[0001] Die vorliegende Offenbarung betrifft allgemein einen Steckverbinder zur Verbindung
technischer Medien. Insbesondere ist ein Steckverbinder für eine Gleichstromverbindung
offenbart.
[0002] Ein übergeordnetes Ziel ist, die Stromversorgung industrieller Anlagen in Zukunft
über ein geregeltes und offenes Gleichstromnetz zu gestalten und die industrielle
Energieversorgungsarchitektur zu digitalisieren. Der Einsatz von Gleichstrom entspricht
dabei nicht nur regenerativen Energiequellen und ausfallsicheren lokalen Stromspeichern,
sondern auch den industriellen Verbrauchern. Durch den Wegfall einer Vielzahl von
Gleichrichtern in den einzelnen Analagenkomponenten erhöht sich deren Zuverlässigkeit
und die Gesamtenergieeffizienz. Zudem verbessert die digitale Kommunikation die Energieflexibilität.
Durch eine dezentrale Netzsteuerung und integrierte Stromspeicher kann ein Energiefluss
flexibel und robust auf eine schwankende externe Netzqualität oder Energieangebote
reagieren. Erneuerbare Energien können unmittelbar eingebunden und Wandlungsverluste
von Wechsel- in Gleichspannung vermieden werden. Zudem ergeben sich Energieeinsparungen
durch die einfachere Nutzung und Pufferung von Bremsenergie, dem sogenannten generatorischen
Bremsen, in Gleichstromnetzen.
[0003] Um die Sicherheit und Zuverlässigkeit eines solchen geregelten und offenen Gleichstromnetzes
zu gewährleisten, dürfen dessen elektrische Verbindungen nicht unkontrolliert geöffnet
werden. Aus dem Stand der Technik sind dazu elektromechanische Verriegelungen eines
Steckverbinders bekannt. Das Dokument
DE 10 2017 118751 A1 beschreibt eine Nockenwelle als Verriegelung. Verriegelungen können jedoch durch
einen kurzen Weg des Riegels geöffnet werden und genügen deshalb nicht den Anforderungen
an Sicherheit und Zuverlässigkeit eines Gleichstromnetzes.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Steckverbinder anzugeben,
der einen zusammengesteckten Zustand zuverlässig gegen manuelle Manipulation fixiert.
Eine alternative oder spezifischere Aufgabe ist, sicherzustellen, dass der zusammengesteckte
Zustand nur im stromlosen Zustand geöffnet werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden unter teilweiser Bezugnahme
auf die Figuren beschrieben.
[0007] Gemäß einem Aspekt ist ein Steckverbinder für eine elektrische Steckverbindung bereitgestellt.
Der Steckverbinder umfasst einen ersten Steckverbinderteil mit einem Gehäuse und mindestens
einem Kontaktelement, sowie einen zweiten Steckverbinderteil mit einem Gehäuse und
mindestens einem Kontaktelement. Der erste Steckverbinderteil und dessen mindestens
ein Kontaktelement sind mit dem zweiten Steckverbinderteil und dessen mindestens einem
Kontaktelement zusammensteckbar zur elektrischen Steckverbindung in einem zusammengesteckten
Zustand des ersten Steckverbinderteils und des zweiten Steckverbinderteils. Der erste
Steckverbinderteil umfasst einen elektromotorischen Antrieb und ein mit dem Antrieb
drehbar gekoppeltes erstes Schraubverbindungsteil. Der zweite Steckverbinderteil umfasst
ein verdrehsicheres zweites Schraubverbindungsteil, das mittels des Antriebs mit dem
ersten Schraubverbindungsteil verschraubbar ist zur Fixierung des zusammengesteckten
Zustands des ersten Steckverbinderteils und des zweiten Steckverbinderteils.
[0008] Ausführungsbeispiele des Steckverbinders können mittels der Verschraubung den zusammengesteckten
Zustand über eine Vielzahl von Umdrehungen des ersten Schraubverbindungsteils fixieren.
Die Vielzahl der Umdrehungen ist durch den elektromotorischen Antrieb schnell, zuverlässig
und ohne manuellen Zusatzaufwand erreichbar und schließt ein manuelles Öffnen des
zusammengesteckten Zustands aus.
[0009] Der zweite Steckverbinderteil kann ein antriebsfreier Steckverbinderteil sein.
[0010] Der Antrieb kann mit dem ersten Schraubverbindungsteil gekoppelt sein zur Drehung
des ersten Schraubverbindungsteils relativ zum Gehäuse des ersten Steckverbinderteils.
Alternativ oder ergänzend kann der Antrieb mit dem ersten Schraubverbindungsteil permanent
gekoppelt sein.
[0011] Das erste Schraubverbindungsteil kann einen Gewindebolzen oder Gewindezapfen umfassen.
Das zweite Schraubverbindungsteil kann eine Gewindehülse umfassen. Alternativ oder
in Kombination kann das erste (oder ein weiteres erstes) Schraubverbindungsteil eine
Gewindehülse umfassen. Das zweite (oder ein weiteres zweites) Schraubverbindungsteil
kann einen Gewindebolzen oder Gewindezapfen umfassen.
[0012] Am ersten und zweiten Steckverbinderteil kann jeweils das mindestens eine Kontaktelement
parallel zum ersten beziehungsweise zweiten Schraubverbindungsteil angeordnet sein.
[0013] Der erste und zweite Steckverbinderteil kann jeweils einen Kontaktabschnitt aufweisen,
an dem das jeweilige mindestens eine Kontaktelement aus dem jeweiligen Gehäuse ragt
(vorzugsweise wobei eine optionale Schutzummantelung des Kontaktelements hierbei nicht
als Teil des Gehäuses angesehen ist). Das erste beziehungsweise zweite Schraubverbindungsteil
kann seitlich neben dem Kontaktabschnitt am jeweiligen Steckverbinderteil angeordnet
sein.
[0014] Der erste Steckverbinderteil und der zweite Steckverbinderteil kann jeweils mindestens
zwei Module umfassen. Die Module können jeweils einen Modulplatz am Kontaktabschnitt
belegen oder bestimmen. Alternativ oder ergänzend können in einem oder jedem Modul
die jeweiligen Kontaktelemente räumlich und/oder funktional gruppiert sein. Der Antrieb
kann einen oder einen halben Modulplatz belegen. Vorzugsweise kann der vom Antrieb
belegte Modulplatz benachbart zum ersten Schraubverbindungsteil sein.
[0015] Der erste Steckverbinderteil kann den Antrieb und das mit dem Antrieb drehbar gekoppelte
erste Schraubverbindungsteil auf einer oder beiden Seiten des Kontaktabschnitts umfassen.
[0016] Der erste Steckverbinderteil und der zweite Steckverbinderteil können jeweils am
Kontaktabschnitt, vorzugsweise am vom Antrieb belegten Modulplatz, Steuerkontaktelemente
umfassen. Die Steuerkontaktelemente können im zusammengesteckten Zustand paarweise
in Kontakt stehen zur Steuerung und/oder Speisung des elektromotorischen Antriebs.
[0017] Der Steckverbinder kann ferner eine Steuereinheit umfassen. Die Steuereinheit kann
dazu ausgebildet sein, den Antrieb zu steuern oder zu regeln, vorzugsweise über die
Steuerkontaktelemente. Alternativ oder ergänzend kann die Steuereinheit angeordnet
sein: am zweiten Steckverbinderteil, optional in Signalverbindung mit dem Antrieb
über die Steuerkontaktelemente; an einer Leitung zum zweiten Steckverbinderteil, optional
in Signalverbindung mit dem Antrieb über die Leitung und die Steuerkontaktelemente;
am ersten Steckverbinderteil; und/oder an einer Leitung zum ersten Steckverbinderteil,
optional in Signalverbindung mit dem Antrieb über die Leitung.
[0018] Der Steckverbinder kann ferner einen Sensor zur Erfassung eines Stromflusses durch
die Kontaktelemente im zusammengesteckten Zustand umfassen. Der Sensor kann in Signalverbindung
mit der Steuereinheit stehen. Die Steuereinheit kann dazu ausgebildet sein, den Antrieb
zur Fixierung oder beibehalten eines verschraubten Zustands des ersten und zweiten
Schraubverbindungsteils zu steuern, beispielsweise falls der Sensor einen Stromfluss
erfasst. Der Sensor kann einen Hall-Sensor zur Erfassung eines vom Stromfluss induzierten
Magnetfeldes oder einen zum Stromfluss durch den Steckverbinder parallel geschalteten
Spannungssensor zur Erfassung eines Spannungsabfalls umfassen.
[0019] Das erste Steckverbinderteil kann ein Axiallager umfassen. Das Axiallager kann zur
Übertragung einer Zugkraft vom ersten Schraubverbindungsteil auf das Gehäuse des ersten
Steckverbinderteils ausgebildet sein.
[0020] Das zweite Schraubverbindungsteil kann axial längsbeweglich sein, beispielsweise
zwischen einer offenen Stellung und einer zusammengesteckten Stellung (die vorzugsweise
im zusammengesteckten Zustand eingenommen wird). Das zweite Steckverbinderteil kann
einen Kraftspeicher, vorzugsweise eine Feder, umfassen, die das zweite Schraubverbindungsteil
kraftbeaufschlagt mit einer Vorspannung von der offenen Stellung in Richtung der zusammengesteckten
Stellung. Mit anderen Worten, der Kraftspeicher kann das zweite Schraubverbindungsteil
in die offene Stellung vorspannen.
[0021] Die Kontaktelemente können dazu ausgebildet sein, im zusammengesteckten Zustand die
elektrische Steckverbindung für einen Gleichstrom herzustellen.
[0022] Der erste Steckverbinderteil kann ein Stecker (beispielsweise mit Kontaktstiften
als dem mindestens einen Kontaktelement) sein und der zweite Steckverbinderteil kann
eine Buchse (beispielsweise mit Kontakthülsen als dem mindestens einen Kontaktelement)
zur elektrischen Steckverbindung sein.
[0023] Am ersten und zweiten Steckverbinderteil kann das jeweils mindestens eine Kontaktelement
mindestens einen Kontaktstift und/oder mindestens eine Kontakthülse umfassen. Die
Kontaktelemente können angeordnet und ausgebildet sein zur paarweisen Steckverbindung
im zusammengesteckten Zustand.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand
bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des Steckverbinders
für eine elektrische Steckverbindung;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des Steckverbinders
für eine elektrische Steckverbindung;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels des Steckverbinders
für eine elektrische Steckverbindung;
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht des zweiten Ausführungsbeispiels des Steckverbinders
für eine elektrische Steckverbindung;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittansicht eines ersten Steckverbinderteils des Steckverbinders
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 6
- eine schematische Seitenansicht des ersten Steckverbinderteils des Steckverbinders
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht eines Kontaktabschnitts des ersten Steckverbinderteils des
Steckverbinders gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 8
- eine schematische perspektivische Darstellung des ersten Steckverbinderteils des Steckverbinders
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 9
- eine schematische Schnittansicht eines zweiten Steckverbinderteils des Steckverbinders
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 10
- eine schematische Seitenansicht des zweiten Steckverbinderteils des Steckverbinders
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 11
- eine schematische Ansicht eines Kontaktabschnitts des zweiten Steckverbinderteils
des Steckverbinders gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 12
- eine schematische perspektivische Darstellung des ersten Steckverbinderteils des Steckverbinders
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel; und
- Fig. 13
- eine schematische perspektivische Rückansicht des ersten Steckverbinderteils des Steckverbinders
gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel.
[0026] Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines
Steckverbinders für eine elektrische Steckverbindung. Der Steckverbinder ist allgemein
mit dem Bezugszeichen 100 bezeichnet.
[0027] Der Steckverbinder 100 umfasst einen ersten Steckverbinderteil 200 mit einem Gehäuse
202 und mindestens einem Kontaktelement 204 an einem Kontaktabschnitt 206 des ersten
Steckverbinderteils 200. Der Steckverbinder 100 umfasst ferner einen zweiten Steckverbinderteil
300 mit einem Gehäuse 302 und mindestens einem Kontaktelement 304 an einem Kontaktabschnitt
306 des zweiten Steckverbinderteils 300.
[0028] Der erste Steckverbinderteil 200 und dessen mindestens ein Kontaktelement 204 sind
mit dem zweiten Steckverbinderteil 300 und dessen mindestens einem Kontaktelement
304 zusammensteckbar zur Herstellung der elektrischen Steckverbindung, d.h. in einem
zusammengesteckten Zustand des ersten Steckverbinderteils 200 und des zweiten Steckverbinderteils
300.
[0029] Der erste Steckverbinderteil 200 umfasst einen elektromotorischen Antrieb 208 und
ein mit dem Antrieb 208 drehbar gekoppeltes erstes Schraubverbindungsteil 210. Die
Kopplung kann ein Zahnrad 212 des Antriebs 208, optional abtriebseitig eines Getriebes
des Antriebs 208, umfassen. Die Kopplung kann ferner einen Zahnkranz 214 am ersten
Schraubverbindungsteil 210 umfassen. Der Zahnkranz 214 ist vorzugsweise drehfest mit
dem ersten Schraubverbindungsteil 210 verbunden. Der Zahnkranz 214 kann integral einstückig
mit dem (vorzugsweise metallischen) ersten Schraubverbindungsteil 210 ausgebildet
sein.
[0030] Vorzugsweise kämmt das Zahnrad 212 permanent mit dem Zahnkranz 214. In einer Variante
dieses oder jedes anderen Ausführungsbeispiels ist das Zahnrad 212 das Ritzel der
Kopplung. Ein Haltemoment des Antriebs 208 (das beispielsweise entsprechend einem
Übersetzungsverhältnisses zwischen dem Zahnrad 212 und dem Zahnkranz 214 vergrößert
ist), kann eine manuelle Drehung des ersten Schraubverbindungsteils verhindern. Alternativ
oder ergänzend ist das erste Schraubverbindungsteil 210 im zusammengesteckten Zustand
unzugänglich, beispielsweise indem die Gehäuse 202 und 304 das erste Schraubverbindungsteil
210 umschließen und/oder das erste Schraubverbindungsteil 210 von einem mit dem Gehäuse
202 drehfest verbundenen Zylindermantel umgeben ist.
[0031] Der zweite Steckverbinderteil 300 umfasst eine Verdrehsicherung 308 zur verdrehsicheren
(und optional axial beweglichen) Anordnung eines zweiten Schraubverbindungsteil 310
am zweiten Steckverbinderteil 300 (beispielsweise am Gehäuse 302). Vorzugsweise ist
das zweiten Schraubverbindungsteil 310 axial (d.h. in seiner Längsrichtung) federnden
am zweiten Steckverbinderteil 300 gelagert.
[0032] Mittels des Antriebs 208 sind das erste Schraubverbindungsteil 210 und das zweite
Schraubverbindungsteil 310 im zusammengesteckten Zustands des ersten Steckverbinderteils
200 und des zweiten Steckverbinderteils 300 miteinander verschraubbar zur Fixierung
des zusammengesteckten Zustands. Das erste Ausführungsbeispiel umfasst auf nur einer
Seite des Kontaktabschnitts 206 das erste Schraubverbindungsteil 210 mit dem Antrieb
208 zur Drehung des zugehörigen ersten Schraubverbindungsteil 210. Eine Variante dieses
oder jedes anderen Ausführungsbeispiels umfasst auf beiden Seite des Kontaktabschnitts
206 jeweils ein erstes Schraubverbindungsteil 210 mit einem Antrieb 208 zur Drehung
des zugehörigen ersten Schraubverbindungsteils 210.
[0033] Ferner umfasst das erste Ausführungsbeispiel nur am ersten Steckverbinderteil 200
das erste Schraubverbindungsteil 210 mit dem Antrieb 208 zur Drehung des zugehörigen
ersten Schraubverbindungsteil 210. Das zweite Steckverbinderteil 300 ist antriebsfrei.
Eine Variante dieses oder jedes anderen Ausführungsbeispiels umfasst auf beiden Seite
des Steckverbinders 100, d.h., auch am zweiten Steckverbinderteil 300, ein Schraubverbindungsteil
mit einem Antrieb zur Drehung des zugehörigen Schraubverbindungsteils. Beispielsweise
kann auf jeder Seite der Kontaktabschnitte 206 und 306 jeweils ein verdrehsicheres
Schraubverbindungsteil und ein zur Drehung angetriebenes Schraubverbindungsteil angeordnet
sein. Dadurch kann von jeder Seite des Steckverbinders 100 (d.h., sowohl von der Seite
des ersten Steckverbinderteils 200 als auch von der Seite des zweiten Steckverbinderteils
300) jeweils der zusammengesteckte Zustand fixiert werden, indem der jeweilige Antrieb
die Verschraubung (beispielsweise auf der ihm zugeordneten Seite des Steckverbinders
100) bewirkt. Im Ergebnis ist die Lösbarkeit des zusammengesteckten Zustands eine
logische Und-Verknüpfung (Konjunktion) einer Freigabe des zusammengesteckten Zustands
von der Seite des ersten Steckverbinderteil 200 und von der Seite des zweiten Steckverbinderteil
300.
[0034] Alternativ oder ergänzend kann in jedem Ausführungsbeispiel der erste Steckverbinderteil
200 als ein Stecker realisiert sein. Der zweite Steckverbinderteil 300 kann als eine
gebaute oder einbaubare Buchse realisiert sein.
[0035] Ferner kann in jedem Ausführungsbeispiel, wie schematisch anhand des ersten Ausführungsbeispiels
in Fig. 1 gezeigt, der Steckverbinder 100 eine drehbare Gewindehülse als Beispiel
des ersten Schraubverbindungsteils 210 am ersten Steckverbinderteil 200 umfassen.
Die Gewindehülse 210 wird durch einen Servomotor als Beispiel des elektromotorischen
Antriebs 208 angetrieben. Der zweite Steckverbinderteil 300, d.h. die andere Seite
des Steckverbinders 100, umfasst einen verdrehsicheren und vorzugsweise axial federnden
Gewindezapfen als Beispiel des zweiten Schraubverbindungsteils 310.
[0036] Optional umfassen die Kontaktabschnitte 206 und 306 jeweils an korrespondierenden
Stellen angeordnete Steuerkontakteelemente 205 bzw. 305 zur Steuerung und/oder Speisung
des Antriebs 208. Beispielsweise stehen die Steuerkontaktelemente 205 im Gehäuse 202
des ersten Steckverbinderteils 200 in Kontakt mit dem Antrieb 208, mit einer H-Brücke
zur Pulsweitenmodulation (beispielsweise bei einem Kommutatormotor im Antrieb 208)
des Stroms im Antrieb 208 oder mit einer Schrittsteuerung (beispielsweise bei einem
Schrittmotor im Antrieb 208).
[0037] Der Antrieb 208 kann von der Seite des ersten Steckverbinderteils 200 (beispielsweise
von der Seite eines Steckers als erstes Steckverbinderteil 200) angetrieben werden.
Alternativ oder ergänzend ermöglichen die im zusammengesteckten Zustand paarweise
elektrisch verbundenen Steuerkontaktelemente 205 und 305 das Ansteuern des Antriebs
208 von der Seite des zweiten Steckverbinderteils 300 (beispielsweise von einer Einbauseite
als zweites Steckverbinderteil 300). Wenn der Antrieb 208 in einem oder einem halben
Modulplatz untergebracht ist, sind die Steuerkontaktelemente 205 und 305 vorzugsweise
im Kontaktabschnitt 206 des vom Antrieb 208 belegten Modulplatzes im ersten Steckverbinderteil
200 und an einer entsprechenden Stelle des Kontaktabschnitts 306 im zweiten Steckverbinderteil
300 angeordnet.
[0038] Der Antrieb 208 kann über eine Steuereinheit gesteuert sein, beispielsweise indem
die Steuereinheit eine Versorgungsspannung und/oder einen Strom des Antriebs 208 steuert.
Die Steuereinheit kann außerhalb des Steckverbinders 100 oder in einem der Steckverbinderteile
200 oder 300 angeordnet sein.
[0039] Der Antrieb 208, die Steuereinheit oder ein den Antrieb 208 umfassendes und/oder
steuerndes Modul kann ferner einen Sensor oder eine Sensorschnittstelle im ersten
Steckverbinderteil 200 umfassen. Der Sensor bzw. die Sensorschnittstelle kann dazu
ausgebildet sein, einen Stromfluss durch den Steckverbinder 100 und/oder eine am Steckverbinder
100 anliegende Spannung zu erfassen. Mittels des Sensors oder der Sensorschnittstelle
kann die Steuereinheit des Antriebs 208 dazu ausgebildet sein, den Stromfluss und/oder
die anliegende Spannung zu erkennen und bei anliegender Spannung und/oder Stromfluss
den zusammengesteckten Zustand durch das elektromotorisch angetriebene Verschrauben
der beiden Schraubverbindungsteil 210 und 310 zu fixieren oder fixiert zu halten.
Ein Öffnen des Steckverbinders 100 ist dann unmöglich.
[0040] Der Steckverbinder 100, vorzugsweise der erste Steckverbinderteil 200 und/oder der
zweite Steckverbinderteil 300 (letzterer optional über die Steuerkontaktelemente 205
und 305), kann einen oder mehrere Sensoren umfassen, beispielsweise zur Erfassung
einer Temperatur, eines Endanschlags der Verschraubung der beiden Schraubverbindungsteile,
eines Endanschlags des zusammengesteckten Zustands und/oder einer oder mehrerer Stromstärken
durch den Steckverbinder im zusammengesteckten Zustand.
[0041] Die Steuerkontaktelemente 205 und 305 können Signalkontaktelemente umfassen. Falls
einer oder mehrere Sensoren im zweiten Steckverbinderteil 300 angeordnet sind (beispielsweise
zur Erfassung des Endanschlags der Verschraubung) und eine Steuereinheit im ersten
Steckverbinderteil 200 oder über eine Leitung mit dem ersten Steckverbinderteil 200
in Signalaustausch steht, können die Signale des Sensors oder der Sensoren im zweiten
Steckverbinderteil 300 über die Signalkontaktelemente 305 und 205 an das erste Steckverbinderteil
200 (und ggf. an die Steuereinheit) weitergeleitet werden.
[0042] Optional ist der erste Steckverbinderteil 200 und/oder der zweite Steckverbinderteil
300 modular aufgebaut. Der erste Steckverbinderteil 200 und der zweite Steckverbinderteil
300 umfassen im jeweiligen Gehäuse 202 bzw.
[0043] 302 jeweils zwei, drei oder mehr Module 216 bzw. 316. Vorzugsweise ist der Antrieb
208 (und gegebenenfalls dessen Steuereinheit) in einem Modul 216 angeordnet. Das vom
Antrieb 208 belegte Modul 216 ist vorzugsweise eines der äußeren Module und/oder an
jener Seite des Kontaktabschnitts 206 angeordnet, die dem ersten Schraubverbindungsteil
210 benachbart ist.
[0044] Die Module 216 und 316 können Kontakteinsätze sein. Die Kontakteinsätze können am
Kontaktabschnitt 206 bzw. 306 die jeweiligen Kontaktelemente 204 bzw. 304 aufweisen.
Die Kontaktelemente 204 und 304 können mittels der Module 216 bzw. 316 räumlich und/oder
funktional gruppiert sein. Beispielsweise können die Module mindestens einen festpoligen
Kontakteinsatz umfassen.
[0045] An einer dem Kontaktabschnitt 206 bzw. 306 gegenüberliegenden Seite kann der Kontakteinsatz
zu jedem Kontaktelemente 204 bzw. 304 eine Klemme zum Anschluss einer elektrischen
Leitung umfassen.
[0046] Beispielsweise können alle Module 216 und 316, die keinen Antrieb 208 und keine Steuerkontaktelemente
205 umfassen, als Kontakteinsätze ausgebildet sein. Falls der Antrieb 208 im Gehäuse
integriert ist, können alle Module Kontakteinsätze sein. Andernfalls kann können alle
Module bis auf ein Modul für den Antrieb 208 (und ggf. die Steuerkontaktelemente 205)
als Kontakteinsätze ausgebildet sein.
[0047] Bevorzugte Baugrößen des Steckverbinders 100, beispielsweise der Gehäuse 202 und
302, bieten Platz für zwei, drei oder mehr Module 216 bzw. 316.
[0048] Fig. 2 zeigt eine schematische Schnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
des Steckverbinders 100 für eine elektrische Steckverbindung.
[0049] Das zweite Ausführungsbeispiel kann das erste Ausführungsbeispiel weiterbilden oder
eigenständig realisiert sein. Ferner können Merkmale, die im Kontext des ersten Ausführungsbeispiels
beschrieben wurden, Merkmale des zweiten Ausführungsbeispiels ersetzen, oder umgekehrt
können Merkmale des ersten Ausführungsbeispiels durch einzelne Merkmale des zweiten
Ausführungsbeispiels ersetzt werden. Insbesondere können Merkmale, die mit gleichen
Bezugszeichen gezeigt oder beschrieben sind, gleich, austauschbar oder äquivalent
sein.
[0050] Der zweite Steckverbinderteil 300 (beispielsweise die Anbauseite) umfasst verdrehsichere
und axial bewegliche Gewindezapfen (auch: Gewindestifte) oder Gewindestangen als zweites
Schraubverbindungsteil 310. Die axialbewegliche Lagerung 312 kann ein Gleitlager sein.
[0051] Der Gewindezapfen 310 wird durch einen Kraftspeicher 314 (vorzugsweise eine Federung,
beispielsweise eine metallische Spiralfeder oder eine Gasdruckfeder) in seiner vorderen
(d.h., vermehrt aus dem Gehäuse 302 herausragenden) Lage gehalten, beispielsweise
um ein zuverlässiges Einfangen der beiden Schraubverbindungsteile 210 und 310 (d.h.,
der Gewindeteile) zu gewährleisten. Durch die federnde Lagerung ist es möglich, den
Steckverbinder 100 zu schließen, ohne dass zur Herstellung des zusammengesteckten
Zustands (und damit der elektrischen Verbindung) die elektromotorische Fixierung ausgeführt
ist und/oder ohne dass die elektromotorische Fixierung ausgeführt werden muss.
[0052] Vorzugsweise sind die Schraubverbindungsteile 210 und 310 (beispielsweise zusätzlich
zum Fixieren des zusammengesteckten Zustands durch Verschrauben) dazu ausgebildet,
eine Schutzerdung (PE) weiterzuleiten. Letztere Funktion kann aufgrund der Vorspannung
des Kraftspeichers im zusammengesteckten Zustand realisiert sein, beispielsweise unabhängig
davon, ob die beiden Schraubverbindungsteile 210 und 310 verschraubt sind oder nur
aufgrund der Vorspannung endseitig zur elektrischen Leitung in Kontakt stehen.
[0053] Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels des
Steckverbinders 100. Die Blickrichtung entspricht jener der Fig. 2.
[0054] Fig. 4 zeigt eine schematische Draufsicht des zweiten Ausführungsbeispiels des Steckverbinders
100. Während im gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel drei Module 216 und 316 je Steckverbinderteil
200 bzw. 300 anordenbar sind, können andere Breiten des Gehäuses 202 bzw. 302 eine
entsprechende Anzahl von Modulen 216 bzw. 316 aufnehmen.
[0055] Fig. 5 zeigt eine schematische Schnittansicht des ersten Steckverbinderteils 200
für den Steckverbinder 100 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel. Der erste Steckverbinderteil
200 ist in jedem Ausführungsbeispiel auch eigenständig offenbart. Insbesondere sind
die Merkmale mit Bezugszeichen der Form 2XY sowohl in Kombination als auch unabhängig
von Merkmalen mit Bezugszeichen der Form 3XY offenbart.
[0056] Das erste Steckverbinderteil 200 umfasst ein Axiallager 209 zur drehbaren Lagerung
des ersten Schraubverbindungsteils 210. Das Axiallager 209 ist dazu ausgebildet, eine
Zugkraft vom ersten Schraubverbindungsteil 210 auf das Gehäuse 202 des ersten Steckverbinderteils
200 zu übertragen. Die Zugkraft kann über die Schraubverbindung mit dem zweiten Schraubverbindungsteil
310 übertragen werden. Die Zugkraft kann die beiden Steckverbinderteil 200 und 300
im zusammengesteckten Zustand gegeneinander fixieren.
[0057] Fig. 6 zeigt eine schematische Seitenansicht des ersten Steckverbinderteils 200 des
Steckverbinders 100 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel. Eine zugehörige schematische
Ansicht des Kontaktabschnitts 206 des ersten Steckverbinderteils 200 ist in Fig. 7
gezeigt. Fig. 8 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung des ersten Steckverbinderteils
200 des Steckverbinders 100 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0058] Fig. 9 zeigt eine schematische Schnittansicht eines zweiten Steckverbinderteils 300
des Steckverbinders 100 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel. Der zweite Steckverbinderteil
200 ist in jedem Ausführungsbeispiel auch eigenständig offenbart. Insbesondere sind
die Merkmale mit Bezugszeichen der Form 3XY sowohl in Kombination als auch unabhängig
von Merkmalen mit Bezugszeichen der Form 2XY offenbart.
[0059] Eine zugehörige schematische Seitenansicht des zweiten Steckverbinderteils 300 des
Steckverbinders 100 ist in der Fig. 10 gezeigt. Die Fig. 11 zeigt eine schematische
Ansicht des Kontaktabschnitts 306 des zweiten Steckverbinderteils 300 des Steckverbinders
100 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0060] Fig. 12 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung des ersten Steckverbinderteils
200 des Steckverbinders 100 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel. Das dritte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich vom zweiten Ausführungsbeispiel in der Anzahl der (hier beispielsweise
2) Module 216 des ersten Steckverbinderteils 200 (und einer gleichen Anzahl von Modulen
316 des zweiten Steckverbinderteils 300).
[0061] Während die Kontaktelemente 204 und/oder 304 des zweiten Ausführungsbeispiels einzelne
Schutzummantelungen (beispielsweise einen Berührungsschutz) aufweisen, die jeweils
über das freie Ende des jeweiligen Kontaktelements 204 bzw. 306 hinausragen, sind
beim dritten Ausführungsbeispiel die Kontaktelemente 204 eines Moduls 216 von einem
Berührungsschutz umgeben. Im zusammengesteckten Zustand greifen der Berührungsschutz
des ersten Steckverbinderteils 200 und ein korrespondierender Berührungsschutz des
zweiten Steckverbinderteils 300 ineinander.
[0062] Fig. 13 zeigt eine schematische perspektivische Rückansicht des ersten Steckverbinderteils
200 des Steckverbinders 100 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel.
[0063] Das Steckverbinderteil 200 umfasst Klemmen 204' zur Kontaktierung jedes einzelnen
Kontaktelements 204 auf einer dem Kontaktabschnitt 206 abgewandten Seite des ersten
Steckverbinderteils 200. Vorzugsweise sind Klemmen zur Kontaktierung der einzelnen
Kontaktelement 304 auch auf einer dem Kontaktabschnitt 306 abgewandten Seite des zweiten
Steckverbinderteils 300 angeordnet.
[0064] Obwohl die Erfindung in Bezug auf exemplarische Ausführungsbeispiele beschrieben
worden ist, ist es für einen Fachmann ersichtlich, dass verschiedene Änderungen vorgenommen
werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können. Ferner können viele
Modifikationen vorgenommen werden, um eine bestimmte Konfiguration von Kontaktelementen
der Technik oder ein bestimmtes Material an die Lehre der Erfindung anzupassen. Folglich
ist die Erfindung nicht auf die offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
umfasst alle Ausführungsbeispiele, die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche
fallen.
Bezugszeichenliste
[0065]
| Steckverbinder |
100 |
| Erster Steckverbinderteil |
200 |
| Gehäuse des ersten Steckverbinderteils |
202 |
| Kontaktelemente des ersten Steckverbinderteils |
204 |
| Klemme des Kontaktelements |
204' |
| Steuerkontaktelemente des ersten Steckverbinderteils |
205 |
| Kontaktabschnitt des ersten Steckverbinderteils |
206 |
| Elektromotorischer Antrieb des ersten Steckverbinderteils |
208 |
| Axiallager des ersten Steckverbinderteils |
209 |
| Erstes Schraubverbindungsteil |
210 |
| Zahnrad oder Getriebe des Antriebs |
212 |
| Zahnkranz des ersten Schraubverbindungsteils |
214 |
| Modul des ersten Steckverbinderteils |
216 |
| Zweiter Steckverbinderteil |
300 |
| Gehäuse des zweiten Steckverbinderteils |
302 |
| Kontaktelemente des zweiten Steckverbinderteils |
304 |
| Steuerkontaktelemente des zweiten Steckverbinderteils |
305 |
| Kontaktabschnitt des zweiten Steckverbinderteils |
306 |
| Verdrehsicherung |
308 |
| Zweites Schraubverbindungsteil |
310 |
| Axialbewegliche Lagerung |
312 |
| Kraftspeicher, vorzugsweise Feder |
314 |
| Modul des zweiten Steckverbinderteils |
316 |
1. Steckverbinder (100) für eine elektrische Steckverbindung, umfassend:
einen ersten Steckverbinderteil (200) mit einem Gehäuse (202) und mindestens einem
Kontaktelement (204);
einen zweiten Steckverbinderteil (300) mit einem Gehäuse (302) und mindestens einem
Kontaktelement (304),
wobei der erste Steckverbinderteil (200) und dessen mindestens ein Kontaktelement
(204) mit dem zweiten Steckverbinderteil (300) und dessen mindestens einem Kontaktelement
(304) zusammensteckbar sind zur elektrischen Steckverbindung in einem zusammengesteckten
Zustand des ersten Steckverbinderteils (200) und des zweiten Steckverbinderteils (300),
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Steckverbinderteil (200) einen elektromotorischen Antrieb (208) und ein
mit dem Antrieb (208) drehbar gekoppeltes erstes Schraubverbindungsteil (210) umfasst
und der zweite Steckverbinderteil (300) ein verdrehsicheres zweites Schraubverbindungsteil
(310) umfasst, das mittels des Antriebs (208) mit dem ersten Schraubverbindungsteil
(210) verschraubbar ist zur Fixierung des zusammengesteckten Zustands des ersten Steckverbinderteils
(200) und des zweiten Steckverbinderteils (300).
2. Steckverbinder (100) nach Anspruch 1, wobei der Antrieb (208) permanent gekoppelt
ist mit dem ersten Schraubverbindungsteil (210) zur Drehung des ersten Schraubverbindungsteils
(210) relativ zum Gehäuse (202) des ersten Steckverbinderteils (200).
3. Steckverbinder (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste Schraubverbindungsteil
(210) einen Gewindebolzen oder Gewindezapfen und das zweite Schraubverbindungsteil
(310) eine Gewindehülse umfasst, oder wobei das erste Schraubverbindungsteil (210)
eine Gewindehülse und das zweite Schraubverbindungsteil (310) einen Gewindebolzen
oder Gewindezapfen umfasst.
4. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei am ersten und zweiten
Steckverbinderteil (200, 300) jeweils das mindestens eine Kontaktelement (204, 304)
parallel zum ersten beziehungsweise zweiten Schraubverbindungsteil (210, 310) angeordnet
ist.
5. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der erste und zweite
Steckverbinderteil (200, 300) jeweils einen Kontaktabschnitt (206, 306) aufweisen,
an dem das jeweilige mindestens eine Kontaktelement (204, 304) aus dem jeweiligen
Gehäuse (202, 302) ragt, und wobei das erste beziehungsweise zweite Schraubverbindungsteil
(210, 310) seitlich neben dem Kontaktabschnitt (206, 306) am jeweiligen Steckverbinderteil
(200, 300) angeordnet ist.
6. Steckverbinder (100) nach Anspruch 5, wobei der erste Steckverbinderteil (200) und
der zweite Steckverbinderteil (300) jeweils mindestens zwei Module (216, 316) umfassen,
die jeweils einen Modulplatz am Kontaktabschnitt (206, 306) bestimmen und/oder in
denen die jeweiligen Kontaktelemente (204, 304) räumlich und/oder funktional gruppiert
sind.
7. Steckverbinder (100) nach Anspruch 6, wobei der Antrieb (208) einen oder einen halben
Modulplatz belegt, der benachbart zum ersten Schraubverbindungsteil ist.
8. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei der erste Steckverbinderteil
(200) den Antrieb (208) und das mit dem Antrieb (208) drehbar gekoppelte erste Schraubverbindungsteil
(210) auf einer oder beiden Seiten des Kontaktabschnitts (206) umfasst.
9. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei jeweils der erste Steckverbinderteil
(200) und der zweite Steckverbinderteil (300) am Kontaktabschnitt (206), vorzugsweise
am vom Antrieb (208) belegten Modulplatz, Steuerkontaktelemente (205, 305) umfassen,
die im zusammengesteckten Zustand paarweise in Kontakt stehen zur Steuerung und/oder
Speisung des elektromotorischen Antriebs (208).
10. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, ferner eine Steuereinheit umfassend,
die dazu ausgebildet, den Antrieb (208) zu steuern oder zu regeln, vorzugsweise über
die Steuerkontaktelemente (205, 305).
11. Steckverbinder (100) nach Anspruch 10, ferner einen Stromsensor zur Erfassung eines
Stromflusses durch die Kontaktelemente (204, 304) im zusammengesteckten Zustand umfassend,
wobei der Stromsensor in Signalverbindung mit der Steuereinheit steht, und die Steuereinheit
dazu ausgebildet ist, den Antrieb (208) zur Fixierung oder beibehalten eines verschraubten
Zustands des ersten und zweiten Schraubverbindungsteils (210, 310) zu steuern, falls
der Stromsensor einen Stromfluss erfasst.
12. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das erste Steckverbinderteil
(200) ein Axiallager (209) umfasst zur Übertragung einer Zugkraft vom ersten Schraubverbindungsteil
(210) auf das Gehäuse (202) des ersten Steckverbinderteils (200).
13. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das zweite Schraubverbindungsteil
(310) axial längsbeweglich ist zwischen einer offenen Stellung und einer zusammengesteckten
Stellung im zusammengesteckten Zustand, und wobei das zweite Steckverbinderteil (200)
einen Kraftspeicher (314), vorzugsweise eine Feder, umfasst, die das zweite Schraubverbindungsteil
(310) kraftbeaufschlagt mit einer Vorspannung von der offenen Stellung in Richtung
der zusammengesteckten Stellung.
14. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Kontaktelemente
(204, 304) dazu ausgebildet sind, im zusammengesteckten Zustand die elektrische Steckverbindung
für einen Gleichstrom herzustellen.
15. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei am ersten und zweiten
Steckverbinderteil (200, 300) das jeweils mindestens eine Kontaktelement (204, 304)
mindestens einen Kontaktstift und/oder mindestens eine Kontakthülse umfasst, und wobei
die Kontaktelemente (204, 304) angeordnet und ausgebildet sind zur paarweisen Steckverbindung
im zusammengesteckten Zustand zwischen dem ersten und zweiten Steckverbinderteil (200,
300).