[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen unter
Einsatz einer Dampfspaltung sowie eine Anlage zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Stand der Technik
[0003] Für die Dampfspaltung werden Dampfspaltungsanlagen (häufig auch als Ethylenanlagen
bezeichnet) mit sogenannten Spaltöfen (engl. Cracking Furnaces) eingesetzt. Diese
Spaltöfen können auch in mehreren Gruppen bereitgestellt und unter unterschiedlichen
Bedingungen betrieben bzw. mit unterschiedlichen Einsätzen (engl. Feeds) beschickt
werden.
[0004] Das aus einem Spaltofen ausgeführte sogenannte Spaltgas (engl. Cracked Gas), das
zunächst auf einer Temperatur von typischerweise 750 bis 875 °C vorliegt, muss, um
die ablaufenden Reaktionen möglichst rasch zum Stillstand zu bringen und damit eine
übermäßige Bildung von unerwünschten Nebenprodukten zu verhindern, möglichst rasch
abgekühlt werden. Zur Abkühlung des Spaltgases dienen dabei sogenannte Quenchwärmetauscher,
die insbesondere in sogenannte primäre und sekundäre Quenchwärmetauscher (engl. Primary
Quench Exchanger, Secondary Quench Exchanger) unterteilt sein können. Unterschiedliche
Bauformen sind ebenfalls in der Fachliteratur beschrieben.
[0005] Das entsprechend abgekühlte Spaltgas wird je nach seiner Zusammensetzung, die sich
insbesondere nach den verwendeten Reaktionseinsätzen und Spaltbedingungen richtet,
einer Wasser- und/oder Ölwäsche, anschließend einer Verdichtung und Sauergasentfernung,
sowie einer zumindest teilweise bei kryogenen Temperaturen betriebenen Fraktionierung
unterworfen, um die gewünschten Produkte, klassischerweise Ethylen, aus dem Produktstrom
zu gewinnen.
[0006] Bei der Dampfspaltung von Kohlenwasserstoffen entsteht als Nebenprodukt häufig Koks,
ein schwer bzw. nicht flüchtiger, kohlenstoffhaltiger Feststoff, der sich leicht an
Wandungen der Dampfspaltungsanlage anlagert.
[0007] Zur Entfernung derartiger Koks enthaltender Anlagerungen kann, beispielsweise zyklisch,
der Regelbetrieb der Dampfspaltungsanlage unterbrochen werden, wie in der
US 2005/261532 A1 beschrieben. Während der Unterbrechung des Regelbetriebs kann anstatt eines Einsatzstroms,
der die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe enthält, ein Sauerstoff und/oder Dampf enthaltender
Reinigungsstrom in die Anlage eingeleitet werden, um den Koks zu oxidieren und zumindest
teilweise in gasförmige Reststoffe umzuwandeln, die aus der Anlage ausgetragen werden
können.
[0008] Es ist auch möglich, wie beispielsweise in der
CA 926622 A beschrieben, bestimmte Anlagenteile so auszugestalten, dass sich dort Feststoffe,
beispielsweise aus strömungsmechanischen Gründen, nicht oder nur schwer anlagern.
Es ist dann möglich, stromabwärts dieser Anlagenteile Koks aus dem Produktstrom abzuscheiden
und aufzufangen, beispielsweise durch Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit oder
Filtrierung und/oder Bereitstellen eines Sammelbehälters. Der so abgeschiedene Koks
kann dann, beispielsweise im Rahmen einer Anlagenrevision, aus der Anlage, insbesondere
aus dem Sammelbehälter, entfernt werden.
[0009] Die benannten Möglichkeiten zur Entfernung von Koks aus einer Dampfspaltungsanlage
erfordern das Abschalten der Anlage bzw. das zeitweise Einstellen eines Regelbetriebs
der Anlage. Vor diesem Hintergrund stellt sich die vorliegende Erfindung der Aufgabe,
die Entfernung von Koks zu verbessern sowie einfacher und effektiver zu gestalten.
Vorteile der Erfindung
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen unter
Einsatz einer Dampfspaltung sowie eine Anlage zu dessen Durchführung mit den Merkmalen
der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche sowie der folgenden Beschreibung.
[0011] Eine erfindungsgemäße Dampfspaltungsanlage zur Herstellung eines niedermolekulare
Kohlenwasserstoffverbindungen enthaltenden Produktstroms umfasst einen Spaltofen,
einen Quenchwärmetauscher, eine Koksfalle und eine Kokssammelvorrichtung. Bei dem
hier und nachfolgend erwähnten Quenchwärmetauscher handelt es sich, falls nicht anders
angegeben, insbesondere um einen sekundären Quenchwärmetauscher, dem ein primärer
Quenchwärmetauscher vorausgehen kann. Zur Funktion und dem Betrieb von primären und
sekundären Quenchwärmetauschern sei auf die eingangs zitierte Fachliteratur verwiesen.
[0012] In dem Spaltofen wird aus einem Kohlenwasserstoffe und/oder Wasserdampf enthaltenden
Einsatzfluid ein Entnahmestrom erzeugt. Insbesondere kann, in Abhängigkeit von der
Zusammensetzung des Einsatzfluids, ein Spaltgas (auch als Rohgas bezeichnet) erzeugt
werden. Es ist jedoch auch möglich, einen kohlenwasserstoffarmen oder im Wesentlichen
kohlenwasserstofffreien Entnahmestrom zu erzeugen, und zwar insbesondere in einem
Regenerier- bzw. Entkokungsbetrieb. Wie erwähnt, ist ein entsprechend regelmäßig durchzuführender
Entkokungsbetrieb, der den erzeugten Koks in den Spaltrohen entfernt, in herkömmlichen
Anlagen üblich und erforderlich. Vor oder nach diesem Betriebszustand wird ein zu
dem Umstellvorgang (Spalten-Entkoken-Spalten) automatisierter oder manueller Schritt
hinzugefügt, der den Austrag des während des Spaltens angesammelten Koks (der nicht
im Spaltrohr haftet), gewährleistet. Als Medium wird dabei Dampf oder ein Dampf/Luftgemisch
verwendet, das in diesem Fall einen Entnahmestrom im Sinne der vorliegenden Erfindung
darstellt.
[0013] Die Koksfalle weist einen Eingang auf, der stromabwärts des Spaltofens und stromaufwärts
des Quenchwärmetauschers in Fluidverbindung mit einer den Entnahmestrom, bzw. insbesondere
das Spaltgas, führenden Leitung steht, und einen Ausgang, der unter Umgehung des Quenchwärmetauschers
in Fluidverbindung mit der Kokssammelvorrichtung steht. Ferner ist die Koksfalle dazu
eingerichtet, Kokspartikel über den Eingang aus dem Entnahmestrom zurückzuhalten und
die Kokspartikel über den Ausgang in Richtung der Kokssammelvorrichtung unter Verwendung
des Entnahmestroms und unter Erhalt eines Koksstroms auszuwerfen. Das Zurückhalten
und Auswerfen der Kokspartikel wird dabei insbesondere in einem periodischen Wechsel
durchgeführt. Dazu wird in einem ersten Betriebsmodus die Koksfalle so betrieben,
dass Kokspartikel darin zurückgehalten werden, die übrigen Bestandteile jedoch in
den Quenchwärmetauscher geleitet werden. In einem zweiten Betriebsmodus, der beispielsweise
dem erwähnten Entkokungsbetrieb entsprechen kann, wird der Entnahmestrom, bevorzugt
mit einer hohen Strömungsgeschwindigkeit, durch die Koksfalle in den Ausgang geleitet,
um den während des ersten Betriebsmodus' zurückgehaltenen Koks zu der Kokssammelvorrichtung
zu befördern. In dem zweiten Betriebsmodus wird somit eine kleinere Menge des Entnahmestroms,
insbesondere keine, in den Quenchwärmetauscher geleitet. Dadurch wird in dem Spaltofen
gebildeter Koks von einem Eindringen in den Quenchwärmetauscher abgehalten. Dies ist
vorteilhaft, da der Koks eine Alterung von mit ihm in Berührung kommenden Anlagenteilen
in Form von Korrosion und/oder Erosion bzw. Abrasion begünstigt. Der Quenchwärmetauscher
ist dazu eingerichtet, den Entnahmestrom, insbesondere das Spaltgas, (ggf. weiter)
abzukühlen.
[0014] In entsprechenden Anlagen ist insbesondere zu verhindern, dass das Spaltgas zur Atmosphäre
gelangt oder mit der Entkokungsluft vermischt wird. Vor oder nach dem Entkokungsbetrieb
(mit dem erwähnten Dampf/Luftgemisch als dem Entnahmestrom aus dem Spaltofen) wird
dabei die Koksfalle mit Hilfe eines (Teil-)stroms in das nachfolgende System entleert.
[0015] Vorteilhafterweise umfasst die Dampfspaltungsanlage stromabwärts des Quenchwärmetauschers
eine weitere Koksfalle, die einen Eingang, der mit einer den in dem Quenchwärmetauscher
abgekühlten Entnahmestrom führenden Leitung in Fluidverbindung steht, und einen Ausgang,
der in Fluidverbindung zu der Kokssammelvorrichtung steht, aufweist. Dadurch kann
in der stromaufwärts des Quenchwärmetauschers angeordneten Koksfalle nicht abgeschiedener
Koks aus dem abgekühlten Entnahmestrom entfernt werden, was die Reinheit des aus dem
Entnahmestrom, insbesondere dem Spaltgas, gebildeten Produktstroms weiter erhöht.
[0016] Die Verbindung des Ausgangs der stromaufwärts des Quenchwärmetauschers angeordneten
Koksfalle mit der Kokssammelvorrichtung mündet vorteilhafterweise stromaufwärts der
Kokssammelvorrichtung in einem flachen Winkel, insbesondere von etwa 45° bzw. von
40° bis 50°, in eine ihrerseits in die Kokssammelvorrichtung mündende Leitung, insbesondere
die Verbindung des Ausgangs der weiteren Koksfalle mit der Kokssammelvorrichtung,
um Schäden durch Abrasion bzw. Erosion an den Leitungen, die die Verbindung zwischen
der jeweiligen Falle mit der Kokssammelvorrichtung bilden, zu vermeiden und Verwirbelungen
an dieser Stelle zu reduzieren.
[0017] Die den Entnahmestrom führende Leitung weist stromabwärts des Spaltofens und stromaufwärts
des Quenchwärmetauschers vorteilhafterweise einen Knick bzw. eine Biegung auf, bis
zu dem bzw. der die Leitung in einer ersten Richtung verläuft und ab dem bzw. der
die Leitung in einer zweiten Richtung verläuft. Die erste und die zweite Richtung
schließen vorteilhafterweise einen Winkel von beispielsweise 30° bis 120°, insbesondere
90°, ein. Die Koksfalle, deren Eingang stromabwärts des Spaltofens und stromaufwärts
des Quenchwärmetauschers angeordnet ist und in Fluidverbindung mit der den Entnahmestrom,
insbesondere das Spaltgas, führenden Leitung steht, ist dabei derart angeordnet, dass
die erste Richtung zu dem Eingang weist. Auf diese Weise können Kokspartikel, die
in dem schnell strömenden Entnahmestrom mitgerissen werden, aufgrund der Trägheit
ihre Flugbahn fortsetzen und in die Koksfalle gelangen, während ein partikelfreier
oder -ärmerer Entnahmestrom in der zweiten Richtung abströmt.
[0018] Ist in diesem Zusammenhang von einer "Leitung" die Rede, muss dies nicht notwendigerweise
ein durchgängiges Rohr bezeichnen. Bei einer Leitung im hier verstandenen Sinn kann
es sich auch um mehrere Rohre oder Rohrabschnitte handeln, die, ggf. auch verbunden
durch nicht rohrförmige Zwischenbereiche, einen durchgängigen Fluidkanal bilden.
[0019] Die Kokssammelvorrichtung umfasst vorteilhafterweise einen Zyklon, eine Feuerbox
und/oder eine Strömungsbremse. Damit kann der Koks bei Bedarf als zusätzliches Wertprodukt
gewonnen werden oder alternativ, vorzugsweise unter Rückgewinnung von Prozesswärme,
verfeuert werden, wenn keine stoffliche Weiterverwertung gewünscht ist.
[0020] Neben dem Spaltofen und den erwähnten Elementen sind bevorzugt ein Dampferzeuger,
ein Einsatzmischer und ein Spaltgaskühler Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Auch der erwähnte primäre Quenchwärmetauscher kann zusätzlich vorhanden sein bzw.
als der Spaltgaskühler verwendet werden. In einigen Ausgestaltungen der Erfindung
kann der Spaltofen mit zumindest einem Teil dieser Komponenten auch zu einem Ofenmodul
zusammengefasst sein, was den Aufbau und die Wartung einer solchen Dampfspaltungsanlage
vereinfacht und daher wirtschaftlich günstiger ermöglicht.
[0021] Ferner ist ein Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen unter Einsatz einer
Dampfspaltung mit Entfernung von Koks aus dem Entnahmestrom vorgesehen. Ein Kohlenwasserstoffe
und/oder Wasserdampf enthaltendes Einsatzfluid wird dabei unter Erhalt eines Spaltgases
der Dampfspaltung unterworfen. Die Entfernung von Koks aus dem Entnahmestrom, der
das Spaltgas umfasst, erfolgt stromabwärts der Dampfspaltung unter Verwendung einer
Koksfalle und unter Erhalt eines an Koks abgereicherten bzw. freien Entnahmestroms.
Der Entnahmestrom bzw. das Spaltgas wird stromabwärts der Koksfalle unter Abkühlung
einem Quenchwärmetausch unterworfen. Die Koksfalle wird, wie oben erläutert, insbesondere
in einem ersten Betriebsmodus, zum Zurückhalten von Kokspartikeln betrieben und, insbesondere
in einem zweiten Betriebsmodus, der vorteilhafterweise mit dem ersten Betriebsmodus
im periodischen Wechsel verwendet wird, unter Verwendung des Entnahmestroms und unter
Umgehung des Quenchwärmetauschs unter Erhalt eines Koksstroms geleert. Der Koksstrom
wird einer Kokssammlung zugeführt. Der Produktstrom wird unter Verwendung des durch
Quenchwärmetausch gekühlten Spaltgases gebildet. Zu den Vorteilen eines derartigen
erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf die obigen Ausführungen bezüglich der Anlage
verwiesen. Diese gelten hier selbstverständlich sinngemäß ebenso.
[0022] Bevorzugt wird für das beschriebene Verfahren eine Dampfspaltungsanlage, wie sie
oben bereits beschrieben wurde, verwendet.
[0023] Nur zur Klarstellung sei angemerkt, dass es sich bei dem oder den Quenchwärmetauschern
um typische Transferleitungswärmetauscher für Dampfspaltungsanlagen handeln kann,
in denen mehrere Rohrleitungen durch einen mit Wasser oder Dampf durchströmten Kühlraum
geführt sind.
[0024] Zu der oben erläuterten Entleerung der Koksfalle(n) kann, wie bereits erwähnt, insbesondere
ein Entnahmestrom bereitgestellt werden, der im Wesentlichen frei von Kohlenwasserstoffen
ist, beispielsweise durch geeignete Steuerung der Zusammensetzung des Einsatzfluids.
Dadurch können die gasförmigen Bestandteile des Koksstroms, die als Trägermedium für
die Kokspartikel dienen, ohne wesentliche Beeinträchtigung der Umwelt in die natürliche
Atmosphäre abgegeben werden, nachdem die Kokspartikel in der Kokssammelvorrichtung
daraus entfernt wurden. Wird jedoch ein Spaltgas enthaltender Entnahmestrom zur erfindungsgemäßen
Leerung der Koksfalle verwendet, ist sicherzustellen, dass das Spaltgas aus dem Koksstrom
nicht in die Atmosphäre gelangt, da dies Umweltschäden verursachen könnte und zudem
wirtschaftlich unsinnig ist, da es sich bei dem Spaltgas um das angestrebte Wertprodukt
der Dampfspaltung handelt. Daher wird es in derartigen Betriebsweisen bevorzugt aus
dem Koksstrom abgetrennt und in das Verfahren zurückgeführt, beispielsweise in das
Einsatzfluid, den Entnahmestrom oder den Produktstrom.
[0025] Dadurch, dass zum Wechsel zwischen den beiden beschriebenen Betriebsmodi im Wesentlichen
nur einige Ventile gestellt werden müssen, ist die beschriebene Vorgehensweise in
besonderem Maße zur Automatisierung des entsprechenden Herstellungs- und Wartungsprozesses
geeignet. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen, wie sie eingangs beschrieben wurden,
fallen Wartungen von erfindungsgemäßen Anlagen zeitlich signifikant kürzer aus, beispielsweise
da die Koksfalle im Wesentlichen selbstentleerend arbeitet und keine manuelle Leerung
nötig ist. Durch die verringerte Beanspruchung des Quenchwärmetauscher und der Rohrleitungen
stromab der Koksfalle sind auch an diesen Komponenten Wartungen seltener nötig.
[0026] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung umfassen insbesondere auch eine mögliche
Automatisierung des Ausschleusevorgangs. Konventionelle Einbauten (Filter, Behälter,
etc.) zwingen den Spaltofen zu einem Stillstand (üblicherweise 1 mal pro Jahr). Durch
eine einfachere Entleerung im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann diese auch häufiger
erfolgen, so dass sich ein zuverlässiger Schutz des nachfolgenden Systems (auch Zerlegungsteil
der Anlage, folgende Kolonnen, Pumpen, etc.) ergibt.
[0027] Weitere Aspekte, Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
beigefügten Figuren so wie der folgenden ausführlichen Beschreibung, die sich unter
anderem auch auf die Figuren bezieht.
[0028] Kurzbeschreibung der Figuren
Figur 1 zeigt eine vorteilhafte Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Anlage in Form
eines schematischen Blockdiagramms.
Figur 2 zeigt eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Anlage
in schematischer Darstellung.
Ausgestaltungen der Erfindung
[0029] In den Figuren sind einander baulich oder funktional entsprechende Elemente mit identischen
Bezugszeichen angegeben und werden lediglich der Übersichtlichkeit halber nicht wiederholt
erläutert.
[0030] Die Dampfspaltungsanlage 100 gemäß Figur 1 umfasst einen Spaltofen 10, eine Koksfalle
20, einen Quenchwärmetauscher 30 und eine Kokssammelvorrichtung 40.
[0031] In den Spaltofen 10 werden ein oder mehrere Einsatzfluide 1, von denen zumindest
eines Kohlenwasserstoffe und zumindest eines Wassermoleküle enthält, eingespeist.
In dem Spaltofen reagieren die Kohlenwasserstoffe zumindest teilweise mit den Wassermolekülen
unter Bildung eines Spaltgases 2, das typischerweise neben niedermolekularen Kohlenwasserstoffverbindungen
auch Kokspartikel enthält. Das Spaltgas 2 wird als Entnahmestrom 2 aus dem Spaltofen
10 ausgeleitet und passiert die Koksfalle 20. Beispielsweise kann die Rohrleitung,
die den Entnahmestrom 2 führt, unmittelbar stromaufwärts der Koksfalle 20 eine Biegung
von 30° bis 120°, zum Beispiel im Wesentlichen 90°, aufweisen, so dass der Entnahmestrom
2 in der Rohrleitung vor der Biegung in Richtung auf die Koksfalle 20 zu, nach der
Biegung jedoch direkt von der Koksfalle 20 weg geführt wird. Die Koksfalle 20 weist
in Richtung des Spaltofens 10 einen Eingang auf, der gegenüber der Rohrleitung für
Fluide offen ist, also mit der Rohrleitung, die den Entnahmestrom 2 aus dem Spaltofen
10 führt, in Fluidverbindung steht. Durch die höhere Trägheit der Kokspartikel im
Vergleich zu den gasförmigen Molekülen, insbesondere der niedermolekularen Kohlenwasserstoffverbindungen,
des Entnahmestroms 2, bewegen sich die Kokspartikel großteils linear in den Eingang
der Koksfalle hinein, während die gasförmigen Bestandteile des Stroms, insbesondere
die niedermolekularen Kohlenwasserstoffverbindungen, bevorzugt der Biegung folgen.
Dadurch wird der Entnahmestrom in der Biegung der Rohrleitung an Koks abgereichert,
bevor er weiter in Richtung des Quenchwärmetauschers 30 geleitet wird. Koks wird zunächst
in der Koksfalle 20 zurückgehalten.
[0032] Das Spaltgas bzw. der Entnahmestrom wird in dem Quenchwärmetauscher 30 gekühlt, beispielsweise
gegen das eine oder die mehreren Einsatzfluide 1, und über ein Produktventil 35 als
Produktstrom 5 aus der Anlage 100 entnommen.
[0033] Zu bestimmten Zeitpunkten wird die Koksfalle 20 geleert. Dazu wird ein Steuerventil
25, das einen Ausgang der Koksfalle 20 an einem dem Spaltofen 10 abgewandten Ende
verschließt, geöffnet. Gleichzeitig kann beispielsweise das Produktventil 35 ganz
oder teilweise geschlossen werden und/oder ein Druck des Entnahmestroms erhöht werden,
um einen Durchfluss durch die Koksfalle 20 zu erhöhen. Der Ausgang der Koksfalle 20
steht, wie eingangs beschrieben, mit der Kokssammelvorrichtung 40 in Fluidverbindung.
Der Entnahmestrom 2 strömt dadurch durch die Koksfalle 20 und reichert sich, insbesondere
durch Verwirbelungen, stark mit dem darin zurückgehaltenen Koks an. Aus dem Entnahmestrom
2 und dem in der Koksfalle 20 zurückgehaltenen Koks bildet sich auf diese Weise ein
koksreicher Strom 4, der zu der Kokssammelvorrichtung 40 geleitet wird. Nach Ablauf
einer Leerdauer wird das Steuerventil 25 wieder geschlossen und gegebenenfalls das
Produktventil 35 wieder geöffnet und/oder der Druck des Entnahmestroms wieder gesenkt.
[0034] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein dass der Spaltofen 10 grundsätzlich im Wesentlichen
auf einem Druckniveau betrieben wird, das dem natürlichen Atmosphärendruck entspricht,
und bei einer Druckerhöhung der Entnahmestrom 2 auf ein Druckniveau im Bereich zwischen
dem 1,2-fachen und dem 2,5-fachen des natürlichen Atmosphärendrucks verdichtet wird.
Dazu kann beispielsweise der Druck in dem Spaltofen 10 selbst erhöht werden oder der
den Spaltofen 10 verlassende Entnahmestrom 2 kann stromabwärts des Spaltofens 10 einer
Verdichtung unterworfen werden.
[0035] Die Zeitpunkte, zu denen die Koksfalle auf die beschriebene Weise geleert wird, können
beispielsweise in regelmäßigen, insbesondere vorbestimmten, Abständen gewählt sein.
Es kann in bestimmten Ausgestaltungen der Erfindung auch vorgesehen sein, dass die
Zeitpunkte abhängig von einem Füllgrad der Koksfalle 20 oder einem Qualitätsparameter
des an Koks abgereicherten Entnahmestroms 3, beispielsweise geregelt oder gesteuert,
gewählt werden. Dazu können beispielsweise Sensoren in bzw. an der Koksfalle vorgesehen
sein, die den Füllgrad überwachen. Beispielsweise können dies Lichtschranken sein,
die einen Sichtpfad durch die Koksfalle 20 überwachen und einen oberen Schwellwert
des Füllgrades als überschritten definieren, wenn der Sichtpfad versperrt ist. Eine
weitere Möglichkeit zur Bestimmung des Füllgrads der Koksfalle 20 kann eine Waage
im Bereich des geodätischen Bodens der Koksfalle 20 sein, die bei einer vorbestimmten
Masse den oberen Schwellwert des Füllgrads als überschritten definiert. Für eine Überwachung
des Qualitätsparameters des koksarmen Entnahmestroms bzw. Spaltgases 3 sind beispielsweise
Sensoren denkbar, die eine Trübung des Gases, aus dem sich der Entnahmestrom 3 zusammensetzt,
messen. Wird eine vorbestimmte Schwelltrübung überschritten, lässt das darauf schließen,
dass nicht mehr ausreichend Kokspartikel in der Koksfalle 20 zurückgehalten werden,
so dass eine Leerung der Koksfalle 20 nötig ist, um deren Kapazität und Effektivität
wieder zu erhöhen. Dies ist als eine rein beispielhafte Aufzählung möglicher Überwachungstechniken
zu verstehen, wobei auch andere geeignete Parameter überwacht werden können, um einen
sinnvollen Zeitpunkt für die Leerung der Koksfalle 20 zu bestimmen. Dadurch wird die
Leerung der Koksfalle 20 nur dann durchgeführt, wenn dies auch tatsächlich erforderlich
ist, was wirtschaftlich vorteilhaft ist.
[0036] Insbesondere im Falle einer direkten Überwachung des Füllgrades der Koksfalle 20
kann darüber hinaus auch die Leerdauer, insbesondere gesteuert bzw. geregelt, angepasst
werden. Dazu kann, beispielsweise ein unterer Schwellwert als unterschritten definiert
werden, wenn zum Beispiel eine vorbestimmte Masse unterschritten wird oder eine zweite
Lichtschranke, die näher als die oben beschriebene an dem geodätischen Boden der Koksfalle
20 positioniert ist, einen Sichtpfad durch das Volumen der Koksfalle 20 als frei erkennt.
Dadurch wird die Leerung der Koksfalle so kurz wie möglich und so lange wie nötig
durchgeführt, was sich positiv auf die Gesamteffizienz und die Ausbeute der Anlage
100 auswirkt.
[0037] Durch die beschriebene periodische Leerung der Koksfalle 20 wird vorteilhafterweise
die Gesamtmenge an Koks, die sich in der Anlage 100 befindet, im Vergleich zum Stand
der Technik reduziert. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit eines Entzündens des zurückgehaltenen
Kokses bzw. im Falle des Entzündens die Brandlast gesenkt, was die Anlagensicherheit
steigert.
[0038] Die in Figur 2 dargestellte Anlage 200 weist im Vergleich zu der Anlage 100 eine
weitere Koksfalle 33, die stromab des Quenchwärmetauschers angeordnet ist, mit einem
ihr zugeordneten weiteren Steuerventil bzw. Entkokungsgasventil 37 auf. Das Funktionsprinzip
dieser weiteren Koksfalle 33 ist identisch mit dem der Koksfalle 20. Die Abtrennung
von Kokspartikeln beruht auch hier auf der höheren Trägheit der Kokspartikel im Vergleich
zu den gasförmigen Bestandteilen des Entnahmestroms 3. Die Leerung der weiteren Koksfalle
33 erfolgt in analoger Weise durch Öffnen des weiteren Steuerventils 37 und vorteilhafterweise
Schließen der übrigen Ventile 25, 35 der Anlage 200 und bevorzugt bei gleichzeitiger
Erhöhung des Drucks des Entnahmestroms bzw. Spaltgases 2, 3. Durch die Abtrennung
weiterer Kokspartikel in der weiteren Koksfalle 33 kann die Reinheit des Produktstromes
5 erhöht werden.
[0039] Vorteilhafterweise werden die Koksströme 4 der Koksfalle 20 und 6 der weiteren Koksfalle
33 zusammengefasst in die Kokssammelvorrichtung 40 geleitet. Dadurch kann eine bestehende
Anlage besonders einfach mit der Koksfalle 20 nachgerüstet werden, ohne wesentlich
in die Verrohrung der übrigen Anlagenkomponenten 30, 33, 40 eingreifen zu müssen.
[0040] Wie in Figur 2 dargestellt, ist es besonders bevorzugt, die Einleitung des Koksstroms
4 in die Rohrleitung des Koksstroms 6 in einem flachen Winkel, insbesondere einem
Winkel von ca. 45° auszugestalten. Dadurch wird Abrasion der Wandung der Rohrleitung,
insbesondere gegenüber der Einleitungsstelle vermindert, so dass diese Wandung weniger
materialaufwändig gestaltet werden kann. Dies ist wiederum insbesondere bei Nachrüstungen
vorteilhaft, da bestehende Rohrleitungen unter Umständen nicht für eine derartige
seitliche Einleitung ausgelegt wurden und sonst neu angefertigt werden müssen. Gemäß
der hier beschriebenen Ausgestaltung ist dies vorteilhafterweise nicht notwendig,
so dass bestehende Rohrleitungen weiterverwendet, bzw. bei der Neuerstellung einer
solchen Anlage 200 auf herkömmlich dimensionierte Rohrleitungen zurückgegriffen werden
kann. Zudem wird durch diese nicht senkrechte Einleitung die Bildung eines Staudrucks
verhindert, so dass sich an der Einleitungsstelle keine bzw. signifikant weniger Partikel
ablagern.
[0041] In alternativen Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anlage kann auch vorgesehen
sein, dass jede Koksfalle 20, 33 über eine eigene Rohrleitung von ihrem jeweiligen
Ausgang zu der Kokssammelvorrichtung 40 verfügt. Dadurch muss bei der Verlegung der
jeweiligen Rohrleitungen nicht auf den Verlauf der jeweils anderen Rohrleitungen Rücksicht
genommen werden, was die Auslegung der Anlage insgesamt erleichtert. Es kann dabei
auch vorgesehen sein, dass für bestimmte Koksfallen 20, 33 eine gemeinsame Kokssammelvorrichtung
vorgesehen ist, während anderen Koksfallen 20, 33 eine jeweils dedizierte Kokssammelvorrichtung
40 zugeordnet ist. Beispielsweise ist es denkbar, dass mehrere Anlagen 200 parallel
betrieben werden und alle Koksfallen 20 in eine erste Kokssammelvorrichtung 40 entleert
werden, während alle weiteren Koksfallen 33 in eine zweite Kokssammelvorrichtung 40
entleert werden. Dadurch kann beispielsweise eine Trennung der Kokspartikel in unterschiedliche
Größenfraktionen realisiert werden, da sich die Strömungsgeschwindigkeiten vor der
Koksfalle 20 und vor der weiteren Koksfalle 33 unterscheiden können und somit Partikel
unterschiedlicher Größen in den jeweiligen Koksfallen 20, 33 zurückgehalten werden
können.
[0042] Unabhängig von der Zuordnung zu bestimmten Koksfallen 20, 33 kann die Kokssammelvorrichtung
40 unter Verwendung eines Zyklons, einer Feuerbox und/oder einer Strömungsbremse ausgestaltet
sein. Die Funktionsprinzipien dieser Komponenten werden lediglich zum besseren Verständnis
nachfolgend kurz umrissen: in einen Zyklon kann der jeweilige Koksstrom 4, 6, insbesondere
tangential, eingeleitet werden. Dadurch setzt sich der trägere Koks von den weniger
trägen Bestandteilen des Koksstroms in einem radial äußeren Bereich, insbesondere
an einer Zylindermantelwand, des Zyklons ab bzw. wird dort durch Reibung verlangsamt
und sinkt auf einen geodätisch unten befindlichen Boden des Zyklons ab. Von diesem
Boden kann der Koks aus dem Zyklon entnommen werden. In einer Feuerbox werden Kokspartikel
des Koksstroms 4, 6 zumindest teilweise verbrannt und/oder gesintert. Dies ist insbesondere
vorteilhaft, wenn der Koks nicht als Nebenprodukt verwendet werden soll. Die Verbrennungswärme
kann der Feuerbox entnommen und zum Betreiben der Anlage 100, 200 verwendet werden,
beispielsweise um das Einsatzfluid 1 vorzuwärmen. Eine Strömungsbremse verringert
die Strömungsgeschwindigkeit des Koksstroms 4, 6 und ermöglicht dadurch ein Absetzen
der in der Regel dichteren Kokspartikel von den übrigen Bestandteilen des Koksstroms
4, 6.
[0043] Insbesondere in Fällen, in denen die Bestandteile des Koksstroms 4, 6, insbesondere
gasförmige Komponenten des Spaltgases in dem Entnahmestrom 2, der zur Bildung des
Koksstroms 4, 6 verwendet wurde, in der Kokssammelvorrichtung 40 chemisch nicht verändert
werden, kann es vorteilhaft sein, die gasförmigen Bestandteile in das eine oder die
mehreren Einsatzfluide 1, den Entnahmestrom 2, den koksarmen Entnahmestrom 3 oder
den Produktstrom 5 zurückzuführen. Dadurch wird die Gesamtausbeute erhöht und die
Effizienz der Anlage 100, 200 gesteigert.
[0044] Wie eingangs erläutert kann es jedoch auch vorteilhaft sein, insbesondere während
der Leerzeit, einen an Spaltgas armen bzw. davon freien Entnahmestrom bereitzustellen.
Dadurch können Maßnahmen zur Abtrennung und Rückführung der gasförmigen Bestandteile
des Koksstroms unterbleiben, was sich positiv auf die nötigen Investitionskosten auswirkt.
[0045] In der Ausgestaltung der Anlage 100 gemäß Figur 1 kann ebenfalls, wenngleich nicht
explizit veranschaulicht, das Steuerventil 37 bzw. ein entsprechender Koksstrom 6
erforderlich oder vorteilhaft sein, um einen regulären Entkokungsweg beizubehalten,
so dass nur das Ausschleusesystem 40 separat/doppelt eingebaut werden kann. Dies ermöglicht
es, Koks als Produkt zu erzeugen (z.B. über eine trockene Koksentnahme).
1. Dampfspaltanlage (100, 200) zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen (5) mit einem
Spaltofen (10), einem Quenchwärmetauscher (30), einer Koksfalle (20) und einer Kokssammelvorrichtung
(40), wobei
die Koksfalle (20), einen Eingang und einen Ausgang aufweist, wobei
der Eingang stromabwärts des Spaltofens (10) und stromaufwärts des Quenchwärmetauschers
(30) angeordnet und mit einer Leitung, die einen Entnahmestrom (2), der in dem Spaltofen
(10) aus einem Kohlenwasserstoffe und/oder Wasserdampf enthaltenden Einsatzfluid (1)
erzeugt wird, führt, fluidverbunden ist,
der Ausgang unter Umgehung des Quenchwärmetauschers (30) mit der Kokssammelvorrichtung
(40) fluidverbunden ist, und
die Koksfalle (20) dazu eingerichtet ist,
Kokspartikel in einem ersten Betriebsmodus aus dem Entnahmestrom (2) zurückzuhalten
und
in einem zweiten Betriebsmodus in Richtung der Kokssammelvorrichtung (40) unter Verwendung
des Entnahmestroms (2) und unter Erhalt eines Koksstroms (4) auszuwerfen, und wobei
der Quenchwärmetauscher (30) dazu eingerichtet ist, den Entnahmestrom (3) abzukühlen.
2. Dampfspaltungsanlage (200) nach Anspruch 1, wobei stromabwärts des Quenchwärmetauschers
(30) eine weitere Koksfalle (33) angeordnet ist, deren Ausgang eine Fluidverbindung
zu der Kokssammelvorrichtung (40) aufweist.
3. Dampfspaltungsanlage (200) nach Anspruch 2, wobei die Verbindung der Koksfalle (20)
mit der Kokssammelvorrichtung (40) stromaufwärts der Kokssammelvorrichtung (40) in
einem flachen Winkel, insbesondere im Bereich von 40° bis 50°, bevorzugt von 45°,
in die Verbindung der weiteren Koksfalle (33) mit der Kokssammelvorrichtung (40) mündet.
4. Dampfspaltungsanlage (100, 200) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kokssammelvorrichtung
(40) eines oder mehrere aus der Gruppe aus einem Zyklon, einer Feuerbox und einer
Strömungsbremse umfasst.
5. Dampfspaltungsanlage (100, 200) nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner eines
oder mehrere aus der Gruppe aus einem Dampferzeuger, einem Einsatzmischer, einem Reaktionsbehälter,
einem Spaltgaskühler und einem primären Quenchwärmetauscher umfassend, insbesondere
wobei der primäre Quenchwärmetauscher stromabwärts des Spaltofens (10) und stromaufwärts
der Koksfalle (20) angeordnet ist.
6. Dampfspaltungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Leitung, die
den Entnahmestrom führt, von dem Spaltofen ausgehend in eine erste Richtung verläuft,
eine Biegung aufweist und stromabwärts der Biegung in eine zweite Richtung verläuft.
7. Dampfspaltungsanlage nach Anspruch 6, wobei der Eingang der Koksfalle (20) stromabwärts
der Biegung in der ersten Richtung angeordnet ist und die Fluidverbindung des Eingangs
mit der Leitung von der Biegung ausgeht.
8. Dampfspaltungsanlage nach Anspruch 6 oder 7, wobei die erste und die zweite Richtung
miteinander einen Winkel im Bereich von 30° bis 120°, insbesondere im Bereich von
80° bis 100°, bevorzugt 90°, einschließen.
9. Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen (5) unter Verwendung einer Dampfspaltung
mit Entfernung von Koks aus einem die Kohlenwasserstoffe enthaltenden Produktstrom
(5), wobei
ein Kohlenwasserstoffe und/oder Wasserdampf enthaltendes Einsatzfluid (1) unter Erhalt
eines Spaltgases (2) der Dampfspaltung unterworfen wird,
die Entfernung von Koks stromabwärts der Dampfspaltung unter Verwendung einer Koksfalle
(20) und unter Erhalt eines an Koks abgereicherten Spaltgases (3) erfolgt,
das abgereicherte Spaltgas (3) stromabwärts der Koksfalle (20) unter Abkühlung einem
Quenchwärmetausch unterworfen wird,
und
wobei die Koksfalle (20) unter Verwendung eines Entnahmestroms (2), der aus dem Einsatzfluid
(1) in einem zu der Dampfspaltung verwendeten Spaltofen (10) gebildet wird, und unter
Umgehung des Quenchwärmetauschs unter Erhalt eines Koksstroms (4) geleert wird, wobei
der Koksstrom (4) einer Kokssammlung zugeführt wird, und
der Produktstrom (5) unter Verwendung des durch Quenchwärmetausch gekühlten Spaltgases
(3) gebildet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei eine Dampfspaltungsanlage (100, 200) nach einem der
Ansprüche 1 bis 8 verwendet wird.