[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wandsäge mit Schutzführung, wobei die Wandsäge
eine Sägeeinheit mit Schwenkarm und einen auf dem Schwenkarm montierbarem Sägeblatt
sowie einen Blattschutz mit Schutzführung umfasst.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG UND STAND DER TECHNIK
[0002] Wandsägen ermöglichen das Durchtrennen von Wänden, Decken und Böden aus harten Baustoffen
wie beispielsweise Beton. Die gängigsten Wandsägen bestehen aus einem Sägeblatt, zum
Beispiel ein Diamantsägeblatt, welches an einem Sägekopf montiert ist, der wiederum
am freien Ende eines Schwenkarms sitzt. Der Schwenkarm ist am Grundkörper der Wandsäge
montiert und der Grundkörper lässt sich entlang einer Führungsschiene verschieben.
Die Führungsschiene wird an einer Wand oder dergleichen angebracht und der Schwenkarm
ermöglicht ein Eintauchen des Sägeblatts in die Wand.
[0003] Zum Schutz des Bedieners der im Hoch- und Tiefbau regelmäßig verwendeten Wandsäge
befindet sich am Grundkörper der Wandsäge ein Blattschutzhalter mit zugehörigem Blattschutz.
Bei bekannten Wandsägen erstreckt sich der Blattschutzhalter unabhängig von der Ausrichtung
des Schwenkarms immer parallel zur Eintauchrichtung des Sägeblatts und umgibt dieses
zumindest teilweise. Dadurch wird der Bediener einerseits vor direktem Kontakt mit
dem Sägeblatt und anderseits auch vor indirektem Kontakt durch beispielsweise während
des Sägens abgebrochene Teile des Sägeblatts geschützt.
[0004] In
EP 1 072 355 A2 wird eine Wandsäge mit Blattschutzhalter offenbart, bei welcher am Blattschutzhalter
mithilfe von Markierungen die Eintauchtiefe des Sägeblatts angezeigt wird. Des Weiteren
wird in
EP 2 258 527 B1 eine Wandsäge mit einer Vorrichtung zum Verstellen eines am Sägearm der Wandsäge
montierten Blattschutzhalters offenbart.
[0005] Bei einigen aus dem Stand der Technik bekannten Wandsägen mit Blattschutzhalter ist
der Blattschutz mit einer am Grundkörper befestigten Linearführung montiert und wird
über Führungsleisten angetrieben. Diese Führung ist sehr stark vom Untergrund abhängig.
Das heißt bei Rillen oder Unebenheiten im Beton kann sich der Blattschutz nicht mehr
ständig wandbündig mit der Säge mitbewegen. Dadurch öffnen sich immer wieder Spalte
zwischen Wand und Blattschutz, durch welche abgebrochene Teile und Schmutz nach außen
fliegen können.
[0006] Des Weiteren bewegen sich bekannte Blattschutzvorrichtungen außerdem mithilfe von
Führungsrollen, welche am offenen Ende des Blattschutzes montiert sind, entlang der
Wand mit der Wandsäge mit, sobald das Sägeblatt soweit wie möglich in die Wand eingetaucht
ist. Sollten diese kleinen Führungsrollen sich aufgrund der Betonsägearbeiten verschmutzen
und dadurch klemmen, kann der Blattschutz nicht mehr an der Wand entlang gleiten.
Außerdem ergeben sich bei vorhandenen Eckbohrungen Schwierigkeiten, da die Rollen
in diese einfach hineinfallen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung einer Wandsäge mit
Schutzführung, welche eine synchrone Bewegung des Blattschutzes mit dem Sägeblatt
beim Eintauchen bzw. Herausziehen aus der Wand oder dergleichen erlaubt, ohne ein
vertikales Verschieben des Blattschutzes vorauszusetzen, welcher sich damit auch unabhängig
vom vorherrschenden Untergrund gleichmäßig bewegt. Des Weiteren soll die Schutzführung
in sehr einfacher Weise am Grundkörper der Wandsäge montiert bzw. demontiert werden
können und es soll auf Führungsrollen am offenen Ende des Blattschutzes verzichtet
werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Wandsäge gelöst, welche eine Sägeeinheit
mit Schwenkarm und einem auf dem Schwenkarm montierbarem Sägeblatt, eine Blattschutzhalterung
und eine Schutzführung umfasst, wobei die Schutzführung
- einen ersten, an der Sägeeinheit fixierten Teilarm,
- einen zweiten, am freien Ende des ersten Teilarms gelenkig fixierten, drehbaren Teilarm,
- und einen dritten, gelenkig am zweiten Teilarm fixierten, drehbaren Teilarm
umfasst, wobei am freien Ende des dritten Teilarms die Blattschutzhalterung angebracht
ist, an welcher der Blattschutz montierbar ist.
[0009] Die Position der Schutzführung kann daher in Bezug auf die Längsachse des ersten
Teilarms angegeben werden, da der erste Teilarm fix mit der Sägeeinheit verbunden
ist und der einzige nicht drehbar gelagerte Teil der Schutzführung ist. Die Längsachse
des ersten Teilarms steht dabei im Wesentlichen senkrecht auf die Sägeeinheit.
[0010] Außerdem sind der zweite Teilarm und der Schwenkarm parallel ausgerichtet und synchron
um die Längsachse des ersten Teilarms drehbar gelagert. Das heißt der zweite Teilarm
dreht sich gleichzeitig mit dem Schwenkarm in dieselbe Richtung, wobei der zweite
Teilarm und der Schwenkarm bzw. deren Längsachsen dabei ständig parallel zueinanderstehen.
[0011] Außerdem ist der dritte Teilarm synchron in entgegengesetzter Richtung mit dem zweiten
Teilarm um die Längsachse des ersten Teilarms drehbar gelagert. Dabei ist die Längsachse
des dritten Teilarms genau dann parallel zur Längsachse des ersten Teilarms ausgerichtet,
wenn auch die Längsachsen des zweiten Teilarms und des Schwenkarms parallel zur Längsachse
des ersten Teilarms ausgerichtet sind. Das heißt die Längsachsen des zweiten Teilarms,
des dritten Teilarms und des Schwenkarms stehen während den Umdrehungen immer zur
selben Zeit senkrecht auf die Sägeeinheit. Auch in der Grundposition der Wandsäge
sind die Längsachsen aller Teilarme der Schutzführung sowie die Längsachse des Schwenkarms
parallel zueinander und senkrecht auf die Sägeeinheit ausgerichtet.
[0012] Eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Wandsäge ist gegeben durch
die konstante Ausrichtung des am freien Ende des dritten Teilarms montierten Blattschutzhalters.
Auch bei Drehung des dritten Teilarms bleibt die Ausrichtung des Blattschutzhalters
unverändert, indem sich der Blattschutzhalter synchron und in entgegengesetzter Richtung
zum dritten Teilarm dreht. Daher kann der Blattschutzhalter nicht drehfest mit dem
gesamten dritten Teilarm verbunden sein.
[0013] Da der Blattschutz direkt am Blattschutzhalter montiert ist, wird daher die Rotationsbewegung
des Blattschutzhalters automatisch in eine Translationsbewegung des Blattschutzes
übersetzt. Demnach bleibt der Abstand des Blattschutzes von der Wand auch bei einer
Rotation des Schwenkarms, welche auch eine Rotation des Blattschutzhalters auslöst,
unverändert. Das heißt der Spalt zwischen Blattschutz und Wand bleibt beim Herausziehen
des Sägeblatts aus der Wand bzw. vor dem Eintauchen des Sägeblatts in die Wand immer
unverändert.
[0014] Zusätzlich sind die Größenverhältnisse des ersten, zweiten und dritten Teilarms genau
so gewählt, dass bei synchroner Drehung aller Teilarme der Abstand des Blattschutzhalters
zur Sägeeinheit im Wesentlichen gleich bleibt. Durch dieses und das obige Merkmal
der erfindungsgemäßen Schutzführung verläuft der am Blattschutzhalter montierte Blattschutz
somit immer direkt entlang der Wand, dem Boden oder der Decke, ohne den Abstand zur
Wand oder dergleichen zu vergrößern. Bevorzugt ist der Blattschutz dabei an die Größe
des Sägeblatts angepasst, um den größtmöglichen Schutz für den Bediener der Wandsäge
zu ermöglichen. In einer Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Blattschutzes passt
das gesamte Sägeblatt in den Blattschutz, sofern der Blattdurchmesser kleiner oder
gleich 800 mm ist.
[0015] In einer Ausführungsvariante der Wandsäge befindet sich in der Schutzführung ein
Zahnradgetriebe.
[0016] Bevorzugt befinden sich im ersten Teilarm zumindest zwei übereinander angeordnete,
miteinander kämmende Zahnräder, im zweiten Teilarm zumindest drei miteinander kämmende
Zahnräder und im dritten Teilarm zumindest drei miteinander kämmende Zahnräder. Da
sich die Drehrichtung von drehbar gelagerten, aufeinanderfolgenden Zahnräder ständig
ändert, ist vor allem wichtig, ob sich eine gerade oder ungerade Anzahl an drehbaren
Zahnrädern in den Teilarmen befindet.
[0017] Obwohl sich der erste Teilarm und der Schwenkarm gleichgerichtet drehen, befinden
sich im ersten Teilarm ebenfalls eine gerade Anzahl an Zahnrädern, da das Hauptantriebszahnrad
in der Sägeeinheit verbaut ist und nicht im ersten Teilarm. Genauer gesagt befindet
sich in der Sägeeinheit ein Hauptantriebszahnrad, welches koaxial unter dem Schwenkarm
angeordnet ist. Des Weiteren befindet sich in der Sägeeinheit über dem Hauptantriebszahnrad
zumindest ein Hilfsantriebszahnrad, welches mit dem Hauptantriebszahnrad kämmt.
[0018] Das Hauptantriebszahnrad ist mithilfe einer Hauptantriebswelle drehfest mit dem Schwenkarm
verbunden und dreht sich somit gleichgerichtet und synchron mit dem Schwenkarm. Das
Hilfsantriebszahnrad ist mithilfe einer ersten Antriebswelle drehfest mit dem Antriebszahnrad
im ersten Teilarm verbunden. Das Antriebszahnrad im ersten Teilarm dreht sich somit
gleichgerichtet und synchron mit dem Hilfsantriebszahnrad.
[0019] Außerdem verbindet eine zweite Antriebswelle den ersten Teilarm und den zweiten Teilarm
miteinander, wobei das endständige Zahnrad im ersten Teilarm und der zweite Teilarm
drehfest mit der zweiten Antriebswelle verbunden sind. Das heißt der zweite Teilarm
dreht sich gleichgerichtet und synchron mit dem endständigen Zahnrad im ersten Teilarm,
welches vom Hauptantriebszahnrad angetrieben wird.
[0020] Da sich der zweite Teilarm wie oben beschrieben synchron mit dem Schwenkarm in die
gleiche Richtung drehen soll, können aufgrund des beschriebenen Aufbaus des Zahnradgetriebes
im ersten Teilarm nur eine gerade Anzahl an drehbaren, miteinander kämmenden Zahnrädern
übereinander verbaut werden, da das Hauptantriebszahnrad sich gleichgerichtet mit
dem Schwenkarm dreht und das Antriebszahnrad im ersten Teilarm sich in die entgegengesetzte
Richtung dreht. Daher dreht sich nur so der zweite Teilarm gleichgerichtet mit dem
Schwenkarm.
[0021] In einer weiteren Ausführungsvariante umfasst der zweite Teilarm vorzugsweise ein
zweistufiges Zahnradgetriebe mit jeweils zumindest drei miteinander kämmende Zahnräder
in der ersten und zweiten Getriebestufe. Dabei sind das erste Zahnrad der ersten Getriebestufe
und das erste Zahnrad der zweiten Getriebestufe drehfrei und koaxial über dem endständigen
Zahnrad im ersten Teilarm angeordnet. Das heißt diese zwei Zahnräder drehen sich nicht.
Das endständige Zahnrad der ersten Getriebestufe ist drehfest mit dem dritten Teilarm
verbunden, wobei das erste Zahnrad der ersten Getriebestufe doppelt so groß wie das
endständige Zahnrad der ersten Getriebestufe ist, wobei das erste Zahnrad der zweiten
Getriebestufe gleich groß wie das endständige Zahnrad der zweiten Getriebestufe ist.
[0022] Durch diese Anordnung der Zahnräder des zweistufigen Zahnradgetriebes im zweiten
Teilarm dreht sich der dritte Teilarm, welcher vom ersten Zahnrad der ersten Getriebestufe
angetrieben wird, entgegengesetzt zum zweiten Teilarm.
[0023] Bevorzugt verbindet eine ruhende Welle zusätzlich das endständige Zahnrad der zweiten
Getriebestufe mit dem ersten Zahnrad im dritten Teilarm drehfrei und koaxial übereinander.
Dabei ist zwischen dem endständigen Zahnrad der zweiten Getriebestufe und dem ersten
Zahnrad im dritten Teilarm das endständige Zahnrad der ersten Getriebestufe angeordnet,
aber nicht mit der ruhenden Welle verbunden. Das heißt, das endständige Zahnrad der
zweiten Getriebestufe und das erste Zahnrad im dritten Teilarm drehen sich nicht bzw.
nur mit dem zweiten Teilarm mit, da die ruhende Welle mit diesem verbunden ist.
[0024] Durch die oben beschriebene Anordnung mit dem zweifachen Zahnradgetriebe im zweiten
Teilarm können sich in jeder der Getriebestufen nur eine ungerade Anzahl an miteinander
kämmenden Zahnrädern übereinander befinden, da sowohl jeweils das erste Zahnrad des
ersten und zweiten Getriebes, als auch jeweils das endständige Zahnrad des ersten
und zweiten Getriebes drehfrei gelagert sind. Damit sich der dritte Teilarm synchron,
aber in entgegengesetzter Richtung zum Schwenkarm und zum zweiten Teilarm dreht, ergibt
sich die obige Bedingung an die Anzahl der Zahnräder im zweistufigen Getriebe.
[0025] Damit die Ausrichtung des Blattschutzhalters, welcher am freien Ende des dritten
Teilarms montiert ist, und somit auch die Ausrichtung des Blattschutzes während der
Drehung des dritten Teilarms gleichgerichtet bleibt, ist der Blattschutzhalter drehfest
mit dem endständigen Zahnrad im dritten Teilarm verbunden, wobei das endständige Zahnrad
im dritten Teilarm drehbar im dritten Teilarm gelagert ist. Das heißt der Blattschutzhalter
dreht sich gleichgerichtet und synchron mit dem endständigen Zahnrad im dritten Teilarm.
Der Blattschutzhalter muss sich in die entgegengesetzte Richtung zum dritten Teilarm
und halb so schnell wie dieser drehen, um dessen Drehung auszugleichen und die Ausrichtung
eines montierten Blattschutzes konstant zu halten. Daher sind auch im dritten Teilarm
eine ungerade Anzahl an Zahnrädern, bevorzugt drei Zahnräder, verbaut, da sich das
erste Zahnrad im dritten Teilarm wie oben beschrieben nicht dreht. Außerdem ist das
erste Zahnrad im dritten Teilarm gleich groß wie das endständige Zahnrad im dritten
Teilarm. Durch die beschriebenen Größenverhältnisse der Zahnräder im zweiten Teilarm
welche einerseits den dritten Teilarm antreiben und andererseits den Blattschutzhalter
antreiben, ergibt sich die gewünschte Übersetzung. Genauer gesagt, dreht sich bevorzugt
der dritte Teilarm doppelt so schnell wie der Blattschutzhalter.
[0026] Diese bevorzugte Anordnung der Zahnräder in der Schutzführung der Wandsäge erlaubt,
dass bei montiertem Sägeblatt der Blattschutz ständig den gesamten, nicht in die Wand
eingetauchten Teil des Sägeblattes umgibt und sich automatisch mit dem Sägeblatt und
aufgrund der Größenverhältnisse der Teilarme der Schutzführung immer entlang der Wand
mitbewegt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0027] Die erfindungsgemäße Wandsäge umfasst einen Schwenkarm mit darauf montiertem Sägeblatt
sowie einen Blattschutz mit Schutzführung. Über die Schutzführung ist die Bewegung
des Blattschutzes an das Eintauchen und Herausziehen des Sägeblattes aus einer Wand
gekoppelt.
[0028] Der Grundkörper der Wandsäge ist dabei entlang einer an der Wand montierten Führungsschiene
bewegbar. Die Länge der Führungsschiene kennzeichnet den Arbeitsbereich der Wandsäge.
Eine Änderung des Arbeitsbereiches ist nur durch eine Veränderung der Führungsschienen-Position
möglich, genauer gesagt durch einen Ab- und Aufbau der Führungsschiene.
[0029] Um die Erfindung besser zu veranschaulichen, werden die wesentlichen Merkmale anhand
von bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Wandsäge in folgenden Figuren
dargestellt.
[0030] Es zeigt:
Fig. 1 eine Schutzführung mit Zahnradgetriebe in Vorderansicht mit montiertem Blattschutzhalter.
Fig. 2 eine Vorderansicht des Grundkörpers der Wandsäge mit an der Sägeeinheit montierter
Schutzführung und Zahnradgetriebe in Grundstellung ohne montiertem Blattschutzhalter.
Fig. 3 eine Vorderansicht des Grundkörpers der Wandsäge mit an der Sägeeinheit montierter
Schutzführung und Zahnradgetriebe in Auslenkung aus der Grundstellung mit montiertem
Blattschutzhalter.
[0031] Die Figuren zeigen die Schutzführung einer Wandsäge mit einem Blattschutzhalter 6,
auf welchem der Blattschutz der Wandsäge montiert werden kann.
[0032] In Fig. 1 ist nur die Schutzführung dargestellt, welche einen ersten, an der Sägeeinheit
13 fixierten Teilarm 1, einen zweiten, am freien Ende des ersten Teilarms 1 gelenkig
fixierten, drehbaren Teilarm 2 und einen dritten, gelenkig am zweiten Teilarm 2 fixierten,
drehbaren Teilarm 3 umfasst. Am freien Ende des dritten Teilarms 3 ist eine Blattschutzhalterung
6 angebracht, an welcher der Blattschutz (aus Übersichtlichkeitsgründen nicht gezeigt)
montierbar ist.
[0033] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen zusätzlich noch den Schwenkarm 4, welcher am Grundkörper
der Wandsäge gelenkig fixiert ist und auf welchem das Sägeblatt montierbar ist. Der
zweite Teilarm 2 und der Schwenkarm 4 sind in der Grundstellung der Wandsäge wie in
Fig. 2 ersichtlich parallel ausgerichtet und synchron um die Längsachse des ersten
Teilarms 1 drehbar gelagert. Zusätzlich ist der dritte Teilarm 3 in entgegengesetzter
Richtung mit dem zweiten Teilarm 2 synchron um die Längsachse des ersten Teilarms
1 drehbar gelagert und in Grundstellung ebenfalls parallel zum zweiten Teilarm 2 und
dem Schwenkarm 4 ausgerichtet.
[0034] Die in Fig. 2 dargestellte Grundstellung der Wandsäge ist dabei jene Ausrichtung
des Schwenkarms 4 und der Schutzführung, welche diese beim Anbringen des Grundkörpers
an der Führungsschiene aufweisen. Gleichzeitig ist die auch die einzige Stellung,
bei der bei montiertem Sägeblatt dieses nicht in die Wand eintaucht. Erst nachdem
sich der Schwenkarm 4 zu drehen beginnt, taucht das Sägeblatt in die Wand ein.
[0035] Nur in der Grundstellung der Wandsäge, wie in Fig. 2 deutlich zu sehen, sind demnach
gleichzeitig die Längsachse des dritten Teilarms 3 parallel zur Längsachse des ersten
Teilarms 1 und die Längsachsen des zweiten Teilarms 2 und des Schwenkarms 4 parallel
zur Längsachse des ersten Teilarms 1 ausgerichtet.
[0036] Des Weiteren ist anhand der Figuren ersichtlich, dass die Ausrichtung der Blattschutzhalterung
6 bei Drehung des dritten Teilarms 3 unverändert bleibt. Dabei ändert sich auch der
Abstand der Blattschutzhalterung 6 zur Sägeeinheit 13 nicht.
[0037] In den Figuren ist außerdem ein beispielhaftes Zahnradgetriebe in der Schutzführung
und am Grundkörper der Wandsäge dargestellt. Dabei sind im ersten Teilarm 1 in Fig.
1 sechs übereinander angeordnete, miteinander kämmende Zahnräder eingebaut, wobei
das unterste Zahnrad im ersten Teilarm 1 das Antriebszahnrad im ersten Teilarm 7 und
das oberste Zahnrad im ersten Teilarm 1 das endständige Zahnrad im ersten Teilarm
8 ist. Alle Zahnräder im ersten Teilarm 1 dienen dem Antrieb des zweiten Teilarms
2, welcher über eine zweite Antriebswelle drehfest mit dem endständigen Zahnrad im
ersten Teilarm 8 verbunden ist. Da sich eine gerade Anzahl an Zahnrädern im ersten
Teilarm 1 befindet, dreht sich der zweite Teilarm 2 synchron und gleichgerichtet mit
dem Schwenkarm 4.
[0038] Der Schwenkarm 4 ist wie in Fig. 2 gezeigt über die Hauptantriebswelle drehfest mit
dem Hauptantriebszahnrad 14 verbunden. Das Hauptantriebszahnrad 14 ist Teil der Sägeeinheit
13 und kämmt mit dem Hilfsantriebszahnrad 14', welches koaxial über dem Antriebszahnrad
im ersten Teilarm 7 angeordnet ist und mit diesem über eine erste Antriebswelle drehfest
verbunden ist. Das Hauptantriebszahnrad 14 treibt somit einerseits den Schwenkarm
4 an und andererseits über das Getriebe im ersten Teilarm 1 den zweiten Teilarm 2.
[0039] Der zweite Teilarm 2 umfasst bevorzugt ein zweistufiges Zahnradgetriebe. Dabei ist
die erste Getriebestufe über der zweiten Getriebestufe angeordnet. Beide Getriebestufen
umfassen zumindest drei miteinander kämmende Zahnräder. Das erste Zahnrad der zweiten
Getriebestufe 9' und das erste Zahnrad der ersten Getriebestufe 9 befinden sich wie
in Fig. 3 gezeigt koaxial über dem endständigen Zahnrad im ersten Teilarm 8. Im Gegensatz
zu diesem Zahnrad sind das erste Zahnrad der ersten Getriebestufe 9 und das erste
Zahnrad der zweiten Getriebestufe 9' jedoch drehfrei mit dem zweiten Teilarm 2 verbunden.
Das heißt, diese beiden Zahnräder sind nicht mit der zweiten Antriebswelle verbunden,
welche den zweiten Teilarm 2 antreibt.
[0040] Die erste Getriebestufe im zweiten Teilarm 2 dient nun dem Antrieb des dritten Teilarms
3, während die zweite Getriebestufe im zweiten Teilarm 2 direkt mit dem Zahnradgetriebe
im dritten Teilarm 3 verbunden ist und daher für die vertikale Ausrichtung des Blattschutzhalters
6 zuständig ist.
[0041] Genauer gesagt, ist wie in Fig. 2 dargestellt das endständige Zahnrad der ersten
Getriebestufe 10 drehfest mit dem dritten Teilarm 3 verbunden. Fig. 3 zeigt das endständige
Zahnrad der zweiten Getriebestufe 10', welches durch eine ruhende Welle mit dem ersten
Zahnrad im dritten Teilarm 11 verbunden ist. Zwischen dem endständigen Zahnrad der
ersten Getriebestufe 10 und dem endständigen Zahnrad der zweiten Getriebestufe 10',
welche beide wiederrum drehfrei im zweiten Teilarm 2 gelagert sind, befindet sich
jeweils zumindest ein drehendes Zahnrad. Durch die Anordnung der Zahnräder in der
ersten Getriebestufe des zweiten Teilarms 2 dreht sich der dritte Teilarm 3 in entgegengesetzter
Richtung zum zweiten Teilarm 2.
[0042] Um die passende Übersetzung der Zahnräder und damit die richtige Ausrichtung des
Blattschutzhalters 6 und dem darauf montierbaren Blattschutzhalter zu gewährleisten,
sind die Größenverhältnisse der Zahnräder des zweistufigen Zahnradgetriebes im zweiten
Teilarm 2 folgendermaßen gewählt: Das erste Zahnrad der ersten Getriebestufe 9 ist
doppelt so groß wie das endständige Zahnrad der ersten Getriebestufe 10. Da erste
Zahnrad der zweiten Getriebestufe 9' ist gleich groß wie das endständige Zahnrad der
zweiten Getriebestufe 10'.
[0043] Alle restlichen Antriebszahnräder und deren zugehörige endständige Zahnräder sind
jeweils gleich groß, wodurch das Übersetzungsverhältnis gleich eins ist.
[0044] Wie in Fig. 2 gezeigt befinden sich im dritten Teilarm 3 zumindest drei miteinander
kämmende Zahnräder. Wie oben beschrieben ist das erste Zahnrad im dritten Teilarm
11 über eine ruhende Welle mit dem endständigen Zahnrad der zweiten Getriebestufe
10' verbunden. Die ruhende Welle ist dabei mit dem zweiten Teilarm 2 verbunden. Das
heißt das erste Zahnrad im dritten Teilarm 11 liegt wiederum drehfrei im dritten Teilarm
3 und dreht sich nicht mit diesem mit. Zwischen dem koaxial übereinander angeordneten
endständigem Zahnrad der zweiten Getriebestufe 10' angeordneten ersten Zahnrad im
dritten Teilarm 3 liegt das endständige Zahnrad der ersten Getriebestufe 10, welches
drehfest mit dem dritten Teilarm 3 verbunden ist und diesen antreibt.
[0045] Das endständige Zahnrad im dritten Teilarm 12 ist drehfest mit dem Blattschutzhalter
6 verbunden und treibt diesen an. Durch die Anordnung der Zahnräder im dritten Teilarm
3 und die Anordnung der zweiten Getriebestufe im zweiten Teilarm 2 dreht sich der
Blattschutzhalter 6 gleichgerichtet mit dem zweiten Teilarm 2 und entgegengesetzt
zum dritten Teilarm 3. Die unterschiedlichen Größenverhältnisse der jeweiligen ersten
Zahnräder der ersten und zweiten Getriebestufe 9, 9' zu den jeweiligen endständigen
Zahnrädern der ersten und zweiten Getriebestufe 10, 10' bewirken, dass sich der dritte
Teilarm 3 doppelt so schnell wie der Blattschutzhalter 6 dreht, wodurch dessen vertikale
Ausrichtung bei Drehung des dritten Teilarms 3 unverändert bleibt. Dadurch bewegt
sich ein am Blattschutzhalter 6 montierter Blattschutz entlang der Führungsschienen
mit, bleibt dabei aber stets wandbündig und verändert nie seinen Abstand zur Wand.
[0046] Mithilfe der erfindungsgemäßen Schutzführung bewegt sich daher ein am Blattschutzhalter
6 montierter Blattschutz mit dem Schwenkarm 4, auf welchem das Sägeblatt montiert
wird, mit. Zusätzlich kann beim Sägen ohne Blattschutz dieser einfach abgenommen werden,
ohne den gesamten Blattschutzhalter 6 abzumontieren. Außerdem erlaubt die erfindungsgemäße
Schutzführung einen Blattschutz ohne Führungsrollen zu verwenden, wodurch der Blattschutz
selbst auf unebenen Untergründen den größtmöglichen Schutz bietet.
1. Wandsäge, umfassend eine Sägeeinheit (13) mit Schwenkarm (4) und einem auf dem Schwenkarm
montierbarem Sägeblatt, eine Blattschutzhalterung (6) und eine Schutzführung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzführung
• einen ersten, an der Sägeeinheit (13) fixierten Teilarm (1),
• einen zweiten, am freien Ende des ersten Teilarms (1) gelenkig fixierten, drehbaren
Teilarm (2),
• und eine dritten, gelenkig am zweiten Teilarm (2) fixierten, drehbaren Teilarm (3)
umfasst, wobei am freien Ende des dritten Teilarms (3) die Blattschutzhalterung (6)
angebracht ist, an welcher ein Blattschutz montierbar ist.
2. Wandsäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teilarm (2) und der Schwenkarm (4) parallel ausgerichtet und synchron
um die Längsachse des ersten Teilarms (1) drehbar gelagert sind.
3. Wandsäge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Teilarm (3) in entgegengesetzter Richtung mit dem zweiten Teilarm (2)
synchron um die Längsachse des ersten Teilarms (1) drehbar gelagert ist,
wobei die Längsachse des dritten Teilarms (3) genau dann parallel zur Längsachse des
ersten Teilarms (1) ausgerichtet ist, wenn auch die Längsachsen des zweiten Teilarms
(2) und des Schwenkarms (4) parallel zur Längsachse des ersten Teilarms (1) ausgerichtet
sind.
4. Wandsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtung der Blattschutzhalterung (6) bei Drehung des dritten Teilarms (3)
unverändert bleibt, wobei auch der Abstand der Blattschutzhalterung (6) zur Sägeeinheit
(13) bei Drehung des dritten Teilarms (3) unverändert bleibt.
5. Wandsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Blattschutz, wobei der hohle Innenraum des Blattschutzes an die Größe des Sägeblattes
angepasst ist, wobei vorzugsweise Sägeblätter mit einem Blattdurchmesser von maximal
800 mm vollständig in den Blattschutz einschiebbar sind.
6. Wandsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein Zahnradgetriebe in der Schutzführung.
7. Wandsäge nach Anspruch 6, wobei im ersten Teilarm (1), im zweiten Teilarm (2) und
im dritten Teilarm (3) jeweils zumindest zwei übereinander angeordnete, miteinander
kämmende Zahnräder eingebaut sind,
wobei in der Sägeeinheit (13) ein Hauptantriebszahnrad (14) und zumindest ein Hilfsantriebszahnrad
(14') eingebaut sind,
wobei das Hauptantriebszahnrad (14) und das zumindest eine Hilfsantriebszahnrad (14')
miteinander kämmen.
8. Wandsäge nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Hauptantriebswelle, welche den Schwenkarm (4) und das Hauptantriebszahnrad (14)
drehfest miteinander verbindet.
9. Wandsäge nach einem der Ansprüche 7 und 8, gekennzeichnet durch eine erste Antriebswelle, welche das Antriebszahnrad im ersten Teilarm (7) und das
Hilfsantriebszahnrad (14') drehfest miteinander verbindet,
wobei das Hilfsantriebszahnrad (14') koaxial über dem Antriebszahnrad im ersten Teilarm
(7) angeordnet ist.
10. Wandsäge nach einem der Ansprüche 7 bis 9, gekennzeichnet durch eine zweite Antriebswelle, welche den ersten Teilarm (1) und den zweiten Teilarm
(2) miteinander verbindet,
wobei das endständige Zahnrad im ersten Teilarm (8) und der zweite Teilarm (2) drehfest
mit der zweiten Antriebswelle verbunden sind.
11. Wandsäge nach einem der Ansprüche 7 bis 10, gekennzeichnet durch ein zweistufiges Zahnradgetriebe im zweiten Teilarm (2) umfassend jeweils zumindest
drei miteinander kämmende Zahnräder in der ersten und zweiten Getriebestufe,
wobei das erste Zahnrad der ersten Getriebestufe (9) und das erste Zahnrad der zweiten
Getriebestufe (9') drehfrei und koaxial über dem endständigen Zahnrad im ersten Teilarm
(8) angeordnet sind,
wobei das endständige Zahnrad der ersten Getriebestufe (10) drehfest mit dem dritten
Teilarm (3) verbunden ist,
wobei das erste Zahnrad der ersten Getriebestufe (9) doppelt so groß wie das endständige
Zahnrad der ersten Getriebestufe (10) ist,
wobei das erste Zahnrad der zweiten Getriebestufe (9') gleich groß wie das endständige
Zahnrad der zweiten Getriebestufe (10') ist.
12. Wandsäge nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine ruhende Welle, welche das endständige Zahnrad der zweiten Getriebestufe (10')
mit dem ersten Zahnrad im dritten Teilarm (11) drehfrei und koaxial übereinander miteinander
verbindet,
wobei zwischen dem endständigen Zahnrad der zweiten Getriebestufe (10') und dem ersten
Zahnrad im dritten Teilarm (11) das endständige Zahnrad der ersten Getriebestufe (10)
angeordnet ist.
13. Wandsäge nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch zumindest drei miteinander kämmende Zahnräder im dritten Teilarm (3),
wobei das erste Zahnrad im dritten Teilarm (11) gleich groß wie das endständige Zahnrad
im dritten Teilarm (12) ist.
14. Wandsäge nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Blattschutzhalter (6) drehfest mit dem endständigen Zahnrad im dritten Teilarm
(12) verbunden ist.