[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrochemische Zelle, die eine Anodenkammer mit einer
Anode, eine Anolytzuleitung, durch die ein Anolyt in die Anodenkammer leitbar ist,
eine Anolytableitung, durch die der Anolyt aus der Anodenkammer ableitbar ist, eine
Kathodenkammer mit einer Kathode, die einen Kathodengrundkörper aufweist, und eine
zwischen der Anodenkammer und der Kathodenkammer angeordnete Membran aufweist.
[0002] Derartige elektrochemische Zellen sind in verschiedenen Ausführungsformen seit langem
aus dem Stand der Technik bekannt. Sie werden beispielsweise zur Herstellung von elektrolysiertem
Wasser oder ozonisiertem Wasser verwendet. Solche Zellen sind beispielsweise aus der
DE 10 2014 203 374 A1 oder der
DE 10 2014 203 376 A1 beschrieben. Sie verwenden Diamantelektroden, die eine Vielzahl von Vertiefungen,
Nuten oder Rillen aufweisen, und die direkt in Kontakt mit der Membran, die die Kathodenkammer
von der Anodenkammer trennt, stehen. Die Membran ist ionendurchlässig ausgebildet.
Durch die Struktur der Elektroden, die beispielsweise in der
DE 10 2014 203 372 A1 beschrieben ist, wird in der im Wesentlichen durch die Vertiefungen der Elektrode
gebildeten Elektrodenkammer eine gerichtete Strömung erzeugt, sodass an der Elektrode
gebildete Ionen möglichst schnell und homogen in der strömenden Flüssigkeit verteilt
werden können.
[0003] Elektrochemische Zellen weisen zumindest zwei Elektroden, Anode und Kathode auf.
Sie können als geteilte Zellen ausgebildet sein, in denen die Anode in einem Anodenkammer
und die Kathode in einer Kathodenkammer angeordnet ist. Die beiden Räume sind in diesem
Fall über eine ionenleitfähige Membran, welche beispielsweise eine semipermeable Membran
oder ein Diaphragma sein kann, voneinander getrennt.
[0004] Durch Anlegen eines elektrischen Stroms an die Elektroden kann ein im Anoden- und/oder
Kathodenkammer befindliches Medium zersetzt und/oder umgewandelt werden, wie beispielsweise
bei der Elektrolyse des Wassers. Es ist jedoch ebenfalls möglich, die elektrochemische
Zelle im Rahmen der sog. Elektrosynthese bei der Herstellung bestimmter organischer
oder anorganischer Verbindungen einzusetzen.
[0005] Als Elektrolyte werden Flüssigkeiten mit darin gelösten Substanzen eingesetzt. Bei
diesen Substanzen handelt es sich beispielweise um Edukte für die Elektrosynthese.
Die Elektrolyte werden beispielweise in den Anoden- und/oder Kathodenkammer eingebracht
oder durchströmen diesen kontinuierlich. Ein in der Anodenkammer eingebrachter Elektrolyt
wird auch als Anolyt, ein in den Kathodenkammer eingebrachter Elektrolyt auch als
Katholyt bezeichnet.
[0006] Geteilte elektrochemische Zellen, bei denen sich zwischen der Anodenkammer und der
Kathodenkammer eine ionendurchlässige Membran oder ein Diaphragma befindet, verfügen
in der Regel über einen relativ großen Abstand zwischen der Anode und der Kathode,
was zu einem relativ großen Ohm'schen Widerstand und damit zu einem erheblichen Energiebedarf
führt. Dies wird bei den bereits genannten Zellen dadurch gelöst, dass die Anode und/oder
die Kathode direkt mit der jeweiligen Membran in Kontakt kommen. Dadurch wird zwar
der Abstand zwischen den beiden Elektroden minimiert, die Membran ist jedoch einer
erheblichen mechanischen und elektrochemischen Belastung ausgesetzt. Zudem wird dadurch
eine Struktur in der Elektrodenoberfläche nötig, um ein ausreichendes Kammervolumen
der Anodenkammer und/oder der Kathodenkammer zu erreichen. Dies ist einerseits fertigungstechnisch
aufwendig und sorgt andererseits dafür, dass insbesondere bei hohen Stromdichten eine
oft unzureichende Standzeit der Membran vorliegt. Zudem verfügt dieser Zelltyp durch
die strukturierte Oberfläche der Elektrode über stark unterschiedliche lokale Stromdichten.
[0007] Diamantelektroden, deren Elektrodenoberfläche entsprechende Strukturen aufweist sind
zudem besonders anfällig gegen mechanische Belastungen, wie beispielsweise Stöße.
Die Diamantbeschichtung, die in der Regel auf einem metallischen oder aus einem Halbleiter
bestehenden Grundkörper oder Substrat aufgebracht ist, platzt bei derartigen Belastungen
oft ab, was insbesondere bei langjährigem Betrieb auch bei hydrodynamisch induzierten
Druckstößen geschehen kann. Diese Abplatzungen sind sehr nachteilig, da an diesen
Stellen der darunterliegende Grundkörper freigelegt wird und insbesondere bei hohen
Stromdichten als Folge der dabei auftretenden starken elektrischen Felder an den Kanten
einem chemischen und elektrochemischen Angriff ausgesetzt sind. Da diese Grundkörper
in der Regel weit weniger korrosionsbeständig sind als eine Diamantschicht, kommt
es in diesem Fall oft zu einem schnellen Versagen der Elektrode.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrochemische Zelle vorzuschlagen,
mit der es möglich ist, insbesondere auch Perverbindungen unter hoher Effizienz zu
synthetisieren.
[0009] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch eine elektrochemische Zelle gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, bei der die Anolytzuleitung und/oder die Anolytableitung
im Kathodengrundkörper verläuft.
[0010] Dies hat mehrere Vorteile. Der Kathodengrundkörper erfüllt bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung nun weitere Funktionen, da er zumindest einen Teil der Anolytzuleitung
und/oder der Anolytableitung beherbergt. Im Stand der Technik herrscht das Vorurteil,
dass der Anolyt keinesfalls mit der Katode oder einem Bauteil der Katode in Kontakt
kommen darf, um eine Reduktion der in der Anodenkammer erzeugten oxidativer Spezies
zu vermeiden. Dies ist selbst verständlich insbesondere für die Anolytableitung bekannt.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass der Kontakt nahezu vollständig oder
gänzlich vermieden werden kann und der Restkontakt nahezu vollständig unschädlich
ist. Die Reduktion ist minimal und wiegt die Vorteile nicht auf.
[0011] Durch die Positionierung der Anolytzuleitung und/oder der Anolytableitung, wobei
bevorzugt selbstverständlich beide Leitungen in dem Kathodengrundkörper angeordnet
sind, kann die Anodenkammer nahezu frei konstruiert werden und den Erfordernissen
einer industriellen durchgeführten Erzeugung von Perverbindungen gerecht werden. Perverbindungen
sind dabei insbesondere Peroxo-Verbindungen, anorganische Persäuren und ihre Salze
sowie weitere Perverbindungen, die keinen Sauerstoff enthalten. Peroxo-Verbindungen
zeichnen sich dadurch aus, dass sie in ihrer Molekülstruktur O-O Gruppen enthalten,
die dadurch ein hohes Oxidationspotenzial aufweisen und für typische oxidativer Reaktionen
eingesetzt werden können. Die erfindungsgemäße Zelle kann durch die Positionierung
der Anolytzuleitung und/oder der Anolytableitung im Kathodengrundkörper an die optimalen
Bedürfnisse bei der Herstellung insbesondere dieser Substanzen, besonders bevorzugt
von Peroxomonosulfaten, Peroxodisulfaten, Disulfide, Perchloraten, Perbromaten, Permanganaten,
Uranaten und Periodaten, angepasst werden.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung wird die Anodenkammer durch einen Kammerrahmen
begrenzt, der mit der Anolytzuleitung und/oder der Anolytableitung fluidtechnisch
in Verbindung steht und der bevorzugt aus einem Kunststoff, besonders bevorzugt aus
einem Polymer, wie beispielsweise PTFE (Polytetrafluorethylen oder Polytetrafluorethen)
oder PVDF (Polyvinylidenfluorid oder Polyvinyl idendifluorid) hergestellt ist. Bevorzugt
wird die Anodenkammer auf einer Seite durch die Anode und auf der gegenüberliegenden
Seite durch die Membran begrenzt. Die Seitenflächen zwischen diesen beiden Seiten
werden durch den Kammerrahmen gesetzt, sodass dieser die Anodenkammer in vier Richtungen
beschränkt. Vorzugsweise ist der Kammerrahmen mit einer Ausnehmung ausgebildet, die
die eigentliche Anodenkammer bildet. Der Kammerrahmen selbst steht mit der Anolytzuleitung
und/oder der Anolytableitung, die sich im Kathodengrundkörper befinden, fluidtechnisch
in Verbindung, sodass ein Anolyt, der durch die Anolytzuleitung aus dem Kathodengrundkörper
zugeführt wird, in den Kammerrahmen eintritt und von dort in die Anodenkammer geführt
wird. Der Anolyt, der aus der Anodenkammer austritt, verlässt die Anodenkammer in
den Kammerrahmen und wird von dort über die fluidtechnische Verbindung in die Anolytableitung
geleitet. Dies hat zur Folge, dass einerseits die Anode selbst keine dieser Funktionen
übernehmen muss und deswegen für die Erzeugung der jeweiligen Substanz optimal ausgewählt
werden kann. Andererseits wird das Volumen und insbesondere die Dicke der Anodenkammer,
also der Abstand zwischen Elektrode und Membran, durch die Dicke des Kammerrahmens
bestimmt, und ist somit frei einstellbar. Wird der Kammerrahmen aus dem genannten
Kunststoffen hergestellt, ist sichergestellt, dass die hergestellten Substanzen nicht
verändert werden oder reagieren.
[0013] Vorzugsweise verfügt der Kammerrahmen über wenigstens einen Verteilerraum, der mit
der Anolytzuleitung und/oder der Anolytableitung in fluidtechnischer Verbindung steht.
Vorzugsweise verfügt der Kammerrahmen über zwei Verteilerräume, von denen einer mit
der Anolytzuleitung und einer mit der Anolytableitung in fluidtechnischer Verbindung
steht. Die Verteilerräume erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Ausdehnung
der Anodenkammer in einer Raumrichtung. Auf diese Weise wird eine homogene und möglichst
laminare Strömung des Anolyten in die Anodenkammer und aus der Anodenkammer gewährleistet.
[0014] Bevorzugt weist der Kammerrahmen Strömungsleitelemente auf, die eingerichtet sind,
eine Strömung eines aus dem Verteilerraum in die Anodenkammer strömenden Anolyten
und/oder eines aus der Anodenkammer in den Verteilerraum strömenden Anolyten zu richten.
Besonders bevorzugt strömt der Anolyt folglich aus der Anolytzuleitung im Kathodengrundkörper
in den ersten Verteilerraum des Kammerrahmens und wird dort auf einen großen Teil,
besonders bevorzugt die gesamte Ausdehnung der Anodenkammer in einer Raumrichtung
verteilt. Zwischen der eigentlichen Anodenkammer und dem jeweiligen Verteilerraum
befinden sich vorzugsweise die Strömungsleitelemente, die die Strömung homogenisieren
und beruhigen. Möglichst an der gegenüberliegenden Seite des Kammerrahmens befinden
sich weitere Strömungsleitelemente, die die Verbindung zwischen der eigentlichen Anodenkammer
und dem zweiten Verteilerraum herstellen. Dieser zweite Verteilerraum steht bevorzugt
mit der Anolytableitung in fluidtechnischer Kontakt.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung handelt es sich bei der Anode um eine Diamantelektrode,
die vorzugsweise eine strukturlose Oberfläche, bevorzugt eine strukturlose ebene Oberfläche
aufweist. Dadurch wird erreicht, dass die Diamantelektrode keine Bohrungen, Kanten,
Vertiefungen oder Hinterschneidungen aufweist, die empfindlich gegen mechanische Belastungen
sind und an denen die Diamantschicht vom Substrat abplatzen könnte. Dadurch wird die
Haltbarkeit und Standzeit der Elektrode deutlich erhöht. Zudem wird eine homogene
Stromdichte und damit auch ein homogenes elektrisches Feld erzeugt. Dadurch kann möglichst
die gesamte Anodenfläche, die mit dem Anolyten in Kontakt kommt, zur Erzeugung der
gewünschten Substanz verwendet werden, wodurch die Effizienz und Ausbeute erhöht wird.
Die Verwendung einer derartigen Diamantelektrode stellt eine eigene Erfindung dar.
Diese Elektrode ist vorzugsweise auch in einer elektrochemischen Zelle gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 angeordnet.
[0016] Bevorzugt liegt der Kammerrahmen direkt an der Diamantelektrode an. Die elektrochemische
Zelle wird zum Betrieb einer mechanischen Spannung ausgesetzt, die den Kammerrahmen
an die Diamantelektrode drückt. Durch geschickte Materialwahl, insbesondere bei der
Verwendung der genannten Kunststoffen für den Kammerrahmen ist eine weitere Dichtung
oder ein weiteres Dichtelement nicht notwendig. Dadurch wird die elektrochemische
Zelle konstruktiv einfacher und kostengünstiger in der Herstellung.
[0017] Vorzugsweise weist die Kathode eine an dem Kathodengrundkörper angeordnete Kathodenfläche
auf, die bevorzugt aus einem Metall, beispielsweise Stahl, besteht. Die Kathodenfläche
bildet die eigentliche Kathode, die mit elektrischen Strom beaufschlagt wird. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Kathodenfläche einstückig mit dem Kathodengrundkörper auszubilden.
Der Vorteil einer separaten Kathodenfläche besteht darin, dass der Kathodengrundkörper
aus einem anderen Material, vorzugsweise einem Polymer, besonders bevorzugt aus PTFE
oder PVDF, hergestellt ist. Dies gilt insbesondere für den Bereich, in dem sich die
Anolytzuleitung und/oder die Anolytableitung befinden. In diesem Fall ist sichergestellt,
dass die hergestellten Substanzen nicht mit einem Metall, beispielsweise Stahl, in
Kontakt kommen, wenn sie aus der Anodenkammer abgeleitet werden.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung befinden sich zwischen der Membran und der Anode
und/oder zwischen der Membran und der Kathode wenigstens ein Abstandselement. Durch
dieses Abstandselement wird verhindert, dass die Membran mit der Anode oder der Kathode
mechanische in Kontakt kommen kann, wodurch sie Schaden erleiden könnte. Das Abstandselement,
das insbesondere als Abstandsgitter ausgebildet sein kann, ist vorzugsweise aus einem
Polymer, insbesondere aus PTFE oder PVDF hergestellt. Die Struktur des Abstandsgitter
oder des Abstandselementes sollte dabei so ausgebildet sein, dass es in der Anodenkammer
die homogene Strömung möglichst nicht stört und in der Kathodenkammer derart, dass
ein möglichst geringer Strömungswiderstand einem Katholyten, entgegengesetzt werden
kann.
[0019] Vorzugsweise verfügt die Zelle über eine Katholytzuleitung, durch die ein Katholyt
in die Kathodenkammer leitbar ist, und über eine Katholytableitung, durch die der
Katholyt aus der Kathodenkammer ableitbar ist. Vorzugsweise befinden sich die Katholytzuleitung
und die Katholytableitung in dem Kathodengrundkörper.
[0020] Die Membran wird vorzugsweise zwischen dem Kathodengrundkörper und dem Kammerrahmen
angeordnet, wobei sie besonders bevorzugt zwischen beiden Bauteilen eingeklemmt wird.
Um eine Beschädigung der Membran zu vermeiden und gleichzeitig eine ausreichende Dichtigkeit
der Kathodenkammer zu erreichen, ist es von Vorteil, ein separates Dichtelement, beispielsweise
einen Dichtring, zu verwenden. Dieser wird beispielsweise in eine dafür vorgesehene
Nut im Kathodengrundkörper eingelegt und dichtet die Kathodenkammer nach außen ab.
Die Membran ist dann zwischen dem Kammerrahmen und dem Dichtelement eingeklemmt. Bei
beiden Elementen handelt es sich um elastische, zumindest jedoch flexible Elemente,
sodass eine ausreichende Dichtigkeit erreicht wird.
[0021] Vorzugsweise beträgt der Abstand zwischen der Anode und der Kathode weniger als 5
mm, bevorzugt weniger als 3 mm, besonders bevorzugt weniger als 2 mm. Der Abstand
kann über die Wahl der Dicke des Kammerrahmens gewählt und eingestellt werden.
[0022] Eine besonders bevorzugten Ausgestaltung einer elektrochemischen Zell-Anordnung werden
zwei der hier beschriebenen elektrochemische Zellen spiegelsymmetrisch aneinander
angeordnet. Zentral befindet sich dabei das Substrat mit den beiden auf zwei gegenüberliegenden
Seiten des Substrates aufgebrachten Diamantschichten, die die beiden Diamantelektroden
bilden. Sie können durch eine einzige elektrische Kontaktierung mit elektrischen Strom
beaufschlagt werden und bilden bevorzugt beide die Anode. Geht man von diesem innersten
Bereich gedanklich nach außen, so folgt an die Anode die Anodenkammer, die durch jeweils
einen Kammerrahmen gebildet wird. Die Kammerrahmen sind vorzugsweise identisch ausgebildet
und liegen direkt an den beiden Diamantelektroden an. Sie werden von jeweils einer
Membran abgedeckt, die die beiden Anodenkammer nach außen hin begrenzen. Es schließen
sich zwei Kathodengrundkörper an, die die hier beschriebenen Eigenschaften aufweisen
und insbesondere die beiden Anolytzuleitungen und/oder Anolytableitungen aufweisen.
[0023] Alternativ zu dieser symmetrischen Ausgestaltung kann auf der einer Diamantelektrode
abgewandten Seite des entsprechenden Substrates auch eine Temperiereinrichtung angeordnet
sein. Durch diese Temperiereinrichtung ist es möglich, die Anode zu kühlen oder zu
heizen. Die Hauptanwendung dürfte jedoch im Kühlen der Anode liegen, da insbesondere
bei hohen Stromdichten der Anode viel Energie zugeführt wird und diese dadurch aufheizt.
Zusätzlich oder alternativ zum Kühlen der Anode kann auch der Anolyt gekühlt werden,
sodass ein einem möglichst kalten Zustand der Anode zugeführt wird. Bei der Temperiereinrichtung
handelt es sich folglich vorzugsweise um eine Kühleinrichtung, beispielsweise einen
metallischen Kühlkörper, indem Kanäle vorhanden sind, durch die ein Kühlmittel geleitet
wird.
[0024] Bevorzugt ist dem Kathodengrundkörper eine Ultraschall-Sonotrode zugeordnet oder
zuordenbar. Hierzu weist der Kathodengrundkörper vorzugsweise zumindest eine Sonotrodenaufnahme
auf. Durch eines Sonotrode können etwaige Abscheidungen an der Kathode mittels Ultraschall
gelöst werden.
[0025] Anhand der beigefügten Figuren werden nachfolgend einige Ausführungsbeispiele der
vorliegenden Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 -
- eine schematische Schnittdarstellung einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
- Figur 2 -
- eine Explosionsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
- Figur 3 -
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform des Kathodengrundkörpers,
- Figur 4 -
- eine Frontaldarstellung einer weiteren Ausführungsform des Kathodengrundkörpers, und
- Figur 5 -
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines Dichtungsrahmens.
[0026] In Figur 1 ist ein Schnitt durch eine elektrochemische Zelle 2 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Diese weist einen Anodenkammer 4 mit einer
Anode 6 und einen Kathodenkammer 8 mit einer Kathodenfläche 10 auf.
[0027] Die Kathodenfläche 10 ist in einer Vertiefung eines Kathodengrundkörpers 12 ausgebildet
und bildet mit diesem die Kathode. Der Kathodenkammer 8 wird einerseits durch den
Kathodengrundkörper 12 und die Kathodenfläche 10 und andererseits durch eine ionenleitfähige
Membran 14 begrenzt.
[0028] Der Kathodengrundkörper 12 weist eine Katholytzuleitung 16 und eine Katholytableitung
18 auf, die jeweils strömungstechnisch mit der Kathodenkammer 8 verbunden sind. Daneben
weist der Kathodengrundkörper 12 eine Anolytzuleitung 20 und eine Anolytableitung
22 auf, die jeweils strömungstechnisch mit der Anodenkammer verbunden sind. Dabei
mündet die Anolytzuleitung 20 in einen ersten Verteilerraum 24 eines Kammerrahmens
26. Der Kammerrahmen 26 weist eine Mehrzahl an in Figur 1 nicht dargestellten Strömungsleitelementen
28 auf, die eine strömungstechnische Verbindung zwischen der Anodenkammer 4 und dem
ersten Verteilerraum 24 bilden.
[0029] Auf der dem ersten Verteilerraum 24 gegenüberliegenden Seite weist der Kammerrahmen
26 einen zweiten Verteilerraum 30 auf, welche über eine Mehrzahl an in Figur 1 nicht
dargestellten Strömungsleitelementen 32 strömungstechnisch mit dem Anodenkammer 4
in Verbindung steht. Gleichzeitig steht der zweite Verteilerraum 30 in strömungstechnischer
Verbindung mit der Anolytableitung 22.
[0030] Der Anolyt strömt folglich über die Anolytzuleitung 20 in der erste Verteilerraum
24 des Kammerrahmens 26 und von dort über die Strömungsleitelemente 28 in den Anodenkammer
4. Aus der Anodenkammer 4 strömt der Anolyt über die Strömungsleitelemente 28 in den
zweiten Verteilerraum 30 und von dieser über die Anolytableitung 22 aus dem Kathodengrundkörper
12 heraus.
[0031] Der Anodenkammer 4 wird dabei durch die Anode 6, welche einen Anodengrundkörper 34,
beispielsweise aus Graphit, Silizium oder einem Metall aufweist, der mit einer, insbesondere
Bor-dotierten, Diamantschicht 36 beschichtet ist, sowie dem Kammerrahmen 26 und die
ionenleitfähige Membran 14 gebildet. Hierzu weist der Kammerrahmen 26 eine in Figur
1 nicht eingezeichnete Anodenkammerausnehmung 38 auf, deren Seitenflächen den Anodenkammer
4 seitlich begrenzen. Der Kammerrahmen 26 liegt dabei derart an der Anode 6 und der
ionenleitfähigen Membran 14 an, dass der Anodenkammer 4 flüssigkeitsdicht ist.
[0032] In der vorliegenden Ausführungsform weist der Kathodengrundkörper 12 eine um die
Kathodenfläche 10 umlaufende Dichtelementvertiefung 40 auf, in der ein Dichtelement
42 in Form eines O-Rings gelagert ist. Dies stellt insbesondere eine Sicherheitsmaßnahme
dar, um die Flüssigkeitsdichtigkeit der Kathodenkammer 8, also zwischen der ionenleitfähigen
Membran 14 einerseits und dem Kathodengrundkörper 12 andererseits, sicherzustellen.
In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind keine Dichtelementvertiefung
40 und Dichtelement 42 vorhanden. Dann erfolgt die Abdichtung der Kathodenkammer 8
ausschließlich über den Kathodengrundkörper 12 und die ionenleitfähige Membran 14.
[0033] Auf der von der Anodenkammer 4 abgewandten Seite der Anode 6 weist die elektrochemische
Zelle 2 einen Kühlkörper 44, der bevorzugt aus Stahl, insbesondere aus Edelstahl hergestellt
ist, mit einer Kühlleitung 46 auf, mittels der ein Kühlmittel an der Anode 6 entlang
geleitet werden kann, um diese zu kühlen oder zu temperieren. Hierzu ist zwischen
dem Kühlkörper 44 und der Anode 6 eine Kühlmitteldichtung 48 angeordnet.
[0034] In Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform einer elektrochemischen Zelle 2 dargestellt.
Diese weist eine zentrale Anode 6 auf, an welche sich in Figur 2 nach hinten und nach
vorne jeweils ein Kammerrahmen 26 anschließt. Im zusammengesetzten Zustand weist die
elektrochemische Zelle 2 folglich zwei Anodenräume 4 bei nur einer Anode 6 auf, die
jedoch auf beiden Seiten jeweils eine Anodenfläche, insbesondere eine Diamantbeschichtung,
aufweist. Auf den Kammerrahmen 26 folgt, nach vorne und nach hinten, jeweils eine
ionenleitfähige Membran 14. Daran schließt sich jeweils ein Dichtelement 42, in Form
einer Gummidichtung an, welches im zusammengesetzten Zustand in einer Dichtelementvertiefung
40 des jeweiligen, sich anschließenden Kathodengrundkörpers 12 angeordnet ist. Die
Dichtelementvertiefung 40 verläuft dabei um die jeweilige Kathodenfläche 10 herum.
[0035] Beiderseits der Anode 6 weist die elektrochemische Zelle 2 folglich jeweils einen
Anodenkammer 4 und einen Kathodenkammer 8 auf, wobei diese jeweils über eine ionenleitfähige
Membran 14 voneinander getrennt sind. Die zueinander korrespondierenden Anodenräume
4 und Kathodenräume 8 bilden dabei jeweils eine Zelle, sodass die in Figur 2 dargestellte
elektrochemische Zell-Anordnung zwei elektrochemische Zellen 2 aufweist.
[0036] Die Kathodengrundkörper 12 weisen jeweils eine Katholytzuleitung 16 und eine Katholytableitung
18 sowie eine Anolytzuleitung 20 und eine Anolytableitung 22 auf. In dem hinteren
der beiden Kathodengrundkörper 12 sind jeweils parallele Reihen mit Öffnungen angedeutet,
welche als Auslässe für die genannten Leitungen dienen. Die untersten Auslässe sind
dabei diejenigen der Anolytzuleitung 20. Diese stehen, im zusammengesetzten Zustand
mit dem ersten Verteilerraum 24 des zugehörigen Kammerrahmens 26 in strömungstechnischer
Verbindung, sodass der Anolyt über die Strömungsleitelemente 28 in den Anodenkammer
4 strömen kann. Die jeweilige Anodenkammer 4 ist dabei durch die Seitenflächen der
Anodenkammerausnehmung 38 des Kammerrahmens 26 seitlich begrenzt.
[0037] Die darüber liegende Reihe an Auslässen gehört zu der Katholytzuleitung 16 und die
darüber liegende Reihe zu der Katholytableitung 18. Die oberste Reihe gehört zu der
Anolytableitung 22, welche, im zusammengesetzten Zustand, mit dem zweiten Verteilerraum
30 in strömungstechnischer Verbindung steht. Der zweite Verteilerraum 30 wiederum
steht über die Strömungsleitelemente 32 in strömungstechnischer Verbindung mit der
Anodenkammer 4.
[0038] Daneben ist eine Vielzahl von Befestigungsmitteln 50 dargestellt, über die die Bauteile
zueinander festgelegt werden können. Hierzu weisen die Kathodengrundkörper 12 eine
korrespondierende Anzahl von Befestigungsausnehmungen 52 auf. Bevorzugt werden die
ionenleitfähigen Membranen 14, die Kammerrahmen 26 sowie die Anode 6 relativ zueinander
durch eine Klemmkraft zwischen den beiden Kathodengrundkörpern 12 festgelegt. Diese
Klemmkraft wird insbesondere durch die Befestigungsmittel 50 erzeugt. Die gesamte
elektrochemische Zelle 2 ist zudem auf einer Basisplatte 54 angeordnet.
[0039] Zudem sind Elektrolytanschlusselemente 66 mit den Anolytzuleitungen 20 und den Anolytableitungen
22, sowie mit den Katholytzuleitungen 16 und den Katholytableitungen 18 der Kathodengrundkörper
12 verbunden. Über diese sind sie vorzugsweise jeweils mit, in Figur 2 nicht dargestellten,
externen Zu- und Ableitungen für Anolyt und Katholyt strömungstechnisch verbunden.
[0040] Figur 3 zeigt eine Ausführungsform eines Kathodengrundkörpers 12 für eine elektrochemische
Zelle 2 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Dieser weist eine
Kathodenfläche 10 auf, die einstückig mit dem Kathodengrundkörper 12, vorliegend aus
Stahl, ausgebildet ist. Die Kathodenfläche 10 weist ein sogenanntes Flow Field 56
aus einer Mehrzahl von Kanälen auf, die entlang eines gedachten Gitters verlaufen.
Durch diese Kanäle strömt der Katholyt im Betrieb einer elektrochemischen Zelle 2
mit dem Kathodengrundkörper 12.
[0041] Um die Kathodenfläche 10 herum verläuft eine Dichtelementvertiefung 40, in der im
zusammengesetzten Zustand der elektrochemischen Zelle 2 ein Dichtelement 42 angeordnet
ist. Der Kathodengrundkörper 12 weist jeweils eine Katholytzuleitung 16, eine Katholytableitung
18, eine Anolytzuleitung 20 und eine Anolytableitung 22 auf. Die Anolytzuleitung 20
ist mit einer Reihe Anolytzuführöffnungen 58 in dem Kathodengrundkörper 12 strömungstechnisch
verbunden, über die ein Anolyt einem nicht dargestellten Anodenkammer 4 zugeführt
werden kann.
[0042] Daneben sind in dem Kathodengrundkörper 12 Katholytzuführöffnungen 60 ausgebildet,
die strömungstechnisch mit der Katholytzuleitung 16 verbunden sind. Sie sind in den
unteren Enden der Kanäle des Flow Fields 56 angeordnet und dienen der Zufuhr eines
Katholyten in der nicht dargestellten Kathodenkammer 8.
[0043] Weiterhin weist der Kathodengrundkörper 12 eine Reihe Katholytabführöffnungen 62,
die in den oberen Enden der Kanäle des Flow Fields 56 angeordnet sind und strömungstechnisch
mit der Katholytableitung 18 verbunden sind. Sie dienen der Abführung eines Katholyten
aus der Kathodenkammer 8. Der Kathodengrundkörper 12 weist zudem eine Reihe von Anolytabführöffnungen
64 auf, über die ein Anolyt aus der Anodenkammer 4 abgeführt werden kann. Sie sind
strömungstechnisch mit der Anolytableitung 22 verbunden. Der Kathodengrundkörper 12
weist zudem eine Vielzahl von Befestigungsausnehmungen 52 für nicht dargestellte Befestigungsmittel
50 auf.
[0044] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Kathodengrundkörpers 12. Auf diesen
ist ein Kammerrahmen 26 aufgelegt. Durch die Anodenkammerausnehmung 38 des Kammerrahmens
26 ist die Kathodenfläche 10 mit einem Flow Field 56 aus gitterartig zueinander angeordneten
Kanälen zu sehen. Im Betriebszustand ist zwischen dem Kammerrahmen 26 und dem Kathodengrundkörper
12 eine ionenleitende Membran 14 angeordnet, sodass die Kathodenfläche 10 und das
Flow Field 56 nicht sichtbar wären. Diese ionenleitende Membran 14 ist der Anschaulichkeit
halber in Figur 4 nicht eingezeichnet.
[0045] Die Kathodenfläche 10 ist vorliegend als separates Bauteil, insbesondere als Stahl-
oder Edelstahlplatte, zu dem Kathodengrundkörper 12 ausgebildet. Der Kathodengrundkörper
12 besteht vorliegend vorzugsweise aus einem Kunststoff, insbesondere PEEK. Die Kathodenfläche
10 weist jeweils eine Katholytzuführöffnung 60 und eine Katholytabführöffnung 62 auf,
durch die ein Katholyt in den nicht dargestellten Kathodenkammer 8 ein- und ausströmen
kann. Die Katholytzuführöffnung 60 steht in strömungstechnischer Verbindung mit einer
nicht dargestellten Katholytzuleitung 16 und die Katholytabführöffnung 62 steht in
strömungstechnischer Verbindung mit einer nicht dargestellten Katholytableitung 18.
[0046] Der Kathodengrundkörper 12 weist zudem eine längliche Anolytzuführöffnung 58 auf,
welche einerseits mit einer nicht dargestellten Anolytzuleitung 20 und andererseits
mit einem Verteilerraum 24 des Kammerrahmens 26 strömungstechnisch in Verbindung steht.
[0047] Daneben weist der Kathodengrundkörper 12 eine längliche Anolytabführöffnung 64 auf,
welche einerseits mit einer nicht dargestellten Anolytableitung 22 und andererseits
mit dem Verteilerraum 30 des Kammerrahmens 26 strömungstechnisch in Verbindung steht.
Der Kammerrahmen 26 weist wiederum eine Mehrzahl von Strömungsleitelementen 28 sowie
Strömungsleitelementen 32 auf, welche jeweils mit den Verteilerräumen 24, 30 des Kammerrahmens
26 sowie der Anodenkammerausnehmung 38 in strömungstechnischer Verbindung stehen.
Der Kathodengrundkörper 12 weist sechs Befestigungsausnehmungen 52 für nicht dargestellte
Befestigungsmittel 50 auf.
[0048] Figur 5 zeigt die perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines Kammerrahmens
26 für eine elektrochemische Zelle 2. Der Kammerrahmen 26 besteht vorzugsweise aus
einem Kunststoff, insbesondere PTFE oder PVDF, und weist drei Ausnehmungen auf. Einen
Verteilerraum 24, einen Verteilerraum 30 sowie eine Anodenkammerausnehmung 38.
[0049] Der Verteilerraum 24 steht über Strömungsleitelemente 28 in strömungstechnischer
Verbindung mit der Anodenkammerausnehmung 38. Der Verteilerraum 30 steht über Strömungsleitelemente
32 in strömungstechnischer Verbindung mit der Anodenkammerausnehmung 38.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 2
- Elektrochemische Zelle
- 4
- Anodenkammer
- 6
- Anode
- 8
- Kathodenkammer
- 10
- Kathodenfläche
- 12
- Kathodengrundkörper
- 14
- Ionenleitfähige Membran
- 16
- Katholytzuleitung
- 18
- Katholytableitung
- 20
- Anolytzuleitung
- 22
- Anolytableitung
- 24
- Verteilerraum
- 26
- Kammerrahmen
- 28
- Strömungsleitelemente
- 30
- Verteilerraum
- 32
- Strömungsleitelemente
- 34
- Anodengrundkörper
- 36
- Diamantbeschichtung
- 38
- Anodenkammerausnehmung
- 40
- Dichtelementvertiefung
- 42
- Dichtelement
- 44
- Kühlkörper
- 46
- Kühlleitung
- 48
- Kühlmitteldichtung
- 50
- Befestigungsmittel
- 52
- Befestigungsausnehmungen
- 54
- Basisplatte
- 56
- Flow Field
- 58
- Anolytzuführöffnung
- 60
- Katholytzuführöffnung
- 62
- Katholytabführöffnung
- 64
- Anolytabführöffnung
- 66
- Elektrolytanschlusselement
1. Elektrochemische Zelle (2), die
a. eine Anodenkammer (4) mit einer Anode(6),
b. eine Anolytzuleitung (20), durch die ein Anolyt in die Anodenkammer (4) leitbar
ist,
c. eine Anolytableitung (22), durch die der Anolyt aus der Anodenkammer (4) ableitbar
ist,
d. eine Kathodenkammer (8) mit einer Kathode, die einen Kathodengrundkörper (12) aufweist,
und
e. eine zwischen der Anodenkammer (4) und der Kathodenkammer (8) angeordnete Membran
(14) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anolytzuleitung (20) und/oder die Anolytableitung (22) im Kathodengrundkörper
(8) verläuft.
2. Elektrochemische Zelle (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenkammer (4) durch einen Kammerrahmen (26) begrenzt wird, der mit der Anolytzuleitung
(20) und/oder der Anolytableitung (22) fluidtechnisch in Verbindung steht und der
bevorzugt aus einem Kunststoff, besonders bevorzugt aus einem Polymer, wie beispielsweise
PTFE oder PVDF hergestellt ist.
3. Elektrochemische Zelle (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammerrahmen (26) wenigstens einen Verteilerraum (24) aufweist, der mit der Anolytzuleitung
(20) und/oder der Anolytableitung (22) in fluidtechnischer Verbindung steht.
4. Elektrochemische Zelle (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammerrahmen (26) Strömungsleitelemente (28) aufweist, die eingerichtet sind,
eine Strömung eines aus dem Verteilerraum (24) in die Anodenkammer (4) strömenden
Anolyten und/oder eines aus der Anodenkammer(4) in den Verteilerraum (30) strömenden
Anolyten zu richten.
5. Elektrochemische Zelle (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode (6) eine Diamantelektrode ist, die vorzugsweise eine strukturlose Oberfläche,
bevorzugt eine strukturlose ebene Oberfläche aufweist.
6. Elektrochemische Zelle (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammerrahmen (26) direkt an der Diamantelektrode anliegt.
7. Elektrochemische Zelle (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode eine an dem Kathodengrundkörper (12) angeordnete Kathodenfläche (10)
aufweist, die bevorzugt aus einem Metall, insbesondere Stahl besteht.
8. Elektrochemische Zelle (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Membran und der Anode (6) und/oder zwischen der Membran und der Kathode
ein Abstandselement, insbesondere ein Abstandsgitter, angeordnet ist, das bevorzugt
aus einem Polymer, insbesondere PTFE oder PVDF, hergestellt ist.
9. Elektrochemische Zelle (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle (2) eine Katholytzuleitung (16), durch die ein Katholyt in die Kathodenkammer
(8) leitbar ist, und eine Katholytableitung (18) aufweist, durch die der Katholyt
aus der Kathodenkammer (8) ableitbar ist, wobei die Katholytzuleitung (16) und die
Katholytableitung (18) in dem Kathodengrundkörper (12) verlaufen.