[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Dichtband mit mindestens einem Grundkörper
aus weichem, nach Komprimierung rückstellfähigem Schaumstoff.
[0002] Dichtbänder dienen im Allgemeinen zur Abdichtung von Fugen zwischen Bauteilen, insbesondere
Rahmenprofilen von Fenstern oder Türen, und der Gebäudewand.
[0003] Ein Beispiel eines derartigen Dichtbands ist aus
EP 3 513 954 A1 bekannt. Das Dichtband umfasst einen Schaumstoffträger, in den abwechselnd von der
Oberseite und von der Unterseite ausgehend Einschnitte eingebracht sind. In diese
Einschnitte ist jeweils ein Folienstreifen, ein Klebebandstreifen oder ein klebstoffartiges
Medium eingefügt, um eine Sperrschicht zu bilden, die sich über einen Teil der Höhe
zwischen der Ober- und der Unterseite des Dichtbands erstreckt. Ein Abschnitt jeder
Sperrschicht ist auch auf der jeweiligen Ober- bzw. Unterseite angeordnet. Aufgrund
unzureichender Flexibilität eines Folien- oder Klebestreifens bzw. eines ausgehärteten
Klebstoffs kann es jedoch zur Bildung von Luftkanälen und/oder Wasserdampfdiffusionskanälen
zwischen dem Dichtband und der rauen Oberfläche der angrenzenden Gebäudewand kommen.
Es kann dann nicht gewährleistet werden, dass das Dichtband die gewünschten oder bestimmungsgemäßen
Dichteigenschaften aufweist. Aufgrund des vielfachen Einschneidens des Schaumstoffträgers
von beiden Seiten und aufgrund des Einfügens der Sperrschichtkomponenten in den Schaumstoffträger
ist die Herstellung eines Dichtbands auf diese Art und Weise zudem sehr aufwändig.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach und kostengünstig
herstellbares Dichtband bereitzustellen, dessen vorgesehene Dichteigenschaften zuverlässig
erreicht werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß umfasst das Dichtband mindestens einen Grundkörper aus weichem, nach
Komprimierung rückstellfähigem Schaumstoff, wobei das Dichtband eine Oberseite, eine
Unterseite und eine erste und eine zweite Seitenflanke aufweist, die die Oberseite
und die Unterseite verbinden, wobei sich die Seitenflanken im Wesentlichen senkrecht
zu einer Funktionsrichtung des Dichtbands erstrecken. Im Bereich der Unterseite ist
eine Klebeschicht zur Anhaftung an einem Bauteil, insbesondere einem Rahmenprofil
eines Fensters oder einer Tür, angeordnet. Das Dichtband weist eine durchgängige Sperrstruktur
zur Reduzierung der Wasserdampfdiffusionsdurchlässigkeit und/oder der Luftdurchlässigkeit
in Funktionsrichtung auf, wobei sich die Sperrstruktur von der Oberseite des Dichtbands
zu einer Unterseite des mindestens einen Grundkörpers erstreckt. Die Sperrstruktur
erstreckt sich auch über einen Bereich der Oberseite des Dichtbands und weist zumindest
dort geschlossenzelligen Schaumstoff auf oder ist aus diesem gebildet. Zumindest im
Bereich der Oberseite des Dichtbands weist die Sperrstruktur eine Dicke zwischen 10
µm und 5 mm auf.
[0007] Auf diese Weise wird ein Dichtband bereitgestellt, das einfach und kostengünstig
herstellbar ist und eine zuverlässige Abdichtung gewährleistet. Dass die Sperrstruktur
zumindest an der Oberseite des Dichtbands einen geschlossenzelligen Schaumstoff umfasst,
bietet den Vorteil, dass sich der Weichschaumstoff besonders elastisch an die Gebäudewand
anlegt und somit die Bildung von Luftkanälen und/oder Wasserdampfdiffusionskanälen
zwischen Dichtband und Gebäudewand in Funktionsrichtung vermieden wird.
[0008] Durch die Auswahl eines geeigneten Materials für die Sperrstruktur können die Dichteigenschaften
des Dichtbands hinsichtlich der Wasserdampfdiffusionsdurchlässigkeit und/oder Luftdurchlässigkeit
des Dichtbands gezielt eingestellt werden. Auf diese Weise wird die Funktionalität
des Dichtbands erweitert.
[0009] Die Sperrstruktur kann beispielsweise auf den mindestens einen Grundkörper kaschiert
oder laminiert werden, wie es dem Fachmann zum Verbinden zweier Schaumstoff umfassenden
Körper bekannt ist.
[0010] Die Eignung der Sperrstruktur zu möglichst dichten Anlage an der Wand sowie zur Verbesserung
der Dichtwirkung des Dichtbands wird von den Materialeigenschaften der Sperrstruktur
beeinflusst.
[0011] Der geschlossenzellige Schaumstoff der Sperrstruktur ist daher in einer bevorzugten
Ausführungsform aus Polyurethan, Polyethylen, Polyvinylchlorid, Polyolefin oder Polypropylen
gebildet und weist ein Raumgewicht auf, das zwischen 15 und 200 kg/m
3 liegt.
[0012] Vorzugsweise weist der geschlossenzellige Schaumstoff der Sperrstruktur eine Stauchhärte
zwischen 2 kPa und 15 kPa, vorzugsweise zwischen 2,1 kPa und 10 kPa, mehr bevorzugt
zwischen 2,2 kPa und 5 kPa bezogen auf eine Kompression von 40% gegenüber der Ausgangshöhe
(CV40) nach DIN EN ISO 3386:2015 auf.
[0013] Unter geschlossenzelligem Schaumstoff wird im Rahmen dieser Anmeldung ein Weichschaum
verstanden, der eine erhöhte Anzahl von geschlossenen Zellen oder von Zellen mit nur
geringem Öffnungsquerschnitt aufweist. Charakterisiert wird der geschlossenzellige
Schaumstoff ausschließlich durch die Angabe seiner Luftdurchlässigkeit. Die Luftdurchlässigkeit
eines geschlossenzelligen Schaumstoffs liegt in bevorzugten Ausführungsformen bei
höchstens 50 l/(m
2s), oder mehr bevorzugt bei höchstens 40 l/(m
2s), oder mehr bevorzugt bei höchstens 30 l/(m
2s), oder mehr bevorzugt bei höchstens 20 l/(m
2s), gemessen nach DIN EN ISO 9237:1995; Prüffläche 100 cm
2 bei einem Messdruck (Unterdruck) von 1,0 mbar, Prüfgerät Frank 21443.
[0014] Vorzugsweise weist die Sperrstruktur zumindest im Bereich der Oberseite des Dichtbands
des Weiteren eine Dicke zwischen 15 µm und 3 mm, bevorzugt zwischen 50 µm und 2 mm
auf.
[0015] Die Sperrstruktur erstreckt sich vollständig zwischen einer Oberseite des mindestens
einen Grundkörpers und einer Unterseite des mindestens einen Grundkörpers, um die
gewünschte Abdichtung über den gesamten Querschnitt des mindestens einen Schaumstoff-Grundkörpers
zu bewirken.
[0016] Im Allgemeinen ist der mindestens eine Grundkörper wie das Dichtband ausgerichtet,
d.h. dass die Oberseite des mindestens einen Grundkörpers im Bereich der Oberseite
des Dichtbands angeordnet ist und sich vorzugsweise parallel zu dieser erstreckt und
die Unterseite des mindestens einen Grundkörpers im Bereich der Unterseite des Dichtbands
angeordnet ist und sich vorzugsweise parallel zu dieser erstreckt. Ist auf der Oberseite
bzw. der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers keine weitere Komponente des
Dichtbands angeordnet, bilden diese zugleich die Oberseite bzw. Unterseite des Dichtbands.
Sind hingegen weitere Komponenten des Dichtbands auf der Oberseite oder der Unterseite
des mindestens einen Grundkörpers angeordnet, wie z.B. eine Sperrschicht oder eine
Klebeschicht, so bildet die jeweils von den übrigen Komponenten abgewandte Oberfläche
dieser Komponente in diesem Bereich die Oberseite bzw. Unterseite des Dichtbands.
[0017] Die Sperrstruktur erstreckt sich im Bereich der Oberseite des Dichtbands entlang
einer Oberseite des zumindest einen Grundkörpers und bildet dadurch in diesem Bereich
die Oberseite des Dichtbands. Bevorzugt ist die Sperrstruktur zumindest im Bereich
der Oberseite mit dem mindestens einen Grundkörper fest verhaftet, z.B. verklebt oder
an diesen laminiert.
[0018] In einer Ausführungsform erstreckt sich die Sperrstruktur auf der Oberseite des Dichtbands
über mindestens 2 % der Breite des Dichtbands, vorzugsweise über mindestens 10 % der
Breite des Dichtbands und mehr bevorzugt über die gesamte Breite des Dichtbands, d.h.
von der ersten Seitenflanke bis zur zweiten Seitenflanke.
[0019] Im Allgemeinen ist die Breite des Dichtbands definiert als der Abstand zwischen den
Seitenflanken des Dichtbands in einer Richtung parallel zur Funktionsrichtung.
[0020] An der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers kann die Sperrstruktur auf die
Klebeschicht treffen, die wahlweise einen Teil der Sperrstruktur bildet. Die Sperrstruktur
kann an der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers enden und dort z.B. auf die
Klebeschicht treffen.
[0021] Die Sperrstruktur kann sich aber auch entlang der Unterseite des mindestens einen
Grundkörpers erstrecken. In einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Sperrstruktur
entlang der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers und über mindestens 1 % der
Breite des Dichtbands, mehr bevorzugt über mindestens 5 % der Breite des Dichtbands
und noch mehr bevorzugt über die gesamte Breite des Dichtbands, d.h. von der ersten
Seitenflanke bis zur zweiten Seitenflanke.
[0022] Vorzugsweise erstreckt sich die Sperrstruktur entlang der Oberseite bis zu einem
Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke und verläuft dort von der
Oberseite in Richtung der Unterseite des Dichtbands. Empfindliche Teile der Sperrstruktur
sind dadurch während des Transports oder der Handhabung vor Beschädigung durch Einflüsse
von außen geschützt, da beidseitig des von der Oberseite in Richtung der Unterseite
verlaufenden Abschnitts Teile des mindestens einen Grundkörpers aus weichem Schaumstoff
angeordnet sind.
[0023] Mehr bevorzugt erstreckt sich die Sperrstruktur anschließend entlang der Unterseite
des mindestens einen Grundkörpers von dem Bereich zwischen der ersten und der zweiten
Seitenflanke in Richtung zumindest einer aus erster und zweiter Seitenflanke.
[0024] In einer Ausführungsform erstreckt sich die Sperrstruktur auf der Oberseite von zumindest
einer aus erster und zweiter Seitenflanke aus bis zum Bereich zwischen der ersten
und der zweiten Seitenflanke und verläuft entlang der Unterseite des mindestens einen
Grundkörpers von dem Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke zu zumindest
einer aus erster und zweiter Seitenflanke.
[0025] Vorzugsweise schließt die Sperrstruktur bündig mit den Seitenflanken des Dichtbands
ab. In manchen Ausführungsformen kann die Sperrstruktur aber auch in einem geringen
Abstand zu den Seitenflanken beginnen bzw. enden.
[0026] In einer Ausführungsform erstreckt sich die Sperrstruktur auf der Oberseite von der
ersten Seitenflanke aus bis zum Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke,
verläuft dort von der Oberseite in Richtung der Unterseite des Dichtbands und erstreckt
sich anschließend entlang der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers von dem
Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke zur zweiten Seitenflanke.
Dadurch kann eine durchgängige Sperrstruktur gebildet werden und zugleich Sperrstrukturmaterial
eingespart werden, da dieses lediglich in Teilbereichen und nicht über die gesamte
Breite des Dichtbands an der Oberseite des Dichtbands und über die gesamte Breite
entlang der Unterseite des Dichtbands vorzusehen ist.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform können diese Vorteile auch dadurch erreicht werden,
dass sich die Sperrstruktur auf der Oberseite von der ersten Seitenflanke aus bis
zum Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke erstreckt, dort von der
Oberseite in Richtung der Unterseite des Dichtbands verläuft und sich anschließend
entlang der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers von dem Bereich zwischen
der ersten und der zweiten Seitenflanke zur ersten Seitenflanke erstreckt. Die Vielfalt
an möglichen Ausführungsformen und Herstellungsvarianten wird dadurch zudem erhöht
und kann somit leichter an die jeweils bestehenden Anforderungen angepasst werden.
[0028] Besonders einfach ist ein erfindungsgemäßes Dichtband in einer weiteren Ausführungsform
herzustellen, bei der sich die Sperrstruktur auf der Oberseite von der ersten und
der zweiten Seitenflanke aus bis zum Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke
erstreckt, dort von der Oberseite in Richtung der Unterseite des Dichtbands verläuft
und sich anschließend entlang der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers von
dem Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke zur ersten und zur zweiten
Seitenflanke erstreckt.
[0029] Es sind auch Ausführungsformen denkbar, bei denen sich die Sperrstruktur auf der
Oberseite von der ersten und der zweiten Seitenflanke aus bis zum Bereich zwischen
der ersten und der zweiten Seitenflanke erstreckt und sich entlang der Unterseite
des mindestens einen Grundkörpers von dem Bereich zwischen der ersten und der zweiten
Seitenflanke nur zur ersten oder zur zweiten Seitenflanke erstreckt. Alternativ kann
sich die Sperrstruktur auf der Oberseite nur von der ersten oder der zweiten Seitenflanke
aus bis zum Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke erstrecken und
sich entlang der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers von dem Bereich zwischen
der ersten und der zweiten Seitenflanke zur ersten und zur zweiten Seitenflanke erstrecken.
[0030] Vorzugsweise weist die Oberseite des Dichtbands ein Profil mit mindestens einer Senke
auf derart, dass das Dichtband in einem vollständig expandierten Zustand im Bereich
der ersten Seitenflanke eine erste Höhe aufweist, im Bereich der zweiten Seitenflanke
eine zweite Höhe aufweist und im Bereich zwischen der ersten und zweiten Seitenflanke
eine dritte Höhe aufweist, die geringer als die erste Höhe und geringer als die zweite
Höhe ist. Ein Innenraum der Senke ist im vollständig expandierten Zustand des Dichtbands
ausschließlich mit Luft gefüllt. Die Sperrstruktur verläuft dann derart von der Oberseite
in Richtung der Unterseite, dass sie sich durch den Bereich der dritten Höhe erstreckt.
Das so gebildete Dichtband lässt sich besonders einfach und kostengünstig herstellen.
Die mit Luft gefüllte Senke wirkt sich unter anderem positiv auf die vom Dichtband
erreichbare Wärmedämmung aus.
[0031] Der Innenraum der Senke ist hierin definiert als der Raum, der von einem im Bereich
der Senke gekrümmten Abschnitt der Oberseite des Dichtbands sowie einer imaginären
Verlängerung eines ebenen Abschnitts der Oberseite des Dichtbands im Bereich einer
Seitenflanke über den gekrümmten Bereich begrenzt ist.
[0032] Die Höhe des Dichtbands ist definiert in einer Richtung zwischen der Oberseite und
der Unterseite des Dichtbands und senkrecht zur Funktionsrichtung des Dichtbands,
vorzugsweise parallel zu den Seitenflanken.
[0033] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die erste und die zweite Höhe im Wesentlichen
gleich. Dadurch ergibt sich an beiden Seitenflanken ein identischer Anpressdruck des
Dichtbands an die Gebäudewand.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die dritte Höhe zwischen 2 und 95%,
mehr bevorzugt zwischen 3 und 80%, mehr bevorzugt zwischen 5 und 50% der ersten Höhe.
[0035] Die erste Höhe und/oder die zweite Höhe des Dichtbands im vollständig expandierten
Zustand beträgt in allen Ausführungsformen bevorzugt zwischen 5 und 150 mm, mehr bevorzugt
zwischen 10 und 100 mm.
[0036] Die dritte Höhe des Dichtbands im vollständig expandierten Zustand beträgt in allen
Ausführungsformen bevorzugt zwischen 1 und 142 mm, mehr bevorzugt zwischen 2 und 95
mm.
[0037] In einer bevorzugten Ausführungsform des Dichtbands ist der Bereich der dritten Höhe
im Wesentlichen mittig zwischen den beiden Seitenflanken angeordnet.
[0038] Bevorzugt erstreckt sich die Senke über einen Bereich von 2 bis 60%, mehr bevorzugt
5 bis 40% der gesamten Breite des Dichtbands.
[0039] Die Breite des Dichtbands beträgt in allen Ausführungsformen bevorzugt zwischen 10
und 500 mm, mehr bevorzugt zwischen 10 und 150 mm.
[0040] Eine Bodenfläche des mindestens einen Grundkörpers kann in vollständig expandiertem
Zustand des Dichtbands eben sein. Die Bodenfläche des mindestens einen Grundkörpers
kann im vollständig expandierten Zustand des Dichtbands aber auch ein Profil mit einer
unteren Senke aufweisen, die in Richtung der Oberseite des Dichtbands ausgerichtet
ist und der Senke an der Oberseite im Bereich der dritten Höhe gegenüberliegt.
[0041] Die Klebeschicht kann dann im vollständig expandierten Zustand des Dichtbands ein
Profil mit einer Hügelform aufweisen und im Wesentlichen der Form der unteren Senke
folgen. In letzterem Fall ist die Klebeschicht vorzugsweise im Wesentlichen durchgängig
entlang der Unterseite des Dichtbands mit angrenzenden Bereichen des Dichtbands verhaftet.
[0042] Unabhängig vom Profil der Bodenfläche des mindestens einen Grundkörpers verläuft
die Klebeschicht in bestimmten Ausführungsformen im vollständig expandierten Zustand
des Dichtbands eben. Hierzu kann es zweckdienlich sein, dass die Klebeschicht nur
in Bereichen benachbart zu den Seitenflanken des Dichtbands an seiner Oberseite mit
den anliegenden Bereichen des Dichtbands verhaftet ist. Es ist denkbar, dass die Klebeschicht
nach oben hin lediglich in den Bereichen klebrig ausgestaltet ist, in denen sie mit
Bereichen des Dichtbands in Kontakt kommt. Die Klebeschicht kann z.B. nachträglich
als separater Streifen auf das Dichtband aufgebracht werden.
[0043] In allen Fällen ist die Klebeschicht vorzugsweise als doppelseitiges Klebeband ausgebildet.
Im Allgemeinen ist die zur Anbringung am Bauteil dienende Klebefläche der Klebeschicht
nach unten gerichtet, also von den Grundkörpern abgewandt, und kann von einer vor
dem Gebrauch abnehmbaren Abziehfolie oder einem Abziehpapier bedeckt sein.
[0044] Die geringere dritte Höhe im vollständig expandierten Zustand des Dichtbands ist
bevorzugt zumindest teilweise durch eine dauerhafte Komprimierung und/oder Verschmelzung
des Schaumstoffs des mindestens einen Grundkörpers erzielt. Wenn auch nicht zwingend
notwendig, ist es dann besonders bevorzugt, wenn die Sperrstruktur teilweise durch
einen dauerhaft komprimierten und/oder verschmolzenen Abschnitt des mindestens einen
Grundkörpers gebildet ist. Ein Teil der Sperrstruktur kann somit einfach im Zuge der
Komprimierung/Verschmelzung erzeugt werden. Durch die Komprimierung und/oder Verschmelzung
des mindestens einen Grundkörpers wird dann nicht nur das gewünschte Oberflächenprofil
des Dichtbands erzeugt, sondern es wird damit auch noch ein zusätzlicher Abdichtungseffekt
erzielt.
[0045] Die vorangehend beschriebenen Ausführungsformen können jeweils genau einen, vorzugsweise
integralen Grundkörper aus weichem Schaumstoff umfassen. Sie können aber auch zwei
oder mehr Grundkörper umfassen, die in der Funktionsrichtung des Dichtbands nebeneinander
angeordnet sind. Unabhängig von der Anzahl an Grundkörpern, kann das Dichtband auch
mehrere untere und/oder obere Senken aufweisen, die in Funktionsrichtung nebeneinander
angeordnet sind.
[0046] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Dichtband mindestens zwei Grundkörper
aus weichem Schaumstoff auf, die in Funktionsrichtung des Dichtbands nebeneinander
angeordnet sind, wobei die Sperrstruktur zumindest teilweise in einem Übergangsbereich
zwischen den zwei benachbarten Grundkörpern von der Oberseite in Richtung der Unterseite
des Dichtbands verläuft.
[0047] Weist das Dichtband einen Bereich mit der dritten Höhe auf, ist dieser bevorzugt
im Übergangsbereich zwischen den Grundkörpern ausgebildet. Die geringere dritte Höhe
kann dann z.B. durch eine dauerhafte Komprimierung eines Grundkörpers nahe dem Übergangsbereich
zum benachbarten Grundkörper erzielt werden. Alternativ kann die geringere dritte
Höhe auch durch eine dauerhafte Komprimierung von zwei benachbarten Grundkörpern nahe
dem Übergangsbereich zwischen den zwei Grundkörpern erzielt werden.
[0048] Vorzugsweise sind die mindestens zwei Grundkörper als ursprünglich separate Einheiten
ausgestaltet. Dadurch ist es möglich, die zwei Grundkörper aus unterschiedlichen Schaumstoffmaterialien
zu bilden und folglich die Dicht- und Dämmeigenschaften des Dichtbands auf einfache
Art und Weise zu beeinflussen. Die zwei Grundkörper können aber auch aus demselben
Schaumstoff gebildet sein.
[0049] Die mindestens zwei Grundkörper können ausschließlich über die Klebeschicht an der
Unterseite miteinander verhaftet sein. Bevorzugt sind die mindestens zwei Grundkörper
aber zusätzlich oder alternativ im Übergangsbereich dauerhaft miteinander verhaftet,
z.B. mittels der Sperrstruktur oder einer weiteren Klebeschicht zwischen den Grundkörpern.
Auf diese Weise wird eine größere Stabilität des Dichtbands erzielt. Die Sperrstruktur
ist dann bevorzugt teilweise durch eine solche Klebeschicht gebildet. Bevorzugt beträgt
die Höhe einer solchen Klebeschicht im Übergangsbereich im vollständig expandierten
Zustand des Dichtbands 2 bis 80%, mehr bevorzugt 3 bis 60%, besonders bevorzugt 5
bis 50% der ersten Höhe.
[0050] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Sperrstruktur als eine durchgängige,
vorzugsweise einteilige Sperrschicht ausgebildet, die sich auf der Oberseite des Dichtbands
entlang der Oberseite zumindest eines der mindestens zwei Grundkörper, von der Oberseite
in Richtung der Unterseite des Dichtbands und entlang der Unterseite zumindest eines
der mindestens zwei Grundkörper erstreckt. Bevorzugt erstreckt sich die durchgängige
Sperrschicht zwischen zwei benachbarten Grundkörpern von der Oberseite in Richtung
der Unterseite des Dichtbands. Zum Beispiel kann sich die Sperrschicht von der ersten
oder zweiten Seitenflanke aus entlang der Oberseite eines Grundkörpers bis zum Übergangsbereich
erstrecken und sich entlang der Unterseite eines benachbarten Grundkörpers vom Übergangsbereich
zur anderen aus erster und zweiter Seitenflanke erstrecken.
[0051] In einer alternativen Ausführungsform weist zumindest ein Grundkörper eine Umhüllung
auf, die den Grundkörper an der Oberseite, der Unterseite und einer einem benachbarten
Grundkörper zugewandten Seite umgibt. Besonders bevorzugt bildet die Umhüllung einen
Teil der Sperrstruktur oder die gesamte Sperrstruktur.
[0052] In einer beispielhaften Ausführungsform umfasst das Dichtband genau zwei Grundkörper,
die beide eine entsprechende Umhüllung aufweisen.
[0053] Falls eine Komprimierung des einen oder der zwei Grundkörper nahe dem Übergangsbereich
gewünscht ist, wird diese vorzugsweise jeweils unter Verwendung der Umhüllung erzielt
oder von dieser unterstützt. In manchen Ausführungsformen ist jedoch keine wesentliche
Komprimierung der Grundkörper nahe dem Übergangsbereich vorgesehen.
[0054] In einer möglichen Ausführungsform weist zumindest ein Grundkörper eine Umbiegung
eines ersten Schenkels des Grundkörpers gegenüber einem zweiten Schenkel des Grundkörpers
um 180° auf, wobei die Biegestelle im Übergangsbereich zum anderen Grundkörper angeordnet
ist. Vorzugsweise sind der erste und der zweite Schenkel an ihren aufeinander liegenden
Flächen miteinander verhaftet, besonders bevorzugt verklebt oder aneinander laminiert.
Auch in dieser Ausführungsform kann der jeweilige Grundkörper eine Umhüllung aufweisen,
wie sie zuvor beschrieben ist.
[0055] Bevorzugt ist das Schaumstoffmaterial eines solchen Grundkörpers im Bereich der Biegestelle
aufgrund der Umbiegung in sich selbst komprimiert.
[0056] Die Umhüllung weist in bevorzugten Ausführungsformen im Wesentlichen geschlossenzelligen
Weichschaumstoff auf oder ist aus diesem gebildet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
die Sperrstruktur zumindest im Bereich der Oberseite des Dichtbands einen geschlossenzelligen
Weichschaumstoff umfasst. Bildet z.B. nur die Umhüllung eines Grundkörpers die Sperrstruktur
im Bereich der Oberseite, so hat diese Umhüllung geschlossenzelligen Weichschaumstoff
aufzuweisen oder aus diesem zu bestehen. Weist das Dichtband jedoch zumindest einen
weiteren Grundkörper mit Umhüllung auf oder umfasst die Sperrstruktur weitere Bestandteile
im Bereich der Oberseite, die einen geschlossenzelligen Weichschaumstoff umfassen,
kann die Umhüllung auch aus einem anderen Material gebildet sein.
[0057] Unabhängig davon, wie viele Grundkörper das Dichtband umfasst, ist die Sperrstruktur
in einer bevorzugten Ausgestaltung teilweise durch eine auf der Oberseite des mindestens
einen Grundkörpers angeordnete Sperrschicht gebildet.
[0058] Die auf der Oberseite des mindestens einen Grundkörpers angeordnete Sperrschicht
weist vorzugsweise im Wesentlichen geschlossenzelligen Weichschaumstoff auf oder ist
aus diesem gebildet, um eine dichtende Anlage der Oberseite des Dichtbands an der
Gebäudewand zu gewährleisten. Auch hierbei ist zu berücksichtigen, dass zumindest
eine Teil der Sperrschicht oder die gesamte Sperrschicht im Bereich der Oberseite
geschlossenzelligen Weichschaumstoff umfasst.
[0059] In Ausführungsformen mit geringerer dritter Höhe ist es weiterhin bevorzugt, dass
die auf der Oberseite des mindestens einen Grundkörpers angeordnete Sperrschicht im
Bereich der dritten Höhe des Dichtbands dauerhaft komprimiert und/oder verschmolzen
ist. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die dauerhafte Komprimierung und/oder
Verschmelzung dieser Sperrschicht beim Herstellverfahren gemeinsam mit der Komprimierung
und/oder Verschmelzung des Materials des Grundkörpers erfolgt.
[0060] Ebenfalls ist es bevorzugt, dass die Sperrstruktur teilweise durch eine auf der Unterseite
des mindestens einen Grundkörpers angeordnete Sperrschicht gebildet ist.
[0061] Diese Sperrschicht kann durch die Klebeschicht gebildet sein, die im Bereich der
Unterseite angeordnet ist, oder im Wesentlichen geschlossenzelligen Weichschaumstoff
aufweisen oder aus diesem gebildet sein.
[0062] Insbesondere in diesem Fall aber auch in anderen Ausführungsformen kann die Sperrstruktur
teilweise durch die Klebeschicht gebildet sein, die im Bereich der Unterseite angeordnet
ist.
[0063] Auch im Fall einer unteren Sperrschicht ist es bei Ausführungsformen mit geringerer
dritter Höhe bevorzugt, dass die auf der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers
angeordnete Sperrschicht im Bereich der dritten Höhe des Dichtbands dauerhaft komprimiert
und/oder verschmolzen ist. Insbesondere ist dies dann sinnvoll, wenn die Komprimierung
und/oder Verschmelzung in einem Herstellschritt zusammen mit der Komprimierung und/oder
Verschmelzung des Materials des Grundkörpers und/oder der Komprimierung und/oder Verschmelzung
einer auf der Oberseite des Dichtbands angeordneten Sperrschicht erfolgt.
[0064] Vorzugsweise erfolgt die Komprimierung und/oder Verschmelzung des Grundkörpers, mehr
bevorzugt zusätzlich auch die Komprimierung und/oder Verschmelzung der Sperrschicht
an der Oberseite, mehr bevorzugt zusätzlich auch die Komprimierung und/oder Verschmelzung
der Sperrschicht an der Unterseite, mittels Verklebung, Vernähung, Laminierung oder
Anschmelzung. Auf diese Weise lässt sich die Komprimierung und/oder Verschmelzung
dauerhaft herstellen, ohne dass hierzu im Bereich der Senke an der Oberseite des Dichtbands
zusätzliche Elemente vorzusehen sind. Alle oben genannten Methoden der Komprimierung
und/oder Verschmelzung können für die einzelnen übereinanderliegenden Schichten simultan,
d.h. in einem Arbeitsschritt, erfolgen.
[0065] Allgemein beträgt die Höhe des dauerhaft komprimierten und/oder verschmolzenen Abschnitts
aller jeweils beteiligten Schichten im vollständig expandierten Zustand des Dichtbands
bevorzugt 2 bis 50%, mehr bevorzugt 3 bis 40%, besonders bevorzugt 5 bis 30% der der
ersten Höhe.
[0066] Im Allgemeinen kann die Sperrstruktur einteilig ausgebildet sein und ist dann bevorzugt
durchgängig aus demselben Material gebildet. Dies kann zum Beispiel der Fall sein,
wenn eine Umhüllung eines Grundkörpers die Sperrstruktur bildet oder die Sperrstruktur
aus einer einzigen, durchgängigen Sperrschicht gebildet ist.
[0067] Alternativ kann die Sperrstruktur aber auch mehrteilig ausgebildet sein, wobei die
einzelnen Bestandteile dann bevorzugt dichtend miteinander verbunden sind. Dies kann
zum Beispiel der Fall sein, wenn die Sperrstruktur aus einer oberen Sperrschicht,
einem komprimierten und/oder verschmolzenen Abschnitt mindestens eines Grundkörpers
und einer unteren Sperrschicht (wahlweise gebildet durch die Klebeschicht an der Unterseite
des Dichtbands) gebildet ist. Die einzelnen Teile der Sperrstruktur sind nach dem
Verbinden derselben z.B. durch Verschmelzen unter Umständen optisch nicht mehr voneinander
zu unterscheiden. Auch eine durchgängige Sperrschicht kann sich aus mehreren Sperrschichtabschnitten
zusammensetzen, z.B. einer oberen Sperrschicht, einer unteren Sperrschicht und einem
diese verbindenden Sperrschichtabschnitt.
[0068] Die Sperrstruktur, vorzugsweise zumindest teilweise gebildet durch eine Umhüllung
oder Sperrschicht im Bereich der Oberseite des Dichtbands, kann auch mehrlagig ausgebildet
sein. Dabei ist darauf zu achten, dass zumindest die von den übrigen Komponenten des
Dichtbands abgewandte und somit einer Wand zugewandte Seite bzw. Lage der Sperrstruktur
einen geschlossenzelligen Schaumstoff umfasst oder aus diesem gebildet ist. Mit anderen
Worten umfasst die Sperrstruktur zumindest in dem Bereich einen geschlossenzelligen
Schaumstoff oder ist aus diesem gebildet, in dem sie die Oberseite des Dichtbands
bildet.
[0069] Zum Zwecke einer einfacheren Handhabung und eines einfacheren Transports sowie einer
platzsparenden Lagerung wird das erfindungsgemäße Dichtband bevorzugt in Form einer
Dichtbandrolle bereitgestellt. Das Dichtband in der Dichtbandrolle liegt in einem
komprimierten Zustand vor, in dem die Oberseite und die Unterseite des Dichtbands
im Wesentlichen geradlinig verlaufen. Das Dichtband ist derart zur Dichtbandrolle
aufgewickelt, dass die Unterseite des Dichtbands einer Windung an der Oberseite des
Dichtbands einer angrenzenden Windung anliegt und die Seitenflanken des Dichtbands
Stirnflächen der Dichtbandrolle bilden. Weist die Oberseite und/oder die Unterseite
des Dichtbands im vollständig expandierten Zustand eine Senke auf, ist diese im zur
Dichtbandrolle aufgewickelten Zustand deutlich geringer ausgeprägt als im vollständig
expandierten Zustand.
[0070] Der Komprimierungsgrad der ersten und/oder zweiten Seitenflanke im komprimierten
Zustand auf der Dichtbandrolle beträgt bevorzugt zwischen 3 und 50%, mehr bevorzugt
zwischen 5 und 25%, im Vergleich zum vollständig expandierten Zustand. Der Komprimierungsgrad
bezeichnet hier die prozentuale Höhe im komprimierten Zustand im Vergleich zur Höhe
im vollständig expandierten Zustand.
[0071] In einem Einbauzustand ist das Dichtband in einem Bauwerksabschnitt angeordnet. Der
Bauwerksabschnitt umfasst eine Wand und ein in eine Öffnung in der Wand eingesetztes
Bauteil, wobei das Dichtband in einer Fuge zwischen Bauteil und Wand angeordnet ist
und die Fuge abdichtet. Die Seitenflanken des Dichtbands sind dabei einer Rauminnenseite
bzw. einer Raumaußenseite zugewandt und das Dichtband ist vorzugsweise mittels der
Klebeschicht im Bereich der Unterseite des Dichtbands mit dem Bauteil verbunden. Gegenüber
dem unkomprimierten bzw. dem vollständig expandierten Zustand des Dichtbands ist das
Dichtband im Einbauzustand teilkomprimiert.
[0072] Es ist bevorzugt, dass die Oberseite des Dichtbands in diesem teilkomprimierten Einbauzustand
im Bereich der Seitenflanken des Dichtbands an der Wand anliegt, während die Oberseite
des Dichtbands zumindest im Bereich der ursprünglichen dritten Höhe nicht an der Wand
anliegt oder mit einem geringeren Anpressdruck an der Wand anliegt als im Bereich
der Seitenflanken des Dichtbands. Dies wird vor allem durch eine geringere dritte
Höhe des Dichtbands im vollständig expandierten Zustand erreicht.
[0073] Der Komprimierungsgrad der ersten und/oder zweiten Seitenflanke im teilkomprimierten
Einbauzustand beträgt bevorzugt zwischen 5 und 90%, mehr bevorzugt zwischen 10 und
70%, verglichen mit dem vollständig expandierten Zustand. Der Komprimierungsgrad bezeichnet
hier die prozentuale Höhe im teilkomprimierten Zustand im Vergleich zur Höhe im vollständig
expandierten Zustand.
[0074] Der Schaumstoff des Dichtbands kann aus jedem beliebigen offenzelligen oder gemischtzelligen
Weichschaumstoff gebildet sein, zum Beispiel aus Polyurethan, Polyethylen, Polyvinylchlorid,
Polyolefin oder Polypropylen. Das Raumgewicht derartiger Weichschaumstoffe liegt zwischen
15 und 200 kg/m
3.
[0075] Die hierin beschriebenen Schaumstoffe können auch derart ausgebildet sein, dass sie
auf einer Außenfläche eine Haut aufweisen. Dies trifft sowohl auf den mindestens einen
Grundkörper aus Weichschaumstoff zu, als auch auf die Sperrstruktur, die einen geschlossenzelligen
Schaumstoff aufweist oder aus einem solchen gebildet ist. Eine solche Haut ist integraler
Bestandteil des jeweiligen Schaumstoffs, weist aber erhöhte Dichteigenschaften gegenüber
dem übrigen Schaumstoff auf und kann diesen vor äußeren Einflüssen schützen. Beispielsweise
kann die Haut dafür sorgen, dass der Schaumstoff im Wesentlichen wasserdicht ist.
Trotzdem weist die Haut die erforderliche Flexibilität auf, um ein möglichst gutes
Anliegen an einer Wandfläche zu ermöglichen. Eine entsprechende Verhautung an zumindest
einer aus Oberseite, Unterseite oder Seitenflanke des mindestens einen Grundkörpers
kann daher wahlweise einen Teil der Sperrstruktur bilden. Die Haut kann schon während
der Herstellung des jeweiligen Schaumstoffs erzeugt werden. Die Haut kann aber auch
erst während des Aufbringens weiterer Komponenten gebildet werden, wie z.B. während
des Aufkaschierens des geschlossenzelligen Schaumstoffs der Sperrstruktur auf den
mindestens einen Grundkörper. Besonders gut lässt sich eine Haut bei Schaumstoffen
aus Polyurethan erzeugen.
[0076] Beim Vorliegen mehrerer Grundkörper bestehen die einzelnen Grundkörper des Dichtbands
vorzugsweise aus demselben Material. Alternativ können die einzelnen Grundkörper aus
unterschiedlichen Materialien gebildet sein.
[0077] Es können auch mehr als zwei Grundkörper nebeneinander angeordnet sein.
[0078] Der mindestens eine Grundkörper wird vorzugsweise zur verzögerten Rückstellung wenigstens
teilweise und bevorzugt vollständig mit einem Imprägniermittel imprägniert. Das Imprägniermittel
weist vorzugsweise eine Acrylatdispersion auf. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform
weist die Acrylatdispersion in homogener Phase dispergierte Acrylatpolymerteilchen
auf. Besonders bevorzugt ist der Schaumstoff des Grundkörpers mit einem Gewichtsanteil
an Acrylatdispersion zur verzögerten Rückstellung derart imprägniert, dass das Dichtband
bei 20°C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit eine Rückstellung in weniger als 24 Stunden
von einem Kompressionsgrad des Dichtbandes von ca. 9% bis 13% bis zum Fugenverschluss
vollzieht.
[0079] Die Luftdurchlässigkeit des Weichschaums des mindestens einen Grundkörpers beträgt
bevorzugt zwischen 50 bis 1.000 l/(m
2s), mehr bevorzugt zwischen 60 und 600 l/(m
2s) und besonders bevorzugt zwischen 80 und 400 l/(m
2s). Alle im Rahmen dieser Anmeldung getätigten Angaben zur Luftdurchlässigkeit beziehen
sich auf eine Bestimmung unter den Normbedingungen eines 10 mm dicken Schaumstückes
(vollständig entspannt) bei einem Messunterdruck von 1,0 bar, Prüffläche 100 cm
2; Frank-Gerät 21443; DIN EN ISO 9237:1995.
[0080] Vorzugsweise weist der Weichschaum des mindestens einen Grundkörpers eine Stauchhärte
von mehr als 2 kPa auf. Bevorzugt liegt die Stauchhärte bei mehr als 2,1 kPa, mehr
bevorzugt bei mehr als 2,2 kPa, besonders bevorzugt bei mehr als 2,3 kPa. Die Stauchhärte
beträgt vorzugsweise weniger als 4 kPa, bevorzugt weniger als 3,8 kPa und mehr bevorzugt
weniger als 3,6 kPa. Die Stauchhärte ist ein Maß für die Festigkeit des Schaumstoffes.
Die hier angegebenen Werte sind dabei auf eine Kompression von 40% gegenüber der Ausgangshöhe
bezogen Die Stauchhärte wird bestimmt nach DIN EN ISO 3386:2015, es wird der CV40
angegeben.
[0081] Unter Maßgabe, dass die Sperrstruktur zumindest in einem Bereich der Oberseite des
Dichtbands einen geschlossenzelligen Schaumstoff aufweist oder aus einem solchen gebildet
ist, können die hierin beschriebenen Sperrschichten und Umhüllungen auch die nachfolgenden
Materialien und Eigenschaften umfassen. Die im Folgenden für die Sperrschicht bzw.
die Umhüllung erläuterten Eigenschaften und Zusammenhänge gelten allgemein für die
hierin beschriebene Sperrstruktur in ihren verschiedensten Ausführungen.
[0082] Besonders bevorzugt umfasst jede Sperrschicht bzw. Umhüllung einen im Wesentlichen
geschlossenzelligen Weichschaumstoff oder ist ausschließlich aus diesem gebildet.
Der geschlossenzellige Schaumstoff ist bevorzugt nicht imprägniert.
[0083] Jede im Rahmen dieser Anmeldung beschriebene Sperrschicht bzw. Umhüllung kann auch
aus einem folienartigen Material oder einem Klebstoff, insbesondere aus einem Folienstreifen,
einem Klebebandstreifen oder einem klebstoffartigen flüssigen Medium gebildet sein.
[0084] Konkreter kann jede hierin beschriebene Sperrschichten bzw. Umhüllung aus einer Folie
aus Polyamid, Polyurethan, Polypropylen oder Copolymeren davon gebildet sein. Ebenso
kann jede Sperrschicht bzw. Umhüllung auch aus einem Dispersionsklebstoff, insbesondere
einem Acrylatklebstoff oder einem anderen geeigneten Haftklebstoff gebildet sein.
[0085] In allen Ausführungsformen kann jede Sperrschicht bzw. Umhüllung mehrlagig ausgebildet
sein, beispielsweise aus einer beliebigen Kombination von mehreren der oben genannten
Materialien. Sie kann beispielsweise auch eine Membranschicht und/oder Vliesschicht
aufweisen. Insbesondere kann jede Sperrschicht bzw. Umhüllung als eine mehrlagige
Verbundschicht ausgebildet sein. Ein- oder beidseitig der Funktionsschicht kann jeweils
mindestens eine Lage mindestens eines weiteren Materials angeordnet sein. Die eine
oder beiden weiteren Lagen, welche die Funktionsschicht jeweils teilweise oder vollständig
bedecken, können diese schützen und tragen bzw. unterstützen und die Stabilität der
Sperrschicht bzw. Umhüllung erhöhen. Die einzelnen Lagen können jeweils aus gleichem
oder verschiedenem Material bestehen.
[0086] Die ein- oder beidseitig angeordneten Lagen können insbesondere Vliese, Gewebe oder
Gitter aus inerten Stoffen wie Polyethylen, Polyurethan, Polypropylen, Polyester,
Glasfasern oder Viskose sein, gegebenenfalls auch perforierte Folien, insbesondere
solche aus Polyethylen, Polyurethan, Polypropylen oder Polyester. Die Schichten können
allgemein aus jedem geeigneten Material bestehen, welches in Schichtform vorliegt
und vorzugsweise keine höheren sD-Werte hat als die Funktionsschicht. Die ein- oder
beidseitig angeordneten Lagen können aus einem Dispersionsklebstoff bestehen, insbesondere
einem Acrylatkleber.
[0087] Wenn eine obere und eine untere Sperrschicht vorliegen, können diese aus demselben
Material oder aus unterschiedlichen Materialien gebildet sein. Jede Sperrschicht bzw.
Umhüllung kann auch aus verschiedenen Abschnitten mit unterschiedlichen Materialien
bestehen.
[0088] Alle genannten Materialien für die Sperrschicht bzw. Umhüllung lassen sich besonders
einfach und gut kontrollierbar auf den Weichschaumstoff jedes Grundkörpers aufbringen
und mit diesem verbinden. Zudem eignen sich diese Materialien besonders gut als Sperrstrukturmaterial,
da sich ihre Dichteigenschaften gezielt einstellen lassen.
[0089] Jede Sperrschicht bzw. Umhüllung weist eine Dicke von 1 µm bis 5 mm auf, vorzugsweise
von 10 µm bis 3 mm, besonders bevorzugt von 50 µm bis 2 mm.
[0090] Jede Sperrschicht bzw. Umhüllung kann allgemein im Rahmen der Erfindung vorzugsweise
eine durchgehende, nicht poröse und nicht-perforierte Schicht bilden. Die Luftdurchlässigkeit
jeder Sperrschicht bzw. Umhüllung liegt vorzugsweise im Bereich von 0,01-50 l/(m
2s), mehr bevorzugt im Bereich von 0,01-20 l/(m
2s). Bevorzugt beträgt die Luftdurchlässigkeit ≤ 3-6 l/(m
2s) oder vorzugsweise ≤ 1-2 l/(m
2s) oder ≤ 0,2-0,5 l/(m
2s) oder besonders bevorzugt ≤ 0,1-0,3 l/(m
2s) nach DIN EN ISO 9237:1995; Prüffläche 100 cm
2 bei einem Messdruck (Unterdruck) von 1,0 mbar, Prüfgerät Frank 21443, oder ist nicht
mehr messbar.
[0091] Kennzeichnend für den Wasserdampfdiffusionswiderstand eines Dichtbands ist der Wasserdampfdiffusionswert
bezogen auf eine Luftschichtdicke in Metern, der sogenannte sD-Wert. Vorzugsweise
weist jede Sperrschicht bzw. Umhüllung einen sD-Wert von 0,02 m bis 100 m, mehr bevorzugt
von 0,1 m bis 25 m oder von 0,2 m bis 15 m auf (bei 25% relativer Luftfeuchtigkeit
(rel. LF)). Die Prüfung des sD-Wertes erfolgt nach DIN EN ISO 12572:2001. Unabhängig
hiervon oder in Kombination hiermit kann jede Sperrschicht bzw. Umhüllung einen sD-Wert
von 0,02 m bis 10 m oder 0,03 m bis 6 m oder 0,05 m bis 2 m bei 72,5% rel. LF aufweisen,
gemäß DIN EN ISO 12572:2001. Beispielsweise kann der sD-Wert bei 25% rel. LF im Bereich
von 1 bis 10 m und bei 72,5% rel. LF im Bereich von 0,1 bis 5 m liegen. Sofern nach
DIN EN ISO 12572:2001 nichts anderes bestimmt, beziehen sich die sD-Werte auf eine
Temperatur von 20°C.
[0092] Jede Sperrschicht bzw. Umhüllung kann auch feuchtevariabel ausgebildet sein, d.h.
ihr Wasserdampfdiffusionswiderstand ändert sich in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit
der Umgebung der Sperrschicht.
[0093] Für jedes erfindungsgemäße Dichtband gelten folgende Zusammenhänge. Entscheidend
für die Luftdurchlässigkeit eines Dichtbandabschnitts ist generell die gesamte Reduktion
eines Luftstroms in einer Richtung über den gesamten Querschnitt des Dichtbandabschnitts.
Sind beispielsweise in Höhenrichtung oder in Funktionsrichtung des Dichtbands eine
Mehrzahl von Sperrstrukturabschnitten und Grundkörper abwechselnd angeordnet, ist
die Reduktion des Luftstroms durch all diese Sperrstrukturabschnitte und Grundkörper
zu berücksichtigen. Die Luftdurchlässigkeit des gesamten Dichtbands in Funktionsrichtung
ist vorzugsweise kleiner als 50 l/(m
2s), mehr bevorzugt kleiner als 40 l/(m
2s), mehr bevorzugt kleiner als 30 l/(m
2s), mehr bevorzugt kleiner als 20 l/(m
2s), mehr bevorzugt kleiner als 10 l/(m
2s), mehr bevorzugt kleiner als 5 l/(m
2s), unter den oben angegebenen Messbedingungen.
[0094] In einer Ausführungsform umfasst das Dichtband weiterhin ein Zusatzmaterial, das
auf eine Fläche des mindestens einen Grundkörpers und/oder auf eine Sperrschicht bzw.
Umhüllung aufgebracht ist und/oder im Imprägnat des mindestens einen Grundkörpers
enthalten ist. Das Zusatzmaterial kann dem Dichtband spezielle Eigenschaften verleihen.
Als Zusatzmaterial kommen insbesondere Materialien zum Brandschutz (z.B. Blähgraphit,
nicht brennbare Festkörper, CO
2-Emitter etc.), Materialien zur Isolierung (z.B. PU-Schaum, Harze, Dichtstoffe, etc.),
Materialien zur Abdichtung gegen Feuchte (z.B. hydrophobe oder hydrophile Substanzen,
bei Kontakt mit Wasser aufquellende Substanzen, etc.), Materialien zur Schallisolierung,
Materialien zur kontrollierten Belüftung (z.B. Katalysatoren, etc.), Materialien für
die Hygiene (z.B. Desinfektionsmittel, etc.) und/oder Materialien zur Auslösung der
Expansion des Dichtbands (z.B. Treibmittel, Wärmequellen, etc.) in Frage. Dem Fachmann
sind hier sowohl bezüglich der Anordnung sowie der Art und Eigenschaften des Zusatzmaterials
Alternativen ersichtlich, die zum Erfüllen der jeweiligen Anforderungen einsetzbar
sind.
[0095] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
- Fig. 1
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Dichtbands in vollständig expandiertem Zustand;
- Fig. 2
- ist eine schematische Perspektivansicht des zu einer Dichtbandrolle aufgewickelten
Dichtbands aus Fig. 1;
- Fig. 3
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 4
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 5
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 6
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 7
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 8
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 9
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 10
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 11
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtbands in einem vollständig expandierten Zustand;
- Fig. 12
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer Einbausituation des Dichtbands aus
Fig. 1, in der das Dichtband in einem teilkomprimierten Einbauzustand in einer Fuge
zwischen einem Bauteil und einer Wand dichtend angeordnet ist; und
- Fig. 13
- ist eine schematische Querschnittsansicht einer Einbausituation des Dichtbands aus
Fig. 9, in der das Dichtband in einem teilkomprimierten Einbauzustand in einer Fuge
zwischen einem Bauteil und einer Wand dichtend angeordnet ist.
[0096] Das in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte Dichtband 2 umfasst einen Grundkörper 4
aus weichem, nach Komprimierung rückstellfähigem Schaumstoff, der vorzugsweise zur
verzögerten Rückstellung imprägniert ist. Der Grundkörper 4 ist ursprünglich einteilig
gestaltet, ist allerdings in einem Mittelbereich durch eine dauerhafte Komprimierung
und/oder Verschmelzung des Materials des Grundkörpers 4 flacher ausgebildet als in
den rechts und links davon befindlichen Bereichen.
[0097] Das dargestellte Dichtband 2 weist eine Oberseite 6, eine Unterseite 8 und zwei die
Oberseite 6 und Unterseite 8 verbindende Seitenflanken 10 auf. Die Seitenflanken 10
erstrecken sich im Wesentlichen senkrecht zu einer Funktionsrichtung F des Dichtbands,
in der das Dichtband im späteren Einbauzustand (siehe Fig. 12) eine Fuge gegen Luftdurchtritt
und/oder Wasserdampfdiffusion abdichten soll.
[0098] Im Bereich der Unterseite 8 ist eine Klebeschicht 12 angeordnet, die im dargestellten
Beispielsfall eben verläuft und zur Anhaftung an einem Bauteil 14 (siehe Fig. 12),
beispielsweise einem Rahmenprofil eines Fensters oder einer Tür, dient. Die Klebeschicht
12 ist vorzugsweise als doppelseitiges Klebeband ausgebildet und an seiner Oberseite
mit den anliegenden Bereichen des Dichtbands verhaftet. Die zur Anbringung am Bauteil
14 dienende Klebefläche der Klebeschicht 12 ist nach unten gerichtet und üblicherweise
von einer vor dem Gebrauch abnehmbaren Abziehfolie oder einem Abziehpapier bedeckt.
Im dargestellten Beispielsfall ist es auch denkbar, dass die Klebeschicht 12 nach
oben hin lediglich in den Bereichen klebrig ausgestaltet ist, in denen sie mit Bereichen
des Dichtbands in Kontakt kommt.
[0099] Die Oberseite 6 des Dichtbands 2 weist ein Profil mit einer Senke 16 in einem Mittelbereich
zwischen den Seitenflanken 10 des Dichtbands 2 auf. Ein Innenraum der Senke 16 ist
ausschließlich mit Luft gefüllt. Im Bereich der Senke 16 ist die Oberseite 6 des Dichtbands
2 gekrümmt. Im Bereich der Seitenflanken 10 ist die Oberseite 6 des Dichtbands 2 im
Wesentlichen eben. Der Innenraum der Senke 16 ist definiert als der Raum, der von
dem gekrümmten Abschnitt der Oberseite 6 und einer Verlängerung des im Wesentlichen
ebenen Abschnitts der Oberseite 6 über die Senke 16 begrenzt ist.
[0100] Aufgrund der lediglich mit Luft gefüllten Senke 16 besitzt das Dichtband 2 gegenüber
Dichtbändern mit im Querschnitt rechteckigem Grundkörper den Vorteil, dass es aufgrund
der im Mittelbereich des Dichtbands 2 angeordneten größeren Menge an Luft eine höhere
Wärmedämmung aufweist. Diesen Vorteil liefern auch alle weiteren aufgeführten Ausführungsformen
des Dichtbands mit zumindest einer Senke 16 an der Oberseite 6 oder Unterseite 8.
[0101] Im Bereich der ersten (rechten) Seitenflanke 10 weist das Dichtband 2 in vollständig
expandiertem Zustand eine erste Höhe h
1 auf, die der Höhe h
2 der zweiten (linken) Seitenflanke 10 entspricht. Im Scheitelpunkt der Senke 16 hingegen
weist das Dichtband 2 im vollständig expandierten Zustand eine dritte Höhe h
3 auf, die geringer ist als die erste Höhe h
1 und geringer als die zweite Höhe h
2. Die geringere dritte Höhe h
3 im vollständig expandierten Zustand des Dichtbands 2 ist zumindest teilweise durch
eine dauerhafte Komprimierung und/oder Verschmelzung des Materials des Grundkörpers
4 erzielt.
[0102] Die Bodenfläche des Grundkörpers 4 weist ein Profil mit einer unteren Senke 28 auf,
die in Richtung der Oberseite 6 des Dichtbands 2 ausgerichtet ist und im Bereich der
dritten Höhe h
3 der Senke 16 an der Oberseite 6 gegenüberliegt.
[0103] Das in Fig. 1 dargestellte Dichtband 2 weist außerdem eine durchgängige Sperrstruktur
18 zur Reduzierung der Wasserdampfdiffusion und/oder der Luftdurchlässigkeit in Funktionsrichtung
F des Dichtbands auf, die sich von der Oberseite 6 zur Unterseite 8 und zumindest
teilweise durch den Bereich der dritten Höhe h
3 erstreckt.
[0104] In anderen Ausführungsformen kann die Höhe h
1 auch verschieden zur Höhe h
2 sein, solange beide Höhen h
1, h
2 größer sind als die Höhe h
3.
[0105] In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform umfasst die Sperrstruktur 18 mehrere
Teilabschnitte, die zusammen die durchgängige Sperrstruktur 18 bilden. Zunächst weist
das Dichtband auf der Oberseite 6 eine Sperrschicht 20 auf. Diese Sperrschicht 20
verläuft von der ersten zur zweiten Seitenflanke 10 und bedeckt den Grundkörper 4
des Dichtbands vollflächig. Vorzugsweise ist die Sperrschicht 20 mit dem Grundkörper
4 verklebt oder auf ihn laminiert. Die Sperrschicht 20 auf der Oberseite 6 des Dichtbands
2 weist einen geschlossenzelligen Schaumstoff auf oder ist aus diesem gebildet. Bevorzugt
umfassen zumindest die ebenen Abschnitte der Sperrschicht 20 auf der Oberseite 6 im
Bereich der Seitenflanken 10, die zur Anlage an der Wand vorgesehen sind, einen geschlossenzelligen
Schaumstoff.
[0106] Ebenso weist das Dichtband 2 im Bereich der Unterseite des Grundkörpers 4 eine weitere
Sperrschicht 22 auf, die ebenfalls von der ersten zur zweiten Seitenflanke 10 verläuft
und vorzugsweise den Grundkörper 4 durchgängig bedeckt. Die Sperrschicht 22 ist vorzugsweise
dauerhaft mit dem Grundkörper 4 verklebt oder an diesen laminiert. Die Sperrschichten
20, 22 bilden somit symmetrisch ausgebildete Begrenzungen des Grundkörpers 4 an seiner
Oberseite bzw. Unterseite.
[0107] Ein dritter Bestandteil der Sperrstruktur 18 ist der dauerhaft komprimierte und/oder
verschmolzene Abschnitt 24 des Dichtbands im Bereich der Senke 16. In diesem Bereich
sind die auf der Oberseite 6 angeordnete Sperrschicht 20, die auf der Unterseite 8
angeordnete Sperrschicht 22 und das Material des Grundkörpers 4 gemeinschaftlich komprimiert
und/oder verschmolzen, wodurch die geringere dritte Höhe h
3 des Dichtbands erzielt wird. Aufgrund der Komprimierung und/oder Verschmelzung der
verschiedenen Schichten in diesem Bereich wird zwischen der oberen Sperrschicht 20
und der unteren Sperrschicht 22 eine dichtende Verbindung hergestellt.
[0108] Die Komprimierung und/oder Verschmelzung lässt sich in diesem Bereich beispielsweise
durch Verklebung nach Komprimierung, durch Vernähung, durch Laminierung bei gleichzeitiger
Komprimierung oder durch Anschmelzung (mit oder ohne Komprimierung) erzielen. In jedem
Fall sorgt die höhere Komprimierung und/oder die höhere Materialdichte im komprimierten/verschmolzenen
Bereich dafür, dass in diesem Abschnitt 24 die Luftdichtigkeit des Dichtbands bzw.
der Wasserdampfdiffusionswiderstand in Funktionsrichtung F deutlich erhöht sind. Dabei
kann das Material des Grundkörpers 4 so stark komprimiert bzw. mit den Materialien
der Sperrschichten 20, 22 verschmolzen sein, dass es sich visuell nicht mehr von den
Sperrschichten 20, 22 unterscheiden lässt.
[0109] Die durchgängige Sperrstruktur 18, gebildet aus oberer Sperrschicht 20, komprimiertem/verschmolzenem
Abschnitt 24 und unterer Sperrschicht 22 erstreckt sich somit (von der Klebeschicht
12 abgesehen) über die gesamte Höhe des Dichtbands und sorgt somit über die gesamte
Höhe für eine lückenlose, auf ein gewünschtes Maß eingestellte Abdichtung gegenüber
Luftdurchtritt und/oder Wasserdampfdiffusion in Funktionsrichtung F.
[0110] Die Sperrstruktur 18 erstreckt sich in dieser Ausführungsform auf der Oberseite 6
des Dichtbands 2 von der ersten und der zweiten Seitenflanke 10 aus bis zum Bereich
zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke 10, verläuft dort von der Oberseite
6 in Richtung der Unterseite 8 des Dichtbands 2 und erstreckt sich anschließend entlang
der Unterseite des Grundkörpers 4 von dem Bereich zwischen der ersten und der zweiten
Seitenflanke 10 zur ersten und zur zweiten Seitenflanke 10.
[0111] Auf diese Weise lässt sich einfach ein Dichtband 2 mit durchgängiger Sperrstruktur
18 herstellen, ohne dass eine Mehrzahl von Bestandteilen derselben mühsam in Einschnitte
des Dichtbands eingebracht werden müssen.
[0112] In der dargestellten Ausführungsform ist es auch denkbar, die Klebeschicht 12 nicht
durchgängig über die gesamte Breite des Dichtbands 2 auszugestalten, sondern lediglich
streifenförmig in den Bereichen vorzusehen, in denen sie mit dem übrigen Elementen
des Dichtbands verhaftet sein soll.
[0113] In Fig. 2 ist das Dichtband 2 aus Fig. 1 in einer zu einer Dichtbandrolle 26 aufgewickelten
Konfiguration dargestellt. Dabei liegt das Dichtband 2 in einem (teil-) komprimierten
Zustand vor, in dem die Oberseite 6 und die Unterseite 8 des Dichtbands im Wesentlichen
geradlinig verlaufen bzw. die Senke 16 eine deutlich geringere Ausprägung aufweist
als im vollständig expandierten Zustand. Für alle weiteren Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Dichtbands ist die Konfiguration als Dichtbandrolle 26 ebenfalls bevorzugt und es
gilt derselbe Zusammenhang.
[0114] Das in Fig. 3 dargestellte Dichtband 2 unterscheidet sich von dem Dichtband aus Fig.
1 darin, dass die Klebeschicht 12 vollständig an der unteren Sperrschicht 22 anhaftet
und somit ein Profil mit einer Hügelform aufweist, das dem Profil der Bodenfläche
des Grundkörpers 4 mit der unteren Senke 28 entspricht.
[0115] In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind im Bereich des komprimierten/verschmolzenen
Abschnitts 24 lediglich die obere Sperrschicht 20, der Grundkörper 4 und die untere
Sperrschicht 22 miteinander komprimiert bzw. verschmolzen, während die Klebeschicht
12 nachträglich als separater Streifen auf das Dichtband 2 aufgebracht wird. Ebenso
ist es denkbar, dass die Klebeschicht 12 zu einem Bestandteil des komprimierten/verschmolzenen
Abschnitts 24 wird und ebenfalls mit den in diesem Bereich vorliegenden anderen Komponenten
des Dichtbands 2 komprimiert und/oder verschmolzen wird. In diesem Fall erfolgt die
Komprimierung/Verschmelzung erst nach Aufbringung der Klebeschicht 12.
[0116] Die Klebeschicht 12 kann zusätzlich zur Sperrstruktur 18 beitragen. Ebenso ist es
denkbar, dass in der Ausführungsform gemäß Fig. 3 die untere Sperrschicht 22 weggelassen
wird und die Klebeschicht 12 die Funktion der unteren Sperrschicht übernimmt. Es muss
dann gewährleistet sein, dass die Klebeschicht 12 Eigenschaften aufweist, die den
Luftdurchtritt bzw. die Wasserdampfdiffusion in gewünschten Maße reduzieren. In diesem
Fall wäre die Sperrstruktur 18 durch die obere Sperrschicht 20, den komprimierten/verschmolzenen
Abschnitt 24 und die Klebeschicht 12 gebildet.
[0117] Auch in der Ausführungsform nach Fig. 3 erstreckt sich die Sperrstruktur 18 auf der
Oberseite 6 des Dichtbands 2 von der ersten und der zweiten Seitenflanke 10 aus bis
zum Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke 10, verläuft dort von
der Oberseite 6 in Richtung der Unterseite 8 des Dichtbands 2 und erstreckt sich anschließend
entlang der Unterseite des Grundkörpers 4 von dem Bereich zwischen der ersten und
der zweiten Seitenflanke 10 zur ersten und zur zweiten Seitenflanke 10.
[0118] Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dichtbands 2 unterscheidet
sich von der Ausführungsform aus Fig. 1 darin, dass die obere Sperrschicht 20 lediglich
von einer Seitenflanke 10 bis zum komprimierten/verschmolzenen Abschnitt 24 verläuft,
und dass auch die untere Sperrschicht 22 lediglich vom komprimierten/verschmolzenen
Abschnitt 24 zu einer Seitenflanke 10, vorzugsweise zur anderen Seitenflanke 10 des
Dichtbands als die obere Sperrschicht 20 verläuft. Diese Konfiguration ist ausreichend,
um eine durchgängige Sperrstruktur 18 zu bilden, die sich aus oberer Sperrschicht
20, komprimiertem/verschmolzenem Abschnitt 24 und unterer Sperrschicht 22 zusammensetzt.
Zumindest die obere Sperrschicht 20 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel einen geschlossenzelligen
Schaumstoff zur Anlage an einer Wand.
[0119] Allgemein ausgedrückt, erstreckt sich die Sperrstruktur 18 in der dargestellten Ausführungsform
auf der Oberseite 6 von der (linken) zweiten Seitenflanke 10 aus bis zum Bereich zwischen
der ersten und der zweiten Seitenflanke 10, verläuft dort von der Oberseite 6 in Richtung
der Unterseite 8 des Dichtbands 2 und erstreckt sich anschließend entlang der Unterseite
des mindestens einen Grundkörpers 4 von dem Bereich zwischen der ersten und der zweiten
Seitenflanke 10 zur (rechten) ersten Seitenflanke 10. Selbstverständlich kann sich
die Sperrstruktur 18 auch auf entsprechende Art und Weise auf der Oberseite 6 von
der ersten Seitenflanke 10 aus und entlang der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers
4 zur zweiten Seitenflanke 10 erstrecken.
[0120] Alternativ erstreckt sich die Sperrstruktur 18 auf der Oberseite 6 von der ersten
Seitenflanke 10 aus bis zum Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke
10, verläuft dort von der Oberseite 6 in Richtung der Unterseite 8 des Dichtbands
und erstreckt sich anschließend entlang der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers
4 von dem Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seitenflanke 10 zur ersten Seitenflanke
10.
[0121] Weil durch diese Komponenten die gesamte Höhe des Dichtbands 2 über seinen Querschnitt
hinweg abgedeckt wird, ist eine auf ein gewünschtes Maß einstellbare Reduzierung der
Luftdurchlässigkeit bzw. der Wasserdampfdiffusion in Funktionsrichtung F des Dichtbands
gewährleistet.
[0122] Es kann sich auch nur eine der beiden Sperrschichten 20, 22 zwischen einer Seitenflanke
10 und dem Abschnitt 24 erstrecken und die andere der beiden Sperrschichten 20, 22
vollständig zwischen beiden Seitenflanken 10 erstrecken.
[0123] Die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dichtbands 2 unterscheidet
sich von der Ausführungsform aus Fig. 1 darin, dass zwei komprimierte/verschmolzene
Abschnitte 24 über die Breite des Dichtbands 2 vorgesehen sind. Zwischen diesen Abschnitten
24 ist ein im Querschnitt im Wesentlichen ovaler Bereich des Grundkörpers 4 angeordnet,
der vorzugsweise an Oberseite und Unterseite von den Sperrschichten 20, 22 umgeben
ist.
[0124] Es ist auch möglich, mehr als zwei komprimierte/verschmolzene Abschnitte 24 über
die Breite des Dichtbands vorzusehen. Ebenso ist es in allen Ausführungsformen denkbar,
den oder die komprimierten/verschmolzenen Abschnitte 24 asymmetrisch über die Breite
des Dichtbands anzuordnen.
[0125] Die Sperrstruktur 18 wird in der Ausführungsform nach Fig. 5 durch die obere Sperrschicht
20, die untere Sperrschicht 22 (die optional durch die Klebeschicht 12 ersetzt werden
kann) und den Abschnitt 24 gebildet. Alternativ kann die Sperrstruktur 18 auch bei
einem derart geformten Dichtband 2 analog zu Fig. 4 lediglich aus Abschnitten der
Sperrschichten 20, 22 gebildet sein.
[0126] Die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dichtbands 2 unterscheidet
sich von der Ausführungsform aus Fig. 5 darin, dass eine Bodenfläche des Grundkörpers
4 im Wesentlichen eben ausgebildet ist und vollflächig mit der Klebeschicht 12 verhaftet
ist. Außerdem kann die Form der Senken 16 im Wesentlichen V-förmig ausgebildet sein
und die komprimierten/verschmolzenen Abschnitte 24 befinden sich hinsichtlich der
Höhe des Dichtbands nicht in einem Mittelbereich des Dichtbands, sondern in einem
unteren Bereich des Dichtbands. Derartige Abwandlungen der Senke 16 bzw. des komprimierten/verschmolzenen
Abschnitts 24 sind auch bei allen anderen Ausführungsformen, die zuvor beschrieben
wurden, denkbar. Ebenso kann die Form der Senken 16 auch bei der Ausführungsform nach
Fig. 6 der Form bei den anderen Ausführungsformen, z.B. nach Fig. 1 und 3 bis 5, entsprechen.
[0127] Außerdem ist im dargestellten Beispielsfall die untere Sperrschicht 22 weggelassen,
sie könnte jedoch auch im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 ergänzt werden. Wahlweise
übernimmt die Klebeschicht 12 ihre Funktion.
[0128] Die in Fig. 7 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dichtbands 2 umfasst
zwei Grundkörper 4 aus weichem, nach Komprimierung rückstellfähigem Schaumstoff, die
vorzugsweise zur verzögerten Rückstellung imprägniert sind und in Funktionsrichtung
F des Dichtbands 2 betrachtet nebeneinander angeordnet sind.
[0129] Das Dichtband 2 weist eine Oberseite 6, eine Unterseite 8 und zwei die Oberseite
6 und Unterseite 8 verbindende Seitenflanken 10 auf. Die Seitenflanken 10 erstrecken
sich im Wesentlichen senkrecht zu einer Funktionsrichtung F des Dichtbands 2, in der
das Dichtband 2 im späteren Einbauzustand eine Fuge gegen Luftdurchtritt und/oder
Wasserdampfdiffusion abdichten soll.
[0130] Im Bereich der Unterseite 8 ist eine Klebeschicht 12 angeordnet, die im dargestellten
Beispielsfall eben verläuft und zur Anhaftung an einem Bauteil 14 (siehe Fig. 12,
13), beispielsweise einem Rahmenprofil eines Fensters oder einer Tür, dient. Die Klebeschicht
12 ist vorzugsweise als doppelseitiges Klebeband ausgebildet und an seiner Oberseite
mit den anliegenden Bereichen des Dichtbands verhaftet. Die zur Anbringung am Bauteil
14 dienende Klebefläche der Klebeschicht 12 ist nach unten gerichtet, also von den
übrigen Komponenten des Dichtbands 2 abgewandt, und üblicherweise von einer vor dem
Gebrauch abnehmbaren Abziehfolie oder einem Abziehpapier bedeckt. Im dargestellten
Beispielsfall ist es auch denkbar, dass die Klebeschicht 12 nach oben hin lediglich
in den Bereichen klebrig ausgestaltet ist, in denen sie mit Bereichen des Dichtbands
in Kontakt kommt.
[0131] Die Oberseite 6 des Dichtbands 2 weist ein Profil mit einer Senke 16 in einem Mittelbereich
des Dichtbands 2 auf. Ein Innenraum der Senke 16 ist ausschließlich mit Luft gefüllt.
Im Bereich der ersten (rechten) Seitenflanke 10 weist das Dichtband 2 in vollständig
expandiertem Zustand eine erste Höhe h
1 auf, die der Höhe h
2 der zweiten (linken) Seitenflanke 10 entspricht. Im Scheitelpunkt der Senke 16 hingegen
weist das Dichtband 2 im vollständig expandierten Zustand eine dritte Höhe h
3 auf, die geringer ist als die erste Höhe h
1 und geringer als die zweite Höhe h
2.
[0132] Der Bereich mit der dritten Höhe h
3 ist in einem Übergangsbereich 36 zwischen den zwei Grundkörpern 4 ausgebildet. Im
dargestellten Beispielsfall sind die beiden Grundkörper 4 jeweils durch eine Umbiegung
eines an sich im Querschnitt rechteckigen Formkörpers entstanden, wobei ein erster,
oberer Schenkel 30 des Grundkörpers 4 gegenüber einem zweiten, unteren Schenkel 32
des Grundkörpers 4 um 180° umgebogen ist. Die Biegestelle ist im Übergangsbereich
36 zum jeweils anderen Grundkörper 4 angeordnet und das Schaumstoffmaterial des Grundkörpers
4 ist im Bereich der Biegestelle aufgrund der Umbiegung in sich selbst komprimiert.
[0133] Der erste und zweite Schenkel 30, 32 können an ihren aufeinanderliegenden Flächen
miteinander verhaftet sein, bevorzugt verklebt oder aneinander laminiert sein. Dadurch
ergibt sich eine im Wesentlichen horizontal verlaufende Klebefläche zwischen den Schenkeln
30, 32.
[0134] Jeder der beiden Grundkörper 4 weist jeweils eine Umhüllung 34 auf, die ihn an der
Oberseite, der Unterseite und der dem anderen Grundkörper 4 zugewandten Seite umgibt.
Je nach Steifigkeit dieser Umhüllung 34 kann die Umhüllung 34 jeweils zusätzlich zur
Komprimierung des Materials des Grundkörpers 4 im Bereich der Biegestelle beitragen.
Die Klebeschicht 12 ist fest mit beiden Umhüllungen 34 an deren Unterseite verhaftet.
[0135] Es ist bevorzugt, wenn die Umhüllung 34 eine Sperrstruktur 18 bildet, welche dieselben
Maßgaben erfüllt wie die zuvor unter Fig. 1 beschriebene Sperrstruktur 18. Noch mehr
bevorzugt ist die Umhüllung 34 zumindest eines Grundkörpers 4 aus geschlossenzelligen
Schaumstoff gebildet, um im Bereich der Oberseite 6 des Dichtbands 2 auf einfache
Art und Weise eine möglichst gute Anlage an der Wand zu ermöglichen.
[0136] Jede Umhüllung 34 bildet für sich eine durchgängige Sperrstruktur 18, die, über die
Breite des Dichtbands 2 betrachtet, die gesamte Höhe des Dichtbands 2 überdeckt und
somit in gewünschtem Maße die Luftdurchlässigkeit bzw. den Wasserdampfdurchtritt in
Funktionsrichtung F des Dichtbands reduzieren kann. Die Sperrstruktur 18 verläuft
somit an der Oberseite 6 zumindest von einer aus erster und zweiter Seitenflanke 10,
durch den Übergangsbereich 36 und entlang der Unterseite desselben Grundkörpers zurück
zu derselben aus erster und zweiter Seitenflanke 10.
[0137] Die zwei benachbarten Grundkörper 4 sind, im vorliegenden Fall unter Zwischenschaltung
der jeweiligen Abschnitte der Umhüllungen 34, im Übergangsbereich 36 dauerhaft miteinander
verhaftet, z.B. mittels einer Klebeschicht 37. Die Umhüllungen 34 der beiden Grundkörper
4 können aber auch unmittelbar miteinander verschmolzen sein. Eine solche Klebeschicht
37 oder Verhaftung der Umhüllungen 34 kann ebenfalls zur Sperrstruktur 18 beitragen.
[0138] Im Ergebnis wird im Bereich der Oberseite 6 des Dichtbands eine im Wesentlichen V-förmige
Senke 16 gebildet, ebenso wird im Bereich der Unterseite 8 des Dichtbands eine weitere,
der Senke 16 gegenüberliegende, im Wesentlichen V-förmige Senke 28 im Bereich der
geringeren dritten Höhe h
3 gebildet.
[0139] Die in Fig. 8 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dichtbands 2 unterscheidet
sich von der Ausführungsform aus Fig. 7 darin, dass lediglich einer der Grundkörper
4 einem der beiden Grundkörper 4 aus Fig. 7 entspricht. Der andere Grundkörper 4 ist
ebenfalls ein Grundkörper 4 aus Weichschaum, aber mit einem im Querschnitt rechteckförmigen
Zuschnitt. Der Zuschnitt kann auch eine andere geometrische Gestalt aufweisen.
[0140] Die durchgängige Sperrstruktur 18 ist in diesem Fall lediglich durch die Umhüllung
34 des ersten Grundkörpers 4 gebildet. Im Übergangsbereich 36 liegen die beiden Grundkörper
4 lediglich aneinander an, sie können aber auch miteinander verhaftet sein, wie zu
Fig. 7 beschrieben ist.
[0141] Die Höhe der beiden Grundkörper 4 ist vorzugsweise identisch, kann sich aber auch
unterscheiden, z.B. wenn die Höhe h
1 trotz der Umhüllung 34 eines der beiden Grundkörper 4 gleich der Höhe h
2 sein soll. Im Übergangsbereich 36 ist vorzugsweise eine geringere dritte Höhe h
3 als im Bereich jeder der beiden Seitenflanken 10 des Dichtbands 2 vorzusehen. Die
Anordnung der beiden Grundkörper 4 hinsichtlich der Funktionsrichtung F kann in Fig.
8 auch umgekehrt sein. Ebenso ist es denkbar, dass auf der Seite der freien Seitenflanke
des rechteckförmigen Grundkörpers 4 ein weiterer Grundkörper 4 mit Umhüllung 34 vorzugsweise
spiegelverkehrt zu dem in Fig. 8 bereits dargestellten Grundkörper 4 angeordnet ist.
[0142] Die Ausführungsform des Dichtbands 2 gemäß Fig. 9 unterscheidet sich von der Ausführungsform
aus Fig. 7 darin, dass die beiden Grundkörper 4 jeweils aus einem im Querschnitt rechteckförmigen
Zuschnitt bestehen und nicht umgebogen sind. Die Komprimierung der beiden Grundkörper
4 nahe des Übergangsbereichs 36 wird somit ausschließlich durch die Verhaftung der
beiden Umhüllungen 34 im Übergangsbereich 36 und die Steifigkeit der Umhüllungen 34
bewirkt. Zur Ausbildung der Senke 16 und ggf. der Senke 28 ist es dann wesentlich,
dass die Klebefläche 37 zwischen den Umhüllungen 34 eine geringere Höhe aufweist als
die erste bzw. zweite Höhe h
1, h
2 an den Seitenflanken 10 des Dichtbands. Aufgrund der Steifigkeit der Umhüllung 34
wird dann jeder Grundkörper 4 nahe dem Übergangsbereich 36, verglichen mit seiner
vollständigen Expansion im Bereich der Seitenflanken 10, stärker komprimiert. Auch
in dieser Ausführungsform ist die Sperrstruktur 18 durch zumindest eine Umhüllung
34 gebildet, gegebenenfalls zusätzlich durch die Klebeschicht 37.
[0143] Es ist auch möglich, einen wie in Fig. 9 ausgestalteten Grundkörper 4 mit einem herkömmlichen,
im Querschnitt rechteckförmigen Grundkörper 4 ohne Umhüllung 34 zu kombinieren.
[0144] Die Ausführungsform des Dichtbands 2 nach Fig. 10 unterscheidet sich von der Ausführungsform
aus Fig. 8 darin, dass die beiden Grundkörper 4 jeweils aus einem im Querschnitt rechteckförmigen
Zuschnitt bestehen und nicht umgebogen sind. Der eine Grundkörper 4 (der linke in
Fig. 10) entspricht im Wesentlichen einem der beiden Grundkörper 4 nach Fig. 9 und
weist eine Umhüllung 34 auf, die die Sperrstruktur 18 zumindest zum Teil bildet. Der
andere Grundkörper 4 (der rechte in Fig. 10) entspricht im Wesentlichen dem im Querschnitt
rechteckförmigen Zuschnitt aus Weichschaum nach Fig. 8, kann aber auch eine andere
geometrische Gestalt aufweisen. Die beiden Grundkörper 4 können im Übergangsbereich
36 dauerhaft miteinander verhaftet sein, beispielsweise durch eine Klebeschicht 37.
Die beiden Grundkörper 4 können aber auch nur mittels der Klebeschicht 12 im Bereich
ihrer jeweiligen Unterseite miteinander verbunden sein.
[0145] Im Unterschied zu Fig. 9 bewirkt die Umhüllung 34 bzw. deren Verhaftung mit dem anderen
Grundkörper 4 in diesem Fall keine nennenswerte Komprimierung des Grundkörpers 4 im
bzw. nahe dem Übergangsbereich 36. Entsprechend sind auch keine nennenswerten Senken
16, 28 an der Oberseite bzw. Unterseite des Dichtbands 2 ausgebildet. Dadurch wird
erreicht, dass das Dichtband 2 in seinem Einbauzustand möglichst vollflächig über
die gesamte Breite an einem Bauteil 14 und der Wand 40 anliegt. Der Anpressdruck des
Dichtbands 2 an die Wand ist dann über die Breite des Dichtbands 2 gesehen im Wesentlichen
konstant.
[0146] Zur Erhöhung der Dichtwirkung des Dichtbands 2 kann dieses aber auch in dieser Ausführungsform
eine beliebige Komprimierung zumindest des umhüllten Grundkörpers 4 umfassen, wie
zu den anderen Ausführungsformen beschrieben, z.B. mittels der Umhüllung 34.
[0147] Die in Fig. 11 dargestellte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dichtbands 2
umfasst zwei im Wesentlichen rechteckige Grundkörper 4 aus weichem Schaumstoff. Die
Sperrstruktur 18 ist in diesem Fall als eine durchgängige, vorzugsweise einteilige
Sperrschicht 23 ausgebildet, die sich an der Oberseite 6 des Dichtbands 2, von der
Oberseite 6 in Richtung der Unterseite 8 des Dichtbands 2 und entlang der Unterseite
zumindest eines der beiden Grundkörper 4 erstreckt. Hier erstreckt sich die Sperrstruktur
18 bzw. die Sperrschicht 23 von der (linken) zweiten Seitenflanke 10 aus entlang der
Oberseite 6 des Dichtbands 2, im Übergangsbereich 36 entlang der einander zugewandten
Seitenflächen der Grundkörper 4 in Richtung der Unterseite 8 des Dichtbands 2 und
schließlich entlang der Unterseite des einen Grundkörpers 4 hin zur (rechten) ersten
Seitenflanke 10. Selbstverständlich kann sich die Sperrstruktur 18 auch an der Oberseite
6 von der ersten Seitenflanke 10 ausgehend und entlang der Unterseite hin zur zweiten
Seitenflanke 10 erstrecken.
[0148] Die durchgängige Sperrschicht 23 kann teilweise durch eine Sperrschicht 20 auf der
Oberseite 6 des Dichtbands 2 und teilweise durch eine Sperrschicht 22 auf der Unterseite
mindestens eines Grundkörpers 4 gebildet sein, wie sie unter Bezug auf Fig. 1 und
3 bis 5 beschrieben sind. Die Sperrschichten 20, 22 können sich entweder nur ausgehend
von einer der beiden Seitenflanke 10 bis zum Übergangsbereich 36 erstrecken oder können
sich über die gesamte Breite des Dichtbands 2 erstrecken.
[0149] Im Übergangsbereich 36 ist ein weiterer Sperrschichtabschnitt 25 vorgesehen, der
die beiden Sperrschichten 20, 22 miteinander verbindet. Der Sperrschichtabschnitt
25 verläuft vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu den Seitenflanken 10 entlang
der einander zugewandten Seitenflächen der Grundkörper 4 und kann mit zumindest einem
der beiden Grundkörper 4, vorzugsweise mit beiden Grundkörpern 4 verhaftet sein.
[0150] Der Sperrsichtabschnitt 25 kann einteilig mit den Sperrschichten 20, 22 und vorzugsweise
aus demselben Material wie diese gebildet sein. Der Sperrschichtabschnitt 25 kann
aber auch aus einem anderen Material gebildet sein, wie z.B. aus einer Folie, einer
Klebeschicht oder durch Anschmelzen des Schaumstoffs eines der beiden Grundkörper
4 an der entsprechenden Seitenfläche. Die Sperrschichten 20, 22 und der Sperrschichtabschnitt
25 sollten dann dichtend miteinander verbunden sein.
[0151] Allgemein können die durchgängige Sperrschicht 23 und der Sperrschichtabschnitt 25
im Rahmen der Erfindung dieselben Eigenschaften und Materialien aufweisen, wie hierin
für die Sperrschichten 20, 22 und die Umhüllung 34 beschrieben ist. Zumindest die
obere Sperrschicht 20 umfasst dabei einen geschlossenzelligen Schaumstoff.
[0152] Die beiden Grundkörper 4 können mittels des Sperrschichtabschnitts 25 miteinander
verbunden sein, z.B. verklebt oder aneinander laminiert. Alternativ können die Grundkörper
4 den Sperrschichtabschnitt 25 auch nur lose zwischen sich aufnehmen und sind mittels
der Klebeschicht 12 fest miteinander verbunden. Die Klebeschicht 12 kann auch hier
die Funktion der unteren Sperrschicht 22 übernehmen, die entsprechend weggelassen
werden kann.
[0153] In den Ausführungsformen nach Fig. 7 bis 11 können jeweils auch mehr als zwei Grundkörper
4 entsprechend nebeneinander angeordnet und miteinander verbunden sein.
[0154] Es existieren vielfältige Möglichkeiten der Kombination bzw. Abwandlung der einzelnen
Ausführungsformen. Alle derartigen Kombinationen sollen hiermit offenbart sein, solange
sie unter die beigefügten Ansprüche fallen.
[0155] In Fig. 12 ist eine Einbausituation des Dichtbands 2 aus Fig. 1 dargestellt. Hierbei
ist in einem Bauwerksabschnitt 42 das Dichtband 2 in eine Fuge 38 zwischen einem Bauteil
14, insbesondere einem Rahmenprofil eines Fensters oder einer Tür, und einer Wand
40 in einem teilkomprimierten Einbauzustand angeordnet und dichtet die Fuge 38 ab.
Dabei liegt die Oberseite 6 des Dichtbands 2 an der Wand 40 an. Im Bereich der Oberseite
6 umfasst das Dichtband 2 eine Sperrstruktur 18, in diesem Ausführungsbeispiel die
obere Sperrschicht 20, die zumindest abschnittsweise an der Wand 40 anliegt. Dadurch,
dass die Sperrstruktur 18 im Bereich der Oberseite des Dichtbands 2 einen geschlossenzelligen
Schaumstoff aufweist oder aus diesem gebildet ist, wird eine möglichst gute Anpassung
der Oberseite des Dichtbands 2 an die raue Oberfläche der Wand gewährleistet.
[0156] Wie durch die gestrichelten Linien gekennzeichnet, liegt die Oberseite 6 des Dichtbands
2 im Bereich der Seitenflanken 10 des Dichtbands an der Wand 40 an, während die Oberseite
6 zumindest im Bereich der ursprünglichen dritten Höhe h
3 sowie in benachbarten Bereichen (zwischen den gestrichelten Linien) nicht an der
Wand 40 anliegt. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, dass die dritte Höhe h
3 deutlich größer ausgebildet ist und die Oberseite 6 des Dichtbands 2 somit im Bereich
der ursprünglichen dritten Höhe h
3 ebenfalls an der Wand 40 anliegt, dann allerdings mit einem geringeren Anpressdruck
als im Bereich der Seitenflanken 10 des Dichtbands.
[0157] In Fig. 13 ist eine entsprechende Einbausituation des Dichtbands 2 aus Fig. 9 dargestellt.
In diesem Fall ist das Dichtband 2 in dem Bauwerksabschnitt 42 derart stark zwischen
Bauteil 14 und Wand 40 komprimiert, dass die Oberseite 6 auch im Bereich der ursprünglichen
dritten Höhe h
3 sowie in benachbarten Bereichen (zwischen den gestrichelten Linien) an der Wand 40
anliegt, dort allerdings mit einem geringeren Anpressdruck als im Bereich der Seitenflanken
10 des Dichtbands.
[0158] Sind die Grundkörper 4 des in Fig. 13 dargestellten Dichtbands 2 allerdings wie der
umhüllte Grundkörper 4 nach Fig. 10 ausgebildet oder wird anstelle des dargestellten
Dichtbands 2 das Dichtband 2 nach Fig. 10 verwendet, liegt die Oberseite 6 des Dichtbands
im Wesentlichen über die gesamte Breite des Dichtbands 2 an der Wand 40 an. Der Anpressdruck
des Dichtbands 2 an die Wand ist dann über die gesamte Breite im Wesentlichen konstant.
Eine Abweichung kann sich allenfalls im Übergangsbereich 36 ergeben, ist aber aufgrund
der geringen Dimensionen einer Klebeschicht 36 oder ähnlichen Verbindungsmitteln vernachlässigbar
gering.
1. Dichtband (2), das mindestens einen Grundkörper (4) aus weichem, nach Komprimierung
rückstellfähigem Schaumstoff aufweist,
wobei das Dichtband eine Oberseite (6), eine Unterseite (8) und eine erste und eine
zweite Seitenflanke (10) aufweist, die die Oberseite (6) und Unterseite (8) verbinden,
wobei sich die Seitenflanken (10) im Wesentlichen senkrecht zu einer Funktionsrichtung
(F) des Dichtbands (2) erstrecken,
wobei im Bereich der Unterseite (6) eine Klebeschicht (12) zur Anhaftung an einem
Bauteil (14), insbesondere einem Rahmenprofil eines Fensters oder einer Tür, angeordnet
ist,
wobei das Dichtband (2) eine durchgängige Sperrstruktur (18) zur Reduzierung der Wasserdampfdiffusionsdurchlässigkeit
und/oder der Luftdurchlässigkeit in Funktionsrichtung (F) aufweist,
wobei sich die Sperrstruktur (18) von der Oberseite (6) zu einer Unterseite des mindestens
einen Grundkörpers (4) erstreckt, und
wobei sich die Sperrstruktur (18) auch über einen Bereich der Oberseite (6) des Dichtbands
(2) erstreckt und zumindest dort geschlossenzelligen Weichschaumstoff aufweist oder
aus diesem gebildet ist,
wobei die Sperrstruktur (18) zumindest im Bereich der Oberseite (6) des Dichtbands
(2) eine Dicke zwischen 10 µm und 5 mm aufweist.
2. Dichtband (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sperrstruktur (18) auf der Oberseite (6) des Dichtbands (2) über mindestens
2 % der Breite des Dichtbands (2), vorzugsweise über mindestens 10 % der Breite des
Dichtbands (2) und mehr bevorzugt über die gesamte Breite des Dichtbands (2) erstreckt.
3. Dichtband (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sperrstruktur (18) weiterhin entlang der Unterseite des mindestens einen
Grundkörpers (4) erstreckt; und
sich die Sperrstruktur (18) vorzugsweise entlang der Unterseite des mindestens einen
Grundkörpers (4) über mindestens 1 % der Breite des Dichtbands (2), mehr bevorzugt
über mindestens 5 % der Breite des Dichtbands (2) und noch mehr bevorzugt über die
gesamte Breite des Dichtbands (2) erstreckt.
4. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossenzellige Schaumstoff der Sperrstruktur (18) aus Polyurethan, Polyethylen,
Polyvinylchlorid, Polyolefin oder Polypropylen gebildet ist und ein Raumgewicht aufweist,
das zwischen 15 und 200 kg/m3 liegt.
5. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossenzellige Schaumstoff der Sperrstruktur (18) eine Stauchhärte zwischen
2 kPa und 15 kPa, vorzugsweise zwischen 2,1 kPa und 10 kPa, mehr bevorzugt zwischen
2,2 kPa und 5 kPa bezogen auf eine Kompression von 40% gegenüber der Ausgangshöhe
(CV40) nach DIN EN ISO 3386:2015 aufweist.
6. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossenzellige Schaumstoff der Sperrstruktur (18) eine Luftdurchlässigkeit
von höchstens 50 l/(m2s), vorzugsweise von höchstens 40 l/(m2s), mehr bevorzugt von höchstens 30 l/(m2s), oder noch mehr bevorzugt von höchstens 20 l/(m2s) aufweist, gemessen nach DIN EN ISO 9237:1995 bei einer Prüffläche von 100 cm2 und einem Messdruck (Unterdruck) von 1,0 mbar mit einem Prüfgerät Frank 21443.
7. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrstruktur (18) im Bereich der Oberseite (6) des Dichtbands (2) eine Dicke
zwischen 15 µm und 3 mm, vorzugsweise zwischen 50 µm und 2 mm aufweist.
8. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sperrstruktur (18) entlang der Oberseite (6) bis zu einem Bereich zwischen
der ersten und der zweiten Seitenflanke (10) erstreckt und dort von der Oberseite
(6) in Richtung der Unterseite des mindestens einen Grundkörpers (4) verläuft.
9. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (6) des Dichtbands (2) ein Profil mit mindestens einer Senke (16) aufweist
derart, dass das Dichtband (2) in einem vollständig expandierten Zustand im Bereich
der ersten Seitenflanke (10) eine erste Höhe (h1) aufweist, im Bereich der zweiten Seitenflanke (10) eine zweite Höhe (h2) aufweist und in einem Bereich zwischen der ersten und zweiten Seitenflanke (10)
eine dritte Höhe (h3) aufweist, die geringer als die erste Höhe (h1) und geringer als die zweite Höhe (h2) ist, und wobei ein Innenraum der Senke (16) im vollständig expandierten Zustand
des Dichtbands (2) ausschließlich mit Luft gefüllt ist,
wobei die Sperrstruktur (18) derart von der Oberseite (6) in Richtung der Unterseite
des mindestens einen Grundkörpers (4) verläuft, dass sie sich durch den Bereich der
dritten Höhe (h3) erstreckt.
10. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtband (2) mindestens zwei Grundkörper (4) aufweist, die in Funktionsrichtung
(F) des Dichtbands (2) nebeneinander angeordnet sind, wobei die Sperrstruktur (18)
zumindest teilweise in einem Übergangsbereich (36) zwischen den zwei benachbarten
Grundkörpern (4) von der Oberseite (6) in Richtung der Unterseite (8) des Dichtbands
(2) verläuft.
11. Dichtband (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrstruktur (18) als eine durchgängige Sperrschicht (23) ausgebildet ist, die
sich auf der Oberseite (6) des Dichtbands (2) entlang der Oberseite zumindest eines
der mindestens zwei Grundkörper (4), von der Oberseite (6) in Richtung der Unterseite
(8) des Dichtbands (2) und entlang der Unterseite zumindest eines der mindestens zwei
Grundkörper (4) erstreckt.
12. Dichtband (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrstruktur (18) teilweise durch eine auf der Oberseite des mindestens einen
Grundkörpers (4) angeordnete Sperrschicht (20) gebildet ist.
13. Dichtband (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Grundkörper (4) eine Umhüllung (34) aufweist, die den Grundkörper
(4) an der Oberseite, der Unterseite und einer einem benachbarten Grundkörper (4)
zugewandten Seite umgibt, wobei die Umhüllung (34) einen Teil der Sperrstruktur (18)
oder die gesamte Sperrstruktur (18) bildet.
14. Dichtbandrolle (26) mit einem zu einer Rolle aufgewickelten Dichtband (2) nach einem
der vorangehenden Ansprüche, wobei das Dichtband (2) in der Dichtbandrolle (26) in
einem komprimierten Zustand vorliegt, in dem die Oberseite (6) und die Unterseite
(8) des Dichtbands (2) im Wesentlichen geradlinig verlaufen.
15. Bauwerksabschnitt (42) mit einer Wand (40) und einem in eine Öffnung in der Wand (40)
eingesetzten Bauteil (14), wobei in einer Fuge (38) zwischen Bauteil (14) und Wand
(40) ein Dichtband (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 in einem teilkomprimierten
Einbauzustand angeordnet ist und die Fuge (38) abdichtet, wobei in dem teilkomprimierten
Einbauzustand die Oberseite (6) des Dichtbands (2) im Bereich der Seitenflanken (10)
des Dichtbands (2) an der Wand (40) anliegt.