(19)
(11) EP 3 833 486 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
03.07.2024  Patentblatt  2024/27

(21) Anmeldenummer: 19749629.2

(22) Anmeldetag:  25.07.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B04B 1/20(2006.01)
B04B 9/12(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B04B 1/20; B04B 9/12
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2019/070072
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2020/030438 (13.02.2020 Gazette  2020/07)

(54)

VOLLMANTEL-SCHNECKENZENTRIFUGE

SOLID BOWL SCREW CENTRIFUGE

CENTRIFUGEUSE À VIS SANS FIN ET À BOL PLEIN


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 08.08.2018 DE 102018119279

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.06.2021  Patentblatt  2021/24

(73) Patentinhaber: GEA Mechanical Equipment GmbH
59302 Oelde (DE)

(72) Erfinder:
  • AAGAARD, Poul-Erik
    8472 Sporup (DK)

(74) Vertreter: Specht, Peter et al
Loesenbeck - Specht - Dantz Patent- und Rechtsanwälte Am Zwinger 2
33602 Bielefeld
33602 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 2 257 513
GB-A- 539 140
DE-A1- 3 142 779
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Ein solcher Gegenstand, bei welcher die Trommel mit Walzen, die außen auf ihr abwälzen, angetrieben und gelagert wird, ist aus der DE 31 42 779 A1 bekannt.

    [0003] Aus der EP 0 107 470 B1 und der US 4 504 262 ist es ferner bekannt, die Trommeln von Dekantern (Vollmantel-Schneckenzentrifugen) federnd abzustützen. Dabei sind die Federn als Schraubenfedern ausgebildet, welche radial zur Drehachse ausgerichtet sind. Durch Schraubbolzen, welche die Schraubenfedern durchsetzen, wird jeweils eine federnde Abstützung zwischen den Lagergehäusen der Lager der Trommel und einem Stützring realisiert, welcher konzentrisch zum Lagergehäuse angeordnet und am Maschinengestell befestigt oder mit diesem verbunden ist. Derart soll es möglich sein, Betriebsdrehzahlen oberhalb der Hauptresonanzfrequenz des Systems einzustellen und somit höhere Trommeldrehzahlen zu realisieren, als bei Dekantern mit konventioneller Lagerkonstruktion.

    [0004] Lagerungen, die für eher kurz bauende Trommel geeignet und nicht stützend, sondern hängend ausgelegt sind, zeigen die DE 26 06 589 A1, die DE 31 34 633 A1 und die DE 66 09 011 U.

    [0005] In der DE 22 57 513 A wird eine Trommel einer Rohrzentrifuge mit einem zylindrischen Trommelmantel gezeigt, die lediglich innen abschnittsweise konisch ausgebildet ist.

    [0006] Zum technologischen Hintergrund werden noch die US 2003/ 0 032 540 A1 und die GB 539 140 A1 genannt.

    [0007] Eine weitere gattungsähnliche Vollmantel-Schneckenzentrifuge ist aus der DE 10 2007 042 549 A1 bekannt. Diese Vollmantel-Schneckenzentrifuge weist einen Rotor mit einer Trommel mit horizontaler Drehachse und mit einer relativ zur drehbaren Trommel mit einer Differenzdrehzahl drehbare, in der Trommel angeordneten, Schnecke auf. Dabei sind an den beiden axialen Enden der Trommel Lager bzw. Lagereinrichtungen zur Lagerung der Trommel vorgesehen und es sind Federelemente zur federnden Abstützung der Trommel an einem Maschinengestell oder Fundament vorgesehen, wobei jeweils wenigstens zwei der die Trommel abstützenden Federelemente an den beiden axialen Enden der Trommel angeordnet sind und wobei die Federelemente vertikal oder im Wesentlichen vertikal ausgerichtet sind. Dabei ist vorgesehen, dass das Verhältnis zwischen der Länge des Rotors bzw. der Trommel zum Durchmesser des Rotors bzw. der Trommel vorzugsweise größer als 2, vorzugsweise 2,5 insbesondere 3 ist. Es ist zudem vorgesehen, dass die Federelemente als kombinierte Feder- und Dämpfungselemente ausgebildet sind. Diese Konstruktion eignet sich insbesondere für lang gestreckte Vollmantel-Schneckenzentrifugen, bei welchen das Verhältnis zwischen der Länge des Rotors bzw. der Trommel und dem Durchmesser des Rotors bzw. der Trommel vorzugsweise größer als 2, vorzugsweise größer als 2,5, insbesondere größer als 3 ist, denn es ist möglich, die Trommel mit einer Betriebsdrehzahl zu betreiben, die oberhalb der Grundresonanzfrequenz (Rotoreigenform) des Systems liegt.

    [0008] Diese Konstruktion hat sich an sich bewährt. Dennoch besteht weiterer Bedarf danach, die Konstruktion von Vollmantel-Schneckenzentrifuge auf einfache Weise derart zu verbessern, so dass sie generell mit einer relativ hohen Drehzahl betrieben werden können, jedoch ohne die erste Resonanzfrequenz des Rotors durchfahren zu müssen.

    [0009] Die Lösung dieses Problems ist die Aufgabe der Erfindung.

    [0010] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.

    [0011] Derart wird eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einem Gehäuse und einem in dem Gehäuse drehbar gelagerten Rotor geschaffen, die wenigstens folgendes aufweist: eine drehbare Trommel mit einer Drehachse wobei die Trommel einen zylindrischen Abschnitt mit einer Länge L1 und einen konischen Abschnitt mit der Länge L2 aufweist, die addiert die Länge LT der Trommel definieren, mindestens einen Flüssigkeitsablauf, der im zylindrischen Abschnitt der Trommel angeordnet ist und mindestens einen Feststoffaustrag, der im konischen Abschnitt der Trommel angeordnet ist, eine relativ zur drehbaren Trommel mit einer Differenzdrehzahl drehbaren, in der Trommel angeordnete Schnecke, wobei die Trommel und die Schnecke gemeinsam den Rotor bilden, Trommellager zur Lagerung der Trommel im Gehäuse, die mit einem Abstand LL beabstandet sind, und wenigstens ein Schneckenlager zur Lagerung der Schnecke in der Trommel, wobei der Abstand LL der Trommellager zueinander kleiner ist als die Länge LT der Trommel.

    [0012] In dem konischen Abschnitt mit der Länge L2 ist die die Trommel innen und außen (bezogen auf den Trommelmantel) konisch ausgestaltet.

    [0013] Der Trommeldurchmesser wird dabei ausgehend von dem zylindrischen Abschnitt im konischen Abschnitt mit zunehmendem Abstand von dem zylindrischen Abschnitt außen und innen kleiner, so dass sich die konische Form ergibt.

    [0014] Die Drehachse kann horizontal ausgerichtet sein. Sie kann aber auch in anderer Richtung ausgerichtet sein, so vertikal.

    [0015] Diese Konstruktionsart hat den Vorteil, dass die Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einer vorteilhaft hohen Drehzahl betrieben werden kann, da sich eine drehzahlbegrenzende erste Resonanzfrequenz der Trommel durch die erfindungsgemäße, vorteilhafte Anordnung der Trommellager mit reduziertem axialen Abstand erst bei einer höheren Drehzahl einstellt als bei einer größeren axialen Beabstandung der Lager. Eine derart ausgeführte Vollmantel-Schneckenzentrifuge ist deshalb mit einer hohen/höheren Drehzahl betreibbar und erzielt deshalb im Vergleich mit einer volumengleichen Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit herkömmlicher Anordnung der Trommellager eine vorteilhaft höhere Trennleistung. Axial direkt aneinander angrenzende Lager werden im Rahmen dieser Anmeldung funktional als ein einziges Lager betrachtet.

    [0016] Es ist ferner vorgesehen, dass eines der Trommellager radial außen auf dem konischen Abschnitt der Trommel positioniert ist. Es ist dann weiter vorteilhaft vorgesehen, dass das radial außen auf dem konischen Abschnitt der Trommel positionierte Trommellager einen kleineren inneren Durchmesser aufweist als der zylindrische Abschnitt der Trommel, was die Lagerbeanspruchung und die Kosten für das Lager und dessen Wartung oder Ersatz reduziert.

    [0017] Es kann zudem nach einer Weiterbildung weiter vorgesehen sein, dass eines der Trommellager radial außen auf dem zylindrischen Abschnitt der Trommel positioniert ist.

    [0018] Die Trommellager sind nach den Ansprüchen jeweils zwischen der Trommel und dem Gehäuse oder einem mit dem Gehäuse fest verbundenen Teil angeordnet, als radiale, eine Relativdrehung zulassende Verbindung zwischen den Elementen "Trommel" und "Gestell" bzw. "Gehäuse".

    [0019] In einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung sind entweder eines oder beide Trommellager und/oder wenigstens eines oder ggf. auch beide Schneckenlager innerhalb eines axialen Bereiches angeordnet, der zwischen dem Feststoffaustrag und dem Flüssigkeitsablauf der Trommel liegt. Auch derart kann die Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einer vorteilhaft hohen Drehzahl betrieben werden, da sich auch derart die in der Regel drehzahlbegrenzende erste Resonanzfrequenz der Trommel durch die erfindungsgemäße, vorteilhafte Anordnung der Trommellager erst bei einer relativ hohen Drehzahl einstellt. Ferner kann auf die Trommelwellenabschnitte -die als Wellenabsätze gestaltet sind und als Lagersitz gestaltet sind, u.U. sogar verzichtet werden. Daraus ergibt sich u.U. auch eine vereinfachte Fertigung einer Trommelnabe und somit der Trommel.

    [0020] Eine vorteilhafte Leistungssteigerung der Vollmantel-Schneckenzentrifuge kann dann auch dadurch erzielt werden, dass die Trommel der Vollmantel-Schneckenzentrifuge bei vorgegebener derartiger Anordnung mit definiertem Abstand der Lager und definiertem Radius der Trommel axial verlängert wird, so dass sich eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einem größeren Volumen ergibt als dies nach dem Stand der Technik möglich gewesen wäre. g-Zahlen von 5000g - 7000 g sind ohne weiteres erreichbar. Das Verhältnis der Länge der Trommel zu dem maximalen inneren Durchmesser der Trommel kann erhöht werden (wird auch als "λ" bezeichnet).

    [0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung und auch selbstständig unabhängig weiteren erfinderischen Ausgestaltung grenzt bzw. grenzen entweder eines oder beide der Trommellager - und/oder wenigstens ein Schneckenlager - direkt an einen Bereich des Flüssigkeitsablaufs und /oder des Feststoffaustrag der Trommel an. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung kann jeweils ein Abstand A1 und / oder A2 zwischen dem jeweiligen axialen Ende der Trommel und der jeweiligen Position des Trommellagers und / oder bevorzugt 0 bis 35% und besonders bevorzugt 0 bis 25% der Länge LT der Trommel betragen. Auch derart werden jeweils die Vorteile der Erfindung vorteilhaft und im Falle der 25% besonders vorteilhaft erreicht.

    [0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung kann eines der Trommellager radial außen an der Trommel oder an dem Trommeldeckel positioniert sein.

    [0023] Zudem kann weiter alternativ oder optional vorgesehen sein, dass eines der Trommellager axial außen direkt an dem Trommeldeckel positioniert ist. All dies sind vorteilhafte Positionen, an welchen jeweils oder in Kombination miteinander die Erfindung der Ansprüche 1 und/oder 2 vorteilhaft umsetzbar ist.

    [0024] Dabei lassen sich die Trommellager auf verschiedene Weise ausgestalten. Es kann beispielsweise vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Trommellager als Magnetlager ausgeführt sind. Dadurch wird vorteilhaft eine unter Last selbstzentrierende Trommellagerung geschaffen, die zudem insbesondere für eine Anordnung auf einem relativ großen Radius auf dem konischen oder dem zylindrischen Teil geeignet ist.

    [0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung sind die Trommellager als Wälzlager ausgeführt. Dadurch wird vorteilhaft eine kostengünstige Trommellagerung geschaffen, die einfach auszulegen und zu montieren ist. Dabei können die Trommellager insbesondere als Keramiklager, insbesondere Hybrid-Keramiklager, ausgeführt sein. Dadurch wird vorteilhaft eine verschleißarme Trommellagerung geschaffen, die einfach auszulegen und zu montieren ist und wiederum insbesondere für eine Anordnung auf einem relativ großen Radius auf dem konischen oder dem zylindrischen Teil geeignet ist.

    [0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

    [0027] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen:
    Fig. 1 bis 3
    Seitenansichten von drei verschiedenen erfinderischen, jeweils schematisch dargestellten Vollmantel-Schneckenzentrifugen; und
    Fig. 4
    eine Seitenansicht einer vierten schematisch dargestellten VollmantelSchneckenzentrifuge nach dem Stand der Technik.


    [0028] Fig. 1 zeigt eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einem im Betrieb nicht drehbaren bzw. sich nicht drehenden Gestell und vorzugsweise Gehäuse 100 und einem im Betrieb drehbaren bzw. sich drehenden Rotor 200.

    [0029] Der Rotor 200 weist eine drehbare Trommel 210 mit einer horizontalen Drehachse D auf. Die Drehachse D kann aber auch anders, insbesondere vertikal, im Raum orientiert sein. Zum Rotor 200 gehört zudem eine in der Trommel 210 angeordnete Schnecke 230, deren Drehachse mit der der Trommel 210 übereinstimmt. Die Schnecke 230 kann im Betrieb mit einer Differenzdrehzahl zur Trommel 210 gedreht werden.

    [0030] Die Trommel 210 weist einen zylindrischen Abschnitt 211 mit einer Länge L1 auf und einen sich daran axial anschließenden konischen Abschnitt 212 mit einer Länge L2. Der zylindrische Abschnitt 211 in von einem sich im Wesentlichen radial erstreckenden Trommeldeckel 213 abgeschlossen. In dem konischen Abschnitt 212 mit der Länge L2 ist die Trommel innen und außen (bezogen auf den Trommelmantel) konisch ausgestaltet.

    [0031] Die Schnecke 230 weist hier ebenfalls einen zylindrischen Abschnitt 231 auf und einen sich daran axial anschließenden konischen Abschnitt 232. Sie ist innerhalb der Trommel 210 angeordnet.

    [0032] In die Trommel 210 ragt ein hier konzentrisch zur Drehachse verlaufendes Zulaufrohr 214, das in einem Verteiler 215 mündet, durch den eine zu verarbeitende Suspension Su radial in einen Schleuderraum 216 der Trommel 210 geleitet werden kann. Das Zulaufrohr 214 kann entweder von der Seite des zylindrischen Trommelabschnittes 211 in die Trommel 210 geführt sein oder es kann von der Seite des konischen Trommelabschnitts 212 in die Trommel 210 geführt sein.

    [0033] In oder an dem Trommeldeckel 213 können einer oder mehrere Flüssigkeitsabläufe 217 ausgebildet sein. Diese können auf verschiedene Weise ausgebildet sein, so als Öffnungen im Trommeldeckel 213, die eine Art Überlaufwehr aufweisen oder auf andre Weise, so als Schälscheibe. Am Ende des konischen Abschnitts 212 ist wenigstens ein Feststoffaustrag 218 ausgebildet.

    [0034] In der Regel ist die Trommel 210 als eine Vollmanteltrommel ausgebildet. In der sich drehenden Trommel 210 wird dann wenigstens eine Flüssigkeitsphase Fl von Feststoffen Fe geklärt. Die wenigstens eine Flüssigkeitsphase tritt am Trommeldeckel 213 aus dem Flüssigkeitsablauf 217 aus. Die Feststoffe werden von der Schnecke 230 hingegen in Richtung des Feststoffaustrages 218 transportiert und dort aus der Trommel 210 ausgeworfen.

    [0035] Fig. 4 zeigt eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge, bei der sich an den Trommeldeckel 213 bzw. die eigentlichen Trommel 210 axial ein erster Trommelwellenabschnitt 220 anschließt, der drehfest mit der Trommel 210 verbunden ist und an den konischen Trommelabschnitt 212 sich axial ein zweiter Trommelwellenabschnitt 219 anschließt, der ebenfalls drehfest mit der Trommel 210 verbunden ist.

    [0036] An den zylindrischen Abschnitt 231 der Schnecke 230 schließt sich axial ein erster Schneckenwellenabschnitt 234 an, der drehfest mit der Schnecke 230 verbunden ist und an den konischen Trommelabschnitt 232 schließt sich axial ein zweiter Schneckenwellenabschnitt 233 an, der ebenfalls drehfest mit der Schnecke 230 verbunden ist.

    [0037] Zum Antrieb des Rotors 200 dient eine Antriebsvorrichtung mit einem oder zwei Motoren (hier nicht dargestellt). Der Antriebsvorrichtung 300 ist wenigstens ein Getriebe 310 nachgeschaltet, an welchem hier schematisch zwei Riemenscheiben 320, 330 dargestellt sind, was andeutet, dass das Getriebe 310 wenigstens zwei Schnittstellen zum Einspeisen eines jeweiligen Drehmomentes des Motors oder der Motoren in das Getriebe 310 aufweist, um die Trommel und die Schnecke anzutreiben. Alternativ (hier nicht dargestellt) kann der Antrieb des Rotors auch über Hydraulikmotoren erfolgen, so dass kein Getriebe erforderlich ist. Auch kann der Antrieb durch eine Kombination aus Elektromotor/en und Hydraulikmotor/en erfolgen, wobei hierfür andere Getriebe eingesetzt werden und die Riemenscheiben ganz oder teilweise entfallen.

    [0038] Das Getriebe 300 dreht einerseits die Trommel 210 und andererseits die Schnecke 230. Dazu weist das Getriebe 300 zwei Ausgangswellen auf. Die erste Ausgangswelle ist drehfest mit dem ersten Trommelwellenabschnitt 220 gekoppelt oder direkt mit der Trommel 210 gekoppelt und die zweite Ausgangswelle ist direkt oder indirekt drehfest mit dem ersten Schneckenwellenabschnitt 234 gekoppelt oder direkt mit der Schnecke 230.

    [0039] Die Trommel und die Welle sind jeweils mit zwei axial in Richtung der Drehachse angeordneten Trommellagern 221, 222 drehbar gelagert. Der Begriff des "Lagers" ist insofern nicht zu eng zu fassen. Jedes der Lager 221, 222 kann jeweils aus einem oder mehreren Einzellagern bestehen, die dann aber axial direkt nebeneinander angeordnet sind, dass sie funktional jeweils als ein Einzellager betrachtet werden können. Die Lager 221, 222 können zudem als Lager verschiedenster Bauart ausgebildet sein, so als Wälzlager - insbesondere als Keramiklager, als Hybrid-Keramiklager, als Magnetlager oder als Gleitlager.

    [0040] Die Trommellager 221, 222 sind zwischen der Trommel 210 und dem Gestell 100 oder einem mit dem Gestell verbundenen Teil angeordnet, damit die Trommel 210 relativ zum Gestell 100 gedreht werden kann. Dies gilt auch für sämtliche nachfolgend beschriebenen und unter die Ansprüche fallenden Varianten. Dabei sind die Trommellager 221, 222 vorzugsweise radial zwischen der Trommel 210 und dem Gestell 100 oder einem mit dem Gestell verbundenen Teil angeordnet.

    [0041] Die Schneckenlager 235, 236 sind hingegen radial zwischen der Schnecke 230 und der Trommel 210 angeordnet, so dass die Schnecke 230 relativ zur Trommel 210 drehbar ist. Dabei sind die Schneckenlager 235, 236 vorzugsweise radial zwischen der Trommel 210 und der Schnecke 230 angeordnet.

    [0042] Bei einer möglichen Ausführungsvariante (nicht dargestellt) kann das eine der Schneckenlager 235 im Bereich des Feststoffaustrages 218 entfallen. In diesem Fall zentriert sich die rotierende Schnecke selbstständig, was z.B. bei einer vertikalen Anordnung des Dekanters bekannt ist.

    [0043] Nach dem Stand der Technik, wie er in Fig. 4 dargestellt ist, sind die Trommellager 221, 222 axial außerhalb des axialen Bereiches LT der Trommel 210 angeordnet, der zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsaustrag 217 der Trommel 210 liegt. Sie liegen in Fig. 4 beispielsweise zwischen dem Feststoffaustrag 218 und einem diesem benachbarten axialen Ende des Gehäuses 100 und dem Flüssigkeitsablauf 217 und einem diesem benachbarten axialen Ende des Gehäuses. Dementsprechend ist ein Abstand LL der Trommellager 221, 222 größer als eine Länge LT der Trommel 210, die sich aus der Länge L1 des zylindrischen Abschnitts 211 der Trommel 210 und der Länge L2 des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210 addiert.

    [0044] Damit sind die beiden Trommellager 221, 222 bezogen auf die Länge LT der Trommel 210 axial relativ weit voneinander beabstandet angeordnet. Und nach dem Stand der Technik, wie er in Fig. 4 dargestellt ist, sind zudem auch die Schneckenlager 235, 236 axial außerhalb des axialen Bereiches der Trommel 210 angeordnet, der zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsaustrag 217 der Trommel 210 liegt. Damit sind auch die beiden Schneckenlager 235, 236 bezogen auf die Länge LT der Trommel 210 und der Schnecke 230 axial relativ weit voneinander beabstandet angeordnet.

    [0045] Hier geht die Erfindung einen anderen Weg. Es sind entweder eines oder beide Trommellager 221, 222 innerhalb des axialen Bereiches angeordnet, der zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsablauf 217 der Trommel 210 liegt oder direkt an einen Bereich des Flüssigkeitsablaufs 217 und /oder des Feststoffaustrag 218 der Trommel 210 angrenzt. Die Trommellager 221, 222 sind dann radial außen auf der Trommel 210 oder radial oder axial außen am bzw. auf dem Trommeldeckel 213 positioniert.

    [0046] Ist eines der Trommellager 221, 222 innerhalb des axialen Bereiches angeordnet, der zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsaustrag 217 der Trommel 210 liegt, kann das jeweils andere dieser Lager - das andere der Trommellager 221, 222 - außerhalb dieses axialen Bereiches angeordnet sein. Es kann aber im Rahmen der Erfindung auch vorgesehen sein, dort bzw. in dem vorstehend beschriebenen Bereich beide der jeweiligen Lager - beide Trommellager 221, 222 - vorzusehen (Fig. 3).

    [0047] Es hat sich gezeigt, dass auf diese Weise und bei einer ansonsten unveränderten Geometrie des Rotors, die erste Resonanzfrequenz des Rotors angehoben wird und somit auch die Trommeldrehzahl weiter angehoben werden konnte.

    [0048] Verschiedene Varianten dieser technischen Lehre sind in den Figuren 1 bis 3 dargestellt. In den Figuren 1 bis 3 ist die Länge der Trommel 210 jeweils mit LT und der Abstand zwischen den Trommellagern 221 und 222 jeweils mit LL bezeichnet. In Fig.4 und somit bei Vollmantel-Schneckenzentrifugen nach dem Stand der Technik ist LT < LL

    [0049] In Fig. 1 ist eine Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt, bei der das erste Trommellager 221 dem konischen Abschnitt 212 der Trommel 210 zugeordnet ist. Es ist von dem Feststoffaustrag 218 axial in Richtung des zylindrischen Abschnitts 211 der Trommel 210 beabstandet. Das andere der Trommellager 222 "am anderen Ende der Trommel" liegt außerhalb dieses axialen Bereiches.

    [0050] Das erste Trommellager 221 liegt damit zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsablauf 217 im Bereich des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210 auf dem konischen Abschnitt. Auf den Trommelwellenabschnitt 219 im Bereich des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210 kann somit auch verzichtet werden. Die Länge der Trommel 210 ist hier größer als der Abstand zwischen den Trommellagern 221 und 222. Insofern ist hier LT > LL.

    [0051] Dabei ist es möglich, den konischen Abschnitt axial sehr lang zu gestalten und den Durchmesser der Trommel, an dem der Feststoffaustrag angeordnet ist, relativ klein auszulegen. So kann das Verhältnis zwischen dem Durchmesser der Trommel, an dem der Feststoffaustrag angeordnet ist, zum maximalen Innendurchmesser der Trommel zwischen 0,4 und 0,3 betragen. Dies kann vorteilhaft dazu beitragen, den durch den Feststoffaustrag verursachten Energieverlust gering zu halten oder zu senken. Es kann ferner (siehe die Definition weiter oben) ein relativ großer Wert "λ" erreicht werden.

    [0052] In Fig. 2 ist eine Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt, bei der das erste Trommellager 221 dem konischen Abschnitt 212 der Trommel 210 zugeordnet ist, - analog zur Ausführungsvariante nach Fig. 1- wobei es von dem Feststoffaustrag 218 axial in Richtung des zylindrischen Abschnitts 211 der Trommel 210 beabstandet ist. Das Trommellager 221 liegt wiederum damit zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsablauf 217 im Bereich des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210.

    [0053] Das andere Trommellager 222 ist hier dem zylindrischen Abschnitt 211 der Trommel 210 zugeordnet bzw. außen auf diesem angeordnet. Es grenzt hier axial direkt an einen Bereich des Flüssigkeitsaustrags 217 der Trommel 210 an. Hier kann somit auf den Trommelwellenabschnitt 219 im Bereich des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210 und auf den Trommelwellenabschnitt 220 im Bereich des zylindrischen Abschnitts 211 der Trommel 210 verzichtet werden. Die Länge der Trommel 210 ist auch hier größer als der Abstand zwischen den Trommellagern 221 und 222. Insofern ist auch hier LT > LL.

    [0054] In Fig. 3 ist eine Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt, bei der das erste Trommellager 221 erneut radial außen auf dem konischen Abschnitt 212 der Trommel 210 angeordnet ist. Es ist wieder analog zur Ausführungsvariante nach Fig. 1 von dem Feststoffaustrag 218 axial in Richtung des zylindrischen Abschnitts 211 der Trommel 210 beabstandet. Das erste Trommellager 221 liegt damit erneut zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsablauf 217 im Bereich des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210. Das zweite Trommellager 222 ist sodann auf dem zylindrischen Abschnitt 211 der Trommel 210 angeordnet. Es ist hier von dem Flüssigkeitsablauf 218 axial in Richtung des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210 beabstandet. Auf den Trommelwellenabschnitt 220 im Bereich des zylindrischen Abschnitts 211 der Trommel 210 und auf den Trommelwellenabschnitt 218 im Bereich des konischen Abschnitts 212 der Trommel 210 kann somit verzichtet werden. Die Länge der Trommel 210 ist hier größer als der Abstand zwischen den Trommellagern 221 und 222. Insofern ist auch hier LT > LL.

    [0055] Es ergibt sich in den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 bis Fig. 3 jeweils ein Abstand A1 und / oder A2 zwischen dem jeweiligen Ende der Trommel 210 und der jeweiligen Position des Trommellagers 221 und / oder 222. Der jeweilige Abstand A1 und / oder A2, um die das jeweilige Trommellager 221, 222 von dem Flüssigkeitsablauf 217 bzw. dem Feststoffaustrag 218 jeweils in axialer Richtung beabstandet ist, so dass es zwischen dem Flüssigkeitsablauf 217 und dem Feststoffaustrag 218 positioniert ist, beträgt dabei vorzugsweise 0 bis 35% und besonders bevorzugt 0 bis 25% der Länge der Trommel 210 LT.

    [0056] Durch die Positionierung der Trommellager 221, 222 jeweils auf einer Position innerhalb des axialen Bereiches zwischen dem Feststoffaustrag 218 und dem Flüssigkeitsablauf 217 wird der Abstand LL zwischen den Trommellagern 221, 222 vorteilhaft derart verkleinert, dass die erste Eigenresonanz der Trommel 210 erst bei einer höheren Drehzahl eintritt als bei einer Lageranordnung nach dem Stand der Technik (siehe Fig. 4). Durch die nun mögliche höhere Betriebsdrehzahl wird die erzielbare Trennleistung der erfinderischen Vollmantel-Schneckenzentrifuge gegenüber einer Vollmantel-Schneckenzentrifuge gleichen Volumens nach dem Stand der Technik vorteilhaft erhöht.

    [0057] Die Ausführungen zu den Anordnungen der Trommellager 221, 222 nach Fig. 1 bis Fig. 3 sind keineswegs abschließend zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der Ansprüche auch andere vorteilhafte Anordnungen der Trommellager 221, 222 denkbar. Dabei soll aber der axiale Abstand LL der Trommellager 221, 222 zueinander kürzer sein als die Länge LT der Trommel 210.

    Bezugszeichenliste



    [0058] 
    100
    Gehäuse
    200
    Rotor
    210
    Trommel
    211
    zylindrischer Abschnitt
    212
    konischer Abschnitt
    213
    Trommeldeckel
    214
    Zulaufrohr
    215
    Verteiler
    216
    Schleuderraum
    217
    Flüssigkeitsablauf
    218
    Feststoffaustrag
    219
    Trommelwellenabschnitt
    220
    Trommelwellenabschnitt
    221
    Trommellager
    222
    Trommellager
    230
    Schnecke
    231
    zylindrischer Abschnitt
    232
    konischer Abschnitt
    233
    Schneckenwellenabschnitt
    234
    Schneckenwellenabschnitt
    235
    Schneckenlager
    236
    Schneckenlager
    300
    Antriebsvorrichtung
    310
    Getriebe
    320
    Riemenscheibe
    330
    Riemenscheibe
    A1
    Abstand
    A2
    Abstand
    D
    Drehachse
    L1
    Länge
    L2
    Länge
    LL
    Abstand Trommellager
    LT
    Länge Trommel
    Su
    Suspension
    Fe
    Feststoffe
    Fl
    Flüssigkeitsphase



    Ansprüche

    1. Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einem Gehäuse (100) und einem in dem Gehäuse (100) drehbar gelagerten Rotor (200), die wenigstens folgendes aufweist:

    a. eine drehbare Trommel (210) mit Drehachse (D), wobei die Trommel (210) einen zylindrischen Abschnitt (211) mit einer Länge L1 und einen konischen Abschnitt (212) mit der Länge L2 aufweist, die addiert die Länge LT der Trommel (210) ist,

    b. mindestens einen Flüssigkeitsablauf (217), der im zylindrischen Abschnitt (211) der Trommel (210) angeordnet ist und mindestens einen Feststoffaustrag (218), der im konischen Abschnitts (212) der Trommel angeordnet ist,

    c. eine relativ zur drehbaren Trommel (210) mit einer Differenzdrehzahl drehbaren, in der Trommel angeordnete Schnecke (230), wobei die Trommel (210) und die Schnecke (230) gemeinsam den Rotor (200) bilden,

    d. wenigstens zwei Trommellager (221, 222) zur Lagerung der Trommel (210) im Gehäuse (100), die mit einem Abstand LL beabstandet sind,

    e. wenigstens ein Schneckenlager (236) zur Lagerung der Schnecke (230) in der Trommel (210),

    f. wobei der Abstand LL der Trommellager (221, 222) zur Lagerung der Trommel (210) zueinander kleiner ist als die Länge LT der Trommel (210), und

    g. wobei eines der Trommellager (221) radial außen auf dem konischen Abschnitt (212) der Trommel (210) positioniert ist
    dadurch gekennzeichnet, dass

    h. das radial außen auf dem konischen Abschnitt (212) der Trommel (210) positionierte Trommellager (221) einen kleineren inneren Durchmesser aufweist als der zylindrische Abschnitt (211) der Trommel (210) .


     
    2. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass entweder eines oder beide Trommellager (221, 222) innerhalb eines axialen Bereiches angeordnet sind, der zwischen dem Feststoffaustrag (218) und dem Flüssigkeitsablauf (217) der Trommel (210) liegt.
     
    3. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommellager (221, 222) zwischen der Trommel (210) und dem Gestell (100) oder einem mit dem Gestell verbundenen Teil angeordnet sind und/oder dass das wenigstens eine Schneckenlager (236) zwischen der Schnecke (230) und der Trommel (210) angeordnet ist.
     
    4. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entweder eines oder beide Trommellager (221, 222) und/oder eines oder beide Schneckenlager (235, 236) direkt an einen Bereich des Flüssigkeitsablaufs (217) und /oder des Feststoffaustrag (218) der Trommel (210) angrenzt/angrenzen.
     
    5. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Abstand A1 und / oder A2 zwischen dem jeweiligen axialen Ende der Trommel (210) und der jeweiligen axialen Position des Trommellagers (221) und / oder (222) bevorzugt 0 bis 35% und besonders bevorzugt 0 bis 25% der Länge LT der Trommel (210) beträgt.
     
    6. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommellager (221, 222) radial außen an der Trommel (210) oder außen direkt an dem Trommeldeckel (213) positioniert sind.
     
    7. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Trommellager (222) radial außen auf dem zylindrischen Abschnitt (211) der Trommel (210) positioniert ist.
     
    8. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Trommellager (222) axial außen direkt an dem Trommeldeckel (213) positioniert ist.
     
    9. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines oder beide Trommellager (221, 222) als Magnetlager ausgeführt sind.
     
    10. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines oder beide der Trommellager (221, 222) als Wälzlager ausgeführt sind.
     
    11. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass eines oder beide der Trommellager (221, 222) als Keramiklager bzw. als Hybrid-Keramiklager ausgeführt sind.
     
    12. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen dem Durchmesser der Trommel, an der Stelle, an welcher der Feststoffaustrag angeordnet ist, zum maximalen Durchmesser der Trommel zwischen 0,4 und 0,3 liegt.
     
    13. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (D) der Trommel horizontal oder vertikal ausgerichtet ist.
     


    Claims

    1. Solid bowl screw centrifuge having a housing (100) and a rotor (200) rotatably mounted in the housing (100), which comprises at least the following:

    a. a rotatable drum (210) having an axis of rotation (D), wherein the drum (210) comprises a cylindrical portion (211) having a length L1 and a conical portion (212) having a length L2, which, when added, give the length LT of the drum (210),

    b. at least one liquid discharge (217) arranged in the cylindrical portion (211) of the drum (210) and at least one solids discharge (218) arranged in the conical portion (212) of the drum,

    c. a screw (230) arranged in the drum and rotatable relative to the rotatable drum (210) at a differential speed, wherein the drum (210) and the screw (230) together form the rotor (200),

    d. at least two drum bearings (221, 222) for supporting the drum (210) in the housing (100), spaced at a distance LL,

    e. at least one screw bearing (236) for supporting the screw (230) in the drum (210),

    f. wherein the distance LL between the drum bearings (221, 222) for supporting the drum (210) relative to one another is less than the length LT of the drum (210), and

    g. wherein one of the drum bearings (221) is positioned radially outside on the conical portion (212) of the drum (210),
    characterized in that

    h. the drum bearing (221) positioned radially outwardly on the conical portion (212) of the drum (210) has a smaller inner diameter than the cylindrical portion (211) of the drum (210).


     
    2. Solid bowl screw centrifuge according to claim 1, characterized in that either one or both drum bearings (221, 222) are arranged within an axial region which lies between the solids discharge (218) and the liquid discharge (217) of the drum (210).
     
    3. Solid bowl screw centrifuge according to claim 1 or 2, characterized in that the drum bearings (221, 222) are arranged between the drum (210) and the frame (100) or a part connected to the frame, and/or in that the at least one screw bearing (236) is arranged between the screw (230) and the drum (210).
     
    4. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that either one or both drum bearings (221, 222) and/or one or both screw bearings (235, 236) directly adjoin(s) a region of the liquid discharge (217) and/or the solids discharge (218) of the drum (210).
     
    5. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that a distance A1 and/or A2 between the respective axial end of the drum (210) and the respective axial position of the drum bearing (221) and/or (222) is preferably 0 to 35% and particularly preferably 0 to 25% of the length LT of the drum (210).
     
    6. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the drum bearings (221, 222) are positioned radially outside on the drum (210) or outside directly on the drum cover (213).
     
    7. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that one of the drum bearings (222) is positioned radially outwardly on the cylindrical portion (211) of the drum (210).
     
    8. Solid bowl screw centrifuge according to one of claims 1 to 7, characterized in that one of the drum bearings (222) is positioned axially outside directly on the drum cover (213).
     
    9. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that one or both drum bearings (221, 222) are designed as magnetic bearings.
     
    10. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that one or both of the drum bearings (221, 222) are designed as roller bearings.
     
    11. Solid bowl screw centrifuge according to claim 10, characterized in that one or both of the drum bearings (221, 222) are designed as ceramic bearings or as hybrid ceramic bearings.
     
    12. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the ratio between the diameter of the drum, at the point where the solids discharge is arranged, and the maximum diameter of the drum is between 0.4 and 0.3.
     
    13. Solid bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the axis of rotation (D) of the drum is aligned horizontally or vertically.
     


    Revendications

    1. Centrifugeuse à vis à bol plein avec un corps (100) et un rotor (200) supporté avec possibilité de rotation dans le corps (100), qui comporte au moins :

    a. un tambour rotatif (210) avec un axe de rotation (D), lequel tambour (210) comporte une partie cylindrique (211) d'une longueur L1 et une partie conique (212) de longueur L2, qui donnent en s'additionnant la longueur LT du tambour (210),

    b. au moins un écoulement de liquide (217) qui est disposé dans la partie cylindrique (211) du tambour (210) et au moins une évacuation de solides (218) qui est disposée dans la partie conique (212) du tambour,

    c. une vis sans fin (230) disposée dans le tambour et capable de rotation par rapport au tambour rotatif (210) à une vitesse de rotation différente, le tambour (210) et la vis sans fin (230) formant ensemble le rotor (200),

    d. au moins deux paliers de tambour (221, 222) pour supporter le tambour (210) dans le corps (100), espacés d'une distance LL,

    e. au moins un palier de vis sans fin (236) pour supporter la vis sans fin (230) dans le tambour (210),

    f. la distance LL entre les paliers de tambour (221, 222) pour supporter le tambour (210) étant plus petite que la longueur LT du tambour (210), et

    g. un des paliers de tambour (221) étant positionné sur l'extérieur dans le sens radial sur la partie conique (212) du tambour (210),
    caractérisée en ce que

    h. le palier de tambour (221) positionné sur l'extérieur dans le sens radial sur la partie conique (212) du tambour (210) a un plus petit diamètre intérieur que la partie cylindrique (211) du tambour (210).


     
    2. Centrifugeuse à vis à bol plein selon la revendication 1, caractérisée en ce que soit l'un des paliers de tambour (221, 222), soit les deux sont disposés à l'intérieur d'une région axiale située entre l'évacuation de solides (218) et l'écoulement de liquide (217) du tambour (210).
     
    3. Centrifugeuse à vis à bol plein selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les paliers de tambour (221, 222) sont disposés entre le tambour (210) et le bâti (100) ou une partie reliée au bâti et/ou en ce que l'au moins un palier de vis sans fin (236) est disposé entre la vis sans fin (230) et le tambour (210).
     
    4. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que soit l'un des paliers de tambour (221, 222), soit les deux et/ou un des paliers de vis sans fin (235, 236) ou les deux sont directement contigus d'une région de l'écoulement de liquide (217) et/ou de l'évacuation de solides (218) du tambour (210).
     
    5. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une distance A1 et/ou A2 entre chaque extrémité axiale du tambour (210) et la position axiale correspondante des paliers de tambour (221) et/ou (222) mesure de préférence entre 0 et 35 %, de préférence entre 0 et 25 %, de la longueur LT du tambour (210).
     
    6. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les paliers de tambour (221, 222) sont positionnés sur l'extérieur dans le sens radial sur le tambour (210) ou sur l'extérieur directement sur le couvercle de tambour (213).
     
    7. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'un des paliers de tambour (222) est positionné sur l'extérieur dans le sens radial sur la partie cylindrique (211) du tambour (210).
     
    8. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'un des paliers de tambour (222) est positionné sur l'extérieur dans le sens axial directement sur le couvercle de tambour (213).
     
    9. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'un des paliers de tambour (221, 222) ou les deux sont réalisés comme des paliers magnétiques.
     
    10. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'un des paliers de tambour (221, 222) ou les deux sont réalisés comme des roulements.
     
    11. Centrifugeuse à vis à bol plein selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'un des paliers de tambour (221, 222) ou les deux sont réalisés comme des paliers en céramique ou des paliers en céramique hybrides.
     
    12. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rapport entre le diamètre du tambour à l'endroit où est disposée l'évacuation de solides et le diamètre maximal du tambour est compris entre 0,4 et 0,3.
     
    13. Centrifugeuse à vis à bol plein selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'axe de rotation (D) du tambour est orienté horizontalement ou verticalement.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente