[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Magnetschalter, insbesondere Starterrelais,
für eine Startvorrichtung einer Brennkraftmaschine und eine Startvorrichtung mit einem
solchen Magnetschalter.
Stand der Technik
[0002] Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen können mittels einer elektrischen Maschine,
beispielsweise in Form eines Starters gestartet werden. Da eine elektrische Maschine
gerade bei ihrem Anlauf einen hohen Stromfluss ("Kurzschlussstrom") verursacht, kann
es dabei zu Spannungseinbrüchen im Bordnetz des Kraftfahrzeugs kommen.
[0003] Aus der
DE 103 17 466 A1 und der
DE 10 2012 215 338 A1 sind Starteinrichtungen für Brennkraftmaschinen bekannt, bei denen ein NTC-Widerstand
im Stromkreis des Starters bzw. dessen elektrischer Maschine vorgesehen ist, um solche
Spannungseinbrüche in Abhängigkeit von einer Temperatur in gewissem Maße zu reduzieren.
[0004] Aus der
DE 41 06 247 C1, der
DE 41 22 252 A1 und der
DE 10 2007 036 789 A1 sind Startvorrichtungen für Brennkraftmaschinen bekannt, bei denen ein NTC-Widerstand
im Stromkreis des Relais, das zum Einrücken des Starters dient, vorgesehen ist, um
den Anzugsstrom im Relais zu begrenzen.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Erfindungsgemäß werden ein Magnetschalter für eine Startvorrichtung und eine Startvorrichtung
mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.
[0006] Die Erfindung geht aus von einem Magnetschalter, insbesondere einem Starterrelais,
für eine Startvorrichtung bzw. einen Starter einer Brennkraftmaschine, der einen Anschlussbolzen
für einen Hauptstrompfad der Startvorrichtung aufweist. Dabei kann es sich insbesondere
um die Verbindung zur Fahrzeugbatterie (Klemme 30) oder die Verbindung zum Startermotor
(Klemme 45) handeln. Typischerweise weist der Magnetschalter einen weiteren Anschlussbolzen
für den Hauptstrompfad, eine bestrombare Wicklung, einen Magnetanker und eine Kontaktbrücke
auf, wobei der Magnetschalter dazu eingerichtet ist, durch Bestromung der Wicklung
den Magnetanker zu bewegen und darüber mittels der Kontaktbrücke die zwei Anschlussbolzen
zu kontaktieren, um so den Hauptstrompfad elektrisch zu schließen. Typischerweise
ist der Magnetanker dabei - bei Verwendung mit einer Startvorrichtung bzw. einem Starter
- über einen Gabelhebel oder anderweitig mit einem Starterritzel gekoppelt, um dieses
in einen Zahnkranz einer Brennkraftmaschine einzuspuren.
[0007] Es kann auch noch eine weitere Wicklung vorgesehen sein, wobei die zwei Wicklungen
dann insbesondere eine Einzugswicklung und eine Haltewicklung umfassen können, die
beide ggf. separat bestromt werden können. Dabei dient die Einzugswicklung, ggf. auch
zusammen mit der Haltewicklung, dazu, das Starterritzel zu bewegen und einzuspuren.
Mittels der Haltewicklung alleine kann das Starterritzel dann ggf. in dem eingespurten
Zustand gehalten werden, wozu weniger Kraft nötig ist als zum Einspuren.
[0008] Unter einem Hauptstrompfad ist dabei ein solcher Strompfad innerhalb der Startvorrichtung
zu verstehen, der zur Bestromung der elektrischen Maschine (Startermotor) der Startvorrichtung
dient und dabei einen mitunter sehr hohen Stromfluss aufweist. In diesem Hauptstrompfad
ist ein NTC-Widerstandselement eingebracht, d.h. ein NTC-Widerstandselement bildet
einen Teil des Hauptstrompfads bzw. der Strom für bzw. durch die elektrische Maschine
muss über den Anschlussbolzen (bzw. über beide Anschlussbolzen) und über das NTC-Widerstandselement
fließen.
[0009] Bei einem NTC-Widerstand bzw. NTC-Widerstandselement, auch als Heißleiter bezeichnet,
handelt es sich um einen Widerstand bzw. ein Widerstands-Element, welches - im Gegensatz
zu herkömmlichen Leitern wie den meisten Metallen - mit zunehmender Temperatur einen
geringeren elektrischen Widerstand aufweist. Die Abkürzung NTC steht dabei für "Negative
Temperature Coefficient". Bei NTC-Widerständen handelt es sich meist um Halbleitermaterialien,
einige Verbindungshalbleiter und verschiedene metallische Legierungen. Ein NTC-Widerstand
kann beispielsweise durch Foliengießen oder Pulversintern hergestellt werden. Beispielhaft
seien Neodym, Gadolinium, Lanthan, Strontium und Eisenoxid, einzelnen oder als eine
Kombination mehrerer dieser Materialien, als Materialien für NTC-Widerstände genannt.
Insbesondere liegen NTC-Widerstände dabei als Keramik vor und können dabei beispielsweise
quaderförmig ausgebildet sein.
[0010] Durch ein solches NTC-Widerstandselement im Hauptstrompfad kann somit temperaturabhängigen
Effekten entgegengewirkt werden. Bei niedrigen Temperaturen ist aufgrund des PTC-Effekts
der Wicklung (PTC steht dabei für "Positive Temperature Coefficient") in der elektrischen
Maschine bei deren Bestromung nämlich ein hoher Strom vorhanden, was zu einem unerwünschten
Spannungseinbruch führen kann. Dies wird durch das NTC-Widerstandselement ausgeglichen.
Ebenso wird bei hohen Temperaturen ein hoher Widerstand in der Wicklung ausgeglichen,
da dann der ohmsche Widerstand des NTC-Widerstandselements gering ist.
[0011] Eine übliche Einbindung eines solchen NTC-Widerstandselements erfolgt über ein separates
Gehäuse für das NTC-Widerstandselement, das dann an den Magnetschalter bzw. dessen
Gehäuse angebracht werden muss, beispielsweise mittels Schrauben, ggf. auch unter
Verwendung von Isolationselementen und Stromschienen oder dergleichen.
[0012] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass das NTC-Widerstandselement in einem Gehäuse
des Magnetschalters angeordnet und zudem elektrisch zwischen zwei Teilen des Anschlussbolzens
geschaltet ist. Es hat sich herausgestellt, dass damit eine ausreichende Funktionssicherheit
sowie eine ausreichende Lebensdauer des NTC-Widerstandselements erreicht werden kann,
und zwar zumindest auf demselben Niveau wie bei herkömmlicher Anbringung. Demgegenüber
gibt es aber bedeutende Vorteile hinsichtlich der benötigten Bauteile und damit auch
der Kosten. So sind nämlich beispielsweise kein zusätzliches Gehäuse und keine Befestigungsmittel
wie Schrauben und auch keine Isolationselemente oder Stromschienen nötig.
[0013] Zum Vorsehen des NTC-Widerstandselements zwischen zwei Teilen des Anschlussbolzens
kann ein üblicherweise verwendeter Anschlussbolzen zweitgeteilt werden, insbesondere
in Längsrichtung gesehen. Beide Teile des Anschlussbolzens können dann separat in
beispielsweise den Gehäusedeckel eingebracht, beispielsweise eingeschraubt werden.
Das NTC-Widerstandselement kann dann auf geeignete Weise elektrisch zwischen den beiden
Teilen des Anschlussbolzens eingebunden werden.
[0014] Vorzugsweise ist das NTC-Widerstandselement dabei in einem Gehäusedeckel des Gehäuses
(d.h. der Gehäusedeckel bildet einen Teil des Gehäuses des Magnetschalters) angeordnet.
Dies erlaubt einen besonders einfachen Einbau des NTC-Widerstandselements, da der
Gehäusedeckel zunächst separat vorhanden ist und erst bei einem Ende des Zusammenbaus
des Magnetschalters mit dem Rest des Gehäuses verbunden wird. In dem Gehäusedeckel
sind dabei die Anschlussbolzen vorgesehen, die zum Anschluss für den Hauptstromkreis
des Starters bzw. dessen elektrischer Maschine dienen und insofern insbesondere auch
mittels der Schaltbrücke verbunden werden können, um den Hauptstromkreis zu schließen.
[0015] Eine bevorzugte Möglichkeit, das NTC-Widerstandselement elektrisch zwischen die beiden
Teile des Anschlussbolzens zu schalten, ist, das NTC-Widerstandselement geometrisch
zwischen den zwei Teilen des Anschlussbolzens anzuordnen. Hierzu kann das NTC-Widerstandselement
insbesondere zwischen den zwei Teilen des Anschlussbolzens mechanisch verspannt und/oder
verklemmt sein. Denkbar ist in diesem Fall beispielsweise, dass zunächst ein Teil
des Anschlussbolzens vollständig in das Gehäuse bzw. den Gehäusedeckel eingebracht,
beispielsweise eingeschraubt, wird. Dann kann das NTC-Widerstandselement in das Gehäuse
bzw. den Gehäusedeckel eingebracht und mit dem bereits eingebrachten Teil des Anschlussbolzens
in Kontakt gebracht werden.
[0016] Denkbar ist hierbei auch, dass das NTC-Widerstandselement (bei geeigneter Ausbildung)
mit dem Gehäuse bzw. dem Gehäusedeckel verschraubt wird. Anschließend kann der andere
Teil des Anschlussbolzens in das Gehäuse bzw. den Gehäusedeckel eingebracht bzw. damit
verschraubt werden, wobei dabei das NTC-Widerstandselement zwischen den beiden Teilen
verspannt wird. Es versteht sich, dass - insbesondere je nach Form des NTC-Widerstandselement
- auch andere Möglichkeiten denkbar sind, das NTC-Widerstandselement (geometrisch)
zwischen den beiden Teilen des Anschlussbolzens anzuordnen.
[0017] Eine weitere, besonders bevorzugte Möglichkeit, das NTC-Widerstandselement elektrisch
zwischen die beiden Teile des Anschlussbolzens zu schalten, ist, dass das NTC-Element
zumindest mittelbar an einem mittels des Magnetankers mit einer Kraft beaufschlagbaren
Federelements, insbesondere einer Feder, anliegt. Zweckmäßig ist es hierbei, wenn
ein Isolationselement vorgesehen ist, das zwischen dem NTC-Element oder einer Zuleitung
hierzu und dem Federelement angeordnet ist. Bei einem solchen Federelement bzw. einer
solchen Feder kann es sich insbesondere um eine sog. Kontaktrückstellfeder für die
vorstehend schon erwähnte Kontaktbrücke zum Herstellen eines Kontakts im Hauptstromkreis
handeln.
[0018] Damit ist das NTC-Widerstandselement nicht bzw. nicht notwendigerweise zwischen den
zwei Teilen des Anschlussbolzens angeordnet, vielmehr können geeignete Stromschienen
oder Leitungen zwischen jeweils einem Teil des Anschlussbolzens und dem NTC-Widerstandselement
vorgesehen sein. Ein besonderer Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass bei bestromter
Wicklung des Magnetschalters die Kontaktbrücke gegen die Kontaktrückstellfeder und
diese dann gegen das NTC-Widerstandselement drückt. Damit kann erreicht werden, dass
dann oder zumindest in weiten Teilen dann, wenn das NTC-Widerstandselement in Gebrauch
ist, dieses gegen das Gehäuse bzw. den Gehäusedeckel gedrückt wird. Dies wirkt sich
positiv auf den Übergangswiderstand des NTC-Widerstandselements aus und beugt zudem
Brüchen vor.
[0019] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Startvorrichtung, insbesondere ein Starter,
für eine Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs, mit einer elektrischen Maschine,
die zum Starten der Brennkraftmaschine eingerichtet ist, mit einem erfindungsgemäßen
Magnetschalter, und mit einem Starterritzel, das mittels der elektrischen Maschine
drehbar ist, wobei das Starterritzel mittels des Magnetschalters zwischen zwei verschiedenen
Positionen verstellbar ist, und wobei der Anschlussbolzen des Magnetschalters im Hauptstrompfad
der Startvorrichtung liegt bzw. vorgesehen ist.
[0020] Hinsichtlich der Vorteile und weiterer bevorzugter Ausgestaltungen sei zur Vermeidung
von Wiederholungen auf die Ausführungen zum Magnetschalter verwiesen, die hier entsprechend
gelten.
[0021] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und der beiliegenden Zeichnung.
[0022] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung schematisch dargestellt
und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0023]
- Figur 1
- zeigt schematisch eine Startvorrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einem Magnetschalter.
- Figuren 2 bis 4
- zeigen schematisch erfindungsgemäße Magnetschalter in verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen
in einer Schnittansicht.
Ausführungsform(en) der Erfindung
[0024] In Figur 1 ist schematisch eine Startvorrichtung bzw. ein Starter 1 für eine Brennkraftmaschine
100 mit einem Magnetschalter 6 dargestellt. Die Startvorrichtung 1 dient zum Starten
der Brennkraftmaschine 100 und weist ein Starterritzel 2 auf, das in Eingriff mit
einem Zahnkranz 3 der Brennkraftmaschine zu bringen ist. Das Starterritzel 2 ist auf
einer Welle 4 axial verschiebbar zwischen einer Außereingriffsposition und der Eingriffsposition
mit dem Zahnkranz 3 - oder generell zwei verschiedenen Positionen -gelagert, jedoch
drehfest mit der Welle 4 gekoppelt. Die Welle 4 wird von einer elektrischen Maschine
bzw. einem elektrischen Antriebsmotor 5 als Startermotor angetrieben.
[0025] Eine axiale Vorschubbewegung des Starterritzels 2 erfolgt mittels des Magnetschalters
bzw. Starterrelais 6, der als elektromagnetischer Aktuator ausgebildet ist und einen
axial verschiebbaren Magnetanker 7 in einem Gehäuse bzw. Relaisgehäuse 20 aufweist,
wobei der Magnetanker 7 über einen Gabel- bzw. Einrückhebel 8 kinematisch mit dem
Starterritzel 2 gekoppelt ist. Der Magnetanker 6 weist hier nur angedeutete Wicklungen
18, 19 auf, die über eine Stromleitung 9 bestromt werden können, woraufhin der Magnetanker
7 gegen die Kraft eines auf ihn wirkenden Federelementes 12 verstellt wird und der
Einrückhebel 8 die Stellbewegung auf das Starterritzel 2 überträgt.
[0026] Mit dem Abschalten des Magnetschalters 6 wird der Magnetanker 7 durch die Kraft des
Federelementes 12 in die Ausgangsstellung verstellt, dementsprechend gelangt auch
der Einrückhebel 8 in eine zurückversetzte Position, die es dem Starterritzel 2 erlaubt,
aus der Eingriffsposition in die Außereingriffsposition zurück zu gelangen.
[0027] Die Stellbewegung des Magnetankers 7 des Magnetschalters 6 dient auch zum Einschalten
bzw. Ausschalten des elektrischen Antriebsmotors 5. Der elektrische Antriebsmotor
5 wird über eine Stromleitung 10 bestromt, in der sich ein Schalter 11 befindet, welcher
in das Gehäuse des Magnetschalters 6 integriert ist.
[0028] Der Schalter 11 weist eine Kontaktbrücke bzw. Schaltbrücke 13 sowie eine Schaltachse
14 auf, die koaxial zum Magnetanker 7 angeordnet und im Gehäuse axial verschieblich
gelagert ist. Zudem ist der Schalter 11 über ein Federelement 15 am Gehäuse 20 abgestützt.
Das Federelement 15 befindet sich auf der dem Magnetanker 7 abgewandten Seite am Schalter
11. Die Schaltbrücke 13 besteht aus einem elektrisch leitfähigen Material, um in der
Kontaktstellung einen Stromfluss zu ermöglichen.
[0029] Die Schaltbrücke 13 steht bei geschlossenem Schalter in Kontakt mit zwei Kontaktelementen
16 im Stromkreis des Antriebsmotors 5, wobei die Kontaktelemente, wie später noch
zu sehen, in der Regel als Anschlussbolzen ausgebildet sind. Bei einem Betätigen des
Magnetschalters 6 wird der Magnetanker 7 verstellt, wobei die Stellbewegung des Magnetankers
über die Schaltachse 14 auf die Schaltbrücke 13 gegen die Kraft des Federelementes
15 übertragen wird, wodurch die Schaltbrücke 13 aus der Außerkontaktstellung in die
Kontaktstellung verstellt wird, in der ein Kontakt mit den beiden Kontaktelementen
16 hergestellt ist. Daraufhin ist der Stromkreis geschlossen und der Antriebsmotor
5 wird gestartet. Sobald das Starterrelais 6 abgeschaltet wird, gelangt der Anker
7 in die Ausgangsposition, wodurch der Schalter 11 durch die Kraft des Federelementes
15 wieder geöffnet wird. Der Strompfad mit der Stromleitung 10, den Kontaktelementen
16, der Kontaktbrücke 13 sowie dem elektrischen Antriebsmotor 5 wird dabei auch als
Hauptstrompfad bezeichnet.
[0030] In Figur 2 ist ein erfindungsgemäßer Magnetschalter 6 in einer bevorzugten Ausführungsform
in einer Schnittansicht dargestellt. Bei dem Magnetschalter 6 kann es sich um den
in Figur 1 nur grob schematisch dargestellten Magnetschalter handeln.
[0031] Wie zu sehen ist, weist der Magnetschalter 6 im Gehäuse 20 bestrombare Wicklungen
18 und 19 auf, die ein Magnetfeld erzeugen, welches den Magnetanker 7 axial verstellt.
Beispielsweise kann es sich bei der Wicklung 18 um eine Einzugswicklung, bei der Wicklung
19 um eine Haltewicklung handeln. Die Schaltachse 14 ist axial verschieblich im Gehäuse
20 gelagert und wird von dem Federelement 15 in die Außerkontaktstellung des beweglichen
Teils des Schalters 11 kraftbeaufschlagt. Auch die - als Anschlussbolzen ausgebildeten
- Kontaktelemente 16, die im Hauptstrompfad liegen, sind in das Gehäuse 20, insbesondere
einen Gehäusedeckel 21 als Teil des Gehäuses 20 integriert bzw. darin angeordnet.
[0032] Einer der beiden Anschlussbolzen 16 ist dabei in zwei Teile 16.1 und 16.2 geteilt,
die räumlich voneinander getrennt sind. Geometrisch zwischen diesen beiden Teilen
16.1 und 16.2 ist nun ein NTC-Widerstandselement 30 angeordnet, das auf diese Weise
zwischen diesen beiden Teilen 16.1 und 16.2 eingeklemmt elektrisch verschaltet ist.
Hierzu können die beiden Teile 16.1 und 16.2 beispielsweise mittels Gewinde in dem
Gehäuse 20 bzw. dem Gehäusedeckel 21 verschraubt sein. Der Gehäusedeckel 21 besteht
insbesondere aus einem elektrisch isolierenden Material.
[0033] Das NTC-Widerstandselement 30, bei dem es sich insbesondere um ein flaches bzw. plattenförmiges
Element handeln kann, liegt dabei flächig an entsprechenden Enden bzw. Kontaktbereichen
der Teile 16.1 bzw. 16.2 an. Auf diese Weise ist das NTC-Widerstandselement 30 im
Hauptstrompfad vorgesehen und kann Spannungseinbrüche begrenzen. Zudem wird aber auch
eine einfache und sichere Montage erreicht.
[0034] In Figur 3 ist ein erfindungsgemäßer Magnetschalter 6' in einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform in einer Schnittansicht dargestellt. Der Magnetschalter 6' entspricht
im Grunde dem Magnetschalter 6 gemäß Figur 2, sodass auch auf die dortigen Ausführungen
verweisen werden kann.
[0035] Im Gegensatz zur Ausführungsform gemäß Figur 2 ist das Widerstandselement 30 hier
nun jedoch beispielsweise in Form eines Stiftes ausgebildet und in länglicher Richtung
angeordnet, sodass durch entsprechende Ausformungen bzw. Sacklöcher in den Enden der
Teile 16.1 bzw. 16.2 eine Verspannung des NTC-Widerstandselements erreicht wird. Auch
dies erlaubt eine einfache und sichere Montage.
[0036] In Figur 4 ist ein erfindungsgemäßer Magnetschalter 6" in einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform in einer Schnittansicht dargestellt. Der Magnetschalter 6" entspricht
im Grunde dem Magnetschalter 6 gemäß Figur 2, sodass auch auf die dortigen Ausführungen
verweisen werden kann.
[0037] Im Gegensatz zur Ausführungsform gemäß Figur 2 ist das Widerstandselement 30 hier
nun jedoch nicht geometrisch zwischen den zwei Teilen 16.1 und 16.2 angeordnet. Vielmehr
ist es sozusagen in Verlängerung der Schaltachse 14 angeordnet und dabei (mittelbar)
zwischen dem Federelement 15 und dem Gehäusedeckel 21 eingeklemmt. Dabei sind zwei
Leiter bzw. Stromschienen 31 und 32 vorgesehen, zwischen denen das NTC-Widerstandselement
geometrisch angeordnet ist und die jeweils mit einem der zwei Teilte 16.1 und 16.2
(elektrisch) verbunden sind.
[0038] Auf diese Weise wird nicht nur eine einfache und sichere Montage erreicht, sondern
bei Betätigung des Magnetschalters 6" wird der elektrische Kontakt zwischen den Leitern
31 und 32 und dem NTC-Widerstandselement 30 aufgrund der dann wirkenden Federkraft
verbessert.
[0039] Ergänzend kann ein Isolationselement 35 zwischen der Leitung 32, die hier als Zuleitung
für das NTC-Widerstandselement 30 dient, und dem Federelement angeordnet sein. Damit
kann verhindert werden, dass das Federelement 15 oder andere damit in Kontakt stehende
Komponenten mit Spannung beaufschlagt werden.
1. Magnetschalter (6, 6', 6"), insbesondere Starterrelais, für eine Startvorrichtung
(1) einer Brennkraftmaschine (100), der einen Anschlussbolzen (16) für einen Hauptstrompfad
der Startvorrichtung (1) aufweist, und wobei in dem Hauptstrompfad ein NTC-Widerstandselement
(30) eingebracht ist,
wobei das NTC-Widerstandselement (30) in einem Gehäuse (20) des Magnetschalters angeordnet
und elektrisch zwischen zwei Teile (16.1, 16.2) des Anschlussbolzens (16) geschaltet
ist.
2. Magnetschalter (6, 6', 6") nach Anspruch 1, wobei das NTC-Widerstandselement (30)
in einem Gehäusedeckel (21) des Gehäuses angeordnet ist.
3. Magnetschalter (6, 6') nach Anspruch 1 oder 2, wobei das NTC-Widerstandselement (30)
geometrisch zwischen den zwei Teilen (16.1, 16.2) des Anschlussbolzens angeordnet
ist.
4. Magnetschalter (6, 6', 6') nach Anspruch 3, wobei das NTC-Widerstandselement (30)
zwischen den zwei Teilen des Anschlussbolzens (16.1, 16.2) mechanisch verspannt und/oder
verklemmt ist.
5. Magnetschalter (6") nach Anspruch 1 oder 2, wobei das NTC-Widerstandselement (30)
zumindest mittelbar an einem mittels eines Magnetankers (7) mit einer Kraft beaufschlagbaren
Federelement (15) anliegt.
6. Magnetschalter (6") nach Anspruch 5, mit einem Isolationselement (35), das zwischen
dem NTC-Widerstandselement oder einer Zuleitung (32) und dem Federelement (15) angeordnet
ist.
7. Magnetschalter (6, 6', 6") nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einem weiteren
Anschlussbolzen (16) für den Hauptstrompfad, eine bestrombare Wicklung (18, 19), einem
Magnetanker (7) und einer Kontaktbrücke (13), wobei der Magnetschalter dazu eingerichtet
ist, durch Bestromung der Wicklung (18, 19) den Magnetanker (7) zu bewegen und darüber
mittels der Kontaktbrücke (13) die zwei Anschlussbolzen (16) zu kontaktieren, um so
den Hauptstrompfad elektrisch zu schließen.
8. Startvorrichtung (1), insbesondere Starter, für eine Brennkraftmaschine (100) eines
Kraftfahrzeugs, mit einer elektrischen Maschine (5), die zum Starten der Brennkraftmaschine
eingerichtet ist, mit einem Magnetschalter (6, 6', 6") nach einem der vorstehenden
Ansprüche, und mit einem Starterritzel (2), das mittels der elektrischen Maschine
(5) drehbar ist, wobei das Starterritzel (2) mittels des Magnetschalters (6, 6', 6")
zwischen zwei verschiedenen Positionen verstellbar ist, und wobei der Anschlussbolzen
(16) des Magnetschalters im Hauptstrompfad der Startvorrichtung (1) liegt.