[0001] Die Erfindung betrifft eine Nagelreinigungsbürste mit einem Griffelement, das ein
Borstenbett aufnimmt, wobei das Borstenbett einen Bettabschnitt aufweist, an dem eine
Vielzahl von Borsten abstehend angeordnet sind, die ein Borstenfeld bilden.
[0002] Nagelbürsten sind in vielfältiger Form bekannt. Üblicherweise weisen Nagelbürsten
ein Griffelement, beispielsweise bestehend aus Holz, auf. Der Griffkörper besitzt
Bohrungen, in denen Borsten oder Borstenbündel eingezogen und darin befestigt sind.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Nagelreinigungsbürste der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, die eine hohe Reinigungswirkung aufweist und die dabei gleichzeitig einfach
herzustellen und leicht zu pflegen ist.
[0004] Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass der Bettabschnitt zusammen
mit den angeformten Borsten einen Formkörper aus Silikonmaterial, insbesondere aus
Silikonelastomer, bildet.
[0005] Über die einteilige Ausbildung des Endabschnitts mit den angeformten Borsten lässt
sich der Teile- und Montageaufwand deutlich vereinfachen. Infolge der Verwendung eines
Formkörpers aus Silikonmaterial, insbesondere bestehend aus Silikonbelastung mehr,
kann die Nagelreinigungsbürste einfach gepflegt werden. Insbesondere lässt sie sich
unter fließendem Wasser leicht reinigen. Dabei können die Übergänge zwischen dem Bettabschnitt
und den Borsten leicht gesäubert werden.
[0006] Darüber hinaus hat die erfindungsgemäße Nagelreinigungsbürste auch eine gute Reinigungswirkung.
Insbesondere kann ein Benutzer die Finger auf die Borsten des Borstenbetts aufsetzen
und in periodischen Bewegungen hin und her bewegen. Dabei greifen die Borsten unter
die Fingernägel und werden unter den Fingernägeln entlang gezogen. Es hat sich überraschenderweise
gezeigt, dass das verwendete Silikonmaterial, insbesondere das Silikonelastomer, dabei
eine besonders hohe Reinigungswirkung entfaltet. Das Silikonelastomer bildet aufgrund
seiner elastischen Eigenschaften eine hohe Rückstellkraft, die wirksam wird, wenn
die Borsten verbogen werden. Gleichzeitig verformen sich die Borsten und legen sich
passgenau unter dem Nagel an, ohne dass dies als unangenehm empfunden wird.
[0007] Gemäß einer denkbaren Erfindungsvariante kann es vorgesehen sein, dass zumindest
ein Teil der Borsten mittels eines Befestigungsabschnitts an den Bettabschnitt angeformt
ist, dass sich an den Befestigungsabschnitt ein Übergangsabschnitt anschließt oder
dass der Befestigungsabschnitt den Übergangsabschnitt bildet, dass der Übergangsabschnitt
die Borsten in Richtung auf das freie Borstenende verjüngt, und dass der Borsten an
seinem freien Ende einen Endabschnitt, vorzugsweise in Form eines konvex gewölbten
Kappenabschnitts, aufweist. Im Bereich des Befestigungsabschnitts kann eine leichte
Reinigung der Nagelreinigungsbürste erfolgen, ohne dass dabei Stellen entstehen, an
denen sich Schmutzrückstände dauerhaft ablagern. Durch die verjüngte Geometrie der
Borsten verringert sich der Borstenquerschnitt und damit die Rückstellkraft, die aufgrund
der elastischen Eigenschaften des Silikonmaterials zur Verfügung gestellt werden.
Dies bewirkt den Effekt, dass sich die Borsten möglichst passgenau an die Fingerkontur
unterhalb des Nagels anschmiegen. Wenn ein konvex gewölbter Kappenabschnitt am Ende
der Borsten verwendet ist, so wird der Nagel-Reinigungsvorgang als besonders angenehm
empfunden.
[0008] Eine bevorzugte Erfindungsvariante ist dergestalt, dass die Querschnittsfläche des
Befestigungsabschnitts im Anschlußbereich an den Übergangsabschnitt kleiner ist als
die Querschnittsfläche des Übergangsabschnitts in diesem Bereich oder gleich der Querschnittsfläche
des Übergangsabschnitts in diesem Bereich ist.
[0009] Eine weiter bevorzugte Erfindungsvariante kann dergestalt sein, dass der Übergangsabschnitt
den Querschnitt der Borsten in Richtung auf das freie Borstenende kontinuierlich verjüngt,
und dass die Außenkontur des Übergangsabschnitts konvex gewölbt ist. Es hat sich gezeigt,
dass die konvexe Kontur des Übergangsabschnitts zu einer besonders guten Reinigungswirkung
unterhalb des Nagels führt. Insbesondere wird hierdurch auch der Querschnitt des Borsten
kontinuierlich verringert und damit auch das Widerstandsmoment gegen Biegung. Dabei
lässt sich über die konvexe Gestaltung insbesondere im Bereich des Endes der Borsten
noch eine ausreichend hohe Biegefestigkeit erzielen.
[0010] Eine denkbare Ausgestaltungsform der Erfindung kann dergestalt sein, dass der Übergangsabschnitt
zwei ineinander übergehende Abschnittsbereiche aufweist, die beide konvex gewölbte
Außenkonturen aufweisen und dass die Wölbungsradien dieser Außenkonturen voneinander
abweichen. Hierdurch lässt sich gezielter das Widerstandsmoment gegen Biegung beeinflussen.
[0011] Erfindungsgemäß kann es auch vorgesehen sein, dass das Verhältnis des Maßes der Längserstreckung
des Borsten in Borstenlängsrichtung zu dem maximalen Querschnittsmaß, insbesondere
des maximalen Durchmessers des Borsten im Bereich zwischen 2,5 bis 5,5. Mit einer
solchen Dimensionierung lassen sich insbesondere kurze als auch lange Nägel gut reinigen.
Vorzugsweise ist dieses Verhältnis im Bereich zwischen 3 bis 5 gewählt. Die Erfinder
haben erkannt, dass ein Verhältnis von 4 einen Kompromiss für eine Vielzahl von Nagelformen
bietet. Zusätzlich oder alternativ kann es auch vorgesehen sein, dass das Maß der
Längserstreckung des Borsten in Borstenlängsrichtung kleiner 15mm. Insbesondere kleiner
10mm ist, besonders bevorzugt 6mm beträgt, und/oder dass das maximale Querschnittsmaß,
insbesondere der maximalen Durchmesser des Borsten im Bereich zwischen 1 und 3mm gewählt
ist, besonders bevorzugt 1.5mm beträgt.
[0012] Wenn bei einer erfindungsgemäßen Ausgestaltungsvariante einer Nagelreinigungsbürste
vorgesehen ist, dass das Griffelement gehäuseartig ausgebildet ist und einen Boden
aufweist, von dem zwei gegenüberliegende Seitenwände und zwei gegenüberliegende Stirnwände
aufsteigen, wobei die Seitenwände und die Stirnwände einen Aufnahmebereich umgeben,
und dass zumindest eine der Seitenwände außenseitig eine Griffmulde aufweist, dann
ist die Nagelreinigungsbürste kompakt aufgebaut und lässt sich gut handhaben. Insbesondere
können die Seitenwände und die Stirnwände auch so ausgebildet sein, dass sie eine
umlaufende Wand formen.
[0013] Eine erfindungsgemäße Nagelreinigungsbürste kann auch dadurch gekennzeichnet, dass
das Borstenbett mit der den Borsten gegenüberliegenden Seite des Bettabschnitts auf
einer Auflage eines Trägers abgestützt ist, und dass der Träger mit dem Griffelement,
vorzugsweise lösbar verbunden ist. Eine solche Nagelreinigungsbürste ist materialoptimiert
ausgebildet, denn das Borstenbett lässt sich relativ dünn ausbilden, wobei es stabil
von der Auflage des Trägers unterfangen ist.
[0014] Dabei kann es weiterhin vorgesehen sein, dass an den Bettabschnitt, vorzugsweise
umlaufend, ein Einfassungsbereich angeformt ist, der mittelbar oder unmittelbar im
Anschluss an die Auflagefläche der Auflage um den Rand der Auflage zumindest bereichsweise
herumgeführt ist. Damit kann der Bettabschnitt einfach mit dem Träger, insbesondere
auch so verbunden werden, dass kein zusätzliches Befestigungselement notwendig ist.
Dies soll allerdings nicht beschränkend ausgelegt werden. Vielmehr kann es auch vorgesehen
sein, dass der Bettabschnitt zusätzlich mit dem Träger verbunden, beispielsweise verklebt
ist. Vorzugsweise kann es auch vorgesehen sein, dass der Einfassungsbereich wenigstens
ein angeformtes Hinterschnittelement aufweist, welcher den Träger an seiner der Auflagefläche
abgewandten Unterseite hintergreift. Aufgrund der elastischen Eigenschaften des Borstenbetts
kann dieses um den Rand des Trägers gezogen werden, wobei das Hinterschnitt Element
für eine sichere formschlüssige Festlegung verwendet wird. Insbesondere kann hierdurch
die Montage einfach gestaltet werden. Denkbar ist es auch, dass die Verbindung zwischen
dem Träger und dem Borstenbett lösbar ausgebildet ist. Ein Benutzer kann damit das
Borstenbett einfach demontieren und getrennt vom Träger reinigen.
[0015] Wenn vorgesehen ist, dass der Einfassungsbereich im Bereich zwischen den Innenseiten
der Seitenwände und der Stirnwänden und dem Rand der Auflage angeordnet ist, dann
kann auf einfache Weise verhindert werden, dass sich das Borstenbett unbeabsichtigt
vom Träger löst. Vorzugsweise kann es dabei auch vorgesehen sein, dass sich der Einfassungsbereich
dichtend an die Innenseiten der Seitenwände und der Stirnwände anlegt. Dann bildet
das Borstenbett mit seinen elastischen Eigenschaften gleichzeitig ein Dichtelement,
welches verhindert, dass Wasser in den von dem Griffelement gebildeten Gehäuseraum
eindringt.
[0016] Zusätzlich oder alternativ kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass im Bereich des
Einfassungsbereichs ein Öffnungsbereich gebildet ist, der eine räumliche Verbindung
zwischen der Umgebung und dem von dem Griffelement umgebenen Gehäusebereich schafft.
Falls unbeabsichtigt Wasser in den Gehäuseraum eindringt, so kann dieses über den
Verbindungsbereich wieder abfließen.
[0017] Eine einfache Verbindung zwischen dem Borstenbett und dem Griffelement kann dadurch
geschaffen werden, dass der Träger, der das Borstenbett trägt, an seiner, dem Bettabschnitt
des Borstenbetts abgewandten Unterseite angeformte Steckansätze aufweist, und dass
die Steckansätze in Steckaufnahmen von Halteansätzen des Griffelements eingesetzt
und darin vorzugsweise kraftschlüssig gehalten sind.
[0018] Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass das Borstenfeld einen Mittenbereich aufweist,
an den sich beidseitig Endbereiche anschließen, dass im Mittenbereich die Borsten
in Richtung der Längserstreckung der Nagelreinigungsbürste linienförmig angeordnet
sind, wobei diese geraden Borstenlinien zwischen den beiden Endbereichen verlaufen,
und dass in den Endbereichen die Borsten einander so zugeordnet sind, dass sich Bogenlinien
ergeben, die vorzugsweise konzentrisch zueinander verlaufen. Hierdurch kann eine hervorragende
Reinigungswirkung erzielt werden. Die Nägel lassen sich beispielsweise linear über
die Linien im Mittenbereich führen und werden dabei gereinigt. Wenn die Nägel dann
die Endbereich überführt werden, so verändert sich die Borstenkonstellation und damit
einhergehend die Beaufschlagung der Nägel mit den Borsten, sodass eine effektive Nagelreinigung
an verschiedenen Nagelstellen möglich wird.
[0019] Dies wird insbesondere auch dadurch unterstützt, wenn vorgesehen ist, dass zumindest
ein Teil der Bogenlinien an ihren Enden in die Borstenlinien des Mittenbereichs übergeht.
Hierdurch wird eine gute Führung der Finger an den Borsten und Überleitung die Endbereiche
bewirkt.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert es zeigen:
Figur 1 eine Nagelreinigungsbürste in perspektivischer Ansicht,
Figuren 2 bis 4 die Nagelreinigungsbürste gemäß Figur 1 in verschiedenen Ansichten,
Figur 5 in vergrößerter Einzeldarstellung ein Borsten der Nagelreinigungsbürste gemäß
den Figuren 1 bis 4,
Figur 6 die Nagelreinigungsbürste gemäß den Figuren 1 bis 4 in Explosionsdarstellung
und
Figur 7 die Nagelreinigungsbürste in Seitenansicht und im Schnitt.
[0021] Figur 1 zeigt eine Nagelreinigungsbürste mit einem Griffelement 10, welches ein Borstenbett
30 trägt.
[0022] Wie Figur 6 erkennen lässt, ist das Griffelement 10 gehäuseartig ausgebildet. Insbesondere
kann es als Spritzgussteil aus einem Stück gefertigt werden das Griffelement 10 besitzt
einen Boden 11. An den Boden 11 schließen sich zwei einander gegenüberstehende Seitenwände
12 sowie zwei einander gegenüberstehende Stirnwände 13 einteilig an. Die Seitenwände
12 und die Stirnwände 13 steigen von dem Boden 11 auf. Die Seitenwände 12 und die
Stirnwände 13 gehen ineinander über, sodass eine umlaufende Wand gebildet ist.
[0023] Die Seitenwände 12 bilden an ihren Außenseiten Griffmulden 14. Diese sind, für eine
gute Handhabung der Nagelreinigungsbürste, vertieft in die Seitenwände 12 eingeformt.
[0024] An den Boden 11 des Griffelements 10 sind Halteansätze 16 angeformt. Die Halteansätze
16 können dabei insbesondere domartig ausgebildet sein und besitzen Steckaufnahmen,
die in Form von Bohrungen ausgebildet sein können.
[0025] Zur Aussteifung der Seitenwände 12 und/oder der Stirnwände 13 sind Versteifungsrippen
15 vorgesehen. Die Versteifungsrippen 15 sind einteilig mit dem Boden 11 und den Seitenwänden
12 bzw. den Stirnwänden 13 verbunden.
[0026] Die von den Seitenwänden 12 und den Stirnwänden 13 gebildete umlaufende Wand bildet
eine nach oben offene Öffnung des Griffelements 10.
[0027] Mit dem Griffelement 10 kann ein Träger 20 verbunden werden. Wie Figur 6 weiter zeigt,
weist der Träger 20 eine Aufnahme 21 auf, die plattenförmig ausgebildet ist. Die Auflage
21 bildet eine obere Auflagefläche 23, die insbesondere plan ausgebildet sein kann.
Gegenüberliegend der Auflagefläche 23 bildet die Auflage 21 eine Unterseite 24. An
die Unterseite 24 sind Steckansätze 22 einteilig angeformt. Der Träger 20 ist als
Spritzgussteil aus Kunststoff gefertigt.
[0028] Mit dem Träger 20 kann ein Borstenbett 30 verbunden werden. Das Borstenbett 30 weist
einen Bettabschnitt 31 auf. Randseitig besitzt das Borstenbett 30 einen umlaufenden
Einfassungsbereich 31.1.
[0029] Die Gestaltung des Borstenbetts 30 lässt sich näher der Figur 7 entnehmen. Wie diese
Darstellung zeigt, wird der Bettabschnitt 31 von einem flächenförmigen Element gebildet.
An den Endabschnitt 31 schließt sich der Einfassungsbereich 31.1 in Form eines zur
Unterseite hin vorstehenden, vorzugsweise umlaufenden Stegabschnittes an. Am freien
Ende des Einfassungsbereichs 31.1 ist wenigstens ein Hinterschnittelement 31.2 einteilig
angeformt. Das Hinterschnittelement 31.2 ist vorzugsweise umlaufend ausgebildet.
[0030] Das Borstenbett 30 weist eine Vielzahl von Borsten 34 auf. Diese Borsten 34 sind
an der Oberseite des Bettabschnitts 31 angeordnet und einteilig mit dem Borstenbett
31 verbunden.
[0031] Erfindungsgemäß besteht das Borstenbett mit den einteilig angeformten Borsten 34
aus einem Silikonelastomer.
[0032] Zur Verbindung des Borstenbetts 30 mit dem Träger 20 wird dieses so über den Träger
20 gestülpt, dass der Einfassungsbereich 31.1 den umlaufenden Rand der Auflage 21
umgreift. Das Hinterschnittelement 31.2 hinter greift den Träger 20 und kommt auf
der Unterseite 24 des Trägers 20 zum Liegen. Auf diese Weise kann das Borstenbett
30 formschlüssig mit dem Träger 20 verbunden werden.
[0033] Der Träger 20 kann mit dem montierten Borstenbett 30 mit dem Griffelement 10 verbunden
werden. Zu diesem Zweck wird der Träger 20 in die offene Seite des Griffelements 10
eingesetzt. Dabei greifen die Steckansätze 22 in die Steckaufnahmen der Halteansätze
16 ein. Vorzugsweise ist die Dimensionierung der Steckansätze 22 so ausgelegt, dass
sie mit einem Pressitz in die Steckaufnahmen eingesetzt werden können. Auf diese Weise
ergibt sich eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Träger 20 und dem Griffelement
10.
[0034] Bei montiertem Träger 20 liegt das Borstenbett 30 außenseitig mit seinem Einfassungsbereich
31.1 an den zugekehrten Innenseiten der Seitenwände 12 und der Stirnwände 13 an. Dabei
wird das aus Silikonelastomer bestehende Material des Borstenbetts 30 an den Einfassungsbereichen
31.1 elastisch verformt. Auf diese Weise ergibt sich ein umlaufender Dichtabschluss
zwischen dem Borstenbett 30 und dem Griffelement 10. Diese Dichtung verhindert, dass
Wasser in den Gehäusebereich eindringen kann.
[0035] Da der Einfassungsbereich 31.1 zwischen den Seitenwänden 12 und den Stirnwänden 13
einerseits und dem umlaufenden Rand der Auflage 21 des Trägers 20 eingefasst ist,
wird verhindert, dass das Borstenbett 30 unbeabsichtigt von dem Träger 20 abgezogen
werden kann.
[0036] Wie Figur 2 zeigt, weist der Boden 11 des Griffelements 10 eine konvexe Kontur auf.
Diese schmiegt sich an die Handfläche an, sodass das Griffelement 10 angenehm und
sicher gehalten werden kann. Die Handhabung wird auch durch die Griffmulden 14 verbessert.
[0037] Figur 3 zeigt, dass das Borstenfeld 32 des Borstenbetts 30 in einer besonderen Weise
mit den Borsten 34 bestückt ist. Insbesondere weist das Borstenfeld 32 einen Mittenbereich
33 auf. An den Mittenbereich 33 schließen sich beidseitig Endbereiche 35 an.
[0038] In dem Mittenbereich 33 sind die Borsten 34 so angeordnet, dass sich gerade Borstenlinien
L1 bis Lx ausbilden, wobei die Borstenlinien L1 bis Lx in Richtung der Längserstreckung
der Nagelreinigungsbürste verlaufen. In den Endbereichen 35 sind die Borsten 34 so
angeordnet, dass die Borsten 34 Bogenbahnen B1 bis Bx bilden. Dabei kann es insbesondere
vorgesehen sein, dass die Bogenbahnen B1 bis Bx eines jeweiligen Endbereichs 35 auf
konzentrischen Kreisen verlaufen. Zumindest ein Teil der Bogenbahnen B1 bis Bx geht
an ihren Enden in die Borstenlinien L1 bis Lx des Mittenbereichs 33 über.
[0039] Figur 5 zeigt die Gestaltung der Borsten 34 im Detail. Dabei müssen nicht alle Borsten
34 so gestaltet sein, wie dies in Figur 5 gezeigt ist. Vorteilhafterweise sind jedoch
alle Borsten 34 gleich.
[0040] Wie Figur 5 erkennen lässt, sind die Borsten 34 einteilig an den Endabschnitt 31
mittels eines Befestigungsabschnitts 34.1 angeformt. Damit kann das Borstenbett 30
einteilig aus Silikonelastomer gefertigt werden.
[0041] Der Befestigungsabschnitt 34.1 kann beispielsweise zylinderförmig ausgeführt sein.
An den Befestigungsabschnitt 34.1 schließt sich ein Übergangsabschnitt 34.2 an. Mittels
des Übergangsabschnitts 34.2 verringert sich der Querschnitt der Borsten 34 in Richtung
auf das freie Borstenende hin. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Borsten
34 rotationssymetrisch ausgebildet. Denkbar ist jedoch auch eine andere Querschnittsform.
Der Übergangsabschnitt 34.2 kann einen oder mehrere Abschnitte aufweisen. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind zwei Abschnittsbereiche 34.3, 34.4 vorgesehen die Abschnittsbereiche
34.3 und 34.4 gehen stetig ineinander über.
[0042] Die Außenkontur des Übergangsabschnitts 34.2 ist konvex gewölbt, wie dies Figur 5
deutlich erkennen lässt, werden zwei Abschnittsbereiche 34.3 und 34.4 (oder auch mehrere
Abstützbereiche) verwendet. Die Wölbungen der Abstützbereiche 34.3 und 34.4 können
unterschiedlich sein, wie Figur 5 zeigt. Denkbar ist es jedoch auch nur einen einheitlichen
Übergangsabschnitt 34.2 zu verwenden.
[0043] Im Bereich der freien Enden der Borsten 34 sind konvex gewölbte Endabschnitte 34.5
vorgesehen, die beispielsweise in Form von Abschlusskappen ausgebildet sein können.
[0044] Wie Figur 5 weiter zeigt, besitzen die Borsten 34 eine, in Borsten-Längsrichtung
sich erstreckende Borstenlänge X auf. Weiterhin besitzen die Borsten 34 eine maximale
Querschnittserstreckung R. Das Verhältnis X R ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
gleich 4, wobei die Borstenlänge X=6mm und die maximale Querschnittserstreckung R=1,5mm
beträgt. Im Rahmen der Erfindung können selbstverständlich verständlich auch andere
Borstenlängen X bzw. maximale Querschnittserstreckung R vorgesehen sein. Dies ist
in den Ansprüchen näher angegeben und auch vorstehend beschrieben.
1. Nagelreinigungsbürste mit einem Griffelement (10), das ein Borstenbett (30) aufnimmt,
wobei das Borstenbett (30) einen Bettabschnitt (31) aufweist, an dem eine Vielzahl
von Borsten (34) abstehend angeordnet sind, die ein Borstenfeld (32) bilden, dadurch gekennzeichnet,
dass der Bettabschnitt (31) zusammen mit den angeformten Borsten (34) einen Formkörper
aus Silikonmaterial, insbesondere aus Silikonelastomer bildet.
2. Nagelreinigungsbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Borsten (34) mittels eines Befestigungsabschnitts (34.1) an
den Bettabschnitt (31) angeformt ist, dass sich an den Befestigungsabschnitt (34.1)
ein Übergangsabschnitt (34.2) anschließt oder dass der Befestigungsabschnitt (34.1)
den Übergangsabschnitt (34.2) bildet, dass der Übergangsabschnitt (34.2) die Borsten
(34) in Richtung auf das freie Borstenende verjüngt, und dass der Borsten (34) an
seinem freien Ende einen Endabschnitt (34.5), vorzugsweise in Form eines konvex gewölbten
Kappenabschnitts, aufweist.
3. Nagelreinigungsbürste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des Befestigungsabschnitts (34.1) im Anschlußbereich an den
Übergangsabschnitt (34.2) kleiner ist als die Querschnittsfläche des Übergangsabschnitts
(34.1) in diesem Bereich oder gleich der Querschnittsfläche des Übergangsabschnitts
(34.1) in diesem Bereich ist.
4. Nagelreinigungsbürste nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergangsabschnitt (34.2) den Querschnitt des Borsten (34) in Richtung auf das
freie Borstenende kontinuierlich verjüngt, und dass die Außenkontur des Übergangsabschnitts
(34.2) konvex gewölbt ist.
5. Nagelreinigungsbürste nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergangsabschnitt (34.2) zwei ineinander übergehende Abschnittsbereiche (34.3,
34.4) aufweist, die beide konvex gewölbte Außenkonturen aufweisen und dass die Wölbungsradien
dieser Außenkonturen voneinander abweichen.
6. Nagelreinigungsbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Maßes der Längserstreckung (X) des Borsten (34) in Borstenlängsrichtung
zu dem maximalen Querschnittsmaß (R), insbesondere des maximalen Durchmessers des
Borsten (34) X : R im Bereich zwischen 2,5 bis 5,5, vorzugsweise im Bereich zwischen
3 bis 5 liegt, besonders bevorzugt 4 beträgt und/oder, dass das Maß der Längserstreckung
(X) des Borsten (34) in Borstenlängsrichtung kleiner 15mm. Insbesondere kleiner 10mm
ist, besonders bevorzugt 6mm beträgt und/oder dass das maximale Querschnittsmaß (R),
insbesondere der maximalen Durchmesser des Borsten (34) im Bereich zwischen 1 und
3mm gewählt ist, besonders bevorzugt 1.5mm beträgt.
7. Nagelreinigungsbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (10) gehäuseartig ausgebildet ist und einen Boden (11) aufweist,
von dem zwei gegenüberliegende Seitenwände (12) und zwei gegenüberliegende Stirnwände
(14) aufsteigen, wobei die Seitenwände (12) und die Stirnwände (14) einen Aufnahmebereich
umgeben, und dass zumindest eine der Seitenwände (12) außenseitig eine Griffmulde
(14) aufweist.
8. Nagelreinigungsbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstenbett (30) mit der den Borsten (34) gegenüberliegenden Seite des Bettabschnitts
(31) auf einer Auflage (21) eines Trägers (20) abgestützt ist, und dass der Träger
(20) mit dem Griffelement (10), vorzugsweise lösbar verbunden ist.
9. Nagelreinigungsbürste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an den Bettabschnitt (31), vorzugsweise umlaufend, ein Einfassungsbereich (31.1)
angeformt ist, der mittelbar oder unmittelbar im Anschluss an die Auflagefläche (23)
der Auflage (21) um den Rand der Auflage (21) zumindest bereichsweise herumgeführt
ist , wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der Einfassungsbereich (31.1) wenigstens
ein angeformtes Hinterschnittelement (31.2) aufweist, welcher den Träger (20) an seiner
der Auflagefläche (23) abgewandten Unterseite (24) hintergreift.
10. Nagelreinigungsbürste nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfassungsbereich (31.1) im Bereich zwischen den Innenseiten der Seitenwände
(12) und der Stirnwänden (13) und dem Rand der Auflage (21) angeordnet ist, wobei
vorzugsweise vorgesehen ist, dass sich der Einfassungsbereich (31.1) dichtend an die
Innenseiten der Seitenwände (12) und der Stirnwände (13) anlegt, und/oder dass im
Bereich des Einfassungsbereichs (31.1) ein Öffnungsbereich gebildet ist, der eine
räumliche Verbindung zwischen der Umgebung und dem von dem Griffelement 10 umgebenen
Gehäusebereich schafft.
11. Nagelreinigungsbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (20), der das Borstenbett (30) trägt, an seiner, dem Bettabschnitt (31)
des Borstenbetts (30) abgewandten Unterseite (24) angeformte Steckansätze (22) aufweist,
und dass die Steckansätze (22) in Steckaufnahmen von Halteansätzen (16) des Griffelements
(10) eingesetzt und darin vorzugsweise kraftschlüssig gehalten sind.
12. Nagelreinigungsbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstenfeld (32) einen Mittenbereich (33) aufweist, an den sich beidseitig Endbereiche
(35) anschließen, dass im Mittenbereich (33) die Borsten (34) in Richtung der Längserstreckung
der Nagelreinigungsbürste linienförmig angeordnet sind, wobei diese geraden Borstenlinien
(L1 bis Lx) zwischen den beiden Endbereichen (35) verlaufen, und dass in den Endbereichen
(35) die Borsten (34) einander so zugeordnet sind, dass sich Bogenlinien (B1 bis Bx)
ergeben, die vorzugsweise konzentrisch zueinander verlaufen.
13. Nagelreinigungsbürste nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Bogenlinien (B1 bis Bx) an ihren Enden in die Borstenlinien
(L1 bis Lx) des Mittenbereichs (33) übergeht.