| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 824 160 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
02.11.2022 Patentblatt 2022/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.06.2019 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2019/066755 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2020/015958 (23.01.2020 Gazette 2020/04) |
|
| (54) |
SCHNEIDROLLE
ROLLER CUTTER
DISQUE DE COUPE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.07.2018 DE 102018005972
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
26.05.2021 Patentblatt 2021/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Hydac Technology GmbH |
|
66280 Sulzbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KLOFT, Peter
56235 Ransbach-Baumbach (DE)
- MEYER, Jörg
77749 Hohberg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Bartels und Partner, Patentanwälte |
|
Lange Strasse 51 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 230 020 US-A- 5 904 211 US-A1- 2012 212 034
|
US-A- 5 839 523 US-A- 6 131 676
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidrolle mit den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Schneidrollen dieser Art, die zum Gesteinsabbau benutzt werden, sind Stand der Technik,
siehe
DE 10 2012 220 434 A1. Insbesondere kommen solche Schneidrollen als Schneidwerkzeuge an der Vorderseite
des Bohrkopfes bei Tunnelvortriebsmaschinen zum Einsatz. Im Betrieb ist die Lagereinrichtung
der jeweiligen Schneidringe durch die zugehörige Dichteinrichtung gegen schädliche
Umwelteinflüsse wie das Eindringen von Verschmutzungen und dergleichen geschützt.
Bei den bei Tunnelbohrungen häufig vorkommenden größeren Bohrtiefen ergeben sich jedoch
Probleme, wenn die Bohrung unter Wasser oder bei Wassereinbruch stattfindet. Durch
den der jeweiligen Bohrtiefe entsprechenden Wasserdruck kommt es trotz Vorhandensein
der Dichteinrichtung zu einem Wassereintritt und damit zur Zerstörung der Lagereinrichtung.
[0003] Die
US 2012/0212034 A1 beschreibt eine Schneidrolle mit den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch 1 mit
einer Achse, auf der ein Schneidring mittels einer Lagereinrichtung drehbar geführt
ist, die gegenüber der Umgebung mittels einer Dichteinrichtung abgedichtet ist, wobei
mittels einer Ausgleichseinrichtung ein etwaiger Differenzdruck zwischen der Lagereinrichtung
und der Umgebung ausgleichbar ist, wobei die Lagereinrichtung mindestens zwei Wälzlager
aufweist, die zumindest teilweise mit ihren Spalt- und/oder Sitzgeometrien an die
druckführende Verbindung angeschlossen sind.
[0005] Im Hinblick auf diese Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Schneidrolle der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die zum Gesteinsabbau
auch bei herrschendem Wasserdruck betriebssicher einsetzbar ist.
[0006] Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch eine Schneidrolle gelöst, die die Merkmale
des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit aufweist.
[0007] Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 besteht eine wesentliche Besonderheit
der Erfindung darin, dass die Ausgleichseinrichtung ein elastisch nachgiebiges Trennelement
aufweist, dessen Innenseite permanent den jeweiligen Umgebungsdruck führt und dessen
Außenseite druckführend mit der Lagereinrichtung in Verbindung steht; dass das Trennelement
in einem Hohlraum der Achse aufgenommen ist, der über eine druckführende Verbindung
zumindest an Teilen der Lagereinrichtung angeschlossen ist; und dass die druckführende
Verbindung aus mindestens einem Querkanal besteht, der mit seinem jeweils einen Ende
in den Hohlraum der Achse ausmündet und mit seinem jeweils anderen Ende aus dieser
Achse ausmündend sich in Richtung einer Distanzhülse öffnet, an die beidseitig ein
Innenring des jeweiligen Wälzlagers angrenzt.
[0008] Es ist ferner vorgesehen, dass mittels einer Ausgleichseinrichtung ein etwaiger Differenzdruck
zwischen der Lagereinrichtung und der Umgebung ausgleichbar ist. Auch bei Betrieb
unter Wasser ist die Lagereinrichtung dank des mittels der Ausgleichseinrichtung hergestellten
Druckausgleichs durch die Dichteinrichtung sicher vor dem Eindringen von Wasser geschützt.
Der sichere Betrieb ist dadurch auch bei tiefer liegenden Bohrstrecken, bei denen
mit einem Wasserdruck von bis zu 7 bar oder höher gerechnet werden muss, ausfallsicher
betreibbar.
[0009] Die Ausgleichseinrichtung weist das elastisch nachgiebige Trennelement auf, dessen
Innenseite permanent den jeweiligen Umgebungsdruck führt und dessen Außenseite druckführend
mit der Lagereinrichtung in Verbindung steht und in dieser dadurch den Umgebungsdruck
herstellt.
[0010] Das Trennelement ist in dem Hohlraum der Achse aufgenommen, der über die druckführende
Verbindung zumindest an Teilen der Lagereinrichtung angeschlossen ist. Die Ausgleichseinrichtung
ist dergestalt vollständig in die Achse der Schneidrolle integriert, so dass die erfindungsgemäße
Schneidrolle in kompakter Bauweise und ohne Zuwachs an Baugröße gegenüber den bekannten
Schneidrollen realisierbar ist.
[0011] Das Trennelement kann mit Vorteil eine Speicherblase aus elastomerem Material aufweisen,
die an der feststehenden Achse mittels einer Halteeinrichtung gehalten ist, die einen
Verbindungskanal aufweist, der eine medienführende Verbindung zwischen dem Inneren
des Trennelements und der Umgebung herstellt.
[0012] Bei vorteilhaften Ausführungsbeispielen weist die Halteeinrichtung einen Abschlussdeckel
auf, in den zentral der Verbindungskanal ausmündet, an den sich Zuführkanäle anschließen,
die nutartig in die Deckeloberseite eingebracht sind. Durch die Zuführkanäle ist sichergestellt,
dass dem Verbindungskanal und damit der Speicherblase der Umgebungsdruck nicht nur
von einer singulären Stelle der Umgebung gemeldet wird, sondern von einem größeren,
von den Zuführkanälen überdeckten Umgebungsbereich.
[0013] Die Lagereinrichtung kann mit Vorteil paarweise zusammenwirkende Kegelrollenlager
aufweisen.
[0014] Die Außenringe des Wälzlagerpaares können mit dem auf der Achse drehbaren Schneidring
verbunden sein und voneinander parallel zur Drehachse des Schneidringes einen axialen
Abstand voneinander einnehmen, der der Länge der Distanzhülse entspricht oder vorzugsweise
größer ist.
[0015] Hinsichtlich der Ausbildung der Dichteinrichtung kann die Anordnung mit Vorteil so
getroffen sein, dass die Dichteinrichtung aus zwei Paaren mit je zwei Dichtringen
besteht, die einmal der Lagereinrichtung und einmal einem ortsfest auf der Achse sitzenden
Abschlussteil zugewandt sind und die Abdichtung der Lagereinrichtung zumindest gegenüber
der Umgebung vornehmen.
[0016] Gegenstand der Erfindung ist gemäß dem Patentanspruch 7 auch eine Tunnelvortriebsmaschine
mit einem Bohrkopf, an dem zumindest eine Schneidrolle nach einem der Patentansprüche
1 bis 6 angeordnet ist.
[0017] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematisch vereinfachten Längsschnitt des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Schneidrolle;
- Fig. 2
- einen gegenüber Fig. 1 vergrößert gezeichneten Teilschnitt des in Fig. 1 mit II bezeichneten
Bezirks;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt der ein nachgiebiges Trennelement der Ausgleichseinrichtung des
Ausführungsbeispiels bildenden Speicherblase mit zugehöriger Halteeinrichtung;
- Fig. 4
- eine perspektivische Schrägansicht der Speicherblase mit Halteeinrichtung;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt der gesondert dargestellten Speicherblase;
- Fig. 6
- einen vergrößert gezeichneten Teilausschnitt des in Fig. 5 mit VI bezeichneten Bereichs
der Speicherblase; und
- Fig. 7
- den Teilausschnitt von Fig. 6 mit einem Endteil abgewandelter Außenform.
[0018] Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel weist eine feststehende Achse 2 auf, die
für einen Schneidring 4 die Drehachse 6 definiert. Der Schneidring 4 weist einen mittig
gelegenen, radial vorstehenden Ringwulst 8 auf, an dessen radial außen liegendem,
verjüngten Ende in der bei derartigen Schneidrollen üblichen Weise Schneideinsätze
vorgesehen sind, die in der schematisch vereinfachten Darstellung von Fig. 1 weggelassen
sind. Die die Drehlagerung für den Schneidring 4 bildende Lagereinrichtung ist durch
ein Wälzlagerpaar gebildet, das ein erstes Kegelrollenlager 10 und ein zweites Kegelrollenlager
12 aufweist, deren jeweiliger Innenring 14 bzw. 16 durch eine Distanzhülse 18, in
einem axialen Abstand voneinander gehalten, die Achse 2 umgibt. Die Innenringe 14
und 16 sind mittels auf der Achse 2 sitzenden Lagerdeckeln 20 und 22 in Anlage an
der Distanzhülse 18 gehalten.
[0019] Der in Fig. 1 linksseitig gelegene Lagerdeckel 20 ist mit einer Schulter 24 an einem
radial vorstehenden Bund 26 der Achse 2 festgelegt. Der gegenüberliegende Lagerdeckel
22 bildet als auf der Achse 2 sitzender Schraubring die axiale Festlegung der Lagereinrichtung
in Gegenrichtung. Die den Schneidring 4 tragenden Außenringe 15 und 17 der Kegelrollenlager
10 bzw. 12 sind durch einen Innenbund 19 des Schneidringes 4 in einem axialen Abstand
voneinander gehalten, der etwas größer als die axiale Länge der Distanzhülse 18 ist.
Für die Abdichtung der Lagereinrichtung sind zwei Paare mit Dichtringen 28 und 30
vorgesehen, von denen der jeweils axial außen liegende Dichtring 28 die Abdichtung
zum feststehenden Lagerdeckel 20 bzw. 22 bildet und der jeweils axial innenliegende
Dichtring 30 die Abdichtung zum umlaufenden Schneidring 4 hin bildet.
[0020] Die Achse 2 weist einen zur Drehachse 6 koaxialen inneren Hohlraum 32 auf, der an
dem in Fig. 1 links gelegenen Ende 34 geschlossen und am gegenüberliegenden Ende 36
offen ist. Im mittleren Längenbereich ist der Hohlraum 32 der Achse 2 mittels Querbohrungen
38 zum Außenumfang hin offen. Dadurch ist über Spalte, die sich am Außenumfang der
Achse im Bereich der Innenringe 14, 16 und der Distanzhülse 18 befinden, eine Medienverbindung
vom Hohlraum 32 der Achse 2 zum Inneren der Lagereinrichtung gebildet. Die erfindungsgemäße
Schneidrolle weist eine Ausgleichseinrichtung auf, die einen Druckausgleich zwischen
der Umgebung und dem Hohlraum 32 und damit der Lagereinrichtung herstellt. Die Ausgleichseinrichtung
weist ein bewegliches Trennelement in Form einer elastisch nachgiebigen Speicherblase
40 auf, die in Fig. 5 gesondert dargestellt und aus einem Elastomer gebildet ist.
Wie Fig. 1 und 2 am deutlichsten zeigen, ist die Speicherblase 40 vom offenen Ende
36 des Hohlraums 32 her in diesen so eingebaut, dass die Außenseite der Speicherblase
40 über die Querbohrungen 38 druckführend mit der Lagereinrichtung in Verbindung ist,
während die Innenseite der Speicherblase 40 mit der Umgebung in Verbindung ist. Zur
Bildung dieser Verbindung und als Halterung für die Speicherblase 40 ist, wie der
Fig. 2 am deutlichsten entnehmbar ist, als Halteeinrichtung ein in das offene Ende
36 des Hohlraums 32 einschraubbarer Abschlussdeckel 42 vorgesehen, der einen koaxialen
Verbindungskanal 44 aufweist, der die Verbindung zwischen Umgebung und Innenseite
der Speicherblase 40 herstellt. Wie Fig. 4 am deutlichsten zeigt, sind in die Außenseite
des Abschlussdeckels 42 sich überkreuzende Zuführkanäle 46 in Form vertiefter Nuten
eingearbeitet, so dass die Verbindung zur Umgebung über einen größeren Bereich gebildet
ist. Der Abschlussdeckel 42 ist an der Innenwand des Hohlraums 32 mittels eines Dichtringes
48 abgedichtet.
[0021] Die mechanische Verbindung zwischen dem die Halteeinrichtung bildenden Abschlussdeckel
42 und der Speicherblase 40 ist am deutlichsten den Fig. 3 und 5 bis 7 entnehmbar.
Wie gezeigt, weist die Speicherblase 40 am offenen Ende einen ihre Öffnung 50 umgebenden
Randwulst 52 auf. Der Abschlussdeckel 42 weist, wie Fig. 3 zeigt, am inneren Ende
des Verbindungskanals 44 einen Fortsatz 54 auf, in den eine Ringnut eingearbeitet
ist, die mit einem hinterschnittenen Wandteil 56 ein Ringteil 58 hintergreift, das
sich am Randwulst 52 in Richtung auf das Innere der Speicherblase 40 erstreckt. Die
Fig. 7 zeigt eine Variante für die Form des Randwulsts 52a, der in einer entsprechend
abgewandelten Form der Ringnut (nicht gezeigt) am Fortsatz 54 des Abschlussdeckels
42 festlegbar ist.
[0022] Aufgrund der Nachgiebigkeit der Speicherblase 40 befinden sich die an die Innenseite
der Speicherblase 40 angrenzenden und die an die Außenseite der Speicherblase 40 angrenzenden
Räume jeweils auf dem gleichen Druckniveau. Bei einem in der Umgebung herrschenden
und über die Kanäle 44 und 46 im Inneren der Speicherblase 40 wirksamen Wasserdruck
dehnt sich die Speicherblase 40 bis zum Erreichen des Gleichdrucks zwischen Blaseninnenseite
und der Außenseite, d.h. dem Hohlraum 32, aus. Dies führt über die Querbohrungen 38
auch zum Druckausgleich in der Lagereinheit, d.h. zur Anpassung des Lagerinnendrucks
an den Umgebungsdruck. Dieser Druckausgleich stellt sicher, dass die Dichteinrichtung
in Form der Dichtringpaare 28, 30 einen sicheren Schutz der Kegelrollenlager 10, 12
gegen Umwelteinflüsse gewährleistet, so dass die erfindungsgemäße Schneidrolle auch
bei Auftreten eines äußeren Wasserdrucks sicher betreibbar ist. Die vorstehend beschriebene
Funktion der Speicherblase 40 kann noch durch eine Schaumfüllung unterstützt sein,
indem ein elastisch nachgiebiges Schaummaterial in die Speicherblase 40 bleibend eingebracht
ist.
1. Schneidrolle mit einer Achse (2), auf der ein Schneidring (4) mittels einer Lagereinrichtung
(10, 12) drehbar geführt ist, die gegenüber der Umgebung mittels einer Dichteinrichtung
(28, 30) abgedichtet ist, wobei mittels einer Ausgleichseinrichtung (40) ein etwaiger
Differenzdruck zwischen der Lagereinrichtung (10, 12) und der Umgebung ausgleichbar
ist,
wobei die Ausgleichseinrichtung ein elastisch nachgiebiges Trennelement (40) aufweist,
dessen Innenseite permanent den jeweiligen Umgebungsdruck führt und dessen Außenseite
druckführend mit der Lagereinrichtung (10, 12) in Verbindung steht;
wobei das Trennelement (40) in einem Hohlraum (32) der Achse (2) aufgenommen ist,
der über eine druckführende Verbindung (38) zumindest an Teilen der Lagereinrichtung
(10, 12) angeschlossen ist;
wobei die Lagereinrichtung mindestens zwei Wälzlager (10, 12) aufweist, die zumindest
teilweise mit ihren Spalt- und/oder Sitzgeometrien an die druckführende Verbindung
(38) angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die druckführende Verbindung aus mindestens einem Querkanal (38) besteht, der mit
seinem jeweils einen Ende in den Hohlraum (32) der Achse (2) ausmündet und mit seinem
jeweils anderen Ende aus dieser Achse (2) ausmündend sich in Richtung einer Distanzhülse
(18) öffnet, an die beidseitig ein Innenring (14, 16) des jeweiligen Wälzlagers (10,
12) angrenzt.
2. Schneidrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement eine Speicherblase (40) aus elastomerem Material aufweist, die an
der feststehenden Achse (2) mittels einer Halteeinrichtung (42) gehalten ist, die
einen Verbindungskanal (44) aufweist, der eine medienführende Verbindung zwischen
dem Inneren des Trennelements (40) und der Umgebung herstellt.
3. Schneidrolle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung einen Abschlussdeckel (42) aufweist, in den zentral der Verbindungskanal
(44) ausmündet, an den sich Zuführkanäle (46) anschließen, die nutartig in die Deckeloberseite
eingebracht sind.
4. Schneidrolle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung paarweise zusammenwirkende Kegelrollenlager (10, 12), aufweist.
5. Schneidrolle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Außenringe (15, 17) des Wälzlagerpaares (10, 12) mit dem auf der Achse (2) drehbaren
Schneidring (4) verbunden sind und voneinander parallel zur Drehachse (6) des Schneidringes
(4) einen axialen Abstand voneinander einnehmen, der der Länge der Distanzhülse (18)
entspricht oder vorzugsweise größer ist.
6. Schneidrolle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung aus zwei Paaren mit je zwei Dichtringen (28, 30) besteht, die
einmal der Lagereinrichtung (10, 12) und einmal einem ortsfest auf der Achse (2) sitzenden
Abschlussteil (20, 22) zugewandt sind und die Abdichtung der Lagereinrichtung zumindest
gegenüber der Umgebung vornehmen.
7. Tunnelvortriebsmaschine mit einem Bohrkopf, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Schneidrolle (2, 4) nach einem der vorstehenden Ansprüche an dem Bohrkopf
angeordnet ist.
1. Rotary cutter with a shaft (2) on which a cutting ring (4) is rotatably mounted by
means of a mounting device (10, 12) that is sealed from the environment by means of
a sealing device (28, 30), wherein any possible differential pressure between the
mounting device (10, 12) and the environment can be compensated by means of a compensating
device (40),
wherein
the compensating device comprises an elastically flexible separating element (40),
the inside of which permanently carries the respective ambient pressure and the outside
of which is connected in a pressure-conducting manner to the mounting device (10,
12);
wherein
the separating element (40) is received in a cavity (32) in the shaft (2), said cavity
being connected via a pressure-conveying connection (38) at least to parts of the
mounting device (10, 12);
wherein the mounting device comprises at least two roller bearings (10, 12), which
are at least partially connected, with their gap and/or seat geometries, to the pressure-conducting
connection (38),
characterised in that
the pressure-conducting connection consists of at least one transverse channel (38),
one respective end of which emerges into the cavity (32) of the shaft (2) and the
other respective end of which, emerging from this shaft (2), opens in the direction
of a spacer sleeve (18) abutted on both sides by an inner ring (14,16) of the respective
roller bearing (10, 12).
2. Rotary cutter according to claim 1, characterised in that the separating element comprises an accumulator bladder (40) made from elastomer
material that is held on the fixed shaft (2) by means of a holding device (42), which
comprises a connecting channel (44) that creates a media-conveying connection between
the inside of the separating element (40) and the environment.
3. Rotary cutter according to claim 2, characterised in that the holding device comprises an end cover (42) into the centre which the connecting
channel (44) emerges, to which supply channels (46) are connected, said supply channels
being incorporated in the form of grooves into the surface of the cover.
4. Rotary cutter according to any one of the preceding claims, characterised in that the mounting device comprises tapered roller bearings (10, 12) that cooperate in
pairs.
5. Rotary cutter according to any one of the preceding claims, characterised in that outer rings (15, 17) of the pair of roller bearings (10, 12) are connected to the
cutting ring (4) that rotates on the shaft (2) and assume an axial distance from one
another, parallel to one another with respect to the axis of rotation (6) of the cutting
ring (4), said distance corresponding to or preferably being greater than the length
of the spacer sleeve (18).
6. Rotary cutter according to any one of the preceding claims, characterised in that the sealing device consists of two pairs each with two sealing rings (28, 30), one
of which faces the mounting device (10, 12), while the other faces an end part (20,
22) seated in a fixed position on the shaft (2), and provide the seal for the mounting
device at least with respect to the environment.
7. Tunnel boring machine having a drill head, characterised in that at least one rotary cutter (2, 4) according to any one of the preceding claims is
arranged on the drill head.
1. Disque de coupe comprenant un axe (2), sur lequel un anneau (4) de coupe est guidé
avec possibilité de tourner au moyen d'un dispositif (10, 12) de palier, qui est rendu
étanche par rapport à l'environnement au moyen d'un dispositif (28, 30) d'étanchéité,
dans lequel, au moyen d'un dispositif (40) de compensation, une différence éventuelle
de pression entre le dispositif (10, 12) de palier et l'environnement peut être compensée,
dans lequel le dispositif de compensation a un élément (40) de séparation cédant élastiquement,
dont la face intérieure conduit en permanence la pression environnante respective
et dont la face extérieure est en liaison avec conduite de la pression avec le dispositif
(10, 12) de palier,
dans lequel l'élément (40) de séparation est logé dans une cavité (32) de l'axe (2),
qui est raccordée par une liaison (38) conduisant la pression au moins à des parties
du dispositif (10, 12) de palier ;
dans lequel le dispositif de palier a au moins deux roulements (10, 12), qui sont
raccordés au moins en partie par leur géométrie d'écartement et/ou de siège à la liaison
(38) conduisant la pression,
caractérisé en ce que
la liaison conduisant la pression est constituée d'au moins un conduit (38) transversal,
qui débouche par sa une extrémité respective dans la cavité (32) de l'axe (2) et qui
s'ouvre par son autre extrémité respective, en débouchant hors de cet axe (2), en
direction d'une douille (18) de mise à distance, dont est voisine des deux côtés,
une bague (14, 16) intérieure du roulement (10, 12) respectif.
2. Disque de coupe suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de séparation a une vessie (40) d'accumulation en matière élastomère, qui
est retenue à l'axe (2) fixe au moyen d'un dispositif (42) de retenue, ayant un conduit
(44) de communication, qui ménage une communication pour des fluides entre l'intérieur
de l'élément (40) de séparation et l'environnement.
3. Disque de coupe suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de retenue a un couvercle (42) de fermeture, dans lequel débouche centralement
le conduit (44) de communication, auquel se raccordent des conduits (46) d'amenée,
qui sont ménagés à la manière de rainures dans la face supérieure du couvercle.
4. Disque de coupe suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de palier a des paliers (10, 12) à roulement conique coopérant par
paires.
5. Disque de coupe suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des anneaux (15, 17) extérieurs de la paire (10, 12) de roulement sont reliés à l'anneau
(4) de coupe tournant sur l'axe (2) et occupent l'un par rapport à l'autre, parallèlement
à l'axe (6) de rotation de l'anneau (4) de coupe, une distance axiale, qui correspond
à la longueur de la douille (18) de mise à distance ou qui, de préférence, en est
plus grande.
6. Disque de coupe suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité est constitué de deux paires de respectivement deux bagues
(28, 30) d'étanchéité, qui sont tournées pour l'une vers le dispositif (10, 12) de
palier et pour l'autre vers une partie (20, 22) de fermeture reposant à poste fixe
sur l'axe (2), et qui donnent l'étanchéité du dispositif de palier au moins par rapport
à l'environnement.
7. Machine d'avancement en tunnel comprenant une tête de forage, caractérisée en ce qu'au moins un disque (2, 4) de coupe, suivant l'une des revendications précédentes,
est monté sur la tête de forage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente