Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Nackenkissen oder Reisekissen. Solche
Kissen werden gerne auf Reisen zur Lagerung des Kopfes eingesetzt, häufig sind sie
u-förmig.
Hintergrund der Erfindung
[0002] US-Patent 7,657,945 offenbart ein Nackenkissen mit Kapuze, welches u-förmig ist. An der Außenseite des
U's ist eine Öffnung vorgesehen, durch die ein aufblasbares Kisseninnenteil in die
Umhüllung geführt werden kann. Gegenüberliegend ist an der Innenseite des U's eine
Kapuze vorgesehen.
[0003] Die vorliegende Erfindung wünscht in einfacher und ökonomischer Weise ein praktisches
und haltbares Reisekissen zur Verfügung zu stellen. Die äußere Gestaltung des Kissens
und ggf. seiner äußeren Hülle sollen sehr frei wählbar sein.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Reisekissen nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafter Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Nähere Beschreibung von Merkmalen der Erfindung
[0005] Ein Reisekissen nach der vorliegenden Erfindung soll im Wesentlichen ein u-förmiges
Nackenkissen sein. Solche Kissen sind als Reisekissen üblich, sie können natürlich
auch außerhalb einer Reise verwendet werden, da sie dem Nacken gute Stützung bieten
und dementsprechend allgemein als angenehm für sitzende Schlafpositionen empfunden
werden. Seiner Form gemäß weist das Reisekissen einen ersten Schenkel und einen zweiten
Schenkel auf, welche durch ein Mittelteil verbunden sind. Die U-Form bedingt ebenfalls,
dass es eine umlaufende Innenseite und eine umlaufende Außenseite gibt. Die umlaufende
Außenseite und die umlaufende Innenseite laufen am Ende der Schenkel zusammen. Im
Übrigen weist das Reisekissen eine Oberseite auf, welche bei der Benutzung auf den
Kopf des Nutzers hin orientiert ist, und eine Unterseite, welche bei der Benutzung
auf die Schultern hin orientiert ist, auf.
[0006] Beide Schenkel enden jeweils in einer Schenkelspitze. Diese könnte auch als Horn
beschrieben werden. Der erste Schenkel endet also in einer ersten Schenkelspitze und
der zweite Schenkel endet in einer zweiten Schenkelspitze. Beim Tragen des Kissens
geben die Schenkel dem Kopf des Nutzers teilweise Halt, die Schenkelspitzen jedoch
ragen in der Regel frei nach vorne über den Nacken hinaus.
[0007] Das Reisekissen weist ferner eine Mittelebene auf, welche im Wesentlichen mittig
zwischen Oberseite und Unterseite angeordnet ist. Wenn sich die Lage der Mittelebene
nicht unmittelbar aus geometrischen Überlegungen ergibt, soll diejenige Ebene als
Mittelebene angenommen werden, welche das Kissengewicht hälftig teilt.
[0008] Das Reisekissen weist in der Regel ein Verstärkungsband auf. Dieses Band soll vom
ersten Schenkel durch das Mittelteil des Kissens zum zweiten Schenkel verlaufen. Vorzugsweise
verläuft das Band von der ersten Schenkelspitze zur zweiten Schenkelspitze.
[0009] Das Band sollte eine Breite von etwa 1 bis 10 cm haben, vorzugsweise von etwa 2 bis
4 cm. Das Band hat typischerweise eine Länge zwischen 30 und 80 cm. Zweckmäßig ist
es, wenn das Verstärkungsband zumindest zugbelastbar ist. Dazu ist ein textiles Material
geeignet, besonders ein Band oder ein Gurt. Ein solches Material kann geflochten sein
oder gewebt oder in anderer zweckmäßiger Weise hergestellt. Ein Band wird vorzugsweise
als gewebtes Band zur Verfügung gestellt. Es kann beispielsweise auf einer Nadelwebmaschine
hergestellt werden.
[0010] Es kommt in einzelnen Fällen auch in Betracht, ein steifes oder halbsteifes Material
zu verwenden. Ein solches Material kann dem Kissen erhöhte Formstabilität geben, insbesondere
kann es die U-Form bewahren. Es kommt daher ein Material mit Memory-Effekt in Frage,
also ein Material, welches biegsam ist, welches aber sobald keine Biegungskräfte mehr
anliegen, in eine vordefinierte Ausgangsform zurückgeht. In der Regel wird dies im
Rahmen der vorliegenden Erfindung eine U-Form sein.
[0011] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es zweckmäßig, wenn an den Schenkeln, vorzugsweise
den Schenkelspitzen, jeweils Verbindungsmittel vorgesehen sind. (Das Vorsehen von
Verbindungsmitteln der hierin beschriebenen Art kommt auch für Kissen ohne Verstärkungsband
in Betracht.) Demgemäß kann an der ersten Schenkelspitze ein erstes Verbindungsmittel
vorgesehen sein und an der zweiten Schenkelspitze ein zweites Verbindungsmittel vorgesehen
sein. Diese Verbindungsmittel sollen sich miteinander verbinden lassen. Die Verbindung
kann dabei direkt sein oder indirekt. Bei einer indirekten Verbindung könnte noch
ein Zwischenglied zum Einsatz kommen. Die Verbindungsmittel können z. B. mechanisch
sein. Zweckmäßig sind Klettverschlüsse, zweckmäßig ist auch eine Haken-/Ösen-Kombination
oder auch ein mechanischer Schnappverschluss. Allgemein sind Verschlüsse zweckmäßig,
wie sie zur Verbindung von Gurten verwendet werden.
[0012] Zweckmäßige Verbindungsmittel sind Steckschnallen / Steckschließen. Dabei wirkt ein
männliches Verbindungsmittel mit einem weiblichen Verbindungsmittel zusammen. Solche
Steckschnallen sind insbesondere auch als sogenannte Klickverschlüsse erhältlich,
welche durch Druck auf einen oder zwei (meist gegenüberliegende) Punkte leicht lösbar
sind und auch ohne solche Druckausübung schnell verbindbar sind.
[0013] Es ist insbesondere zweckmäßig, wenn das Verstärkungsband direkt oder indirekt mit
dem ersten und/oder dem zweiten Verbindungsmittel verbunden ist.
[0014] Die Verbindungsmittel können dazu dienen, das U-förmige Kissen auf dem Nacken des
Trägers zu sichern, indem die Schenkelspitzen vor dem Hals verbunden werden. Es kann
ebenfalls in Frage kommen, zum Transport des Kissens die Verbindungsmittel miteinander
zu verbinden. Dabei lässt sich eine kompaktere Transportform erreichen. Dabei kann
das Kissen sogar enger gefaltet oder gepresst werden als dies beim Tragen zweckmäßig
wäre und die engere Faltung und Transportform kann durch Verschließen der Verbindungsmittel
gesichert werden.
[0015] Die Zugspannung, die durch die Verbindungsmittel dabei übertragen wird, würde ohne
Verstärkungsband durch das Kissenmaterial selbst, insbesondere also durch die Kissenfüllung
und/oder die Kissenhülle, aufgenommen werden müssen. Dies könnte zu einer Überlastung
und Beschädigung des Kissens führen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Materialien
verwendet werden, welche zur Aufnahme von Zugkraft wenig geeignet sind. Lose Füllmaterialien
wie beispielsweise Federn können keine Zugkraft aufnehmen. Schaumstoff kann in gewissem
Maße Zugkräfte aufnehmen, wird dabei aber leicht selbst beschädigt oder sogar zerstört/zerrissen.
Bei den Kissenhüllen, welche in der Regel aus weichen textilen Materialien hergestellt
werden, ist die Aufnahme von Zugkraft ebenfalls nur bedingt möglich. Insbesondere
ist auch vorteilhaft, wenn die Auswahl einer Kissenhülle frei von dem Erfordernis
erfolgen kann, solche Zugkräfte aufnehmen zu müssen. Diese Freiheit führt dazu, dass
in der Regel weichere und hautsympathischere Materialien verwendet werden können.
[0016] Die Verbindung des Verstärkungsbandes mit dem ersten und/oder dem zweiten Verbindungsmittel
kann in verschiedener Weise erfolgen. Beispielsweise kommt es in Betracht, die Verbindungsmittel
mit dem Verstärkungsband zu vernähen. Ebenfalls kommt eine Verklebung in Betracht.
Häufig ist eine mechanische Verbindung zweckmäßig. Dabei kann insbesondere auch ein
Ankerelement zum Einsatz kommen. Ein solches Ankerelement kann darauf ausgelegt sein,
eine sichere Verbindung mit einem nicht sehr reisfesten Verbindungsband herzustellen.
Beispielsweise kann das Ankerelement eine Grundplatte und einen Dorn aufweisen. Der
Dorn wird durch das Verstärkungsband geführt und mit dem ersten und/oder dem zweiten
Verbindungsmittel verbunden. Dadurch entsteht eine Sandwich-Konstruktion, bei der
die Grundplatte des Ankerelements auf einer Seite des Verstärkungsbandes liegt und
das Verbindungsmittel oder ein Verbindungsstück für das Verbindungsmittel auf der
anderen Seite des Verstärkungsbandes liegt. In dieser Weise lässt sich leicht eine
sichere und gut zugbelastbare Verbindung herstellen. (Das Vorsehen eines Ankerelementes
der hierin beschriebenen Art zur Befestigung von Verbindungsmitteln kommt auch für
Kissen ohne Verstärkungsband in Betracht.)
[0017] Das erste Verbindungsmittel und das zweite Verbindungsmittel können unmittelbar miteinander
verbunden werden. Es kann auch in Frage kommen, ein Zwischenstück oder Verbindungsglied
vorzusehen. Die Verbindungsmittel können durch das Verbindungsglied verbunden werden,
damit das Kissen den Nacken eines Nutzers umschließt. Dabei kann ein Verbindungsglied
zweckmäßig sein, welches für einen gewissen Abstand zwischen dem ersten Verbindungsmittel
und dem zweiten Verbindungsmittel sorgt. Zweckmäßig sind beispielsweise ein Gurt oder
ein Bandabschnitt. Es ist häufig gut, wenn ein solcher Abschnitt dehnbar und vorzugsweise
auch elastisch ist. Beispielsweise kommt als Verbindungsglied ein Bandabschnitt, insbesondere
ein gewebter Bandabschnitt in Frage. Man kann auch einen Gurtabschnitt aus Leder aus
Silikon wählen.
[0018] Zweckmäßigerweise ist das Verbindungsglied mit dem ersten oder mit dem zweiten Verbindungsmittel
fest oder schwer lösbar verbunden. Mit dem anderen Verbindungsmittel ist das Verbindungsglied
leicht verbindbar. Zur leichten Verbindung kann das Verbindungsglied beispielsweise
eine Art Knopfloch aufweisen, durch welches sich ein Knopf oder ein Dorn oder ein
ähnliches mechanisches Befestigungsmittel schieben lässt.
[0019] Alternativ kann das Verbindungsmittel auch ein Zwischenstück aufweisen, so dass es
nicht unmittelbar am Reisekissen befestigt ist, sondern in einer gewissen Distanz
dazu. Hierzu können die gleichen Materialien gewählt werden, wie oben für das Verbindungsglied
geschildert. Beispielsweise kann ein Band an einer Schenkelspitze des Reisekissens
befestigt werden. Dazu kann eine Ankerplatte oder eine andere Verankerung gewählt
werden. (Das Vorsehen eines Zwischenstückes der hierin beschriebenen Art zur Befestigung
von Verbindungsmitteln kommt auch für Kissen ohne Verstärkungsband in Betracht.)
[0020] Ein solches Band kann dann ein zweckmäßiges, beispielsweise mechanisches Verbindungsglied,
tragen. Insbesondere ist dazu ein Schnallenverschluss geeignet. Der Abstand zwischen
Schnallenverschluss und Befestigung am Reisekissen kann auch variabel sein. In dieser
Weise lässt sich eine Längenverstellung erreichen.
[0021] Insbesondere kann das erste Verbindungsmittel mit einem ersten Gurtband mit dem ersten
Schenkel des Reisekissens verbunden werden. Dabei kann der Abstand des ersten Verbindungsmittels
zum ersten Schenkel des Reisekissens verstellbar sein. Meist wird dazu die Länge des
Gurtbandes variiert, etwas durch eine geeignete Banddurchführung am Verbindungsmittel,
z.B. einer Gurtschnalle. Es kann auch zweckmäßig sein, das zweite Verbindungsmittel
mit einem zweiten Gurtband mit dem zweiten Schenkel des Reisekissens verbunden ist.
(Das Vorsehen eines Gurtbades mit Längenverstellung zur Befestigung von Verbindungsmitteln
kommt auch für Kissen ohne Verstärkungsband in Betracht.)
[0022] Es ist besonders zweckmäßig, wenn das Reisekissen eine äußere Hülle und eine Kissenfüllung
umfasst. Die äußere Hülle gibt dem Kissen Halt und Form. Die Kissenfüllung kann unabhängig
von der äußeren Hülle gewählt werden. Dies kann dazu genutzt werden, das Kissen haptisch
oder farblich vorteilhaft zu gestalten. Es ist auch zweckmäßig, wenn der Aufnahmeraum
zumindest teilweise von der Kissenfüllung umschlossen wird.
[0023] Es ist auch zweckmäßig, wenn in der äußeren Hülle eine verschließbare Öffnung vorgesehen
ist. Diese kann insbesondere mit einem Reißverschluss verschlossen werden. Die Öffnung
erlaubt einen Zugang zum Verstärkungsband. Dieses kann dann unabhängig von dem Füllmaterial
entnommen oder zugefügt werden.
[0024] Bei einem Kissen mit einer äußeren Hülle, ist es zweckmäßig, wenn das Verstärkungsband
innerhalb der äußeren Hülle geführt wird.
[0025] Die äußere Hülle des Kissens verläuft auf der Außenseite wie auf der Innenseite.
Es ist zweckmäßig, wenn das Verstärkungsband entlang der Außenseite verläuft. Dazu
kann das Verstärkungsband innerhalb der Kissenhülle angrenzend an die Außenseite der
Kissenhülle vorgesehen werden. Das Verstärkungsband kann auch dazu mit der Innenseite
der äußeren Hülle verbunden werden, beispielsweise durch Verkleben oder durch Vernähen.
[0026] Auf der der äußeren Hülle abgewandten Seite des Verstärkungsbandes befindet sich
dann die Füllung des Kissens. Das Verstärkungsband wird in der Regel zweckmäßigerweise
nicht mit der Füllung verbunden.
[0027] Es ist gerade dann, wenn das Verstärkungsband innen an der Außenseite der Kissenhülle
entlang geführt wird zweckmäßig, in diesem Bereich auch eine Öffnung vorzusehen. Die
Öffnung kann dabei U-förmig an der Außenseite verlaufen, sich also vom ersten Schenkel
des Kissens über das Mittelteil hinweg zum zweiten Schenkel des Kissens hin erstrecken.
Die Öffnung folgt dabei der U-Form des Kissens. Es ist auch zweckmäßig, an einer Öffnung
dieser Art einen Reißverschluss vorzusehen, so dass der Reißverschluss ebenfalls U-förmig
über eine wesentliche Strecke der Außenseite der äußeren Hülle des Kissens verläuft.
[0028] Weitere Merkmale, aber auch Vorteile der Erfindung, ergeben sich aus den nachfolgend
aufgeführten Zeichnungen und der zugehörigen Beschreibung. In den Abbildungen und
in den dazugehörigen Beschreibungen sind Merkmale der Erfindung in Kombination beschrieben.
Diese Merkmale können allerdings auch in anderen Kombinationen von einem erfindungsgemäßen
Gegenstand umfasst werden. Jedes offenbarte Merkmal ist also auch als in technisch
sinnvollen Kombinationen mit anderen Merkmalen offenbart zu betrachten. Die Abbildungen
sind teilweise leicht vereinfacht und schematisch.
- Fig. 1
- zeigt einen in perspektivischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Reisekissen;
- Fig. 2
- zeigt in einer Seitendarstellung das Reisekissen aus Fig. 1;
- Fig. 3
- zeigt in einer Seitendarstellung von der gegenüberliegenden Seite das Reisekissen
aus den vorherigen beiden Abbildungen;
- Fig. 4
- zeigt in ein Befestigungselement zur Befestigung eines Verbindungselements an der
Hülle eines Kissens;
- Fig. 5
- zeigt in der Aufsicht ein zweckmäßiges Verbindungsglied;
- Fig. 6
- zeigt in perspektivischer Darstellung eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Reisekissens.
[0029] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein erfindungsgemäßes Reisekissen.
Dieses weist eine U-Form auf und eignet sich daher gut als Nackenkissen. Das Reisekissen
10 weist einen ersten Schenkel 12 auf, welcher aus der Sicht eines Trägers des Reisekissens
gesehen der rechte Schenkel ist. Gegenüberliegend weist es einen zweiten Schenkel
14 auf, welcher entsprechend der linke Schenkel ist. Zwischen diesen beiden Schenkeln
liegt das Mittelteil 16 des Kissens. Das Kissen weist eine Oberseite 18 auf, welche
beim Tragen des Kissens zum Kopf des Trägers weist. Gegenüberliegend ist die Unterseite
20 des Kissens 10, welche Schulter und/oder Rücken des Trägers berühren.
[0030] Der erste Schenkel 12 endet in der ersten Schenkelspitze 22. Entsprechend endet der
zweite Schenkel 14 in der zweiten Schenkelspitze 24.
[0031] An den beiden Schenkeln sind im Bereich der Schenkelspitzen jeweils Verbindungsmittel
vorgesehen, nämlich an der ersten Schenkelspitze 22 das erste Verbindungsmittel 26.
An der zweiten Schenkelspitze 24 ist das zweite Verbindungsmittel 28 vorgesehen. Das
Kissen weist auch ein Verstärkungsband 30 auf. Dieses Verstärkungsband 30 verläuft
vom ersten Verbindungsmittel 26 zum zweiten Verbindungsmittel 28. Das Kissen weist
eine Außenseite 32 auf und eine Innenseite 34. Die Innenseite 34 ist beim Tragen des
Kissens dem Hals des Trägers zugewandt. Zweckmäßigerweise verläuft das Verstärkungsband
30 im Wesentlichen entlang der Außenseite 32 des Kissens. Es umschließt also bezogen
auf das Zentrum des Kissens (beim Tragen bezogen auf den Halsbereich eines Trägers)
das Kissenmaterial.
[0032] Ferner ist erkennbar, dass am zweiten Verbindungsmittel 28 ein Verbindungsglied 36
vorgesehen ist. Das Verbindungsglied 36 ist als kurzer Riemenabschnitt gestaltet.
Dieser Riemenabschnitt weist an einem Ende drei nicht näher bezeichnete Ösen auf,
welche mit dem ersten Verbindungsmittel 26 verbunden werden können. Durch die Auswahl
einer Öse kann das Kissen weiter oder enger geschlossen werden, anders gesagt wird
durch die Auswahl der Öse der Abstand der ersten Schenkelspitze 22 und der zweiten
Schenkelspitze 24 festgelegt.
[0033] Fig. 2 zeigt das Kissen 10 aus Fig. 1 in einer Seitenansicht. Der Blick geht auf
die Außenseite 32 des Kissens 10, welche sich zwischen der Oberseite 18 und der Unterseite
20 erstreckt. In dieser Seitenansicht ist die zweite Schenkelspitze 24 erkennbar,
in deren Bereich das zweite Verbindungsmittel 28 vorgesehen ist. An dem zweiten Verbindungsmittel
28 ist das Verbindungsglied 36 befestigt.
[0034] Das zweite Verbindungsmittel 28 ist mithilfe eines Ankerelements 38, dessen Position
skizziert dargestellt ist, am Kissen befestigt. Das Ankerelement 38 wiederum ist mit
dem Verstärkungsband 30 verbunden.
[0035] Fig. 3 zeigt das Kissen 10 in der Seitenansicht aus der gegenüberliegenden Richtung.
Der Blick geht wiederum auf die Außenseite 32 des Kissens. Hier ist die erste Schenkelspitze
22 erkennbar, an der das erste Verbindungsmittel 26 vorgesehen ist. Das erste Verbindungsmittel
26 ist ebenfalls durch ein Ankerelement 38 mit dem Kissen verbunden. Das Ankerelement
38 seinerseits ist mit dem Verstärkungsband verbunden.
[0036] Fig. 4 zeigt ein zweckmäßiges Ankerelement 38. Ein solches Ankerelement umfasst die
Grundplatte 40. Diese Grundplatte weist eine zentrale Öffnung auf. Auf der einen Seite
der Grundplatte 40 kann ein Ankerbauteil 42 vorgesehen werden. Das gezeigte Ankerbauteil
42 ist knopfförmig und weist einen Stift auf, der durch die Öffnung in der Grundplatte
geführt werden kann. Dieser Stift kann in ein Verbindungselement 44 eingreifen und
so die Verbindung zu diesem herstellen. Das Verbindungselement 44 kann dann etwa als
erstes Verbindungselement oder als zweites Verbindungselement des Kissens dienen.
Es ist zweckmäßig, wenn das Verstärkungsband 30 vor oder hinter der Grundplatte entlanggeführt
wird. Das Verstärkungsband 30 kann dann ebenfalls eine Öffnung aufweisen, durch die
der Stift des Ankerelementes oder alternativ auch der Stift des Verbindungselementes
44 hindurchgeführt wird. So lässt sich leicht eine zuverlässige Verbindung herstellen.
Die Grundplatte 40 sorgt im Übrigen dafür, dass im weichen Kissen das Verbindungselement
44 stabil geführt wird. Dazu kann sich die Grundplatte 40 etwa über ihre ganze Fläche
an die Kissenhülle anschmiegen und/oder in das Füllmaterial drücken.
[0037] Fig. 5 zeigt ein zweckmäßiges Verbindungsglied 36. Dieses Verbindungsglied weist
eine Ankeröse 46 auf. Mit dieser Ankeröse lässt sich eine permanente oder schwer lösbare
Verbindung zu einem Verbindungsmittel aufbauen. Das Verbindungsglied 36 weist zusätzlich
Verstellösen auf, vorgesehen sind hier drei Verstellösen 48a, 48b und 48c. Je nachdem,
welche Öse zur Verbindung mit einem andere Verbindungsmittel (in Fig. 1 dem ersten
Verbindungsmittel 26) ausgewählt wird, ergibt sich ein weiterer oder engerer Sitz
des Kissens.
[0038] Fig. 6 zeigt in perspektivischer Darstellung eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Reisekissens. Die Grundform des Kissens ist dieselbe wie in Fig. 1. In diesem Fall
jedoch sind andere Verbindungsmittel vorgesehen.
[0039] In diesem Falle sind sowohl das erste Verbindungsmittel 26 als auch das zweite Verbindungsmittel
28 mehrteilig. Das erste Verbindungsmittel 26 umfasst ein erstes Gurtband 50. Das
zweite Verbindungsmittel 28 umfasst ein zweites Gurtband 52. Beide Gurtbänder sind
mit einer Steckschnalle 54 verbunden. Das Gurtband 50 bildet dabei eine Lasche und
ist durch eine erste Gurtbanddurchführung und eine parallel angeordnete zweite Gurtbanddurchführung
hindurchgeführt. Dies ermöglicht eine Längenverstellung. Dabei kann an zumindest einer
der Gurtbanddurchführungen zusätzlich eine Reibfläche vorgesehen sein, die ein Hinausgleiten
des Bandes 50 aus der Gurtbanddurchführung der Steckschnalle 54 verhindert. Gegenüberliegend
weist die Steckschnalle 54 einen einzelnen Gurtbanddurchlass auf. Das zweite Gurtband
52 ist als Schlaufe durch diesen Durchlass geführt. Beide Enden der Schlaufe sind
miteinander verbunden. Daher lässt sich auf dieser Seite, also für das zweite Verbindungsmittel
28, die Länge des Gurtbandes gegenüber der zweiten Schenkelspitze 24 nicht verstellen.
Das Gurtband kann beispielsweise durch Vernähen oder Verkleben mit dem zweiten Schenkel
14 des Kissens 10 verbunden werden.
[0040] Zusätzlich ist hier eine Verstärkungsplatte 56 vorgesehen. Die Enden des zweiten
Gurtbandes 52 können an dieser Verstärkungsplatte 56 selbst befestigt sein oder am
Kissen unterhalb der Verstärkungsplatte. Die Verstärkungsplatte weist einen Schlitz
zur Durchführung des Bandes 52 auf. Eine entsprechende Verstärkungsplatte kann auch
am ersten Schenkel 12, insbesondere an der ersten Schenkelspitze 22, vorgesehen sein
und der zuverlässigen Befestigung des ersten Gurtbandes 50 dienen. (Das Vorsehen einer
Verstärkungsplatte der hierin beschriebenen Art zur Befestigung von Verbindungsmitteln
kommt auch für Kissen ohne Verstärkungsband in Betracht.)
[0041] Die Steckschnalle 54 ist zweiteilig. Ihr einer Teil, beispielsweise der männliche
Teil, bildet zusammen mit dem ersten Gurtband 50 das erste Verbindungselement 26.
Ihrer zweiter Teil, beispielsweise der weibliche Teil, bildet zusammen mit dem zweiten
Gurtband 52 das zweite Verbindungsmittel 28. Da die Steckschnelle 54 nur im verschlossenen
Zustand dargestellt ist, sind die Teile der Steckschnalle hier nicht getrennt und
vollständig sichtbar. Eine Steckschnalle kann mit seitlicher Lösevorrichtung oder
mit frontalter Lösevorrichtung ausgerüstet sein.
[0042] Statt einer Steckschnalle kann auch eine andere typische Schnalle verwendet werden,
beispielsweise eine Klemmschnalle oder eine Dornschnalle.
[0043] Allgemein ist es zweckmäßig, wenn als Verbindungsmittel ein Gurtband und eine Schnalle
oder ein Schnallenteil zum Einsatz kommt. Es ist ebenfalls allgemein zweckmäßig, wenn
zumindest eines der Verbindungsmittel eine Längenverstellung aufweist. Dabei kann
die Längenverstellung jeweils durch Bildung einer Bandschlaufe und Nutzung von zwei
Gurtbanddurchlässen geschehen.
[0044] Die Schnalle kann aus Kunststoff oder Metall gefertigt werden. Zweckmäßig ist bei
einer Fertigung aus Metall etwa die Fertigung aus Edelstahl, gelegentlich auch die
Fertigung aus Messing oder aus Aluminium oder Zinkdruckguss. Wenn für die Schnalle
Kunststoff verwendet wird, ist Acetal, Nylon oder Polyamid besonders zweckmäßig.
[0045] Insgesamt erkennt man, wie sich in preiswerter Weise eine zweckmäßige und für die
Massenherstellung geeignete Vorrichtung erzeugen lässt, welche universell verwendbar
ist.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 10
- Nackenkissen / Reisekissen
- 12
- rechter Schenkel / erster Schenkel
- 14
- linker Schenkel / zweiter Schenkel
- 16
- Mittelteil
- 18
- Oberseite
- 20
- Unterseite
- 22
- erste Schenkelspitze
- 24
- zweite Schenkelspitze
- 26
- erstes Verbindungsmittel
- 28
- zweites Verbindungsmittel
- 30
- Verstärkungsband
- 32
- Außenseite
- 34
- Innenseite
- 36
- Verbindungsglied
- 38
- Ankerelement
- 40
- Grundplatte
- 42
- Ankerbauteil / Ankerknopf
- 44
- Verbindungselement
- 46
- Ankeröse
- 48
- Verstellöse
- 50
- erstes Gurtband
- 52
- zweites Gurtband
- 54
- Steckschnalle
- 56
- Verstärkungsplatte
1. Reisekissen (10), welches als im Wesentlichen u-förmiges Nackenkissen gestaltet ist
und einen ersten Schenkel (12) und einen zweiten Schenkel (14) aufweist, welche durch
ein Mittelteil (16) verbunden sind, wobei der erste Schenkel (12) in einer ersten
Schenkelspitze (22) endet und der zweite Schenkel (14) in einer zweiten Schenkelspitze
(24) endet und das Reisekissen (10) eine umlaufende Innenseite und eine umlaufende
Außenseite und eine Oberseite (18), eine Unterseite (20) sowie eine Mittelebene (M)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Reisekissen (10) ein Verstärkungsband (30) aufweist, welches vom ersten Schenkel
(12) durch das Mittelteil (16) zum zweiten Schenkel (14) verläuft.
2. Reisekissen (10) nach Anspruch 1, bei dem das Verstärkungsband (30) von der ersten
Schenkelspitze (22) zur zweiten Schenkelspitze (24) verläuft.
3. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem am ersten Schenkel
(12) ein erstes Verbindungsmittel (26) und am zweiten Schenkel (14) ein zweites Verbindungsmittel
(28) vorgesehen ist, welches sich mit dem ersten Verbindungsmittel (26) verbinden
lässt und bei dem das Verstärkungsband (30) mit dem ersten Verbindungsmittel (26)
und dem zweites Verbindungsmittel (28) verbunden ist.
4. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Verbindung zum
Verstärkungsband (30) für das erste Verbindungsmittel (26) mit einem Ankerelement
(36) hergestellt wird.
5. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Verbindung zum
Verstärkungsband (30) für das zweite Verbindungsmittel (28) mit einem Ankerelement
(36) hergestellt wird.
6. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Verstärkungsband
(30) als gewebtes Band gefertigt ist.
7. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Verstärkungsband
(30) formsteif ist und eine U-Form aufweist.
8. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das erste Verbindungsmittel
(26) und das zweite Verbindungsmittel (28) durch das Verbindungsglied (36) verbunden
werden, damit das Kissen den Nacken eines Nutzes umschließt.
9. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das erste Verbindungsmittel
(26) mit einem ersten Gurtband (50) mit dem ersten Schenkel (12) des Reisekissens
(10) verbunden ist.
10. Reisekissen (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem der Abstand des ersten
Verbindungsmittels (26) zum ersten Schenkel (12) des Reisekissens (10) verstellbar
ist.
11. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das zweite Verbindungsmittel
(28) mit einem zweiten Gurtband (52) mit dem zweiten Schenkel (14) des Reisekissens
(10) verbunden ist
12. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das eine äußere Hülle umfasst.
13. Reisekissen (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, das innerhalb der äußeren Hülle
ein Füllmaterial umfasst.
14. Reisekissen (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem das Füllmaterial Schaumstoff
ist.
15. Reisekissen (10) nach dem vorhergehenden oder vorvorhergehenden Anspruch, in dessen
äußerer Hülle ein Reißverschluss vorgesehen ist.