[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Arbeitsstationen für Verpackungsmaschinen mit
einem Hubwerk zum Anheben eines Unterwerkzeugs.
[0002] Aus der
DE 103 51 567 B4 ist eine als Thermoformer ausgebildete Verpackungsmaschine bekannt, bei der mindestens
ein Werkzeug mit einem Kniehebel in eine abgesenkte und in eine angehobene Stellung
verschiebbar ist. Das Werkzeug weist als Antrieb einen Elektrolinearantrieb auf, welcher
den Kniehebel antreibt.
[0003] Die
DE 42 16 210 A1 beschreibt eine Verpackungsmaschine mit einer Tiefziehstation, welche ein Oberteil
und ein relativ dazu in eine abgesenkte Stellung senkbares bzw. in eine angehobene
Stellung anhebbares Unterteil aufweist. Zum Bewegen des Unterteils ist eine Hubeinrichtung
vorgesehen, welche ein Kniehebelsystem umfasst. Das Kniehebelsystem wird über eine
Kolben-Zylindereinrichtung betätigt.
[0004] Die
DE 10 2009 008 452 B3 beschreibt eine Tiefziehverpackungsmaschine mit einer Arbeitsstation, welche eine
ortsfeste Werkzeughälfte und eine bewegbare Werkzeughälfte umfasst. Die ortsfeste
Werkzeughälfte ist an oberen Enden von Führungsholmen befestigt. Die bewegbare Werkzeughälfte
ist über Führungsbuchsen entlang den Führungsholmen bewegbar und kann daher zu der
ortsfesten Werkzeughälfte hin und von dieser weg bewegt werden. Die bewegbare Werkzeughälfte
wird durch ein elektrisches Hubwerk zu der ortsfesten Werkzeughälfte hin und von dieser
weg bewegt. Das elektrische Hubwerk besteht aus einer ersten Hubvorrichtung zum Bewirken
einer Hubbewegung mit großem Hub und einer zweiten Hubvorrichtung zum Bewirken einer
Hubbewegung mit kleinem Hub. Die zweite Hubvorrichtung erzeugt eine Kraft, die die
bewegbare Werkzeughälfte gegen die ortsfeste Werkzeughälfte drückt. Die erste Hubvorrichtung
besteht aus einem ersten Elektromotor und einem Kniehebelgestänge. Die erste Hubvorrichtung
bewirkt einen großen Hub der bewegbaren Werkzeughälfte, der dann erreicht ist, wenn
ein Totpunkt des Kniehebelgestänges erreicht ist. Die zweite Hubvorrichtung umfasst
einen Elektromotor und eine Exzenterwelle, die einen ersten Hebel des Kniehebelgestänges
mit einem zweiten Hebel des Kniehebelgestänges verbindet. Wenn die Abtriebswelle des
zweiten Elektromotors gedreht wird, wird der zweite Hebel des Kniehebelgestänges relativ
zu dem ersten Hebel des Kniehebelgestänges angehoben oder abgesenkt, wodurch ein Hub
des zweiten Hebels erzeugt wird.
[0005] Außerdem ist noch
WO 2005075291 A2 bekannt, das sich auf einer Arbeitsstation mit zwei Aktuatorenanordnungen bezieht,wobei
die Arbeitsstation für eine Verpackungsmaschine mit Ober- und Unterwerkzeug und ein
Hubwerk benutzt wird.
[0006] Es besteht ein Bedarf für ein Hubwerk zum Anheben eines Unterwerkzeugs einer Arbeitsstation
einer Verpackungsmaschine, welches eine gute Kraftübertragung aufweist. Es besteht
ein Bedarf für ein Hubwerk zum Anheben eines Unterwerkzeugs einer Arbeitsstation einer
Verpackungsmaschine, welches kostengünstig herstellbar ist. Es besteht ein Bedarf
für ein Hubwerk zum Anheben eines Unterwerkzeugs einer Arbeitsstation einer Verpackungsmaschine,
welches eine große Stabilität aufweist.
[0007] Die Erfindung betrifft eine Arbeitsstation für eine Verpackungsmaschine gemäß Anspruch
1 und ein Verfahren zum Betreiben einer Arbeitsstation für eine Verpackungsmaschine
gemäß Anspruch 12. Die abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Ausführungsformen der
Erfindung an.
[0008] Eine erfindungsgemäße Arbeitsstation für eine Verpackungsmaschine umfasst ein Oberwerkzeug,
ein Unterwerkzeug und ein Hubwerk. Das Unterwerkzeug ist für eine entlang einer vertikalen
Richtung zu dem Oberwerkzeug hin gerichtete Schließbewegung geführt. Das Hubwerk umfasst
einen Kniehebelmechanismus, welcher das Unterwerkzeug und eine Stützstruktur miteinander
verbindet. Das Hubwerk weist eine erste Aktuatoranordnung und eine zweite Aktuatoranordnung
auf. Die erste Aktuatoranordnung ist zum Aufbringen einer ersten Kraft zum Anheben
des Unterwerkzeugs konfiguriert. Die zweite Aktuatoranordnung ist zum Aufbringen einer
zweiten Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs konfiguriert. Die erste Aktuatoranordnung
greift unter Umgehung des Kniehebelmechanismus an dem Unterwerkzeug an. Die zweite
Aktuatoranordnung greift an dem Kniehebelmechanismus an.
[0009] Im Sinne der Erfindung sind sowohl Kräfte, die tatsächlich zum Anheben des Unterwerkzeugs
führen, als auch Kräfte, die das Unterwerkzeug nach oben hin beaufschlagen, aber nicht
zu einer tatsächlichen Bewegung des Unterwerkzeugs führen, Kräfte "zum Anheben des
Unterwerkzeugs". Insbesondere ist eine Anpresskraft, mit der das Unterwerkzeug von
unten an das Oberwerkzeug gepresst wird, im Sinne der Erfindung eine "Kraft zum Anheben
des Unterwerkzeugs" oder Teil einer solchen.
[0010] Dadurch, dass zwei Aktuatoranordnungen zum Aufbringen von Kräften zum Anheben des
Unterwerkzeugs vorgesehen sind, können die einzelnen Aktuatoranordnungen kleiner dimensioniert
werden, als wenn nur eine einzige Aktuatoranordnung vorgesehen wäre. Ein geeignetes
Anpassen der auf das Unterwerkzeug wirkenden Hubkräfte abhängig von der Betriebssituation
der Arbeitsstation wird vereinfacht. Beispielsweise kann in bestimmten Betriebszuständen
nur eine der beiden Aktuatoranordnungen aktiv sein, um eine Kraft auf das Unterwerkzeug
auszuüben, während die andere Aktuatoranordnung inaktiv ist. In Betriebszuständen,
bei denen eine erhöhte Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs erforderlich ist, insbesondere
wenn das Unterwerkzeug an das Oberwerkzeug gepresst werden soll, können beide Aktuatoranordnungen
aktiv sein.
[0011] Ein Kniehebelmechanismus hat die Eigenschaft, dass sich das Übersetzungsverhältnis
zwischen aufgewendeter Kraft und resultierender Kraft während der Bewegung des Kniehebelmechanismus
kontinuierlich verschiebt. Der Kniehebelmechanismus hat also Bewegungsbereiche, in
denen er ein für eine große Kraftübertragung günstiges Übersetzungsverhältnis bereitstellt,
aber auch Bewegungsbereiche, in denen das Übersetzungsverhältnis für eine hohe Kraftübertragung
ungünstig ist. Dadurch, dass die erste Aktuatoranordnung unter Umgehung des Kniehebelmechanismus
an dem Unterwerkzeug angreift, ist die Wirkung der von der ersten Aktuatoranordnung
aufgebrachten ersten Kraft auf das Unterwerkzeug unabhängig von dem momentanen Betriebszustand
des Kniehebelmechanismus. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass sich das Unterwerkzeug
auch dann effizient anheben lässt, wenn der Kniehebelmechanismus in einem Zustand
vorliegt, in dem er ein für eine gute Kraftübertragung ungünstiges Übersetzungsverhältnis
aufweist. Die zweite Aktuatoranordnung greift an dem Kniehebelmechanismus an und erlaubt
ein Ausnutzen der durch den Kniehebelmechanismus bereitgestellten Hebelwirkung zum
Anheben des Unterwerkzeugs.
[0012] Die erste Aktuatoranordnung kann direkt an dem Unterwerkzeug angreifen. Die erste
Aktuatoranordnung kann an einem starr mit dem Unterwerkzeug verbundenen Element angreifen.
Die erste Aktuatoranordnung kann an einem Element angreifen, welches das Unterwerkzeug
trägt, ohne dass eine gelenkige Verbindung zwischen dem Unterwerkzeug und dem Element,
an dem die erste Aktuatoranordnung angreift, vorliegt. Die erste Aktuatoranordnung
kann ohne Zwischenschalten einer gelenkigen Verbindung an dem Unterwerkzeug angreifen.
Es ist auch denkbar, dass beispielsweise maximal eine gelenkige Verbindung zwischen
dem Unterwerkzeug und der Aktuatoranordnung vorliegt.
[0013] Mittels der ersten Kraft kann das Unterwerkzeug gegenüber der Stützstruktur angehoben
werden. Mittels der ersten Kraft kann das Unterwerkzeug in Bezug auf das Oberwerkzeug
angehoben werden. Mittels der zweiten Kraft kann das Unterwerkzeug gegenüber der Stützstruktur
angehoben werden. Mittels der zweiten Kraft kann das Unterwerkzeug in Bezug auf das
Oberwerkzeug angehoben werden.
[0014] Das Oberwerkzeug kann ortsfest an einem Gestell der Arbeitsstation angebracht sein.
Die Stützstruktur kann ortsfest an einem Gestell der Arbeitsstation angebracht oder
Teil des Gestells der Arbeitsstation sein. Die Stützstruktur kann bezüglich des Oberwerkzeugs
ortsfest sein.
[0015] Die erste Aktuatoranordnung kann dazu konfiguriert sein, das Unterwerkzeug um einen
ersten Hub anzuheben. Die zweite Aktuatoranordnung kann dazu konfiguriert sein, das
Unterwerkzeug um einen zweiten Hub anzuheben. Der erste Hub kann größer als der zweite
Hub sein. Die erste Aktuatoranordnung kann für das Bereitstellen eines großen Hubs
optimiert sein und die zweite Aktuatoranordnung kann für das Bereitstellen einer hohen
Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs optimiert sein. Der größere erste Hub der ersten
Aktuatoranordnung kann es ermöglichen, das Unterwerkzeug mittels der ersten Aktuatoranordnung
bereits relativ nahe an das Oberwerkzeug zu fahren.
[0016] Die zweite Aktuatoranordnung kann dazu konfiguriert sein, zum Aufbringen der zweiten
Kraft aktiviert zu werden, nachdem das Unterwerkzeug von der ersten Aktuatoranordnung
angehoben wurde. Durch Zuschalten der zweiten Aktuatoranordnung kann nach einem Anheben
des Unterwerkzeugs durch die erste Aktuatoranordnung eine erhöhte Kraft für ein Anpressen
des Unterwerkzeugs an das Oberwerkzeug bereitgestellt werden.
[0017] Die erste Aktuatoranordnung und die zweite Aktuatoranordnung können dazu konfiguriert
sein, die erste Kraft und die zweite Kraft zumindest zeitweise gleichzeitig aufzubringen.
Hierdurch kann zeitweise eine besonders hohe Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs
bereitgestellt werden. Insbesondere kann eine hohe Kraft zum Anpressen des Unterwerkzeugs
an das Oberwerkzeug erzielt werden.
[0018] Vorzugsweise führt ein Anheben des Unterwerkzeugs durch die erste Aktuatoranordnung
auch ohne aktiven Betrieb der zweiten Aktuatoranordnung zu einem Verstellen des Kniehebelmechanismus.
Wenn beim Anheben des Unterwerkzeugs durch die erste Aktuatoranordnung der Kniehebelmechanismus
verstellt wird, verändert sich die Übersetzung des Kniehebelmechanismus. Das Vorliegen
des ungünstigen Übersetzungsbereichs des Kniehebelmechanismus wirkt sich beim Anheben
des Unterwerkzeugs durch die erste Aktuatoranordnung nicht negativ aus, da die erste
Aktuatoranordnung unter Umgehung des Kniehebelmechanismus an dem Unterwerkzeug angreift.
Insbesondere kann während des Anhebens des Unterwerkzeugs durch die erste Aktuatoranordnung
ein ungünstiger Übersetzungsbereich des Kniehebelmechanismus überwunden werden.
[0019] Vorzugsweise hat ein Anheben des Hubwerks durch die erste Aktuatoranordnung ein Strecken
des Kniehebelmechanismus zur Folge. Beim Strecken des Kniehebelmechanismus kann die
Übersetzung für die zweite Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs durch die zweite Aktuatoranordnung
vergrößert werden.
[0020] Die zweite Aktuatoranordnung kann dazu konfiguriert sein, eine Anpresskraft zum Anpressen
des Unterwerkzeugs an das Oberwerkzeug bereitzustellen.
[0021] Prinzipiell kann es ausreichend sein, wenn der Kniehebelmechanismus eine einzige
Kniehebelkonstruktion umfasst, die das Unterwerkzeug und die Stützstruktur miteinander
verbindet. Vorzugsweise umfasst der Kniehebelmechanismus jedoch mehrere Kniehebelkonstruktionen,
die jeweils das Unterwerkzeug und die Stützstruktur miteinander verbinden. Durch das
Vorsehen mehrerer Kniehebelkonstruktionen kann eine verbesserte Kraftaufnahme durch
das Unterwerkzeug gewährleistet sein. Zudem kann sich das Vorsehen mehrerer Kniehebelkonstruktionen
verbessernd auf die Stabilität des Unterwerkzeugs auswirken. Die zweite Aktuatoranordnung
greift vorzugsweise an den mehreren Kniehebelkonstruktionen an.
[0022] Die zweite Aktuatoranordnung kann ein längenveränderliches Element umfassen. Das
längenveränderliche Element kann gleichzeitig an zwei gegenüberliegenden Kniehebelkonstruktionen
angreifen. Durch das Angreifen des längenveränderlichen Elements an zwei gegenüberliegenden
Kniehebelkonstruktionen lässt sich eine verbesserte Krafteinleitung in die Kniehebelkonstruktionen
erreichen. Das längenveränderliche Element kann beispielsweise einen Pneumatikzylinder,
einen Spindeltrieb oder einen Elektrolinearantrieb umfassen.
[0023] Die erste Aktuatoranordnung und/oder die zweite Aktuatoranordnung kann ein längenveränderliches
Element aufweisen. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Pneumatikzylinder,
einen Spindeltrieb oder einen Elektrolinearantrieb handeln.
[0024] Das Unterwerkzeug kann an Stangen aufgehängt sein. Die Stangen können beispielsweise
fest mit dem Oberwerkzeug verbunden sein. Die erste Aktuatoranordnung kann an den
Stangen aufgehängt sein. Die zweite Aktuatoranordnung kann an den Stangen aufgehängt
sein.
[0025] Die zweite Aktuatoranordnung kann derart an dem Kniehebelmechanismus angreifen, dass
eine Übersetzung der von der zweiten Aktuatoranordnung aufgebrachten zweiten Kraft
durch den Kniehebelmechanismus eine größere Wirkung zum Anheben des Unterwerkzeugs
entfaltet je weiter der Kniehebelmechanismus gestreckt ist.
[0026] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben einer Arbeitsstation für
eine Verpackungsmaschine. Das Verfahren kann zum Betreiben der erfindungsgemäßen Arbeitsstation
geeignet, ausgelegt und/oder konfiguriert sein. Im Hinblick auf die Arbeitsstation
beschriebene Merkmale lassen sich auf das Verfahren übertragen und umgekehrt.
[0027] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben einer Arbeitsstation für eine Verpackungsmaschine
umfasst das Anheben eines Unterwerkzeugs entlang einer vertikalen Richtung auf ein
Oberwerkzeug zu durch Aufbringen einer ersten Kraft mittels einer ersten Aktuatoranordnung.
Die erste Aktuatoranordnung greift unter Umgehung eines Kniehebelmechanismus an dem
Unterwerkzeug an, wobei der Kniehebelmechanismus das Unterwerkzeug und eine Stützstruktur
miteinander verbindet. Das Verfahren umfasst zudem das Aufbringen einer zweiten Kraft
zum Anpressen des Unterwerkzeugs an das Oberwerkzeug mittels einer zweiten Aktuatoranordnung.
Die zweite Aktuatoranordnung greift an der Kniehebelanordnung an.
[0028] Durch das Anheben des Unterwerkzeugs mittels der ersten Aktuatoranordnung wird vorzugsweise
die Kniehebelanordnung verstellt.
[0029] Vorzugsweise wird die Kniehebelanordnung zunächst durch Anheben des Unterwerkzeugs
mittels der ersten Aktuatoranordnung in einen Arbeitsbereich mit verbesserter Hebelwirkung
(verbesserter Übersetzung) verstellt. Anschließend betätigt die zweite Aktuatoranordnung
aktiv die Kniehebelanordnung zum weiteren Anheben des Unterwerkzeugs und/oder zum
Anpressen des Unterwerkzeugs an das Oberwerkzeug.
[0030] Während des Aufbringens der zweiten Kraft kann zumindest temporär auch die erste
Kraft aufgebracht werden.
[0031] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert.
Es zeigt
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer Verpackungsmaschine mit einer Arbeitsstation
gemäß einer Ausführungsform;
- Figur 2
- eine schematische Perspektivansicht einer Arbeitsstation gemäß einer Ausführungsform
im geöffneten Zustand der Arbeitsstation;
- Figur 3
- eine weitere schematische Perspektivansicht der Arbeitsstation im geöffneten Zustand
der Arbeitsstation;
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht der Arbeitsstation im geöffneten Zustand der Arbeitsstation;
- Figur 5
- eine schematische Perspektivansicht der Arbeitsstation im geschlossenen Zustand der
Arbeitsstation; und
- Figur 6
- eine schematische Seitenansicht der Arbeitsstation im geschlossenen Zustand der Arbeitsstation.
[0032] Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Verpackungsmaschine 1, in der eine erfindungsgemäße
Arbeitsstation 3 einsetzbar ist. In der gezeigten Ausführungsform ist die Verpackungsmaschine
1 als Tiefziehverpackungsmaschine ausgebildet. Die Verpackungsmaschine 1 umfasst einen
Maschinenrahmen 5, an welchem eine Formstation 7, eine Siegelstation 9 und eine Schneidstation
11 angeordnet sind. Die Verpackungsmaschine 1 umfasst eine Fördereinrichtung 13 zum
Fördern einer Unterfolienbahn 15 entlang einer Transportrichtung T. Die Unterfolienbahn
15 wird nacheinander der Formstation 7, einer zwischen der Formstation 7 und der Siegelstation
9 liegenden Einlegestrecke 17, der Siegelstation 9 und der Schneidstation 11 zugeführt.
[0033] In der Formstation 7 werden durch Tiefziehen Verpackungsmulden in der Unterfolienbahn
15 ausgeformt. Die Formstation 7 umfasst ein Formwerkzeugoberteil 7a und ein relativ
dazu bewegliches Formwerkzeugunterteil 7b, welche zum Tiefziehen der Verpackungsmulden
in der Unterfolienbahn 15 zusammenwirken. In der Einlegestrecke 17 werden die in der
Unterfolienbahn 15 ausgeformten Verpackungsmulden mit zu verpackenden Produkten befüllt.
Die befüllten Verpackungen werden in der Siegelstation 9 durch Ansiegeln einer Oberfolie
19 an die Unterfolie 15 verschlossen. Die Siegelstation 9 umfasst ein Siegelwerkzeugoberteil
9a und ein relativ dazu bewegliches Siegelwerkzeugunterteil 9b, welche zusammenwirken,
um die Verpackungsmulden mit der Oberfolie 19 zu verschließen. In der Schneidstation
11 werden die verschlossenen Verpackungen aus dem Folienverbund gelöst. Die Schneidstation
11 umfasst ein Schneidwerkzeugoberteil 11a und ein relativ dazu beweglichen Schneidwerkzeugunterteil
11b. Das Schneidwerkzeugoberteil 11a und das Schneidwerkunterteil 11b wirken zum Austrennen
der Verpackungen aus dem Folienverbund zusammen.
[0034] Die Erfindung betrifft eine Arbeitsstation 3 für eine Verpackungsmaschine 1. Bei
der Arbeitsstation 3 kann es sich beispielsweise um die Formstation 7, die Siegelstation
9 oder die Schneidstation 11 einer Tiefziehverpackungsmaschine handeln. Es wäre aber
auch denkbar, dass die Arbeitsstation 3 in einer Verpackungsmaschine 1 eines anderen
Typs eingesetzt wird, beispielsweise in einer Schalenverschließmaschine.
[0035] Die Arbeitsstation 3 umfasst ein Oberwerkzeug 21 und ein Unterwerkzeug 23. Beispiele
für das Oberwerkzeug 21 sind in der oben beschriebenen Verpackungsmaschine 1 das Formwerkzeugoberteil
7a, das Siegelwerkzeugoberteil 9a oder das Schneidwerkzeugoberteil 11a. Beispiele
für das Unterwerkzeug 23 sind in der oben beschriebenen Verpackungsmaschine 1 das
Formwerkzeugunterteil 7b, das Siegelwerkzeugunterteil 9b oder das Schneidwerkzeugunterteil
11b.
[0036] Fig. 2 zeigt in schematischer Perspektivansicht eine Arbeitsstation 3 gemäß einer
Ausführungsform. In der gezeigten Variante handelt es sich hierbei um eine Siegelstation
9. Die beschriebene Konstruktion lässt sich aber unter Ersetzen des Oberwerkzeugs
21 und des Unterwerkzeugs 23 durch anders ausgestaltete Werkzeuge auch auf andere
Arbeitsstationen 3 übertragen.
[0037] In der dargestellten Ausführungsform wird das Oberwerkzeug 21 ortsfest an dem Maschinenrahmen
5 angebracht. Dies kann beispielsweise über Schraublöcher erfolgen. Das Oberwerkzeug
21 in Fig. 2 kann Kühlmittelbohrungen 25 aufweisen. An dem Oberwerkzeug 21 sind vertikale
Stangen 27 angebracht. Die vertikalen Stangen 27 erstrecken sich von dem Oberwerkzeug
21 nach unten. Die Stangen 27 stellen eine vertikale Führung für das Unterwerkzeug
23 bereit. Entlang der Stangen 27 ist das Unterwerkzeug 23 entlang einer vertikalen
Richtung für eine Bewegung zu dem Oberwerkzeug 21 hin geführt. In der dargestellten
Ausführungsform umfasst das Unterwerkzeug 23 einen Arbeitsteil 23a, welcher bei einem
Anheben des Unterwerkzeugs 23 entlang der vertikalen Richtung mit dem Oberwerkzeug
21 zusammenwirkt. In der dargestellten Ausführungsform umfasst der Arbeitsteil 23a
des Unterwerkzeugs 23 Ausnehmungen zum zumindest teilweisen Aufnehmen von Verpackungsmulden.
In einem Arbeitstakt kann das Unterwerkzeug 23 entlang der vertikalen Richtung zunächst
an das Oberwerkzeug 21 angenähert und dann an dieses gepresst werden, um einen Arbeitsdruck
bereitzustellen. Es versteht sich, dass beim Anpressen des Unterwerkzeugs 23 an das
Oberwerkzeug 21 eine oder mehrere Komponenten zwischen dem Unterwerkzeug 23 und dem
Oberwerkzeug 21 vorliegen können. Beispielsweise kann im Falle einer Formstation 7
die Unterfolienbahn 15 zwischen dem Formwerkzeugunterteil 7b und dem Formwerkzeugoberteil
7a vorliegen, oder, im Falle einer Siegelstation 9, die Unterfolienbahn 15 und die
Oberfolie 19 zwischen dem Siegelwerkzeugunterteil 9b und dem Siegelwerkzeugoberteil
9b vorliegen.
[0038] In der dargestellten Ausführungsform umfasst das Unterwerkzeug 23 zudem einen Stützteil
23b, auf dem sich der Arbeitsteil 23a abstützt. In der gezeigten Ausführungsform umfasst
der Stützteil 23b des Unterwerkzeugs 23 zwei parallele, horizontale Trägerelemente
29. Der Arbeitsteil 23a des Unterwerkzeugs 23 kann einfach auf dem Stützteil 23b stehen.
Optional kann der Arbeitsteil 23a fest mit dem Stützteil 23b verbunden sein, beispielsweise
durch Schraubverbindungen. Vorzugsweise ist zwischen dem Stützteil 23b und dem Arbeitsteil
23a des Unterwerkzeugs 23 keine gelenkige Verbindung vorgesehen.
[0039] Die Arbeitsstation 3 umfasst ein Hubwerk 31 zum Anheben des Unterwerkzeugs 23 und
zum Aufbringen der Schließkraft für das Anpressen des Unterwerkzeugs 23 an das Oberwerkzeug
21. Wie wohl am Besten aus Fig. 3 ersichtlich, umfasst das Hubwerk 31 eine erste Aktuatoranordnung
33 zum Aufbringen einer ersten Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs 23. Die erste
Aktuatoranordnung 33 umfasst in der dargestellten Ausführungsform einen ersten Pneumatikzylinder
35, der an einer fest mit den beiden Trägerelementen 29 des Stützteils 23b des Unterwerkzeugs
23 verbundenen Zwischenplatte 37 angreift. In der gezeigten Ausführungsform ist ein
ausfahrbares Ende des ersten Pneumatikzylinders 35 an der Zwischenplatte 37 befestigt.
Die erste Aktuatoranordnung 33 greift in der gezeigten Ausführungsform also direkt
an dem Unterwerkzeug 23 an. In bestimmten Ausführungsformen wäre es auch denkbar,
dass zwischen dem Unterwerkzeug 23 und dem ersten Pneumatikzylinder 35 weitere Verbindungselemente
zwischengeschaltet sind. Ein stationärer Teil des ersten Pneumatikzylinders 35 ist
an einem Verbindungsträger 39 befestigt, welcher an zwei gegenüberliegenden der vertikalen
Stangen 27 befestigt ist. Die erste Aktuatoranordnung 33 ist somit mittels der vertikalen
Stangen 27 an dem Oberwerkzeug 21 aufgehängt.
[0040] Wie wohl am Besten aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, welche die Arbeitsstation 3
in einer geschlossenen Stellung, also mit angehobenem Unterwerkzeug 23, zeigen, umfasst
das Hubwerk 31 zudem einen Kniehebelmechanismus 41. Der Kniehebelmechanismus 41 umfasst
mehrere Kniehebelkonstruktionen 43. Die einzelnen Kniehebelkonstruktionen 43 sind
in der dargestellten Ausführungsform analog zueinander ausgebildet. In der dargestellten
Ausführungsform umfasst der Kniehebelmechanismus 41 vier Kniehebelkonstruktionen 43,
die jeweils an einer der vertikalen Stangen 27 angeordnet sind. Die Kniehebelkonstruktionen
43 umfassen jeweils einen ersten Hebel 45 und einen zweiten Hebel 47. Der erste Hebel
45 ist um eine horizontale Achse drehbar mit der zugeordneten Stange 27 verbunden.
Der zweite Hebel 47 ist um eine horizontale Achse drehbar mit dem Unterwerkzeug 23
verbunden. Zudem sind der erste Hebel 45 und der zweite Hebel 47 an einer Verbindungsstelle
49 um eine horizontale Achse drehbar miteinander verbunden.
[0041] Das Hubwerk 31 umfasst noch eine zweite Aktuatoranordnung 51, welche in der gezeigten
Ausführungsform zwei zweite Pneumatikzylinder 53 umfasst. Die zweiten Pneumatikzylinder
53 verbinden jeweils zwei einander gegenüberliegende Kniehebelkonstruktionen 43. Wie
anhand der Fig. 4 und 6 ersichtlich, sind die zweiten Pneumatikzylinder 53 derart
mit den zugeordneten Kniehebelkonstruktionen 43 verbunden, dass die Kniehebelkonstruktionen
43 bei einem Ausfahren der zweiten Pneumatikzylinder 53 aufgerichtet werden und somit
eine Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs 23 erzeugt wird. Ein Einfahren der zweiten
Pneumatikzylinder, also eine Verkürzung der zweiten Pneumatikzylinder 53, kann dagegen
zu einem Zusammenklappen der Kniehebelkonstruktionen 43 und einem Absenken des Unterwerkzeugs
23 führen.
[0042] Die erste Aktuatoranordnung 33 greift, wie anhand von Fig. 3 ersichtlich, unter Umgehung
des Kniehebelmechanismus 41 an dem Unterwerkzeug 23 an. Die Krafteinwirkung auf das
Unterwerkzeug 23 durch die erste Aktuatoranordnung 33 erfolgt also nicht über den
Kniehebelmechanismus 41. Eine Übersetzung des Kniehebelmechanismus 41 ist für die
Kraftübertragung durch die erste Aktuatoranordnung 33 auf das Unterwerkzeug 23 nicht
relevant. Die zweite Aktuatoranordnung 51 dagegen greift an dem Kniehebelmechanismus
41 an. Eine Kraftübertragung zum Anheben des Unterwerkzeugs 23 durch die zweite Aktuatoranordnung
51 erfolgt gemäß der Übersetzung des Kniehebelmechanismus 41.
[0043] Soll das Unterwerkzeug 23 aus der in den Fig. 2, 3 und 4 gezeigten abgesenkten Position
(offene Arbeitsstation 3) angehoben werden, wird zunächst die erste Aktuatoranordnung
33 zum Anheben des Unterwerkzeugs 23 betätigt. Der erste Pneumatikzylinder 35 wird
ausgefahren und hebt das Unterwerkzeug 23 an. In dieser Phase befindet sich die zweite
Aktuatoranordnung 51 in einem Freilaufmodus. Die zweiten Pneumatikzylinder 53 können
also im Wesentlichen ohne Widerstand ein-oder ausgefahren werden. Beim Anheben des
Unterwerkzeugs 23 durch die erste Aktuatoranordnung 33 wird, gewissermaßen als positiver
Nebeneffekt, der Kniehebelmechanismus 41 zu einem gewissen Grad aufgerichtet. Der
Kniehebelmechanismus 41 wird also durch das Anheben des Unterwerkzeugs 23 mittels
der ersten Aktuatoranordnung 33, die unter Umgehung des Kniehebelmechanismus 41 an
dem Unterwerkzeug 23 angreift, in einen Zustand versetzt, in dem eine verbesserte
Übersetzung beim Betätigen des Kniehebelmechanismus 41 durch die zweite Aktuatoranordnung
51 vorliegt. Wenn das Unterwerkzeug 23 bis zu einem gewissen Grad von der ersten Aktuatoranordnung
33 angehoben wurde, wird die zweite Aktuatoranordnung 51 aktiv geschaltet und wirkt
auf den Kniehebelmechanismus 41 zum weiteren Anheben des Unterwerkzeugs 23 oder zum
Anpressen des Unterwerkzeugs 23 an das Oberwerkzeug 21. Konkret erfolgt dies durch
ein Ausfahren der zweiten Pneumatikzylinder 51 und eine daraus resultierende Kraftübertragung
mittels des Kniehebelmechanismus 41 auf das Unterwerkzeug 23. Dieses Vorgehen ist
besonders effizient, da der Kniehebelmechanismus 41 vor Aktivieren der zweiten Aktuatoranordnung
51 bereits durch die erste Aktuatoranordnung 33 in einen Arbeitsbereich mit einer
guten Übersetzung verbracht wurde.
[0044] Die erste Aktuatoranordnung 33 kann im Wesentlichen so dimensioniert sein, dass sie
die für das Anheben des Unterwerkzeugs 23 erforderliche Kraft aufbringt, also zumindest
der Gewichtskraft des Unterwerkzeugs 23 entgegenwirken kann. Die zusätzliche Kraft
für das Anpressen des Unterwerkzeugs 23 an das Oberwerkzeug 21 kann durch die zweite
Aktuatoranordnung 51 bereitgestellt werden. Die zweiten Pneumatikzylinder 53 der zweiten
Aktuatoranordnung 51 können aufgrund der Aufteilung der Kraft zwischen der ersten
Aktuatoranordnung 33 und der zweiten Aktuatoranordnung 51 beim Anpressen des Unterwerkzeugs
23 an das Oberwerkzeug 21 und aufgrund des guten Übersetzungsverhältnisses in dem
Kniehebelmechanismus 41 relativ klein dimensioniert werden.
[0045] Das Unterwerkzeug 23, die erste Aktuatoranordnung 33 und die zweite Aktuatoranordnung
51 werden von den vertikalen Stangen 27 getragen. Eine Einstellung des Hubs des Unterwerkzeugs
23 kann auf einfache Art und Weise durch ein Verstellen der vertikalen Stangen 27
an dem Oberwerkzeug 21 erfolgen.
1. Arbeitsstation (3) für eine Verpackungsmaschine (1), umfassend
ein Oberwerkzeug (21) und ein Unterwerkzeug (23), wobei das Unterwerkzeug (23) für
eine entlang einer vertikalen Richtung zu dem Oberwerkzeug (21) hin gerichtete Schließbewegung
geführt ist; und
ein Hubwerk (31), welches einen Kniehebelmechanismus (41) umfasst, der das Unterwerkzeug
(23) und eine Stützstruktur miteinander verbindet,
wobei das Hubwerk (31) eine erste Aktuatoranordnung (33), die zum Aufbringen einer
ersten Kraft zum Anheben des Unterwerkzeugs (23) konfiguriert ist, und eine zweite
Aktuatoranordnung (51) umfasst, die zum Aufbringen einer zweiten Kraft zum Anheben
des Unterwerkzeugs (23) konfiguriert ist, und
wobei die erste Aktuatoranordnung (33) unter Umgehung des Kniehebelmechanismus (41)
an dem Unterwerkzeug (23) angreift und die zweite Aktuatoranordnung (51) an dem Kniehebelmechanismus
(41) angreift.
2. Arbeitsstation nach Anspruch 1, wobei die erste Aktuatoranordnung (33) dazu konfiguriert
ist, das Unterwerkzeug (23) um einen ersten Hub anzuheben, und die zweite Aktuatoranordnung
(51) dazu konfiguriert ist, das Unterwerkzeug (23) um einen zweiten Hub anzuheben,
wobei der erste Hub größer als der zweite Hub ist.
3. Arbeitsstation nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zweite Aktuatoranordnung (51) dazu
konfiguriert ist, zum Aufbringen der zweiten Kraft aktiviert zu werden, nachdem das
Unterwerkzeug (23) von der ersten Aktuatoranordnung (33) angehoben wurde.
4. Arbeitsstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Aktuatoranordnung
(33) und die zweite Aktuatoranordnung (51) dazu konfiguriert sind, die erste Kraft
und die zweite Kraft zumindest zeitweise gleichzeitig aufzubringen.
5. Arbeitsstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Anheben des Unterwerkzeugs
(23) durch die erste Aktuatoranordnung (33) auch ohne aktiven Betrieb der zweiten
Aktuatoranordnung (51) zu einem Verstellen des Kniehebelmechanismus (41) führt.
6. Arbeitsstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Anheben des Unterwerkzeugs
(23) durch die erste Aktuatoranordnung (33) ein Strecken des Kniehebelmechanismus
(41) zur Folge hat.
7. Arbeitsstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die zweite Aktuatoranordnung
(51) dazu konfiguriert ist, eine Anpresskraft zum Anpressen des Unterwerkzeugs (23)
an das Oberwerkzeug (21) bereitzustellen.
8. Arbeitsstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kniehebelmechanismus
(41) mehrere Kniehebelkonstruktionen (43) umfasst, die jeweils das Unterwerkzeug (23)
und die Stützstruktur miteinander verbinden, wobei die zweite Aktuatoranordnung (51)
vorzugsweise an den mehreren Kniehebelkonstruktionen (43) angreift.
9. Arbeitsstation nach Anspruch 8, wobei die zweite Aktuatoranordnung (51) ein längenveränderliches
Element, insbesondere einen Pneumatikzylinder (53), umfasst, das gleichzeitig an zwei
gegenüberliegenden Kniehebelkonstruktionen (43) angreift.
10. Arbeitsstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Aktuatoranordnung
(33) und/oder die zweite Aktuatoranordnung (51) ein längenveränderliches Element umfasst,
insbesondere einen Pneumatikzylinder (35, 53).
11. Arbeitsstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Unterwerkzeug (23)
an Stangen (27) aufgehängt ist, wobei vorzugsweise auch die erste und/oder die zweite
Aktuatoranordnung (33, 51) an den Stangen (27) aufgehängt ist.
12. Verfahren zum Betreiben einer Arbeitsstation (3) für eine Verpackungsmaschine (1),
umfassend
Anheben eines Unterwerkzeugs (23) entlang einer vertikalen Richtung auf ein Oberwerkzeug
(21) zu durch Aufbringen einer ersten Kraft mittels einer ersten Aktuatoranordnung
(33), welche unter Umgehung eines Kniehebelmechanismus (41), welcher das Unterwerkzeug
(23) und eine Stützstruktur miteinander verbindet, an dem Unterwerkzeug (23) angreift;
Aufbringen einer zweiten Kraft zum Anpressen des Unterwerkzeugs (23) an das Oberwerkzeug
(21) mittels einer zweiten Aktuatoranordnung (51), welche an der Kniehebelanordnung
(41) angreift.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei durch das Anheben des Unterwerkzeugs (23) mittels
der ersten Aktuatoranordnung (33) die Kniehebelanordnung (41) verstellt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Kniehebelanordnung (41) zunächst durch
Anheben des Unterwerkzeugs (23) mittels der ersten Aktuatoranordnung (33) in einen
Arbeitsbereich mit verbesserter Hebelwirkung verstellt wird und dann die zweite Aktuatoranordnung
(51) zum weiteren Anheben des Unterwerkzeugs (23) und/oder zum Anpressen des Unterwerkzeugs
(23) an das Oberwerkzeug (21) die Kniehebelanordnung (41) aktiv betätigt
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei während des Aufbringens der zweiten
Kraft zumindest temporär auch die erste Kraft aufgebracht wird.
1. Work station (3) for a packaging machine (1), comprising
an upper tool (21) and a lower tool (23), where said lower tool (23) is guided for
a closing motion that is directed along a vertical direction towards said upper tool
(21); and
a lifting mechanism (31) which comprises a toggle lever mechanism (41) which connects
said lower tool (23) to a support structure,
wherein said lifting mechanism (31) comprises a first actuator assembly (33) which
is configured to apply a first force for raising said lower tool (23) and a second
actuator assembly (51) which is configured to apply a second force for raising said
lower tool (23), and
wherein said first actuator assembly (33) acts upon said lower tool (23) while bypassing
said toggle lever mechanism (41) and said second actuator assembly (51) acts upon
said toggle lever mechanism (41).
2. Work station according to claim 1, wherein said first actuator assembly (33) is configured
to raise said lower tool (23) by a first stroke and said second actuator assembly
(51) is configured to raise said lower tool (23) by a second stroke, wherein the first
stroke is larger than the second stroke.
3. Work station according to claim 1 or 2, wherein said second actuator assembly (51)
is configured to be activated to apply the second force after said lower tool (23)
has been raised by said first actuator assembly (33).
4. Work station according to one of the preceding claims, wherein said first actuator
assembly (33) and said second actuator assembly (51) are configured to apply the first
force and the second force simultaneously, at least temporarily.
5. Work station according to one of the preceding claims, wherein said first actuator
assembly (33) raising said lower tool (23) leads to an adjustment of said toggle lever
mechanism (41) even without active operation of said second actuator assembly (51).
6. Work station according to one of the preceding claims, wherein said first actuator
assembly (33) raising said lower tool (23) leads to an extension of said toggle lever
mechanism (41).
7. Work station according to one of the preceding claims, wherein said second actuator
assembly (51) is configured to provide a pressing force for pressing said lower tool
(23) against said upper tool (21).
8. Work station according to one of the preceding claims, wherein said toggle lever mechanism
(41) comprises multiple toggle lever structures (43) which each connect said lower
tool (23) to said support structure, wherein said second actuator assembly (51) preferably
acts upon said multiple toggle lever structures (43).
9. Work station according to claim 8, wherein said second actuator assembly (51) comprises
an element variable in length, in particular a pneumatic cylinder (53), which acts
simultaneously upon two oppositely disposed toggle lever structures (43).
10. Work station according to one of the preceding claims, wherein said first actuator
assembly (33) and/or said second actuator assembly (51) comprises an element variable
in length, in particular a pneumatic cylinder (35, 53).
11. Work station according to one of the preceding claims, wherein said lower tool (23)
is suspended on rods (27), wherein preferably said first and/or said second actuator
assembly (33, 51) is likewise suspended on said rods (27).
12. Method for operating a work station (3) for a packaging machine (1), comprising
raising a lower tool (23) along a vertical direction towards an upper tool (21) by
applying a first force by way of a first actuator assembly (33) which acts upon said
lower tool (23) while bypassing a toggle lever mechanism (41) which connects said
lower tool (23) to a support structure;
applying a second force for pressing said lower tool (23) against said upper tool
(21) by way of a second actuator assembly (51) which acts upon said toggle lever assembly
(41).
13. Method according to claim 12, wherein raising said lower tool (23) by way of said
first actuator assembly (33) adjusts said toggle lever assembly (41) .
14. Method according to claim 12 or 13, wherein said toggle lever assembly (41) is first
adjusted by raising said lower tool (23) by way of said first actuator assembly (33)
to a work range with improved leverage and said second actuator assembly (51) subsequently
actively actuates said toggle lever assembly (41) to further raise said lower tool
(23) and/or to press said lower tool (23) against said upper tool (21).
15. Method according to one of the claims 12 to 14, wherein said first force is also applied,
at least temporarily, during the application of the second force.
1. Poste de travail (3) pour une machine d'emballage (1), comprenant
un outil supérieur (21) et un outil inférieur (23), dans lequel l'outil inférieur
(23) est guidé pour un déplacement de fermeture dirigé le long d'une direction verticale
vers l'outil supérieur (21) ; et
un mécanisme de levage (31) comprenant un mécanisme à genouillère (41), qui relie
l'outil inférieur (23) et une structure de support l'un à l'autre,
dans lequel le mécanisme de levage (31) comprend un premier ensemble d'actionneur
(33) configuré pour appliquer une première force pour lever l'outil inférieur (23)
et un second ensemble d'actionneur (51) configuré pour appliquer une seconde force
pour lever l'outil inférieur (23), et
dans lequel le premier ensemble d'actionneur (33) vient en prise avec l'outil inférieur
(23) en évitant le mécanisme à genouillère (41) et le second ensemble d'actionneur
(51) vient en prise avec le mécanisme à genouillère (41).
2. Poste de travail selon la revendication 1, dans lequel ledit premier ensemble d'actionneur
(33) est configuré pour lever ledit outil inférieur (23) sur une première course et
ledit second ensemble d'actionneur (51) est configuré pour lever ledit outil inférieur
(23) sur une seconde course, dans lequel ladite première course est supérieure à ladite
seconde course.
3. Poste de travail selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le second ensemble d'actionneur
(51) est configuré pour être activé pour appliquer la seconde force après que l'outil
inférieur (23) ait été levé par le premier ensemble d'actionneur (33).
4. Poste de travail selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le premier ensemble d'actionneur (33) et le second ensemble d'actionneur (51) sont
configurés pour appliquer simultanément au moins temporairement la première force
et la seconde force.
5. Poste de travail selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
un levage de l'outil inférieur (23) par le premier ensemble d'actionneur (33) entraîne
un ajustement du mécanisme à genouillère (41) même sans fonctionnement actif du second
ensemble d'actionneur (51).
6. Poste de travail selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
un levage de l'outil inférieur (23) par le premier ensemble d'actionneur (33) provoque
un étirement du mécanisme à genouillère (41).
7. Poste de travail selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le second ensemble d'actionneur (51) est configuré pour fournir une force de pression
afin de presser l'outil inférieur (23) contre l'outil supérieur (21).
8. Poste de travail selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le mécanisme à genouillère (41) comprend une pluralité de constructions de genouillère
(43) qui relient chacune l'outil inférieur (23) et la structure de support, dans lequel
le second ensemble d'actionneur (51) vient en prise de préférence au niveau de la
pluralité de constructions de genouillère (43).
9. Poste de travail selon la revendication 8, dans lequel le second ensemble d'actionneur
(51) comprend un élément à longueur variable, en particulier un cylindre pneumatique
(53), qui agit simultanément sur deux constructions de genouillère (43) opposées.
10. Poste de travail selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le premier ensemble d'actionneur (33) et/ou le second ensemble d'actionneur (51) comprennent
un élément à longueur variable, en particulier un cylindre pneumatique (35, 53).
11. Poste de travail selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'outil inférieur (23) est suspendu à des tiges (27), de préférence dans lequel le
premier et/ou le second ensemble d'actionneur (33, 51) est également suspendu aux
tiges (27).
12. Procédé pour faire fonctionner un poste de travail (3) pour une machine d'emballage
(1), comprenant les étapes consistant à
lever un outil inférieur (23) le long d'une direction verticale vers un outil supérieur
(21) en appliquant une première force au moyen d'un premier ensemble d'actionneur
(33) qui vient en prise avec l'outil inférieur (23) en évitant un mécanisme à genouillère
(41) qui relie l'outil inférieur (23) et une structure de support ;
appliquer une seconde force pour presser l'outil inférieur (23) contre l'outil supérieur
(21) au moyen d'un second ensemble d'actionneur (51) qui agit sur le mécanisme à genouillère
(41).
13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel le mécanisme à genouillère (41) est
ajusté par un levage de l'outil inférieur (23) au moyen du premier ensemble d'actionneur
(33).
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, dans lequel le mécanisme à genouillère (41)
est d'abord ajusté en levant l'outil inférieur (23) au moyen du premier ensemble d'actionneur
(33) dans une zone de travail avec un effet de levier amélioré, puis le second ensemble
d'actionneur (51) actionne activement l'agencement de genouillère (41) pour lever
davantage l'outil inférieur (23) et/ou pour presser l'outil inférieur (23) contre
l'outil supérieur (21).
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, dans lequel la première
force est également appliquée au moins temporairement pendant l'application de la
seconde force.