[0001] Die Erfindung betrifft eine Bürstenanordnung für eine elektrische Maschine, eine
elektrische Maschine mit einer solchen Bürstenanordnung und einen Starter für eine
Brennkraftmaschine mit einer elektrischen Maschine mit einer solchen Bürstenanordnung.
Stand der Technik
[0002] Aus der
DE 100 41 822 A1 ist eine Bürstenanordnung bekannt, bei der Kohlebürsten jeweils in einem Bürstenhalter
oder Bürstenaufnahmeraum aufgenommen und mittels einer Schraubenfeder vorgespannt
sind
[0003] Die Form der Schraubenfeder ist hauptsächlich zylindrisch. Ein großzügiges Spiel
zwischen der Schraubenfeder und dem Aufnahmeraum sichert die freie Beweglichkeit der
Feder und vermeidet Zwangskräfte, die zu einer Funktionsstörung, z.B. durch eine Minderung
der Andruckkraft, führen könnten.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Die Erfindung schlägt eine Bürstenanordnung für eine elektrische Maschine, eine elektrische
Maschine mit einer solchen Bürstenanordnung sowie einen Starter mit einer solchen
elektrischen Maschine gemäß den unabhängigen Patentansprüchen vor. Vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
[0005] Die Erfindung bedient sich der Maßnahme, eine Schraubenfeder zum Vorspannen einer
Bürste gegen einen Kommutator derart auszubilden, dass wenigstens eine Windung der
Schraubenfeder in einem gespannten Zustand kraftschlüssig an einer Stelle einer seitlichen
Wandung eines Aufnahmeraumes für die Bürste und die Schraubenfeder anliegt.
[0006] Somit werden Reibkräfte an wenigstens einer Kontaktstelle der Schraubenfeder mit
der seitlichen Wandung des Aufnahmeraumes erzeugt. Diese wirken einer Schwingbewegung
der Schraubenfeder entgegen. Es hat sich gezeigt, dass auf diese Weise Resonanzen
vermieden werden können, die zwischen den Aufnahmepunkten der Schraubenfeder an Bürste
und Rückwand des Aufnahmeraumes bei frei verlaufenden Schraubenfedern auftreten. Diese
können zum Beispiel bei einem Rundlauffehler des Kommutators auftreten. Im Falle der
Resonanz können starke Schwankungen der Kohlebürstenandruckkraft auftreten, was zu
beschleunigtem Verschleiß und einem Ausfall der Kohlebürsten führen kann. Durch die
vorgeschlagene Maßnahme können große Schwankungen der Kohlebürstenandruckkraft und
ein vorzeitiger Ausfall effektiv verhindert werden.
[0007] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind mehrere, insbesondere zwei
oder drei, Windungen der Schraubenfeder jeweils derart geformt, dass sie kraftschlüssig
jeweils an einer Stelle der seitlichen Wandung des Bürstenaufnahmeraums anliegen.
Je mehr Windungen der Schraubenfeder an einer seitlichen Wandung des Bürstenaufnahmeraums
anliegen, desto größer werden die Reibkräfte und desto weniger Zwischenräume existieren,
in denen Schwingungen oder Resonanzen auftreten können. Jedoch nimmt auch die Druckkraft
der Schraubenfeder ab, so dass bevorzugt eine eher geringe Anzahl an Kontaktstellen
zweckmäßig ist. Die Anzahl von zwei oder drei Windungen stellt bei einer üblichen
Schraubenfeder einer solchen Bürstenanordnung ein Optimum dar, in dem die Bürstenanordnung
bestens austariert ist, wenig Spielraum für Schwingungen aufweist und dennoch mit
einer genügend großen Druckkraft auf den Kommutator bereitgestellt werden kann. Dies
hängt auch mit der Gesamtzahl der Windungen einer Schraubenfeder in diesem Bereich
zusammen. So weisen Schraubenfedern in diesem Anwendungsgebiet üblicherweise fünf
bis zwölf Windungen auf. Dies ist jedoch nicht beschränkend zu verstehen. So sind
auch vier oder mehr Kontaktstellen möglich, an denen Windungen der Schraubenfeder
kraftschlüssig an einer Stelle der seitlichen Wandung anliegen. Dies ist insbesondere
zweckmäßig, wenn die Schraubenfeder insgesamt mehr als zwölf Windungen aufweist.
[0008] Insbesondere weist die Bürstenanordnung mindestens zwei seitenkontaktierende Windungen
auf, die an Stellen mit unterschiedlichen oder gleichen Polarwinkeln, bezogen auf
eine Längsachse der Feder, der seitlichen Wandung kraftschlüssig anliegen. Unter einer
seitenkontaktierenden Windung ist dabei eine Windung zu verstehen, die die seitliche
Wandung kontaktiert bzw. damit in Kontakt steht. Dabei weisen wenigstens zwei der
Stellen bezogen auf die Längsachse der Feder einen Winkel von mindestens 30° oder
höchstens 330°, mindestens 45° oder höchstens 325°, mindestens 60° oder höchstens
300°, mindestens 90° oder höchstens 270° oder 180° zueinander auf. Durch die Wahl
von Stellen der seitlichen Wandung mit unterschiedlichen Polarwinkeln ist es vorteilhaft
möglich, dass die Feder durch die kraftschlüssigen Kontaktierungen innerhalb des Aufnahmeraumes
stabilisiert wird.
[0009] Zweckmäßigerweise weist bei drei seitenkontaktierenden Windungen entweder die zweite
Stelle einen Winkel von 150° bis 210°, insbesondere 180° zur ersten Stelle auf und
die dritte Stelle weist einen Winkel von 330° bis 30° zur ersten Stelle auf, ist insbesondere
identisch mit der ersten Stelle; oder die zweite Stelle weist einen Winkel von 90°
bis 150°, insbesondere 120° zur ersten Stelle auf und die dritte Stelle einen Winkel
von 210° bis 270°, insbesondere 240° zur ersten Stelle auf.
[0010] Denkbar ist, dass eine vierte seitenkontaktierende Windung der Schraubenfeder an
einer vierten Stelle der seitlichen Wandung kraftschlüssig anliegt. Dabei weist bevorzugt
die zweite Stelle einen Winkel von 150° bis 210°, insbesondere 180° zur ersten Stelle
auf und die dritte Stelle ist mit der ersten Stelle identisch oder in einem Bereich
von +30° und -30° um die erste Stelle und die vierte Stelle ist mit der zweiten Stelle
identisch oder in einem Bereich von +30° und -30° um die zweite Stelle. Oder die zweite
Stelle weist einen Winkel von 90° bis 150°, insbesondere 120° zur ersten Stelle auf,
die zweite Stelle einen Winkel von 210° bis 270°, insbesondere 240° zur ersten Stelle
auf, die dritte Stelle ist mit der ersten Stelle identisch oder in einem Bereich von
+30° und -30° um die erste Stelle und die vierte Stelle ist mit der zweiten Stelle
identisch oder in einem Bereich von +30° bis - 30° um die zweite Stelle. Oder die
zweite Stelle weist einen Winkel von 60° bis 120°, insbesondere 90° zur ersten Stelle
auf, die dritte Stelle weist einen Winkel von 150° bis 210°, insbesondere 180° zur
ersten Stelle auf und die vierte Stelle weist einen Winkel von 240° bis 300°, insbesondere
270° zur ersten Stelle auf.
[0011] Um die Empfindlichkeit der Reibkraft hinsichtlich Fertigungstoleranzen gering zu
halten, empfiehlt es sich, drei Kontaktstellen zur seitlichen Wandung so zu wählen,
dass sie möglichst weit in axialer Richtung auseinanderliegen. So weist die Schraubenfeder
auch eine geringe Biegesteifigkeit auf, da die Abstände der Kontaktstellen in axialer
Richtung groß genug sind.
[0012] Zweckmäßigerweise ist eine (bzw. die) von der Rückwand aus in Richtung Bürste gesehen
zweite oder höhere Windung derart geformt, dass sie an einer Stelle der seitlichen
Wandung des Bürstenaufnahmeraums kraftschlüssig anliegt. Auf diese Weise werden Resonanzen
und Schwingungen in der Nähe der Rückwand vermieden oder reduziert. So wird vermieden,
dass sich Schwingungen aus dem Gehäuse über die Rückwand des Aufnahmeraumes in die
Schraubenfeder fortsetzen. Eine von der Rückwand aus gesehen erste Windung dient vorteilhaft
zur Kontaktierung der Rückwand und eignet sich weniger dazu, kraftschlüssig an einer
Stelle der seitlichen Wandung anzuliegen.
[0013] Bevorzugt ist eine (bzw. die) von der Bürste aus gesehen zweite oder höhere Windung
derart geformt, dass sie an einer Stelle der seitlichen Wandung des Bürstenaufnahmeraums
kraftschlüssig anliegt. Dadurch werden Resonanzen und Schwingungen in der Nähe der
Bürste vermieden oder reduziert. Vor allem Schwingungen, die durch das Umlaufen des
Kommutators entstehen, werden auf diese Weise nicht vollständig in die gesamte Feder
übertragen. Eine von der Bürste aus gesehen letzte Windung dient vorteilhaft zur Kontaktierung
der Bürste. Daher eignet sie sich weniger dazu, an einer Stelle der seitlichen Wandung
kraftschlüssig anzuliegen.
[0014] Insbesondere ist eine zwischen der Rückwand und der Bürste im mittleren axialen Bereich
der Schraubenfeder angeordnete Windung derart geformt, dass sie an einer Stelle der
seitlichen Wandung des Bürstenaufnahmeraums kraftschlüssig anliegt. Bei dieser Windung
kann es sich genau um die mittlere Windung handeln, wenn es insgesamt eine ungerade
Anzahl an Windungen gibt. Sie kann aber auch die letzte Windung einer ersten Hälfte
der Windungen oder die erste der zweiten Hälfte der Windungen betreffen, wenn eine
gerade Anzahl von Windungen vorliegt. Schwingungen, die sich von dem Gehäuse oder
von der Bürste in die Schraubenfeder fortsetzen, werden im mittleren axialen Bereich
der Schraubenfeder am effizientesten gedämpft, um Resonanzen zu vermeiden. Bei einer
frei schwingenden Schraubenfeder schwingen die Windungen im mittleren axialen Bereich
der Schraubenfeder mit der größten Amplitude. Entsprechend ist der Beruhigungseffekt
durch eine Reibkraft an einer Windung im mittleren axialen Bereich am stärksten.
[0015] Vorzugsweise weist die Schraubenfeder auch Windungen auf, die die seitliche Wandung
des Bürstenaufnahmeraums nicht berühren. Diese weiteren Windungen sorgen für eine
Verbesserung der Federwirkung der als Druckfeder ausgebildeten Schraubenfeder, um
eine ausreichende Vorspannung und Andruckkraft der Bürsten gegen den Kommutator bereitzustellen.
[0016] Durch geeignete Wahl der Reibkraft an der bzw. den Kontaktstellen der Schraubfeder
an einer seitlichen Wandung kann an den Kontaktstellen einer Schwingungsübertragung
und einer Resonanzbildung effektiv vorgebeugt werden, ohne jedoch die Druckkraft der
Schraubenfeder auf die Bürste unbotmäßig zu beeinträchtigen. Durch Fertigungstoleranzen
an Feder und Aufnahmeraum bzw. Köcher ergeben sich unterschiedliche große Reibkräfte.
Die Reibkräfte sollten einerseits groß genug sein, um die Schwingung zu beruhigen.
Sie sollten andererseits jedoch nicht so groß sein, dass die Bürstenandruckkraft übermäßig
reduziert wird.
[0017] Vorteilhafterweise sind die Windungen der Schraubfeder kreisförmig und/oder oval
und/oder rechteckig in einer Ebene senkrecht zu einer von der Rückwand zur Bürste
verlaufenden Achse bzw. senkrecht zu der Längsachse der Feder ausgebildet. Dies sind
robuste Ausgestaltungen, die sich in der Anwendung bisher bewährt haben und einfach
zu fertigen sind. Die Größe und Form der Windungen kann sich von Windung zu Windung
unterscheiden. Jedoch kann auch ein Großteil der Windungen eine identische Form und
Größe aufweisen. Dabei ist es vorzuziehen, dass die Windungen in der Größe möglichst
den gesamten Aufnahmeraum zwischen Bürste und Rückwand ausfüllen, um eine möglichst
gute Federwirkung zu erzielen, wobei natürlich diejenigen Windungen, die die seitliche
Wandung nicht berühren, nicht zu groß ausfallen dürfen. Die seitenkontaktierenden
Windungen unterscheiden sich von Form und Größe bevorzugt nur minimal von den übrigen
nicht seitenkontaktierenden Windungen, insbesondere um maximal 10%.
[0018] Insbesondere ist die Seitenwandung als Köcher zylinderförmig oder quaderförmig ausgebildet.
Dies ist platzsparend und einfach herzustellen und ermöglicht auf einfache Weise die
Bereitstellung von kraftschlüssigen Kontaktstellen mit der Schraubenfeder.
[0019] Die Erfindung betrifft weiterhin eine elektrische Maschine, insbesondere einen Elektromotor
mit einer Bürstenanordnung wie oben beschrieben und mit einem Kommutator, wobei die
unter Druckbelastung bringbare Schraubenfeder der Bürstenanordnung von der Rückwand
des Bürstenaufnahmeraums gegen die Bürste vorgespannt ist, und einen Starter mit einer
solchen elektrischen Maschine. In der Anordnung als elektrische Maschine kann der
erfindungsgemäße Bürstenhalter seine Vorteile voll entfalten.
[0020] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und den beiliegenden Zeichnungen.
[0021] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0022] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in den Zeichnungen schematisch
dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
[0023] Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Figur 1
- zeigt eine nicht erfindungsgemäße Bürstenanordnung in einer schematischen Querschnittsansicht
im Neuzustand;
- Figur 2
- zeigt die Bürstenanordnung aus Figur 1 in einer schematischen Querschnittsansicht
kurz vor Erreichen des Lebensdauerendes;
- Figur 3
- zeigt eine Bürstenanordnung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
in einer schematischen Querschnittsansicht kurz vor Erreichen des Lebensdauerendes;
- Figur 4
- zeigt eine Sicht entlang der Federlängsachse auf die Schraubenfeder und den Bürstenaufnahmeraum
der Bürstenanordnung aus Figur 3 in einer schematischen Ansicht.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0024] In Figur 1 ist eine nicht erfindungsgemäße Bürstenanordnung in einer schematischen
Querschnittsansicht dargestellt und mit 100 bezeichnet.
[0025] Die Bürstenanordnung 100 weist einen als Köcher ausgebildeten Aufnahmeraum 3 auf,
der eine Rückwand 31 und eine seitliche Wandung 32 aufweist. Der Aufnahmeraum 3 ist
beispielsweise aus Kunststoff und zylinderförmig ausgebildet. In dem Aufnahmeraum
3 befindet sich eine als Kohlebürste ausgebildete Bürste 4, die von der Rückwand 31
des Aufnahmeraums 3 mittels einer Schraubenfeder 2 gegen einen Kommutator 5 vorgespannt
ist. Die Kohlebürste 4 ist ebenfalls zylinderförmig ausgebildet und an ihrem oberen
Ende mit einer Litze verbunden. Da sich die Bürstenanordnung 100 im Neuzustand befindet,
ist die Schraubenfeder 2 stark zusammengedrückt und ein Großteil der axialen Länge
des Aufnahmeraumes 3 wird von der Kohlebürste 4 eingenommen. Dabei entspricht eine
axiale Richtung des Aufnahmeraumes üblicherweise einer axialen Richtung der Schraubenfeder.
[0026] Die Schraubenfeder 2 weist in dieser Ausführungsform insgesamt sechs Windungen auf.
Eine zweite bis fünfte Windung sind radialsymmetrisch ausgebildet, wobei diese vier
Windungen die gleiche Form und den gleichen Radius aufweisen. Eine von der Rückwand
aus zur Bürste betrachtet erste Windung und eine letzte Windung weisen jeweils einen
kleineren Radius auf als die übrigen vier Windungen. Auf diese Weise bieten sie eine
bessere Anlagefläche zur Bürste bzw. zur Rückwand. Die Windungen der Schraubenfeder
2 weisen keinerlei Berührungspunkte mit der seitlichen Wandung 32 des Aufnahmeraumes
3 auf.
[0027] Figur 2 zeigt die gleiche Bürstenanordnung 100 wie Figur 1, jedoch kurz vor Erreichen
des Lebensdauerendes. Die Kohlebürste 4 hat sich im Laufe ihrer Verwendung durch die
Reibung an dem Kommutator 5 abgenutzt, wodurch ihre axiale Länge reduziert wurde.
Die Schraubenfeder 2 hat sich demzufolge ausgedehnt, so dass die Kohlebürste 4 weiterhin
gegen den Kommutator vorgespannt ist.
[0028] In diesem Zustand können sich Schwingungen vom Gehäuse über die Rückwand 31 oder
vom Kommutator 5 über die Kohlebürste 4 auf die Schraubenfeder 2 übertragen. Schwingungen
der Schraubenfeder 2 können zu Schwankungen einer Andruckkraft der Kohlebürste 4 auf
den Kommutator 5 führen, die im Resonanzfall besonders groß werden können.
[0029] Figur 3 zeigt eine Bürstenanordnung 101 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figur 4 zeigt eine Sicht entlang der Federlängsachse auf die Schraubenfeder 2 und
den Bürstenaufnahmeraum 3 der Bürstenanordnung 101 aus Figur 3 in einer schematischen
Ansicht. Nachfolgend werden die Figuren 3 und 4 übergreifend beschrieben.
[0030] Die Bürstenanordnung 101 gemäß Figuren 3 und 4 unterscheidet sich von den Bürstenanordnungen
100 aus Figuren 1 und 2 insbesondere dadurch, dass die Schraubenfeder 2 drei Windungen
21, 22, 23 aufweist, die derart ausgebildet sind, dass sie jeweils kraftschlüssig
an einer Stelle der seitlichen Wandung 32 des Bürstenaufnahmeraums 3 anliegen. Durch
die Kontaktstellen der Schraubenfeder 2 mit der seitlichen Wandung 32 des Aufnahmeraums
3 und den damit erzeugten Kraftschluss werden Schwingungen der Schraubenfeder 3 gedämpft
und die Ausbreitung der Schwingungen wird reduziert oder sogar vermieden.
[0031] Eine von der Rückwand 31 aus gesehen zweite Windung 21 ist derart geformt, dass sie
an einer Stelle der seitlichen Wandung 31 des Bürstenaufnahmeraums 3 mit einem ersten
Polarwinkel kraftschlüssig anliegt. Sie entspricht einer ersten seitenkontaktierenden
Windung 21. Durch sie wird die Ausbreitung von Schwingungen eines Gehäuses über die
Rückwand 31 des Aufnahmeraumes 3 in die Schraubenfeder 2 vermieden.
[0032] Eine von der Rückwand aus gesehen im mittleren axialen Bereich der Schraubenfeder
2 befindliche Windung 22 ist derart geformt, dass sie an einer Stelle der seitlichen
Wandung 31 des Bürstenaufnahmeraums 3 mit einem zweiten Polarwinkel kraftschlüssig
anliegt. Die zweite Stelle liegt der ersten Stelle gegenüber bzw. die jeweiligen Kontaktstellen
der Windungen 21 und 22 mit der seitlichen Wandung schließen bezüglich der Federlängsachse
einen Winkel von ca. 180° ein. Diese im mittleren axialen Bereich der Schraubenfeder
2 befindliche Windung 22 entspricht einer zweiten seitenkontaktierenden Windung 22.
Da die Windungen im mittleren axialen Bereich, würden sie frei schwingen, mit der
größten Amplitude schwingen würden, ist der Dämpfungseffekt durch eine Kraft an einer
Windung 22 im mittleren axialen Bereich am stärksten.
[0033] Eine von der Rückwand aus gesehen vorletzte Windung 23 in der Nähe der Kohlebürste
4 ist derart geformt, dass sie an einer Stelle der seitlichen Wandung 31 des Bürstenaufnahmeraums
3 mit (in etwa) dem ersten Polarwinkel kraftschlüssig anliegt. Diese vorletzte Windung
23 entspricht einer dritten seitenkontaktierenden Windung 23. Durch sie wird die Ausbreitung
von Schwingungen von dem Kommutator 5 über die Kohlebürste 4 in die Schraubenfeder
2 vermieden. Die jeweiligen Kontaktstellen der Windungen 22 und 23 mit der seitlichen
Wandung schließen bezüglich der Federlängsachse ebenfalls einen Winkel von ca. 180°
ein.
[0034] Diese Ausführungsform mit drei Kontaktstellen zur seitlichen Wandung 32 bzw. zur
Köcherwand, die möglichst weit in axialer Richtung auseinanderliegen, ist besonders
vorteilhaft, denn durch sie wird die Empfindlichkeit der Reibkraft hinsichtlich Fertigungstoleranzen
geringgehalten. Es versteht sich jedoch, dass auch beliebige andere Polarwinkel für
die Kontaktstellen möglich sind.
1. Bürstenanordnung (101) für eine elektrische Maschine, die folgendes aufweist:
einen Bürstenaufnahmeraum (3) mit einer Rückwand (31) und einer seitlichen Wandung
(32);
eine Bürste (4) zur Herstellung eines elektrischen Kontakts mit einem Kommutator (5);
eine unter Druckbelastung bringbare Schraubenfeder (2), mit der die Bürste (4) von
der Rückwand (31) des Bürstenaufnahmeraums (3) gegen den Kommutator (5) vorspannbar
ist, wobei wenigstens eine Windung (21, 22, 23) der Schraubenfeder (2) derart geformt
ist, dass sie kraftschlüssig an einer Stelle der seitlichen Wandung (32) des Bürstenaufnahmeraums
(3) anliegt.
2. Bürstenanordnung (101) nach Anspruch 1, wobei eine erste seitenkontaktierende Windung
(21) der Schraubenfeder an einer Stelle der seitlichen Wandung (32) mit einem ersten
Polarwinkel bezogen auf eine Längsachse der Feder kraftschlüssig anliegt und wobei
eine zweite seitenkontaktierende Windung (22) der Schraubenfeder an einer zweiten
Stelle der seitlichen Wandung (32) mit einem zweiten, vom ersten unterschiedlichen
Polarwinkel bezogen auf eine Längsachse der Feder kraftschlüssig anliegt.
3. Bürstenanordnung (101) nach Anspruch 2, wobei eine dritte seitenkontaktierende Windung
(23) der Schraubenfeder (2) an einer dritten Stelle der seitlichen Wandung (32) kraftschlüssig
anliegt.
4. Bürstenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, die mindestens zwei seitenkontaktierende
Windungen aufweist, die an Stellen mit unterschiedlichen oder gleichen Polarwinkeln
der seitlichen Wandung, bezogen auf eine Längsachse der Schraubenfeder, kraftschlüssig
anliegen, wobei zwei Stellen bezogen auf eine Längsachse der Feder einen Winkel von
mindestens 30° oder höchstens 330°, mindestens 45° oder höchstens 325°, mindestens
60° oder höchstens 300°, mindestens 90° oder höchstens 270° oder 180° zueinander aufweisen.
5. Bürstenanordnung (101) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine von der Rückwand
(31) oder der Bürste (4) aus gesehen zweite oder höhere Windung (21) derart geformt
ist, dass sie an einer Stelle der seitlichen Wandung (31) des Bürstenaufnahmeraums
(3) kraftschlüssig anliegt.
6. Bürstenanordnung (101) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine zwischen
der Rückwand (31) und der Bürste (4) im mittleren axialen Bereich angeordnete Windung
(22) derart geformt ist, dass sie an einer Stelle der seitlichen Wandung (32) des
Bürstenaufnahmeraums (3) kraftschlüssig anliegt.
7. Bürstenanordnung (101) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei weitere Windungen
der Schraubfeder (2) die seitliche Wandung (32) des Bürstenaufnahmeraums (3) nicht
berühren.
8. Bürstenanordnung (101) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Windungen
der Schraubenfeder kreisförmig und/oder oval und/oder rechteckig ausgebildet sind.
9. Bürstenanordnung (101) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die seitliche
Wandung (32) als Köcher zylinderförmig oder quaderförmig ausgebildet ist.
10. Elektrische Maschine mit einer Bürstenanordnung (101) nach einem der vorstehenden
Ansprüche, und mit einem Kommutator (5), wobei die unter Druckbelastung bringbare
Schraubenfeder (2) der Bürstenanordnung (101) von der Rückwand (31) des Bürstenaufnahmeraums
(3) gegen die Bürste (4) vorgespannt ist.
11. Starter für eine Brennkraftmaschine mit einer elektrischen Maschine nach Anspruch
10.