[0001] Die Erfindung betrifft ein Kochfeldsystem mit einer Dunstabzugsvorrichtung.
[0002] Aus der
WO 2012/146 237 A1 ist eine Dunstabzugsvorrichtung zum Abzug von Kochdünsten nach unten bekannt. Die
Dunstabzugsvorrichtung weist eine Einströmöffnung und einen fluidleitend mit der Einströmöffnung
verbundenen Lüfter zum Ansaugen der Kochdünste auf. Eine Bauhöhe der Dunstabzugsvorrichtung
ist für eine Gesamtbauhöhe eines Kochfeldsystems mit einer derartigen Dunstabzugsvorrichtung
bestimmend.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Kochfeldsystem zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Kochfeldsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass eine Dunstabzugsvorrichtung zum Abzug von Kochdünsten
nach unten mit mindestens einer Einströmöffnung zum Einströmen der Kochdünste und
mindestens einem Lüfter zum Ansaugen der Kochdünste durch die mindestens eine Einströmöffnung,
wobei der Lüfter ein um eine Drehachse drehbar gelagertes Lüfterrad hat, einen oder
mehrere Lüfter mit einer zu einer Horizontalebene und zu einer Vertikalrichtung geneigt
orientierten Drehachse aufweisen kann, um eine besonders geringe Gesamtbauhöhe aufzuweisen
und besonders platzsparend in ein Kochfeldsystem integrierbar zu sein. Ferner kann
hierdurch eine Strömungsumlenkung zwischen der Einströmöffnung und dem mindestens
einen Lüfter reduziert werden, wodurch der Abzug der Kochdünste besonders energieeffizient
erfolgen kann. Die Angaben zur Neigung der Drehachse beziehen sich insbesondere auf
sämtliche Lüfter der Dunstabzugsvorrichtung.
[0006] Der mindestens eine Lüfter ist vorzugsweise als Radiallüfter ausgebildet. Der Lüfter
kann auch als Axial- oder Querstromlüfter ausgebildet sein.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Dunstabzugsvorrichtung des erfindungsgemäßen
Kochfeldsystems überragt ein Unterdruck-Kanalabschnitt eines Abluftkanals der Dunstabzugsvorrichtung
den mindestens einen Lüfter um maximal 50 mm, insbesondere maximal 25 mm, insbesondere
maximal 10 mm nach unten. Noch bevorzugter überragt der mindestens eine Lüfter den
Unterdruck-Kanalabschnitt in vertikaler Richtung nach unten. Eine besonders geringe
Bauhöhe der Dunstabzugsvorrichtung kann somit gewährleistet werden.
[0008] Gemäß einem weiteren Aspekt liegt ein Neigungswinkel zwischen der Horizontalebene
und der Drehachse des mindestens einen Lüfters in einem Bereich von 10° bis 85°, insbesondere
in einem Bereich von 30° bis 80°, insbesondere in einem Bereich von 60° bis 75°. Der
Neigungswinkel kann auch genau 45° betragen.
[0009] Gemäß einem weiteren Aspekt weist eine Ansaugrichtung der Kochdünste in dem mindestens
einen Lüfter eine nach oben weisende Richtungskomponente auf. Ein Winkel zwischen
der Horizontalebene und der Ansaugrichtung beträgt vorzugsweise mindestens 45°, insbesondere
mindestens 60°, insbesondere mindestens 80°. Dadurch, dass die Ansaugrichtung die
nach oben weisende Richtungskomponente aufweist, kann der Lüfter zuverlässig vor einem
Eindringen von Flüssigkeiten geschützt werden.
[0010] Gemäß einem weiteren Aspekt verbindet der Unterdruck-Kanalabschnitt die mindestens
eine Einströmöffnung fluidleitend mit dem mindestens einen Lüfter. Eine Kanalmittellinie
des Unterdruck-Kanalabschnitts weist vorzugsweise entlang ihrer Erstreckung eine absolute
Winkeländerung von maximal 170°, insbesondere maximal 150°, insbesondere maximal 120°,
insbesondere maximal 100° auf. Die absolute Winkeländerung beträgt vorzugsweise mindestens
100°, insbesondere mindestens 120°. Unter der absoluten Winkeländerung ist das Integral
eines Absolutwerts einer Krümmung der Kanalmittellinie entlang ihrer Erstreckung zu
verstehen. Der Abzug der Kochdünste kann hierdurch unter Vermeidung turbulenter Strömungen
besonders energieeffizient erfolgen, wobei der mindestens eine Lüfter zuverlässig
vor eindringenden Flüssigkeiten geschützt werden kann.
[0011] Gemäß einem weiteren Aspekt ist die Kanalmittellinie wendepunktfrei ausgebildet.
Eine Führung der Kochdünste in dem Unterdruck-Kanalabschnitt kann somit besonders
laminar erfolgen.
[0012] Gemäß einem Aspekt überlappt der mindestens eine Lüfter die mindestens eine Heizeinheit
in einer Draufsicht und in einer Seitenansicht und/oder in einer Vorderansicht. Die
Heizeinheit weist vorzugsweise eine Leistungselektronik zum Versorgen eines Heizelements
mit elektrischer Leistung auf. Vorzugsweise überlappt der mindestens eine Lüfter,
insbesondere ein Lüfterrad des mindestens einen Lüfters, in der Draufsicht und in
der Seitenansicht und/oder in der Vorderansicht die Leistungselektronik und/oder eine
Steuereinheit des Kochfeldsystems und/oder eine Benutzerschnittstelle des Kochfeldsystems.
Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass das Kochfeldsystem, insbesondere in vertikaler
Richtung, besonders kompakt ausgebildet werden kann.
[0013] Gemäß einem eigenständigen Aspekt weist der Lüfter zum Ansaugen von Kochdünsten ein
Lüftergehäuse mit einer Unterdruck-Anschlussöffnung und einem in dem Lüftergehäuse
angeordneten und um eine Drehachse drehbar gelagerten Lüfterrad auf, wobei die Drehachse
mit einer senkrecht zu der Unterdruck-Anschlussöffnung orientierten Anschlussnormalen
einen Anschlusswinkel einschließt, welcher in einem Bereich von 10° bis 85°, insbesondere
in einem Bereich von 30° bis 80°, insbesondere in einem Bereich von 60° bis 75° liegt.
Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass der Lüfter besonders einfach mit einem Anfangsabschnitt
eines Unterdruck-Kanalabschnitts verbindbar ist. Insbesondere kann ein Anschlussbereich
des Anfangsabschnitts im Wesentlichen vertikal oder horizontal orientiert sein. Zwischenelemente
zum Verbinden des Anfangsabschnitts mit der Unterdruck-Anschlussöffnung können somit
vermieden werden. Der Lüfter kann somit besonders kosteneffizient für eine Dunstabzugsvorrichtung
zum Abzug von Kochdünsten nach unten und/oder für ein Kochfeldsystem verwendet werden.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass das Kochfeldsystem mit einem Kochgutträger, mindestens
einer Heizeinheit und einer Dunstabzugsvorrichtung zum Abzug von Kochdünsten nach
unten eine Gesamtbreite von maximal 600 mm aufweisen muss, um besonders flexibel eingesetzt
und verbaut werden zu können. Ein derartiges Kochfeldsystem ermöglicht die besonders
intensive Nutzung des in einer Küche zur Verfügung stehenden Raums. Besonders in städtischen
Bereichen mit immer kleinteiligeren Wohneinheiten kann ein derartiges Kochfeldsystem,
insbesondere durch Reduktion der beanspruchten Arbeitsfläche, zu einer intensiven
und komfortablen Wohnraumnutzung beitragen. Besonders vorteilhaft ist, dass ein derartiges
Kochfeldsystem in einen Küchenunterschrank mit einer maximalen Stauraumbreite von
600 mm einsetzbar ist, wodurch die Gestaltungsfreiheit bei der Küchenplanung deutlich
vergrößert wird.
[0014] Gemäß einem Aspekt weist das Kochfeldsystem mindestens zwei Heizeinheiten, insbesondere
mindestens drei Heizeinheiten, insbesondere mindestens vier Heizeinheiten auf. Die
mindestens eine Heizeinheit kann als Strahlungsheizeinheit und/oder als Induktionsheizeinheit
und/oder als Masseheizeinheit und/oder als Tepan-Heizeinheit ausgebildet sein. Insbesondere
kann die mindestens eine Heizeinheit zum Betreiben mit elektrischer Energie und/oder
mit Brenngas ausgebildet sein.
[0015] Gemäß einem Aspekt beträgt eine Gesamtbreite des Kochfeldsystems mit dem Kochgutträger,
mit sämtlichen der Heizeinheiten und mit der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere
mit einem Lüfter und/oder einem Unterdruck-Kanalabschnitt, maximal 600 mm, insbesondere
maximal 580 mm, insbesondere maximal 560 mm, insbesondere maximal 500 mm, insbesondere
maximal 450 mm, insbesondere maximal 400 mm, insbesondere maximal 350 mm, insbesondere
maximal 300 mm. Eine Gesamttiefe des Kochfeldsystems mit dem Kochgutträger, sämtlichen
der Heizeinheiten und der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere mit dem Lüfter und/oder
dem Unterdruck-Kanalabschnitt, beträgt vorzugsweise maximal 600 mm, insbesondere maximal
550 mm, insbesondere maximal 515 mm, insbesondere maximal 500 mm, insbesondere maximal
450 mm. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform betragen die Gesamtbreite
maximal 560 mm und die Gesamttiefe maximal 515 mm. Unter der Gesamtbreite des Kochfeldsystems
ist die Erstreckung des Kochfeldsystems parallel zu einer einem Benutzer zugewandten
Vorderkante des Kochfeldsystems, insbesondere des Kochgutträgers, insbesondere in
einer Horizontalebene, zu verstehen. Unter der Gesamttiefe ist eine Erstreckung des
Kochfeldsystems senkrecht zu einer dem Benutzer zugewandten Vorderkante des Kochfeldsystems,
insbesondere des Kochgutträgers, insbesondere in einer Horizontalebene, zu verstehen.
[0016] Gemäß einem Aspekt beträgt ein Verhältnis zwischen der Gesamttiefe und der Gesamtbreite
mindestens 0,8, insbesondere mindestens 0,9, insbesondere mindestens 1, insbesondere
mindestens 1,2, insbesondere mindestens 1,5, insbesondere mindestens 1,8.
[0017] Gemäß der Erfindung weist die Dunstabzugsvorrichtung eine Einströmöffnung auf, durch
welche die Kochdünste abgesaugt werden. Die Einströmöffnung kann beispielsweise unmittelbar
an einen Randbereich des Kochgutträgers angrenzen oder beabstandet zu diesem angeordnet
sein.
[0018] Die Einströmöffnung kann in einer Draufsicht rund, insbesondere nicht-kreisförmig
oder kreisförmig und/oder oval oder in Form eines Vielecks, insbesondere in Form eines
Dreiecks oder in Form eines Vierecks oder in Form eines Fünfecks oder in Form eines
Sechsecks, ausgebildet sein.
[0019] Gemäß der Erfindung beträgt eine vertikale Gesamtbauhöhe des Kochfeldsystems, insbesondere
mit dem Kochgutträger, sämtlichen der Heizeinheiten und der Dunstabzugsvorrichtung,
insbesondere mit dem Lüfter und/oder dem Unterdruck-Kanalabschnitt, maximal 300 mm,
insbesondere maximal 280 mm, insbesondere maximal 250 mm, insbesondere maximal 220
mm, besonders bevorzugt maximal 200 mm, insbesondere maximal 180 mm, insbesondere
160 mm, insbesondere 150 mm, insbesondere 120 mm, insbesondere 100 mm.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt weist die Dunstabzugsvorrichtung mindestens einen, insbesondere
genau einen, mindestens zwei, insbesondere genau zwei, oder mindestens drei der Lüfter
zum Abzug der Kochdünste auf. Vorzugsweise ist das Kochfeldsystem mit dem Kochgutträger,
mit sämtlichen der Heizeinheiten und mit der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere
mit dem Lüfter und/oder mit dem Unterdruck-Kanalabschnitt, als Kombinationsgerät ausgebildet.
Hierdurch wird die einteilige Montage des Kochfeldsystems, beispielsweise an einer
Arbeitsplatte, ermöglicht. Der Montageaufwand kann hierdurch erheblich reduziert werden.
[0021] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Aspekt umfasst das Kochfeldsystem genau drei der
Heizeinheiten. Dadurch, dass das Kochfeldsystem lediglich drei der Heizeinheiten aufweist,
kann das Kochfeldsystem mit einer besonders geringen Gesamtbreite ausgebildet werden.
Das Kochfeldsystem mit den drei Heizeinheiten bietet gleichzeitig eine ausreichend
hohe Flexibilität hinsichtlich der gleichzeitigen Erwärmung verschiedener Kochgüter.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung durchdringt die mindestens eine Einströmöffnung
den Kochgutträger. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass die Einströmöffnung besonders
nahe an den Heizeinheiten positionierbar ist. Kochdünste können somit unmittelbar
am Ort ihres Entstehens abgesaugt werden. Die Dunstabzugsvorrichtung kann somit besonders
energieeffizient betrieben werden. Die Dunstabzugsvorrichtung kann auch zwei oder
drei oder vier der Einströmöffnungen aufweisen.
[0023] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Aspekt schließt sich an die mindestens eine Einströmöffnung
ein Einströmkanal mit einem unmittelbaren die Einströmöffnung angrenzenden Anfangsabschnitt
an. Der Anfangsabschnitt kann eine Mittellängsachse aufweisen, welche zu einer Kochfeldnormalen
geneigt ausgebildet ist. Unter der Kochfeldnormalen wird eine Richtung senkrecht zu
einer Arbeitsfläche des Kochfelds, insbesondere des Kochgutträgers, verstanden. Ein
Winkel zwischen der Mittellängsachse und der Kochfeldnormalen liegt vorzugsweise in
einem Bereich von 10° bis 180°, insbesondere von 30° bis 60°, insbesondere von 40°
bis 50°, insbesondere beträgt dieser genau 45°.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt weist die Dunstabzugsvorrichtung ein an der mindestens
einen Einströmöffnung anordenbares Einströmgitter auf. Das Einströmgitter kann mindestens
ein, insbesondere in Richtung des mindestens einen Heizelements orientiertes, Leitelement
zum gerichteten Abzug der Kochdünste aufweisen. Das Leitelement kann als Leitblech,
insbesondere als Lamellenblech, ausgebildet sein. Vorzugsweise überragt das mindestens
eine Leielement den Kochgutträger nicht nach oben. Alternativ kann das Leitelement
über den Kochgutträger hinausragen. Vorzugsweise umgibt das Einströmgitter dabei die
Einströmöffnung oberhalb des Kochgutträgers zumindest teilweise. Das mindestens eine
Leitelement kann einen der mindestens einen Heizeinheit abgewandten Bereich der Einströmöffnung
abschatten. Das Einströmgitter weist hierzu vorzugsweise eine Wandung auf, welche
die Einströmöffnung in horizontaler Richtung und/oder nach oben zumindest abschnittsweise
abschattet. Vorzugsweise ist das Einströmgitter reversibel an der Einströmöffnung
anordenbar.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt überdeckt das Einströmgitter die Einströmöffnung nicht
vollständig. Beispielsweise können die Einströmöffnung in einer Draufsicht oval und
das Einströmgitter in einer Draufsicht rund ausgebildet sein. Die Einströmöffnung
kann dabei das Einströmgitter in einer Draufsicht vollständig umschließen. Die durch
die Einströmöffnung abgesaugten Kochdünste werden hierbei nicht vollständig sondern
nur anteilig durch das Einströmgitter geleitet.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein geometrischer Flächenschwerpunkt der mindestens
einen Einströmöffnung in einer Draufsicht beabstandet zu einem geometrischen Flächenschwerpunkt
des Kochgutträgers angeordnet. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass das Kochfeldsystem,
insbesondere in horizontaler Richtung, besonders kompakt ausgebildet werden kann.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt ist die mindestens eine Einströmöffnung in der Draufsicht
in Breitenrichtung und/oder in Tiefenrichtung beabstandet zu dem geometrischen Flächenschwerpunkt
des Kochgutträgers angeordnet. Dadurch, dass die mindestens eine Einströmöffnung den
geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers nicht überlappt, kann eine besonders
kompakte Ausführung des Kochfeldsystems gewährleistet werden.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt weist das Kochfeldsystem mehrere der Heizeinheiten auf,
wobei in der Draufsicht ein geringster Abstand zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt
des Kochgutträgers und einer ersten der Heizeinheiten mindestens doppelt so groß ist,
wie ein geringster Abstand zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers
und einer zweiten der Heizeinheiten. Hierdurch kann das Kochfeldsystem in horizontaler
Richtung besonders kompakt ausgebildet werden. Dies gilt insbesondere bei der Verwendung
von Heizeinheiten unterschiedlicher Größe.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt ist mindestens eine der Heizeinheiten in einer Draufsicht
nicht-kreisförmig, insbesondere viereckig, insbesondere quadratisch oder rechteckförmig,
oder dreieckförmig oder sechseckförmig, insbesondere in Form eines regelmäßigen Sechsecks
ausgebildet. Vorzugsweise sind die mindestens eine Heizeinheit und die Einströmöffnung
jeweils in Form eines regelmäßigen Sechsecks ausgebildet. Eine besonders kompakte
Bauweise wird somit ermöglicht. Ferner ist die zur Verfügung stehende Fläche unterhalb
des Kochgutträgers besonders intensiv nutzbar. Ein geringster Abstand zwischen sämtlichen
der Heizeinheiten beträgt vorzugsweise maximal 40 mm, insbesondere maximal 20 mm,
insbesondere maximal 10 mm.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt unterscheiden sich die Abstände zwischen der mindestens
einen Einströmöffnung und der jeweiligen Heizeinheit um maximal 50 %, insbesondere
maximal 30 %, insbesondere maximal 10 %. Vorzugsweise sind sämtliche der Heizeinheiten
in einer Draufsicht zu der mindestens einen Einströmöffnung gleich beabstandet angeordnet.
Hierdurch kann ein gleichermaßen effizienter Abzug der Kochdünste oberhalb jeder der
Heizeinheiten zuverlässig gewährleistet werden.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt beträgt ein geringster Abstand zwischen der mindestens
einen Einströmöffnung und der mindestens einen Heizeinheit in einer Draufsicht maximal
50 mm, insbesondere maximal 30 mm, insbesondere maximal 10 mm. Der Abzug der Kochdünste
kann somit besonders energieeffizient erfolgen.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt überlappt die mindestens eine Heizeinheit den geometrischen
Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers in einer Draufsicht. Eine in horizontaler Richtung
besonders kompakte Ausbildung des Kochfeldsystems wird hierdurch ermöglicht.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt weist das Kochfeldsystem eine Benutzerschnittstelle zum
Steuern der mindestens einen Heizeinheit und/oder der Dunstabzugsvorrichtung auf.
Die Benutzerschnittstelle kann in einer Draufsicht relativ zu mindestens einer der
Heizeinheiten derart angeordnet sein, dass diese der Einströmöffnung gegenüberliegt.
Vorteilhaft wird hierdurch eine besonders kompakte Anordnung der mindestens einen
Heizeinheit, der Einströmöffnung und der Benutzerschnittstelle in horizontaler Richtung
gewährleistet.
[0034] Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Küchenarbeitsplatz
zu schaffen.
[0035] Es wurde erkannt, dass ein Küchenarbeitsplatz einen Küchenunterschrank mit einem
Stauraum, welcher eine Stauraumbreite von maximal 600 mm aufweist, und ein Kochfeldsystem
gemäß der vorstehenden Beschreibung, wobei die mindestens eine Heizeinheit und die
Dunstabzugsvorrichtung in einer Draufsicht vollständig innerhalb des Stauraums angeordnet
sind, aufweisen muss, um eine besonders intensive Raumnutzung in einer Küche zu gewährleisten.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatzes entsprechen den Vorteilen
des vorstehend erläuterten Kochfeldsystems. Insbesondere kann der Küchenarbeitsplatz
mit den Merkmalen des Kochfeldsystems weitergebildet werden.
[0036] Der Stauraum kann in Breitenrichtung durch zwei vertikale, parallel zueinander orientierte
Stellwänden begrenzt sein. Vorzugsweise sind die Stellwände maximal 600 mm voneinander
beabstandet. Das Kochfeldsystem ist in der Draufsicht vorzugsweise vollständig zwischen
den beiden Stellwänden angeordnet. Vorzugsweise überlappt mindestens eine der Stellwände
in einer Seitenansicht die Dunstabzugsvorrichtung und/oder die mindestens eine Heizeinheit.
Die Stellwände können zum Tragen einer Arbeitsplatte ausgebildet sein. An der Arbeitsplatte
kann das Kochfeldsystem befestigt sein.
[0037] Gemäß einem weiteren Aspekt weist der Küchenunterschrank eine Rückwand auf Die Rückwand
kann eine Aussparung zum Durchführen eines Kochdunstkanals, insbesondere eines mit
dem Kochfeldsystem verbundenen Überdruck-Kanalabschnitts, aufweisen.
[0038] Gemäß einem weiteren Aspekt weist der Küchenunterschrank eine Befestigungseinrichtung
zum zumindest anteiligen Befestigen des Kochfeldsystems oder des Überdrück-Kanalabschnitts
auf.
[0039] Gemäß einem weiteren Aspekt weist der Küchenunterschrank eine Trennwand zum Begrenzen
eines Stauraums für das Kochfeldsystem nach unten auf.
[0040] Der Küchenunterschrank kann eine Wärmedämmung und/oder eine Geräuschdämmung aufweisen.
Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass ein unterhalb des Kochfeldsystems befindlicher
Raum zuverlässig vor Hitzeeintrag geschützt wird und/oder dass eine Geräuschemission,
insbesondere beim Betrieb der Dunstabzugsvorrichtung, verringert wird.
[0041] Vorzugsweise weist die Dunstabzugsvorrichtung mindestens drei, insbesondere mindestens
vier, insbesondere mindestens fünf, insbesondere mindestens sechs, insbesondere mindestens
acht, Lüfter auf. Hierdurch kann die Dunstabzugsvorrichtung besonders kompakt, also
mit reduziertem Bauraum, ausgeführt sein und besonders geräuscharm betrieben werden.
Die mindestens drei Lüfter können als Axiallüfter und/oder Radiallüfter und/oder Querstromlüfter
ausgebildet sein. Eine große Anzahl an Lüftern ermöglicht bei Aufrechterhaltung der
Abzugsleistung die Verwendung kleinerer und/oder leiserer Lüfter. Querstromlüfter
weisen im Vergleich zu Axiallüftern bei gleicher Abzugsleistung einen geringeren Durchmesser
auf und ermöglichen deshalb eine besonders kompakte Dimensionierung der Dunstabzugsvorrichtung.
[0042] Gemäß einem Aspekt weist der mindestens eine Lüfter jeweils ein Lüfterrad mit einem
Durchmesser von höchstens 250 mm, insbesondere höchstens 200 mm, besonders bevorzugt
höchstens 180 mm, insbesondere höchstens 150 mm, insbesondere höchstens 120 mm, insbesondere
höchstens 100 mm, insbesondere höchstens 80 mm, insbesondere höchstens 50 mm, auf.
Die Dunstabzugsvorrichtung kann somit besonders kompakt ausgebildet werden. Der von
der Dunstabzugsvorrichtung beanspruchte Bauraum ist gering.
[0043] Prinzipiell können auch Lüfter mit größeren Lüfterrädern, insbesondere mit einem
Durchmesser von 160 mm, 200 mm oder bis zu 250 mm verwendet werden. Es ist insbesondere
möglich, vier Lüfter mit Lüfterrädern mit einem Durchmesser von jeweils 160 mm zu
verwenden. Die Lüfterräder können jeweils eine Bauhöhe von 80 mm oder weniger, insbesondere
50 mm oder weniger aufweisen.
[0044] Vorzugsweise beträgt eine Bauhöhe der Dunstabzugsvorrichtung höchstens 220 mm, insbesondere
höchstens 200 mm, insbesondere höchstens 150 mm, insbesondere höchstens 120 mm, insbesondere
höchstens 100 mm. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass die Dunstabzugsvorrichtung
besonders kompakt ausbildbar ist. Ein Raum unterhalb der Dunstabzugsvorrichtung kann
weitestgehend als Stauraum, beispielsweise für Kochgeschirr, erhalten bleiben.
[0045] Gemäß einem weiteren Aspekt sind das oder die Lüfterräder zumindest teilweise aus
Metall, Kunststoff oder Faserverbundstoff. Sie sind insbesondere aus einem bis mindestens
50 °C hitzebeständigen, nicht-schmelzenden Material. Sie sind insbesondere aus einem
feuchtebeständigen und/oder formbeständigen Material. Das Lüfterrad ist insbesondere
aus einem nicht brennbaren Material. Es ist insbesondere aus einem schwer entflammbaren
Material.
[0046] Gemäß einem weiteren Aspekt ist der mindestens eine Lüfter über einen Unterdruck-Kanalabschnitt
der Dunstabzugsvorrichtung luftführend mit der mindestens einen Eintrittsöffnung verbunden.
Der Unterdruck-Kanalabschnitt der Dunstabzugsvorrichtung erstreckt sich zwischen der
mindestens einen Einströmöffnung und dem mindestens einen Lüfter. Vorzugsweise stehen
sämtliche der Lüfter über den Unterdruck-Kanalabschnitt luftführend miteinander in
Verbindung. Der mindestens Lüfter kann über einen einzigen Unterdruck-Kanalabschnitt
mit der mindestens einen Einströmöffnung in Verbindung stehen. Alternativ kann die
Dunstabzugsvorrichtung mehrere Einströmöffnungen aufweisen, wobei jede der Einströmöffnungen
über einen separaten Unterdruck-Kanalabschnitt luftführend mit einem der Lüfter in
luftleitender Verbindung steht. Vorzugsweise sind sämtliche der Lüfter, insbesondere
mittels einer entsprechenden Steuereinrichtung, unabhängig voneinander ansteuerbar.
Vorzugsweise können so Kochdünste über die einzelnen Einströmöffnungen unabhängig
voneinander abgezogen werden. Zur Variation der Abzugsleistung können wahlweise alle
oder einzelne der Lüfter aktivierbar sein. Die einzelnen Lüfter können somit stets
bei einer, insbesondere durch die Geometrie der Lüfterräder bestimmten, optimalen
Drehzahl betrieben werden, in der diese effizient und geräuscharm arbeiten, wobei
die Abzugsleistung durch Aktivieren einer gegenüber der Gesamtzahl an Lüftern verringerten
Anzahl an Lüftern steuerbar bleibt.
[0047] Die Dunstabzugsvorrichtung kann einen Filter zum Filtern der Kochdünste aufweisen.
Dadurch, dass mehrere der Lüfter über den Unterdruck-Kanalabschnitt luftführend miteinander
verbunden sind, kann eine Anzahl der Filter geringer sein als die Anzahl der Lüfter.
Die Dunstabzugsvorrichtung ist somit besonders einfach zu warten und kompakt ausführbar.
Vorzugsweise ist die Dunstabzugsvorrichtung derart ausgebildet, dass jeder der Lüfter
die Kochdünste durch jeden der Filter, insbesondere durch einen einzigen Filter, abzieht.
[0048] Gemäß einem weiteren Aspekt ist der Filter in vertikaler Richtung angrenzend an die
mindestens eine Einströmöffnung und/oder an einen Kochgutträger, insbesondere eine
Oberfläche des Kochgutträgers, und/oder flächenbündig hierzu angeordnet. Der Filter
kann in einer Draufsicht vollständig von dem Kochgutträger überlappt sein oder hinter
dem Kochgutträger angeordnet sein. Durch eine derartige Anordnung des Filters kann
die Dunstabzugsvorrichtung besonders platzsparend ausgebildet sein und besonders geringe
Bauhöhe aufweisen.
[0049] Der Filter kann auf den Kochgutträger aufgeklebt und/oder über eine Filteraufnahme,
insbesondere formschlüssig, insbesondere über eine Schiene, mit dem Kochgutträger
verbunden sein. Vorzugsweise ist der Filter reversibel, insbesondere werkzeuglos,
von der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere dem Kochgutträger, abnehmbar. Der Filter
kann als Fettfilter ausgebildet sein. Vorzugsweise beträgt eine von dem Kochgutträger
in einer Draufsicht überdeckte Fläche des Filters mindestens 50 % der Fläche des Kochgutträges
in der Draufsicht. Eine energieeffiziente Filterung der Kochdünste wird somit gewährleistet.
[0050] Die Dunstabzugsvorrichtung kann mindestens eine Abdeckung zum Abdecken der mindestens
einen Einströmöffnung aufweisen. Die Abdeckung kann parallel, insbesondere flächenbündig,
zu einer Oberfläche des Kochgutträgers angeordnet sein. Die Abdeckung kann mehrere,
insbesondere mindestens zehn, insbesondere mindestens fünfzig, insbesondere mindestens
einhundert, Abdecköffnungen zum Abzug der Kochdünste aufweisen. Die Abdeckung kann
als Gitter oder als Metallgestrick ausgebildet sein. Die Abdeckung kann ein Glas,
insbesondere eine Glaskeramik, oder ein Metall, insbesondere einen Edelstahl, aufweisen.
Vorzugsweise ist die Abdeckung, insbesondere farblich und/oder strukturell, derart
an den Kochgutträger angepasst, dass diese optisch kaum oder gar nicht voneinander
unterscheidbar sind.
[0051] Der Filter kann die mindestens eine Abdeckung und mindestens ein Filterelement aufweisen.
Die Abdeckung kann reversibel mit dem Filterelement verbunden sein. Der Filter kann
eine Auffangschale zum Aufnehmen von Überlaufflüssigkeit aufweisen. Beispielsweise
ist der Filter im Querschnitt dreieckförmig.
[0052] Gemäß einem Aspekt weist die Dunstabzugsvorrichtung mindestens einen Lüftermotor
auf, welcher jeweils mit mindestens zwei, insbesondere mit mindestens drei, der Lüfter
drehantreibend verbunden ist. Vorzugsweise sind sämtliche der Lüfter mittels eines
einzigen Lüftermotors drehangetrieben. Der Lüftermotor kann hierzu über ein oder mehrere
Drehübertragungsmittel, insbesondere ein oder mehrere Getriebe und/oder einen Riementrieb,
mit dem jeweiligen Lüfterrad der mindestens zwei, insbesondere mindestens drei, Lüfter
in drehübertragender Verbindung stehen. Der Lüftermotor kann insbesondere über eine
schaltbare Kupplungseinrichtung mit den Lüfterrädern der Lüfter in drehübertragende
Verbindung gebracht oder von diesen entkoppelt werden. Allgemein kann die Anzahl der
Lüftermotoren kleiner sein als die Anzahl der Lüfter, insbesondere kleiner als die
Anzahl der Lüfterräder. Dieser Aspekt ist auch unabhängig von den übrigen Details
der vorliegenden Erfindung vorteilhaft.
[0053] Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst die Dunstabzugsvorrichtung mindestens einen in
dem Unterdruck-Kanalabschnitt angeordneten Geruchsfilter, insbesondere einen Aktivkohlefilter.
Vorzugsweise ist der Filter als Kombinationsfilter ausgebildet, wobei dieser sowohl
einen Fettfilter als auch einen Geruchsfilter umfasst. Der in dem Unterdruck-Kanalabschnitt
angeordnete Geruchsfilter ist besonders einfach, insbesondere über die mindestens
eine Einströmöffnung, reversibel entnehmbar. Die Dunstabzugsvorrichtung ist somit
besonders einfach zu warten.
[0054] Gemäß einem weiteren Aspekt weisen mindestens zwei der Lüfter schräg zueinander orientierte
Drehachsen auf. Hierunter ist zu verstehen, dass mindestens zwei der Lüfter zueinander
nicht parallele Drehachsen aufweisen. Die Drehachse des mindestens einen Lüfters kann
vertikal und/oder horizontal orientiert sein. Die Drehachse des mindestens einen Lüfters
kann auch zu der Vertikalrichtung geneigt angeordnet sein, wobei ein Winkel zu der
Vertikalrichtung größer als 5° und geringer als 85° ist. Die Drehachsen der mindestens
zwei Lüfter können radial zu dem stromaufwärts angeordneten Unterdruck-Kanalabschnitt
und/oder zu einer, insbesondere durch den geometrischen Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung
verlaufenden Vertikalachse orientiert sein. Die mindestens zwei Lüfter sind somit
besonders platzsparend an dem Unterdruck-Kanalabschnitt anordenbar. Ein Winkel zwischen
den Drehachsen der mindestens zwei Lüfter beträgt vorzugsweise mindestens 30°, insbesondere
mindestens 45°, insbesondere 90°.
[0055] Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst die Dunstabzugsvorrichtung mindestens ein an
die mindestens eine Einströmöffnung angrenzendes und entlang einer Vertikalrichtung
verlagerbares Leitelement zum einseitigen Abschatten eines stromaufwärts der mindestens
einen Einströmöffnung gelegenen Oberraums. Als Oberraum wird ein Raum oberhalb der
Dunstabzugsvorrichtung verstanden, aus dem die Kochdünste mittels der Dunstabzugsvorrichtung
nach unten abgezogen werden. Das Leitelement ist vorzugsweise plattenförmig ausgebildet.
Das mindestens eine Leitelement umgibt die mindestens eine Einströmöffnung einseitig,
das heißt nicht vollständig. In einer Draufsicht umgibt das mindestens eine Leitelement
die mindestens eine Einströmöffnung, insbesondere ausgehend von einem geometrischen
Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung, vorzugsweise über einen Winkel von mindestens
30°, insbesondere mindestens 45°, insbesondere mindestens 90°, insbesondere mindestens
120°, insbesondere mindestens 180°. Der Abzug der Kochdünste kann somit gerichtet
und besonders energieeffizient erfolgen. Die Wirksamkeit des Leitelements hängt im
Wesentlichen von seiner Höhe ab. Vorzugsweise erstreckt sich das mindestens eine Leitelement
in vertikaler Richtung ausgehend von der mindestens einen Einströmöffnung nach oben
über mindestens 50 mm, insbesondere mindestens 100 mm, insbesondere mindestens 150
mm, insbesondere mindestens 200 mm.
[0056] Das mindestens eine Leitelement kann eben oder einfach gekrümmt oder doppelt gekrümmt,
das heißt nicht abwickelbar, ausgebildet sein. Das mindestens eine Leitelement ist
im Querschnitt vorzugsweise kreisbogenförmig ausgebildet.
[0057] Das mindestens eine Leitelement kann eine Beleuchtung aufweisen. Das mindestens eine
Leitelement kann auch eine Benutzerschnittstelle zum Steuern des mindestens einen
Lüfters und/oder des mindestens einen Kochfeldes aufweisen.
[0058] Vorzugsweise ist das mindestens eine Leitelement relativ zu der mindestens einen
Einströmöffnung verlagerbar. Die Dunstabzugsvorrichtung kann hierzu eine Führungseinrichtung,
insbesondere eine Kulissenführung, aufweisen. Vorzugsweise ist das mindestens eine
Leitelement zwischen einer Leitposition, in welcher der Oberraum einseitig abgeschattet
ist, und einer Rückstellposition, in welcher der Abzug der Kochdünste von dem mindestens
einen Leitelement unbeeinträchtigt erfolgt, anordenbar.
[0059] Gemäß einem weiteren Aspekt ist eine Oberseite des mindestens einen Leitelements
in der Rückstellposition unterhalb oder bündig zu der daran angrenzenden Einströmöff
nung anordenbar. Ein Bereich oberhalb der Einströmöffnung kann so von dem mindestens
einen Leitelement unbeeinträchtigt zum Abstellen von Kochgut verwendet werden.
[0060] Vorzugsweise umfasst das Leitelement ein Verschließelement zum, insbesondere luftdichten,
Verschließen der mindestens einen Einströmöffnung in der Rückstellposition.
[0061] In der Leitposition überdeckt das mindestens eine Leitelement die mindestens eine
Einströmöffnung in einer Draufsicht vorzugsweise zumindest teilweise. Der Abzug der
Kochdünste kann somit stärker gerichtet und somit besonders effizient erfolgen.
[0062] Gemäß einem weiteren Aspekt weist die mindestens eine Einströmöffnung eine Fläche
von höchstens 100 mm
2, insbesondere höchstens 10 mm
2, insbesondere höchstens 1 mm
2, insbesondere höchstens 0,1 mm
2, auf. Eine Anzahl der Einströmöffnungen beträgt vorzugsweise mindestens zehn, insbesondere
mindestens fünfundzwanzig, insbesondere mindestens fünfzig, insbesondere mindestens
einhundert, insbesondere mindestens eintausend. Der Abzug der Kochdünste kann somit
an einer Vielzahl unterschiedlicher Positionen und in unmittelbarer Nähe zum Ort des
Entstehens der Kochdünste erfolgen. Der Abzug der Kochdünste ist somit besonders effizient.
[0063] Gemäß einem weiteren Aspekt sind die mehreren Einströmöffnungen je einer von mindestens
zwei Abzugssektionen zugehörig, wobei der Abzug der Kochdünste über jede der Abzugssektionen
unabhängig erfolgen kann. Die Einströmöffnungen jeder der mindestens zwei Abzugssektionen
können jeweils mit luftdicht voneinander getrennt vorliegenden Unterdruck-Kanalabschnitten
in Verbindung stehen. Vorzugsweise steht jede der mindestens zwei Abzugssektionen,
insbesondere über je einen separaten Unterdruck-Kanalabschnitt, mit jeweils mindestens
einem Lüfter zum Ansaugen der Kochdünste in luftleitender Verbindung. Vorzugsweise
umfasst jede der mindestens zwei Abzugssektionen mindestens einen, insbesondere mindestens
zwei, insbesondere mindestens fünf, insbesondere mindestens zehn, insbesondere mindestens
fünfzig, Einströmöffnungen.
[0064] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Kochfeldsystem zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch ein Kochfeldsystem mit einer Dunstabzugsvorrichtung gemäß
der vorstehenden Beschreibung und einem Kochfeld zum Erwärmen von Kochgut gelöst.
[0065] Vorzugsweise umfasst das Kochfeld mindestens einen Kochgutträger und mindestens eine
unterhalb des Kochgutträgers angeordnete Heizeinheit. Die mindestens eine Heizeinheit
kann als Strahlungsheizeinheit und/oder als Induktionsheizeinheit ausgebildet sein.
Die mindestens eine Heizeinheit, insbesondere die Induktionsspulen, können jeweils
einen Durchmesser beziehungsweise eine Länge und Breite von bis zu 23 cm, insbesondere
bis zu 24 cm, insbesondere mehr als 24 cm aufweisen. Das Kochfeldsystem kann insbesondere
vier Kochfelder mit einem Durchmesser beziehungsweise einer Länge und Breite von jeweils
24 cm aufweisen.
[0066] Die mindestens eine Einströmöffnung ist vorzugsweise in einer Draufsicht im hinteren
Drittel, insbesondere im hinteren Viertel, des Kochfeldsystems angeordnet. Die mindestens
eine Einströmöffnung erstreckt sich vorzugsweise über mindestens 50 %, insbesondere
mindestens 70 %, insbesondere mindestens 85 %, der Breite des Kochfeldsystems Gemäß
einem Aspekt der Erfindung überlappt der Kochgutträger sämtliche der Lüfter in einer
Draufsicht vollständig. Die horizontalen Abmessungen des Kochfeldsystems sind somit
besonders gering.
[0067] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die Lüfter in Draufsicht in einem
Bereich hinter der rückseitigen Kante des Kochgutträgers angeordnet. Dies ermöglicht
es, das Kochfeldsystem im vorderen Bereich, insbesondere im Bereich der Kochfelder,
welche auch als Kochstellen bezeichnet werden, mit besonders geringer Bauhöhe auszubilden.
Das Kochfeldsystem kann im vorderen Bereich, insbesondere über mindestens 50%, insbesondere
mindestens 70%, insbesondere mindestens 80%, insbesondere mindestens 90% seiner Erstreckung
in Richtung senkrecht zur Vorderkante eine Bauhöhe von höchstens 10 cm, insbesondere
höchstens 5 cm, insbesondere höchstens 4 cm aufweisen. Diese Angaben zur Bauhöhe des
Kochfeldsystems gelten insbesondere für den gesamten Bereich, in welchem die Kochfelder
angeordnet sind. Das Kochfeldsystem weist somit in diesem Bereich eine derart geringe
Bauhöhe auf, dass der gesamte Raum im darunter befindlichen Unterschrank nutzbar ist.
Es braucht insbesondere nicht auf die oberste Schublade verzichtet zu werden. Gegebenenfalls
kann diese mit einer etwas reduzierten Einschubtiefe ausgebildet werden.
[0068] Gemäß einem weiteren Aspekt weist das Kochfeldsystem einen L-förmigen Querschnitt
auf. Es kann insbesondere in seinem vorderen Bereich, insbesondere im Bereich, wo
die Kochfelder angeordnet sind, eine geringere Bauhöhe aufweisen als im Bereich seiner
rückseitigen Kante. Hierbei können im Bereich der rückseitigen Kante beispielsweise
Elektronikkomponenten und/oder der oder die Lüfter, insbesondere der oder die Lüfterräder,
angeordnet sein.
[0069] Gemäß einem weiteren Aspekt kann das Kochfeldsystem einen in Querrichtung L-förmigen
Querschnitt aufweisen. Es kann insbesondere in einem oder beiden seiner Randbereiche
eine größere Bauhöhe aufweisen als in seinem Zentralbereich. Auch hierdurch kann erreicht
werden, dass das Kochfeldsystem in seinem Zentralbereich eine besonders geringe Bauhöhe
aufweist. Es ist insbesondere möglich, Elektronikkomponenten und/oder Lüfter oder
deren Bestandteile und/oder andere Komponenten des Kochfeldsystems in einem Randbereich,
insbesondere in einem hinteren und/oder einem seitlichen Randbereich anzuordnen.
[0070] Gemäß einem Aspekt ist der Filter in einer Draufsicht zwischen mindestens zwei der
Kochfelder oder hinter dem mindestens einen Kochfeld angeordnet.
[0071] Gemäß einem Aspekt ist die mindestens eine Einströmöffnung gaspermeabel und flüssigkeitsabweisend,
insbesondere flüssigkeitsdicht, ausgebildet. Hierzu kann an der mindestens einen Einströmöffnung,
insbesondere an dem Kochgutträger, eine gaspermeable und flüssigkeitsabweisende, insbesondere
flüssigkeitsdichte, Schicht angeordnet sein. Die gaspermeable und flüssigkeitsabweisende
Schicht kann oberhalb oder unterhalb des Kochgutträgers angeordnet sein. Die gaspermeable
und flüssigkeitsabweisende Schicht kann an dem Kochgutträger und/oder an dem mindestens
einen Filter, insbesondere stoffschlüssig oder auswechselbar, angebracht sein. Vorzugsweise
ist die gaspermeable und flüssigkeitsabweisende Schicht reinigbar, insbesondere spülmaschinenfest,
ausgebildet. Hierdurch kann erreicht werden, dass Kochdünste zuverlässig nach unten
abgesaugt, Flüssigkeiten jedoch nicht in einen Bereich unterhalb des Kochgutträgers
und/oder der mindestens einen Einströmöffnung eindringen können.
[0072] Die mindestens eine Einströmöffnung kann jeweils einen den Kochgutträger durchdringenden
Einströmkanal stromaufwärts begrenzen. Der mindestens eine Einströmkanal kann als
Bohrung, insbesondere als Mikro-Bohrung und/oder als Perforierung, ausgebildet sein.
Vorzugsweise ist mindestens eine der Einströmöffnungen in einer Draufsicht in einem
zentralen Bereich des Kochgutträgers, insbesondere im Bereich des geometrischen Flächenschwerpunktes
des Kochgutträgers, angeordnet. Mindestens eine der Einströmöffnungen kann in einer
Draufsicht in einem Randbereich des Kochgutträgers angeordnet sein.
[0073] Gemäß einem Aspekt beträgt der Flächenanteil einer perforierten Oberfläche des Kochgutträgers
gegenüber der Gesamtoberfläche des Kochgutträgers in einer Draufsicht mindestens 30
%, insbesondere mindestens 50 %, insbesondere mindestens 75 %, insbesondere 100 %.
[0074] Gemäß einem Aspekt ist der mindestens eine Kochgutträger, insbesondere werkzeuglos,
reversibel von einer Kochgutträgeraufnahme des Kochfeldsystems abnehmbar.
[0075] Der Kochgutträger kann insbesondere als separates, von den übrigen Bestandteilen
des Kochfeldsystems trennbares Bauelement ausgebildet sein. Er kann auch zusammen
mit den Induktionsgeneratoren von den übrigen Bestandteilen des Kochfeldsystems trennbar,
insbesondere abnehmbar sein.
[0076] Der Kochgutträger kann spülmaschinenfest und/oder zur Reinigung in einem Pyrolyseverfahren
ausgebildet sein. Insbesondere kann der Kochgutträger hierzu kratzfest und/oder korrosionsbeständig
und/oder hitzebeständig, insbesondere für Temperaturen von mindestens 200 °C, insbesondere
mindestens 300 °C, insbesondere mindestens 400 °C, insbesondere mindestens 500 °C,
ausgebildet sein.
[0077] Der mindestens eine Kochgutträger kann auch als, insbesondere werkzeuglose abnehmbare
und/oder tragbare, kapazitive und/oder elektrisch beheizbare Warmhalteplatte ausgebildet
sein. Zur elektrischen Beheizung kann die Warmhalteplatte Schichten aus Mikanit aufweisen.
Vorzugsweise ist die Warmhalteplatte bis zu einer Temperatur von maximal 120 °C, insbesondere
maximal 100 °C, insbesondere maximal 80 °C, beheizbar. Vorzugsweise weist der Kochgutträger
eine spezifische Wärmekapazität von mindestens 500 J/kgK, insbesondere mindestens
700 J/kgK, insbesondere mindestens 850 J/kgK, auf.
[0078] Gemäß einem weiteren Aspekt ist das Kochfeldsystem als Kompaktgerät ausgebildet.
Unter dem Kompaktgerät wird eine Montageeinheit, umfassend das Kochfeld und die Dunstabzugsvorrichtung,
verstanden, wobei die Dunstabzugsvorrichtung den Unterdruck-Kanalabschnitt und den
mindestens einen Lüfter umfasst. Das als Kompaktgerät ausgebildete Kochfeldsystem
ist besonders schnell und aufwandsgünstig, insbesondere an einer Arbeitsplatte, montierbar.
[0079] Gemäß einem weiteren Aspekt ist der mindestens eine Lüfter in einer Draufsicht horizontal
vollständig hinter dem geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochfeldsystems, insbesondere
des Kochgutträgers, angeordnet. Eine Gesamtbauhöhe des Kochfeldsystems kann somit
besonders gering sein. Bei der Anbringung des Kochfeldsystems an einem Küchenunterschrank
bleibt der unterhalb der Arbeitsplatte zur Verfügung stehende Stauraum von dem Kochfeldsystem,
insbesondere in einem vorderen Bereich, weitestgehend unbeeinträchtigt. Vorzugsweise
ist der mindestens eine Lüfter in der Draufsicht vollständig in einem Bereich hinter
dem Kochgutträger angeordnet. Dabei kann eine Drehachse des mindestens einen Lüfters
horizontal, insbesondere in Tiefenrichtung des Kochfeldes, orientiert sein.
[0080] Gemäß einem weiteren Aspekt beträgt eine vordere Bauhöhe des Kochfeldsystems in einem
horizontalen Bereich zwischen der Vorderkante und einem geometrischen Flächenschwerpunkt
des Kochfeldsystems höchstens 180 mm, insbesondere höchstens 150 mm, insbesondere
höchstens 120 mm, insbesondere höchstens 100 mm, insbesondere höchstens 80 mm, insbesondere
höchstens 50 mm. Es hat sich gezeigt, dass ein Kochfeldsystem mit einer Bauhöhe von
40 mm im vorderen Bereich möglich ist.
[0081] Das Kochfeldsystem weist eine derartig geringe Bauhöhe insbesondere in einem Bereich,
welcher sich über mindestens 30 cm, insbesondere mindestens 40 cm, insbesondere mindestens
50 cm ausgehend von der Vorderkante in Richtung senkrecht zu dieser erstreckt, auf.
[0082] Das Kochfeldsystem kann insbesondere im gesamten Bereich der Kochstellen eine derartig
geringe Bauhöhe aufweisen.
[0083] Eine Gesamtbauhöhe des Kochfeldsystems beträgt vorzugsweise höchstens 250 mm, insbesondere
200 mm, insbesondere 150 mm.
[0084] Es wurde erkannt, dass das Kochfeldsystem mit der relativ zu dem Kochfeld verlagerbaren
Kochfeldabdeckung, welche in der Verschlussstellung die mindestens eine Einströmöffnung
und die mindestens eine Kochstelle in einer Draufsicht zumindest teilweise überdeckt
und in der Offenstellung freigibt, besonders flexibel und intensiv nutzbar ist. Als
Kochstelle wird ein Bereich oberhalb des Kochgutträgers bezeichnet, in dem die mindestens
eine Heizeinheit das Kochgut erwärmt.
[0085] Bei einer Anordnung der Kochfeldabdeckung in der Offenstellung kann das gesamte Kochfeld
in üblicher Weise zum Erwärmen des Kochguts verwendet werden. Bei einer Anordnung
der Kochfeldabdeckung in der Verschlussstellung kann ein erster Bereich oberhalb des
Kochfeldes beispielsweise zum Erwärmen von Kochgut genutzt werden, wobei ein zweiter
Bereich oberhalb des Kochfeldes gleichzeitig zum Vorbereiten des Kochguts nutzbar
ist. Durch die zumindest abschnittsweise Abdeckung der mindestens einen Einströmöffnung
wird die Abzugsintensität, insbesondere bei unveränderter Lüfterleistung, in dem unverdeckten
Bereich der Einströmöffnung erhöht. In dem zum Kochen verwendeten Bereich des Kochfeldes
kann so eine erhöhte Abzugsleistung bereitgestellt werden. Zudem kann die in der Offenstellung
angeordnete Kochfeldabdeckung eine dahinterliegende Wand zuverlässig vor Fettspritzern
schützen. Eine intensive Nutzung des in einer Küche zur Verfügung stehenden Raums
sowie ein energieeffizienter Abzug von Kochdünsten werden somit ermöglicht.
[0086] Gemäß einem weiteren Aspekt überdeckt die Kochfeldabdeckung in der Verschlussstellung
lediglich die mindestens eine Einströmöffnung, jedoch nicht die Kochstellen. Die Kochfeldabdeckung
kann sich in der Verschlussstellung insbesondere bündig an eine rückseitige Kante
der Kochfelder, insbesondere des Kochgutträgers anschließen.
[0087] Eine Oberseite der Kochfeldabdeckung kann als mechanisch unempfindliche, insbesondere
kratzfeste Abstellfläche und/oder schnittfeste Schneidfläche ausgebildet sein. Bei
einer Anordnung der Kochfeldabdeckung in der Verschlussstellung kann die Oberseite
der Kochfeldabdeckung dann beispielsweise zur Vorbereitung zu erwärmender Nahrungsmittel
genutzt werden. Vorzugsweise ist die Kochfeldabdeckung hochtemperaturfest, insbesondere
für Temperaturen von mindestens 150 °C, insbesondere mindestens 200 °C, insbesondere
mindestens 250 °C, ausgebildet. Die Kochfeldabdeckung kann eine besonders geringe
Wärmeleitfähigkeit von höchsten 3.0 W/mK, insbesondere höchstens 2.0 W/mK, insbesondere
höchstens 1.0 W/mK, aufweisen. Erhitztes Kochgut kann somit ohne die Gefahr einer
Beschädigung der Kochfeldabdeckung und ohne die Gefahr einer Verbrennung der Haut
an der Erhitzen Kochfeldabdeckung auf dieser abgestellt werden.
[0088] Die Kochfeldabdeckung kann insbesondere aus Metall, insbesondere Gusseisen, Glas
oder Glaskeramik oder aus Kunststoff sein.
[0089] Die Kochfeldabdeckung ist vorzugsweise schwenkbar an dem Kochfeldsystem, insbesondere
an dem Kochfeld, angebracht. Die Kochfeldabdeckung kann mit einer Antriebseinrichtung
zum Verlagern der Kochfeldabdeckung zwischen der Verschlussstellung und der Offenstellung
in Verbindung stehen. Die Antriebseinrichtung kann einen Motor und/oder ein Federelement
umfassen. Die Kochfeldabdeckung kann somit besonders einfach, insbesondere automatisiert,
zwischen der Verschlussstellung und der Offenstellung verlagert werden. Zum händischen
Verlagern zwischen der Offenstellung und der Verschlussstellung kann die Kochfeldabdeckung
ein Griffmittel aufweisen.
[0090] Vorzugsweise verdeckt die Kochfeldabdeckung die mindestens eine Einströmöffnung und/oder
die mindestens eine Kochstelle in der Verschlussstellung vollständig. Die Kochfeldabdeckung
kann in der Verschlussstellung das gesamte Kochfeld, insbesondere den gesamten Kochgutträger,
in einer Draufsicht vollständig überlappen. Die Kochfeldabdeckung kann in der Verschlussstellung
auf dem Kochfeld, insbesondere auf dem Kochgutträger, aufliegen. In der Verschlussstellung
kann eine Oberfläche der Kochfeldabdeckung bündig zu einer Arbeitsplatte angeordnet
sein oder diese nach oben überragen.
[0091] Gemäß einem Aspekt verschließt die Kochfeldabdeckung die mindestens eine Einströmöffnung
in der Verschlussstellung luftdicht. Die Kochfeldabdeckung kann hierzu eine Verschließdichtung
aufweisen. Vorzugsweise umgibt die Verschließdichtung die mindestens eine Einströmöffnung
in der Verschlussstellung vollständig. Der Austritt von Gerüchen aus der Dunstabzugsvorrichtung
durch die mindestens eine Einströmöffnung kann somit, insbesondere bei deaktivierten
Lüftern, zuverlässig verhindert werden.
[0092] Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst die Kochfeldabdeckung mindestens zwei unabhängig
voneinander verlagerbare Abdeckkörper. Vorzugsweise sind die mindestens eine Einströmöffnung
und der Kochgutträger durch die mindestens zwei Abdeckkörper jeweils teilweise verdeckbar.
Nicht verwendete Bereiche des Kochgutträgers können so zusammen mit einem, insbesondere
angrenzenden, Teilbereich der mindestens einen Einströmöffnung verdeckt werden, wobei
insbesondere ein weiterer Teilbereich des Kochgutträgers zum Erwärmen von Kochgut
verwendet werden kann. Über den somit verkleinerten Bereich der Einströmöffnung können
die Kochdünste besonders intensiv abgezogen werden.
[0093] Die Kochfeldabdeckung kann mindestens einen an dem mindestens einen Abdeckkörper
angebrachten Verschließdeckel aufweisen. Der Verschließdeckel kann derart ausgebildet
sein, dass dieser in der Verschlussstellung des mindestens einen Abdeckkörpers in
einen Unterdruck-Kanalabschnitt der Dunstabzugsvorrichtung eindringt. Die Verschließdichtung
ist vorzugsweise an dem mindestens einen Verschließdeckel angeordnet. Die mindestens
eine Eintrittsöffnung kann somit besonders zuverlässig, insbesondere luftdicht, verschlossen
werden.
[0094] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung des Kochfeldsystems anhand der Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems mit einem Kochfeld und einer
Dunstabzugsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie II-II in der
Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, wonach
das Kochfeldsystem sechs Induktivheizeinheiten, eine Dunstabzugsvorrichtung mit mehreren
Querstromlüftern und einem Kochgutträger mit einer Vielzahl von Einströmkanälen umfasst,
wobei diese inhomogen über eine Oberfläche des Kochgutträgers verteilt sind,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungssystem,
umfassend eine Dunstabzugsvorrichtung mit einer einzelnen von einem Kochgutträger
ausgebildeten Einströmöffnung und einer Kochfeldabdeckung zum reversiblen und vollständigen
Verdecken des Kochgutträgers und der Einströmöffnung,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie V-V in der Fig.
4 mit vier gleichwinklig und äquidistant um eine durch einen Flächenschwerpunkt der
Einströmöffnung verlaufende Vertikalachse angeordneten Lüftern,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie VI-VI in der
Fig. 4 mit einem hohlzylinderförmigen Filter,
- Fig. 7
- eine perspektivische Rückansicht eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,
wobei das Kochfeldsystem ein Kochfeld mit vier nebeneinander angeordneten Heizeinheiten,
eine Kochfeldabdeckung mit zwei unabhängig voneinander verlagerbaren Abdeckkörpern
und eine Dunstabzugsvorrichtung mit einer rückseitig an dem Kochfeld angeordneten
Einströmöffnung aufweist,
- Fig. 8
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie VIII-VIII in
der Fig. 7, wobei ein Geruchsfilter der Abzugsvorrichtung in einem stromaufwärts der
Lüfter angeordneten Unterdruck-Kanalabschnitt angeordnet ist,
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
mit zwei verlagerbaren Kochdunstleitelementen zum jeweils einseitigen Abschatten eines
stromaufwärts einer Einströmöffnung gelegenen Oberraums,
- Fig. 10
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie X-X in der Fig.
9 mit zwei stromabwärts der beiden Einströmöffnungen angeordneten Lüftern,
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel mit
einem Kochgutträger, drei daran angeordneten Heizeinheiten und einer Dunstabzugsvorrichtung
zum Abzug von Kochdünsten nach unten, wobei eine Gesamtbreite des Kochfeldsystems
560 mm beträgt und wobei sämtlich der Heizeinheiten in einer Draufsicht gleich beabstandet
zu der Einströmöffnung angeordnet sind,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht des Kochfeldsystems in Fig. 11, und
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, wobei
eine Mittelängsachse eines Einströmkanals zu einer Kochfeldnormalen geneigt ausgebildet
ist,
- Fig. 14
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem mit vier Heizeinheiten und einer Dunstabzugsvorrichtung,
und
- Fig. 15
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie XV-XV in der
Fig. 14 mit zwei Lüftern, welche je ein um eine Drehachse drehbar gelagertes Lüfterrad
aufweisen, wobei die Drehachse zur Horizontalebene und zu einer Vertikalrichtung geneigt
orientiert ist.
[0095] Im Folgenden werden unterschiedliche Details eines Kochfeldsystems 1 mit einem Kochfeld
2 und einer Dunstabzugsvorrichtung 3 anhand der Fig. 1 und Fig. 2 beschrieben. Das
Kochfeld 2 umfasst einen Kochgutträger 4 mit vier daran angeordneten Heizeinheiten
5 zum Erwärmen von Kochgut 6. Das Kochfeldsystem 1 ist an einem Küchenunterschrank
7 angeordnet. Hierzu ist das Kochfeldsystem 1 an einer Arbeitsplatte 8 des Küchenunterschranks
7 befestigt. Eine Oberfläche des Kochgutträgers 4 ist dabei flächenbündig zu einer
Oberfläche der Arbeitsplatte 8 angeordnet.
[0096] Zur Steuerung der Dunstabzugsvorrichtung 3 und der Heizeinheiten 5 umfasst das Kochfeldsystem
1 eine Benutzerschnittstelle 9. Die Benutzerschnittstelle 9 ist als berührungsempfindlicher
Bildschirm ausgebildet. Über eine nicht dargestellte Steuereinheit steht die Benutzerschnittstelle
9 in Signalverbindung mit der Dunstabzugsvorrichtung 3 und den Heizeinheiten 5.
[0097] Der Kochgutträger 4 umfasst eine Glasplatte, insbesondere eine Glaskeramikplatte.
Die Glasplatte ist von einer Vielzahl von Einströmkanälen 10 zum Abzug der Kochdünste
durchdrungen. Eine Querschnittsfläche der Einströmkanäle 10 ist jeweils geringer als
1 mm
2.
[0098] Ein von der jeweiligen Heizeinheit 5 beheizbarer Bereich auf Höhe oder oberhalb des
Kochgutträgers 4 bildet eine Kochstelle 11 aus. Im Bereich der Kochstellen 11 kann
die jeweilige Heizeinheit 5 auf das Kochgut 6 einwirken und dieses erwärmen. Im Bereich
der Kochstellen 11 weist der Kochgutträger 4 keine Einströmkanäle 10 auf. Mit Ausnahme
des Bereichs der Kochstellen 11 sind die Einströmkanäle 10 in einer Draufsicht zueinander
äquidistant verteilt an dem Kochgutträger 4 angeordnet. Die Einströmkanäle 10 erstrecken
sich jeweils geradlinig und in vertikaler Richtung durch den Kochgutträger 4. Die
Einströmkanäle 10 weisen einen kreisförmigen Querschnitt auf.
[0099] Wie in der Fig. 2 dargestellt, weist das Kochfeldsystem 1 ein Gehäuse 12 auf. An
dem Gehäuse 12 ist eine Kochgutträgeraufnahme 13 angeordnet. Der Kochgutträger 4 liegt
von oben auf der Kochgutträgeraufnahme 13 auf und ist von dieser werkzeuglos und reversibel
nach oben abnehmbar. Die Kochgutträgeraufnahme 13 weist eine nicht dargestellte Kippkante
auf. Die Kippkante grenzt eine Auflagefläche der Kochgutträgeraufnahme 13 von einer
Vertiefung ab. Die Vertiefung ist derart ausgebildet, dass durch Belasten des Kochgutträgers
4 in einem Bereich oberhalb der Vertiefung in Richtung nach unten ein Anheben eines
der Kippkante gegenüberliegenden Bereichs des Kochgutträgers 4 erzielt werden kann.
[0100] Der Kochgutträger 4 ist spülmaschinenfest ausgebildet. Insbesondere ist der Kochgutträger
4 hochtemperaturfest, insbesondere für Temperaturen von mindestens 350 °C, und zur
Pyrolysereinigung geeignet ausgebildet.
[0101] Die Anzahl der den Kochgutträger 4 durchdringenden Einströmkanäle 10 ist größer als
50. Unterhalb des Kochgutträgers 4, insbesondere in dem von den Einströmkanälen 10
durchdrungenen Bereichen, ist ein Filter 14 angeordnet. Der Filter 14 überlappt in
einer Draufsicht die Einströmkanälen 10 vollständig. Der Filter 14 ist als Kombinationsfilter
zum Filtern von Fett und von Gerüchen aus dem Kochdunst ausgebildet. Der Kochgutträger
4 weist eine Filteraufnahme 15 auf. Der Filter 14 ist mittels der Filteraufnahme 15
reversibel an dem Kochgutträger 4 angebracht.
[0102] Der Kochgutträger 4 ist für Gase durchlässig und für Flüssigkeiten undurchlässig
ausgebildet. Hierzu weist der Kochgutträger 4 im Bereich der Einströmkanäle 10 eine
hydrophobe Oberflächenbeschichtung 16 auf.
[0103] Der Filter 14 ist in einem Unterdruck-Kanalabschnitt 17 der Dunstabzugsvorrichtung
3 angeordnet. Der Unterdruck-Kanalabschnitt 17 erstreckt sich zwischen Einströmöffnungen
18, welche durch die Einströmkanäle 10 an der Oberseite des Kochgutträgers 4 ausgebildete
sind, und Lüftern 19 der Dunstabzugsvorrichtung 3. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst
vier Lüfter 19. Die Lüfter 19 sind als Querstromlüfter ausgebildet. Eine Drehachse
20 des jeweiligen Lüfters 19 ist horizontal, insbesondere parallel zu einer Vorderkante
20a des Kochfeldsystems 1, orientiert. Die Lüfter 19 stehen über den Unterdruck-Kanalabschnitt
17 in fluidleitender Verbindung mit den Einströmöffnungen 18 und über einen Überdruck-Kanalabschnitt
21 in fluidleitender Verbindung mit einem Kochdunstauslass 21.
[0104] Die Dunstabzugsvorrichtung 3 ist dazu ausgebildet, Kochdünste über vier voneinander
unabhängig betreibbare Abzugssektionen 22a, 22b, 22c, 22d abzuziehen. Die jeweilige
Abzugssektion 22a, 22b, 22c, 22d steht hierzu jeweils über einen separaten Unterdruck-Kanalabschnitt
17 in Verbindung mit einem der Lüfter 19. Die Oberfläche des Kochgutträgers 4 ist
in vier flächengleiche Abzugssektionen 22 unterteilt.
[0105] Zur luftdichten Verbindung des stromabwärts der jeweiligen Abzugssektion 22 angeordneten
Unterdruck-Kanalabschnitts 17 mit dem Kochgutträger 4 sind an dem Unterdruck-Kanalabschnitt
17 nicht dargestellte Dichtelemente angeordnet. Die Dichtelemente umranden dabei die
jeweilige Abzugssektionen 22 vollständig.
[0106] Der Kochgutträger 4 weist eine Tiefe T von 500 mm auf. Im vorderen Bereich, insbesondere
über mindestens 70 % der Tiefe T, ausgehend von einer Vorderkante 20a des Kochfeldsystems
1, weist das Kochfeldsystem 1 eine vordere Bauhöhe Hv von 120 mm oder weniger auf.
Die Bauhöhe Hv des Kochfeldsystems 1 kann in diesem Bereich insbesondere im Bereich
von lediglich 3 cm bis 5 cm liegen. Ein Stauraum 23 des Küchenunterschranks 7 bleibt
durch das Kochfeldsystem 1 weitestgehend unbeeinträchtigt und unverbaut. Eine oberste
Schublade 24 des Küchenunterschranks 7 ist dabei weder in vertikaler Richtung noch
in Tiefenrichtung eingekürzt. Gegebenenfalls ist es möglich, die oberste Schublade
24 des Küchenunterschranks 7 in Tiefenrichtung etwas kürzer auszubilden, um im rückseitigen
Bereich genügend Raum zur Anordnung der Lüfter 19 zur Verfügung zu haben.
[0107] Die Lüfter 19 weisen je ein Lüfterrad 25 auf. Ein Durchmesser D der Lüfterräder 25
beträgt 80 mm.
[0108] Das Kochfeldsystem 1 ist als Kompaktgerät ausgebildet und somit als vormontiertes
System einfach und schnell in die Arbeitsplatte 8 einsetzbar. Das als Kompaktgerät
ausgebildete Kochfeldsystem 1 umfasst dabei das Gehäuse 12, das Kochfeld 2 und die
Dunstabzugsvorrichtung 3, wobei dem Kompaktgerät der Unterdruck-Kanalabschnitt 17
und die Lüfter 19 der Dunstabzugsvorrichtung 3 vollständig sind, der stromabwärts
der Lüfter 19 angeordnete Überdruck-Kanalabschnitt 26 jedoch nur teilweise angehörig
sind.
[0109] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1, der Dunstabzugsvorrichtung 3, des Kochfeldes
2 und des Kochgutträgers 4 ist wie folgt:
Die Inbetriebnahme des Kochfeldsystems 1 erfolgt über die Benutzerschnittstelle 9.
Über die Benutzerschnittstelle 9 werden Benutzereingaben zum Steuern der Heizeinheiten
5 und der Lüfter 19 an die Steuereinheit übermittelt. Mittels der Steuereinheit wird
elektrische Energie zum Betreiben der Heizeinheiten 5 und der Lüfter 19 bereitgestellt.
Über die Steuereinheit werden Zustands- und Leistungsdaten der Heizeinheiten 5 und
der Lüfter 19 an die Benutzerschnittstelle 9 übermittelt und über die Benutzerschnittstelle
9 visuell dargestellt.
[0110] Die Heizeinheiten 5 sowie die Lüfter 19 können mittels der Steuereinheit unabhängig
voneinander mit elektrischer Leistung beschaltet werden. Durch Aktivieren der im Bereich
der Abzugssektion 22a angeordneten Heizeinheit 5 wird ausschließlich das dort angeordnete
Kochgut 6 erwärmt. Durch Aktivieren des mit der Abzugssektion 22a in Verbindung stehenden
Lüfters 19 werden Kochdünste über die der Abzugssektion 22a zugehörigen Einströmkanäle
10 abgezogen.
[0111] Anhand der Fig. 3 wird im Folgenden ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kochfeldsystems 1 beschrieben. Im Unterschied zu dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel
sind die Einströmkanäle 10 inhomogen über eine Oberfläche des Kochgutträgers 4 verteilt
angeordnet. Zudem sind auch in dem Bereich der Kochstellen 11 Einströmkanäle 10 angeordnet.
Der Unterdruck-Kanalabschnitt 17 erstreckt sich dabei insbesondere zwischen der Heizeinheit
5 und dem Kochgutträger 4. Die Heizeinheit 5 ist hierzu beabstandet zu dem Kochgutträger
4 angeordnet. Eine Anzahl der Einströmkanäle 10 pro Flächeneinheit ist in einem Randbereich
der jeweiligen Kochstelle 11 größer als in einem Mittenbereich der jeweiligen Kochstelle
11 und größer als in einem randseitigen Bereich des Kochgutträgers 4. Eine Querschnittsfläche
der Einströmkanäle 10 variiert entsprechend der Position des jeweiligen Einströmkanals
10 relativ zu der Kochstelle 11. Die in einem Randbereich der Kochstelle 11 angeordneten
Einströmkanäle 10 weisen eine größere Querschnittsfläche auf als diejenigen Einströmkanäle
10 in dem Mittenbereich der Kochstelle 11 und in dem Randbereich des Kochgutträgers
4.
[0112] Die Einströmkanäle 10 sind für Gase und Flüssigkeiten durchlässig ausgebildet. Unterhalb
des Kochgutträgers 4 ist eine Auffangschale 27 für Überlaufflüssigkeiten angeordnet.
Die Auffangschale 27 überlappt in einer Draufsicht eine Vielzahl der Einströmkanäle
10.
[0113] Das Kochfeldsystem 1 umfasst sechs Kochfelder 2 mit je einem Kochgutträger 4. Die
Kochgutträger 4 der jeweiligen Kochfelder 2 sind getrennt voneinander ausgebildet.
[0114] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß dem vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel. Dadurch, dass das Kochfeldsystem 1 mehrere Kochfelder 2 mit lediglich
einer einzelnen Heizeinheit 5 umfasst, sind die Abmessungen der Kochgutträger 4 entsprechend
gering. Die Kochgutträger 4 können so besonders einfach aus der jeweiligen Kochgutträgeraufnahme
13 entnommen und, insbesondere in einer Spülmaschine, gereinigt werden.
[0115] Nach Entnahme der Kochgutträger 4 aus der jeweiligen Kochgutträgeraufnahme 13 können
die Auffangschalen 27 einfach von oben gereinigt werden. Der an dem jeweiligen Kochgutträger
4 angeordnete Filter 14 kann besonders einfach gereinigt oder ausgewechselt werden.
[0116] Anhand der Fig. 4 bis Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen weist der Kochgutträger
4 einen einzigen Einströmkanal 10 auf. Eine Oberseite des Einströmkanals 10 bildet
die einzige Einströmöffnung 18 der Dunstabzugsvorrichtung 3. Die Einströmöffnung 18
ist von einem Einströmgitter 28 überdeckt.
[0117] Das Kochfeldsystem 1 umfasst eine Kochfeldabdeckung 29 zum reversiblen Abdecken des
Kochgutträgers 4 und der Einströmöffnung 18. Die Kochfeldabdeckung 29 umfasst einen
relativ zu dem Kochgutträger 4 verlagerbaren Abdeckkörper 30. Der Abdeckkörper 30
ist in einer Verschlussstellung und in einer Offenstellung anordenbar. In der Verschlussstellung
verdeckt der Abdeckkörper 30 den Kochgutträger 4 und die Einströmöffnung 18 in einer
Draufsicht vollständig. Der Abdeckkörper 30 umfasst eine Verschließdichtung 31 zum
luftdichten Verschließen der Einströmöffnung 18 in der Verschlussstellung.
[0118] Die Kochfeldabdeckung 29 ist an dem Kochfeld 2 gelenkig angebracht. In der Offenstellung
gibt die Kochfeldabdeckung 29 den Kochgutträger 4, insbesondere die Kochstellen 11,
zum Erwärmen des Kochguts sowie die Einströmöffnung 18 zum Abzug von Kochdünsten frei.
[0119] Die Oberfläche des Kochgutträgers 4 ist zu der Oberfläche der Arbeitsplatte 8 flächenbündig
angeordnet. In der Verschlussstellung liegt der Abdeckkörper 30 randseitig auf der
Arbeitsplatte 8 auf. Gemäß einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsvariante
kann die Oberfläche des Kochgutträgers 4 unterhalb der Oberfläche der Arbeitsplatte
8 angeordnet sein und eine Oberfläche der Kochfeldabdeckung 29 kann in der Verschlussstellung
flächenbündig zu der Oberfläche der Arbeitsplatte 8 angeordnet sein.
[0120] Die Fig. 5 zeigt einen Schnitt des Kochfeldsystems 1 von unten. Die Dunstabzugsvorrichtung
3 des Kochfeldsystems 1 umfasst vier Lüfter 19. Die Lüfter 19 weisen eine horizontal
orientierte Drehachse 20 auf. Die Lüfter 19 sind in einer Draufsicht äquidistant und
gleichwinklig verteilt um eine durch einen Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung
18 verlaufende Vertikalachse angeordnet. Die Drehachsen 20 je zweier zueinander benachbarter
Lüfter 19 sind in einem Winkel von 90° zueinander orientiert. Der Durchmesser D der
Lüfterräder 25 beträgt 120 mm. Die Lüfter 19 sind als Axiallüfter ausgebildet.
[0121] Die Lüfter 19 sind mit der Einströmöffnung 18 über einen gemeinsamen Unterdruck-Kanalabschnitt
17 verbunden. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst einen die Lüfter 19 fluidleitend
verbindenden Überdruck-Kanalabschnitt 26.
[0122] Wie in der Fig. 6 dargestellt beträgt eine Gesamtbauhöhe H des Kochfeldsystems 150
mm. Stromabwärts der Einströmöffnung 18 ist ein hohlzylinderförmiger Filter 14 mit
einer Auffangschale 17 für Überlaufflüssigkeiten angeordnet. Der Filter 14 ist als
Fettfilter ausgebildet.
[0123] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß dem in den Fig. 4 bis Fig. 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß den
vorangegangenen Ausführungsbeispielen. Das Einströmgitter 28 ist von dem Kochgutträger
4 reversibel abnehmbar. Der Filter 14 kann aus der Einströmöffnung 18 entnommen werden.
Die Kochfeldabdeckung 29 kann zwischen der Verschlussstellung und der Offenstellung
verschwenkt werden. Der Kochgutträger 4 ist fest mit der Arbeitsplatte 8 verbunden.
[0124] Anhand der Fig. 7 und Fig. 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen umfasst das Kochfeldsystem
1 ein Kochfeld 2 mit vier nebeneinander angeordneten Heizeinheiten 5. Eine Einströmöffnung
18 der Dunstabzugsvorrichtung 3 weist eine rechteckförmige Kontur auf und ist hinter
den Heizeinheiten 5 bzw. den Kochstellen 11 angeordnet. Die Einströmöffnung 18 steht
über einen Unterdruck-Kanalabschnitt 17 in luftleitender Verbindung mit vier Lüftern
19, welche jeweils ein Lüfterrad 25 aufweisen. Die Drehachsen 20 der Lüfterräder 25
sind parallel zueinander und horizontal orientiert.
[0125] Eine maximale vordere Bauhöhe Hv in einem horizontalen Bereich von einer Vorderkante
20a bis zu einem geometrischen Flächenschwerpunkt SP des Kochfeldsystems 1 beträgt
120 mm oder weniger. Die Bauhöhe Hv des Kochfeldsystems 1 kann in diesem Bereich insbesondere
im Bereich von lediglich 3 cm bis 5 cm liegen. Das Kochfeldsystem 1 weist insbesondere
ausgehend von seiner Vorderkante 20a über eine Tiefe T von mindestens 30 cm, insbesondere
mindestens 40 cm, eine derartig geringe Bauhöhe auf. Eine Gesamthöhe H des Kochfeldsystems
1 beträgt 180 mm oder weniger.
[0126] Die Kochfeldabdeckung 29 weist zwei Abdeckkörper 30 auf. Die beiden Abdeckkörper
30 sind unabhängig voneinander zwischen der Offenstellung und der Verschlussstellung
anordenbar. Jeder der Abdeckkörper 30 verdeckt in der Verschlussstellung je zwei der
Kochstellen 11 vollständig und die Einströmöffnung 18 halbseitig.
[0127] Die beiden Abdeckkörper 30 sind jeweils über einen Drehmechanismus 31a an dem Kochfeldsystem
1 angebracht. Der Drehmechanismus 31a weist eine nicht dargestellte Antriebsfeder
sowie ein ebenfalls nicht dargestelltes Dämpferelement auf. Der Drehmechanismus 31a
gewährleistet ein leichtgängiges und in der Bewegung gedämpftes Öffnen und Schließen
des jeweiligen Abdeckkörpers 30.
[0128] Wie in der Fig. 8 dargestellt umfasst die Dunstabzugsvorrichtung 3 zwei in dem Unterdruck-Kanalabschnitt
17 angeordnete Filter 14a, 14b. Der erste in Strömungsrichtung nach der Einströmöffnung
18 angeordnete Filter 14a ist als Fettfilter ausgebildet und der zweite Filter 14b
ist als Geruchsfilter ausgebildet. Als Geruchsfilter dient insbesondere ein Aktivkohlefilter.
Der zweite Filter 14b kann insbesondere ein oder mehrere Aktivkohleelemente aufweisen.
Diese können auf einfache Weise austauschbar sein. Sie können insbesondere durch die
Einströmöffnung 18 entnehmbar sein.
[0129] Alternativ oder zusätzlich zu dem zweiten Filter 14b im Unterdruck-Kanalabschnitt
17 kann ein Geruchsfilter, insbesondere in Form eines Aktivkohlefilters abstromseitig
zu mindestens einem der Lüfter 19 angeordnet sein. Es ist insbesondere möglich, abstromseitig
zu jedem der Lüfter 19 einen entsprechenden Geruchsfilter anzuordnen. Diese Geruchsfilter
sind vorzugsweise austauschbar, insbesondere werkzeuglos austauschbar. Sie können
insbesondere über jeweils vorgesehene Entnahmeöffnungen aus dem Überdruck-Kanalabschnitt
26 entnehmbar sein.
[0130] Die Kochfeldabdeckung 29 umfasst je einen mit dem Abdeckkörper 30 verbundenen Verschließdeckel
32 zum luftdichten Verschluss der Einströmöffnung 18. Der Abdeckkörper 30 ist beabstandet
zu dem Verschließdeckel 32 angeordnet.
[0131] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems
1 gemäß den zuvor genannten Ausführungsbeispielen. Durch die relative Verlagerbarkeit
der Abdeckkörper 30 zueinander kann die Einströmöffnung 18 wahlweise überhaupt nicht,
halbseitig oder vollständig verdeckt werden. Bei einer halbseitigen Verdeckung der
Einströmöffnung 18 ist die Abzugsleistung in dem nicht verdeckten Bereich der Einströmöffnung
18 bei gleicher Leistung der Lüfter 19 erhöht. Die nicht verdeckten Kochstellen 11
können weiterhin zum Erwärmen von Kochgut 6 verwendet werden. Die von dem Abdeckkörper
30 verdeckten Kochstellen 11 werden automatisch deaktiviert. Die Steuereinheit steht
hierzu in Signalverbindung mit Kontaktschaltern 33 zum Erfassen des in der Verschlussstellung
angeordneten Abdeckkörpers 30.
[0132] Anhand der Fig. 9 und Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen umfasst die
Abzugsvorrichtung 3 zwei Einströmöffnungen 18, welche durch zwei den Kochgutträger
4 durchdringende Einströmkanäle 10 gebildet sind. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst
zudem zwei Leitelemente 34, welche jeweils benachbart zu den Einströmöffnungen 18
angeordnet sind und parallel zu einer Haupterstreckung der Einströmöffnungen 18 orientiert
sind. Die Leitelemente 34 sind jeweils als einfach gekrümmte Schale ausgebildet. Die
Leitelemente 34 sind relativ zu dem Kochgutträger 4 zwischen einer Rückstellposition
und einer Leitposition verlagerbar. In der Leitposition ist das jeweilige Leitelement
34 zumindest abschnittsweise oberhalb des Kochgutträgers 4 angeordnet. In der Leitposition
schattet das jeweilige Leitelement 34 einen stromaufwärts der jeweiligen Einströmöffnung
18 gelegenen Oberraum einseitig gegenüber der Einströmöffnung 18 ab. In der Rückstellposition
ist eine Oberseite des jeweiligen Leitelements 34 flächenbündig zu der jeweils daran
angrenzenden Einströmöffnung 18 angeordnet.
[0133] Die Leitelemente 34 weisen ein Verschließelement 35 auf. Das Verschließelement 35
ist zur Abdeckung der jeweiligen Einströmöffnung 18 in der Rückstellposition ausgebildet.
[0134] Wie in der Fig. 10 dargestellt, weist das Kochfeldsystem 1 zum Verlagern der Leitelemente
34 je eine Kulissenführung 36 auf.
[0135] Die Funktionsweise des in den Fig. 9 und Fig. 10 dargestellten Kochfeldsystems 1
entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß den vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispielen. Das Verlagern des jeweiligen Leitelements 34 entlang der Kulissenführung
36 ermöglicht ein einseitiges Abschatten des Oberraums zum gerichteten Abzug der Kochkünste
in der Leitposition und einen Verschluss der jeweiligen Einströmöffnung 18 in der
Rückstellposition, wobei ein Austritt von Gerüchen aus der Dunstabzugsvorrichtung
3 zuverlässig verhindert wird.
[0136] Anhand der Fig. 11 und der Fig. 12 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen weist das
Kochfeldsystem 1 einen Kochgutträger 4, drei Heizeinheiten 5 und eine Dunstabzugsvorrichtung
3 mit genau einem Lüfter 19 auf. Der Lüfter 19 der Dunstabzugsvorrichtung 3 ist als
Radiallüfter ausgebildet. Der Lüfter 19 steht über den Einströmkanal 10 in fluidleitender
Verbindung mit der Einströmöffnung 18.
[0137] Eine Gesamtbreite B des Kochfeldsystems 1 beträgt 560 mm. Die Gesamtbauhöhe H des
Kochfeldsystems 1 inklusive des Lüfters 19 beträgt 180 mm. Die Tiefe T des Kochfeldsystems
1 beträgt 515 mm.
[0138] Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst den Lüfter 19, wobei das Kochfeldsystem 1 als
Kombinationsgerät zum einteiligen Einbau in die Arbeitsplatte 8 ausgebildet ist.
[0139] Die Einströmöffnung 18 des Lüfters 19 durchdringt den Kochgutträger 4. Die Einströmöffnung
18 ist in einer Draufsicht kreisförmig. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 weist ein Einströmgitter
28 auf, welches an der Einströmöffnung 18 reversibel anordenbar ist. In einer Draufsicht
überdeckt das Einströmgitter 28 die Einströmöffnung 18 vollständig. Das Einströmgitter
28 umfasst konzentrisch zueinander angeordnete, lamellenförmige Leitelemente 34 zum
Unterstützen eines laminaren Abzugs der Kochdünste durch das Einströmgitter 28 und
die Einströmöffnung 18.
[0140] Ein geometrischer Flächenschwerpunkt 37 der Einströmöffnung 18 ist zu einem geometrischen
Flächenschwerpunkt 38 des Kochgutträgers 4 beabstandet angeordnet. Ein Abstand a
E zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt 37 der Einströmöffnung 18 und dem geometrischen
Flächenschwerpunkt 38 des Kochgutträgers 4 beträgt 100 mm. Der geometrische Flächenschwerpunkt
37 der Einströmöffnung 18 ist in der Draufsicht entlang einer Breitenrichtung 39 als
auch entlang einer Tiefenrichtung 40 beabstandet zu dem geometrischen Flächenschwerpunkt
38 des Kochgutträgers 4 angeordnet.
[0141] Ein geringster Abstand a
H1 zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers 4 und der ersten
Heizeinheit 5 beträgt 75 mm und ein geringster Abstand a
H2 zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt 38 des Kochgutträgers 4 und der zweiten
Heizeinheit 5 beträgt 10 mm. Ein geringster Abstand a
EH1 zwischen der Einströmöffnung 18 und der ersten Heizeinheit 5 ist gleich einem geringster
Abstand a
EH2 zwischen der Einströmöffnung 18 und der zweiten Heizeinheit 5 und gleich einem geringster
Abstand a
EH3 zwischen der Einströmöffnung 18 und der dritten Heizeinheit 5. Der geringste Abstand
a
EH1, a
EH2, a
EH3 zwischen der Einströmöffnung und den Heizeinheiten 5 beträgt 40 mm.
[0142] Das Kochfeldsystem 1 weist die Benutzerschnittstelle 9 auf. Die Benutzerschnittstelle
9 umfasst eine berührungsempfindliche Oberfläche 41 sowie eine Vielzahl von Anzeigeelementen
42. Die Benutzerschnittstelle 9 ist zum Steuern der Heizeinheiten 5 und der Dunstabzugsvorrichtung
3 ausgebildet. Die Benutzerschnittstelle 9 ist in einer Draufsicht relativ zu einer
der Heizeinheiten 5 der Einströmöffnung 18 gegenüberliegend angeordnet. Insbesondere
ist ein äußerer Rand der Benutzerschnittstelle 9 entlang der Breitenrichtung 39 und
entlang der Tiefenrichtung 40 beabstandet zu dem geometrischen Flächenschwerpunkt
38 des Kochgutträgers 4 angeordnet. Die Benutzerschnittstelle 9 ist in einem seitlichen
Randbereich des Kochgutträgers 4 angeordnet.
[0143] In der Fig. 12 ist das Kochfeldsystem 1 in einer Seitenansicht dargestellt. Der Lüfter
19 umfasst ein Lüftergehäuse 43. Das Lüftergehäuse 43 ist oberhalb eines tiefstliegenden
Punkts des Einströmkanals 10 angeordnet. Ein Abstand zwischen dem tiefstliegenden
Punkt des Einströmkanals 10 und dem Lüftergehäuse 43 beträgt 50 mm. Das Lüftergehäuse
43 ist vollständig unterhalb der Heizelemente 5 angeordnet. Eine besonders kompakte
Ausbildung des Kochfeldsystems 1 in horizontaler Richtung wird somit gewährleistet.
[0144] Das Kochfeldsystem 1 ist zumindest teilweise in einem Küchenunterschrank 42a aufgenommen.
Das Kochfeldsystem 1 durchdringt die Arbeitsplatte 8, welche sich auf dem Küchenunterschrank
42a abstützt. Eine Schrankbreite B
K des Küchenunterschranks 42a beträgt 600 mm. Eine Schranktiefe T
K des Küchenunterschranks 42a beträgt ebenfalls 600 mm. Der Küchenunterschranks 42a
weist einen Stauraum 42b zum Aufnehmen des Kochfeldsystems 1 sowie von Schubläden
oder Regalböden auf. Eine Stauraumbreite Bs des Küchenunterschranks 42a beträgt 580
mm.
[0145] Der Küchenunterschrank 42a weist eine Dämmung 43a auf. Die Dämmung 43a ist derart
an dem Küchenunterschrank 42a angeordnet, dass diese eine Unterseite und eine Vorderseite
des Kochfeldsystems 1 umgibt. Die Dämmung 43a gewährleistet eine reduzierte Geräuschemission
und einen verringerten Wärmeeintrag in einen unteren Bereich des Küchenunterschranks
42a.
[0146] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel entspricht
der Funktionsweise der vorstehend beschriebenen Kochfeldsysteme 1.
[0147] In der Fig. 13 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kochfeldsystems 1 dargestellt.
Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Kochfeldsystemen 1 weist ein Anfangsabschnitt
44 des Einströmkanals 10 eine Mittellängsachse 45 auf, welche schräg zu einer Kochfeldnormalen
46 orientiert ist. Ein Winkel zwischen der Mittellängsachse 45 des Anfangsabschnitts
44 und der Kochfeldnormalen 46 beträgt 45°.
[0148] Der Anfangsabschnitt 44 ist im Querschnitt kreisförmig. Die Einströmöffnung 18 ist
bedingt durch die schräge Orientierung der Mittellängsachse 45 zu der Kochfeldnormalen
46 elliptisch geformt.
[0149] Dadurch, dass die Gesamtbreite B des Kochfeldsystems maximal 600 mm, insbesondere
560 mm, beträgt, wird erstmals eine Anordnung des Kochfeldsystems 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung
3 in einem Küchenunterschrank 42a mit besonders geringen Abmessungen ermöglicht. Vorteilhaft
wird hierdurch erreicht, dass derartige Kochfeldsysteme 1 besonders flexibel einsetzbar
und damit in erheblich größerem Umfang verbaubar sind. Besonders vorteilhaft ist eine
Ausführung des Kochfeldsystems 1 mit einer Bauhöhe von maximal 200 mm, da hierdurch
der Stauraum 42b weitestgehend zur Aufnahme, beispielsweise von Küchenutensilien,
erhalten bleibt.
[0150] In den Fig. 14 und Fig. 15 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Kochfeldsystems
1 dargestellt. Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Kochfeldsystemen 1 umfasst
die Dunstabzugsvorrichtung 3 zwei Lüfter 19 mit jeweils um eine Drehachse 20 drehbar
gelagerten Lüfterrädern 25, wobei die Drehachsen 20 jeweils zu einer Horizontalebene
und zu einer Vertikalrichtung geneigt orientiert sind. Das Kochfeldsystem 1 umfasst
vier in einer Draufsicht rechteckförmige Heizeinheiten 5. Die Heizeinheiten 5 und
die Dunstabzugsvorrichtung 3 stehen mit einer Benutzerschnittstelle 9 in Signalverbindung.
[0151] Die Dunstabzugsvorrichtung 3 weist eine zentral an einem Kochgutträger 4 angeordnete
Einströmöffnung 18 auf. An die Einströmöffnung 18 ist ein Anfangsabschnitt 44 eines
Unterdruck-Kanalabschnitts 17 angeschlossen.
[0152] Die Lüfter 19 weisen jeweils ein Lüftergehäuse 43 auf. Das Lüftergehäuse 43 umfasst
eine Unterdruck-Anschlussöffnung 47. Der Anfangsabschnitt 44 durchdringt die Unterdruck-Anschlussöffnung
47. Eine Kanalverbindung 48 verbindet den Anfangsabschnitt 4 mit dem Lüftergehäuse
43 fluiddicht.
[0153] Eine Anschlussnormale 49 ist senkrecht zu der Unterdruck-Anschlussöffnung 47 orientiert.
Die Anschlussnormale 49 schließt mit der Drehachse 20 einen Anschlusswinkel α von
80° ein.
[0154] Eine Leistungselektronik 50 zum Versorgen der Heizeinheiten 5 ist unterhalb der jeweiligen
Heizeinheit 5 angebracht. Durch die Neigung der Drehachse 20 wird in einem Bereich
zwischen der jeweiligen Heizeinheit 5 und dem Lüfter 19 ein für die Leistungselektronik
15, insbesondere für besonders bauraumintensive Einzelkomponenten der Leistungselektronik
15, benötigter Raum bereitgestellt.
[0155] Die beiden Lüfter 19 überlappen die Heizeinheiten 5 sowohl in einer Draufsicht als
auch in einer Seitenansicht. Das Kochfeldsystem 1 ist hierdurch besonders kompakt
ausgebildet. Eine Gesamtbauhöhe H beträgt 180 mm.
[0156] Eine Ansaugrichtung 51 des Lüfters 19 weist eine vertikal nach oben gerichtete Richtungskomponente
auf. Die Ansaugrichtung 51 ist parallel zu der Drehachse 20 orientiert. Dadurch, dass
die Ansaugrichtung 51 die nach oben weisende Richtungskomponente aufweist, ist der
Lüfter 19 zuverlässig vor eindringenden Flüssigkeiten geschützt.