[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zum Bereitstellen eines elektrischen
Anschlusses an einem Geräteteil in einem Kraftfahrzeug, wie z.B. einem Türgriff, einem
Motor- oder einem Airbagsteuergerät, nach dem Oberbegriff des unabhängigen Vorrichtungsanspruches.
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines entsprechenden Steckverbinders
nach dem Oberbegriff des unabhängigen Verfahrensanspruches.
[0002] Bei Steckverbindern, die eine bauraumoptimierte Anordnung aufweisen, werden oft kombinierte
Steckverbindungen, bspw. mithilfe von Sammeldichtungen in Form von Mattendichtungen,
verwendet, um Bauraum für einzelne Leitungsisolationen unterschiedlicher Steckkontakte
zu sparen. Solche Sammeldichtungen eignen sich zum Durchführen von relativ dünnen
Steckkontakten in den Steckverbindern auf der Buchsenseite (weiblich). Bei den Steckverbindern
auf der Stecherseite (männlich) werden dickere Steckkontakte verwendet als auf der
Buchsenseite. Bei der Kontaktmontage werden die Kontaktelemente durch die Mattendichtung
geschoben. Dabei besteht das Risiko, dass die Steckkontakte die relativ weiche Mattendichtung
bei der Montage des Steckkontaktes beschädigen, bspw. durchstechen können. Aus diesem
Grund werden Mattendichtungen bisher nur in Verbindung mit Steckverbindern an der
Buchsenseite (weiblich) verwendet. Auf der Stecherseite werden die Steckkontakte zumeist
einfach innerhalb eines Steckergehäuses mit einer Vergussmasse umspritzt. Das Umspritzen
kann jedoch nur nach der finalen Montage aller Kontaktelemente im Steckergehäuse erfolgen.
Dies schränkt jedoch die Montagefreiheit mit unterschiedlichen Steckkontakten bzw.
mit einer unterschiedlichen Anzahl an Steckkontakten ein und schließt einen nachträglichen
Umbau und/oder eine nachträgliche Wartung solcher Steckverbinder aus. Außerdem müssen
die Stanzkanten der Steckkontakte zum Durchführen durch die Sammeldichtungen sorgfältig
gratfrei gefertigt werden, um Beschädigungen der Dichtung bei der Kontaktmontage zu
vermeiden, was mit einem erheblichen Herstellungsaufwand verbunden ist.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, mindestens einen aus dem Stand der Technik
bekannten Nachteil bei einem Steckverbinder zumindest teilweise zu überwinden. Insbesondere
ist es Aufgabe der Erfindung, einen Steckverbinder zum Bereitstellen eines elektrischen
Anschlusses an einem Geräteteil in einem Kraftfahrzeug, wie z.B. einem Türgriff, einem
Motor-oder einem Airbagsteuergerät, bereitzustellen, welcher einfach, kostengünstig
und schnell in der Herstellung ist, welcher eine automatische Bestückung des Steckverbinders
zulässt, welcher zuverlässig abgedichtet ist, welcher eine verlängerte Lebensdauer
aufweist und welcher anpassungsfähig zusammengesetzt und/oder umgebaut sowie leicht
gewartet werden kann.
[0005] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch einen Steckverbinder zum Bereitstellen eines
elektrischen Anschlusses mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruches
sowie durch ein Verfahren zum Herstellen eines entsprechenden Steckverbinders mit
den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruches gelöst. In den abhängigen Ansprüchen
sind bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung aufgeführt.
[0006] Die Erfindung stellt einen Steckverbinder zum Bereitstellen eines elektrischen Anschlusses,
insbesondere an einem Geräteteil in einem Kraftfahrzeug, wie z.B. einem Türgriff,
einem Motor-oder einem Airbagsteuergerät, bereit, aufweisend: eine Sammeldichtung
bzw. eine Mattendichtung mit mindestens einer Durchgangsöffnung und mindestens einen
elektrisch leitenden Steckkontakt, welcher durch die mindestens eine Durchgangsöffnung
der Sammeldichtung durchführbar ist. Hierzu ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine
Schablone für die Durchgangsöffnung vorgesehen ist, um den Steckkontakt beim Durchführen
durch die Durchgangsöffnung der Sammeldichtung zu unterstützen.
[0007] Unter der Schablone im Sinne der Erfindung kann eine Führungs- und/oder Zentriervorrichtung,
insbesondere eine Führungs- und/oder Zentrierfolie, mit einer korrespondierenden Führungseinheit
für die Durchgangsöffnung verstanden werden. Die Schablone, insbesondere die Führungseinheit,
kann wiederum eine abbildende Führungsgeometrie für die Durchgangsöffnung aufweisen.
Die Führungsgeometrie kann vorzugsweise als eine (3D-)Führungsgeometrie mit einer
bestimmten Tiefe ausgebildet sein. Die Schablone kann vorteilhafterweise folienartig
ausgestaltet sein und flächig auf einer Seite der Sammeldichtung angeordnet sein.
Durch die Auflage der Schablone auf einer Seite der Sammeldichtung kann die Führungsgeometrie
zumindest zum Teil in die Durchgangsöffnung eindringen.
[0008] Der erfindungsgemäße Steckverbinder eignet sich insbesondere als ein Geräte-Stecker,
vorzugsweise auf der Stecherseite (männlich) bzw. auf der Geräteseite zweier komplementärer
Steckverbindungen, der über relativ harte und/oder dicke Steckkontakte verfügen kann.
Gleichwohl ist es aber auch denkbar, dass die Erfindung auch bei Steckverbindern auf
der Buchsenseite (weiblich) vorteilhaft sein kann, um auch bei den Steckerbuchsen
die Qualität und die Sicherheit zu erhöhen sowie deren Herstellung zu vereinfachen.
Bei einem Steckkontakt im Sinne der Erfindung kann sowohl auf der Buchsenseite als
auch auf der Stecherseite der Steckkontakt mit einer Anschlussleitung ausgebildet
sein.
[0009] Der Erfindungsgedanke liegt dabei darin, dass für die Herstellung des Steckverbinders
eine Schablone für die Durchgangsöffnung bereitgestellt wird, die bei der Durchführung
des Steckkontaktes die Spitze des Kontaktsteckers auf die Durchgangsöffnung der Sammeldichtung
ausrichtet, sodass die Steckerspitze nicht in die Dichtung eindringt, sondern gezielt
durch die Durchgangsöffnung in der Sammeldichtung geführt wird. Die Schablone bewirkt
solange ein Ausrichten des Steckkontaktes entlang der Oberfläche der Schablone, vorzugsweise
an einer Führungseinheit der Schablone, bis die Steckerspitze die Durchgangsöffnung
in der Mattendichtung genau trifft und danach schonend durch diese Durchgangsöffnung
geführt wird. Dies kann durch eine besondere Ausformung einer, bspw. trichterförmigen,
Führungsgeometrie, die in die Durchgangsöffnung der Sammeldichtung zumindest zum Teil
ragen kann, und/oder eine bestimmte Materialzusammensetzung, bspw. in Form einer elastischen
Folie, der Schablone erreicht werden. Die Ausformung der Führungsgeometrie kann den
Einfallswinkel der Steckerspitze auf die Oberfläche der Sammeldichtung beeinflussen,
der ein Abgleiten entlang der Schablone anstatt eines Einstechens durch die Steckerspitze
in das Material der Mattendichtung bewirken kann. Vorzugsweise kann die Schablone
in Form einer elastischen Folie ausgebildet sein, die ein abgedämpftes Aufsetzen der
Steckerspitze bewirken kann. Die Schablone kann dabei als ein Nachrüstbauteil für
den Steckverbinder, zumindest vorübergehend oder dauerhaft, aufgebracht werden.
[0010] Zumeist weisen Sammeldichtungen mehrere Durchgangsöffnungen auf, die nach Bedarf
mit Steckkontakten bestückt werden können. Vorteilhafterweise kann die Schablone im
Sinne der Erfindung für alle Durchgangsöffnungen der Sammeldichtung mit einer entsprechenden
Führungsgeometrie ausgeformt sein. Mit anderen Worten kann die Schablone im Sinne
der Erfindung eine Führungsgeometrie aufweisen, die alle Durchgangsöffnungen der Sammeldichtung
abbildet. Ferner kann die Schablone jeweils eine Führungseinheit für jede Durchgangsöffnung
aufweisen. Die jeweilige Führungseinheit kann eine trichterförmige Führungsgeometrie
aufweisen, die sich in Richtung der Durchgangsöffnungen der Sammeldichtung verjüngt.
Die Führungseinheit kann ferner an einer unteren Stelle eine komplementäre Öffnung
für die Durchgangsöffnung aufweisen. Weiterhin ist es denkbar, dass die Führungseinheit
sich in Richtung der Durchgangsöffnungen der Sammeldichtung öffenbare Klappen aufweisen
kann. Zudem kann die Führungseinheit eine Sollbruchgeometrie, bspw. zwischen den Klappen,
aufweisen, um einen Durchgang der Steckerspitze zu erleichtern.
[0011] Somit wird ein Steckverbinder ermöglicht, welcher einfach, kostengünstig und schnell
in Herstellung ist, welcher eine automatische Bestückung des Steckverbinders zulässt,
welcher zuverlässig abgedichtet ist, welcher eine verlängerte Lebensdauer aufweist
und welcher anpassungsfähig zusammengesetzt und/oder umgebaut sowie leicht gewartet
werden kann.
[0012] Ferner kann die Erfindung bei einem Steckverbinder vorsehen, dass die Schablone elastisch
und/oder folienartig ausgebildet ist. Eine solche Schablone kann vorteilhafterweise
abfedern und sich nachgiebig verformen, um den Steckkontakt auf eine vorteilhafte
Weise ausrichten zu können. Außerdem kann eine solche Schablone eine dünne Materialstärke
aufweisen und ohne wesentliche Bauraumverluste im Steckverbinder angeordnet werden.
[0013] Weiterhin kann die Erfindung bei einem Steckverbinder vorsehen, dass die Schablone
lose an der Sammeldichtung anliegt. Somit kann die Montage der Schablone innerhalb
des Steckverbinders bzw. der Zusammenbau des Steckverbinders einfach und ohne großen
Montageaufwand erfolgen.
[0014] Im Rahmen der Erfindung ist es des Weiteren denkbar, dass die Schablone eine Materialstärke
von 0,1 mm bis 0,2 mm, vorzugsweise 0,15 mm aufweisen kann. Somit kann eine dünne
Schablone mit elastischen Eigenschaften bereitgestellt werden.
[0015] Zudem ist es denkbar, dass die Schablone eine Tiefe von 1 mm bis 1,2 mm, insbesondere
1.1 mm aufweisen kann. Somit kann ein teilweises Eindringen einer Führungseinheit
der Schablone in die jeweilige Durchgangsöffnung bewirkt werden, sodass die Steckerspitze
präzise auf die Durchgangsöffnung der Sammeldichtung ausgerichtet werden kann.
[0016] Außerdem kann die Erfindung bei einem Steckverbinder vorsehen, dass die Schablone
mindestens eine Führungseinheit aufweist, um den Steckkontakt in Richtung zur Durchgangsöffnung
auszurichten, wobei insbesondere die Führungseinheit eine trichterförmige Führungsgeometrie
aufweisen kann. Vorzugsweise kann die trichterförmige Führungsgeometrie eine Tiefe
von 0,5 mm bis 0,7 mm, vorzugsweise 0,6 mm aufweisen. Somit kann die Schablone eine
abbildende Führungsgeometrie für die Durchgangsöffnung bereitstellen. Die Führungseinheit
sorgt vorteilhafterweise dafür, dass die Steckerspitze beim Bestücken der Sammeldichtung
zuerst auf die Schablone auftritt und durch die Führungseinheit auf die Durchgangsöffnung
ausgerichtet wird, bevor es durch die Durchgangsöffnung geführt wird.
[0017] Somit kann vermieden werden, dass die Steckerspitze in die Sammeldichtung einsticht.
[0018] Ferner weist die Schablone gemäß der Erfindung aufklappbare Führungselemente auf,
die in der Durchgangsöffnung der Sammeldichtung durch den Steckkontakt öffenbar sind.
Somit kann die Ausrichtung der Steckerspitze erheblich vereinfacht werden und ein
beinahe reibungsloses Durchführen der Steckerspitze durch die Durchgangsöffnung ermöglicht
werden. Die Führungselemente können vorzugsweise mithilfe von Scharnierelementen an
der jeweiligen Führungseinheit befestigt werden.
[0019] Weiterhin sieht die Erfindung bei dem Steckverbinder vor, dass die Schablone zwischen
den aufklappbaren Führungselementen eine Sollbruchgeometrie aufweist, die durch den
Steckkontakt in Richtung zur Durchgangsöffnung öffenbar ist. Zudem kann die Schablone
eine komplementäre Öffnung für die Durchgangsöffnung aufweisen. Die Sollbruchgeometrie
sorgt vorteilhafterweise dafür, dass nach dem Ausrichten der Steckerspitze, ein störungsfreies
Durchführen der Steckerspitze durch die Durchgangsöffnung ermöglicht werden kann.
[0020] Des Weiteren kann die Schablone im Rahmen der Erfindung ein Kragenelement aufweisen,
welches zum Positionieren eines Halteelementes bzw. eines Dichtungshaltegitters für
die Schablone an einem Steckergehäuse dienen kann. Das Kragenelement kann die Schablone
schalenförmig umranden, sodass innerhalb der Schablone eine Aufnahme für das Halteelement
geschaffen wird. Durch Anbringen des Halteelementes kann zugleich die Schablone verliersicher
an der Sammeldichtung angeordnet werden. Die Schablone wird somit zwischen der Sammeldichtung
und dem Halteelement angeordnet. Das Kragenelement kann den Fuß des Halteelementes
im Bereich der Auflagefläche auf der Schablone umranden.
[0021] Ferner wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Verfahren zum Herstellen eines
Steckverbinders gelöst, aufweisend: eine Sammeldichtung mit mindestens einer Durchgangsöffnung
und mindestens einen elektrisch leitenden Steckkontakt, welcher durch die mindestens
eine Durchgangsöffnung der Sammeldichtung durchgeführt wird. Hierzu ist es erfindungsgemäß
vorgesehen, dass beim Durchführen des Steckkontaktes durch die Durchgangsöffnung der
Sammeldichtung eine Schablone verwendet wird, um den Steckkontakt durch die Durchgangsöffnung
der Sammeldichtung gezielt zu führen. Mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden
die gleichen Vorteile erreicht, die oben im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Steckverbinder beschrieben wurden. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird vorliegend
vollumfänglich darauf Bezug genommen.
[0022] Weiterhin kann das Verfahren vorsehen, dass die Schablone nach dem Durchführen des
Steckkontaktes durch die Durchgangsöffnung der Sammeldichtung im Normalbetrieb des
Steckverbinders an der Sammeldichtung verbleibt. Somit kann die Inbetriebnahme des
Steckverbinders beschleunigt werden.
[0023] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend mit der Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Dabei ist
zu beachten, dass die Figuren nur einen beschreibenden Charakter haben und nicht dazu
gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung sowie unterschiedliche Ansichten eines zusammengebauten Steckverbinders
nach dem Bestücken einer Sammeldichtung mit einem Steckkontakt,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Steckkontaktes beim Durchführen durch eine Schablone
im Sinne der Erfindung,
- Fig. 3
- unterschiedliche Ansichten auf einen Steckkontakt nach dem Durchführen durch eine
Schablone im Sinne der Erfindung, und
- Fig. 4
- unterschiedliche Ansichten auf eine Schablone im Sinne der Erfindung.
[0024] In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.
[0025] Die Figur 1 zeigt einen Steckverbinder 100 nach dem Bestücken einer Sammeldichtung
10 in Form einer Mattendichtung 10 mit einem elektrisch leitenden Steckkontakt 30.
Die Mattendichtung 10 weist mehrere Durchgangsöffnungen 11 für jeweils einen Steckkontakt
30 auf, die nach Bedarf bestück oder frei gelassen werden können. Zusammen wird die
Mattendichtung 10 mit einem Halteelement 20 bzw. ein Dichtungshaltegitter mit einer
Öffnung 21 für eine Anschlussleitung 33 in einem Steckergehäuse 50 untergebracht.
[0026] Die Sammeldichtungen 10 werden herkömmlicherweise nur mit relativ dünnen Steckkontakten
30 in den Steckverbindern 100 auf der Buchsenseite (weiblich) bestückt. Bei den Steckverbindern
100 auf der Stecherseite (männlich) werden dickere Steckkontakte 30 verwendet als
auf der Buchsenseite. Beim Durchführen solcher dickerer Kontaktelemente durch die
Mattendichtung 10 kann es vorkommen, dass die Steckkontakte 30 die relativ weiche
Mattendichtung 10 beschädigen, bspw. durchstechen können.
[0027] Die Erfindung stellt einen Steckverbinder 100 bereit, der es ermöglicht, die Sammeldichtung
10 auch bei einem Steckverbinder 100 auf der Stecherseite mit relativ dicken Steckkontakten
30 schonend zu bestücken, ohne die Sammeldichtung 10 zu beschädigen.
[0028] Die Erfindung sieht hierzu eine Schablone 40 für die Durchgangsöffnung 11 vor, um
den Steckkontakt 30 beim Durchführen durch die Durchgangsöffnung 11 der Sammeldichtung
10 zu unterstützen.
[0029] Wie es in der Figur 1 zu erkennen ist, kann die Schablone 40 in Form einer Führungs-
und/oder Zentrierfolie ausgebildet sein. Die Führungsfolie ist mit jeweils einer korrespondierenden
Führungseinheit 41 für die jeweilige Durchgangsöffnung 11 der Mattendichtung 10 ausgeführt.
Die Schablone 40, insbesondere die Führungseinheit 41, kann eine abbildende Führungsgeometrie
für die Durchgangsöffnung 11 aufweisen (vgl. die Figur 2). Die Führungsgeometrie kann
im Rahmen der Erfindung als eine (3D-)Führungsgeometrie mit einer bestimmten Tiefe
t2 ausgebildet sein (vgl. die Figur 4). Die Schablone 40 kann dabei als ein Nachrüstbauteil
für den Steckverbinder 100, zumindest vorübergehend zum Bestücken der Mattendichtung
10 oder dauerhaft für den Betrieb des Steckverbinders 100, aufgebracht werden.
[0030] Wie es in den Figuren 1 bis 3 zu erkennen ist, wird die Schablone 40 flächig auf
einer Seite der Sammeldichtung 10 angeordnet, sodass die jeweilige Führungseinheit
41 zumindest zum Teil in die korrespondierende Durchgangsöffnung 11 der Mattendichtung
10 eindringen kann (vgl. die Figur 2). Die Schablone 40 braucht lediglich lose auf
der Sammeldichtung 10 angeordnet werden. Wenn das Halteelement 20 auf der Schablone
40 positioniert wird, kann die Schablone 40 nicht mehr verrutschen. Die Schablone
40 wird mit anderen Worten zwischen der Mattendichtung 10 und dem Halteelement 20
positioniert. Die Schablone 40 kann ferner ein Kragenelement 44 aufweisen, um das
Halteelement 20 im Bereich der Auflagefläche auf der Schablone 40 zumindest zum Teil
zu umschließen. Somit wird die Schablone 40 zuverlässig in ihrer Position gehalten.
[0031] Anschließend wird ein Abschlussgitter 51 bzw. eine Verriegelungsplatte vor der anderen
Seite des Steckverbinders 100 aufgesetzt. Das Abschlussgitter 51 und/oder das Steckergehäuse
50 im Bereich des Abschlussgitters 51 kann mit einer Steckergeometrie 32 bzw. mit
einem sog. Kontaktkasten am Steckkontakt 30 form- und/oder kraftschlüssig zusammenwirken,
um den Steckkontakt 30 am Steckverbinder 100 zu befestigen.
[0032] Wie es die Figur 2 zeigt, hilft die erfindungsgemäße Schablone 40 bei der Durchführung
der Steckerspitze 31 durch die Durchgangsöffnung 11 der Sammeldichtung 10, indem sie
mithilfe der Führungseinheit 41 die Steckerspitze 31 genau ausrichtet, damit die Steckerspitze
31 nicht in die Sammeldichtung 10 eindringt, sondern gezielt durch die Durchgangsöffnung
11 in der Sammeldichtung 10 geführt wird.
[0033] Wie es die Figur 2 ferner zeigt, bewirkt die Schablone 40 solange ein Ausrichten
des Steckkontaktes 30 an der Führungseinheit 41 der Schablone 40, bis die Steckerspitze
31 die Durchgangsöffnung 11 in der Mattendichtung 10 genau trifft. Danach kann die
Steckerspitze 31 schonend durch die Durchgangsöffnung 11 geführt werden.
[0034] Da die Sammeldichtungen 10 zumeist mehrere Durchgangsöffnungen 11 aufweisen, die
nach Bedarf mit Steckkontakten 30 bestückt werden, kann auch die Schablone 40 im Sinne
der Erfindung für alle Durchgangsöffnungen 11 der Sammeldichtung 10 mit einer entsprechenden
Führungsgeometrie ausgeformt sein, die alle Durchgangsöffnungen 11 der Sammeldichtung
10 abbilden kann (vgl. die Figur 4). Im Rahmen der Erfindung kann die Schablone 40
jeweils eine Führungseinheit 41 für jede Durchgangsöffnung 11 aufweisen. Die jeweilige
Führungseinheit 41 kann eine trichterförmige Führungsgeometrie aufweisen, die sich
in Richtung der Durchgangsöffnungen 11 der Sammeldichtung 10 verjüngen kann.
[0035] Wie es die Figur 3 zeigt, kann die Führungseinheit 41 sich in Richtung der Durchgangsöffnung
11 der Sammeldichtung 10 öffenbare Führungselemente 42 in Form von Klappen aufweisen.
Die Führungselemente 42 können vorzugsweise mithilfe von Scharnierelementen 45, insbesondere
in Form von Filmscharnieren, an der jeweiligen Führungseinheit 41 befestigt werden.
Zudem kann die Führungseinheit 41 eine Sollbruchgeometrie 43, bspw. zwischen den Klappen,
aufweisen, um einen Durchgang der Steckerspitze 31 zu erleichtern. Zudem oder stattdessen
kann die Führungseinheit 41 an einer unteren Stelle eine komplementäre Öffnung 46
für die Durchgangsöffnung 11 aufweisen.
[0036] Ferner zeigt die Figur 4 die Schablone 40 im Rahmen der Erfindung in Alleinstellung.
Die Schablone 40 kann eine Materialstärke d von 0,1 mm bis 0,2 mm, vorzugsweise 0,15
mm und eine Tiefe t1 von 1 mm bis 1,2 mm, insbesondere 1,1 mm aufweisen. Die Tiefe
t2 der trichterförmigen Führungsgeometrie kann im Bereich von 0,5 mm bis 0,7 mm liegen,
vorzugsweise 0,6 mm betragen.
[0037] Die voranstehende Beschreibung der Figuren beschreibt die vorliegende Erfindung ausschließlich
im Rahmen von Beispielen.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Sammeldichtung, Mattendichtung
- 11
- Durchgangsöffnung
- 20
- Halteelement
- 21
- Öffnung
- 30
- Steckkontakt
- 31
- Steckerspitze
- 32
- Steckergeometrie
- 33
- Anschlussleitung
- 40
- Schablone
- 41
- Führungseinheit
- 42
- Führungselement
- 43
- Sollbruchgeometrie
- 44
- Kragenelement
- 45
- Scharnierelement
- 46
- komplementäre Öffnung
- 50
- Steckergehäuse
- 51
- Abschlussgitter
- 100
- Steckverbinder
- d
- Materialstärke
- t1
- Tiefe
- t2
- Tiefe
1. Steckverbinder (100) zum Bereitstellen eines elektrischen Anschlusses, aufweisend:
eine Sammeldichtung (10) mit mindestens einer Durchgangsöffnung (11) und mindestens
einen elektrisch leitenden Steckkontakt (30),
welcher durch die mindestens eine Durchgangsöffnung (11) der Sammeldichtung (10) durchführbar
ist,
wobei eine Schablone (40) für die Durchgangsöffnung (11) vorgesehen ist, um den Steckkontakt
(30) beim Durchführen durch die Durchgangsöffnung (11) der Sammeldichtung (10) zu
unterstützen,
wobei die Schablone (40) aufklappbare Führungselemente (42) aufweist, die in der Durchgangsöffnung
(11) der Sammeldichtung (10) durch den Steckkontakt (30) öffenbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) zwischen den aufklappbaren Führungselementen (42) eine Sollbruchgeometrie
(43) aufweist, die durch den Steckkontakt (30) in Richtung zur Durchgangsöffnung (11)
öffenbar ist.
2. Steckverbinder (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) elastisch und/oder folienartig ausgebildet ist.
3. Steckverbinder (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) lose an der Sammeldichtung (10) anliegt.
4. Steckverbinder (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) eine Materialstärke (d) von 0,1 mm bis 0,2 mm, vorzugsweise 0,15
mm aufweist,
und/oder dass die Schablone (40) eine Tiefe (t1) von 1 mm bis 1,2 mm, insbesondere
1,1 mm aufweist.
5. Steckverbinder (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) mindestens eine Führungseinheit (41) aufweist, um den Steckkontakt
(30) in Richtung zur Durchgangsöffnung (11) auszurichten,
und/oder dass die Führungseinheit (41) eine trichterförmige Führungsgeometrie aufweist,
und/oder dass die trichterförmige Führungsgeometrie eine Tiefe (t2) von 0,5 mm bis
0,7 mm, vorzugsweise 0,6 mm aufweist.
6. Steckverbinder (100) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (42) mithilfe von Scharnierelementen (45) an der jeweiligen
Führungseinheit (41) befestigt sind.
7. Steckverbinder (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) ein Kragenelement (44) aufweist, welches zum Positionieren eines
Halteelementes (20) für die Schablone (40) an einem Steckergehäuse (50)dient.
8. Verfahren zum Herstellen eines Steckverbinders (100), aufweisend:
eine Sammeldichtung (10) mit mindestens einer Durchgangsöffnung (11) und mindestens
einen elektrisch leitenden Steckkontakt (30),
welcher durch die mindestens eine Durchgangsöffnung (11) der Sammeldichtung (10) durchgeführt
wird,
wobei beim Durchführen des Steckkontaktes (30) durch die Durchgangsöffnung (11) der
Sammeldichtung (10) eine Schablone (40) verwendet wird, um den Steckkontakt (30) durch
die Durchgangsöffnung (11) der Sammeldichtung (10) gezielt zu führen, wobei die Schablone
(40) aufklappbare Führungselemente (42) aufweist, die in der Durchgangsöffnung (11)
der Sammeldichtung (10) durch den Steckkontakt (30) geöffnet werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) zwischen den aufklappbaren Führungselementen (42) eine Sollbruchgeometrie
(43) aufweist, die durch den Steckkontakt (30) in Richtung zur Durchgangsöffnung (11)
geöffnet werden.
9. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schablone (40) nach dem Durchführen des Steckkontaktes (30) durch die Durchgangsöffnung
(11) der Sammeldichtung (10) im Normalbetrieb des Steckverbinders (100) an der Sammeldichtung
(10) verbleibt.
1. Plug-in connector (100) for providing an electrical connection, comprising:
a collective seal (10) having at least one through-opening (11) and at least one electrically
conductive plug-in contact (30),
which can be guided through the at least one through-opening (11) of the collective
seal (10),
wherein a template (40) is provided for the through-opening (11) in order to support
the plug-in contact (30) as it is guided through the through-opening (11) of the collective
seal (10),
wherein the template (40) has guide elements (42) that can be swung out and can be
opened in the through-opening (11) of the collective seal (10) by the plug-in contact
(30),
characterized in that
the template (40) has a predetermined breaking geometry (43) between the guide elements
(42) that can be swung out, which geometry can be opened in the direction of the through-opening
(11) by the plug-in contact (30).
2. Plug-in connector (100) according to claim 1,
characterized in that
the template (40) is elastic and/or film-like.
3. Plug-in connector (100) according to claim 1,
characterized in that
the template (40) rests loosely on the collective seal (10).
4. Plug-in connector (100) according to any of the preceding claims,
characterized in that
the template (40) has a material thickness (d) of 0.1 mm to 0.2 mm, preferably 0.15
mm,
and/or in that the template (40) has a depth (t1) of 1 mm to 1.2 mm, in particular 1.1 mm.
5. Plug-in connector (100) according to any of the preceding claims,
characterized in that
the template (40) has at least one guide unit (41) in order to align the plug-in contact
(30) in the direction of the through-opening (11),
and/or in that the guide unit (41) has a funnel-shaped guide geometry,
and/or in that the funnel-shaped guide geometry has a depth (t2) of 0.5 mm to 0.7 mm, preferably
0.6 mm.
6. Plug-in connector (100) according to the preceding claim,
characterized in that
the guide elements (42) are attached to the relevant guide unit (41) by means of hinge
elements (45).
7. Plug-in connector (100) according to any of the preceding claims,
characterized in that
the template (40) has a collar element (44) which positions a holding element (20)
for the template (40) on a plug housing (50).
8. Method for producing a plug-in connector (100), comprising:
a collective seal (10) having at least one through-opening (11) and at least one electrically
conductive plug-in contact (30),
which is guided through the at least one through-opening (11) of the collective seal
(10),
wherein when the plug-in contact (30) is guided through the through-opening (11) of
the collective seal (10), a template (40) is used to guide the plug-in contact (30)
through the through-opening (11) of the collective seal (10) in a targeted manner,
wherein the template (40) has guide elements (42) that can be swung out and are opened
in the through-opening (11) of the collective seal (10) by the plug-in contact (30),
characterized in that
the template (40) has a predetermined breaking geometry (43) between the guide elements
(42) that can be swung out, which geometry is opened in the direction of the through-opening
(11) by the plug-in contact (30).
9. Method according to the preceding claim,
characterized in that
the template (40) remains on the collective seal (10) after the plug-in contact (30)
has been guided through the through-opening (11) of the collective seal (10) during
normal operation of the plug-in connector (100).
1. Connecteur électrique (100) destiné à fournir une connexion électrique, présentant
:
un joint collecteur (10) comportant au moins une ouverture de passage (11) et au moins
un contact à fiche (30) électriquement conducteur,
lequel peut être guidé à travers l'au moins une ouverture de passage (11) du joint
collecteur (10),
dans lequel un gabarit (40) est prévu pour l'ouverture de passage (11) pour soutenir
le contact à fiche (30) lors du passage à travers l'ouverture de passage (11) du joint
collecteur (10),
dans lequel le gabarit (40) présente des éléments de guidage (42) rabattables qui
peuvent être ouverts dans l'ouverture de passage (11) du joint collecteur (10) par
le contact enfichable (30),
caractérisé en ce que le gabarit (40) présente, entre les éléments de guidage (42) rabattables, une géométrie
de rupture (43) qui peut être ouverte par le contact à fiche (30) en direction de
l'ouverture de passage (11).
2. Connecteur électrique (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le gabarit (40) est réalisé de manière élastique et/ou en forme de feuille.
3. Connecteur électrique (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le gabarit (40) s'applique de manière lâche contre le joint collecteur (10).
4. Connecteur électrique (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le gabarit (40) présente une épaisseur de matériau (d) de 0,1 mm à 0,2 mm, de préférence
de 0,15 mm,
et/ou en ce que le gabarit (40) présente une profondeur (t1) de 1 mm à 1,2 mm, en particulier de
1,1 mm.
5. Connecteur électrique (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le gabarit (40) présente au moins une unité de guidage (41) pour orienter le contact
à fiche (30) en direction de l'ouverture de passage (11),
et/ou en ce que l'unité de guidage (41) présente une géométrie de guidage en forme d'entonnoir,
et/ou en ce que la géométrie de guidage en forme d'entonnoir présente une profondeur (t2) de 0,5
mm à 0,7 mm, de préférence de 0,6 mm.
6. Connecteur électrique (100) selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que les éléments de guidage (42) sont fixés à l'unité de guidage (41) respective à l'aide
d'éléments de charnière (45).
7. Connecteur électrique (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le gabarit (40) présente un élément de collerette (44) qui sert au positionnement
d'un élément de maintien (20) pour le gabarit (40) sur un boîtier de connecteur (50).
8. Procédé destiné à fabriquer un connecteur électrique (100), présentant:
un joint collecteur (10) comportant au moins une ouverture de passage (11) et au moins
un contact à fiche (30) électriquement conducteur,
lequel est guidé à travers l'au moins une ouverture de passage (11) du joint collecteur
(10),
dans lequel, lors du passage du contact à fiche (30) à travers l'ouverture de passage
(11) du joint collecteur (10), un gabarit (40) est utilisé pour guider de manière
ciblée le contact à fiche (30) à travers l'ouverture de passage (11) du joint collecteur
(10), dans lequel le gabarit (40) présente des éléments de guidage (42) rabattables
qui sont ouverts dans l'ouverture de passage (11) du joint collecteur (10) par le
contact enfichable (30),
caractérisé en ce que le gabarit (40) présente, entre les éléments de guidage (42) rabattables, une géométrie
de rupture (43) qui est ouverte par le contact à fiche (30) en direction de l'ouverture
de passage (11).
9. Procédé selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que le gabarit (40) reste sur le joint collecteur (10) après le passage du contact à
fiche (30) à travers l'ouverture de passage (11) du joint collecteur (10) pendant
le fonctionnement normal du connecteur électrique (100).