochfelds 1 erfolgt dann ein Vergleichen 350
der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle 11 mit der Gargeschirrtemperatur des
Gargeschirrs 2, welche in Abhängigkeit des Ergebnisses des Vergleichens 350 zu einem
Bestätigen 400 des Pairings von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2 oder zu einem Verwerfen
500 des Pairings von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2 führt. Hierzu erfolgt das Vergleichen
350 der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle 11 mit der Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs 2 unter Berücksichtigung einer vorbestimmten zulässigen Abweichung,
welche von dem Kochfeld 1 bzw. dessen erster Kochstelle 11 und dem verwendeten Gargeschirr
2 abhängen kann. Dabei erfolgt das Bestätigen 400 des Pairings von Kochfeld 1 und
Gargeschirr 2, falls die Differenz aus Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle
11 und Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs 2 innerhalb der vorbestimmten zulässigen
Abweichung liegt, und das Verwerfen 500 des Pairings von Kochfeld 1 und Gargeschirr
2 erfolgt, falls die Differenz aus Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle 11
und Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs 2 außerhalb der vorbestimmten zulässigen
Abweichung liegt.
[0042] Konnte das vermeintlich erfolgreiche Pairing von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2 wie
zuvor beschrieben bestätigt werden, so erfolgt in Reaktion auf das Bestätigen 400
des Pairings von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2 ein Fortsetzen 450 des Betreibens 100
der ersten Kochstelle 11 mit der vorbestimmten Leistung. Dies kann dem Benutzer mitgeteilt
werden, wie weiter unten noch für das Verwerfen 500 des Pairings von Kochfeld 1 und
Gargeschirr 2 beschrieben werden wird. Dies kann vorzugsweise jedoch unterbleiben,
um den Benutzer nicht zu stören oder zu verwirren, da der Benutzer schließlich davon
ausgehen kann, dass das vermeintlich erfolgreiche Pairing von Kochfeld 1 und Gargeschirr
2 auch tatsächlich erfolgreich war.
[0043] Konnte das vermeintlich erfolgreiche Pairing von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2 wie
zuvor beschrieben als doch nicht erfolgreich erkannt und damit verworfen werden, so
erfolgt in Reaktion auf das Verwerfen 500 des Pairings von Kochfeld 1 und Gargeschirr
2 ein Beenden 550 des Betreibens 100 der ersten Kochstelle 11. Hierdurch kann die
Sicherheit gewährleistet und eine Fernwirkung ausgeschlossen werden. Zusätzlich erfolgt
in Reaktion auf das Verwerfen 500 des Pairings von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2 ein
Ausgeben 600 wenigstens eines Hinweises an einen Benutzer, was z.B. über die Veränderung
der Beleuchtung eines Dunstabzugs oberhalb des Kochfelds 1 (nicht dargestellt) sowie
über ein akustisches Signal des Kochfelds 1 erfolgen kann. Hierdurch kann der Benutzer
darauf hingewiesen werden, dass das vermeintlich erfolgreiche Pairing von Kochfeld
1 und Gargeschirr 2 doch nicht erfolgreich war, so dass er hierauf sowie auf den beendeten
Betrieb der ersten Kochstelle 11 reagieren kann.
Bezugszeichenliste (Bestandteil der Beschreibung)
[0044]
- Y
- Querrichtung; Breite
- Z
- vertikale Richtung; Höhe
- 1
- (induktives) Kochfeld
- 10
- Abdeckung; Glasplatte
- 11
- Kochstelle
- 12
- Heizelement; Induktionsspule
- 13
- Sensorelement; Temperatursensor
- 14
- Sende-/Empfangseinheit
- 15
- Steuerungseinheit
- 2
- Gargeschirr; Pfanne
- 20
- Gargeschirrkörper; Pfannenkörper
- 21
- Griffelement; Griff
- 22
- Anzeigeelement; Flüssigkristallanzeige
- 23
- Bedienelement; Knopf
- 24
- Sensorelement; Temperatursensor
- 25
- Sende-/Empfangseinheit
- 26
- Steuerungseinheit; Signalverarbeitungseinheit
- 000
- Herstellen Pairing von Kochfeld 1 und Gargeschirr
- 100
- Betreiben erste Kochstelle 11 mit vorbestimmter Leistung
- 150
- Erfassen Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle 11 seitens Kochfeld 1
- 200
- Erfassen Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs 2 seitens Gargeschirr 2
- 250
- Aussenden erfasste Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs 2 von Gargeschirr 2 an Kochfeld
1
- 300
- Empfangen erfasste Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs 2 seitens Kochfeld 1
- 350
- Vergleichen Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle 11 mit Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs 2
- 400
- Bestätigen Pairing von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2
- 450
- Fortsetzen Betreiben 100 der ersten Kochstelle 11 mit vorbestimmter Leistung
- 500
- Verwerfen Pairing von Kochfeld 1 und Gargeschirr 2
- 550
- Beenden Betreiben 100 der ersten Kochstelle 11
- 600
- Ausgeben Hinweis an Benutzer
1. Verfahren zum Betrieb eines Kochsystems (1, 2), vorzugsweise eines induktiven Kochsystems
(1, 2), wobei das Kochsystem (1, 2) ein Kochfeld (1) mit wenigstens einer ersten Kochstelle
(11) und ein Gargeschirr (2) aufweist, wobei das Gargeschirr (2) auf der ersten Kochstelle
(11) angeordnet ist, das Verfahren mit den Schritten:
Herstellen (000) eines Pairings von erster Kochstelle (11) des Kochfelds (1) und Gargeschirr
(2),
Betreiben (100) der ersten Kochstelle (11) mit einer vorbestimmten Leistung,
Erfassen (150) einer Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle (11) seitens des
Kochfelds (1),
Erfassen (200) einer Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs (2) seitens des Gargeschirrs
(2),
Vergleichen (350) der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle (11) mit der Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs (2) und
in Abhängigkeit des Ergebnisses des Vergleichens (350), Bestätigen (400) des Pairings
von Kochfeld (1) und Gargeschirr (2) oder Verwerfen (500) des Pairings von Kochfeld
(1) und Gargeschirr (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Gargeschirrtemperatur am Boden des Gargeschirrs (2) erfasst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Vergleichen (350) der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle (11) mit der
Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs (2) unter Berücksichtigung einer vorbestimmten
zulässigen Abweichung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Bestätigen (400) des Pairings von Kochfeld (1) und Gargeschirr (2) erfolgt, falls
die Differenz aus Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle (11) und Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs (2) innerhalb der vorbestimmten zulässigen Abweichung liegt, und
das Verwerfen (500) des Pairings von Kochfeld (1) und Gargeschirr (2) erfolgt, falls
die Differenz aus Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle (11) und Gargeschirrtemperatur
des Gargeschirrs (2) außerhalb der vorbestimmten zulässigen Abweichung liegt.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt:
in Reaktion auf das Bestätigen (400) des Pairings von Kochfeld (1) und Gargeschirr
(2), Fortsetzen (450) des Betreibens (100) der ersten Kochstelle (11) mit der vorbestimmten
Leistung.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt:
in Reaktion auf das Verwerfen (500) des Pairings von Kochfeld (1) und Gargeschirr
(2), Beenden (550) des Betreibens (100) der ersten Kochstelle (11).
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt:
in Reaktion auf das Verwerfen (500) des Pairings von Kochfeld (1) und Gargeschirr
(2), Ausgeben (600) wenigstens eines Hinweises an einen Benutzer.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die weiteren Schritte:
Aussenden (250) der erfassten Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs (2) von dem Gargeschirr
(2) an das Kochfeld (1) und
Empfangen (300) der erfassten Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs (2) seitens des
Kochfelds (1),
wobei das Vergleichen (350) der Kochstellentemperatur der ersten Kochstelle (11) mit
der Gargeschirrtemperatur des Gargeschirrs (2) durch das Kochfelds (1), vorzugsweise
durch eine Steuerungseinheit (14) des Kochfelds (1), erfolgt.
8. Kochfeld (1), insbesondere mit einer Steuerung (15), zur Durchführung eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
9. Gargeschirr (2), insbesondere mit einer Steuerung (25), zur Durchführung eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 7.