Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Mundhygienemittel.
[0002] Aus der
EP 3 501 333, der
EP 3 501 334, der
EP 3 501 335 und der
EP 3 501 336 sind bereits Mundhygienemittel, insbesondere Zahnbürsten, mit zumindest einer Anwendungseinheit,
welche einen Halsbereich aufweist, mit zumindest einer Griffeinheit, insbesondere
manuellen Griffeinheit, welche einen Grundkörper aufweist, und mit zumindest einer
Kopplungseinheit zu einer lösbaren Kopplung der Anwendungseinheit mit der Griffeinheit,
bekannt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, ein gattungsgemäßes Mundhygienemittel
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Langlebigkeit, einer Herstellungsmethode,
einer Ergonomie und/oder einer Ökologie bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die Erfindung geht aus von einem Mundhygienemittel, insbesondere einer Zahnbürste,
mit zumindest einer Anwendungseinheit, welche einen Grundkörper aufweist, mit zumindest
einer Griffeinheit, insbesondere manuellen Griffeinheit, welche einen Grundkörper
aufweist, und mit zumindest einer Kopplungseinheit zu einer lösbaren Kopplung der
Anwendungseinheit mit der Griffeinheit.
[0005] Es wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper der Griffeinheit eine Härte und/oder
eine Dichte aufweist, die höher ist als eine Härte und/oder Dichte des Grundkörpers
der Anwendungseinheit. Vorzugsweise besteht zumindest der Grundkörper der Griffeinheit
aus einem Material, dessen Härte und/oder Dichte höher, insbesondere wesentlich höher,
ist als eine Härte und/oder Dichte des Materials, aus dem der Grundkörper der Anwendungseinheit
besteht. Der Grundkörper der Griffeinheit kann zumindest teilweise aus einem metallischen
Werkstoff, aus einem Kunststoff, aus einem organischen Material, wie beispielsweise
Holz, Bambus oder dergleichen, aus Keramik und/oder aus Glas bestehen.
[0006] Vorzugsweise besteht das Mundhygienemittel aus der Anwendungseinheit mit Borsten
und der Griffeinheit, wobei die Anwendungseinheit insbesondere einen Halsbereich aufweist,
der die Anwendungseinheit mit der Griffeinheit verbindet. Der Grundkörper der Anwendungseinheit
besteht insbesondere aus dem Halsbereich und einem Kopfbereich. Alternativ kann der
Halsbereich mindestens teilweise Teil der Griffeinheit sein. In diesem Fall wäre die
Anwendungseinheit entsprechend kürzer ausgestaltet und würde im Extremfall nur aus
dem Bürstenkopf bestehen.
[0007] Alle Teilelemente der Anwendungseinheit können aus mindestens einer Hart- und/oder
einer oder mehreren Weichkomponente/-n bestehen. Es sind konventionelle Hart- und/oder
Weichkomponenten oder auch nachhaltige Hart- und/oder Weichkomponenten anwendbar.
Die Anwendungseinheit besteht insbesondere zumindest zu einem Großteil aus einem Kunststoff
oder aus einem organischen Werkstoff wie Holz oder Bambus. Die Anwendungseinheit ist
insbesondere von einem Aufsteckteil gebildet. Die Anwendungseinheit ist insbesondere
von einer Aufsteckbürste gebildet. Grundsätzlich wären jedoch auch andere, einem Fachmann
als sinnvoll erscheinende Ausbildungen der Anwendungseinheit denkbar. Die Griffeinheit
ist insbesondere einteilig ausgebildet. Es wäre jedoch auch eine mehrteilige Ausbildung
der Griffeinheit denkbar. Hierbei wäre insbesondere denkbar, dass mehrere Teile hergestellt
und anschließend verbunden werden, beispielsweise um Geometrien zu erzeugen, welche
beispielsweise aufgrund von Hinterschnitten oder dergleichen nur mehrteilig herstellbar
sind. Des Weiteren kann die Griffeinheit aus verschiedenen Materialien mehrteilig
ausgebildet werden. Dabei sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Materialkombinationen denkbar, wie insbesondere Metall und Kunststoff; Metall und
Holz; Metall und Keramik; Metall und Glas; Metall und organisches Material (Holz,
Bambus, etc.); Keramik und Kunststoff; Keramik und Holz; Keramik und Glas; Keramik
und organisches Material (Holz, Bambus, etc.); Glas und Kunststoff; Glas und Holz;
Glas und organisches Material (Holz, Bambus, etc.) oder Holz und Kunststoff. Des Weiteren
kann die Griffeinheit aus verschiedenen Metallen, Kunststoffen, Keramiken oder organischen
Materialien bestehen. Der Grundkörper ist insbesondere als Vollkörper aus Vollmaterial
ausgebildet. Es wäre jedoch auch denkbar, dass der Grundkörper als Hohlkörper ausgebildet
ist. Der Grundkörper könnte so beispielsweise als geschnittenes zylindrisches Rohr
ausgebildet sein, welches beispielsweise mittels eines Kunststoffteils als Abschluss
und Kopplungselement geschlossen wird. Alternativ kann der Grundkörper auch aus zwei
zusammengesetzten Halbschalen bestehen.
[0008] Vorzugsweise unterscheiden sich die Anwendungseinheit und die Griffeinheit materiell.
Das Material der Griffeinheit ist insbesondere dichter und/oder härter als ein Material
des Grundkörpers der Anwendungseinheit. Der Grundkörper der Anwendungseinheit weist
beispielsweise bei einer Ausbildung aus Kunststoff eine Dichte von 800 kg/m
3 bis 1600 kg/m
3 auf. Ein Verhältnis zur Dichte der Griffeinheit beträgt vorzugsweise von 0,2 bis
0,75, vorzugsweise 0,35 bis 0,6. Der Grundkörper der Griffeinheit weist insbesondere
eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Die Anwendungseinheit und die Griffeinheit können zudem auch unterschiedliche
Oberflächen aufweisen. Verschiedene Herstellverfahren und verschiedene Materialien
führen insbesondere zu unterschiedlichen Oberflächen. Selbstverständlich kann die
Oberflächenbeschaffenheit aber auch adaptiert werden, damit quasi durchgehend dieselbe
Oberfläche geschaffen wird. Ein Abrieb bzw. der Verschleiß der Anwendungseinheit ist
ferner insbesondere größer als ein Abrieb der Griffeinheit, sodass eine Dauerhaftigkeit
der Griffeinheit erreicht und eine Mehrfach-Verwendung, insbesondere ein mehrfaches
Wechseln der Anwendungseinheit, ermöglicht werden kann.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Mundhygienemittels können vorteilhafte
Eigenschaften hinsichtlich einer Ergonomie des Mundhygienemittels bereitgestellt werden.
Ferner kann insbesondere eine vorteilhaft langlebige Griffeinheit bereitgestellt werden,
wobei die Anwendungseinheit insbesondere austauschbar ausgeführt ist. Es kann ferner
eine vorteilhaft hohe Robustheit der Griffeinheit bereitgestellt werden. Des Weiteren
kann insbesondere ein Schwerpunkt des Mundhygienemittels erreicht werden, der in einem
Bereich der Griffeinheit liegt. Des Weiteren kann insbesondere ein Schwerpunkt des
Mundhygienemittels erreicht werden, der im Gebrauch in einem Bereich der Griffeinheit
liegt, der von der Hand umschlossen ist. Es kann insbesondere ein vorteilhaft gut
in der Hand liegendes Mundhygienemittel bereitgestellt werden. Ferner kann eine hohe
Nutzungsdauer der Griffeinheit erreicht werden, wobei insbesondere lediglich die Anwendungseinheit
getauscht werden muss. Hierdurch kann insbesondere ein ökologisches vorteilhaftes
Mundhygienemittel bereitgestellt werden.
[0010] Unter einem "Mundhygienemittel" soll insbesondere eine Zahnbürste und/oder ein Interdentalreiniger
und/oder ein Flosser und/oder ein Zungenreiniger und/oder ein Zahnstocher verstanden
werden. Vorteilhaft ist das Mundhygienemittel als eine Zahnbürste, insbesondere eine
Handzahnbürste, bevorzugt eine Kinder- oder Erwachsenenzahnbürste, vorteilhaft eine
rein manuelle, Zahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel ist insbesondere als
eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Anwendungseinheit
eine von einem Bürstenkopf verschiedene Ausbildung aufweist, wie beispielsweise als
ein Interdentalreinigerkopf, wie insbesondere für eine Interdentalbürste mit eingedrehten
Borsten, für einen Interdentalreiniger mit gespritzten Reinigungselementen und/oder
für Interdentalreiniger mit Zahnseide, wie insbesondere Flosser, und/oder als ein
Zungenreinigerkopf und/oder als ein Zahnstocher. Das Mundhygienemittel könnte jedoch
auch allgemein von einem Bürstenprodukt gebildet sein. Unter einem "Bürstenprodukt"
soll insbesondere eine Mundhygienebürste und/oder eine Kosmetikbürste und/oder eine
Haarbürste und/oder eine Haushaltsbürste verstanden werden. Als Mundhygienebürsten
sind beispielsweise manuelle Zahnbürsten wie Mehrwegzahnbürsten, Wechselkopfzahnbürsten,
Einwegzahnbürsten oder Single-Tuft-Bürsten, Interdentalreiniger, insbesondere mit
eingedrehten Borsten, in gespritzter Form oder als Flosser, Zungenreiniger und/oder
Zahnseide denkbar. Als Kosmetikbürsten sind beispielsweise Mascarabürsten, Nagellackpinsel,
Gesichtsbürsten, Applikatoren, insbesondere auch Haarfärbe-Applikatoren, Massagegeräte,
Make-up-Pinsel, Rasierpinsel und/oder Nassrasierer oder andere Körperpflegeprodukte
denkbar. Als Haushaltsbürsten sind beispielsweise Abwaschbürsten oder Flaschenputzer
denkbar.
[0011] Die Anwendungseinheit ist insbesondere von einer Aufsteckbürste gebildet. Die Anwendungseinheit
ist insbesondere als ein Standardteil ausgebildet. Die Anwendungseinheit kann insbesondere
sowohl für manuelle wie auch für elektrische Zahnbürsten beziehungsweise sogenannte
Hybrid-Zahnbürsten verwendet werden. Vorzugsweise besteht die Anwendungseinheit insbesondere
aus mindestens einem Kunststoff. Die Anwendungseinheit kann beispielsweise aus einem
transparenten Kunststoff bestehen, um die Schnittstellengeometrie und/oder den Eingriff
der Griffeinheit in die Anwendungseinheit sichtbar zu machen. Es könnte insbesondere
eine Sichtbarmachung der Technizität erreicht werden. Ferner kann eine Bedienbarkeit
verständlicher gezeigt werden. Alternativ kann die Anwendungseinheit zumindest teilweise
aus einem organischen Material wie z.B. Holz oder Bambus bestehen. So kann insbesondere
der Kopf aus Holz oder Bambus gestaltet sein, wobei insbesondere die Kopplungseinheit
entsprechend angepasst werden müsste.
[0012] Das Mundhygienemittel weist insbesondere eine Längsachse auf, die vorteilhaft zumindest
im Wesentlichen parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des Mundhygienemittels
angeordnet ist. Bevorzugt verläuft die Längsachse zumindest abschnittsweise innerhalb
des Mundhygienemittels und insbesondere durch dessen Schwerpunkt. Insbesondere ist
die Längsachse des Mundhygienemittels eine Zentralachse des Mundhygienemittels und/oder
eine Zentralachse der Griffeinheit. Unter einer "Zentralachse" eines Objekts soll
dabei insbesondere eine gedachte Achse verstanden werden, die innerhalb des Objekts
parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des Objekts verläuft und das Objekt an
höchstens zwei Punkten schneidet. Unter "zumindest im Wesentlichen parallel" soll
hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung,
insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung
eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders
vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Unter einer "Haupterstreckungsrichtung" eines
Objekts soll dabei insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu
einer längsten Kante eines kleinsten gedachten Quaders verläuft, welcher das Objekt
gerade noch vollständig umschließt. Unter einer "Haupterstreckung" eines Objekts soll
in diesem Zusammenhang insbesondere eine Erstreckung einer längsten Kante eines kleinsten
gedachten Quaders, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt, verstanden
werden.
[0013] Insbesondere weist das Mundhygienemittel eine Länge, insbesondere parallel zu der
Längsachse des Mundhygienemittels, und gemessen parallel zur Auflagefläche, von 130
mm bis 210 mm und vorzugsweise von 180 mm bis 200 mm auf, wobei selbstverständlich
auch andere, insbesondere kleinere oder größere, Längen denkbar sind. Kleinere Ausführungen
können für Kinder- oder Jugendlichen-Zahnbürsten verwendet werden. Die in dieser Schrift
angegebenen Proportionen werden in diesen Fällen im Wesentlichen eingehalten. Insbesondere
weist das Mundhygienemittel eine maximale Breite, insbesondere parallel zu einer Breitenachse
des Mundhygienemittels, vorteilhaft senkrecht zu der Längsachse und/oder parallel
zu einer Haupterstreckungsebene des Mundhygienemittels und/oder der Griffeinheit,
von 10 mm bis 25 mm und vorzugsweise von 18 mm bis 21 mm auf. Insbesondere weist das
Mundhygienemittel in einem Halsbereich der Anwendungseinheit eine minimale Breite
von 4 mm bis 10 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 7 mm, auf. Ferner weist das Mundhygienemittel
ohne Borsten insbesondere eine Höhe, insbesondere parallel zu der Höhenachse gemessen
senkrecht zur Auflagefläche, von 10 mm bis 22 mm und vorzugsweise von 12 mm bis 18
mm auf. Die höchste Stelle ist insbesondere in einem Daumengriffbereich oder Haltebereich
der Griffeinheit des Mundhygienemittels. Der Begriff "Höhe" bezieht sich hierbei insbesondere
auf einen Zustand des Mundhygienemittels, in welchem dieses, beispielsweise auf einer
flachen Oberfläche wie einer Tischplatte, einem Waschbecken, einer Möbeloberseite
oder dergleichen, abgelegt ist, insbesondere derart, dass die Längsachse parallel
zu der Oberfläche angeordnet ist und die Rückseite des Mundhygienemittels auf der
flachen Oberfläche aufliegt. Unter einer "Haupterstreckungsebene" eines Objekts soll
insbesondere eine Ebene verstanden werden, welche parallel zu einer größten Seitenfläche
eines kleinsten gedachten Quaders ist, welcher das Objekt gerade noch vollständig
umschließt, und durch den Mittelpunkt des Quaders verläuft.
[0014] Die Griffeinheit, insbesondere mit einem zweiten Kopplungselement der Kopplungseinheit,
weist eine Länge von 120 mm bis 170 mm, vorzugsweise von 135 mm bis 155 mm, auf. Das
Verhältnis dieser Länge der Griffeinheit zu einer Gesamtlänge des Mundhygienemittels
beträgt insbesondere von 50% bis 80%, vorzugsweise 55% bis 75%. Das Mundhygienemittel
weist ferner insbesondere einen Schwerpunkt auf, der in einem Bereich der Griffeinheit
liegt. Der Schwerpunkt liegt vorzugsweise in einem Bereich, der im Gebrauch mindestens
teilweise von der Hand bzw. den Fingern umschlossen wird. Der Schwerpunkt der Griffeinheit
liegt insbesondere an einer Längsposition in einem Bereich, gemessen von einem hinteren
Ende der Griffeinheit, von 40 mm bis 90 mm, vorzugsweise von 55 mm bis 75 mm. Der
Schwerpunkt der Griffeinheit liegt insbesondere in einem Bereich von 35% bis 75%,
vorzugsweise von 45% bis 60% der Länge der Griffeinheit. Der Schwerpunkt des Mundhygienemittels,
das heißt der Griffeinheit zusammengesteckt mit der Anwendungseinheit, liegt insbesondere
an einer Längsposition in einem Bereich, gemessen von einem hinteren Ende des Mundhygienemittels,
von 50 mm bis 95 mm, vorzugsweise von 65 mm bis 85 mm. Der Schwerpunkt des Mundhygienemittels
liegt insbesondere in einem Bereich von 25% bis 60%, vorzugsweise von 35% bis 45%
der Länge des Mundhygienemittels, gemessen von einem hinteren Ende des Mundhygienemittels.
[0015] Vorteilhaft weist die Anwendungseinheit zumindest einen Reinigungsbereich auf, der
zu einer Zahnreinigungsanwendung, insbesondere in einem Mundraum des Benutzers, vorgesehen
ist. Vorzugsweise umfasst der Reinigungsbereich zumindest eine Reinigungseinheit,
insbesondere zumindest einen Bürstenkopf, vorteilhaft einen Zahnbürstenkopf, bevorzugt
mit mehreren Borsten und/oder Borstenbündeln und/oder gespritzten Reinigungselementen
bzw. gespritzten Borsten und/oder weichelastischen Reinigungselementen. Die Reinigungseinheit
kann jedoch beispielsweise auch als eine Interdentalbürste und/oder als ein Single
Tuft (z.B. einzelnes großes Borstenbündel) und/oder als ein mit Zahnseide bespannter
Bogen, insbesondere als ein Flosser, oder dergleichen ausgebildet sein. Ferner weist
die Anwendungseinheit vorteilhaft zumindest das Halselement auf, welches bevorzugt
mit dem Reinigungsbereich, insbesondere unmittelbar und/oder einstückig, verbunden
ist. Unter "einstückig" soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden, beispielsweise
durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess und/oder einen
anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder vorteilhaft in
einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus
einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren
und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. Unter "vorgesehen" soll insbesondere
speziell ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt
zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden,
dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand
erfüllt und/oder ausführt.
[0016] Das Mundhygienemittel weist insbesondere eine Vorderseite und eine Rückseite auf,
die insbesondere einander abgewandt angeordnet sind. Vorzugsweise ist der Reinigungsbereich
auf der Vorderseite des Mundhygienemittels angeordnet. Die Vorderseite ist insbesondere
eine in einer Betrachtungsrichtung senkrecht zu der Längsachse des Mundhygienemittels
und senkrecht zu der Breitenachse des Mundhygienemittels sichtbare Seite des Mundhygienemittels.
Als Vorderseite des Mundhygienemittels ist insbesondere jene Seite der Bürste bezeichnet,
auf welcher der Daumen aufgelegt wird. Die Vorderseite ist normalerweise auch jene
Seite, auf welche das Borstenfeld bzw. die Reinigungselemente gerichtet ist. Die Rückseite
entspricht vorteilhaft einer in einer hierzu entgegengesetzten Betrachtungsrichtung
sichtbaren Seite des Mundhygienemittels. Als Rückseite des Mundhygienemittels wird
die dem Borstenfeld entgegengesetzte Seite der Zahnbürste bezeichnet. Als linke Seite
des Mundhygienemittels wird insbesondere eine Seite bezeichnet, welche links liegt,
wenn man senkrecht auf die Vorderseite des Mundhygienemittels blickt und die Unterseite
in Richtung des Betrachters orientiert ist. Als rechte Seite des Mundhygienemittels
wird insbesondere eine Seite bezeichnet, welche rechts liegt, wenn man senkrecht auf
die Vorderseite des Mundhygienemittels blickt und die Unterseite in Richtung des Betrachters
orientiert ist. Als Oberseite wird insbesondere ein Ende des Mundhygienemittels bezeichnet,
an welchem der Reinigungsbereich angeordnet ist. Als Unterseite wird insbesondere
ein der Oberseite entgegengesetztes Ende des Mundhygienemittels bezeichnet, welches
dem Griffbereich am nächsten liegt.
[0017] Vorzugsweise weist die Griffeinheit zumindest einen Grundkörper auf, der vorteilhaft
zu einem Halten mit einer Hand vorgesehen ist. Bevorzugt ist der Grundkörper zumindest
bereichsweise tailliert ausgebildet. Dies erlaubt vorteilhaft einen sicheren Halt,
optimiert die Ergonomie und reduziert das Gewicht. Besonders bevorzugt ist der Grundkörper
länglich ausgebildet, wobei vorteilhaft eine Längsachse des Grundkörpers der Griffeinheit
der Längsachse des Mundhygienemittels entspricht. Der Grundkörper ist vorzugsweise
zumindest teilweise, insbesondere vollständig, aus mindestens einem metallischen Werkstoff
ausgebildet. Es wäre auch denkbar, dass der Grundkörper zusätzlich aus einer weiteren
Komponente besteht, wie beispielsweise einer Weichkomponente. Insbesondere umfasst
die Griffeinheit vorteilhaft zumindest einen Daumengriffbereich und/oder zumindest
einen Handgriffbereich. Vorteilhaft ist der Daumengriffbereich auf der Vorderseite
des Mundhygienemittels und insbesondere auf einer Vorderseite der Griffeinheit angeordnet.
Es ist denkbar, dass der Daumengriffbereich und/oder der Handgriffbereich zumindest
ein Element und/oder eine Oberflächenstrukturierung aus mindestens einer Weichkomponente
und/oder mindestens einer Hartkomponente aufweisen. Alternativ besteht der Grundkörper
aus Kunststoff, d.h. mindestens einer Hartkomponente und optional aus mindestens einer
Weichkomponente. Weitere Materialien für den Grundkörper sind Keramik, Glas, Mineralien,
Stein, organische Materialien (z.B. Holz oder Bambus). Auch diese Materialien können
mit Hart- oder Weichmaterial-Kunststoffen oder untereinander kombiniert werden. Mögliche
Materialkombinationen werden weiter vorne beschrieben.
[0018] Die eingesetzten Materialien können recyclierte und / oder recycelbare Materialien
sein. Für recycelbare Materialien besteht nach dem Gebrauch vorteilhaft eine öffentlich
zugängliche Recyclingmöglichkeit bzw. Sammlungen (Metalle, z.B. Aluminium, Glas, Mineralien,
Stein, Kunststoffe, organische Materialien (Holz, Bambus), etc.).
[0019] Im Rahmen dieser Offenbarung kommen nahezu beliebige Hartkomponenten und Weichkomponenten
infrage, die der Fachmann zweckgemäß geeignet kombinieren und/oder auswählen wird.
Als Hartkomponente kommen beispielsweise Styrolpolymerisate wie Styrolacrylnitril
(SAN), Polystyrol (PS), Acrylnitrylbutadienstryrol (ABS), Styrolmethylmethacrylate
(SMMA), Styrolbutadien (SB) oder dergleichen infrage. Ferner kann eine Hartkomponente
Polyolefine wie Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder dergleichen umfassen, insbesondere
auch in Form von High-Density-Polyethylen (HDPE) oder Low-Density-Polyethylen (LDPE).
Zudem kommen Polyester wie beispielsweise Polyethylenterephthalat (PET), insbesondere
in Form von säuremodifiziertem Polyethylenterephthalat (PETA), glykolmodifiziertes
Polyethylenterephthalat (PETG), Polybutylenterephthalat (PBT), säuremodifiziertes
Polycyclohexylendimethylenterephthalat (PCT-A), glykolmodifiziertes Polycyclohexylendimethylenterephthalat
(PCT-G) oder dergleichen infrage. Weiterhin ist eine Verwendung von Cellulosederivaten
wie beispielsweise Celluloseacetat (CA), Celluloseacetobutyrat (CAB), Cellulosepropionat
(CP), Celluloseacetatphthalat (CAP), Cellulosebutyrat (CB) oder dergleichen denkbar.
Ferner kann eine Hartkomponente beispielsweise Polyamide (PA) wie PA 6.6, PA 6.10,
PA 6.12 oder dergleichen, Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat (PC), Polyoxymethylen
(POM), Polyvinylchlorid (PVC), Polyurethan (PUR), Polyamid (PA) oder dergleichen umfassen.
Insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polyurethan (PU) können als Hartkomponente
und/oder als Weichkomponente eingesetzt werden. Insbesondere weist eine Hartkomponente
ein Elastizitätsmodul von wenigstens 1000 N/mm
2 und vorteilhaft von wenigstens 1300 N/mm
2 und/oder von höchstens 2400 N/mm
2 und vorteilhaft von höchstens 1800 N/mm
2 auf. Als Hartkomponente wird bevorzugt Polypropylen (PP) eingesetzt. Mindestens gewisse
unter der Hartkomponente genannte Materialien können nachhaltige Materialien sein.
Insbesondere Materialien mit Celluloseanteil sind zumindest teilweise biobasiert.
[0020] Vorteilhaft werden Hartkomponenten für stabile und/oder strukturtragende Elemente,
insbesondere in einem Trägerelement der Anwendungseinheit und/oder der Kopplungseinheit
und/oder der Griffeinheit und/oder dergleichen eingesetzt. Vorzugsweise weist die
Anwendungseinheit beziehungsweise die Griffeinheit oder zumindest ein Grundkörper
der Anwendungseinheit beziehungsweise die Griffeinheit eine einzige Hartkomponente
auf, die aus einem der genannten Materialien oder auch aus einem Gemisch oder einer
Kombination derselben ausgebildet sein kann. Es sind jedoch auch Kombinationen unterschiedlicher
Hartkomponenten denkbar, wobei diese beispielsweise in einem Zwei- und/oder Mehrkomponentenspritzguss
verarbeitet und/oder miteinander verklebt und/oder verschweißt, insbesondere ultraschallverschweißt,
sein können. Alternativ oder zusätzlich können mehrere Hartkomponenten eingesetzt
werden, die in einem Zwei- und/oder Mehrkomponentenspritzguss keinen Materialschluss
eingehen. Insbesondere ist denkbar, dass in diesem Fall ein Formschluss, beispielsweise
in Form zumindest eines Hinterschnitts und/oder zumindest eines Durchbruchs und/oder
zumindest einer zumindest teilweisen Umspritzung oder dergleichen, zwischen Hartkomponenten
erzeugt ist. Hierbei ist denkbar, dass beispielsweise eine zweite Hartkomponente,
die insbesondere auf eine erste Hartkomponente gespritzt ist, nach einem Spritzguss
schwindet und/oder schrumpft und vorteilhaft eine Schwundverbindung ausbildet. Geeignete
Kombinationen können beispielsweise Polypropylen-Polyester, Polypropylen-Styrolacrylnitril
oder andere Kombinationen sein.
[0021] Als Weichkomponenten kommen beispielsweise thermoplastische Styrol-Elastometer (TPE-S)
wie etwa ein Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Copolymer (SEBS), ein StyrolButadien-Styrol-Copolymer
(SBS) oder dergleichen infrage. Zudem ist eine Verwendung thermoplastischer Polyurethan-Elastomere
(TPE-U), thermoplastischer Polyamid-Elastomere (TPE-A), thermoplastischer Polyolefin-Elastomere
(TPE-O), thermoplastischer Polyester-Elastomere (TPE-E) oder dergleichen denkbar.
Weiterhin kann eine Weichkomponente beispielsweise zumindest ein Silikon umfassen.
Vorteilhaft weist eine Weichkomponente eine Shore-A-Härte von höchstens 90, vorteilhaft
von höchstens 50 und besonders vorteilhaft von höchstens 30 auf. Vorzugsweise bildet
zumindest eine Weichkomponente mit zumindest einer Hartkomponente, insbesondere in
zumindest einem Zwei- und/oder Mehrkomponentenspritzguss, vorteilhaft mittels zumindest
eines Überspritzens und/oder Umspritzens, zumindest einen Materialschluss. Die unter
der Weichkomponente genannten Materialien können nachhaltige Materialien sein.
[0022] Vorteilhaft ist denkbar, dass eine verwendete Hartkomponente und eine verwendete
Weichkomponente unterschiedliche Farben aufweisen, sodass Oberflächenstrukturen, Beschriftungen,
Motive und dergleichen mittels geeigneter Gestaltung der Körper realisierbar sind.
[0023] Ferner wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Anwendungseinheit einen Bürstenkopf,
insbesondere Zahnbürstenkopf, aufweist. Die Anwendungseinheit weist vorteilhaft zumindest
eine Reinigungseinheit, insbesondere einen Zahnbürstenkopf, mit Borsten auf. Die Reinigungseinheit
weist zudem vorteilhaft zumindest einen Borstenträger, beispielsweise einen Bürstenkopfgrundkörper,
auf. Zumindest einige oder alle der Borsten sind vorteilhaft konventionell extrudierte
Borsten. Borsten können hierbei insbesondere zumindest eine Hartkomponente und/oder
zumindest eine Weichkomponente umfassen. Vorzugsweise sind die Borsten zumindest teilweise
oder vollständig aus Polyamid (PA) und/oder aus Polyester (PBT, PET) gefertigt, wobei
beliebige andere Materialien denkbar sind und auch nachhaltige Materialien möglich
sind. Ferner ist denkbar, dass zumindest einige der Borsten eine Zuspitzung und/oder
einen veränderlichen Querschnitt aufweisen. Vorzugsweise sind die Borsten aus einem
einzelnen, insbesondere auch gemischten, Material ausgebildet. Es sind aber auch Borsten
mit mehreren Komponenten denkbar, die insbesondere mittels zumindest einer Koextrusion
herstellbar und/oder hergestellt sein können. Die Borsten können beispielsweise mittels
Extrusion, Ablängen und/oder Nachbearbeitung herstellbar und/oder hergestellt sein.
Im Gegensatz zu gespritzten Borsten oder gummielastischen Massage- und Reinigungselementen,
welche mittels Spritzgusses hergestellt sind, werden konventionelle Borsten extrudiert,
geschnitten, bearbeitet und am Zahnbürstengriff mittels angepassten Verfahrens eingesetzt,
wie beispielsweise mittels des Ankerstanz-Verfahrens oder eines ankerlosen Verfahrens.
[0024] Insbesondere kommen zylindrische oder zugespitzte Borsten mit rundem Querschnitt
infrage, wobei beliebige andere Querschnitte wie beispielsweise polygonale, dreieckige,
rechteckige, quadratische, elliptische, sternförmige, trapezförmige, kreuzförmig,
parallelogrammförmige, rhombusförmige oder beliebige andere Querschnitte denkbar sind.
Insbesondere können unterschiedliche Borsten in einem Borstenbündel, aber auch unterschiedliche
Borstenbündel, insbesondere jeweils mit einer bestimmten Art von Borsten, verwendet
werden. Borsten und/oder Borstenbündel können hierbei regelmäßig, aber auch unregelmäßig
angeordnet sein. Insbesondere können sich in Gruppen und/oder benachbart angeordnete
Borsten und/oder Borstenbündel hinsichtlich zumindest eines Merkmals wie beispielsweise
einer Länge, eines Durchmessers, eines Materials, einer Farbe, einer Materialhärte,
einer Geometrie, einer Anspitzung und dergleichen, insbesondere abwechselnd, unterscheiden.
Vorzugsweise weisen die Borsten einen Durchmesser, insbesondere senkrecht zu deren
Längsachse, von wenigstens 0,075 mm und/oder von höchstens 0,25 mm auf. Vorteilhaft
weisen die Borsten eine Querschnittsfläche, insbesondere senkrecht zu deren Längsachse,
von wenigstens 0,002 mm
2 und/oder von höchstens 0,2 mm
2 auf. Im Fall von Borsten, die im Kosmetikbereich eingesetzt werden, beispielsweise
Borsten eines zusätzlichen Anwendungselements, können auch dünnere Borsten und/oder
Borsten mit einem kleineren Querschnitt verwendet werden, insbesondere Borsten mit
einem Durchmesser, insbesondere senkrecht zu deren Längsachse, von wenigstens 0,025
mm und/oder von höchstens 0,2 mm und/oder mit einer Querschnittsfläche, insbesondere
senkrecht zu deren Längsachse, von wenigstens 0,001 mm
2 und/oder von höchstens 0,15 mm
2. Im Fall von zugespitzten Borsten ist insbesondere Polyester (PBT, PET) als Material
geeignet, wobei auch nachhaltige Materialien möglich sind, wobei eine Zuspitzung mechanisch
und/oder chemisch erzeugt sein kann. Andere Materialien sind jedoch ebenso denkbar.
Vorzugsweise sind die Borsten in Längsrichtung gerade, es sind jedoch auch gewellte
und/oder gedrillte und/oder wendelförmige und/oder gedrehte Borsten denkbar sowie
insbesondere auch Kombinationen unterschiedlicher Borsten. Ferner sind Borsten mit
einer glatten Oberfläche denkbar, ebenso wie Borsten mit texturierter Oberfläche.
[0025] Ferner sind die Borsten, insbesondere als Borstenbündel, vorzugsweise mittels zumindest
eines Ankerstanz-Verfahrens oder eines ankerlosen Verfahrens oder dergleichen verarbeitet,
insbesondere an dem Borstenträger befestigt. Vorzugsweise weist der Borstenträger
eine Mehrzahl von, insbesondere gebohrten und/oder im Spritzgussverfahren geformten,
Borstenaufnahmen, insbesondere Löchern für Borstenbündel, auf. Im Fall eines Ankerstanzens
ist beispielsweise denkbar, dass zunächst ein Grundkörper, insbesondere aus einer
Hartkomponente, vorzugsweise des Bürstenkopfs, mittels eines Spritzgießens gefertigt
wird, wobei vorteilhaft Sacklöcher für Borstenbündel bei dem Spritzgießen geformt
werden. Selbstverständlich ist jedoch auch ein anschließendes Bohren von Sacklöchern
denkbar. Vorzugsweise werden anschließend Borsten beziehungsweise Borstenbündel gefaltet
und mittels zumindest eines Ankers in jeweils einem Sackloch befestigt, insbesondere
mittels eines Einstanzens. Ebenso ist ein Schlingenstanzen denkbar.
[0026] Alternativ sind, wie erwähnt, auch ankerlose Verfahren denkbar, wobei vorteilhaft
Borsten beziehungsweise Borstenbündel nicht gefaltet werden. Borsten beziehungsweise
Borstenbündel weisen in diesem Fall im Vergleich zu einem Ankerstanzen in etwa die
halbe Länge auf. Beispielsweise ist hierbei denkbar, dass die Borstenbündel zunächst
vereinzelt, verschmolzen und/oder deren Borstenenden insbesondere anschließend zu
deren Befestigung umspritzt werden. Hierbei können vorteilhaft Borstenbündel zusammengeführt
werden.
[0027] Ferner ist denkbar, dass die Anwendungseinheit aus einem Grundkörper und einem Borstenplättchen,
welches mit Borsten und/oder alternativen Reinigungselementen besetzt ist, zusammengesetzt
ist. Hierzu werden zunächst mittels Spritzgießens Borstenplättchen mit Durchgangslöchern
gefertigt, durch welche anschließend Borsten geführt werden. Vorzugsweise werden die
Borsten anschließend auf einer Rückseite verbunden, insbesondere verschmolzen, vorzugsweise
miteinander und/oder mit dem entsprechenden Borstenplättchen. Auf diese Weise beborstete
Borstenplättchen können sodann mit einem Grundkörper, insbesondere einem Bürstenkopf,
verschweißt und/oder verklebt werden, vorzugsweise mittels eines Ultraschallschweißens.
Hierzu weist der Grundkörper, insbesondere der Bürstenkopf, insbesondere eine Ausnehmung
auf, in welche das Borstenplättchen eingesetzt werden kann. Als bekanntes Herstellungsverfahren
ist in diesem Zusammenhang das Anchor-Free-Tufting-Verfahren zu nennen, das insbesondere
ein Zusammenführen von Borstenbündeln ermöglicht. Als Unterseite des Borstenplättchens
wird insbesondere eine Seite bezeichnet, welche in eine Ausnehmung des Grundkörpers
gelegt wird und in Richtung Rückseite des Mundhygienemittels zeigt. Entsprechend zeigt
die Oberseite des Borstenplättchens in Richtung der Vorderseite des Mundhygienemittels.
[0028] Als weiteres Verfahren zur ankerlosen Beborstung kommt eine Fertigung, insbesondere
ein Spritzgießen, eines Bürstenkopfs mit Durchgangslöchern für Borsten infrage. Borsten
können anschließend durch die Durchgangslöcher geführt und auf einer Rückseite verschmolzen
werden, insbesondere miteinander und/oder mit dem Bürstenkopf. Vorzugsweise erfolgt
anschließend ein Überspritzen, insbesondere mit zumindest einer Weichkomponente, der
verschmolzenen Bereiche und/oder des Bürstenkopfs.
[0029] Zudem ist denkbar, zunächst einen Bürstenkopf mit Sacklöchern, beispielsweise mittels
Spritzgießens und/oder mittels eines Bohrens der Sacklöcher, zu fertigen. Borsten
werden in diesem Fall insbesondere zu Bündeln zusammengelegt und an einem Ende verschmolzen
und/oder anderweitig verbunden. Der Bürstenkopf wird anschließend, erwärmt. Sodann
können vorteilhaft Borstenbündel in die Sacklöcher eingeführt und mittels eines Andrückens
des Bürstenkopfs verankert werden. Insbesondere verformen sich hierbei die erwärmten
Sacklöcher, sodass die Borstenbündel in denselben verankert werden.
[0030] Alternativ oder zusätzlich zu gestanzten und/oder angeschweißten und/oder angeklebten
Borsten sind auch angespritzte Borsten denkbar. Diese können insbesondere während
eines Mehrkomponentenspritzgießens gemeinsam mit der Anwendungseinheit, der Griffeinheit
und/oder der Kopplungseinheit gefertigt sein, oder nachträglich an einen Grundkörper
der Anwendungseinheit angespritzt sein.
[0031] Ein weiteres mögliches Verfahren zur Beborstung des Bürstenkopfs stellt das Eindrehen
dar, wobei eine zylindrische Bürste entsteht. Hierbei wird beispielsweise Filament
von einer Rolle zugeführt, wobei insbesondere mehrere Filamentstränge auf einer Rolle
aufgewickelt sind. Für die Maschinenbeschickung sind jeweils mehrere Rollen vorgespannt,
denn jedes Filament in der Bürste entspricht einem Filamentstrang. Die Filamente werden
in der Breite korrekt ausgebreitet, damit sie die Breite haben, in welcher sie in
die Bürste eingeführt werden. Die Filamente werden so vorgezogen, dass sie anschließend
für den nächsten Schritt freistehen, d.h. dass ein Draht darüber geführt werden kann.
Anschließend wird ein Draht ab einer Rolle auf die Maschine zugeführt, d.h. abgewickelt
und in den Prozess eingeführt. Der Draht wird auf eine Länge geschnitten, welche grösser
ist als die abgewickelte Länge der eingedrehten Bürste, das endgültige Ablängen erfolgt
nach dem Eindrehen. Der Draht wird zu einem U gebogen, damit die offene Seite anschließend
über die Filamente geschoben werden kann, um die Borsten einzufädeln. Der Draht wird
am Boden des U's gehalten. Darauffolgend wird das offene Drahtende geklemmt, damit
die Filamente zwischen den Drahtstücken halten. Die Filamente werden auf eine Länge
geschnitten, welche grösser ist als die Endlänge in der Bürste, damit die Bürste anschließend,
wenn die Filamente eingedreht sind, korrekt geschnitten werden kann. Der Draht wird
gedreht, sodass die Filamente zwischen dem Draht eingeklemmt und damit fixiert werden.
Nachdem die Filamente im Draht fixiert sind, werden sie auf die korrekte Länge geschnitten
und profiliert. Nachdem der Bürstenteil fertiggestellt ist, wird der überschüssige
Draht abgeschnitten.
[0032] Vorzugsweise gehen Materialien gespritzter Borsten bei einem Spritzgussprozess, insbesondere
einem Zwei- und/oder Mehrkomponentenspritzgießen, keinen Materialschluss mit anderen
Weichkomponenten und/oder Hartkomponenten des Mundhygienemittels ein. Bevorzugt werden
gespritzte Borsten vielmehr mittels eines Formschlusses, beispielsweise mittels zumindest
eines Hinterschnitts und/oder zumindest eines Durchbruchs und/oder mittels zumindest
einer zumindest teilweisen Umspritzung mit Weichkomponenten und/oder Hartkomponenten
verbunden, wobei insbesondere eine Schwundverbindung und/oder eine Schrumpfverbindung
denkbar sind. Es ist jedoch auch eine Verbindung mittels zumindest eines Materialschlusses
denkbar.
[0033] Für sämtliche erwähnte mögliche Spritzgussprozesse ist grundsätzlich ein Ein-, Zwei-
und/oder Mehrkomponentenspritzguss denkbar. Verwendete Materialien, insbesondere unterschiedliche
Weichkomponenten und/oder Hartkomponenten, können hierbei, wie erwähnt, stoffschlüssig
und/oder formschlüssig verbunden werden und/oder sein. Auch eine Ausbildung von gelenkigen
bzw. beweglichen oder flexiblen Verbindungen mittels geeigneter Spritzgussschritte
ist denkbar. Es kommen grundsätzlich beispielsweise Heißkanalverfahren, Kaltkanalverfahren
und/oder Co-Injektionsverfahren in Frage.
[0034] Alternativ oder zusätzlich zu einem mit Borsten besetzten Bürstenkopf kann die Anwendungseinheit
auch zumindest einen Zungenreiniger und/oder zumindest ein alternatives Reinigungs-
und/oder Massageelement aufweisen. Diese können jeweils aus einer Weichkomponente,
aus einer Hartkomponente oder aus einer Kombination von Weich- und Hartkomponente
ausgebildet und/oder vorteilhaft mittels Spritzgießens herstellbar und/oder hergestellt
sein.
[0035] Vorzugsweise sind gespritzte Borsten zumindest teilweise und vorteilhaft vollständig
aus einem thermoplastischen Polyurethan-Elastomer (TPE-U) ausgebildet. Hierbei ist
eine Verwendung eines modifizierten Polyurethan-Elastomers (TPE-U) denkbar, welches
insbesondere bezüglich verbesserter Fließeigenschaften und/oder einer schnellen Erstarrung,
insbesondere einer schnellen Kristallisation, vorteilhaft bereits bei höheren Temperaturen,
modifiziert sein kann. Selbstverständlich sind aber auch andere Materialien denkbar,
beispielsweise thermoplastische Polyester-Elastomere (TPE-E), thermoplastische Polyamid-Elastomere
(TPE-A), Polyethylen (PE), beispielsweise in den Formen low density Polyethylen (LDPE)
oder linear low density Polyethylen (LLDPE), oder dergleichen. Materialien für gespritzte
Borsten weisen vorteilhaft eine Shore-D-Härte von wenigstens 0 und besonders vorteilhaft
von wenigstens 30 und/oder von höchstens 100 und vorteilhaft von höchstens 80 auf.
Insbesondere ist eine Shore-Härte eines Materials gespritzter Borsten vorteilhaft
höher als eine Shore-Härte übriger verwendeter Weichkomponenten, beispielsweise für
Griffelemente, Massageelemente, weitere Reinigungselemente oder dergleichen. Die für
die Herstellung von gespritzten Borsten eingesetzten Materialien können nachhaltige
Materialien sein.
[0036] Grundsätzlich ist ferner eine Verwendung wasserlöslicher Polymere denkbar, beispielsweise
für Hartkomponenten, Weichkomponenten, gespritzte Borsten oder andere Elemente des
Mundhygienemittels.
[0037] Ebenso können für die Hartkomponente, die Weichkomponente und/oder das Material für
gespritzte Borsten Biokunststoffe herangezogen werden, welche insbesondere aus nachwachsenden
Rohstoffen gewonnen sein können, biologisch abbaubar, insbesondere kompostierbar,
sein können und/oder aus einem recycelten und/oder recycelbaren Material bestehen
können. Vorzugsweise ist das Material insbesondere aus einem Kunststoff gebildet.
Vorzugsweise ist das biologisch abbaubare, insbesondere kompostierbare, und/oder recycelte
und/oder recycelbare Material von einem Biokunststoff, insbesondere aus einem Kunststoff
auf Basis nachwachsender Rohstoffe und/oder aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff,
gebildet. Das Material kann daher insbesondere fossil-basiert und bioabbaubar sein,
wie beispielsweise PVOH, PCL, PBAT, PET oder PBS, auf nachwachsenden Rohstoffen basieren
und bioabbaubar sein, wie beispielsweise PLA, PHA, Cellophane oder Stärke-Blends,
oder auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und nicht bioabbaubar sein, wie beispielsweise
Ca, Bio-PE, Bio-PP, Bio-PA, Bio-PET. Es sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Biokunststoffe denkbar, wie beispielsweise stärkebasierte Biokunststoffe,
cellulosebasierte Biokunststoffe, Polyhydroxy-Alkanoate, wie insbesondere Polyhydroxybuttersäure
(PHB), Polymilchsäure (PLA), aliphatische und/oder aromatische Copolyester, oder weitere
Biokunststoffe wie beispielsweise Lignin-basierte Biokunststoffe. Bevorzugt kann die
Anwendungseinheit bzw. die Griffeinheit zu einem Großteil aus einem biologisch abbaubaren,
insbesondere kompostierbaren, und/oder einem recycelten Material bestehen. Vorzugsweise
besteht das Mundhygienemittel nur aus einer Komponente. Insbesondere weist das Mundhygienemittel
eine Hartkomponente auf. Der materielle Volumenkörper der Anwendungseinheit bzw. Griffeinheit
kann zumindest zu einem Großteil aus der Hartkomponente bestehen. Die Hartkomponente
und/oder die Weichkomponente und/oder das Material für gespritzte Borsten besteht
insbesondere aus einem Biokunststoff, welcher insbesondere aus nachwachsenden Rohstoffen
gewonnen sein kann. Als Rohstoffe kommen hierbei insbesondere Mais, Hanf, Zucker,
Rizinusöl, Palmöl, Kartoffeln, Weizen, Zuckerrohr, Kautschuk, Holz, die Castor-Pflanze
/ der Wunderbaum und dergleichen infrage. Entsprechende mögliche Grundstoffe könnten
beispielsweise Cellulose, Stärke, Milchsäure (PLA), Glucose, Chitin, Chitosan oder
dergleichen sein, aus denen insbesondere entsprechende Biokunststoffe synthetisiert
sein können.
[0038] Unter einer "Kopplungseinheit" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Schnittstelle
ausbildende Einheit zu einer, insbesondere werkzeuglos, manuell lösbaren Kopplung
der Anwendungseinheit mit der Griffeinheit verstanden werden. Die Kopplungseinheit
ermöglicht insbesondere eine mehrfache, von einem Bediener durchgeführte Kopplung
und Entkopplung der Anwendungseinheit mit der Griffeinheit. Die Kopplungseinheit dient
insbesondere zu einem Austausch der Anwendungseinheit auf der Griffeinheit. Eine Kopplung
kann dabei beispielsweise mittels einer Steckbewegung, einer Drehbewegung und/oder
einer Kombination einer Steck- und Drehbewegung erfolgen. Vorzugsweise weist die Kopplungseinheit
zumindest ein erstes Kopplungselement und zumindest ein zweites, zu dem ersten Kopplungselement
korrespondierendes Kopplungselement auf. Bevorzugt bildet ein erstes Kopplungselement
eine Schnittstellenaufnahme aus, während das zweite Kopplungselement einen Schnittstellenfortsatz
ausbildet. Unter einer "Schnittstellenaufnahme" soll in diesem Zusammenhang insbesondere
ein Aufnahmebereich verstanden werden, der zu einer verliersicheren Aufnahme eines
Schnittstellenfortsatzes vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Schnittstellenaufnahme
insbesondere zu einer kraft- und/oder formschlüssigen Aufnahme des Schnittstellenfortsatzes
vorgesehen. Die Schnittstellenaufnahme bildet insbesondere einen Aufnahmebereich aus,
in welchen der Schnittstellenfortsatz eingeschoben, insbesondere eingesteckt, werden
kann, wobei der Schnittstellenfortsatz insbesondere ab einer definierten Einschubkraft
und/oder einem definierten Einschubweg in dem Aufnahmebereich verrastet und/oder verklemmt.
Vorzugsweise ist die Schnittstellenaufnahme auf einer dem Bürstenkopf abgewandten
Seite der Anwendungseinheit angeordnet.
[0039] Die Kopplungseinheit entspricht insbesondere zumindest annähernd einer Kopplungseinheit,
wie sie bereits in der
WO 2016/177580 offenbart ist. Die in der Druckschrift
WO 2016/177580 beschriebene Kopplungseinheit soll daher insbesondere als Teil der Offenbarung der
vorliegenden Erfindung angesehen werden. Bei der Kopplungseinheit kann gegenüber der
Kopplungseinheit der
WO 2016/177580 insbesondere eine Adaption an eine Kunststoff-Metall-, Kunststoff-Keramik-, Kunststoff-Glas-,
Kunststoff-organisches Material-Verbindung erfolgen. Als organisches Material ist
beispielsweise Holz, Bambus oder dergleichen denkbar. Es sind insbesondere beispielsweise
andere Toleranzen notwendig, dass das Ganze im Zusammenspiel funktioniert. Ferner
kann eine Geometrie vereinfacht werden, um eine Herstellbarkeit zu ermöglichen. Eine
Adaption erfolgt insbesondere auf Seiten der Griffeinheit, damit dieselbe Anwendungseinheit
eingesetzt werden kann. Eine Anpassung eines zweiten Kopplungselements der Kopplungseinheit
erfolgt insbesondere zu einer Gewährleitung einer Herstellbarkeit in anderen Materialien
als Kunststoff, aufgrund der veränderten Toleranzfelder der Verarbeitung sowie um
die Griffeinheit ohne Verlust an Zuverlässigkeit zu vereinfachen. Es können insbesondere
komplizierte Toleranz-Abhängigkeiten entschärft werden. Bei einem zweiten Kopplungselement
der Kopplungseinheit wurde gegenüber der
WO 2016/177580 insbesondere ein vorderster Teil um 1,1 mm gekürzt. Ferner wurde bei dem zweiten
Kopplungselement der Kopplungseinheit wurde gegenüber der
WO 2016/177580 insbesondere eine Rippe vorgesehen, wobei die Rippe insbesondere eine Einlaufschräge
entlang der Längsachse aufweist. Die Rippe ersetzt insbesondere eine Hufeisenform,
sodass nur die effektiv stützenden Stellen gestaltet werden. In einem mittleren Teil
des zweiten Kopplungselements ist insbesondere ein konischer Schlitz vorgesehen. Der
Schlitz weist insbesondere eine Konizität entlang der Längsachse zum freien Ende hin
mit 0,5° pro Seite aufweitend auf. In einem hinteren Teil des zweiten Kopplungselements
ist insbesondere ein Schnapper vorgesehen, welcher freigestellt ist. Die Freistellung
ist insbesondere herstellungsbedingt. Zu einer Freistellung ist insbesondere rund
um den Schnapper ein Rechteck tiefer gesetzt als die weitere Schnittstellengeometrie.
Des Weiteren wurde bei dem zweiten Kopplungselement der Kopplungseinheit gegenüber
der
WO 2016/177580 insbesondere eine Ausnehmung auf der Vorderseite gefüllt und auf der Rückseite der
Körper nur bis auf die Ausnehmungen geformt und insbesondere um annähernd 0,5 mm reduziert.
Dadurch ergibt sich im Gussteil insbesondere ein Dimensionssprung.
[0040] Alternativ sind auch andere Verbindungsmöglichkeiten für die Kopplungseinheit denkbar.
Eine Verbindung der Anwendungseinheit und der Griffeinheit kann beispielsweise mittels
einer Verschraubung bzw. Schraubverbindung erfolgen, wobei in der Anwendungseinheit
und der Griffeinheit ein Gewinde eingebracht ist. Die Teile könnten daher insbesondere
zusammengeschraubt werden, wobei die Gewinde insbesondere auf eine Griffausgestaltung
angepasst sein müssen, damit das Aufsteckteil am Schluss in der richtigen Orientierung
zum Griff steht. Vorzugsweise wird die Anwendungseinheit mit einer Rechtsdrehung auf
die Griffeinheit geschraubt.
Alternativ wäre eine Steck- und Schnappverbindung für die Kopplungseinheit denkbar.
Ein zweites Kopplungselement kann beispielsweise entlang der Längsachse in das erste
Kopplungselement eingefahren und am Schluss zur Sicherung geschnappt werden. Das Schnappen
kann beispielsweise mit einer Zapfen-Ausnehmungs-Geometrie stattfinden. Alternativ
wäre eine Bajonettverbindung für die Kopplungseinheit denkbar. Eine Verbindung könnte
daher insbesondere durch Einführen und Drehen oder durch Drehen und Schnappen erfolgen.
Alternativ wäre eine Einpressverbindung für die Kopplungseinheit denkbar. Es könnte
insbesondere eine reibschlüssige Verbindung vorgesehen sein, wobei ein Kopplungselement
eine Ausnehmung ausbildet und ein Kopplungselement einen Zapfen ausbildet.
[0041] Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0042] Die Griffeinheit ist insbesondere mehrfach verwendbar, also kein Einweg-Produkt.
Es wird insbesondere lediglich die Anwendungseinheit gewechselt. Es kann insbesondere
auch die Anwendungseinheit mit verschiedenen Eigenschaften mit derselben Griffeinheit
kombiniert werden. So sind insbesondere mehrere verschiedene Aufsätze auf derselben
Griffeinheit denkbar, welche hin und her gewechselt werden können. Das Mundhygienemittel
ist insbesondere als Set verkaufbar, wie beispielsweise mit einem Halter/Ständer zum
Aufbewahren der Anwendungseinheit und der Griffeinheit, mit der Griffeinheit und mit
verschiedenen Anwendungseinheiten, wie beispielsweise einer Aufsteckbürste, eines
interdentalen Aufsteckteils und/oder eines Zungenreiniger-Aufsteckteils.
[0043] Ferner wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Kopplungseinheit zumindest ein
erstes Kopplungselement aufweist, welches einstückig mit der Anwendungseinheit ausgebildet
ist. Vorzugsweise ist das erste Kopplungselement einstückig mit dem Grundkörper der
Anwendungseinheit ausgebildet. Vorzugsweise bildet das erste Kopplungselement eine
Schnittstellenaufnahme aus. Das erste Kopplungselement begrenzt insbesondere eine
Schnittstellenaufnahme. Das erste Kopplungselement ist insbesondere auf einer dem
Reinigungsbereich abgewandten Seite der Anwendungseinheit angeordnet. Vorzugsweise
ist das erste Kopplungselement an einem dem Reinigungsbereich abgewandten Ende des
Halsbereichs angeordnet. Die Anwendungseinheit weist insbesondere einen Reinigungsbereich
und einen Halsbereich auf, wobei das erste Kopplungselement in dem Halsbereich angeordnet
ist. Unter "einstückig" soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden
werden, beispielsweise durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Spritzguss-/Anspritzprozess
und/oder einen anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder
vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine
Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren
und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. Alternativ oder zusätzlich kann auch
ein Formschluss zwischen Kopplungselement und der Anwendungseinheit (z.B. mittels
Presssitz, Reibschluss, Konus etc.) vorgesehen sein.
[0044] Dadurch kann insbesondere eine vorteilhafte Kopplungseinheit bereitgestellt werden.
Es kann insbesondere eine Anzahl von Bauteilen geringgehalten werden. Ferner kann
dadurch eine zumindest teilweise Integration der Kopplungseinheit in die Anwendungseinheit
erreicht werden.
[0045] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Kopplungseinheit zumindest
ein zweites, zu dem ersten Kopplungselement korrespondierendes Kopplungselement aufweist,
welches fest mit der Griffeinheit verbunden ist. Die Kopplungseinheit ist insbesondere
zu einer drehfesten Kopplung des ersten Kopplungselements mit dem zweiten Kopplungselement
vorgesehen. Vorzugsweise ist das zweite Kopplungselement von einem Schnittstellenfortsatz
gebildet, welcher zumindest teilweise aus dem Grundkörper der Griffeinheit ragt. Das
zweite Kopplungselement ist insbesondere auf einer der Anwendungseinheit zugewandten
Seite der Griffeinheit angeordnet. Vorzugsweise ist das zweite Kopplungselement an
einem dem unteren Ende der Griffeinheit abgewandten Ende der Griffeinheit angeordnet,
das heißt es ist an der Oberseite der Griffeinheit angeordnet. Bevorzugt bildet das
zweite Kopplungselement ein Teil der Griffeinheit. Dadurch kann insbesondere eine
vorteilhafte Kopplungseinheit bereitgestellt werden. Ferner kann dadurch eine zumindest
teilweise Integration der Kopplungseinheit in die Griffeinheit erreicht werden.
[0046] Es wird ferner vorgeschlagen, dass das zweite Kopplungselement der Kopplungseinheit
zumindest zu einem Großteil aus einem Kunststoff besteht und zumindest form- und/oder
stoffschlüssig mit der Griffeinheit verbunden ist. Vorzugsweise ist das zweite Kopplungselement
mittels einer Steck- und/oder Klebeverbindung mit der Griffeinheit verbunden. Vorzugsweise
weist die Griffeinheit an einem der Anwendungseinheit zugewandten Ende eine Ausnehmung
und/oder einen Fortsatz auf, in und/oder an welche/r das zweite Kopplungselement befestigt
ist. Unter "formschlüssig verbunden" soll insbesondere verstanden werden, dass aneinander
liegende Flächen von miteinander formschlüssig verbundenen Bauteilen eine in Normalenrichtung
der Flächen wirkende Haltekraft aufeinander ausüben. Insbesondere befinden sich die
Bauteile in einem geometrischen Eingriff miteinander. Unter "stoffschlüssig verbunden"
soll insbesondere verstanden werden, dass die Masseteile durch atomare oder molekulare
Kräfte zusammengehalten werden, wie beispielsweise beim Löten, Schweißen, Kleben und/oder
Vulkanisieren. Dadurch kann insbesondere eine vorteilhaft variable Herstellung des
zweiten Kopplungselements erreicht werden. Es kann insbesondere eine vorteilhaft kostengünstige
und flexible Herstellung des zweiten Kopplungselements erreicht werden. Ferner kann
dadurch eine zumindest teilweise Integration der Kopplungseinheit in die Griffeinheit
erreicht werden. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Formschluss zwischen Kopplungselement
und der Anwendungseinheit (z.B. mittels Presssitz, Reibschluss, Konus etc.) vorgesehen
sein.
[0047] Durch die separate Ausbildung des zweiten Kopplungselements kann die Kopplungseinheit
insbesondere für verschiedene Griffeinheiten eingesetzt werden. Vorzugsweise ist das
zweite Kopplungselement insbesondere für eine Entsorgung von der Griffeinheit trennbar
ausgebildet. Die Griffeinheit weist insbesondere eine Schnittstelle zu einer festen
Verbindung mit dem zweiten Kopplungselement auf. Die Schnittstelle ist vorzugsweise
in einer sacklochähnlichen Form gestaltet. Das zweite Kopplungselement ist insbesondere
aus Kunststoff und vorzugsweise in einem Spritzgussverfahren hergestellt. Das zweite
Kopplungselement ist hinsichtlich seiner Form insbesondere unabhängig von seiner materiellen
Ausgestaltung identisch ausgebildet. Bei einer Herstellung des Mundhygienemittels
werden insbesondere die Griffeinheit und das zweite Kopplungselement separat hergestellt
und nachträglich montiert. Die Montage kann auf verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Arten erfolgen, wobei insbesondere eine Form des Übergangs von dem zweiten
Kopplungselement zu der Griffeinheit zumindest teilweise eine Montage vorgibt. So
sollte insbesondere beispielsweise bei einer Verschraubung der Übergang senkrecht
zu einer Längsachse ausgestaltet sein. Eine Montage kann ferner beispielsweise mittels
eines Presssitzes, mittels Klebung, mittels einer Schnapp- und/oder Rastverbindung
und/oder mittels einer Verschraubung erfolgen. Die Verbindung zwischen dem zweiten
Kopplungselement und der Griffeinheit kann insbesondere fest und unlösbar oder wechselbar
ausgebildet sein. Bei einer unlösbaren Verbindung wäre insbesondere denkbar, dass
das zweite Kopplungselement insbesondere lediglich einmalig montierbar sein soll,
wobei eine Demontage lediglich durch Zerstörung möglich ist. Eine entsprechende Verbindung
kann beispielsweise mittels Kleben oder Pressen erreicht werden. Bei einer lösbaren
Verbindung wäre insbesondere denkbar, dass eine Trennung beispielsweise für Recycling
oder das Aufstecken verschiedener farbiger Kopplungselemente möglich ist. Eine entsprechende,
lösbare Verbindung kann beispielsweise mittels einer Schraubverbindung ermöglicht
werden. Verschiedenfarbige zweite Kopplungselemente können insbesondere bei einheitlicher
Grifffarbe die nötige Unterscheidungsmöglichkeit bringen. Ferner wäre auch denkbar,
dass verschiedene zweite Kopplungselemente für verschieden ausgestaltete Kopplungseinheiten
vorgesehen sind, wobei das zweite Kopplungselement jeweils auf einer der Griffeinheit
zugewandten Seite identisch ausgebildet ist und lediglich die Schnittstellen zur Kopplung
mit dem ersten Kopplungselement unterschiedlich ausgestaltet sind. So könnten insbesondere
verschiedene Schnittstellen mit demselben Griff realisiert werden. Es könnte insbesondere
eine Variabilität über mehrere verschiedene Griffe hinweg erreicht werden. So könnten
beispielsweise bei fünf verschiedenen Griffeinheiten und drei verschiedenen zweiten
Kopplungselementen bereits 15 Produktvarianten erreicht werden. Alternativ oder zusätzlich
wäre auch denkbar, dass ein Zwischenstück, insbesondere ein Schnittstellenteil, wechselbar
ausgebildet ist.
[0048] Es wird vorgeschlagen, dass das erste und zweite Kopplungselement vorzugsweise unterschiedlich
ausgestaltet sind, damit bei der Nutzung des ersten Kopplungselements nicht Kräfte
auf das zweite Kopplungselement ausgeübt werden, welche die entsprechende Kopplungsverbindung
schwächen könnten. Dies kann mit unterschiedlichen Verbindungs- bzw. Kopplungsverfahren
umgesetzt werden. Beispielsweise kann die erste Kopplung mittels Steckverbindung und
die zweite Kopplung mittels Schraubverbindung erreicht werden. Aus dem gleichen Grund
können auch gleiche Kopplungsverfahren mit unterschiedlicher Wirkung eingesetzt werden.
Beispielsweise können zwei Drehverbindungen unterschiedlicher Richtung oder zwei Steckverbindungen
mit unterschiedlicher axialer Wirkung genutzt werden.
[0049] Es wird weiter vorgeschlagen, dass das zweite Kopplungselement der Kopplungseinheit
einstückig mit der Griffeinheit ausgebildet ist. Dadurch kann insbesondere eine vorteilhafte
Kopplungseinheit bereitgestellt werden. Es kann insbesondere eine Anzahl von Bauteilen
geringgehalten werden. Ferner kann dadurch eine Integration der Kopplungseinheit in
die Griffeinheit erreicht werden.
[0050] Ferner wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Kopplungseinheit zumindest ein
zweites Kopplungselement aufweist, welches aus einem metallischen, keramischen, glasartigen
oder organischen Werkstoff besteht. Vorzugsweise besteht das zweite Kopplungselement
aus dem gleichen Werkstoff wie der Grundkörper der Griffeinheit. Dadurch kann insbesondere
ein vorteilhaft robustes zweites Kopplungselement bereitgestellt werden. Es können
insbesondere bei gleichbleibender Passgenauigkeit eine Vielzahl von Kopplungsvorgängen
mit der Anwendungseinheit ermöglicht werden.
[0051] Zudem wird vorgeschlagen, dass zumindest der Grundkörper der Griffeinheit zumindest
zu einem Großteil aus einem metallischen Werkstoff besteht. Vorzugsweise besteht die
Griffeinheit vollständig aus einem metallischen Werkstoff. Unter "zumindest zu einem
Großteil" soll dabei insbesondere zumindest 50 %, vorteilhaft zumindest 60 %, vorzugsweise
zumindest 70 %, besonders bevorzugt zumindest 80 % und besonders vorteilhaft zumindest
90 % verstanden werden. Ferner soll in diesem Zusammenhang unter einem "metallischen
Werkstoff" insbesondere ein technisch verwendetes Metall und eine technisch verwendete
Legierung verstanden werden. Es sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
metallische Werkstoffe denkbar, wie beispielsweise Eisenwerkstoff und/oder Nichteisenwerkstoffe,
wie insbesondere Legierungen auf Basis von Kupfer und/oder Aluminium. Vorzugsweise
besteht der Grundkörper der Griffeinheit zu einem Großteil aus lediglich einem metallischen
Werkstoff, wie insbesondere einer Legierung, es wäre jedoch auch denkbar, dass der
Grundkörper der Griffeinheit aus verschiedenen metallischen Werkstoffen besteht, wobei
insbesondere verschiedene Bereiche des Grundkörpers der Griffeinheit aus verschiedenen
metallischen Werkstoffen bestehen können. Weitere Materialien bzw. Materialkombinationen
werden weiter vorne beschrieben. Dadurch kann insbesondere eine vorteilhaft langlebige
Griffeinheit bereitgestellt werden, wobei die Anwendungseinheit insbesondere austauschbar
ausgeführt ist. Es kann ferner eine vorteilhaft hohe Robustheit der Griffeinheit bereitgestellt
werden. Ferner kann eine hohe Nutzungsdauer der Griffeinheit erreicht werden, wobei
insbesondere lediglich die Anwendungseinheit getauscht werden muss. Hierdurch kann
insbesondere ein ökologisches vorteilhaftes Mundhygienemittel bereitgestellt werden.
[0052] Weiter wird vorgeschlagen, dass in einer Griffeinheit eine Dreiteiligkeit realisiert
wird. Es wird ein zweites Kopplungselement gestaltet, weiter ein eigentlicher Grundkörper,
der den größten Teil des Volumens des Griffs einnimmt, sowie ein Abschluss-Element,
welches das hintere Ende des Körpers bildet. Dabei kann insbesondere das Kopplungselement
wie auch das Abschluss-Element aus einem metallischen Werkstoff gestaltet sein. Weiter
kann der Grundkörper insbesondere aus einem eher wertigeren Material gestaltet sein,
beispielsweise aus Keramik, Porzellan, Glas, Holz, Bambus etc.
[0053] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass zumindest der Grundkörper der Griffeinheit
in einem Druckgussverfahren hergestellt ist. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhafter
Grundkörper der Griffeinheit bereitgestellt werden. Es kann insbesondere ein vorteilhaft
leicht und präzise herstellbarer Grundkörper der Griffeinheit bereitgestellt werden.
Vorzugsweise ist die gesamte Griffeinheit in einem Druckgussverfahren hergestellt.
Bevorzugt ist zumindest der Grundkörper der Griffeinheit, insbesondere die gesamte
Griffeinheit, in einem Aluminiumdruckgussverfahren hergestellt. Bei dem Druckgussverfahren
wird insbesondere Metall unter hohem Druck und mit einer sehr hohen Formfüllgeschwindigkeit
in eine vorgegebene Form, insbesondere Druckgussform, gegossen, insbesondere gedrückt.
Eine anschließende Entformung muss im Design berücksichtigt werden. Entformungsrichtlinien
bezüglich Hinterschnitten sind zu beachten. Die Entformungswinkel betragen mehr als
0,5°, vorzugsweise mehr als 1°. Hinterschnitte sind im Design wenn möglich zu vermeiden,
da sie sehr aufwändige Gusswerkzeuge mit sich bringen, damit die Entformbarkeit gewährleistet
ist. Es sind jedoch auch andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Herstellungsverfahren
für die Griffeinheit denkbar. Beispielsweise kann die Griffeinheit zumindest teilweise
in einem Sinterverfahren hergestellt sein. Hierbei wird ein Formteil hergestellt und
verdichtet. Alternativ oder zusätzlich kann die Griffeinheit zumindest teilweise mittels
eines Drehverfahrens hergestellt sein. Als Drehteil sollte die Griffeinheit insbesondere
rotationssymmetrisch zur Längsachse (oder einer anderen Achse) ausgebildet sein. Alternativ
oder zusätzlich kann die Griffeinheit zumindest teilweise mittels eines Fräsverfahrens
hergestellt sein. Hierbei sind insbesondere freie Formen möglich, wobei je nach Form
die Herstellung sehr zeitaufwändig werden kann, was zu einem sehr teuren Produkt führt.
Alternativ oder zusätzlich kann die Griffeinheit zumindest teilweise in einem Umformverfahren
oder einem Pressverfahren hergestellt sein. Hierbei ist insbesondere lediglich eine
beschränkte Formgebung möglich. Alternativ oder zusätzlich kann die Griffeinheit zumindest
teilweise mittels eines Strangpressverfahrens hergestellt sein. Dabei wird insbesondere
ein Strangmaterial als Grundstruktur bzw. als Längsprofil der Griffeinheit hergestellt.
Eine Nachbearbeitung ist hierbei insbesondere zwingend, um eine angepasste Form zu
erhalten. Zudem wäre jeweils auch eine Kombination mit Schneiden, Sägen, Bohren und/oder
Fräsen zu einer Herstellung zumindest eines Teils der Griffeinheit und/oder des zweiten
Kopplungselements denkbar. Alternativ oder zusätzlich kann die Griffeinheit zumindest
teilweise mittels eines aufbauenden Verfahrens, wie beispielsweise eines 3D-Druckverfahrens,
hergestellt sein. Vorzugsweise ist die Griffeinheit zumindest teilweise in einem 3D-Druck-Verfahren
hergestellt. Beim 3D-Druck-Verfahren wird Material Schicht für Schicht aufgetragen
und somit ein dreidimensionaler Gegenstand gestaltet.
[0054] Bei der Herstellung der Griffeinheit mittels Druckguss ist ein Angusspunkt beziehungsweise
ein Anschnitt und beispielsweise auch der Überlauf oder die Überläufe, insbesondere
für alle Herstellverfahren, vorzugsweise in einem Bereich, in welchem später der Angusspunkt,
Anschnitt oder Überlauf funktional nicht stört und weiter optisch und haptisch entweder
nicht stört oder so bearbeitet werden kann, dass er nicht stört. Der Angusspunkt und
auch der einzelne Überlauf stellen in der Regel insbesondere eine spezielle Materialansammlung
dar, welche beispielsweise bei Nachbehandlungen optische Differenzen bringen kann
oder funktional nicht dieselbe Qualität wie der Rest des Teils erreicht. Der Angusspunkt
liegt vorzugsweise nicht in einem funktionalen Bereich wie beispielsweise dem zweiten
Kopplungselement. Der Angusspunkt liegt vorzugsweise nicht in einem haptisch wichtigen
Bereich wie beispielsweise dem der Daumenauflage oder der Oberfläche am hinteren Ende
des Griffteils etc. Des Weiteren kann es aufgrund der Produktgestaltung allenfalls
nötig sein, gewisse Entgratungsarbeiten durchzuführen, beispielsweise an Formtrennungen
etc.
[0055] Bei einer Ausgestaltung der Griffeinheit befindet sich ein Angusspunkt/Anschnitt
insbesondere auf einer Formtrennlinie am hinteren Ende des Griffs, herstelltechnisch
sind zwei Angusspunkte symmetrisch zueinander realisiert. Die Überläufe befinden sich
bei dieser Ausgestaltung ebenfalls symmetrisch am vorderen Ende der Griffeinheit vor
der Kopplungseinheit.
[0056] Beim Druckgussverfahren für die Griffeinheit werden 1, 2, 3 oder 4 Angusspunkte und
1, 2, 3 oder 4 Überläufe eingesetzt.
[0057] Vorzugsweise weist die Griffeinheit eine herstellungsbedingte Formtrennungslinie
auf. Formtrennungslinien entstehen jeweils insbesondere an jenen Stellen, an welchen
verschiedene Teile einer Form, insbesondere einer Gussform, aufeinandertreffen. Bevorzugt
ist die Gestaltung, insbesondere das Design, der Griffeinheit auf den Verlauf der
Formtrennungslinien abgestimmt, sodass die Formtrennungslinie ein Teil des Designs
ergibt. Die Formtrennungslinie der Griffeinheit führt insbesondere um den Grundkörper
der Griffeinheit herum, insbesondere in Längsrichtung, wobei in Ausnehmungen der Griffeinheit
insbesondere ebenfalls eine Formtrennungslinie ausgebildet wird, wenn diese von einer
zur anderen Seite durchgehend sind, beispielsweise von der Vorderseite zur Rückseite,
da an dieser Stelle ebenfalls verschiedene Teile einer Gussform aufeinandertreffen.
Insbesondere weist die Griffeinheit so eine Formtrennungslinie außen am Grundkörper
und jeweils eine Formtrennungslinie pro Ausnehmung auf. Bevorzugt weist die Formtrennlinie
einen stetigen Verlauf auf, wobei insbesondere runde Verläufe frei von Stufen realisiert
sind. Vorzugsweise ist die Formtrennungslinie zwecks der Entformbarkeit immer am breitesten
Ort des Körpers angeordnet. Die Formtrennlinie kann direkt als "scharfe" Kante realisiert
werden, das heißt, dass sich die berührenden Flächen in einem Punkt treffen. Vorzugsweise
ist die Formtrennlinie aber als Radius geformt, um in der Anwendung keine Verletzungen
bei den Nutzern zu verursachen. Der Radius im Querschnitt gesehen beträgt zwischen
0,5 mm und 3 mm, vorzugsweise zwischen 0,9 und 2,1 mm.
[0058] Bevorzugt weist die Anwendungseinheit ebenfalls eine Formtrennlinie auf. Vorzugsweise
sind die Griffeinheit und die Anwendungseinheit geometrisch fortlaufend gestaltet.
Die Tangenten der korrespondierenden, angrenzenden Außenflächen sind im Wesentlichen
parallel. Insbesondere setzt sich dadurch auch die Formtrennungslinie der Griffeinheit
in der Formtrennlinie der Anwendungseinheit fort. Die Formtrennungslinien setzten
sich insbesondere über verschiedene Materialien hinweg fort. Hierdurch kann insbesondere
ein Design aus einem Guss realisiert werden und es entstehen keine Elemente, an denen
man sich verletzen kann. Die Formtrennungslinie kann so insbesondere als Designelement
realisiert werden.
[0059] Ferner ist denkbar, dass auf der Griffeinheit Strukturen und/oder Texturen erzeugt
sind. Hierdurch können insbesondere verschiedene Haptiken erzeugt werden. Es sind
verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Strukturen denkbar, wie beispielsweise
Riffelungen, Rippen, Noppen und/oder Hoch-Tief-Strukturen mit beliebigem Muster. Die
Strukturen können insbesondere bereits bei der Herstellung in eine Form, insbesondere
Gussform, eingelassen oder erhaben sein. Eine Formgebung kann direkt integriert bei
einer primären Formung der Griffeinheit erfolgen. Ein zusätzlicher, separater Formungsprozess
ist ebenfalls möglich (z.B. mittels spanender Verfahren wie Fräsen oder nicht spannendem
Verfahren wie Pressen oder Deformieren. Es wird ferner vorgeschlagen, dass der metallische
Werkstoff von einer Aluminiumlegierung gebildet ist. Vorzugsweise ist die Aluminiumlegierung
nicht magnetisch. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhafter Grundkörper der Griffeinheit
bereitgestellt werden. Es kann insbesondere ein vorteilhaft leicht und präzise herstellbarer
Grundkörper der Griffeinheit bereitgestellt werden. Vorzugsweise besteht die gesamte
Griffeinheit aus dem metallischen Werkstoff. Die Materialwahl kann dabei insbesondere
durch das Herstellverfahren beeinflusst werden. Gewisse Herstellverfahren lassen Materialien
zur Verarbeitung zu, die später eine bevorzugte Nachbearbeitung zulassen. Beispielsweise
gibt es beim Eloxieren von Teilen aus gewissen Aluminiumlegierungen, die durch Druckguss
hergestellt sind, Schwierigkeiten, wohingegen bei identischen gefrästen Formen aus
im Wesentlichen reinem Aluminium eine besser zu eloxierende Legierung verwendet werden
kann. Ziel der Materialwahl ist insbesondere das Schaffen eines dauerhaften Griffs.
Es sind insbesondere reine Materialien bzw. Legierungen vorgesehen, es wird insbesondere
keine Mischung aus Kunststoff und Metall bzw. Legierung im einzelnen Materialbereich
vorgesehen. Der metallische Werkstoff kann insbesondere sowohl aus Neumaterial hergestellt
sein, als auch aus Recycling-Material, wie beispielsweise Kaffee-Kapseln, Aluminium-Dosen
etc., bestehen. Es ist auch eine Kombination aus Neumaterial und Recycling-Material
denkbar. Alternativ zu Aluminium sind auch andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
metallische Werkstoffe denkbar, wie beispielsweise Kupferlegierungen, Gold, Silber,
Titan, Chromstahl und/oder Stahl.
[0060] Es wird weiter vorgeschlagen, dass der metallische Werkstoff zwischen 1% und 13%
Silizium, zwischen 0,5% und 2% Eisen und maximal aus 5% Kupfer aufweist. Vorzugsweise
weist der metallische Werkstoff maximal 13% Magnesium auf. Vorzugsweise weist der
metallische Werkstoff maximal 1% Nickel auf. Vorzugsweise weist der metallische Werkstoff
maximal 5% Zink auf. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhafter Grundkörper der Griffeinheit
bereitgestellt werden. Es kann insbesondere ein vorteilhaft leichter und präzise herstellbarer
Grundkörper der Griffeinheit bereitgestellt werden. Es sind verschiedene, einem Fachmann
als sinnvoll erscheinende Aluminiumlegierungen denkbar. Die Aluminiumlegierung kann
beispielsweise ein erster Typ sein, insbesondere umfassend 5% bis 10% Silizium, weniger
als 2% Eisen, 2% bis 5% Kupfer, weniger als 1% Magnesium, weniger als 1% Nickel, weniger
als 5% Zink und/oder weniger als 1% Zinn. Die Aluminiumlegierung des ersten Typs weist
insbesondere eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Die Aluminiumlegierung des ersten Typs ist insbesondere für eine Nachbehandlung
mittels Tauchlackierung sehr gut geeignet. Alternativ kann die Aluminiumlegierung
ein zweiter Typ sein, insbesondere umfassend 8% bis 13% Silizium, weniger als 1,5%
Eisen, 1% bis 4% Kupfer, weniger als 1% Magnesium, weniger als 1% Nickel, weniger
als 2% Zink, weniger als 1% Zinn, weniger als 0,5% Blei und/oder weniger als 0,2%
Titan. Die Aluminiumlegierung des zweiten Typs weist insbesondere eine Dichte von
2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Alternativ kann die Aluminiumlegierung ein dritter Typ sein, insbesondere umfassend
weniger als 1,5% Silizium, weniger als 1,5% Eisen, weniger als 1% Kupfer, weniger
als 1% Magnesium, weniger als 1% Zink und/oder weniger als 1% Titan. Die Aluminiumlegierung
des dritten Typs weist insbesondere eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Die Aluminiumlegierung des dritten Typs ist insbesondere für das Eloxieren
gut geeignet. Alternativ kann die Aluminiumlegierung ein vierter Typ sein, insbesondere
umfassend 1,5% bis 3,5 Silizium, weniger als 1,5% Eisen, weniger als 1% Kupfer, weniger
als 1% Mangan, 6% bis 13% Magnesium, weniger als 1% Nickel, weniger als 1% Zink, weniger
als 1% Zinn, weniger als 0,5% Blei und/oder weniger als 0,5% Titan. Die Aluminiumlegierung
des vierten Typs weist insbesondere eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Die Aluminiumlegierung des vierten Typs ist insbesondere gut polierbar sowie
gut spanend bearbeitbar. Alternativ kann die Aluminiumlegierung ein fünfter Typ sein,
insbesondere umfassend 1% bis 3% Silizium, weniger als 1% Eisen, weniger als 1% Kupfer,
weniger als 1% Mangan, 3% bis 8% Magnesium, weniger als 1% Zink und/oder weniger als
0,5% Titan. Die Aluminiumlegierung des fünften Typs weist insbesondere eine Dichte
von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Die Aluminiumlegierung des fünften Typs ist insbesondere gut polierbar sowie
aufgrund des hohen Siliziumanteils gut giessbar. Reines Aluminium ist ein sechster
Typ des möglichen metallischen Werkstoffs. Dieses besteht im Wesentlichen nur aus
Aluminium. Dieser sechste Typ weist insbesondere eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3 auf. Bei den genannten Material-Typen ist es jeweils so, dass die restlichen % im
Wesentlichen aus Aluminium bestehen. Es ist insbesondere zu beachten, dass bei mittels
Druckguss hergestellten Griffeinheiten der Anteil Silizium sehr wichtig ist. Je höher
der Silizium-Gehalt, desto vorteilhafter wirkt er sich insbesondere auf das Fließ-
und Formfüllungsvermögen aus. Mit sinkendem Si-Gehalt wird das Fließvermögen schlechter.
Silizium ist jedoch insbesondere für die Nachbearbeitung, insbesondere durch Eloxieren,
nachteilig, entsprechend muss mit dem Silizium-Anteil eine Balance gefunden werden.
Es sind insbesondere je nach eingesetztem metallischem Werkstoff auch andere Herstellverfahren
für die Griffeinheit denkbar.
[0061] Es sind ferner auch alternative Materialien denkbar, welche insbesondere je nachdem
mit anderen Herstellverfahren herstellbar sind. Es sind verschiedene, einem Fachmann
als sinnvoll erscheinende alternative Materialien denkbar, wie beispielsweise organische
Materialien wie z.B. Holz oder Bambus, Stein, Kunststoff, Zelluloid, Glas, Keramik
und/oder Porzellan. Alternativ oder zusätzlich kann die Griffeinheit aus mehreren
Material-Komponenten aufgebaut sein. Es können Kombinationen aus den zuvor beschriebenen
Materialien eingesetzt werden.
Beispielsweise bringen verschiedene Metalle insbesondere an sich verschiedene Optiken,
insbesondere auch bei der Oberflächenbehandlung. Ferner haben verschiedene Metalle
verschiedene Eigenschaften und sind beispielsweise auch magnetisch oder nichtmagnetisch.
Ferner wäre auch eine Kombination von Metall mit einem Überspritzen von Kunststoff
denkbar. Durch eine magnetische Griffeinheit entstehen insbesondere alternative Lagermöglichkeiten,
so kann die Griffeinheit beispielsweise magnetisch aufgehängt oder aufgestellt werden.
[0062] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper der Griffeinheit zumindest eine Ausnehmung
begrenzt, welche sind vollständig durch den Grundkörper erstreckt, beispielsweise
von der Vorderseite zur Rückseite, und welche in zumindest einer Ebene, insbesondere
parallel zu einer Haupterstreckungsebene der Griffeinheit, vollständig von dem Grundkörper
umschlossen ist. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhaft geringer Materialbedarf
erreicht werden. Es kann insbesondere eine vorteilhaft filigrane Griffeinheit bereitgestellt
werden. Vorzugsweise ist die Ausnehmung in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit
vollständig von dem materiellen Grundkörper umschlossen. Bevorzugt bildet der Grundkörper
zumindest teilweise einen Ring, insbesondere eine Schlinge, aus, welcher sich um die
Ausnehmung herum erstreckt. Vorzugsweise ist die Ausnehmung von einem Schlitz gebildet.
Insbesondere weist die Ausnehmung, insbesondere in der Haupterstreckungsebene, eine
tropfen- oder linsenförmige Querschnittsform auf. Der Schlitz ist insbesondere entlang
der Längsachse der Griffeinheit ausgerichtet. Der Grundkörper bildet insbesondere
zwei seitliche Längsstege aus, welche jeweils an zumindest einem Ende, insbesondere
einem vorderen Ende und einem hinteren Ende, verbunden sind und die Ausnehmung umschließen.
Der von dem Grundkörper gebildete Ring, insbesondere die Schlinge, welcher die Ausnehmung
umschließt, ist insbesondere geschlossen ausgebildet. Es gibt insbesondere keine offenen
Enden, wie beispielsweise gabelförmige Gestaltungen. Der Ring, insbesondere die Schlinge,
kann verschiedenste Querschnitte aufweisen. Mögliche Querschnittsformen sind kreisförmig,
oval, elliptisch, rechteckig, rautenförmig, dreieckig, n-eckig, rhombusförmig, parallelogrammförmig,
wobei die sich in Längsrichtung bildenden Kanten/Ecken gerundet oder "scharf" sein
können. Der Ring ist insbesondere außen, also außerhalb der Ausnehmung, rundlich oder
abgerundet ausgebildet. Weiter kann sich der Querschnitt über den Längsverlauf verändern
und von einer Form in eine weitere Form übergehen, dies auch mehrmals. Die zumindest
eine Ausnehmung dient insbesondere zu einer Materialeinsparung. Die zumindest eine
Ausnehmung ist insbesondere in Längsrichtung angeordnet. Eine Anzahl der Ausnehmungen
kann insbesondere von 1, 2, 3, 4, 5 oder mehrere, vorzugsweise einer bis drei, betragen.
Die Ausnehmungen können mindestens teilweise senkrecht zur Längsrichtung nebeneinanderliegend
angeordnet sein. Die Ausnehmung kann in einer Draufsicht von der Vorderseite verschiedenste
Querschnitte aufweisen. Die Form der Ausnehmung entspricht insbesondere im Wesentlichen
einer Form der Schlinge. Die Querschnittsform beziehungsweise die Form der Ausnehmung
kann in Längsrichtung gleichförmig sein oder auch eine Veränderung in Form von Einschnürungen
aufweisen. Eine Einschnürung kann beispielsweise dazu genutzt werden, um einen Daumengriffbereich
etwas abgesetzt auszugestalten. Weitere mögliche Querschnittsformen sind elliptisch,
rautenförmig, parallelogrammförmig, rechteckig, dreieckig. Die Ecken und Kanten der
Querschnittsformen sind vorzugsweise gerundet ausgestaltet, wobei der minimale Radius
0,5 mm, vorzugsweise 1 mm, beträgt. Die sich in Längsrichtung bildenden Kanten/Ecken,
welche sich beispielsweise an einem Eintritt in die Ausnehmung ausbilden, weisen einen
Radius von minimal 0,5 mm, vorzugsweise von minimal 1 mm, auf. Es sind insbesondere
ferner spitze Übergänge möglich Die zumindest eine Ausnehmung weist insbesondere eine
Breite von 4 mm bis 9 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 7,5 mm, auf. Die zumindest eine
Ausnehmung weist insbesondere eine Länge von 10 mm bis 60 mm, vorzugsweise von 25
mm bis 50 mm, auf. Ein Verhältnis des Volumens der zumindest einen Ausnehmung zu einem
Volumen der zumindest einen Ausnehmung zusammen mit der Griffeinheit beträgt insbesondere
von 0,3 bis 0,7, vorzugsweise von 0,38 bis 0,52. Die zumindest eine Ausnehmung kann
ferner weitere Funktionen ausbilden. Beispielsweise wäre denkbar, dass das Mundhygienemittel
an der zumindest einen Ausnehmung aufgehängt werden kann, beispielsweise an einem
Haken. Insbesondere kann die Ausnehmung ferner dazu dienen, das Gegenstück für einen
Halter zu bilden. Beispielsweise wäre denkbar, dass ein Halter und die zumindest eine
Ausnehmung aneinander angepasst sind. Es kann so beispielsweise ein Einhängen, ein
Einlegen und/oder ein Aufstecken des Mundhygienemittels über die Ausnehmung an dem
Halter erfolgen. Der Halter kann insbesondere auf verschiedene, einem Fachmann als
sinnvoll erscheinende Arten ausgebildet sein, wie beispielsweise als Sockel, der selbst
steht, und/oder als Haltemöglichkeit für Zusatzteile wie einklickbare bzw. einrastbare
Elemente aus Kunststoff, insbesondere aus Weichkomponenten und/oder Hartkomponenten.
Mindestens eine Ausnehmung kann ebenfalls dazu dienen, das Mundhygienemittel in der
Verpackung zu fixieren.
[0063] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Griffeinheit zumindest einen Daumengriffbereich
aufweist, wobei die Ausnehmung zumindest teilweise in dem Daumengriffbereich angeordnet
ist. Vorzugsweise bildet der Grundkörper der Griffeinheit in dem Daumengriffbereich
zu der Ausnehmung hin eine Vertiefung aus. Die Vertiefung ist zumindest auf einer
Vorderseite des Grundkörpers der Griffeinheit angeordnet. An einem tiefsten Punkt
der Vertiefung ist insbesondere die Ausnehmung angeordnet. Die Vertiefung ist insbesondere
konkav ausgebildet. Der Daumengriffbereich ist insbesondere aus einem Zusammenspiel
zwischen Verdickung und Form des Grundkörpers der Griffeinheit und der Ausnehmung
gebildet, wobei sich in dem Daumengriffbereich eine Mulde für die Daumenauflage ausbildet.
Die Auflagefläche ist von einer eine Flanke des die Ausnehmung umgreifenden Rings
des Grundkörpers auf der Seite der Ausnehmung, also insbesondere innen, ausgebildet.
Dadurch kann insbesondere eine vorteilhafte Integration des Daumengriffbereichs erreicht
werden. Es kann ferner insbesondere eine vorteilhaft filigrane Griffeinheit bereitgestellt
werden.
[0064] Es wird ferner vorgeschlagen, dass der Grundkörper der Griffeinheit zumindest eine
weitere Ausnehmung begrenzt, welche entlang einer Längsachse der Griffeinheit hinter
der Ausnehmung angeordnet ist, welche sich vollständig durch den Grundkörper erstreckt
und welche in zumindest einer Ebene, insbesondere parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit, vollständig von dem Grundkörper umschlossen ist. Die weitere Ausnehmung
ist insbesondere auf einer der Anwendungseinheit abgewandten Seite der Ausnehmung
angeordnet. Die Ausnehmung und die weitere Ausnehmung sind insbesondere frei von einer
Verbindung. Die Ausnehmung und die weitere Ausnehmung sind insbesondere durch den
Grundkörper der Griffeinheit getrennt. Vorzugsweise ist die weitere Ausnehmung in
der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit vollständig von dem materiellen Grundkörper
umschlossen. Bevorzugt bildet der Grundkörper zwei Ringe, insbesondere Schlingen,
aus, welche sich um die Ausnehmung und die weitere Ausnehmung herum erstrecken. Vorzugsweise
ist die weitere Ausnehmung von einem Schlitz gebildet. Insbesondere weist die weitere
Ausnehmung, insbesondere in der Haupterstreckungsebene, eine linsenförmige Querschnittsform
auf. Der Schlitz ist insbesondere entlang der Längsachse der Griffeinheit ausgerichtet.
Die weitere Ausnehmung weist insbesondere eine identische Orientierung auf wie die
erste Ausnehmung. Der Grundkörper bildet insbesondere zwei seitliche Längsstege aus,
welche jeweils an zumindest einem Ende, insbesondere einem vorderen Ende und einem
hinteren Ende, sowie in einem mittleren verbunden sind und die Ausnehmung und die
weitere Ausnehmung umschließen. Der von dem Grundkörper gebildete Ring, welcher die
weitere Ausnehmung umschließt, ist insbesondere geschlossen ausgebildet. Es gibt insbesondere
keine offenen Enden, wie beispielsweise gabelförmige Gestaltungen. Der Ring, welcher
die weitere Ausnehmung umschließt, kann verschiedenste Querschnitte aufweisen. Mögliche
Querschnittsformen sind kreisförmig, oval, elliptisch, rechteckig, rautenförmig, dreieckig,
n-eckig, rhombusförmig, parallelogrammförmig, wobei die sich in Längsrichtung bildenden
Kanten/Ecken wiederum, wie bei der ersten Ausnehmung beschrieben, gerundet ausgebildet
sein können. Der Ring ist insbesondere außen, also außerhalb der weiteren Ausnehmung,
rundlich oder abgerundet ausgebildet. Weiter kann sich der Querschnitt über den Längsverlauf
verändern und von einer Form in eine weitere Form übergehen, dies auch mehrmals. Die
weitere Ausnehmung kann in einer Draufsicht verschiedenste Querschnitte aufweisen.
Die Querschnittsform kann in Längsrichtung gleichförmig sein oder auch eine Veränderung
in Form von Einschnürungen aufweisen. Eine Einschnürung kann beispielsweise dazu genutzt
werden, um einen Daumengriffbereich etwas abgesetzt auszugestalten. Weitere mögliche
Querschnittsformen sind elliptisch, rautenförmig, parallelogrammförmig, rechteckig,
dreieckig. Die Ecken und Kanten der Querschnittsformen sind vorzugsweise gerundet
ausgestaltet, wobei die sich in Längsrichtung bildenden Kanten/Ecken gerundet oder
"scharf" sein können. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhaft geringer Materialbedarf
erreicht werden. Es kann insbesondere eine vorteilhaft filigrane Griffeinheit bereitgestellt
werden.
[0065] Es wird ferner vorgeschlagen, dass der Grundkörper der Griffeinheit zumindest zwei
Ausnehmungen begrenzt, welche senkrecht zur Längsrichtung nebeneinander liegend angeordnet
sind, welche sich vollständig durch den Grundkörper erstrecken und welche jeweils
in zumindest einer Ebene, insbesondere parallel zu einer Haupterstreckungsebene der
Griffeinheit, vollständig von dem Grundkörper umschlossen sind. Die Ausnehmungen sind
insbesondere auf einer der Anwendungseinheit abgewandten Seite angeordnet. Die Ausnehmungen
sind insbesondere frei von einer Verbindung. Die Ausnehmungen sind insbesondere durch
den Grundkörper der Griffeinheit getrennt, wobei der Grundkörper eine Rippe entlang
der Haupterstreckungsrichtung ausbildet. Vorzugsweise sind die Ausnehmungen in der
Haupterstreckungsebene der Griffeinheit vollständig von dem materiellen Grundkörper
umschlossen. Bevorzugt bildet der Grundkörper einen Ring, insbesondere eine Schlinge,
aus, welche durch eine Rippe entlang der Längsachse getrennt ist und die sich um die
Ausnehmungen herum erstrecken. Vorzugsweise sind die Ausnehmungen von einem Schlitz
gebildet. Insbesondere weisen die Ausnehmungen, insbesondere in der Haupterstreckungsebene,
eine linsen- und/oder bananenförmige Querschnittsform auf. Der jeweilige Schlitz ist
insbesondere entlang der Längsachse der Griffeinheit ausgerichtet. Die beiden Ausnehmungen
weisen insbesondere eine identische Orientierung in Haupterstreckungsrichtung auf,
sie sind jedoch gegenüber der Haupterstreckungsrichtung gespiegelt geformt. Der Grundkörper
bildet insbesondere zwei seitliche Längsstege aus, welche jeweils an zumindest einem
Ende, insbesondere einem vorderen Ende und einem hinteren Ende, verbunden sind und
die zusammen mit der Rippe die Ausnehmungen umschließen. Der von dem Grundkörper gebildete
Ring mit Rippe, welcher die weitere Ausnehmung umschließt, ist insbesondere geschlossen
ausgebildet. Es gibt insbesondere keine offenen Enden, wie beispielsweise gabelförmige
Gestaltungen. Der eigentliche Ring und auch die Rippe, welche die Ausnehmungen umschließen,
können verschiedenste Querschnitte aufweisen. Mögliche Querschnittsformen sind kreisförmig,
oval, elliptisch, rechteckig, rautenförmig, dreieckig, n-eckig, rhombusförmig, parallelogrammförmig,
wobei die sich in Längsrichtung bildenden Kanten/Ecken wiederum, wie bei der ersten
Ausnehmung beschrieben, gerundet ausgebildet sein können. Der Ring ist insbesondere
außen, also außerhalb der weiteren Ausnehmung, rundlich oder abgerundet ausgebildet.
Weiter kann sich der Querschnitt über den Längsverlauf verändern und von einer Form
in eine weitere Form übergehen, dies auch mehrmals. Die Ausnehmungen können in einer
Draufsicht verschiedenste Querschnitte aufweisen. Die Querschnittsform kann in Längsrichtung
gleichförmig sein oder auch eine Veränderung in Form von Einschnürungen aufweisen.
Eine Einschnürung kann beispielsweise dazu genutzt werden, um einen Daumengriffbereich
etwas abgesetzt auszugestalten. Weitere mögliche Querschnittsformen sind elliptisch,
rautenförmig, parallelogrammförmig, rechteckig, dreieckig. Die Ecken und Kanten der
Querschnittsformen sind vorzugsweise gerundet ausgestaltet, wobei die sich in Längsrichtung
bildenden Kanten/Ecken gerundet oder "scharf" sein können. Dadurch kann insbesondere
ein vorteilhaft geringer Materialbedarf erreicht werden. Es kann insbesondere eine
vorteilhaft filigrane Griffeinheit bereitgestellt werden.
[0066] Ferner bestehen insbesondere verschiedene Möglichkeiten der Beschriftung der Griffeinheit.
Die Beschriftung kann insbesondere direkt im Material realisiert werden, beispielsweise
mittels vertieftem bzw. versenktem und/oder erhabenem bzw. erhobenem Schriftzug und/oder
Logo. Insbesondere bei einer Herstellung durch Gießen oder Fräsen stellt die Beschriftung
direkt im Material insbesondere kein Problem dar. Alternativ kann die Beschriftung
durch unterbrochene bzw. unterschiedliche Oberflächenbehandlung, also der bereichsweisen
Auslassung bzw. unterschiedlichen Anwendung der Oberflächenbehandlung und/oder einer
gezielten Oberflächenbehandlung nur im Bereich des Schriftzugs erfolgen. Die Beschriftung
kann beispielsweise eingeätzt werden. Alternativ kann die Beschriftung durch Drucken
oder Prägen erfolgen. Eine aufgedruckte Beschriftung kann jedoch für die Dauerhaftigkeit
weniger geeignet sein, da sie weniger permanent ist. Die Beschriftung kann insbesondere
im Griffbereich erfolgen. Bei einer Ausbildung der Griffeinheit mit Schlingen kann
die Beschriftung insbesondere innen oder außen an den Schlingen des Grundkörpers der
Griffeinheit erfolgen. Die Orientierung der Beschriftung ist vorzugsweise zur Vorderseite
hin, ist jedoch auch zur Rückseite hin oder in beiden Orientierungen möglich. Es sind
insbesondere verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Positionen und
Orientierungen denkbar. Die Masse, insbesondere die Länge und Breite der Beschriftung,
ist dabei insbesondere abhängig von einem Design und dem Platz auf dem Grundkörper.
Bei einer Ausbildung der Beschriftung als Erhebung oder Versenkung weist die Erhebung
oder Versenkung insbesondere eine Höhe oder Tiefe von 0,2 mm bis 0,8 mm, vorzugsweise
von 0,3 mm bis 0,6 mm, auf.
[0067] Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Griffeinheit zumindest in einer Ebene parallel
zu einer Haupterstreckungsebene der Griffeinheit betrachtet eine zumindest annähernd
8-förmige Grundform aufweist. Vorzugsweise weist die Griffeinheit zumindest in einer
Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene der Griffeinheit betrachtet zumindest
annähernd die Form eines unendlich-Symbols (∞) auf. Der Grundkörper der Griffeinheit
bildet eine acht aus. Der Grundkörper bildet insbesondere zwei Ringe, insbesondere
Schlingen, aus. Jeder der Ringe, insbesondere Schlingen, hat in der Mitte eine Ausnehmung,
insbesondere die Ausnehmung und die weitere Ausnehmung. Der die Ausnehmung umgebende
Ring, insbesondere die Schlinge, ist insbesondere kleiner, insbesondere weniger breit
und weniger lang, als der die weitere Ausnehmung umgebende Ring, insbesondere Schlinge.
Insbesondere ist die Ausnehmung kleiner als die weiteren Ausnehmungen. Zwischen den
zwei Schlingen des Grundkörpers der Griffeinheit ist insbesondere ein Knoten ausgebildet,
in welchem die zwei Schlingen verbunden sind. Die Position des Knotens bezogen auf
die Gesamtlänge der Griffeinheit liegt insbesondere entlang der Längsachse der Griffeinheit
bei 60 mm bis 80 mm, vorzugsweise bei 65 mm bis 75 mm, vom freien Ende her gemessen.
Die Position des Knotens bezogen auf die Gesamtlänge der Griffeinheit liegt insbesondere
in % der Gesamtlänge der Griffeinheit vom freien Ende her gemessen zwischen 35% und
55%, vorzugsweise zwischen 40% und 50%. Vorzugsweise sind die Querschnitte der Schlingen
des Grundkörpers der Griffeinheit zumindest ähnlich, wobei die Schlingen beispielsweise
an ihren Enden oder am Knoten in eine weitere Form übergehen können. Die Schlingen
weisen jeweils eine geschlossene Kontur auf. Der Grundkörper der Griffeinheit weist
ferner eine Breite von 4 mm bis 8 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 7 mm, auf. Ferner
weist der Grundkörper der Griffeinheit insbesondere eine Höhe von 4 mm bis 20 mm,
vorzugsweise von 6 mm bis 15 mm, auf. Insbesondere bildet der Grundkörper der Griffeinheit
in Längsrichtung einen Verlauf aus. Der Grundkörper der Griffeinheit weist insbesondere
entlang des Verlaufs eine kleinste Höhe von 7,6 mm und eine größte Höhe von 12,9 mm
auf. Die Griffeinheit weist in einer Seitenansicht eine gebogene, insbesondere gekrümmte
Längsform auf. Die Griffeinheit weist auf der Rückseite insbesondere Auflagepunkte
am freien Ende sowie im Bereich des zweiten Kopplungselements beim Legen auf eine
Oberfläche auf. Grundsätzlich wäre jedoch auch eine andere, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Formgebung der Längsform der Griffeinheit denkbar, wie beispielsweise
wellenförmig oder gradlinig. Die Griffeinheit weist insbesondere ein Gewicht von 20
g bis 40 g, vorzugsweise von 25 g bis 35 g, auf. Das Mundhygienemittel weist ein Gewicht
von 20 g bis 45 g, vorzugsweise von 28 g bis 38 g auf. Vorzugsweise beträgt ein Verhältnis
des Gewichts der Griffeinheit zu einem Gewicht des Mundhygienemittels von 0,75 bis
0,95, vorzugsweise von 0,85 bis 0,93. Vorzugsweise bildet die Griffeinheit vor der
Schnittstelle eine Verdickung aus, damit ein optimaler Übergang vom schlanken Design
der Griffeinheit zu der Anwendungseinheit vorliegt. Ferner kann insbesondere eine
vorteilhafte Form der Griffeinheit bereitgestellt werden. Dadurch kann insbesondere
ein vorteilhaft geringer Materialbedarf erreicht werden. Es kann insbesondere eine
vorteilhaft filigrane Griffeinheit bereitgestellt werden.
[0068] Alternativ kann die Griffeinheit auch eine von zwei verschiedene Anzahl an Schlingen
aufweisen. Es ist die Ausbildung von mehr Schlingen und Knoten denkbar. Insbesondere
kann die Griffeinheit von 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder mehr Schlingen aufweisen. Die
Längsachsen der einzelnen Schlingen beziehungsweise der einzelnen Ausnehmungen könnten
in Längsrichtung in einem Winkel zueinander stehen, wobei der Winkel der jeweiligen
Längsachsen der Schlingen bzw. der Ausnehmungen in einem Winkel von maximal 45° zueinander
stehen, vorzugsweise in einem Winkel von maximal 30° und am meisten bevorzugt in einem
Winkel von maximal 20°.
[0069] Alternativ wäre auch denkbar, dass die Griffeinheit nur eine Schlinge aufweist, wobei
insbesondere eine O-Form der Griffeinheit entsteht. So wird insbesondere nur ein Ring
ohne Knoten ausgebildet. Der Ring kann insbesondere geschwungen sein und in einem
Mittelbereich eine Verengung der Ausnehmung aufweisen. Die Querschnitte des Grundkörpers
können hierbei insbesondere zu einer Ausgestaltung mit mehreren Schlingen zumindest
annähernd identisch sein. Ein Verhältnis des Volumens der zumindest einen Ausnehmung
zu einem Volumen der zumindest einen Ausnehmung zusammen mit der Griffeinheit beträgt
bei einer entsprechenden Ausgestaltung insbesondere von 0,4 bis 0,8, vorzugsweise
von 0,45 bis 0,6. Alternativ wäre auch eine kontinuierliche, flache Form der Griffeinheit
denkbar, wobei das zweite Kopplungselement und/oder ein Übergang zu dem zweiten Kopplungselement
nicht gleich stark verdickt Es könnte insbesondere eine flachere Form ausgebildet
werden, wobei die Höhe des Rahmens mindestens in der Nähe der Schnittstelle reduziert
ist.
[0070] Das Mundhygienemittel weist insbesondere mehrere Auflagepunkte für das Ablegen des
Mundhygienemittels in einer Ebene auf. Ein definiertes Ablegen ist insbesondere sowohl
bei der Griffeinheit ohne die Anwendungseinheit als auch bei dem gesamten Mundhygienemittel
machbar. Eine Auflage erfolgt in beiden Fällen insbesondere zumindest teilweise an
denselben Punkten. Die Griffeinheit weist Auflagepunkte im hinteren Bereich wie auch
im Bereich der Kopplungseinheit auf. Der zumindest eine hintere Auflagepunkt befindet
sich entlang der Längsachse insbesondere maximal 35 mm vom freien Ende entfernt, vorzugsweise
maximal 25 mm vom freien Ende entfernt. Der zumindest eine hintere Auflagepunkt ist
insbesondere von einer punktförmigen oder linienförmigen Fläche, insbesondere quer
zur Längsachse, gebildet. Bei einer Ausgestaltung der Griffeinheit mit zumindest einer
Ausnehmung weist die Griffeinheit insbesondere zwei hintere Auflagepunkte auf einer
Querachse zur Längsachse auf. Die zwei hinteren Auflagepunkte liegen insbesondere
auf einer Geraden und bringen eine gute Standfestigkeit. Der zumindest eine vordere
Auflagepunkt liegt insbesondere in einem Bereich der Kopplungseinheit, insbesondere
in einem Übergang von der Griffeinheit zu der Aufnahmeeinheit. Bei dem Mundhygienemittel
in einem montierten Zustand sind die hinteren Auflagepunkte gegenüber der Griffeinheit
ohne die Anwendungseinheit insbesondere identisch und liegen in demselben Bereich.
Die Lage des zumindest einen vorderen Auflagepunkts verändert sich dagegen insbesondere
aufgrund des Aufsteckteils. Das Mundhygienemittel in einem montierten Zustand weist
insbesondere Auflagepunkte mit zwei verschiedenen Eigenschaften auf. Es liegt insbesondere
zumindest ein Auflagepunkt auf der Griffeinheit und zumindest ein Auflagepunkt auf
der Anwendungseinheit vor. Es ist daher insbesondere zumindest ein Auflagepunkt auf
Metall und zumindest ein Auflagepunkt beispielsweise auf Kunststoff oder einem anderen
weiter vorn beschriebenen Material.
[0071] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper der Griffeinheit zu einer Längsachse
der Griffeinheit zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet ist. Dadurch
kann insbesondere erreicht werden, dass der Grundkörper der Griffeinheit zumindest
teilweise durch Drehen herstellbar ist. Es ist insbesondere auch die Anwendung von
Rundtaktmaschinen denkbar. Es kann insbesondere eine vorteilhaft filigrane Griffeinheit
bereitgestellt werden. Ist das zweite Kopplungselement einstückig mit der Griffeinheit
hergestellt, kann das zweite Kopplungselement in einem nachgelagerten mechanischen
Bearbeitungsprozess, wie beispielsweise Stoßen, Pressen, Fräsen, Umformen oder dergleichen,
hergestellt werden. Ist das zweite Kopplungselement aus einem von der Griffeinheit
verschiedenen Material, kann in eine Stirnseite des Grundkörpers der Griffeinheit,
beispielsweise durch Drehen und/oder Bohren, ein Sackloch in Längsrichtung eingebracht
werden, in welches das zweite Kopplungselement, insbesondere aus Kunststoff, eingebracht
werden kann. Die Griffeinheit kann insbesondere durch Sägen, Fräsen, Abstechen, Drehen
etc. abgelängt werden. Ein maximaler Durchmesser der Griffeinheit beträgt insbesondere
von 10 mm bis 20 mm, vorzugsweise von 12 mm bis 16 mm. Weist die Griffeinheit eine
Taillierung auf, beträgt ein minimaler Durchmesser der Griffeinheit, insbesondere
in der Taillierung von 7 mm bis 15 mm, vorzugsweise von 9 mm bis 12 mm. Die Griffeinheit
kann bei einer rotationssymmetrischen Ausbildung verschiedene, einem Fachmann als
sinnvoll erscheinende Formen aufweisen. Der Grundkörper der Griffeinheit kann zylindrisch
ausgebildet sind. Der Grundkörper der Griffeinheit kann eine konische bzw. kegelartige
Form aufweisen, wobei die Kegelspitze insbesondere im Bereich des freien Endes ist.
Der Grundkörper der Griffeinheit weist eine taillierte Form auf, wobei mindestens
eine Taillierung geformt wird.
[0072] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper der Griffeinheit zumindest
im Wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Vorzugsweise weist der Grundkörper
auf einer der Kopplungseinheit zugewandten Seite einen größeren Durchmesser auf, als
auf einer der Kopplungseinheit abgewandten Seiten. Ein freies, der Kopplungseinheit
abgewandtes Ende des Grundkörpers der Griffeinheit ist insbesondere gerundet ausgeführt,
wobei der Durchmesser dabei insbesondere von 7 mm bis 15 mm, vorzugsweise von 9 mm
bis 12 mm beträgt. Dadurch kann insbesondere eine vorteilhaft einfach herzustellende
Griffeinheit bereitgestellt werden. Dadurch kann insbesondere erreicht werden, dass
der Grundkörper der Griffeinheit zumindest teilweise durch Drehen herstellbar ist.
Es kann ferner insbesondere eine vorteilhaft filigrane Griffeinheit bereitgestellt
werden.
[0073] Zudem wäre, insbesondere bei allen Ausgestaltungen, denkbar, dass Zusatzelemente
an dem Grundkörper der Griffeinheit vorgesehen sind. Beispielsweise sind Kunststoff-Elemente
aus zumindest einer Weich- und/oder Hartkomponente denkbar, welche in den Grundkörper,
insbesondere den Metallgriff, eingerückt, eingerastet sind. Voraussetzung hierfür
ist insbesondere eine passende Ausnehmung in dem Grundkörper der Griffeinheit. Alternativ
kann die Griffeinheit auch in ein Spritzgusswerkzeug eingelegt werden und mindestens
teilweise mit Kunststoff umspritzt werden.
[0074] Das Kunststoff-Element kann beispielsweise die Funktion eines Daumengriffs übernehmen.
Ferner wäre denkbar, dass die Kunststoff-Elemente ausgewechselt werden können. So
können insbesondere verschiedene Farben und/oder verschiedene Geometrien verwendet
werden, um eine Unterscheidung verschiedener Mundhygienemittel zu erreichen. Hierdurch
kann insbesondere eine Mehrkomponentenbauweise mit Teilen aus Metall und Teilen aus
Kunststoff erreicht werden, was insbesondere eine vorteilhafte Ergonomie erzeugt.
Analog können auch andere, weiter vorn beschriebene Materialien oder Materialkombinationen
vorgesehen sein bzw. eingesetzt werden.
[0075] Ferner ist zudem dennoch eine Trennbarkeit gegeben. Vor einer Entsorgung der Griffeinheit
können insbesondere Kunststoffteile bzw. andersartige Materialien wieder entfernt
und separat recycliert oder fachgerecht entsorgt werden. Alternativ wäre auch denkbar,
dass ein Kunststoff-Element über den Grundkörper der Griffeinheit gezogen wird. Dies
kann insbesondere schichtmäßig erfolgen, sodass der Grundkörper teilweise mit einer
Kunststoff-Schicht überzogen wird. Die Kunststoff-Schicht (vorzugsweise eine Weichkomponente)
kann insbesondere wechselbar, ähnlich einem Ballon oder Kondom, oder nicht wechselbar
ausgebildet sein. Die Kunststoff-Schicht kann bei einer Öffnung, wo der Grundkörper
eingeführt wird, mehr Material, wie beispielsweise eine ringförmige Verdickung, aufweisen,
die der Verankerung auf dem Grundkörper dient. Die ringförmige Verdickung kann insbesondere
in eine vorgesehene, umlaufende Nut auf dem Grundkörper eingebracht werden. Hierdurch
kann ein verbesserter Halt erreicht werden und die Weichkomponenten-Schicht rutscht
nicht gleich weg. So können insbesondere verschiedene Farben realisiert werden. Alternativ
kann das Kunststoff-Element ringförmig ausgebildet sein, wobei der Kunststoff--Ring
über den Grundkörper gezogen wird. Der Querschnitt des Kunststoff--Rings kann flachgedrückt,
insbesondere rechteckig, ausgebildet sein, sodass der Kunststoff -Ring direkt auf
der Oberfläche des Grundkörpers hält. Alternativ kann der Querschnitt des Kunststoff-Rings
kreisförmig ausgebildet sein. Der Kunststoff-Ring ist insbesondere dazu vorgesehen,
in einer Nut des Grundkörpers angeordnet zu werden, um die Position im Gebrauch halten
zu können beziehungsweise um beispielsweise ein Wegrollen zu vermeiden. Alternativ
kann auch ein Zusatzelement in eine spezifisch gestaltete Ausnehmung im Grundkörper
der Griffeinheit eingesetzt werden. Das Zusatzelement kann dabei beispielsweise aus
Stein, Glas, Keramik, organischem Material (z.B. Holz oder Bambus), Kunststoff, Mineralien,
Diamanten, Kristallen und/oder einem weiteren Metall bestehen. Die Verbindungstechnologie
ist dabei insbesondere abhängig von einem Material. Je nach Material kann das Zusatzelement
beispielsweise mittels Form- und/oder Kraftschluss eingeklickt bzw. verstemmt werden,
wie dies beispielsweise bei dem Kunststoff-Element erfolgen könnte. Das Zusatzelement
kann beispielsweise auch über ein separates Halteteil fixiert werden, welches wiederum,
insbesondere lösbar, mit dem Grundkörper der Griffeinheit koppelbar ist. Alternativ
kann eine Verbindung über Klebstoff erfolgen. Alternativ kann das, insbesondere individuelle,
Zusatzelement auch in eine Standardgeometrie gegossen und in den Grundkörper eingesetzt
werden. Ferner kann das Zusatzelement auch direkt in den Grundkörper gegossen werden
oder alternativ kann der Grundkörper um das Zusatzelement gegossen werden. Das Zusatzelement
kann bei einem Material mit höherem Schmelzpunkt insbesondere direkt umspritzt werden,
wobei die Griffeinheit insbesondere einen tieferen Schmelzpunkt als das Zusatzelement
aufweist, welches umspritzt wird.
[0076] Ferner schlägt die Erfindung die Griffeinheit für das Mundhygienemittel vor. Die
Griffeinheit bildet insbesondere eine von der Anwendungseinheit trennbare Einheit,
welche insbesondere mit verschiedenen Anwendungseinheiten genutzt werden kann. Die
Griffeinheit ist insbesondere zu einem Austausch der Anwendungseinheiten vorgesehen.
[0077] Des Weiteren geht die Erfindung aus von einem Verfahren zur Herstellung der Griffeinheit.
Es wird vorgeschlagen, dass zumindest ein Grundkörper der Griffeinheit vorzugsweise
zumindest zu einem Großteil aus einem metallischen Werkstoff hergestellt wird, alternative
Werkstoffe werden weiter vorn beschrieben. Vorzugsweise wird die gesamte Griffeinheit
aus einem metallischen Werkstoff hergestellt. Der Grundkörper der Griffeinheit wird
insbesondere aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung hergestellt. Dadurch kann
insbesondere eine vorteilhaft langlebige Griffeinheit hergestellt werden. Es kann
ferner eine vorteilhaft hohe Robustheit der Griffeinheit bereitgestellt werden. Des
Weiteren kann insbesondere ein vorteilhafter Schwerpunkt der Griffeinheit erreicht
werden. Es kann insbesondere ein vorteilhaft gut in der Hand liegendes Mundhygienemittel
bereitgestellt werden. Ferner kann eine hohe Nutzungsdauer der Griffeinheit erreicht
werden.
[0078] Es wird ferner vorgeschlagen, dass zumindest der Grundkörper der Griffeinheit in
einem Druckgussverfahren hergestellt wird. Dadurch kann insbesondere ein vorteilhaft
leicht und präziser Grundkörper der Griffeinheit hergestellt werden. Vorzugsweise
wird die gesamte Griffeinheit in einem Druckgussverfahren hergestellt. Bevorzugt wird
zumindest der Grundkörper der Griffeinheit, insbesondere die gesamte Griffeinheit,
in einem Aluminiumdruckgussverfahren hergestellt. Bei dem Druckgussverfahren wird
insbesondere Metall unter hohem Druck und mit einer sehr hohen Formfüllgeschwindigkeit
in eine vorgegebene Form, insbesondere Druckgussform, gegossen, insbesondere gedrückt.
Der Gießdruck beträgt dabei vorzugsweise zwischen 300 bar und 1200 bar. Die Festigkeit
des hergestellten Körpers wird mit höherem Gießdruck größer. Die entstehenden Angusspunkte
/ Anschnitte oder auch der Überlauf oder die Überläufe können eine Nachbearbeitung
verlangen. Zum einen kann je nach Verfahren ein Angusssystem mit dem Produkt aus dem
Werkzeug entnommen werden, welches im Anschluss entfernt werden muss. Dies kann meist
mechanisch abgetrennt werden. Des Weiteren ist verfahrensunabhängig eine Nachbearbeitung
der Angusspunkte / Anschnitte oder auch des Überlaufs oder der Überläufe nötig, beispielsweise
um die Oberflächen fein zu machen und die allfälligen rauen Stellen oder auch das
optisch Störende zu entfernen. Des Weiteren kann es aufgrund der Produktgestaltung
allenfalls nötig sein, gewisse Entgratungsarbeiten durchzuführen, beispielsweise an
Formtrennungen etc.
[0079] Es wird weiter vorgeschlagen, dass in zumindest einem Nachbearbeitungsschritt eine
Oberfläche zumindest des Grundkörpers der Griffeinheit eloxiert wird. Das Eloxieren
stellt dabei insbesondere eine Methode der Oberflächentechnik zum Erzeugen einer oxidischen
Schutzschicht auf dem Aluminium dar. Es erfolgt insbesondere eine anodische Oxidation.
Dabei wird insbesondere, im Gegensatz zu den galvanischen Überzugsverfahren, die Schutzschicht
nicht auf dem Werkstück niedergeschlagen, sondern durch Umwandlung der obersten Metallschicht
ein Oxid und/oder Hydroxid gebildet. Es entsteht insbesondere eine Oxidschicht mit
einer Schichtdicke von 5 µm bis 30 µm, vorzugsweise von 15 µm bis 25 µm. Ein Färben
des Grundkörpers der Griffeinheit kann insbesondere im oder nach dem Eloxieren in
dem Nachbearbeitungsschritt erfolgen. Dadurch kann insbesondere eine vorteilhafte
Oberflächenbehandlung für die Griffeinheit bereitgestellt werden. Es kann insbesondere
eine hohe Oberflächenqualität erreicht werden. Ferner können eloxierte Teile insbesondere
ohne Spezialbehandlung recycelt werden.
[0080] Ein weiteres Verfahren aus dem Bereich der anodischen Verfahren, das angewendet werden
kann, ist das Ematalieren. In einem Spezialelektrolyten mit Titanverbindungen wird
auf dem behandelten Körper eine sehr kompakte, opake Oxidschicht aufgebaut. Die Oberfläche
ist sehr verschleißfest, glatt und fast porenfrei. Auf diese Weise lassen sich komplexe
Werkstücke homogen beschichten. Die Schichtdicken sind legierungsabhängig und liegen
im Bereich von 5 µm bis 30 µm, vorzugsweise von 15 µm bis 25 µm. Beim Ematalieren
kann nicht direkt gefärbt werden, es gibt also keine farblichen Optionen.
[0081] Alternativ oder zusätzlich sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Beschichtungen und/oder Oberflächenbehandlungen der Griffeinheit denkbar. Eine Beschichtung
und/oder Oberflächenbehandlung der Griffeinheit soll insbesondere optisch im normal
sichtbaren und berührbaren Oberflächenbereich keine Unterbrüche aufweisen. Zur Anbringung
der Beschichtung muss das Teil jedoch gehalten werden, wobei das Halten insbesondere
in optisch nicht exponierten Bereichen erfolgt, wie beispielsweise im Bereich der
Schnittstelle und/oder des zweiten Kopplungselements, da diese Bereiche später im
Gebrauch von der Anwendungseinheit verdeckt werden. Alternativ kann die Griffeinheit
beispielsweise auch im Bereich der Ausnehmung in optisch weniger exponierten Bereichen
gehalten werden. Die Haltepunkte bilden meist Unregelmäßigkeiten in der Beschichtung
aus. Entweder wird an den Haltepunkten nicht beschichtet oder es bildet sich eine
unregelmäßige Beschichtung aus, beispielsweise mit Unterbrechungen oder übermäßigen
Materialansammlungen. Ferner sind verschiedene Positionen der zumindest einen Beschichtung
und/oder Oberflächenbehandlung denkbar. Es ist insbesondere denkbar, dass verschiedene
Zonen mit verschiedenen Oberflächenbehandlungen oder Beschichtungen vorgesehen sind.
So können beispielsweise Kunststoff-Mehrkomponenten durch verschiedene Oberflächenerscheinungen
ersetzt werden. Es kann insbesondere eine Griffigkeit in verschiedenen Bereichen des
Griffs unterschiedlich ausgestaltet werden, um ein optimales Halten zu ermöglichen.
So wäre beispielsweise denkbar, dass das zweite Kopplungselement poliert oder nicht
oberflächenbehandelt und nicht beschichtet ist, während andere Teile der Griffeinheit
eine andere Oberflächenrauheit aufweisen. Alternativ wäre denkbar, dass die Griffeinheit
im Grundsatz hochglanzpoliert ist, der Daumengriffbereich und/oder eine rückseitige
Fläche jedoch mit einer rauen Oberfläche versehen ist.
[0082] Vorzugsweise wird in zumindest einem Nachbearbeitungsschritt eine Oberflächenbehandlung
der Griffeinheit durchgeführt, um eine definierte Oberflächengüte der Griffeinheit
zu erzeugen. Die Oberflächenbehandlung wird in der Regel vor der Farbgebung durchgeführt.
Insbesondere dient die Oberflächenbehandlung zumindest zu einer Erzeugung einer Oberflächenrauheit
mit einem Ra-Wert von 0,006 bis 3,2, vorzugsweise von 0,006 bis 0,8. Eine mögliche
Oberflächenbehandlung stellt insbesondere das Kugelpolieren dar. Beim Kugelpolieren
wird die Griffeinheit mit Keramikkörpern, Polierkörpern oder Stahlkugeln bearbeitet.
Durch die Bearbeitung mit Keramikkörpern werden die Rauhigkeitsspitzen abgetragen,
um eine feinere und glänzende Oberfläche zu erzeugen. Mit Polierkörpern und bei der
Verwendung zusätzlicher Pasten besteht die Möglichkeit, sehr feine, respektive tiefe
Oberflächenrauheitswerte zu erzielen. Die Laufzeiten und Wahl der Pasten sind insbesondere
abhängig vom Ausgangswert und Material der Werkstücke. Beim Bearbeiten mit Stahlkugeln
wird die Oberfläche zudem verdichtet und die Resistenz gegen Korrosionen wird gesteigert.
Diese Bearbeitung eignet sich insbesondere, um eine preiswerte und gut glänzende Oberfläche
zu erhalten. Eine weitere mögliche Oberflächenbehandlung stellt insbesondere das Gleitspanen,
insbesondere Trowalisieren, dar. Beim Trowalisieren, auch Gleitschleifen genannt,
wird die Griffeinheit insbesondere mit Schleifkörpern in einem Arbeitsbehälter in
eine walzenförmige Bewegung gebracht. Durch die Reibung mit den Schleifkörpern wird
die Griffeinheit geschliffen und mit der Wahl der richtigen Maschine und Mittel kann
die Oberflächenbearbeitung gesteuert werden, so dass das gewünschte Ergebnis erreicht
wird. Entsprechend dem gewünschten Materialabtrag, insbesondere der Kanten, der Oberflächenrauheit
und dem Schleifbild wird insbesondere die Zusammensetzung und Größe der Schleifkörper
gewählt. Es kann dabei sowohl ein Glanz als auch eine Mattierung erreicht werden.
Eine weitere mögliche Oberflächenbehandlung stellt insbesondere das Ätzen dar. Das
Ätzen bezeichnet insbesondere die Abtragung von Material in Form von Vertiefungen
auf der Oberfläche organischer oder anorganischer Materialien durch Anwendung ätzender
Stoffe. Schützt man einzelne Teile der Oberfläche der Griffeinheit durch eine von
dem Ätzmittel nicht angreifbare Masse, wie insbesondere ein Ätzgrund oder ein Abdecklack,
so kann man beliebige Zeichnungen hervorbringen. Hierzu wird insbesondere die ganze
Fläche mit Ätzgrund überzogen, wobei dieser anschließend stellenweise wieder mit Hilfe
geeigneter Nadeln, Griffel oder anderer Werkzeuge entfernt wird. So können insbesondere
Zeichnungen auf der Griffeinheit erzeugt werden. Sollen in der Ätzung verschiedene
Abstufungen oder Töne erreicht und deshalb einzelne Linien mehr oder weniger vertieft
werden, so werden, nachdem die Ätzflüssigkeit einige Zeit gewirkt hat, die nicht weiter
zu ätzenden Bildbestandteile mit Pinsel und flüssigem Ätzgrund abgedeckt. Bei der
Radierung ist dies meist eine Lösung von Ätzgrund in Terpentinöl. Nach dem Antrocknen
erfolgt insbesondere der nächste Ätzvorgang. Dieses Verfahren wird insbesondere Stufenätzung
genannt. Eine weitere mögliche Oberflächenbehandlung stellt insbesondere das Strahlen
dar. Beim Strahlen, wie insbesondere beim Kugelstrahlen und/oder Sandstrahlen, erfolgt
die Oberflächenbehandlung durch unterschiedliche Strahlmittel, die mit Hochgeschwindigkeit,
beispielsweise mittels Luft, Liquiden oder Magnetismus, auf die Griffeinheit gelenkt
werden. Dadurch erfolgt eine Verdichtung der Oberfläche der Griffeinheit und zugleich
die Verfestigung der Oberfläche. Zudem lassen sich über dieses Verfahren Oberflächen
u.a. reinigen, spanen, mattieren und/oder finishen. Eine weitere mögliche Oberflächenbehandlung
stellt insbesondere das Bürsten dar. Bei diesem spanenden Fertigungsverfahren erfolgt
der manuelle oder maschinelle Abtrag des Werkstoffes durch entsprechende Schleifmittel
und reibender Bewegung, um die gewünschte Oberflächenstruktur zu erreichen. Anschließend
lassen sich die geschliffenen Werkstoffe über verschiedene Farben veredeln, beispielsweise
durch das Eloxierverfahren, und gegen Korrosionen und Verkratzungen schützen. Insbesondere
beim Bürsten von Metall oder Aluminium lassen sich feine, matte oder strukturierte
Oberflächen für hochwertige Optiken erzeugen. Eine weitere mögliche Oberflächenbehandlung
stellt insbesondere das Elektropolieren und/oder Plasmapolieren dar. Das Elektropolieren
zählt zu den abtragenden Fertigungsverfahren. Genauer wird es insbesondere den elektrochemischen
Abtragverfahren mit Fremdstromquelle zugeordnet. Dabei wird in einem speziell auf
das Material abgestimmten Elektrolyten Metall anodisch abgetragen, das heißt, das
metallische Werkstück bildet die Anode in einer elektrochemischen Zelle. Plasmapolieren
ähnelt dem Verfahren des elektrolytischen Polierens, arbeitet jedoch mit ökologisch
als unbedenklicher geltenden Salzlösungen. Ein wichtiger Unterschied besteht in der
wesentlich höheren Spannung, die zu einem Plasmafilm um das Werkstück führt, weshalb
auch ein anderer Wirkmechanismus zum Abtrag führt. Eine weitere mögliche Oberflächenbehandlung
stellt insbesondere das Polieren, insbesondere Laserpolieren, dar. Durch den Abtrag
dünner Schichten der Oberfläche werden kleinste Grate, Partikel, Unebenheiten und
Verunreinigungen entfernt. Dadurch lassen sich eine hohe Festigkeit, geringere Anhaftungen
sowie reine und glänzende Ergebnisse des Werkstoffs erzielen.
[0083] Bevorzugt erfolgt in zumindest einem Nachbearbeitungsschritt eine Beschichtung der
Griffeinheit. Eine Beschichtung weist insbesondere Schichtdicken von 0,001 mm bis
0,5 mm, vorzugsweise von 0,01 mm bis 0,03 mm, auf. Ein mögliches Beschichtungsverfahren
stellt insbesondere das Pulverbeschichten dar. Die Pulverbeschichtung ist insbesondere
ein extrem widerstandsfähiges und vielseitiges Beschichtungssystem, bei welchem elektrisch
leitfähige Metalle mit Pulverlack beschichtet werden. Ein weiteres mögliches Beschichtungsverfahren
stellt insbesondere das Galvanisieren, wie beispielsweise das Verchromen, dar. Bei
der Galvanik wird durch ein elektrolytisches Bad Strom geleitet. Am Pluspol, der Anode,
befindet sich das Metall, das aufgebracht werden soll, wie beispielsweise Kupfer oder
Nickel, am Minuspol, der Kathode, der zu beschichtende Gegenstand, wie insbesondere
die Griffeinheit. Mittels eines elektrischen Stroms lagern sich Metallionen durch
Reduktion auf der Griffeinheit ab. Je nach Verfahren löst sich gleichzeitig die Anode
auf, oder die Metallionen werden aus Lösungen mit endlicher Stoffmenge abgeschieden.
So wird der zu veredelnde Gegenstand allseitig gleichmäßig mit dem Metall beschichtet.
Je länger sich der Gegenstand im Bad befindet und je höher der elektrische Strom ist,
desto dicker wird die Metallschicht, wie beispielsweise Kupferschicht. Um solche Schichten
erfolgreich auftragen zu können, muss das Substrat vorbehandelt werden. Weitere mögliche
Beschichtungsverfahren sind beispielsweise Verzinken, Emaillieren, Verchromen, Vergolden
und/oder Versilbern. Beim Versilbern sind insbesondere verschiedenste Verfahren denkbar,
wie beispielsweise Aufdampfen und/oder stromloses Versilbern. Ein weiteres mögliches
Beschichtungsverfahren stellt insbesondere das Lackieren dar, wie beispielsweise Tauchlackierung
mittels Elektrophorese oder Sprayen. Es ist beispielsweise elektrochemisches Tauchlackieren
denkbar. Prinzipiell unterscheidet man zwischen anodischer und kathodischer Elektrotauchlackierung.
Beide Tauchlackierverfahren sind elektrochemische Lackierverfahren. Das Lackiergut
wird in einen elektrisch leitfähigen, wässrigen Tauchlack eingetaucht und zwischen
Lackiergut und einer Gegenelektrode ein Gleichspannungsfeld angelegt. Das Grundprinzip
des Elektrotauchlackierens besteht darin, wasserlösliche Bindemittel an der Oberfläche
des als Elektrode geschalteten Lackiergutes auszufällen und so einen geschlossenen,
haftenden Lackfilm zu erzeugen. Durch kapillare Prozesse wird das Wasser aus dem Prozessbad
nahezu vollständig aus dem Lackfilm herausgepresst. Alternativ ist beispielsweise
kathodisches Tauchlackieren denkbar. Beim kathodischen Tauchlackieren erfolgt die
Lackabscheidung infolge von chemischen Umsetzungen, der Koagulationen, des Bindemittels.
Umgesetzt wird dies insbesondere bei Gleichspannungen von 200 bis 260 Volt durch einen
elektrischen Stromfluss von einer äußeren Elektrode, der Anode, über den leitfähigen
Lack zum Lackiergut, welches als Kathode fungiert. Durch den anliegenden Strom entstehen
an der Kathode Hydroxidionen, welche das Bindemittel neutralisieren und somit zur
Koagulation bringen.
[0084] Mögliche Probleme bei der Nachbearbeitung der Griffeinheit können beispielsweise
sein, dass ein rutschiger, glatter Griff entsteht. Dies kann insbesondere durch eine
gezielte Oberflächenrauheit gelöst werden. Ferner kann durch eine nachträgliche Beschichtung
eine Recycelbarkeit der Griffeinheit beeinträchtigt werden. Tauchlackierte Griffeinheiten
beispielsweise müssen vor einem Recycling gewaschen werden, damit die Beschichtung
vor einem Recycling entfernt wurde.
[0085] Ferner können durch die Nachbearbeitung weitere Eigenschaften erzeugt werden. Beispielsweise
wäre eine antibakterielle Beschichtung der Griffeinheit denkbar, beispielsweise mittels
Silber. Es wäre auch denkbar, dass nur partiell Silber, beispielsweise im Schnittstellenbereich,
angebracht wird, insbesondere falls die Anwendungseinheit nicht oft entfernt und die
Kopplungseinheit auf diese Weise wenig gereinigt wird.
[0086] Das erfindungsgemäße Mundhygienemittel soll hierbei nicht auf die oben beschriebenen
Anwendungen und Ausführungsformen beschränkt sein. Insbesondere kann das erfindungsgemäße
Mundhygienemittel zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine
von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten
abweichende Anzahl und/oder eine beliebig sinnvolle Kombination derselben aufweisen.
Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb
der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
[0087] Selbstverständlich sind die in dieser Schrift gezeigten Ausgestaltungsvarianten beispielhaft.
Im Rahmen der Erfindung können die einzelnen Ausprägungen und Elemente dieser Ausgestaltungsvarianten
mit anderen Ausgestaltungsvarianten kombiniert werden, ohne den Rahmen dieser Erfindung
zu verlassen.
Zeichnungen
[0088] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind acht Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0089] Es zeigen:
- Fig. 1A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 1B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels,
- Fig. 1C
- eine Vorderseite des erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der Anwendungseinheit,
der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 1D
- eine Rückseite des erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der Anwendungseinheit,
der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 1E
- eine Seite des erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der Anwendungseinheit, der
Griffeinheit und Kopplungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 1F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des erfindungsgemäßen Mundhygienemittels in einer
schematischen Darstellung,
- Fig. 1G
- eine Rückseite der Griffeinheit des erfindungsgemäßen Mundhygienemittels in einer
schematischen Darstellung,
- Fig. 1H
- eine Seite der Griffeinheit des erfindungsgemäßen Mundhygienemittels in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 2A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 2B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels,
- Fig. 2C
- eine Vorderseite des alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der Anwendungseinheit,
der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2D
- eine Rückseite des alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der Anwendungseinheit,
der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2E
- eine Seite des alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der Anwendungseinheit,
der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2G
- eine Rückseite der Griffeinheit des alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2H
- eine Seite der Griffeinheit des alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 3B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des weiteren alternativen
erfindungsgemäßen Mundhygienemittels,
- Fig. 3C
- eine Vorderseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 3D
- eine Rückseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 3E
- eine Seite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der
Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 3F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3G
- eine Rückseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3H
- eine Seite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 4B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des weiteren alternativen
erfindungsgemäßen Mundhygienemittels,
- Fig. 4C
- eine Vorderseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 4D
- eine Rückseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 4E
- eine Seite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der
Anwendungseinheit, der Griffeinheit und Kopplungseinheit in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4G
- eine Rückseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4H
- eine Seite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 5A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 5B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des weiteren alternativen
erfindungsgemäßen Mundhygienemittels in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 5C
- eine Vorderseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 5D
- eine Rückseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 5E
- eine Seite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der
Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 5F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 5G
- eine Rückseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 5H
- eine Seite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 6A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 6B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des weiteren alternativen
erfindungsgemäßen Mundhygienemittels in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 6C
- eine Vorderseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 6D
- eine Rückseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 6E
- eine Seite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der
Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit,
- Fig. 6F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 6G
- eine Rückseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 6H
- eine Seite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 7A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 7B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des weiteren alternativen
erfindungsgemäßen Mundhygienemittels,
- Fig. 7C
- eine Vorderseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 7D
- eine Rückseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 7E
- eine Seite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der
Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 7F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 7G
- eine Rückseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 7H
- eine Seite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 8A
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen
Mundhygienemittels mit einer Anwendungseinheit, einer Griffeinheit und einer Kopplungseinheit,
- Fig. 8B
- eine perspektivische, schematische Darstellung der Griffeinheit des weiteren alternativen
erfindungsgemäßen Mundhygienemittels,
- Fig. 8C
- eine Vorderseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 8D
- eine Rückseite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit
der Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 8E
- eine Seite des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels mit der
Anwendungseinheit, der Griffeinheit und der Kopplungseinheit in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 8F
- eine Vorderseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 8G
- eine Rückseite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung und
- Fig. 8H
- eine Seite der Griffeinheit des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Mundhygienemittels
in einer schematischen Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0090] Die Figur 1A zeigt eine Vorderseite 34a eines Mundhygienemittels 10a in einer schematischen
perspektivischen Darstellung. Das Mundhygienemittel 10a ist im vorliegenden Fall als
eine Zahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel 10a ist als eine manuelle Zahnbürste
ausgebildet. Das Mundhygienemittel 10a ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet.
Zudem könnte das Mundhygienemittel 10a als ein Flosser, eine Single-Tuft-Bürste, ein
Zwischenzahnreiniger, ein Zungenreiniger oder dergleichen ausgebildet sein. Ferner
sind kombinierte Mundhygienemittel 10a denkbar, die zumindest zwei unterschiedliche
Funktionen kombinieren, beispielsweise eine Zahnbürste mit Zungenreiniger, eine Zahnbürste
mit Massageelementen oder dergleichen mehr.
[0091] Das Mundhygienemittel 10a weist eine Anwendungseinheit 12a auf. Ferner weist das
Mundhygienemittel 10a eine Griffeinheit 14a auf. Die Griffeinheit 14a ist von einer
manuellen Griffeinheit 14a gebildet. Die zumindest eine Griffeinheit 14a besteht aus
einem einzigen Material.
[0092] Im Folgenden wird auf die Figuren 1A bis 1H Bezug genommen, welche unterschiedliche
Ansichten des Mundhygienemittels 10a sowie der Griffeinheit 14a zeigen. Aufgrund der
unterschiedlichen Ansichten sind einige Elemente nicht in sämtlichen Figuren dargestellt
und entsprechend nicht in sämtlichen Figuren mit Bezugszeichen versehen. Generell
ist der Reinigungsbereich 48a schematisch dargestellt. Die Figur 1B zeigt die Vorderseite
34a der Griffeinheit 14a in einer perspektivischen, schematischen Darstellung. Die
Figur 1C zeigt eine Vorderseite 34a des Mundhygienemittels 10a in einer schematischen
Darstellung. Die Figur 1D zeigt eine Rückseite 36a des Mundhygienemittels 10a in einer
schematischen Darstellung. Die Figur 1E zeigt die Seite des Mundhygienemittels 10a
in einer schematischen Darstellung. Die Figur 1F zeigt die Vorderseite 34a der Griffeinheit
14a des Mundhygienemittels 10a in einer Draufsicht. Die Figur 1G zeigt die Rückseite
36a der Griffeinheit 14a des Mundhygienemittels 10a in einer schematischen Darstellung.
Die Figur 1H zeigt eine Seite der Griffeinheit 14a des Mundhygienemittels 10a in einer
schematischen Darstellung.
[0093] Das Mundhygienemittel 10a weist eine Längsachse 30a, eine Höhenachse 38a und eine
Breitenachse 40a auf. Die Längsachse 30a ist parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung
42a des Mundhygienemittels 10a angeordnet. Die Längsachse 30a entspricht ferner einer
Längsachse 30a der Griffeinheit 14a. Ist das Mundhygienemittel 10a mit der Rückseite
36a auf eine ebene Oberfläche gelegt, sodass die Längsachse 30a parallel zu der Oberfläche
angeordnet ist, ist die Höhenachse 38a senkrecht zu der Längsachse 30a und senkrecht
zu der Oberfläche und der Breitenachse 40a angeordnet. Die Breitenachse 40a ist senkrecht
zu der Längsachse 30a und senkrecht zu der Höhenachse 38a angeordnet. Im vorliegenden
Fall weist das Mundhygienemittel 10a eine Länge, insbesondere parallel zu der Längsachse
30a des Mundhygienemittels 10a, von 130 mm bis 210 mm und vorzugsweise von 180 mm
bis 200 mm auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10a eine maximale Breite, insbesondere
parallel zu der Breitenachse 40a des Mundhygienemittels 10a, von 10 mm bis 25 mm und
vorzugsweise von 18 mm bis 21 mm auf. Des Weiteren weist das Mundhygienemittel 10a
in einem Halsbereich 44a der Anwendungseinheit 12a eine minimale Breite von 4 mm bis
10 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 7 mm, auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10a
ohne Borsten eine Höhe, insbesondere parallel zu der Höhenachse 38a gemessen, von
10 mm bis 22 mm und vorzugsweise von 12 mm bis 18 mm auf. Die Griffeinheit 14a weist
ein Gewicht von 20 g bis 40 g, vorzugsweise von 25 g bis 35 g, auf. Das Mundhygienemittel
10a weist ein Gewicht von 20 g bis 45 g, vorzugsweise von 28 g bis 38 g auf. Vorzugsweise
beträgt ein Verhältnis des Gewichts der Griffeinheit 14a zu einem Gewicht des Mundhygienemittels
10a, also mit der Griffeinheit 14a und der Anwendungseinheit 12a, von 0,75 bis 0,95,
vorzugsweise von 0,85 bis 0,93.
[0094] Die Anwendungseinheit 12a ist von einem Aufsteckteil gebildet. Die Anwendungseinheit
12a ist von der Griffeinheit 14a trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Die Anwendungseinheit 12a ist beispielhaft von einer Aufsteckbürste gebildet. Grundsätzlich
wäre jedoch auch eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausbildung
der Anwendungseinheit 12a denkbar. Die Anwendungseinheit 12a weist einen Grundkörper
13a auf. Die Anwendungseinheit 12a weist einen Kopfbereich 46a auf. Der Kopfbereich
46a bildet einen Bürstenkopf des Mundhygienemittels 10a. Im vorliegenden Fall ist
der Kopfbereich 46a als ein Zahnbürstenkopf ausgebildet. Der Kopfbereich 46a weist
insbesondere einen als Borstenträger ausgebildeten Grundkörper auf. Ein Grundkörper
des Kopfbereichs 46a ist vollständig aus einer Hartkomponente ausgebildet. Es wäre
jedoch auch denkbar, dass der Grundkörper des Kopfbereichs 46a aus einer Hartkomponente
und einer Weichkomponente gebildet ist. Der Grundkörper des Kopfbereichs 46a bildet
einen Borstenträger aus. Das Mundhygienemittel 10a weist ferner einen von dem Kopfbereich
46a aufgenommenen Reinigungsbereich 48a auf, der eine Mehrzahl von Borstenbündeln
umfasst. Auf der Vorderseite 34a des Kopfbereichs 46a ist zumindest eine Aussparung
ausgeformt. Die zumindest eine Aussparung ist zur Aufnahme eines Borstenbündels vorgesehen.
Der Kopfbereich 46a weist eine Vielzahl von Aussparungen auf. Die Aussparungen sind
von Borstenlöchern gebildet. Als Borsten kommen beliebige geeignete Borsten infrage,
die, wie oben beschrieben, beispielsweise im Ankerstanz-Verfahren angestanzt sein
können. Grundsätzlich wäre auch der Einsatz von ankerlosen Verfahren denkbar. Hierdurch
könnte ein ankerloses Mundhygienemittel 10a und damit ein Mundhygienemittel 10a ohne
Metall bereitgestellt werden, da auf den Ankerdraht verzichtet werden kann. Im Falle
gewisser ankerloser Verfahren ist in dem Kopfbereich 46a eine Ausnehmung vorgesehen,
welche zur Aufnahme eines Plättchens parallel zur Griffeinheit 14a vorgesehen ist.
Das Plättchen ist insbesondere mittels eines Spritzgussverfahrens hergestellt, wobei
das Plättchen bereits vor der Befestigung beborstet ist. Das Plättchen ist dazu vorgesehen,
in der Ausnehmung des Kopfbereichs 46a, insbesondere mittels Verschweißens, verankert
zu werden. Borstenbündel können sich hinsichtlich ihrer Länge, ihrer Zusammensetzung,
ihrer Borstenanzahl, eines Borstenmaterials, einer Farbe, einer Oberflächenstrukturierung
und dergleichen mehr unterscheiden. Ebenso können Winkel, unter welchen die Borsten
und/oder die Borstenbündel relativ zueinander oder zu einer Oberfläche des Grundkörpers
des Kopfbereichs 46a angeordnet sind, zwischen Borsten und/oder zwischen Borstenbündeln
variieren. Ferner umfasst die Anwendungseinheit 12a im vorliegenden Fall den zumindest
einen Halsbereich 44a, welcher insbesondere den Kopfbereich 46a mit der Griffeinheit
14a verbindet. Der Halsbereich 44a bildet einen Hals aus. Der Grundkörper 13a der
Anwendungseinheit 12a umfasst den Kopfbereich 46a und den Halsbereich 44a.
[0095] Die Anwendungseinheit 12a ist an der Oberseite des Mundhygienemittels 10a angeordnet.
Die Anwendungseinheit 12a bildet einen obersten Punkt des Mundhygienemittels 10a.
Die Anwendungseinheit 12a ist beispielhaft vollständig aus einer Hartkomponente ausgebildet.
Es wäre jedoch auch denkbar, dass die Anwendungseinheit 12a teilweise aus einer Weichkomponente
und teilweise aus einer Hartkomponente ausgebildet ist. Bezüglich geeigneter Weich-
und/oder Hartkomponenten wird auf obenstehende Beschreibung verwiesen. Grundsätzlich
kann die Anwendungseinheit 12a zumindest ein Zungenreinigerelement aufweisen. Das
Zungenreinigerelement kann insbesondere Noppen und/oder Lamellen aufweisen. Vorzugsweise
ist das Zungenreinigerelement auf der Rückseite des Kopfbereichs 46a angeordnet, insbesondere
kann dieses auf einem Ring aus einer Weichkomponente und/oder auf einer Insel aus
einer Hartkomponente angeordnet sein.
[0096] Der Halsbereich 44a bildet einen Übergang zwischen der Anwendungseinheit 12a und
der Griffeinheit 14a aus. Der Halsbereich 44a ist aus der Hartkomponente ausgebildet.
Der Halsbereich 44a ist einstückig mit dem Kopfbereich 46a ausgebildet.
[0097] Die Griffeinheit 14a weist einen Grundkörper 16a auf. Die Griffeinheit 14a weist
zumindest eine Grifffläche 50a auf, welche eine Oberfläche 32a des Grundkörpers 16a
ausbildet. Die Grifffläche 50a verläuft auf der Vorderseite 34a von einem dem Halsbereich
44a zugewandten Ende der Griffeinheit 14a bis zum unteren Ende des Mundhygienemittels
10a an der Unterseite. Der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a begrenzt zumindest
eine Ausnehmung 24a. Die Ausnehmung 24a erstreckt sich vollständig durch den Grundkörper
16a und ist in zumindest einer Ebene vollständig von dem Grundkörper 16a umschlossen.
Die Ausnehmung 24a ist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene der
Griffeinheit 14 vollständig von dem Grundkörper 16a umschlossen ist. Die Ausnehmung
24a ist in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14a vollständig von dem Grundkörper
16a umschlossen ist. Der Grundkörper 16a weist eine erste Schlinge 52a auf, welche
sich um die Ausnehmung 24a herum erstreckt. Die Ausnehmung 24a weist in der Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14a eine tropfen- und/oder linsenförmige Querschnittsform auf. Der
Ausnehmung 24a ist insbesondere entlang der Längsachse 30a der Griffeinheit 14a ausgerichtet.
Die erste Schlinge 52a des Grundkörpers 16a bildet zwei seitliche Längsstege 54a,
54a' aus, welche jeweils an einem entlang der Längsachse 30a vorderen Ende und hinteren
Ende der Ausnehmung 24a verbunden sind und die Ausnehmung 24a umschließen. Die erste
Schlinge 52a ist geschlossen ausgebildet. Es gibt insbesondere keine offenen Enden,
wie beispielsweise gabelförmige Gestaltungen. Die erste Schlinge 52a weist beispielhaft
in einer Ebene senkrecht zu der Längsachse 30a einen zumindest annähernd rautenförmigen
Querschnitt auf. Die Längsstege 54a, 54a' der ersten Schlinge 52a weisen einen rautenförmigen
Querschnitt auf. Die Längsstege 54a, 54a' der ersten Schlinge 52a sind außen, also
außerhalb der Ausnehmung 24a, rundlich oder abgerundet ausgebildet. Ferner sind die
Längsstege 54a, 54a' der ersten Schlinge 52a innen, also der Ausnehmung 24a zugewandt,
annähernd eckig, insbesondere scharfkantig ausgebildet. Die Querschnitte der Längsstege
54a, 54a' weisen jeweils vier Seiten auf, von welchen zumindest eine konkav gekrümmt
ist und zumindest eine konvex gekrümmt ist. Vorzugsweise ist jeweils zumindest eine
der Ausnehmung 24a zugewandte, auf der Vorderseite 34a befindliche Seite der Querschnitte
der Längsstege 54a, 54a' konkav gekrümmt. Ferner sind vorzugsweise jeweils die außenliegenden
Seiten, also insbesondere die der Ausnehmung 24a abgewandten Seiten der Querschnitte
der Längsstege 54a, 54a' konvex gekrümmt. Die Querschnitte der Längsstege 54a, 54a'
können sich über einen Längsverlauf zumindest teilweise verändern, insbesondere hinsichtlich
einer Dimensionierung des Querschnitts. Die Ausnehmung 24a weist eine Breite von 4
mm bis 9 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 7,5 mm, auf. Die Ausnehmung 24a weist eine
Länge von 10 mm bis 60 mm, vorzugsweise von 25 mm bis 50 mm, auf. Die Ausnehmung 24a
kann ferner weitere Funktionen ausbilden. Beispielsweise wäre denkbar, dass das Mundhygienemittel
10a an der Ausnehmung 24a aufgehängt werden kann, beispielsweise an einem Haken.
[0098] Der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a begrenzt ferner eine weitere Ausnehmung
28a, welche entlang der Längsachse 30a der Griffeinheit 14a hinter der Ausnehmung
24a angeordnet ist. Die weitere Ausnehmung 28a ist auf einer der Anwendungseinheit
12a abgewandten Seite der Ausnehmung 24a angeordnet. Die Ausnehmung 24a und die weitere
Ausnehmung 28a sind frei von einer direkten Verbindung. Die Ausnehmung 24a und die
weitere Ausnehmung 28a sind durch den Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a getrennt.
Die weitere Ausnehmung 28a erstreckt sich vollständig durch den Grundkörper 16a und
ist in zumindest einer Ebene vollständig von dem Grundkörper 16a umschlossen. Die
weitere Ausnehmung 28a ist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14a vollständig von dem Grundkörper 16a umschlossen. Die weitere
Ausnehmung 28a ist in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14a vollständig
von dem Grundkörper 16a umschlossen ist. Der Grundkörper 16a weist eine zweite Schlinge
56a auf, welche sich um die weitere Ausnehmung 28a herum erstreckt. Die weitere Ausnehmung
28a weist in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14a eine tropfen- und/oder
linsenförmige Querschnittsform auf. Der weitere Ausnehmung 28a ist insbesondere entlang
der Längsachse 30a der Griffeinheit 14a ausgerichtet. Die zweite Schlinge 56a des
Grundkörpers 16a bildet zwei seitliche Längsstege 58a, 58a' aus, welche jeweils an
einem entlang der Längsachse 30a vorderen Ende und hinteren Ende der weitere Ausnehmung
28a verbunden sind und die weitere Ausnehmung 28a umschließen. Zwischen der Ausnehmung
24a und der weiteren Ausnehmung 28a bilden die erste Schlinge 52a und die zweite Schlinge
56a insbesondere einen Knotenpunkt aus, in welchem die Schlingen 52a, 56a ineinanderlaufen.
In dem Knotenpunkt geht ein linker Längssteg 54a der ersten Schlinge 52a in den rechten
Längssteg 58a' der zweiten Schlinge 56a über. Ferner geht in dem Knotenpunkt ein rechter
Längssteg 54a' der ersten Schlinge 52a in den linken Längssteg 58a der zweiten Schlinge
56a über. Die zweite Schlinge 56a ist geschlossen ausgebildet. Die zweite Schlinge
56a weist beispielhaft in einer Ebene senkrecht zu der Längsachse 30a einen zumindest
annähernd rautenförmigen Querschnitt auf. Die Längsstege 58a, 58a' der zweiten Schlinge
52a weisen einen rautenförmigen Querschnitt auf. Die Längsstege 58a, 58a' der zweiten
Schlinge 56a sind außen, also außerhalb der weiteren Ausnehmung 28a, rundlich oder
abgerundet ausgebildet. Ferner sind die Längsstege 58a, 58a' der zweiten Schlinge
56a innen, also der weiteren Ausnehmung 28a zugewandt, annähernd eckig, insbesondere
scharfkantig ausgebildet. Die Querschnitte der Längsstege 58a, 58a' weisen jeweils
vier Seiten auf, von welchen zumindest eine konkav gekrümmt ist und zumindest eine
konvex gekrümmt ist. Vorzugsweise ist jeweils zumindest eine der weiteren Ausnehmung
28a zugewandte, auf der Vorderseite 34a befindliche Seite der Querschnitte der Längsstege
58a, 58a' konkav gekrümmt. Ferner sind vorzugsweise jeweils die außenliegenden Seiten,
also insbesondere die der weiteren Ausnehmung 28a abgewandten Seiten der Querschnitte
der Längsstege 58a, 58a' konvex gekrümmt. Die Querschnitte der Längsstege 58a, 58a'
können sich über einen Längsverlauf zumindest teilweise verändern, insbesondere hinsichtlich
einer Dimensionierung des Querschnitts. Die weitere Ausnehmung 28a weist eine Breite
von 4 mm bis 9 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 7,5 mm, auf. Die weitere Ausnehmung 28a
weist eine Länge von 10 mm bis 60 mm, vorzugsweise von 25 mm bis 50 mm, auf. Die weitere
Ausnehmung 28a kann ferner weitere Funktionen ausbilden. Beispielsweise wäre denkbar,
dass das Mundhygienemittel 10a an der weiteren Ausnehmung 28a aufgehängt werden kann,
beispielsweise an einem Haken.
[0099] Die Griffeinheit 14a weist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14a betrachtet eine zumindest annähernd 8-förmige Grundform auf.
Die Griffeinheit 14a weist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14a betrachtet zumindest annähernd die Form eines unendlich-Symbols
auf. Der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a bildet mit den Schlingen 52a, 56a eine
Acht aus. Der erste Schlinge 52 ist kleiner, insbesondere weniger breit und weniger
lang, als die zweite Schlinge 56a. Ferner ist die Ausnehmung 24a kleiner als die weitere
Ausnehmung 28a. Die Position des Knotenpunkts bezogen auf die Gesamtlänge der Griffeinheit
14a liegt entlang der Längsachse 30a der Griffeinheit 14a bei 60 mm bis 80 mm, vorzugsweise
bei 65 mm bis 75 mm, vom freien Ende her gemessen. Die Position des Knotenpunkts bezogen
auf die Gesamtlänge der Griffeinheit 14a liegt in % der Gesamtlänge der Griffeinheit
14a vom freien Ende her gemessen zwischen 35% und 55%, vorzugsweise zwischen 40% und
50%. Vorzugsweise sind die Querschnitte der Schlingen 52a, 56a des Grundkörpers 16a
der Griffeinheit 14a zumindest ähnlich, wobei die Schlingen 52a, 56a beispielsweise
an ihren Enden oder am Knotenpunkt in eine weitere Form übergehen können.
[0100] Die Griffeinheit 14a weist einen Daumengriffbereich 26a auf. Die Griffeinheit 14a
weist ferner einen Handflächengriffbereich 60a auf. Die Ausnehmung 24a ist zumindest
teilweise in dem Daumengriffbereich 26a angeordnet. Die weitere Ausnehmung 28a ist
zumindest teilweise in dem Handflächengriffbereich 60a angeordnet ist. Der Grundkörper
16a der Griffeinheit 14a bildet in dem Daumengriffbereich 26a zu der Ausnehmung 24a
hin eine Vertiefung aus. Die Vertiefung ist zumindest auf einer Vorderseite 34a des
Grundkörpers 16a der Griffeinheit 14a angeordnet. Die Vertiefung ist konkav ausgebildet.
Die Vertiefung wird von der ersten Schlinge 52a ausgebildet.
[0101] Die Schlingen 52a, 56a der Griffeinheit 14a weisen ferner eine Breite von 4 mm bis
8 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 7 mm, auf. Ferner weisen die Schlingen 52a, 56a der
Griffeinheit 14a eine Höhe von 4 mm bis 20 mm, vorzugsweise von 6 mm bis 15 mm, auf.
Der Grundkörper 16a bzw. die Schlingen 52a, 56a der Griffeinheit 14a bilden in Längsrichtung
einen Verlauf aus. Der Grundkörper 16a bzw. die Schlingen 52a, 56a weisen entlang
des Verlaufs eine kleinste Höhe von 7,6 mm und eine größte Höhe 12,9 mm auf. Die Griffeinheit
14a weist in einer Seitenansicht eine gebogene, insbesondere gekrümmte Längsform auf.
Die Griffeinheit 14a weist auf der Rückseite 36a insbesondere Auflagepunkte am freien
Ende sowie an einem der Anwendungseinheit 12a zugewandten Ende beim Legen auf eine
Oberfläche auf. Die Griffeinheit 14a weist ein Gewicht von 20 g bis 40 g, vorzugsweise
von 25 g bis 35 g, auf. Ferner bildet die Griffeinheit 14a an einem der Anwendungseinheit
12a zugewandten Ende eine Verdickung aus, damit ein optimaler Übergang vom schlanken
Design der Griffeinheit 14a zu der Anwendungseinheit 12a vorliegt.
[0102] Der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a weist eine Härte und eine Dichte auf, die
höher ist als eine Härte und Dichte des Grundkörpers 13a der Anwendungseinheit 12a.
Der Grundkörper 13a der Anwendungseinheit 12a besteht aus Kunststoff und weist eine
Dichte von 800 kg/m
3 bis 1600 kg/m
3 auf. Ein Verhältnis zur Dichte der Griffeinheit 16a beträgt von 0,2 bis 0,75, vorzugsweise
von 0,35 bis 0,6. Der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a weist eine Dichte von 2000
kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf.
[0103] Der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a besteht zumindest zu einem Großteil aus
einem metallischen Werkstoff. Der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a besteht vollständig
aus einem metallischen Werkstoff. Die Griffeinheit 14a besteht vollständig aus einem
metallischen Werkstoff. Der metallische Werkstoff ist von einer Aluminiumlegierung
gebildet. Der metallische Werkstoff weist zwischen 1% und 13% Silizium, zwischen 0,5%
und 2% Eisen und maximal 5% Kupfer auf. Der metallische Werkstoff weist maximal 13%
Magnesium auf. Der metallische Werkstoff weist maximal 1% Nickel auf. Der metallische
Werkstoff weist maximal 5% Zink auf. Die Aluminiumlegierung kann beispielsweise ein
erster Typ sein, insbesondere umfassend 5% bis 10% Silizium, weniger als 2% Eisen,
2% bis 5% Kupfer, weniger als 1% Magnesium, weniger als 1% Nickel, weniger als 5%
Zink und/oder weniger als 1% Zinn. Die Aluminiumlegierung des ersten Typs weist insbesondere
eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Alternativ kann die Aluminiumlegierung beispielsweise ein zweiter Typ sein,
insbesondere umfassend 8% bis 13% Silizium, weniger als 1,5% Eisen, 1% bis 4% Kupfer,
weniger als 1 % Magnesium, weniger als 1% Nickel, weniger als 2% Zink, weniger als
1% Zinn, weniger als 0,5% Blei und/oder weniger als 0,2% Titan. Die Aluminiumlegierung
des zweiten Typs weist insbesondere eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Alternativ kann die Aluminiumlegierung beispielsweise ein dritter Typ sein,
insbesondere umfassend weniger als 1,5% Silizium, weniger als 1,5% Eisen, weniger
als 1% Kupfer, weniger als 1% Magnesium, weniger als 1 % Zink und/oder weniger als
1 % Titan. Die Aluminiumlegierung des dritten Typs weist insbesondere eine Dichte
von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Alternativ kann die Aluminiumlegierung beispielsweise ein vierter Typ sein,
insbesondere umfassend 1,5% bis 3,5 Silizium, weniger als 1,5% Eisen, weniger als
1% Kupfer, weniger als 1% Mangan, 6% bis 13% Magnesium, weniger als 1% Nickel, weniger
als 1% Zink, weniger als 1% Zinn, weniger als 0,5% Blei und/oder weniger als 0,5%
Titan. Die Aluminiumlegierung des vierten Typs weist insbesondere eine Dichte von
2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Alternativ kann die Aluminiumlegierung beispielsweise ein fünfter Typ sein,
insbesondere umfassend 1 % bis 3% Silizium, weniger als 1 % Eisen, weniger als 1 %
Kupfer, weniger als 1 % Mangan, 3% bis 8% Magnesium, weniger als 1 % Zink und/oder
weniger als 0,5% Titan. Die Aluminiumlegierung des fünften Typs weist insbesondere
eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf. Alternativ kann die Aluminiumlegierung beispielsweise ein sechster Typ sein.
Die Aluminiumlegierung des sechsten Typs weist insbesondere eine Dichte von 2000 kg/m
3 bis 3500 kg/m
3, vorzugsweise von 2400 kg/m
3 bis 3000 kg/m
3, auf.
[0104] Zumindest der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a ist in einem Druckgussverfahren
hergestellt. Die Griffeinheit 14a ist in einem Druckgussverfahren hergestellt. Die
Griffeinheit 14a ist in einem Aluminiumdruckgussverfahren hergestellt. Grundsätzlich
sind jedoch auch andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Herstellungsverfahren
denkbar, wie dies bereits oben ausgeführt ist.
[0105] Ferner weist das Mundhygienemittel 10a eine Kopplungseinheit 18a zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12a mit der Griffeinheit 14a auf. Die Kopplungseinheit
18a dient zu einem Austausch der Anwendungseinheit 12a auf der Griffeinheit 14a. Die
Kopplungseinheit 18a weist ein erstes Kopplungselement 20a auf. Ferner weist die Kopplungseinheit
18a ein zweites, zu dem ersten Kopplungselement 20a korrespondierendes Kopplungselement
22a auf. Das erste Kopplungselement 20a bildet eine Schnittstellenaufnahme aus, während
das zweite Kopplungselement 22a einen Schnittstellenfortsatz ausbildet. Das erste
Kopplungselement 20a begrenzt eine Schnittstellenaufnahme. Das erste Kopplungselement
20a ist einstückig mit der Anwendungseinheit 12a ausgebildet. Das erste Kopplungselement
20a ist einstückig mit dem Grundkörper 13a der Anwendungseinheit 12a ausgebildet.
Das erste Kopplungselement 20a ist auf einer dem Kopfbereich 46a abgewandten Seite
der Anwendungseinheit 12a angeordnet. Das erste Kopplungselement 20a ist an einem
dem Kopfbereich 46a abgewandten Ende des Halsbereichs 44a angeordnet. Das erste Kopplungselement
20a ist in dem Halsbereich 44a der Anwendungseinheit 12a angeordnet. Die Kopplungseinheit
18a ist zu einer drehfesten Kopplung des ersten Kopplungselements 20a mit dem zweiten
Kopplungselement 22a vorgesehen. Das zweite Kopplungselement 22a ist fest mit der
Griffeinheit 14a verbunden. Das zweite Kopplungselement 22a der Kopplungseinheit 18a
ist einstückig mit der Griffeinheit 14a ausgebildet. Das zweite Kopplungselement 22a
ist von einem Schnittstellenfortsatz gebildet, welcher zumindest teilweise aus dem
Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a ragt. Das zweite Kopplungselement 22a ist auf
einer der Anwendungseinheit 12a zugewandten Seite der Griffeinheit 14a angeordnet.
Das zweite Kopplungselement 22a ist an einem dem unteren Ende der Griffeinheit 14a
abgewandten Ende der Griffeinheit 14a angeordnet. Das zweite Kopplungselement 22a
bildet einen Teil der Griffeinheit 14a. Das zweite Kopplungselement 22a besteht aus
einem metallischen Werkstoff.
[0106] Das zweite Kopplungselement 22a bildet eine steckerartige Kopplungsstruktur 86a aus.
Das zweite Kopplungselement 22a unterteilt sich in drei Stufen 62a, 64a, 66a, nämlich
in eine erste Stufe 62a am freien Ende, eine anschließende zweite Stufe 64a sowie
eine abschließende dritte Stufe 66a, welche in eine schräge Anschlagfläche 68a der
Griffeinheit 14a übergeht. Die erste Stufe 62a unterteilt sich in ein oberes Teilelement
70a und ein unteres Teilelement 72a. Das obere Teilelement 70a der ersten Stufe 62a
ist zumindest teilweise zylindrisch oder beinahe zylindrisch und steigt in Richtung
der zweiten Stufe 64a rampenförmig an. Das obere Teilelement 70a ist keilförmig ausgebildet.
Etwa auf der Hälfte der ersten Stufe 62a beginnt eine zumindest annähernd rechteckige
Nut 74a, welche sich auch über die gesamte zweite Stufe 64a bis zum Anschlag an die
dritte Stufe 66a fortsetzt. Das untere Teilelement 72a der ersten Stufe 62a ist von
einem wandförmigen Steg gebildet, welcher sich von der ersten Stufe 62a über die gesamte
zweite Stufe 64a bis zum Anschlag an die dritte Stufe 66a fortsetzt. Das untere Teilelement
72a ist an einem freien Ende abgeschrägt ausgebildet bzw. der wandförmige Steg ist
abgeschrägt. Die rechteckige Nut 74a auf der Oberseite des oberen Teilelements 76a
der zweiten Stufe 64a und der Steg des unteren Teilelements 72a der ersten Stufe 62a
dienen insbesondere zu einem sicheren und verdrehungsfreien Einführen in das entsprechende
buchsenartige erste Kopplungselement 20a der Kopplungseinheit 18a. Die zweite Stufe
64a weist ein oberes Teilelement 76a auf. Das obere Teilelement 76a weist eine halbzylindrische
Form mit einer Mittelachse parallel, insbesondere koaxial, zu der Längsachse 30a der
Griffeinheit 14a auf. Ein Durchmesser des oberen Teilelements 76a der zweiten Stufe
64a ist größer als ein Durchmesser des oberen Teilelements 70a der ersten Stufe 62a.
Die dritte Stufe 66a unterteilt sich in ein oberes Teilelement 78a und ein unteres
Teilelement 80a. Das obere Teilelement 78a der dritten Stufe 66a weist eine halbzylindrische
Form mit einer Mittelachse parallel, insbesondere koaxial, zu der Längsachse 30a der
Griffeinheit 14a auf. Das untere Teilelement 80a der dritten Stufe 66a weist eine
halbzylindrische Form mit einer Mittelachse parallel, insbesondere koaxial, zu der
Längsachse 30a der Griffeinheit 14a auf. Ein Durchmesser des oberen Teilelements 78a
der dritten Stufe 66a ist kleiner als ein Durchmesser des unteren Teilelements 80a
der dritten Stufe 66a. Ferner weist die dritte Stufe 66a an dem unteren Teilelement
80a einen Nocken 82a auf. Der Nocken 82a ist von einem Rastnocken gebildet, welcher
dazu vorgesehen ist, mit einer korrespondierenden Rastausnehmung 84a des ersten Kopplungselements
20a zu verrasten. Der Nocken 82a weist zumindest annähernd eine schlüssellochförmige
Kontur auf. Der Nocken 82a weist einen rechteckigen Stamm sowie eine runde Krone auf.
Diese Ausgestaltung sichert ein besonders gutes Verrasten mit einer gegengleich ausgebildeten
Rastausnehmung 84a des ersten Kopplungselements 20a. Der Nocken 82a ragt aus dem unteren
Teilelement 80a heraus. Ferner ist der Nocken 82a freigestellt. Die Freistellung ist
insbesondere herstellungsbedingt. Zu einer Freistellung ist rund um den Nocken 82a
eine rechteckige Vertiefung in das untere Teilelement 80a eingebracht. Die erste Stufe
62a ist länger als die zweite Stufe 64a und in etwa gleich lang wie die dritte Stufe
66a an ihrer Unterseite. Die dritte Stufe 66a ist an ihrer Unterseite entsprechend
länger als die zweite Stufe 64a, allerdings an ihrer Oberseite etwas kürzer als die
zweite Stufe 64a.
[0107] Das erste Kopplungselement 20a der Kopplungseinheit 18a ist zumindest annähernd gegengleich
zu dem zweiten Kopplungselement 22a ausgebildet. Das erste Kopplungselement 20a unterteilt
sich in drei Stufen, nämlich in eine erste Stufe im Inneren, eine zweite Stufe sowie
eine dritte Stufe am freien Ende. Die erste Stufe weist eine obere Teilausnehmung
und eine untere Teilausnehmung auf, wobei die Teilausnehmungen jeweils zylindrisch
ausgebildet sind und ineinander übergehen. Die zweite Stufe weist eine zylindrische
Ausnehmung auf. Ferner weist das erste Kopplungselement 20a jeweils zwei sich über
die erste und zweite Stufe erstreckende Stege auf, welche in die Ausnehmungen der
ersten und zweiten Stufe ragen. Die Stege erstrecken sich jeweils auf gegenüberliegenden
Seiten entlang einer Längsachse 30a des Mundhygienemittels 10a. Ein Durchmesser der
oberen und unteren Teilausnehmung der ersten Stufe ist jeweils kleiner als ein Durchmesser
der Ausnehmung der zweiten Stufe. Die dritte Stufe weist eine zylindrische Ausnehmung
auf. Der Durchmesser der zylindrischen Ausnehmung der dritten Stufe ist größer als
ein Durchmesser der zylindrischen Ausnehmung der zweiten Stufe.
[0108] Bei einem Verfahren zur Herstellung der Griffeinheit 14a wird zumindest der Grundkörper
16a der Griffeinheit 14a zumindest zu einem Großteil aus einem metallischen Werkstoff
hergestellt. Die gesamte Griffeinheit 14a wird aus einem metallischen Werkstoff hergestellt.
Die Griffeinheit 14a wird aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. Ferner wird zumindest
der Grundkörper 16a der Griffeinheit 14a in einem Druckgussverfahren hergestellt.
Die gesamte Griffeinheit 14a wird in einem Druckgussverfahren hergestellt. Die Griffeinheit
14a wird in einem Aluminiumdruckgussverfahren hergestellt. Bei dem Druckgussverfahren
wird der metallische Werkstoff unter hohem Druck und mit einer sehr hohen Formfüllgeschwindigkeit
in eine Druckgussform für die Griffeinheit 14a gedrückt. Mit der Griffeinheit 14a
wird das zweite Kopplungselement 22a hergestellt. Das zweite Kopplungselement 22a
wird zusammen mit der Griffeinheit 14a in dem Druckgussverfahren hergestellt. Nach
einer Herstellung der Griffeinheit 14a erfolgt ein Nachbearbeitungsschritt. In dem
Nachbearbeitungsschritt wird eine Oberfläche 32a zumindest des Grundkörpers 16a der
Griffeinheit 14a eloxiert. Eine gesamte Oberfläche 32a der Griffeinheit 14a sowie
zumindest teilweise das zweite Kopplungselement 22a werden in dem Nachbearbeitungsschritt
eloxiert. Bei dem Eloxieren wird eine oxydische Schutzschicht auf der Legierung erzeugt.
Es erfolgt insbesondere eine anodische Oxidation. Dabei wird insbesondere die Schutzschicht
durch Umwandlung der obersten Metallschicht in ein Oxid und/oder Hydroxid gebildet.
Es entsteht insbesondere eine Oxidschicht mit einer Schichtdicke von 5 µm bis 30 µm,
vorzugsweise von 15 µm bis 25 µm. Ein Färben des Grundkörpers 16a der Griffeinheit
14a kann insbesondere im oder nach dem Eloxieren in dem Nachbearbeitungsschritt erfolgen.
Grundsätzlich sind jedoch, wie bereits oben ausgeführt, auch andere, einem Fachmann
als sinnvoll erscheinende Nachbearbeitungsschritte denkbar.
[0109] In den Figuren 2A bis 8H sind fünf weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleichbleibender Bauteile, Merkmale
und Funktionen auf die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere
der Figuren 1A bis 1H, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels der Figuren 1A bis
1H durch die Buchstaben b bis h in den Bezugszeichen der Ausführungsbeispiele der
Figuren 2A bis 7H ersetzt. Bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in
Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, kann grundsätzlich auch auf die Zeichnungen
und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figuren
1A bis 1H, verwiesen werden.
[0110] Die Figuren 2A bis 2H zeigen ein Mundhygienemittel 10b in verschiedenen Darstellungen.
Das Mundhygienemittel 10b ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel
10b weist eine Anwendungseinheit 12b auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10b eine
Griffeinheit 14b auf. Die Anwendungseinheit 12b ist von einem Aufsteckteil gebildet.
Die Anwendungseinheit 12b weist einen Grundkörper 13b auf. Die Anwendungseinheit 12b
ist von der Griffeinheit 14b trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Ferner weist das Mundhygienemittel 10b eine Kopplungseinheit 18b zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12b mit der Griffeinheit 14b auf. Generell ist der
Reinigungsbereich 48b der Anwendungseinheit 12b schematisch dargestellt.
[0111] Die Griffeinheit 14b weist einen Grundkörper 16b auf. Der Grundkörper 16b der Griffeinheit
14b begrenzt zumindest eine Ausnehmung 24b. Die Ausnehmung 24b erstreckt sich vollständig
durch den Grundkörper 16b und ist in zumindest einer Ebene vollständig von dem Grundkörper
16b umschlossen. Die Ausnehmung 24b ist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14 vollständig von dem Grundkörper 16b umschlossen. Die Ausnehmung
24b ist in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14b vollständig von dem Grundkörper
16b umschlossen ist. Der Grundkörper 16b weist eine Schlinge 52b auf, welche sich
um die Ausnehmung 24b herum erstreckt. Die Ausnehmung 24b weist in der Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14b eine 8-förmigen Querschnittsform auf. Die Ausnehmung 24b ist
insbesondere entlang der Längsachse 30b der Griffeinheit 14b ausgerichtet. Die Schlinge
52b des Grundkörpers 16b bildet zwei seitliche Längsstege 54b, 54b' aus, welche jeweils
an einem entlang einer Längsachse 30b vorderen Ende und hinteren Ende der Ausnehmung
24b verbunden sind und die Ausnehmung 24b umschließen. Die Schlinge 52b ist geschlossen
ausgebildet. Es gibt insbesondere keine offenen Enden, wie beispielsweise gabelförmige
Gestaltungen. Die Schlinge 52b weist beispielhaft in einer Ebene senkrecht zu der
Längsachse 30b einen zumindest annähernd rautenförmigen Querschnitt auf. Die Längsstege
54b, 54b' der Schlinge 52b weisen einen rautenförmigen Querschnitt auf. Die Längsstege
54b, 54b' der Schlinge 52b sind außen, also außerhalb der Ausnehmung 24b, rundlich
oder abgerundet ausgebildet. Ferner sind die Längsstege 54b, 54b' der Schlinge 52b
innen, also der Ausnehmung 24b zugewandt, annähernd eckig, insbesondere scharfkantig
ausgebildet. Die Querschnitte der Längsstege 54b, 54b' weisen jeweils vier Seiten
auf, von welchen zumindest eine konkav gekrümmt ist und zumindest eine konvex gekrümmt
ist. Vorzugsweise ist jeweils zumindest eine der Ausnehmung 24b zugewandte, auf der
Vorderseite 34b befindliche Seite der Querschnitte der Längsstege 54b, 54b' konkav
gekrümmt. Ferner sind vorzugsweise jeweils die außenliegenden Seiten, also insbesondere
die der Ausnehmung 24b abgewandten Seiten der Querschnitte der Längsstege 54b, 54b'
konvex gekrümmt. Die Querschnitte der Längsstege 54b, 54b' können sich über einen
Längsverlauf zumindest teilweise verändern, insbesondere hinsichtlich einer Dimensionierung
des Querschnitts.
[0112] Die Griffeinheit 14b weist einen Daumengriffbereich 26b auf. Die Griffeinheit 14b
weist ferner einen Handflächengriffbereich 60b auf. Die Ausnehmung 24b ist zumindest
teilweise in dem Daumengriffbereich 26b und in dem Handflächengriffbereich 60b angeordnet.
Zwischen dem Daumengriffbereich 26b und dem Handflächengriffbereich 60b bilden der
Grundkörper 16b und die Ausnehmung 24b eine Einschnürung aus. Die Einschnürung wird
unter anderem dazu genutzt, um den Daumengriffbereich 26b abzusetzen. Der Daumengriffbereich
26b nimmt aber nicht den kompletten Teil der Ausnehmung 24b vor der Einschnürung ein,
sondern im Wesentlichen nur den vordersten Teil der Ausnehmung 24b.
[0113] Die Figuren 3A bis 3H zeigen ein Mundhygienemittel 10c in verschiedenen Darstellungen.
Das Mundhygienemittel 10c ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel
10c weist eine Anwendungseinheit 12c auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10c eine
Griffeinheit 14c auf. Die Anwendungseinheit 12c ist von einem Aufsteckteil gebildet.
Die Anwendungseinheit 12c weist einen Grundkörper 13c auf. Die Anwendungseinheit 12c
ist von der Griffeinheit 14c trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Ferner weist das Mundhygienemittel 10c eine Kopplungseinheit 18c zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12c mit der Griffeinheit 14c auf. Generell ist der
Reinigungsbereich 48c der Anwendungseinheit 12c schematisch dargestellt.
[0114] Die Griffeinheit 14c weist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14c betrachtet eine zumindest annähernd 8-förmige Grundform als Außenform
auf. Die Griffeinheit 14c weist einen Grundkörper 16c auf. Der Grundkörper 16c ist
auf einer Vorderseite 34c zumindest im Wesentlichen eben ausgebildet. Auf einer Rückseite
36c weist der Grundkörper 16c eine Ausnehmung 24c auf. Die Ausnehmung 24c ist von
einer Vertiefung gebildet. Die Ausnehmung 24c ist in einer Ebene parallel zu einer
Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14c mindestens teilweise von dem Grundkörper
16c umschlossen. Die Ausnehmung 24c weist in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit
14c eine 8-förmige Querschnittsform auf. Die Griffeinheit 14c weist einen Daumengriffbereich
26c auf. Die Griffeinheit 14c weist ferner einen Handflächengriffbereich 60c auf.
Die Ausnehmung 24c ist zumindest teilweise auf der Rückseite des Daumengriffbereichs
26c und des Handflächengriffbereichs 60c angeordnet. Zwischen dem Daumengriffbereich
26c und dem Handflächengriffbereich 60c bilden der Grundkörper 16c und die Ausnehmung
24c eine Einschnürung aus. Die Einschnürung wird unter anderem dazu genutzt, um den
Daumengriffbereich 26c abzusetzen.
[0115] Die Figuren 4A bis 4H zeigen ein Mundhygienemittel 10d in verschiedenen Darstellungen.
Das Mundhygienemittel 10d ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel
10d weist eine Anwendungseinheit 12d auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10d eine
Griffeinheit 14d auf. Die Anwendungseinheit 12d ist von einem Aufsteckteil gebildet.
Die Anwendungseinheit 12d weist einen Grundkörper 13d auf. Die Anwendungseinheit 12d
ist von der Griffeinheit 14d trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Ferner weist das Mundhygienemittel 10d eine Kopplungseinheit 18d zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12d mit der Griffeinheit 14d auf. Generell ist der
Reinigungsbereich 48d der Anwendungseinheit 12d schematisch dargestellt.
[0116] Die Kopplungseinheit 18d weist ein erstes Kopplungselement 20d auf. Ferner weist
die Kopplungseinheit 18d ein zweites, zu dem ersten Kopplungselement 20d korrespondierendes
Kopplungselement 22d auf. Das erste Kopplungselement 20d bildet eine Schnittstellenaufnahme
aus, während das zweite Kopplungselement 22d einen Schnittstellenfortsatz ausbildet.
Das erste Kopplungselement 20d begrenzt eine Schnittstellenaufnahme. Das erste Kopplungselement
20d ist einstückig mit der Anwendungseinheit 12d ausgebildet. Das erste Kopplungselement
20d ist auf einer dem Kopfbereich 46d abgewandten Seite der Anwendungseinheit 12d
angeordnet.
[0117] Das zweite Kopplungselement 22d ist von einem separaten Bauteil gebildet. Das zweite
Kopplungselement 22d der Kopplungseinheit 18d besteht zumindest zu einem Großteil
aus einem Kunststoff. Das zweite Kopplungselement 22d ist insbesondere in einem Spritzgussverfahren
hergestellt. Das zweite Kopplungselement 22d besteht vollständig aus einem Kunststoff.
Grundsätzlich wäre jedoch auch denkbar, dass das zweite Kopplungselement 22d aus einem
anderen, einem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Material besteht. Das zweite Kopplungselement
22d weist eine steckerartige Kopplungsstruktur 86d aus. Ferner weist das zweite Kopplungselement
22d einen Grundkörper 88d auf, an welchem die steckerartige Kopplungsstruktur 86d
angeordnet ist. Das zweite Kopplungselement 22d ist einteilig ausgebildet. Des Weiteren
weist das zweite Kopplungselement 22d eine nicht weiter sichtbare Schnittstelle zu
einer Kopplung mit der Griffeinheit 14d auf. Diese Schnittstelle ist auf einer der
steckerartigen Kopplungsstruktur 86d angewandten Seite des Grundkörpers 88d angeordnet.
Das zweite Kopplungselement 22d ist zumindest form- und/oder stoffschlüssig mit der
Griffeinheit 14d verbunden ist. Das zweite Kopplungselement 22d ist beispielhaft mittels
einer Steck- und/oder Klebeverbindung mit der Griffeinheit 14d verbunden. Das zweite
Kopplungselement 22d ist insbesondere für eine Entsorgung von der Griffeinheit 14d
trennbar ausgebildet. Die Griffeinheit 14d weist eine Schnittstelle zu einer festen
Verbindung mit dem zweiten Kopplungselement 22d auf. Die Schnittstelle ist vorzugsweise
in einer sacklochähnlichen Form gestaltet. Die Griffeinheit 14d weist an einem der
Anwendungseinheit 12d zugewandten Ende nicht weiter sichtbar eine Ausnehmung auf,
in welcher das zweite Kopplungselement 22d befestigt ist. Bei einer Herstellung des
Mundhygienemittels 10d werden die Griffeinheit 14d und das zweite Kopplungselement
22d separat hergestellt und nachträglich montiert. Die Montage erfolgt beispielhaft
mittels einer Rastverbindung. Es sind jedoch, wie bereits oben ausgeführt, auch andere,
einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Montagearten denkbar. Die Verbindung zwischen
dem zweiten Kopplungselement 22d und der Griffeinheit 14d kann insbesondere fest und
unlösbar oder wechselbar ausgebildet sein. Verschiedenfarbige zweite Kopplungselemente
22d können insbesondere bei einheitlicher Grifffarbe die nötige Unterscheidungsmöglichkeit
bringen.
[0118] Die Figuren 5A bis 5H zeigen ein Mundhygienemittel 10e in verschiedenen Darstellungen.
Das Mundhygienemittel 10e ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel
10e weist eine Anwendungseinheit 12e auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10e eine
Griffeinheit 14e auf. Die Anwendungseinheit 12e ist von einem Aufsteckteil gebildet.
Die Anwendungseinheit 12e weist einen Grundkörper 13e auf. Die Anwendungseinheit 12e
ist von der Griffeinheit 14e trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Ferner weist das Mundhygienemittel 10e eine Kopplungseinheit 18e zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12e mit der Griffeinheit 14e auf. Generell ist der
Reinigungsbereich 48e der Anwendungseinheit 12e schematisch dargestellt.
[0119] Die Griffeinheit 14e weist einen Grundkörper 16e auf. Der Grundkörper 16e der Griffeinheit
14e ist zu einer Längsachse 30e der Griffeinheit 14e zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch
ausgebildet. Der Grundkörper 16e der Griffeinheit 14e ist zu der Längsachse 30e der
Griffeinheit 14e rotationssymmetrisch ausgebildet. Der Grundkörper 16e der Griffeinheit
14e ist zumindest im Wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet. Der Grundkörper 16e
weist auf einer der Kopplungseinheit 18e zugewandten Seite einen größeren Durchmesser
auf als auf einer der Kopplungseinheit 18e abgewandten Seite. Ein freies, der Kopplungseinheit
18e abgewandtes Ende des Grundkörpers 16e der Griffeinheit 14e ist gerundet ausgeführt.
Ein der Kopplungseinheit 18e zugewandtes Ende des Grundkörpers 16e der Griffeinheit
14e ist ferner abgeschrägt. Eine der Kopplungseinheit 18e zugewandte Stirnseite des
Grundkörpers 16e der Griffeinheit 14e weist gegenüber der Längsachse 30e der Griffeinheit
14e einen Winkel von zumindest annähernd 45° auf. Die Abschrägung des Grundkörpers
16e der Griffeinheit 14e ist einer Abschrägung der Anwendungseinheit 12e entgegengesetzt.
Ein maximaler Durchmesser der Griffeinheit 14e beträgt von 10 mm bis 20 mm, vorzugsweise
von 12 mm bis 16 mm.
[0120] Die Kopplungseinheit 18e weist ein erstes Kopplungselement 20e auf. Ferner weist
die Kopplungseinheit 18e ein zweites, zu dem ersten Kopplungselement 20e korrespondierendes
Kopplungselement 22e auf. Das erste Kopplungselement 20e bildet eine Schnittstellenaufnahme
aus, während das zweite Kopplungselement 22e einen Schnittstellenfortsatz ausbildet.
Das erste Kopplungselement 20e begrenzt eine Schnittstellenaufnahme. Das erste Kopplungselement
20e ist einstückig mit der Anwendungseinheit 12e ausgebildet. Das erste Kopplungselement
20e ist auf einer dem Kopfbereich 46e abgewandten Seite der Anwendungseinheit 12e
angeordnet.
[0121] Das zweite Kopplungselement 22e ist von einem separaten Bauteil gebildet. Das zweite
Kopplungselement 22e der Kopplungseinheit 18e besteht zumindest zu einem Großteil
aus einem Kunststoff. Grundsätzlich wäre jedoch auch denkbar, dass das zweite Kopplungselement
22e aus einem anderen, einem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Material besteht.
Das zweite Kopplungselement 22e weist eine steckerartige Kopplungsstruktur 86e aus.
Ferner weist das zweite Kopplungselement 22e einen Grundkörper 88e auf, an welchem
die steckerartige Kopplungsstruktur 86e angeordnet ist. Der Grundkörper 88e ist zumindest
teilweise in dem Daumengriffbereich 26e angeordnet. Der Grundkörper 88e des zweiten
Kopplungselements 22e bildet in dem Daumengriffbereich 26e eine Vertiefung aus. Die
Vertiefung ist zumindest auf einer Vorderseite 34e des Grundkörpers 88e angeordnet.
Die Vertiefung ist konkav ausgebildet. Der Grundkörper 88e kann zudem in dem Daumengriffbereich
26e Erhebungen zu einer Verbesserung einer Griffigkeit aufweisen. Der Grundkörper
88e weist beispielshaft drei linienförmige Erhebungen auf. Das zweite Kopplungselement
22e ist einteilig ausgebildet. Des Weiteren weist das zweite Kopplungselement 22e
eine nicht weiter sichtbare Schnittstelle zu einer Kopplung mit der Griffeinheit 14e
auf. Die Schnittstelle ist auf einer der steckerartigen Kopplungsstruktur 86e abgewandten
Seite des Grundkörpers 88e angeordnet. Das zweite Kopplungselement 22e ist zumindest
form- und/oder stoffschlüssig mit der Griffeinheit 14e verbunden. Das zweite Kopplungselement
22e ist beispielhaft mittels einer Steck- und/oder Klebeverbindung mit der Griffeinheit
14e verbunden. Das zweite Kopplungselement 22e ist insbesondere für eine Entsorgung
von der Griffeinheit 14e trennbar ausgebildet. Die Griffeinheit 14e weist eine Schnittstelle
zu einer festen Verbindung mit dem zweiten Kopplungselement 22e auf. Die Schnittstelle
ist vorzugsweise in einer sacklochähnlichen Form gestaltet. Die Griffeinheit 14e weist
an einem der Anwendungseinheit 12e zugewandten Ende nicht weiter sichtbar eine Ausnehmung
auf, in welcher das zweite Kopplungselement 22e befestigt ist. Die Ausnehmung kann
beispielsweise in Form eines Sacklochs in Längsrichtung durch Drehen und/oder Bohren
eingebracht werden. Bei einer Herstellung des Mundhygienemittels 10e werden die Griffeinheit
14e und das zweite Kopplungselement 22e separat hergestellt und nachträglich montiert.
Die Montage erfolgt beispielhaft mittels einer Rastverbindung. Es sind jedoch, wie
bereits oben ausgeführt, auch andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Montagearten
denkbar. Die Verbindung zwischen dem zweiten Kopplungselement 22e und der Griffeinheit
14e kann insbesondere fest und unlösbar oder wechselbar ausgebildet sein. Verschiedenfarbige
zweite Kopplungselemente 22e können insbesondere bei einheitlicher Grifffarbe die
nötige Unterscheidungsmöglichkeit bringen. Durch die Abschrägung des Grundkörpers
16e der Griffeinheit 14e und der Abschrägung der Kopplungseinheit 18e ist die Montage
des Grundkörpers 88e auf der Griffeinheit 14e von der Ausrichtung her klar definiert.
[0122] Die Figuren 6A bis 6H zeigen ein Mundhygienemittel 10f in verschiedenen Darstellungen.
Das Mundhygienemittel 10f ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel
10f weist eine Anwendungseinheit 12f auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10f eine
Griffeinheit 14f auf. Die Anwendungseinheit 12f ist von einem Aufsteckteil gebildet.
Die Anwendungseinheit 12f weist einen Grundkörper 13f auf. Die Anwendungseinheit 12f
ist von der Griffeinheit 14f trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Ferner weist das Mundhygienemittel 10f eine Kopplungseinheit 18f zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12f mit der Griffeinheit 14f auf. Generell ist der
Reinigungsbereich 48f der Anwendungseinheit 12f schematisch dargestellt.
[0123] Die Griffeinheit 14f weist einen Grundkörper 16f auf. Der Grundkörper 16f der Griffeinheit
14f ist zu einer Längsachse 30f der Griffeinheit 14f zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch
ausgebildet. Der Grundkörper 16f der Griffeinheit 14f ist zu der Längsachse 30f der
Griffeinheit 14f rotationssymmetrisch ausgebildet. Der Grundkörper 16f der Griffeinheit
14f ist in einem Handflächengriffbereich 60f bombiert ausgebildet. Ferner ist der
Grundkörper 16f der Griffeinheit 14f zwischen Daumengriffbereich 26f und Handflächengriffbereich
60f tailliert ausgebildet. Der Grundkörper 16f weist in dem Handflächengriffbereich
60f einen größten Durchmesser auf. Ein freies, der Kopplungseinheit 18f abgewandtes
Ende des Grundkörpers 16f der Griffeinheit 14f ist gerundet ausgeführt. Ein minimaler
Durchmesser der Griffeinheit 14f in der Taillierung beträgt von 7 mm bis 15 mm, vorzugsweise
von 9 mm bis 12 mm. Ein maximaler Durchmesser der Griffeinheit 14f beträgt von 10
mm bis 20 mm, vorzugsweise von 12 mm bis 16 mm. Ein der Kopplungseinheit 18f zugewandtes
Ende des Grundkörpers 16f der Griffeinheit 14f ist gerade ausgeführt.
[0124] Die Kopplungseinheit 18f weist ein erstes Kopplungselement 20f auf. Ferner weist
die Kopplungseinheit 18f ein zweites, zu dem ersten Kopplungselement 20f korrespondierendes
Kopplungselement 22f auf. Das erste Kopplungselement 20f bildet eine Schnittstellenaufnahme
aus, während das zweite Kopplungselement 22f einen Schnittstellenfortsatz ausbildet.
Das erste Kopplungselement 20f begrenzt eine Schnittstellenaufnahme. Das erste Kopplungselement
20f ist einstückig mit der Anwendungseinheit 12f ausgebildet. Das erste Kopplungselement
20f ist auf einer dem Kopfbereich 46f abgewandten Seite der Anwendungseinheit 12f
angeordnet.
[0125] Das zweite Kopplungselement 22f ist von einem separaten Bauteil gebildet. Das zweite
Kopplungselement 22f der Kopplungseinheit 18f besteht zumindest zu einem Großteil
aus einem Kunststoff. Grundsätzlich wäre jedoch auch denkbar, dass das zweite Kopplungselement
22f aus einem anderen, einem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Material besteht.
Das zweite Kopplungselement 22f weist eine steckerartige Kopplungsstruktur 86f auf.
Ferner weist das zweite Kopplungselement 22f einen Grundkörper 88f auf, an welchem
die steckerartige Kopplungsstruktur 86f angeordnet ist. Der Grundkörper 88f ist zu
der Griffeinheit 14f hin gerade ausgeführt und zu der Anwendungseinheit 12f hin abgeschrägt
ausgeführt. Der Grundkörper 88f weist zu der Anwendungseinheit 12f hin insbesondere
eine Abschrägung von zumindest annähernd 45° gegenüber der Längsachse 30f auf. Das
zweite Kopplungselement 22f ist einteilig ausgebildet. Des Weiteren weist das zweite
Kopplungselement 22f eine nicht weiter sichtbare Schnittstelle zu einer Kopplung mit
der Griffeinheit 14f auf. Die Schnittstelle ist auf einer der steckerartigen Kopplungsstruktur
86f angewandten Seite des Grundkörpers 88f angeordnet. Das zweite Kopplungselement
22f ist zumindest form- und/oder stoffschlüssig mit der Griffeinheit 14f verbunden
ist. Das zweite Kopplungselement 22f ist beispielhaft mittels einer Steck- und/oder
Klebeverbindung mit der Griffeinheit 14f verbunden. Das zweite Kopplungselement 22f
ist insbesondere für eine Entsorgung von der Griffeinheit 14f trennbar ausgebildet.
Die Griffeinheit 14f weist eine Schnittstelle zu einer festen Verbindung mit dem zweiten
Kopplungselement 22f auf. Die Schnittstelle ist vorzugsweise in einer sacklochähnlichen
Form gestaltet. Die Griffeinheit 14f weist an einem der Anwendungseinheit 12f zugewandten
Ende nicht weiter sichtbar eine Ausnehmung auf, in welcher das zweite Kopplungselement
22f befestigt ist. Die Ausnehmung kann beispielsweise in Form eines Sacklochs in Längsrichtung
durch Drehen und/oder Bohren eingebracht werden. Bei einer Herstellung des Mundhygienemittels
10f werden die Griffeinheit 14f und das zweite Kopplungselement 22f separat hergestellt
und nachträglich montiert. Die Montage erfolgt beispielhaft mittels einer Rastverbindung.
Es sind jedoch, wie bereits oben ausgeführt, auch andere, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Montagearten denkbar. Die Verbindung zwischen dem zweiten Kopplungselement
22f und der Griffeinheit 14f kann insbesondere fest und unlösbar oder wechselbar ausgebildet
sein. Verschiedenfarbige zweite Kopplungselemente 22f können insbesondere bei einheitlicher
Grifffarbe die nötige Unterscheidungsmöglichkeit bringen.
[0126] Die Figuren 7A bis 7H zeigen ein Mundhygienemittel 10g in verschiedenen Darstellungen.
Das Mundhygienemittel 10g ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel
10g weist eine Anwendungseinheit 12g auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10g eine
Griffeinheit 14g auf. Die Anwendungseinheit 12g ist von einem Aufsteckteil gebildet.
Die Anwendungseinheit 12g weist einen Grundkörper 13g auf. Die Anwendungseinheit 12g
ist von der Griffeinheit 14g trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Ferner weist das Mundhygienemittel 10g eine Kopplungseinheit 18g zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12g mit der Griffeinheit 14g auf. Generell ist der
Reinigungsbereich 48g der Anwendungseinheit 12g schematisch dargestellt.
[0127] Die Griffeinheit 14g weist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14g betrachtet eine zumindest annähernd 8-förmige Grundform als Außenform
auf. Die Griffeinheit 14g weist einen Grundkörper 16g auf. Der Grundkörper 16g der
Griffeinheit 14g begrenzt zumindest eine Ausnehmung 24g. Die Ausnehmung 24g erstreckt
sich vollständig durch den Grundkörper 16g und ist in zumindest einer Ebene vollständig
von dem Grundkörper 16g umschlossen. Die Ausnehmung 24g ist in einer Ebene parallel
zu einer Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14g vollständig von dem Grundkörper
16g umschlossen. Die Ausnehmung 24g ist in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit
14g vollständig von dem Grundkörper 16g umschlossen. Der Grundkörper 16g weist eine
Schlinge 52g auf, welche sich um die Ausnehmung 24g herum erstreckt. Die Ausnehmung
24g weist in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14g eine linsenförmige Querschnittsform
auf. Die Ausnehmung 24g ist insbesondere entlang der Längsachse 30g der Griffeinheit
14g ausgerichtet. Die Schlinge 52g des Grundkörpers 16g bildet zwei seitliche Längsstege
54g, 54g' aus, welche jeweils an einem entlang einer Längsachse 30g vorderen Ende
und hinteren Ende der Ausnehmung 24g verbunden sind und die Ausnehmung 24g umschließen.
Die Schlinge 52g ist geschlossen ausgebildet. Es gibt insbesondere keine offenen Enden,
wie beispielsweise gabelförmige Gestaltungen. Die Schlinge 52g weist beispielhaft
in einer Ebene senkrecht zu der Längsachse 30g einen zumindest annähernd rautenförmigen
Querschnitt auf. Die Längsstege 54g, 54g' der Schlinge 52g weisen einen rautenförmigen
Querschnitt auf. Die Längsstege 54g, 54g' der Schlinge 52g sind außen, also außerhalb
der Ausnehmung 24g, rundlich oder abgerundet ausgebildet. Ferner sind die Längsstege
54g, 54g' der Schlinge 52g innen, also der Ausnehmung 24g zugewandt, annähernd eckig,
insbesondere scharfkantig ausgebildet. Die Querschnitte der Längsstege 54g, 54g' weisen
jeweils vier Seiten auf, von welchen zumindest eine konkav gekrümmt ist und zumindest
eine konvex gekrümmt ist. Vorzugsweise ist jeweils zumindest eine der Ausnehmung 24g
zugewandte, auf der Vorderseite 34g befindliche Seite der Querschnitte der Längsstege
54g, 54g' konkav gekrümmt. Ferner sind vorzugsweise jeweils die außenliegenden Seiten,
also insbesondere die der Ausnehmung 24g abgewandten Seiten der Querschnitte der Längsstege
54g, 54g' konvex gekrümmt. Die Querschnitte der Längsstege 54g, 54g' können sich über
einen Längsverlauf zumindest teilweise verändern, insbesondere hinsichtlich einer
Dimensionierung des Querschnitts.
[0128] Die Griffeinheit 14g weist einen Daumengriffbereich 26g auf. Die Griffeinheit 14g
weist ferner einen Handflächengriffbereich 60g auf. Die Ausnehmung 24g ist zumindest
teilweise in dem Handflächengriffbereich 60g angeordnet. Zwischen dem Daumengriffbereich
26g und dem Handflächengriffbereich 60g bilden der Grundkörper 16g und die Ausnehmung
24g eine Einschnürung aus. Die Einschnürung wird unter anderem dazu genutzt, um den
Daumengriffbereich 26g abzusetzen. Der Daumengriffbereich 26g nimmt aber nicht den
kompletten Teil der Griffeinheit 14g vor der Einschnürung ein, sondern im Wesentlichen
nur den vordersten Teil.
[0129] Die Figuren 8A bis 8H zeigen ein Mundhygienemittel 10h in verschiedenen Darstellungen.
Das Mundhygienemittel 10h ist als eine Wechselkopfzahnbürste ausgebildet. Das Mundhygienemittel
10h weist eine Anwendungseinheit 12h auf. Ferner weist das Mundhygienemittel 10h eine
Griffeinheit 14h auf. Die Anwendungseinheit 12h ist von einem Aufsteckteil gebildet.
Die Anwendungseinheit 12h weist einen Grundkörper 13h auf. Die Anwendungseinheit 12h
ist von der Griffeinheit 14h trennbar, insbesondere werkzeuglos trennbar, ausgebildet.
Ferner weist das Mundhygienemittel 10h eine Kopplungseinheit 18h zu einer lösbaren
Kopplung der Anwendungseinheit 12h mit der Griffeinheit 14g auf. Generell ist der
Reinigungsbereich 48h der Anwendungseinheit 12h schematisch dargestellt.
[0130] Die Griffeinheit 14h weist in einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14h betrachtet eine zumindest annähernd tropfenförmige Grundform
als Außenform auf. Die Griffeinheit 14h weist einen Grundkörper 16h auf. Der Grundkörper
16g der Griffeinheit 14h begrenzt zumindest zwei Ausnehmungen 24h, 24h', die im Wesentlichen
parallel zur Haupterstreckungsrichtung angelegt sind. Die Ausnehmungen 24h, 24h' erstrecken
sich vollständig durch den Grundkörper 16h und sind jeweils in zumindest einer Ebene
vollständig von dem Grundkörper 16h umschlossen. Die Ausnehmungen 24h, 24h' sind in
einer Ebene parallel zu einer Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14h vollständig
von dem Grundkörper 16h umschlossen. Die Ausnehmungen 24h, 24h' sind in der Haupterstreckungsebene
der Griffeinheit 14h vollständig von dem Grundkörper 16h umschlossen. Der Grundkörper
16h weist eine Schlinge 52h auf, welche sich um die Ausnehmungen 24h, 24h' herum erstreckt,
wobei in der Schlinge 52h entlang der Längsachse eine Rippe 90h geformt ist, die die
Ausnehmung in der Schlinge 52h in zwei Ausnehmungen 24h, 24h' aufteilt. Die Ausnehmungen
24h, 24h' weisen in der Haupterstreckungsebene der Griffeinheit 14h eine bananenförmige
Querschnittsform auf, sie sind gegenüber der Haupterstreckungsrichtung 42h gespiegelt
angeordnet. Die Ausnehmungen 24h, 24h' sind insbesondere entlang der Längsachse 30h
der Griffeinheit 14h ausgerichtet. Die Schlinge 52h des Grundkörpers 16h bildet zwei
seitliche Längsstege 54h, 54h' aus, welche jeweils an einem entlang einer Längsachse
30h vorderen Ende und hinteren Ende verbunden sind und die Ausnehmung 24h umschließen,
sowie die Rippe 90h, die die Ausnehmung der Schlinge in zwei Ausnehmungen 24h, 24h'
aufteilt. Die Schlinge 52h ist geschlossen ausgebildet. Es gibt insbesondere keine
offenen Enden, wie beispielsweise gabelförmige Gestaltungen. Die Schlinge 52h weist
beispielhaft in einer Ebene senkrecht zu der Längsachse 30h einen zumindest annähernd
rautenförmigen Querschnitt auf. Die Längsstege 54h, 54h' der Schlinge 52h weisen einen
rautenförmigen Querschnitt auf. Die Längsstege 54h, 54h' der Schlinge 52h sind außen,
also außerhalb der Ausnehmungen 24h, 24h', rundlich oder abgerundet ausgebildet. Ferner
sind die Längsstege 54h, 54h' der Schlinge 52h innen, also den jeweiligen Ausnehmungen
24h, 24h' zugewandt, annähernd eckig, insbesondere scharfkantig ausgebildet. Die Querschnitte
der Längsstege 54h, 54h' weisen jeweils vier Seiten auf, von welchen zumindest eine
konkav gekrümmt ist und zumindest eine konvex gekrümmt ist. Vorzugsweise ist jeweils
zumindest eine den Ausnehmungen 24h, 24h' zugewandte, auf der Vorderseite 34h befindliche
Seite der Querschnitte der Längsstege 54h, 54h' konkav gekrümmt. Ferner sind vorzugsweise
jeweils die außenliegenden Seiten, also insbesondere die den Ausnehmungen 24h, 24h'
abgewandten Seiten der Querschnitte der Längsstege 54h, 54h', konvex gekrümmt. Die
Querschnitte der Längsstege 54h, 54h' können sich über einen Längsverlauf zumindest
teilweise verändern, insbesondere hinsichtlich einer Dimensionierung des Querschnitts.
[0131] Die Griffeinheit 14h weist einen Daumengriffbereich 26h auf. Die Griffeinheit 14h
weist ferner einen Handflächengriffbereich 60h auf. Die Ausnehmungen 24h, 24h' sind
zumindest teilweise in dem Handflächengriffbereich 60h angeordnet. Zwischen dem Daumengriffbereich
26h und dem Handflächengriffbereich 60h bilden der Grundkörper 16g und die Ausnehmungen
24h, 24h' eine Einschnürung aus. Die Einschnürung wird unter anderem dazu genutzt,
um den Daumengriffbereich 26h abzusetzen. Der Daumengriffbereich 26h nimmt aber nicht
den kompletten Teil der Griffeinheit 14h vor der Einschnürung ein, sondern im Wesentlichen
nur den vordersten Teil.
[0132] Die gemachten Beschreibungen für spezifische Figuren lassen sich selbstverständlich
auch auf andere Figuren übertragen, die gleiche oder ähnliche Ausprägungen zeigen
und in welchen die Ausprägungen nicht im gleichen Detail beschrieben sind.
Bezugszeichen
[0133]
- 10
- Mundhygienemittel
- 12
- Anwendungseinheit
- 13
- Grundkörper
- 14
- Griffeinheit
- 16
- Grundkörper
- 18
- Kopplungseinheit
- 20
- Kopplungselement
- 22
- Kopplungselement
- 24
- Ausnehmung
- 26
- Daumengriffbereich
- 28
- Ausnehmung
- 30
- Längsachse
- 32
- Oberfläche
- 34
- Vorderseite
- 36
- Rückseite
- 38
- Höhenachse
- 40
- Breitenachse
- 42
- Haupterstreckungsrichtung
- 44
- Halsbereich
- 46
- Kopfbereich
- 48
- Reinigungsbereich
- 50
- Grifffläche
- 52
- Schlinge
- 54
- Längssteg
- 56
- Schlinge
- 58
- Längssteg
- 60
- Handflächengriffbereich
- 62
- Stufe
- 64
- Stufe
- 66
- Stufe
- 68
- Anschlagfläche
- 70
- Teilelement
- 72
- Teilelement
- 74
- Nut
- 76
- Teilelement
- 78
- Teilelement
- 80
- Teilelement
- 82
- Nocken
- 84
- Rastausnehmung
- 86
- Kopplungsstruktur
- 88
- Grundkörper
- 90
- Rippe