(19)
(11) EP 3 815 845 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.09.2023  Patentblatt  2023/39

(21) Anmeldenummer: 20205131.4

(22) Anmeldetag:  02.11.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25B 1/24(2006.01)
B25B 5/16(2006.01)
B25B 5/10(2006.01)
B25B 5/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B25B 5/108; B25B 1/2494; B25B 1/2457; B25B 5/163; B25B 5/006

(54)

SPANNVORRICHTUNG ZUM EINSPANNEN EINES WERKSTÜCKS

TENSIONING DEVICE FOR TENSIONING A WORKPIECE

DISPOSITIF DE SERRAGE PERMETTANT DE SERRER UNE PIÈCE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 04.11.2019 DE 102019129676

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.05.2021  Patentblatt  2021/18

(73) Patentinhaber: Andreas Maier GmbH & Co. KG
70734 Fellbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Steinbach, Peter
    71642 Ludwigsburg (DE)

(74) Vertreter: Hoeger, Stellrecht & Partner Patentanwälte mbB 
Uhlandstrasse 14c
70182 Stuttgart
70182 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 3 050 673
DE-A1- 4 116 161
FR-A1- 2 767 730
GB-A- 2 522 631
CN-A- 106 984 911
DE-U1- 8 515 633
FR-A2- 2 463 408
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks, wobei die Spannvorrichtung ein Gehäuse, einen schwenkbar an dem Gehäuse gehaltenen Spannarm und eine Spannschraube, die um eine Längsachse der Spannschraube drehbar gelagert ist, umfasst,

    wobei die Spannschraube ein Gewinde aufweist und der Spannarm einen Eingriffsabschnitt aufweist, der in einem Arbeitszustand der Spannvorrichtung in Eingriff mit dem Gewinde der Spannschraube steht, und

    wobei die Spannvorrichtung ferner ein Befestigungsmittel zur Befestigung der Spannvorrichtung an einem Untergrund und eine Befestigungsmittel-Aufnahme umfasst.



    [0002] Die DE 85 15 633 U1 offenbart eine Spannvorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 2.

    [0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung der vorstehend genannten Art zu schaffen, bei welcher eine Befestigung der Spannvorrichtung an einem Untergrund besonders einfach und leicht durchführbar ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird durch eine Spannvorrichtung nach Anspruch 1 und durch eine Spannvorrichtung nach Anspruch 2 gelöst.

    [0005] Dabei ist das Befestigungsmittel jeweils in der Befestigungsmittel-Aufnahme der Spannvorrichtung angeordnet, wenn das Betätigungswerkzeug an dem Befestigungsmittel angreift und sich durch die Ausnehmung des Spannarms hindurch beziehungsweise seitlich an dem abgekröpften Bereich des Spannarms vorbei bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt.

    [0006] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 2 ist vorgesehen, dass der Spannarm zwischen einer ersten Arbeitsstellung und einer zweiten Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse verschwenkbar ist und die Abkröpfung so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug sich sowohl in der ersten Arbeitsstellung als auch in der zweiten Arbeitsstellung seitlich an dem abgekröpften Bereich des Spannarms vorbei bis zu dem Befestigungsmittel erstrecken kann.

    [0007] Der Spannarm ist in der zweiten Arbeitsstellung um einen Winkel von vorzugsweise mindestens 30°, insbesondere von mindestens 40°, besonders bevorzugt von mindestens 60°, gegenüber der ersten Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse der Spannvorrichtung verschwenkt.

    [0008] Besonders günstig ist es, wenn die Abkröpfung so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug sich in jeder zwischen der ersten Arbeitsstellung und der zweiten Arbeitsstellung liegenden Stellung des Spannarms relativ zu dem Gehäuse seitlich an dem abgekröpften Bereich des Spannarms vorbei bis zu dem Befestigungsmittel erstrecken kann.

    [0009] Die mindestens zwei Ausnehmungen können insbesondere als jeweils eine Durchtrittsöffnung im Spannarm ausgebildet sein.

    [0010] Eine solche Durchtrittsöffnung erstreckt sich vorzugsweise von einer der Befestigungsmittel-Aufnahme abgewandten Oberseite des Spannarms bis zu einer der Befestigungsmittel-Aufnahme zugewandten Unterseite des Spannarms durch den Spannarm hindurch.

    [0011] Die Ausnehmung kann insbesondere als ein Langloch ausgebildet sein, um es zu ermöglichen, dass das Betätigungswerkzeug sich in einer Vielzahl von Arbeitsstellungen durch die als Langloch ausgebildete Ausnehmung hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstrecken kann.

    [0012] Bei der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass der Spannarm mindestens eine erste Ausnehmung und eine zweite Ausnehmung aufweist und zwischen einer ersten Arbeitsstellung und einer zweiten Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse verschwenkbar ist, wobei die erste Ausnehmung so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug sich in der ersten Arbeitsstellung durch die erste Ausnehmung hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstrecken kann und die zweite Ausnehmung so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug sich in der zweiten Arbeitsstellung durch die zweite Ausnehmung hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstrecken kann.

    [0013] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Spannarm mehr als zwei Ausnehmungen aufweist, durch welche sich das Betätigungswerkzeug hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstrecken kann, wenn der Spannarm sich in unterschiedlichen Arbeitsstellungen befindet.

    [0014] Mindestens zwei der Ausnehmungen im Spannarm können so ausgebildet sein, dass sie an einer gemeinsamen Mündungsöffnung an der der Befestigungsmittel-Aufnahme zugewandten Unterseite des Spannarms münden.

    [0015] Um eine gewünschte Arbeitsstellung des Spannarms relativ zu dem Gehäuse der Spannvorrichtung möglichst exakt einstellen zu können, ist es günstig, wenn die Spannvorrichtung mindestens eine Arbeitsstellungsskala umfasst, welche an dem Gehäuse oder an einem drehfest mit dem Gehäuse verbundenen Bauteil der Spannvorrichtung angeordnet ist, und eine Indexmarkierung umfasst, welche an dem Spannarm oder an einem drehfest mit dem Spannarm verbundenen Bauteil der Spannvorrichtung angeordnet ist, wobei mehreren Arbeitsstellungen des Spannarms relativ zu dem Gehäuse jeweils eine vorgegebene Positionierung der Indexmarkierung relativ zu der Arbeitsstellungsskala zugeordnet ist.

    [0016] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Arbeitsstellungsskala mehrere Arbeitsstellungsmarkierungen umfasst, welchen verschiedene Arbeitsstellungen des Spannarms relativ zu dem Gehäuse zugeordnet sind.

    [0017] Bei einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Spannarm mit einem Druckstück versehen ist und die Höhen H des Druckstücks in Bezug auf eine Auflagefläche des Gehäuses der Spannvorrichtung, welche das Druckstück in den verschiedenen Arbeitsstellungen, denen die Arbeitsstellungsmarkierungen zugeordnet sind, jeweils einnimmt, eine im Wesentlichen äquidistante Folge bilden.

    [0018] Eine der Arbeitsstellungsmarkierungen der Arbeitsstellungsskala kann eine obere Endstellungsmarkierung sein, welche der Arbeitsstellung zugeordnet ist, in der die Höhe Ho des Druckstücks in Bezug auf die Auflagefläche des Gehäuses maximal ist.

    [0019] Ferner kann eine der Arbeitsstellungsmarkierungen eine untere Endstellungsmarkierung sein, welche der Arbeitsstellung zugeordnet ist, in der die Höhe Hu des Druckstücks in Bezug auf die Auflagefläche des Gehäuses minimal ist.

    [0020] Vorzugsweise ist auf zwei verschiedenen Seiten des Gehäuses der Spannvorrichtung jeweils mindestens eine Arbeitsstellungsskala vorgesehen, so dass die Positionierung des Spannarms relativ zu dem Gehäuse der Spannvorrichtung von zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Spannvorrichtung leicht ablesbar ist.

    [0021] Bei einer besonderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung ist vorgesehen, dass mindestens eine der Arbeitsstellungsskalen an einer Außenkante des Gehäuses angeordnet ist.

    [0022] Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass mindestens eine der Arbeitsstellungsskalen an einem Innenrand des Gehäuses angeordnet ist, welcher einem Rand eines Lagerabschnitts des Spannarms gegenüberliegt.

    [0023] Mit dem Lagerabschnitt ist der Spannarm vorzugsweise an einer Begrenzungswand des Gehäuses der Spannvorrichtung um eine Schwenkachse des Spannarms schwenkbar gelagert.

    [0024] Der Spannarm ist vorzugsweise mit einem Druckstück versehen, welches einen Druckstück-Grundkörper und einen lösbar mit dem Druckstück-Grundkörper verbundenen Druckstück-Einsatz umfasst.

    [0025] Der Druckstück-Grundkörper ist vorzugsweise verliersicher an dem Spannarm gehalten.

    [0026] Der Druckstück-Einsatz ist vorzugsweise gegen einen anderen Druckstück-Einsatz austauschbar mit dem Druckstück-Grundkörper verbunden.

    [0027] Bei einer besonderen Ausgestaltung eines Druckstück-Einsatzes kann der Druckstück-Einsatz eine im Wesentlichen ebene Einspannfläche aufweisen, mit welcher das Druckstück an einem einzuspannenden Werkstück anlegbar ist.

    [0028] Bei einer besonderen Ausgestaltung eines Druckstück-Einsatzes kann der Druckstück-Einsatz eine Einspannfläche umfassen, welche mit einer oder mehreren Nuten versehen ist, um eine Riffelung oder Profilierung der Einspannfläche zu erzeugen.

    [0029] Bei einer besonderen Ausgestaltung eines Druckstück-Einsatzes kann vorgesehen sein, dass der Druckstück-Einsatz eine Ausnehmung aufweist, mit welcher das Werkstück beim Einspannen des Werkstücks in Eingriff kommen kann.

    [0030] Eine solche Ausnehmung kann sich beispielsweise in einer Längsrichtung oder in einer Querrichtung der Spannvorrichtung erstrecken.

    [0031] Die Ausnehmung kann einen - senkrecht zu ihrer Längsrichtung genommenen - Querschnitt aufweisen, welcher vorzugsweise dreieckig oder trapezförmig ausgebildet ist.

    [0032] Bei einer besonderen Ausgestaltung der Spannvorrichtung ist vorgesehen, dass der Druckstück-Einsatz mittels eines Magnetelements lösbar mit dem Druckstück-Grundkörper verbunden ist.

    [0033] Das Magnetelement umfasst vorzugsweise einen Dauermagneten.

    [0034] Das Magnetelement kann an dem Druckstück-Grundkörper oder an dem Druckstück-Einsatz angeordnet sein.

    [0035] Der Druckstück-Grundkörper ist vorzugsweise mit einem Vorsprung versehen, dessen Unterseite, welche einer Druckstück-Schwenkachse der Spannvorrichtung abgewandt ist, als Einspannfläche für ein mittels der Spannvorrichtung einzuspannendes Werkstück dienen kann, wenn kein Druckstück-Einsatz an dem Druckstück-Grundkörper angeordnet ist.

    [0036] Der Druckstück-Einsatz kann eine Ausnehmung aufweisen, in welche der Vorsprung des Druckstück-Grundkörpers eingreift, wenn der Druckstück-Einsatz an dem Druckstück-Grundkörper angeordnet ist.

    [0037] Die Ausnehmung ist vorzugsweise komplementär zu dem Vorsprung ausgebildet, so dass der Vorsprung und die Ausnehmung zusammen einen Formschluss bilden, durch welchen eine Verschiebung des Druckstück-Einsatzes relativ zu dem Druckstück-Grundkörper in einer zur Unterseite des Druckstück-Grundkörpers parallelen Richtung verhindert wird.

    [0038] Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung eignet sich insbesondere zur Verwendung in einer Kombination aus einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung und einem Betätigungswerkzeug zum Betätigen eines Befestigungsmittels zum Befestigen der Spannvorrichtung an einem Untergrund.

    [0039] Das Betätigungswerkzeug kann einen im Wesentlichen geradlinigen Werkzeugabschnitt aufweisen, der sich von der Ausnehmung beziehungsweise von dem abgekröpften Bereich des Spannarms bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt, wenn das Betätigungswerkzeug zum Betätigen des Befestigungsmittels verwendet wird.

    [0040] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Betätigungswerkzeug als ein Innensechskantschlüssel ausgebildet ist.

    [0041] Das Befestigungsmittel umfasst in diesem Fall vorzugsweise eine Innensechskantschraube.

    [0042] Um den Spannarm möglichst rasch von einer ersten Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse der Spannvorrichtung in eine zweite Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse der Spannvorrichtung bewegen zu können, kann vorgesehen sein, dass die Spannvorrichtung eine Entkopplungsvorrichtung umfasst, mittels welcher das Gewinde der Spannschraube außer Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt des Spannarms bringbar ist, so dass der Spannarm unabhängig von einer Drehung der Spannschraube relativ zu dem Gehäuse der Spannvorrichtung zwischen einer ersten Arbeitsstellung und einer zweiten Arbeitsstellung verschwenkbar ist.

    [0043] Eine solche Entkopplungsvorrichtung kann insbesondere ein Führungselement umfassen, welches einen Führungsabschnitt der Spannschraube aufnimmt und zwischen einer Eingriffsstellung, in welcher die Spannschraube in Eingriff mit dem Spannarm steht, und einer Freigabestellung, in welcher die Spannschraube außer Eingriff mit dem Spannarm ist, bewegbar, insbesondere verschiebbar, ist.

    [0044] Die Entkopplungsvorrichtung kann insbesondere eine Vorspanneinrichtung umfassen, welche das Führungselement in die Eingriffstellung vorspannt.

    [0045] Alternativ oder ergänzend hierzu kann die Entkopplungsvorrichtung eine Rastvorrichtung umfassen, mittels welcher das Führungselement in der Eingriffstellung und/oder in der Freigabestellung - vorzugsweise an dem Gehäuse der Spannvorrichtung - verrastbar ist.

    [0046] Die Rastvorrichtung kann mindestens ein Verrastungsteil umfassen, dass zwischen einer Raststellung, in welcher das Verrastungsteil das Führungselement in der Eingriffstellung und/oder in der Freigabestellung arretiert, und einer Entrastungsstellung, in welcher das Verrastungsteil eine Bewegung des Führungselements von der Eingriffstellung in die Freigabestellung und/oder von der Freigabestellung in die Eingriffstellung freigibt, beweglich ist.

    [0047] Insbesondere kann die Rastvorrichtung ein Federelement umfassen, welches das mindestens eine Verrastungsteil in die Raststellung vorspannt.

    [0048] Bei einer besonderen Ausgestaltung der Rastvorrichtung ist vorgesehen, dass die Rastvorrichtung zwei Verrastungsteile umfasst, welche in einander entgegengesetzte Richtungen aus dem Gehäuse der Spannvorrichtung vorstehen.

    [0049] Das Verrastungsteil oder mindestens eines der Verrastungsteile kann mit einem Betätigungselement versehen sein, an welchem eine Bedienungsperson angreifen kann, um das Verrastungsteil in die Entrastungsstellung zu bewegen.

    [0050] Das Verrastungsteil oder mindestens eines der Verrastungsteile ist vorzugsweise in einem Führungskanal des Führungselements verschiebbar geführt.

    [0051] Die Spannschraube umfasst vorzugsweise einen Betätigungsendteil, an welchem ein Schraubwerkzeug angreifen kann, um die Spannschraube um ihre Längsachse zu drehen.

    [0052] Der Betätigungsendteil kann insbesondere als ein Spannschraubenkopf ausgebildet sein.

    [0053] Der Betätigungsendteil kann einen - senkrecht zur Längsachse der Spannschraube genommenen - polygonalen Querschnitt, insbesondere einen sechseckigen Querschnitt, aufweisen.

    [0054] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Betätigungsendteil mit einer Ausnehmung mit einem polygonalen Querschnitt, insbesondere mit einem sechseckigen Querschnitt, versehen ist.

    [0055] Die Spannschraube kann ein Lagerendteil aufweisen, mittels welchem die Spannschraube relativ zu dem Gehäuse schwenkbar - vorzugsweise an dem Gehäuse - gelagert ist.

    [0056] Das Lagerendteil kann einen abschnittsweise sphärisch ausgebildeten Lagerabschnitt aufweisen, welcher an einer hierzu abschnittsweise komplementär ausgebildeten Lageraufnahme des Gehäuses der Spannvorrichtung angeordnet ist.

    [0057] Der Spannarm ist vorzugsweise um einen Winkel von mindestens 30°, insbesondere von mindestens 45°, besonders bevorzugt von mindestens 60°, relativ zu dem Gehäuse der Spannvorrichtung schwenkbar, wenn das Gewinde der Spannschraube außer Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt des Spannarms ist.

    [0058] Die Spannvorrichtung kann mindestens ein Spanschutzelement umfassen, welches einen Zwischenraum zwischen zwei einander gegenüberliegenden Innenwänden des Gehäuses der Spannvorrichtung zumindest teilweise abdeckt.

    [0059] Insbesondere kann die Spannvorrichtung ein oberes Spanschutzelement, welches auf einer der Auflagefläche der Spannvorrichtung abgewandten Seite des Spannarms angeordnet ist, und/oder ein unteres Spanschutzelement, welches auf einer der Auflagefläche der Spannvorrichtung zugewandten Seite des Spannarms angeordnet ist, umfassen.

    [0060] Um zu verhindern, dass Späne oder andere Verunreinigungen zwischen einem Spanschutzelement und dem Spannarm hindurch in einen Innenraum des Gehäuses der Spannvorrichtung gelangen, ist es günstig, wenn mindestens ein Spanschutzelement einen Randabschnitt aufweist, der an dem Spannarm anliegt oder von dem Spannarm um weniger als 2 mm, insbesondere um weniger als 1 mm, beabstandet ist.

    [0061] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen.

    [0062] In den Zeichnungen zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen ersten Ausführungsform einer Spannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks, welche ein Gehäuse, einen schwenkbar an dem Gehäuse gehaltenen Spannarm und eine Spannschraube umfasst, wobei der Spannarm sich in einer oberen Endstellung befindet;
    Fig. 2
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung aus Fig. 1;
    Fig. 3
    eine Draufsicht auf die Spannvorrichtung aus den Fig. 1 und 2, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 3 in Fig. 2;
    Fig. 4
    eine Draufsicht auf die Spannvorrichtung aus den Fig. 1 bis 3 von unten, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 4 in Fig. 2;
    Fig. 5
    eine Vorderansicht der Spannvorrichtung aus den Fig. 1 bis 4, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 5 in Fig. 2;
    Fig. 6
    eine Ansicht der Spannvorrichtung aus den Fig. 1 bis 5 von hinten, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 6 in Fig. 2;
    Fig. 7
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung aus den Fig. 1 bis 6, längs der Linie 7 - 7 in Fig. 3, wobei der Spannarm sich in seiner oberen Endstellung befindet und ein Eingriffsabschnitt des Spannarms in Eingriff mit einem Gewinde der Spannschraube steht;
    Fig. 8
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung aus den Fig. 1 bis 7, längs der Linie 8 - 8 in Fig. 2, wobei ein Führungselement einer Entkopplungsvorrichtung der Spannvorrichtung sich in einer Eingriffstellung befindet, in welcher die Spannschraube in Eingriff mit dem Spannarm steht, und Verrastungsteile einer Rastvorrichtung der Entkopplungsvorrichtung sich in einer Raststellung befinden, in welcher die Verrastungsteile das Führungselement in der Eingriffstellung arretieren;
    Fig. 9
    einen der Fig. 8 entsprechenden Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, wobei das Führungselement sich in der Eingriffstellung befindet und die Verrastungsteile in eine Entrastungsstellung bewegt worden sind, in welcher die Verrastungsteile eine Bewegung des Führungselements von der Eingriffstellung in eine Freigabestellung, in welcher die Spannschraube außer Eingriff mit dem Spannarm ist, freigeben;
    Fig. 10
    einen den Fig. 8 und 9 entsprechenden Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, wobei das Führungselement von der Eingriffstellung in die Freigabestellung bewegt worden ist und wobei die Verrastungsteile sich in der Entrastungsstellung befinden, in welcher die Verrastungsteile eine Bewegung des Führungselements von der Freigabestellung in die Eingriffstellung freigeben;
    Fig. 11
    eine Draufsicht von oben auf die Spannvorrichtung aus den Fig. 1 bis 10, wobei der Spannarm sich in seiner oberen Endstellung befindet, das Führungselement sich in der Freigabestellung befindet und die Verrastungsteile sich in der Entrastungsstellung befinden;
    Fig. 12
    einen Querschnitt durch die Spannvorrichtung im Bereich der Rastvorrichtung, längs der Linie 12 - 12 in Fig. 11, wobei die Verrastungsteile der Rastvorrichtung sich in der Entrastungsstellung befinden, in welcher die Verrastungsteile eine Bewegung des Führungselements von der Freigabestellung in die Eingriffstellung freigeben;
    Fig. 13
    einen der Fig. 12 entsprechenden Querschnitt durch die Spannvorrichtung, wobei die Verrastungsteile von der Entrastungsstellung in die Raststellung bewegt worden sind, in welcher die Verrastungsteile das Führungselement in der Freigabestellung arretieren;
    Fig. 14
    einen den Fig. 8 bis 10 entsprechenden Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, wobei das Führungselement sich in der Freigabestellung befindet und die Verrastungsteile sich in der Raststellung befinden;
    Fig. 15
    einen der Fig. 7 entsprechenden Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, wobei der Spannarm sich in seiner oberen Endstellung befindet, das Führungselement sich in der Freigabestellung befindet und das Gewinde der Spannschraube außer Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt des Spannarms ist;
    Fig. 16
    einen der Fig. 15 entsprechenden Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, wobei der Spannarm in seine untere Endstellung bewegt worden ist und das Führungselement sich in der Eingriffstellung befindet, so dass das Gewinde der Spannschraube in Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt des Spannarms steht;
    Fig. 17
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung aus den Fig. 1 bis 16, eines Befestigungsmittels und eines Betätigungswerkzeugs zum Betätigen des Befestigungsmittels, welches sich seitlich an einem abgekröpften Bereichs des Spannarms vorbei bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt, wobei der Spannarm sich in seiner oberen Endstellung befindet;
    Fig. 18
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 17;
    Fig. 19
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 17 und 18;
    Fig. 20
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus den Fig. 17 bis 19, wobei der Spannarm sich in seiner unteren Endstellung befindet;
    Fig. 21
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 20;
    Fig. 22
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 20 und 21;
    Fig. 23
    eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen zweiten Ausführungsform einer Spannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks, welche ein Gehäuse, einen schwenkbar an dem Gehäuse gehaltenen Spannarm und eine Spannschraube umfasst, wobei der Spannarm mit einer Abkröpfung versehen ist und wobei verschiedene Druckstück-Einsätze dargestellt sind, welche mit einem Druckstück-Grundkörper an einem freien Ende des Spannarms verbindbar sind;
    Fig. 24
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung und der Druckstück-Einsätze aus Fig. 23;
    Fig. 25
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung und die Druckstück-Einsätze aus Fig. 24;
    Fig. 26
    eine Draufsicht von oben auf die Spannvorrichtung aus den Fig. 23 bis 25, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 26 in Fig. 24;
    Fig. 27
    eine Draufsicht von unten auf die Spannvorrichtung aus den Fig. 23 bis 26, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 27 in Fig. 24;
    Fig. 28
    eine Vorderansicht der Spannvorrichtung und der Druckstück-Einsätze aus den Fig. 23 bis 27, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 28 in Fig. 24;
    Fig. 29
    eine Ansicht der Spannvorrichtung aus den Fig. 23 bis 28 von hinten, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 29 in Fig. 24;
    Fig. 30
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung aus den Fig. 23 bis 29, eines Befestigungsmittels und eines Betätigungswerkzeugs zum Betätigen des Befestigungsmittels, wobei der Spannarm sich in seiner oberen Endstellung befindet und das Betätigungswerkzeug sich seitlich an dem abgekröpften Bereich des Spannarms vorbei bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt;
    Fig. 31
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 30;
    Fig. 32
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 30 und 31;
    Fig. 33
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus den Fig. 30 bis 32, wobei der Spannarm sich in einer unteren Endstellung befindet und das Betätigungswerkzeug sich seitlich an dem abgekröpften Bereich des Spannarms vorbei bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt;
    Fig. 34
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 33;
    Fig. 35
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 33 und 34;
    Fig. 36
    eine perspektivische Darstellung einer nicht erfindungsgemäßen dritten Ausführungsform einer Spannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks, welche ein Gehäuse, einen schwenkbar an dem Gehäuse gehaltenen Spannarm und eine Spannschraube umfasst, wobei der Spannarm eine Ausnehmung aufweist und sich in seiner oberen Endstellung befindet und wobei mehrere Druckstück-Einsätze dargestellt sind, die mit einem Druckstück-Grundkörper an einem freien Ende des Spannarms verbindbar sind;
    Fig. 37
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung und der Druckstück-Einsätze aus Fig. 36;
    Fig. 38
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung und die Druckstück-Einsätze aus den Fig. 36 und 37;
    Fig. 39
    eine Draufsicht von oben auf die Spannvorrichtung aus den Fig. 36 bis 38, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 39 in Fig. 37;
    Fig. 40
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung aus den Fig. 36 bis 39, eines Befestigungsmittels und eines Betätigungswerkzeugs zum Betätigen des Befestigungsmittels, wobei der Spannarm sich in seiner oberen Endstellung befindet und das Betätigungswerkzeug sich durch die Ausnehmung des Spannarms hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt;
    Fig. 41
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 40;
    Fig. 42
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 40 und 41;
    Fig. 43
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus den Fig. 40 bis 42, wobei der Spannarm sich in seiner unteren Endstellung befindet und das Betätigungswerkzeug sich durch die Ausnehmung des Spannarms hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt;
    Fig. 44
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 43;
    Fig. 45
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 43 und 44;
    Fig. 46
    eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen vierten Ausführungsform einer Spannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks, welche ein Gehäuse, einen schwenkbar an dem Gehäuse gehaltenen Spannarm und eine Spannschraube umfasst, wobei der Spannarm eine erste Ausnehmung und eine zweite Ausnehmung umfasst und sich in seiner oberen Endstellung befindet und wobei mehrere Druckstück-Einsätze dargestellt sind, welche mit einem Druckstück-Grundkörper an einem freien Ende des Spannarms verbindbar sind;
    Fig. 47
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung und der Druckstück-Einsätze aus Fig. 46;
    Fig. 48
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung und die Druckstück-Einsätze aus den Fig. 46 und 47;
    Fig. 49
    eine Draufsicht auf die Spannvorrichtung aus den Fig. 46 bis 48, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 49 in Fig. 47;
    Fig. 50
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung aus den Fig. 46 bis 49, eines Befestigungsmittels und eines Betätigungswerkzeugs zum Betätigen des Befestigungsmittels, wobei der Spannarm sich in seiner oberen Endstellung befindet und das Betätigungswerkzeug sich durch die erste Ausnehmung des Spannarms hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt;
    Fig. 51
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 50;
    Fig. 52
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 50 und 51;
    Fig. 53
    eine perspektivische Darstellung der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus den Fig. 50 bis 52, wobei der Spannarm sich in seiner unteren Endstellung befindet und das Betätigungswerkzeug sich durch die zweite Ausnehmung des Spannarms hindurch bis zu dem Befestigungsmittel erstreckt;
    Fig. 54
    eine Seitenansicht der Spannvorrichtung, des Befestigungsmittels und des Betätigungswerkzeugs aus Fig. 53;
    Fig. 55
    einen Längsschnitt durch die Spannvorrichtung, das Befestigungsmittel und das Betätigungswerkzeug aus den Fig. 53 und 54;
    Fig. 56
    eine perspektivische Darstellung des freien Endbereichs des Spannarms, eines Druckstück-Grundkörpers und mehrerer austauschbarer Druckstück-Einsätze bei einer Variante der Spannvorrichtung;
    Fig. 57
    eine Seitenansicht des freien Endbereichs des Spannarms, des Druckstück-Grundkörpers und der Druckstück-Einsätze aus Fig. 56, mit der Blickrichtung in Richtung einer Druckstück-Schwenkachse der Spannvorrichtung;
    Fig. 58
    einen Längsschnitt durch den freien Endbereich des Spannarms, den Druckstück-Grundkörper und die Druckstück-Einsätze aus Fig. 57;
    Fig. 59
    eine Vorderansicht des freien Endbereichs des Spannarms, des Druckstück-Grundkörpers und der Druckstück-Einsätze aus den Fig. 56 bis 58, mit der Blickrichtung senkrecht zu der Druckstück-Schwenkachse und parallel zur Längsrichtung der Spannvorrichtung; und
    Fig. 60
    einen Querschnitt durch den freien Endbereich des Spannarms, den Druckstück-Grundkörper und die Druckstück-Einsätze aus Fig. 59.


    [0063] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.

    [0064] Eine in den Fig. 1 bis 22 dargestellte Spannvorrichtung 100 dient zum Einspannen eines Werkstücks 102 an einer Spannfläche 104, welche beispielsweise koplanar mit einer Auflagefläche 106 eines Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 ausgebildet sein kann, jedoch auch gegenüber dieser Auflagefläche 106 nach oben oder unten versetzt und/oder gegenüber der Auflagefläche 106 geneigt sein kann.

    [0065] Wie am besten aus den Fig. 3, 4 und 6 zu ersehen ist, ist das Gehäuse 108 vorzugsweise zweiteilig ausgebildet und umfasst ein erstes Gehäuseteil 110a und ein zweites Gehäuseteil 110b, die vorzugsweise in einer Kontaktebene 112 aneinander anliegen, welche parallel zu einer Längsrichtung 114 der Spannvorrichtung 100 und senkrecht zu einer Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 ausgerichtet ist.

    [0066] Die Längsrichtung 114 und/oder die Querrichtung 116 sind vorzugsweise parallel zu der Auflagefläche 106 des Gehäuses 108 ausgerichtet.

    [0067] Eine Höhenrichtung 118 der Spannvorrichtung 100 ist senkrecht zu der Längsrichtung 114 und senkrecht zu der Querrichtung 116 und somit auch senkrecht zu der Auflagefläche 106 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 ausgerichtet.

    [0068] Die beiden Gehäuseteile 110a und 110b sind mittels eines oder mehrerer, beispielsweise drei, Befestigungselementen 120 - vorzugsweise lösbar - aneinander festgelegt.

    [0069] Die Befestigungselemente 120 können beispielsweise als jeweils eine Schraube ausgebildet sein, welche eine Durchtrittsöffnung in dem einen Gehäuseteil, beispielsweise in dem zweiten Gehäuseteil 110b, durchsetzt und mit ihrem (nicht dargestellten) Gewinde in ein hierzu komplementäres Innengewinde an dem anderen Gehäuseteil, beispielsweise an dem ersten Gehäuseteil 110a, eingeschraubt ist.

    [0070] Wie am besten aus der Draufsicht auf die Unterseite der Spannvorrichtung 100 in Fig. 4 zu ersehen ist, ist das Gehäuse 108 an seinem vorderen Rand 122 mit einer - beispielsweise im Wesentlichen U-förmigen - Befestigungsmittel-aufnahme 124 versehen, welche zur Aufnahme eines Befestigungsmittels zum Befestigen der Spannvorrichtung 100 an einem Untergrund 126 dient.

    [0071] Ein solches Befestigungsmittel 128 kann beispielsweise eine Befestigungsschraube 130 und ein T-Nutenstück 132 umfassen, wobei die Befestigungsschraube 130 mit ihrem Außengewinde in ein hierzu komplementäres Innengewinde des T-Nutenstücks 132 eingeschraubt ist (siehe die Fig. 17 bis 22).

    [0072] Der Untergrund 126, an welchem die Spannvorrichtung mittels des Befestigungsmittels 128 befestigbar ist, kann beispielsweise als ein Maschinentisch, als eine Werkstückpalette oder als ein Sockelelement ausgebildet sein, auf welches die Spannvorrichtung 100 aufgesetzt wird, um die Auflagefläche 106 um die Höhe des Sockelelements von der Spannfläche 104 zu beabstanden.

    [0073] Wie am besten aus der Schnittdarstellung von Fig. 7 zu ersehen ist, umfasst die Spannvorrichtung 100 ferner einen um eine Schwenkachse 134 schwenkbar an dem Gehäuse 108 gehaltenen Spannarm 136.

    [0074] Die Schwenkachse 134 des Spannarms 136 ist parallel zu der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 ausgerichtet.

    [0075] Der Spannarm 136 umfasst einen Einspannabschnitt 138, welcher sich durch eine von den Gehäuseteilen 110a und 110b berandete Austrittsöffnung 140 an der Vorderseite des Gehäuses 108 hindurch in einen Außenraum 142 des Gehäuses 108 erstreckt.

    [0076] An einem der Schwenkachse 134 abgewandten freien Endbereich 144 des Spannarms 136 ist ein Druckstück 146 angeordnet, welches zur Übertragung einer Spannkraft von der Spannvorrichtung auf das jeweils einzuspannende Werkstück 102 dient.

    [0077] Das Druckstück 146 ist vorzugsweise um eine Druckstück-Schwenkachse 148 relativ zu dem freien Endbereich 144 des Spannarms 136 schwenkbar an dem Spannarm 136 angelenkt.

    [0078] Das Druckstück 146 kann einstückig ausgebildet sein.

    [0079] Alternativ hierzu umfasst das Druckstück 146 vorzugsweise einen Druckstück-Grundkörper 150, welcher mit dem Spannarm 136 verbunden ist, und einen lösbar mit dem Druckstück-Grundkörper 150 verbundenen Druckstück-Einsatz 152 (siehe Fig. 1).

    [0080] Der Druckstück-Einsatz 152 ist vorzugsweise durch Formschluss mit dem Druckstück-Grundkörper 150 verbunden.

    [0081] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Druckstück-Einsatz 152 mittels einer Feder-Nut-Verbindung lösbar an dem Druckstück-Grundkörper 150 festgelegt ist.

    [0082] Durch die lösbare Verbindung zwischen dem Druckstück-Einsatz 152 und dem Druckstück-Grundkörper 150 ist es möglich, den Druckstück-Einsatz 152 durch einen anders ausgebildeten weiteren Druckstück-Einsatz 152' auszutauschen, wie dies im Nachfolgenden bei der Beschreibung der in den Fig. 23 bis 35 dargestellten zweiten Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 noch näher erläutert werden wird.

    [0083] Alternativ oder ergänzend zu einer lösbaren Verbindung zwischen dem Druckstück-Einsatz 152 und dem Druckstück-Grundkörper 150 mittels einer Feder-Nut-Verbindung kann vorgesehen sein, dass der Druckstück-Einsatz 152' mittels eines Magnetelements 310 lösbar mit dem Druckstück-Grundkörper 150 verbunden ist.

    [0084] Eine solche Variante des Druckstücks 146 ist in den Fig. 56 bis 60 dargestellt.

    [0085] Der Druckstück-Grundkörper 150 weist bei dieser Ausführungsform vorzugsweise an seiner der Druckstück-Schwenkachse 148 abgewandten Unterseite einen Vorsprung 312 auf, dessen Unterseite 314 als Einspannfläche 290 zum Einspannen eines Werkstücks 102 mittels der Spannvorrichtung 100 dienen kann, wenn kein Druckstück-Einsatz 152' an dem Druckstück-Grundkörper 150 angeordnet ist.

    [0086] Die Einspannfläche 290 kann im Wesentlichen eben ausgebildet sein und bei der Verwendung der Spannvorrichtung 100 zum Einspannen eines Werkstücks 102 an dem Werkstück 102 anliegen.

    [0087] Der Druckstück-Einsatz 152' weist vorzugsweise eine Ausnehmung 316 auf, in welche der Vorsprung 312 des Druckstück-Grundkörpers 150 eingreift, wenn der Druckstück-Einsatz 152' an dem Druckstück-Grundkörper 150 angeordnet ist.

    [0088] Die Ausnehmung 316 ist vorzugsweise komplementär zu dem Vorsprung 312 ausgebildet, so dass der Druckstück-Einsatz 152' gegen eine Verschiebung relativ zu dem Druckstück-Grundkörper 150 in parallel zu der Unterseite 314 des Vorsprungs 312 ausgerichteten Richtungen gesichert ist, wenn der Druckstück-Einsatz 152' an dem Druckstück-Grundkörper 150 angeordnet ist.

    [0089] Das Magnetelement 310, welches eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Druckstück-Einsatz 152' und dem Druckstück-Grundkörper 150 herstellt, ist bei der zeichnerisch dargestellten Ausführungsform an dem Druckstück-Einsatz 152' angeordnet.

    [0090] Grundsätzlich könnte aber auch vorgesehen sein, dass das Magnetelement 310 an dem Druckstück-Grundkörper 150 angeordnet ist; in diesem Fall ist es nicht erforderlich, auch die Druckstück-Einsätze 152' mit einem Magnetelement 310 zu versehen.

    [0091] Der erste Druckstück-Einsatz 152b' ist an der im montierten Zustand des Druckstück-Einsatzes 152b' den Druckstück-Grundkörper 150 abgewandten Einspannfläche 290 mit einer oder mehreren Nuten 292 versehen, durch welche die Einspannfläche 290 profiliert ist, so dass der Druckstück-Einsatz 152b' sich mit seiner Einspannfläche 290 in das einzuspannende Werkstück 102 eingraben kann, um die Haftung zwischen dem Druckstück 146 und dem einzuspannenden Werkstück 102 zu erhöhen.

    [0092] Dabei können die Nuten 292, wie zeichnerisch dargestellt, parallel zu der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 (und damit parallel zu der Druckstück-Schwenkachse 148) verlaufen oder parallel zur Längsrichtung 114 der Spannvorrichtung 100 verlaufen oder in jeder anderen Richtung verlaufen.

    [0093] Bei dem zweiten Druckstück-Einsatz 152c' ist an der im montierten Zustand des Druckstück-Einsatzes 152c' dem Druckstück-Grundkörper 150 abgewandten Einspannfläche 290 eine Ausnehmung 294 vorgesehen, welche sich in der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 erstreckt und senkrecht hierzu vorzugsweise einen trapezförmigen oder dreieckigen Querschnitt aufweist.

    [0094] Bei dem dritten Druckstück-Einsatz 152d' ist die im montierten Zustand des Druckstück-Einsatzes 152d' dem Druckstück-Grundkörper 150 abgewandte Einspannfläche 290 mit einer Ausnehmung 294' versehen, welche sich parallel zu der Längsrichtung 114 der Spannvorrichtung 100 erstreckt und senkrecht zu dieser Richtung vorzugsweise einen trapezförmigen oder dreieckigen Querschnitt aufweist.

    [0095] Durch die Ausnehmung 294 beziehungsweise 294' des zweiten Druckstück-Einsatzes 152c' beziehungsweise des vierten Druckstück-Einsatzes 152d' kann eine besonders gute Kraftübertragung vom Druckstück 146 auf ein Werkstück 102 erzielt werden, welches einen zumindest abschnittsweise komplementär zu der jeweiligen Ausnehmung 294 beziehungsweise 294' ausgebildeten Werkstück-Abschnitt aufweist.

    [0096] Im Übrigen stimmt die in den Fig. 56 bis 60 dargestellte Variante der ersten Ausführungsform einer Spannvorrichtung hinsichtlich Aufbau, Herstellungsweise und Funktion mit der in den Fig. 1 bis 22 dargestellten Grundausführung der ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende und nachfolgende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

    [0097] Wie am besten aus der Seitenansicht der Spannvorrichtung 100 in Fig. 2 zu ersehen ist, umfasst die Spannvorrichtung 100 eine Arbeitsstellungsskala 154, welche an dem Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 angeordnet ist, und eine mit der Arbeitsstellungsskala 154 zusammenwirkende Indexmarkierung 156, welche an dem Spannarm 136 angeordnet ist.

    [0098] Die Indexmarkierung 156 erstreckt sich vorzugsweise in einer radial zu der Schwenkachse 134 des Spannarms 136 gerichteten Richtung.

    [0099] Die Indexmarkierung 156 kann beispielsweise als eine Vertiefung oder als eine Erhebung an dem Spannarm 136 ausgebildet sein.

    [0100] Alternativ hierzu kann vorgesehen, dass die Indexmarkierung 156 sich durch ihre Farbe und/oder ihre Helligkeit von dem dieselbe umgebenden Bereich des Spannarms 136 abhebt.

    [0101] Die Arbeitsstellungsskala 154 umfasst vorzugsweise mehrere Arbeitsstellungsmarkierungen 158, welche verschiedenen Arbeitsstellungen des Spannarms 136 relativ zu dem Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 zugeordnet sind, wobei der Spannarm 136 in diesen verschiedenen Arbeitsstellungen um verschiedene Winkel relativ zu dem Gehäuse 108 um die Schwenkachse 134 verdreht ist.

    [0102] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform umfasst die Arbeitsstellungsskala 154 beispielsweise fünf solcher Arbeitsstellungsmarkierungen 158; alternativ hierzu kann aber auch vorgesehen sein, dass die Arbeitsstellungsskala 154 nur eine, zwei, drei, vier oder mehr als fünf Arbeitsstellungsmarkierungen 158 umfasst.

    [0103] Die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 erstrecken sich vorzugsweise in einer radial zu der Schwenkachse 134 gerichteten Richtung.

    [0104] Die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 können insbesondere als Erhebungen oder Ausnehmungen an dem Gehäuse 108 ausgebildet sein.

    [0105] Alternativ oder ergänzend hierzu ist es möglich, dass die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 sich durch ihre Farbe und/oder durch ihre Helligkeit von dem an die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 angrenzenden Bereich des Gehäuses 108 abheben.

    [0106] Bei der in den Fig. 1 bis 22 dargestellten Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 sind zwei Arbeitsstellungsskalen 154 vorgesehen, wobei eine der Arbeitsstellungsskalen 154 an dem ersten Gehäuseteil 110a und eine zweite Arbeitsstellungsskala 154 an dem zweiten Gehäuseteil 110b angeordnet ist. Entsprechend sind auch an dem Spannarm 136 zwei Indexmarkierungen 156 vorgesehen, wobei eine erste Indexmarkierung 156a an der der ersten Arbeitsstellungsskala 154a zugewandten Seite des Spannarms 136 angeordnet ist und die zweite Indexmarkierung auf der der zweiten Arbeitsstellungsskala 154 zugewandten Seite des Spannarms 136 angeordnet ist.

    [0107] Dadurch, dass auf jeder Seite des Spannarms 136 jeweils eine mit einer Indexmarkierung 156 des Spannarms 136 zusammenwirkende Arbeitsstellungsskala 154 vorhanden ist, kann die jeweilige Arbeitsstellung des Spannarms 136 von beiden Seiten der Spannvorrichtung 100 aus leicht und zuverlässig abgelesen werden.

    [0108] Vorzugsweise ist eine der Arbeitsstellungsmarkierungen 158 der Arbeitsstellungsskala 154 eine obere Endstellungsmarkierung 160a, welche der Arbeitsstellung des Spannarms 136 zugeordnet ist, in der die Höhe Ho der Druckstück-Schwenkachse 148 in Bezug auf die Auflagefläche 106 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 maximal ist.

    [0109] In Fig. 7 befindet sich der Spannarm 136 in dieser oberen Endstellung.

    [0110] Ferner ist vorzugsweise eine der Arbeitsstellungsmarkierungen 158 der Arbeitsstellungsskala 154 eine untere Endstellungsmarkierung 160b, welche der Arbeitsstellung des Spannarms 136 zugeordnet ist, in der die Höhe Hu der Druckstück-Schwenkachse 148 in Bezug auf die Auflagefläche 106 des Gehäuses 108 minimal ist.

    [0111] In Fig. 16 befindet sich der Spannarm 136 in dieser unteren Endstellung.

    [0112] Die zwischen der oberen Endstellungsmarkierung 160a und der unteren Endstellungsmarkierung 160b liegenden Zwischenstellungsmarkierungen 162a, 162b und 162c der Arbeitsstellungsskala 154 sind vorzugsweise so an dem

    [0113] Gehäuse 108 angeordnet, dass die Höhen H1, H2, H3 und Hu der Druckstück-Schwenkachse 148 in Bezug auf die Auflagefläche 106 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in den verschiedenen Zwischenstellungen des Spannarms 136, denen die Zwischenstellungsmarkierungen 162a, 162b und 162c zugeordnet sind, beziehungsweise in der unteren Endstellung des Spannarms 136, welcher die untere Endstellungsmarkierung 160b zugeordnet ist, jeweils einnimmt, eine im Wesentlichen äquidistante Folge bilden.

    [0114] Die Zwischenstellungsmarkierungen 162a, 162b und 162c sind also vorzugsweise so relativ zu der oberen Endstellungsmarkierung 160a und der unteren Endstellungsmarkierung 160b angeordnet, dass die Höhe H1, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in der der ersten Zwischenstellungsmarkierung 162a zugeordneten ersten Zwischenstellung einnimmt, um ΔH geringer ist als die Höhe Ho, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in der oberen Endstellung des Spannarms 136 einnimmt.

    [0115] Ferner ist die Höhe H2, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in der der zweiten Zwischenstellungsmarkierung 162b zugeordneten zweiten Zwischenstellung einnimmt, um ΔH kleiner als die Höhe H1.

    [0116] Die Höhe H3, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in der der dritten Zwischenstellungsmarkierung 162c zugeordneten dritten Zwischenstellung einnimmt, ist um ΔH kleiner als die Höhe H2.

    [0117] Die Höhe Hu, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in der unteren Endstellung einnimmt, ist um ΔH kleiner als die Höhe H3.

    [0118] Dabei gilt im dargestellten Ausführungsbeispiel, bei welchem drei Zwischenstellungsmarkierungen 162a, 162b und 162c vorgesehen sind,



    [0119] Wenn die Arbeitsstellungsskala 154 n Zwischenstellungsmarkierungen 162 umfasst, so gilt allgemein: ΔH = (Ho - Hu) / (n + 1).

    [0120] Der Drehwinkel bezüglich der Schwenkachse 134 des Spannarms 136, um welchen sich die Positionen unmittelbar aufeinanderfolgender Arbeitsstellungsmarkierungen 158 der Arbeitsstellungsskala 154 voneinander unterscheiden, ist also nicht konstant, sondern nimmt von der oberen Endstellungsmarkierung 160a bis zu der unteren Endstellungsmarkierung 160b hin ab.

    [0121] Bei der in den Fig. 1 bis 22 dargestellten ersten Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 ist die Arbeitsstellungsskala 154 an jeweils einer Außenkante 164 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung angeordnet, und die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 sind jeweils als Ausnehmungen, insbesondere als Einkerbungen, an der betreffenden Außenkante 164 ausgebildet.

    [0122] Eine alternative Ausbildung einer Arbeitsstellungsskala 154 wird nachstehend im Zusammenhang mit der in den Fig. 23 bis 35 dargestellten zweiten Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 beschrieben werden.

    [0123] Um den Spannarm 136 um die Schwenkachse 134 in die gewünschte Arbeitsstellung schwenken zu können, welche nicht mit der oberen Endstellung oder der unteren Endstellung oder einer der vorstehend beschriebenen Zwischenstellungen, die jeweils einer Arbeitsstellungsmarkierung 158 zugeordnet sind, übereinstimmen muss, sondern zwischen diesen Stellungen liegen kann, umfasst die Spannvorrichtung 100 eine als Ganzes mit 166 bezeichnete Bewegungsvorrichtung, welche eine Spannschraube 168 umfasst, die um eine Längsachse 170 der Spannschraube 168 drehbar gelagert ist (siehe Fig. 7).

    [0124] Die Spannschraube 168 weist ein Gewinde 172 auf, welches in dem in Fig. 7 dargestellten Arbeitszustand und in dem in Fig. 16 dargestellten Arbeitszustand der Spannvorrichtung 100 in Eingriff mit einem Zahnkranzsegment 174 steht, welches an einem Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 ausgebildet ist.

    [0125] Der Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 ist auf der dem freien Endbereich 144 des Spannarms 136 abgewandten Seite der Schwenkachse 134 des Spannarms 136 angeordnet.

    [0126] Die Spannschraube 168 umfasst ferner ein Lagerendteil 178, mittels welchem die Spannschraube 168 relativ zu dem Gehäuse 108 schwenkbar gelagert ist.

    [0127] Das Lagerendteil 178 ist mittels einer Befestigungsschraube 182 lösbar an einem Endbereich 184 eines Schaftes 186 der Spannschraube 168 lösbar festgelegt.

    [0128] An dem Schaft 186 der Spannschraube 168 ist das Gewinde 172 der Spannschraube 168 ausgebildet.

    [0129] Zwischen dem Gewinde 172 und dem Lagerendteil 178 ist ein ringförmiger Anschlag 187 angeordnet, welcher verhindert, dass die Spannschraube 168 sich längs ihrer Längsachse 170 nach unten bewegt, wenn sie nicht in Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 steht.

    [0130] Das Lagerendteil 178 umfasst einen Lagerabschnitt 180, welcher eine abschnittsweise sphärisch ausgebildete Außenkontur aufweist.

    [0131] Der abschnittsweise sphärisch ausgebildete Lagerabschnitt 180 der Spannschraube 168 ist in einer hierzu abschnittsweise komplementär ausgebildeten Lageraufnahme 188 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 angeordnet, so dass die Spannschraube 168 längs der abschnittsweise sphärisch ausgebildeten Kontaktfläche zwischen dem Lagerabschnitt 180 des Lagerendteils 178 einerseits und der Lageraufnahme 188 andererseits von der in Fig. 7 dargestellten Arbeitsstellung in die in Fig. 15 dargestellte Freigabestellung verschwenkbar ist.

    [0132] In der Arbeitsstellung ist die Längsachse 170 der Spannschraube 168 vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zu der Auflagefläche 106 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 ausgerichtet.

    [0133] An dem dem Lagerendteil 178 abgewandten Ende der Spannschraube 168 ist ein Betätigungsendteil 190 ausgebildet, an welchem eine Bedienungsperson mit der Hand oder mittels eines Werkzeugs angreifen kann, um die Spannschraube 168 um deren Längsachse 170 zu drehen und dadurch den Spannarm 136 in die gewünschte Arbeitsstellung zu bewegen.

    [0134] Der Betätigungsendteil 190 kann insbesondere als ein Spannschraubenkopf ausgebildet sein.

    [0135] Der Betätigungsendteil 190 weist vorzugsweise einen - senkrecht zur Längsachse 170 der Spannschraube 168 genommenen - polygonalen Querschnitt auf, beispielsweise einen sechseckigen Querschnitt.

    [0136] Ein zwischen dem Betätigungsendteil 190 und dem Gewinde 172 der Spannschraube 168 liegender Führungsabschnitt 192 der Spannschraube 168 durchsetzt eine Führungsöffnung 194 in einem Führungselement 196 der Spannvorrichtung 100.

    [0137] Das Führungselement 196 ist so an dem Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 verschieblich geführt, dass es von einer in den Fig. 7 und 15 dargestellten Eingriffstellung, in welcher die Spannschraube 168 in Eingriff mit dem Spannarm 136 steht, in eine in Fig. 15 dargestellte Freigabestellung, in welcher die Spannschraube 168 außer Eingriff mit dem Spannarm 136 ist, und von der Freigabestellung zurück in die Eingriffstellung verschiebbar ist.

    [0138] Die Spannvorrichtung 100 umfasst ferner eine Vorspanneinrichtung 198, welche das Führungselement 196 in die in den Fig. 7 und 16 dargestellte Eingriffstellung vorspannt.

    [0139] Die Vorspanneinrichtung 198 kann insbesondere eine Vorspannfeder 200 umfassen, welche an einem gehäuseseitigen Endbereich 202 an dem Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 und an einem führungselementseitigen Endbereich 204 an dem Führungselement 196 festgelegt ist.

    [0140] Das Führungselement 196 und die Vorspanneinrichtung 198 bilden Bestandteile einer Entkopplungsvorrichtung 206 der Spannvorrichtung 100, mittels welcher das Gewinde 172 der Spannschraube 168 außer Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 bringbar ist.

    [0141] Diese Entkopplungsvorrichtung 206 umfasst ferner eine Rastvorrichtung 208, mittels welcher das Führungselement 196 in der Eingriffstellung und in der Freigabestellung relativ zu dem Gehäuse 108 verrastbar ist.

    [0142] Wie am besten aus Fig. 8 zu ersehen ist, umfasst die Rastvorrichtung 208 zwei Verrastungsteile 210, welche zwischen einer in den Fig. 8 und 14 dargestellten Raststellung, in welcher die Verrastungsteile 210 das Führungselement 196 in der Eingriffstellung beziehungsweise in der Freigabestellung arretieren und einer in den Fig. 9 und 10 dargestellten Entrastungsstellung, in welcher die Verrastungsteile 210 eine Bewegung des Führungselement 196 von der Eingriffstellung in die Freigabestellung beziehungsweise von der Freigabestellung in die Eingriffstellung freigeben, beweglich sind.

    [0143] Die Bewegung der Verrastungsteile 210 von der Raststellung in die Entrastungsstellung beziehungsweise von der Entrastungsstellung in die Raststellung erfolgt dabei vorzugsweise längs der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100.

    [0144] Beide Verrastungsteile 210 sind vorzugsweise in einem Führungskanal 212 des Führungselements 196 verschiebbar geführt, wobei der Führungskanal 212 sich vorzugsweise in der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 durch das Führungselement 196 hindurch erstreckt.

    [0145] Die Rastvorrichtung 208 umfasst ferner ein Federelement 214, welches die beiden Verrastungsteile 210 in die Raststellung vorspannt.

    [0146] Das Federelement 214 kann beispielsweise als eine Schraubenfeder ausgebildet sein.

    [0147] Die einander abgewandten Endbereiche des Federelements 214 können in jeweils einer Federelementaufnahme 216 eines der Verrastungsteile 210 aufgenommen sein.

    [0148] Die beiden Verrastungsteile 210 stehen in einander entgegensetzte Richtungen 218a beziehungsweise 218b, welche beide parallel zur Querrichtung 116 ausgerichtet sind, aus dem Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 vor.

    [0149] Jedes der Verrastungsteile 210 ist an seinem dem jeweils anderen Verrastungsteil 210 abgewandten Ende mit einem Betätigungselement 220 versehen, an welchem eine Bedienungsperson angreifen kann, um das jeweilige Verrastungsteil 210 in die Entrastungsstellung zu bewegen.

    [0150] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Bedienungsperson gleichzeitig an den Betätigungselementen 220 beider Verrastungsteile 210 angreift, um die Verrastungsteile 210 gegen die elastische Rückstellkraft des Federelements 214 aufeinander zu in die Entrastungsstellung zu bewegen.

    [0151] Jedes der Betätigungselemente 220 kann als ein Betätigungsknopf ausgebildet sein.

    [0152] Um mit der vorstehend beschriebenen Entkopplungsvorrichtung 206 eine Schnellverstellung des Spannarms 136 über einen großen Schwenkwinkel um die Schwenkachse 134 von 60° oder mehr hinweg auszuführen, wird wie folgt vorgegangen:
    Ausgehend von der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Arbeitsstellung der Spannvorrichtung 100, in welcher der Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 in Eingriff mit dem Gewinde 172 der Spannschraube 168 steht und der Spannarm 136 sich beispielsweise in seiner oberen Endstellung befindet, das Führungselement 196 sich in der Eingriffstellung befindet und die Verrastungsteile 210 der Rastvorrichtung 208 sich in der Raststellung befinden, werden die Verrastungsteile 210 der Rastvorrichtung 208 in die in Fig. 9 dargestellte Entrastungsstellung überführt, indem eine Bedienungsperson an den Betätigungselementen 220 der Verrastungsteile 210 angreift und dieselben längs der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 aufeinander zu bewegt.

    [0153] In der in Fig. 9 dargestellten Entrastungsstellung geben die Verrastungsteile 210 eine Bewegung des Führungselements 196 aus der in Fig. 9 dargestellten Eingriffstellung in die in Fig. 10 dargestellte Freigabestellung frei.

    [0154] Die Bewegung des Führungselements 196 von der in Fig. 9 dargestellten Eingriffstellung in die in Fig. 10 dargestellte Freigabestellung erfolgt dadurch, dass die an den Betätigungselementen 220 angreifende Bedienungsperson die Verrastungsteile 210 in der Längsrichtung 114 der Spannvorrichtung 100 von der Vorderseite des Gehäuses 108, an welcher der Spannarm 136 aus dem Gehäuse 108 austritt, nach hinten, zu der Rückseite des Gehäuses 108 hin, verschiebt.

    [0155] Dieser Zustand, in welchem das Führungselement 196 sich in der Freigabestellung befindet und die Verrastungsteile 210 sich in der Entrastungsstellung befinden, ist außer in Fig. 10 auch in den Fig. 11 und 12 dargestellt.

    [0156] Dadurch, dass die Bedienungsperson nicht mehr auf die Betätigungselemente 220 der Verrastungsteile 210 einwirkt, werden die Verrastungsteile 210 von dem Federelement 214 in den Richtungen 218a, 218b auseinander bewegt, so dass sie ihre in den Fig. 13 und 14 dargestellte Raststellung einnehmen, in welcher die Verrastungsteile 210 das Führungselement 196 in der Freigabestellung arretieren.

    [0157] Wie aus Fig. 15 zu ersehen ist, ist in diesem Zustand der Spannvorrichtung 100 der Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 außer Eingriff mit dem Gewinde 172 der Spannschraube 168, so dass der Spannarm 136 unabhängig von einer Drehung der Spannschraube 168 relativ zu dem Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 von einer ersten Arbeitsstellung, beispielsweise der oberen Endstellung des Spannarms 136, in eine beliebige zweite Arbeitsstellung, beispielsweise in die untere Endstellung des Spannarms 136, verschwenkbar ist.

    [0158] Durch diese Schnellverstellung des Spannarms 136 wird sehr viel Einstellzeit eingespart, welche sonst aufgewendet werden müsste, um den Spannarm 136 in der Arbeitsstellung durch Drehen der Spannschraube 168 um deren Längsachse 170 von der ersten Arbeitsstellung, beispielsweise der oberen Endstellung des Spannarms 136, in die zweite Arbeitsstellung, beispielsweise die untere Endstellung des Spannarms 136, zu bewegen.

    [0159] Wenn der Spannarm 136 in die gewünschte zweite Arbeitsstellung bewegt worden ist, beispielsweise in die untere Endstellung des Spannarms 136 (siehe Fig. 16), wird das Führungselement 196 aus der Freigabestellung wieder in die Eingriffstellung überführt, indem eine Bedienungsperson die Verrastungsteile 210 gegen die elastische Rückstellkraft des Federelements 214 aus der Raststellung, in welcher die Verrastungsteile 210 das Führungselement 196 in dessen Freigabestellung arretieren, in die Entrastungsstellung bewegt, in welcher die Verrastungsteile 210 eine Bewegung des Führungselements 196 von der Freigabestellung in die Eingriffstellung freigeben.

    [0160] Anschließend wird das aus der Arretierung in der Freigabestellung befreite Führungselement 196 von der Vorspanneinrichtung 198, insbesondere der Vorspannfeder 200, von der Freigabestellung in die Eingriffstellung bewegt, in welcher das Gewinde 172 der Spannschraube 168 wieder in Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 steht.

    [0161] Sobald das Führungselement 196 die Eingriffstellung erreicht hat, werden die Verrastungsteile 210 von dem Federelement 214 längs der Richtungen 218a beziehungsweise 218b aus der Entrastungsstellung in die Raststellung bewegt, so dass das Führungselement 196 in der Eingriffstellung arretiert und gegen ein Zurückbewegen in die Freigabestellung gesichert ist.

    [0162] Damit ist die in Fig. 16 dargestellte Arbeitsstellung der Spannvorrichtung 100 erreicht, in welcher der Spannarm 136 sich in der gewünschten zweiten Arbeitsstellung, beispielsweise in der unteren Endstellung des Spannarms 136, befindet.

    [0163] Wie am besten aus den Fig. 7 und 16 zu ersehen ist, umfasst die Spannvorrichtung 100 ein oberes Spanschutzelement 222 und ein unteres Spanschutzelement 224, wobei diese Spanschutzelemente 222, 224 jeweils einen Zwischenraum zwischen zwei einander gegenüberliegenden Innenwänden 226a, 226b des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 zumindest teilweise abdecken, so dass ein Innenraum 228 des Gehäuses 108, in welchem der Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 und das Gewinde 172 der Spannschraube 168 angeordnet sind, durch die Spanschutzelemente 222, 224 gegen ein Eindringen von Spänen und/oder anderen Verunreinigungen aus dem Außenraum 142 des Gehäuses 108 geschützt ist.

    [0164] Das obere Spanschutzelement 222 ist an einer Deckenwand 230 des Gehäuses 108 festgelegt und erstreckt sich sowohl in der in Fig. 7 dargestellten oberen Endstellung des Spannarms 136 als auch in der in Fig. 16 dargestellten unteren Endstellung des Spannarms 136 bis zu einer oberen Umfangsfläche 232 des Spannarms 136 oder zumindest bis in die Nähe dieser oberen Umfangsfläche 232.

    [0165] Ein dem Spannarm 136 zugewandter Randabschnitt 234 des oberen Spanschutzelements 222 liegt vorzugsweise an der oberen Umfangsfläche 232 des Spannarms 136 an oder ist von der oberen Umfangsfläche 232 des Spannarms 136 um weniger als 2 mm, insbesondere um weniger als 1 mm, beabstandet.

    [0166] Das untere Spanschutzelement 224 ist an einer Bodenwand 236 des Gehäuses 108 festgelegt und erstreckt sich bis zu einer unteren Umfangsfläche 238 des Spannarms 136 oder zumindest bis in die Nähe der unteren Umfangsfläche 238.

    [0167] Vorzugsweise liegt ein dem Spannarm 136 zugewandter Randabschnitt 240 des unteren Spanschutzelements 224 an der unteren Umfangsfläche 238 des Spannarms 136 an oder ist von der unteren Umfangsfläche 238 des Spannarms 136 um weniger als 2 mm, insbesondere um weniger als 1 mm, beabstandet.

    [0168] Jedes der Spanschutzelemente 222, 224 kann insbesondere im Wesentlichen plattenförmig und/oder im Wesentlichen blattförmig ausgebildet sein.

    [0169] Wie am besten aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, weist der freie Endbereich 144 des Spannarms 136 eine Längsmittelebene 242 auf, welche durch die Längsachse 170 der Spannschraube 168 hindurch verläuft, und zwar vorzugsweise unabhängig davon, ob die Spannschraube 168 sich in der Eingriffstellung oder in der Freigabestellung befindet und vorzugsweise unabhängig davon, in welcher Arbeitsstellung sich der Spannarm 136 befindet.

    [0170] Um zu erreichen, dass ein Betätigungswerkzeug 244 (siehe die Fig. 17 bis 22) sich aus dem Bereich oberhalb des Spannarms 136 seitlich an dem Spannarm 136 vorbei bis in den Bereich der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 erstrecken kann, ist der Spannarm 136 mit einer Abkröpfung 246 versehen, welche so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet ist, dass eine der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 zugewandte Seitenwand 250 des Spannarms 136 im abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 um die Strecke Δ längs der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 gegenüber derselben Seitenwand 250 im freien Endbereich 144 des Spannarms 136 versetzt ist, und zwar von einem seitlichen Rand 252 der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 weg zu einer diesem seitlichen Rand 252 der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandten Innenwand 226b des Gehäuses 108 hin.

    [0171] Dabei liegen die Seitenwand 150 des Spannarms 136 im freien Endbereich 144 des Spannarms 136 einerseits und der seitliche Rand 252 der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 andererseits nahezu in derselben, senkrecht zur Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 verlaufenden Ebene, und der durch die Abkröpfung 246 erzeugte Versatz Δ ist nahezu gleich groß wie die Breite der Befestigungsmittel-Aufnahme 124, das heißt deren Ausdehnung in der Querrichtung 116, so dass der abgekröpfte Bereich 248 des Spannarms 136 die Befestigungsmittel-Aufnahme 124 - in der Draufsicht von oben längs der Höhenrichtung 118 der Spannvorrichtung 100 gesehen - nur zu einem geringen Teil oder gar nicht überlappt.

    [0172] Es ist daher möglich, dass das Betätigungswerkzeug 244 sich seitlich an dem abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 vorbei bis zu einem in der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 aufgenommenen Befestigungsmittel 128 der Spannvorrichtung 100 erstreckt, wenn der Spannarm 136 sich in seiner oberen Endstellung befindet, wie dies in den Fig. 17 bis 19 dargestellt ist.

    [0173] Dabei kann das Betätigungswerkzeug 244 beispielsweise als ein Innensechskantschlüssel (Inbusschlüssel) 254 ausgebildet sein, welcher einen langen geradlinigen Werkzeugabschnitt 256, einen kurzen geradlinigen Werkzeugabschnitt 258 und einen den kurzen geradlinigen Werkzeugabschnitt 258 und den langen geradlinigen Werkzeugabschnitt 256 miteinander verbindenden gekrümmten Werkzeugabschnitt 260 umfasst.

    [0174] Wie aus den Fig. 17 bis 19 zu ersehen ist, kann sich der lange geradlinige Werkzeugabschnitt 256 seitlich an dem Spannarm 136 vorbei von dem abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 bis zu dem in der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 aufgenommenen Befestigungsmittel 128, insbesondere bis zu einer Befestigungsschraube 130 des Befestigungsmittels 128, erstrecken, wenn der Spannarm 136 sich in seiner oberen Endstellung befindet.

    [0175] Wie aus den Fig. 20 bis 22 zu ersehen ist, ist die Abkröpfung 246 des Spannarms 136 ferner so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet, dass das an dem in der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 angeordneten Befestigungsmittel 128 angreifende Betätigungswerkzeug 244 zum Betätigen des Befestigungsmittels 128 sich auch dann seitlich an dem abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 vorbei bis zu dem Befestigungsmittel 128 erstrecken kann, wenn der Spannarm 136 sich in seiner unteren Endstellung befindet.

    [0176] Auch in allen zwischen der oberen Endstellung und der unteren Endstellung des Spannarms 136 liegenden Arbeitsstellungen des Spannarms 136 kann das Betätigungswerkzeug 244 so an der Spannvorrichtung 100 angeordnet werden, dass es sich seitlich an dem abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 vorbei von oberhalb des Spannarms 136 bis zu dem Befestigungsmittels 128 erstreckt, um an dem Befestigungsmittel 128 anzugreifen und dasselbe zu betätigen, um die Spannvorrichtung 100 an dem Untergrund 126 zu befestigen.

    [0177] Wie aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, ist die Abkröpfung 246 an dem Spannarm 136 ferner so ausgebildet, dass eine der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandte Seitenwand 262 des Spannarms 136 im abgekröpften Bereich 248 gegenüber dem freien Endbereich 144 des Spannarms 136 längs der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 von dem seitlichen Rand 252 der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 weg zu einer dem seitlichen Rand 252 der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandten Innenwand 226b des Gehäuses 108 hin um die Strecke Δ' versetzt ist.

    [0178] Wenn der Versatz Δ' der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandten Seitenwand 262 des Spannarms 136 gleich groß ist wie der Versatz Δ der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 zugewandten Seitenwand 250 des Spannarms 136, so weist der Spannarm 136 in seinem freien Endbereich 144 und in dem abgekröpften Bereich 248 dieselbe Breite, das heißt dieselbe Ausdehnung längs der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100, auf.

    [0179] Wenn der Versatz Δ' der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandten Seitenwand 262 kleiner ist als der Versatz Δ der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 zugewandten Seitenwand 250, so weist der Spannarm 136 im abgekröpften Bereich 248 eine geringere Breite auf als im freien Endbereich 144.

    [0180] Wenn der Versatz Δ' der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandten Seitenwand 262 größer ist als der Versatz Δ der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 zugewandten Seitenwand 250 des Spannarms 136, so weist der Spannarm 136 im abgekröpften Bereich 248 eine größere Breite auf als im freien Endbereich 144.

    [0181] Der Winkel, welchen die Längsachse des langen geradlinigen Werkzeugabschnitts 256 des Betätigungswerkzeugs 244 mit der Höhenrichtung 118 der Spannvorrichtung 100 einschließt, wenn das Betätigungswerkzeug 244 sich von oberhalb des Spannarms 136 seitlich an dem abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 vorbei bis zu einem in der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 aufgenommenen Befestigungsmittel 128 erstreckt, beträgt vorzugsweise weniger als 10°, insbesondere weniger als 5°.

    [0182] Dies gilt, wenn der Spannarm 136 sich in seiner oberen Endstellung befindet, wenn der Spannarm 136 sich in seiner unteren Endstellung befindet und/oder wenn der Spannarm 136 sich in einer zwischen der oberen Endstellung und der unteren Endstellung liegenden Arbeitsstellung befindet.

    [0183] Um die Spannvorrichtung 100 mittels des Befestigungsmittels 128 an einem Untergrund 126, beispielsweise einem Maschinentisch, zu befestigen, welcher eine (nicht dargestellte) T-Nut aufweist, wird das T-Nutenstück 132 in die betreffende T-Nut eingeschoben, die Spannvorrichtung 100 so auf dem Untergrund 126 angeordnet, dass die Befestigungsmittel-Aufnahme 124 sich in der Höhenrichtung 118 der Spannvorrichtung 100 über dem T-Nutenstück 132 befindet, und die Befestigungsschraube 130 so in die Befestigungsmittel-Aufnahme 124 eingebracht, dass ihr Gewinde in Eingriff mit den Innengewinde des T-Nutenstücks 132 kommt.

    [0184] Anschließend wird das Betätigungswerkzeug 244 so in Eingriff mit dem Kopf der Befestigungsschraube 130 gebracht, dass der lange geradlinige Werkzeugabschnitt 256 sich von der Befestigungsschraube 130 seitlich an dem abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 vorbei bis in den Bereich oberhalb des Spannarms 136 erstreckt, wie dies in den Fig. 17 bis 22 dargestellt ist.

    [0185] Anschließend greift eine Bedienungsperson an dem kurzen geradlinigen Werkzeugabschnitt 258 des Betätigungswerkzeugs 244 an, um den langen geradlinigen Werkzeugabschnitt 256 um dessen Längsachse zu drehen und dadurch die in Eingriff mit dem Betätigungswerkzeug 244 stehende Befestigungsschraube 130 in das Innengewinde des T-Nutenstücks 132 einzudrehen, bis das T-Nutenstück 132 und das Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 gegen den Untergrund 126, beispielsweise einen Maschinentisch, verspannt sind, so dass die Spannvorrichtung 100 an dem Untergrund 126 lösbar festgelegt ist.

    [0186] Um eine Verdrehung des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 relativ zu dem Untergrund 126 während des Befestigungsvorgangs und/oder während des Betriebs der Spannvorrichtung 100 zum Einspannen eines Werkstücks zu verhindern, ist an der Unterseite des Gehäuses 108 eine Verdrehsicherung 264 vorgesehen, welche insbesondere als eine Ausnehmung mit einem nichtrotationssymmetrischen Querschnitt ausgebildet sein kann (siehe Fig. 4).

    [0187] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Verdrehsicherung 264 beispielhaft als eine im Wesentlichen quaderförmige Vertiefung in der Bodenwand 236 des Gehäuses 108 ausgebildet.

    [0188] Die Verdrehsicherung 264 kann beim Aufsetzen der Spannvorrichtung 100 auf den Untergrund 126 in Eingriff mit einem hierzu komplementär ausgebildeten Positionierelement gebracht werden, so dass durch den Eingriff zwischen dem an dem Untergrund 126 festgelegten Positionierelement und der Verdrehsicherung 264 am Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 eine Verdrehung des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 relativ zu dem Untergrund 126 verhindert wird.

    [0189] Eine in den Fig. 23 bis 35 dargestellte zweite Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 zum Einspannen eines Werkstücks 102 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 22 dargestellten ersten Ausführungsform dadurch, dass bei dieser zweiten Ausführungsform der Spannvorrichtung 100 keine Entkopplungsvorrichtung 206 vorgesehen ist, mittels welcher das Gewinde 172 der Spannschraube 168 außer Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 bringbar ist.

    [0190] Vielmehr ist bei dieser Ausführungsform, wie am besten aus der Schnittdarstellung von Fig. 25 zu ersehen ist, die Spannschraube 168 mittels eines stationären oberen Lagers 266 um ihre Längsachse 170 drehbar an der Deckenwand 230 des Gehäuses 108 gelagert und mittels eines stationären unteren Lagers 268 um ihre Längsachse 170 drehbar an der Bodenwand 236 des Gehäuses 108 gelagert.

    [0191] Die Längsachse 170 der Spannschraube 168 ist bei dieser Ausführungsform stets vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu der Höhenrichtung 118 der Spannvorrichtung 100 ausgerichtet.

    [0192] Das Gewinde 172 der Spannschraube 168 steht bei dieser Ausführungsform stets in Eingriff mit dem Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136.

    [0193] Der Spannarm 136 kann daher nur durch eine Drehung der Spannschraube 168 um deren Längsachse 170 von einer ersten Arbeitsstellung in eine zweite Arbeitsstellung bewegt werden, wobei die Drehung der Spannschraube 168 dadurch bewirkt wird, dass eine Bedienungsperson mittels eines geeigneten Betätigungswerkzeugs am Betätigungsendteil 190 der Spannschraube 168 angreift und diese dreht.

    [0194] Wie am besten aus Fig. 24 zu ersehen ist, umfasst bei dieser Ausführungsform der Spannarm 136 sowohl auf seiner linken Seite als auch auf seiner rechten Seite jeweils einen Lagerabschnitt 270, welcher an einer Seitenwand 272 des Gehäuses 108 um die Schwenkachse 134 des Spannarms 136 schwenkbar gelagert ist.

    [0195] Eine Außenseite 274 jeden Lagerabschnitts 270 ist von dem Außenraum 142 des Gehäuses 108 her sichtbar.

    [0196] An der Außenseite 274 des jeweiligen Lagerabschnitts 270 ist jeweils eine Indexmarkierung 156 angeordnet.

    [0197] Das Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 ist bei dieser Ausführungsform mit zwei Arbeitsstellungsskalen 154 versehen, die jeweils an einem Innenrand 276 des Gehäuses 108 vorgesehen sind, welcher einem Rand des jeweils zugeordneten Lagerabschnitts 270 des Spannarms 136 gegenüberliegt.

    [0198] Wie bei der ersten Ausführungsform umfasst jede Arbeitsstellungsskala 154 mehrere Arbeitsstellungsmarkierungen 158, insbesondere eine obere Endstellungsmarkierung 160a, eine untere Endstellungsmarkierung 160b und eine oder mehrere Zwischenstellungsmarkierungen 162a, 162b und/oder 162c.

    [0199] Die Indexmarkierung 156 erstreckt sich vorzugsweise in einer radial zu der Schwenkachse 134 des Spannarms 136 gerichteten Richtung.

    [0200] Die Indexmarkierung 156 kann beispielsweise als eine Vertiefung oder als eine Erhebung an dem Lagerabschnitt 270 des Spannarms 136 ausgebildet sein.

    [0201] Alternativ hierzu kann vorgesehen sein, dass die Indexmarkierung 156 sich durch ihre Farbe und/oder ihre Helligkeit von dem dieselbe umgebenden Bereich des Lagerabschnitts 270 des Spannarms 136 abhebt.

    [0202] Die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 erstrecken sich vorzugsweise in einer radial zu der Schwenkachse 134 des Spannarms 136 gerichteten Richtung.

    [0203] Die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 können insbesondere als Erhebungen oder Vertiefungen an dem Gehäuse 108 ausgebildet sein.

    [0204] Alternativ oder ergänzend hierzu ist es möglich, dass die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 sich durch ihre Farbe und/oder durch ihre Helligkeit von dem an die Arbeitsstellungsmarkierungen 158 angrenzenden Bereich des Gehäuses 108 abheben.

    [0205] Dadurch, dass auf jeder Seite des Gehäuses 108 jeweils eine mit einer Indexmarkierung 156 des Spannarms 136 zusammenwirkende Arbeitsstellungsskala 154 vorhanden ist, kann die jeweilige Arbeitsstellung des Spannarms 136 von beiden Seiten der Spannvorrichtung 100 aus leicht und zuverlässig abgelesen werden.

    [0206] Die zwischen der oberen Endstellungsmarkierung 160a und der unteren Endstellungsmarkierung 160b liegenden Zwischenstellungsmarkierungen 162a, 162b und 162c der Arbeitsstellungsskala 154 sind vorzugsweise so an dem Gehäuse 108 angeordnet, dass die Höhen H der Druckstück-Schwenkachse 148 in Bezug auf die Auflagefläche 106 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in den verschiedenen Zwischenstellungen des Spannarms 136, welchen die Zwischenstellungsmarkierungen 162a, 162b und 162c zugeordnet sind, und in der unteren Endstellung des Spannarms 136, welcher die untere Endstellungsmarkierung 160b zugeordnet ist, jeweils einnimmt, eine im Wesentlichen äquidistante Folge bilden.

    [0207] Was dies für den Zusammenhang zwischen den Höhen Ho und Hu, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in der oberen Endstellung beziehungsweise in der unteren Endstellung des Spannarms 136 einnimmt, und den Höhen H1, H2 und H3, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in den der ersten Zwischenstellungsmarkierung 162a, der zweiten Zwischenstellungsmarkierung 162b beziehungsweise der dritten Zwischenstellungsmarkierung 162c zugeordneten Zwischenstellungen jeweils einnimmt, bedeutet, ist vorstehend bereits im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform der Spannvorrichtung 100 erläutert worden.

    [0208] Wenn die Arbeitsstellungsskala 154 n Zwischenstellungsmarkierungen 162 umfasst, so gilt für die Höhendifferenz ΔH der Höhen, welche die Druckstück-Schwenkachse 148 in zwei aufeinanderfolgenden Zwischenstellungen jeweils einnimmt, allgemein: ΔH = (Ho - Hu) / (n + 1).

    [0209] Der Drehwinkel bezüglich der Schwenkachse 134 des Spannarms 136, um welchen sich die unmittelbar aufeinander folgenden Arbeitsstellungsmarkierungen 158 der Arbeitsstellungsskala 154 zugeordneten Positionen des Spannarms 136 voneinander unterscheiden, ist nicht konstant, sondern nimmt von der oberen Endstellungsmarkierung 160a bis zu der unteren Endstellungsmarkierung 160b hin ab.

    [0210] Die in den Fig. 23 bis 35 dargestellte zweite Ausführungsform der Spannvorrichtung 100 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 22 dargestellten Ausführungsform ferner durch die Ausgestaltung der Spanschutzelemente 222 und 224, welche den Zwischenraum zwischen den zwei einander gegenüberliegenden Innenwänden 226a, 226b des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 zumindest teilweise abdecken, so dass der Innenraum 228 des Gehäuses 108, in welchem der Eingriffsabschnitt 176 des Spannarms 136 und das Gewinde 172 der Spannschraube 168 angeordnet sind, durch die Spanschutzelemente 222, 224 gegen ein Eindringen von Spänen und/oder anderen Verunreinigungen aus dem Außenraum 142 des Gehäuses 108 geschützt ist.

    [0211] Insbesondere kann das obere Spanschutzelement 222 einen an der Deckenwand 230 des Gehäuses 108 angeordneten Vorsprung 280 umfassen, welcher mit einer Abdeckung 282 versehen ist.

    [0212] Die Abdeckung 282 kann beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere einem Elastomermaterial, gebildet sein.

    [0213] Die Abdeckung 282 kann von dem Vorsprung 280 lösbar oder unlösbar, insbesondere stoffschlüssig, mit dem Vorsprung 280 verbunden sein.

    [0214] Das untere Spanschutzelement 224 ist bei dieser Ausführungsform beispielsweise gewinkelt ausgebildet und umfasst einen gehäuseseitigen Abschnitt 284 und einen spannarmseitigen Abschnitt 286, wobei der gehäuseseitige Abschnitt 284 und der spannarmseitige Abschnitt 286 vorzugsweise miteinander einen stumpfen Winkel α einschließen.

    [0215] Der spannarmseitige Abschnitt 286 und/oder der gehäuseseitige Abschnitt 284 des unteren Spanschutzelements 224 ist vorzugsweise im Wesentlichen plattenförmig und/oder im Wesentlichen blattförmig ausgebildet.

    [0216] Der gehäuseseitige Abschnitt 284 des unteren Spanschutzelements 224 kann beispielsweise mittels einer Befestigungsschraube 288 lösbar an der Bodenwand 236 des Gehäuses 108 der Spannvorrichtung 100 festgelegt sein.

    [0217] Die im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform und der zweiten Ausführungsform der Spannvorrichtung 100 offenbarten oberen und unteren Spanschutzelemente 222 beziehungsweise 224 können beliebig untereinander vertauscht und/oder miteinander kombiniert werden.

    [0218] Insbesondere kann jede Ausgestaltung eines oberen Spanschutzelements 222 auch als Ausgestaltung eines unteren Spanschutzelements 224 verwendet werden, jede Ausgestaltung eines Spanschutzelements 222 oder 224, die im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform beschrieben worden ist, kann auch als Ausgestaltung eines Spanschutzelements 222 oder 224 der zweiten Ausführungsform verwendet werden, und jede Ausgestaltung eines Spanschutzelements 222 oder 224 der zweiten Ausführungsform kann als Ausgestaltung eines der Spanschutzelemente 222 oder 224 der ersten Ausführungsform verwendet werden.

    [0219] Wie bei der ersten Ausführungsform umfasst auch bei der zweiten Ausführungsform der Spannvorrichtung 100 das Druckstück 146, welches an einem der Schwenkachse 134 des Spannarms 136 abgewandten freien Endbereich 144 des Spannarms 136 angeordnet ist, vorzugsweise einen Druckstück-Grundkörper 150, welcher mit dem Spannarm 136 verbunden ist, und einen lösbar mit dem Druckstück-Grundkörper 150 verbundenen Druckstück-Einsatz 152.

    [0220] Der Druckstück-Einsatz 152 ist vorzugsweise durch Formschluss mit dem Druckstück-Grundkörper 150 verbunden.

    [0221] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Druckstück-Einsatz 152 mittels einer Feder-Nut-Verbindung lösbar an dem Druckstück-Grundkörper 150 festgelegt ist.

    [0222] In den Fig. 23 bis 25 sind beispielhaft vier verschiedene Druckstück-Einsätze 152a, 152b, 152c und 152d dargestellt, welche wahlweise an dem Druckstück-Grundkörper 150 angeordnet und gegeneinander ausgetauscht werden können.

    [0223] Der erste Druckstück-Einsatz 152a weist eine im Wesentlichen ebene Einspannfläche 290 auf, welche im an dem Druckstück-Grundkörper 150 montierten Zustand des Druckstück-Einsatzes 152a dem Druckstück-Grundkörper 150 abgewandt ist und bei der Verwendung der Spannvorrichtung 100 zum Einspannen eines Werkstücks 102 an dem Werkstück 102 anliegt.

    [0224] Der zweite Druckstück-Einsatz 152b ist an der im montierten Zustand des Druckstück-Einsatzes 152b dem Druckstück-Grundkörper 150 abgewandten Einspannfläche 290 mit einer oder mehreren Nuten 292 versehen, durch welche die Einspannfläche 290 profiliert ist, so dass der Druckstück-Einsatz 152b sich mit seiner Einspannfläche 290 in das einzuspannende Werkstück 102 eingraben kann, um die Haftung zwischen dem Druckstück 146 und dem einzuspannenden Werkstück 102 zu erhöhen.

    [0225] Dabei können die Nuten 292, wie zeichnerisch dargestellt, parallel zu der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 verlaufen oder parallel zur Längsrichtung 114 der Spannvorrichtung 100 verlaufen oder in jeder anderen Richtung verlaufen.

    [0226] Bei dem dritten Druckstück-Einsatz 152c ist an der im montierten Zustand des Druckstück-Einsatzes 152c dem Druckstück-Grundkörper 150 abgewandten Einspannfläche 290 eine Ausnehmung 294 vorgesehen, welche sich in der Querrichtung 116 der Spannvorrichtung 100 erstreckt und senkrecht hierzu vorzugsweise einen trapezförmigen oder dreieckigen Querschnitt aufweist.

    [0227] Bei dem vierten Druckstück-Einsatz 152d ist die im montierten Zustand des Druckstück-Einsatzes 152d dem Druckstück-Grundkörper 150 abgewandte Einspannfläche 290 mit einer Ausnehmung 294' versehen, welche sich parallel zu der Längsrichtung 114 der Spannvorrichtung 100 erstreckt und senkrecht zu dieser Richtung vorzugsweise einen trapezförmigen oder dreieckigen Querschnitt aufweist.

    [0228] Durch die Ausnehmung 294 beziehungsweise 294' des dritten Druckstück-Einsatzes 152c beziehungsweise des vierten Druckstück-Einsatzes 152d kann eine besonders gute Kraftübertragung vom Druckstück 146 auf ein Werkstück 102 erzielt werden, welches einen zumindest abschnittsweise komplementär zu der jeweiligen Ausnehmung 294 beziehungsweise 294' ausgebildeten Werkstück-Abschnitt aufweist.

    [0229] Alternativ zu dem vorstehend beschriebenen Aufbau des Druckstücks 146 kann das Druckstück 146 ebenso wie bei der vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsform auch so ausgebildet sein, wie dies in den Fig. 56 bis 60 dargestellt und vorstehend im Zusammenhang mit der Beschreibung der ersten Ausführungsform der Spannvorrichtung 100 erläutert worden ist.

    [0230] Im Übrigen stimmt die in den Fig. 23 bis 35 dargestellte zweite Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau, Herstellungsweise und Funktion mit der in den Fig. 1 bis 22 dargestellten ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

    [0231] Eine in den Fig. 36 bis 45 dargestellte dritte Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 zum Einspannen eines Werkstücks 102 unterscheidet sich von der in den Fig. 23 bis 35 dargestellten zweiten Ausführungsform dadurch, dass der Spannarm 136 keine Abkröpfung 246 aufweist, welche so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet ist, dass ein an dem Befestigungsmittel 128 angreifendes Betätigungswerkzeug 244 zum Betätigen des Befestigungsmittels 128 sich in mindestens einer Arbeitsstellung des Spannarms 136 relativ zu dem Gehäuse 108 seitlich an einem abgekröpften Bereich 248 des Spannarms 136 vorbei bis zu dem Befestigungsmittel erstrecken kann.

    [0232] Stattdessen ist bei dieser dritten Ausführungsform der Spannvorrichtung 100 vorgesehen, dass der Spannarm 136 eine Ausnehmung 296 aufweist, welche so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet ist, dass ein an dem Befestigungsmittel 128 angreifendes Betätigungswerkzeug zum Betätigen des Befestigungsmittel 128 sich in mindestens einer Arbeitsstellung des Spannarms relativ zu dem Gehäuse 108 durch die Ausnehmung 296 hindurch bis zu dem in der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 aufgenommenen Befestigungsmittel 128 erstrecken kann.

    [0233] Wie am besten aus den Fig. 36 und 38 zu ersehen ist, ist die Ausnehmung 296 zwischen der Schwenkachse 134 des Spannarms 136 einerseits und dem freien Endbereich 144 des Spannarms 136, an welchem das Druckstück 146 angeordnet ist, andererseits angeordnet.

    [0234] Die Ausnehmung 296 ist als eine Durchtrittsöffnung 298 ausgebildet, welche sich von einer Oberseite 300 des Spannarms 136, welche der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandt ist, durch den Spannarm 136 hindurch bis zu einer Unterseite 302 des Spannarms 136, welche der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 zugewandt ist, durch den Spannarm 136 hindurch erstreckt.

    [0235] Die Ausnehmung 296 ist bei der dritten Ausführungsform als ein Langloch ausgebildet, welches sich längs der Längsrichtung des Spannarms 136 und parallel zu der Längsmittelebene 242 des freien Endbereichs 144 des Spannarms 136 erstreckt.

    [0236] Die Ausnehmung 296 ist so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet, dass das Betätigungswerkzeug 244 sich sowohl in der in den Fig. 40 bis 42 dargestellten oberen Endstellung des Spannarms 136 als auch in der in den Fig. 43 bis 45 dargestellten unteren Endstellung des Spannarms 136 durch die Ausnehmung 296 hindurch bis zu dem Befestigungsmittel 128 erstrecken kann.

    [0237] Der Spannarm 136 ist in der unteren Endstellung um einen Winkel von mindestens 30°, insbesondere von mindestens 45°, besonders bevorzugt von mindestens 60°, gegenüber der oberen Endstellung relativ zu dem Gehäuse 108 der Spannvorrichtung 100 um die Schwenkachse 134 verschwenkt.

    [0238] Ferner ist die Ausnehmung 296 so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet, dass das Betätigungswerkzeug 244 sich auch in jeder zwischen der oberen Endstellung und der unteren Endstellung liegenden Arbeitsstellung des Spannarms relativ zu dem Gehäuse 108 durch die Ausnehmung 296 hindurch bis zu dem Befestigungsmittel 128 erstrecken kann.

    [0239] Der Spannarm 136 ist bei dieser Ausführungsform vorzugsweise im Wesentlichen spiegelsymmetrisch in Bezug auf die Längsmittelebene 242 des freien Endbereichs 144 des Spannarms 136 ausgebildet.

    [0240] Im Übrigen stimmt die in den Fig. 36 bis 45 dargestellte dritte Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau, Herstellungsweise und Funktion mit der in den Fig. 23 bis 25 dargestellten zweiten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

    [0241] Eine in den Fig. 46 bis 55 dargestellte vierte Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 zum Einspannen eines Werkstücks 102 unterscheidet sich von der in den Fig. 36 bis 45 dargestellten dritten Ausführungsform dadurch, dass der Spannarm 136 nicht mit einer einzigen Ausnehmung 296 versehen ist, um den Durchtritt des Betätigungswerkzeugs 244 durch den Spannarm 136 in jeder Arbeitsstellung des Spannarms 136 zu ermöglichen, sondern der Spannarm 136 eine erste Ausnehmung 296a und eine zweite Ausnehmung 296b aufweist, wobei die erste Ausnehmung 296a so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet ist, dass das Betätigungswerkzeug 244 sich in der in den Fig. 50 bis 52 dargestellten oberen Endstellung des Spannarms 136 durch die erste Ausnehmung 296a hindurch bis zu dem Befestigungsmittel 128 erstrecken kann, und die zweite Ausnehmung 296b so an dem Spannarm 136 ausgebildet und angeordnet ist, dass das Betätigungswerkzeug 244 sich in der in den Fig. 53 bis 55 dargestellten unteren Endstellung des Spannarms 136 durch die zweite Ausnehmung 296b hindurch bis zu dem Befestigungsmittel 128 erstrecken kann.

    [0242] Beide Ausnehmungen 296a und 296b sind als Durchtrittsöffnungen 298 in dem Spannarm 136 ausgebildet, welche sich von der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 abgewandten Oberseite 300 des Spannarms 136 bis zu der der Befestigungsmittel-Aufnahme 124 zugewandten Unterseite 302 des Spannarms 136 durch den Spannarm 136 hindurch erstrecken.

    [0243] Wie aus Fig. 48 zu ersehen ist, kann vorgesehen sein, dass die erste Ausnehmung 296a und die zweite Ausnehmung 296b eine gemeinsame Mündungsöffnung 304 an der Unterseite 302 des Spannarms 136 aufweisen.

    [0244] Grundsätzlich kann aber auch vorgesehen sein, dass die erste Ausnehmung 296a und die zweite Ausnehmung 296b an voneinander getrennten Mündungsöffnungen an der Unterseite 302 des Spannarms 136 münden.

    [0245] An der Oberseite 300 des Spannarms 136 münden die erste Ausnehmung 296a und die zweite Ausnehmung 296b vorzugsweise an voneinander getrennten Mündungsöffnungen 306a beziehungsweise 306b.

    [0246] Im Übrigen stimmt die in den Fig. 46 bis 55 dargestellte vierte Ausführungsform einer Spannvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau, Herstellungsweise und Funktion mit der in den Fig. 36 bis 45 dargestellten dritten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.


    Ansprüche

    1. Spannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks (102),

    umfassend ein Gehäuse (108),

    einen schwenkbar an dem Gehäuse (108) gehaltenen Spannarm (136) und

    eine Spannschraube (168), die um eine Längsachse (170) der Spannschraube (168) drehbar gelagert ist,

    wobei die Spannschraube (168) ein Gewinde (172) aufweist und der Spannarm (136) einen Eingriffsabschnitt (176) aufweist, der in einem Arbeitszustand der Spannvorrichtung (100) in Eingriff mit dem Gewinde (172) der Spannschraube (168) steht,

    wobei die Spannvorrichtung (100) ferner ein Befestigungsmittel (128) zur Befestigung der Spannvorrichtung (100) an einem Untergrund (126) und eine Befestigungsmittel-Aufnahme (124) umfasst und

    wobei der Spannarm (136) mindestens eine Ausnehmung (296; 296a, 296b) aufweist, welche so an dem Spannarm (136) ausgebildet und angeordnet ist, dass ein an dem Befestigungsmittel (128) angreifendes Betätigungswerkzeug (244) zum Betätigen des Befestigungsmittels (128) sich in mindestens einer Arbeitsstellung des Spannarms (136) relativ zu dem Gehäuse (108) durch die Ausnehmung (296; 296a, 296b) hindurch bis zu dem Befestigungsmittel (128) erstrecken kann,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spannarm (136) mindestens eine erste Ausnehmung (296a) und eine zweite Ausnehmung (296b) aufweist und zwischen einer ersten Arbeitsstellung und einer zweiten Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse (108) verschwenkbar ist, wobei die erste Ausnehmung (296a) so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug (244) sich in der ersten Arbeitsstellung durch die erste Ausnehmung (296a) hindurch bis zu dem Befestigungsmittel (128) erstrecken kann und

    die zweite Ausnehmung (296b) so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug (244) sich in der zweiten Arbeitsstellung durch die zweite Ausnehmung (296b) hindurch bis zu dem Befestigungsmittel (128) erstrecken kann.


     
    2. Spannvorrichtung zum Einspannen eines Werkstücks (102),

    umfassend ein Gehäuse (108),

    einen schwenkbar an dem Gehäuse (108) gehaltenen Spannarm (136) und

    eine Spannschraube (168), die um eine Längsachse (170) der Spannschraube (168) drehbar gelagert ist,

    wobei die Spannschraube (168) ein Gewinde (172) aufweist und der Spannarm (136) einen Eingriffsabschnitt (176) aufweist, der in einem Arbeitszustand der Spannvorrichtung (100) in Eingriff mit dem Gewinde (172) der Spannschraube (168) steht, und

    wobei die Spannvorrichtung (100) ferner ein Befestigungsmittel (128) zur Befestigung der Spannvorrichtung (100) an einem Untergrund (126) und eine Befestigungsmittel-Aufnahme (124) umfasst,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spannarm (136) mindestens eine Abkröpfung (246) aufweist, welche so an dem Spannarm (136) ausgebildet und angeordnet ist, dass ein an dem Befestigungsmittel (128) angreifendes Betätigungswerkzeug (244) zum Betätigen des Befestigungsmittels (128) sich in mindestens einer Arbeitsstellung des Spannarms (136) relativ zu dem Gehäuse (108) seitlich an dem abgekröpften Bereich (248) des Spannarms (136) vorbei bis zu dem Befestigungsmittel (128) erstrecken kann.


     
    3. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannarm (136) zwischen einer ersten Arbeitsstellung und einer zweiten Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse (108) verschwenkbar ist und die Abkröpfung (246) so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug (244) sich sowohl in der ersten Arbeitsstellung als auch in der zweiten Arbeitsstellung seitlich an dem abgekröpften Bereich (248) des Spannarms (136) vorbei bis zu dem Befestigungsmittel (128) erstrecken kann.
     
    4. Spannvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannarm (136) in der zweiten Arbeitsstellung um einen Winkel von mindestens 30° gegenüber der ersten Arbeitsstellung relativ zu dem Gehäuse (108) der Spannvorrichtung (100) verschwenkt ist.
     
    5. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkröpfung (246) so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug (244) sich in jeder zwischen der ersten Arbeitsstellung und der zweiten Arbeitsstellung liegenden Stellung des Spannarms (136) relativ zu dem Gehäuse (108) seitlich an dem abgekröpften Bereich (248) des Spannarms (136) vorbei bis zu dem Befestigungsmittel (128) erstrecken kann.
     
    6. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (100) mindestens eine Arbeitsstellungsskala (154) umfasst, welche an dem Gehäuse (108) oder an einem drehfest mit dem Gehäuse (108) verbundenen Bauteil der Spannvorrichtung (100) angeordnet ist, und eine Indexmarkierung (156) umfasst, welche an dem Spannarm (136) oder an einem drehfest mit dem Spannarm (136) verbundenen Bauteil der Spannvorrichtung (100) angeordnet ist, wobei mehreren Arbeitsstellungen des Spannarms (136) relativ zu dem Gehäuse (108) jeweils eine vorgegebene Positionierung der Indexmarkierung (156) relativ zu der Arbeitsstellungsskala (154) zugeordnet ist.
     
    7. Spannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsstellungsskala (154) mehrere Arbeitsstellungsmarkierungen (158) umfasst, welchen verschiedene Arbeitsstellungen des Spannarms (136) relativ zu dem Gehäuse (108) zugeordnet sind.
     
    8. Spannvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannarm (136) mit einem Druckstück (146) versehen ist und die Höhen (H) des Druckstücks (146) in Bezug auf eine Auflagefläche (106) des Gehäuses (108) der Spannvorrichtung (100), welche das Druckstück (146) in den verschiedenen Arbeitsstellungen, denen die Arbeitsstellungsmarkierungen (158) zugeordnet sind, jeweils einnimmt, eine im Wesentlichen äquidistante Folge bilden.
     
    9. Spannvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Arbeitsstellungsmarkierungen (158) eine obere Endstellungsmarkierung (160a) ist, welche der Arbeitsstellung zugeordnet ist, in der die Höhe (Ho) des Druckstücks (146) in Bezug auf die Auflagefläche (106) des Gehäuses (108) maximal ist.
     
    10. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Arbeitsstellungsmarkierungen (158) eine untere Endstellungsmarkierung (160b) ist, welche der Arbeitsstellung zugeordnet ist, in der die Höhe (Hu) des Druckstücks (146) in Bezug auf die Auflagefläche (106) des Gehäuses (108) minimal ist.
     
    11. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Arbeitsstellungsskalen (154) an einer Außenkante (164) des Gehäuses (108) angeordnet ist.
     
    12. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Arbeitsstellungsskalen (154) an einem Innenrand des Gehäuses (108) angeordnet ist, welcher einem Rand eines Lagerabschnitts (180) des Spannarms (136) gegenüberliegt.
     
    13. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannarm (136) mit einem Druckstück (146) versehen ist, welches einen Druckstück-Grundkörper (150) und einen lösbar mit dem Druckstück-Grundkörper (150) verbundenen Druckstück-Einsatz (152; 152') umfasst.
     
    14. Spannvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckstück-Einsatz (152') mittels eines Magnetelements (310) lösbar mit dem Druckstück-Grundkörper (150) verbunden ist.
     
    15. Kombination aus einer Spannvorrichtung (100) nach den Ansprüchen 1 bis 14 und einem Betätigungswerkzeug (244) zum Betätigen eines Befestigungsmittels (128) zum Befestigen der Spannvorrichtung (100) an einem Untergrund (126).
     
    16. Kombination nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungswerkzeug (244) einen im Wesentlichen geradlinigen Werkzeugabschnitt (256) aufweist, der sich von der Ausnehmung (296; 296a, 296b) beziehungsweise von dem abgekröpften Bereich (248) des Spannarms (136) bis zu dem Befestigungsmittel (128) erstreckt, wenn das Betätigungswerkzeug (244) zum Betätigen des Befestigungsmittels (128) verwendet wird.
     


    Claims

    1. Clamping device for clamping a workpiece (102),

    comprising a housing (108),

    a clamping arm (136) that is pivotably held on the housing (108), and

    a clamping screw (168), which is mounted so as to be rotatable about a longitudinal axis (170) of the clamping screw (168),

    wherein the clamping screw (168) has a thread (172) and the clamping arm (136) has an engagement portion (176), which in a working state of the clamping device (100) is in engagement with the thread (172) of the clamping screw (168),

    wherein the clamping device (100) further comprises a fastening means (128) for fastening the clamping device (100) to a base (126) and comprises a fastening means receptacle (124), and

    wherein the clamping arm (136) has at least one recess (296; 296a, 296b), which is arranged and formed on the clamping arm (136) such that an actuating tool (244) engaging on the fastening means (128) for actuating the fastening means (128) is able to extend through the recess (296; 296a, 296b) up to the fastening means (128) in at least one working position of the clamping arm (136) relative to the housing (108),

    characterized in that

    the clamping arm (136) has at least one first recess (296a) and one second recess (296b) and is pivotable relative to the housing (108) between a first working position and a second working position, wherein the first recess (296a) is configured such that the actuating tool (244) is able to extend through the first recess (296a) up to the fastening means (128) in the first working position, and

    the second recess (296b) is configured such that the actuating tool (244) is able to extend through the second recess (296b) up to the fastening means (128) in the second working position.


     
    2. Clamping device for clamping a workpiece (102),

    comprising a housing (108),

    a clamping arm (136) that is pivotably held on the housing (108), and

    a clamping screw (168), which is mounted so as to be rotatable about a longitudinal axis (170) of the clamping screw (168),

    wherein the clamping screw (168) has a thread (172) and the clamping arm (136) has an engagement portion (176), which in a working state of the clamping device (100) is in engagement with the thread (172) of the clamping screw (168), and

    wherein the clamping device (100) further comprises a fastening means (128) for fastening the clamping device (100) to a base (126) and comprises a fastening means receptacle (124),

    characterized in that

    the clamping arm (136) has at least one bend (246), which is formed and arranged on the clamping arm (136) such that an actuating tool (244) engaging on the fastening means (128) for actuating the fastening means (128) is able to extend laterally past the bent region (248) of the clamping arm (136) up to the fastening means (128) in at least one working position of the clamping arm (136) relative to the housing (108).


     
    3. Clamping device in accordance with Claim 2, characterized in that the clamping arm (136) is pivotable relative to the housing (108) between a first working position and a second working position and the bend (246) is configured such that the actuating tool (244) is able to extend laterally past the bent region (248) of the clamping arm (136) up to the fastening means (128) both in the first working position and in the second working position.
     
    4. Clamping device in accordance with Claim 3, characterized in that the clamping arm (136) in the second working position is pivoted relative to the housing (108) of the clamping device (100) by an angle of at least 30° in relation to the first working position.
     
    5. Clamping device in accordance with either of Claims 3 or 4, characterized in that the bend (246) is configured such that the actuating tool (244) is able to extend laterally past the bent region (248) of the clamping arm (136) up to the fastening means (128) in any position of the clamping arm (136) relative to the housing (108) located between the first working position and the second working position.
     
    6. Clamping device in accordance with any one of Claims 1 to 5, characterized in that the clamping device (100) comprises at least one working position scale (154), which is arranged on the housing (108) or on a component of the clamping device (100) that is connected to the housing (108) in a rotationally-fixed manner, and comprises an index marking (156), which is arranged on the clamping arm (136) or on a component of the clamping device (100) that is connected to the clamping arm (136) in a rotationally-fixed manner, wherein a plurality of working positions of the clamping arm (136) relative to the housing (108) are each associated with a respective predetermined positioning of the index marking (156) relative to the working position scale (154).
     
    7. Clamping device in accordance with Claim 6, characterized in that the working position scale (154) comprises a plurality of working position markings (158), which are associated with various working positions of the clamping arm (136) relative to the housing (108).
     
    8. Clamping device in accordance with Claim 7, characterized in that the clamping arm (136) is provided with a pressure piece (146) and the respective heights (H) of the pressure piece (146) relative to a contact surface (106) of the housing (108) of the clamping device (100) that the pressure piece (146) adopts in each of the various working positions associated with the working position markings (158) form a substantially equidistant sequence.
     
    9. Clamping device in accordance with Claim 8, characterized in that one of the working position markings (158) is an upper end position marking (160a), which is associated with the working position in which the height (Ho) of the pressure piece (146) relative to the contact surface (106) of the housing (108) is maximal.
     
    10. Clamping device in accordance with either of Claims 8 or 9, characterized in that one of the working position markings (158) is a lower end position marking (160b), which is associated with the working position in which the height (Hu) of the pressure piece (146) relative to the contact surface (106) of the housing (108) is minimal.
     
    11. Clamping device in accordance with any one of Claims 6 to 10, characterized in that at least one of the working position scales (154) is arranged on an outer edge (164) of the housing (108).
     
    12. Clamping device in accordance with any one of Claims 6 to 11, characterized in that at least one of the working position scales (154) is arranged on an inner rim of the housing (108), which is located opposite to a rim of a bearing portion (180) of the clamping arm (136).
     
    13. Clamping device in accordance with any one of Claims 1 to 12, characterized in that the clamping arm (136) is provided with a pressure piece (146), which comprises a pressure piece base body (150) and a pressure piece insert (152; 152') that is releasably connected to the pressure piece base body (150).
     
    14. Clamping device in accordance with Claim 13, characterized in that the pressure piece insert (152') is releasably connected to the pressure piece base body (150) by means of a magnet element (310).
     
    15. Combination of a clamping device (100) in accordance with any one of Claims 1 to 14 and an actuating tool (244) for actuating a fastening means (128) for fastening the clamping device (100) to a base (126).
     
    16. Combination in accordance with Claim 15, characterized in that the actuating tool (244) has a substantially rectilinear tool portion (256), which extends from the recess (296; 296a, 296b) or from the bent region (248) of the clamping arm (136) up to the fastening means (128) when the actuating tool (244) is used for actuating the fastening means (128).
     


    Revendications

    1. Dispositif de serrage pour enserrer une pièce (102),

    comprenant un boîtier (108),

    un bras de serrage (136) maintenu de manière à pouvoir pivoter sur le boîtier (108), et

    une vis de serrage (168), qui est montée de manière à pouvoir tourner autour d'un axe longitudinal (170) de la vis de serrage (168),

    dans lequel la vis de serrage (168) présente un filetage (172) et le bras de serrage (136) présente une section de prise (176), qui se trouve en prise avec le filetage (172) de la vis de serrage (168) dans un état de fonctionnement du dispositif de serrage (100),

    dans lequel le dispositif de serrage (100) comprend en outre un moyen de fixation (128) pour fixer le dispositif de serrage (100) sur un support (126) et un logement de moyen de fixation (124) et

    dans lequel le bras de serrage (136) présente au moins un évidement (296 ; 296a, 296b), lequel est réalisé et est disposé de telle sorte sur le bras de serrage (136) qu'un outil d'actionnement (244) s'engageant sur le moyen de fixation (128), destiné à actionner le moyen de fixation (128) peut s'étendre dans au moins une position de travail du bras de serrage (136) par rapport au boîtier (108) à travers l'évidement (296 ; 296a, 296b) de part en part jusqu'au moyen de fixation (128),

    caractérisé en ce

    que le bras de serrage (136) présente au moins un premier évidement (296a) et un deuxième évidement (296b) et peut être pivoté entre une première position de travail et une deuxième position de travail par rapport au boîtier (108), dans lequel le premier évidement (296a) est réalisé de telle sorte que l'outil d'actionnement (244) peut s'étendre dans la première position de travail à travers le premier évidement (296a) de part en part jusqu'au moyen de fixation (128) et

    la deuxième évidement (296b) est réalisé de telle sorte que l'outil d'actionnement (244) peut s'étendre dans la deuxième position de travail à travers la deuxième évidement (296b) de part en part jusqu'au moyen de fixation (128), peut s'étendre, dans une position de travail du bras de serrage (136) par rapport au boîtier (108), latéralement jusqu'au moyen de fixation (128) en passant devant la zone coudée (248) du bras de serrage (136) .


     
    2. Dispositif de serrage pour enserrer une pièce (102), comprenant un boîtier (108),

    un bras de serrage (136) maintenu de manière à pouvoir pivoter sur le corps (108) et

    une vis de serrage (168), qui est montée de manière à pouvoir tourner autour d'un axe longitudinal (170) de la vis de serrage (168),

    dans lequel la vis de serrage (168) présente un filetage (172) et le bras de serrage (136) présente une section de prise (176) qui, dans un état de travail du dispositif de serrage (100), se trouve en prise avec le filetage (172) de la vis de serrage (168), et

    dans lequel le dispositif de serrage (100) comprend en outre un moyen de fixation (128) pour fixer le dispositif de serrage (100) sur un support (126) et un logement de moyen de fixation (124),

    caractérisé en ce

    que le bras de serrage (136) présente au moins un coude (246), qui est réalisé et disposé sur le bras de serrage (136) de telle sorte qu'un outil d'actionnement (244) s'engageant sur le moyen de fixation (128), destiné à actionner le dispositif de fixation (128) peut s'étendre dans au moins une position de travail du bras de serrage (136) par rapport au boîtier (108) latéralement jusqu'au moyen de fixation (128) en passant devant la zone coudée (248) du bras de serrage (136).


     
    3. Dispositif de serrage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le bras de serrage (136) peut être pivoté par rapport au boîtier (108) entre une première position de travail et une deuxième position de travail et en ce que le coude (246) est réalisé de telle sorte que l'outil d'actionnement (244) peut s'étendre à la fois dans la première position de travail et dans la deuxième position de travail latéralement jusqu'au moyen de fixation (128) en passant devant la zone coudée (248) du bras de serrage (136).
     
    4. Dispositif de serrage selon la revendication 3, caractérisé en ce que le bras de serrage (136) est pivoté, dans la deuxième position de travail, par rapport au boîtier (108) du dispositif de serrage (100) selon un angle d'au moins 30° par rapport à la première position de travail.
     
    5. Dispositif de serrage selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que le coude (246) est réalisé de telle sorte que l'outil d'actionnement (244) peut s'étendre, dans chaque position du bras de serrage (136) située entre la première position de travail et la deuxième position de travail, par rapport au boîtier (108) latéralement jusqu'au moyen de fixation (128) en passant devant la zone coudée (248) du bras de serrage (136).
     
    6. Dispositif de serrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (100) comprend au moins une échelle de position de travail (154), laquelle est disposée sur le boîtier (108) ou sur un composant du dispositif de serrage (100) relié de manière solidaire en rotation au boîtier (108), et comprend un repère d'index (156), lequel est disposé sur le bras de serrage (136) ou sur un composant du dispositif de serrage (100) relié de manière solidaire en rotation au bras de serrage (136), dans lequel respectivement un positionnement prédéfini du repère d'index (156) par rapport à l'échelle de position de travail (154) est associé à plusieurs positions de travail du bras de serrage (136) par rapport au boîtier (108).
     
    7. Dispositif de serrage selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'échelle de position de travail (154) comprend plusieurs repères de position de travail (158), auxquels sont associées différentes positions de travail du bras de serrage (136) par rapport au boîtier (108) .
     
    8. Dispositif de serrage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le bras de serrage (136) est pourvu d'une pièce de pression (146) et les hauteurs (H) de la pièce de pression (146) par rapport à une surface d'appui (106) du boîtier (108) du dispositif de serrage (100), que la pièce de pression (146) adopte respectivement dans les différentes positions de travail, auxquelles les repères de position de travail (158) sont associés, forment une succession sensiblement équidistante.
     
    9. Dispositif de serrage selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'un des repères de position de travail (158) est un repère de position finale supérieure (160a), lequel est associé à la position de travail, dans laquelle la hauteur (Ho) de la pièce de pression (146) par rapport à la surface d'appui (106) du boîtier (108) est maximale.
     
    10. Dispositif de serrage selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que l'un des repères de position de travail (158) est un repère de position finale inférieur (160b), qui est associé à la position de travail dans laquelle la hauteur (Hu) de la pièce de pression (146) est minimale par rapport à la surface d'appui (106) du boîtier (108).
     
    11. Dispositif de serrage selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisé en ce qu'au moins une des échelles de position de travail (154) est disposée sur une arête extérieure (164) du boîtier (108).
     
    12. Dispositif de serrage selon l'une quelconque des revendications 6 à 11, caractérisé en ce qu'au moins une des échelles de position de travail (154) est disposée sur un bord intérieur du boîtier (108), qui fait face à un bord d'une section de palier (180) du bras de serrage (136).
     
    13. Dispositif de serrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le bras de serrage (136) est pourvu d'une pièce de pression (146), laquelle comprend un corps de base de pièce de pression (150) et un insert de pièce de pression (152 ; 152') relié de manière amovible au corps de base de pièce de pression (150).
     
    14. Dispositif de serrage selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'insert de pièce de pression (152') est relié de manière amovible au corps de base de la pièce de pression (150) au moyen d'un élément magnétique (310).
     
    15. Combinaison d'un dispositif de serrage (100) selon les revendications 1 à 14 et d'un outil d'actionnement (244) destiné à actionner un moyen de fixation (128) pour fixer le dispositif de serrage (100) sur un support (126).
     
    16. Combinaison selon la revendication 15, caractérisée en ce que l'outil d'actionnement (244) présente une section d'outil sensiblement rectiligne (256), qui s'étend depuis l'évidement (296 ; 296a, 296b) ou la zone coudée (248) du bras de serrage (136) jusqu'au moyen de fixation (128) lorsque l'outil d'actionnement (244) est utilisé pour actionner le moyen de fixation (128) .
     




    Zeichnung

























































































































































































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente