[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter zur Lagerung eines Pulvergemisches
während einer Wärmebehandlung in einem Ofen.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner einen Ofen und ein Verfahren zur Wärmebehandlung eines
Pulvergemisches.
[0003] In vielen Bereichen der Pulverchemie und insbesondere bei der Herstellung von Kathodenmaterial
für Batterien werden Pulvergemische in den eingangs genannten Behältern (auch Saggar
genannt) wärmebehandelt. Die Behälter bestehen dabei aus Keramiken oder aus mullitischen
Werkstoffen, weil diese Materialien eine gute Hitzebeständigkeit besitzen und weil
die Behälter im Ofen großen Temperaturgradienten ausgesetzt sind. Allerdings sind
die chemische Beständigkeit und die mechanische Festigkeit von mullitischen Behältern
gering, womit diese Behälter insbesondere in chemisch aggressiven Atmosphären und
in Kontakt mit reaktionsfreudigen Materialien empfindlich und daher nachteilbehaftet
sind.
[0004] Fig. 1 zeigt eine typische Anordnung von drei nach dem Stand der Technik bekannten
Behältern 1, in denen jeweils ein Pulverbett 4 aus einem Pulvergemisch angeordnet
ist und die zur Erhöhung des Durchsatzes während des Brennprozesses im Ofen unmittelbar
übereinandergestapelt werden, so dass an den Unter- und Oberkanten der Behälter 1
Kontaktstellen 2 entstehen. Damit einerseits das für die Reaktion notwendige Prozessgas
zu dem Pulvergemisch geführt werden kann und andererseits innerhalb der Behälter 1
entstehende Abgase abgeführt werden können und damit nach der Wärmebehandlung ein
automatisches Greifen jedes einzelnen Behälters 1 möglich ist, besitzen die Behälter
1 Ausnehmungen 3, die den Innenraum der Behälter 1 zum Ofen hin öffnen.
[0005] Das Übereinanderstapeln der Behälter führt bei den unteren Behältern zu hohen mechanischen
Druckspannungen und zu einer limitierten Lebensdauer der Behälter, weil sich diese
verformen und gelegentlich reißen. Die Menge an Pulver pro Behälter und mithin der
Durchsatz pro Zeiteinheit ist daher begrenzt. Ferner führt die Kombination aus Druck,
Temperatur und chemischen Einflüssen auf die Behälter gelegentlich zu einem zumindest
partiellen Verkleben an den Kontaktstellen, was die Entnahme der Behälter insbesondere
mit einem Roboter vor große Probleme stellt. Aus der
DE 20 2014 100 848 U1 ist eine mehrteilige Brennkapsel bekannt, bei der um ein rechteckiges Basiselement
aus korrosionsbeständigem Material herum vier Seitenteile angeordnet sind, welche
die Wände der Brennkapsel bilden. Die Seitenteile werden dazu über Eckteile aus einem
anderen Material verbunden. An einer solchen Brennkapsel können einzelne kaputte Element
ausgetauscht werden. Zudem weisen die Eckteile nach oben gerichtete Verlängerungen
auf, sodass die Brennkapsel stapelbar sind und dabei nicht verrutschen können.
[0006] Aus der
WO 92/19778 A ist ein Glühgutträger mit mehreren übereinander angeordneten Bodenplatten bekannt.
Die Bodenplatten sind dabei durch Rohrabschnitte voneinander beabstandet, die jeweils
unterhalb und oberhalb einer Bodenplatte auf Säulenstangen aufgefädelt sind, welche
die Bodenplatten durchdringen.
[0007] Die
CN 108120305 A zeigt einen Transportwagen für stückiges Brenngut mit mehreren aufeinander gestapelten,
flachen Stahlrahmen. Dieser ist für Pulvergemische nicht geeignet.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Behälter, einen Ofen und
ein Verfahren anzugeben, mit dem die vorgenannten Probleme zumindest teilweise behoben
werden. Insbesondere soll der Durchsatz pro Zeiteinheit erhöht werden und es soll
die automatische Entnahme der Behälter vereinfacht werden. Ferner soll die Lebensdauer
der Behälter und die Effektivität bei der Wärmebehandlung des Pulvergemisches erhöht
werden.
[0009] Diese Aufgabe wird durch den Behälter nach Anspruch 1, den Ofen nach Anspruch 1 2
und das Verfahren nach Anspruch 3 gelöst. Erfindungsgemäß sind hierzu mehrere Aufnahmen
zur lösbaren Befestigung von Abstandhaltern vorgesehen, die im montierten Zustand
ein berührungsloses Stapeln mehrerer Behälter übereinander erlauben. Unter berührungslosem
Stapeln ist dabei zu verstehen, dass sich zwei übereinander angeordnete Behälter nicht
berühren und keine unmittelbaren Kontaktstellen bilden, womit die Gefahr des Verklebens
beim Brennprozess im Ofen vermieden ist. Die sich demgegenüber berührenden Abstandhalter
sind aus einem Material gefertigt, das chemisch stabiler ist als die Behälter, so
dass an den Kontaktstellen keine Verklebungen auftreten. Weil die Masse der Behälter
durch das berührungslose Stapeln nicht mehr von den unteren Behältern getragen wird,
sondern weil die Abstandhalter jeweils die tragende Funktion übernehmen, reduziert
sich die zu tragende Masse jedes Behälters auf das Eigengewicht und die Masse der
Pulvermischung. Hierdurch kann die Menge an Pulvergemisch pro Behälter deutlich erhöht
werden, was zu einer signifikanten Erhöhung des Durchsatzes pro Zeiteinheit führt.
Ferner führt die geringere zu tragende Gesamtmasse eines Behälters zu einer geringeren
mechanischen Belastung und mithin zu einer deutlichen Steigerung der Lebensdauer des
Behälters. Schließlich entsteht durch die beabstandete Lagerung der Behälter zueinander
ein vergleichsweise größerer Spalt zwischen jeweils zwei Behältern, über den etwaige
reaktionsbedingte Abgase besser abgeführt werden können und über den das Prozessgas
besser zu dem Pulvergemisch geführt werden kann. Zudem erlaubt der Abstand eine effektivere
Wärmeübertragung innerhalb des Ofens. Außerhalb des Ofens bleibt die lösbare Verbindung
zwischen Behälter und Abstandhalter solange bestehen, bis entweder die Behälter oder
der Abstandhalter beschädigt oder verschlissen ist. In diesem Fall ist ein einfacher
manueller oder automatischer Austausch durch die lösbare Verbindung möglich.
[0010] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Behälter durch eine seitliche Wandung mit
einer Unterkante und einer Oberkante begrenzt ist, die zur Aufnahme der Abstandhalter
mehrere Aufnahmen aufweist, die die Wandung von der Unterkante zur Oberkante durchgreifen.
[0011] Ferner ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Abstandhalter im montierten Zustand
die Wandung des Behälters an der Oberkante und an der Unterkante überragen und innerhalb
der Aufnahmen arretierbar sind.
[0012] Bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden sowie in
den Unteransprüchen beschrieben.
[0013] Vorzugsweise ist der Behälter im Querschnitt rechteckig ausgebildet und die Aufnahmen
sind in den Ecken der Wandung eingebracht. Dabei sind im Wesentlichen zwei verschiedene
Arten von Aufnahmen vorgesehen. Zunächst können die Aufnahmen in radialer Richtung
geschlossen sein, womit die Aufnahmen vollständig in die Wandung der Behälter eingebracht
sind und die Wandung nur an der Oberkante und an der Unterkante öffnen. Alternativ
können die Aufnahmen in radialer Richtung seitliche Öffnungen mit einer Öffnungsbreite
besitzen. Die Aufnahmen können einen an sich beliebigen Querschnitt aufweisen, insbesondere
einen eckigen, rechteckigen oder runden Querschnitt. Sofern die Aufnahmen als Bohrungen
mit einem runden Querschnitt ausgebildet sind, sind die Öffnungsbreiten der seitlichen
Öffnungen kleiner als der Innendurchmesser der Bohrungen.
[0014] Die Aufnahmen erlauben die lösbare Aufnahme der Abstandhalter, die jeweils eine Stütze
und
- a) einen Fuß oder einen Fußabschnitt und/oder
- b) einen Kopf oder einen Kopfabschnitt besitzen,
wobei die Stütze in jeweils eine Aufnahme des Behälters einführbar ist. Der Fuß und/oder
der Kopf eines Abstandhalters ist gegenüber der zugehörigen Stütze verbreitert ausgestaltet.
Der Fußabschnitt und/oder der Kopfabschnitt ist demgegenüber nicht verbreitert ausgestaltet
und geht vorzugsweise stufenlos in die Stütze über. Im einfachsten Fall ist die Stütze
zur Bildung eines Kopfabschnitts und/oder eines Fußabschnitts lediglich verlängert
ausgebildet. Die Stützen sind im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet und im Querschnitt
und in der Höhe den Aufnahmen innerhalb des Behälters angepasst.
[0015] An den die Wandung überragenden Abschnitten der Stützen sind die Füße oder die Fußabschnitte
und die Köpfe oder die Kopfabschnitte angeordnet. Durch die die gesamte Wandung durchgreifenden
Abstandhalter/Stützen liegen die Behälter ausschließlich auf den Abstandhaltern auf,
so dass die untersten Abstandhalter die Masse aller darüber angeordneter Behälter
und Abstandhalter tragen.
[0016] Es sind verschiedene bevorzugte Ausführungsformen von Abstandhaltern vorgesehen.
Eine erste bevorzugte Ausgestaltung sieht dabei vor, dass die Stütze eines Abstandhalters
zweistückig ausgebildet ist und ein unteres Stützenteil mit einem Fuß besitzt und
an der Unterkante der Wandung in die Bohrung einführbar ist. Ein oberes Stützenteil
besitzt einen Kopf und ist an der Oberkante der Wandung in die Bohrung einführbar.
Das untere und das obere Stützenteil sind innerhalb der Bohrung zur Arretierung des
Abstandhalters miteinander lösbar verbindbar. Zur Verbindung der Stützenteile innerhalb
der Bohrung kann beispielsweise eine Gewindeverbindung mit korrespondierenden Gewindeabschnitten
oder eine Bajonettverbindung vorgesehen sein.
[0017] Alternativ zu einer zweistückigen Ausgestaltung der Abstandhalter können die Stützen
der Abstandhalter einstückig ausgebildet und innerhalb einer Bohrung arretierbar sein.
Ein Abstandhalter mit einer Stütze, einem verbreiterten Fuß und einem Kopfabschnitt
oder ein Abstandhalter mit einer Stütze, einem verbreiterten Kopf und einem Fußabschnitt
kann innerhalb der Bohrung vorzugsweise durch einen Splint, eine Rastverbindung oder
vergleichbare Befestigungsmittel arretiert sein.
[0018] Ein Abstandhalter mit einer einstückigen Stütze, einem Kopf und einem Fuß kann zur
lösbaren und gleichzeitig verliersicheren Lagerung in der Bohrung eine Schraubverbindung
über korrespondierende Gewindeabschnitte an der Stütze und am Kopf und/oder am Fuß
aufweisen.
[0019] Alle beschriebenen Ausführungsvarianten erlauben ein einfaches und problemloses Einführen
der Stützen in die Bohrungen und eine einfache Arretierung hierin.
[0020] Es wurde bereits erwähnt, dass die Bohrungen auch seitliche Öffnungen aufweisen können,
die sich parallel zur Längsachse der Bohrungen erstrecken und die Wandung der Bohrung
durchgehend seitlich öffnen. Solche Bohrungen dienen zur lösbaren Verbindung von Abstandhaltern,
deren Stützen jeweils zwei parallele Führungsflächen besitzen, die über teilzylinderförmige
Gleitflächen miteinander verbunden sind, so dass die Stützen durch die seitlichen
Öffnungen der Bohrungen in die Bohrungen einführbar sind und hierin durch eine Verdrehung
der Stützen um die Längsachse formschlüssig gelagert sind. Hierzu ist die Öffnungsbreite
der seitlichen Öffnung der Bohrungen an den Abstand der Gleitflächen der Stützen angepasst.
Im zusammengesetzten Zustand sind die Stützen formschlüssig innerhalb der Bohrungen
gelagert und die teilzylinderförmigen Gleitflächen liegen an den Innenwänden der Bohrungen
an. Mit dieser Befestigungsvariante können auch Abstandhalter verwendet werden, deren
einstückige Stützen unlösbar mit den Füßen und Köpfen verbunden sind.
[0021] Zugunsten einer stabilen Lagerung der Behälter im gestapelten Zustand ist nach einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass
- a) der Kopf oder der Kopfabschnitt der Abstandhalter und
- b) der Fuß oder der Fußabschnitt der Abstandhalter
an den Stirnseiten korrespondierende Ausnehmungen und Erhebungen aufweisen, so dass
im gestapelten Zustand eine seitliche Verschiebung der Behälter blockiert ist. Im
einfachsten Fall können solche Ausnehmungen und Erhebungen ring- oder kreisförmige
Nuten und Federn sein, die eine Steckverbindung zweier übereinander angeordneter Abstandhalter
bilden.
[0022] Die Abstandhalter, insbesondere die Stützen und/oder die Köpfe und/oder die Füße
bestehen vorzugsweise aus hochfesten und dichten Hochleistungskeramiken, insbesondere
aus Aluminiumoxid (Al
2O
3), das vorzugsweise eine Porosität von weniger als 5 % besitzt. Hiermit sind die Abstandhalter
chemisch und mechanisch deutlich stabiler ausgestaltet als die aus Keramik oder mullitischem
Werkstoff hergestellten Behälter.
[0023] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen und konkrete Ausführungsformen der Erfindung werden
im Folgenden und anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Stapel aus drei Behältern nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2a, b
- Behälter mit zweistückigen Abstandhaltern,
- Fig. 3a, b
- Detailansichten von Behältern mit einstückigen Abstandhaltern,
- Fig. 4a-e
- Detailansichten von Behältern mit seitlich geöffneten Aufnahmen,
- Fig. 4f, g
- Querschnittsdarstellungen eines Abstandhalters,
- Fig. 4h
- Detailansichten von gestapelten Behältern und
- Fig. 5a, b
- Querschnittsdarstellungen eines Ofens mit Behältern.
[0024] Ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 2a, b dargestellt. Die
hierin gezeigten Behälter 10 weisen einen Boden 11 und eine Wandung 12 auf, so dass
die Behälter 10 zur Aufnahme eines Pulvergemisches schalenförmig ausgebildet sind.
Die Wandung 12 besitzt eine Unterkante 13 und eine Oberkante 14 und ist hierzwischen
von Aufnahmen in Form von Bohrungen 15 durchgriffen. Die Bohrungen 15 dienen zur Aufnahme
eines Abstandhalters 16, der im gezeigten Ausführungsbeispiel zweistückig ausgebildet
ist und eine Stütze 17 aus einem unteren Stützenteil 18 und einem oberen Stützenteil
19 besitzt. Das untere Stützenteil 18 ist mit einem Fuß 20 verbunden, während das
obere Stützenteil 19 mit einem Kopf 21 verbunden ist. Um den Abstandhalter 16 lösbar
mit dem Behälter 10 zu verbinden, wird das untere Stützenteil 18 von unten in eine
Bohrung 15 eingeführt. Das obere Stützenteil 19 wird an der Oberkante 14 in die Bohrung
15 soweit eingeführt, bis die oberen und unteren Stützenteile 18, 19 aneinanderstoßen.
Dort können die Stützenteile 18, 19 über geeignete lösbare Verbindungsmittel, beispielsweise
über eine Schraubverbindung oder über eine Bajonettverbindung miteinander lösbar verbunden
werden. Nach der Befestigung der Abstandhalter 16 können mehrere Behälter 10 übereinandergestapelt
werden, ohne dass sich die Behälter 10 dabei berühren und Kontaktstellen bilden.
[0025] Fig. 2b zeigt einen Stapel aus drei erfindungsgemäßen Behältern 10, zwischen denen
gegenüber dem Stand der Technik ein größerer Abstand A zur Zufuhr von Prozessgas und
zur Abfuhr von reaktionsbedingten Gasen ausgebildet ist. Ferner ist bereits in Fig.
2b deutlich zu erkennen, dass die Gesamtmasse aller Behälter 10 von den Abstandhaltern
16 getragen werden, weil diese die Bohrungen 15 der Behälter 10 komplett durchgreifen.
Der unterste Behälter 10 trägt mithin nur seine eigene Masse und mithin nicht die
Masse der darüber angeordneten Behälter 10.
[0026] Die Fig. 3a und b zeigen weitere alternative Ausgestaltungen von Behältern 10 mit
Abstandhaltern 16, die in einer seitlich geschlossenen Bohrung 15 angeordnet sind.
In beiden Ausführungsbeispielen wird der Abstandhalter 16 an der Unterkante 13 in
die Bohrung 15 eingeführt, bis der an der Stütze 17 angeordnete Fuß 20 am Boden 11
der Behälter 10 anschlägt. In dieser Position überragt die Stütze 17 des Abstandshalters
16 die Oberkante 14 der Behälter 10 und bildet mithin einen Kopfabschnitt 22, weil
die Stütze 17 dort nicht mit einem separaten und verbreiterten Kopf verbunden ist.
Der Abstandhalter 16 wird in dieser Position gemäß Fig. 3a mit einem Splint 23 und
gemäß Fig. 3b mit einer Rastverbindung 24 befestigt. Im gestapelten Zustand der Behältern
10 greift der Kopfabschnitt 22 der Stütze 17 in eine Ausnehmung 25 im Fuß 20 ein,
so dass eine seitliche Verschiebung durch eine formschlüssige Steckverbindung verhindert
wird. Die Querbohrungen zur Aufnahme des Splints 23 innerhalb der Wandung 12 und/oder
innerhalb der Stütze 17 sind dabei so groß, dass im gestapelten Zustand keine Kraft
auf die Wandung der Behälter 10 ausgeübt wird. Der Splint 23 verhindert lediglich,
dass der Abstandhalter 16 bzw. die Stütze 17 beim Hochheben eines Behälters 10 aus
der Aufnahme herausrutscht.
[0027] Alternativ zu der Ausgestaltung gemäß Fig. 3a, b kann die Stütze 17 auch an der Oberkante
14 in die Bohrung 15 der Behälter 10 eingeführt werden, so dass der Abstandhalter
16 einen Kopf 21 und einen Fußabschnitt aufweist, der an der Unterkante 13 der Behälter
10 herausragt. Im Übrigen ist die Funktionsweise dieser alternativen Ausgestaltung
analog zu der Funktionsweise gemäß den Fig. 3a und 3b.
[0028] Die Fig. 4a-h zeigen eine zu den Fig. 2a, b und 3a, b alternative Ausgestaltung von
Behältern 10 mit einer seitlichen Öffnung 35 der als Bohrung 15 ausgebildeten Aufnahme.
Die Fig. 4a zeigt in Draufsicht einen Behälter 10 in dessen Wandung 12 eine Bohrung
15 eingebracht ist. Die Bohrung 15 ist zur Seite hin geöffnet und besitzt eine Öffnungsbreite
B, die geringer als der Durchmesser D der Bohrung 15 ist. In eine solche Bohrung 15
ist eine Stütze 17 eines Abstandhalters 16 seitlich einführbar, wie sie in den Fig.
4f und 4g dargestellt ist. Der dargestellte Abstandhalter 16 weist einen Kopf 21 und
einen Fuß 20 auf, die von der Stütze 17 miteinander verbunden sind. Die Stütze 17
besitzt parallele Führungsflächen 26, die über teilzylinderförmige Gleitflächen 27
miteinander verbunden sind. Die Führungsflächen 26 sind dabei so weit voneinander
beabstandet, dass sie das Einführen der Stütze 17 in die Bohrung 15 erlauben, was
insbesondere in den Fig. 4b und 4c dargestellt ist. Sobald die Stütze 17 vollständig
innerhalb der Bohrung 15 angelangt ist (Fig. 4c), erfolgt die Arretierung des Abstandhalters
16 innerhalb der Bohrung 15 durch eine Drehung der Stütze 17 um die Längsachse (Fig.
4d, e). Um die Abstandhalter 16 drehen zu können, sind an dem Kopf 21 parallele Schlüsselflächen
34 ausgebildet, die eine Anlagefläche für ein Schraubwerkzeug bilden. Die Verwendung
von seitlich geöffneten Bohrungen 15 erlaubt die Verwendung von einstückigen Abstandhaltern
16, die nicht nur eine einstückige Stütze 17 aufweisen, sondern auch einstückig mit
dem Kopf 21 und dem Fuß 20 verbunden sind.
[0029] Die Abstandhalter 16 lassen sich manuell oder automatisch mittels eines Roboters
in die Aufnahmen einführen und hierin arretieren.
[0030] Fig. 4h zeigt eine Detailansicht von gestapelten Behältern 10, die jeweils mit einem
Abstandhalter 16 mit seitlichen Führungsflächen 26 verbunden sind, die in seitlich
geöffneten Bohrungen 15 ruhen und hierin durch einen Formschluss arretiert sind.
[0031] In Fig. 5a ist die automatische Bestückung eines Ofens 28 mit Behältern 10 und die
automatische Entnahme der Behälter 10 durch jeweils einen Roboter 29, 30 dargestellt.
Auf der linken Seite des Ofens 28 befindet sich ein erster Roboter 29, der mehrere
mit einem Pulvergemisch gefüllte Behälter 10 übereinanderstapelt. Jeweils drei übereinandergestapelte
Behälter 10 werden anschließend von einer geeigneten Transportvorrichtung 31 in Transportrichtung
32 in den Ofen 28 eingebracht. Dort wird die Pulvermischung den vorgegebenen Prozessen
entsprechend mit Wärme behandelt, bevor auf der rechten Seite des Ofens 28 jede Behälter
10 einzeln von einem weiteren Roboter 30 aufgenommen und dem Weitertransport zugeführt
wird.
[0032] Fig. 5b zeigt einen Querschnitt des Ofens 28 in Transportrichtung 32 und verdeutlicht
die Vorteile der beabstandeten Lagerung der Behälter 10, weil hierzwischen durch den
Abstandhalter 16 ein größerer Abstand A besteht, so dass Prozessgase effektiv zugeführt
und etwaige Reaktionsgase effektiv durch eine entsprechende Öffnung 33 am Boden oder
an der Wand des Ofens 28 abgeführt werden können. Ferner ergibt sich durch den vergleichsweise
größeren Abstand A eine effektivere Wärmebehandlung.
Bezugszeichenliste
[0033]
| 1 |
Behälter |
31 |
Transportvorrichtung |
| 2 |
Ausnehmung |
32 |
Transportrichtung |
| 3 |
Kontaktstelle |
33 |
Öffnung |
| 4 |
Pulverbett |
34 |
Schlüsselfläche |
| |
|
35 |
seitliche Öffnung |
| 10 |
Behälter |
|
|
| 11 |
Boden |
A |
Abstand |
| 12 |
Wandung |
B |
Öffnungsbreite |
| 13 |
Unterkante |
D |
Durchmesser |
| 14 |
Oberkante |
|
|
| 15 |
Bohrung |
|
|
| 16 |
Abstandhalter |
|
|
| 17 |
Stütze |
|
|
| 18 |
unteres Stützenteil |
|
|
| 19 |
oberes Stützenteil |
|
|
| 20 |
Fuß |
|
|
| 21 |
Kopf |
|
|
| 22 |
Kopfabschnitt |
|
|
| 23 |
Splint |
|
|
| 24 |
Rastverbindung |
|
|
| 25 |
Ausnehmung |
|
|
| 26 |
Führungsflächen |
|
|
| 27 |
Gleitflächen |
|
|
| 28 |
Ofen |
|
|
| 29 |
Roboter |
|
|
| 30 |
Roboter |
|
|
1. Behälter zur Lagerung eines Pulvergemisches während einer Wärmebehandlung in einem
Ofen (28),
wobei der Behälter (10) durch eine seitliche Wandung (12) mit einer Unterkante (13)
und einer Oberkante (14) begrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die seitliche Wandung (12) mehrere Aufnahmen, die die Wandung (12) von der Unterkante
(13) zur Oberkante (14) durchgreifen, zur lösbaren Befestigung von Abstandhaltern
(16) aufweist, die im montierten Zustand ein berührungsloses Stapeln mehrerer Behälter
(10) übereinander erlauben, indem die Abstandhalter (16) im montierten Zustand die
Wandung (12) des Behälters (10) an der Oberkante (14) und an der Unterkante (13) überragen
und innerhalb der Aufnahme arretierbar sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (10) einstückig ausgestaltet ist.
3. Behälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen in radialer Richtung geschlossen ausgebildet sind oder in radialer
Richtung seitliche Öffnungen (35) mit einer Öffnungsbreite B besitzen.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (16) jeweils eine Stütze (17) und
a) einen Fuß (20) oder einen Fußabschnitt und/oder
b) einen Kopf (21) oder einen Kopfabschnitt (22) besitzen,
wobei die Stütze (17) in jeweils eine Aufnahme des Behälters (10) einführbar ist.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (17) zweistückig ausgebildet ist und
a) ein unteres Stützenteil (18) mit einem Fuß (20) besitzt, das an der Unterkante
(13) der Wandung (12) in die Aufnahme einführbar ist, sowie
b) ein oberes Stützenteil (19) mit einem Kopf (21), das an der
Oberkante (14) der Wandung (12) in die Aufnahme einführbar ist, wobei das untere und
das obere Stützenteil (18, 19) innerhalb der Aufnahme zur Arretierung des Abstandhalters
(16) miteinander lösbar verbindbar sind.
6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen (17) der Abstandhalter (16) einstückig ausgebildet sind.
7. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Arretierung ein Splint (23), eine Rastverbindung (24) oder eine Schraubverbindung
von der Stütze (17) zum Fuß (20) oder zum Kopf (21) vorgesehen ist.
8. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen (17) jeweils zwei parallele Führungsflächen (26) besitzen, die über teilzylinderförmige
Gleitflächen (27) miteinander verbunden sind, so dass die Stützen (17) in die seitlichen
Öffnungen (35) der Aufnahmen einführbar sind und hierin durch eine Verdrehung der
Stützen (17) um die Längsachse formschlüssig gelagert sind.
9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Kopf (21) oder der Kopfabschnitt (22) der Abstandhalter (16) und
b) der Fuß (20) oder der Fußabschnitt der Abstandhalter (16)
an den Stirnseiten korrespondierende Ausnehmungen (25) und Erhebungen aufweisen, so
dass eine seitliche Verschiebung des Behälters (10) im gestapelten Zustand blockiert
ist.
10. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (16), insbesondere die Stützen (17) und/oder die Köpfe und/oder
die Füße, aus Aluminiumoxid bestehen.
11. Behälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumoxid eine Porosität von weniger als 5 % besitzt.
12. Ofen zur Wärmebehandlung eines Pulvergemisches, der einen Behälter (10) umfasst, in
welchem das Pulvergemisch wärmebehandelt wird, wobei der Behälter (10) nach einem
der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet ist.
13. Verfahren zur Wärmebehandlung eines Pulvergemisches, mit folgendem Schritt:
Wärmebehandeln des Pulvergemisches in einem Behälter (10), der nach einem der Ansprüche
1 bis 11 ausgebildet ist.
1. A container for storing a powder mixture during heat treatment in a furnace (28),
wherein the container (10) is bounded by a lateral wall (12) having a bottom edge
(13) and a top edge (14),
characterized in that
the lateral wall (12) comprises a plurality of receptacles passing through the wall
(12) from the bottom edge (13) to the top edge (14), for releasable fastening of spacers
(16), which in the installed state allow contactless stacking of a plurality of containers
(10) one above the other, in that the spacers (16) project beyond the wall (12) of the container (10) at the top edge
(14) and at the bottom edge (13) in the installed state, and can be locked within
the receptacle.
2. The container as claimed in claim 1, characterized in that the container (10) is of one-piece configuration.
3. The container as claimed in any one of claims 1 or 2, characterized in that the receptacles are of closed design in the radial direction or have lateral openings
(35) with an opening width B in the radial direction.
4. The container as claimed in any one of claims 1 to 3,
characterized in that the spacers (16) each have a support (17) and
a) a foot (20) or a foot portion and/or
b) a head (21) or a head portion (22),
wherein the support (17) can in each case be inserted into a receptacle of the container
(10).
5. The container as claimed in any one of claims1 to 4,
characterized in that the support (17) is of two-piece design, and
a) has a lower support part (18) having a foot (20) which can be inserted into the
receptacle at the bottom edge (13) of the wall (12), as well as
b) an upper support part (19) having a head (21), which can be inserted into the receptacle
at the top edge (14) of the wall (12),
wherein the lower and the upper support part (18, 19) can be connected releasably
to one another within the receptacle to lock the spacer (16).
6. The container as claimed in any one of claims 1 to 4, characterized in that the supports (17) of the spacers (16) are of one-piece design.
7. The container as claimed in claim 6, characterized in that a cotter pin (23), a latching connection (24) or a screwed connection is provided
from the support (17) to the foot (20) or to the head (21) for locking.
8. The container as claimed in any one of claims 1 to 7, characterized in that the supports (17) each have two parallel guide surfaces (26), which are connected
to one another by partially cylindrical sliding surfaces (27), so that that the supports
(17) can be inserted into the lateral openings (35) of the receptacles, and are mounted
by positive engagement therein by rotation of the supports (17) around the longitudinal
axis.
9. The container as claimed in any one of claims1 to 8,
characterized in that
a) the head (21) or the head portion (22) of the spacers (16), and
b) the foot (20) or the foot portion of the spacers (16)
have corresponding recesses (25) and raised portions on the ends, thus blocking sideways
displacement of the container (10) in the stacked state.
10. The container as claimed in any one of claims 1 to 9, characterized in that the spacers (16), in particular the supports (17) and/or the heads and/or the feet,
are composed of alumina.
11. The container as claimed in claim 10, characterized in that the alumina has a porosity of less than 5%.
12. A furnace for heat treating a powder mixture comprising a container (10), in which
the powder mixture is heat treated, wherein the container (10) is designed as claimed
in any one of claims 1 to 11.
13. A method for heat treating a powder mixture with the following step : heat treating
the powder mixture in a container (10) which is designed as claimed in any one of
claims 1 to 11.
1. Contenant pour le stockage d'un mélange de poudre pendant un traitement thermique
dans un four (28),
dans lequel le contenant (10) est délimité par une paroi latérale (12) avec un bord
inférieur (13) et un bord supérieur (14),
caractérisé en ce que
la paroi latérale (12) comporte plusieurs logements, qui s'engagent à travers la paroi
(12) du bord inférieur (13) au bord supérieur (14), pour une fixation amovible des
entretoises (16), qui, dans un état monté, permettent un empilement sans contact de
plusieurs contenants les uns sur les autres, en ce que les entretoises (16), dans l'état monté, dépassent la paroi (12) du contenant (10)
sur le bord supérieur (14) et sur le bord inférieur (13), et peuvent être bloquées
à l'intérieur du logement.
2. Contenant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contenant (10) est conçu en une seule pièce.
3. Contenant selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les logements sont conçu de manière fermée dans la direction radiale ou possèdent
des ouvertures latérales (35) dans la direction radiale avec une largeur d'ouverture
B.
4. Contenant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que les entretoises (16) ont chacune un support (17) et
a) un pied (20) ou une section de pied et/ou
b) une tête (21) ou une section de tête (22),
dans lequel le support (17) peut être inséré chacun dans un logement de l'entretoise
(10).
5. Contenant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le support (17) est conçu en deux pièces, et comporte
a) une partie de support inférieure (18) avec un pied (20), qui peut être inséré dans
le logement au niveau du bord inférieur (13) de la paroi (12), ainsi que
b) une partie de support supérieure (19) avec une tête (21), qui peut être insérée
dans le logement au niveau du bord supérieur (14) de la paroi (12),
dans lequel les parties de support supérieure et inférieure (18, 19) peuvent être
reliées l'une à l'autre de manière amovible à l'intérieur du logement pour bloquer
l'entretoise (16).
6. Contenant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les supports (17) des entretoises (16) sont conçus en une seule pièce.
7. Contenant selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une goupille (23), une liaison par encliquetage (24) ou une liaison par vis sont prévus
du support (17) au pied (20) ou à la tête (21) pour le blocage.
8. Contenant selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les supports (17) possèdent chacun deux surfaces de guidage parallèles(26), qui sont
reliées l'une à l'autre par des surfaces de glissement en forme de cylindre partiel
(27), de sorte que les supports (17) peuvent être introduits dans les ouvertures latérales
(35) des logements et y sont logés à engagement positif par une rotation des supports
(17) autour de l'axe longitudinal.
9. Contenant selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
a) la tête (21) ou la section de tête (22) des entretoises (16) et
b) le pied (20) ou la section de pied des entretoises (16)
comportent des évidements (25) et des surélévations correspondants sur les faces frontales,
de sorte qu'un déplacement latéral du contenant (10) est bloqué à l'état empilé.
10. Contenant selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les entretoises (16), surtout les supports (17) et/ou les têtes et/ou les pieds,
sont en alumine.
11. Contenant selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'alumine a une porosité inférieure à 5%.
12. Four pour le traitement thermique d'un mélange de poudre comportant un contenant (10),
dans lequel le mélange de poudre est traité thermiquement, dans lequel le contenant
(10) est conçu selon l'une quelconque des revendications 1 à 11.
13. Procédé pour le traitement thermique d'un mélange de poudre avec l'étape suivante:
traitement thermique du mélange de poudre dans un contenant (10), qui est conçu selon
l'une quelconque des revendications 1 à 11.