[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Adapter zum Verbinden eines Nachfüllbehälters
mit einem Behälter während eines Nachfüllvorgangs gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen
Ansprüche.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Vorrichtungen und Verfahren bekannt
um Flaschen oder Behälter nachzufüllen. Dieses Bedürfnis entsteht einerseits dadurch,
dass aufwendig gestaltete Originalbehälter mehrfach verwendet werden können und Nachfüllflaschen
oder Nachfüllbehälter zwecks Einmalnutzung beispielsweise weniger stabil ausgeführt
sein müssen. Zudem gibt es ein Bedürfnis Verpackungsmaterialien derart zu gestalten,
dass Ressourcen geschont werden. Auch dies resultiert beispielsweise in Originalbehältern
die entsprechend stabil gefertigt sind, sodass sie im täglichen Gebrauch immer wieder
genutzt werden können und in Nachfüllbehältern die aus relativ dünnen Materialien
gefertigt sind und lediglich zum Einmalgebrauch vorgesehen sind. Nachfüllbehälter
können beispielsweise in der Form von Beuteln gefertigt sein.
[0003] Aus der
GB 2 342 347 A ist beispielsweise ein Nachfüllbehälter bekannt geworden der einen speziellen Verschluss
aufweist. Dieser Verschluss weist eine aufbrechbare Wandung auf, die durch Aufschrauben
des Nachfüllbehälters gemeinsam mit dem Verschluss auf den nachzufüllenden Originalbehälter
aufgebrochen wird. Dieser Verschluss ist aufwendig in der Fertigung, weist einen hohen
Verbrauch an Material auf und kann lediglich einmal benutzt werden. Falls beispielsweise
nicht sämtliche Flüssigkeit aus dem Nachfüllbehälter in den nachzufüllenden Originalbehälter
abgegeben werden kann, kann der Nachfüllbehälter nicht mehr geschlossen werden. Dies
ist insbesondere nachteilig, wenn sich im Nachfüllbehälter beispielsweise lediglich
ein Konzentrat befindet das verdünnt werden muss. Typischerweise sind derartige Nachfüllbehälter
vom Inhalt grösser als der Originalbehälter. Der Verschluss der in der
GB 2 342 347 A gezeigt ist, verbindet den Nachfüllbehälter mit dem nachzufüllenden Originalbehälter.
Durch die spezifische Ausgestaltung des Verschlusses ist eine restlose Entleerung
des Nachfüllbehälters nicht möglich.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, zumindest einen oder mehrere Nachteile des Standes
der Technik zu beheben. Insbesondere soll ein Adapter zum Verbinden eines Nachfüllbehälters
mit einem Behälter während eines Nachfüllvorgangs bereitgestellt werden, der einfach
zu fertigen ist, mehrfach verwendet werden kann und dadurch insbesondere die Ressourcen
schont.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen definierten Vorrichtungen
gelöst. Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0006] Ein erfindungsgemässer Adapter zum Verbinden eines Nachfüllbehälters mit einem Behälter
während eines Nachfüllvorgangs weist ein Anschlusselement zur Wirkverbindung mit einer
Ausgiessöffnung des Behälters auf. Der Adapter weist ein Füllelement zur Wirkverbindung
mit einer Ausgiessöffnung des Nachfüllbehälters auf. Das Anschlusselement und das
Füllelement sind mit einem Verbindungselement miteinander verbunden, derart, dass
zwischen dem Anschlusselement und dem Füllelement eine Öffnung gebildet ist.
[0007] Das Anschlusselement und das Füllelement zur Wirkverbindung mit der entsprechenden
Ausgiessöffnung ermöglichen es, den Nachfüllbehälter und den Behälter miteinander
zu verbinden.
[0008] Die Bildung oder Ausbildung einer Öffnung zwischen dem Füllelement und dem Anschlusselement
stellt sicher, dass zwischen dem Inneren der jeweiligen Behälter und ihrer Umgebung
ein Luftaustausch stattfinden kann, derart, dass in den Behältern befindliche Unterdrücke
oder Überdrücke ausgeglichen werden können.
[0009] Das Verbindungselement welches das Anschlusselement und das Füllelement miteinander
verbindet, stellt sicher, dass das Anschlusselement und das Füllelement orts- und
lagefest zueinander angeordnet sind und der Adapter eine geforderte Stabilität aufweist.
[0010] Beim Gebrauch des Adapters wird vorzugsweise das Anschlusselement in die Ausgiessöffnung
des Behälters eingebracht und das Füllelement in die Ausgiessöffnung des Nachfüllbehälters.
[0011] Vorzugsweise weist das Anschlusselement ein erstes offenes Ende und ein zweites offenes
Ende auf. Das erste offene Ende und das zweite offene Ende sind mit einer Wandung
miteinander verbunden, vorzugsweise mit einer hohlzylindrischen Wandung. Die Wandung
weist eine Innenfläche auf und eine Aussenfläche.
[0012] Diese Wandung kann vorzugsweise als Kreisring ausgebildet sein. Polygonale und/oder
sternförmige und/oder gewellte Ausbildungen der Wandung entlang ihres Umfangs sind
ebenfalls vorstellbar. Durch Nichtkreisringförmige Ausbildungen kann beispielsweise
eine formschlüssige Verbindung mit einem Behälter geschaffen werden, sofern der Behälter
eine entsprechende Kontur an seiner Ausgiessöffnung aufweist. Dabei ist es zudem vorstellbar,
durch derartige nichtkreisringförmige Ausbildungen eine zusätzliche Öffnung zum Durchlass
von Luft in den Behälter bereitzustellen und/oder die Öffnung zwischen dem Füllelement
und dem Anschlusselement zu vergrössern und/oder bereitzustellen.
[0013] Die Ausbildung des Anschlusselementes mit einem ersten offenen Ende und einem zweiten
offenen Ende ermöglicht es, einen Kanal zum Durchfluss der Flüssigkeit bereitzustellen.
[0014] Dabei kann vorgesehen sein, dass das Anschlusselement an seinem ersten offenen Ende
ein Halteelement aufweist. Das Halteelement kann insbesondere als ein sich radial
erstreckender, entlang des ersten Endes umlaufender, Kragen ausgebildet sein.
[0015] Mit dem Halteelement kann der Adapter in oder an der Ausgiessöffnung eines Behälters
ortsfest gehalten werden, wobei insbesondere das Halteelement sich auf einem Rand
der Ausgiessöffnung des Behälters abstützt. Das Halteelement kann mehrere Einzelelemente
umfassen, derart, dass das Halteelement nur punktuell auf der Ausgiessöffnung des
Behälters abgestützt ist.
[0016] Vorzugsweise weist das Füllelement ein erstes offenes Ende und ein zweites offenes
Ende auf. Das erste offene Ende und das zweite offene Ende sind mit einer Wandung
miteinander verbunden, vorzugsweise mit einer hohlzylindrischen Wandung. Die Wandung
weist eine Innenfläche auf und eine Aussenfläche.
[0017] Diese Wandung kann vorzugsweise als durchgehender, um eine Mittelachse des Adapters
umlaufender, Kreisring ausgebildet sein. Polygonale und/oder sternförmige und/oder
gewellte Ausbildungen der Wandung entlang ihres Umfangs sind ebenfalls vorstellbar.
Durch Nichtkreisringförmige Ausbildungen kann beispielsweise eine formschlüssige Verbindung
mit einem Nachfüllbehälter geschaffen werden, sofern der Nachfüllbehälter eine entsprechende
Kontur an seiner Ausgiessöffnung aufweist. Dabei ist es zudem vorstellbar, durch derartige
nichtkreisringförmige Ausbildungen eine zusätzliche Öffnung zum Durchlass von Luft
in den Nachfüllbehälter bereitzustellen und/oder die Öffnung zwischen dem Füllelement
und dem Anschlusselement zu vergrössern und/oder bereitzustellen.
[0018] Bei einer nicht durchgehenden Ausbildung der Wandung des Füllelementes ist diese
vorzugsweise um mindestens 50%, vorzugsweise um mindestens 70%, insbesondere um mindestens
80% um eine Mittelachse des Adapters umlaufend geschlossen ausgebildet. So entsteht
eine Öffnung entlang der Mittelachse, durch die beispielsweise ein Schlauch eines
Pumpsprühers eingeführt werden kann. Dies ist insbesondere von Vorteil wenn der Adapter
nach dem erstmaligen Gebrauch im aufzufüllenden Behälter verbleibt.
[0019] Die Ausbildung des Füllelementes mit einem ersten offenen Ende und einem zweiten
offenen Ende ermöglicht es, einen Kanal zum Durchfluss der Flüssigkeit bereitzustellen.
[0020] Dabei kann vorgesehen sein, dass das Füllelement an seinem ersten offenen Ende ein
Aufbrechelement aufweist, wobei das Aufbrechelement insbesondere als eine sich schräg
erstreckende Schneidkante ausgebildet ist. Schräg erstreckend heisst, dass die Schneidkante
eine Neigung gegenüber der Mittelachse des Adapters aufweist.
[0021] Das Aufbrechelement ermöglicht es, Nachfüllbehälter mit dem vorliegenden Adapter
zu benutzen, die beispielsweise keinen separaten oder öffnenbaren Verschluss aufweisen.
Zudem kann ein derartiges Aufbrechelement vorgesehen sein, ein Güte- oder Qualitätssiegel
an einem Nachfüllbehälter aufzubrechen. Typischerweise weisen Nachfüllbehälter häufig
eine sogenannte Siegelfolie auf. Das Öffnen oder Aufbrechen dieser Siegelfolie ist
mit einem Aufbrechelement, welches als Schneidkante ausgebildet ist, einfach ermöglicht.
Eine schräge Ausbildung vereinfacht den Aufbrechvorgang da durch diese schräge Ausbildung
das Aufbrechen und/oder das Aufschneiden einseitig beginnt und die Kräfte zum Aufbrechen
damit geringer sind.
[0022] Das Füllelement ist vorzugsweise im Wesentlichen konzentrisch innerhalb des Anschlusselementes
angeordnet.
[0023] Dadurch ist eine platzsparende Anordnung gewährleistet. Zudem wird somit sichergestellt,
dass ein Nachfüllbehälter beim Nachfüllen ebenfalls innerhalb des Anschlusselementes
angeordnet ist und sich der Nachfüllvorgang damit vereinfacht. Insbesondere verhindert
eine derartige Anordnung übermässiges kleckern.
[0024] Das Verbindungselement kann zumindest zwei, vorzugsweise drei, insbesondere mehr
als drei Stege aufweisen, die sich jeweils vom Anschlusselement zum Füllelement hin
erstrecken. Entsprechend sind die Stege jeweils mit einem ersten Ende mit dem Anschlusselement
verbunden und mit einem zweiten Ende mit dem Füllelement.
[0025] Durch eine derartige Anordnung ist das Anschlusselement sicher mit dem Füllelement
verbunden und das Füllelement ist zum Anschlusselement entsprechend beabstandet. Stege
sind einfach in der Fertigung und ermöglichen es, zwischen diesen Stegen jeweils eine
entsprechend grosse Öffnung zu schaffen.
[0026] Die Stege sind vorzugsweise im Wesentlichen gleichmässig kreisförmig um eine Mittelachse
des Adapters angeordnet.
[0027] Dies führt zu einem einfachen und kostengünstigen Aufbau des Adapters sowie zu gleichmässig
verteilten Öffnungen.
[0028] Der Adapter kann derart ausgebildet sein, dass sich zumindest zwei Stege im Bereich
ihrer jeweiligen Verbindung zum Füllelement axial erstrecken, derart, dass sie je
eine Füllrippe bilden die sich vorzugsweise im Wesentlichen über eine gesamte axiale
Länge des Füllelementes erstreckt. Mit anderen Worten, das zweite Ende des Stegs ist
als Füllrippe ausgebildet.
[0029] Die Stege bilden also im Bereich des Füllelementes Füllrippen, die an dem Füllelement
angeordnet sind und somit im Bereich der Füllrippen eine Verbreiterung oder Verdickung
der Wandung des Füllelementes bereitstellen. Die Füllrippen sind an der Aussenfläche
der Wandung des Füllelementes angeordnet und im Wesentlichen radial nach aussen gerichtet.
Ein Nachfüllbehälter der auf das Füllelement aufgebracht wird ist somit zumindest
im Bereich dieser Füllrippen zur restlichen Wandung des Füllelementes beabstandet.
Das heisst, zwischen dem Füllelement und einer entsprechenden Wandung einer Ausgiessöffnung
des Nachfüllbehälters verbleibt ein Abstand durch den ein Luftaustausch zwischen dem
Inneren des Nachfüllbehälters und der Umgebung stattfinden kann. Eine Erstreckung
über im Wesentlichen die gesamte Länge des Füllelementes stellt sicher, dass der Abstand
über die ganze Länge des Füllelementes eingehalten werden kann.
[0030] Die axiale Richtung ist im Wesentlichen definiert durch eine Verbindung zwischen
den jeweiligen ersten und zweiten Enden des Füllelementes, respektive des Anschlusselementes
und ist im Wesentlichen durch die Flussrichtung der nachzufüllenden Flüssigkeit definiert.
Die Mittelachse des Adapters läuft im Wesentlichen entlang der axialen Richtung.
[0031] Der Adapter kann derart ausgebildet sein, dass sich zumindest zwei Stege im Bereich
der Verbindung zum Anschlusselement axial erstrecken, derart, dass sie je eine Anschlussrippe
bilden die sich vorzugsweise im Wesentlichen über eine gesamte axiale Länge des Anschlusselementes
erstreckt. Mit anderen Worten, das erste Ende des Stegs ist als Anschlussrippe ausgebildet.
[0032] Die Stege bilden also im Bereich des Anschlusselementes Anschlussrippen, die an dem
Anschlusselement angeordnet sind und somit im Bereich der Anschlussrippen eine Verbreiterung
oder Verdickung der Wandung des Anschlusselementes bereitstellen. Diese Anschlussrippen
sind an der Innenfläche der Wandung des Anschlusselementes angeordnet und im Wesentlichen
radial nach innen gerichtet. Ein Nachfüllbehälter der auf den Adapter aufgebracht
wird ist somit zumindest im Bereich dieser Anschlussrippen zur restlichen Wandung
des Anschlusselementes beabstandet. Das heisst, zwischen dem Anschlusselement und
einer entsprechenden Wandung einer Ausgiessöffnung des Nachfüllbehälters verbleibt
ein Abstand durch den ein Luftaustausch stattfinden kann.
[0033] Bei eingesetztem Adapter in eine Ausgiessöffnung eines Behälters ist damit verhindert,
dass durch das Aufsetzen eines Nachfüllbehälters auf den Adapter der Behälter luftdicht
verschlossen wird. Durch den vorgenannten Abstand verbleibt eine Durchtrittsöffnung
für Luft aus dem Innern des Behälters zur Umgebung. Eine Erstreckung über im Wesentlichen
die gesamte Länge des Anschlusselementes stellt sicher, dass der Abstand über die
ganze Länge des Anschlusselementes eingehalten werden kann.
[0034] Die Stege können im Wesentlichen U-förmig ausgebildet sein.
[0035] Dies gewährleistet eine beidseitige Beabstandung des Nachfüllbehälters vom Füllelement
und vom Anschlusselement. Zudem ist die Fertigung vereinfacht.
[0036] Es kann vorgesehen sein, dass am Anschlusselement ein Gewinde ausgebildet ist.
[0037] Das Gewinde kann vorgesehen sein zum Eingriff mit einem entsprechenden Gewinde einer
Ausgiessöffnung eines Behälters. Der Adapter kann damit sicher mit der Ausgiessöffnung
verbunden werden.
[0038] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass am Füllelement, insbesondere
am Verbindungselement, ein Gewinde ausgebildet ist.
[0039] Das Gewinde kann vorgesehen sein zum Eingriff mit einem entsprechenden Gewinde einer
Ausgiessöffnung eines Nachfüllbehälters. Der Adapter kann damit sicher mit der Ausgiessöffnung
verbunden werden.
[0040] Dabei kann vorgesehen sein, dass am Anschlusselement und/oder am Füllelement das
Gewinde unterbrochen ausgebildet ist.
[0041] Dies gewährleistet, dass selbst bei einem aufgeschraubten Behälter und/oder Nachfüllbehälter
ein Luftaustausch in das Innere des jeweiligen Behälters stattfinden kann.
[0042] Der Adapter wird vorzugsweise in einem Spritzgiessverfahren hergestellt, insbesondere
aus PET, PP, PE, HDPE, LDPE, PC oder PEF oder Kombinationen davon.
[0043] Anhand von schematischen Zeichnungen werden mehrere Ausführungsformen des Adapters
näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1:
- Einen Nachfüllvorgang;
- Figur 2:
- eine perspektivische Darstellung eines Adapters;
- Figur 3:
- eine Schnittansicht einer Explosionsdarstellung;
- Figur 4:
- eine perspektivische Darstellung eines Adapters.
[0044] Figur 1 zeigt einen Nachfüllvorgang. Ein Behälter 300, der nur teilweise dargestellt
ist, wird mit einem Nachfüllbehälter 200 nachgefüllt. Zum Nachfüllen wird ein Adapter
100 in eine Ausgiessöffnung 301 des Behälters 300 eingebracht. Im Anschluss wird der
Nachfüllbehälter 200 mit seiner Ausgiessöffnung 201 (siehe Figur 2) in den Adapter
100 gesteckt. Beim Aufstecken oder beim Einstecken des Nachfüllbehälters 200 auf oder
in den Adapter 100 wird ein Siegel 202 (siehe Figur 3) aufgebrochen und eine sich
im Nachfüllbehälter 200 befindliche Flüssigkeit kann ungehindert in den Behälter 300
fliessen.
[0045] Die Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Adapters 100. Der Adapter
100 weist ein Anschlusselement 1 auf, ein Füllelement 2 sowie ein Verbindungselement
3.
[0046] Das Anschlusselement 1 weist ein erstes offenes Ende 10 und ein zweites offenes Ende
11 auf. Am ersten offenen Ende 10 ist ein Haltelement in der Form eines Kragens 111
ausgebildet. Das erste offene Ende 10 ist mit dem zweiten offenen Ende 11 über eine
Wandung 12 verbunden.
[0047] Das Füllelement 2 weist ebenfalls ein erstes offenes Ende 20 und ein zweites offenes
Ende 21 auf. Am ersten offenen Ende 20 ist eine Schneidkante 211 als Aufbrechelement
ausgebildet. Die Schneidkante 211 ist schräg verlaufend, weist also in Bezug zu einer
Längsachse, bzw. Mittelachse, eine Neigung auf. Das erste offene Ende 20 ist mit dem
zweiten offenen Ende 21 über eine Wandung 22 verbunden.
[0048] Sowohl das Anschlusselement 1 als auch das Füllelement 2 sind als hohlzylindrische
Elemente ausgebildet. Das Füllelement 2 und das Anschlusselement 1 sind mit dem Verbindungselement
3 miteinander verbunden.
[0049] Eine untere Kante der Verbindungselementes 3 sowie das zweite offene Ende 11 und
das zweite offene Ende 21 liegen in einer gemeinsamen Ebene.
[0050] Das Verbindungselement 3 ist aus mehreren Stegen 30, vorliegend acht Stegen 30 ausgebildet.
Der besseren Übersichtlichkeit halber sind jedoch nur ein Steg 30 und seine entsprechenden
Elemente mit Bezugszeichen versehen. Die Stege 30 sind kreisförmig um das Füllelement
2 angeordnet. Zwischen den Stegen 30 sind Öffnungen 4 gebildet. Jeder der Stege 30
erstreckt sich vom Anschlusselement 1 zum Füllelement 2. Die Stege 30 sind im Wesentlichen
U-förmig ausgebildet, wobei die Schenkel des U's Anschlussrippen 31 und Füllrippen
32 bilden. Das U ist entgegen der Flussrichtung beim Nachfüllen offen. Die Anschlussrippen
31 erstrecken sich im Wesentlichen über die gesamte axiale Erstreckung des Anschlusselementes
1 und die Füllrippen 32 erstrecken sich im Wesentlichen über die gesamte axiale Länge
des Füllelementes 2. Im Wesentlichen die gesamte Länge ist hier als mindestens 90%
der jeweiligen Referenzlänge zu verstehen, wobei die Referenzlänge jeweils im Bereich
des jeweiligen Elementes gemessen wird.
[0051] Die Figur 3 zeigt eine Schnittansicht einer Explosionsdarstellung eines Behälters
300 in Kombination mit einem Adapter 101 und einem Nachfüllbehälter 200. Der Adapter
100 wird hier in die Ausgiessöffnung 301 des Behälters 300 eingebracht. Wie in der
Figur 3 ersichtlich ist, entspricht die Aussenkontur des Adapters 100 im Wesentlichen
der Innenkontur der Ausgiessöffnung 301 des Behälters 300. Nach dem Einbringen des
Adapters 100 in die Ausgiessöffnung 301 liegt dieser mit dem Kragen 111 auf einem
nicht näher bezeichneten oberen Rand der Ausgiessöffnung 301 auf. Im Anschluss an
diesen Schritt wird der Nachfüllbehälter 200 mit seiner Ausgiessöffnung 201 in den
Adapter 100 eingebracht. Dazu wird die Ausgiessöffnung 201 über das Füllelement 2
gestossen. Dabei wird ein Siegel 202, welches die Ausgiessöffnung 201 verschliesst,
durch die Schneidkante 211 aufgebrochen. Am Ende des Vorgangs kommt der Nachfüllbehälter
200 mit einem Rand der Ausgiessöffnung 201 auf den Stegen 30 zu liegen.
[0052] Im vorliegenden Beispiel entspricht der Durchmesser der inneren Kontur der Ausgiessöffnung
201 im Wesentlichen einem Aussendurchmesser der Füllrippen 32. Wie aus der Figur 3
ersichtlich ist, ist eine Innenfläche der Ausgiessöffnung 201 nach dem Aufstecken
des Nachfüllbehälters 200 auf den Adapter 100 durch mindestens die Höhe der Füllrippen
32, gemessen in radialer Richtung, von einer Aussenfläche der Wandung 22 des Füllelementes
2 beabstandet. Entsprechend kann Luft in das Innere des Nachfüllbehälters 200 gelangen
was einen Unterdruck im Innern des Behälters 200 zuverlässig verhindert. Gleichermassen
ist eine Aussenfläche der Ausgiessöffnung 201 durch mindestens die Höhe der Anschlussrippen
31, gemessen in radialer Richtung, von einer Innenfläche der Wandung 12 beabstandet.
Damit kann ebenfalls Luft in das Innere des Behälters 300 gelangen, respektive, Luft
kann aus dem Inneren des Behälters 300 entweichen, wenn dieser mit einer Flüssigkeit
gefüllt wird.
[0053] Die Figur 4 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Adapters 100' in einer zum
Adapter 100 gemäss der Figur 2 alternativen Ausführungsform. Der Adapter 100' entspricht
dem Adapter 100 gemäss der Figur 2 mit Ausnahme der Ausbildung des Füllelements 2'.
Das Füllelement 2' ist im Gegensatz zum Füllelement 2 der Figur 2 nicht durchgehend
ausgebildet, sondern weist eine Öffnung in seiner Wandung 22' auf, die sich entlang
der Mittelachse des Adapters 100' erstreckt. Das verbleibende Füllelement 2' ist vorliegend
um ca. 75% um die Mittelachse umlaufend geschlossen. Das erste offene Ende 20' des
Füllelementes 2' ist somit, gleichermassen wie eine entsprechende Schneidkante 211',
unterbrochen ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist der Unterbruch in dem Bereich,
in welchem das Füllelement 2' die geringste axiale Erstreckung aufweist. Somit ist
es mit der Schneidkante 211' nach wie vor einfach möglich, ein entsprechendes Siegel
an einem Nachfüllbehälter aufzubrechen. Durch die Öffnung ist, im Vergleich zum Adapter
100 der Figur 2, konsequenterweise ebenfalls ein Steg 30 weggefallen, der im Bereich
der Öffnung angeordnet wäre.
[0054] Die weiteren Elemente entsprechen jenen, die bereits zum Adapter 100 der Figur 2
beschrieben wurden und werden der Übersichtlichkeit halber nicht erneut beschrieben,
sondern auf die entsprechende Beschreibung der Figur 2 verwiesen.
1. Adapter (100, 100') zum Verbinden eines Nachfüllbehälters (200) mit einem Behälter
(300) während eines Nachfüllvorgangs, wobei der Adapter (100) ein Anschlusselement
(1) zur Wirkverbindung mit einer Ausgiessöffnung (301) des Behälters (300) aufweist
und ein Füllelement (2) zur Wirkverbindung mit einer Ausgiessöffnung (201) des Nachfüllbehälters
(200), dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlusselement (1) und das Füllelement (2, 2') mit einem Verbindungselement
(3) miteinander verbunden sind, derart, dass zwischen dem Anschlusselement (1) und
dem Füllelement (2) eine Öffnung (4) gebildet ist.
2. Adapter (100, 100') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (1) ein erstes offenes Ende (10) und ein zweites offenes Ende
(11) aufweist, wobei das erste offene Ende (10) und das zweite offene Ende (11) mit
einer Wandung (22) miteinander verbunden sind, vorzugsweise mit einer hohlzylindrischen
Wandung (22).
3. Adapter (100, 100') nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (1) an seinem ersten offenen Ende (10) ein Haltelement aufweist,
wobei das Halteelement insbesondere als ein sich radial erstreckender, entlang des
ersten Endes (10) umlaufender, Kragen (111) ausgebildet ist.
4. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Füllelement (2, 2') ein erstes offenes Ende (20, 20') und ein zweites offenes
Ende (21) aufweist, wobei das erste offene Ende (10) und das zweite offene Ende (11)
mit einer Wandung (22, 22') miteinander verbunden sind, vorzugsweise mit einer hohlzylindrischen
Wandung (22, 22').
5. Adapter (100, 100') nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllelement (2, 2') an seinem ersten offenen Ende (20, 20') ein Aufbrechelement
aufweist, wobei das Aufbrechelement insbesondere als eine sich schräg erstreckende
Schneidkante (211, 211') ausgebildet ist.
6. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Füllelement (2, 2') im Wesentlichen konzentrisch innerhalb des Anschlusselementes
(1) angeordnet ist.
7. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (3) zumindest zwei, vorzugsweise drei, insbesondere mehr als
drei Stege (30) aufweist, die sich jeweils vom Anschlusselement (1) zum Füllelement
(2, 2') hin erstrecken.
8. Adapter (100, 100') nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (30) im Wesentlichen gleichmässig kreisförmig um eine Mittelachse des Adapters
(100) angeordnet sind.
9. Adapter (100, 100') nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich zumindest zwei Stege (30) im Bereich der Verbindung zum Füllelement (2, 2')
axial erstrecken, derart, dass sie je eine Füllrippe (32) bilden die sich vorzugsweise
im Wesentlichen über eine gesamte axiale Länge des Füllelementes (2, 2') erstreckt.
10. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sich zumindest zwei Stege (30) im Bereich der Verbindung zum Anschlusselement (1)
axial erstrecken, derart, dass sie je eine Anschlussrippe (32) bilden die sich vorzugsweise
im Wesentlichen über eine gesamte axiale Länge des Anschlusselementes (1) erstreckt.
11. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (30) im Wesentlichen U-förmig ausgebildet sind.
12. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass am Anschlusselement (1) ein Gewinde ausgebildet ist.
13. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass am Füllelement (2, 2'), insbesondere am Verbindungselement (3), ein Gewinde ausgebildet
ist.
14. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass am Anschlusselement (1) und/oder am Füllelement (2, 2') das Gewinde unterbrochen
ausgebildet ist.
15. Adapter (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 14, hergestellt aus PET, PP, PE,
HDPE, LDPE, PC oder PEF oder einer Kombination davon, insbesondere im Spritzgiessverfahren.