[0001] Die Erfindung betrifft eine Dosier-Verschlusseinrichtung für Flaschen, insbesondere
zur Aufbewahrung und Abgabe von liquiden Pharmazeutika mit den im Oberbegriff des
Anspruches 1 angegebenen Merkmalen sowie einen in einer solchen Verschlusseinrichtung
verwendbaren, mehrteiligen, auf einem Flaschenhals montierbaren Kappenverschluss.
[0002] Dosier-Verschlusseinrichtungen für Flaschen und darin einsetzbare Kappenverschlüsse
mit einer Innenkappe mit einem Montageelement zur Befestigung am Flaschenhals sind
in vielfacher Ausführung bekannt. Die Innenkappe dient dabei als Montageteil, mit
dem der Kappenverschluss den Flaschenhals einer Flasche - zumindest nach der Erstbefüllung
- auf dem Vertriebsweg und bis zur Erstöffnung verschließt. Auf einer solchen Innenkappe
können dann unterschiedliche Montageteile des Kappenverschlusses gesetzt werden, mit
deren Hilfe unterschiedlichste Funktionalitäten des Kappenverschlusses realisiert
werden können. Dabei stehen zunehmend Hygienevorschriften dahingehend im Vordergrund,
als beispielsweise Tropfereinsätze mit in den Flaschenhals hineinragenden Tropferröhrchen
vor Erstverwendung nicht mit dem flüssigen Flascheninhalt in Berührung kommen sollten.
[0003] Zur Behebung dieser Problematik lehrt die
DE 10 2016 109 162 A1 beispielsweise eine Dosier-Verschlusseinrichtung, bei der eine Innenkappe mit einem
abreißbaren Sperrteil mit einer darauf verschiebbar gelagerten Außenkappe kombiniert
ist. Zwischen Außenkappe und Innenkappe ist in der Ausgangsposition ein Leerraum vorhanden,
in dem der innen an der Außenkappe angebrachte Dosiereinsatz außerhalb des mit einer
Dichtscheibe verschlossenen Flaschenhalses verwahrt ist. Zur Erstöffnung des Kappenverschlusses
muss der Abreißring entfernt und die Außenkappe entlang der Innenkappe Richtung Flaschenhals
verschoben werden. Dabei durchdringt der Dosiereinsatz die Dichtscheibe und wird an
der Innenkappe festgelegt.
[0004] Die vorstehende Konstruktion ist zum einen relativ aufwändig, da ein zuverlässiger
Verschiebemechanismus zwischen Innen- und Außenkappe realisiert werden muss. Darüber
hinaus ist bei diesem Stand der Technik der verwendete Klappdeckel wegen der Gefahr
eines unzuverlässigen Verschlusses für viele Anwendungen nicht erwünscht. Ferner weist
diese vorbekannte Dosier-Verschlusseinrichtung den Nachteil auf, dass die Dichtscheibe
vom Dosiereinsatz nur durchstochen wird, so dass Dichtscheiben-Reste beispielsweise
zum Blockieren der Ausflussöffnung des Dosiereinsatzes führen können.
[0005] Ein ähnlicher Dicht- und Schiebemechanismus ist in der
DE 10 2016 224 222 B4 gezeigt. Hierbei wird das Problem der durchstochenen Dichtscheibe durch eine die
Dosiertülle des Einsatzes umgebende Trennkrone vermieden, die für ein zuverlässiges
Beiseiteschieben der aufgetrennten Dichtscheibe aus dem Strömungsquerschnitt des Flaschenhalses
sorgt. Allerdings sind auch hier ein Schiebemechanismus sowie ein Klappdeckel vorhanden.
[0006] Die
WO 2015/150 673 A1 beschreibt eine Dossier-Verschlusseinrichtung für Flaschen mit einem Flaschenhals
und einem mehrteiligen, auf dem Flaschenhals montierbaren Kappenverschluss. Letzterer
umfasst eine Innenkappe mit einem Montageelement zur Befestigung am Flaschenhals.
[0007] Ausgehend von den geschilderten Problemen des Standes der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Dosier-Verschlusseinrichtung für Flaschen so auszugestalten,
dass eine zuverlässige Abdichtung der Flasche und getrennte Verwahrung eines Dosiereinsatzes
zwischen der Befüllung der Flasche, auf dem Vertriebsweg bis zu deren Erstöffnung
beim Verbraucher ohne aufwändige Verschiebemechanismen und ohne das Problem einer
im Flaschenhals verbleibenden Dichtscheibe erreicht werden.
[0008] Diese Aufgabe wird laut Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 gelöst durch
- einen auf der Innenkappe lösbar befestigten Zwischensockel,
- eine darauf lösbar befestigte Außenkappe mit einem Montageelement zur Befestigung
am Flaschenhals, sowie
- einen in der Außenkappe gehaltenen Dosiereinsatz, der nach dem ersten Öffnen des Kappenverschlusses
durch Entfernen der Innenkappe und des Zwischensockels und das erste Aufsetzen der
Außenkappe auf dem Flaschenhals dauerhaft in Positionseingriff in der Auslauföffnung
des Flaschenhalses bringbar ist.
[0009] Die erfindungsgemäße Dosier-Verschlusseinrichtung fußt erkennbar auf einzelne Bauteile
des Kappenverschlusses, die nicht verschiebbar zueinander, sondern lösbar voneinander
befestigt und während der einzelnen Einsatzphasen der Dosier-Verschlusseinrichtung
entsprechend ihrer jeweiligen Funktion zielgerichtet eingesetzt werden können. So
dient die Innenkappe zum einen für einen zuverlässigen Verschluss der Flasche nach
der Befüllung und auf dem Vertriebsweg. Dabei kann eine Dichtscheibe die Dichtwirkung
verbessern und ein Originalitätsring in üblicher Weise die Verbrauchersicherheit gewährleisten.
Ferner dient die Innenkappe als Halterung für einen darauf lösbar befestigten Zwischensockel,
der quasi als Adapter für die Zwischenlagerung der Außenkappe mit Dosiereinsatz nach
der Befüllung und auf dem Vertriebsweg der Flasche sorgt. Für die Erstverwendung der
Verschlusseinrichtung genügt es, den Zwischensockel von der Innenkappe abzunehmen
und letztere zu öffnen. Die Innenkappe wird dann nicht mehr benötigt. Anschließend
wird die Außenkappe mit dem Dosiereinsatz vom Zwischensockel abgenommen und in den
Flaschenhals eingesetzt. Auch der Zwischensockel kann dann entsorgt werden.
[0010] Durch das Aufschrauben der Außenkappe auf den Flaschenhals wird der Dosiereinsatz
in seine Position in Eingriff in der Auslauföffnung des Flaschenhalses gebracht, wo
er dauerhaft verbleibt. Für jede Benutzung der Dosier-Verschlusseinrichtung braucht
anschließend nur die Außenkappe abgenommen und der Flascheninhalt kann mit Hilfe des
Dosiereinsatzes in für den Anwender gewohnter Weise tropfenweise ausgebracht werden.
[0011] In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes
wiedergegeben. So kann, wie bereits angesprochen, die Innenkappe eine darin eingesetzte
Dichtscheibe und/oder einen Originalitätsring aufweisen. Darüber hinaus ist es möglich,
die Innenkappe und dementsprechend auch die Außenkappe als Schraubkappen mit einem
Innengewinde als Montageelement auf dem Flaschenhals auszubilden.
[0012] Eine bevorzugte Weiterbildung bezieht sich auf die Formgebung des einstückig ausgebildeten
Zwischensockels, die besonders an die unterschiedlichen Funktionalitäten angepasst
ist. So weist der Zwischensockel ein becherförmiges, nach unten offenes Basisteil
und ein hülsenförmiges, nach oben offenes Halteteil auf. Mit dem Basisteil ist der
Zwischensockel auf die Innenkappe aufgestülpt, das somit als Verankerungselement dient.
Das Halteteil übernimmt die Funktion der lösbaren Befestigung der Außenkappe und der
Aufnahme des Dosiereinsatzes vor dem Erstöffnen.
[0013] Eine konstruktiv einfache, dabei zuverlässige lösbare Befestigung zwischen Innenkappe
und Zwischensockel kann durch eine Verrastung mit Hilfe eines Ringvorsprungs am Basisteil
des Zwischensockels und einer Ringschulter außen an der Innenkappe realisiert werden.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Halteteil des Zwischensockels
außen über seinen Umfang verteilt mit längsaxial verlaufenden Stützstegen versehen,
auf denen die Außenkappe unter Reibschluss lösbar fixiert ist. Letztere kann damit
einfach vom Zwischensockel abgezogen oder auch abgeschraubt werden, wobei sich das
Innengewinde der Außenkappe bezüglich der Stützstege quasi wie ein selbstschneidendes
Gewinde verhält.
[0015] Eine Weiterbildung der Erfindung bezieht sich auf die Halterung des Dosiereinsatzes
an der Außenkappe mit Hilfe eines innenseitigen Montagezapfens an der Außenkappe,
auf dem der Dosiereinsatz mit einer zentralen Dosiertülle vor der Erstverwendung der
Dosier-Verschlusseinrichtung vorzugsweise unter Reibschluss gehalten ist.
[0016] Eine auf Reibung beruhende Fixierung kann auch für den Positionseingriff des Dosiereinsatzes
in der Auslauföffnung des Flaschenhalses vorgesehen sein, indem ein Fixierkragen am
Dosiereinsatz in die Auslauföffnung unter Reibschluss eingreift.
[0017] Durch eine Abstimmung der Reibschluss-Werte zwischen Dosiereinsatz und Auslauföffnung
einerseits sowie Montagezapfen andererseits wird ein zuverlässiger Transfer des Dosiereinsatzes
von seiner Montageposition an der Außenkappe in die Eingriffsposition im Flaschenhals
gewährleistet.
[0018] Die Erfindung bezieht sich ferner auf einen mehrteiligen, auf einem Flaschenhals
montierbaren Kappenverschluss, wie er im Zusammenhang mit dem unabhängigen Anspruch
1 bereits ausführlich erörtert wurde. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann darauf
verwiesen werden.
[0019] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines mehrteiligen Kappenverschlusses,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht in teilweise weggeschnittener Darstellung des Kappenverschlusses,
- Fig. 3
- einen Axialschnitt des Kappenverschlusses,
- Fig. 4 und 5
- Explosionsdarstellungen des Kappenverschlusses in geschnittener Darstellung und Seitenansicht,
sowie
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung der Dosier-Verschlusseinrichtung im Gebrauchszustand.
[0020] Wie aus den Zeichnungen deutlich wird, besteht eine Dosier-Verschlusseinrichtung
zur Aufbewahrung und Abgabe von beispielsweise liquiden Pharmazeutika aus einem Flaschenhals
1 einer Flasche 2 - siehe Fig. 6 - zum einen und zum anderen aus einem mehrteiligen,
auf den Flaschenhals 2 montierbaren Kappenverschluss 3. Dessen Aufbau ist anhand der
Fig. 2 bis 5 zu erläutern. Er weist vier jeweils einstückig aus Kunststoff gefertigte
Bauteile auf, nämlich eine Innenkappe 4, einen Zwischensockel 5, eine Außenkappe 6
sowie einen Dosiereinsatz 7. Die Innenkappe 4 weist - wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht
- ein Innengewinde 8 als Montageelement zum Aufschrauben auf das Außengewinde 9 am
Flaschenhals 1 (siehe Fig. 6) auf. Ferner ist die Innenkappe 4 an ihrem unteren Ende
mit einem über Abreißstege 10 angebundenen Originalitätsring 11 versehen, dessen Aufbau
und Wirkungsweise in der
DE 10 20105 040 745 A1 umfassend beschrieben ist. An der Deckwand 12 der Innenkappe 4 ist eine aus einem
Aluminium-Schaumstoff-Verbundmaterial bestehende Dichtscheibe 13 mit Hilfe eines geeigneten
Klebstoffs befestigt. Diese Dichtscheibe sitzt nach dem Befüllen der Flasche und Aufschrauben
des Kappenverschlusses 3 auf dem oberen Rand 14 (siehe Fig. 6) des Flaschenhalses
1 dicht auf.
[0021] Der Zwischensockel 5 dient als eine Art Adapter und ist einstückig aus einem becherförmigen,
nach unten offenen Basisteil 15 und einem nach oben offenen, hülsenförmigen Halteteil
16 gebildet. Mit dem Basisteil 15 ist der Zwischensockel 5 von oben auf die Innenkappe
4 aufgeschoben. Zur lösbaren Befestigung dieser beiden Bauteile aneinander ist eine
Rasteinrichtung vorgesehen, die aus einem innen vor dem stirnseitigen Rand 17 des
Basisteils 5 umlaufenden Ringvorsprung 18 und einer damit zusammenwirkenden, außen
an der Innenkappe umlaufenden Ringschulter 19 gebildet ist. Bei der Erstmontage des
Kappenverschlusses 3 wird der Zwischensockel 5 über die Innenkappe 4 geschoben, bis
der Ringvorsprung 18 über die Ringschulter 19 hinüberschnappt, was durch die entsprechenden
Schrägflanken 20, 21 am Ringvorsprung 18 und Ringschulter 19 begünstigt wird. Die
Außenkappe 6 ist auf ihrer Innenseite mit einem der Innenkappe identischen Innengewinde
22 versehen, mit dessen Hilfe die Außenkappe 6 in Gebrauchsstellung - siehe Fig. 6
- mit dem Außengewinde 9 am Flaschenhals 1 verschraubbar ist. Die Außenkappe 6 weist
ferner an der Innenseite ihrer Deckwand 23 einen einstückig angeformten Montagezapfen
24 auf, auf dem der Dosiereinsatz 7 durch reibschlüssiges Aufschieben dessen Dosiertülle
25 gehalten ist. Die Dosiertülle 25 ist dabei auf ihrer Innenseite mit längsaxial
verlaufenden, schmalen Stegen 26 versehen. Der Dosiereinsatz 7 ist ferner mit einem
konzentrisch um die Dosiertülle 25 herum angeordneten Fixierkragen 27 versehen, mit
dem er unter Reibschluss in Positionseingriff in der Auslauföffnung 28 des Flaschenhalses
1 (siehe Fig. 6) fixierbar ist.
[0022] Die Außenkappe 6 mit daran montiertem Dosiereinsatz 7 ist auf dem Halteteil 16 des
Zwischensockels 5 befestigt. Letzteres weist auf seiner Außenseite relativ weiche,
parallel zur Längsachse verlaufende Stützstege 29 auf, auf die die Außenkappe 6 mit
ihrem Innengewinde 22 aufgeschoben wird. Die Fixierung zwischen Außenkappe 6 und Zwischensockel
5 ist so reibschlüssig. In der aufgesetzten Position wird der Dosiereinsatz 7 dabei
im Innenraum 30 des Halteteils 16 untergebracht.
[0023] Die Funktion der Dosier-Verschlusseinrichtung ist nun wie folgt zu erörtern:
Der Kappenverschluss 3 kann als Ganzes beim Hersteller vorgefertigt und in der in
Fig. 2 und 3 dargestellten Konfiguration an einen Flaschenbefüller geliefert werden.
Auf eine befüllte Flasche wird dann der Kappenverschluss als Ganzes aufgeschraubt,
wobei die übertragbaren Drehmomente zwischen Zwischensockel 5 und Innenkappe 4 so
ausgelegt sind, dass der Originalitätsring 11 ohne Gefahr eines Abreißens über die
entsprechende Rastflanke 31 am Flaschenhals 1 übergeführt werden kann. Bei diesem
Erstverschluss gelangt auch die Dichtscheibe 13 in dichte Anlage an den oberen Rand
14 des Flaschenhalses 1. Derart verschlossen kann die Flasche transportiert, gelagert
und in den Verkauf gebracht werden.
[0024] Für die Erstöffnung einer so konfektionierten Flasche ist die Außenkappe 6 mit dem
daran befestigten Dosiereinsatz 7 durch Drehen vom Kappenverschluss 3 abzuschrauben,
was aufgrund des mit den weichen Stützstegen 29 am Halteteil 16 des Zwischensockels
5 erfolgenden Eingriffs nach Art eines selbstschneidenden Gewindes leichtgängig und
problemlos vonstattengeht. Danach wird die Baugruppe aus Zwischensockel 5 und Innenkappe
4 abgeschraubt, wobei der Originalitätsring 11 von der Innenkappe 8 abreißt und die
Erstöffnung der Flasche signalisiert.
[0025] Zur weiteren Verwendung wird die Außenkappe 6 mit dem darin sitzenden Dosiereinsatz
7 auf das Außengewinde 9 des Flaschenhalses 1 aufgeschraubt. Dabei dringt der Dosiereinsatz
7 in die Auslauföffnung 28 des Flaschenhalses 1 ein und wird dort unter Reibschluss
mit Hilfe seines Fixierkragens 27 festgehalten. Bei jedem Abschrauben der Außenkappe
6 zum Ausbringen von Flüssigkeit aus der Flasche 1 zieht sich der Montagezapfen 24,
der gleichzeitig als Dichtstopfen für die Dosiertülle 25 dient, daraus zurück. Da
der Reibschluss zwischen Montagezapfen 24 und Dosiertülle 25 geringer eingestellt
ist als der zwischen Fixierkragen 27 und Flaschenhals 1, bleibt der Dosiereinsatz
7 zuverlässig im Flaschenhals 1 sitzen.
1. Dosier-Verschlusseinrichtung für Flaschen, insbesondere zur Aufbewahrung und Abgabe
von liquiden Pharmazeutika, mit
- einem Flaschenhals (1) der Flasche,
- einem mehrteiligen, auf dem Flaschenhals (1) montierbaren Kappenverschluss (3),
umfassend
= eine Innenkappe (4) mit einem Montageelement zur Befestigung am Flaschenhals (1),
gekennzeichnet durch
= einen auf der Innenkappe (4) lösbar befestigten Zwischensockel (5),
= eine darauf lösbar befestigte Außenkappe (6) mit einem Montageelement zur Befestigung
am Flaschenhals (1), sowie
= einen in der Außenkappe (6) gehaltenen Dosiereinsatz (7), der nach dem ersten Öffnen
des Kappenverschlusses (3) durch Entfernen der Innenkappe (4) und des Zwischensockels
(5) und das erste Aufsetzen der Außenkappe (6) auf dem Flaschenhals (1) dauerhaft
in Positionseingriff in der Auslauföffnung (28) des Flaschenhalses (1) bringbar ist.
2. Dosier-Verschlusseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkappe (4) als Schraubkappe mit einem Innengewinde als Montageelement, einer
darin eingesetzten Dichtscheibe (13) und/oder einem Originalitätsring (11) ausgebildet
ist.
3. Dosier-Verschlusseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der einstückig ausgebildete Zwischensockel (5) ein becherförmiges, nach unten offenes
Basisteil (15) und ein hülsenförmiges, oben offenes Halteteil (16) aufweist, wobei
- der Zwischensockel (5) mit dem becherförmigen Basisteil (15) auf die Innenkappe
(4) aufgestülpt,
- am Halteteil (16) die Außenkappe (6) lösbar befestigt, und
- im Halteteil (16) der Dosiereinsatz (7) zumindest teilweise untergebracht ist.
4. Dosier-Verschlusseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischensockel (5) innen am Basisteil (15) einen umlaufenden Ringvorsprung (18)
aufweist, mit dem er mit einer außen an der Innenkappe (4) umlaufenden Ringschulter
(19) verrastbar ist.
5. Dosier-Verschlusseinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der das Halteteil (16) des Zwischensockels (5) außen über seinen Umfang verteilt
mit längsaxial verlaufenden Stützstegen (29) versehen ist, auf denen die Außenkappe
(6) unter Reibschluss lösbar fixiert ist.
6. Dosier-Verschlusseinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkappe (6) als Schraubkappe mit einem Innengewinde (8) als Montageelement
zum Aufschrauben auf ein Außengewinde am Flaschenhals (1) ausgebildet ist.
7. Dosier-Verschlusseinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkappe (6) auf ihrer Innenseite mit einem zentral angeordneten Montagezapfen
(24) versehen ist, auf der der Dosiereinsatz (7) mit einer zentralen Dosiertülle (25)
vor der Erstverwendung der Dosier-Verschlusseinrichtung vorzugsweise unter Reibschluss
gehalten ist.
8. Dosier-Verschlusseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosiereinsatz (7) mit einem Fixierkragen (27) versehen ist, mit dem er unter
Reibschluss in Positionseingriff in der Auslauföffnung (28) des Flaschenhalses (1)
fixierbar ist.
9. Dosier-Verschlusseinrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibschluss des Dosiereinsatzes (7) in Positionseingriff in der Auslauföffnung
(28) stärker als dessen Reibschluss auf dem Montagezapfen (24) ist.
10. Mehrteiliger, auf einem Flaschenhals (1) montierbarer Kappenverschluss (3), umfassend
- eine Innenkappe (4) mit einem Montageelement zur Befestigung am Flaschenhals (1),
gekennzeichnet durch
- einen auf der Innenkappe (4) lösbar befestigten Zwischensockel (5),
- eine darauf lösbar befestigte Außenkappe (6) mit einem Montageelement zur Befestigung
am Flaschenhals (1), sowie
- einen in der Außenkappe (6) gehaltenen Dosiereinsatz (7), der nach dem ersten Öffnen
des Kappenverschlusses (3) durch Entfernen der Innenkappe (4) und des Zwischensockels
(5) und das erste Aufsetzen der Außenkappe (6) auf dem Flaschenhals (1) dauerhaft
in Positionseingriff in der Auslauföffnung (28) des Flaschenhalses bringbar ist.