[0001] Die Erfindung betrifft eine Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dgl.,
umfassend wenigstens eine Schmelzschicht, sowie wenigstens eine mit der Schmelzschicht
verbundene Strukturschicht, die beide wenigstens teilweise einen polymeren Werkstoff
aufweisen, die beide eine definierte Breite B von etwa 10 bis 120 mm, vorzugsweise
15 bis 100 mm aufweisen.
[0002] Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass zum Schutz insbesondere der Stirnflächen
von Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen, Profilanordnungen angebracht bzw.
fixiert werden. Dabei werden bspw. Schmelzklebstoffe eingesetzt, die jedoch dazu führen,
dass eine sichtbare Fuge zwischen den Profilanordnungen und den Bauelementen, Möbelplatten,
entstehen, die optisch nicht ansprechend sind.
[0003] Aus der
EP 1 163 864 ist ein Bauelement, insbesondere eine Möbelplatte und ein Verfahren zu deren Herstellung
bekannt. Es ist offenbart, wie ein Profilelement über eine polymere Funktionsschicht
mit Holzwerkstoffen durch das Einbringen von Wärme beispielsweise durch den Einsatz
der Lasertechnik fixiert werden kann. Zur Fixierung dieses Profilelementes an Bauelementen
ist es bei verschiedenen Werkstoffen schwierig, einen sicheren Halt insbesondere des
polymeren Profilelementes zu realisieren.
[0004] Weiterhin ist es aus dem Stand der Technik bekannt, dass beim Aufbringen der Profilanordnungen
an den Stirnseiten von Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen es beim Aktivieren/
Aufschmelzen der Schmelzschicht durch beispielsweise eine thermische Aktivierung das
Problem entstehen kann, dass die Profilanordnungen mit ihrer angeschmolzenen, teilweise
flüssigen Schmelzschicht in den entsprechenden Führungselementen der Kantenanleimmaschinen
verkleben, diese verunreinigen und somit schlecht weiter transportbar sind, sodass
der Herstellungsprozess noch nicht optimal ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten
und dgl. bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet,
die wirtschaftlich und kostengünstig herstellbar ist, die an den Stirnseiten von Bauelementen,
Möbelplatten und dgl. optisch nahezu ohne Trennfuge fixierbar ist, die den Herstellungsprozess
der Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen nicht beeinflusst und die insbesondere
im Verbindungsbereich zu den Stirnseiten der Bauelemente, Möbelplatten und dgl. eine
hohe Feuchtebeständigkeit aufweist.
[0006] Um diese Aufgabe zu lösen, stellt die Erfindung eine Profilanordnung mit den Merkmalen
gemäß Anspruch 1, sowie eine Bauplatte, Möbelplatte und dgl. mit wenigstens einer
solchen Profilanordnung bereit.
[0007] Es hat sich überraschend herausgestellt, dass eine Profilanordnung für Bauelemente,
Möbelplatten und dgl., umfassend wenigstens eine Schmelzschicht, sowie wenigstens
eine mit der Schmelzschicht verbundene Strukturschicht, die beide wenigstens teilweise
einen polymeren Werkstoff aufweisen, die beide eine definierte Breite B von etwa 10
bis 120 mm, vorzugsweise 15 bis 100 mm aufweisen, sich dadurch auszeichnet, dass die
Schmelzschicht an wenigstens einer Längsrandseite L3 wenigstens teilweise eine geringere
Breite B3 als die Breite B2 der als die Strukturschicht aufweist, dass die Strukturschicht
an wenigstens einer Längsrandseite L2 wenigstens teilweise von der Längsrandseite
L3 der Schmelzschicht beabstandet angeordnet ist. Mit der erfindungsgemäßen Profilanordnung
ist es überraschend möglich, die Herstellung von Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen
noch weiter zu optimieren und die in der Vergangenheit teilweise aufgetretenen Stör-
und Wartungsintervalle der Kantenanleimmaschinen deutlich zu reduzieren. Ein weiterer
Vorteil der erfindungsgemäßen Profilanordnung ist, dass einerseits die entsprechenden
Kantenanleimmaschinen einfacher sowie optimaler ausgelegt/herstellbar sind und andererseits
die Herstellung bzw. Produktion derartiger Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen
schneller, einfacher und wartungsfreier realisierbar ist. Ebenfalls vorteilhaft bei
der erfindungsgemäßen Profilanordnung ist, dass durch die optimierte Schmelzschicht
einerseits eine optimale und fugenfreie Fixierung an den Stirnseiten der Bauelemente,
Möbelplatten und dergleichen möglich ist und dass andererseits Material- und/oder
Energieeinsparungen in den Herstellungsverfahren realisierbar sind.
[0008] Die Erfindung hat erkannt, dass die Schmelzschicht an wenigstens einer Längsrandseite
L3 eine etwa 0,2- 8,5 %, bevorzugt 05 bis 4,7 % geringere Breite B3 als die Breite
B2 der Strukturschicht aufweist. Hierdurch ist die erfindungsgemäße Profilanordnung
sowohl wirtschaftlich als auch kostengünstig herstellbar.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Profilanordnung
ist die Strukturschicht an wenigstens einer Längsrandseite L2 wenigstens 0,1 - 4,0
mm, vorzugsweise 0,15 - 2,0 mm von der Längsrandseite L3 der Schmelzschicht beabstandet
angeordnet. Die erfindungsgemäße Profilanordnung lässt sich somit individuell den
verschiedenen Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen als auch den zum Einsatz
kommenden Kantenanleimmaschinen für eine optimale Herstellung anpassen.
[0010] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Profilanordnung besteht darin, dass der
Werkstoff der Schmelzschicht eine Schmelzviskosität von etwa 0,05 Pas bis 15 Pas (Pascalsekunden),
vorzugsweise von etwa 0,1 Pas bis 10 Pas, bei 210 °C gemäß ISO 2884 aufweist und an
wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 4,7 % geringere Breite B3 als
die Breite B2 der Strukturschicht aufweist. Weiterhin vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen
Profilanordnung ist, dass der Werkstoff der Schmelzschicht eine Schmelzvolumenrate
(MVR) von 60 bis 150 cm
3 / 10 min., bevorzugt 85 bis 125 cm
3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 0,5
- 4,7 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht aufweist. Hierdurch
sind erfindungsgemäße Profilanordnungen zur Verfügung stellbar, die wirtschaftlich
sowie kostengünstig herstellbar sind, die an den Stirnseiten von Bauelementen, Möbelplatten
und dgl. optisch nahezu ohne Trennfuge fixierbar ist, die den Herstellungsprozess
der Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen nicht beeinflusst und die insbesondere
im Verbindungsbereich zu den Stirnseiten der Bauelemente, Möbelplatten und dgl. eine
hohe Feuchtebeständigkeit aufweist.
[0011] Die erfindungsgemäße Profilanordnung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass der
Werkstoff der Schmelzschicht eine Schmelzviskosität von etwa 0,05 Pas bis 15 Pas (Pascalsekunden),
vorzugsweise von etwa 6 Pas bis 10 Pas, bei 210 °C gemäß ISO 2884 aufweist und an
wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 2 % geringere Breite B3 als
die Breite B2 der Strukturschicht aufweist. Weiterhin ist die erfindungsgemäße Profilanordnung
so ausgebildet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht eine Schmelzvolumenrate (MVR)
von 60 bis 90 cm
3 / 10 min., bevorzugt 65 bis 85 cm
3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 0,5
- 2 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht aufweist. Die Erfindung
hat erkannt, dass die Profilanordnung erst dann wirtschaftlich und kostengünstig herstellbar
ist, wenn bei einem Bauelement, Möbelplatte und dergleichen, eine Schmelzschicht,
die eine geringere Breite aufweist als die Strukturschicht, zum Einsatz kommt, welche
eine derart optimale Schmelzviskosität gemäß ISO 2884 aufweist. Nach umfangreichen
Versuchen mit verschiedensten Werkstoffen für die Schmelzschicht der Profilanordnungen
hatte sich überraschenderweise herausgestellt, dass in den gewählten Bereichen der
Schmelzviskosität des Werkstoffes der Schmelzschicht /: Schmelzvolumenrate MVR es
trotz der geringeren Breite der Schmelzschicht möglich ist, die Stirnseite eines Bauelementes,
einer Möbelplatte und dergleichen, optisch ohne Trennfuge wirtschaftlich und kostengünstig
zu verschließen, ohne dass die Wasserbeständigkeit des Bauelementes, der Möbelplatte
und dergleichen beeinträchtigt ist.
[0012] Weiterhin vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Profilanordnung ist, dass der Werkstoff
der Schmelzschicht eine Schmelzviskosität von etwa 0,1 Pas bis 10 Pas (Pascalsekunden),
vorzugsweise von etwa 0,05 Pas bis 5,5 Pas, bei 210 °C gemäß ISO 2884 aufweist und
an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 1,2 - 3,5 % geringere Breite B3
als die Breite B2 der Strukturschicht aufweist. Ebenfalls vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen
Profilanordnung ist, dass der Werkstoff der Schmelzschicht eine Schmelzvolumenrate
(MVR) von etwa 95 bis 150 cm
3 / 10 min., bevorzugt 95 bis 125 cm
3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 1,2
- 3,5 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht aufweist. Auch hier
konnte durch verschiedene Versuche überraschend festgestellt werden, dass für diese
Bereiche der Schmelzviskosität des Werkstoffes der Schmelzschicht es gerade durch
die noch geringere Breite der Schmelzschicht problemlos möglich ist, die Bauelemente,
Möbelplatten und dergleichen wirtschaftlich sowie kostengünstig herzustellen und dass
bei Anbringung, Fixierung der erfindungsgemäßen Profilanordnungen an den Stirnseiten
der Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, eine optimierte Haftfestigkeit bzw.
Schälfestigkeit bei gleichzeitig besserer Feuchtebeständigkeit realisierbar ist.
[0013] Insbesondere durch die vorteilhaften Eigenschaften des Werkstoffes der Schmelzschicht
der erfindungsgemäßen Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen,
ist dieser sowohl klebstofffrei mit Energie aus einer Energiequelle ausgewählt aus
der Gruppe Laserquelle, Infrarotquelle, Ultraschallquelle, Magnetfeldquelle, Mikrowellenquelle,
Plasmaquelle sowie Heißluftquelle und dergleichen beaufschlagt zur Bekantung der Stirnseiten
von Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen einsetzbar.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Profilanordnung
für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, hat sich gezeigt, dass die der Schmelzschicht
gegenüberliegend angeordnete Seite der Strukturschicht einer Oberflächenbehandlung
durch ein Coronaverfahren, Beflammungsverfahren, Plasmaverfahren, Silikatisierungsverfahren,
Silanisierungsverfahren und dergleichen unterworfen wurde. Hierdurch ist ein optimierter
Verbund der Schmelzschicht mit der Strukturschicht der erfindungsgemäßen Profilanordnung
für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, für verschiedenste Werkstoffkombinationen,
insbesondere der Schmelzschicht optimiert realisierbar.
[0015] In einer ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Profilanordnung
für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen hat sich gezeigt, dass der Werkstoff
der Schmelzschicht und/oder der Werkstoff der Strukturschicht licht- und/oder strahlungsabsorbierende
Zusatzstoffe in einer Menge von 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,02 bis 3,0 Gew.-%,
bezogen auf die Gesamtmenge, eingelagert enthält. In dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, ist dieses durch an
sich bekannte Laserfügeverfahren optimal durch das gezielte Einbringen der Energie
in den Werkstoff der Schmelzschicht und/oder der Strukturschicht an den Schmalseiten
von Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen, verschweißbar.
[0016] Es hat sich weiterhin vorteilhaft herausgestellt, dass der Werkstoff der Schmelzschicht
und/oder der Werkstoff der Strukturschicht der Profilanordnungen wenigstens einen,
teilweise anorganische und/oder organische Pigmente enthaltenden, Zusatzstoff in einer
Menge von etwa 0,01 bis 5,0 Gew.-%, bevorzugt 0,02 bis 3,0 Gew.-%, bezogen auf die
Gesamtmenge, eingelagert enthält. Hierdurch ist es möglich, die erfindungsgemäße Profilanordnung
über die Schmelzschicht mit allen derzeit bekannten strahlungsaktivierbaren Verfahren
an den Stirnseiten von Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen, kostengünstig und
wirtschaftlich anzubringen.
Weiterhin vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten
und dergleichen, ist, dass der Zusatzstoff der Schmelzschicht und/oder der Strukturschicht
des Profilelements ausgewählt ist aus der Gruppe der Metalloxide, der Metallphosphate
sowie der Metallsalze organischer Anionen. Durch die Auswahl der Zusatzstoffe kann
eine erfindungsgemäße Profilanordnung zur Verfügung gestellt werden, die jeweils optimiert
auf die strahlungsaktivierten Anbringungsverfahren aber auch auf die Werkstoffe der
Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen abgestimmt ist.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung
für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, ist, dass der Werkstoff der Schmelzschicht
der Profilanordnung polare Gruppen basierend auf Amiden, Aminen, Carbonsäuren bzw.
deren Ester bzw. Salze insbesondere Acrylsäure, Acrylsäureester, Silanen, Titanaten,
Alkoholen, Imiden, Ammoniumverbindungen oder Sulfonsäuren bzw. deren Estern oder Salzen,
geblockten Isocyanaten oder dgl. aufweist. Durch die verschiedenen Möglichkeiten im
Werkstoff der Schmelzschicht polare Gruppen anzuordnen kann eine erfindungsgemäße
Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, zur Verfügung gestellt
werden, bei der der Werkstoff der Schmelzschicht sowohl polare sowie auch unpolare
Anteile aufweist.
[0018] Durch die Variation insbesondere der polaren Gruppen im Werkstoff der Schmelzschicht
ist es erstmals möglich, ein erfindungsgemäße Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten
und dergleichen, zur Verfügung zu stellen, bei der der Werkstoff der Schmelzschicht
so optimiert ausgebildet ist, sodass er bei bestimmungsgemäßer Verwendung wenn die
Profilanordnung stoffschlüssig mit der Stirnseite des Bauelements, Möbelplatten und
dergleichen, ist, sowohl optimale Festigkeitswerte bzw. Schälfestigkeitswerte als
auch gleiche bzw. bessere Feuchtebeständigkeitswerte realisierbar sind.
[0019] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten
und dergleichen, besteht darin, dass der Werkstoff der Strukturschicht auf Polyvinylchlorid
(PVC); Polyolefin, wie Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE); einem styrolbasiertem
Polymer, wie Polystyrol (PS) oder Styrol-Butadien-Copolymer mit überwiegendem Styrolanteil
(SB) oder Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Copolymere (ASA) oder Acrylnitril-Butadien-StyrolCopolymere
(ABS) oder Styrolacrylnitril (SAN); Polybutylentherephthalat (PBT); Polyethylentherephthalat
(PET); Polyoxymethylen (POM); Polyamid (PA); Polymethylmethacrylat (PMMA); Polyphenylenoxid
(PPO); Polyetheretherketon (PEEK); Polyphenylensulfid (PPS); Liquid Crystal Polymer
(LCP); Polyamidimide (PAI); Polyvinylidenfluorid (PVDF); Polyphenylsulfon (PPSU);
Polyaryletherketon (PAEK); Polyacrylnitril (PAN); Polychlortrifluorethylen (PCTFE);
Polyetherketon (PEK); Polyimid (PI); Polyisobuten (PIB); Polyphthalamid (PPA); Polypyrrol
(PPY); Polytetrafluorethylen (PTFE); Polyurethan (PUR); Polyvinylalkohol (PVA); Polyvinylacetat
(PVAC); Polyvinylidenchlorid (PVDC) sowie Mischungen aus wenigstens zwei diesen Materialien
basiert. Dabei können dem polymeren Werkstoff der Strukturschicht der Profilanordnung
geeignete Füll- und / oder Verstärkungsstoffe beigemischt sein, die die mechanischen
Eigenschaften positiv beeinflussen insbesondere Glasfasern, Glaskugeln aber auch Füllstoffe
wie Kreide, Talkum, Teflon und dergleichen. Die Füll- und / oder Verstärkungsstoffe
sind dabei in Mengen von etwa 2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 35 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtmasse, enthalten. Hierdurch ist es erstmals möglich, insbesondere die
Geometrie von Stirnseiten der Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, automatisiert
und optimiert über eine Profilanordnung abdichtend und optisch ansprechend, zu verschließen.
[0020] Weiterhin ist die erfindungsgemäße Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten
und dergleichen vorteilhafterweise so ausgebildet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht
und/oder der Strukturschicht des Profilanordnung wenigstens eines der folgenden Additive
enthält: Stabilisatoren zur Verbesserung der Beständigkeit gegen Lichteinwirkung,
UV-Strahlung und Bewitterung; Stabilisatoren zur Verbesserung der thermischen und
thermooxidativen Beständigkeit; Stabilisatoren zur Verbesserung der hydrolytischen
Beständigkeit, Stabilisatoren zur Verbesserung der acidolytischen Beständigkeit, Gleitmittel,
Entformungshilfen, farbgebende Additive, kristallisationsregulierende Substanzen und
Nukleierungsmittel, Flammschutzmittel, Schlagzähmodifier, Füllstoffe und / oder Weichmacher.
Somit kann eine erfindungsgemäße Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und
dergleichen, zur Verfügung gestellt werden, die einerseits wirtschaftlich und kostengünstig
herstellbar ist, die aber auch die bisher aus dem Stand der Technik bekannten Haftfestigkeitswerte
bzw. Schälfestigkeitswerte für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen, wichtige
Feuchtebeständigkeit wesentlich verbessert.
[0021] Die erfindungsgemäße Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen
ist weiterhin so ausgebildet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht über wenigstens
eine Funktionsschicht von der Strukturschicht beabstandet angeordnet ist. Diese Funktionsschicht
der erfindungsgemäßen Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen
dient dazu, dass ein optimaler Verbund zwischen dem Werkstoff der Schmelzschicht und
dem Werkstoff der Strukturschicht für die verschiedensten Werkstoffkombinationen insbesondere
des Werkstoffes der Funktionsschicht jederzeit kostengünstig und wirtschaftlich realisierbar
ist. Dabei hatte sich weiter als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Funktionsschicht
eine Dicke von ca. 0,5 bis 15 µm, vorzugsweise 1 bis 10 µm aufweist. Für eine kostengünstige
und wirtschaftliche Herstellung sind dabei Auftragsmengen von etwa 1 bis 40 g/m
2 vorzugsweise 5 bis 30 g/m
2 aufbringbar.
[0022] Es hat sich weiterhin als äußerst vorteilhaft herausgestellt, dass der Werkstoff
der Funktionsschicht ausgewählt ist aus der Gruppe der Polyurethane (PUR), der Acrylate,
der Chloroprene, der Epoxidharze, der Ethylenvinylacetate (beispielsweise EVA-Dispersionen),
der Polyvinylacetate (PVAC-Dispersionen) und dergleichen, sowie Mischungen aus zwei
oder mehreren der vorgenannten Stoffe.
[0023] Weiterhin vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Profilanordnung ist, dass die Funktionsschicht
an wenigstens einer Längsrandseite L5 wenigstens teilweise eine geringere Breite B5
als die Strukturschicht aufweist, dass die Strukturschicht an wenigstens einer Längsrandseite
L2 wenigstens teilweise von der Längsrandseite L5 der Funktionsschicht beabstandet
angeordnet ist. Hierdurch ist eine wirtschaftliche und kostengünstige Herstellung
der erfindungsgemäßen Profilanordnung möglich und auch eine optimierte, nahezu störungsfreie
Herstellung von Bauelementen, Möbelplatten und dergleichen.
[0024] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, dass die Schmelzschicht der
erfindungsgemäßen Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen eine
Dicke von etwa 50 µm bis 400 µm, vorzugsweise 100 µm bis 300 µm, besonders bevorzugt
100 bis 250 µm aufweist. Dies führt vorteilhafterweise neben einer wirtschaftlichen
und kostengünstigen Herstellung der Findung gemessen Profilanordnung, dazu, dass die
Schmelzschicht der jeweiligen Geometrie der Stirnseiten der Bauelemente, Möbelplatten
und dergleichen, optimal anpassbar ist.
[0025] Die erfindungsgemäße Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen,
zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass die an den Stirnseiten der Bauelemente,
Möbelplatten und dergleichen über die Schmelzschicht fixierte Profilanordnung eine
Schälfestigkeit von wenigstens 15 N/cm nach DIN 2851, gemessen an Bauelementen, Möbelplatten
und dergleichen aufweist.
[0026] Die erfindungsgemäße Profilanordnung für Bauelemente, Möbelplatten und dergleichen
soll nun an den folgenden, diese nicht einschränkenden, Ausführungsbeispielen näher
beschrieben werden.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1:
- perspektivische Darstellung einer Profilanordnung aus dem Stand der Technik neben
der Stirnseite eines Bauelements, Möbelplatte,
- Fig. 2:
- perspektivische Darstellung einer Profilanordnung aus dem Stand der Technik fixiert
an der Stirnseite eines Bauelements, Möbelplatte,
- Fig. 3:
- perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Profilanordnung neben der Stirnseite
einer Möbelplatte.
- Fig. 4:
- perspektivische Darstellung eines einen Falz aufweisenden, Bauelements, insbesondere
Türblatt mit einer erfindungsgemäßen Profilanordnung,
[0028] In der Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer Profilanordnung 1 aus dem
Stand der Technik neben der Stirnseite 40 eines Bauelements, Möbelplatte 4 dargestellt.
[0029] Die Profilanordnung 1 aus dem Stand der Technik weist eine Strukturschicht 2 sowie
eine damit verbundene Schmelzschicht 3 auf. Die Breite B2 der Strukturschicht 2 ist
etwa gleich zur Breite B3 der Schmelzschicht 3, in diesem Ausführungsbeispiel etwa
20 mm. Weiterhin ist ein Bauelement, Möbelplatte 4 dargestellt, welches eine Stirnseite
40 aufweist. Die Stirnseite 40 des Bauelements, Möbelplatte 4 weist eine Dicke B4,
in diesem Ausführungsbeispiel von etwa 19 mm auf.
[0030] Im Stand der Technik ist es bisher so, dass die Breite B2 der Strukturschicht 2 sowie
die Breite B3 der Schmelzschicht 3 größer ist als die Breite B4 der Stirnseite 40
des Bauelements, Möbelplatte 4, wie dies anhand der gestrichelten Linien auf der Strukturschicht
2 erkennbar ist.
Mithilfe einer Aktivierungsvorrichtung 10 wird die Schmelzschicht 3 der Profilanordnung
1 aktiviert/erwärmt, so dass diese in einen etwa schmelzflüssigen Zustand überführt
ist und dann durch nicht dargestellte Andruckelemente an der jeweiligen Stirnseite
40 des Bauelements, Möbelplatte 4 angepresst und somit fixiert ist.
[0031] In nachfolgenden Arbeitsgängen im Stand der Technik wird danach der, über die Breite
B4 der Stirnseite 40 des Bauelements, Möbelplatte 4 überstehende, Rest der Profilanordnung
1 durch spanabhebende Verfahren längsrandseitig soweit reduziert, bis die Breite B2
der Strukturschicht 2 / die Breite B3 der Schmelzschicht 3 in etwa der Breite B4 der
Stirnseite 40 des Bauelements, Möbelplatte 4 entspricht, wie in der nachfolgend beschriebenen
Fig. 2 dargestellt.
[0032] In der Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung einer Profilanordnung 1 aus dem
Stand der Technik fixiert an einer Stirnseite 40 eines Bauelements, Möbelplatte 4
dargestellt.
[0033] Die Profilanordnung 1 (Stand der Technik) ist mit ihrer Strukturschicht 2 über die
nicht mehr sichtbare, erkennbare Schmelzschicht fixiert an der Stirnseite 40 der Möbelplatte
4.
[0034] Die Profilanordnung 1 wurde an ihren beiden gegenüberliegenden Längsrandseiten L2
(siehe Figur 1) durch einen spanabhebenden Arbeitsgang so bearbeitet, dass die Breite
B2 der Strukturschicht 2 der Profilanordnung 1 nun in etwa der Breite B4 der Stirnseite
40 der Möbelplatte 4 entspricht.
[0035] Die Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Profilanordnung
1 neben der Stirnseite 40 einer Möbelplatte 4.
[0036] Die Profilanordnung 1 für Bauelemente, Möbelplatten 4 und dergleichen umfasst dabei
eine Schmelzschicht 3, sowie wenigstens eine mit der Schmelzschicht 3 verbundene Strukturschicht
2, die beide wenigstens teilweise einen polymeren Werkstoff aufweisen, die beide eine
definierte Breite B2, B3 von etwa 10-120 mm, vorzugsweise 15-100 mm, aufweisen.
[0037] Die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 ist so ausgebildet, dass die Schmelzschicht
3 an wenigstens einer Längsrandseite L3 wenigstens teilweise eine geringere Breite
B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist. Die erfindungsgemäße Profilanordnung
1 ist weiterhin so ausgebildet, dass die Strukturschicht 2 an wenigstens einer Längsrandseite
L2 wenigstens teilweise von der Längsrandseite L3 der Schmelzschicht 3 beabstandet
angeordnet ist.
Weiterhin ist die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 so ausgebildet, dass die Schmelzschicht
3 an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 4,7 % geringere Breite
B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist, in diesem Ausführungsbeispiel
etwa 1 Prozent.
[0038] Die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass
die Strukturschicht 2 an wenigstens einer Längsrandseite L2 wenigstens 0,1 - 4,0 mm,
vorzugsweise 0,15 - 2,0 mm, in diesem Ausführungsbeispiel etwa 0,5 mm von der Längsrandseite
L3 der Schmelzschicht 3 beabstandet, angeordnet ist.
Die Schmelzschicht 3 der erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 dient bei bestimmungsgemäßem
Einsatz dazu, die gegenüberliegend angeordnete Stirnseite 40 der Möbelplatte 4 stoffschlüssig
durch einen Adhäsionsverbund, optisch ansprechend, abdichtend zu verschließen. In
diesem Ausführungsbeispiel weist die Stirnseite 40 der Möbelplatte 4 eine Breite B4
auf, von etwa 19 mm.
[0039] Die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet,
dass die Breite B3 der Schmelzschicht 3 in etwa gleich zur Breite B4 der Stirnseite
40 der Möbelplatte 4 ausgebildet ist.
[0040] Weiterhin ist die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 so ausgebildet, dass der Werkstoff
der Schmelzschicht 3 eine Schmelzviskosität von etwa 0,05 Pas bis 15 Pas (Pascalsekunden),
vorzugsweise von etwa 0,1 Pas bis 10 Pas, bei 210 °C gemäß ISO 2884 aufweist und an
wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 4,7 % geringere Breite B3 als
die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist Weiterhin vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen
Profilanordnung 1 ist, dass der Werkstoff der Schmelzschicht 3 eine Schmelzvolumenrate
(MVR) von 60 bis 150 cm
3 / 10 min., bevorzugt 85 bis 125 cm
3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 0,5
- 4,7 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 so ausgebildet,
dass der Werkstoff der Schmelzschicht 3 eine Schmelzviskosität von etwa 0,1 Pas bis
10 Pas (Pascalsekunden), vorzugsweise von etwa 0,05 Pas bis 5,5 Pas, bei 210 °C gemäß
ISO 2884 aufweist und an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 1,2 - 3,5
% geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist. Ebenfalls
vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 ist, dass der Werkstoff der
Schmelzschicht 2 eine Schmelzvolumenrate (MVR) von etwa 95 bis 150 cm
3 / 10 min., bevorzugt 95 bis 125 cm
3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 1,2
- 3,5 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht aufweist.
Durch die vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Profilanordnung 1, insbesondere
der Breite B3 der Schmelzschicht 3 ist es überraschenderweise erstmals möglich, dass
die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 eine Schälfestigkeit von wenigstens 15 N /
cm nach DIN 2851, gemessen an Spanplatten, aufweist und sich somit von den bisher
bekannten Profilanordnungen aus dem Stand der Technik abhebt.
[0041] In der Figur 4 ist eine perspektivische Darstellung eines einen Falz 6 aufweisenden,
Bauelements 4 mit einer erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 dargestellt.
[0042] Das Bauelement 4 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen Falz 6 auf mit einer definierten
Falztiefe 61 sowie einer dazu rechtwinklig angeordneten definierten Falzbreite 62,
in diesem Ausführungsbeispiel beträgt die Falztiefe 61 etwa 25 Millimeter und die
Falzbreite 62 etwa 13 Millimeter.
[0043] Die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 ist so ausgebildet, dass sie eine Schmelzschicht
3, sowie wenigstens eine mit der Schmelzschicht 3 verbundene Strukturschicht 2, die
beide wenigstens teilweise einen polymeren Werkstoff aufweisen, die beide eine definierte
Breite B2, B3 von etwa 10 - 120 mm, vorzugsweise 15 - 100 mm, in diesem Ausführungsbeispiel
60 mm aufweisen.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 so ausgebildet,
dass die Schmelzschicht 3 an wenigstens einer Längsrandseite L3 wenigstens teilweise
eine geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist. Die Strukturschicht
2 der erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 ist an wenigstens einer Längsrandseite L2
wenigstens teilweise von der Längsrandseite L3 der Schmelzschicht 3 beabstandet angeordnet.
[0044] Weiterhin ist die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 so ausgebildet, dass die Schmelzschicht
3 an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 4,7 %, in diesem Ausführungsbeispiel
1,2 Prozent, geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist.
[0045] Die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 ist weiterhin so ausgebildet, dass die Strukturschicht
2 an wenigstens einer Längsrandseite L2 wenigstens 0,1 - 4,0 mm, vorzugsweise 0,15
- 2,0 mm, in diesem Ausführungsbeispiel etwa 0,5 mm von der Längsrandseite L3 der
Schmelzschicht 3 beabstandet, angeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 zeichnet sich weiter dadurch aus, dass der
Werkstoff der Schmelzschicht 3 eine Schmelzviskosität von etwa 0,05 Pas bis 15 Pas
(Pascalsekunden), vorzugsweise von etwa 0,1 Pas bis 10 Pas, bei 210 °C gemäß ISO 2884
aufweist und an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 4,7 % geringere
Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist Weiterhin vorteilhaft bei
der erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 ist, dass der Werkstoff der Schmelzschicht
3 eine Schmelzvolumenrate (MVR) von 60 bis 150 cm
3 / 10 min., bevorzugt 85 bis 125 cm
3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 0,5
- 4,7 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 so ausgebildet,
dass der Werkstoff der Schmelzschicht 3 eine Schmelzviskosität von etwa 0,05 Pas bis
15 Pas (Pascalsekunden), vorzugsweise von etwa 6 Pas bis 10 Pas, bei 210 °C gemäß
ISO 2884 aufweist und an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 2 %
geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist. Weiterhin ist
die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 so ausgebildet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht
3 eine Schmelzvolumenrate (MVR) von 60 bis 90 cm
3 / 10 min., bevorzugt 65 bis 85 cm
3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 0,5
- 2 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht 2 aufweist. Weiterhin
ist die Schmelzschicht 3 der erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 In diesem Ausführungsbeispiel
so ausgebildet, dass sie eine Breite B3 aufweist die kleiner ist, als die Breite B4
der Bauplatte 4.
[0046] Die Erfindung hat erkannt, dass die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 in diesem
Ausführungsbeispiel, bedingt durch die geänderten Eigenschaften des Werkstoffes der
Schmelzschicht 3 mit einer weiter reduzierteren Breite B3 der Schmelzschicht 3 die
erfindungsgemäße Profilanordnung 1 an der Stirnseite 40 des Bauelementes 4, dieses
optisch ansprechend, abdichtend fixierbar ist.
[0047] Durch Beaufschlagung insbesondere der Schmelzschicht 3 der erfindungsgemäßen Profilanordnung
1 mit einer Energie aus einer Energiequelle ausgewählt aus der Gruppe Laserquelle,
Infrarotquelle, Ultraschallquelle, Magnetfeldquelle, Mikrowellenquelle, Plasmaquelle
sowie Begasungsquelle und dergleichen nimmt der Werkstoff der Schmelzschicht 3 der
erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 die durch die Energiequelle zugeführte Energie
auf und erwärmt sich auf einen Schmelztemperaturbereich von etwa bis 140 bis 180°C.
In diesem Zustand ist es möglich, die Profilanordnung 1 über die Schmelzschicht 3
mit dem Falz 6 des Rahmenelements 4 stoffschlüssig in einen adhäsiven Verbund zu bringen.
[0048] Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass der Werkstoff der Schmelzschicht 3 der
erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 licht- und / oder strahlungsabsorbierende Zusatzstoffe
in einer Menge von 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,02 bis 3,0 Gew.-%, bezogen auf die
Gesamtmenge, eingelagert enthält. Im konkreten Ausführungsbeispiel weist der Werkstoff
der Schmelzschicht 3 der erfindungsgemäßen Profilanordnung 1 einen anorganische Pigmente
enthaltenden Zusatzstoff in einer Menge von etwa 0,3 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht
auf, wobei dieser Zusatzstoff ausgewählt ist aus der Gruppe der Metallphosphate, insbesondere
Kupferhydroxidphosphat.
[0049] Die erfindungsgemäße Profilanordnung 1 weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Strukturschicht
2 sowie eine Schmelzschicht 3 auf, die über eine Funktionsschicht 5 voneinander beabstandet,
angeordnet sind. Der Werkstoff der Funktionsschicht 5 ist dabei ausgewählt aus der
Gruppe der Polyurethane (PUR), der Acrylate, der Chloroprene, der Epoxidharze, der
Ethylenvinylacetate (beispielsweise EVA-Dispersionen), der Polyester, der Polyvinylacetate
(PVAC-Dispersionen) und dergleichen, sowie Mischungen aus zwei oder mehreren der vorgenannten
Stoffe, in diesem Ausführungsbeispiel Polyurethan (PUR).
Der Werkstoff der Schmelzschicht 3 der Profilanordnung 1 weist in diesem Ausführungsbeispiel
eine Zugfestigkeit von etwa 720 MPa nach DIN EN ISO 527 sowie eine Bruchdehnung von
etwa 410 % nach DIN EN ISO 527 auf.
Der Werkstoff der Strukturschicht 2 der erfindungsgemäßen Profilanordnung eins kann
ausgewählt sein aus beliebigen Werkstoffen, beispielsweise aus polymeren Werkstoffen
wie Polyvinylchlorid (PVC); Polyolefin, wie Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE);
einem styrolbasiertem Polymer, wie Polystyrol (PS) oder Styrol-Butadien-Copolymer
mit überwiegendem Styrolanteil (SB) oder Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Copolymere
(ASA) oder Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS) oder Styrolacrylnitril (SAN);
Polybutylentherephthalat (PBT); Polyethylentherephthalat (PET); Polyoxymethylen (POM);
Polyamid (PA); Polymethylmethacrylat (PMMA); Polyurethan (PUR); sowie Mischungen aus
wenigstens zwei diesen Materialien basiert, in diesem Ausführungsbeispiel Polypropylen
(PP). Dabei können dem polymeren Werkstoff der Strukturschicht 2 der erfindungsgemäßen
Profilanordnung 1 geeignete Füll- und / oder Verstärkungsstoffe beigemischt sein,
die die mechanischen Eigenschaften positiv beeinflussen insbesondere Glasfasern, Glaskugeln
aber auch Füllstoffe wie Kreide, Teflon und dergleichen. Die Füll- und / oder Verstärkungsstoffe
sind dabei in Mengen von etwa 2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 35 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtmasse, enthalten.
1. Profilanordnung (1) für Bauelemente, Möbelplatten und dgl., umfassend wenigstens eine
Schmelzschicht (3), sowie wenigstens eine mit der Schmelzschicht (3) verbundene Strukturschicht
(2), die beide wenigstens teilweise einen polymeren Werkstoff aufweisen, die beide
eine definierte Breite (B2, B3) von etwa 10 bis 120 mm, vorzugsweise 15 bis 100 mm
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzschicht (3) an wenigstens einer Längsrandseite L3 wenigstens teilweise
eine geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht (2) aufweist, dass
die Strukturschicht (2) an wenigstens einer Längsrandseite L2 wenigstens teilweise
von der Längsrandseite L3 der Schmelzschicht (3) beabstandet angeordnet ist.
2. Profilanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzschicht (3) an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,2 - 8,5
%, bevorzugt 0,5 - 4,7 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht
(2) aufweist.
3. Profilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturschicht (2) an wenigstens einer Längsrandseite L2 wenigstens 0,10 - 4,0
mm, vorzugsweise 0,15 - 2,0 mm von der Längsrandseite L3 der Schmelzschicht (3) beabstandet,
angeordnet ist.
4. Profilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht (3) eine Schmelzviskosität von etwa 0,05 Pas bis
15 Pas (Pascalsekunden), vorzugsweise von etwa 0,1 Pas bis 10 Pas, bei 210 °C gemäß
ISO 2884 aufweist und an wenigstens einer Längsrandseite L3 eine etwa um 0,5 - 4,7
% geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht (2) aufweist.
5. Profilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht (3) eine Schmelzvolumenrate (MVR) von 60 bis 150
cm3 / 10 min., bevorzugt 85 bis 125 cm3/ 10 min. gemäß DIN ISO 1133 bei 140 °C / 1,20 kg und längsrandseitig eine etwa 0,5
- 4,7 % geringere Breite B3 als die Breite B2 der Strukturschicht (2) aufweist.
6. Profilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht (3) und/oder der Werkstoff der Strukturschicht (2)
licht- und/oder strahlungsabsorbierende Zusatzstoffe in einer Menge von 0,01 bis 5
Gew.-%, bevorzugt 0,02 bis 3,0 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge, eingelagert enthält.
7. Profilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht (3) und/oder der Werkstoff der Strukturschicht (2)
wenigstens einen, teilweise anorganische und/oder organische Pigmente enthaltenden,
Zusatzstoff in einer Menge von etwa 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,02 bis 3,0 Gew.-%,
bezogen auf die Gesamtmenge, eingelagert enthält.
8. Profilanordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht (3) und/oder der Strukturschicht (2) wenigstens
eines der folgenden Additive enthält: Stabilisatoren zur Verbesserung der Beständigkeit
gegen Lichteinwirkung, UV-Strahlung und Bewitterung; Stabilisatoren zur Verbesserung
der thermischen und thermooxidativen Beständigkeit; Stabilisatoren zur Verbesserung
der hydrolytischen Beständigkeit, Stabilisatoren zur Verbesserung der acidolytischen
Beständigkeit, Gleitmittel, Entformungshilfen, farbgebende Additive, kristallisationsregulierende
Substanzen und Nukleierungsmittel, Flammschutzmittel, Schlagzähmodifier, Füllstoffe
und / oder Weich-macher.
9. Profilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der Schmelzschicht (3) über wenigstens eine Funktionsschicht (5) von
der Strukturschicht (2) beabstandet angeordnet ist.
10. Profilanordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsschicht (5) an wenigstens einer Längsrandseite L5 wenigstens teilweise
eine geringere Breite B5 als die Breite B2 der Strukturschicht (2) aufweist, dass
die Strukturschicht (2) an wenigstens einer Längsrandseite L2 wenigstens teilweise
von der Längsrandseite L5 der Funktionsschicht (5) beabstandet angeordnet ist.
11. Bauplatte, Möbelplatte und dergleichen mit einer Profilanordnung (1) nach wenigstens
einem der Ansprüche 1 bis 10.