[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Heizgerätes zur Beheizung
eines Gebäudes, ein Heizgerät zur Beheizung eines Gebäudes sowie eine Verwendung einer
lonisationselektrode.
[0002] Es sind Heizgeräte zur Beheizung eines Gebäudes bekannt, die zur Bereitstellung von
Warmwasser (Heizung und/oder Brauchwasser) fossile Brennstoffe verwenden. Unterschiedlichste
Umgebungsbedingungen bzw. Störungen können dazu führen, dass die Verbrennungsregelungsstrategie
des Heizgerätes an Systemgrenzen stößt. In solchen Fällen kann es zu einem Ausfall
der Warmwasserbereitstellung durch das Heizgerät führen.
[0003] Stand der Technik der auf dem Markt bekannten Systeme, ist der Versuch durch Einschränkung
des Operationsbereichs des Heizgerätes, dem Kunden so lange wie möglich ein Mindestmaß
an Komfort zur Verfügung zu stellen. Ein Abschalten des Gerätes bei Erreichen konzeptbedingter
Systemgrenzen der jeweiligen Verbrennungsregelung kann nur bedingt durch Einschränkungen
des Arbeitsbereiches verhindert werden, so dass die Kundenzufriedenheit ebenfalls
nur bedingt aufrecht erhalten bleibt. In vielen Fällen ist ein Abschalten des Gerätes
unabwendbar.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, den Arbeitsbereich eines Heizgerätes zu vergrößern.
Zudem soll dem Benutzer insbesondere ein erhöhtes Maß an Komfort zur Verfügung gestellt
werden.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen ergeben sich durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche.
[0006] Hierzu trägt ein Verfahren zum Betreiben eines Heizgerätes zur Beheizung eines Gebäudes
bei, umfassend folgende Schritte:
- a) Betreiben des Heizgerätes mit einer primären Verbrennungsregelung,
- b) Erfassen einer Implausibilität und/oder Störung der primären Verbrennungsregelung,
- c) Betreiben des Heizgerätes mit einer sich von der primären Verbrennungsregelung
unterscheidenden, sekundären Verbrennungsregelung, wenn eine Implausibilität und/oder
Störung der primären Verbrennungsregelung erfasst wurde.
[0007] Das Verfahren kann insbesondere zur Brenngas-Luft-Einstellung für einen brenngasbetrieben
Brenner eines Heizgerätes dienen. Das Verfahren erlaubt in vorteilhafter Weise bei
Ausfall der primären Verbrennungsregelung eine Notbetriebsregelung bereitzustellen.
Dies bedeutet mit anderen Worten insbesondere, dass eine vorteilhafte redundante Verbrennungsregelung
durch die sekundäre Verbrennungsregelung bereitgestellt wird. Dabei trägt die sekundäre
Verbrennungsregelung insbesondere zur Aufrechterhaltung einer minimalen Heizgerätefunktionalität
und somit zu einer Komfortsicherung bei. In diesem Zusammenhang kann die sekundäre
Verbrennungsregelung insbesondere auch als ein Komfortsicherungsmodus beschrieben
werden.
[0008] Ein Betrieb mit der redundanten (sekundären) Verbrennungsregelung erfolgt insbesondere
mit dem Ziel den Arbeitsbereich des Gerätes größtmöglich zu erhalten, bis durch Beseitigung
äußerer Störeinflüsse wieder ein ungestörter Betrieb gewährleistet werden kann (Notbetriebsregelung).
Eine Vereinigung von mehr als einer Verbrennungsregelung in einem Heizgerät zur Beheizung
eines Gebäudes wurde bis dato nicht in Erwägung gezogen, da dies kostenbedingt als
nicht erstrebenswert angesehen wurde.
[0009] Im Falle einer Implausibilität oder Störung der primären Verbrennungsregelung (z.
B. auf Basis von CO-Sensor, Massenstromsensor und/oder lonisationselektrode) kann
der Warmwasserkomfort durch Verwendung einer anderen, sekundären (redundanten) Verbrennungsregelung,
bevorzugt unter Zuhilfenahme einer vorzugsweise kombinierten Zünd- und Überwachungselektrode
sichergestellt werden. Dies kann insbesondere durch Anfahren des Flammabhebepunktes,
der physikalisch an ein definiertes Gas-Luft-Gemisch-Verhältnis (definiertes Lambda)
gekoppelt, ist erfolgen. Insbesondere durch Erkennung der Signalveränderung bei Flammabhebung
und Kenntnis über das vorliegende Lambda bei Abhebung kann eine Ansteuerung von Gebläse
und/oder Gasarmatur auf ein Ziellambda ermöglicht werden, wodurch eine vorteilhaft
saubere Verbrennung sichergestellt werden kann. Durch in der Regel zyklisches Aufrufen
dieses Ablaufes in insbesondere ausreichend kurzen Zeitabständen kann von einem sicheren
Regelzustand ausgegangen werden.
[0010] Bei dem Heizgerät handelt es sich in der Regel um ein Gas- und/oder Ölheizgerät.
Dies betrifft mit anderen Worten insbesondere ein Heizgerät, welches dazu eingerichtet
ist, einen oder mehrere fossile Brennstoffe wie etwa Flüssiggas, Erdgas und/oder Erdöl,
ggf. unter Zufuhr von Umgebungsluft aus einem Gebäude zu verbrennen, um Energie zur
Erwärmung von beispielsweise Wasser zum Gebrauch in einer Wohnung des Gebäudes zu
erzeugen. Beispielsweise kann es sich bei dem Heizgerät um ein sogenanntes Gas-Brennwertgerät
handeln. Das Heizgerät weist in der Regel zumindest einen Brenner und eine Fördereinrichtung
wie etwa ein Gebläse auf, die ein Gemisch von Brennstoff (Gas) und Verbrennungsluft
(durch einen Gemischkanal des Heizgeräts) zum Brenner fördert. Anschließend kann das
durch die Verbrennung entstehende Abgas durch ein (internes) Abgasrohr des Heizgeräts
zu eines Abgasanlage (eines Hauses) geführt werden. An dieser Abgasanlage sind in
der Regel mehrere Heizgeräte angeschlossen.
[0011] Bei dem Gebäude kann es sich grundsätzlich um ein Wohngebäude und/oder ein gewerblich
genutztes Gebäude handeln. Das Heizgerät kann dabei insbesondere zur Beheizung nur
eines Teils des Gebäudes, wie etwa einer einzelnen Wohnung oder eines einzelnen Raumes
genutzt werden. Alternativ oder kumulativ kann das Heizgerät auch zur Beheizung eines
Wassersystems (Heizung und/oder Brauchwasser) des Gebäudes oder eines Wassersystems
einer Wohnung zum Einsatz kommen.
[0012] Vorzugsweise ist die sekundäre Verbrennungsregelung einfacher aufgebaut als die primäre
Verbrennungsregelung. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass die
sekundäre Verbrennungsregelung auf weniger Sensoren zurückgreift als die primäre Verbrennungsregelung.
Somit kann die sekundäre Verbrennungsregelung mit weniger Eingangsgrößen arbeiten.
Dadurch kann die sekundäre Verbrennungsregelung robuster sein als die primäre Verbrennungsregelung.
Zudem kann damit vergleichsweise kostengünstig eine Redundanz für die Verbrennungsregelung
geschaffen werden. Die Robustheit der sekundäre Verbrennungsregelung kann dabei zu
Lasten der Genauigkeit gehen, was aber mit dem Ziel den Arbeitsbereich des Gerätes
größtmöglich zu erhalten in Kauf genommen werden kann. Bevorzugt greift die sekundäre
Verbrennungsregelung auf (nur) einen Sensor zurück. Bei diesem Sensor kann es sich
besonders bevorzugt um eine Flammen-Überwachungselektrode, insbesondere lonisationselektrode
handeln. Vorzugsweise kann die sekundäre Verbrennungsregelung zusätzlich zu Eingangsdaten
(Messdaten) von dem einen Sensor auch auf Leistungsdaten von einer Fördereinrichtung
(z.B. Gebläse) und/oder einem Gasventil des Heizgerätes zurückgreifen. Demgegenüber
kann die primäre Verbrennungsregelung auf eine Vielzahl von Sensoren (auf mindestens
zwei Sensoren, die verschiedene Eingangsgrößen erfassen) zurückgreifen.
[0013] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die primäre Verbrennungsregelung
in Abhängigkeit eines (Sensor- bzw. Mess-)Signals mindestens eines Sensors des Heizgerätes
durchgeführt wird. Beispielsweise können hierzu ein Gasstromsensor (Volumen- bzw.
Massenstromsensor), ein Luftstromsensor (Volumen- bzw. Massenstromsensor), ein Gemischstromsensor
(Volumen- bzw. Massenstromsensor), ein Abgassensor (z. B. CO-Sensor, O
2-Sensor), ein Temperatursensor (z. B. zum Messen der Temperatur von Flamme und/oder
Brenner) und/oder ein Strahlungssensor (z. B. Infrarotsensor, insbesondere zum Messen
der Temperatur von Flamme und/oder Brenner) verwendet werden, die in der Regel jeweils
ein Messsignal an die Regelungseinrichtung übermitteln. Darüber hinaus kann die primäre
Verbrennungsregelung auch auf Messsignale der Flammen-Überwachungselektrode zurückgreifen.
In Abhängigkeit einzelner oder mehrerer dieser Messsignale kann eine Regelgröße bestimmt
und in Abhängigkeit einer Führungsgröße geregelt werden.
[0014] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass eine Implausibilität
und/oder Störung der primären Verbrennungsregelung über mindestens einen Sensor des
Heizgerätes und/oder eine Flammen-Überwachungselektrode des Heizgerätes erfasst wird.
So kann zum Beispiel dann auf eine Implausibilität zurückgeschlossen werden, wenn
zwei oder mehr der Sensoren widersprüchliche Messergebnisse liefern. Alternativ oder
kumulativ kann auf eine Störung zurückgeschlossen werden, wenn einer oder mehrere
der Sensoren Messergebnisse liefern, die auf eine Flammabhebung (Flamme ist erloschen)
hinweisen. Denkbar ist alternativ oder kumulativ auch, dass eine Implausibilität und/oder
Störung der primären Verbrennungsregelung aus Informationen über äußere Störeinflüsse,
wie etwa Umwelteinflüsse, Wettereinflüsse, etc. erkannt wird. Hierzu können beispielsweise
Daten der Sensoren ausgewertet oder auf externe Daten (z.B. von einer Wetterdatenbank)
zurückgegriffen werden.
[0015] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die sekundäre
Verbrennungsregelung in Abhängigkeit eines Signals einer Flammen-Überwachungselektrode
des Heizgerätes durchgeführt wird. Bei der Flammen-Überwachungselektrode kann es sich
insbesondere um eine Zünd- und Überwachungselektrode, wie beispielsweise eine lonisationselektrode
handeln. In diesem Zusammenhang kann die sekundäre Verbrennungsregelung insbesondere
in Abhängigkeit eines Spannungs- oder Strom-Signals eines Flammen-Überwachungselektrodensystems
erfolgen.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Flammen-Überwachungselektrode
zusätzlich zu mindestens einem (weiteren) Sensor des Heizgerätes vorgesehen ist. Bevorzugt
ist die Flammen-Überwachungselektrode zusätzlich zu einem oder mehreren der folgenden
Sensoren vorgesehen: Gasstromsensor (Volumen- bzw. Massenstromsensor), Luftstromsensor
(Volumen- bzw. Massenstromsensor), Gemischstromsensor (Volumen- bzw. Massenstromsensor),
Abgassensor (z. B. CO-Sensor, O
2-Sensor), Temperatursensor (z. B. zum Messen der Temperatur von Flamme und/oder Brenner)
und/oder Strahlungssensor (z. B. Infrarotsensor, insbesondere zum Messen der Temperatur
von Flamme und/oder Brenner).
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass in Schritt
c) folgende Zwischenschritte durchgeführt werden:
- i) Variieren mindestens eines Betriebsparameters des Heizgerätes, wie beispielsweise
einer Luftzahl (λ), um einen Flammabhebepunkt anzufahren,
- ii) Überwachen des Anfahrens des Flammabhebepunktes mittels der Flammen-Überwachungselektrode,
- iii) Einstellen des mindestens einen Betriebsparameters des Heizgerätes auf einen
Wert, der in Abhängigkeit des Wertes ermittelt wird, den der Betriebsparameter unmittelbar
vor oder bei Erreichen des Flammabhebepunktes hatte.
[0018] Dies kann mit anderen Worten insbesondere auch so beschrieben werden, dass der Brenner
des Heizgerätes während Schritt c) (zur Bereitstellung der sekundären Verbrennungsregelung)
mittels einer Flammen-Überwachungselektrode (z. B. lonisationselektrode) überwacht
wird, wobei das Signal der Flammen-Überwachungselektrode direkt oder indirekt gemessen
wird und wobei während des Betriebs des Brenners (in Schritt c)) das Brenngas-Luft-Gemisch
abgemagert und dabei das Signal der Flammen-Überwachungselektrode kontinuierlich gemessen
wird, hierbei der Gradient des Signals der Flammen-Überwachungselektrode gebildet
wird, bei Überschreitung eines bestimmten Gradienten oder beim überproportionalen
Anstieg des Gradienten die Abmagerung des Brenngas-Luft-Gemischs beendet wird und
das Brenngas-Luft-Gemisch definiert angefettet wird.
[0019] Dabei kann die Luft über ein Gebläse mit Gebläsemotor gefördert werden und der Gradient
des Signals der Flammen-Überwachungselektrode aus der Division des Differenzsignals
der Flammen-Überwachungselektrode mit der Differenzdrehzahl des Gebläsemotors ermittelt
werden. Alternativ oder kumulativ kann das Brenngas über ein Gasventil mit Stellantrieb
geleitet werden und der Gradient des Signals der Flammen-Überwachungselektrode aus
der Division des Differenzsignals der Flammen-Überwachungselektrode mit der Differenzstellposition
des Stellantriebs ermittelt werden. Alternativ oder kumulativ kann der Gradient des
Signals der Flammen-Überwachungselektrode aus der Division des Differenzsignals der
lonisationselektrode mit der Differenzzeit ermittelt werden. Dabei kann weiterhin
eine Konstantspannungsquelle oder Konstantstromquelle mit der Flamme des Brenners
und einem Widerstand seriell verschaltet werden und als Signal der Flammen-Überwachungselektrode
der Spannungsabfall am Widerstand gemessen werden.
[0020] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Zwischenschritte
i) bis iii) in definierten Zeitabständen zyklisch wiederholt werden. Dies erlaubt
in vorteilhafter Weise, dass die sekundäre Verbrennungsregelung eine fortdauernde
Verbrennungsregelung bzw. eine auch über einen längeren Zeitraum einsetzbare Redundanz
zu der primären Verbrennungsregelung bieten kann.
[0021] Sollte die Ursache der Implausibilität bzw. Störung der primären Verbrennungsregelung
beseitigt sein (z. B. durch Eingriff eines Technikers, oder Wegfallen externer Störungen,
wie etwa Sturm) kann in den meisten Fällen ein Wechsel von der sekundären Verbrennungsregelung
zurück auf die primäre Verbrennungsregelung erfolgen (Reversibilität). Für Fälle in
denen ein Zurückwechseln zu der primären Verbrennungsregelung nicht mehr erfolgen
kann (Defekt in der primären Regelung und/oder einem Sensor der primären Regelung),
kann das Heizgerät dauerhaft mit der sekundären Verbrennungsregelung weiterlaufen.
Das Auftreten einer Störung in der sekundären Regelung führt dann in der Regel zu
einer Störabschaltung des Heizgerätes.
[0022] Darüber hinaus kann nach einem weiteren Aspekt ein Computerprogramm zur Durchführung
eines hier vorgestellten Verfahrens angegeben werden. Dies betrifft mit anderen Worten
insbesondere ein Computerprogramm(-produkt), umfassend Befehle, die bei der Ausführung
des Programms durch einen Computer diesen veranlassen, ein hier beschriebenes Verfahren
auszuführen. Weiterhin kann nach einem weiteren Aspekt auch ein maschinenlesbares
Speichermedium angegeben werden, auf dem das hier vorgeschlagene Computerprogramm
hinterlegt bzw. gespeichert ist. Regelmäßig handelt es sich bei dem maschinenlesbaren
Speichermedium um einen computerlesbaren Datenträger.
[0023] Nach einem weiteren Aspekt wird ein Heizgerät zur Beheizung eines Gebäudes vorgeschlagen,
umfassend einen Brenner, mindestens einen Sensor und eine Regelungseinrichtung, die
zur Durchführung einer primären Verbrennungsregelung in Abhängigkeit eines Signals
des mindestens einen Sensors vorgesehen und eingerichtet ist, wobei das Heizgerät
weiterhin eine in den Flammen-Bereich des Brenners ragende Flammen-Überwachungselektrode
umfasst, die der Regelungseinrichtung ein Signal zur Durchführung einer sich von der
primären Verbrennungsregelung unterscheidenden, sekundären Verbrennungsregelung bereitstellt.
[0024] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Heizgerät
zur Durchführung eines hier vorgestellten Verfahrens eingerichtet ist. In diesem Zusammenhang
kann insbesondere die Regelungseinrichtung des Heizgerätes dazu eingerichtet sein,
das Verfahren durchzuführen. Dazu kann die Regelungseinrichtung beispielsweise einen
Speicher aufweisen oder auf diesen zugreifen, auf dem ein Programm zur Durchführung
des Verfahrens hinterlegt ist. Dabei kann das Programm zum Beispiel von einem Prozessor
der Regelungseinrichtung durchgeführt werden. Bei dem Programm kann es sich zum Beispiel
um das oben beschriebene Computerprogramm handeln. Der Speicher kann beispielsweise
mittels des oben beschriebenen maschinenlesbaren Speichermediums gebildet sein. Denkbar
ist auch, dass das oben beschriebene Verfahren mit dem hier vorgestellten Heizgerät
ausgeführt wird.
[0025] Nach einem weiteren Aspekt wird auch eine Verwendung einer lonisationselektrode zur
Aufrechterhaltung einer Notbetriebsregelung eines Heizgerätes zur Beheizung eines
Gebäudes vorgeschlagen.
[0026] Die im Zusammenhang mit dem Verfahren erörterten Details, Merkmale und vorteilhaften
Ausgestaltungen können entsprechend auch bei dem hier Computerprogram, dem Speichermedium,
dem Heizgerät und/oder der Verwendung auftreten und umgekehrt. Insoweit wird auf die
dortigen Ausführungen zur näheren Charakterisierung der Merkmale vollumfänglich Bezug
genommen.
[0027] Die Erfindung wird nun anhand der Figuren detailliert erläutert.
[0028] Es stellen dar:
Figur 1: schematisch einen beispielhaften Ablauf des Verfahrens in Form eines Ablaufdiagramms,
Figur 2: schematisch einen beispielhaften Aufbau des Heizgerätes, und
Figur 3: einen Verlauf eines lonisationssignals, wie er sich bei dem hier vorgestellten
Verfahren ergeben kann.
[0029] Figur 1 zeigt schematisch einen beispielhaften Ablauf des Verfahrens in Form eines
Ablaufdiagramms. Das Verfahren dient zum Betreiben eines Heizgerätes 100 zur Beheizung
eines Gebäudes (hier nicht dargestellt). Die mit den Blöcken 110, 120 und 130 dargestellte
Reihenfolge der Schritte a), b) und c) ist beispielhaft und kann so zum Beispiel bei
einem regulären Betriebsablauf durchlaufen werden. Darüber hinaus ist jedoch auch
denkbar, dass die Schritte a), b) und c) zumindest teilweise parallel durchgeführt
werden.
[0030] In Block 110 erfolgt gemäß Schritt a) ein Betreiben des Heizgerätes 100 mit einer
primären Verbrennungsregelung. In Block 120 erfolgt gemäß Schritt b) ein Erfassen
einer Implausibilität und/oder Störung der primären Verbrennungsregelung. In Block
130 erfolgt gemäß Schritt c) ein Betreiben des Heizgerätes 100 mit einer sich von
der primären Verbrennungsregelung unterscheidenden, sekundären Verbrennungsregelung,
wenn eine Implausibilität und/oder Störung der primären Verbrennungsregelung erfasst
wurde.
[0031] Figur 2 zeigt schematisch einen beispielhaften Aufbau des Heizgerätes 100 zur Beheizung
eines Gebäudes. Das Heizgerät 100 umfasst einen Brenner 1, mindestens einen Sensor
20, 21, 22, 23, 24, 25 und eine Regelungseinrichtung 7, die zur Durchführung einer
primären Verbrennungsregelung in Abhängigkeit eines Signals des mindestens einen Sensors
20, 21, 22, 23, 24, 25 vorgesehen und eingerichtet ist. Weiterhin umfasst das Heizgerät
100 eine in den Flammen-Bereich 2 des Brenners 1 ragende Flammen-Überwachungselektrode
3, die der Regelungseinrichtung 7 ein Signal zur Durchführung einer sich von der primären
Verbrennungsregelung unterscheidenden, sekundären Verbrennungsregelung bereitstellt.
Dabei ist das Heizgerät 100, insbesondere die Regelungseinrichtung 7 zur Durchführung
eines hier beschriebenen Verfahrens (vgl. Figur 1) eingerichtet.
[0032] Insbesondere wird die primäre Verbrennungsregelung in Abhängigkeit eines Signals
mindestens eines Sensors 20, 21, 22, 23, 24, 25 des Heizgerätes 100 durchgeführt.
Beispielhaft sind hierzu in Figur 2 ein Gasstromsensor 20 zum Messen eines Gasstroms
30, ein Luftstromsensor 21 zum Messen eines Luftsroms 31, ein Gemischstromsensor 22,
ein Abgassensor 23 zum Messen eines Abgasstroms 32, ein Temperatursensor 24 sowie
ein Strahlungssensor 25 vorgesehen, die jeweils ein Messsignal an die Regelungseinrichtung
7 übermitteln. Darüber hinaus kann die primäre Verbrennungsregelung auch auf Messsignale
der Flammen-Überwachungselektrode 3 zugreifen. In Abhängigkeit einzelner oder mehrerer
dieser Messsignale kann eine Regelgröße bestimmt und in Abhängigkeit einer Führungsgröße
geregelt werden.
[0033] Beispielsweise kann eine Implausibilität und/oder Störung der primären Verbrennungsregelung
über mindestens einen der Sensoren 20, 21, 22, 23, 24, 25 des Heizgerätes 100 und/oder
die Flammen-Überwachungselektrode 3 des Heizgerätes 100 erfasst werden. So kann zum
Beispiel dann auf eine Implausibilität zurückgeschlossen werden, wenn zwei oder mehr
der Sensoren 20, 21, 22, 23, 24, 25 widersprüchliche Messergebnisse liefern. Alternativ
oder kumulativ kann auf eine Störung zurückgeschlossen werden, wenn einer oder mehrere
der Sensoren 20, 21, 22, 23, 24, 25 Messergebnisse liefern, die auf eine Flammabhebung
(Flamme ist erloschen) hinweisen.
[0034] Weiterhin kann die sekundäre Verbrennungsregelung in Abhängigkeit eines Signals der
Flammen-Überwachungselektrode 3 des Heizgerätes 100 durchgeführt werden. Als Flammen-Überwachungselektrode
3 wird hier beispielhaft eine lonisationselektrode verwendet, deren Funktionsweise
unten näher erläutert wird. In Figur 1 ist auch dargestellt, dass die Flammen-Überwachungselektrode
3 zusätzlich zu mindestens einem weiteren Sensor 20, 21, 22, 23, 24, 25 des Heizgerätes
100 vorgesehen ist.
[0035] In Schritt c) können mehrere Zwischenschritte durchgeführt werden, die im Block 130
beispielhaft mit den Blöcken 210, 220 und 230 gezeigt sind. In Block 210 erfolgt gemäß
Zwischenschritt i) ein Variieren mindestens eines Betriebsparameters des Heizgerätes
100, um einen Flammabhebepunkt anzufahren. In Block 220 erfolgt gemäß Zwischenschritt
ii) ein Überwachen des Anfahrens des Flammabhebepunktes mittels der Flammen-Überwachungselektrode
3. In Block 230 erfolgt gemäß Zwischenschritt iii) ein Einstellen des mindestens einen
Betriebsparameters des Heizgerätes 100 auf einen Wert, der in Abhängigkeit des Wertes
ermittelt wird, den der Betriebsparameter unmittelbar vor oder bei Erreichen des Flammabhebepunktes
hatte.
[0036] Ein Beispiel, wie die sekundäre Verbrennungsregelung besonders bevorzugt mit Sensordaten
von (nur) der Flammen-Überwachungselektrode 3 (und Leistungsdaten von einer Fördereinrichtung
(z.B. Gebläse 8) und/oder einem Gasventil 10) durchgeführt werden kann, wird im Folgenden
anhand der Figuren 2 und 3 beschrieben:
[0037] In Figur 2 hat der Brenner 1 beispielhaft ein Gebläse 8 mit Gebläsemotor 9 in einem
Lufteintritt 12. In den Lufteintritt 12 mündet eine Gasleitung 13, in der sich ein
Gasventil 10 mit Stellantrieb 11 befindet. Der Gebläsemotor 9 und der Stellantrieb
11 sind mit der Regelungseinrichtung 7 verbunden. Am Brenner 1 befindet sich eine
Flamme 2, in welche eine lonisationselektrode 3 (als Flammen-Überwachungselektrode
3) hineinragt. Die Ionisationselektrode 3 ist mit einer Spannungsquelle 4 verbunden.
Diese ist mit ihrer zweiten Elektrode mit einem Widerstand 5 verbunden, der wiederum
an den Brenner 1 angeschlossen ist. Parallel zum Widerstand 5 ist ein Spannungsmesser
6 angeschlossen, welcher mit der Regelung 7 verbunden ist.
[0038] Beim Betrieb des Brenners 1 saugt das Gebläse 8 über den Lufteintritt 12 Verbrennungsluft
an. Die Drehzahl n des Gebläses 8 kann hierbei kontinuierlich verstellt werden. Über
das Gasventil 10 kann die zugeführte Brenngasmenge, welche über die Gasleitung 13
einströmt, kontinuierlich verändert werden; hierbei wird die Schrittzahl ns des Stellantriebs
11 erfasst. Im Gebläse 8 werden Brenngas und Luft miteinander vermischt und am Austritt
des Brenners 1 gezündet, so dass sich eine Flamme 2 bildet. Da die Ionen der Flamme
2 elektrisch leitend sind, kann zwischen der lonisationselektrode 3 und dem Brenner1
ein Strom fließen. Hieraus folgt, dass eine elektrische Spannung U
Flamme anliegt. Der lonenfluss durch die Flamme 2 sorgt dafür, dass der elektrische Kreislauf
(Brenner 1, lonisationselektrode 3, Spannungsquelle 4, Widerstand 5) geschlossen ist.
[0039] Figur 3 zeigt in diesem Zusammenhang den Verlauf der am Widerstand 5 gemessenen Spannung
U über die Luftzahl λ und die Gebläsedrehzahl n. Uo ist die Spannung der Spannungsquelle
4. Es gilt: U = U
0 - U
Flamme. Es ist in Figur 3 zu erkennen, dass die am Widerstand 5 gemessene Spannung U bei
stöchiometrischer Verbrennung (λ = 1,0) minimal ist. Mit Erhöhen des Luftüberschusses
steigt die Spannung U kontinuierlich an. Bei einer Luftzahl von etwa 1,6 steigt die
Spannung U deutlich stärker als bisher an. Bei einem Luftüberschuss von etwa λ = 1,7
hebt die Flamme ab. Es kann kein lonisationssignal mehr gemessen werden; ein nicht
dargestelltes Sicherheitsventil verriegelt die Brenngaszufuhr.
[0040] Bei der sekundären Verbrennungsregelung läuft zunächst der Brenner 1 mit einem bisher
nicht bekannten Luftüberschuss. Bei konstant geöffnetem Gasventil 10 wird die Drehzahl
n des Gebläses 8 erhöht. Hierdurch steigt die Luftzahl λ an. Dies stellt ein Beispiel
dafür dar, dass und wie in Zwischenschritt i) ein Variieren mindestens eines Betriebsparameters
(hier beispielhaft die Luftzahl λ) des Heizgerätes 100 erfolgen kann, um einen Flammabhebepunkt
anzufahren.
[0041] Der Spannungsabfall U am Widerstand 5 wird kontinuierlich über der Zeit t gemessen
und an die Regelungseinrichtung 7 weitergegeben. In der Regelungseinrichtung 7 wird
der Gradient ΔU/Δn berechnet, wobei n die Drehzahl des Gebläses 8 ist. Steigt der
Gradient ΔU/Δn ab einem bestimmten Punkt übermäßig an, so ist dies ein Indiz dafür,
dass demnächst die Flamme abhebt und somit abreißt. Die Luftzahl λ beträgt dann etwa
1,6. Dies stellt ein Beispiel dafür dar, dass und wie in Zwischenschritt ii) ein bevorzugtes
Überwachen des Anfahrens des Flammabhebepunktes mittels der Flammen-Überwachungselektrode
3 erfolgen kann.
[0042] Ausgehend von diesem Punkt (mit λ ≈ 1,6) wird nun die Drehzahl n des Gebläses gezielt
derartig reduziert, dass sich eine Luftzahl λ ≈ 1,25 einstellt. Dies stellt ein Beispiel
dafür dar, dass und wie in Zwischenschritt iii) ein Einstellen des mindestens einen
Betriebsparameters des Heizgerätes 100 auf einen Wert erfolgen kann, der in Abhängigkeit
des Wertes ermittelt wird, den der Betriebsparameter unmittelbar vor oder bei Erreichen
des Flammabhebepunktes hatte.
[0043] Alternativ zur Gradientenermittlung mittels Quotient aus Differenzsignal zur Differenzdrehzahl
ΔU/Δn kann auch ein Gradient aus Differenzspannung ΔU zu Differenzstellposition des
Stellantriebs Δn
s gebildet werden, wenn anstelle einer Erhöhung der Gebläsedrehzahl eine Reduzierung
der Brenngasmenge vorgenommen wird. Als weitere Variante kann bei konstanter Abmagerung
auch ein Gradient aus der Zeit gebildet werden (ΔU/Δt).
[0044] Der Betriebszustand, bei dem ein Abheben bevorsteht kann dadurch bestimmt werden,
dass der aktuelle Gradient mit mindestens einem früheren Gradienten verglichen wird
und in dem Fall, dass der aktuelle Gradient den oder die Vergleichswerte um einen
bestimmten Prozentsatz überschreitet, der erwartete Zustand vorliegt. Als Vergleichswert
kann zum Beispiel der geringste gemessene Gradient verwendet werden. Alternativ kann
ein Absolutwert vorgegeben werden. Dies stellt ein Beispiel dafür dar, dass und wie
in Zwischenschritt ii) ein bevorzugtes Überwachen des Anfahrens des Flammabhebepunktes
mittels der Flammen-Überwachungselektrode 3 erfolgen kann.
[0045] Um den Einfluss von Signalrauschen (Schwanken des Messsignals um eine Trendlinie)
zu eliminieren, sollte die Zeitdifferenz beziehungsweise Drehzahldifferenz nicht zu
klein gewählt werden. Anstelle des Spannungsabfalls U am Widerstand 5 kann auch direkt
die Spannung der Flamme U
Flamme gemessen werden. In diesem Fall ist jedoch die Ionisationsspannung bei stöchiometrischer
Verbrennung maximal und das lonisationsspannungssignal fällt bei Erhöhung der Luftzahl
ab. Anstelle einer konstanten Spannung Uo kann auch eine Konstantstromquelle mit einem
konstanten Strom I
0 an die Serienschaltung des Widerstandes 5 mit der Flamme 2 geschaltet werden. In
Abhängigkeit des Flammenwiderstandes stellt sich eine bestimmte Spannung ein.
[0046] Die Zwischenschritte i) bis iii) können in definierten Zeitabständen zyklisch wiederholt
werden, um eine fortdauernde Verbrennungsregelung zu ermölgichen.
[0047] Das beschriebene Heizgerät 100 stellt auch ein Beispiel für eine Verwendung einer
lonisationselektrode 3 zur Aufrechterhaltung einer Notbetriebsregelung eines Heizgerätes
100 zur Beheizung eines Gebäudes dar.
[0048] Durch das beschriebene Verfahren sowie das beschriebene Heizgerät kann der Arbeitsbereich
des Heizgerätes vergrößert werden. Zudem kann dem Benutzer insbesondere ein erhöhtes
Maß an Komfort zur Verfügung gestellt werden, da das Heizgerät seltener ausfällt.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 100
- Heizgerät
- 1
- Brenner
- 2
- Flammen-Bereich
- 3
- Flammen-Überwachungselektrode
- 4
- Spannungsquelle
- 5
- Widerstand
- 6
- Spannungsmesser
- 7
- Regelungseinrichtung
- 8
- Gebläse
- 9
- Gebläsemotor
- 10
- Gasventil
- 11
- Stellantrieb
- 12
- Lufteintritt
- 13
- Gasleitung
- 20
- Gasstromsensor
- 21
- Luftstromsensor
- 22
- Gemischstromsensor
- 23
- Abgassensor
- 24
- Temperatursensor
- 25
- Strahlungssensor
- 30
- Gasstrom
- 31
- Luftstrom
- 32
- Abgasstrom
1. Verfahren zum Betreiben eines Heizgerätes (100) zur Beheizung eines Gebäudes, umfassend
folgende Schritte:
a) Betreiben des Heizgerätes (100) mit einer primären Verbrennungsregelung,
b) Erfassen einer Implausibilität und/oder Störung der primären Verbrennungsregelung,
c) Betreiben des Heizgerätes (100) mit einer sich von der primären Verbrennungsregelung
unterscheidenden, sekundären Verbrennungsregelung, wenn eine Implausibilität und/oder
Störung der primären Verbrennungsregelung erfasst wurde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, die sekundäre Verbrennungsregelung auf weniger Sensoren
zurückgreift als die primäre Verbrennungsregelung.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die primäre Verbrennungsregelung in Abhängigkeit
eines Signals mindestens eines Sensors (20, 21, 22, 23, 24, 25) des Heizgerätes (100)
durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Implausibilität und/oder
Störung der primären Verbrennungsregelung über mindestens einen Sensor (20, 21, 22,
23, 24, 25) des Heizgerätes (100) und/oder eine Flammen-Überwachungselektrode (3)
des Heizgerätes (100) erfasst wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die sekundäre Verbrennungsregelung
in Abhängigkeit eines Signals einer Flammen-Überwachungselektrode (3) des Heizgerätes
(100) durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei es sich bei der Flammen-Überwachungselektrode (3)
um eine Zünd- und Überwachungselektrode handelt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, wobei es sich bei der Flammen-Überwachungselektrode
(3) um eine lonisationselektrode handelt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Flammen-Überwachungselektrode
(3) zusätzlich zu mindestens einem Sensor (20, 21, 22, 23, 24, 25) des Heizgerätes
(100) vorgesehen ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei in Schritt c) folgende Zwischenschritte
durchgeführt werden:
i) Variieren mindestens eines Betriebsparameters des Heizgerätes (100), um einen Flammabhebepunkt
anzufahren,
ii) Überwachen des Anfahrens des Flammabhebepunktes mittels der Flammen-Überwachungselektrode
(3),
iii) Einstellen des mindestens einen Betriebsparameters des Heizgerätes (100) auf
einen Wert, der in Abhängigkeit des Wertes ermittelt wird, den der Betriebsparameter
unmittelbar vor oder bei Erreichen des Flammabhebepunktes hatte.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Zwischenschritte i) bis iii) in definierten Zeitabständen
zyklisch wiederholt werden.
11. Computerprogramm zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Maschinenlesbares Speichermedium, auf dem das Computerprogramm nach Anspruch 11 gespeichert
ist.
13. Heizgerät (100) zur Beheizung eines Gebäudes, umfassend einen Brenner (1), mindestens
einen Sensor (20, 21, 22, 23, 24, 25) und eine Regelungseinrichtung (7), die zur Durchführung
einer primären Verbrennungsregelung in Abhängigkeit eines Signals des mindestens einen
Sensors (20, 21, 22, 23, 24, 25) vorgesehen und eingerichtet ist, wobei das Heizgerät
(100) weiterhin eine in den Flammen-Bereich (2) des Brenners (1) ragende Flammen-Überwachungselektrode
(3) umfasst, die der Regelungseinrichtung (7) ein Signal zur Durchführung einer sich
von der primären Verbrennungsregelung unterscheidenden, sekundären Verbrennungsregelung
bereitstellt.
14. Heizgerät (100) nach Anspruch 13, eingerichtet zur Durchführung eines Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 10.
15. Verwendung einer lonisationselektrode (3) zur Aufrechterhaltung einer Notbetriebsregelung
eines Heizgerätes (100) zur Beheizung eines Gebäudes.