Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur geometrischen Vermessung
eines Objekts, insbesondere von optischen Komponenten, wie zum Beispiel von Linsen.
Die Erfindung betrifft zudem ein dementsprechendes Verfahren sowie ein Computerprogramm
zur geometrischen Vermessung derartiger Objekte.
Hintergrund
[0002] Zur Qualitätssicherung als auch zur Überwachung von industriellen Herstellungsprozessen,
insbesondere im Bereich der Feinwerktechnik, Optik sowie in der Fertigungstechnik
mechanischer und elektrischer Mikrostrukturen, besteht ein wachsender Bedarf hinsichtlich
hochauflösender und präziser Vermessungen von Werkstücken oder allgemein von Objekten.
[0003] So ist aus der
DE 10 2011 011 065 B4 eine Vorrichtung zur Vermessung zumindest eines Oberflächenabschnitts eines auf einem
Träger gelagerten Objekts bekannt. Die Vorrichtung weist dabei ein gegenüber dem Träger
fixierbares Referenzobjekt und einen in zumindest einer ersten Richtung gegenüber
dem Referenzobjekt beweglichen Halter auf. An dem Halter sind ein Referenzkörper sowie
ein Abstandssensor angeordnet, die relativ zueinander drehbar gelagert sind. Die Abstandsmesseinrichtung
ist dabei dazu ausgebildet, einen ersten Abstand zu einem ersten Punkt des Oberflächenabschnitts
des Objekts und einen zweiten Abstand zu einem hiermit korrespondierenden zweiten
Punkt des Referenzkörpers zu bestimmen. Die als Abstandsmesser bezeichnete Abstandsmesseinrichtung
weist dabei einen ersten, dem Objekt zugewandten Abstandssensor und einen zweiten,
dem Referenzkörper zugewandten Abstandssensor auf. Diese sind dabei diametral entgegengesetzt
zueinander ausgerichtet.
[0004] Mit einer derartigen Vorrichtung kann die Oberfläche eines Objekts hochpräzise und
berührungslos optisch abgetastet bzw. gescannt werden.
[0005] Die aus der
DE 10 2011 011 065 B4 grundsätzlich bekannte Vorrichtung ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Die Vorrichtung
100 weist einen Träger 12 auf, an dem ein zu bemessendes Objekt 14, wie zum Beispiel
eine Linse, drehbar oder verschiebbar gelagert ist. Die Vorrichtung 100 weist ferner
einen in der in Fig. 1 gezeigten x-z-Ebene beweglichen Halter 26 auf, an welchem eine
Abstandsmesseinrichtung 30 angeordnet ist. Die Abstandsmesseinrichtung 30 weist einen
dem Objekt 14 zugewandten ersten Abstandssensor 36 sowie einen zweiten Abstandssensor
38 auf, welcher dem Objekt abgewandt zu einem Referenzkörper 40 ausgerichtet ist.
Der Referenzkörper kann eine als Zylinderinnenwandung ausgebildete reflektierende
bzw. spiegelnde Referenzfläche 42 aufweisen. Diese kann zum Beispiel als Hohlspiegel
ausgestaltet sein. Der zweite Abstandssensor 38 kann relativ zum ersten Abstandssensor
36 diametral angeordnet und entgegensetzt ausgerichtet sein. Die beiden Abstandssensoren
36, 38 sind starr miteinander gekoppelt.
[0006] Der Abstandssensor 36 ist auf die zu vermessende Oberfläche 16 des Objekts 14 gerichtet.
Die Abstandssensoren 36, 38 sind als optische Abstandssensoren und somit zur Emission
und Detektion von Lichtsignalen ausgebildet. Die Sensoren 36, 38 messen in Reflexionsgeometrie.
Das heißt einer auf einen Messpunkt 17 des Objekts 14 gerichteter Messstrahl wird
entsprechend der Oberflächenkontur des Objekts 14 reflektiert und zurückgespiegelt
und aufgrund einer annähernd orthogonalen Ausrichtung des Messstrahls zur Oberfläche
16 des Objekts 14 wieder vom Sensor 36 detektiert und schließlich einer mit dem Abstandssensor
36 gekoppelten Steuerung einer Sensor- und Detektionseinheit zugeführt. Je nach Kontur
des zu vermessenden Objekts 14 und der relativen Positionierung des Halters 26 gegenüber
dem Objekt 14 ist die Ausrichtung bzw. Orientierung der Abstandssensoren 36, 38 bezüglich
einer Drehachse 51 am Halter 26 zu verändern und zur Einhaltung der für die Messung
erforderlichen Orthogonalitätsbedingung jeweils adaptiv anzupassen.
[0007] Um ferner die Position der Abstandsmesseinrichtung 30, insbesondere der beiden Abstandssensoren
36, 38 als auch die Position des Referenzkörpers 40 in der x-z-Ebene präzise zu bestimmen,
sind am Halter 26 zwei weitere, vorliegend als Referenzsensoren 32, 34 bezeichnete
Abstandssensoren vorgesehen, die entsprechend der Verschiebe- oder Bewegungsrichtungen
(x, z) des Trägers 26 relativ zu ortsfesten Referenzobjekten 18, 20 ausgerichtet sind
und mittels derer ein axialer Abstand des Trägers 26 zur Referenzfläche 22 des Referenzobjekts
18 in z-Richtung und ein radialer Abstand in x-Richtung zum weiteren ortsfest angeordneten
Referenzobjekt 20 und zu dessen Referenzfläche 24 messbar ist. Insbesondere bei stark
gekrümmten, etwa konkav gewölbten Oberflächen 16 von zu vermessenden Objekten 14 kann
es sich als schwierig erweisen, die Abstandsmesseinrichtung 30 in einem geforderten
Abstand und in der für die Abstandsmessung erforderlichen Ausrichtung relativ zur
Oberfläche 16 des Objekts 14 zu positionieren. Wie beispielsweise in Fig. 2 dargestellt,
können Situationen auftreten, in welchen ein Referenzsensor 34 bezüglich einer Axialrichtung
(z) in einen Hohlraum der Oberfläche 16 des Objekts 14 eintaucht wodurch die vom Referenzsensor
34 emittierten Signale vom Objekt 14 bzw. von seiner Oberfläche 16 absorbiert oder
gestreut werden. Eine Referenzierung zum entsprechenden Referenzobjekt 20 ist dann
nicht mehr möglich. Der Abstand der Abstandsmesseinrichtung 30 zur Oberfläche 16 muss
dementsprechend vergrößert werden, was mitunter zu Lasten der Messgenauigkeit und
Messgeschwindigkeit geht.
[0008] Aufgrund eines begrenzten Akzeptanzwinkels des Abstandssensors 36 sollte für einen
praktikablen Betrieb der Messvorrichtung ein Abstand zwischen dem Abstandssensor 36
und der zu vermessenden Oberfläche 16 des Objekts 14 möglichst gering gewählt werden.
Hinzu kommt, dass ein vom Abstandssensor 36 auf das Objekt gerichteter Messstrahl
typischerweise auf die Objektoberfläche fokussiert ist, um für eine scannende Erfassung
der Objektoberfläche eine möglichst hohe transversale räumliche Auflösung zu erhalten.
[0009] Eine weitere Vorrichtung und ein weiteres Verfahren zur geometrischen Vermessung
eines Objekts werden in
DE 10 2014 007 201 A1 offenbart.
[0010] Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Vorrichtung und ein Verfahren sowie ein Computerprogramm zur geometrischen Vermessung
eines Objekts bereitzustellen, die dazu geeignet sind, vergleichsweise stark gekrümmte
Oberflächen von zu vermessenden Objekt zuverlässig, präzise und zügig zu erfassen,
insbesondere zu scannen. Hierbei sollen etwaige Kollisionen oder durch das Objekt
oder dessen Oberfläche bedingte Abschattungen von Signalen der Referenzsensoren sicher
vermieden werden können, ohne dabei die Messgenauigkeit oder Messgeschwindigkeit einzuschränken.
[0011] US 2017/0167860 A1 und der Artikel "
Design for a Compact High-Accuracy CMM", EGGS G. N. ET AL., CIRP ANNALS, ELSEVIER
BV, NL, CH, FR, Bd. 48, Nr. 1, 1. Januar 1999 (1999-01-01), Seiten 417-420, ISSN:
0007-8506 offenbaren Vorrichtungen zur geometrischen Vermessung eines Objekts, die Referenzstrukturen
aufweisen, wobei die Referenzstrukturen sich unter einem vorgegebenen Winkel zueinander
erstrecken.
[0012] Zudem sollte die Vermessung vergleichsweise großflächiger Objekte, insbesondere von
Objekten mit einer vergleichsweise großen Erstreckung bezüglich einer Radialrichtung
oder transversaler Richtung, d. h. senkrecht zur Axialrichtung eines Trägers ermöglicht
werden, ohne hierfür die räumlichen Dimensionen der Vorrichtung wesentlich zu erhöhen.
Bei möglichst gleichbleibender Kubatur der Vorrichtung soll diese für die Vermessung
vergleichsweise großer Objekte geeignet sein.
[0013] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1,
einem Verfahren nach Patentanspruch 14 sowie mit einem Computerprogramm nach Patentanspruch
15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind dabei Gegenstand abhängiger Patentansprüche.
[0014] Insoweit ist eine Vorrichtung zur geometrischen Vermessung eines Objekts vorgesehen.
Die Vorrichtung weist einen Träger für das Objekt auf. Der Träger für das Objekt definiert
eine Axialrichtung (z) und eine Radialrichtung (x). Die Axialrichtung und die Radialrichtung
sind typischerweise an gängige Zylinderkoordinaten angelehnt. Der Träger für das Objekt
fungiert insbesondere als Träger für eine optische Komponente. Wenn das Objekt, beispielsweise
eine Linse auf dem Träger platziert oder montiert ist fällt die optische Achse des
Objekts typischerweise mit der Axialrichtung des Trägers zusammen oder sie erstreckt
sich parallel hierzu.
[0015] Der Träger kann drehbar an einer Basis gelagert sein. Je nach Objektbeschaffenheit
kann der Träger aber auch transversal, bzw. längsverschieblich, bspw. senkrecht zur
Axialrichtung relativ zur Basis der Vorrichtung gelagert sein.
[0016] Die Vorrichtung weist ferner einen Halter auf, welcher relativ zum Träger bezüglich
der Axialrichtung und bezüglich der Radialrichtung beweglich ist. Typischerweise ist
der Halter in einer Ebene relativ zum Träger verfahrbar oder verschiebbar, welche
von der Axialrichtung und der Radialrichtung des Trägers aufgespannt wird. Somit kann
der Halter den Träger in der von Axialrichtung und Radialrichtung aufgespannten Ebene
abscannen.
[0017] Der Träger kann drehbar gelagert sein, sodass durch eine Drehung des am Träger angeordneten
Objekts die dem Halter zugewandten Oberfläche des Objekts vollständig mit einer am
Halter angeordneten Abstandsmesseinrichtung abscannbar ist. Die Vorrichtung umfasst
ferner eine solche Abstandsmesseinrichtung, welche am Halter angeordnet ist.
[0018] Die Abstandsmesseinrichtung ist dazu ausgebildet, einen Abstand zur Oberfläche eines
am Träger angeordneten Objekts zu bestimmen. Die Abstandsmesseinrichtung ist typischerweise
als berührungslose Abstandsmesseinrichtung ausgebildet. Sie weist z.B. einen optisch
implementierten Abstandsmesser auf, welcher in Reflexionsgeometrie einen bzw. mehrere
Abstände zu einem bzw. mehreren Punkten auf der Oberfläche des Objekts ermittelt und
somit quasi eine Oberflächenkontur punktweise oder linienweise abgescannt.
[0019] Die Vorrichtung weist ferner ein gegenüber dem Träger fixierbares Referenzobjekt
auf. Der Träger und das Referenzobjekt sind typischerweise ortsfest angeordnet und
stehen in einem festen geometrischen Bezug zueinander.
[0020] An einem von Halter und Referenzobjekt sind eine erste längserstreckte Referenzstruktur
und eine zweite längserstreckte Referenzstruktur angeordnet. An dem anderen von Halter
und Referenzobjekt sind ferner ein erster, zur ersten Referenzstruktur ausgerichteter
Referenzsensor und ein zweiter, zur zweiten Referenzstruktur ausgerichteter Referenzsensor
angeordnet. Es ist denkbar und vorgesehen, dass die Referenzstrukturen am ortsfesten
Referenzobjekt oder an mehreren ortsfesten Referenzobjekten angeordnet sind und dass
die den jeweiligen Referenzstrukturen zugewandten Referenzsensoren am Halter der Vorrichtung
angeordnet sind.
[0021] Die erste Referenzstruktur und die zweite Referenzstruktur erstrecken sich unter
einem vorgegebenen Winkel zueinander. Durch Messung eines Abstandes zwischen dem ersten
Referenzsensor und der ersten Referenzstruktur sowie durch Messung eines zweiten Abstandes
zwischen dem zweiten Referenzsensor und der zweiten Referenzstruktur kann die Position
des Halters in der von der Längserstreckung der beiden Referenzstrukturen aufgespannten
Ebene präzise ermittelt werden.
[0022] Andere Ausgestaltungen sehen vor, dass die erste und die zweite Referenzstruktur
am Halter angeordnet sind. Die hiermit korrespondierenden Referenzsensoren sind dann
am Referenzobjekt oder an mehreren zur Verfügung stehenden Referenzobjekten angeordnet
und in Richtung zur jeweiligen Referenzstruktur ausgerichtet. Somit kann gleichermaßen
der Abstand bzw. die Position des Halters bezüglich der Axialrichtung (z) und der
Radialrichtung (x) relativ zum Träger bzw. relativ zum Referenzobjekt oder zu den
Referenzobjekten ermittelt und bestimmt werden.
[0023] Erfindungsgemäß ist die erste Referenzstruktur in Radialrichtung (x) ausgerichtet
und die zweite Referenzstruktur ist um einen vorgegebenen Winkel gegenüber der Axialrichtung
(z) geneigt ausgerichtet. Alternativ hierzu sind die erste Referenzstruktur und die
zweite Referenzstruktur jeweils um einen vorgegebenen Winkel sowohl gegenüber der
Radialrichtung (x) also gegenüber der Axialrichtung (z) ausgerichtet. Für jedwede
hier vorgesehene Ausrichtung von erster und/oder zweiter Referenzstruktur erweist
es sich von Vorteil, dass zumindest der zweite Referenzsensor nicht mehr horizontal
sondern gegenüber einer Horizontalen nach oben geneigt ausgerichtet ist. Dies ermöglicht
ein Eintauchen in z.B. hohle Strukturen oder Hinterschneidungsbereichen auf oder an
der Oberfläche des Objekts. Insbesondere können hierdurch vergleichsweise große konkave
Strukturen eines Objekts präzise und unter Einhaltung eines maximalen des Abstandes
präzise und zügig abgescannt und vermessen werden. Typischerweise erstreckt sich keine
der beiden Referenzstrukturen in Vertikalrichtung bzw. Axialrichtung. Eine der beiden
Referenzstrukturen kann sich hingegen in Horizontalrichtung, d. h. in Radialrichtung
oder transversal, d. h. orthogonal zur Axialrichtung erstrecken. Typischerweise kann
die erste Referenzstruktur, mithin das erste Referenzobjekt bezogen auf die Axialrichtung
oberhalb des Halters angeordnet sein. Der Halter befindet sich dabei bezogen auf die
Axialrichtung (z) zwischen dem Träger und dem ersten Referenzobjekt.
[0024] Das zweite Referenzobjekt bzw. die zweite Referenzstruktur kann sich seitlich bzw.
horizontal beabstandet vom Halter befinden. Die zweite Referenzstruktur ist typischerweise
mit ihrer Flächennormalen in Richtung zum Träger ausgerichtet. Sie kann bezogen auf
eine Flächennormale des Trägers oder des hieran angeordneten Objekts radial versetzt
angeordnet sein. Eine derart geneigte Anordnung des zweiten Referenzobjekts, mithin
der zweiten Referenzstruktur ermöglicht eine Vergrößerung des radialen Messbereichs
der Vorrichtung. Ferner können Objekte mit einer vergleichsweise stark gekrümmten
Oberflächenkontur, insbesondere konkav gewölbte Objekte präzise vermessen werden ohne
dass das Objekt oder Bereiche hiervon zwischen den zweiten Referenzsensor und die
zweite Referenzstruktur gelangen.
[0025] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die zweite Referenzstruktur mit größer werdendem
axialem Abstand zum Träger einen kleiner werdenden radialen Abstand zum Träger auf.
Mit anderen Worten ist die zweite Referenzstruktur nach oben in die Horizontalrichtung
oder Radialrichtung zum Träger hin geneigt ausgerichtet. Die zweite Referenzstruktur,
insbesondere auch das zweite Referenzobjekt kann oder können eine im Wesentlichen
geradlinige oder ebene Kontur aufweisen. Entsprechend der Neigung der zweiten Referenzstruktur
ist auch der typischerweise am Halter angeordnete zweite Referenzsensor nach oben
geneigt ausgerichtet. Eine Abschattung des Halters durch konkave oder hohle Oberflächenbereiche
des Objekts kann hierdurch weitgehend vermieden und ausgeschlossen werden.
[0026] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist die zweite Referenzstruktur um einen Winkel
zwischen 5° bis 75°, um einen Winkel zwischen 30° bis 60°, um einen Winkel zwischen
40° bis 50° oder um einen Winkel von in etwa 45° gegenüber der Axialrichtung (z) geneigt
ausgerichtet. Alternativ hierzu kann die zweite Referenzstruktur um einen Winkel zwischen
5° bis 30°, um einen Winkel zwischen 5° bis 25°, um einen Winkel zwischen 10° bis
20° oder um einen Winkel von in etwa 15° gegenüber der Axialrichtung (z) geneigt ausgerichtet
sein.
[0027] Derartige Neigungen ermöglichen eine Vergrößerung des radialen Messbereichs der Vorrichtung,
ohne die Außenabmessungen der Vorrichtung merklich zu vergrößern. Solche Winkelbereiche
für die Ausrichtung der zweiten Referenzstruktur, mithin auch für die Ausrichtung
des zweiten Referenzobjekts ermöglichen eine entsprechende Ausrichtung des zweiten
Referenzsensors, welcher typischerweise am Halter angeordnet ist.
[0028] Eine dementsprechende Vergrößerung des radialen, bzw. horizontalen Messbereichs der
Vorrichtung ist die Folge. Die erste Referenzstruktur kann in einem festen Winkelverhältnis
zur zweiten Referenzstruktur ausgerichtet sein. Beispielsweise kann die erste Referenzstruktur
in einem rechten Winkel oder in einem 90°-Winkel zur zweiten Referenzstruktur ausgerichtet
sein. So kann ein Winkel zwischen der Längserstreckung der ersten Referenzstruktur
und der Längserstreckung der zweiten Referenzstruktur zwischen 60° und 175°, zwischen
75 und 115°, zwischen 75° und 135°, zwischen 75° und 145° oder in etwa 90° oder mehr
betragen. Für die geometrische Vermessung des Objekts kann es von Vorteil sein, wenn
die Längserstreckung der ersten Referenzstruktur parallel zur Radialrichtung, d. h.
waagerecht verläuft. Die Längserstreckung der zweiten Referenzstruktur kann demgegenüber
etwa in einem Winkelbereich von 90° bis 175°, von 90° bis 160°, von 90° bis 145°,
von 90° bis 135° oder von 90° bis 120° hierzu nach unten, d.h. zum Träger hin, geneigt
verlaufen.
[0029] Entsprechend der wechselseitigen Ausrichtungen der ersten und der zweiten Referenzstruktur
sind auch die ersten und die zweiten Referenzsensoren zueinander ausgerichtet, damit
der erste Sensor im Wesentlichen senkrecht zur ersten Referenzstruktur ausgerichtet
ist und damit auch der zweite Sensor im Wesentlichen senkrecht zur zweiten Referenzstruktur
ausgerichtet ist. Der erste und der zweite Referenzsensor sind typischerweise als
optische Sensoren zur Messung eines Abstandes zur jeweiligen Referenzstruktur ausgebildet.
[0030] Bei einer Ausgestaltung kann zum Beispiel die zweite Referenzstruktur um einen Winkel
von in etwa 45° gegenüber der Axialrichtung geneigt ausgerichtet sein. Die erste Referenzstruktur
kann dabei um einen Winkel von etwa 90° gegenüber der Längserstreckung der zweiten
Referenzstruktur ausgerichtet sein. Mithin kann die erste Referenzstruktur ebenfalls
um 45° geneigt zur Axialrichtung ausgerichtet sein. Eine orthogonale Ausrichtung von
erster und zweiter Referenzstruktur ermöglicht eine besonders einfache Referenzierung,
etwa auf Basis eines kartesischen Koordinatensystems.
[0031] Andere Ausgestaltungen, bei welchen die zweite Referenzstruktur um einen Winkel zwischen
10° und 20°, beispielsweise um einen Winkel von etwa 15° gegenüber der Axialrichtung
geneigt ausgerichtet ist, erweisen sich für solche Vorrichtungen als besonders vorteilhaft,
welche zur Vermessung vergleichsweise großer Objekte ausgestaltet sind. Bei einer
vorgegebenen Verstellbarkeit oder Verfahrstrecke des Trägers in Axialrichtung muss
mit einem größer werdenden Winkel der zweiten Referenzstruktur gegenüber der Axialrichtung
die Länge der betreffenden Referenzstruktur entsprechend angepasst werden.
[0032] Hierbei gilt, dass die Länge der Referenzstruktur mit der Größe des von der Axialrichtung
abweichenden Winkels ansteigt. Herstellungs- und messtechnisch ist es jedoch vorteilhaft,
dass die Referenzstruktur, beispielsweise in Form eines Spiegels, möglichst kompakt
ausgestaltet ist. Von daher kann der genannte Winkelbereich zwischen 10° und 20° ein
Optimum oder zumindest einen guten Kompromiss zwischen einer Vergrößerung des Messbereichs
bei einer gleichzeitig kompakten Bauweise der Vorrichtung darstellen.
[0033] Nach einer weiteren Ausgestaltung sind die erste und die zweite längserstreckte Referenzstruktur
an zumindest einem gemeinsamen Referenzobjekt oder an zwei zueinander fixierten Referenzobjekten
angeordnet. Bei Vorsehen eines einzigen Referenzobjekts, beispielsweise eines L-förmigen
Referenzobjekts sind die erste und die zweite, typischerweise als Spiegelflächen ausgestalteten
Referenzstrukturen fest und unbeweglich zueinander am einzigen Referenzobjekt angeordnet.
Sind zwei Referenzobjekte vorgesehen, so können die erste und die zweite Referenzstruktur
auch beispielsweise zu Zwecken einer Kalibrierung zueinander justiert bzw. zueinander
bedarfsgerecht ausgerichtet werden.
[0034] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist der erste Referenzsensor am Halter angeordnet
und senkrecht zur Längserstreckung der ersten Referenzstruktur ausgerichtet. Der zweite
Referenzsensor ist ebenfalls am Halter angeordnet und ist senkrecht zur Längserstreckung
der zweiten Referenzstruktur ausgerichtet. Der Halter ist insbesondere drehfest in
Bezug auf die Referenzstruktur bzw. in Bezug auf das zumindest eine Referenzobjekt
angeordnet. Er ist lediglich translatorisch gegenüber den Referenzstrukturen bzw.
dem zumindest einen Referenzobjekt beweglich an der Vorrichtung angeordnet.
[0035] Eine umgekehrte Konstellation, bei welcher die Referenzstrukturen am Halter, typischerweise
an einer Außenseite des Halters angeordnet sind und bei welcher die mit den Referenzstrukturen
zusammenwirkenden Referenzsensor an den zumindest einem Referenzobjekt oder an mehreren
Referenzobjekten verteilt angeordnet sind, sind gleichermaßen denkbar. Sämtliche zuvor
beschriebenen Merkmale im Hinblick auf eine Anordnung der Referenzstrukturen an den
Referenzobjekten und der Referenzsensoren am Halter gelten auch für die umgekehrte
Konstellation, bei welcher die Referenzstrukturen am Halter angeordnet sind und die
Referenzsensor an dem oder an den Referenzobjekten angeordnet sind.
[0036] Erfindungsgemäß ist die Abstandsmesseinrichtung zumindest bezüglich einer ersten
Achse schwenkbar am Halter gelagert. Die erste Achse kann sich typischerweise senkrecht
oder unter einem vorgegebenen Winkel zur Axialrichtung als auch zur Radialrichtung
erstreckenden. Gemäß der schwenkbaren Lagerung der Abstandsmesseinrichtung am Halter
kann jeder Punkt auf der Oberfläche des Objekts in Reflexionsgeometrie und unter Einhaltung
der Orthogonalitätsbedingung für die Abstandsmesseinrichtung angefahren und optisch
abgetastet werden. Hierzu ist mitunter eine drehbare und/oder translatorisch verschiebbare
Lagerung des Objekts relativ zum Halter bezüglich der dritten Dimension, d. h. senkrecht
zur Radialrichtung als auch senkrecht zur Axialrichtung erforderlich und vorgesehen.
[0037] Nach einer weiteren Ausgestaltung fällt die erste Achse mit einem Schnittpunkt einer
gedachten ersten Verlängerung einer ersten Messrichtung des ersten Referenzsensors
und einer gedachten zweiten Verlängerung einer zweiten Messrichtung des zweiten Referenzsensors
zusammen. Jene Überlagerung der Drehachse der Abstandsmesseinrichtung mit den gedachten
Verlängerungen der Messrichtungen von erstem und zweitem Referenzsensor ist für die
präzise Positions- und Lagebestimmung des Halters bzw. der ihren schwenkbar gelagerten
Abstandsmesseinrichtung von Vorteil. Etwaige toleranzbedingte Verkippungen des Halters
haben insoweit keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf das Messergebnis
der Abstandsmessung zum Objekt. Die Lagebestimmung des Halters auf Basis der Referenzsensoren
und der hiermit zusammenwirkenden Referenzstrukturen sind insoweit weitgehend invariant
zur Drehbewegung der Abstandsmesseinrichtung.
[0038] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist an dem Halter ein Referenzkörper angeordnet.
Die Abstandsmesseinrichtung am Halter ist zur Messung eines Abstandes zwischen dem
Referenzkörper und einer Oberfläche des Objekts ausgebildet, wenn das Objekt am Träger
angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, als dass etwaige durch die Drehbewegung der
Abstandsmesseinrichtung induzierte Positionsungenauigkeiten mittels des Referenzkörpers
kompensiert werden können. Der Referenzkörper ist drehfest gegenüber den Referenzobjekten
am beweglichen Halter angeordnet. Der Referenzkörper weist typischerweise eine spiegelnde
und dem Träger der Vorrichtung zugewandte Oberfläche mit einer bekannten Oberflächengeometrie
auf. Durch Messung eines Abstandes einerseits in Richtung zum Objekt und andererseits
in Richtung zum Referenzkörper kann eine durch die Drehbewegung der Abstandsmesseinrichtung
induzierte Positionsungenauigkeit der Abstandsmesseinrichtung kompensiert werden.
[0039] Wird durch eine Drehbewegung der Abstandsmesseinrichtung beispielsweise der Abstand
zwischen der Abstandsmesseinrichtung und einem vorgegebenen Messpunkt auf der Oberfläche
des Objekts verkürzt wird gleichermaßen der Abstand zwischen der Abstandsmesseinrichtung
und einem diametral gegenüberliegenden Messpunkt am Referenzkörper in gleichem Maße
vergrößert.
[0040] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die Vorrichtung eine dritte längserstreckte
Referenzstruktur auf, die an einem vom Halter und dem Referenzobjekt angeordnet ist
und die sich unter einem vorgegebenen Winkel geneigt zur ersten Referenzstruktur und
zur zweiten Referenzstruktur erstreckt. Mittels der dritten längserstreckten Referenzstruktur
kann die Position des Halters hinsichtlich sämtlicher drei Raumkoordinaten in Bezug
auf die Referenzobjekte ermittelt werden. Dies ermöglicht prinzipiell eine freie Beweglichkeit
des Halters in sämtlichen drei Raumdimensionen. Auch können der Halter bezüglich zweier
Raumdimensionen bewegt und die daran angeordnete Abstandsmesseinrichtung bezüglich
zweier Achsen verschwenkt werden.
[0041] Aber auch für eine Beweglichkeit des Halters, die auf die Axialrichtung und die Radialrichtung,
somit auf eine Bewegung in einer einzigen Ebene beschränkt ist kann die dritte Referenzstruktur
für die Ermittlung der Position und/oder Ausrichtung der Abstandmesseinrichtung von
Vorteil sein. Insbesondere kann mittels der dritten Referenzstruktur eine durch die
Neigung oder Drehung der Abstandsmesseinrichtung bedingte Positionsungenauigkeit ermittelt,
bestimmt und kompensiert werden.
[0042] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die Vorrichtung ferner einen dritten Referenzsensor
auf, der an dem anderen von Halter und Referenzobjekt angeordnet ist und welcher im
Wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung der dritten Referenzstruktur ausgerichtet
ist. Mittels des dritten Referenzsensors kann ein Abstand zwischen dem Halter und
dem dritten Referenzobjekt präzise ermittelt werden. Eine gedachte dritte Verlängerung
einer dritten Messrichtung des dritten Referenzsensors kann dabei mit zumindest einer
von der ersten Verlängerung der ersten Messrichtung des ersten Referenzsensors und
der gedachten zweiten Verlängerung einer zweiten Messrichtung des zweiten Referenzsensors
zusammenfallen. Mithin können sich sämtliche Verlängerungen sämtlicher Referenzsensoren
in einem Punkt schneiden. Jener Schnittpunkt fällt bevorzugt mit einer Drehachse der
Abstandsmesseinrichtung zusammen.
[0043] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die dritte Referenzstruktur eine Referenzebene
auf, die sich unter einem vorgegebenen Winkel geneigt zur ersten Referenzstruktur
und zur zweiten Referenzstruktur erstreckt. Das Bereitstellen einer Referenzebene
ermöglicht insbesondere eine Verfahrbarkeit oder Verschiebbarkeit des Halters in der
von der Axialrichtung und Radialrichtung aufgespannten Ebene. Die dritte Referenzstruktur,
insbesondere die Referenzebene der dritten Referenzstruktur kann sich unter einem
vorgegebenen Winkel, etwa kleiner als 90° und größer als 15° zur Axialrichtung erstrecken.
[0044] Die Referenzebene der dritten Referenzstruktur kann sich ferner typischerweise in
Tangentialrichtung erstrecken. Die dritte Referenzstruktur kann mit größer werdendem
axialem Abstand zum Träger einen kleiner werdenden radialen Abstand zum Träger aufweisen.
Die Flächennormale der Referenzebene kann typischerweise in Richtung zum Träger ausgerichtet
sein. Die dritte Referenzebene kann bezogen auf die Radialrichtung (x) axial versetzt
zur Flächennormalen des Trägers angeordnet sein. Insoweit erstreckt sich die Referenzebene
der dritten Referenzstruktur von radial innen nach radial außen betrachtet nach unten
geneigt. Von radial außen nach radial innen betrachtet erstreckt sie sich nach oben
geneigt.
[0045] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist die Abstandsmesseinrichtung zumindest bezüglich
einer zweiten Achse schwenkbar am Halter gelagert. Die zweite Achse erstreckt sich
dabei unter einem vorgegebenen Winkel geneigt zur ersten Achse. Die erste und die
zweite Achse, bezüglich welcher die Abstandsmesseinrichtung schwenkbar am Halter gelagert
sind, können sich beispielsweise unter einem Winkel von 90° zueinander erstrecken.
Gedachte Verlängerungen der ersten Achse und der zweiten Achse können sich beispielsweise
auch in einem Punkt schneiden.
[0046] Mittels des dritten Referenzsensors und seinem Zusammenwirken mit der dritten Referenzstruktur
können etwaige Positionsungenauigkeiten der Abstandsmesseinrichtung infolge einer
Schwenkbewegung bezüglich der zweiten Achse präzise ermittelt bzw. gemessen und dementsprechend
rechnerisch kompensiert werden.
[0047] In einer typischen Konfiguration kann nämlich vorgesehen sein, dass sich das erste
Referenzobjekt bzw. die erste Referenzstruktur zumindest mit einer Richtung Komponente
entlang der Radialrichtung (x) erstreckt, dass sich zweite Referenzobjekt bzw. die
zweite Referenzstruktur zumindest mit einer Richtungskomponente entlang der Axialrichtung
(z) erstreckt und dass sich eine erste Achse, bezüglich welcher die Abstandsmesseinrichtung
drehbar am Halter gelagert ist, in Tangentialrichtung, mithin senkrecht zur Radialrichtung
als auch senkrecht zur Axialrichtung erstreckt. So kann die Abstandsmesseinrichtung
zur ersten Achse schwenkbar sein, die sich im Wesentlichen parallel zur Flächennormalen
der von der Axialrichtung und Radialrichtung aufgespannten Ebene erstreckt.
[0048] Bei der hierauf aufbauenden Ausgestaltung, bei welcher die Abstandsmesseinrichtung
zusätzlich noch zu einer zweiten Achse schwenkbar am Halter gelagert ist können durch
die hierdurch ermöglichte quasi zweite schwenkbare Lagerung Positionsungenauigkeiten
der Abstandsmesseinrichtung im Hinblick auf die Referenzobjekte auftreten. Solche
Positionsungenauigkeiten können z.B. durch mechanische Achsenfehler bedingt sein.
Durch die Schwenkbarkeit der Abstandsmesseinrichtung bezüglich zweier Achsen am Träger
können solche Positionsungenauigkeiten jedoch in Messrichtung der Abstandsmesseinrichtung
liegen. Mittels der dritten Referenzstruktur und des dritten Referenzobjekts sowie
mittels des hierauf gerichteten dritten Referenzsensors können solche, in Messrichtung
liegenden Positionsungenauigkeiten präzise erfasst und demgemäß rechnerisch kompensiert
werden.
[0049] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass zumindest eine von
erster und zweiter Referenzstruktur einen geradlinig verlaufenden längserstreckten
spiegelnden Streifen aufweist. Mithin können die erste und die zweite Referenzstruktur
quasi als eindimensionale Referenzstrukturen ausgebildet sein, die jeweils nur ein
Verfahren oder eine längsverschiebliche Bewegung des Halters in Längsrichtung der
jeweiligen Referenzstruktur erlauben und die Bewegung des Halters insoweit einschränken.
[0050] Sowohl die erste als auch die zweite Referenzstruktur können einen geradlinig verlaufenden
längserstreckten spiegelnden Streifen aufweisen. Bezüglich der Axialrichtung und der
Radialrichtung ist der Halter somit in einer einzigen, mit der ersten und der zweiten
Referenzstruktur zusammenfallenden Ebene relativ zum Referenzobjekt bzw. relativ zu
den Referenzobjekten beweglich gelagert.
[0051] Die Abstandssensoren bzw. Referenzsensoren sind typischerweise mit mehreren Lichtquellen
unterschiedlicher Wellenlänge gekoppelt, um den Abstand zum Objekt oder zum Referenzkörper
oder Referenzobjekt mittels eines Mehrwellenlängenmessprinzips zu bestimmen. Ein derartiges
Heterodyn-Messverfahren ermöglicht eine hochpräzise Abstandsmessung mit einer Auflösung
im Nanometer- und Subnanometerbereich und kann ferner einen Eindeutigkeitsbereich
des Messergebnisses bis in den Millimeterbereich hinein bereitstellen. Bevorzugt werden
als Lichtquellen weitgehend monochromatische Laser vorgesehen, deren Wellenlänge im
Bereich zwischen 1520 und 1630 nm liegt. Typischerweise liegen die verwendeten Laserwellenlängen
im S-, C- oder L-Band des optischen Telekommunikationsspektrums. Es sind aber auch
grundsätzlich Wellenlängen im sichtbaren und/oder UV-Spektralbereich denkbar.
[0052] Prinzipiell ist die Erfindung auch für eine mit lediglich einer Wellenlänge operierende
Abstandsmesseinrichtung implementierbar. Mittels eines Mehrwellenlängen-Messverfahrens
kann jedoch der Eindeutigkeitsbereich der empfangenen Signale sichtlich vergrößert
werden. Die jeweilige Phase oder Phasenlage der von der Objektoberfläche reflektierten
Strahlen wird wellenlängenselektiv detektiert und im Zuge einer elektronischen Auswertung
zur Bestimmung des Abstandes verarbeitet.
[0053] Die Abstandssensoren können ferner faseroptisch mit den betreffenden Lichtquellen
gekoppelt sein. Etwaige umweltbedingte Störeinflüsse können auf diese Art und Weise
auf ein Minimum begrenzt werden.
[0054] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die Vorrichtung ferner einen als Detektionseinheit
ausgestaltete Steuerung auf, mittels welcher aus dem ersten Abstand und dem zweiten
Abstand die Position und die Ausrichtung des Halters oder seines Referenzkörpers relativ
zum zumindest einen Referenzobjekt präzise bestimmbar ist. Insbesondere kann aus einem
Vergleich und/oder aus einer Mittelwertbildung, der unabhängig voneinander gemessenen
ersten und zweiten Abstände sowohl die Position des Halters als auch seine Neigung
bzw. Verkippung in der Messebene (x, z) bestimmt werden. Insbesondere ist hiermit
die Lage der Drehachse der Abstandsmesseinrichtung präzise bestimmbar.
[0055] Nach einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ferner ein Verfahren zur geometrischen
Vermessung eines Objekts mittels einer zuvor beschriebenen Vorrichtung, wobei die
Oberfläche eines am Träger gelagerten Objekts mittels der Abstandsmesseinrichtung
scannend erfasst, bzw. vermessen wird. Die Oberflächenkontur eines am Träger gelagerten
Objekts wird dabei mittels der am Halter drehbar angeordneten Abstandsmesseinrichtung
scannend, das heißt oberflächenabtastend erfasst. Einzelne Messpunkte der Oberfläche
des Objekts werden nacheinander mit einem Messstrahl beaufschlagt, sodass für jeden
Messpunkt ein Abstand ermittelbar ist. Insoweit werden während eines Scann-Prozesses
mittels der Abstandsmesseinrichtung mehrere Abstände zu Messpunkten des Objekts, ggf.
auch zu Referenzpunkten des Referenzkörpers gemessen. Aus diesen wird ein Oberflächenabbild
des Objekts erzeugt, insbesondere rechnergestützt berechnet.
[0056] Ferner werden mittels dem ersten und dem zweiten Referenzsensor die Position und
die Ausrichtung des Halters oder seines Referenzkörpers relativ zum zumindest einen
Referenzobjekt ermittelt. Sofern die Vorrichtung nur einen Bewegungsfreiheitsgrad
für den Halter vorsieht, ist die Implementierung von lediglich zwei typischerweise
parallel ausgerichteten und senkrecht zu ihrer Messrichtung voneinander beabstandeten
Referenzsensoren grundsätzlich ausreichend. In einer Weiterbildung der Vorrichtung
und dementsprechend auch in einer Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass
die Position und Ausrichtung des Halters in einer zweidimensionalen Messebene (x,
z) mittels dem ersten, dem zweiten und einem dritten Referenzsensor ermittelt werden.
Auf Basis der Positions- und Ausrichtungsbestimmung des Halters bzw. des Referenzkörpers
wird dann das Oberflächenabbild korrigiert.
[0057] So ist insbesondere vorgesehen, dass die mittels des ersten und des zweiten Referenzsensors
ermittelte Ausrichtung des Halters zur Korrektur der von der Abstandsmesseinrichtung
gemessenen Abstände zwischen Messpunkten des Objekts und Referenzpunkten des Referenzkörpers
verwendet werden. Auf diese Art und Weise können aufgrund geringster Neigungen oder
Verkippungen des Halters bedingte Abstands-Messfehler rechnerisch kompensiert werden.
[0058] Es ist hierbei anzumerken, dass das genannte Verfahren mittels der zuvor beschriebenen
Vorrichtung durchgeführt wird, und dass insoweit sämtliche in Bezug auf die Vorrichtung
beschriebenen Merkmale und Vorteile auch gleichermaßen für das Verfahren gelten; und
umgekehrt.
[0059] Nach einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ferner ein Computerprogramm zur
geometrischen Vermessung eines Objekts mittels einer zuvor beschriebenen Vorrichtung.
Das Computerprogramm weist Programmmittel zum scannenden Erfassen der Oberflächenkontur
eines am Träger gelagerten Objekts mit Hilfe der Abstandsmesseinrichtung auf. Hierzu
ist das Computerprogramm mit Programmmitteln zum Messen mehrerer Abstände zu Messpunkten
des Objekts mit Hilfe der Abstandsmesseinrichtung ausgestattet. Ferner weist das Computerprogramm
Programmmittel auf, mittels deren die Position und die Ausrichtung des Halters oder
der daran angeordneten Abstandsmesseinrichtung relativ zum Referenzobjekt auf Basis
der vom ersten und vom zweiten Referenzsensor gemessenen Abstände ermittelt werden.
Schließlich sind Programmmittel zum Korrigieren des Oberflächenabbilds auf Basis der
ermittelten bzw. gemessenen Position und Ausrichtung des Halters oder seines Referenzkörpers
vorgesehen.
[0060] An dieser Stelle ist ferner anzumerken, dass das Computerprogramm in der mit der
Vorrichtung gekoppelten Steuerung abläuft und in dieser dementsprechend implementierbar
ist. Das Computerprogramm dient der rechnergestützten Umsetzung des zuvor beschriebenen
Verfahrens bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der ebenfalls zuvor beschriebenen
Vorrichtung. Insoweit gelten sämtliche im Hinblick auf die Vorrichtung und auf das
Verfahren genannten Merkmale, Eigenschaften und Vorteile auch gleichermaßen für das
Computerprogramm; und umgekehrt.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0061] Weitere Ziele, Merkmale sowie vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand
der nachfolgenden Beschreibung eines exemplarischen Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung einer nach dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung
zur geometrischen Vermessung eines Objekts,
- Fig. 2
- eine der vorliegenden Entwicklung zugrunde liegende Problemstellung bei der Vermessung
von Objekten mit einer vergleichsweise großen Radialerstreckung und/oder von Objekten
mit einer stark gekrümmten, etwa konkav gewölbten Oberfläche,
- Fig. 3
- die Abstandsmesseinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung nach einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung zur geometrischen Vermessung eines Objekts,
- Fig. 6
- eine vergrößerte Darstellung der am Halter angeordneten Abstandsmesseinrichtung gemäß
Fig. 5 in Bezug zum einem zu vermessenden Objekt,
- Fig. 7
- eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung,
- Fig. 8
- eine gedrehte Darstellung der Vorrichtung gemäß Fig. 7 und
- Fig. 9
- ein Flussdiagramm des Verfahrens.
[0062] Im Vergleich zu der bereits eingangs beschriebenen und in der Fig. 1 gezeigten Vorrichtung
100 weist die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 gemäß Fig. 3 einen Träger 12 für ein
Objekt 14, beispielsweise für eine optische Komponente, zum Beispiel für eine Linse
auf. Der Träger 12 definiert eine Axialrichtung (z) und eine Radialrichtung (x). Der
Träger 12 und das hieran angeordnete Objekt 14 können beispielsweise drehbar gegenüber
einer Basis 11 der Vorrichtung 10 gelagert sein.
[0063] Die Vorrichtung 10 weist ferner einen Halter 26 auf, welcher relativ zum Träger 12
bezüglich der Axialrichtung und bezüglich der Radialrichtung beweglich ist. Der Halter
26 ist typischerweise translatorisch sowohl bezüglich der Axialrichtung als auch bezüglich
der Radialrichtung beweglich relativ zum Träger 12 gelagert. Hierfür kann eine gesonderte
mechanische Baugruppe mit einzelnen Verschiebeeinheiten, beispielsweise ein- oder
2-dimensionalen Verschiebetischen vorgesehen sein. Der Träger, bzw. die Basis 11 können
ortsfest installiert sein.
[0064] Die Vorrichtung 10 weist ferner ein erstes Referenzobjekt 18 und ein zweites Referenzobjekt
20 auf. Die Referenzobjekte 18, 20 sind relativ zum Träger 12 fixierbar. Typischerweise
sind sie relativ zum Träger 12 ortsfest an der Basis 11 angeordnet. Im vorliegend
gezeigten Ausführungsbeispiel weist das erste Referenzobjekt 18 eine erste Referenzstruktur
22 auf, die sich längst des Referenzobjekts 18 an einer dem Träger 12 zugewandten
Seite des Referenzobjekts 18 erstreckt.
[0065] Das zweite Referenzobjekt 20 weist eine zweite längserstreckte Referenzstruktur 24
auf, die sie ebenfalls an einer dem Träger 12 zugewandten Seite des Referenzobjekts
20 erstreckt. An dem Halter 26 ist ein erster Referenzsensor 32 angeordnet, welcher
in Richtung zur ersten Referenzstruktur 22 ausgerichtet ist. Der erste Referenzsensor
32 ist typischerweise am Halter 26 angeordnet. An dem Halter 26 ist ferner ein zweiter
Referenzsensor 34 angeordnet. Dieser ist in Richtung zur zweiten Referenzstruktur
24 des zweiten Referenzobjekts 20 ausgerichtet.
[0066] Der erste Referenzsensor 32 ist insbesondere senkrecht zur Längserstreckung der ersten
Referenzstruktur 22 ausgerichtet. Der zweite Referenzsensor 34 ist typischerweise
senkrecht zur Längserstreckung der zweiten Referenzstruktur 24 ausgerichtet. Die gedachten
Verlängerungen, insbesondere eine erste gedachte Verlängerung 52 des ersten Referenzsensors
32 und eine zweite gedachte Verlängerung 54der Messrichtung des zweiten Referenzsensors
34 schneiden sich in einem gemeinsamen Schnittpunkt. Dieser gedachte Schnittpunkt
fällt typischerweise mit einer Drehachse, insbesondere mit einer ersten Achse 51 des
Halters 26 zusammen an oder bezüglich welcher eine Abstandsmesseinrichtung 30 schwenkbar
gelagert ist.
[0067] Die Abstandsmesseinrichtung 30 weist, wie in Fig. 4 dargestellt, zumindest einen
ersten, zum Träger 12 gerichteten Abstandssensor 36 auf. Mittels des Abstandssensors
36 kann die Abstandsmesseinrichtung 30 einen Abstand zwischen dem Halter 26, insbesondere
zwischen der Achse 51 des Halters 26 und einem ausgewählten Messpunkt 17 auf der Oberfläche
16 des Objektes 14 bestimmen. Für die Abstandsbestimmung zu einzelnen Messpunkten
17 muss der
[0068] Abstandssensor 36 emittierte Lichtstrahl senkrecht auf den Messpunkt 17 auftreffen
damit der Abstand zwischen dem Abstandssensor 36 und dem Messpunkt 17 entweder durch
einen Laufzeitunterschied oder interferometrisch gemessen werden kann.
[0069] Der Abstandssensor 36, mithin die gesamte Abstandsmesseinrichtung 30 ist typischerweise
faseroptisch mit einer Steuerung 60 gekoppelt, die einerseits dazu ausgebildet ist,
die von der Abstandsmesseinrichtung 30 gemessen Signale oder Daten in Abstände umzurechnen
und die andererseits dazu ausgebildet ist, die Oberfläche 16 des Objekts 14 punktweise
oder linienweise abzutasten und dementsprechend die für die Verschiebebewegung und/oder
Drehbewegung des Halters 26 und der Abstandsmesseinrichtung 30 erforderlichen Stellantriebe
anzusteuern.
[0070] Die erste Achse 51, bezüglich welcher die Abstandsmesseinrichtung drehbar am Träger
26 gelagert ist, erstreckt sich typischerweise senkrecht zu der von der ersten und
der zweiten Referenzstruktur 22, 24 aufgespannten Ebene.
[0071] In den Figuren 3 und 4 ist ferner gezeigt, dass die erste Referenzstruktur 22 als
auch die zweite Referenzstruktur 24 gegenüber der Axialrichtung (z) geneigt ausgerichtet
sind. Der Winkel zwischen der ersten Referenzstruktur 22 und der zweiten Referenzstruktur
24 beträgt in etwa 90°. Entsprechend der Ausrichtung der ersten und der zweiten Referenzstruktur
22, 24 sind auch die ersten und zweiten Referenzsensor können 32, 34 am Halter 26
ausgerichtet.
[0072] Mithin kann der gesamte Halter 26 im Vergleich zur Konfiguration gemäß dem Stand
der Technik um einen vorgegebenen Winkel gedreht zu dem Träger 12 oder zur Basis 11
ausgerichtet sein. Dies ermöglicht insbesondere für den zweiten, nach dem Stand der
Technik horizontal ausgerichteten Referenzsensor 34, dass dieser im Unterschied zum
Stand der Technik gemäß den Ausführungsformen der Figuren 3, 4, 5, 7 und 8 schräg
nach oben geneigt ausgerichtet sein kann.
[0073] Wie insbesondere in Fig. 6 gezeigt kann insbesondere durch die nach oben geneigte
Ausrichtung des zweiten Referenzsensors 34 der Messbereich der Vorrichtung in Radialrichtung
(x) vergrößert werden. Zudem können auch Objekte 14 mit einer vergleichsweise stark
gekrümmten Oberfläche 16, insbesondere konkav gekrümmte Oberfläche 16 präzise vermessen
werden. Durch die nach oben geneigte Ausrichtung des zweiten Referenzsensors 34 ist
nicht mehr zu befürchten, dass ein vom Referenzsensor ausgehender Referenzstrahl oder
Messstrahl durch oder von dem Objekt 14 oder von seiner Oberfläche 16 blockiert, abgelenkt
oder gestreut wird.
[0074] In der Ausgestaltung gemäß der Fig. 4 ist der Halter 26 nur noch gestrichelt gekennzeichnet.
In der Ausgestaltung gemäß Fig. 5 ist er rein zu Darstellungszwecken nicht mehr explizit
gezeigt. Er ist aber gleichwohl vorhanden. Bei der Ausgestaltung der Vorrichtung 10
gemäß Fig. 4 weist die Abstandsmesseinrichtung 30 einen ersten Abstandssensor 36 auf,
der in Richtung zur Oberfläche 16 des Objekts 14 ausgerichtet ist. Zudem weist die
Abstandsmesseinrichtung 30 einen zweiten Abstandssensor 38 auf, der der Messrichtung
des ersten Abstandssensor 36 entgegengerichtet ausgerichtet ist. Beide Abstandssensoren
36, 38 sind drehfest miteinander verbunden. Sie sind kombiniert bezüglich der ersten
Achse 51 drehbar am Halter 26 gelagert. Der zweite Abstandssensor 38 ist in Richtung
zum Referenzkörper 40, insbesondere zu einer Referenzfläche 42 des Referenzkörpers
40 ausgerichtet, welcher beispielsweise einen Hohlspiegel aufweisen kann, dessen virtueller
Mittelpunkt in etwa mit der ersten Achse 51 zusammenfällt. Die Geometrie des Referenzkörpers,
insbesondere derjenigen zum zweiten Abstandssensor 38 gerichteten Seite ist präzise
vermessen und ist in der Steuerung 60 hinterlegt.
[0075] Die konkrete Winkelstellung der Abstandsmesseinrichtung 30, mithin der beiden Abstandssensoren
36, 38 relativ zum Referenzkörper 40 kann mittels eines mit der Abstandsmesseinrichtung
30 verbunden oder mechanisch gekoppelten Drehwinkelsensors ermittelt werden. Etwaige
durch die Drehung der Abstandsmesseinrichtung 30 bezüglich der ersten Achse 51 bedingte
Positionsungenauigkeiten können durch und mittels der beiden Abstandssensoren 36,
38 rechnerisch kompensiert werden. Die Abstandsmesseinrichtung 30 dient der Ermittlung
eines Abstandes eines Messpunkts 17 auf der Objektoberfläche 16 zu einem hiermit korrespondierenden
Messpunkt 41 am Referenzkörper 40.
[0076] Bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 5 beträgt der Winkel zwischen der ersten Referenzstruktur
22 und der zweiten Referenzstruktur 24 in etwa 120° bis 135°.
[0077] Die erste Referenzstruktur 22, mithin das erste Referenzobjekt 18 ist horizontal
ausgerichtet. Es befindet sich oberhalb der Abstandsmesseinrichtung 30 sowie oberhalb
des Trägers 26. Die zweite Referenzstruktur 24 und das zweite Referenzobjekt 20 sind
gegenüber der Radialrichtung als auch gegenüber der Axialrichtung geneigt ausgerichtet.
Um eine nach oben gerichtete Ausrichtung des zweiten Referenzsensors 34 zu ermöglichen,
weist die zweite Referenzstruktur 24 mit größer werdendem axialem Abstand zum Träger
12 einen kleiner werdenden radialen Abstand zum Träger 12 auf.
[0078] Von radialinnen nach radial außen betrachtet kann die zweite Referenzstruktur 24
bzw. kann das zweite Referenzobjekt 20 nach unten, d. h. zum Träger 12 hin geneigt
ausgerichtet sein.
[0079] Bei der weiteren Ausgestaltung gemäß der Figuren 7 und 8 ist ferner eine dritte Referenzstruktur
23 vorgesehen, welche von einem dritten Referenzobjekt 19 bereitgestellt wird. Wie
sich durch eine Zusammenschau der Figuren 7 und 8 ergibt, erstreckt sich die dritte
Referenzstruktur 23 unter einem vorgegebenen Winkel sowohl zur ersten Referenzstruktur
22 als auch zur zweiten Referenzstruktur 24. Die dritte Referenzstruktur 23 kann ferner
als eine Referenzebene 25 ausgestaltet sein, mithin kann das dritte Referenzobjekt
19 eine plattenartige ebene Geometrie aufweisen.
[0080] Auch das dritte Referenzobjekt 19, bzw. dessen dritte Referenzstruktur 23 kann bezüglich
der Axialrichtung (z) als auch bezüglich der Radialrichtung (x) geneigt ausgerichtet
sein. Wie insbesondere in Fig. 8 verdeutlicht kann die dritte Referenzstruktur 23,
mithin die Referenzebene 25 mit größer werdendem axialem Abstand zum Träger 12 einen
kleiner werdenden radialen Abstand zum Träger 12 aufweisen. Der dritte Referenzsensor
33 kann am Halter 26 in Richtung zur dritten Referenzstruktur 23 und demgemäß auch
senkrecht zum dritten Referenzobjekt 19 ausgerichtet sein. Der dritte Referenzsensor
33 kann im Wesentlichen senkrecht zur Ebene der dritten Referenzstruktur 23 ausgerichtet
sein.
[0081] Jene Anordnung ist insbesondere für eine zweidimensionale Schwenkbarkeit der Abstandsmesseinrichtung
30 von Vorteil. Wie ferner anhand der Figuren 7 und 8 dargestellt ist die Abstandsmesseinrichtung
30 bezüglich der ersten Achse 51 schwenkbar, die beispielsweise in y-Richtung verläuft.
Sie ist ferner bezüglich einer zweiten Achse 53 schwenkbar, die zum Beispiel in Radialrichtung,
d. h. in x-Richtung verläuft. Die erste Achse 51 kann insbesondere senkrecht zur zweiten
Achse 53 verlaufen. Die beiden Achsen 51, 53 können zumindest einen virtuellen Schnittpunkt
aufweisen, der typischerweise mit den gedachten Verlängerungen von zumindest zwei
der Referenzsensoren 32, 33, 34 zusammenfällt.
[0082] Auf diese Art und Weise können auch äußerst komplexe Objektoberflächen 16 mittels
der senkrecht zur Oberfläche 16 ausgerichteten Abstandsmesseinrichtung 30 bzw. mittels
ihres Abstandssensors 36 optisch abgetastet und demgemäß vergleichsweise zügig vermessen
werden. Die Schwenkbarkeit der Abstandsmesseinrichtung 30 bezüglich zweier Achsen
51, 53 ermöglicht ein zügiges orthogonal Ausrichten des Abstandssensors 36 zur Oberfläche
16 des Objekts.
[0083] Wenn die Abstandsmesseinrichtung 30 bezüglich zweier Achsen 51, 53 schwenkbar am
Halter 26 gelagert und wenn die Abstandsmesseinrichtung 30 mit zwei entgegengesetzt
ausgerichteten Abstandssensoren 36, 38 ausgestattet ist, weist der Referenzkörper
40 typischerweise eine dreidimensionale Referenzfläche, etwa eine Spiegelfläche in
Form eines sphärischen Hohlspiegels auf. Somit kann für jede Winkelstellung des zum
Referenzkörper 40 gerichteten Abstandssensors 38 ein Abstand zwischen einem Messpunkt
41 auf dem Referenzkörper 40 und einem Messpunkt 17 auf der Oberfläche 16 des Objekts
14 bestimmt werden. Der Messpunkt 41 befindet sich auf der Referenzfläche 42 des Referenzkörpers
40.
[0084] Durch die Schwenkbarkeit bezüglich der zweiten Achse 53 können jedoch durch unvermeidbare
mechanische Achsfehler Messungsgenauigkeiten entlang der durch die Ausrichtung der
Abstandmesseinrichtung 30 vorgegebenen Messrichtung auftreten. Die Messungsgenauigkeiten
können insbesondere in der Position des Halters 26 bzw. der Abstandmesseinrichtung
30 in Richtung der Flächennormalen von Axialrichtung (z) und Radialrichtung (x) liegen.
Mittels der dritten Referenzstruktur 23 und dem dritten Referenzobjekt 19 und mithilfe
des dritten Referenzsensors 33 können etwaige Positionsungenauigkeiten senkrecht zu
derjenigen Ebene gemessen und rechnerisch kompensiert werden, die von der Axialrichtung
(z) und Radialrichtung (z) aufgespannt wird. Mit anderen Worten kann ein durch die
zweite schwenkbarer Lagerung der Abstandmesseinrichtung 30 bedingter Positionsfehler
in y-Richtung mittels des dritten Referenzsensors 33 und mittels des dritten Referenzobjekts
19 mit einer dort vorgesehenen Referenzstruktur 23 präzise erfasst und demgemäß rechnerisch
kompensiert werden.
[0085] In Fig. 9 ist schließlich ein Flussdiagramm des Verfahrens dargestellt. In einem
ersten Schritt 200 wird die Oberflächenkontur des am Träger 12 gelagerten Objekts
14 mittels der am Halter 26 drehbar angeordneten Abstandsmesseinrichtung 30 scannend,
das heißt oberflächenabtastend erfasst. Einzelne Messpunkte 17 der Oberfläche 16 des
Objekts 14 werden nacheinander mit einem Messstrahl beaufschlagt, sodass für jeden
Messpunkt 17 ein Abstand zum Abstandssensor 36 ermittelt wird. Insoweit werden während
eines Scannprozess mittels der Abstandsmesseinrichtung 30 eine Reihe von Abständen
zu einzelnen Messpunkten 17 des Objekts 14 gemessen, bzw. Abständen zwischen den Messpunkten
und Referenzpunkten am Referenzkörpers 40 gemessen. Aus diesen wird ein Oberflächenabbild
des Objekts 14 erzeugt, insbesondere rechnergestützt berechnet.
[0086] In einem weiteren Schritt 202, welcher simultan zum ersten Schritt 200 abläuft werden
mittels dem ersten und dem zweiten Referenzsensor 32, 34 als auch mittels des dritten
Referenzsensors 33 die Position und die Ausrichtung des Halters 26 und/oder seines
Referenzkörpers 40 relativ zum zumindest einen Referenzobjekt 18, 20, typischerweise
zu beiden Referenzobjekten 18 und 20 ggf. auch zu dem dritten Referenzobjekt 19 ermittelt.
In einem weiteren Schritt 204 auf Basis der Positions- und Ausrichtungsbestimmung
des Halters bzw. des Referenzkörpers das Oberflächenabbild korrigiert.
Bezugszeichenliste
[0087]
- 10
- Messvorrichtung
- 11
- Basis
- 12
- Träger
- 14
- Objekt
- 16
- Oberfläche
- 17
- Messpunkt
- 18
- Referenzobjekt
- 19
- Referenzobjekt
- 20
- Referenzobjekt
- 22
- Referenzstruktur
- 23
- Referenzstruktur
- 24
- Referenzstruktur
- 25
- Referenzfläche
- 26
- Halter
- 30
- Abstandsmesseinrichtung
- 32
- Referenzsensor
- 33
- Referenzsensor
- 34
- Referenzsensor
- 36
- Abstandssensor
- 38
- Abstandssensor
- 40
- Referenzkörper
- 41
- Messpunkt
- 42
- Referenzfläche
- 51
- Achse
- 52
- Verlängerung
- 53
- Achse
- 54
- Verlängerung
- 60
- Steuerung
- 100
- Messvorrichtung
1. Vorrichtung zur geometrischen Vermessung eines Objekts (14), mit:
- einem Träger (12) für das Objekt (14), welcher eine Axialrichtung (z) und eine Radialrichtung
(x) definiert,
- einem Halter (26), welcher relativ zum Träger (12) bezüglich der Axialrichtung (z)
und bezüglich der Radialrichtung (x) beweglich ist,
- einer Abstandsmesseinrichtung (30), welche am Halter (26) angeordnet ist,
- zumindest einem Referenzobjekt (18, 19, 20), welches relativ zum Träger (12) fixierbar
ist,
- wobei an einem von Halter (26) und Referenzobjekt (18, 19, 20) eine erste längserstreckte
Referenzstruktur (22) und eine zweite längserstreckte Referenzstruktur (24) angeordnet
sind, wobei sich die erste längserstreckte Referenzstruktur (22) und die zweite längserstreckte
Referenzstruktur (24) unter einem vorgegebenen Winkel zueinander erstrecken, und
- wobei an dem anderen von Halter (26) und Referenzobjekt (18, 19, 20) ein erster,
zur ersten Referenzstruktur (22) ausgerichteter Referenzsensor (32) und ein zweiter,
zur zweiten Referenzstruktur (24) ausgerichteter Referenzsensor (34) angeordnet sind,
wobei eine Position des Halters (26) in einer von der Längserstreckung der ersten
Referenzstruktur (22) und der Längserstreckung der zweiten Referenzstruktur (24) aufgespannten
Ebene durch Messung eines ersten Abstandes zwischen dem ersten Referenzsensor (32)
und der ersten Referenzstruktur (22) sowie durch Messung eines zweiten Abstandes zwischen
dem zweiten Referenzsensor (34) und der zweiten Referenzstruktur (24) ermittelbar
ist,
- wobei die erste Referenzstruktur (22) in Radialrichtung (x) ausgerichtet ist und
die zweite Referenzstruktur (24) um einen vorgegebenen Winkel gegenüber der Axialrichtung
(z) geneigt ausgerichtet ist, oder
- wobei die erste Referenzstruktur (22) und die zweite Referenzstruktur (24) jeweils
um einen vorgegebenen Winkel sowohl gegenüber der Radialrichtung (x) als auch gegenüber
der Axialrichtung (z) ausgerichtet sind, dadurch gekennzeichnet
- dass die Abstandsmesseinrichtung (30) zumindest bezüglich einer ersten Achse (51) schwenkbar
am Halter (26) gelagert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die zweite Referenzstruktur (24) mit größer werdendem
axialem Abstand zum Träger (12) einen kleiner werdenden radialen Abstand zum Träger
(12) aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die zweite Referenzstruktur (24)
um einen Winkel zwischen 5° bis 75°, um einen Winkel zwischen 30° bis 60°, um einen
Winkel zwischen 40° bis 50° oder um einen Winkel von in etwa 45° gegenüber der Axialrichtung
(z) geneigt ausgerichtet ist oder wobei die zweite Referenzstruktur (24) um einen
Winkel zwischen 5° bis 30°, um einen Winkel zwischen 5° bis 25°, um einen Winkel zwischen
10° bis 20° oder um einen Winkel von in etwa 15° gegenüber der Axialrichtung (z) geneigt
ausgerichtet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste und die zweite
längserstreckte Referenzstruktur (22, 24) an zumindest einem Referenzobjekt (18) oder
an zwei zueinander fixierten Referenzobjekten (18, 20) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei der erste Referenzsensor (32) am Halter (26) angeordnet
und senkrecht zur Längserstreckung der ersten Referenzstruktur (22) ausgerichtet ist
und wobei der zweite Referenzsensor (34) am Halter (26) angeordnet und senkrecht zur
Längserstreckung der zweiten Referenzstruktur (24) ausgerichtet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche eine als Detektionseinheit
ausgestaltete Steuerung (60) aufweist, mittels welcher aus dem ersten Abstand und
dem zweiten Abstand die Position und die Ausrichtung des Halters (26) relativ zum
zumindest einen Referenzobjekt (18, 19, 20) bestimmbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 6, wobei die erste Achse
(51) mit einem ersten Schnittpunkt einer gedachten ersten Verlängerung (54) einer
ersten Messrichtung des ersten Referenzsensors (32) und einer gedachten zweiten Verlängerung
(44) einer zweiten Messrichtung des zweiten Referenzsensors (34) zusammenfällt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem Halter (26) ein
Referenzkörper (40) angeordnet ist und wobei die Abstandsmesseinrichtung (30) zur
Messung eines Abstandes zwischen dem Referenzkörper (40) und einer Oberfläche (16)
des Objekts (14) ausgebildet ist, wenn das Objekt (14) am Träger (12) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche ferner eine dritte längserstreckte
Referenzstruktur (23) aufweist, die an einem vom Halter (26) und dem Referenzobjekt
(18, 19, 20) angeordnet ist und die sich unter einem vorgegebenen Winkel geneigt zur
ersten Referenzstruktur (22) und zur zweiten Referenzstruktur (24) erstreckt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, welche ferner einen dritten Referenzsensor (33) aufweist,
der an dem anderen von Halter (26) und Referenzobjekt (18, 19, 20) angeordnet ist
und welcher im Wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung der dritten Referenzstruktur
(23) ausgerichtet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, wobei die dritte Referenzstruktur (23) eine Referenzebene
(25) aufweist, die sich unter einem vorgegebenen Winkel geneigt zur ersten Referenzstruktur
(22) und zur zweiten Referenzstruktur (24) erstreckt.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abstandsmesseinrichtung
(30) zumindest bezüglich einer zweiten Achse (53) schwenkbar am Halter (26) gelagert
ist und wobei sich die zweite Achse (53) unter einem vorgegebenen Winkel geneigt zur
ersten Achse (51) ausgerichtet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest eine von erster
und zweiter Referenzstruktur (22, 24) einen geradlinig verlaufenden längserstreckten
spiegelnden Streifen aufweist.
14. Verfahren zur geometrischen Vermessung eines Objekts (14) mittels einer Vorrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Oberfläche (16) eines am Träger
(12) gelagerten Objekts (14) mittels der Abstandsmesseinrichtung (30) scannend erfasst
wird, indem:
- mittels der Abstandsmesseinrichtung (30) mehrere Abstände zu Messpunkten des Objekts
(14) und ein Oberflächenabbild des Objekts (14) erzeugt wird,
- mittels dem ersten und dem zweiten Referenzsensor (32, 34) eine Position und die
Ausrichtung des Halters (26) oder eines daran angeordneten Referenzkörpers (40) relativ
zum Referenzobjekt (18, 20) ermittelt werden, und
- das Oberflächenabbild auf Basis der Position und Ausrichtung des Halters (26) oder
des Referenzkörpers (40) relativ zum Referenzobjekt (18, 20) rechnergestützt korrigiert
wird.
15. Computerprogramm zur geometrischen Vermessung eines Objekts (14) mittels einer Vorrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, umfassend Programmmittel, die bei
der Ausführung des Programms durch einen Computer und durch eine Vorrichtung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13 diese veranlassen, Schritte des Erfassens,
des Messens, des Ermittelns und des Korrigierens auszuführen, mit:
- Programmmitteln zum abscannenden Erfassen der Oberflächenkontur (15) eines am Träger
(12) gelagerten Objekts (14) mittels der Abstandsmesseinrichtung (30),
- Programmmitteln zum Messen mehrerer Abstände zu Messpunkten (17) an einer Oberfläche
(16) des Objekts (14) mittels der Abstandsmesseinrichtung (30) und zum Erzeugen eines
Oberflächenabbilds des Objekts (14),
- Programmmitteln zum Ermitteln einer Position und Ausrichtung des Halters (26) oder
der Abstandsmesseinrichtung (30) relativ zum Referenzobjekt (18, 20) mittels dem ersten
und dem zweiten Referenzsensor (32, 34), und
- Programmmitteln zum Korrigieren des Oberflächenabbilds auf Basis der Position und
Ausrichtung des Halters (26) oder der Abstandsmesseinrichtung (30) relativ zum Referenzobjekt
(18, 20).
1. Device for performing geometric measurement of an object (14), having:
- a carrier (12) for the object (14), which carrier defines an axial direction (z)
and a radial direction (x),
- a holder (26) that is able to be moved relative to the carrier (12) with respect
to the axial direction (z) and with respect to the radial direction (x),
- a distance measuring apparatus (30) that is arranged on the holder (26),
- at least one reference object (18, 19, 20) that is able to be fixed relative to
the carrier (12),
- wherein a first longitudinally extending reference structure (22) and a second longitudinally
extending reference structure (24) are arranged on one of the holder (26) and the
reference object (18, 19, 20), wherein the first longitudinally extending reference
structure (22) and the second longitudinally extending reference structure (24) extend
at a predefined angle with respect to one another, and
- wherein a first reference sensor (32) aligned with respect to the first reference
structure (22) and a second reference sensor (34) aligned with respect to the second
reference structure (24) are arranged on the other of the holder (26) and the reference
object (18, 19, 20), wherein it is possible to ascertain a position of the holder
(26) in a plane spanned by the longitudinal extent of the first reference structure
(22) and the longitudinal extent of the second reference structure (24) by measuring
a first distance between the first reference sensor (32) and the first reference structure
(22) and by measuring a second distance between the second reference sensor (34) and
the second reference structure (24),
- wherein the first reference structure (22) is aligned in the radial direction (x)
and the second reference structure (24) is aligned in a manner inclined by a predefined
angle with respect to the axial direction (z), or
- wherein the first reference structure (22) and the second reference structure (24)
are each aligned by a predefined angle both with respect to the radial direction (x)
and with respect to the axial direction (z), characterized in that
- the distance measuring apparatus (30) is mounted on the holder (26) so as to be
able to pivot at least with respect to a first axis (51).
2. Device according to Claim 1, wherein the second reference structure (24) has a radial
distance to the carrier (12) that becomes smaller as the axial distance to the carrier
(12) becomes larger.
3. Device according to either of the preceding claims, wherein the second reference structure
(24) is aligned in a manner inclined by an angle between 5° and 75°, by an angle between
30° and 60°, by an angle between 40° and 50° or by an angle of around 45° with respect
to the axial direction (z), or wherein the second reference structure (24) is aligned
in a manner inclined by an angle between 5° and 30°, by an angle between 5° and 25°,
by an angle between 10° and 20° or by an angle of around 15° with respect to the axial
direction (z).
4. Device according to one of the preceding claims, wherein the first and the second
longitudinally extending reference structure (22, 24) are arranged on at least one
reference object (18) or on two reference objects (18, 20) that are fixed with respect
to one another.
5. Device according to Claim 4, wherein the first reference sensor (32) is arranged on
the holder (26) and is aligned perpendicular to the longitudinal extent of the first
reference structure (22) and wherein the second reference sensor (34) is arranged
on the holder (26) and is aligned perpendicular to the longitudinal extent of the
second reference structure (24).
6. Device according to one of the preceding claims, having a controller (60) designed
as a detection unit, which controller is able to be used to determine the position
and the alignment of the holder (26) relative to the at least one reference object
(18, 19, 20) from the first distance and the second distance.
7. Device according to one of preceding Claims 3 to 6, wherein the first axis (51) is
coincident with a first point of intersection of an imaginary first extension (54)
of a first measuring direction of the first reference sensor (32) and an imaginary
second extension (44) of a second measuring direction of the second reference sensor
(34).
8. Device according to one of the preceding claims, wherein a reference body (40) is
arranged on the holder (26) and wherein the distance measuring apparatus (30) is designed
to measure a distance between the reference body (40) and a surface (16) of the object
(14) when the object (14) is arranged on the carrier (12).
9. Device according to one of the preceding claims, furthermore having a third longitudinally
extending reference structure (23) that is arranged on one of the holder (26) and
the reference object (18, 19, 20) and that extends in a manner inclined by a predefined
angle with respect to the first reference structure (22) and with respect to the second
reference structure (24).
10. Device according to Claim 9, furthermore having a third reference sensor (33) that
is arranged on the other of the holder (26) and the reference object (18, 19, 20)
and that is aligned substantially perpendicular to the longitudinal extent of the
third reference structure (23) .
11. Device according to Claim 9 or 10, wherein the third reference structure (23) has
a reference plane (25) that extends in a manner inclined by a predefined angle with
respect to the first reference structure (22) and with respect to the second reference
structure (23).
12. Device according to one of the preceding claims, wherein the distance measuring apparatus
(30) is mounted on the holder (26) so as to be able to pivot at least with respect
to a second axis (53) and wherein the second axis (53) is aligned in a manner inclined
by a predefined angle with respect to the first axis (51).
13. Device according to one of the preceding claims, wherein at least one of the first
and second reference structure (22, 24) has a longitudinally extending reflective
strip running in a straight line.
14. Method for performing geometric measurement of an object (14) using a device according
to one of the preceding claims, wherein the surface (16) of an object (14) mounted
on the carrier (12) is captured through scanning using the distance measuring apparatus
(30) in that:
- the distance measuring apparatus (30) is used to generate multiple distances to
measurement points of the object (14) and a surface image of the object (14),
- the first and the second reference sensor (32, 34) are used to ascertain a position
and the alignment of the holder (26) or of a reference body (40) arranged thereon
relative to the reference object (18, 20), and
- the surface image is corrected in a computer-aided manner on the basis of the position
and alignment of the holder (26) or of the reference body (40) relative to the reference
object (18, 20).
15. Computer program for performing geometric measurement of an object (14) using a device
according to one of preceding Claims 1 to 13, comprising program means that, when
the program is executed by a computer and by a device according to one of preceding
Claims 1 to 13, prompt these to carry out the capturing, measuring, ascertaining and
correcting steps, comprising:
- program means for capturing the surface contour (15) of an object (14) mounted on
the carrier (12) through scanning using the distance measuring apparatus (30),
- program means for measuring multiple distances to measurement points (17) on a surface
(16) of the object (14) using the distance measuring apparatus (30) and for generating
a surface image of the object (14),
- program means for ascertaining a position and alignment of the holder (26) or of
the distance measuring apparatus (30) relative to the reference object (18, 20) using
the first and the second reference sensor (32, 34), and
- program means for correcting the surface image on the basis of the position and
alignment of the holder (26) or of the distance measuring apparatus (30) relative
to the reference object (18, 20).
1. Dispositif de mesure géométrique d'un objet (14), pourvu :
- d'un support (12) pour l'objet (14), lequel définit une direction axiale (z) et
une direction radiale (x),
- d'un élément de maintien (26) qui est mobile par rapport au support (12), par rapport
à la direction axiale (z) et par rapport à la direction radiale (x),
- d'un équipement de mesure de distance (30) qui est agencé sur l'élément de maintien
(26),
- d'au moins un objet de référence (18, 19, 20) qui peut être fixé par rapport au
support (12),
- dans lequel une première structure de référence (22) s'étendant longitudinalement
et une deuxième structure de référence (24) s'étendant longitudinalement sont agencées
sur l'un de l'élément de maintien (26) et de l'objet de référence (18, 19, 20), dans
lequel la première structure de référence (22) s'étendant longitudinalement et la
deuxième structure de référence (24) s'étendant longitudinalement s'étendent l'une
par rapport à l'autre en formant un angle prédéfini, et
- dans lequel un premier capteur de référence (32), orienté vers la première structure
de référence (22), et un deuxième capteur de référence (34), orienté vers la deuxième
structure de référence (24), sont agencés sur l'autre de l'élément de maintien (26)
et de l'objet de référence (18, 19, 20), dans lequel une position de l'élément de
maintien (26) dans un plan passant par l'extension longitudinale de la première structure
de référence (22) et l'extension longitudinale de la deuxième structure de référence
(24) peut être déterminée par mesure d'une première distance entre le premier capteur
de référence (32) et la première structure de référence (22) ainsi que par mesure
d'une deuxième distance entre le deuxième capteur de référence (34) et la deuxième
structure de référence (24),
- dans lequel la première structure de référence (22) est orientée dans la direction
radiale (x) et la deuxième structure de référence (24) est orientée de manière inclinée
en formant un angle prédéfini par rapport à la direction axiale (z), ou
- dans lequel la première structure de référence (22) et la deuxième structure de
référence (24) sont respectivement orientées en formant un angle prédéfini aussi bien
par rapport à la direction radiale (x) que par rapport à la direction axiale (z),
caractérisé en ce que
- l'équipement de mesure de distance (30) est monté sur l'élément de maintien (26)
de manière à pouvoir pivoter au moins par rapport à un premier axe (51).
2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel la deuxième structure de référence
(24) présente une distance radiale par rapport au support (12) qui diminue lorsque
la distance axiale par rapport au support (12) augmente.
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la deuxième structure
de référence (24) est orientée de manière inclinée d'un angle compris entre 5° et
75°, d'un angle compris entre 30° et 60°, d'un angle compris entre 40° et 50° ou d'un
angle d'environ 45° par rapport à la direction axiale (z) ou dans lequel la deuxième
structure de référence (24) est orientée de manière inclinée par rapport à la direction
axiale (z) d'un angle compris entre 5° et 30°, d'un angle compris entre 5° et 25°,
d'un angle compris entre 10° et 20° ou d'un angle d'environ 15°.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les première et
deuxième structures de référence (22, 24) s'étendant longitudinalement sont agencées
sur au moins un objet de référence (18) ou sur deux objets de référence (18, 20) fixés
l'un à l'autre.
5. Dispositif selon la revendication 4, dans lequel le premier capteur de référence (32)
est agencé sur l'élément de maintien (26) et est orienté perpendiculairement à l'extension
longitudinale de la première structure de référence (22) et dans lequel le deuxième
capteur de référence (34) est agencé sur l'élément de maintien (26) et est orienté
perpendiculairement à l'extension longitudinale de la deuxième structure de référence
(24).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, lequel comporte un dispositif
de commande (60) configuré sous la forme d'une unité de détection, au moyen de laquelle
la position et l'orientation de l'élément de maintien (26) par rapport à l'au moins
un objet de référence (18, 19, 20) peuvent être déterminées à partir de la première
distance et de la deuxième distance.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 3 à 6, dans lequel le premier
axe (51) coïncide avec un premier point d'intersection d'un premier prolongement imaginaire
(54) d'une première direction de mesure du premier capteur de référence (32) et d'un
deuxième prolongement imaginaire (44) d'une deuxième direction de mesure du deuxième
capteur de référence (34).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel un corps de référence
(40) est agencé sur l'élément de maintien (26) et dans lequel l'équipement de mesure
de distance (30) est conçu pour mesurer une distance entre le corps de référence (40)
et une surface (16) de l'objet (14) lorsque l'objet (14) est agencé sur le support
(12).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, lequel comprend en outre une
troisième structure de référence (23) s'étendant longitudinalement qui est agencée
sur l'un de l'élément de maintien (26) et de l'objet de référence (18, 19, 20) et
qui s'étend de manière inclinée en formant un angle prédéfini par rapport à la première
structure de référence (22) et par rapport à la deuxième structure de référence (24).
10. Dispositif selon la revendication 9, lequel comprend en outre un troisième capteur
de référence (33) qui est agencé sur l'autre de l'élément de maintien (26) et de l'objet
de référence (18, 19, 20) et qui est orienté sensiblement perpendiculairement à l'extension
longitudinale de la troisième structure de référence (23) .
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, dans lequel la troisième structure de référence
(23) comporte un plan de référence (25) qui s'étend de manière inclinée en formant
un angle prédéfini par rapport à la première structure de référence (22) et par rapport
à la deuxième structure de référence (24).
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'équipement de
mesure de distance (30) est monté sur l'élément de maintien (26) de manière à pouvoir
pivoter au moins par rapport à un deuxième axe (53) et dans lequel le deuxième axe
(53) est orienté de manière inclinée en formant un angle prédéfini par rapport au
premier axe (51).
13. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins l'une
des première et deuxième structures de référence (22, 24) présente une bande réfléchissante
longitudinale s'étendant de manière rectiligne.
14. Procédé de mesure géométrique d'un objet (14) au moyen d'un dispositif selon l'une
des revendications précédentes, dans lequel la surface (16) d'un objet (14) monté
sur le support (12) est détectée par balayage au moyen de l'équipement de mesure de
distance (30), en ce que :
- plusieurs distances par rapport à des points de mesure de l'objet (14) et une image
de la surface de l'objet (14) sont générées au moyen de l'équipement de mesure de
distance (30),
- une position et l'orientation de l'élément de maintien (26) ou d'un corps de référence
(40) agencé sur celui-ci par rapport à l'objet de référence (18, 20) sont déterminées
au moyen des premier et deuxième capteurs de référence (32, 34), et
- l'image de surface est corrigée par ordinateur sur la base de la position et de
l'orientation de l'élément de maintien (26) ou du corps de référence (40) par rapport
à l'objet de référence (18, 20).
15. Programme informatique de mesure géométrique d'un objet (14) au moyen d'un dispositif
selon l'une des revendications 1 à 13 précédentes, comprenant des moyens programmés
qui, lorsque le programme est exécuté par un ordinateur et par un dispositif selon
l'une des revendications 1 à 13 précédentes, l'amènent à exécuter des étapes de détection,
de mesure, de détermination et de correction, comprenant :
- des moyens programmés destinés à détecter par balayage le contour de surface (15)
d'un objet (14) monté sur le support (12) au moyen de l'équipement de mesure de distance
(30),
- des moyens programmés destinés à mesurer plusieurs distances en des points de mesure
(17) sur une surface (16) de l'objet (14) au moyen de l'équipement de mesure de distance
(30) et de générer une image de surface de l'objet (14),
- des moyens programmés destinés à déterminer une position et une orientation de l'élément
de maintien (26) ou de l'équipement de mesure de distance (30) par rapport à l'objet
de référence (18, 20) au moyen des premier et deuxième capteurs de référence (32,
34), et
- des moyens programmés permettant de corriger l'image de surface sur la base de la
position et de l'orientation de l'élément de maintien (26) ou de l'équipement de mesure
de distance (30) par rapport à l'objet de référence (18, 20).