Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Innenleitervorrichtung für einen Hohlleiter-Strahler,
einen Hohlleiter-Strahler mit der Innenleitervorrichtung, ein Synthetic-Apertur-Radar-System
mit zumindest einem Hohlleiter-Strahler und ein Verfahren zur Herstellung der Innenleitervorrichtung.
[0002] In der
EP 2 830 156 B1 ist bereits eine Innenleitervorrichtung für einen Hohlleiter-Strahler, insbesondere
für einen Hohlleiter-Strahler mit zumindest einem geschlitzten Hohlleiter, vorgeschlagen
worden, mit zumindest einer Trägerschiene, mit zumindest einer auf der zumindest einen
Trägerschiene angeordneten dielektrischen Einheit, die zumindest ein dielektrisches
Element aufweist, und mit zumindest einem auf der zumindest einen dielektrischen Einheit
angeordneten Innenleiter.
[0003] Die geschlitzten Hohlleiter-Strahler erfordern insbesondere eine hohe Fertigungsgenauigkeit.
Die
EP 2 830 156 B1 offenbart hierzu beispielsweise eine Montage mittels Klebung. Hierbei kann bereits
durch eine Kleberdicke die HF-Performance beeinflusst werden, wodurch es zu Streuungen
oder Performance-Änderungen kommen kann. Ungleichmäßiger Auftrag von Klebermengen
in der Fertigung können daher zu einer Streuung der HF-Performance führen. Es sind
insbesondere kosten- und zeitaufwendige Klebeprozesse aufgrund der Aushärtung gegebenenfalls
unter Druck und Temperatur notwendig.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit guten Eigenschaften hinsichtlich einer Genauigkeit, insbesondere einer Positionsgenauigkeit,
einer Reproduzierbarkeit sowie einer Demontierbarkeit bereitzustellen. Die Aufgabe
wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden
können.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die Erfindung geht aus von einer Innenleitervorrichtung für einen Hohlleiter-Strahler,
insbesondere für einen Hohlleiter-Strahler mit zumindest einem geschlitzten Hohlleiter,
mit zumindest einer Trägerschiene, mit zumindest einer auf der zumindest einen Trägerschiene
angeordneten dielektrischen Einheit, die zumindest ein dielektrisches Element aufweist,
und mit zumindest einem auf der zumindest einen dielektrischen Einheit angeordneten
Innenleiter.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass der zumindest eine Innenleiter zumindest im Wesentlichen
mechanisch auf dem zumindest einen dielektrischen Element und/oder dass das zumindest
eine dielektrische Element zumindest im Wesentlichen mechanisch auf der zumindest
einen Trägerschiene fixiert ist. Vorzugsweise ist der zumindest eine Innenleiter vollständig
mechanisch auf dem zumindest einen dielektrischen Element und/oder das zumindest eine
dielektrische Element vollständig mechanisch auf der zumindest einen Trägerschiene
fixiert.
[0007] Unter einer "Innenleitervorrichtung" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine
einen Innenleiter umfassende Vorrichtung verstanden werden, die zu einer Anordnung
in einem Hohlleiter, insbesondere einem geschlitzten Hohlleiter, eines Hohlleiterstrahlers
vorgesehen ist. Hohlleiter-Strahler oder Gruppenantennen-Strahler, in der Literatur
insbesondere auch Radiatoren oder Subarrays genannt, werden beispielsweise in Phased-Array-Antennen
von Synthetic-Apertur-Radar (SAR)-Systemen mit einfacher und dualer Polarisation eingesetzt.
Bisher werden als Strahler sogenannte Microstrip-Patch-Antennen oder geschlitzte Hohlleiterantennen
verwendet. Weist der Hohlleiter transversale Schlitze auf, entspricht die Richtung
der abgestrahlten Polarisation des Hohlleiters der Längsrichtung des Hohlleiters.
Weist der geschlitzte Hohlleiter longitudinale Schlitze auf, entspricht die Richtung
der abgestrahlten Polarisation des Hohlleiters der Querrichtung des Hohlleiters. Je
nach Ausrichtung der Schlitze können somit entweder horizontal oder vertikal polarisierte
Wellen abgestrahlt werden. Der in dem Hohlleiter angebrachte zusätzliche Innenleiter
ist abhängig von der Ausrichtung der Schlitze derart geformt, dass die Schlitze des
Hohlleiters phasengleich angeregt werden können. Der Hohlleiter-Strahler kann dabei
insbesondere sowohl als resonanter Strahler oder im Wanderwellenprinzip ausgeführt
sein. Durch den im Innenraum des geschlitzten Hohlleiters befindlichen Innenleiter,
wird ein dispersionsfreier, transversal elektromagnetischer Ausbreitungsmodus unterstützt
(TEM-Mode). Der Innenleiter ist polarisationsabhängig speziell geformt, um entweder
longitudinale oder transversale Schlitze anregen zu können.
[0008] Die Trägerschiene bildet insbesondere einen Grundkörper der Innenleitervorrichtung
aus, welcher zu einer Aufnahme und/oder Ausrichtung der dielektrischen Einheit und/oder
des Innenleiters vorgesehen ist. Die Trägerschiene erstreckt sich entlang einer Haupterstreckungsrichtung
des Innenleiters insbesondere zumindest über einen Großteil einer Erstreckung, insbesondere
über eine gesamte Erstreckung, des Innenleiters. Unter einer "Haupterstreckungsrichtung"
eines Objekts soll dabei insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel
zu einer längsten Kante eines kleinsten geometrischen Quaders verläuft, welcher das
Objekt gerade noch vollständig umschließt.
[0009] Unter einer "dielektrischen Einheit" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine
Einheit verstanden werden, die zumindest teilweise, insbesondere zu einem Großteil
und besonders bevorzugt vollständig, aus einem dielektrischen, insbesondere aus einem
elektrisch schwach- oder nichtleitenden, Material besteht. Vorzugsweise umfasst die
dielektrische Einheit zumindest ein dielektrisches Element, welches als ein Dielektrikum
ausgebildet ist. Vorzugsweise bildet die dielektrische Einheit eine dielektrische
Schicht zwischen dem Innenleiter und der Trägerschiene aus. Die dielektrische Einheit
ist insbesondere zu einer Abschirmung des Innenleiters vorgesehen. Die Höhe bzw. Dicke
der durch die dielektrische Einheit ausgebildeten dielektrischen Schicht ist entlang
der Trägerschiene konstant, insbesondere für resonante Strahler, oder ungleichmäßig
mit einem individuell geformten Höhenverlauf, insbesondere für Strahler nach dem Wanderwellenprinzip.
Durch einen Höhenverlauf und eine Form des Innenleiters kann die Amplitude und Phase
der elektrischen Feldstärke in den Schlitzen entlang des Wellenleiters gezielt beeinflusst
werden, so dass sich beliebige Aperturbelegungen realisieren lassen, beispielsweise
um Nebenmaxima im Antennendiagramm unterhalb eines vorgegebenen Werts zu unterdrücken.
Auf gleiche Weise lässt sich auch eine homogene Amplituden- und Phasenbelegung entlang
des Wellenleiters erzielen, beispielsweise um den Antennengewinn zu maximieren und
die Halbwertsbreite zu minimieren.
[0010] Unter "zumindest im Wesentlichen mechanisch [...] fixiert" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere verstanden werden, dass eine Haltekraft zwischen dem zumindest einen
Innenleiter und dem zumindest einen dielektrischen Element und/oder dem zumindest
einen dielektrischen Element und der zumindest einen Trägerschiene zumindest zu 50%,
vorzugsweise zumindest zu 70% und besonders bevorzugt zumindest zu 90% mechanisch
erzeugt wird. Dabei ist insbesondere auch denkbar, dass zumindest ein Anteil der Haltekraft
mechanisch erzeugt wird, während ein weiterer Anteil magnetisch erzeugt wird. Dabei
soll unter "mechanisch [...] fixiert" insbesondere verstanden werden, dass zumindest
zwei Bauteile mittels einer, insbesondere lösbaren, kraft- und/oder formschlüssigen
Verbindung verbunden sind, wobei eine Haltekraft zwischen den zwei Bauteilen vorzugsweise
durch einen geometrischen Eingriff der Bauteile ineinander und/oder eine Reibkraft
zwischen den Bauteilen übertragen wird. Eine Verbindung kann dabei beispielsweise
mittels einer Rastverbindung, einer Nietverbindung, einer Steckverbindung und/oder
einer Schraubverbindung realisiert sein. Die mechanische Verbindung ist dabei insbesondere
frei von einer Klebeverbindung. Unter "formschlüssig" soll insbesondere verstanden
werden, dass aneinanderliegende Flächen von miteinander formschlüssig verbundenen
Bauteilen eine in Normalenrichtung der Flächen wirkende Haltekraft aufeinander ausüben.
Insbesondere befinden sich die Bauteile in einem geometrischen Eingriff miteinander.
Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Innenleitervorrichtung kann insbesondere
eine vorteilhaft leicht zu montierende Innenleitervorrichtung bereitgestellt werden.
Es kann insbesondere eine sehr einfache und schnelle Montierbarkeit der Vorrichtung
erreicht werden. Dies wird insbesondere durch eine nur punktuelle Fixierung und damit
gleichzeitige Positionierung der Komponenten erreicht, welche bevorzugt durch mechanische,
lösbare Verbindungen realisiert werden. Dadurch wird auch bei einem Defekt eines Bauteils
eine Reparatur einzelner Komponenten möglich, was bei einer Serienfertigung für sehr
geringen Ausschuss sorgt. Es kann insbesondere eine Demontierbarkeit und Wiederverwendbarkeit
der einzelnen Bauteile erreicht werden. Ferner kann eine hohe Präzision der Innenleitervorrichtung
sowie eine hohe Reproduzierbarkeit erreicht werden. Zudem kann eine hohe Genauigkeit,
insbesondere eine Positionsgenauigkeit, der Bauteile der Innenleitervorrichtung relativ
zueinander erreicht werden. Es kann insbesondere eine vorteilhafte Reproduzierbarkeit
und Positionsgenauigkeit der Teile der Innenleitervorrichtung kostengünstig und effizient
gewährleistet werden. Es kann insbesondere eine Fertigung ohne Klebeprozess mit schnell
zu fügenden Elementen erreicht werden, die eine hohe Passgenauigkeit haben. Es kann
insbesondere eine effiziente und kostengünstige Montage der Innenleitervorrichtung
unabhängig von einer Montagevorrichtung erreicht werden.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Innenleitervorrichtung zumindest ein Form- und/oder
Kraftschlusselement aufweist, welches dazu vorgesehen ist, den zumindest einen Innenleiter
mechanisch auf dem zumindest einen dielektrischen Element zu fixieren. Das Form- und/oder
Kraftschlusselement ist insbesondere von einem separaten Element gebildet, welches
zu einer direkten Verbindung mit dem Innenleiter und/oder dem dielektrischen Element
vorgesehen ist. Unter einem "Form- und/oder Kraftschlusselement" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere ein Element verstanden werden, welches zur Herstellung einer form- und/oder
kraftschlüssigen Verbindung zwischen zumindest zwei Bauteilen vorgesehen ist. Vorzugsweise
soll darunter insbesondere ein Verbindungselement verstanden werden, welches dazu
vorgesehen ist, mit zumindest einem, insbesondere mit zumindest zwei, der zumindest
zwei zu verbindenden Bauteile direkt eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung
einzugehen. Es sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltungen
des Form- und/oder Kraftschlusselements denkbar, wie beispielsweise als ein Pin, als
ein Keil, als ein Raststift, als eine Klammer und/oder als eine Schraube. Vorzugsweise
weist das Form- und/oder Kraftschlusselement ein angeformtes Rastmittel auf. Unter
einem "Rastmittel" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein federelastisches Mittel
zur Herstellung einer Rastverbindung verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, bei
einer Montage elastisch ausgelenkt zu werden. Dadurch kann insbesondere eine vorteilhafte
Verbindung zwischen dem zumindest einen Innenleiter und dem zumindest einen dielektrischen
Element bereitgestellt werden. Es kann insbesondere eine vorteilhaft sichere und leicht
herzustellende Verbindung zwischen dem zumindest einen Innenleiter und dem zumindest
einen dielektrischen Element bereitgestellt werden. Insbesondere kann dadurch eine
Fixierung über ein separates Element erreicht werden, sodass eine Anpassung des Innenleiters
vorteilhaft gering ist. Ferner kann eine Demontierbarkeit der Teile für den Fall einer
Reparatur oder Nacharbeit gewährleistet werden. Ferner kann hierdurch eine Wiederverwendbarkeit
der teuren Frästeile bei einer Reparatur oder Demontage erreicht werden. Es kann insbesondere
ein Zeitverlust durch eine Wiederbeschaffung des Teils vermieden werden.
[0013] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das zumindest eine dielektrische Element zumindest
eine Aussparung aufweist und das zumindest eine Form- und/oder Kraftschlusselement
dazu vorgesehen ist, in der Aussparung des dielektrischen Elements zu verrasten. Vorzugsweise
bildet das dielektrische Element mit dem Form- und/oder Kraftschlusselement eine Rastverbindung
aus, wobei das Form- und/oder Kraftschlusselement bei einem Befestigungsvorgang vorzugsweise
elastisch ausgelenkt wird, um anschließend durch eine innere Spannkraft hinter einem
korrespondierenden Rastelement, insbesondere der Aussparung des dielektrischen Elements,
einzurasten. Die Aussparung des dielektrischen Elements ist insbesondere von einer
Rastaussparung gebildet. Vorzugsweise weist das dielektrische Element an einer die
Aussparung begrenzenden Fläche insbesondere einen umlaufenden Rastkragen auf. Bevorzugt
ist die Aussparung von einer Durchgangsbohrung gebildet. Es wäre jedoch auch denkbar,
dass die Aussparung von einem Sackloch gebildet ist. Dadurch kann insbesondere eine
vorteilhaft einfach herzustellende Verbindung erreicht werden. Ferner kann dadurch
insbesondere eine direkte Verbindung realisiert werden.
[0014] Es wird ferner vorgeschlagen, dass das zumindest eine Form- und/oder Kraftschlusselement
von einem Fixierstift gebildet ist. Vorzugsweise ist das Form- und/oder Kraftschlusselement
von einem Pin gebildet. Besonders bevorzugt weist das Form- und/oder Kraftschlusselement
einen tellerförmigen Kopf sowie einen an den Kopf angeformten Raststift auf. Grundsätzlich
wäre jedoch auch eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung
des Form- und/oder Kraftschlusselements denkbar. Vorzugsweise ist das Form- und/oder
Kraftschlusselement dazu vorgesehen, sich durch eine Aussparung in dem Innenleiter
in die Aussparung des dielektrischen Elements zu erstrecken. Dadurch kann insbesondere
eine vorteilhaft einfach herzustellende, mechanische Verbindung erreicht werden. Ferner
kann dadurch insbesondere eine vorteilhaft sichere und gleichmäßige Verbindung erreicht
werden, welche einen vorteilhaft geringen Störeinfluss aufweist. Ein weiterer Vorteil
des genannten Konzepts ist die Möglichkeit einer teilweisen oder vollständigen Automatisierbarkeit,
z.B. mittels Bestückungsautomat oder Robotereinsatz.
[0015] Es wird weiter vorgeschlagen, dass die zumindest eine Trägerschiene zumindest ein
Fixierungselement aufweist, welches dazu vorgesehen ist, das zumindest eine dielektrische
Element der dielektrischen Einheit zumindest teilweise relativ zu der Trägerschiene
zu fixieren. Vorzugsweise weist die Trägerschiene auf zwei voneinander abgewandten
Seiten jeweils eine entlang der Haupterstreckungsrichtung der Trägerschiene verlaufende
Rastkante auf. Bevorzugt verlaufen die Rastkanten entlang einer gesamten Erstreckung
der Trägerschiene. Vorzugsweise ist das zumindest eine dielektrische Element dazu
vorgesehen, mit den Rastkanten zu verrasten. Besonders bevorzugt ist das zumindest
eine dielektrische Element mittels der Rastkanten quer zu einer Haupterstreckungsrichtung
fixiert. Das Fixierungselement ist insbesondere dazu vorgesehen, das zumindest eine
dielektrische Element zumindest entlang einer Längsrichtung der Trägerschiene, insbesondere
spielfrei zu fixieren. Es sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Ausgestaltungen des Fixierungselements denkbar. Vorzugsweise ist das Fixierungselement
von einem Stift, insbesondere einem Passstift, gebildet, welcher dazu vorgesehen ist,
in eine Aussparung des zumindest einen dielektrischen Elements einzugreifen. Grundsätzlich
wäre jedoch auch eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung
des Fixierungselements denkbar, wie insbesondere als eine integrierte Rastmarke. Bevorzugt
ist das Fixierungselement dazu vorgesehen, das zumindest eine dielektrische Element
in einer definierten Position relativ zu der Trägerschiene auf der Trägerschiene zu
positionieren und zu fixieren. Dadurch kann insbesondere eine sehr einfache und schnelle
Montierbarkeit der Vorrichtung erreicht werden. Ferner kann eine hohe Präzision der
Innenleitervorrichtung sowie eine hohe Reproduzierbarkeit erreicht werden. Der letzte
Freiheitsgrad der dielektrischen Einheit in Trägerschienenrichtung kann über das Fixierungselement
fixiert werden.
[0016] Ferner wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine dielektrische Einheit zumindest
drei dielektrische Elemente aufweist. Vorzugsweise sind die zumindest drei dielektrischen
Elemente zumindest teilweise verschieden zueinander ausgebildet. Bevorzugt weisen
zumindest zwei der zumindest drei dielektrischen Elemente voneinander verschiedene
Höhen auf. Vorzugsweise weist die dielektrische Einheit eine Vielzahl von dielektrischen
Elementen auf. Die dielektrische Einheit weist insbesondere zumindest vier, vorzugsweise
zumindest acht, bevorzugt zumindest 12 und besonders bevorzugt zumindest 16 dielektrische
Elemente auf. Die Anzahl der dielektrischen Elemente wird insbesondere je nach Antennengröße
frei gewählt. Besonders bevorzugt ist die Anzahl der dielektrischen Elemente der dielektrischen
Einheit von einer geraden Zahl gebildet. Insbesondere weist die dielektrische Einheit
verschiedene dielektrische Elemente auf, wobei immer jeweils zwei dielektrische Elemente
identisch oder spiegelverkehrt ausgebildet sind. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhaft
modularer Aufbau der Innenleitervorrichtung erreicht werden.
[0017] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die dielektrischen Elemente zumindest in einer
Reihe formschlüssig auf der Trägerschiene angeordnet sind. Vorzugsweise sind die dielektrischen
Elemente hintereinander auf die Trägerschiene aufgeschoben, aufgesteckt und/oder aufgeklickt.
Es wäre jedoch auch denkbar, dass die dielektrischen Elemente in mehreren Reihen auf
die Trägerschiene aufgebracht sind. Vorzugsweise weist die dielektrische Einheit zwei
Gruppen von dielektrischen Elementen auf, die jeweils auf gegenüberliegenden Seiten
der Trägerschiene angeordnet sind. Die dielektrischen Elemente sind insbesondere in
einer Flucht angeordnet, wobei die dielektrische Einheit in einem Mittelbereich der
Trägerschiene unterbrochen ist. Vorzugsweise, insbesondere bei Strahlern nach dem
Wanderwellenprinzip nimmt eine Höhe der dielektrischen Elemente zu beiden Endbereich
der Trägerschiene von dem Mittelbereich der Trägerschiene her zu. Grundsätzlich wäre
jedoch auch ein anderer, einem Fachmann als sinnvoll erscheinender Höhenverlauf denkbar.
Dadurch kann insbesondere ein vorteilhaft modularer Aufbau der Innenleitervorrichtung
erreicht werden. Es kann insbesondere eine vorteilhaft variable Anordnung der dielektrischen
Elemente auf die Trägerschiene erreicht werden. Ferner kann eine Demontierbarkeit
der Teile für den Fall einer Reparatur oder einer Nacharbeit gewährleistet werden.
[0018] Zudem wird vorgeschlagen, dass die dielektrischen Elemente der dielektrischen Einheit
zumindest teilweise unterschiedliche Höhen und/oder unterschiedliche Materialstärken
aufweisen. Bevorzugt weist die dielektrische Einheit dielektrische Elemente mit verschiedenen
Höhen und/oder unterschiedlichen Materialstärken auf, wobei insbesondere immer jeweils
zwei dielektrische Elemente dieselbe Höhe und/oder Materialstärke aufweisen. Vorzugsweise
weist die dielektrische Einheit mehrere Paare von dielektrischen Elementen auf, die
jeweils dieselbe Höhe und/oder Materialstärke aufweisen. Die dielektrischen Elemente
eines Paars sind insbesondere auf gegenüberliegenden Seiten der Innenleitervorrichtung
angeordnet. Insbesondere sind dielektrischen Elemente eines Paars auf gegenüberliegenden
Seiten der Innenleitervorrichtung relativ zu einem geometrischen Mittelpunkt der Innenleitervorrichtung
angeordnet. Die Paare von dielektrischen Elementen sind insbesondere alle zu einem
geometrischen Mittelpunkt der Innenleitervorrichtung symmetrisch angeordnet. Ein Speisepunkt
der Innenleitervorrichtung muss dabei insbesondere nicht in dem geometrischen Mittelpunkt
der Innenleitervorrichtung angeordnet sein. Unter einer "Höhe" eines dielektrischen
Elements soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Erstreckung des dielektrischen
Elements senkrecht zu der Haupterstreckungsrichtung, insbesondere einer Haupterstreckungsebene,
der Trägerschiene verstanden werden. Unter einer "Haupterstreckungsebene" einer Baueinheit
soll insbesondere eine Ebene verstanden werden, welche parallel zu einer größten Seitenfläche
eines kleinsten gedachten Quaders ist, welcher die Baueinheit gerade noch vollständig
umschließt, und insbesondere durch den Mittelpunkt des Quaders verläuft. Durch den
Höhenverlauf und insbesondere auch eine Form des Innenleiters kann die Amplitude und
Phase der elektrischen Feldstärke in den Schlitzen entlang des Wellenleiters gezielt
beeinflusst werden, so dass sich beliebige Aperturbelegungen realisieren lassen, beispielsweise
um Nebenmaxima im Antennendiagramm unterhalb eines vorgegebenen Werts zu unterdrücken.Die
dielektrischen Elemente weisen insbesondere unterschiedliche effektive Permittivitäten
auf, wobei die unterschiedlichen effektiven Permittivitäten der dielektrischen Elemente
insbesondere durch unterschiedliche Höhen und/oder unterschiedliche Materialstärken
erreicht werden. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhaft modularer Aufbau der Innenleitervorrichtung
erreicht werden.
[0019] Es wird ferner vorgeschlagen, dass das zumindest eine dielektrische Element der dielektrischen
Einheit als ein offener oder geschlossener Hohlkörper ausgebildet ist. Vorzugsweise
begrenzt das zumindest eine dielektrische Element zumindest teilweise einen Hohlraum.
Der Hohlraum kann dabei sowohl abgeschlossen als auch zu einer Umgebung geöffnet ausgebildet
sein. Vorzugsweise ist der Hohlraum zu zumindest zwei, bevorzugt zu zumindest drei
Seiten hin durch das dielektrische Element begrenzt. Bevorzugt ist der Hohlraum von
einem rechteckigen Volumen gebildet. Das zumindest eine dielektrische Element weist
vorzugsweise einen zumindest annähernd U-förmigen Querschnitt auf. Vorzugsweise weist
das zumindest eine dielektrische Element in einer Schnittebene senkrecht zu einer
Haupterstreckungsrichtung des dielektrischen Elements einen zumindest annähernd U-förmigen
Querschnitt auf. Das dielektrische Element besteht insbesondere aus einem Kunststoff.
Dadurch können insbesondere schnell und einfach zu beschaffende Materialien eingesetzt
werden, wodurch die Vorrichtungskosten vorteilhaft gering gehalten werden können.
Dadurch kann insbesondere vorteilhaft eine effektive Permittivität des dielektrischen
Elements beeinflusst, insbesondere angepasst, werden. Ferner kann dadurch eine vorteilhafte
Montage des dielektrischen Elements auf der Trägerschiene erreicht werden.
[0020] Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Innenleitervorrichtung eine Positionierungseinheit
aufweist, welche dazu vorgesehen ist, zumindest eines der dielektrischen Elemente
der dielektrischen Einheit schwimmend relativ zu der Trägerschiene zu positionieren.
Vorzugsweise weist die Positionierungseinheit zumindest ein erstes Positionierungsmittel,
welches fest, insbesondere einstückig, mit der Trägerschiene ausgebildet ist und zumindest
ein zweites Positionierungsmittel auf, welches fest, insbesondere einstückig, mit
zumindest einem der dielektrischen Elemente ausgebildet ist. Bevorzugt wirken das
zumindest eine erste Positionierungsmittel und das zumindest eine zweite Positionierungsmittel
in einem montierten Zustand der dielektrischen Elemente auf der Trägerschiene zu einer
Positionierung des zumindest einen dielektrischen Elements der dielektrischen Einheit
relativ zu der Trägerschiene zusammen. Besonders bevorzugt wirken das zumindest eine
erste Positionierungsmittel und das zumindest eine zweite Positionierungsmittel insbesondere
derart zusammen, dass das dielektrische Element mit einem definierten Spiel an der
Trägerschiene fixiert ist. Vorzugsweise ist das Fixierungselement der Trägerschiene
dazu vorgesehen, zumindest ein erstes der dielektrischen Elemente starr auf der Trägerschiene
zu fixieren, wobei zumindest ein an das erste dielektrische Element angrenzendes dielektrisches
Element der dielektrischen Elemente der dielektrischen Einheit dazu vorgesehen ist,
mittels der Positionierungseinheit schwimmend relativ zu der Trägerschiene positioniert
zu werden. Durch die Segmentierung der dielektrischen Einheit und mittels der Positionierungseinheit
und/oder des Fixierungselements der Trägerschiene kann ein aus thermoelastischer Sicht
stabiles System aufgebaut werden. Es können insbesondere vorteilhaft Längenausdehnungen
der dielektrischen Elemente ausgeglichen werden. Vorzugsweise sind dafür zudem Spalte
zwischen den dielektrischen Elementen vorgesehen, diese kompensieren insbesondere
die unterschiedlichen Längenausdehnungen. Nur der Unterschied des Längenausdehnungskoeffizienten
zwischen dem Innenleiter und der Trägerschiene spielt eine Rolle für die thermoelastische
Stabilität des Systems. Die eingesetzte segmentierte dielektrische Einheit ruft aufgrund
ihres relativen Ausdehnungskoeffizienten im Vergleich zu der Trägerschiene im Betrieb
unter Temperaturänderungen insbesondere keine unzulässige Variation der HF-Performance
hervor.
[0021] Durch die Segmentierung der dielektrischen Einheit und die Anordnung der Fixierungen
kann eine aus thermoelastischer Sicht stabile Innenleitervorrichtung aufgebaut werden.
Insbesondere wenn bei jedem dielektrischen Element der dielektrischen Einheit die
Fixierung des Innenleiters genau über der Fixierung des dielektrischen Elements, insbesondere
mit der Trägerschiene, liegt, spielt die Längenausdehnung der dielektrischen Elemente
innerhalb des Systems der Innenleitervorrichtung keine Rolle. Grund hierfür sind die
Spalte zwischen den dielektrischen Elementen. Zwischen den dielektrischen Elementen
sind insbesondere Spalte angeordnet, welche einer maximal vorgesehenen thermischen
Längenausdehnung der dielektrischen Elemente entspricht. Die Spalte kompensieren die
unterschiedlichen Längenausdehnungen. Nur der Unterschied des Längenausdehnungskoeffizienten
zwischen Innenleiter und Trägerschiene spielt eine Rolle für die thermoelastische
Stabilität der Innenleitervorrichtung. Ein weiterer Vorteil ist die sehr einfache
und schnelle Montierbarkeit der Innenleitervorrichtung. Dies wird durch die nur punktuelle
Fixierung und damit gleichzeitige Positionierung der Komponenten erreicht, welche
bevorzugt durch lösbare Verbindungen realisiert werden. Dadurch wird auch bei einem
Defekt eines Bauteils eine Reparatur einzelner Komponenten möglich, was bei einer
Serienfertigung für sehr geringen Ausschuss sorgt. Es lassen sich insbesondere Strahler
auf Basis von geschlitzten Koaxialleitern mit hoher Reproduzierbarkeit und Genauigkeit
fertigen, um die gewünschten HF-Eigenschaften zu gewährleisten. Auch bei Abwandlung
der Geometrie oder Versuchen werden insbesondere keine zusätzlichen oder neuen Werkzeuge
zur Integration benötigt.
[0022] Ferner geht die Erfindung aus von einem Hohlleiter-Strahler mit zumindest einem geschlitzten
Hohlleiter, welcher zumindest eine Fläche mit einer Mehrzahl von Schlitzen aufweist,
und mit der in dem Hohlleiter angeordneten Innenleitervorrichtung. Dadurch kann insbesondere
ein vorteilhaft schnell und einfach herstellbarer Hohlleiter-Strahler bereitgestellt
werden. Ferner kann insbesondere eine vorteilhafte Reparierbarkeit erreicht werden.
Es können insbesondere gezielt einzelne Elemente ausgetauscht werden.
[0023] Des Weiteren geht die Erfindung aus von einem Synthetic-Apertur-Radar-System, insbesondere
hochauflösendem Synthetic-Apertur-Radar-System, mit dem zumindest einen Hohlleiter-Strahler.
[0024] Ferner geht die Erfindung aus von einem Verfahren zur Herstellung der Innenleitervorrichtung.
Es wird vorzugsweise vorgeschlagen, dass in zumindest einem Kopplungsschritt die dielektrischen
Elemente der dielektrischen Einheit in einer definierten Reihenfolge zumindest in
einer Reihe auf die Trägerschiene mechanisch montiert werden. Vorzugsweise werden
die dielektrischen Elemente hintereinander auf die Trägerschiene aufgesteckt und/oder
aufgeschoben. Es wäre jedoch auch denkbar, dass die dielektrischen Elemente in mehreren
Reihen auf die Trägerschiene aufgebracht werden. Vorzugsweise weist die dielektrische
Einheit zwei Gruppen von dielektrischen Elementen auf, die jeweils auf gegenüberliegenden
Seiten der Trägerschiene in einer Reihe auf die Trägerschiene mechanisch montiert
werden. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhaft modularer Aufbau der Innenleitervorrichtung
erreicht werden. Es kann insbesondere eine vorteilhaft variable Anordnung der dielektrischen
Elemente auf die Trägerschiene erreicht werden. Es kann insbesondere eine effiziente
und kostengünstige Herstellung der Innenleitervorrichtung unabhängig von einer Montagevorrichtung
erreicht werden.
[0025] Es wird weiter vorgeschlagen, dass in zumindest einem Kopplungsschritt der Innenleiter
auf der dielektrischen Einheit positioniert und mittels zumindest eines Form- und/oder
Kraftschlusselements mechanisch auf der dielektrischen Einheit fixiert wird. Das Form-
und/oder Kraftschlusselement ist insbesondere von einem separaten Element gebildet,
welches über den Innenleiter mit zumindest einem dielektrischen Element verbunden
wird. Das zumindest eine dielektrische Element der dielektrischen Einheit bildet mit
dem Form- und/oder Kraftschlusselement eine Rastverbindung aus, wobei das Form- und/oder
Kraftschlusselement bei einem Befestigungsvorgang elastisch ausgelenkt wird, um anschließend
durch eine innere Spannkraft hinter einem korrespondierenden Rastelement, insbesondere
der Aussparung des dielektrischen Elements, einzurasten. Vorzugsweise erstreckt sich
das Form- und/oder Kraftschlusselement durch eine Aussparung in dem Innenleiter in
die Aussparung des dielektrischen Elements. Dadurch kann insbesondere eine vorteilhaft
einfach herzustellende Verbindung erreicht werden. Ferner kann dadurch insbesondere
eine direkte Verbindung realisiert werden. So kann insbesondere eine kostengünstige
und reproduzierbare Fertigung der Innenleitervorrichtung erreicht werden, welche die
geforderte HF-Performance erreicht. Ferner kann eine vorteilhaft geringe Fertigungszeit
erreicht werden, im Vergleich zu geklebten Innenleitervorrichtungen, wodurch ein erhebliches
finanzielles Einsparpotential besteht. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit einer
teilweisen oder vollständigen Automatisierbarkeit, wie beispielsweise mittels Bestückungsautomaten
oder Robotereinsatz.
[0026] Die erfindungsgemäße Innenleitervorrichtung, der Hohlleiter-Strahler, das Synthetic-Apertur-Radar-System
sowie das Verfahren sollen hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform
beschränkt sein. Insbesondere können die erfindungsgemäße Innenleitervorrichtung,
der Hohlleiter-Strahler, das Synthetic-Apertur-Radar-System sowie das Verfahren zu
einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten
Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten
abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen
Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und
als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnungen
[0027] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Hohlleiter-Strahler mit einem Hohlleiter und mit einer erfindungsgemäßen Innenleitervorrichtung
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Innenleitervorrichtung mit einer Trägerschiene, mit einer dielektrischen
Einheit, welche mehrere dielektrische Elemente umfasst, und mit einem Innenleiter
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3
- die erfindungsgemäße Innenleitervorrichtung mit der Trägerschiene, mit der dielektrischen
Einheit und mit dem Innenleiter in einer schematischen Schnittdarstellung entlang
der Schnittlinie III-III,
- Fig. 4
- ein dielektrisches Element der dielektrischen Einheit der erfindungsgemäßen Innenleitervorrichtung
in einer schematischen Darstellung
- Fig. 5
- ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zu einer Herstellung der erfindungsgemäßen Innenleitervorrichtung
und
- Fig. 6
- eine alternative erfindungsgemäße Innenleitervorrichtung mit einer Trägerschiene,
mit einer dielektrischen Einheit und mit einem Innenleiter in einer schematischen
Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0029] Figur 1 zeigt einen Hohlleiter-Strahler 12a mit einem Hohlleiter 14a und mit einer
Innenleitervorrichtung 10a. Der Hohlleiter-Strahler 12a ist für ein Synthetic-Apertur-Radar-System,
insbesondere für ein hochauflösendes Synthetic-Apertur-Radar-System. Der Hohlleiter-Strahler
12a bildet ein Teil eines Synthetic-Apertur-Radar-Systems. Der Hohlleiter 14a ist
von einem geschlitzten Hohlleiter 14a gebildet. Der Hohlleiter 14a ist von einem rechteckigen
Profil gebildet, welches entlang seiner Haupterstreckungsrichtung eine Mehrzahl von
Schlitzen 30a aufweist. Der Hohlleiter 14a weist zumindest eine Fläche mit einer Mehrzahl
von Schlitzen 30a auf. Vorzugsweise sind die Schlitze 30a gleichmäßig verteilt angeordnet.
Der Hohlleiter 14a weist beispielhaft transversale Schlitze 30a auf, welche sich vollständig
über eine Oberseite und teilweise über zwei Seiten des Hohlleiters 14a erstrecken.
Weist der Hohlleiter 14a transversale Schlitze 30a auf, entspricht die Richtung der
abgestrahlten Polarisation des Hohlleiters 14a der Längsrichtung des Hohlleiters 14a.
Weist der geschlitzte Hohlleiter 14a alternativ longitudinale Schlitze auf, entspricht
die Richtung der abgestrahlten Polarisation des Hohlleiters 14a der Querrichtung des
Hohlleiters 14a. Je nach Ausrichtung der Schlitze 30a können somit entweder horizontal
oder vertikal polarisierte Wellen abgestrahlt werden.
[0030] Der Hohlleiter 14a ist zu einer Aufnahme der Innenleitervorrichtung 10a vorgesehen.
Die Innenleitervorrichtung 10a ist in dem Hohlleiter 14a angeordnet. Die Innenleitervorrichtung
10a ist positionsfest in dem Hohlleiter 14a angeordnet. Die Innenleitervorrichtung
10a ist nicht weiter sichtbar über Fortsätze 36a, insbesondere über Fortsätze 36a
an einer Unterseite einer Trägerschiene 16a der Innenleitervorrichtung 10a, positionsfest
in dem Hohlleiter 14a angeordnet. Die Fortsätze 36a der Innenleitervorrichtung 10a
greifen insbesondere nicht weiter sichtbar in Aussparungen des Hohlleiters 14a ein.
[0031] Die Innenleitervorrichtung 10a weist eine Trägerschiene 16a auf. Die Trägerschiene
16a ist von einer Aluminiumschiene gebildet. Grundsätzlich wäre jedoch auch eine andere,
einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung der Trägerschiene 16a denkbar.
Die Trägerschiene 16a bildet einen Grundkörper der Innenleitervorrichtung 10a aus,
welcher zu einer Aufnahme und/oder Ausrichtung einer dielektrischen Einheit 18a und/oder
eines Innenleiters 22a vorgesehen ist. Die Trägerschiene 16a erstreckt sich entlang
einer Haupterstreckungsrichtung 38a der Innenleitervorrichtung 10a über eine gesamte
Erstreckung der Innenleitervorrichtung 10a.Die Trägerschiene 16a weist einen zumindest
annähernd rechteckigen Querschnitt auf, wobei die Trägerschiene 16a auf zwei voneinander
abgewandten Seiten jeweils eine entlang der Haupterstreckungsrichtung 38a der Innenleitervorrichtung
10a verlaufende Rastkante 40a aufweist. Die Rastkanten 40a verlaufen jeweils entlang
einer gesamten Erstreckung der Trägerschiene 16a. Ferner weist die Trägerschiene 16a
auf einer Unterseite mehrere Fortsätze 36a auf, welche zu einer Verbindung und Positionierung
der Innenleitervorrichtung 10a mit und in dem Hohlleiter 14a vorgesehen sind.
[0032] Ferner weist die Innenleitervorrichtung 10a eine auf der Trägerschiene 16a angeordnete
dielektrische Einheit 18a auf. Die dielektrische Einheit 18a erstreckt sich entlang
der Haupterstreckungsrichtung 38a der Innenleitervorrichtung 10a über einen wesentlichen
Teil einer Erstreckung der Trägerschiene 16a. Die dielektrische Einheit 18a ist in
einem Mittelbereich der Trägerschiene 16a ausgespart. Die Höhe bzw. Dicke der durch
die dielektrische Einheit 18a ausgebildeten dielektrischen Schicht ist entlang der
Trägerschiene 16a nicht gleichmäßig, sondern weist einen individuell geformten Höhenverlauf
auf. Durch den Höhenverlauf und eine Form eines Innenleiters 22a kann die Amplitude
und Phase der elektrischen Feldstärke in den Schlitzen 30a gezielt beeinflusst werden,
so dass sich beliebige Aperturbelegungen realisieren lassen, beispielsweise um Nebenmaxima
im Antennendiagramm unterhalb eines vorgegebenen Werts zu unterdrücken. Auf gleiche
Weise lässt sich auch eine homogene Amplituden- und Phasenbelegung erzielen, beispielsweise
um den Antennengewinn zu maximieren und die Halbwertsbreite zu minimieren.
[0033] Die dielektrische Einheit 18a weist zumindest ein dielektrisches Element 20a, 20a',
20a" auf. Die dielektrische Einheit 18a weist eine Vielzahl von dielektrischen Elementen
20a, 20a', 20a" auf. Die dielektrische Einheit 18a weist zumindest vier, vorzugsweise
zumindest acht, bevorzugt zumindest 12 und besonders bevorzugt zumindest 16 dielektrische
Elemente 20a, 20a', 20a" auf. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" sind in
einer Reihe formschlüssig auf der Trägerschiene 16a angeordnet. Die dielektrischen
Elemente 20a, 20a', 20a" sind hintereinander auf die Trägerschiene 16a aufgesteckt.
Es wäre jedoch auch denkbar, dass die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" in mehreren
Reihen auf die Trägerschiene 16a aufgebracht sind. Die dielektrische Einheit 18a weist
zwei Gruppen von dielektrischen Elementen 20a, 20a', 20a" auf, die jeweils auf gegenüberliegenden
Seiten der Trägerschiene 16a angeordnet sind. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a',
20a" sind in einer Flucht angeordnet. Die Höhe der dielektrischen Elemente 20a, 20a',
20a" nimmt beispielhaft zu beiden Endbereichen der Trägerschiene 16a von dem Mittelbereich
der Trägerschiene 16a her zu. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" einer Gruppe
sind jeweils verschieden zueinander ausgebildet, wobei die Gruppen von dielektrischen
Elementen 20a, 20a', 20a" jeweils zueinander korrespondierende dielektrische Elemente
20a, 20a', 20a" aufweisen. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" der dielektrischen
Einheit 18a weisen zumindest teilweise unterschiedliche Höhen und/oder unterschiedliche
Materialstärken auf. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" einer Gruppe der
dielektrischen Einheit 18a weisen unterschiedliche Höhen auf. Bevorzugt weist die
dielektrische Einheit 18a dielektrische Elemente 20a, 20a', 20a" mit verschiedenen
Höhen auf, wobei immer jeweils zwei dielektrische Elemente 20a, 20a' 20a" dieselbe
Höhe aufweisen. Die Gruppen der dielektrischen Einheit 18a weisen jeweils ein erstes
dielektrisches Element 20a auf, welches einer Mitte der Trägerschiene 16a nächstliegend
angeordnet ist. Die beiden ersten dielektrischen Elemente 20a weisen insbesondere
eine geringste Höhe der dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" auf. Ferner weisen
die Gruppen der dielektrischen Einheit 18a jeweils ein letztes dielektrisches Element
20a" auf, welches jeweils einem der Endbereiche der Trägerschiene 16a nächstliegend
angeordnet ist. Die beiden letzten dielektrischen Elemente 20a" weisen insbesondere
eine größte Höhe der dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" auf. Des Weiteren weisen
die Gruppen der dielektrischen Einheit 18a jeweils mehrere weitere dielektrische Elemente
20a' auf, welche jeweils zwischen dem ersten dielektrischen Element 20a und dem letzten
dielektrischen Element 20a" angeordnet sind.
[0034] Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" der dielektrischen Einheit 18a sind jeweils
als ein offener oder geschlossener Hohlkörper ausgebildet. Die dielektrischen Elemente
20a, 20a', 20a" begrenzen jeweils einen Hohlraum. Der Hohlraum ist jeweils zu einer
Umgebung geöffnet ausgebildet. Der Hohlraum der dielektrischen Elemente 20a, 20a',
20a" der dielektrischen Einheit 18a ist jeweils von einem rechteckigen Volumen gebildet.
Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" der dielektrischen Einheit 18a weisen
jeweils einen annähernd U-förmigen Querschnitt auf. Die dielektrischen Elemente 20a,
20a', 20a" der dielektrischen Einheit 18a weisen jeweils in einer Schnittebene senkrecht
zu einer Haupterstreckungsrichtung des jeweiligen dielektrischen Elements 20a, 20a',
20a" einen annähernd U-förmigen Querschnitt auf. Grundsätzlich wäre jedoch auch eine
andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Formgebung der dielektrischen Elemente
20a, 20a', 20a" denkbar.
[0035] Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" sind zumindest im Wesentlichen mechanisch
auf der Trägerschiene 16a fixiert. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" sind
auf der Trägerschiene 16a aufgerastet. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a"
sind dazu vorgesehen, mit den Rastkanten 40a der Trägerschiene 16a zu verrasten. Die
dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" weisen zu den Rastkanten 40a korrespondierende
Rastaussparungen 42a auf. Die Rastaussparungen 42a sind jeweils auf der Innenseite
der freien Enden des U-förmigen Querschnitts der dielektrischen Elemente 20a, 20a',
20a" angeordnet. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" werden mittels der Rastverbindung
quer zu der Haupterstreckungsrichtung 38a der Innenleitervorrichtung 10a fixiert.
[0036] Ferner weist die Trägerschiene 16a zumindest ein Fixierungselement 27a auf, welches
dazu vorgesehen ist, zumindest ein dielektrisches Element 20a, 20a" der dielektrischen
Einheit 18a zumindest teilweise relativ zu der Trägerschiene 16a zu fixieren. Die
Trägerschiene 16a weist mehrere, insbesondere vier, Fixierungselemente 27a auf, welche
dazu vorgesehen sind, die ersten und letzten dielektrischen Elemente 20a, 20a" der
dielektrischen Einheit 18a teilweise relativ zu der Trägerschiene 16a zu fixieren.
Die Fixierungselemente 27a sind dazu vorgesehen, die ersten und letzten dielektrischen
Elemente 20a, 20a"entlang einer Längsrichtung der Trägerschiene 16a spielfrei zu fixieren.
Die Fixierungselemente 27a sind jeweils von einem Stift gebildet, welcher dazu vorgesehen
ist, in eine Aussparung 26a das jeweiligen dielektrischen Elements 20a, 20a" einzugreifen.
Grundsätzlich wäre jedoch auch eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Ausbildung der Fixierungselemente 27a denkbar. Alternativ wäre auch denkbar, dass
die Fixierungselemente 27a lediglich die ersten oder die letzten dielektrischen Elemente
20a, 20a" der dielektrischen Einheit 18a fixieren. Ferner sind die Fixierungselemente
27a dazu vorgesehen, die ersten und letzten dielektrischen Elemente 20a, 20a" der
dielektrischen Einheit 18a in einer definierten Position relativ zu der Trägerschiene
16a auf der Trägerschiene 16a zu positionieren und zu fixieren. Die Fixierungselemente
27a sind lösbar mit einem Grundkörper 44a der Trägerschiene 16a verbunden. Die Fixierungselemente
27a sind in den Grundkörper 44a der Trägerschiene 16a eingeschraubt. Die Fixierungselemente
27a sind in einem Bereich einer der Rastkanten 40a in den Grundkörper 44a der Trägerschiene
16a eingeschraubt. Grundsätzlich wäre jedoch auch denkbar, dass die Fixierungselemente
27a einstückig mit dem Grundkörper 44a verbunden sind.
[0037] Des Weiteren weist die Innenleitervorrichtung 10a eine Positionierungseinheit 28a
auf, welche dazu vorgesehen ist, zumindest eines der dielektrischen Elemente 20a'
der dielektrischen Einheit 18a schwimmend relativ zu der Trägerschiene 16a zu positionieren.
Die Positionierungseinheit 28a ist dazu vorgesehen, die weiteren dielektrischen Elemente
20a' der dielektrischen Einheit 18a schwimmend relativ zu der Trägerschiene 16a zu
positionieren. Die Positionierungseinheit 28a weist mehrere erste Positionierungsmittel
auf, welche fest, insbesondere einstückig, mit der Trägerschiene 16a ausgebildet sind.
Ferner weist die Positionierungseinheit 28a mehrere zweite Positionierungsmittel 46a
auf, welche fest, insbesondere einstückig, mit jeweils einem der weiteren dielektrischen
Elemente 20a' ausgebildet sind. Jeweils zwei der zweiten Positionierungsmittel 46a
sind mit jeweils einem der weiteren dielektrischen Elemente 20a' einstückig ausgebildet.
Die Positionierungsmittel 46a sind jeweils auf gegenüberliegenden Seiten in den Rastaussparungen
42a des jeweiligen weiteren dielektrischen Elements 20a' angeordnet. Die ersten Positionierungsmittel
und die zweiten Positionierungsmittel 46a wirken in einem montierten Zustand der weiteren
dielektrischen Elemente 20a' auf der Trägerschiene 16a zu einer Positionierung der
weiteren dielektrischen Elemente 20a' der dielektrischen Einheit 18a relativ zu der
Trägerschiene 16a zusammen. Die ersten Positionierungsmittel und die zweiten Positionierungsmittel
46a wirken derart miteinander zusammen, dass das jeweilige weitere dielektrische Element
20a' mit einem definierten Spiel an der Trägerschiene 16a fixiert ist. Die Fixierungselemente
27a der Trägerschiene 16a sind dazu vorgesehen, die ersten und letzten dielektrischen
Elemente 20a, 20a" starr auf der Trägerschiene 16a zu fixieren, wohingegen die weiteren
dielektrischen Elemente 20a' mittels der Positionierungseinheit 28a schwimmend relativ
zu der Trägerschiene 16a zwischen den ersten und letzten dielektrischen Elementen
20a, 20a" positioniert sind. Die ersten Positionierungsmittel der Positionierungseinheit
28a sind beispielhaft von Vertiefungen in den Rastkanten 40a der Trägerschiene 16a
gebildet. Die zweiten Positionierungsmittel 46a der Positionierungseinheit 28a sind
beispielhaft von Erhebungen in den Rastaussparungen 42a der weiteren dielektrischen
Elemente 20a' gebildet. Vorzugsweise sind die zweiten Positionierungsmittel 46a durch
das abschnittsweise Unterbrechen der Rastaussparungen 42a hergestellt.
[0038] Des Weiteren weist die Innenleitervorrichtung 10a einen auf der dielektrischen Einheit
18a angeordneten Innenleiter 22a auf. Der Innenleiter 22a ist von einem Kupferleiter
gebildet. Der in dem Hohlleiter 14a angebrachte Innenleiter 22a ist den Schlitzen
30a des Hohlleiters 14a zugewandt angeordnet. Der Innenleiter 22a ist abhängig von
der Ausrichtung der Schlitze 30a derart geformt, dass sich eine Speisung nach dem
Wanderwellenprinzip ergibt, wobei alle Schlitze 30a des Hohlleiters 14a phasengleich
angeregt werden können. Der Innenleiter 22a ist polarisationsabhängig speziell geformt,
um entweder longitudinale oder transversale Schlitze 30a anregen zu können. Der Innenleiter
22a ist in einem Mittelbereich des Trägerschiene 16a über eine Speiseleitung 48a mit
der Trägerschiene 16a verbunden. Der Innenleiter 22a wird über die Speiseleitung 48a
angesteuert. Die Speiseleitung 48a dient der Einspeisung und ist mit dem Innenleiter
22a elektrisch verbunden. Die Speiseleitung 48a ist mechanisch lastfrei. Ferner ist
der Innenleiter 22a mechanisch auf den dielektrischen Elementen 20a, 20a', 20a" fixiert.
Die Innenleitervorrichtung 10a weist mehrere Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a
auf, welche dazu vorgesehen sind, den Innenleiter 22a mechanisch auf den dielektrischen
Elementen 20a, 20a', 20a" zu fixieren. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a
sind von separaten Elementen gebildet, welche zu einer direkten Verbindung mit dem
Innenleiter 22a und/oder den dielektrischen Elementen 20a, 20a', 20a" vorgesehen sind.
Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a weisen jeweils ein angeformtes Rastmittel
auf. Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" weisen jeweils eine Aussparung 26a
auf. Die Aussparungen 26a sind jeweils auf einer Oberseite des jeweiligen dielektrischen
Elements 20a, 20a', 20a" angeordnet. Die Aussparungen 26a sind jeweils von einer Durchgangsbohrung
gebildet. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a sind dazu vorgesehen, in den
Aussparungen 26a der dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" zu verrasten. Die dielektrischen
Elemente 20a, 20a', 20a" bilden mit den Form- und/oder Kraftschlusselementen 24a jeweils
eine Rastverbindung aus, wobei die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a bei einem
Befestigungsvorgang jeweils teilweise elastisch ausgelenkt werden, um anschließend
durch eine innere Spannkraft hinter einem korrespondierenden Rastelement der Aussparung
26a des jeweiligen dielektrischen Elements 20a, 20a', 20a" einzurasten. Die Aussparungen
26a der dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" sind von einer Rastaussparung gebildet.
Die dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" weisen an einer die Aussparung 26a des
jeweiligen dielektrischen Elements 20a, 20a', 20a" begrenzenden Fläche einen umlaufenden
Rastkragen auf. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a sind jeweils von einem
Fixierstift gebildet. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a sind jeweils von
einem Pin gebildet. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a weisen jeweils einen
tellerförmigen Kopf sowie einen an den Kopf angeformten Raststift auf. Es wäre jedoch
auch eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung der Form-
und/oder Kraftschlusselemente 24a denkbar. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente
24a sind jeweils dazu vorgesehen, sich durch eine Aussparung in dem Innenleiter 22a
in die Aussparung 26a eines der dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" zu erstrecken.
Der Innenleiter 22a weist eine Vielzahl von zu den Aussparungen 26a der dielektrischen
Elemente 20a, 20a', 20a" korrespondierenden Aussparungen auf. Die Aussparungen des
Innenleiters 22a sind beispielhaft von Langlöchern, insbesondere von gestanzten Langlöchern,
gebildet. Durch eine Ausbildung der Aussparungen des Innenleiters 22a als Langloch
kann insbesondere eine geringfügige Bewegung, insbesondere beispielsweise aufgrund
von Temperaturausdehnungen, der dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" relativ zu
dem Innenleiter 22a ermöglicht werden.
[0039] Figur 5 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zu einer Herstellung der Innenleitervorrichtung
10a. Die Innenleitervorrichtung 10a wird insbesondere frei von Klebeverbindungen hergestellt.
Bei dem Verfahren werden in einem ersten Kopplungsschritt 32a die dielektrischen Elemente
20a, 20a', 20a" der dielektrischen Einheit 18a in einer definierten Reihenfolge in
einer Reihe auf die Trägerschiene 16a mechanisch montiert. Dazu werden insbesondere
die beiden ersten dielektrischen Elemente 20a auf die Trägerschiene 16a aufgeschoben,
aufgesteckt und/oder aufgeklickt und mittels der Fixierungselemente 27a fixiert. Anschließend
werden insbesondere die weiteren dielektrischen Elemente 20a' auf die Trägerschiene
16a aufgesteckt und mittels der Positionierungseinheit 28a positioniert. Darauffolgend
werden die letzten dielektrischen Elemente 20a" auf die Trägerschiene 16a aufgeschoben,
aufgesteckt und/oder aufgeklickt und mittels der Fixierungselemente 27a fixiert. Ferner
wird in einem weiteren Kopplungsschritt 34a der Innenleiter 22a auf der dielektrischen
Einheit 18a positioniert und mittels der Form- und/oder Kraftschlusselemente 24a mechanisch
auf der dielektrischen Einheit 18a fixiert. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente
24a werden durch die Aussparungen in dem Innenleiter 22a in die Aussparungen 26a der
dielektrischen Elemente 20a, 20a', 20a" eingesteckt und mit den dielektrischen Elementen
20a, 20a', 20a" verrastet. Das Einbringen der Form- und/oder Kraftschlusselemente
24a kann beispielsweise mit einem Bestückungsautomaten erfolgen.
[0040] In der Figur 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden
Beschreibungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den
Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen
auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 5 verwiesen werden
kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 5 durch den Buchstaben b in den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels der Figur 6 ersetzt. Bezüglich gleich bezeichneter Bauteile,
insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, kann grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren
1 bis 5 verwiesen werden.
[0041] Figur 6 zeigt eine alternative Innenleitervorrichtung 10b mit einer Trägerschiene
16b, mit einer dielektrischen Einheit 18b und mit einem Innenleiter 22b. Die dielektrische
Einheit 18b weist eine Vielzahl von dielektrischen Elementen 20b" auf. Ferner ist
der Innenleiter 22b mechanisch auf den dielektrischen Elementen 20b fixiert. Die Innenleitervorrichtung
10b weist mehrere Form- und/oder Kraftschlusselemente 24b auf, welche dazu vorgesehen
sind, den Innenleiter 22b mechanisch auf den dielektrischen Elementen 20b zu fixieren.
Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24b sind von separaten Elementen gebildet,
welche zu einer direkten Verbindung mit dem Innenleiter 22b und/oder den dielektrischen
Elementen 20b vorgesehen sind. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente 24b weisen
jeweils angeformte Rastmittel auf. Die dielektrischen Elemente 20b weisen jeweils
zwei Aussparungen 26b auf. Die Aussparungen 26b sind jeweils nebeneinander auf einer
Oberseite des jeweiligen dielektrischen Elements 20b angeordnet. Die Aussparungen
26b sind jeweils von Sacklöchern gebildet. Die Form- und/oder Kraftschlusselemente
24b sind dazu vorgesehen, in den Aussparungen 26b der dielektrischen Elemente 20b
zu verrasten. Die dielektrischen Elemente 20b bilden mit den Form- und/oder Kraftschlusselementen
24b jeweils eine Rastverbindung aus, wobei die Form- und/oder Kraftschlusselemente
24b bei einem Befestigungsvorgang jeweils teilweise elastisch ausgelenkt werden, um
anschließend durch eine innere Spannkraft hinter einem korrespondierenden Rastelement
der Aussparung 26b des jeweiligen dielektrischen Elements 20b einzurasten. Die Form-
und/oder Kraftschlusselemente 24b sind jeweils von einer Fixierklammer gebildet. Die
Form- und/oder Kraftschlusselemente 24b weisen eine U-Form auf. Die Form- und/oder
Kraftschlusselemente 24b sind jeweils dazu vorgesehen, den Innenleiter 22b zu übergreifen
und auf beiden Seiten des Innenleiters 22b in die Aussparungen 26b eines der dielektrischen
Elemente 20b einzugreifen.
Bezugszeichen
[0042]
- 10
- Innenleitervorrichtung
- 12
- Hohlleiter-Strahler
- 14
- Hohlleiter
- 16
- Trägerschiene
- 18
- dielektrische Einheit
- 20
- dielektrisches Element
- 22
- Innenleiter
- 24
- Form- und/oder Kraftschlusselement
- 26
- Aussparung
- 27
- Fixierungselement
- 28
- Positionierungseinheit
- 30
- Schlitz
- 32
- Kopplungsschritt
- 34
- Kopplungsschritt
- 36
- Fortsatz
- 38
- Haupterstreckungsrichtung
- 40
- Rastkante
- 42
- Rastaussparung
- 44
- Grundkörper
- 46
- Positionierungsmittel
- 48
- Speiseleitung
1. Innenleitervorrichtung für einen Hohlleiter-Strahler (12a; 12b), insbesondere für
einen Hohlleiter-Strahler (12a; 12b) mit zumindest einem geschlitzten Hohlleiter (14a),
mit zumindest einer Trägerschiene (16a; 16b), mit zumindest einer auf der zumindest
einen Trägerschiene (16a; 16b) angeordneten dielektrischen Einheit (18a; 18b), die
zumindest ein dielektrisches Element (20a, 20a', 20a"; 20b) aufweist, und mit zumindest
einem auf der zumindest einen dielektrischen Einheit (18a; 18b) angeordneten Innenleiter
(22a; 22b),
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Innenleiter (22a; 22b) zumindest im Wesentlichen mechanisch auf
dem zumindest einen dielektrischen Element (20a, 20a', 20a"; 20b) und/oder dass das
zumindest eine dielektrische Element (20a, 20a', 20a"; 20b) zumindest im Wesentlichen
mechanisch auf der zumindest einen Trägerschiene (16a; 16b) fixiert ist.
2. Innenleitervorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
zumindest ein Form- und/oder Kraftschlusselement (24a; 24b), welches dazu vorgesehen
ist, den zumindest einen Innenleiter (22a; 22b) mechanisch auf dem zumindest einen
dielektrischen Element (20a, 20a', 20a"; 20b) zu fixieren.
3. Innenleitervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine dielektrische Element (20a, 20a', 20a"; 20b) zumindest eine Aussparung
(26a; 26b) aufweist und das zumindest eine Form- und/oder Kraftschlusselement (24a;
24b) dazu vorgesehen ist, in der Aussparung (26a; 26b) des dielektrischen Elements
(20a, 20a', 20a"; 20b) zu verrasten.
4. Innenleitervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine Form- und/oder Kraftschlusselement (24a) von einem Fixierstift
gebildet ist.
5. Innenleitervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Trägerschiene (16a; 16b) zumindest ein Fixierungselement (27a)
aufweist, welches dazu vorgesehen ist, das zumindest eine dielektrische Element (20a,
20a") der dielektrischen Einheit (18a; 18b) zumindest teilweise relativ zu der Trägerschiene
(16a; 16b) zu fixieren.
6. Innenleitervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine dielektrische Einheit (18a; 18b) zumindest drei dielektrische Elemente
(20a, 20a', 20a"; 20b) aufweist.
7. Innenleitervorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die dielektrischen Elemente (20a, 20a', 20a"; 20b) zumindest in einer Reihe formschlüssig
auf der Trägerschiene (16a; 16b) angeordnet sind.
8. Innenleitervorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die dielektrischen Elemente (20a, 20a', 20a"; 20b) der dielektrischen Einheit (18a;
18b) zumindest teilweise unterschiedliche Höhen und/oder unterschiedliche Materialstärken
aufweisen.
9. Innenleitervorrichtung zumindest nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine dielektrische Element (20a, 20a', 20a") der dielektrischen Einheit
(18a; 18b) als ein offener oder geschlossener Hohlkörper ausgebildet ist.
10. Innenleitervorrichtung zumindest nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch
eine Positionierungseinheit (28a), welche dazu vorgesehen ist, zumindest eines der
dielektrischen Elemente (20a, 20a', 20a"; 20b) der dielektrischen Einheit (18a; 18b)
schwimmend relativ zu der Trägerschiene (16a; 16b) zu positionieren.
11. Hohlleiter-Strahler mit zumindest einem geschlitzten Hohlleiter (14a), welcher zumindest
eine Fläche mit einer Mehrzahl von Schlitzen (30a) aufweist, und mit einer in dem
Hohlleiter (14a) angeordneten Innenleitervorrichtung (10a; 10b) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
12. Synthetic-Apertur-Radar-System, insbesondere hochauflösendes Synthetic-Apertur-Radar-System,
mit zumindest einem Hohlleiter-Strahler (12a; 12b) nach Anspruch 11.
13. Verfahren zur Herstellung einer Innenleitervorrichtung (10a; 10b) nach einem der Ansprüche
1 bis 10.
14. Verfahren zur Herstellung einer Innenleitervorrichtung (10a; 10b) zumindest nach Anspruch
6,
dadurch gekennzeichnet, dass
in zumindest einem Kopplungsschritt (32a) die dielektrischen Elemente (20a, 20a',
20a"; 20b) der dielektrischen Einheit (18a; 18b) in einer definierten Reihenfolge
zumindest in einer Reihe auf die Trägerschiene (16a; 16b) mechanisch montiert werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
in zumindest einem Kopplungsschritt (34a) der Innenleiter (22a; 22b) auf der dielektrischen
Einheit (18a; 18b) positioniert und mittels zumindest eines Form- und/oder Kraftschlusselements
(24a; 24b) mechanisch auf der dielektrischen Einheit (18a; 18b) fixiert wird.