[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mittel für das maschinelle Geschirrspülen,
das eine verbesserte Reinigungsleistung für bleichbare Anschmutzungen aufweist, ein
Verfahren zur Herstellung dieses Mittels und ein Verfahren zur Anwendung dieses Mittels.
Weiterhin wird die Verwendung von zwei Gerüststoffen zusammen mit einem Bleichmittel
zur Entfernung von bleichbaren Anschmutzungen beansprucht.
[0002] An maschinell gespültes Geschirr werden heute häufig höhere Anforderungen gestellt
als an manuell gespültes Geschirr. So wird auch ein auf den ersten Blick von Speiseresten
völlig gereinigtes Geschirr dann als nicht einwandfrei bewertet, wenn es nach dem
maschinellen Geschirrspülen noch Verfärbungen aufweist, die beispielsweise auf der
Anlagerung pflanzlicher Farbstoffe auf der Geschirroberfläche beruhen. Gerade helle
Keramik wird in maschinellen Geschirrspülverfahren häufig nicht ausreichend von Teerückständen
befreit.
[0003] Um fleckenloses Geschirr zu erhalten, werden in festen maschinellen Geschirrspülmitteln,
beispielsweise in Pulver oder Tabletten, Bleichmittel eingesetzt. Zur Aktivierung
dieser Bleichmittel und um beim Reinigen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine
verbesserte Bleichwirkung zu erreichen, enthalten maschinelle Geschirrspülmittel in
der Regel weiterhin Bleichaktivatoren und/oder Bleichkatalysatoren. Diese Wirkstoffsysteme
sind mit hohen Kosten verbunden und können die Umwelt unnötig belasten, da verschmutzte
Teetassen in vielen Haushalten nicht vorkommen.
[0004] In manchen Märkten sind neben festen maschinellen Geschirrspülmitteln auch flüssige
bzw. gelförmige Reiniger verbreitet. Derartige Reiniger enthalten in der Regel keine
Bleichmittel und können daher keine den Kunden zufriedenstellende Leistung an bleichbaren
Anschmutzungen, wie zum Beispiel Tee, aufweisen.
[0005] Werden nur selten auf diese Art verschmutze Geschirrteile gespült, so können Geschirrspülmittel
ohne Bleichmittel dennoch eine geeignete Wahl sein, da so nicht unnötig Bleichmittel
sowie gegebenenfalls Bleichaktivatoren und/oder Bleichkatalysatoren eingesetzt und
auf diese Weise Ressourcen geschont werden. In diesem Fall ist eine manuelle Nachbehandlung
des entsprechend verschmutzen Geschirrs durch den Verbraucher nötig. Dies ist hingegen
nicht im Sinne des Verbrauchers, der möglichst umweltbewusst handeln möchte und gleichzeitig
Wert auf makellos gespültes Geschirr legt ohne zusätzlich selbst tätig zu werden.
[0006] Es besteht daher der Bedarf, ein Mittel für das maschinelle Geschirrspülen bereitzustellen,
welches eine verbesserte Reinigungsleistung bei bleichbaren Anschmutzungen erzeugt
und bei Bedarf zudosierbar ist.
[0007] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass der Einsatz von Bleichmittel in Kombination
mit zwei Gerüststoffen zu einer Steigerung der Reinigungsleistung an hartnäckigen
bleichsensitiven Anschmutzungen führt und sich ein derartiges Mittel als Zusatzmittel
für das maschinelle Geschirrspülen konfektionieren lässt.
[0008] Die der vorliegenden Anmeldung zu Grunde liegenden Aufgabe wurde daher gelöst durch
ein phosphatfreies Mittel für das maschinelle Geschirrspülen, welches kein nichtionisches
Tensid enthält, enthaltend mindestens ein Bleichmittel und mindestens einen ersten
Gerüststoff und mindestens einen zweiten Gerüststoff.
[0009] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher ein phosphatfreies Mittel
für das maschinelle Geschirrspülen, welches kein nichtionisches Tensid enthält, enthaltend
mindestens ein Bleichmittel und mindestens einen ersten Gerüststoff und mindestens
einen zweiten Gerüststoff.
[0010] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zur Entfernung
von bleichbaren Anschmutzungen enthaltend die Schritte
- i) Beladen der Geschirrspülmaschine mit Geschirr, welches wenigstens teilweise bleichbare
Anschmutzungen aufweist,
- ii) Platzieren eines erfindungsgemäßen Mittels im Innenraum der Geschirrspülmaschine,
- iii) Dosieren eines herkömmlichen Maschinengeschirrspülmittels in flüssiger und/oder
fester Form in die entsprechende Kammer und/oder den Innenraum der Geschirrspülmaschine
- iv) Durchführen eines Reinigungszyklus in der Geschirrspülmaschine.
[0011] Noch ein weiterer Gegenstand ist die Verwendung von mindestens einem ersten Gerüststoff
und mindestens einem zweiten Gerüststoff zusammen mit einem Bleichmittel zur Entfernung
von bleichbaren Anschmutzungen.
[0012] Diese und weitere Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann
aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung und Ansprüche ersichtlich.
Dabei kann jedes Merkmal aus einem Aspekt der Erfindung in jedem anderen Aspekt der
Erfindung eingesetzt werden. Ferner ist es selbstverständlich, dass die hierin enthaltenen
Beispiele die Erfindung beschreiben und veranschaulichen sollen, diese aber nicht
einschränken und insbesondere die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
Alle Prozentangaben sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichts-%. Numerische Bereiche,
die in dem Format "von x bis y" angegeben sind, schließen die genannten Werte ein.
Wenn mehrere bevorzugte numerische Bereiche in diesem Format angegeben sind, ist es
selbstverständlich, dass alle Bereiche, die durch die Kombination der verschiedenen
Endpunkte entstehen, ebenfalls erfasst werden.
[0013] "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bedeutet 1 oder mehr, d.h. 1, 2, 3, 4, 5,
6, 7, 8, 9 oder mehr. Bezogen auf einen Inhaltsstoff bezieht sich die Angabe auf die
Art des Inhaltsstoffs und nicht auf die absolute Zahl der Moleküle. "Mindestens ein
Bleichmittel" bedeutet somit beispielsweise mindestens eine Art von Bleichmittel,
d.h. dass eine Art von Bleichmittel oder eine Mischung mehrerer verschiedener Bleichmittel
gemeint sein kann. Zusammen mit Gewichtsangaben bezieht sich die Angabe auf alle Verbindungen
der angegebenen Art, die in der Zusammensetzung/Mischung enthalten sind, d.h. dass
die Zusammensetzung über die angegebene Menge der entsprechenden Verbindungen hinaus
keine weiteren Verbindungen dieser Art enthält.
[0014] Alle Prozentangaben, die im Zusammenhang mit den hierin beschriebenen Zusammensetzungen
gemacht werden, beziehen sich, sofern nicht explizit anders angegeben auf Gew.-%,
jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung.
[0015] Das Mittel ist phosphatfrei; dies bedeutet, dass die erfindungsgemäßen Mittel im
Wesentlichen phosphatfrei sind, d.h. Phosphat in Mengen weniger 1 Gew.-%, vorzugsweise
weniger 0,1 Gew.-% enthalten, und/oder kein bewusst zugesetztes Phosphat enthalten.
[0016] Das erfindungsgemäße Mittel enthält mindestens ein Bleichmittel. Bleichmittel sind
in Wasch- und Reinigungsmitteln häufig vertreten, um Verfärbungen auf Oberflächen
oder Textilien erfolgreich zu entfernen. Es können Sauerstoffbleichmittel wie auch
Chlorbleichmittel eingesetzt werden. In den erfindungsgemäßen Mitteln wird bevorzugt
mindestens ein Sauerstoffbleichmittel eingesetzt.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Mittel daher ein
Sauerstoffbleichmittel als Bleichmittel.
[0018] Unter den als Sauerstoffbleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumpercarbonat, das Natriumperborattetrahydrat
und das Natriumperboratmonohydrat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel
sind beispielsweise Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure. Weiterhin können auch Bleichmittel
aus der Gruppe der organischen Bleichmittel eingesetzt werden. Typische organische
Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie z.B. Dibenzoylperoxid. Weitere typische
organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, auch Peroxycarbonsäuren genannt, wobei
als Beispiele besonders die Alkylperoxysäuren, die Arylperoxysäuren und die Imidoperoxisäure
genannt werden. Einsetzbar sind außerdem alle weiteren dem Fachmann aus dem Stand
der Technik bekannten anorganischen oder organischen Peroxybleichmittel.
[0019] Werden in dem erfindungsgemäßen Mittel ein oder mehrere anorganische Persalze eingesetzt,
so ist es bevorzugt, dass auch mindestens ein Bleichaktivator eingesetzt wird. Als
Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen,
und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Von
allen dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten Bleichaktivatoren werden mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetyl-ethylendiamin (TAED), acylierte
Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT),
acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere
N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder
Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS) bevorzugt eingesetzt. Auch Kombinationen
konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt werden. Werden in dem erfindungsgemäßen
Mittel ein oder mehrere anorganische Persalze eingesetzt, vorzugsweise ein Percarbonat-Bleichmittel,
so ist es daher bevorzugt, dass auch mindestens ein Bleichaktivator, vorzugsweise
TAED, eingesetzt wird.
[0020] Diese Bleichaktivatoren werden vorzugsweise in Mengen bis 10 Gew.-%, insbesondere
0,1 Gew.-% bis 8 Gew.-%, besonders 2 bis 8 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 bis 6
Gew.-% oder 2 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Mittel, eingesetzt.
[0021] Werden anorganische Persalze und gegebenenfalls Bleichaktivatoren im erfindungsgemäßen
Mittel eingesetzt, so enthält das erfindungsgemäße Mittel vorzugsweise ebenfalls mindestens
einen Bleichkatalysator. Bei Bleichkatalysatoren handelt es sich um bleichverstärkende
Übergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetallkomplexe wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-,
Ru - oder Mo-Salenkomplexe oder -carbonylkomplexe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-,
V- und Cu-Komplexe mit N-haltigen Tripod-Liganden sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe
sind als Bleichkatalysatoren verwendbar.
[0022] Mit besonderem Vorzug werden Komplexe des Mangans in der Oxidationsstufe II, III,
IV oder IV eingesetzt, die vorzugsweise einen oder mehrere makrocyclische(n) Ligand(en)
mit den Donorfunktionen N, NR, PR, O und/oder S enthalten. Vorzugsweise werden Liganden
eingesetzt, die Stickstoff-Donorfunktionen aufweisen. Dabei ist es besonders bevorzugt,
Bleichkatalysator(en) in den erfindungsgemäßen Mitteln einzusetzen, welche als makromolekularen
Liganden 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan (Me-TACN), 1,4,7-Triazacyclononan
(TACN), 1,5,9-Trimethyl-1,5,9-triazacyclododecan (Me-TACD), 2-Methyl-1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan
(Me/Me-TACN) und/oder 2-Methyl-1,4,7-triazacyclononan (Me/TACN) enthalten. Geeignete
Mangankomplexe sind beispielsweise [Mn
III2(µ-O)
1(µ-OAc)
2(TACN)
2](ClO
4)
2, [Mn
IIIMn
IV(µ-O)
2(µ-OAc)
1(TACN)
2](BPh
4)
2, [Mn
IV4(µ-O)
6(TACN)
4](ClO
4)
4, [Mn
III2(µ-O)
1(µ-OAc)
2(Me-TACN)
2](ClO
4)
2, [Mn
IIIMn
IV(µ-O)
1(µ-OAc)
2(Me-TACN)
2](ClO
4)
3, [Mn
IV2(µ-O)
3(Me-TACN)
2](PF6)
2 und [Mn
IV2(µ-O)
3(Me/Me-TACN)
2](PF
6)
2 (OAc = OC(O)CH
3).
[0023] Werden anorganische Persalze und gegebenenfalls Bleichaktivatoren im erfindungsgemäßen
Mittel eingesetzt, so enthält das erfindungsgemäße Mittel vorzugsweise ebenfalls mindestens
einen Bleichkatalysator, vorzugsweise aus der Gruppe der Komplexe des Mangans mit
1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan (Me
3-TACN) oder 1,2,4,7-Tetramethyl-1,4,7-triazacyclononan (Me
4-TACN). Werden die vorgenannten bleichverstärkenden Übergangsmetallkomplexe eingesetzt,
so geschieht dies bevorzugt in üblichen Mengen, vorzugsweise in einer Menge bis zu
5 Gew.-%, insbesondere von 0,0025 Gew.-% bis 1 Gew.-% und besonders bevorzugt von
0,01 Gew.-% bis 0,30 Gew.-% oder 0,02 Gew.-% bis 0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
Gesamtgewicht der bleichkatalysatorhaltigen Mittel, eingesetzt. In speziellen Fällen
kann jedoch auch mehr Bleichkatalysator eingesetzt werden.
[0024] In speziellen Ausführungsformen enthält das erfindungsgemäße Mittel mindestens ein
anorganisches Persalz, bevorzugt ein Percarbonat, besonders bevorzugt Natriumpercarbonat,
mindestens einen Bleichaktivator, bevorzugt TAED, und mindestens einen Bleichkatalysator,
bevorzugt aus der Gruppe der Komplexe des Mangans mit 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan
(Me
3-TACN) oder 1,2,4,7-Tetramethyl-1,4,7-triazacyclononan (Me
4-TACN).
[0025] Organische Persäuren wie Alkylperoxysäuren, Arylperoxysäuren und Imidoperoxycarbonsäuren
können ebenfalls als Bleichmittel eingesetzt werden. Besonders Phthalimidoperoxycarbonsäuren
wie Phthalimidoperoxybutansäure und Phthalimidoperoxyhexansäure (PAP) sind hier zu
nennen. Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass in dem Mittel mindestens eine organische
Persäure, bevorzugt eine Phthalimidoperoxycarbonsäure, besonders bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure
(PAP) als Bleichmittel eingesetzt wird. Werden in dem erfindungsgemäßen Mittel ein
oder mehrere Phthalimidoperoxycarbonsäuren eingesetzt, so ist es bevorzugt, dass kein
Bleichaktivator und/oder kein Bleichkatalysator im erfindungsgemäßen Mittel eingesetzt
wird.
[0026] Es sind daher erfindungsgemäße Mittel bevorzugt, welche ein oder mehrere Phthalimidoperoxycarbonsäuren,
bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure, enthalten und bevorzugt keinen Bleichaktivator
und/oder kein Bleichkatalysator aufweisen.
[0027] Mittel, die keinen Bleichaktivator und/oder kein Bleichkatalysator aufweisen, sind
im Wesentlichen frei von diesen Substanzen. Dies bedeutet, dass die erfindungsgemäßen
Mittel Bleichaktivatoren in Mengen weniger 1 Gew.-%, vorzugsweise weniger 0,1 Gew.-%
enthalten, und/oder keinen bewusst zugesetzten Bleichaktivator enthalten und/oder
dass die erfindungsgemäßen Mittel Bleichkatalysatoren in Mengen weniger 0,01 Gew.-%,
vorzugsweise weniger 0,001 Gew.-% enthalten, und/oder keinen bewusst zugesetzten Bleichkatalysator
enthalten. Als Bleichaktivatoren bzw. Bleichkatalysatoren gelten alle Stoffe und Stoffklassen,
die im vorherigen als solche beschrieben wurden sowie alle weiteren, welche dem Fachmann
allgemein als solche bekannt sind.
[0028] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass in dem Mittel eine oder mehrere organische
Persäuren in Mengen von 5 bis 35 Gew.-%, bevorzugt von 8 bis 25 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 10 bis 17 Gew.-% bzw. von 12 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge
des Mittels, enthalten sind. Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes
Mittel, wobei in dem Mittel eine oder mehrere organische Persäuren in Mengen von 5
bis 35 Gew.-%, bevorzugt von 8 bis 25 Gew.-%, besonders bevorzugt von 10 bis 17 Gew.-%
bzw. von 12 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, enthalten sind.
[0029] Es ist außerdem erfindungsgemäß bevorzugt, dass in dem Mittel mindestens eine organische
Persäure, bevorzugt eine Phthalimidoperoxycarbonsäure, besonders bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure
(PAP) als Bleichmittel eingesetzt wird und dass in dem Mittel eine oder mehrere organische
Persäuren in Mengen von 5 bis 35 Gew.-%, bevorzugt von 8 bis 25 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 10 bis 17 Gew.-% bzw. von 12 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge
des Mittels, enthalten sind.
[0030] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei in
dem Mittel mindestens eine organische Persäure, bevorzugt eine Phthalimidoperoxycarbonsäure,
besonders bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure (PAP) als Bleichmittel eingesetzt
wird und dass in dem Mittel eine oder mehrere organische Persäuren in Mengen von 5
bis 35 Gew.-%, bevorzugt von 8 bis 25 Gew.-%, besonders bevorzugt von 10 bis 17 Gew.-%
bzw. von 12 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, enthalten sind.
[0031] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass in dem Mittel von 0,5 g/job bis 5,0 g/job,
bevorzugt von 0,9 g/job bis 4,0 g/job, besonders bevorzugt von 1,0 g/job bis 3,0 g/job
bzw. 2,0 g/job bis 3,5 g/job, des mindestens einen Bleichmittels, bevorzugt mindestens
einer organischen Persäure, ganz besonders bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure,
enthalten sind.
[0032] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei in
dem Mittel von 0,5 g/job bis 5,0 g/job, bevorzugt von 0,9 g/job bis 4,0 g/job, besonders
bevorzugt von 1,0 g/job bis 3,0 g/job bzw. 2,0 g/job bis 3,5 g/job, des mindestens
einen Bleichmittels, bevorzugt mindestens einer organischen Persäure, ganz besonders
bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure, enthalten sind.
[0033] Es ist außerdem erfindungsgemäß bevorzugt, dass in dem Mittel mindestens eine organische
Persäure, bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure (PAP) als Bleichmittel eingesetzt
wird und dass in dem Mittel eine oder mehrere organische Persäuren in bevorzugten
Mengen von 10 bis 17 Gew.-% bzw. von 12 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge
des Mittels, und/oder dass in dem Mittel bevorzugt von 1,0 g/job bis 3,0 g/job bzw.
von 2,0/job bis 3,5 g/job, des mindestens einen Bleichmittels, bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure,
enthalten sind.
[0034] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei in
dem Mittel mindestens eine organische Persäure, bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure
(PAP) als Bleichmittel eingesetzt wird und dass in dem Mittel eine oder mehrere organische
Persäuren in bevorzugten Mengen von 10 bis 17 Gew.-% bzw. von 12 bis 20 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtmenge des Mittels, und/oder dass in dem Mittel bevorzugt von 0,5 g/job
bis 5,0 g/job, bevorzugt von 0,9 g/job bis 4,0 g/job, besonders bevorzugt von 1,0
g/job bis 3,0 g/job bzw. 2,0 g/job bis 3,5 g/job, des mindestens einen Bleichmittels,
bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure, enthalten sind.
[0035] Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten mindestens einen ersten und mindestens einen
zweiten Gerüststoff. Als Gerüststoffe, die in dem Mittel enthalten sein können, sind
insbesondere Silikate, Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Carbonate, Phosphonate,
organische (Co)builder, wie beispielsweise Salze organischer Di- und Polycarbonsäuren,
Aminocarbonsäuren und/oder ihre Salze sowie Mischungen dieser Stoffe zu nennen.
[0036] Es können beispielsweise kristalline schichtförmige Silikate der allgemeinen Formel
NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O eingesetzt werden, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1,9
bis 22, vorzugsweise von 1,9 bis 4, wobei besonders bevorzugte Werte für x 2, 3 oder
4 sind, und y für eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht. Die kristallinen
schichtförmigen Silikate der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H2O werden beispielsweise von der Firma Clariant GmbH (Deutschland) unter dem
Handelsnamen Na-SKS vertrieben. Beispiele für diese Silikate sind Na-SKS-1 (Na
2Si
22O
45 · x H
2O, Kenyait), Na-SKS-2 (Na
2Si
14O
29 · x H
2O, Magadiit), Na-SKS-3 (Na
2Si
8O
17 · x H
2O) oder Na-SKS-4 (Na
2Si
4O
9 · x H
2O, Makatit). Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders geeignet sind kristalline
Schichtsilikate der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, in denen x für 2 steht. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate
Na
2Si
2O
5 · y H
2O sowie weiterhin vor allem Na-SKS-5 (α-Na
2Si
2O
5), Na-SKS-7 (β-Na
2Si
2O
5, Natrosilit), Na-SKS-9 (NaHSi
2O
5 · H
2O), Na-SKS-10 (NaHSi
2O
5 · 3 H
2O, Kanemit), Na-SKS-11 (t-Na
2Si
2O
5) und Na-SKS-13 (NaHSi
2O
5), insbesondere aber Na-SKS-6 (δ-Na
2Si
2O
5) bevorzugt.
[0037] Die Mittel können in verschiedenen Ausführungsformen einen Gewichtsanteil des kristallinen
schichtförmigen Silikats der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O von 0,1 bis 45 Gew.-% enthalten, bevorzugt von 1 bis 40 Gew.-% und insbesondere
von 5 bis 35 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht dieser Mittel. In verschiedenen
Ausführungsformen sind die Mittel frei von derartigen Silikaten.
[0038] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche vorzugsweise löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die
Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene
Weise, beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" verstanden, dass die Silikate bei Röntgenbeugungsexperimenten
keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für kristalline Substanzen typisch
sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung,
die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen, hervorrufen.
[0039] In verschiedenen Ausführungsformen können diese(s) Silikat(e), vorzugsweise Alkalisilikate,
besonders bevorzugt kristalline oder amorphe Alkalidisilikate, in den Mitteln in Mengen
von 3 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise von 8 bis 50 Gew.-% und insbesondere von 20 bis
40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des Mittels, enthalten sein. In anderen
Ausführungsformen sind die Mittel frei von diesen Silikaten.
[0040] Weitere mögliche Gerüststoffe sind die Alkaliträger. Als Alkaliträger gelten beispielsweise
Alkalimetallhydroxide, Alkalimetallcarbonate, Alkalimetallhydrogencarbonate, Alkalimetallsesquicarbonate,
die genannten Alkalisilikate, Alkalimetasilikate, und Mischungen der vorgenannten
Stoffe. Werden im erfindungsgemäßen Mittel Alkaliträger eingesetzt, so handelt es
sich bevorzugt um Alkalicarbonate, insbesondere Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat
oder Natriumsesquicarbonat. Aufgrund ihrer im Vergleich mit anderen Buildersubstanzen
geringen chemischen Kompatibilität mit den übrigen Inhaltsstoffen von maschinellen
Geschirrspülmitteln, werden die optionalen Alkalimetallhydroxide bevorzugt nur in
geringen Mengen, vorzugsweise in Mengen unterhalb 10 Gew.-%, bevorzugt unterhalb 6
Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 4 Gew.-% und insbesondere unterhalb 2 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, eingesetzt. Besonders bevorzugt
werden Mittel, welche bezogen auf ihr Gesamtgewicht weniger als 0,5 Gew.-% und insbesondere
keine Alkalimetallhydroxide enthalten.
[0041] In verschiedenen Ausführungsformen können Carbonat(e) und/oder Hydrogencarbonat(e),
vorzugsweise Alkalicarbonat(e), besonders bevorzugt Natriumcarbonat, in Mengen von
2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 40 Gew.-% und insbesondere von 7,5 bis 30
Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des Mittels eingesetzt werden. In anderen
Ausführungsformen sind die Mittel frei von diesen Alkaliträgern.
[0042] Die Mittel können als Gerüststoff auch Phosphonate enthalten, die erfindungsgemäß
nicht unter die Phosphate subsummiert werden. Als Phosphonat-Verbindung wird vorzugsweise
ein Hydroxyalkan- und/oder Aminoalkanphosphonat eingesetzt. Unter den Hydroxyalkanphosphonaten
ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer Bedeutung. Als Aminoalkanphosphonate
kommen vorzugsweise Ethylendiamin-tetramethylenphosphonat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat
(DTPMP) sowie deren höhere Homologe in Frage. Phosphonate können in den Mitteln in
Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,3 bis 8 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, enthalten sein.
[0043] Als organische Gerüststoffe sind insbesondere Polycarboxylate / Polycarbonsäuren,
polymere Polycarboxylate, Asparaginsäure, Polyacetale, Dextrine, weitere organische
Cobuilder sowie die bereits oben als Gerüststoffe genannten Phosphonate zu nennen.
[0044] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form der freien
Säure und/oder ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren
solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger
Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen.
Die freien Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft
einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren
und milderen pH-Wertes der Mittel. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.
[0045] Als besonders vorteilhaft für die Bleichwirkung hat sich der Einsatz von Citronensäure
und/oder Citraten im erfindungsmäßen Mittel erwiesen. Erfindungsgemäß bevorzugt werden
daher Mittel, die Citronensäure und/oder ein Salz der Citronensäure enthalten. Erfindungsgemäß
bevorzugt beträgt der Anteil an Citronensäure und/oder einem Salz der Citronensäure,
bezogen auf das gesamte Mittel, 10 bis 70 Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 65 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%.
[0046] Erfindungsgemäß bevorzugt beträgt die Menge an Citronensäure und/oder einem Salz
der Citronensäure 0,5 bis 15 g/job, bevorzugt 3 bis 10 g/job, besonders bevorzugt
4 bis 6 g/job bzw. 5 bis 7 g/job.
[0047] Eine weitere bedeutende Klasse der phosphatfreien Gerüststoffe stellen Aminocarbonsäuren
und/oder ihre Salze dar. Der Begriff "Aminocarbonsäure", wie hierin verwendet, bezeichnet
eine Aminosäure oder ein Derivat einer Aminosäure. Besonders bevorzugte Vertreter
der Klasse der Aminocarbonsäuren sind Methylglycindiessigsäure (MGDA) und/oder ihre
Salze sowie Glutamindiessigsäure (GLDA) und/oder ihre Salze, Ethylendiamindiessigsäure
und/oder ihre Salze (EDDS). Ebenfalls geeignet sind Iminodibernsteinsäure (IDS) und/oder
ihre Salze sowie Iminodiessigsäure (IDA) und/oder ihre Salze. Bei den Salzen einer
Aminocarbonsäure handelt es sich, im Kontext der vorliegenden Erfindung, um die Alkali-
und Erdalkalimetallsalze, vorzugsweise die Alkalimetallsalze, insbesondere die Natrium-
und Kaliumsalze einer Aminocarbonsäure.
[0048] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass mindestens eine Aminocarbonsäure und/oder
mindestens ein Salz einer Aminocarbonsäure im erfindungsgemäßen Mittel eingesetzt
wird. Besonders bevorzugt ist, dass MGDA und/oder deren Salze und/oder GLDA und/oder
deren Salze, ganz besonders bevorzugt MGDA und/oder deren Salze im erfindungsgemäßen
Mittel eingesetzt wird. Es sind daher erfindungsgemäße Mittel bevorzugt, welche mindestens
eine Aminocarbonsäure und/oder mindestens ein Salz einer Aminocarbonsäure, bevorzugt
Methylglycindiessigsäure und/oder deren Salze, ganz besonders bevorzugt das Trinatriumsalz
der Methylglycindiessigsäure, enthalten.
[0049] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass Aminocarbonsäuren und/oder ihre Salze in Mengen
von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 15 bis
25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen Mittel enthalten
sind. Es sind daher erfindungsgemäße Mittel bevorzugt, welche Aminocarbonsäuren und/oder
ihre Salze in Mengen von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 15 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen
Mittel enthalten.
[0050] Weiterhin ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass mindestens eine Aminocarbonsäure und/oder
mindestens ein Salz einer Aminocarbonsäure, bevorzugt Methylglycindiessigsäure und/oder
deren Salze, ganz besonders bevorzugt das Trinatriumsalz der Methylglycindiessigsäure,
in dem Mittel enthalten ist und dass diese Mittel Aminocarbonsäuren und/oder ihre
Salze in Mengen von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 15 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, enthalten.
[0051] Weiterhin sind erfindungsgemäße Mittel bevorzugt, welche mindestens eine Aminocarbonsäure
und/oder mindestens ein Salz einer Aminocarbonsäure, bevorzugt Methylglycindiessigsäure
und/oder deren Salze, ganz besonders bevorzugt das Trinatriumsalz der Methylglycindiessigsäure,
in Mengen von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 15 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, enthalten.
[0052] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass es sich bei dem ersten Gerüststoff um einen
Gerüststoff aus der Gruppe der Aminocarbonsäuren und/oder deren Salzen, bevorzugt
um Methylglycindiessigsäure und/oder ihre Salze, ganz besonders bevorzugt um das Trinatriumsalz
der Methylglycindiessigsäure, handelt und/oder dass es sich bei dem zweiten Gerüststoff
um einen Gerüststoff aus der Gruppe der Mono-, Di- und Tricarbonsäuren und/oder deren
Salzen, bevorzugt um Citronensäure und/oder ihre Salze, besonders bevorzugt um das
Trinatriumsalz der Citronensäure, handelt.
[0053] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei es
sich bei dem ersten Gerüststoff um einen Gerüststoff aus der Gruppe der Aminocarbonsäuren
und/oder deren Salzen, bevorzugt um Methylglycindiessigsäure und/oder ihre Salze,
ganz besonders bevorzugt um das Trinatriumsalz der Methylglycindiessigsäure, handelt
und/oder dass es sich bei dem zweiten Gerüststoff um einen Gerüststoff aus der Gruppe
der Mono-, Di- und Tricarbonsäuren und/oder deren Salzen, bevorzugt um Citronensäure
und/oder ihre Salze, besonders bevorzugt um das Trinatriumsalz der Citronensäure,
handelt.
[0054] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass der mindestens eine zweite Gerüststoff in
einer höheren Menge vorliegt als der mindestens eine erste Gerüststoff, besonders
bevorzugt ist, dass der mindestens eine erste Gerüststoff und der mindestens eine
zweite Gerüststoff in einem Mengenverhältnis von 1:1,2 bis 1:5, besonders bevorzugt
von 1:1,9 bis 1:3,5, ganz besonders bevorzugt von 1:2,2 bis 1:2,9, bezogen auf die
im erfindungsgemäßen Mittel vorhandene Masse an jeweiligem Gerüststoff, vorliegen.
[0055] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei der
mindestens eine zweite Gerüststoff in einer höheren Menge vorliegt als der mindestens
eine erste Gerüststoff, besonders bevorzugt ist, dass der mindestens eine erste Gerüststoff
und der mindestens eine zweite Gerüststoff in einem Mengenverhältnis von 1:1,2 bis
1:5, besonders bevorzugt von 1:1,9 bis 1:3,5, ganz besonders bevorzugt von 1:2,2 bis
1:2,9, bezogen auf die im erfindungsgemäßen Mittel vorhandene Masse an jeweiligem
Gerüststoff, vorliegen.
[0056] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass der erste mindestens eine Gerüststoff in Mengen
von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 15 bis
25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen Mittel enthalten
ist und/oder dass der zweite mindestens eine Gerüststoff in Mengen von 10 bis 70 Gew.-%,
besonders bevorzugt 30 bis 65 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen Mittel enthalten ist.
[0057] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei der
erste mindestens eine Gerüststoff in Mengen von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10
bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 15 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge
des Mittels, enthalten ist und/oder dass der zweite mindestens eine Gerüststoff in
Mengen von 10 bis 70 Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 65 Gew.-%, ganz besonders
bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, enthalten ist.
[0058] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass die Menge des ersten mindestens einem Gerüststoff
0,1 bis 10 g/job, bevorzugt 1 bis 4 g/job, besonders bevorzugt 2 bis 3,5 g/job, und/oder
die Menge des zweiten mindestens einem Gerüststoff 0,5 bis 15 g/job, bevorzugt 3 bis
10 g/job, besonders bevorzugt 4 bis 6 g/job bzw. 5 bis 7 g/job, beträgt.
[0059] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei die
Menge des ersten mindestens einem Gerüststoff 0,1 bis 10 g/job, bevorzugt 1 bis 4
g/job, besonders bevorzugt 2 bis 3,5 g/job, und/oder die Menge des zweiten mindestens
einem Gerüststoff 0,5 bis 15 g/job, bevorzugt 3 bis 10 g/job, besonders bevorzugt
4 bis 6 g/job bzw. 5 bis 7 g/job beträgt.
[0060] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass der mindestens eine zweite Gerüststoff in
einer höheren Menge vorliegt als der mindestens eine erste Gerüststoff, besonders
bevorzugt ist, dass der mindestens eine erste Gerüststoff und der mindestens eine
zweite Gerüststoff in einem Mengenverhältnis von 1:1,2 bis 1:5, besonders bevorzugt
von 1:1,9 bis 1:3,5, ganz besonders bevorzugt von 1:2,2 bis 1:2,9 vorliegen und/oder
dass der erste mindestens eine Gerüststoff in Mengen von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt
von 10 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 15 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge
des Mittels, im erfindungsgemäßen Mittel enthalten ist und/oder dass der zweite mindestens
eine Gerüststoff in Mengen von 10 bis 70 Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 65 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels,
im erfindungsgemäßen Mittel enthalten ist und/oder dass die Menge des ersten mindestens
einem Gerüststoff 0,1 bis 10 g/job, bevorzugt 1 bis 4 g/job, besonders bevorzugt 2
bis 3,5 g/job, und/oder die Menge des zweiten mindestens einem Gerüststoff 0,5 bis
15 g/job, bevorzugt 3 bis 10 g/job, besonders bevorzugt 4 bis 6 g/job bzw. 5 bis 7
g/job, beträgt.
[0061] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei der
mindestens eine zweite Gerüststoff in einer höheren Menge vorliegt als der mindestens
eine erste Gerüststoff, besonders bevorzugt ist, dass der mindestens eine erste Gerüststoff
und der mindestens eine zweite Gerüststoff in einem Mengenverhältnis von 1:1,2 bis
1:5, besonders bevorzugt von 1:1,9 bis 1:3,5, ganz besonders bevorzugt von 1:2,2 bis
1:2,9 vorliegen und/oder dass der erste mindestens eine Gerüststoff in Mengen von
5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 15 bis 25
Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen Mittel enthalten
ist und/oder dass der zweite mindestens eine Gerüststoff in Mengen von 10 bis 70 Gew.-%,
besonders bevorzugt 30 bis 65 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen Mittel enthalten ist und/oder
dass die Menge des ersten mindestens einem Gerüststoff 0,1 bis 10 g/job, bevorzugt
1 bis 4 g/job, besonders bevorzugt 2 bis 3,5 g/job, und/oder die Menge des zweiten
mindestens einem Gerüststoff 0,5 bis 15 g/job, bevorzugt 3 bis 10 g/job, besonders
bevorzugt 4 bis 6 g/job bzw. 5 bis 7 g/job, beträgt.
[0062] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass in dem Mittel insgesamt von 2 bis 20 g/job,
bevorzugt von 5 bis 15 g/job, besonders bevorzugt von 6 bis 10 g/job Gerüststoffe
vorliegen.
[0063] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei in
dem Mittel insgesamt von 2 bis 20 g/job, bevorzugt von 5 bis 15 g/job, besonders bevorzugt
von 6 bis 10 g/job Gerüststoffe vorliegen.
[0064] Ein möglicher weiterer bevorzugter Gegenstand ist ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei
in dem Mittel mindestens eine organische Persäure, bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure
(PAP), als Bleichmittel eingesetzt wird und diese Persäure in bevorzugten Mengen von
10 bis 17 Gew.-% bzw. von 12 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels,
enthalten ist und/oder wobei der mindestens eine zweite Gerüststoff in einer höheren
Menge vorliegt als der mindestens eine erste Gerüststoff, besonders bevorzugt, dass
der mindestens eine erste Gerüststoff und der mindestens eine zweite Gerüststoff in
einem Mengenverhältnis von 1:1,2 bis 1:5, ganz besonders bevorzugt von 1:1,9 bis 1:3,5,
insbesondere bevorzugt von 1:2,2 bis 1:2,9 vorliegen und/oder dass der erste mindestens
eine Gerüststoff in Mengen von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 15 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen
Mittel enthalten ist und/oder dass der zweite mindestens eine Gerüststoff in Mengen
von 10 bis 70 Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 65 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt
40 bis 60 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels, im erfindungsgemäßen Mittel
enthalten ist.
[0065] Ein möglicher weiterer bevorzugter Gegenstand ist ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei
in dem Mittel mindestens eine organische Persäure, bevorzugt Phthalimidoperoxyhexansäure
(PAP), als Bleichmittel eingesetzt wird und diese Persäure in bevorzugten Mengen von
1,0 g/job bis 3,0 g/job bzw. von 2,0 g/job bis 3,5 g/job enthalten ist und/oder dass
die Menge des ersten mindestens einem Gerüststoff 0,1 bis 10 g/job, bevorzugt 1 bis
4 g/job, besonders bevorzugt 2 bis 3,5 g/job, beträgt und/oder die Menge des zweiten
mindestens einem Gerüststoff 0,5 bis 15 g/job, bevorzugt 3 bis 10 g/job, besonders
bevorzugt 4 bis 6 g/job bzw. 5 bis 7 g/job, beträgt.
[0066] Ein weiterer Gegenstand ist außerdem die Verwendung von mindestens einem ersten Gerüststoff
und mindestens einem zweiten Gerüststoff, bevorzugt im Verhältnis von 1:1,2 bis 1:5,
besonders bevorzugt von 1:1,9 bis 1:3,5, ganz besonders bevorzugt von 1:2,2 bis 1:2,9,
bezogen auf die Masse der Gerüststoffe, zusammen mit einem Bleichmittel zur Entfernung
von bleichbaren Anschmutzungen.
[0067] Die im Kontext mit den erfindungsgemäßen Mitteln beschriebenen Ausführungsformen
sind ohne Weiteres auch auf die erfindungsgemäßen Verfahren und Verwendungen übertragbar
und umgekehrt.
[0068] In Reinigungsmitteln sind üblicherweise Tenside enthalten, um die Reinigungsleistung
der Mittel zu verbessern. Es kann sich bei Tensiden beispielsweise um anionische,
kationische, amphotere und/oder nichtionische Tenside handeln.
[0069] Das erfindungsgemäße Mittel enthält kein nichtionisches Tensid; dies bedeutet, dass
die erfindungsgemäßen Mittel nichtionisches Tensid in Mengen weniger 1 Gew.-%, vorzugsweise
weniger 0,1 Gew.-% enthalten, und/oder kein bewusst zugesetztes nichtionisches Tensid
enthalten. Als nichtionische Tenside gelten Tenside, die keine dissoziierbaren funktionellen
Gruppen enthalten. Hierzu zählen beispielsweise Alkylglykoside, Aminoxide, Polyhydroxyfettsäureamide,
Aminalkoxylate, Sorbitanester, schwach schäumende nichtionisch Tenside wie alkoxylierte
Alkohole, alkoxylierte Fettsäurealkylester, endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierte)
Alkohole, Hydroxymischether und endgruppenverschlossene Hydroxymischether, wobei diese
Aufzählung nicht abschließend ist.
[0070] Geeignete amphotere Tenside oder Amphotenside sind beispielsweise Betaine der Formel
(R
iii)(R
iv)(R
v)N
+CH
2COO
-, in der R
iii einen gegebenenfalls durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochenen Alkylrest
mit 8 bis 25, vorzugsweise 10 bis 21 Kohlenstoffatomen und R
iv sowie R
v gleichartige oder verschiedene Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeuten,
insbesondere C
10-C
18-Alkyl-dimethylcarboxymethylbetain und C
11-C
17-Alkylamido propyl-dimethylcarboxymethylbetain.
[0071] Geeignete kationische Tenside oder Kationtenside sind u.a. die quartären Ammoniumverbindungen
der Formel (R
vi)(R
vii)(R
viii)(R
ix)N
+ X
-, in der R
vi bis R
ix für vier gleich- oder verschiedenartige, insbesondere zwei lang- und zwei kurzkettige,
Alkylreste und X
- für ein Anion, insbesondere ein Halogenidion, stehen, beispielsweise Didecyl-dimethyl-ammoniumchlorid,
Alkylbenzyl-didecyl-ammoniumchlorid und deren Mischungen. Weitere geeignete kationische
Tenside sind die quaternären oberflächenaktiven Verbindungen, insbesondere mit einer
Sulfonium-, Phosphonium-, Jodonium- oder Arsoniumgruppe, die auch als antimikrobielle
Wirkstoffe bekannt sind. Durch den Einsatz von quaternären oberflächenaktiven Verbindungen
mit antimikrobieller Wirkung kann das Mittel mit einer antimikrobiellen Wirkung ausgestaltet
werden bzw. dessen gegebenenfalls aufgrund anderer Inhaltsstoffe bereits vorhandene
antimikrobielle Wirkung verbessert werden.
[0072] Das erfindungsgemäße Mittel kann kationische und/oder amphotere Tenside enthalten.
Es ist hingegen erfindungsgemäß bevorzugt, dass das Mittel kein kationisches und/oder
amphoteres Tensid enthält, dies bedeutet, dass die erfindungsgemäßen Mittel bevorzugt
kationisches und/oder amphoteres Tensid in Mengen weniger 1 Gew.-%, vorzugsweise weniger
0,1 Gew.-% enthalten, und/oder kein bewusst zugesetztes kationisches und/oder amphoteres
Tensid enthalten.
[0073] Als anionische Tenside eignen sich in den Geschirrspülmitteln alle anionischen oberflächenaktiven
Stoffe. Diese sind gekennzeichnet durch eine wasserlöslich machende, anionische Gruppe
wie z. B. eine Carboxylat-, Sulfat- oder Sulfonat-Gruppe und eine lipophile Alkylgruppe
mit etwa 8 bis 30 C-Atomen. Zusätzlich können im Molekül Glykol- oder Polyglykolether-Gruppen,
Ester-, Ether- und Amidgruppen sowie Hydroxylgruppen enthalten sein. Geeignete anionische
Tenside liegen vorzugsweise in Form der Natrium-, Kalium- und Ammonium- sowie der
Mono-, Di- und Trialkanolammoniumsalze mit 2 bis 4 C-Atomen in der Alkanolgruppe vor.
[0074] Bevorzugte anionische Tenside sind Alkylsulfate, Alkylpolyglykolethersulfate und
Ethercarbonsäuren mit 10 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe und bis zu 12 Glykolethergruppen
im Molekül.
[0075] Die Geschirrspülmittel können daher in verschiedenen Ausführungsformen ein oder mehrere
Tenside der Formel R
4-O-(AO)
n-SO
3- X
+ enthalten.
[0076] In dieser Formel steht R
4 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest, vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest,
besonders bevorzugt für einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R
1 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-,
Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen,
wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte
Reste R
1 sind abgeleitet von C
12-C
18-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder von C
10-C
20-Oxoalkoholen.
[0077] AO steht für eine Ethylenoxid- (EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung, vorzugsweise
für eine Ethylenoxidgruppierung. Der Index n steht für eine ganze Zahl von 1 bis 50,
vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 2 bis 10. Ganz besonders bevorzugt
steht n für die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. X steht für ein einwertiges Kation
oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen
und darunter Na
+ oder K
+, wobei Na
+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen X
+ können ausgewählt sein aus NH4
+, ½ Zn
2+,½ Mg
2+,½ Ca
2+,½ Mn
2+, und deren Mischungen.
[0078] Besonders bevorzugte anionische Tenside werden ausgewählt aus Fettalkoholethersulfaten
der Formel

mit k = 11 bis 19, n = 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. Ganz besonders bevorzugte Vertreter
sind Na-C
12-14 Fettalkoholethersulfate mit 2 EO (k = 11-13, n = 2).
[0079] Die Mittel können ein oder mehrere Tenside der Formel R
5-A-SO
3- Y
+ enthalten.
[0080] In dieser Formel steht R
5 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkyl-,
Aryl- oder Alkylarylrest und die Gruppierung -A- für -O- oder eine chemische Bindung.
In anderen Worten lassen sich durch die vorstehende Formel Sulfat- (A = O) oder Sulfonat-
(A = chemische Bindung) -tenside beschreiben. In Abhängigkeit von der Wahl der Gruppierung
A sind bestimmte Reste R
5 bevorzugt. Bei den Sulfattensiden (A = O) steht R
5 vorzugsweise für einen linearen, unsubstituierten Alkylrest, besonders bevorzugt
für einen Fettalkoholrest. Bevorzugte Reste R
5 sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-,
Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen,
wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte
Reste R
5 sind abgeleitet von C
12-C
18-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder von C
10-C
20-Oxoalkoholen. Y steht für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen
Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen und darunter Na
+ oder K
+, wobei Na
+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen Y+ können ausgewählt sein aus NH4
+, ½ Zn
2+,½ Mg
2+,½ Ca
2+,½ Mn
2+, und deren Mischungen.
[0081] Solche besonders bevorzugten Tenside sind ausgewählt aus Fettalkoholsulfaten der
Formel

mit k = 11 bis 19. Ganz besonders bevorzugte Vertreter sind Na-C
12-14 Fettalkoholsulfate (k = 11-13).
[0082] Bei den Sulfonattensiden (A = chemische Bindung) steht R
5 vorzugsweise für einen linearen oder verzweigten unsubstituierten Alkylarylrest.
Auch hier steht X für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen
Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen und darunter Na
+ oder K
+, wobei Na
+ äußerst bevorzugt ist. Weitere Kationen X+ können ausgewählt sein aus NH4
+, ½ Zn
2+, ½ Mg
2+, ½ Ca
2+, ½ Mn
2+, und deren Mischungen. Solche Tenside können ausgewählt sein aus linearen oder verzweigten
Alkylbenzolsulfonaten.
[0083] Das erfindungsgemäße Mittel kann anionische Tenside enthalten. Es ist erfindungsgemäß
bevorzugt, dass das Mittel nicht mehr als 10 Gew.-%, bevorzugt nicht mehr als 5 Gew.-%
an anionischem Tensid, bezogen auf die Gesamtmenge der Zusammensetzung, enthält. Es
ist gleichermaßen möglich, dass die erfindungsgemäßen Mittel kein anionisches Tensid
enthalten, dies bedeutet, dass die erfindungsgemäßen Mittel bevorzugt anionisches
Tensid in Mengen weniger 1 Gew.-%, vorzugsweise weniger 0,1 Gew.-% enthalten, und/oder
kein bewusst zugesetztes anionisches Tensid enthalten.
[0084] Zur Steigerung der Wasch-, beziehungsweise Reinigungsleistung von Wasch- oder Reinigungsmitteln
sind Enzyme einsetzbar. Hierzu gehören insbesondere Proteasen, Amylasen, Lipasen,
Hemicellulasen, Cellulasen, Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen, sowie vorzugsweise
deren Gemische. Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von
den natürlichen Molekülen stehen für den Einsatz in Wasch- oder Reinigungsmitteln
verbesserte Varianten zur Verfügung, die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden.
Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten Enzyme vorzugsweise in Gesamtmengen von 1 x
10
-6 bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe
bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren bestimmt
werden.
[0085] Es ist bevorzugt, dass das erfindungsgemäße Mittel keine Enzyme enthält. Dies bedeutet,
dass die erfindungsgemäßen Mittel Enzyme bevorzugt in Mengen weniger 0,001 Gew.-%,
vorzugsweise weniger 0,0001 Gew.-% enthalten, und/oder keine bewusst zugesetzten Enzyme
enthalten.
[0086] Auf Grund der Möglichkeit des einfachen Dosierens und Einbringens in eine Geschirrspülmaschine
sind vorkonfektionierte Einmaldosierungen von Maschinengeschirrspülmittel bei Verbrauchern
beliebt. Auch für reinigungskraftverstärkende Hilfsprodukte zum maschinellen Geschirrspülen
können die genannten Vorteile zum Tragen kommen, da auf diese Weise eine Mindestmenge
an Wirkstoffen zum Einsatz kommen kann und zufriedenstellende Ergebnisse erhalten
werden können.
[0087] Aus diesem Grund ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass das Mittel als Einmaldosierung
vorkonfektioniert ist und das Mittel weiterhin bevorzugt in einer wasserlöslichen,
wasserunlöslichen oder wasserdispergierbaren Umhüllung, bevorzugt in einer wasserunlöslichen
Umhüllung, vorliegt. Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes
Mittel, wobei das Mittel als Einmaldosierung vorkonfektioniert ist und das Mittel
weiterhin bevorzugt in einer wasserlöslichen, wasserunlöslichen oder wasserdispergierbaren
Umhüllung, bevorzugt in einer wasserunlöslichen Umhüllung, vorliegt.
[0088] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass vorkonfektionierte Einmaldosierungen das erfindungsgemäße
Mittel in Mengen von 6 g bis 25 g, bevorzugt von 8 g bis 17 g, besonders bevorzugt
von 9 g bis 14 g enthalten.
[0089] Ein möglicher weiterer Gegenstand ist daher ein erfindungsgemäßes Mittel, wobei das
Mittel als Einmaldosierung vorkonfektioniert ist und die vorkonfektionierte Einmaldosierung
das erfindungsgemäße Mittel in Mengen von 6 g bis 25 g, bevorzugt von 8 g bis 17 g,
besonders bevorzugt von 9 g bis 14 g enthält.
[0090] Eine Einmaldosierung kann derart gestaltet sein, dass das erfindungsgemäße Mittel
in einer Umhüllung vorliegt. Diese Umhüllung kann wasserdurchlässig sein oder erst
durch ein Auflösen oder Dispergieren des Umhüllungsmaterials wasserdurchlässig werden.
Es kann sich bei dem Umhüllungsmaterial um ein wasserlösliches, wasserunlösliches
oder wasserdispergierbares Material handeln. Bevorzugt handelt es sich bei dem Umhüllungsmaterial
um ein wasserunlösliches oder wasserlösliches Material, besonders bevorzugt um ein
wasserunlösliches Material.
[0091] Eine wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise aus einem wasserlöslichen Folienmaterial,
welches ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Polymeren oder Polymergemischen,
gebildet. Die Umhüllung kann aus einer oder aus zwei oder mehr Lagen aus dem wasserlöslichen
Folienmaterial gebildet werden. Das wasserlösliche Folienmaterial der ersten Lage
und der weiteren Lagen, falls vorhanden, kann gleich oder unterschiedlich sein.
[0092] Es ist bevorzugt, dass eine wasserlösliche Umhüllung Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthält. Wasserlösliche Umhüllungen, die Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthalten, weisen eine gute Stabilität bei einer ausreichend hohen Wasserlöslichkeit,
insbesondere Kaltwasserlöslichkeit, auf.
[0093] Geeignete wasserlösliche Folien zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung basieren
bevorzugt auf einem Polyvinylalkohol oder einem Polyvinylalkoholcopolymer, dessen
Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis 1.000.000 gmol
-1, vorzugsweise von 20.000 bis 500.000 gmol
-1, besonders bevorzugt von 30.000 bis 100.000 gmol
-1 und insbesondere von 40.000 bis 80.000 gmol
-1 liegt.
[0094] Die Herstellung von Polyvinylalkohol geschieht üblicherweise durch Hydrolyse von
Polyvinylacetat, da der direkte Syntheseweg nicht möglich ist. Ähnliches gilt für
Polyvinylalkoholcopolymere, die aus entsprechend aus Polyvinylacetatcopolymeren hergestellt
werden. Bevorzugt ist, wenn wenigstens eine Lage einer wasserlöslichen Umhüllung einen
Polyvinylalkohol umfasst, dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis
90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-% ausmacht.
[0095] In einer bevorzugten Ausführungsform besteht eine wasserlösliche Verpackung zu mindestens
20 Gew.-%, besonders bevorzugt zu mindestens 40 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt zu
mindestens 60 Gew.-% und insbesondere zu mindestens 80 Gew.-% aus einem Polyvinylalkohol,
dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis 90 Mol-%, besonders bevorzugt
81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-%, beträgt.
[0096] Einem zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung geeignetem Polyvinylalkohol-enthaltendem
Folienmaterial kann zusätzlich ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend (Meth)Acrylsäure-haltige
(Co)Polymere, Polyacrylamide, Oxazolin-Polymere, Polystyrolsulfonate, Polyurethane,
Polyester, Polyether, Polymilchsäure oder Mischungen der vorstehenden Polymere zugesetzt
sein. Ein bevorzugtes zusätzliches Polymer sind Polymilchsäuren.
[0097] Bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol Dicarbonsäuren
als weitere Monomere. Geeignete Dicarbonsäure sind Itaconsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure
und Mischungen daraus, wobei Itaconsäure bevorzugt ist. Ebenfalls bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere
umfassen neben Vinylalkohol eine ethylenisch ungesättige Carbonsäure, deren Salz oder
deren Ester. Besonders bevorzugt enthalten solche Polyvinylalkoholcopolymere neben
Vinylalkohol Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylsäureester, Methacrylsäureester oder
Mischungen daraus.
[0098] Es kann bevorzugt sein, dass ein Folienmaterial weitere Zusatzstoffe enthält. Das
Folienmaterial kann beispielsweise Weichmacher wie Dipropylenglycol, Ethylenglycol,
Diethylenglycol, Propylenglycol, Glyzerin, Sorbitol, Mannitol oder Mischungen daraus
enthalten. Weitere Zusatzstoffe umfassen beispielsweise Freisetzungshilfen, Füllmittel,
Vernetzungsmittel, Tenside, Antioxidationsmittel, UV-Absorber, Antiblockmittel, Antiklebemittel
oder Mischungen daraus.
[0099] Geeignete wasserlösliche Folien zum Einsatz in den wasserlöslichen Umhüllungen der
möglichen wasserlöslichen Verpackungen gemäß der Erfindung sind Folien, die von der
Firma MonoSol LLC beispielsweise unter der Bezeichnung M8720, M8630, M8312, M8440,
M7062, C8400 oder M8900 vertrieben werden. Weiter geeignet sind Folien, welche unter
der Bezeichnung SH2601, SH2504, SH2707 oder SH2701 von Nippon Gohsei vertrieben werden.
Andere geeignete Folien umfassen Folien mit der Bezeichnung Solublon® PT, Solublon®
GA, Solublon® KC oder Solublon® KL von der Aicello Chemical Europe GmbH oder die Folien
VF-HP von Kuraray.
[0100] Eine wasserlösliche Umhüllung weist bevorzugt zumindest teilweise einen Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000, insbesondere solche ausgewählt aus
Chininsulfat (Bitterwert = 10.000), Naringin (Bitterwert = 10.000), Saccharoseoctaacetat
(Bitterwert = 100.000), Chininhydrochlorid und Mischungen daraus auf. Insbesondere
ist die äußere Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung zumindest teilweise mit einem
Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 beschichtet. In diesem
Zusammenhang ist es insbesondere zu bevorzugen, dass die wasserlösliche Umhüllung
zu mindestens 50 %, vorzugsweise zu mindestens 75 % und ganz besonders bevorzugt mindestens
90 % mit dem Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 beschichtet
ist. Das Aufbringen des Bitterstoffs mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
kann beispielsweise mittels Bedruckung, Besprühens oder Bestreichung erfolgen.
[0101] Eine wasserlösliche Umhüllung weist bevorzugt mindestens eine kontinuierlich umlaufende
Siegelnaht auf, die im Wesentlichen in einer Ebene liegt. Dies ist prozesstechnisch
günstig, da für eine umlaufende Siegelnaht, welche im Wesentlichen in einer Ebene
liegt, nur ein einziger Versiegelschritt, ggf. unter Benutzung nur eines einzigen
Siegelwerkzeug, notwendig ist. Eine kontinuierlich umlaufende Siegelnaht führt zu
einem besseren Verschluss gegenüber solchen Umhüllungen mit mehreren Siegelnähten
und einer hervorragenden Dichtigkeit der Siegelnaht und damit der Umhüllung selbst.
Austreten von Produkt aus der Umhüllung, z.B. auf die Oberfläche der Portion wäre
nachteilig, da der Konsument dann mit dem Produkt in Kontakt käme. Genau dies soll
aber mit portionierten Reinigungsmitteln mit einer wasserlöslichen Umhüllung möglichst
vermieden werden.
[0102] Eine wasserlösliche Umhüllung kann bevorzugt aus mindestens 2 Verpackungsteilen hergestellt
werden. Bevorzugt können die mindestens zwei Verpackungsteile wasserlöslich sein,
damit in der Geschirrspülmaschine keine Verpackungsteile zurückbleiben, die dann zu
Problemen in der Geschirrspülmaschine führen können. Dabei ist es nicht notwendig,
dass die mindestens zwei Verpackungsteile unterschiedlich sind. Sie können bevorzugt
aus dem gleichen Material und auf die gleiche Art und Weise hergestellt sein. In einer
bevorzugten Ausführungsform handelt es sich dabei um zwei Teile einer wasserlöslichen
Folie, insbesondere um zwei Teile einer wasserlöslichen Folie gleicher Zusammensetzung.
[0103] In einer weiteren Ausführungsform können die mindestens zwei Verpackungsteile aus
unterschiedlichem Material, z.B. aus unterschiedlichen Folien oder aus Material mit
zwei unterschiedlichen Eigenschaften (z.B. warm- und kaltwasserlösliche Folie) hergestellt
sein. In dieser Ausführungsform ist es bevorzugt, dass eine wasserlösliche Folie und
ein anderes Verpackungsteil, welches durch Spritzguss hergestellt wurde, kombiniert
werden.
[0104] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst eine wasserlösliche Umhüllung
mindestens eine zumindest teilweise plastisch verformte Folie. Insbesondere kann diese
plastische Verformung der Folie durch dem Fachmann bekannte Methoden wie Tiefziehen
(mit und ohne Anlegen eines Vakuums), Blas- oder Stempelformen hergestellt werden.
Insbesondere umfasst eine wasserlösliche Umhüllung mindestens eine zumindest teilweise
plastisch verformte Folie, die durch Tiefziehen hergestellt wurde.
[0105] Bevorzugt handelt es sich bei dem Umhüllungsmaterial um ein Material, welches derart
beschaffen ist, dass es auch in der Spülflotte aller üblichen Spülgänge einer automatischen
Geschirrspülmaschine unlöslich ist und durchlässig für Wasser und die flüssigen bzw.
gelösten Bestandteile der Spülflotten aller üblichen Spülgänge einer automatischen
Geschirrspülmaschine ist.
[0106] Eine mindestens teilweise wasserunlösliche Umhüllung weist vor und nach dem Reinigungszyklus
bevorzugt die gleiche äußere Form auf. Eine mindestens teilweise wasserunlösliche
Umhüllung lässt sich nach dem Reinigungszyklus bevorzugt durch den Verbraucher so
aus der Maschine entfernen, dass die Umhüllung durch das Entfernen nicht in mehrere
Teile zerfällt.
[0107] Die wasserunlöslichen/nicht-wasserlöslichen Umhüllungen können einen oder mehrere
gewebte(n) oder nicht-gewebte(n) Stoff(e) aufweisen.
[0108] Gewebte Stoffe können beispielsweise Stoffe in Leinwand-, Tuch- und Köper- oder auch
in Atlas- oder Satin-Bindung sein. Nicht-gewebte Stoffe können beispielsweise gewirkte
oder gestrickte Stoffe oder Vliesstoff(e) sein. Bevorzugte Stoffe im Rahmen dieser
Erfindung sind gewebte Stoffe und/oder Vliesstoffe, besonders bevorzugt Vliesstoffe.
[0109] Diese Stoffe wiederrum können natürliche und/oder synthetische Fasern enthalten.
Natürliche Fasern können beispielsweise pflanzliche oder tierische Fasen wie Baumwolle,
Leinen, Flachs, Nesselfasen oder Wolle sein. Synthetische Fasern können beispielsweise
Chemiefasen aus natürlichen Polymeren, aus synthetischen Polymeren und aus Nichtpolymeren
sein. Aus natürlichen Polymeren wie beispielsweise Cellulose können synthetische Fasern,
wie beispielsweise Viskosefasern, hergestellt werden. Fasern mit Cellulose-Ursprung
können demnach natürliche und/oder synthetische Fasern sein. Aus synthetischen Polymeren
können beispielsweise Polyester-, Polypropylen-, Polyethylen- oder Polyamid-Fasern
hergestellt sein. Chemiefasern aus Nichtpolymeren sind beispielsweise Edelstahlfasern.
[0110] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass Cellulose-artige Fasern, wie Leinen, Baumwolle
und/oder Viskose und/oder Fasern basierend auf synthetischen Polymeren wie Polypropylen,
Polyethylen, anderen Polyolefinen, Polyamid oder Polyester in wasserunlöslichen Umhüllungen
enthalten sind. Es ist weiterhin erfindungsgemäß bevorzugt, dass die wasserunlösliche
Umhüllung einen Vliesstoff enthaltend Cellulose-artige Fasern, wie Leinen, Baumwolle
und/oder Viskose und/oder Fasern basierend auf synthetischen Polymeren wie Polypropylen,
Polyethylen, anderen Polyolefinen, Polyamid oder Polyester aufweist.
[0111] Vliesstoffe können weitere Faserarten, beispielsweise Zellstofffasern, enthalten.
Vliesstoffe können auf verschiedene Arten hergestellt werden, unter anderem durch
"spun-laid"- oder "wet-laid"-Verfahren. Die erhaltenen Vliesstoffe unterschieden sich
unter anderem in der Länge der enthaltenen Fasern. Es ist bevorzugt, dass die Vliesstoffe,
die durch "wet-laid"-Verfahren erhalten werden, Fasern der Länge von 2 mm bis 5 mm
aufweisen, und/oder dass die Vliesstoffe, die durch "spun-laid"-Verfahren erhalten
werden, Fasern der Länge von 30 mm bis 50 mm aufweisen. Vliesstoffe können durch chemische,
thermische und/oder mechanische Bindung eine höhere Festigkeit erlangen. Unter einer
chemischen Bindung versteht man beispielsweise das Aufbringen eines Bindemittels,
bevorzugt eines synthetischen Bindemittels. Fasern aus thermoplastischen Materialien
können durch Erwärmen miteinander und/oder mit nicht-thermoplastischen Fasern verbunden
werden, was als thermische Bindung bezeichnet wird. Bei einer mechanischen Bindung
erfolgt die Verfestigung des Vlieses durch eine Verflechtung der einzelnen Fasern
durch Reibung, beispielsweise durch Nadelstanzen.
[0112] Erfindungsgemäß ist der Einsatz von Vliesstoffen bevorzugt, welche Viskosefasern
aufweisen und/oder durch "wet-laid"-Verfahren hergestellt und/oder einer chemischen
Bindung unterzogen wurden.
[0113] Das Umhüllmaterial kann einen Stoff aufweisen, welcher einseitig oder beidseitig
eine Beschichtung aufweist. Diese Beschichtung kann auf der einen Seite und/oder den
Seiten teilweise oder vollständig vorhanden sein. Die Beschichtung kann ein oder mehrere
wasserlösliche und/oder wasserunlösliche Materialien enthalten. Bevorzugt weist eine
Beschichtung wasserunlösliche Materialien auf. Beispielsweise kann der Stoff mit einem
wasserunlöslichen Polymer beschichtet sein, bevorzugt mit einem thermoplastischen
Polymer, beispielsweise mit Polyethylen.
[0114] Die Beschichtung kann dazu verwendet werden, zwei oder mehrere Lagen des Stoffes
miteinander zu verbinden. Dabei ist es möglich, dass die Verbindung von zwei oder
mehr Lagen nur an einigen Stellen oder Gebieten erfolgt, beispielsweise durch Erhitzen
und Zusammenpressen einiger Stellen oder Gebiete der gegebenenfalls mindestens teilweise
beschichteten Stofflagen. Zwei oder mehr Stofflagen können sowohl durch das Stapeln
von zwei oder mehreren Stoffstücken gleicher und/oder unterschiedlicher Größe zu zwei
oder mehr Stofflagen als auch durch das Umschlagen oder Umfalten eines Stoffstücks
zu zwei oder mehr Stofflagen entstehen. Auf diese Weise können durch die teilweise
Verbindung von zwei oder mehr Stofflagen Schläuche und/oder Kammern und/oder ähnliche
weitere Gebilde entstehen.
[0115] Das Umhüllmaterial kann derart verarbeitet werden, dass eine oder mehrere Kammern
geformt werden, welche über mindestens eine verbliebene Öffnung mit dem erfindungsgemäßen
Mittel befüllt werden können. Nach einer Befüllung der einen Kammer oder nach der
Befüllung mehrerer Kammern kann die mindestens eine verbliebene Öffnung verschlossen
werden, beispielsweise durch die Verbindung von zwei oder mehr Stofflagen wie zuvor
beschrieben.
[0116] Das Formen, Befüllen und Verschließen von Kammern kann beispielsweise mit Hilfe von
Schlauchbeutelfüllanlagen und/oder ähnlichen Apparaturen erfolgen.
[0117] Werden zwei oder mehrere Kammern einer vorkonfektionierten Dosiereinheit durch das
Umhüllmaterial geformt, so ist es möglich, dass das erfindungsgemäße Mittel in diesen
Kammern nicht gleich verteilt vorliegt. Es ist möglich, die unterschiedlichen Inhaltsstoffe
des erfindungsgemäßen Mittels in den unterschiedlichen Kammern voneinander zu trennen.
So wäre es beispielsweise möglich, den mindestens einen ersten Gerüststoff und den
mindestens einen zweiten Gerüststoff in eine Kammer und das mindestens eine Bleichmittel
in eine weitere Kammer einzubringen. Ähnlich wäre es möglich, den mindestens einen
ersten Gerüststoff oder den mindestens einen zweiten Gerüststoff und das mindestens
eine Bleichmittel ein eine Kammer und den jeweils anderen mindestens einen Gerüststoff
in eine weitere Kammer einzubringen.
[0118] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass die vorkonfektionierte Dosiereinheit eine
oder zwei Kammern, bevorzugt eine Kammer, aufweist, wobei die Kammer(n) durch das
Umhüllmaterial geformt wird/werden. Weiterhin ist es bevorzugt, dass das erfindungsgemäße
Mittel in einer Kammer der vorkonfektionierten Dosiereinheit vorliegt.
[0119] Das Mittel und/oder die vorkonfektionierte Dosiereinheit kann weitere Wirkstoffe
enthalten, die für das maschinelle Geschirrspülen eingesetzt werden können und dort
gegebenenfalls einen Vorteil erzeugen. Diese Wirkstoffe können beispielsweise in der
Umhüllung vorliegen. Beispielsweise können "color catcher" Funktionen zur Verhinderung
von Farbübertragungen, Farbstoffe, Parfüm und/oder weitere Wirkstoffe im Mittel selbst
oder in der Umhüllung vorhanden sein.
[0120] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zur Herstellung
einer vorkonfektionierten Dosiereinheit enthaltend das beanspruchte Mittel enthaltend
die Schritte
- i) Ausformung einer oder mehrerer Kammer(n) mit Hilfe des Umhüllmaterials
- ii) Einbringen eines mindestens einen ersten Gerüststoffs, eines mindestens einen
zweiten Gerüststoffs und mindestens eines Bleichmittels in mindestens eine der Kammern
aus i)
- iii) Verschließen der befüllten Kammer(n).
[0121] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zur Entfernung
von bleichbaren Anschmutzungen enthaltend die Schritte
- i) Beladen der Geschirrspülmaschine mit Geschirr, welches wenigstens teilweise bleichbare
Anschmutzungen aufweist,
- ii) Platzieren eines erfindungsgemäßen Mittels im Innenraum der Geschirrspülmaschine,
- iii) Dosieren eines herkömmlichen Maschinengeschirrspülmittels in flüssiger und/oder
fester Form in die entsprechende Kammer und/oder den Innenraum der Geschirrspülmaschine
- iv) Durchführen eines Reinigungszyklus in der Geschirrspülmaschine.
Übliche Reinigungszyklen in maschinellen Geschirrspülverfahren können einen oder mehrere
Vorspülgänge aufweisen und weisen einen oder mehrere Reinigungsgänge, bevorzugt einen
Reinigungsgang, sowie einen oder mehrere Klarspülgänge, bevorzugt einen Klarspülgang,
auf.
[0122] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass in dem Verfahren zur Entfernung von bleichbaren
Anschmutzungen im Reinigungszyklus mindestens ein Spülgang durchgeführt wird, in welchem
die Spülflotte mindestens zeitweise eine Temperatur von mindestens 40 °C, bevorzugt
mindestens 45 °C, besonders bevorzugt mindestens 50 °C, aufweist. Bei diesem Spülgang
handelt es sich bevorzugt um den Reinigungsgang.
[0123] Die im Kontext mit den erfindungsgemäßen Mitteln beschriebenen Ausführungsformen
sind ohne Weiteres auch auf die erfindungsgemäßen Verfahren und Verwendungen übertragbar
und umgekehrt.
Ausführungsbeispiele:
[0124] Die Reinigungsleistung auf bleichbaren Teeanschmutzungen wurde in einer Geschirrspülmaschine
(2015 Miele GSL030) bei einer Wasserhärte von 21 °dH in Gegenwart von Ballastschmutz
(SÖFW, 142 (06/2016), 34 ff) im Reinigungszyklus R55° 5'8'20 KL 65° geprüft.
[0125] Anschließend erfolgte eine visuelle Bewertung der Teebeläge in den verwendeten Tassen
(10 = anschmutzungsfrei, 1 = sehr starke Anschmutzung).
[0126] Es wurden die folgenden Mittel verwendet:
- V1:
- ein handelsübliches flüssiges Maschinengeschirrspülmittel ohne Bleichmittel, Bleichaktivator
und/oder Bleichkatalysator
- E1:
- V1 + Reinigungskraftverstärker B1
- E2:
- V1 + Reinigungskraftverstärker B2
- E3:
- V1 + Reinigungskraftverstärker B3
[0127] Die Reinigungskraftverstärker B wurden im Besteckkorb platziert, das flüssige Maschinengeschirrspülmittel
wurde über die Dosierkammer eingebracht.
[0128] Alle Mengenangaben in mL (flüssiger Reiniger) bzw. g (Inhaltsstoffe der Reinigungskraftverstärker
B)
| |
V1 |
E1 |
E2 |
E3 |
| flüssiges Maschinengeschirrspülmittel |
28 mL |
28 mL |
28 mL |
28 mL |
| |
- |
B1 |
B2 |
B3 |
| MGDA |
|
2,28 |
2,28 |
3,04 |
| Citrat |
|
6 |
6 |
6 |
| PAP fest (70%) |
|
3 |
1,5 |
4 |
| Reinigungsergebnisse |
| Assam |
3,2 |
9 |
5,5 |
10 |
| Broken |
3 |
9,8 |
6,8 |
10 |
[0129] Die Versuche ergeben, dass die erfindungsgemäßen Mittel zu einer deutlich verbesserten
Reinigungsleistung auf bleichbaren Anschmutzungen führen.
[0130] Dabei wurden die Reinigungskraftverstärker zum einen in einer wasserunlöslichen und
zum anderen in einer wasserlöslichen Umhüllung eingesetzt, die Art der Umhüllung hatte
keinen Einfluss auf das Reinigungsergebnis.