[0001] Die Erfindung betrifft ein Heizgerät für ein Gebäude, ein Verschlusselement für das
Heizgerät sowie ein Anschlusselement für das Heizgerät. Insbesondere wird ein Heizgerät
mit möglichst sicherer Abgasmessöffnung angegeben.
[0002] Es sind Heizgeräte für Gebäude bekannt, deren Abgassysteme mit verschließbaren Messöffnungen
für Frischluft- und Abgasmessung ausgestattet sind. Nach dem Stand der Technik werden
beide Messöffnungen mit händisch aufgeschraubten Verschlusskappen abgedichtet. Wenn
der Fachhandwerker oder Schornsteinfeger nach der Messung der Abgaswerte mittels einer
Messlanze vergisst den Deckel wieder aufzuschrauben, besteht die Gefahr, dass Abgase
durch die offene Messöffnung in den Installationsraum gelangen und sich dort bei ungenügender
Raumbelüftung anreichern.
[0003] Aus der
EP 3 396 246 A1 ist ein Messstellen-System mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannt.
Bei dem System der
EP 3 396 246 A1 besteht ein Risiko, dass Abgas ungewollt zu der Abgasmessöffnung gelangen kann.
[0004] Aus der
DE 33 33 472 A1 ist ein Luft-Abgas-Schornstein bekannt, der mehrere, mit Schiebeklappen verschließbare
Reinigungsöffnungen aufweist. Entsprechende Reinigungsöffnungen sind für zuverlässige
Abgasmessungen üblicherweise ungeeignet. Zudem benötigen Schiebeklappen in der Regel
einen erheblichen Bauraum, der bei Messkanalöffnungen nicht zur Verfügung steht.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Heizgerät bereitzustellen, das die mit Bezug
auf den Stand der Technik geschilderten Probleme wenigstens teilweise löst und insbesondere
eine möglichst hohe Betriebssicherheit erlaubt. Insbesondere soll ein ungewolltes
Austreten von Abgas aus der Abgasmessöffnung des Heizgeräts möglichst vermieden werden.
[0006] Diese Aufgaben werden gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass bei
abgenommenem Verschlusselement die Abgasmessöffnung mit der Luftzufuhrleitung des
Heizgeräts fluidisch verbunden ist, wobei sich ausgehend von der Abgasmessöffnung
ein Messkanal bis hin zu der Abgasleitung erstreckt und mindestens ein Sperrelement
vorgesehen ist, wobei zumindest:
- der Messkanal über eine seitliche Kanalöffnung mit der Luftzufuhrleitung fluidisch
verbunden ist und das Sperrelement zwischen der Kanalöffnung und der Abgasmessöffnung
angeordnet ist; oder
- das Sperrelement im Bereich der Mündung des Messkanals in die Abgasleitung angeordnet
ist.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Verbindung von Abgasmessöffnung und Luftzufuhrleitung
bei abgenommenem Verschlusselement wird erreicht, dass auch bei fehlendem Verschlusselement
kein Abgas in den Installationsraum gelangen kann, insbesondere da das Abgas vor Austritt
aus der Abgasmessöffnung von der Luftströmung in der Luftzufuhrleitung angesaugt und/oder
mitgerissen wird. Dies erlaubt in besonders vorteilhafter Weise eine möglichst sichere
Abgasmessöffnung bereitzustellen. Das Sperrelement kann darüber hinaus dazu beitragen,
die in den Frischluftbereich austretende Abgasmenge bei vergessenem Verschlusselement
weiter zu verringern.
[0009] Hierzu trägt ein Heizgerät für ein Gebäude bei, umfassend eine Luftzufuhrleitung,
eine Abgasleitung und eine mit einem Verschlusselement wiederverschließbare Abgasmessöffnung,
die mit der Abgasleitung (fluidisch) verbindbar ist, wobei bei abgenommenem Verschlusselement
die Abgasmessöffnung mit der Luftzufuhrleitung fluidisch verbunden ist, wobei sich
ausgehend von der Abgasmessöffnung ein Messkanal bis hin zu der Abgasleitung erstreckt
und mindestens ein (zu dem Verschlusselement zusätzliches) Sperrelement (in und/oder
an dem Messkanal) vorgesehen (bzw. befestigt) ist, wobei zumindest der Messkanal über
eine seitliche Kanalöffnung mit der Luftzufuhrleitung fluidisch verbunden ist und
das Sperrelement zwischen der Kanalöffnung und der Abgasmessöffnung angeordnet ist;
oder das Sperrelement im Bereich der Mündung des Messkanals in die Abgasleitung angeordnet
ist.
[0010] Dies bedeutet mit anderen Worten insbesondere, dass der derzeitig bzw. bei nach dem
Stand der Technik gebauten Heizgeräten vom Frischluftbereich getrennte Abgasmessbereich
hier partiell geöffnet wird, sodass die bei vergessenem Deckel austretenden Abgase
vom Frischluftstrom in eine Rezirkulation mitgerissen werden. In diesem Zusammenhang
ist es besonders vorteilhaft, wenn als weitere konstruktive Maßnahme die Kontur Deckels
(Verschlusselements) für die Abgasmessöffnung derart (um-)gestaltet wird, sodass er
im montierten Zustand nicht nur die Messöffnung, sondern auch diese partielle Öffnung
verschließt und abdichtet.
[0011] Das Heizgerät dient in der Regel zur Heizung eines Gebäudes, wie beispielsweise eines
Wohngebäudes und/oder insbesondere zur Heizung einer Wasserführung, wie etwa eines
Wasserkreislaufs in dem Wohngebäude. Bei dem Heizgerät handelt es sich in der Regel
um ein Gasheizgerät. Dies betrifft mit anderen Worten insbesondere ein Heizgerät,
welches dazu eingerichtet ist, einen oder mehrere Gase, ggf. unter Zufuhr von Umgebungsluft
aus einem Gebäude zu verbrennen, um Energie zur Erwärmung von beispielsweise Wasser
zum Gebrauch in einer Wohnung zu erzeugen.
[0012] Beispielsweise kann es sich bei dem Heizgerät um ein sogenanntes Gas-Brennwertgerät
handeln. Das Heizgerät weist in der Regel zumindest einen Brenner (mit einem Brennraum)
und eine Fördereinrichtung wie etwa ein Gebläse auf, die ein Gemisch von Brennstoff
(Gas) und Verbrennungsluft (durch einen Gemischkanal des Heizgeräts) zum Brenner fördert.
Anschließend kann das durch die Verbrennung entstehende Abgas durch ein internes Abgasrohr
des Heizgeräts zu einer externen Abgasanlage (eines Hauses) geführt werden. An dieser
Abgasanlage sind ein oder mehrere Heizgeräte angeschlossen.
[0013] Das Heizgerät kann ein Anschlusselement aufweisen, mittels welchem das Heizgerät
an eine externes Abgasrohr (der Abgasanlage) und/oder ein externes Luftzufuhrrohr
anschließbar ist. Statt einem externen Luftzufuhrrohr ist auch denkbar, dass die Luftzufuhrleitung
mit dem Installationsraum des Heizgeräts verbunden ist bzw. in diesen mündet, sodass
insbesondere Umgebungsluft aus der Umgebung des Heizgerätes bzw. aus dem Gebäude über
die Luftzufuhrleitung angesaugt werden kann.
[0014] Das Anschlusselement kann (dabei) in der Art einer Platte, eines Tellers bzw. einer
Scheibe und/oder als Aufsatz für das Heizgerät gestaltet sein. An einer (oberen) Stirnseite
des Anschlusselements kann dieses mit dem externen Abgasrohr und/oder dem externe
Luftzufuhrrohr verbindbar sein. Denkbar ist in diesem Zusammenhang auch, dass das
Anschlusselement in der (oberen) Stirnseite mindestens eine Öffnung aufweist, durch
die Umgebungsluft in die Luftzuleitung strömen kann. An einer gegenüberliegenden (unteren)
Stirnseite kann das Anschlusselements mit den entsprechenden inneren Anschlüssen und/oder
Funktionselementen des Heizgeräts verbindbar sein.
[0015] In das Anschlusselement können die Komponenten Luftzufuhrleitung, Abgasleitung und
Abgasmessöffnung integriert sein. Dies bedeutet mit anderen Worten insbesondere, dass
die Luftzufuhrleitung, die Abgasleitung und die Abgasmessöffnung integral bzw. einteilig
gebildet sein können und dabei gemeinsam das Anschlusselement bilden können. Demnach
kann das Anschlusselement einteilig, vorzugsweise als Kunststoffbauteil gebildet sein.
[0016] Dass bei abgenommenem Verschlusselement die Abgasmessöffnung mit der Luftzufuhrleitung
fluidisch verbunden ist bedeutet mit anderen Worten insbesondere, dass eine Fluidströmung
von der Abgasmessöffnung oder entlang der Abgasmessöffnung hin zu der Luftzufuhrleitung
erzeugt werden kann, (zumindest) wenn das Verschlusselement nicht vorhanden ist. Insbesondere
können die Abgasmessöffnung und die Luftzufuhrleitung so fluidisch miteinander verbunden
werden, dass aufgrund der Luftzufuhrströmung durch die Luftzufuhrleitung ein Sog im
Bereich bzw. an der Abgasmessöffnung erzeugt werden kann. Dieser Sog kann dabei auch
vor der Abgasmessöffnung, beispielsweise in einem von der Abgasleitung hin zu der
Abgasmessöffnung führenden Messkanal, erzeugt werden, insbesondere mit dem Ziel, dass
eine Abgasströmung die Abgasmessöffnung erst gar nicht erreicht, sondern vorher von
der Luftzufuhrströmung abgesogen werden kann.
[0017] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass sich ausgehend von der Abgasmessöffnung
ein Messkanal bis hin zu der Abgasleitung erstreckt. Dabei mündet der Messkanal in
der Regel in der Abgasleitung, insbesondere in der die Abgasleitung bildenden Wand.
Der Messkanal kann sich dabei in einer radialen Richtung bezogen auf die axiale Richtung
der Abgasleitung bzw. schräg zu der Verlaufsrichtung der Abgasleitung erstrecken.
Der Messkanal weist in der Regel einen Durchmesser auf, der (gerade) groß genug ist,
sodass eine Messlanze durch den Messkanal hindurch bis in die Abgasleitung geführt
werden kann.
[0018] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Luftzufuhrleitung
die Abgasleitung zumindest teilweise umgibt und der Messkanal sich zumindest teilweise
durch die Luftzufuhrleitung erstreckt. Dabei kann die Luftzufuhrleitung zumindest
abschnittsweise koaxial um die Abgasleitung angeordnet sein. Der Messkanal kann die
Luftzufuhrleitung dabei in insbesondere radialer Richtung (von außen nach innen) durchdringen.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass der Messkanal
bei abgenommenem Verschlusselement mit der Luftzufuhrleitung fluidisch verbunden ist.
Dies bedeutet mit anderen Worten insbesondere, dass in diesem Fall die Verbindung
von Messöffnung und Luftzufuhrleitung über den Messkanal realisiert wird. Die Messöffnung
ist in diesem Zusammenhang in der Regel mit dem (radial) nach außen weisenden Ende
des Messkanals gebildet.
[0020] Der Messkanal kann über eine seitliche Kanalöffnung mit der Luftzufuhrleitung fluidisch
verbunden sein. Die Kanalöffnung kann dabei die Kanalwand (in axialer Richtung des
Kanals bzw. in Kanalverlaufsrichtung) insbesondere vollständig unterbrechen oder insbesondere
partiell (in radialer Richtung des Kanals bzw. schräg zur Kanalverlaufsrichtung) durchbrechen.
Insbesondere kann die seitliche Kanalöffnung mit einem Loch oder Schlitz in der Kanalwand
gebildet sein.
[0021] In diesem Zusammenhang kann zwischen der (seitlichen) Kanalöffnung und der Abgasmessöffnung
ein Sperrelement angeordnet sein. Dies trägt in vorteilhafter Weise dazu bei, das
Risiko, dass Abgas zu der Abgasmessöffnung gelangt, noch weiter zu reduzieren.
[0022] Alternativ oder kumulativ kann im Bereich der Mündung des Messkanals in die Abgasleitung
ein Sperrelement angeordnet sein. Dies trägt in vorteilhafter Weise dazu bei, die
Menge an Abgas, die überhaupt ungewollt in den Messkanal gelangen kann, zu reduzieren.
[0023] Bei dem Sperrelement kann es sich beispielsweise um eine Klappe handeln. Insbesondere
schließt die Klappe selbsttätig, beispielsweise aufgrund der Schwerkraft und/oder
aufgrund einer Federbelastung. Die Klappe kann zum Beispiel zu ausgeführt sein, dass
diese (nur) durch Einführen der Messlanze geöffnet werden kann und nach Entnahme der
Messlanze wieder selbsttätig in die Schließstellung zurückkehrt.
[0024] Alternativ oder kumulativ zu einer Klappe kann als Sperrelement eine Membran vorgesehen
sein. Die Membran kann dabei einen oder mehrere (insbesondere Kreuz-förmig bzw. X-förmig)
angeordnete Schlitze aufweisen. Dies kann dazu beitragen, dass die Membran, nach einem
Durchstoßen der Membran durch die Messlanze, wieder möglichst vollständig schließen
kann.
[0025] Weiterhin kann als Sperrelement auch eine Blende eingesetzt werden. Diese kann beispielsweise
in der Art einer Zweikomponenten-Klappe ausgebildet sein. Dazu kann die Blende mit
einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren hergestellt sein. Dabei kann die Blende
(partiell oder überwiegend) mit einem harten Material (zum Beispiel einem Thermoplast)
und (überwiegend oder partiell) mit einem weichen Material (zum Beispiel einem Elastomer)
gebildet sein. Dadurch kann die Blende ähnlich wirken wie die zuvor beschriebene geschlitzte
Membran.
[0026] Es können natürlich auch zwei der Sperrelemente vorgesehen sein, vorzugsweise eines
davon zwischen der (seitlichen) Kanalöffnung und der Abgasmessöffnung und ein weiteres
davon im Bereich der Mündung des Messkanals in die Abgasleitung. Dabei können die
zwei Sperrelemente gleichartig oder unterschiedlich gebildet sein.
[0027] Nach einem weiteren Aspekt wird ein Verschlusselement für ein hier beschriebenes
Heizgerät vorgeschlagen, wobei das Verschlusselement derart eingerichtet ist, dass
es die Abgasmessöffnung reversibel verschießen und gleichzeitig eine fluidische Verbindung
zwischen Abgasmessöffnung und Luftzufuhrleitung reversibel unterbrechen kann.
[0028] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Verschlusselement
einen Dorn aufweist, der sich im montierten Zustand zumindest teilweise durch den
Messkanal erstreckt. Der Dorn weist dabei üblicherweise einen im Wesentlichen konstanten
Außendurchmesser auf, der kleiner ist als der Innendurchmesser des Messkanals. Der
Dorn kann dabei einen Außendurchmesser aufweisen, der insbesondere maximal 20% oder
sogar maximal 10% kleiner ist als der Innendurchmesser des Messkanals. In der Regel
hat der Dorn eine ausreichende Länge, sodass er im montierten Zustand die seitliche
Kanalöffnung (in seiner Längsrichtung, die der axialen Richtung des Messkanals bzw.
der Messkanalverlaufsrichtung entspricht) bedeckt bzw. überdeckt.
[0029] Der Dorn kann sich ausgehend von einem Deckelteil des Verschlusselements von dem
Deckelteil weg erstrecken. Das Deckelteil kann dabei einen in der Art eines Deckels
für die Abgasmessöffnung gebildeten Kopfteil des Verschlusselements beschreiben. Das
Deckelteil kann Verbindungsmittel wie etwa ein Gewinde aufweisen, über die das Verschlusselement
(lösbar) mit dem Anschlusselement und/oder der Abgasmessöffnung (mechanisch) verbunden
werden kann.
[0030] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass der Dorn
mindestens eine Dichtung aufweist, die im montierten Zustand die Abgasleitung gegenüber
der Abgasmessöffnung und/oder die Abgasleitung gegenüber der Abgasmessöffnung und
der Kanalöffnung abdichtet. Vorzugsweise sind mindestens zwei umlaufende Dichtungen,
wie zum Beispiel O-Ring-Dichtungen auf dem Dorn angeordnet. Mindestens eine erste
dieser Dichtungen kann beispielsweise so angeordnet sein, dass sie im montierten Zustand
im Bereich der Mündung des Messkanals in die Abgasleitung liegt. Mindestens eine zweite
dieser Dichtungen kann beispielsweise so angeordnet sein, dass die im montierten Zustand
zwischen der (seitlichen) Kanalöffnung und der Abgasmessöffnung liegt.
[0031] Die Dichtungen können dabei so dimensioniert sein, dass sie im montierten Zustand
an der Innenoberfläche der Kanalwand des Messkanals anliegen. Insbesondere liegen
alle vorgesehenen Dichtungen im montierten Zustand an der Innenoberfläche der Kanalwand
des Messkanals an.
[0032] Nach einem weiteren Aspekt wird ein Anschlusselement für ein hier beschriebenes Heizgerät
vorgeschlagen, umfassend eine Luftzufuhrleitung, eine Abgasleitung und eine mit einem
Verschlusselement wiederverschließbare Abgasmessöffnung, die mit der Abgasleitung
(fluidisch) verbindbar ist, wobei bei abgenommenem Verschlusselement die Abgasmessöffnung
mit der Luftzufuhrleitung fluidisch verbunden ist, wobei sich ausgehend von der Abgasmessöffnung
ein Messkanal (des Anschlusselements) bis hin zu der Abgasleitung erstreckt und mindestens
ein Sperrelement (des Anschlusselements) vorgesehen ist, wobei zumindest der Messkanal
über eine seitliche Kanalöffnung mit der Luftzufuhrleitung fluidisch verbunden ist
und das Sperrelement zwischen der Kanalöffnung und der Abgasmessöffnung angeordnet
ist; oder das Sperrelement im Bereich der Mündung des Messkanals in die Abgasleitung
angeordnet ist.
[0033] Die im Zusammenhang mit dem Heizgerät erörterten Details, Merkmale und vorteilhaften
Ausgestaltungen können entsprechend auch bei dem hier vorgestellten Verschlusselement
und/oder dem Anschlusselement auftreten und umgekehrt. Insoweit wird auf die dortigen
Ausführungen zur näheren Charakterisierung der Merkmale vollumfänglich Bezug genommen.
[0034] Die Erfindung wird nun anhand der Figuren detailliert erläutert.
[0035] Es stellen dar:
- Figur 1:
- ein Heizgerät in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2:
- ein Anschlusselement für das Heizgerät aus Figur 1 in Draufsicht,
- Figur 3:
- eine Detailansicht des Anschlusselements aus Figur 2 in Schnittansicht,
- Figur 4:
- die Ansicht aus Figur 3 ohne Verschlusselement,
- Figur 5:
- ein weiteres Anschlusselement in Schnittansicht,
- Figur 6:
- das Anschlusselement aus Figur 5 mit eingesetztem Verschlusselement,
- Figur 7:
- das Anschlusselement aus Figur 5 mit eingeführter Messlanze,
- Figur 8:
- eine Detailansicht eines weiteren Anschlusselements in Schnittansicht,
- Figur 9:
- eine Detailansicht eines weiteren Anschlusselements in Schnittansicht,
- Figur 10:
- ein Verschlusselement in perspektivischer Ansicht,
- Figur 11:
- eine Detailansicht eines weiteren Anschlusselements in Schnittansicht, und
- Figur 12:
- die Ansicht aus Figur 11 ohne Verschlusselement.
[0036] Figur 1 zeigt ein Heizgerät 1 für ein Gebäude. Das Heizgerät 1 weist ein Anschlusselement
11 zum Verbinden des Heizgeräts 1 mit einem externen Abgasrohr (hier nicht dargestellt)
auf.
[0037] Figur 2 zeigt ein entsprechendes Anschlusselement 11 für das Heizgerät 1. In der
gezeigten Draufsicht ist zu erkennen, dass in dem Anschlusselement 11 eine Luftzufuhrleitung
2 und eine Abgasleitung 3 gebildet sind, wobei die Luftzufuhrleitung 2 hier beispielhaft
koaxial um die Abgasleitung 3 angeordnet ist. In die Abgasleitung 3 kann ein Ende
eines externen Abgasrohres einsteckt werden.
[0038] Weiterhin weist das Anschlusselement 11 eine mit einem Verschlusselement 4 wiederverschließbare
Abgasmessöffnung 5 auf, die mit der Abgasleitung 3 verbunden ist. Dabei sind die Abgasmessöffnung
5 und die Abgasleitung 3 hier über einen Messkanal 6 miteinander verbunden.
[0039] Figur 3 zeigt eine Detailansicht des Anschlusselements 11 in Schnittdarstellung.
Veranschaulicht sind dabei auch die Luftzufuhrströmung 12 durch die Luftzufuhrleitung
2 und die Abgasströmung 13 durch die Abgasleitung 3. In Figur 3 ist ein montierter
Zustand des Verschlusselements 4 gezeigt, indem die Abgasmessöffnung 5 mit dem Verschlusselement
4 verschlossen ist. Bei entferntem Verschlusselement 4 (vgl. Figur 4) ist die Abgasmessöffnung
5 mit der Abgasleitung 3 verbunden.
[0040] Figur 4 zeigt eine entsprechende Ansicht ohne Verschlusselement 4. Das hier vorgeschlagene
Heizgerät 1 (hier nicht dargestellt; vgl. Figur 1) sowie das hier vorgeschlagenen
Anschlusselements 11 zeichnen sich dadurch aus, dass bei abgenommenem Verschlusselement
4 die Abgasmessöffnung 5 mit der Luftzufuhrleitung 2 fluidisch verbunden ist. Dadurch
kann ein Teil der Abgasströmung 13, der in den Messkanal 6 einströmt, vor Erreichen
der Abgasmessöffnung 5 von der Luftzufuhrströmung 12 angesogen und mitgerissen werden.
[0041] Die Schnittdarstellung gemäß den Figuren 3 und 4 zeigt dabei eine vorteilhafte Ausführungsvariante,
bei der sich ausgehend von der Abgasmessöffnung 5 ein Messkanal 6 bis hin zu der Abgasleitung
3 erstreckt und bei der der Messkanal 6 (und über diesen auch die Abgasmessöffnung
5) über eine seitliche Kanalöffnung 7 mit der Luftzufuhrleitung 2 fluidisch verbunden
ist. Die Kanalöffnung 7 ist in der Ausführungsvariante gemäß den Figuren 3 und 4 beispielsweise
in der Art einer partiellen Durchbrechung der Kanalwand des Messkanals 6 gebildet.
[0042] Es ist auch zu erkennen, dass die Luftzufuhrleitung 2 die Abgasleitung 3 zumindest
teilweise (koaxial) umgibt und der Messkanal 6 sich zumindest teilweise durch die
Luftzufuhrleitung 2 erstreckt. Zudem ist insbesondere in Figur 4 zu erkennen, dass
der Messkanal 6 bei abgenommenem Verschlusselement 4 mit der Luftzufuhrleitung 2 verbunden
ist, nämlich beispielhaft über die seitliche Kanalöffnung 7.
[0043] Figur 5 zeigt ein weiteres beispielhaftes Anschlusselement 11 in Schnittansicht.
Die Bezugszeichen werden einheitlich verwendet, sodass auf die vorangehenden Erläuterungen
Bezug genommen werden kann. In Figur 5 ist beispielhaft veranschaulicht, dass und
beispielsweise wie im Bereich der Mündung des Messkanals 6 in die Abgasleitung 3 ein
Sperrelement 8 angeordnet sein kann. Bei dem Sperrelement 8 gemäß Figur 5 handelt
es sich beispielsweise um eine Klappe, die aufgrund der Schwerkraft selbststätig schließen
kann.
[0044] Zudem ist in Figur 5 beispielhaft veranschaulicht, dass die Kanalöffnung 7 auch zumindest
abschnittsweise in der Art einer Unterbrechung der Kanalwand des Messkanals 6 gebildet
sein kann.
[0045] Figur 6 zeigt das Anschlusselement 11 aus Figur 5 mit eingesetztem Verschlusselement
4. Die Länge des Verschlusselements 4 (insbesondere dessen Dorns) ist dabei so bemessen,
dass das Verschlusselement 4 die Klappe nicht öffnen kann.
[0046] Figur 7 zeigt das Anschlusselement 11 aus Figur 5 mit eingeführter Messlanze 14.
Dies veranschaulicht, dass und wie eine durch den Messkanal 6 in die Abgasleitung
3 eingeführte Messlanze 14 das beispielhaft als Klappe ausgeführte Sperrelement 8
öffnen kann.
[0047] Figur 8 veranschaulicht ein weiteres beispielhaftes Sperrelement 8 im Bereich der
Mündung des Messkanals 6 in die Abgasleitung 3. Hier ist statt einer Klappe eine geschlitzte
Membran als Sperrelement 8 gezeigt.
[0048] Figur 9 veranschaulicht ein weiteres beispielhaftes Sperrelement 8 im Bereich der
Mündung des Messkanals 6 in die Abgasleitung 3. Hier ist beispielhaft eine Zweikomponenten-Blende
als Sperrelement 8 gezeigt.
[0049] Die in den Figuren 7 bis 9 veranschaulichten, beispielhaften Sperrelement 8 können
dazu beitragen, die in den Frischluftbereich austretende Abgasmenge bei vergessenem
Verschlusselement 4 weiter zu verringern. Hierzu kann gemäß den beispielhaften Darstellungen
nach den Figuren 7 bis 9 zwischen den beiden Strömungsbereichen 2, 3 eine Sperre vorgesehen
werden, die sich nur bei Einführung der Messlanze 14 in die Richtung des Abgasstromes
13 öffnet.
[0050] Figur 10 zeigt ein Verschlusselement 4 für ein hier beschriebenes Heizgerät 1 bzw.
für ein hier beschriebenes Anschlusselement 11. Das Verschlusselement 4 ist derart
eingerichtet ist, dass es die Abgasmessöffnung 5 reversibel verschießen und gleichzeitig
eine fluidische Verbindung zwischen Abgasmessöffnung 5 und Luftzufuhrleitung 2 reversibel
unterbrechen kann.
[0051] Beispielsweise weist das Verschlusselement 4 hierzu einen Dorn 9 auf, der sich im
montierten Zustand zumindest teilweise durch den Messkanal 6 erstreckt. Dabei bedeckt
der Dorn 9 die Kanalöffnung 7. Weiterhin weist der Dorn 9 mehrere Dichtungen 10 auf,
die im montierten Zustand die Abgasleitung 3 gegenüber der Abgasmessöffnung 5 und
gegenüber der Kanalöffnung 7 abdichten.
[0052] Figur 11 zeigt ein weiteres beispielhaftes Anschlusselement 11 in Schnittansicht.
In Figur 5 ist beispielhaft veranschaulicht, dass und beispielsweise wie zwischen
der Kanalöffnung 7 und der Abgasmessöffnung 5 ein Sperrelement 8 angeordnet sein kann.
Dieses Sperrelement 8 ist hierbei beispielhaft als geschlitzte Membran ausgeführt.
Die in Figur 11 gezeigte Anordnung des Sperrelements 8 kann dazu beitragen, ein Austreten
eines Abgas-Luft-Gemisches aus der Messöffnung 5 zu verhindern.
[0053] Somit werden ein Heizgerät und ein Anschlusselement mit möglichst sicherer Abgasmessöffnung
beschrieben.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Heizgerät
- 2
- Luftzufuhrleitung
- 3
- Abgasleitung
- 4
- Verschlusselement
- 5
- Abgasmessöffnung
- 6
- Messkanal
- 7
- Kanalöffnung
- 8
- Sperrelement
- 9
- Dorn
- 10
- Dichtung
- 11
- Anschlusselement
- 12
- Luftzufuhrströmung
- 13
- Abgasströmung
- 14
- Messlanze
1. Heizgerät (1) für ein Gebäude, umfassend eine Luftzufuhrleitung (2), eine Abgasleitung
(3) und eine mit einem Verschlusselement (4) wiederverschließbare Abgasmessöffnung
(5), die mit der Abgasleitung (3) verbindbar ist, wobei bei abgenommenem Verschlusselement
(4) die Abgasmessöffnung (5) mit der Luftzufuhrleitung (2) fluidisch verbunden ist,
wobei sich ausgehend von der Abgasmessöffnung (5) ein Messkanal (6) bis hin zu der
Abgasleitung (3) erstreckt,
gekennzeichnet durch mindestens ein Sperrelement (8), wobei zumindest:
- der Messkanal (6) über eine seitliche Kanalöffnung (7) mit der Luftzufuhrleitung
(2) fluidisch verbunden ist und das Sperrelement (8) zwischen der Kanalöffnung (7)
und der Abgasmessöffnung (5) angeordnet ist; oder
- das Sperrelement (8) im Bereich der Mündung des Messkanals (6) in die Abgasleitung
(3) angeordnet ist.
2. Heizgerät (1) nach Anspruch 1, wobei die Luftzufuhrleitung (2) die Abgasleitung (3)
zumindest teilweise umgibt und der Messkanal (6) sich zumindest teilweise durch die
Luftzufuhrleitung (2) erstreckt.
3. Heizgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Messkanal (6) bei abgenommenem Verschlusselement
(4) mit der Luftzufuhrleitung (2) fluidisch verbunden ist.
4. Heizgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Sperrelement
(8) eine Klappe umfasst.
5. Heizgerät (1) nach Anspruch 4, wobei die Klappe selbststätig schließt.
6. Heizgerät (1) nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Klappe so ausgeführt ist, dass sie
durch Einführen einer Messlanze (14) geöffnet werden kann und nach Entnahme der Messlanze
(14) wieder selbsttätig in die Schließstellung zurückkehrt.
7. Heizgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das mindestens eine Sperrelement
(8) eine Membran umfasst.
8. Heizgerät (1) nach Anspruch 7, wobei die Membran einen oder mehrere Schlitze aufweist.
9. Heizgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das mindestens eine Sperrelement
(8) eine Blende umfasst.
10. Heizgerät (1) nach Anspruch 9, wobei die Blende als eine Zweikomponenten-Klappe ausgebildet
ist.
11. Heizgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwei Sperrelemente (8)
vorgesehen sind, wobei eines der Sperrelemente (8) zwischen der seitlichen Kanalöffnung
(7) und der Abgasmessöffnung (5) und ein weiteres der Sperrelemente (8) im Bereich
der Mündung des Messkanals (6) in die Abgasleitung (3) angeordnet ist.
12. Verschlusselement (4) für ein Heizgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Verschlusselement (4) derart eingerichtet ist, dass es die Abgasmessöffnung
(5) reversibel verschießen und gleichzeitig eine fluidische Verbindung zwischen Abgasmessöffnung
(5) und Luftzufuhrleitung (2) reversibel unterbrechen kann.
13. Verschlusselement (4) nach Anspruch 12, wobei das Verschlusselement (4) einen Dorn
(9) aufweist, der sich im montierten Zustand zumindest teilweise durch den Messkanal
(6) erstreckt.
14. Verschlusselement (4) nach Anspruch 13, wobei der Dorn (9) mindestens eine Dichtung
(10) aufweist, die im montierten Zustand die Abgasleitung (3) gegenüber der Abgasmessöffnung
(5) und/oder die Abgasleitung (3) gegenüber der Abgasmessöffnung (5) und der Kanalöffnung
(7) abdichtet.
15. Anschlusselement (11) für ein Heizgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend
eine Luftzufuhrleitung (2), eine Abgasleitung (3) und eine mit einem Verschlusselement
(4) wiederverschließbare Abgasmessöffnung (5), die mit der Abgasleitung (3) verbindbar
ist, wobei bei abgenommenem Verschlusselement (4) die Abgasmessöffnung (5) mit der
Luftzufuhrleitung (2) fluidisch verbunden ist, wobei sich ausgehend von der Abgasmessöffnung
(5) ein Messkanal (6) bis hin zu der Abgasleitung (3) erstreckt,
gekennzeichnet durch mindestens ein Sperrelement (8), wobei zumindest:
- der Messkanal (6) über eine seitliche Kanalöffnung (7) mit der Luftzufuhrleitung
(2) fluidisch verbunden ist und das Sperrelement (8) zwischen der Kanalöffnung (7)
und der Abgasmessöffnung (5) angeordnet ist; oder
- das Sperrelement (8) im Bereich der Mündung des Messkanals (6) in die Abgasleitung
(3) angeordnet ist.