[0001] Die Erfindung betrifft eine Ablaufarmatur, insbesondere für eine Bade- oder Duschwanne
oder in Form eines Bodenablaufs, mit einem eine Einlauföffnung und einen Auslass aufweisenden
Ablaufgehäuse, einem der Einlauföffnung zugeordneten ring- und/oder flanschförmigen
Befestigungselement und einem zwischen der Einlauföffnung und dem Auslass ausgebildeten
Geruchverschluss, wobei der Auslass als Rohrstutzen zum Anschluss einer Rohrleitung
(Abwasserrohrleitung) ausgebildet ist, wobei der Rohrstutzen einen äußeren Rohrabschnitt
und einen innerhalb des äußeren Rohrabschnitts angeordneten inneren Rohrabschnitt
aufweist, wobei die Rohrabschnitte radial voneinander beabstandet sind wobei das Ablaufgehäuse
einen topfförmigen Abschnitt aufweist, von dessen Boden aus sich die Rohrabschnitte
vertikal nach unten erstrecken, und wobei in dem topfförmigen Abschnitt ein sich in
denselben nach oben erstreckender Rohrabschnitt ausgebildet oder angeordnet ist.
[0002] Derartige Ablaufarmaturen, auch als Ablaufgarnituren bezeichnet, sind in verschiedenen
Ausführungen bekannt (siehe z. B.
EP 0 365 789 A1 und
EP 2 363 543 B1).
[0003] Da normgerecht hergestellte Abwasserrohrleitungen in der Praxis verschiedene Anschlussdurchmesser
bzw. Nennweiten aufweisen, werden gattungsgemäße Ablaufarmaturen in verschiedenen
Ausführungen angeboten, die sich zumindest hinsichtlich des Anschlussdurchmessers
ihres Rohrstutzens voneinander unterscheiden. Dementsprechend existiert eine hohe
Modellanzahl von gattungsgemäßen Ablaufarmaturen, und dies bei ein und dem selben
Hersteller. Die hohe Modellanzahl verursachte relativ hohe Herstellungs- sowie Lagerkosten.
[0004] Ein weiteres Problem bei gattungsgemäßen Ablaufarmaturen ist deren Reinigung bzw.
die Reinigung der angeschlossenen Rohrleitung im Falle von Ablagerungen oder einer
Verstopfung. Der Zugang zu der möglicherweise verstopften Rohrleitung ist durch den
im Ablaufgehäuse ausgebildeten Geruchverschluss, der typischerweise eine U- oder S-förmige
Wasserumlenkung mit einer Überlaufkante aufweist, mehr oder weniger erschwert. Um
den Zugang zu der Rohrleitung zu erleichtern, insbesondere um eine Reinigungsspirale
oder dergleichen in die Rohrleitung einführen zu können, sind bekannte Ablaufarmaturen
häufig derart ausgeführt, dass ein oder mehrere Teile des Geruchverschlusses entnehmbar
in das Ablaufgehäuse eingesetzt sind. Beispielsweise sind Geruchverschlüsse bekannt,
die ein entnehmbares Tauchrohr, einen entnehmbaren Gehäusewandstopfen oder eine entnehmbare
Geruchverschlusstasse aufweisen (vgl.
EP 0 365 789 A1;
EP 2 363 543 B1 und
EP 2 149 643 B1). Die entnehmbaren Teile bekannter Geruchverschlüsse sind jedoch mitunter schwierig
zu entnehmen und danach wieder einzusetzen und/oder aufwendig ausgeführt.
[0005] Die
KR 20-0223970 Y1 offenbart einen Ablaufsiphon für Waschbecken mit einem Geruchverschluss. Der Ablaufsiphon
besteht aus einem Gehäuse mit einem oberen und einem unteren Gehäuseteil sowie einem
Rückflussverhinderungselement, welches in dem unteren Körper einbringbar ist. Das
Rückflussverhinderungselement weist ein vorstehendes Rohrteil auf, welches im montierten
Zustand mit einem vorstehenden Rohrteil des unteren Gehäuseteils zur Bildung eines
Geruchverschlusses überlappt.
[0006] Aus der
US 2011/277232 A1 ist eine einteilige Sanitärvorrichtung zum Verbinden eines Waschbeckenabflusses mit
einem Abwasserrohr bekannt. Die Vorrichtung umfasst ein vertikales Ende, einen flexiblen
Hals, einen Anschluss, einen Siphonabschnitt und ein horizontales Ende. Das vertikale
Ende weist zwei konzentrische rohrförmige Wände auf, wobei eine erste rohrförmige
Wand einen Durchmesser von 1,5 Zoll aufweist, während eine zweite rohrförmige Wand
einen Durchmesser von 1,25 Zoll aufweist und innerhalb der ersten Wand angeordnet
ist.
[0007] Die
KR 2014-0007216 A zeigt eine Entwässerungsrinne mit einem Rinnenkörper und einem Geruchverschluss,
wobei der Rinnenkörper über ein mit einem Tauchrohr versehenen Anschlussrohr mit dem
Geruchverschluss verbunden ist. Der Geruchverschluss hat zur Anbindung an ein Abflussrohr
ein Abflussloch. Das Tauchrohr ist längenanpassbar ausgebildet.
[0008] Die
GB 2 314 395 A offenbart einen Geruchverschluss mit einem Topf und einem Tauchrohr, wobei das Tauchrohr
in einem ringförmigen Träger gehalten ist. Oberhalb des Trägers ist ein Gitter angeordnet.
[0009] Die
KR 2012-0131951 A offenbart eine Mehrzweck-Siphonvorrichtung, die in verschiedenen Arten von Abwasserrohren
installiert werden kann. Die Mehrzweck-Siphonvorrichtung umfasst einen oberen Körperabschnitt,
einen unteren Körperabschnitt, ein Dichtungselement und einen Geruchverschlussabschnitt.
Der Geruchverschlussabschnitt ist in dem oberen Körperabschnitt aufgenommen, wobei
letzterer mit einem Abflussrohr verbindbar ist. Der untere Körperabschnitt ist über
eine flexible Rohrleitung mit dem oberen Körperabschnitt verbunden.
[0010] In der
KR 2007-0052722 A ist ein Bodenablauf-Siphon gezeigt, der über Anschlussstutzen mit einem Abflussrohr
verbunden werden kann. Hierzu sind an einem Hauptkörper des Siphons mehrere Anschlussstutzen
angeformt, die unterschiedliche Durchmesser aufweisen und konzentrisch zueinander
angeordnet sind. In den Hauptkörper ist ein Geruchverschluss zur Aufnahme von Sperrwasser
eingesetzt.
[0011] Die
KR 2011-0007997 U offenbart einen mehrteiligen Ablaufsiphon für ein Waschbecken mit einem oberen Gehäuseteil
und einem unteren Gehäuseteil, wobei an dem unteren Gehäuseteil ein Anschlussstutzen
zum Anschluss eines Ablaufrohres angeformt ist. Der Anschlussstutzen ist von einer
kreisringförmigen Rippe umgeben, die ebenfalls an dem unteren Gehäuseteil angeformt
ist und zusammen mit dem Anschlussstutzen eine kreisringförmige Nut definiert. Die
axiale Erstreckung der Rippe ist deutlich kürzer als die axiale Erstreckung des Anschlussstutzens.
[0012] Aus der
FR 2 098 675 A5 ist ein Ablauf für Sanitäreinrichtungen, insbesondere Urinale bekannt. Der Ablauf
hat ein topfförmiges Gehäuse mit radialen Rippen zur Abstützung und Zentrierung einer
von oben in das Gehäuse eingesetzten Siphonglocke. Ein oberer Abschnitt des Gehäuses
weist vertikale Nuten auf, die nach unten hin in einer horizontalen Nut für den Eingriff
und die Verriegelung einer die Siphonglocke abdeckenden Lochhaube durch Bajonettverschluss
enden.
[0013] Die
EP 0 903 444 A1 zeigt eine wasserlose Sanitäranlage, aufweisend ein Urinalbecken mit einem als Geruchverschluss
entsetzbaren Siphoneinsatz.
[0014] Die
GB 2 298 661 A offenbart einen Geruchverschluss zum Anschluss an einen Abwasserauslass einer Duschwanne,
umfassend ein Gehäuse mit einer topfförmigen Kammer, in die sich ein Einlassrohr von
dem Abwasserauslass nach unten erstreckt. Die topfförmige Kammer hat eine Auslassöffnung,
die mit einer zweiten Kammer in Verbindung steht, wobei die Auslassöffnung am oder
in der Nähe des oberen Endes des Gehäuses angeordnet ist. Die zweite Kammer hat einen
Auslass, an den ein Ablaufrohr anschließbar ist, wobei der Auslass auf einem niedrigeren
Niveau als die Auslassöffnung der topfförmige Kammer angeordnet ist.
[0015] Ferner sind gattungsgemäße Ablaufarmaturen bekannt, die im Bereich ihrer Einlauföffnung
mit einem entnehmbaren, gitterartigen Haarsieb ausgerüstet sind. Das Haarsieb soll
eine Verstopfung des Geruchverschlusses und der schlecht zugänglichen Rohrleitung
verhindern. Die Reinigung der Haarsiebe bekannter Ablaufarmaturen ist jedoch häufig
schwierig und umständlich.
[0016] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Ablaufarmatur der
eingangs genannten Art zu schaffen, die mindestens eines der vorgenannten Probleme
löst oder verringert.
[0017] Diese Aufgabe wird durch eine Ablaufarmatur mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsmäßen Ablaufarmatur sind in den
auf Anspruch 1 rückbezogenen Unteransprüchen angegeben.
[0018] Die erfindungsmäße Ablaufarmatur ist dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rohrabschnitt,
welcher sich in den topfförmigen Abschnitt nach oben erstreckt, ein Innenrohr angeordnet
ist, das sich nach unten in den inneren Rohrabschnitt des Rohrstutzens erstreckt.
[0019] Die erfindungsmäße Ablaufarmatur lässt sich an verschiedene normgerechte Abwasserrohrleitungen,
die sich hinsichtlich ihrer Nennweite voneinander unterscheiden, auf einfache Weise
anpassen, indem erforderlichenfalls der äußere Rohrabschnitt abgetrennt, beispielsweise
abgesägt wird, so dass dann der innerhalb des äußeren Rohrabschnitts angeordnete innere
Rohrabschnitt, der im Vergleich zu dem äußeren Rohrabschnitt einen kleineren Anschlussdurchmesser
(Rohrdurchmesser) aufweist, zum Anschluss einer vorhandenen oder zu installierenden
Abwasserrohrleitung verwendet werden kann. Es kann somit auf der Baustelle entschieden
werden, mit welchem Anschlussdurchmesser die Ablaufarmatur verbaut wird. Durch diese
Auswahl- bzw. Anpassungsmöglichkeit bietet die erfindungsgemäße Ablaufarmatur den
Vorteil, die Anzahl der herzustellenden bzw. vorzuhaltenden Modelle gattungsgemäßer
Ablaufarmaturen reduzieren zu können. Dadurch können Herstellungs- sowie Lagerkosten
gespart werden.
[0020] Zumindest der äußere Rohrabschnitt der erfindungsmäßen Ablaufarmatur ist aus einem
einfach abtrennbaren Material, beispielsweise aus Kunststoff hergestellt. Vorzugsweise
sind das Ablaufgehäuse und alle Rohrabschnitte der Ablaufarmatur aus Kunststoff hergestellt.
[0021] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur enden der
äußere Rohrabschnitt und der innere Rohrabschnitt in einer gemeinsamen Ebene. Hierdurch
kann die Ablaufarmatur bei ausreichender Anschlusslänge des äußeren Rohrabschnitts
sowie des inneren Rohrabschnitts relativ kompakt ausgeführt werden. Insbesondere lässt
sich die Ablaufarmatur dadurch unter Einhaltung einer vorgegebenen Sperrwasserhöhe
mit einer relativ niedrigen Bauhöhe realisieren.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass der äußere Rohrabschnitt entlang seines Außenumfangs eine Kante, vorzugsweise
eine umlaufende Kante aufweist, wobei die Kante vom freien Ende des äußeren Rohrabschnitts
um ein Maß beabstandet ist, welches größer/gleich dem Innendurchmesser des inneren
Rohrabschnitts ist. Die Kante kann als Führungskante für ein Schneidwerkzeug, beispielsweise
eine Säge genutzt werden. Hierdurch wird beim Abtrennen des äußeren Rohrabschnitts
die Herstellung einer zur Rohrachse orthogonalen Schnittkante (Trennebene) erleichtert.
[0023] Das Ablaufgehäuse der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur weist einen topfförmigen Abschnitt
auf, von dessen Boden aus sich die Rohrabschnitte, d. h. der äußere Rohrabschnitt
und der innere Rohrabschnitt, vertikal nach unten erstrecken. Dies ist insbesondere
für eine Verwendung der Ablaufarmatur mit einer flachen Duschtasse von Vorteil. Die
an der flachen Duschtasse montierte Ablaufarmatur lässt sich in diesem Fall einfach
und zuverlässig durch Einstecken mit einer entsprechend ausgerichteten Abwasserrohrleitung
verbinden.
[0024] Erfindungsgemäß ist in dem topfförmigen Abschnitt ein sich in denselben nach oben
erstreckender Rohrabschnitt ausgebildet oder angeordnet. Hierdurch lässt sich in Kombination
mit einer diesem Rohrabschnitt zugeordneten glocken- oder becherförmigen Kappe ein
Geruchverschluss in kompakter Bauform und mit hoher Ablaufleistung realisieren. Insbesondere
ermöglicht der sich nach oben erstreckende Rohrabschnitt nach einer Demontage der
glocken- oder becherförmigen Kappe einen einfachen und bequemen Zugang zu einer an
die Ablaufarmatur angeschlossenen Abwasserrohrleitung, um letztere im Falle einer
Verstopfung erforderlichenfalls mittels einer Reinigungsspirale zu reinigen.
[0025] Nach einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur ist der sich
in den topfförmigen Abschnitt nach oben erstreckende Rohrabschnitt durch Querrippen
mit dem topfförmigen Abschnitt verbunden. Die Querrippen bewirken eine besonders stabile
Anbindung des Rohrabschnitts an den topfförmigen Abschnitt der Ablaufarmatur. Vorzugsweise
sind die Querrippen an die Innenseite des Bodens des topfförmigen Abschnitts integral
angeformt. Des Weiteren sind die Querrippen vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet,
wobei sich die jeweilige Querrippe in einer im Wesentlichen vertikalen Ebene erstreckt.
[0026] Erfindungsgemäß ist in dem Rohrabschnitt, der sich in den topfförmigen Abschnitt
nach oben erstreckt, ein Innenrohr angeordnet, das sich nach unten in den inneren
Rohrabschnitt des Rohrstutzens erstreckt. Durch das Innenrohr lassen sich die Ablaufeigenschaften
der Ablaufarmatur optimieren. Beispielsweise kann das Innenrohr als verengender Rohrleitungsabschnitt
eine Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und damit eine hohe Ablaufleistung bewirken.
Vorzugsweise ist das Innenrohr an seinem oberen Ende konisch verengt, wobei der Innendurchmesser
der konischen Verengung in Ablaufrichtung des abzuleitenden Abwassers abnimmt.
[0027] Die glocken- oder becherförmige Kappe kann auch als Geruchverschlusskappe bezeichnet
werden.
[0028] Vorzugsweise sind die besagten Hinterschneidungen und/oder Vorsprünge als Elemente
eines Bajonettverschlusses ausgeführt. Hierdurch lässt sich die glocken- oder becherförmige
Kappe sehr einfach für Reinigungszwecke demontieren und nach erfolgter Reinigung einer
an der Ablaufarmatur angeschlossenen Abwasserrohrleitung wieder einfach und zuverlässig
montieren.
[0029] Für eine optimale Handhabbarkeit der glocken- oder becherförmigen Kappe sieht eine
weitere Ausgestaltung der Ablaufarmatur vor, dass in die Außenseite der Kappe Griffmulden
eingeformt sind. Hierdurch lässt sich die Kappe sicher manuell erfassen und gut drehen,
um den Bajonettverschluss zu lösen bzw. in Eingriff zu bringen.
[0030] Die Kappe ist beispielsweise federelastisch ausgebildet, so dass sie durch Druckeinwirkung,
insbesondere im Bereich ihrer Griffmulden, aus einer Normalform elastisch in eine
von der Normalform abweichende instabile Form verformbar ist. Nach Fortfall der Druckeinwirkung
stellt sich die Kappe von selbst aus der instabilen Form in ihre Normalform zurück.
[0031] Vorzugsweise sind die Hinterschneidungen und/oder Vorsprünge zur Fixierung der glocken-
oder becherförmigen Kappe oberhalb der oben erwähnten Querrippen ausgebildet. Die
Querrippen und die Hinterschneidungen bzw. Vorsprünge lassen sich dadurch fertigungstechnisch
sehr gut realisieren.
[0032] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur
ist an der Einlauföffnung des Ablaufgehäuses ein mit dem Ablaufgehäuse lösbar verbundenes
Haarsieb (Haarfangsieb) angeordnet, wobei das Haarsieb kammartig ausgebildet ist und
eine Vielzahl nach oben weisender Zinken aufweist. Das Haarsieb verhindert eine Verstopfung
einer an die Ablaufarmatur angeschlossenen Abwasserrohrleitung durch Haare und/oder
textile Fäden. Aufgrund der kammerartigen Ausgestaltung des Haarsiebes lässt sich
dieses leicht von daran anliegenden oder festsitzenden Haaren befreien.
[0033] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur sieht
vor, dass oberhalb der Einlauföffnung eine abnehmbare Abdeckhaube angeordnet ist,
deren Unterseite zusammen mit den Zinken des Haarsiebes einen Überlaufspalt begrenzt.
Somit bleibt die Funktion der Ablaufarmatur auch bei durch Haare oder Schmutz zugesetztem
Haarsieb erhalten. Die Höhe des Überlaufspaltes ist vorzugsweise gleich groß oder
größer als der horizontale Abstand zwischen zwei unmittelbar benachbarten Zinken des
Haarsiebes.
[0034] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Haarsieb
einen im Wesentlichen ringförmigen Abschnitt (Trägerabschnitt) aufweist, gegenüber
dessen Oberseite und/oder dessen Innenseite die Zinken vorstehen. Der ringförmige
Abschnitt des Haarsiebes kann soweit in die Einlauföffnung des Ablaufgehäuses eingesteckt
werden, dass im fertig montierten Zustand der Ablaufarmatur eine obere Kante des ringförmigen
Abschnitts oberseitig flächenbündig oder etwas tiefer als ein an der Einlauföffnung
angeordneter Befestigungsring (Befestigungsflansch) liegt. Wenn die Zinken des Haarsiebes
auch gegenüber der Innenseite des ringförmigen Abschnitts radial nach innen vorstehen,
so ist dies für die Stabilität des Haarsiebes sowie für dessen einfache Befreiung
von daran festgehaltenen Haaren von Vorteil. Vorzugsweise sind an dem ringförmigen
Abschnitt des Haarsiebes zwei oder mehr Einbuchtungen ausgebildet, die Köpfe von mit
dem Befestigungsring (Befestigungsflansch) verbundenen Schrauben und/oder an der Unterseite
der abnehmbaren Abdeckhaube vorgesehene Abstandhalter aufnehmen.
[0035] Die Zinken des Haarsiebes haben vorzugsweise ein längliches Querschnittsprofil, wobei
die horizontale Längsachse des Querschnittsprofils radial zu dem im Wesentlichen ringförmigen
Abschnitt (Trägerabschnitt) des Haarsiebes verläuft. Die vertikalen Kanten der Zinken
sind vorzugsweise abgerundet.
[0036] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Duschtasse mit einer erfindungsgemäßen Ablaufarmatur in einer perspektivischen
Draufsicht;
- Fig. 2
- die Duschtasse mit der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur aus Fig. 1 in einer perspektivischen
Unteransicht;
- Fig. 3
- die Duschtasse mit der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur aus Fig. 1 in einer anderen
perspektivischen Draufsicht, wobei die Ablaufarmatur teilweise in Explosionsdarstellung
gezeigt ist;
- Fig. 4
- die Ablaufarmatur in einer Seitenansicht;
- Fig. 5
- die Ablaufarmatur in einer Vertikalschnittansicht;
- Fig. 6
- die Ablaufarmatur ohne Abdeckhaube und ohne Haarsieb in einer anderen Vertikalschnittansicht,
wobei die vertikale Schnittebene - im Unterschied zur Fig. 5 - durch eine von drei
Befestigungsschrauben läuft;
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung des Details E aus Fig. 5;
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung des Details C aus Fig. 6;
- Fig. 9
- die Ablaufarmatur mit Abdeckhaube aus Fig. 4 in Draufsicht;
- Fig. 10
- die Ablaufarmatur ohne Abdeckhaube und ohne Haarsieb gemäß Fig. 6 in Draufsicht;
- Fig. 11
- die Ablaufarmatur aus Fig. 4 teilweise in perspektivischer Explosionsdarstellung;
und
- Fig. 12
- das Haarsieb der Ablaufarmatur gemäß Fig. 11 in einer gegenüber Fig. 11 vergrößerten
perspektivischen Darstellung.
[0037] Die in der Zeichnung dargestellte Ablaufarmatur (Ablaufgarnitur) 1 ist für eine Entwässerung
insbesondere von Duschwannen und dergleichen bestimmt. In den Figuren 1 bis 3 ist
eine flache Duschwanne 2, die auch als Duschtasse bezeichnet werden kann, gezeigt.
Die Duschwanne (Duschtasse) 2 weist eine Ablauföffnung 3 auf, an deren umlaufender
Randfläche die Ablaufarmatur 1 lösbar befestigt ist.
[0038] Die Ablaufarmatur 1 hat ein Ablaufgehäuse 4, das eine Einlauföffnung 5 und einen
Auslass 6 aufweist. Der Auslass 6 ist dabei in Form eines Rohrstutzens 4.1 ausgebildet,
an dem eine (hier nicht gezeigte) Rohrleitung (Abwasserrohrleitung) angeschlossen
werden kann. Zwischen der Einlauföffnung 5 und dem Auslass 6 ist in dem Ablaufgehäuse
4 ein Geruchverschluss ausgebildet.
[0039] Das Ablaufgehäuse 4 weist einen topfförmigen Abschnitt 4.2 auf. An der Oberseite
des topfförmigen Abschnitts 4.2 ist ein ringförmiger Flansch 4.3 ausgebildet, der
als Lager- und Klemmfläche für die Montage des Ablaufgehäuses an einer Duschtasse
2 dient. In der durch die Unterseite des Flansches 4.3 und die Außenseite des topfförmigen
Gehäuseabschnitts 4.2 begrenzten, umlaufenden Kehle ist eine Vielzahl von Verstärkungsrippen
4.4 vorgesehen, die einstückig mit dem topfförmigen Gehäuseabschnitt 4.2 und dem Flansch
4.3 ausgebildet sind. Auf dem Flansch 4.3 ist ein Dichtungsring 7 angeordnet. Der
Dichtungsring 7 ist vorzugsweise an seiner Unterseite mit einer umlaufenden Nut versehen,
wobei auf der Flanschoberseite vorzugsweise ein Ringsteg ausgebildet ist, der in die
Nut eingreift, so dass sich durch diesen Formschluss zwischen Dichtungsring 7 und
dem Flansch 4.3 eine radiale Arretierung des Dichtungsringes 7 an dem Ablaufgehäuse
4 ergibt.
[0040] Der Einlauföffnung 5 des Ablaufgehäuses 4 ist ein ringförmiges Befestigungselement
8 zugeordnet, mittels dem das Ablaufgehäuse 4 an der Randfläche der Ablauföffnung
3 der Duschtasse 2 festgelegt wird. Das ringförmige Befestigungselement 8 weist hierzu
mindestens zwei, vorzugsweise drei gleichmäßig voneinander beabstandete Durchstecklöcher
zur formschlüssigen Aufnahme von Befestigungsschrauben 9 auf. Das Befestigungselement
8 kann auch als Befestigungsflansch bezeichnet werden. Die Durchstecklöcher sind beispielsweise
im Bereich von radial einwärts vorstehenden Abschnitten des Befestigungsflansches
8 angeordnet. Der Befestigungsflansch 8 liegt bei der Montage des Ablaufgehäuses 4
mit seiner Unterseite bzw. Klemmfläche an der oberen Randfläche der Ablauföffnung
3 der Duschtasse 2 an, während der Dichtungsring 7 gegen die untere Randfläche der
Ablauföffnung 3 gepresst wird, und zwar beim Anziehen der Befestigungsschrauben 9,
die mit ihrem jeweiligen Gewindeschaft durch die Durchstecklöcher des Befestigungsflansches
8 gesteckt und in Gewindebohrungen des Ablaufgehäuses 4 eingeschraubt werden. Die
Gewindebohrungen sind durch aus Metall gefertigte Gewindehülsen, die in das aus Kunststoff
hergestellte Ablaufgehäuse 4 eingegossen sind, realisiert.
[0041] Auf die Befestigungsschrauben 9 ist eine Abdeckhaube 10 formschlüssig aufgesteckt.
Hierzu sind an der Unterseite einer vorzugsweise im Wesentlichen ringscheibenförmigen,
etwas nach oben gewölbten Platte der Abdeckhaube 10 Abstandhalter 11 ausgebildet,
die jeweils eine nach unten offene Ausnehmung zur Aufnahme eines im Wesentlichen zylindrischen
Kopfes 9.1 der Befestigungsschraube 9 aufweisen. Die Schraubenköpfe 9.1 weisen dabei
vorzugsweise in ihrer Außenumfangsfläche eine umlaufende Ringnut auf, in die ein Gummiring
(O-Ring) eingesetzt ist, der über die Außenumfangsfläche hinaus radial vorsteht und
eine reibschlüssige Verbindung von Schraubenkopf 9.1 und Abstandhalter 11 bewirkt.
Die Abdeckhaube 10 lässt sich zu Reinigungszwecken von den Köpfen 9.1 der Befestigungsschrauben
9 abnehmen. Der durch den topfförmigen Abschnitt 4.2 des Ablaufgehäuses 4 begrenzte
Innenraum ist dann gut zugänglich.
[0042] Der Geruchverschluss der Ablaufarmatur 1 ist durch ein sich in den topfförmigen Abschnitt
4.2 des Ablaufgehäuses 4 nach oben erstreckenden Rohrabschnitt 4.5 und durch eine
glocken- oder becherförmige Kappe 4.6 gebildet. Die Kappe 4.6 kann auch als Geruchverschlusskappe
bezeichnet werden. Der Boden 4.61 der Kappe 4.6 liegt dabei oben und ihr unten liegender
Öffnungsrand 4.61 ist gegenüber dem Boden 4.21 des topfförmigen Gehäuseabschnitts
4.2 beabstandet, während der Rohrabschnitt 4.5 von unten in die Kappe 4.6 hineinragt
sowie mit Abstand zu dem Boden 4.61 und zu der Innenseite der Kappe 4.6 endet.
[0043] Der Rohrabschnitt 4.5 ist dabei durch Querrippen 4.51 mit dem topfförmigen Gehäuseabschnitt
4.2 verbunden, wobei die Querrippen 4.51 an die Innenseite des Bodens 4.21 des topfförmigen
Gehäuseabschnitts 4.2 vorzugsweise einstückig angeformt sind. Die oberen Kanten der
Querrippen 4.51 enden vorzugsweise auf einer Höhe, in welcher der ringmuldenförmige
Boden 4.21 des topfförmigen Abschnitts 4.2 in den im Wesentlichen zylindrischen Abschnitt
des Ablaufgehäuses 4 übergeht (vgl. Figuren 5 und 6).
[0044] Die Kappe (Geruchverschlusskappe) 4.6 ist lösbar in dem Ablaufgehäuse 4 gehalten.
Hierzu weist das Ablaufgehäuse 4 in dem topfförmigen Gehäuseabschnitt 4.2 nach innen
vorstehende Vorsprünge oder Hinterschneidungen 4.22 auf, an denen die Kappe 4.6 formschlüssig
fixierbar ist, wobei die Kappe 4.6 an ihrer ihre Öffnung begrenzenden Kante 4.62 einen
umlaufenden, nach außen vorstehenden Vorsprung 4.63, beispielsweise in Form eines
Wulstes aufweist. Der Vorsprung der Kappe greift im montierten Zustand der Kappe 4.6
in die Hinterschneidungen 4.22 des Gehäuseabschnitts 4.2 ein.
[0045] In die Außenseite der Kappe 4.6 sind Griffmulden 4.64 eingeformt, die vorzugsweise
am Boden 4.61 der Kappe 4.6 beginnen und in Richtung der die Öffnung begrenzenden
Kante 4.62 verlaufen. Die Griffmulden 4.64 sind gleichmäßig voneinander beabstandet
über den Umfang der Kappe 4.6 verteilt angeordnet.
[0046] Die Kappe 4.6 ist beispielsweise federelastisch ausgebildet, so dass sie durch äußere
Druckeinwirkung, insbesondere im Bereich ihrer Griffmulden 4.64, aus einer Normalform
elastisch in eine von der Normalform abweichende instabile Form verformbar ist. Nach
Fortfall der Druckeinwirkung stellt sich die Kappe 4.6 aus der instabilen Form in
ihre Normalform zurück.
[0047] Der umlaufende Vorsprung (Wulst) 4.63 der Kappe kann im Wesentlichen kreisrund ausgebildet
sein. Insbesondere in diesem Fall ist die Kappe 4.6 entsprechend dem voranstehend
angegebenen Beispiel federelastisch ausgebildet.
[0048] Anstelle eines einzelnen umlaufenden Vorsprungs 4.63 kann die Kappe 4.6 an der ihre
Öffnung begrenzenden Kante 4.62 auch mehrere längliche, nach außen vorstehende Vorsprünge
4.63 aufweisen, die entlang des Umfangs der Kappe 4.6 gleichmäßig voneinander beabstandet
sind. Der bogenförmige Abstand zwischen zwei der aufeinander folgenden Vorsprünge
4.63 kann dabei im Bereich von beispielsweise 4 bis 18 mm, insbesondere im Bereich
von 4 bis 12 mm liegen.
[0049] Vorzugsweise sind die Hinterschneidungen 4.22 des Ablaufgehäuses 4 bzw. Vorsprünge
4.63 der Kappe 4.6 als Elemente eines Bajonettverschlusses ausgeführt. Die Kappe 4.6
kann somit durch Drehen um die vertikale Längsmittelachse M des sich in den Gehäuseabschnitt
4.2 nach oben erstreckenden Rohrabschnitts 4.5 und durch anschließendes Anheben aus
dem Ablaufgehäuse 4 entnommen werden, und umgekehrt durch Einsetzen in den topfförmigen
Gehäuseabschnitt 4.2 und anschließendes Drehen formschlüssig an dem Gehäuseabschnitt
4.2 fixiert werden.
[0050] Des Weiteren sind die Griffmulden 4.64 der Kappe 4.6 vorzugsweise so angeordnet,
dass sie im montierten Zustand der Kappe 4.6 im Wesentlichen radial mit den Hinterschneidungen
4.22 oder Vorsprüngen des Ablaufgehäuses 4 sowie mit den Befestigungsschrauben 9 fluchten
(vgl. Fig. 10). Ferner ist anhand der Figuren 5, 6, 8 und 10 zu erkennen, dass die
Hinterschneidungen 4.22 bzw. Vorsprünge des Ablaufgehäuses 4 oberhalb der Querrippen
4.51 ausgebildet sind.
[0051] Der dem Anschluss einer Abwasserrohrleitung dienende Rohrstutzen 4.1 der Ablaufarmatur
1 hat zwei ineinander liegende Rohrabschnitte 4.11, 4.12, nämlich einen äußeren Rohrabschnitt
4.11 und einen innerhalb des äußeren Rohrabschnitts angeordneten inneren Rohrabschnitt
4.12 (vgl. Fig. 5 und 6). Die beiden Rohrabschnitte 4.11, 4.12 erstrecken sich koaxial
zueinander und sind radial voneinander beabstandet. Zudem enden die beiden Rohrabschnitte
4.11, 4.12 vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene.
[0052] Durch Abschneiden, beispielsweise Absägen des äußeren Rohrabschnitts 4.11 wird der
innere Rohrabschnitt 4.12 für den Anschluss einer Abwasserrohrleitung zugänglich.
Der Anschlussdurchmesser (Nennweite) D1 des äußeren Rohrabschnitts 4.11 beträgt beispielsweise
ca. 50 mm, während der innere Rohrabschnitt 4.12 einen Anschlussdurchmesser (Nennweite)
D2 von beispielsweise ca. 40 mm aufweist.
[0053] Vorzugsweise erstrecken sich die Rohrabschnitte 4.11, 4.12 von dem Boden 4.21 des
topfförmigen Gehäuseabschnitts 4.2 aus vertikal nach unten. Der äußere Rohrabschnitt
4.11 besitzt eine entlang seines Außenumfangs umlaufende Kante 4.13, die als Führung
für eine Säge oder ein anderes Schneidwerkzeug dient. Die Kante (Sägekante) 4.13 ist
vom freien Ende des äußeren Rohrabschnitts 4.11 um ein Maß beabstandet, welches vorzugsweise
größer als der Innendurchmesser des inneren Rohrabschnitts 4.12 oder gleich dem Innendurchmesser
des inneren Rohrabschnitts 4.12 ist. Der vertikale Abstand der Kante (Sägekante) 4.13
von der Unterseite des topfförmigen Gehäuseabschnitts 4.2 liegt beispielsweise in
einem Bereich von 2 mm bis 20 mm, vorzugsweise im Bereich von 4 bis 10 mm.
[0054] Des Weiteren ist in den Figuren 5 und 6 gezeigt, dass in dem Rohrabschnitt 4.5, der
sich in den topfförmigen Abschnitt 4.2 nach oben erstreckt, ein Innenrohr 4.7 angeordnet
ist, welches sich nach unten in den inneren Rohrabschnitt 4.12 des Rohrstutzens 4.1
erstreckt. Das Innenrohr 4.7 und der innere Rohrabschnitt 4.12 des Rohrstutzens 4.1
sind radial voneinander beabstandet und begrenzen einen ringförmigen Spalt 4.8. Das
Innenrohr 4.7 endet tiefer als die umlaufende Kante (Sägekante) 4.13 des äußeren Rohrabschnitts
4.11, vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene mit dem äußeren Rohrabschnitt 4.11 und/oder
dem inneren Rohrabschnitt 4.12. Das Innenrohr 4.7 definiert eine Durchflussverengung.
An seinem oberen Ende weist das Innenrohr 4.7 eine konische Verjüngung 4.71 auf. An
seiner oberen Öffnung besitzt das Innenrohr 4.7 einen Innendurchmesser, der etwa dem
Innendurchmesser des inneren Rohrabschnitts 4.12 des Rohrstutzens 4.1 entspricht (vgl.
Fig. 5). An seiner unteren Öffnung (Auslassöffnung) besitzt das Innenrohr 4.7 einen
reduzierten Innendurchmesser, der beispielsweise im Bereich von 20 bis 30 mm liegt
oder ca. 50 bis 75 % des Anschlussdurchmessers (Nennweite) D2 des inneren Rohrabschnitts
4.12 beträgt.
[0055] Des Weiteren umfasst die Ablaufarmatur 1 ein Haarsieb 12. Das Haarsieb 12 ist an
der Einlauföffnung 5 angeordnet und lösbar mit dem Ablaufgehäuse 4 verbunden.
[0056] Das Haarsieb 12 ist kammartig ausgebildet und hat eine Vielzahl sich vertikal nach
oben erstreckender Zinken 12.1. Die Zinken 12.1 sind an einem im Wesentlichen ringförmigen
Abschnitt 12.2 gehalten oder angeformt. Der ringförmige Abschnitt 12.2 des Haarsiebes
12 lässt sich formschlüssig in den Befestigungsring (Befestigungsflansch) 8 einsetzen.
Die Zinken 1.1 des Haarsiebes stehen gegenüber der Oberseite und der Innenseite des
ringförmiges Abschnitts 12.2 vor.
[0057] Zur Aufnahme der Abstandhalter 11 der Abdeckhaube 10 weist der ringförmige Abschnitt
12.2 des Haarsiebes einwärts gekrümmte Einbuchtungen 12.3 auf, in welche die Abstandhalter
11 der Abdeckhaube 10 formschlüssig eingreifen. Im fertigen montierten Zustand begrenzt
die Unterseite der Abdeckhaube 10 zusammen mit den Spitzen der Zinken 12.1 des Haarsiebes
einen Überlaufspalt S (vgl. Fig. 7). Die Höhe des Überlaufspaltes S liegt beispielsweise
in einem Bereich von 1,2 mm bis 4 mm.
[0058] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch bei von den gezeigten
Ausführungsbeispielen abweichender Gestaltung von der in den beigefügten Ansprüchen
offenbarten Erfindung Gebrauch machen. So kann die erfindungsgemäße Ablaufarmatur
1 beispielsweise auch als Bodenablauf oder für eine Kombination mit einer Duschrinne
oder Badewanne oder einem Waschbecken ausgeführt bzw. verwendet werden.
1. Ablaufarmatur (1), insbesondere in Form eines Bodenablaufs oder für eine Bade- oder
Duschwanne, mit
einem eine Einlauföffnung (5) und einen Auslass (6) aufweisenden Ablaufgehäuse (4),
einem der Einlauföffnung (5) zugeordneten ring- und/oder flanschförmigen Befestigungselement
(8) und
einem zwischen der Einlauföffnung (5) und dem Auslass (6) ausgebildeten Geruchverschluss,
wobei der Auslass (6) als Rohrstutzen (4.1) zum Anschluss einer Rohrleitung ausgebildet
ist,
wobei der Rohrstutzen (4.1) einen äußeren Rohrabschnitt (4.11) und einen innerhalb
des äußeren Rohrabschnitts (4.11) angeordneten inneren Rohrabschnitt (4.12) aufweist,
wobei die Rohrabschnitte (4.11, 4.12) radial voneinander beabstandet sind,
wobei das Ablaufgehäuse (4) einen topfförmigen Abschnitt (4.2) aufweist, von dessen
Boden aus sich die Rohrabschnitte (4.11, 4.12) vertikal nach unten erstrecken, und
wobei in dem topfförmigen Abschnitt (4.2) ein sich in denselben nach oben erstreckender
Rohrabschnitt (4.5) ausgebildet oder angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rohrabschnitt (4.5), welcher sich in den topfförmigen Abschnitt (4.2) nach
oben erstreckt, ein Innenrohr (4.7) angeordnet ist, das sich nach unten in den inneren
Rohrabschnitt (4.12) des Rohrstutzens (4.1) erstreckt.
2. Ablaufarmatur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Rohrabschnitt (4.11) und der innere Rohrabschnitt (4.12) in einer gemeinsamen
Ebene enden.
3. Ablaufarmatur nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Rohrabschnitt (4.11) entlang seines Außenumfangs eine Kante (4.13), vorzugsweise
umlaufende Kante (4.13) aufweist, wobei die Kante (4.13) vom freien Ende des äußeren
Rohrabschnitts (4.11) um ein Maß beabstandet ist, welches größer oder gleich dem Innendurchmesser
des inneren Rohrabschnitts (4.12) ist.
4. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der sich in den topfförmigen Abschnitt (4.2) nach oben erstreckende Rohrabschnitt
(4.5) durch Querrippen (4.51) mit dem topfförmigen Abschnitt (4.2) verbunden ist.
5. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 4 in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (4.7) tiefer als die umlaufende Kante (4.13) des äußeren Rohrabschnitts
(4.11), vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene mit dem äußeren Rohrabschnitt (4.11)
und/oder dem inneren Rohrabschnitt (4.12), endet.
6. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Geruchverschluss eine glocken- oder becherförmige Kappe (4.6) aufweist, wobei
das Ablaufgehäuse (4) innenseitig Hinterschneidungen (4.22) und/oder nach innen vorstehende
Vorsprünge aufweist, an denen die Kappe (4.6) formschlüssig fixierbar ist.
7. Ablaufarmatur nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidungen (4.22) und/oder Vorsprünge als Elemente eines Bajonettverschlusses
ausgeführt sind.
8. Ablaufarmatur nach Anspruch 6 oder 7 in Verbindung mit Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidungen (4.22) und/oder Vorsprünge oberhalb der Querrippen (4.51)
ausgebildet sind.
9. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Einlauföffnung (5) des Ablaufgehäuses (4) ein mit dem Ablaufgehäuse (4) lösbar
verbundenes Haarsieb (12) angeordnet ist, wobei das Haarsieb (12) kammartig ausgebildet
ist und eine Vielzahl nach oben weisender Zinken (12.1) aufweist.
10. Ablaufarmatur nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Einlauföffnung (5) eine abnehmbare Abdeckhaube (10) angeordnet ist,
deren Unterseite zusammen mit den Zinken (12.1) des Haarsiebes (12) einen Überlaufspalt
(S) begrenzt.
11. Ablaufarmatur nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Haarsieb (12) einen im Wesentlichen ringförmigen Abschnitt (12.2) aufweist, gegenüber
dessen Oberseite und/oder dessen Innenseite die Zinken (12.1) vorstehen.
1. Drain fitting (1), in particular in the form of a floor drain or for a bathtub or
shower tray, having
a drain housing (4) having an inlet opening (5) and an outlet (6),
an annular and/or flange-shaped fastening element (8) associated with the inlet opening
(5), and
an odor trap formed between the inlet opening (5) and the outlet (6),
wherein the outlet (6) is formed as a pipe socket (4.1) for connecting a pipeline,
wherein the pipe socket (4.1) has an outer pipe section (4.11) and an inner pipe section
(4.12) arranged inside the outer pipe section (4.11),
wherein the pipe sections (4.11, 4.12) are radially spaced from each other,
wherein the drain housing (4) has a pot-shaped section (4.2) from the base of which
the pipe sections (4.11, 4.12) extend vertically downwards, and wherein in the pot-shaped
section (4.2) a pipe section (4. 5) is formed or arranged which extends upwardly therein,
characterized in that an inner pipe (4.7) is arranged in the pipe section (4.5) extending upwardly into
the pot-shaped section (4.2), which inner pipe extends downwardly into the inner pipe
section (4.12) of the pipe socket (4.1).
2. Drain fitting according to claim 1,
characterized in that the outer pipe section (4.11) and the inner pipe section (4.12) end in a common plane.
3. Drainage fitting according to claim 1 or 2,
characterized in that the outer pipe section (4.11) has along its outer circumference an edge (4.13), preferably
a circumferential edge (4.13), the edge (4.13) being spaced from the free end of the
outer pipe section (4.11) by a dimension which is greater than or equal to the inner
diameter of the inner pipe section (4.12).
4. Drain fitting according to any one of the claims 1 to 3,
characterized in that the pipe section (4.5) extending upwardly into the pot-shaped section (4.2) is connected
to the pot-shaped section (4.2) by transverse ribs (4.51).
5. Drain fitting according to any one of claims 1 to 4 in conjunction with claim 3, characterized in that the inner pipe (4.7) ends lower than the circumferential edge (4.13) of the outer
pipe section (4.11), preferably in a common plane with the outer pipe section (4.11)
and/or the inner pipe section (4.12).
6. Drain fitting according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that the odor trap has a bell-shaped or cup-shaped cap (4.6), the drain housing (4) having
undercuts (4.22) and/or inwardly projecting projections on the inside, to which the
cap (4.6) can be positively fixed.
7. Drain fitting according to claim 6,
characterized in that the undercuts (4.22) and/or projections are designed as elements of a bayonet lock.
8. Drain fitting according to claim 6 or 7 in conjunction with claim 4,
characterized in that the undercuts (4.22) and/or projections are formed above the transverse ribs (4.51).
9. Drain fitting according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that a hair screen (12) detachably connected to the drain housing (4) is arranged at the
inlet opening (5) of the drain housing (4), the hair screen (12) being of comb-like
design and having a plurality of upwardly pointing tines (12.1).
10. Drain fitting according to claim 9,
characterized in that a removable cover hood (10) is arranged above the inlet opening (5), the underside
of which, together with the tines (12.1) of the hair sieve (12), delimits an overflow
gap (S).
11. Drain fitting according to claim 9 or 10,
characterized in that the hair sieve (12) has a substantially annular section (12.2), with respect to the
upper side and/or the inner side of which the tines (12.1) protrude.
1. Dispositif d'évacuation (1), notamment sous forme d'un dispositif
d'évacuation de plancher ou pour baignoire ou receveur de douche, comportant
un boîtier d'évacuation (4) présentant une ouverture d'alimentation (5) et une évacuation
(6),
un élément de fixation (8) sous forme annuaire et/ou de bride associé à l'ouverture
d'alimentation (5) et
un siphon agencé entre l'ouverture d'alimentation (5) et l'évacuation (6),
l'évacuation (6) étant réalisée sous forme de tubulure (4.1) pour le raccordement
d'un tuyau,
la tubulure (4.1) présentant une section de tube extérieure (4.11) ainsi qu'une section
de tube intérieure (4.12) disposée à l'intérieur de la section de tube extérieure
(4.11),
les sections de tube (4.11, 4.12) étant radialement espacées les unes des autres,
le boîtier d'évacuation (4) présentant une section en forme de pot (4.2) à partir
du fond de laquelle les sections de tube (4.11, 4.12) s'étendent verticalement vers
le bas, et une section de tube (4.5) s'étendant vers le haut dans la section en forme
de pot (4.2) étant définie ou disposée dans celles-ci, caractérisé en ce que dans la section de tube (4.5) s'étendant vers le haut dans la section en forme de
pot (4.2), un tube intérieur (4.7) est disposé qui s'étend vers le bas dans la section
de tube intérieure (4.12) de la tubulure (4.1).
2. Dispositif d'évacuation selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section de tube extérieure (4.11) et la section de tube intérieure (4.12) se terminent
dans un même plan.
3. Dispositif d'évacuation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la section de tube extérieure (4.11) présente, le long de sa périphérie extérieure,
un bord (4.13), de préférence un bord périphérique (4.13), le bord (4.13) étant espacé
de l'extrémité libre de la section de tube extérieure (4.11) d'une cote qui est supérieure
ou égale au diamètre intérieur de la section de tube intérieure (4.12).
4. Dispositif d'évacuation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la section de tube (4.5) s'étendant vers le haut dans la section en forme de pot
(4.2) est reliée par des nervures transversales (4.51) à la section en forme de pot
(4.2).
5. Dispositif d'évacuation selon l'une des revendications 1 à 4 en combinaison avec la
revendication 3, caractérisé en ce que le tube intérieur (4.7) se termine à un niveau inférieur à celui du bord périphérique
(4.13) de la section de tube extérieure (4.11), de préférence dans un plan commun
avec la section de tube extérieure (4.11) et/ou la section de tube intérieure (4.12).
6. Dispositif d'évacuation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le siphon présente un capuchon (4.6) sous forme de cloche ou de godet, le boîtier
d'évacuation (4) présentant, du côté intérieur, des échancrures (4.22) et/ou des ergots
faisant saillie vers l'intérieur, sur lesquels le capuchon (4.6) peut être fixé par
complémentarité de formes.
7. Dispositif d'évacuation selon la revendication 6, caractérisé en ce que les échancrures (4.22) et/ou les ergots sont prévus sous forme d'éléments d'un verrouillage
à baïonnette.
8. Dispositif d'évacuation selon la revendication 6 ou 7 en combinaison avec la revendication
4, caractérisé en ce que les échancrures (4.22) et/ou ergots sont conçus au-dessus des nervures (4.51).
9. Dispositif d'évacuation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, sur l'ouverture d'alimentation (5) du boîtier d'évacuation (4), un filtre à cheveux
(12) relié de manière amovible au boîtier d'évacuation (4) est disposé, le filtre
à cheveux (12) étant de type de peigne et comportant une pluralité de dents (12.1)
orientées vers le haut.
10. Dispositif d'évacuation selon la revendication 9, caractérisé en ce qu' au-dessus de l'ouverture d'alimentation (5), un couvercle (10) amovible est prévu
dont la face inférieure délimite une fente de trop-plein (S) avec les dents (12.1)
du filtre à cheveux (12).
11. Dispositif d'évacuation selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le filtre à cheveux (12) présente une section sensiblement annuaire (12.2), les dents
(12.1) faisant saillie à l'opposé de la face supérieure et/ou la face intérieure de
celle-ci.