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(11) |
EP 3 818 596 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.08.2023 Patentblatt 2023/34 |
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Anmeldetag: 18.06.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2019/100560 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2020/007401 (09.01.2020 Gazette 2020/02) |
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| (54) |
STECKVERBINDER FÜR FLEXIBLE LEITERFOLIEN
PLUG CONNECTOR FOR FLEXIBLE CONDUCTOR FILMS
CONNECTEUR POUR FILMS DE CIRCUIT IMPRIMÉ FLEXIBLES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
05.07.2018 DE 102018116356
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.05.2021 Patentblatt 2021/19 |
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Patentinhaber: ERNI Production GmbH & Co. KG |
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73099 Adelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- MÖDINGER, Roland
71384 Weinstadt (DE)
- KRISTMANN, Fabian
73063 Ebersbach / Fils (DE)
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| (74) |
Vertreter: Jakelski & Althoff
Patentanwälte PartG mbB |
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Patentanwälte
Partnerschaftsgesellschaft
Mollenbachstraße 37 71229 Leonberg 71229 Leonberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 352 927 US-A- 4 964 811
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DE-A1-102015 100 401
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder für flexible Leiterfolien mit folienisolierten
Leitern nach der Gattung des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Flexible Leiterfolien mit folien isolierten Leitern werden heute in den unterschiedlichsten
Gebieten der Unterhaltungs- und Konsumelektronik, aber auch im Fahrzeugbau eingesetzt.
Leiterfolien kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo eine sehr flexible Leiterstruktur
bei möglichst geringem Gewicht und beschränkten Raumbedingungen erwünscht ist. Flexible
Leiterfolien gestatten eine geordnete Parallelführung von einer Vielzahl getrennter
Leiterbahnen, wobei auch größere Biegungen möglich sind und so Teile elektrisch leitend
miteinander verbindbar sind, die in einem nur sehr begrenzten Bauraum angeordnet sind.
Insbesondere im Fahrzeugbau müssen derartige Leiterfolien auch größeren mechanischen
Einwirkungen, wie beispielsweise Vibrationen, widerstehen können.
[0003] Dabei kommt insbesondere der Kontaktierung der einzelnen folienisolierten Leitern
eine besondere Bedeutung zu. Besonders im Fahrzeugbau muss diese Kontaktierung sicher
und gegenüber äußeren mechanischen Einwirkungen, aber auch gegenüber Temperatureinflüssen
und Umgebungseinflüssen unterschiedlichster Art, widerstandsfähig ausgebildet sein.
[0004] Die
DE 10 2006 017 019 A1 offenbart einen Stecker für die Kontaktierung einer flexiblen, gedruckten Schaltung
(Flexible Printed Circuit, FPC). Der Stecker weist Steckkontaktelemente auf, die elektrisch
leitend mit Schneiden verbunden sind, welche die Leiter der flexiblen gedruckten Schaltung
durchdringen und fixieren. Das Steckverbindergehäuse weist zwei ineinanderschiebbare
Gehäuseteile auf, wobei ein Gehäuseteil die Schneiden und das wenigstens eine mit
diesen elektrisch leitend verbundene Steckkontaktelement lagert. Die flexible gedruckte
Schaltung muss dabei auf einem der beiden Gehäuseteile positioniert und gehalten werden,
während das zweite Gehäuseteil montiert wird. Bei der Montage muss also die Position
dreier Teile zueinander koordiniert werden. Eine solche Montage ist insbesondere im
Hinblick auf eine automatisierte Fertigung sehr aufwendig und damit nicht unproblematisch.
[0005] Aus der
FR 2 956 780 geht die Kontaktierung einer flexiblen Leiterfolie mit folienisolierten Leitern hervor,
bei der die einzelnen folienisolierten Leiter durch messerartige Spitzen durchstoßen
werden und diese Spitzen, nachdem sie die Leiterbahnen durchstoßen haben, derart umgebogen
werden, dass sie die flexible Leiterfolie bei gleichzeitiger Kontaktierung der entsprechenden
Leiterbahnen festklemmen und halten. Dies geschieht mit Hilfe der Crimptechnik. Die
Schneiden sind wiederum elektrisch leitend mit Steckverbindern verbunden, wobei jedem
folienisolierten Leiter ein Steckverbinder zugeordnet ist, der über mehrere Schneiden
kontaktiert wird. Nach der Kontaktierung der folienisolierten Leiter, die auch automatisch
am laufenden Band möglich ist, müssen die so kontaktierten Steckverbinder in Steckverbindergehäusen
montiert werden, was zusätzliche, vom Kontaktieren unabhängige Montageschritte erfordert.
Hierdurch gestaltet sich die Montage von derartigen Steckverbindern aufwendig, was
insbesondere im Hinblick auf eine automatisierte Montage nachteilig ist.
[0006] Aus der
DE 199 53 646 B4 geht eine Steckverbindung für flexible Leiterfolien mit folienisolierten Leitern,
mit einem Stecker und einem Gegenstecker hervor, die jeweils an einem Leiterfolienendbereich
vorgesehen sind und zu Zwecken einer elektrischen Kontaktierung der folienisolierten
Leiter ineinandersteckbar sind. Hierzu weisen der Stecker und der Gegenstecker jeweils
einen Grundkörper und einen Deckel auf, der über einen Fixiermechanismus mit dem Grundkörper
in festen Kontakt bringbar ist. Zwischen dem Grundkörper und dem Deckel ist jeweils
wenigstens ein Durchdringungskontaktelement vorgesehen, das wenigstens eine Basisplatte
aus elektrisch leitendem Material mit Durchdringungskörpern vorsieht. Die Durchdringungskörper
sind dreieckige, aus dem Basisplattenmaterial geformte Formkörper mit jeweils einer
aus der Basisplatte erhabenen Dreiecksspitze und einer der Dreiecksspitze in der Basisplatte
gegenüberliegenden Dreiecksbasis, um die jeder Formkörper gebogen ist. Es ist eine
Vielzahl von Durchdringungskörpern in der Basisplatte vorgesehen, deren Dreiecksbasis
jeweils einen Winkel mit der Basisplattenlängsachse derart einschließen, dass die
Durchdringungskörper bezogen auf die Basisplattenlängsachse hintereinander jeweils
abwechselnd mit einem Winkel von ± 60° angeordnet sind. An dem Durchdringungskontaktelement
ist ein folienisolierter Leiter des Leiterfolienendbereichs vor Inkontaktbringen des
Deckels mit dem Grundkörper anordenbar, wobei das Durchdringungskontaktelement den
folienisolierten Leiter zu Zwecken der Fixierung der elektrischen Kontaktierung mittels
Verpressen jeweils des Deckels gegen den Grundkörper wenigstens teilweise durchdringt.
Auch bei dieser Steckverbindung sind mehrere unabhängige Montageschritte erforderlich,
zum einen zur Kontaktierung der einzelnen folienisolierten Leiter der flexiblen Leiterfolie
und zum anderen der auf diese Weise mit Steckverbindern verbundenen folienisolierten
Leiter in einem Steckverbindergehäuse.
[0007] Auch hier ist eine automatische Fertigung nicht ohne weiteres möglich.
[0008] Aus der
DE 10 2015 100 401 A1 geht ein gattungsgemäßer Steckerbinder für flexible Leiterfolien mit folienisolierten
Leitern hervor, welcher einer automatischen Fertigung zugänglich ist. Dieser Steckverbinder
weist ein Steckverbindergehäuse auf, in dem wenigstens ein Steckkontaktelement angeordnet
ist, und mit einem Anschlussbereich, in dem mit dem wenigstens einen Stecckontaktelement
elektrisch leitend verbundene Schneiden wenigstens einen folienisolierten Leiter unter
Herstellung eines elektrischen Kontakts durchdringen und fixieren können, wobei das
Steckverbindergehäuse zwei ineinanderschiebbare Gehäuseteile umfasst, deren erster
Gehäuseteil die Schneiden und das wenigstens eine mit diesen elektrisch leitend verbundene
Steckkontaktelement lagert und deren zweiter Gehäuseteil die flexible Leiterfolie
aufnimmt und lagert und der wenigstens eine an die Schneiden angepasste Schneidenaufnahme
aufweist, deren Begrenzungsflächen so ausgebildet sind, dass wenigstens ein Teil der
Schneiden ein Ineinanderschieben der beiden Gehäuseteile in Richtung der folienisolierten
Leiter gebogen wird. Die Schneiden sind starr und massiv ausgebildet. Der Steckverbinder
wurde für Folien entwickelt, bei denen die Leiter aus einem gewalzten Kupfer mit Dicken
von 50 bis 200 µm hergestellt werden. Diese Kupferleiter sind aufgrund der Kaltverformung
verhältnismäßig hart und stabil.
[0009] In der Zwischenzeit existieren aber auch Folientechniken, bei denen Leiterplatten
photochemisch strukturiert werden, wobei das Kupfer für die Leiterbahnen galvanisch
abgeschieden wird. Dieses Kupfer ist aufgrund der galvanischen Abscheidung relativ
weich. Die Dicken der Leiterbahnen oder Lagen bewegen sich dabei nur im Bereich von
12 bis 70 µm. Mit dieser Technik können auch zweilagige Systeme hergestellt werden.
Es ist so möglich, sowohl Leiterbahnen als auch Schirmlagen auszubilden.
[0010] Wird ein aus der
DE 10 2015 100 401 A1 hervorgehender Steckverbinder zur Kontaktierung derartiger flexibler Leiterfolien
verwendet, kann es rein prinzipiell zu Beschädigungen der sehr dünnen Leiterbahnen
kommen, die im Extremfall sogar eine Leiterbahnunterbrechung hervorrufen.
[0011] Aus der
DE 103 52 927 A1 geht ein elektrisches Kontaktelement für Leiterbahnen eines Folienflachleiters hervor.
Das Kontaktelement weist Schneiden auf, die ein hantelförmiges Loch aufweisen. Dieses
Loch stellt zwar einen Hohlraum dar. Allerdings ist eine elastische Verformung der
Schneidkanten dieser Schneiden nicht vorgesehen.
[0012] Die
US 4,964,811 offenbart einen Steckverbinder, der ein Steckkontaktelement mit U-förmigen Kontakten
aufweist. Zwischen den Kontakten werden Aufnahmen für Leitungen gebildet. Die Kontakte
weisen jeweils in ihren Schenkeln einen Hohlraum auf, der eine elastische Verformung
der Schenkel ermöglicht. Die Schenkel werden dann verformt, wenn Leitungen in die
Aufnahmen zwischen den Kontakten eingeführt werden. Das Steckkontaktelement ist nicht
für flexible Leiterfolien geeignet.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0013] Der erfindungsgemäße Steckverbinder für flexible Leiterfolien mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass auch flexible Leiterfolien mit sehr
dünnen folienisolierten Leitern, die beispielsweise auf dem Wege der galvanischen
Abscheidung hergestellt wurden, automatisiert, schnell und sicher kontaktiert werden
können. Hierzu ist vorgesehen, dass wenigstens ein Teil der Schneiden flexibel ausgebildet
ist. Durch diese flexible Ausbildung wird ein die folienisolierten Leiter zerstörender
Schneidvorgang wirkungsvoll vermieden. Das haben umfängliche Versuche der Anmelderin
gezeigt.
[0014] "Flexible" Schneiden bedeutet dabei, dass die Schneiden geringfügig nachgeben können,
wenn sie die folienisolierten Leiter durchdringen.
[0015] Die Flexibilität ist dabei an die Dicke der folienisolierten Leiter angepasst. Je
dünner die folienisolierten Leiter sind, desto flexibler sind die Schneiden ausgebildet.
[0016] Dieser Steckverbinder für flexible Leiterfolien ermöglicht nicht nur eine einfache
und insbesondere einer automatischen Fertigung zugängliche Kontaktierung der folienisolierten
Leiterbahnen, insbesondere auch eine simultane Kontaktierung mehrerer nebeneinander
in der flexiblen Leiterfolie angeordneter folienisolierten Leiterbahnen bei gleichzeitiger
Montage der Steckverbinder in dem Steckverbindergehäuse, sondern insbesondere auch
eine sehr wirkungsvolle, elektrisch hervorragende und gasdichte Kontaktierung der
entsprechenden Steckkontakte, die auch mechanischen Belastungen standhält und so beispielsweise
auch im Automobilbau eingesetzt werden kann.
[0017] Diese hervorragende gasdichte Kontaktierung wird durch Biegen der Schneiden in Richtung
der folienisolierten Leiter realisiert. Durch das Biegen der Schneiden wird ein Druck
auf die Kontaktfläche ausgeübt und es vergrößert sich die elektrische Kontaktfläche.
Hierdurch wird eine gasdichte Kontaktierung realisiert. Gleichzeitig werden die Schneiden
unter einer gewissen Spannung in dem Steckverbindergehäuse gehalten. Die Herstellung
der elektrischen Kontakte durch die mit dem Steckverbinder elektrisch leitend verbundenen
Schneiden geschieht dabei auf sehr vorteilhafte Weise simultan zur Montage des Steckverbindergehäuses
durch Ineinanderschieben der beiden Steckverbindergehäuseteile.
[0018] Die flexible Ausbildung wird dadurch realisiert, dass die Schneiden jeweils einen
Hohlraum aufweisen, der eine elastische Verformung, beispielsweise ein Zusammenpressen,
der Schneidkanten ermöglicht.
[0019] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des in dem unabhängigen Anspruch angegebenen Steckverbinders möglich.
[0020] Dieser Hohlraum kann wiederum auf die unterschiedlichste Art und Weise ausgebildet
sein. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Hohlraum eine an die Schneidenform angepasste
Kontur aufweist. In diesem Falle folgt der Hohlraum gewissermaßen der Schneidkante,
sodass die Schneidkanten im Wesentlichen die Form eines Steges aufweisen. Je größer
der Hohlraum ist, desto dünner ist der Steg und desto besser kann die Schneidkante
deformiert werden, desto größer ist mit anderen Worten die Flexibilität.
[0021] Besonders vorteilhaft ist vorgesehen, dass die flexibel ausgebildeten Schneiden jeweils
zwischen den Schneiden angeordnet sind, die beim Ineinanderschieben der beiden Gehäuseteile
in Richtung der folienisolierten Leiter gebogen werden.
[0022] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass der zweite Gehäuseteil einen
an die Leiterfolie angepassten Aufnahmeraum aufweist, der in wenigstens einer Gehäusewand
eine Öffnung zur Aufnahme der Leiterfolie aufweist. Auf diese Weise kann die flache
flexible Leiterfolie in den zweiten Gehäuseteil eingeschoben werden und wird dort
in dem an sie angepassten Aufnahmeraum gehalten. Die Öffnung und der Aufnahmeraum
sind dabei so in dem zweiten Gehäuseteil angeordnet, dass eine im Aufnahmeraum angeordnete
Leiterfolie im Wesentlichen senkrecht zu den Schneiden zu liegen kommt. Dies ermöglicht
eine Montage-Vorpositionierung der flexiblen Leiterfolie in dem zweiten Gehäuseteil
durch Einschieben der flexiblen Leiterfolie in den zweiten Gehäuseteil, denn die flexible
Leiterfolie ist in dem zweiten Gehäuseteil so bereits in einer Ausgangsposition angeordnet,
die eine unmittelbare und auch automatisierte Kontaktierung der folienisolierten Leiter
ermöglicht.
[0023] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die Schneidenaufnahmen gekrümmte Begrenzungsflächen
aufweisen.
[0024] Diese Begrenzungsflächen sind darüber hinaus bevorzugt als Gleitflächen für wenigstens
einen Teil der Schneiden ausgebildet.
[0025] Dabei ist sehr vorteilhaft vorgesehen, dass die Begrenzungsflächen, welche die Gleitflächen
bilden, so trichterförmig verlaufen, dass zwei Schneiden aufeinander zugebogen werden,
während sie an den Begrenzungsflächen entlanggleiten. Diese an die Schneiden angepasste
Ausbildung der Schneidenaufnahmen ermöglicht die optimale gasdichte Kontaktierung
der folienisolierten Leiter mit dem wenigstens einen Steckkontakt während der Montage
des zweiten Steckverbinderhäuseteils an dem ersten Steckverbindergehäuseteil.
[0026] Diese Montage kann insbesondere auch automatisiert erfolgen.
[0027] Dabei ist gemäß einem vorteilhaften Aspekt der Erfindung vorgesehen, dass die Schneiden
so entlang einer Linie hintereinanderliegend angeordnet sind, dass der folienisolierte
Leiter während der Montage des zweiten Steckverbindergehäuseteils an dem ersten Steckverbindergehäuseteil
an mehreren Stellen durchschnitten wird.
[0028] Dabei sieht eine sehr vorteilhafte Ausführungsform vor, dass die Schneiden unterschiedliche
Längen aufweisen, wobei jeweils eine kürzere, flexible Schneide jeweils von zwei längeren
Schneiden umgeben ist, die so voneinander beab-standet sind und deren Länge so groß
ist, dass sie an den Begrenzungsflächen jeweils einer Schneidenaufnahme zur Anlage
kommen.
[0029] Rein prinzipiell würde eine derartige Schneidenaufnahme mit drei Schneiden, einer
kürzeren und zwei längeren, genügen, um eine gute und sichere und insbesondere gasdichte
Kontaktierung der folienisolierten Leiter mit dem Steckkontakt zu realisieren. Eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung sieht jedoch vor, dass der zweite Gehäuseteil
mehrere in Längsrichtung der folienisolierten Leiter hintereinanderliegend angeordnete
Schneidenaufnahmen aufweist. Auf diese Weise erhöht sich die Kontaktfläche und damit
die Kontaktsicherheit. Darüber hinaus erhöht sich auf diese Weise auch die Stromtragfähigkeit
der so hergestellten Kontaktierung. Bei einer flächigen Ausdehnung der folienisolierten
Leiter können die hintereinanderliegenden Schneiden auch senkrecht zur Leiterbahn-Richtung
leicht versetzt zueinander angeordnet sein.
[0030] Zur Ausbildung einer Zugentlastung der flexiblen Leiterfolie im montierten Zustand
in dem Steckverbinder sind in dem ersten und/oder zweiten Gehäuseteil Klemmelemente
vorgesehen, welche die flexible Leiterfolie im montierten Zustand der beiden Gehäuseteile
aneinander im Bereich zwischen den folienisolierten Leitern klemmen.
[0031] Diese Klemmelemente können rein prinzipiell auf unterschiedlichste Art und Weise
ausgebildet und in den Gehäuseteilen angeordnet sein.
[0032] Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Klemmelemente jeweils zwischen
Leiterbahnen der flexiblen Leiterfolie angeordnet sind.
[0033] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Klemmelemente jeweils Reihen von Schneiden zugeordnet
sind.
[0034] Ein sehr vorteilhafter Aspekt der Erfindung sieht vor, dass in dem ersten Gehäuseteil
erste Klemmelemente und in dem zweiten Gehäuseteil mit den ersten Klemmelementen zusammenwirkende
zweite Klemmelemente angeordnet sind. Auf diese Weise wird gewissermaßen automatisch
während der Montage des zweiten an dem ersten Gehäuseteil eine Klemmung der flexiblen
Leiterfolie hergestellt.
[0035] Die Ausbildung der ersten und zweiten Klemmelemente kann dabei sehr unterschiedlich
gestaltet sein. Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die ersten Klemmelemente
Klemmzähne mit abgerundeten Klemmzahnflächen sind und dass die zweiten Klemmelemente
an die Klemmzähne angepasste, in dem zweiten Gehäuseelement angeordnete Öffnungen
sind. Durch eine derartige Ausgestaltung der Klemmelemente lässt sich eine besonders
effektive und leicht herzustellende Klemmung und damit Zugentlastung der flexiblen
Leiterfolie in dem Steckverbindergehäuseteil erzielen.
[0036] Dabei ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Klemmzähne eine Höhe derart aufweisen,
dass im montierten Zustand der beiden Gehäuseteile aneinander die zwischen dem ersten
und dem zweiten Gehäuseteil anordenbare flexible Leiterfolie so deformierbar ist,
dass die deformierte flexible Leiterfolie im Bereich der Öffnungen geringfügig in
die in dem zweiten Gehäuseteil angeordnete Öffnungen hineinragt.
[0037] Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung sieht ferner vor, dass das zweite Gehäuseteil
mit dem ersten Gehäuseteil verrastbar ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0038] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Steckverbinders
für flexible Leiterfolien vor der Montage der beiden Gehäuseteile;
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Steckverbinders
nach der Montage der beiden Gehäuseteile;
Fig. 3 bis Fig. 8 in isometrischer, teilweise weggebrochener Darstellung aufeinanderfolgende
Schritte der Montage einer flexiblen Leiterfolie in einem von der Erfindung Gebrauch
machenden Steckverbinder sowie teilweise Ausschnittvergrößerungen und
Fig. 9 in isometrischer Darstellung den in den Fig. 3 bis 7 dargestellten Steckverbinder
komplett.
Ausführungsformen der Erfindung
[0039] Ein als Ganzer mit 10 bezeichneter Steckverbinder weist ein Gehäuse auf, welches
aus zwei Teilen besteht. In einem ersten Steckverbindergehäuseteil 100 sind auf an
sich bekannte Weise Steckkontakte in Form von Federkontakten 105 angeordnet. Mit den
Steckkontakten 105 elektrisch leitend verbunden sind Schneiden 110, 115, die in einer
Linie hintereinanderliegend angeordnet sind, wobei jeweils eine kürzere Schneide 115
von jeweils zwei längeren Schneiden 110 umgeben ist. Die kürzeren Schneiden 115 weisen
eine Öffnung 116 auf, durch die eine Flexibilität der Schneiden 115 realisiert wird,
auf die weiter unten noch näher eingegangen wird.
[0040] Ein zweiter Steckverbindergehäuseteil 200 ist als separates Teil ausgebildet. Der
zweite Steckverbindergehäuseteil 200 ist so gestaltet, dass er durch Hineinschieben
in eine entsprechende Öffnung in den ersten Steckverbindergehäuseteil 100 an diesem
fixierbar und mit diesem verrastbar ist. Der zweite Steckverbindergehäuseteil 200
weist an einer Seitenwand 220 eine Öffnung 222 auf, die der Aufnahme einer flexiblen
Leiterfolie 300 dient. In der gegenüberliegenden Seitenwand 230 ist ebenfalls eine
Öffnung 232 angeordnet, die vom Inneren des zweiten Steckverbinders, genauer von einem
im Inneren angeordneten, an die Leiterfolie 300 angepassten Aufnahmeraum 240 zugänglich
ist. Beide Öffnungen 222, 232 münden also in den in dem zweiten Steckverbindergehäuseteil
angeordneten, an die Leiterfolie 300 angepassten Aufnahmeraum 240, dessen Maße im
Wesentlichen den äußeren Abmaßen der Leiterfolie entsprechen. Wie insbesondere der
Fig. 1 zu entnehmen ist, ist die nach außen zugängliche Öffnung 222, in die die Leiterfolie
eingeführt wird, so trichterförmig ausgebildet, dass das Einführen der Leiterfolie
300 in das zweite Steckverbindergehäuseteil 200 erleichtert wird.
[0041] In dem zweiten Steckverbindergehäuseteil 200 sind darüber hinaus zwei Schneidenaufnahmen
210 vorgesehen, die auch als Schneidenaufnahmeräume bezeichnet werden können. Diese
Schneidenaufnahmen 210 weisen trichterförmig gekrümmte Begrenzungsflächen 211, 212
auf, die so voneinander beabstandet sind, dass sie an den Abstand der beiden längeren
Schneiden 110, welche die kürzere Schneide 115 umgeben, angepasst sind. Die beiden
längeren Schneiden 110, welche jeweils die kürzere Schneide 115 umgeben, "passen"
also gewissermaßen in die Schneidenaufnahmen 210, wobei die längeren Schneiden 110
an den Begrenzungsflächen 211 bzw. 212 zur Anlage kommen. Der Zustand vor der endgültigen
Montage des zweiten Steckverbindergehäuseteils 200 an dem ersten Steckverbindergehäuseteil
100 ist in Fig. 1 dargestellt. Die Montage erfolgt nun dadurch, dass das zweite Steckverbindergehäuseteil
200 in Richtung des ersten Steckverbindergehäuseteils 100 gedrückt wird. Dabei durchschneiden
die Schneiden 110, 115 eine folienisolierte Leiterbahn der Leiterfolie und kontaktieren
damit die Leiterfolie mit dem Steckkontakt 105. Während des Ineinanderschiebens gleiten
die beiden äußeren, die kürzere Schneide 115 umgebenden längeren Schneiden 110 an
den beiden Begrenzungsflächen 211, 212 der Schneidenaufnahmen 210, wobei sie aufeinander
zugebogen werden, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Im fertig montierten Zustand,
in dem das zweite Steckverbindergehäuseteil 200 an dem ersten Steckverbindergehäuseteil
100 arretiert ist, sind die die kürzere innere Schneide 115 umgebenden äußeren Schneiden
110 aufeinander zugebogen. Aufgrund dieser Biegung schneiden die beiden äußeren Schneiden
110 in Richtung der Leiterfolie und vergrößern damit nicht nur die Kontaktfläche und
erhöhen so die Kontaktsicherheit und auch die Stromtragfähigkeit, sondern sie stehen
unter Vorspannung. Hierdurch wird ein Druck auf die Kontaktflächen ausgeübt und dies
wiederum ermöglicht eine gasdichte Kontaktierung. Diese Art der Kontaktierung ermöglicht
so eine gegenüber äußeren Einflüssen, insbesondere mechanischen Belastungen, widerstandsfähige
elektrische Kontaktierung, die - und dies ist besonders hervorzuheben - auch automatisiert
erfolgen kann. Die kürzeren inneren Schneiden 115 weisen jeweils einen Hohlraum 116
auf, der ein Zusammenpressen der Schneidkanten ermöglicht. Dieser Hohlraum 116 ist
im Wesentlichen an die Kontur der Schneiden angepasst, sodass die Schneidenwände 117
im Wesentlichen eine gleichbleibende Dicke aufweisen. Durch diese Hohlräume 116 wird
eine flexible Ausbildung der Schneiden 115 realisiert. Flexibel bedeutet hierbei,
dass die Schneiden 115 unter Druckbelastung elastisch nachgeben, also in Richtung
des Inneren des Hohlraums 116 gedrückt werden können. Durch diese Flexibilität oder
Nachgiebigkeit der Schneiden 115 wird insbesondere bei sehr dünnen Folienleitern,
die durch galvanische Abscheidung von Kupfer erzeugt werden und Dicken der Leiterbahnen
oder Lagen im Bereich von 12 bis 70 Mikrometer aufweisen, optimale Kontaktierungsergebnisse
erzielt. Mit dieser Technik ist auch die Kontaktierung von zweilagigen Systemen möglich,
wobei die Lagen als Leiterbahn- oder Schirmlagen ausgestaltet sein können. Durch die
elastischen Schneiden 115 wird bei sehr dünnen Kupferfolien eine wesentlich bessere
Kontaktierung erzielt als mit nicht flexiblen Schneiden.
[0042] In den Fig. 3, 4, 5, 7 sind verschiedene Schritte der Montage der flexiblen Leiterfolie
300 in isometrischer und teilweise weggebrochener Darstellung gezeigt. Fig. 9 zeigt
die flexible Leiterfolie 300 in einem komplett montierten Steckverbinder, also nach
der Befestigung des Gehäuseteils 200 an dem Gehäuseteil 100 unter Ausbildung der elektrischen
Kontaktierung von folienisolierten Leitern 310 der Leiterfolie 300 und Befestigungen
der Leiterfolie 300 auf die vorbeschriebene Weise.
[0043] Zur Realisierung einer Zugentlastung und einer sicheren Befestigung der flexiblen
Leiterfolie 300 in dem Steckverbindergehäuse, gebildet aus erstem Gehäuseteil 100
und an diesem befestigten zweiten Gehäuseteil 200, sind in dem ersten Gehäuseteil
Befestigungselemente in Form von Klemmzähnen 410 vorgesehen, welche abgerundete Klemmzahnflächen
415 aufweisen. Diese Klemmzähne 410 sind jeweils in den Zwischenräumen zwischen den
folienisolierten Leitern 310 positioniert, um dort die flexible Leiterfolie 300 zu
klemmen. Wie der Fig. 3 zu entnehmen ist, sind die folienisolierten Leiter 310 in
der flexiblen Leiterfolie 300 nebeneinanderliegend angeordnet. Jedem folienisolierten
Leiter 310 sind jeweils Schneiden 110, 115 zugeordnet, um die folienisolierten Leiter
310 zu kontaktieren und zu klemmen. Jeweils jeder Reihe von Schneiden 110, 115 sind
dabei Klemmzähne 410 zugeordnet. Die Klemmzähne 410 liegen also zwischen den Schneiden
110, 115, etwa in dem Bereich der flexiblen Leiterfolie 300, in dem kein folienisolierter
Leiter 310 angeordnet ist. In Fig. 3 sind jeweils vier Reihen von Schneiden 110, 115
und Reihen von Klemmzähnen, die ebenfalls hintereinander angeordnet sind und im Wesentlichen
parallel zu den Reihen der Schneiden 110, 115 verlaufen, dargestellt.
[0044] In dem zweiten Gehäuseteil 200 sind den Klemmzähnen 410 jeweils zugeordnete Öffnungen
510 vorgesehen, die an die Klemmzähne 410 so angepasst sind, dass die Klemmzähne von
diesen Öffnungen 510 aufgenommen werden können.
[0045] Zunächst wird die Leiterfolie 300 in dem zweiten Gehäuseteil 200 montiert, indem
sie auf die oben beschriebene Weise in dem Aufnahmeraum 240 eingeführt wird. Dies
ist in Fig. 4 schematisch dargestellt.
[0046] Sodann wird das zweite Gehäuseteil 200 in Richtung des ersten Gehäuseteils 100 bewegt.
Dabei wird auf die ebenfalls vorbeschriebene Weise die elektrische Kontaktierung hergestellt,
indem die Schneiden 110, 115 die folienisolierten Leiterbahnen 310 durchdringen und
anschließend in Richtung der folienisolierten Leiter 310, also in Leiterrichtung gebogen
werden.
[0047] Dieser Schritt ist schematisch in Fig. 5 dargestellt. Fig. 6 zeigt eine Vergrößerung
des in Fig. 5 mit VI bezeichneten Ausschnitts. Insbesondere in diesem vergrößerten
Ausschnitt ist dargestellt, wie die Klemmzahnflächen 415 der Klemmzähne 410 sich nach
oben hin verjüngend nach Art eines Daches ausgebildet sind. Selbstverständlich ist
die Erfindung hierauf nicht beschränkt, es können auch abgerundete oder anderweitig
sich nach oben verjüngende Klemmzähne vorgesehen sein. Diese Verjüngung dient der
optimalen Klemmung der flexiblen Leiterfolie 300. Diese Klemmung ist schematisch in
Fig. 7 und Fig. 8, welche eine Vergrößerung des in Fig. 7 mit VIII bezeichneten Ausschnitts
darstellt, gezeigt.
[0048] Fig. 7 zeigt den komplett montierten Steckverbinder mit flexibler Leiterfolie 300.
Die isometrische Darstellung zeigt, wie die Klemmzähne 410 mit ihren sich nach oben
verjüngenden Bereichen 415 die Leiterfolie 300 geringfügig deformieren, wobei die
deformierten Bereiche 333 etwas in die Öffnungen 510, die in dem zweiten Gehäuseteil
200 vorgesehen sind, hineinragen. Hierzu weisen die Klemmzähne 410 eine Höhe auf,
die so bemessen ist, dass im montierten Zustand der beiden Gehäuseteile aneinander
die zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil angeordnete flexible Leiterfolie
300 so deformiert wird, dass die deformierten Bereiche 333 der flexiblen Leiterfolie
300 geringfügig in die Öffnungen 510 hineinragen, wie es in Fig. 7 und 8 dargestellt
ist. Diese Art der Klemmung findet gleichmäßig verteilt über die gesamte Leiterfolie
300 statt, wodurch sich eine sehr stabile Befestigung der Leiterfolie 300 unter Ausbildung
einer Zugentlastung ergibt.
[0049] Der fertig montierte Steckverbinder in seinem kompletten Zustand, also ohne teilweise
weggeschnittene Bereiche, ist in Fig. 9 dargestellt.
[0050] Die Zusammenwirkung der Kontaktierung durch die Schneiden 110, sowie die flexiblen
Schneiden 115 mit der Klemmung durch die Klemmzähne 410 ermöglicht eine sehr gute,
zuverlässige, langlebige und stabile Befestigung und Kontaktierung einer flexiblen
Leiterfolie in einem Steckverbinder bei einfacher Montage.
1. Steckverbinder (10) für flexible Leiterfolien (300) mit folienisolierten Leitern,
mit einem Steckverbindergehäuse, in dem wenigstens ein Steckkontaktelement (105) angeordnet
ist, und mit einem Anschlussbereich, in dem mit dem wenigstens einen Steckkontaktelement
(105) elektrisch leitend verbundene Schneiden (110, 115) angeordnet sind und wenigstens
einen folienisolierten Leiter unter Herstellung eines elektrischen Kontakts durchdringen
unc fixieren können, wobei das Steckverbindergehäuse zwei ineinanderschiebbare Gehäuseteile
(100, 200) umfasst, deren erster Gehäuseteil (100) die Schneiden (110, 115) und das
wenigstens eine mit diesen elektrisch leitend verbundene Steckkontaktelement (105)
lagert und deren zweiter Gehäuseteil (200) die flexible Leiterfolie (300) aufnehmen
und lagern kann und der wenigstens eine an die Schneiden (110, 115) angepasste Schneidenaufnahme
(210) aufweist, deren Begrenzungsflächen (211, 212) so ausgebildet sind, dass wenigstens
ein Teil der Schneiden (110, 115) beim Ineinanderschieben der beiden Gehäuseteile
(100, 200) in Richtung der folienisolierten Leiter gebogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Schneiden (115) einen Hohlraum (116) aufweist, der eine elastische
Verformung der Schneidkanten ermöglicht.
2. Steckverbinder (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (116) eine an die Schneidenform angepasste Kontur aufweist.
3. Steckverbinder (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (115), die einen Hohlraum (116) aufweisen, jeweils zwischen den Schneiden
(110) angeordnet sind, die bei dem Ineinanderschieben der beiden Gehäuseteile (100,
200) in Richtung der folienisolierten Leiter (310) gebogen werden.
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gehäuseteil (200) einen an die Leiterfolie (300) angepassten Aufnahmeraum
(240) aufweist, wobei in zwei gegenüberliegenden Gehäusewänden (220, 230) zwei fluchtende
Öffnungen (222, 232) zur Aufnahme der Leiterfolie (300) angeordnet sind.
5. Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei fluchtenden Öffnungen (222, 232) so angeordnet sind, dass eine im Aufnahmeraum
(240) angeordnete Leiterfolie (300) im Wesentlichen senkrecht zu den Schneiden (110,
115) zu liegen kommt.
6. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsflächen (211, 212) der Schneidenaufnahmen (210) gekrümmt sind.
7. Steckverbinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsflächen (211, 212) der Schneidenaufnahmen (210) Gleitflächen für wenigstens
einen Teil der Schneiden (110) bilden.
8. Steckverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsflächen (211, 212) der Schneidenaufnahmen (210) so trichterförmig
verlaufen, dass zwei Schneiden (110) aufeinander zugebogen werden, während sie an
den Begrenzungsflächen (211, 212) entlanggleiten.
9. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (110, 115) so entlang einer Linie hintereinanderliegend angeordnet
sind, dass der folienisolierte Leiter (310) während der Montage des zweiten Gehäuseteils
(200) an dem ersten Gehäuseteil (100) an mehreren Stellen durchschnitten wird.
10. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (110, 115) unterschiedliche Längen aufweisen, wobei jeweils eine kürzere,
den Hohlraum (116) aufweisende Schneide (115) jeweils von zwei längeren Schneiden
(110) umgeben ist, die so voneinander beabstandet sind und deren Länge so groß ist,
dass sie an den Begrenzungsflächen (211, 212) einer Schneidenaufnahme (210) zur Anlage
kommen.
11. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gehäuseteil (200) mehrere in Längsrichtung der folienisolierten Leiter
(310) hintereinanderliegend angeordnete Schneidenaufnahmen (210) aufweist.
12. Steckverbinder (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten und/oder zweiten Gehäuseteil (100, 200) Klemmelemente (410, 510) vorgesehen
sind, welche die flexible Leiterfolie (300) im montierten Zustand der beiden Gehäuseteile
(100, 200) aneinander im Bereich zwischen den folienisolierten Leitern (310) klemmen.
13. Steckverbinder (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmelemente (410, 510) zwischen Leiterbahnen (310) der flexiblen Leiterfolie
(300) angeordnet sind.
14. Steckverbinder (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmelemente (410, 510) jeweils Reihen von Schneiden (110, 115) zugeordnet sind.
15. Steckverbinder (10) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Gehäuseteil (100) erste Klemmelemente (410) und in dem zweiten Gehäuseteil
(200) mit den ersten Klemmelementen zusammenwirkende zweite Klemmelemente (510) angeordnet
sind.
16. Steckverbinder (10) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Klemmelemente Klemmzähne (410) mit sich in Richtung der flexiblen Leiterfolie
(300) erstreckenden Klemmzahnflächen (415) sind und dass die zweiten Klemmelemente
an die Klemmzähne angepasste, in dem zweiten Gehäuseelement (200) angeordnete Öffnungen
(510) sind.
17. Steckverbinder (10) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmzähne (410) eine Höhe derart aufweisen, dass im montierten Zustand der beiden
Gehäuseteile (100, 200) aneinander die zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil
anordenbare flexible Leiterfolie (300) so deformierbar ist, dass die deformierten
Bereiche (333) der flexiblen Leiterfolie (300) geringfügig in die in dem zweiten Gehäuseteil
(200) angeordneten Öffnungen (510) hineinragen.
18. Steckverbinder (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuseteil (200) mit dem ersten Gehäuseteil (100) im montierten Zustand
verrastet ist.
1. Plug connector (10) for flexible conductor foils (300) having foil-insulated conductors,
having a plug connector housing in which at least one plug contact element (105) is
arranged, and having a connection region in which blades (110, 115) connected to the
plug contact element (15) in an electrically conducting manner are arranged and can
pierce and fix at least one foil-insulated conductor while producing an electrical
contact, wherein the connector housing comprises two telescopic housing parts (100,
200) of which the first housing part (100) supports the blades (110, 115) and the
at least one plug contact element (105) connected to the latter in an electrically
conducting manner, and the second housing part (200) can receive and support the flexible
conductor foil (300) and has at least one blade receiver (210) adjusted to the blades
(110, 115), the delimiting surfaces (211, 212) of which are designed such that at
least one part of the blades (110, 115) is bent in the direction of the foil-insulated
conductor when the two housing parts (100, 200) are telescoped, characterised in that at least one part of the blades (115) has a cavity (116) that enables the cutting
edges to be elastically deformed.
2. Plug connector (10) according to claim 1, characterised in that the cavity (116) has a contour adjusted to the blade shape.
3. Plug connector (10) according to one of claims 1 or 2, characterised in that the blades (115) that have a cavity (116) are each arranged between the blades (10)
that are bent in the direction of the foil-insulated conductor (310) when the two
housing parts (100, 200) are telescoped.
4. Plug connector according to one of claims 1 to 3, characterised in that the second housing part (200) has a receiving chamber (240) adjusted to the conductor
foil (300), wherein two flush openings (222, 232) for receiving the conductor foil
(300) are arranged in two opposite housing walls (220, 230).
5. Plug connector according to claim 4, characterised in that the two flush openings (222, 232) are arranged such that a conductor foil (300) arranged
in the receiving chamber (240) comes to rest substantially perpendicular to the blades
(110, 115).
6. Plug connector according to claim 1, characterised in that the delimiting surfaces (211, 212) of the blade receivers (210) are bent.
7. Plug connector according to claim 6, characterised in that the delimiting surfaces (211, 212) of the blade receivers (210) form sliding surfaces
for at least one part of the blades (110).
8. Plug connector according to claim 7, characterised in that the delimiting surfaces (211, 212) of the blade receivers (210) run in a funnel shape
such that two blades (110) are bent towards each other as they slide along the delimiting
surfaces (211, 212).
9. Plug connector according to one of the preceding claims, characterised in that the blades (110, 115) are arranged one behind the other along a line such that the
foil-insulated conductor (310) is intersected in several places while the second housing
part (200) is mounted on the first housing part (100).
10. Plug connector according to claim 9, characterised in that the blades (110, 115) have different lengths, wherein a shorter blade (115) having
the cavity (116) is respectively surrounded by two longer blades (110) respectively
(110), said longer blades (110) being spaced apart from one another in such a way,
and their length being so great, that they come to rest on the delimiting surfaces
(211, 212) of a blade receiver (210).
11. Plug connector according to claim 1, characterised in that the second housing part (200) has several blade receivers (210) arranged one behind
the other in the longitudinal direction of the foil-insulated connector (310).
12. Plug connector (10) according to one of the preceding claims, characterised in that clamping elements (410, 510) are provided in the first and/or second housing part
(100, 200), said clamping elements (410, 510) clamping the flexible conductor foils
(300) in the region between the foil-insulated conductors (310) in the mounted state
of the two housing parts (100, 200).
13. Plug connector (10) according to claim 12, characterised in that the clamping elements (410, 510) are arranged between conductor paths (310) of the
flexible conductor foil (300).
14. Plug connector (10) according to claim 13, characterised in that the clamping elements (410, 510) are respectively assigned to rows of blades (110,
115).
15. Plug connector (10) according to one of claims 12 to 14, characterised in that first clamping elements (410) are arranged in the first housing part and second clamping
elements (510) cooperating with the first clamping elements are arranged in the second
housing part (200).
16. Plug connector (10) according to claim 15, characterised in that the first clamping elements are clamping teeth (410) having clamping teeth surfaces
(415) extending in the direction of the flexible conductor foil (300) and that the
second clamping elements are openings (510) adjusted to the clamping teeth arranged
in the second housing element (200).
17. Plug connector (10) according to claim 16, characterised in that the clamping teeth (410) have a height such that, in the mounted state of the two
housing parts (100, 200) on one another, the flexible conductor foil (300) that can
be arranged between the first and the second housing part can be deformed such that
the deformed regions (333) of the flexible conductor foil (300) protrude slightly
into the openings (510) arranged in the second housing part (200).
18. Plug connector (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the second housing part (200) is locked with the first housing part (100) in the
mounted state.
1. Connecteur enfichable (10) pour circuits imprimés souples (300) dotés de conducteurs
isolés par un film, le connecteur comprenant un boîtier de connecteur dans lequel
se trouve au moins un élément de contact par enfichage (105), et une zone de connexion
dans laquelle se trouvent des tranchants (110, 115) qui sont reliés de manière électroconductrice
à l'au moins un élément de contact par enfichage (105) et qui peuvent transpercer
et fixer au moins un conducteur isolé en créant un contact électrique, ledit boîtier
de connecteur comprenant deux parties de boîtier (100, 200) emboîtables l'une dans
l'autre, dont la première partie de boîtier (100) loge les tranchants (110, 115) et
l'au moins un élément de contact par enfichage (105) relié de manière électroconductrice
à ceux-ci et la deuxième partie de boîtier (200) est susceptible de recevoir et de
loger le circuit imprimé souple (300) et présente au moins un logement pour tranchants
(210) qui est adapté auxdits tranchants (110, 115) et dont les surfaces de délimitation
(211, 212) sont conçues de manière qu'au moins une partie des tranchants (110, 115)
se plient en direction des conducteurs isolés lors de l'emboîtement des deux parties
de boîtier (100, 200) ; caractérisé en ce qu'au moins une partie des tranchants (115) présente une cavité (116) permettant une
déformation élastique de leurs arêtes.
2. Connecteur enfichable (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la cavité (116) comporte un contour adapté à la forme des tranchants.
3. Connecteur enfichable (10) selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les tranchants (115) qui comportant une cavité (116) sont agencés entre les tranchants
(110) qui se plient en direction des conducteurs isolés (310) lors de l'emboîtement
des deux parties de boîtier (100, 200).
4. Connecteur enfichable selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la deuxième partie de boîtier (200) comporte un espace de réception (240) adapté
au circuit imprimé souple (300), deux ouvertures (222, 232) alignées destinées à recevoir
le circuit imprimé souple (300) sont agencées dans deux parois (220, 230) opposées
du boîtier.
5. Connecteur enfichable selon la revendication 4, caractérisé en ce que les deux ouvertures (222, 232) alignées sont agencées de manière qu'un circuit imprimé
souple (300) agencé dans l'espace de réception (240) vienne reposer de façon sensiblement
perpendiculaire aux tranchants (110, 115).
6. Connecteur enfichable selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces de délimitation (211, 212) des logements pour tranchants (210) sont
incurvées.
7. Connecteur enfichable selon la revendication 6, caractérisé en ce que les surfaces de délimitation (211, 212) des logements pour tranchants (210) forment
des surfaces de glissement pour au moins une partie des tranchants (110).
8. Connecteur enfichable selon la revendication 7, caractérisé en ce que les surfaces de délimitation (211, 212) des logement pour tranchants (210) sont en
forme d'entonnoir, si bien que deux tranchants (110) ploient l'un vers l'autre tandis
qu'ils glissent le long des surfaces de délimitation (211, 212).
9. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tranchants (110, 115) sont agencés les uns derrière les autres le long d'une
ligne de telle manière que le conducteur isolé (310) est perforé en plusieurs endroits
lors du montage de la deuxième partie de boîtier (200) sur la première partie de boîtier
(100).
10. Connecteur enfichable selon la revendication 9, caractérisé en ce que les tranchants (110, 115) présentent des longueurs différentes, sachant qu'un tranchant
(115) plus court présentant ladite cavité (116) est flanqué respectivement de deux
tranchants (110) plus longs espacés l'un de l'autre selon un écart tel et présentant
une longueur telle qu'ils viennent reposer sur les surfaces de délimitation (211,
212) d'un logement pour tranchants (210).
11. Connecteur enfichable selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième partie de boîtier (200) présente plusieurs logements pour tranchants
(210) agencés les uns derrière les autres dans le sens de la longueur des conducteurs
isolés (310).
12. Connecteur enfichable (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des éléments de serrage (410, 510) sont prévus dans la première et/ou la deuxième
partie de boîtier (100, 200) pour serrer le circuit imprimé souple (300) dans la zone
située entre les conducteurs isolés (310), à l'état monté des deux parties de boîtier
(100, 200).
13. Connecteur enfichable (10) selon la revendication 12, caractérisé en ce que les éléments de serrage (410, 510) sont agencés entre des pistes conductrices (310)
du circuit imprimé souple (300).
14. Connecteur enfichable (10) selon la revendication 13, caractérisé en ce que les éléments de serrage (410, 510) sont associés à des rangées respectives de tranchants
(110, 115).
15. Connecteur enfichable (10) selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que des premiers éléments de serrage (410) sont agencés dans la première partie de boîtier
(100) et des deuxièmes éléments de serrage (510) coopérant avec les premiers éléments
de serrage sont agencés dans la deuxième partie de boîtier (200).
16. Connecteur enfichable (10) selon la revendication 15, caractérisé en ce que les premiers éléments de serrage consistent en des dents de serrage (410) présentant
des surfaces (415) s'étendant en direction du circuit imprimé souple (300), et en ce que les deuxièmes éléments de serrage consistent en des ouvertures (510) adaptées aux
dents de serrage et agencées dans le deuxième élément de boîtier (200).
17. Connecteur enfichable (10) selon la revendication 16, caractérisé en ce que les dents de serrage (410) présentent une hauteur telle que, à l'état monté des deux
parties de boîtier (100, 200) l'une sur l'autre, le circuit imprimé souple (300) susceptible
d'être agencé entre la première et la deuxième partie de boîtier peut être déformé
de telle façon que les zones déformées (333) du circuit imprimé souple (300) pénètrent
légèrement dans les ouvertures (510) agencées dans la deuxième partie de boîtier (200).
18. Connecteur enfichable (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième partie de boîtier (200) est encliquetée avec la première partie de boîtier
(100) à l'état monté.
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