[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackung, insbesondere für Lebensmittel,
mit einem Behälter zum Aufnehmen eines insbesondere flüssigen und/oder zumindest teilweise
festen Stoffs, einem Kennzeichnungselement zum Kennzeichnen des Stoffs und zumindest
einem Funktionselement zur Verwendung des Stoffs. Des Weiteren betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung.
[0002] Zweiteilige Verpackungsbehälter mit einem Kunststoffbecher und einer Kartonhülse
sind im Stand der Technik vielfach bekannt. Durch die zweiteilige Ausführung ergeben
sich, im Gegensatz zu einteiligen Varianten von Verpackungsbehältern, zusätzlich folgende,
eher widersprüchliche Anforderungen. So sollte zur vorschriftsmäßigen Entsorgung derartiger
zweiteiliger Verpackungsbehälter die Kartonhülse vom Kunststoffbecher getrennt werden.
Bei der Verwendung des Verpackungsbehälters sollte jedoch ein unbeabsichtigtes Trennen
von Kartonhülse und Kunststoffbehälter vermieden werden.
[0003] Hierfür schlägt die
DE 195 09 100 A1 in einer vorteilhaften Ausführung vor, an mindestens einer Außenfläche des Kunststoffbechers
eine im Wesentlichen parallel zum Becherrand verlaufende, nach außenragende Sicke
vorzusehen und dass die Innenseite der Kartonhülse im zusammengefügten Zustand von
Kunststoffbecher und Kartonhülse unmittelbar oberhalb der Sicke des Kunststoffbechers
eine nach innen ragende Ausbuchtung aufweist. Nachteilig daran ist, dass die Kartonhülse
und der Kunststoffbecher unter Kraftaufwand getrennt werden müssen, um eine vorschriftsmäßigen
Entsorgung zu erreichen. Ferner ist nicht sichergestellt, dass diese Trennung beim
Verzehr des Lebensmittels tatsächlich erfolgt.
[0004] Aus der
US 5 788 076 A ist eine Verpackung mit einem Behälter und einer Umhüllung bekannt, bei der die Umhüllung
mittels eines integrierten Aufreißstreifens vom Behälter entfernt werden kann.
[0005] In der
GB 2 448 503 A ist ein Behälter mit einer Umhüllung offenbart, wobei die Umhüllung einen Öffnungsmechanismus
umfasst.
[0006] Aus der
EP 0 755 867 A1 ist eine Umhüllung zum Verpacken mindestens eines Objekts bekannt, wobei die Umhüllung
eine abnehmbare ergänzende Klappe umfasst.
[0007] In der
US 2011/0100852 A1 ist ein Behälter für Getränke mit einem in einer Aussparung herausnehmbar einsetzbaren
Zusatzelement und einem umgebenden Bandelement offenbart, wobei das Bandelement herausnehmbar
ist, so dass das Zusatzelement aus der Aussparung entfernt werden kann.
[0008] Aus der
AU 52911 90 A ist eine Etikettenbefestigungsvorrichtung bekannt, die ein Etikett in einer Halteposition
hält.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Verpackung und ein Verfahren
zur Herstellung einer Verpackung zu schaffen, welche ein Trennen von zweiteiligen
Verpackungen erleichtert, einen Benutzer zur Trennung unbewusst anleitet und/oder
die Recyclebarkeit der Verpackung verbessert.
[0010] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Verpackung und ein Verfahren zur Herstellung einer
Verpackung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.
[0011] Vorgeschlagen wird eine Verpackung, insbesondere für Lebensmittel, mit einem Behälter
zum Aufnehmen eines insbesondere flüssigen und/oder zumindest teilweise festen Stoffs,
einem Kennzeichnungselement zum Kennzeichnen des Stoffs und zumindest einem Funktionselement
zur Verwendung des Stoffs. Unter dem Begriff "Funktionselement" ist ein Element zu
verstehen, das zur Verwendung des Stoffs vorgesehen ist. Hierbei kann es sich um ein
Besteck, insbesondere Löffel, Gabel, Messer, Spachtel und/oder Essstäbchen, handeln.
Ebenso ist es jedoch auch vorstellbar, dass das Funktionselement ein Strohhalm oder
eine Ausschenkhilfe für Getränke ist. Unter dem Begriff "Kennzeichnungselement" ist
ein Element zu verstehen, dass zur Kennzeichnung des für den Behälter vorgesehenen
Stoffs vorgesehen ist. Die Verpackung ist vorzugsweise als Lebensmittelverpackung,
insbesondere Joghurtverpackung, ausgebildet. Der Behälter und das Kennzeichnungselement
sind derart mittelbar über das zumindest eine Funktionselement lösbar miteinander
verbunden, dass sich das Kennzeichnungselement beim Entfernen des zumindest einen
Funktionselements vom Behälter, insbesondere automatisch, trennen. Im bestimmungsgemäßen
Gebrauch muss ein Benutzer demnach zur Verwendung des vom Behälter aufgenommenen Stoffs
zunächst das Funktionselement vom Kennzeichnungselement lösen. Durch das Entfernen
des Funktionselements wird automatisch auch die mittelbare Verbindung zwischen dem
Kennzeichnungselement und dem Behälter getrennt. Hierdurch löst sich das Kennzeichnungselement
automatisch vom Behälter. Vorteilhafterweise wird somit vom Benutzer unbewusst eine
Trennung des Kennzeichnungselements vom Behälter durchgeführt, wenn dieser das Funktionselement
benutzt. Hierdurch wird eine Trennung des Kennzeichnungselements vom Behälter erleichtert.
Des Weiteren wird der Benutzter zur Trennung des Kennzeichnungselements vom Behälter
unbewusst anleitet. Hierdurch wird vorteilhafterweise die Recyclebarkeit der Verpackung
deutlich verbessert. Ist das Funktionselement an einem Behälter angebracht, so liegt
es in der Grundform vor. Erfindungsgemäß ist das Funktionselement derart ausgebildet,
dass es zur Verwendung des Stoffs nach dem Heraustrennen in eine Funktionsform gebracht
werden kann, um den im bestimmungsgemä-ßen Gebrauch im Behälter befindlichen Stoff
verbrauchen zu können.
[0012] Vorteilhaft ist es, wenn die Verpackung für Lebensmittel, beispielsweise für einen
Joghurt, vorgesehen ist. In diesem Fall ist der Behälter vorzugsweise ein Becher zum
Aufnehmen eines Joghurts. Das Kennzeichnungselement kennzeichnet hierbei, das Lebensmittel,
insbesondere den Joghurt, der im Becher aufgenommen ist. Zur Verwendung, insbesondere
zum Auslöffeln, des Joghurts wird ein angebrachtes Funktionselement, insbesondere
ein Löffel, benutzt. Sind der Becher und der Löffel mittelbar über den Löffel lösbar
miteinander verbunden, so trennt sich beim Entfernen des Löffels das Kennzeichnungselement
vom Becher. Dadurch können diese getrennt voneinander entsorgt werden, ohne hierfür
zusätzliche Kraft aufwenden zu müssen.
[0013] Vorteilhaft ist es, wenn der Behälter und das Kennzeichnungselement ausschließlich
über das zumindest eine Funktionselement und/oder lösbar miteinander verbunden sind.
Dadurch kann das Trennen des Kennzeichnungselements vom Behälter ohne andere Einflussgrößen
sichergestellt werden. Auch ist es vorteilhaft, wenn das Kennzeichnungselement ausschließlich
im Bereich des Funktionselements und/oder ausschließlich über das Funktionselement
und über zumindest ein Klebemittel, insbesondere einen Klebstoff, mit dem Behälter
verbunden ist. Vorzugsweise ist das Funktionselement über ein erstes Klebemittel mit
dem Behälter und/oder über ein zweites Klebemittel mit dem Kennzeichnungselement verbunden.
[0014] Diesbezüglich ist es ferner vorteilhaft, wenn das zumindest eine Funktionselement
lösbar mit dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselements verbunden ist. So kann
je nach Bedarf eine getrennte Entsorgung der einzelnen Bestandteile gewährleistet
werden.
[0015] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn das zumindest eine Funktionselement zumindest
teilweise Bestandteil des Behälters und/oder des Kennzeichnungselements ist. Ebenso
bringt es Vorteile, wenn das zumindest eine Funktionselement zumindest einteilig mit
dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselement ausgebildet ist. Eine derartige Ausführung
kann zu einer einfacheren, schnelleren und/oder kostengünstigeren Produktion führen.
[0016] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn das zumindest eine Funktionselement zumindest
teilweise aus dem Material des Behälters und/oder des Kennzeichnungselements hergestellt
ist. Dadurch kann das zumindest eine Funktionselement gemeinsam mit dem Behälter und/oder
dem Kennzeichnungselement entsorgt werden. Zusätzlich kann es dadurch zu einer kostengünstigeren
Produktion führen.
[0017] Vorteilhaft ist es, wenn der Behälter aus einem ersten Material, insbesondere Kunststoff,
und das Kennzeichnungselement aus einem zweiten Material, insbesondere Papier, Karton
und/oder Pappe, hergestellt ist. So kann für den Behälter und das Kennzeichnungselement
je nach deren Anforderungen ein dafür geeignetes Material verwendet werden.
[0018] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Verpackung, insbesondere der Behälter und/oder
das Kennzeichnungselement, wenigstens einen Solltrennbereich aufweist. Unter dem Begriff
"Solltrennbereich" ist ein durch räumlichkörperliche Ausbildung, wie beispielsweise
Materialart, Materialbeschaffenheit, geometrische Ausgestaltung und/oder Materialschwächung,
spezifizierter Bereich zu verstehen, der bei Krafteinwirkung von den angrenzenden
Bereichen und/oder Elementen gelöst und/oder zerstört wird. Der Solltrennbereich ist
vorzugsweise derart ausgebildet, dass beim Zerstören des Solltrennbereichs das Funktionselement
vom Behälter und/oder vom Kennzeichnungselement abgetrennt werden kann. Zusätzlich
oder alternativ ist der Solltrennbereich vorzugsweise derart ausgebildet, dass beim
Zerstören des Solltrennbereichs das Kennzeichnungselement zerteilt wird, so dass dieses
vom Behälter abfällt. Vorteilhaft ist es, wenn der Behälter und/oder das Kennzeichnungselement
einen ersten Solltrennbereich umfasst, über den das Funktionselement, insbesondere
mittelbar und/oder ausschließlich, mit dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselement
verbunden ist. Ist das Funktionselement zumindest teilweise Bestandteil des Behälters
und/oder des Kennzeichnungselements und/oder teilweise aus dem gleichen Material hergestellt,
so kann das Funktionselement beim Zerstören des ersten Solltrennbereichs gezielt vom
Behälter und/oder vom Kennzeichnungselement getrennt werden. Zusätzlich oder alternativ
ist es vorteilhaft, wenn der Behälter und/oder das Kennzeichnungselement einen zweiten
Solltrennbereich umfasst. Der zweite Solltrennbereich ist vorzugsweise zwischen dem
Funktionselement und dem Kennzeichnungselement ausgebildet. Hierbei kann es sich insbesondere
um eine Perforation und/oder um eine Klebeverbindung, vorzugsweise einen Klebepunkt,
handeln. Zusätzlich oder alternativ ist der zweite Solltrennbereich derart ausgebildet,
dass über diesen ein erster Abschnitt des Kennzeichnungselements mit einem zweiten
Abschnitt des Kennzeichnungselements verbunden ist. Die beiden Abschnitte können miteinander
einteilig ausgebildet sein oder zwei voneinander getrennte und/oder miteinander verbundene,
insbesondere verklebte, Teile des Kennzeichnungselements darstellen. Beim Zerstören
des zweiten Solltrennbereichs werden somit die beiden Abschnitte des Kennzeichnungselements
voneinander gelöst. Hierdurch löst sich das Kennzeichnungselement vom Behälter. Vorteilhaft
ist es, wenn die beiden Solltrennbereiche miteinander kombiniert sind, insbesondere
derart, dass sie beim Heraustrennen des Funktionselements nacheinander zerstört werden.
Die beiden Solltrennbereiche können unmittelbar benachbart zueinander angeordnet sein
und/oder sich, insbesondere in einer Querrichtung des Kennzeichnungselements, aneinander
anschlie-ßen.
[0019] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn sich der Solltrennbereich, insbesondere der
erste Solltrennbereich, der zweite Solltrennbereich und/oder eine Kombination aus
diesen beiden, über die komplette Querrichtung des Kennzeichnungselements erstreckt.
Infolgedessen wird das Kennzeichnungselement beim Zerstören des Solltrennbereichs
zerteilt, so dass es vom Behälter abfällt. So wird die Trennung der beiden Abschnitte
des Kennzeichnungselements voneinander sowie die Trennung des Funktionselements vom
Behälter und/oder vom Funktionselement weiter vereinfacht.
[0020] Auch ist es von Vorteil, wenn der Solltrennbereich eine Materialschwächung, insbesondere
eine Perforation, Falzung und/oder Ausdünnung, ist. So ist eine noch einfachere und
gezieltere Trennung des zumindest einen Funktionselements vom Behälter und/oder vom
Kennzeichnungselement realisierbar.
[0021] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn das zumindest eine Funktionselement in zumindest
einem Verbindungsbereich mit dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselement verbunden,
insbesondere verklebt, ist. Besonders vorteilhaft ist ein derartiger Verbindungsbereich,
wenn das eine Funktionselement mit dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselement
zweiteilig ausgebildet ist und/oder aus unterschiedlichen Materialien hergestellt
ist. Durch einen derartigen Verbindungsbereich kann das Funktionselement gezielt vom
Behälter und/oder vom Kennzeichnungselement getrennt werden.
[0022] Besondere Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn ein in dem zumindest einen Verbindungsbereich
angeordneter Klebstoff derart ausgebildet ist, dass das Funktionselement beschädigungsfrei
vom Behälter und/oder dem Kennzeichnungselement gelöst werden kann. So kann eine uneingeschränkte
Funktion des Funktionselements nach dessen Trennen gewährleistet werden.
[0023] Vorteilhaft ist es, wenn das Funktionselement über einen ersten Verbindungsbereich
mit dem Behälter und/oder über einen zweiten Verbindungsbereich mit dem Kennzeichnungselement
verbunden ist.
[0024] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn das Funktionselement, der Behälter und/oder
das Kennzeichnungselement zumindest einen Eingriffsbereich aufweist. Dieser Eingriffsbereich
kann eine Lasche, Ausbuchtung oder jedes andere Hilfsmittel zum Eingreifen sein. So
kann der Eingriff zum Funktionselement, zum Behälter und/oder zum Kennzeichnungselement
erleichtert werden, um diese einfacher voneinander zu Trennen.
[0025] Das Funktionselement weist zumindest eine Faltkontur auf. So kann das Funktionselement
aus einer Grundform in eine Funktionsform gefaltet werden, um eine einfachere Verwendung
des Stoffs, insbesondere des Lebensmittels, zu gewährleisten. Am Beispiel eines Löffels
kann eine flache und/oder leicht gebogene Grundform, welche insbesondere aus dem Kennzeichnungselement
herausgetrennt wird, in eine Funktionsform, welche ein Stielende zum Greifen und/oder
eine schalenartige Vertiefung aufweist, gefaltet werden.
[0026] Auch ist es äußerst vorteilhaft, wenn das Kennzeichnungselement als geschlossener
Ring, insbesondere Wickel, ausgebildet ist und/oder den Behälter an seinem Außenumfang
umgibt. Es ist vorstellbar, dass ein derartig geschlossener Ring, insbesondere Wickel,
durch einen Bogen, insbesondere aus Papier, Karton und/oder Pappe, hergestellt wird.
Hierfür wird der Bogen in einer notwendigen Kontur ausgeschnitten und an dessen Enden
zu einem Ring zusammengefügt. Eine derartige Ausbildung hat den Vorteil, dass es sehr
günstig und schnell herzustellen ist.
[0027] Des Weiteren wird ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung nach der vorherigen
Beschreibung, mit dem Behälter zum Aufnehmen eines Stoffs, dem Kennzeichnungselement
zum Kennzeichnen des Stoffs und dem zumindest einen Funktionselement zur Verwendung
des Stoffs, wobei das Kennzeichnungselement und das Funktionselement, insbesondere
von außen, am Behälter angebracht werden, vorgeschlagen. Der Behälter und das Kennzeichnungselement
werden mittelbar über das zumindest eine Funktionselement lösbar miteinander verbunden.
So kann sich das Kennzeichnungselement beim Entfernen des zumindest einen Funktionselements
vom Behälter trennen.
[0028] Die Verpackung kann dabei gemäß zumindest einem Merkmal der vorangegangenen und/oder
nachfolgenden Beschreibung ausgebildet sein.
[0029] Vorteilhaft ist es, wenn der Behälter und das Kennzeichnungselement mittelbar über
das zumindest eine Funktionselement lösbar miteinander verbunden werden, so dass sich
das Kennzeichnungselement beim Entfernen des zumindest einen Funktionselements vom
Behälter trennen kann.
[0030] Auch ist es vorteilhaft, wenn der Behälter und das Kennzeichnungselement ausschließlich
mittelbar über das zumindest eine Funktionselement lösbar miteinander verbunden werden.
[0031] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn das zumindest eine Funktionselement lösbar
mit dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselements verbunden wird.
[0032] Vorteilhaft ist es zudem, wenn der Behälter aus einem ersten Material, insbesondere
Kunststoff, und das Kennzeichnungselement aus einem zweiten Material, insbesondere
Papier, Karton und/oder Pappe, hergestellt wird.
[0033] Auch ist es äußert vorteilhaft, wenn das Funktionselement über einen Solltrennbereich
mit dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselement verbunden wird.
[0034] Vorteilhaft ist es zudem, wenn das Funktionselement in zumindest einem Verbindungsbereich
mit dem Behälter und/oder dem Kennzeichnungselement verbunden, insbesondere verklebt,
wird.
[0035] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Verpackung gemäß einem Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung einer Seitenansicht einer Verpackung gemäß einem Ausführungsbeispiel
ähnlich der Figur 1,
- Figur 3a
- eine Draufsicht einer Verpackungseinheit in einer ausgebreiteten Form gemäß einem
Ausführungsbeispiel,
- Figur 3b
- eine Draufsicht einer Verpackungseinheit in einer ausgebreiteten Form gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figur 3c
- eine Draufsicht einer Verpackungseinheit in einer ausgebreiteten Form gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figur 3d
- eine Draufsicht einer Verpackungseinheit in einer ausgebreiteten Form gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figur 4a
- eine perspektivische Ansicht eines Funktionselements in einer Grundform gemäß einem
Ausführungsbeispiel,
- Figur 4b
- eine perspektivische Ansicht eines Funktionselements in einer Funktionsform gemäß
einem Ausführungsbeispiel ähnlich der Figur 4,
- Figur 5
- eine Schnittdarstellung einer Seitenansicht einer Verpackung gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel und
- Figur 6
- eine Schnittdarstellung einer Seitenansicht einer Verpackung gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel.
[0036] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Verpackung 1 gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel. Die Verpackung 1 weist einen Behälter 2, ein Kennzeichnungselement
3 und ein Funktionselement 4 auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Behälter
2 als runder, konisch zulaufender Becher ausgebildet. Das Kennzeichnungselement 3
umgibt den Behälter 2 an seinem Außenumfang. Es dient zur Kennzeichnung eines zur
Aufnahme in dem Behälter 2 vorgesehenen Stoffs, insbesondere Lebensmittels. Ferner
kann das Kennzeichnungselement 3 zur Bewerbung einer im Zusammenhang mit dem Stoff
stehenden Marke dienen. Vorteilhafterweise verstärkt das Kennzeichnungselement 3 den
Behälter 2, so dass dieser dünnwandig ausgebildet werden kann. Hierdurch kann der
Behälter 2 materialsparend ausgebildet werden. Das Kennzeichnungselement 3 und der
Behälter 2 sind vorzugsweise aus zueinander unterschiedlichen Materialien ausgebildet.
Hierbei handelt es sich vorzugsweise um Materialien, die aus Recyclinggründen voneinander
getrennt werden müssen. Das Kennzeichnungselement 3 ist insbesondere aus einem umweltverträglichen
Material, wie beispielsweise Karton, Papier oder Pappe, hergestellt. Der Behälter
2 ist vorzugweise aus einem umweltunverträglichen Material, wie beispielsweise Kunststoff,
hergestellt.
[0037] Im gezeigten Beispiel bilden das Kennzeichnungselement 3 und das Funktionselement
4 eine Verpackungseinheit 5 der Verpackung 1 aus. Hierbei ist das Funktionselement
4 zumindest teilweise Bestandteil des Kennzeichnungselements 3. Das Funktionselement
4 ist über einen ersten Solltrennbereich 6, welcher beispielsweise eine Materialschwächung
7, insbesondere in Form einer Perforation, sein kann, mit dem Kennzeichnungselement
3 verbunden. Ein derartiger erster Solltrennbereich 6 dient demnach dazu, das Kennzeichnungselement
3 und das Funktionselement 4 der Verpackungseinheit 5 mit den Händen und/oder ohne
zusätzliches Werkzeug voneinander zu trennen. Der erste Solltrennbereich 6 bildet
somit vorzugsweise eine Sollbruchstelle aus. Der erste Solltrennbereich 6 wird beim
Trennen des Funktionselements 4 vom Kennzeichnungselement 3 irreparabel zerstört.
[0038] Die Verpackungseinheit 5 ist in zumindest einem Verbindungsbereich 8 mit dem Behälter
2 lösbar verbunden. Die lösbare Verbindung ist vorzugsweise durch einen im Verbindungsbereich
8 angeordneten Klebstoff 9 ausgebildet.
[0039] Der Verbindungsbereich 8 ist zwischen dem Funktionselement 4 und dem Behälter 2 ausgebildet.
Das Kennzeichnungselement 3 liegt stattdessen am Außenumfang des Behälters 2 lose
an. Infolgedessen ist das Kennzeichnungselement 3 mittelbar über das Funktionselement
4 im Verbindungsbereich 8 mit dem Behälter 2 verbunden. Beim Entfernen des Funktionselements
4, wird dieses im ersten Solltrennbereich 6 von dem Kennzeichnungselement 3 getrennt.
Gleichzeitig wird hierbei auch die Verbindung zwischen dem Funktionselement 4 und
dem Behälter 2 im Verbindungsbereich 8 getrennt. Sobald das Funktionselement 4 vom
Kennzeichnungselement 3 entfernt ist, besteht infolgedessen auch zwischen dem Kennzeichnungselement
3 und dem Behälter 2 keine Befestigung, insbesondere Klebeverbindung, mehr. Aufgrund
dessen ist somit automatisch auch das Kennzeichnungselement 3 vom Behälter 2 gelöst.
Das Kennzeichnungselement 3 fällt demnach vom Behälter 2 ab oder kann von diesem leicht
abgestreift werden. Wenn ein Benutzer das Funktionselement 4 benutzt will, muss er
somit zwingend auch das Kennzeichnungselement 3 vom Behälter 2 trennen.
[0040] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind im Bereich des Funktionselements 4 mehrere
Verbindungsbereiche 8 ausgebildet. Zwischen dem Kennzeichnungselement 3 und dem Behälter
2 liegt keine kraftschlüssige Verbindung vor. Das Kennzeichnungselement 3 liegt somit
lose am Behälter 2 an. Infolgedessen trennt sich das Kennzeichnungselement 3, nachdem
das Funktionselement 4 entfernt wurde, vom Behälter 2.
[0041] Damit ein Benutzer das Funktionselement 4 leichter vom Kennzeichnungselement 3 trennen
kann, ist es vorteilhaft, wenn die Verpackungseinheit 5 einen Eingriffsbereich 10
aufweist. Dieser kann, wie in Figur 1 gezeigt, in Form einer Lasche ausgebildet sein.
Durch Greifen und Ziehen an diesem Eingriffsbereich 10, insbesondere der Lasche, ist
ein einfacheres Trennen des Funktionselements 4 vom Kennzeichnungselement 3 realisierbar.
Ebenso kann anstatt einer Lasche auch eine Aussparung, insbesondere zwischen Funktionselement
4 und Kennzeichnungselement 3, ausgebildet sein.
[0042] Wird also das Funktionselement 4 aus dem Kennzeichnungselement 3, insbesondere durch
Eingreifen in den Eingriffsbereich 10, getrennt, so wird auch die, vorzugsweise stoffschlüssige,
Verbindung zwischen der Verpackungseinheit 5 und dem Behälter 2 in dem zumindest einen
Verbindungsbereich 8 getrennt. Das Kennzeichnungselement 3 ist also ausschließlich
mittelbar über das Funktionselement 4 mit dem Behälter 2 verbunden. Dies hat zur Folge,
dass bei entferntem Funktionselement 4 das Kennzeichnungselement 3 vom Behälter 2
abfällt. Der Verbraucher muss sich somit nicht mit einer getrennten Entsorgung des
Behälters 2 und des Kennzeichnungselements 3 nach dem Verbrauch des darin befindlichen
Stoffs, insbesondere Lebensmittels, auseinandersetzen.
[0043] Um den im Behälter 2 befindlichen Stoff einfacher verbrauchen zu können, wird das
Funktionselement 4 nach dem Heraustrennen in eine Funktionsform gebracht (vgl. Figur
4a und 4b). Hierfür weist das Funktionselement 4 zumindest eine Faltkontur 11 auf.
In der Funktionsform kann das zumindest eine Funktionselement 4 beispielsweise ein
Löffel, eine Gabel, ein Messer, eine Spachtel oder ein Essstäbchen sein.
[0044] In Figur 2 ist eine seitliche Schnittdarstellung der Verpackung 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel
ähnlich der Figur 1 dargestellt. Der Schnitt durch die Verpackung 1 verläuft hierbei
im Wesentlichen mittig durch das Funktionselement 4. Die vorstehend in Bezug auf das
in Figur 1 dargestellte Ausführungsbeispiel genannten Merkmale der Verpackung 1 können
aufeinander übertragen und miteinander kombiniert werden. Ebenso wie in Figur 1 dargestellt,
ist auch in Figur 2 das Kennzeichnungselement 3 mittelbar über das Funktionselement
4 mit dem Behälter 2 verbunden. Die Verpackungseinheit 5 ist in dem zumindest einen
Verbindungsbereich 8 mit dem Behälter 2 lösbar verbunden. Der Verbindungsbereich 8
ist zwischen dem Funktionselement 4 und dem Behälter 2 ausgebildet. Das Kennzeichnungselement
3 ist ausschließlich mittelbar, insbesondere über das zumindest eine Funktionselement
4 und/oder den zumindest einen Verbindungsbereich 8, mit dem Behälter 2 verbunden.
Es besteht somit keine unmittelbare Klebeverbindung zwischen dem Kennzeichnungselement
3 und dem Behälter 2. Löst man also das Funktionselement 4 über den in Figur 1 gezeigten
ersten Solltrennbereich 6 aus dem Kennzeichnungselement 3 heraus, wird automatisch
auch der Verbindungsbereich 8 getrennt. Hierdurch löst sich das Kennzeichnungselement
3 vom Behälter 2. Dies hat zur Folge, dass bei entferntem Funktionselement 4 das Kennzeichnungselement
3 vom Behälter 2 in eine Querrichtung Q des Kennzeichnungselements 3 abfällt.
[0045] In den Figuren 3a, 3b, 3c und 3d sind jeweils Draufsichten einer Verpackungseinheit
5 in einer ausgebreiteten Form gemäß weiteren Ausführungsbeispielen dargestellt. Das
in Figur 1 und 2 dargestellt Ausführungsbeispiel der Verpackung 1 kann alternativ
eine Verpackungseinheit 5 gemäß den in Figuren 3a, 3b, 3c und 3b dargestellten alternativen
Ausführungsformen aufweisen. Die Verpackungseinheit 5 weist auch hier das Kennzeichnungselement
3 und das Funktionselement 4 auf, welche über den ersten Solltrennbereich 6 miteinander
verbunden und/oder trennbar sind. Die vorstehend in Bezug auf die in den Figuren 1
und 2 dargestellten Ausführungsbeispiele sowie die nachfolgend in Bezug auf die in
den Figuren 3a, 3b, 3c und 3d dargestellten Ausführungsbeispielen genannten Merkmale
der Verpackungseinheit 5 können aufeinander übertragen und miteinander kombiniert
werden.
[0046] Die in den Figuren 1, 2 und 3a dargestellten Verpackungseinheiten 5 unterscheiden
sich im Wesentlichen nur durch den alternativen Eingriffsbereich 10. So weist die
in Figur 3a gezeigte Verpackungseinheit 5 mehrere, insbesondere zwei, Eingriffsbereiche
10 auf, wo hingegen die in Figur 1 gezeigte Verpackungseinheit 5 nur einen Eingriffsbereich
10 umfasst. Des Weiteren ist der Eingriffsbereich 10, insbesondere die Ausnehmung,
gemäß Figur 1 im Kennzeichnungselement 3 und die Eingriffsbereiche 10, insbesondere
Ausnehmungen, gemäß Figur 3a im Funktionselement ausgebildet. In Figur 2 wurde aufgrund
der besseren Übersichtlichkeit auf die Darstellung des Eingriffsbereich 10 verzichtet.
[0047] In ausgebreiteter Form weist die Verpackungseinheit 5 eine Längsrichtung L und die
Querrichtung Q auf. Wenn die abgerollte Verpackungseinheit 5 aus Figur 3a entlang
der Längsrichtung L um den Behälter 2 gewickelt wird, entsteht der in den Figuren
1 und 2 gezeigte Wickel. Die Verpackungseinheit 5 ist demnach gemäß den Figuren 1
und 2 als Wickel ausgebildet. Um die Form des Wickels zu halten, wird, wie in Figur
3a gezeigt, ein freies Ende 12 der Verpackungseinheit 5 an einer Befestigungslasche
13 befestigt, insbesondere geklebt. So kann gewährleistet werden, dass der Wickel
nicht wieder in die ausgebreitete Form übergeht.
[0048] Figur 3b zeigt ähnlich wie Figur 3a eine abgerollte Verpackungseinheit 5. Im Unterschied
zu dem in Figur 3a dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Kennzeichnungselement
3 einen zweiten Solltrennbereich 16 auf. Das Funktionselement 4 bildet an einem Ende
in Querrichtung Q des Kennzeichnungselements 3 einen Eingriffsbereich 10. Zieht man
am Eingriffsbereich 10, so trennt sich das Funktionselement 4 vom Kennzeichnungselement
3 entlang des ersten Solltrennbereichs 6. Beim Trennen des Funktionselements 4 vom
Kennzeichnungselement 3 über den ersten Solltrennbereich 6, trennt sich auch ein erster
Abschnitt 17 vom zweiten Abschnitt 18 des Kennzeichnungselements 3 aufgrund des zweiten
Solltrennbereichs 16. Da sich die Solltrennbereiche 6, 16 über die gesamte Querrichtung
Q des Kennzeichnungselements 4 erstrecken, sind nach dem Trennen des Funktionselements
4 der erste Abschnitt 17 und der zweite Abschnitt 18 komplett voneinander getrennt.
[0049] In Figur 3c ist ähnlich zu den Figuren 3a und 3b eine abgerollte Verpackungseinheit
5 dargestellt. Im Gegensatz zu den vorangestellten Ausführungsbeispielen erstreckt
sich das Funktionselement 4 über die Querrichtung Q des Kennzeichnungselements 3 hinaus.
Der erste Solltrennbereich 6 erstreckt sich somit über die komplette Querrichtung
Q des Kennzeichnungselements 3. Beim Trennen des Funktionselements 4 vom Kennzeichnungselement
3 über den ersten Solltrennbereich 6, trennt sich das Kennzeichnungselement 3 in den
ersten Abschnitt 17 und zweiten Abschnitt 18 auf.
[0050] Figur 3d zeigt ähnlich zu den Figuren 3a, 3b und 3c eine abgerollte Verpackungseinheit
5. Im Gegensatz zu den vorangestellten Anwendungsbeispielen ist das Funktionselement
4 als Trichter ausgebildet. Ebenso wie in Figur 3b gezeigt, erstreckt sich auch hier
der erste Solltrennbereich 6 zusammen mit dem zweiten Solltrennbereich 16 über die
komplette Querrichtung Q des Kennzeichnungselements 3. Im Gegensatz zu den vorangegangenen
Ausführungsbeispielen weist das Funktionselement 4 zwei Einstecklaschen 19 und zwei
Aussparungen 20 auf. Nach dem Trennen des Funktionselements 4 vom Kennzeichnungselement
3 wird das Funktionselement 4 entlang der Faltkontur 11 gefaltet und die Einstecklaschen
19 in die Aussparungen 20 gesteckt. Dadurch entsteht aus dem Funktionselement 4 ein
Trichter.
[0051] In den Figuren 4a und 4b ist ein Funktionselement 4, insbesondere für eine Verpackung
1 und/oder Verpackungseinheit 5 gemäß dem in Figur 1, 2 und/oder 3a gezeigten Ausführungsbeispielen,
in unterschiedlichen Zuständen gezeigt. Figur 4a zeigt das Funktionselement 4 in einer
Grundform und Figur 4b in einer Funktionsform. Ist das Funktionselement 4 an einem
Behälter 2 (siehe Figur 1) angebracht, so liegt es in der Grundform vor. Wird das
Funktionselement 4 jedoch zur Verwendung vom Behälter 2 getrennt und an seiner zumindest
einen Faltkontur 11 gefaltet, liegt das Funktionselement 4 gemäß Figur 4b in seiner
Funktionsform vor. Im gezeigten Beispiel weist die Funktionsform des Funktionselements
4 ein Stielende 14 zum Greifen und eine schalenartige Vertiefung 15 zum Aufnehmen
des Stoffs auf. Das Funktionselement 4 ist somit als Löffel geformt.
[0052] Figur 5 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung der Verpackung 1 gemäß einem alternativen
Ausführungsbeispiel. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Figuren umfasst hier die Verpackungseinheit
5 den Behälter 2 und das Funktionselement 4. Das Kennzeichnungselement 3 ist über
den Verbindungsbereich 8 mit dem Funktionselement 4 verbunden. Dieser Verbindungsbereich
8 ist durch diejenigen Flächen des Funktionselements 4 ausgebildet, welche dem Behälter
2 zugewandt sind. Die Flächen halten das Kennzeichnungselement 3 formschlüssig am
Behälter 2. Das Kennzeichnungselement 3 ist somit mittelbar über das Funktionselement
4 mit dem Behälter 2 verbunden.
[0053] Das Funktionselement 4 ist über den ersten Solltrennbereich 6 mit dem Behälter 2
verbunden. Zum leichteren Trennen kann der erste Solltrennbereich 6 eine Materialschwächung
7, insbesondere im vorliegenden Beispiel eine Kerbe, aufweisen. Wird das Funktionselement
4 vom Behälter 2 entfernt, so bleibt zumindest ein Teil des ersten Solltrennbereichs
6 mit dem Behälter 2 verbunden. Da das Kennzeichnungselement 3 ausschließlich vom
Funktionselement 4, insbesondere formschlüssig, am Behälter 2 gehalten wird, fällt
dieses beim Entfernen des Funktionselements 4 vom Behälter 2 ab. Der Verbraucher ist
somit gezwungen, den Behälter 2, das Kennzeichnungselement 3 und das Funktionselement
4 nach dem Verbrauch des darin befindlichen Stoffs, insbesondere Lebensmittels, getrennt
voneinander zu entsorgen.
[0054] In Figur 6 ist eine seitliche Schnittdarstellung der Verpackung 1 gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel dargestellt. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Figuren ist hier
das Funktionselement 4 sowohl mit dem Behälter 2 als auch mit dem Kennzeichnungselement
3 über Verbindungsbereiche 8, 8' verbunden. Hierbei ist der Behälter 2 über den ersten
Verbindungsbereich 8 und das Kennzeichnungselement 3 über den zweiten Verbindungsbereich
8' mit dem Funktionselement 4 verbunden. Das Funktionselement 4 ist, insbesondere
in einer Querschnittsansicht, zwischen dem Behälter 2 und dem Kennzeichnungselement
3 angeordnet. Die lösbare Verbindung zwischen dem Kennzeichnungselement 3 und dem
Behälter 2 ist durch den in den Verbindungsbereichen 8, 8' angeordneten Klebstoff
9 ausgebildet. Das Kennzeichnungselement 3 ist ausschließlich mittelbar, nämlich über
das zumindest eine Funktionselement 4 und den zumindest einen Verbindungsbereich 8,
8`, insbesondere vorliegend über den jeweiligen Klebstoff 9, mit dem Behälter 2 verbunden.
Es besteht somit keine unmittelbare Klebeverbindung zwischen dem Kennzeichnungselement
3 und dem Behälter 2. Infolgedessen wird beim Lösen des Funktionselements 4 das Kennzeichnungselement
3 automatisch vom Behälter 2 gelöst. Zusätzlich oder alternativ kann ähnlich zum Ausführungsbeispiel
der Figuren 2 und 5 das Funktionselement 4 über den ersten Solltrennbereich 6 mit
dem Behälter 2 und/oder dem Kennzeichnungselement 3 verbunden sein.
[0055] Wird also das Funktionselement 4 über den ersten Verbindungsbereich 8 vom Behälter
2 gelöst, so wird automatisch auch der zweite Verbindungsbereich 8' getrennt. Hierdurch
löst sich das Kennzeichnungselement 3 vom Behälter 2. Dies hat zur Folge, dass bei
entferntem Funktionselement 4 das Kennzeichnungselement 3 vom Behälter 2 in Querrichtung
Q des Kennzeichnungselements 3 abfällt.
[0056] Zusätzlich kann das Kennzeichnungselement 3 im Bereich des Funktionselements 4 einen
Solltrennbereich 6 aufweisen, insbesondere eine Materialschwächung 7, wie beispielsweise
eine Perforation. Beim Entfernen des Funktionselements 4 wird somit zusätzlich der
Solltrennbereich 6 des Kennzeichnungselements 3 zerstört, sodass das Kennzeichnungselement
3 leichter vom Behälter 2 entfernt werden kann.
[0057] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Verpackung
- 2
- Behälter
- 3
- Kennzeichnungselement
- 4
- Funktionselement
- 5
- Verpackungseinheit
- 6
- Erster Solltrennbereich
- 7
- Materialschwächung
- 8,8`
- Verbindungsbereich
- 9
- Klebstoff
- 10
- Eingriffsbereich
- 11
- Faltkontur
- 12
- Freies Ende
- 13
- Befestigungslasche
- 14
- Stielende
- 15
- Vertiefung
- 16
- Zweiter Solltrennbereich
- 17
- Erster Abschnitt
- 18
- Zweiter Abschnitt
- 19
- Einstecklasche
- 20
- Aussparung
- Q
- Querrichtung
- L
- Längsrichtung
1. Verpackung (1), insbesondere für Lebensmittel,
mit einem Behälter (2) zum Aufnehmen eines Stoffs,
einem Kennzeichnungselement (3) zum Kennzeichnen des Stoffs und zumindest einem Funktionselement
(4), das in einer Grundform vorliegt und an dem Behälter (2) angebracht ist,
wobei der Behälter (2) und das Kennzeichnungselement (3) mittelbar über das zumindest
eine Funktionselement (4) lösbar miteinander verbunden sind, so dass sich das Kennzeichnungselement
(3) beim Entfernen des zumindest einen Funktionselements vom Behälter (2) trennt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Funktionselement (4) derart ausgebildet ist, dass es zur Verwendung des Stoffs
nach dem Heraustrennen in eine Funktionsform gebracht werden kann, um den im bestimmungsgemäßen
Gebrauch im Behälter (2) befindlichen Stoff verbrauchen zu können, wobei das Funktionselement
(4) zumindest eine Faltkontur (11) aufweist.
2. Verpackung nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (2) und das Kennzeichnungselement (3) ausschließlich über das zumindest
eine Funktionselement (4) lösbar miteinander verbunden sind.
3. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Funktionselement (4) lösbar mit dem Behälter (2) und/oder dem
Kennzeichnungselements (3) verbunden ist.
4. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Funktionselement (4) zumindest teilweise Bestandteil des Behälters
(2) und/oder des Kennzeichnungselements (3) ist und/oder
einteilig mit dem Behälter (2) und/oder dem Kennzeichnungselement (3) ausgebildet
ist.
5. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Funktionselement (4) zumindest teilweise aus dem Material des
Behälters (2) und/oder des Kennzeichnungselements (3) hergestellt ist.
6. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (2) aus einem ersten Material, insbesondere Kunststoff, und das Kennzeichnungselement
(3) aus einem zweiten Material, insbesondere Papier, Karton und/oder Pappe, hergestellt
ist.
7. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackung, insbesondere der Behälter (2) und/oder das Kennzeichnungselement
(3), wenigstens einen Solltrennbereich (6, 16) aufweist, insbesondere
einen ersten Solltrennbereich (6), über den das wenigstens eine Funktionselement (4)
mit dem Behälter (2) und/oder dem Kennzeichnungselement (3) verbunden ist, und/oder
einen zweiten Solltrennbereich (16), über den ein erster Abschnitt (17) des Kennzeichnungselements
(3) mit einem zweiten Abschnitt (18) des Kennzeichnungselements (3) verbunden ist.
8. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich wenigstens ein Solltrennbereich (6, 16) über die komplette Querrichtung (Q)
des Kennzeichnungselements (3) erstreckt.
9. Verpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Solltrennbereiche (6, 16) eine Materialschwächung (7), insbesondere
eine Perforation, Falzung und/oder Ausdünnung, ist.
10. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Funktionselement (4) in zumindest einem Verbindungsbereich (8,
8') mit dem Behälter (2) und/oder dem Kennzeichnungselement (3) verbunden, insbesondere
verklebt, ist,
wobei vorzugsweise ein in dem zumindest einen Verbindungsbereich (8, 8') angeordneter
Klebstoff (9) derart ausgebildet ist, dass das zumindest eine Funktionselement (4)
beschädigungsfrei vom Behälter (2) und/oder dem Kennzeichnungselement (3) gelöst werden
kann.
11. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (4) über einen ersten Verbindungsbereich (8) mit dem Behälter
(2) und/oder über einen zweiten Verbindungsbereich (8`) mit dem Kennzeichnungselement
(3) verbunden ist.
12. Verpackung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Funktionselement (4), der Behälter (2) und/oder das Kennzeichnungselement
(3) zumindest einen Eingriffsbereich (10) aufweist.
13. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (1) nach einem oder mehreren der vorherigen
Ansprüche,
mit dem Behälter (2) zum Aufnehmen eines Stoffs,
dem Kennzeichnungselement (3) zum Kennzeichnen des Stoffs und
dem zumindest einen Funktionselement (4) zur Verwendung des Stoffs,
bei dem das Kennzeichnungselement (3) und das Funktionselement (4) am Behälter (2)
angebracht werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (2) und das Kennzeichnungselement (3) mittelbar über das zumindest eine
Funktionselement (4) lösbar miteinander verbunden werden, so dass sich das Kennzeichnungselement
(3) beim Entfernen des zumindest einen Funktionselements (4) vom Behälter (2) trennen
kann.
1. Packing (1), in particular for food,
with a container (2) for receiving a substance,
a labelling element (3) for labelling the substance and
at least one functional element (4), which is present in a basic form and is attached
to the container (2),
wherein the container (2) and the labelling element (3) are detachably connected to
one another indirectly via the at least one functional element (4), so that the labelling
element (3) separates from the container (2) when the at least one functional element
is removed,
characterized in that
the functional element (4) is designed in such a way that it can be brought into a
functional form for use of the substance after separation, in order to be able to
consume the substance present in the container (2) during intended use,
wherein the functional element (4) has at least one folding contour (11).
2. The packing according to the preceding claim, characterized in that the container (2) and the labelling element (3) are detachably connected to one another
exclusively via the at least one functional element (4).
3. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that the at least one functional element (4) is detachably connected to the container
(2) and/or the labelling element (3).
4. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that the at least one functional element (4) is at least partially component of the container
(2) and/or of the labelling element (3)
and/or
is formed in one piece with the container (2) and/or the labelling element (3).
5. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that the at least one functional element (4) is produced at least partially from the material
of the container (2) and/or of the labelling element (3).
6. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that the container (2) is produced from a first material, in particular plastic, and the
labelling element (3) is produced from a second material, in particular paper, cardboard
and/or paperboard.
7. The packing according to one or more of the preceding claims,
characterized in that the packing, in particular the container (2) and/or the labelling element (3), has
at least one predetermined separation region (6, 16), in particular
a first predetermined separation region (6), via which the at least one functional
element (4) is connected to the container (2) and/or the labelling element (3), and/or
a second predetermined separation region (16), via which a first section (17) of the
labelling element (3) is connected to a second section (18) of the labelling element
(3).
8. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that at least one predetermined separation region (6, 16) extends over the entire transverse
direction (Q) of the labelling element (3).
9. The packing according to claim 9, characterized in that at least one of the predetermined separation regions (6, 16) is a material weakening
(7), in particular a perforation, folding and/or thinning.
10. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that the at least one functional element (4) is connected, in particular adhesively bonded,
to the container (2) and/or the labelling element (3) in at least one connecting area
(8, 8'),
wherein preferably an adhesive (9) arranged in the at least one connecting area (8,
8') is designed in such a way that the at least one functional element (4) can be
detached from the container (2) and/or the labelling element (3) without damage.
11. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that the functional element (4) is connected to the container (2) via a first connecting
area (8) and/or to the labelling element (3) via a second connecting area (8').
12. The packing according to one or more of the preceding claims, characterized in that the at least one functional element (4), the container (2) and/or the labelling element
(3) has at least one engagement area (10).
13. A method for producing a packing (1) according to one or more of the preceding claims,
with the container (2) for receiving a substance,
the labelling element (3) for labelling the substance and
the at least one functional element (4) for use of the substance,
in which the labelling element (3) and the functional element (4) are attached to
the container (2),
characterized in that
the container (2) and the labelling element (3) are detachably connected to one another
indirectly via the at least one functional element (4), so that the labelling element
(3) can separate from the container (2) when the at least one functional element (4)
is removed.
1. Emballage (1), en particulier pour des denrées alimentaires, comprenant un récipient
(2) destiné à recevoir une substance,
un élément d'étiquetage (3) destiné à étiqueter la substance et
au moins un élément fonctionnel (4) qui se présente sous une forme de base et qui
est monté sur le récipient (2),
le récipient (2) et l'élément d'étiquetage (3) étant reliés l'un à l'autre de manière
amovible indirectement par le biais de l'au moins un élément fonctionnel (4), de sorte
que l'élément d'étiquetage (3) se sépare du récipient (2) lors du retrait de l'au
moins un élément fonctionnel,
caractérisé en ce que
l'élément fonctionnel (4) est réalisé de telle sorte qu'il peut être amené dans une
forme fonctionnelle pour l'utilisation de la substance après la séparation, afin de
pouvoir consommer la substance se trouvant dans le récipient (2) lors de l'utilisation
conforme à l'usage prévu,
l'élément fonctionnel (4) présentant au moins un contour de pliage (11).
2. Emballage selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le récipient (2) et l'élément d'étiquetage (3) sont reliés l'un à l'autre de manière
amovible exclusivement par le biais de l'au moins un élément fonctionnel (4).
3. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément fonctionnel (4) est relié de manière amovible au récipient
(2) et/ou à l'élément d'étiquetage (3).
4. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément fonctionnel (4) fait au moins en partie du récipient (2) et/ou
de l'élément d'étiquetage (3) et/ou
est réalisé d'une seule pièce avec le récipient (2) et/ou l'élément d'étiquetage (3).
5. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément fonctionnel (4) est fabriqué au moins en partie à partir du
matériau du récipient (2) et/ou de l'élément d'étiquetage (3).
6. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le récipient (2) est fabriqué à partir d'un premier matériau, en particulier de plastique,
et l'élément d'étiquetage (3) est fabriqué à partir d'un deuxième matériau, en particulier
de papier et/ou de carton.
7. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'emballage, en particulier le récipient (2) et/ou l'élément d'étiquetage (3), présente
au moins une zone de séparation théorique (6, 16), en particulier
une première zone de séparation théorique (6), par le biais de laquelle l'au moins
un élément fonctionnel (4) est relié au récipient (2) et/ou à l'élément d'étiquetage
(3), et/ou
une deuxième zone de séparation théorique (16), par le biais de laquelle une première
section (17) de l'élément d'étiquetage (3) est reliée à une deuxième section (18)
de l'élément d'étiquetage (3).
8. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une zone de séparation théorique (6, 16) s'étend sur toute la direction transversale
(Q) de l'élément d'étiquetage (3).
9. Emballage selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'au moins l'une des zones de séparation théoriques (6, 16) est un affaiblissement de
matériau (7), en particulier une perforation, un pliage et/ou un amincissement.
10. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément fonctionnel (4) est relié, en particulier collé, au récipient
(2) et/ou à l'élément d'étiquetage (3) dans au moins une zone de liaison (8, 8'),
de préférence un adhésif (9) disposé dans l'au moins une zone de liaison (8, 8') étant
réalisé de telle sorte que l'au moins un élément fonctionnel (4) peut être détaché
sans endommagement du récipient (2) et/ou de l'élément d'étiquetage (3).
11. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément fonctionnel (4) est relié au récipient (2) par le biais d'une première
zone de liaison (8) et/ou à l'élément d'étiquetage (3) par le biais d'une deuxième
zone de liaison (8').
12. Emballage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément fonctionnel (4), le récipient (2) et/ou l'élément d'étiquetage
(3) présentent au moins une zone d'engagement (10).
13. Procédé de fabrication d'un emballage (1) selon l'une quelconque ou plusieurs des
revendications précédentes,
comprenant le récipient (2) destiné à recevoir une substance, l'élément d'étiquetage
(3) destiné à étiqueter la substance et
l'au moins un élément fonctionnel (4) destiné à utiliser la substance, dans lequel
l'élément d'étiquetage (3) et l'élément fonctionnel (4) sont montés sur le récipient
(2),
caractérisé en ce que
le récipient (2) et l'élément d'étiquetage (3) sont reliés l'un à l'autre de manière
amovible indirectement par le biais de l'au moins un élément fonctionnel (4), de sorte
que l'élément d'étiquetage (3) peut se séparer du récipient (2) lors du retrait de
l'au moins un élément fonctionnel (4).