[0001] Die Erfindung betrifft eine Rosettenvorrichtung einer ein Griffteil für eine Tür-
oder ein Fenster umfassenden Griffgarnitur, mit einem gegen einen Tür- oder Fensterflügel
montierbaren Unterkonstruktionsteil, in welches das Griffteil im Montagezustand eingreift,
und vorzugsweise mit einer das Unterkonstruktionsteil überfangenden Abdeckrosette,
und mit einem innerhalb des Unterkonstruktionsteils aufgenommenen Hochhaltefedermechanismus
zur Kraftbeaufschlagung und Rückstellung des Griffteils in eine nicht betätigte Ausgangsposition,
wobei innerhalb des Unterkonstruktionsteils ein von einem Vierkantstab zur Betätigung
eines Schlossriegels verschiedenes Drehkopplungsteil zur Übertragung der Drehstellung
des Griffteils auf ein Stellorgan des Hochhaltefedermechanismus vorgesehen ist.
[0002] Derartige Rosettenvorrichtungen mit einem
Hochhaltefedermechanismus sind in großer Anzahl vorbekannt.
Typischerweise baut der innerhalb des
Unterkonstruktionsteils untergebrachte
Hochhaltefedermechanismus sehr komplex und ist herstellerseitig endmontiert in dem
Unterkonstruktionsteil aufgenommen. Es gibt Bauformen, bei denen eine Drehfeder verbaut
ist, die einen Hals des Griffteils in Umfangsrichtung umgibt und einenends mit dem
Drehkopplungsteil und anderenends mit dem Unterkonstruktionsteil fixiert ist, um die
Rückstellkraft bei Betätigung des Griffteils aufzubauen und bei Loslassen des Griffteils
zu dessen Rückstellung auszuüben.
EP 2 034 109 B1 umfasst einen in einem Unterkonstruktionsteil einer Rosettenvorrichtung realisierten
und komplex bauenden Hochhaltefedermechanismus mit vier Schraubendruckfedern, die
sich unter Zwischenordnung eines schwimmend gelagerten Wippenteils gegen ein Drehkopplungsteil
abstützen und je nach Drehrichtung des Griffteils und damit des Drehkopplungsteils
komprimiert werden. Der Hochhaltefedermechanismus baut vielteilig; eine Ausstattung
bei der Montage vor Ort ist nicht vorgesehen und wohl auch nicht möglich.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rosettenvorrichtung der
eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass sie weniger komplex baut und
sich daher als kostengünstiger erweist und insbesondere eine Montage oder Nachrüstung
oder Reparatur eines Hochhaltefedermechanismus gestattet.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Rosettenvorrichtung der genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Stellorgan des Hochhaltefedermechanismus von einem in das
Unterkonstruktionsteil einsetzbaren Blattfederteil gebildet ist, welches sich unter
Federvorspannung stehend einerseits mit einem ersten Abstützabschnitt nach innen gegen
das Drehkopplungsteil und andererseits mit einem zweiten Abstützabschnitt unmittelbar
oder mittelbar gegen das Unterkonstruktionsteil oder durch das Unterkonstruktionsteil
hindurch gegen die Abdeckrosette abstützt. Beispielsweise bei Rosettenvorrichtungen
mit einem lang gestreckten Unterkonstruktionsteil können Einlegeteile in dem Unterkonstruktionsteil
verwendet werden, gegen die sich das Blattfederteil dann abstützen kann. Ebenso ist
es denkbar, dass bei dem Unterkonstruktionsteil nach innen ausgeklinkte und umgebogene
Stege gebildet werden, gegen die sich das Blattfederteil abstützen kann. Auch wäre
es denkbar, dass sich das Blattfederteil mit seinem zweiten Abstützabschnitt gegen
eine Schraubenführungshülse an dem Unterkonstruktionsteil oder direkt gegen eine das
Unterkonstruktionsteil durchgreifende Schraube abstützt. Weiter wäre es denkbar, dass
das Blattfederteil mit seinem zweiten Abstützabschnitt durch das Unterkonstruktionsteil
nach außen greift und sich dann gegen die optionale Abdeckrosette abstützt.
[0005] Durch Ausbildung des Stellorgans in Form eines Blattfederteils lässt sich ein sehr
einfach bauender Hochhaltefedermechanismus realisieren, der weniger komplex baut als
bekannte Ausführungen und der mit wenigen Handgriffen montierbar ist. Ein geeignet
ausgebildetes Blattfederteil lässt sich naturgemäß durch Druck von zwei einander gegenüberliegenden
Seiten zusammendrücken, wodurch seine Abmessung in dieser Richtung reduziert wird.
Es lässt sich so auf viel einfachere Weise innerhalb des Unterkonstruktionsteils in
einer bestimmungsgemäßen Montagestellung anordnen und einsetzen, als dies bei Drehfedern
der Fall ist, deren Spannung und Arretierung regelmäßig schwierig ist. Auch die Montage
unter Verwendung von vier Schraubendruckfedern gemäß
EP 2 034 109 B1 gestaltet sich aufwändiger.
[0006] Das Blattfederteil ist dabei derart ausgebildet und anordenbar bzw. angeordnet, dass
es bei Verdrehung des Griffteils bzw. des Drehkopplungsteils und damit einhergehender
Verformung des Blattfederteils eine Rückstellkraft auf das Drehkopplungsteil und damit
auf das Griffteil auszuüben vermag.
[0007] Es erweist sich auch als vorteilhaft, wenn das Blattfederteil so ausgebildet ist,
dass es im zusammengedrückten Zustand in das Unterkonstruktionsteil einklipsbar ist,
ohne dass Komponenten des vormontierten Unterkonstruktionsteils hierfür demontiert
und im Anschluss montiert werden müssten.
[0008] Es erweist sich weiter als vorteilhaft, wenn sich das Blattfederteil mit seinem zweiten
Abstützabschnitt gegen eine Innenwandung des Unterkonstruktionsteils abstützt. Auf
diese Weise müssen keine weiteren Lagerkomponenten verwendet werden und die Innenwandung
des Unterkonstruktionsteils bildet somit eine Gegenlagerung für das Blattfederteil
und kann den radial äußeren Abstützabschnitt in einer bestimmungsgemäßen Montagelage
halten. Wie oben aber bereits zum Ausdruck gebracht ist es ebenso denkbar und für
einzelne Situationen vorteilhaft, wenn sich das Blattfederteil mit seinem zweiten
Abstützabschnitt gegen ein weiteres Einlegeteil oder gegen nach innen vorstehende
Vorsprünge, insbesondere ausgeklinkte Stege, des Unterkonstruktionsteils abstützt.
[0009] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn der radial innere Abstützabschnitt des
Blattfederteils im Kontaktbereich zum Drehkopplungsteil eben ausgebildet ist. Hiermit
können im Zusammenwirken mit dem Drehkopplungsteil eine oder mehrere stabile Positionen
des Griffteils definiert werden.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform erweist sich als vorteilhaft, dass das Blattfederteil
leporelloförmig verlaufende streifenförmige Abschnitte aufweist. Hierdurch kann auf
zweckmäßige Weise eine Federfunktion realisiert werden. Die Breite der streifenförmigen
Abschnitte erstreckt sich dabei in Tiefenrichtung, also orthogonal zur Montageebene
oder Ebene des Tür- oder Fensterflügels.
[0011] Weiter erweist sich als vorteilhaft, wenn das Blattfederteil wabenbildend angeordnete
streifenförmige Abschnitte aufweist. Diese streifenförmigen Abschnitte begrenzen also
in der Montageebene oder Ebene parallel zu dem Tür- oder Fensterflügel in einer Umfangsrichtung
durchgehend solche Waben. Eine lichte Öffnungsfläche dieser Waben erstreckt sich somit
parallel zu der Montageebene oder Ebene des Tür- oder Fensterflügels. Hierdurch lässt
sich einerseits eine ausladende Erstreckung des Blattfederteils in der Montageebene
oder Ebene parallel zu dem Tür- oder Fensterflügel und andererseits eine elastische
Komprimierbarkeit des Blattfederteils realisieren. Hierdurch kann eine hohe Rückstellkraft
des Blattfederteils erzielt werden, und zwar bei sehr geringer Bauhöhe in Tiefenrichtung,
also axialer Richtung, der Rosettenvorrichtung und des Unterkonstruktionsteils, welches
den Hochhaltefedermechanismus aufnimmt.
[0012] Die Bauhöhe der Rosettenvorrichtung in Tiefenrichtung beträgt mit Abdeckrosette bei
allen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung höchstens 11,0 mm,
insbesondere höchstens 10,0 mm, und vorzugsweise höchstens 9,0 mm. Die Bauhöhe des
Unterkonstruktionsteils beträgt in Tiefenrichtung höchstens 9,5 mm, insbesondere höchstens
8,5 mm, insbesondere höchstens 8,0 mm und vorzugsweise höchstens 7,5 mm.
[0013] Es erweist sich auch als vorteilhaft, wenn das Blattfederteil eine Durchgangsöffnung
zum Durchtritt von Halteelementen, insbesondere Schrauben, zur Befestigung des Unterkonstruktionsteils
gegen den Tür- oder Fensterflügel aufweist. Eine solche Durchgangsöffnung lässt bei
einem wabenförmig ausgebildeten Blattfederteil ohne weiteres realisieren.
[0014] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn die wabenbildend angeordneten streifenförmigen
Abschnitte bei dem Blattfederteil parallelogrammförmige, und/oder rautenförmige und/oder
kreisförmige Waben bilden oder begrenzen.
[0015] Zur weiteren Lagefixierung des Blattfederteils kann es sich als vorteilhaft erweisen,
wenn der zweite Abstützabschnitt mit einem nach außen vorstehenden Vorsprung formschlüssig
mit dem Unterkonstruktionsteil in Eingriff bringbar ist.
[0016] Weiter kann vorgesehen sein, dass der zweite Abstützabschnitt oder ein Vorsprung
an dem zweiten Abstützabschnitt des Blattfederteils durch das Unterkonstruktionsteil
nach außen hindurchgreift und dort formschlüssig oder klemmschlüssig mit der Abdeckrosette
zusammenwirkt.
[0017] Es wird weiter vorgeschlagen, dass das Blattfederteil ein Metallteil oder ein Kunststoffteil,
insbesondere ein Kunststoffspritzgussteil ist, und insbesondere einstückig hergestellt
und ausgebildet ist, oder dass das Blattfederteil ein Metall/Kunststoffverbundteil
ist.
[0018] Es wäre denkbar, dass eine erfindungsgemäße Rosettenvorrichtung mit einem einzigen
Blattfederteil ausgebildet wird. Demgegenüber kann eine gleichmäßigere Belastung der
Komponenten und eine höhere Rückstellkraft erzielt werden, wenn das Stellorgan des
Hochhaltefedermechanismus zwei solche Blattfederteile umfasst, die auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Drehkopplungsteils angeordnet sind, insbesondere in der verbauten Situation
oberhalb bzw. unterhalb des Drehkopplungsteils angeordnet sind.
[0019] Insbesondere erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Hochhaltefedermechanismus
aus dem Drehkopplungsteil und dem einen Blattfederteil oder aus dem Drehkopplungsteil
und den beiden Blattfederteilen bestehend ausgebildet ist.
[0020] Es wird weiter vorgeschlagen, dass das Drehkopplungsteil so ausgebildet ist, dass
es einen Hals des Griffteils in Umfangsrichtung umgeben kann und drehfest, jedoch
vorzugsweise lösbar mit dem Hals des Griffteils verbindbar ist. Vorzugsweise ist das
Drehkopplungsteil durch Aufschieben auf den Hals des Griffteils unmittelbar drehfest
mit dem Griffteil gekoppelt.
[0021] Hierfür erweist es sich als vorteilhaft, dass das Drehkopplungsteil in Form einer
gerollten oder tiefgezogenen Buchse oder Bundbuchse oder als Druckgussteil oder als
Kunststoffspritzgussteil jeweils mit oder ohne Bund oder Flansch ausgebildet ist.
Weiter kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn das Drehkopplungsteil mehrteilig,
insbesondere zweiteilig, ausgebildet ist, und insbesondere einen buchsenförmigen Teil
und einen flanschförmigen Teil umfasst. Wenn das Drehkopplungsteil einen Bund oder
Flansch aufweist, so dient dieser vorteilhafterweise dazu, das Blattfederteil axial
zu begrenzen bzw. gegen Herausfallen aus dem Unterkonstruktionsteil zu sichern. Der
Bund oder Flansch kann hierbei auch von einem weiteren an das Drehkopplungsteil mittelbar
oder unmittelbar angrenzenden Bauteil, insbesondere einer Ringsscheibe gebildet sein.
Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Drehkopplungsteil mit einem nach
radial innen vorstehenden Ansatz ausgebildet ist, damit es mit diesem Ansatz in eine
in Längsrichtung des Halses des Griffteils erstreckte Ausnehmung, insbesondere einen
Schlitz, eingreifen kann und dabei eine drehfeste Kopplung mit dem Hals bildet. Es
wäre insbesondere auch denkbar, dass der Hals des Griffteils eine Außenverzahnung
aufweist, in welche das Drehkopplungsteil mit einer Innenverzahnung eingreift.
[0022] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Drehkopplungsteil einen mit dem
ersten Abstützabschnitt des Blattfederteils zusammenwirkenden Kraftübertragungsabschnitt
aufweist, welcher bei Verdrehung des Drehkopplungsteils eine das Blattfederteil weiter
zusammendrückende Kraft in das Blattfederteil einleitet. Hierbei erweist es sich als
vorteilhaft, dass der Kraftübertragungsabschnitt eine nockenbahnartige Stützfläche
bildet, gegen welche der Abstützabschnitt des Blattfederteils abstützbar ist, und
dass die Stützfläche und der Abstützabschnitt des Blattfederteils bei Verdrehen des
Drehkopplungsteils gegeneinander gleiten. Diese Stützfläche kann abschnittsweise im
Wesentlichen eben ausgebildet und erstreckt sein. Hierdurch können im Zusammenwirken
mit einem zumindest abschnittsweise ebenen ersten Abstützabschnitt bei dem Blattfederteil
eine oder mehrere stabile Drehpositionen des Griffteils definiert werden.
[0023] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Stützfläche
bei dem Drehkopplungsteil in einer Umfangsrichtung umlaufend ausgebildet ist und in
Aufsicht ein Quadrat oder Rechteck mit verrundeten Ecken begrenzt. Dies eröffnet nämlich
die Möglichkeit, dass das Griffteil zusammen mit dem Drehkopplungsteils um 360° drehbar
in dem Unterkonstruktionsteil aufgenommen werden kann, wobei vorzugsweise die Positionen
0°, 90°, 180°, 270° eine jeweilige stabile Position bilden, die unter Vermittlung
des Blattfederteils eingenommen wird. In dieser jeweiligen stabilen Version erweist
sich dann als vorteilhaft, wenn der erste Abstützabschnitt des Blattfederteils und
der Kraftübertragungsabschnitt des Drehkopplungsteils insbesondere in einer unbetätigten
Stellung des Griffteils flächenhaft gegeneinander anlegbar sind, also mit ebenen Flächenabschnitten
gegeneinander anlegbar sind. Wie schon erwähnt können hierdurch eine oder mehrere
stabile Drehpositionen des Griffteils definiert werden.
[0024] Als ganz besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn angrenzend an das Drehkopplungsteil
ein kreisringförmiger Flanschabschnitt vorgesehen ist oder dass das Drehkopplungsteil
einen eine axiale Stirnseite bildenden kreisringförmigen Flanschabschnitt aufweist,
welcher eine axiale Sicherung für das Blattfederteil bildet. Der kreisringförmige
Flanschabschnitt kann eine axiale Dicke von vorzugsweise < 2 mm, insbesondere < 1,5
mm, vorzugsweise < 1 mm, aufweisen.
[0025] Der Flanschabschnitt kann in eine flächenhafte seitliche Vertiefung bei dem Blattfederteil
eingreifen. Hierdurch ist das Blattfederteil zusätzlich in einer radialen Ebene (bezüglich
der axialen Richtung) lagestabilisiert. Diese flächenhafte seitliche Vertiefung ist
vorzugsweise komplementär zu dem Flanschabschnitt ausgebildet. Somit kann das Blattfederteil
zumindest in einer nicht betätigten Ausgangsposition des Griffteils in eine wohldefinierte
Position gebracht werden.
[0026] Eine einfache Montage des Drehkopplungsteils wird erreicht, wenn das Drehkopplungsteil
auf den in das Unterkonstruktionsteil hinein erstreckten Hals des Griffteils in Längsrichtung
des Halses aufschiebbar ist und mittels eines Sicherungsorgans, insbesondere eines
Sicherungsrings im aufgeschobenen Zustand unverlierbar, jedoch vorzugsweise lösbar
anordenbar ist. Vorzugsweise ist das Drehkopplungsteil durch Aufschieben auf den Hals
des Griffteils bereits unmittelbar drehfest mit dem Griffteil gekoppelt.
[0027] Als ganz besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn das Blattfederteil in das Unterkonstruktionsteil
einklipsbar ist, wenn sich das Drehkopplungsteil in einer bestimmungsgemäßen Montagesituation
am in das Unterkonstruktionsteil hineinerstreckten Hals des Griffteils befindet, indem
das Blattfederteil parallel zu einer Montageebene des Unterkonstruktionsteils am Tür-
oder Fensterflügel zusammengedrückt und dann in das Unterkonstruktionsteil eingesetzt
und losgelassen wird. Eine derartige Ausbildung ermöglicht die Nachrüstung eines Hochhaltefedermechanismus
bei einer Rosettenvorrichtung bei der Montage der Rosettenvorrichtung bzw. der Griffgarnitur
vor Ort an einem Türflügel oder Fensterflügel.
[0028] Da sich das Stellorgan in Form des Blattfederteils bei der erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung
gegen das Drehkopplungsteil verschieblich abstützt, so dass gewissermaßen eine Art
Nockenbahnführung oder Nockenbetätigung realisiert ist, lässt sich die Rosettenvorrichtung
in besonders vorteilhafter und bevorzugter Weise so ausbilden, dass das Griffteil
um 360° drehbar in der Rosettenvorrichtung und dem Unterkonstruktionsteil angeordnet
ist. Dabei definieren die Positionen 0° (=360°), 90°, 180°, 270° bevorzugte sich selbst
mittels des Hochhaltefedermechanismus stabilisierende Positionen des Griffteils.
[0029] Des Weiteren wird Schutz beansprucht für ein Stellorgan als Zubehörteil oder Nachrüstteil
zur Realisierung eines Hochhaltefedermechanismus bei einer Rosettenvorrichtung einer
ein Griffteil für eine Tür- oder ein Fenster umfassenden Griffgarnitur, mit einem
gegen einen Tür- oder Fensterflügel montierbaren Unterkonstruktionsteil, und vorzugsweise
mit einer das Unterkonstruktionsteil überfangenden Abdeckrosette, wobei das Drehkopplungsteil
am Hals des Griffteils drehfest angeordnet ist oder anordenbar ist zur Übertragung
der Drehstellung des Griffteils auf das Stellorgan, wobei das Stellorgan von einem
in das Unterkonstruktionsteil einklipsbaren Blattfederteil gebildet ist, welches sich
einerseits mit einem ersten Abstützabschnitt nach innen gegen das Drehkopplungsteil
und andererseits mit einem zweiten Abstützabschnitt nach außen gegen das Unterkonstruktionsteil
abstützt. Das Blattfederteil ist vorzugsweise so wie vorausgehend im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung beschrieben beansprucht ausgebildet.
[0030] Des Weiteren wird Schutz beansprucht für eine Anordnung (Array) oder Sachgesamtheit
aus einem Stellorgan und ein mit diesem zusammenwirkendes Drehkopplungsteil, beide
als Zubehörteil oder Nachrüstteil zur Realisierung eines Hochhaltefedermechanismus
bei einer Rosettenvorrichtung einer ein Griffteil für eine Tür- oder ein Fenster umfassenden
Griffgarnitur, mit einem gegen einen Tür- oder Fensterflügel montierbaren Unterkonstruktionsteil,
und vorzugsweise mit einer das Unterkonstruktionsteil überfangenden Abdeckrosette,
wobei das Drehkopplungsteil am Hals des Griffteils drehfest angeordnet ist oder anordenbar
ist zur Übertragung der Drehstellung des Griffteils auf das Stellorgan, wobei das
Stellorgan von einem in das Unterkonstruktionsteil einklipsbaren Blattfederteil gebildet
ist, welches sich einerseits mit einem ersten Abstützabschnitt nach innen gegen das
Drehkopplungsteil und andererseits mit einem zweiten Abstützabschnitt nach außen gegen
das Unterkonstruktionsteil oder durch das Unterkonstruktionsteil hindurch gegen die
Abdeckrosette abstützt. Das Blattfederteil ist vorzugsweise so wie vorausgehend im
Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung beschrieben beansprucht
ausgebildet.
[0031] Weiter wird Schutz beansprucht für eine Griffgarnitur mit einer erfindungsgemäßen
Rosettenvorrichtung.
[0032] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen und aus der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
der Erfindung.
[0033] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische explosionsartige Darstellung der Komponenten einer Griffgarnitur
mit einer erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung;
- Figur 2
- eine Ansicht der zusammengesetzten Griffgarnitur nach Figur 1;
- Figuren 3a, b
- eine perspektivische Ansicht (Vorderseite, Rückseite) des Blattfederteils der Rosettenvorrichtung
nach Figuren 1 und 2;
- Figuren 4a, b
- zwei perspektivische Ansichten des Drehkopplungsteils;
- Figuren 5a, b
- eine perspektivische explosionsartige Darstellung der Komponenten einer weiteren Griffgarnitur
mit einer erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung; und
- Figuren 6a, b
- eine Ansicht einer Griffgarnitur mit einer Betrachtungsebene, welche die Funktionsweise
des Hochhaltefedermechanismus, nämlich das Zusammenwirken des Drehkopplungsteils mit
dem betreffenden Blattfederteil, verdeutlicht.
[0034] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnete Griffgarnitur,
die ein Griffteil 4 und eine mehrteilige Rosettenvorrichtung 6 umfasst. Die Rosettenvorrichtung
6 ihrerseits umfasst ein Unterkonstruktionsteil 8, innerhalb dessen ein noch im Einzelnen
zu beschreibender Hochhaltefedermechanismus 10 untergebracht ist, und eine Abdeckrosette
12.
Für die Montage der Griffgarnitur 2 wird die Abdeckrosette 12 ausgehend von dem in
Figur 2 dargestellten vorbereiteten Zustand der Griffgarnitur in axialer Richtung
14 von dem Unterkonstruktionsteil 8 abgezogen und dann um 90° verdreht, so dass Montageöffnungen
16 für Schrauben in dem Unterkonstruktionsteil 8 zugänglich werden und das Unterkonstruktionsteil
8 mitsamt den darin montierten Komponenten an einem Tür- oder Fensterflügel in an
sich bekannter Weise montiert werden kann. Dabei kann das Griffteil 4 auf einen durch
den Schlosskasten hindurchgeführten Vierkantstift aufgeschoben sein, der in den Figuren
nicht dargestellt ist und auch nicht zu dem Hochhaltefedermechanismus 10 gehört, oder
ein solcher Vierkantstift kann im Anschluss eingesteckt werden und dient in bekannter
Weise zur Betätigung eines Schlossriegels.
[0035] Das Griffteil 4, welches in Form eines Drehknaufs oder eines Drückers ausgebildet
sein kann, umfasst einen manuell greifbaren Abschnitt 18 und einen sich durch die
Abdeckrosette 12 hindurch in das Unterkonstruktionsteil 8 hineinerstreckenden Hals
20. Bei der Betätigung des Griffteils 4 wird der Hals 20 konzentrisch bezüglich der
axialen Richtung 14 verdreht. Bezüglich dieses in das Unterkonstruktionsteil 8 hineinerstreckten
Halses 20 des Griffteils 4 sind die Komponenten des Hochhaltefedermechanismus 10 montiert
bzw. angeordnet.
[0036] Der Hochhaltefedermechanismus 10 der erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung 6 besteht
im Wesentlichen aus einem Drehkopplungsteil 22 und beispielhaft zwei Stellorganen
24, die erfindungsgemäß als ein jeweiliges Blattfederteil 26, 28 ausgebildet sind.
[0037] Das Drehkopplungsteil 22 ist beispielhaft als metallisches Druckgussteil 30 ausgebildet.
Es bildet die Form einer Bundbuchse 32. Radial innen ist das Drehkopplungsteil 22
innenzylindrisch ausgebildet, wobei es beispielhaft zwei nach radial innen vorstehende
Ansätze 34 aufweist. Diese Ansätze 34 sind derart angeordnet, dass sie in je eine
in axialer Richtung 14 erstreckte schlitzförmige Ausnehmung 36 im Hals 20 des Griffteils
4 eingreifen, wenn sie in axialer Richtung 14 auf den Hals 20 des Griffteils 4 aufgeschoben
werden. Hierdurch wird eine drehfeste Verbindung zwischen dem Drehkopplungsteil 22
und dem Hals 20 des Griffteils 4 erreicht.
[0038] Eine Wandung 38 des innenzylindrischen Teils des Drehkopplungsteils 22, also des
Buchsenteils, bildet radial außen einen Kraftübertragungsabschnitt 40, der beispielhaft
und vorzugsweise eine abschnittsweise ebene Stützfläche 42 für das noch zu beschreibende
Stellorgan 24 bildet.
[0039] Ein Bund 44 des als Bundbuchse 32 ausgebildeten Drehkopplungsteils 22 ist in Form
eines kreisringförmigen Flanschabschnitts 46 ausgebildet und bildet eine dem Stellorgan
24 zugewandte axiale Stirnseite 48. Dieser Bund 44 könnte auch als separate Ringscheibe
49 ausgebildet sein, so wie dies in Figur 1 zusätzlich dargestellt ist (unterhalb
des Drehkopplungsteils 22).
[0040] Die zwei Blattfederteile 26, 28, welche das hier beispielhaft zweiteilige Stellorgan
24 des Hochhaltefedermechanismus 10 bilden, sind wie folgt ausgebildet: Ein jeweiliges
Blattfederteil 26, 28 umfasst einen ersten Abstützabschnitt 50, mit dem es nach innen
gegen das Drehkopplungsteil 22 abstützbar ist. Es umfasst einen zweiten Abstützabschnitt
52, mit dem es nach außen gegen das Unterkonstruktionsteil 8 mittelbar oder unmittelbar
abstützbar ist. Zwischen diesen Abstützabschnitten 50, 52 erstrecken sich streifenförmige
Abschnitte 54, welche dem Blattfederteil 26, 28 eine offene, elastisch zusammendrückbare
Blattfederstruktur verleihen. Die streifenförmigen Abschnitte 54 sind hierbei in vorteilhafter
Weise wabenbildend angeordnet. Im beispielhaft dargestellten Fall begrenzen streifenförmige
Abschnitte 54 eine parallelogrammförmige Wabe 56 und eine kreisförmige Wabe 58 und
eine im weitesten Sinne bogenförmig gekrümmte langgestreckte Wabe 60.
[0041] Das jeweilige Blattfederteil 26, 28 ist so ausgebildet, dass es sich entlang einer
Richtung 62 orthogonal zur axialen Richtung 14 in Richtung der in Figur 3b dargestellten
Doppelpfeile 64 zusammendrücken lässt. Durch derartiges Zusammendrücken lässt sich
das Blattfederteil 26, 28 in das Unterkonstruktionsteil 8 einklipsen, wenn bereits
das Drehkopplungsteil 22 in seiner Montageposition am Hals 20 des Griffteils 4 fixiert
ist, was sich als besonders vorteilhaft erweist und eine Nachrüstung bzw. Reparatur
des Hochhaltefedermechanismus 10 ermöglicht.
[0042] Wenn sich das Blattfederteil 26, 28 in der in Figur 2 dargestellten Montageposition
befindet, so stützt es sich mit seinem ersten Abstützabschnitt 50 im beispielhaft
und bevorzugt dargestellten Fall flächenhaft auf der ebenen Stützfläche 42 des Drehkopplungsteils
22 ab. Anderenends stützt es sich mit seinem zweiten Abstützabschnitt 52 gegen eine
Innenwandung des Unterkonstruktionsteils 8 ab. Es weist in diesem Bereich auch noch
einen nach außen vorstehenden Vorsprung 66 auf, der aber nicht obligatorisch ist,
um eine formschlüssige Anordnung quer zur Richtung 62 gegenüber dem Unterkonstruktionsteil
8 zu realisieren, bei dem eine entsprechend angeordnete und ausgebildete Ausnehmung
68 vorgesehen ist.
[0043] Wenn das Griffteil 4 betätigt wird, so wird sein Hals 20 und damit das Drehkopplungsteil
22 bezüglich der axialen Richtung 14 verdreht. Somit wird auch der Kraftübertragungsabschnitt
40 und dessen ebene Stützfläche 42 verdreht, was dazu führt, dass das betreffende
Blattfederteil 26, 28 in zu der axialen Richtung 14 radialen Richtung verdrängt und
dadurch noch mehr gespannt wird. Dies wird nachfolgend im Zusammenhang mit den Figuren
6a, b im Einzelnen dargestellt werden. hierdurch wird eine Rückstellkraft durch die
elastische Verformung des Blattfederteils 26, 28 erzeugt, welche bei Loslassen des
Griffteils 4 das Drehkopplungsteil 22 und damit das Griffteil 4 wieder in seine in
Figur 2 dargestellte Ausgangsposition zurückbewegt.
[0044] Das Blattfederteil 26, 28 weist im Bereich seines ersten Abstützabschnitts 50 seitlich
eine flächenhaft erstreckte kreisscheibenförmige Vertiefung 70 auf, welche beispielhaft
komplementär zu dem kreisringförmigen Flanschabschnitt 46 des Drehkopplungsteils 22
ausgebildet sein kann. Hierdurch kann der kreisringförmige Flanschabschnitt 46 in
diese flächenhafte Vertiefung 70 mehr oder weniger eingreifen und dabei das betreffende
Blattfederteil 26, 28 axial gegen herausfallen sichern.
Figuren 5a, b zeigen eine weitere Griffgarnitur mit einer erfindungsgemäßen Rosettenvorrichtung,
bei der das Unterkonstruktionsteil 8 lang gestreckt als sogenanntes Langschild ausgebildet
ist. Es werden dieselben Stellorgane 24 in Form der erfindungsgemäßen Blattfederteile
26, 28 wie bei den vorherigen Figuren verwendet. Ein Blattfederteil 26 stützt sich
jedoch zu dem Unterkonstruktionsteil 8 hin gegen ein Einlegeteil 80 ab. Das andere
Blattfederteil 28 stützt sich gegen nach innen vorstehende Stege 82 ab, die aus dem
Unterkonstruktionsteil 8 ausgeklinkt und um 90° nach innen gebogen sind.
Die Figuren 6a, b zeigen eine Ansicht einer Griffgarnitur 2 mit einer Betrachtungsebene,
welche die Funktionsweise des Hochhaltefedermechanismus 10, nämlich das Zusammenwirken
des Drehkopplungsteils 22 mit dem betreffenden Blattfederteil 26, 28 verdeutlicht.
Die Betrachtungsebene der Figuren 6a, b liegt dabei in axialer Richtung 14 hinter
dem kreisringförmigen Flanschabschnitt 46 des Drehkopplungsteils 22, so dass dieser
nicht den Blick auf den Kraftübertragungsabschnitt 40 und dessen ebene Stützfläche
42 des Drehkopplungsteils 22 bzw. auf den ersten Abstützabschnitt 50 des betreffenden
Blattfederteils 26, 28 verdeckt. Ausgehend von der in Figur 6a dargestellten und betätigten
Ausgangsstellung des Griffteils 4 liegt das Drehkopplungsteils 22 mit seiner ebenen
Stützfläche 42 flächenhaft gegen den jeweiligen ersten Abstützabschnitt 50 des betreffenden
Blattfederteils 26, 28 an. Wenn nun das Griffteil 4 der Griffgarnitur 2 betätigt wird
und dabei wie in Figur 6b angedeutet um ca. 40° bezüglich der an einem nicht dargestellten
Tür- oder Fensterflügel montierten Rosettenvorrichtung 6 verschwenkt wird, so wird
auch das Drehkopplungsteil 22, welches drehfest am Hals 20 des Griffteils 4 angeordnet
ist, um denselben Winkel um die axiale Richtung 14 verschwenkt. Dabei gleitet der
Kraftübertragungsabschnitt 40 des Drehkopplungsteils 22 gegen den ersten Abstützabschnitt
50 des jeweiligen Blattfederteils 26, 28 und lenkt dieses nach oben bzw. unten aus.
Hierdurch wird das jeweilige Blattfederteil 26, 28 noch weitergehend gespannt. Es
übt diesem Zustand eine Rückstellkraft auf das Drehkopplungsteil 22 und damit auf
das Griffteil 4 aus, so dass das Griffteil 4, wenn es losgelassen wird, selbsttätig
in seine in Figur 6a dargestellten Ausgangssituation zurückkehrt. Man erkennt in Figur
6b sehr gut, dass der Kraftübertragungsabschnitt 40 des Drehkopplungsteils 22 in der
Ansicht der Figur 6b einen quadratischen Umfang beschreibt, jedoch mit verrundeten
Ecken. Im beispielhaft dargestellten Fall ist dieser quadratische Umfang von den vier
ebenen Stützflächen 42 gebildet, die an den Ecken des Quadrats verrundet ineinander
übergehen. Auf diese Weise bildet ein jeweiliger verrundeter Eckbereich dieses Quadrats
eine Art Nocke 84, die gleitend gegen den ersten Abstützabschnitt 50 des betreffenden
Blattfederteils 26, 28 verschieblich anliegt. Wenn das Drehkopplungsteil 22 ausgehend
von einer Situation, in dem es mit einer ebenen Stützfläche 42 flächenhaft gegen den
ersten Abstützabschnitt 50 des Blattfederteils 26, 28 anliegt, verschwenkt wird, so
hebt sich die betreffende ebene Stützfläche 42 von dem ersten Abstützabschnitt 50
ab, und der Kraftübertragungsabschnitt 40 gleitet mit der Nocke 84 gegenüber dem ersten
Abstützabschnitt 50 des jeweiligen Blattfederteils 26, 28 und verdrängt dieses in
der Darstellung der Figur 6b nach oben bzw. unten.
[0045] Anhand der Darstellung der Figuren 6a, b erkennt man auch gut, dass das Griffteil
bezüglich der Rosettenvorrichtung 6 um 360° drehbar ist und dabei vier stabile Ausgangsstellungen
selbsttätig einnimmt. Ausgehend von der in Figur 6a mit 0° gekennzeichneten Stellung
sind dies die weiteren Stellungen 90°, 180°, 270°, in denen die betreffende ebene
Stützfläche 42 des Drehkopplungsteils 22 flächenhaft gegen den jeweiligen ersten Abstützabschnitt
50 des Blattfederteils 26, 28 anliegt.
1. Rosettenvorrichtung (6) einer ein Griffteil (4) für eine Tür oder ein Fenster umfassenden
Griffgarnitur (2), mit einem gegen einen Tür- oder Fensterflügel montierbaren Unterkonstruktionsteil
(8), in welches das Griffteil (4) im Montagezustand eingreift, und vorzugsweise mit
einer das Unterkonstruktionsteil (8) überfangenden Abdeckrosette (12), und mit einem
innerhalb des Unterkonstruktionsteils (8) aufgenommenen Hochhaltefedermechanismus
(10) zur Kraftbeaufschlagung und Rückstellung des Griffteils (4) in eine nicht betätigte
Ausgangsposition, wobei innerhalb des Unterkonstruktionsteils (8) ein von einem Vierkantstab
zur Betätigung eines Schlossriegels verschiedenes Drehkopplungsteil (22) zur Übertragung
der Drehstellung des Griffteils (4) auf ein Stellorgan (24) des Hochhaltefedermechanismus
(10) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellorgan (24) des Hochhaltefedermechanismus (10) von einem in das Unterkonstruktionsteil
(8) einsetzbaren, vorzugsweise einklipsbaren Blattfederteil (26, 28) gebildet ist,
welches sich unter Federvorspannung stehend einerseits mit einem ersten Abstützabschnitt
(50) nach innen gegen das Drehkopplungsteil (22) und andererseits mit einem zweiten
Abstützabschnitt (52) unmittelbar oder mittelbar gegen das Unterkonstruktionsteil
(8) oder durch das Unterkonstruktionsteil (8) hindurch gegen die Abdeckrosette (12)
abstützt.
2. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blattfederteil (26, 28) leporelloförmig verlaufende streifenförmige Abschnitte
(54) aufweist und/oder dass das Blattfederteil (26, 28) wabenbildend angeordnete streifenförmige
Abschnitte (54) aufweist.
3. Rosettenvorrichtung (6) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blattfederteil (26, 28) eine Durchgangsöffnung zum Durchtritt von Halteelementen,
insbesondere Schrauben, zur Befestigung des Unterkonstruktionsteils (8) gegen den
Tür- oder Fensterflügel aufweist.
4. Rosettenvorrichtung (6) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wabenbildend angeordneten streifenförmigen Abschnitte (54) bei dem Blattfederteil
(26, 28) parallelogrammförmige (56) und/oder rautenförmige (56) und/oder verrundete,
insbesondere kreisförmige (58) und/oder langgestreckte (60) Waben bilden oder begrenzen.
5. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellorgan (24) des Hochhaltefedermechanismus (10) zwei solche Blattfederteile
(26, 28) umfasst, die auf einander gegenüberliegenden Seiten des Drehkopplungsteils
(22) angeordnet sind, insbesondere in der verbauten Situation oberhalb bzw. unterhalb
des Drehkopplungsteils (22) angeordnet sind.
6. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehkopplungsteil (22) so ausgebildet ist, dass es einen Hals (20) des Griffteils
(4) in Umfangsrichtung umgeben kann und drehfest, jedoch vorzugsweise lösbar mit dem
Hals (20) des Griffteils verbindbar ist.
7. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehkopplungsteil (22) in Form einer gerollten oder tiefgezogenen oder gegossenen
Buchse oder Bundbuchse (32) oder als Druckgussteil oder Kunststoffspritzgußteil ausgebildet
ist.
8. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehkopplungsteil (22) mit einem nach radial innen vorstehenden Ansatz (34) ausgebildet
ist, damit es mit diesem Ansatz (34) in eine in Längsrichtung (14) des Halses (20)
des Griffteils (4) erstreckte Ausnehmung (36), insbesondere einen Schlitz, eingreifen
kann und dabei eine drehfeste Kopplung mit dem Hals (20) bildet.
9. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehkopplungsteil (22) einen mit dem ersten Abstützabschnitt (50) des Blattfederteils
(26, 28) zusammenwirkenden Kraftübertragungsabschnitt (40) aufweist, welcher bei Verdrehung
des Drehkopplungsteils (22) eine das Blattfederteil (26, 28) weiter zusammendrückende
Kraft in das Blattfederteil (26, 28) einleitet und dass der Kraftübertragungsabschnitt
(40) eine nockenbahnartige Stützfläche (42) bildet, gegen welche der erste Abstützabschnitt
(50) des Blattfederteils (26, 28) abstützbar ist, und dass die Stützfläche (42) und
der Abstützabschnitt (50) des Blattfederteils (26, 28) bei Verdrehen des Drehkopplungsteils
(22) gegeneinander gleiten.
10. Rosettenvorrichtung (6) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (42) bei dem Drehkopplungsteil (22) in einer Umfangsrichtung umlaufend
ausgebildet ist, insbesondere in Aufsicht ein Quadrat oder Rechteck mit verrundeten
Ecken begrenzt, so dass das Griffteil (4) vorzugsweise um 360° drehbar in der Rosettenvorrichtung
und dem Unterkonstruktionsteil (8) angeordnet ist.
11. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass angrenzend an das Drehkopplungsteil (22) ein kreisringförmiger Flanschabschnitt vorgesehen
ist oder dass das Drehkopplungsteil (22) einen eine axiale Stirnseite (48) bildenden
kreisringförmigen Flanschabschnitt (46) aufweist, welcher eine axiale Sicherung für
das Blattfederteil (26, 28) bildet, insbesondere der Flanschabschnitt (46) in eine
flächenhafte seitliche Vertiefung (70) bei dem Blattfederteil (26, 28) eingreift.
12. Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehkopplungsteil (22) auf den in das Unterkonstruktionsteil (8) hinein erstreckten
Hals (20) des Griffteils (4) in Längsrichtung (14) des Halses (20) aufschiebbar ist
und mittels eines Sicherungsorgans, insbesondere eines Sicherungsrings im aufgeschobenen
Zustand unverlierbar, jedoch vorzugsweise lösbar anordenbar ist.
13. Stellorgan (24) als Zubehörteil oder Nachrüstteil zur Realisierung eines Hochhaltefedermechanismus
(10) bei einer Rosettenvorrichtung (6) einer ein Griffteil (4) für eine Tür- oder
ein Fenster umfassenden Griffgarnitur (2), mit einem gegen einen Tür- oder Fensterflügel
montierbaren Unterkonstruktionsteil (8), und vorzugsweise mit einer das Unterkonstruktionsteil
(8) überfangenden Abdeckrosette (12), wobei ein von einem Vierkantstab zur Betätigung
eines Schlossriegels verschiedenes Drehkopplungsteil (22) am Hals (20) des Griffteils
(4) drehfest angeordnet ist oder anordenbar ist zur Übertragung der Drehstellung des
Griffteils (4) auf das Stellorgan (24), dadurch gekennzeichnet, dass das Stellorgan (24) von einem in das Unterkonstruktionsteil (8) einklipsbaren Blattfederteil
(26, 28) gebildet ist, welches sich unter Federvorspannung stehend einerseits mit
einem ersten Abstützabschnitt (50) nach innen gegen das Drehkopplungsteil (22) und
andererseits mit einem zweiten Abstützabschnitt (52) nach außen unmittelbar oder mittelbar
gegen das Unterkonstruktionsteil (8) oder durch das Unterkonstruktionsteil (8) hindurch
gegen die Abdeckrosette abstützt.
14. Anordnung (Array) aus einem Stellorgan (24) und einem mit diesem zusammenwirkenden
Drehkopplungsteil (22), bei dem es sich nicht um einen Vierkantstab zur Betätigung
eines Schlossriegels handelt, beide als Zubehörteil oder Nachrüstteil zur Realisierung
eines Hochhaltefedermechanismus (10) bei einer Rosettenvorrichtung (6) einer ein Griffteil
(4) für eine Tür oder ein Fenster umfassenden Griffgarnitur (2), mit einem gegen einen
Tür- oder Fensterflügel montierbaren Unterkonstruktionsteil (8), und vorzugsweise
mit einer das Unterkonstruktionsteil (8) überfangenden Abdeckrosette (12), wobei das
Drehkopplungsteil (22) am Hals (20) des Griffteils (4) drehfest angeordnet ist oder
anordenbar ist zur Übertragung der Drehstellung des Griffteils (4) auf das Stellorgan
(24), wobei das Stellorgan (24) von einem in das Unterkonstruktionsteil (8) einklipsbaren
Blattfederteil (26) gebildet ist, welches sich einerseits mit einem ersten Abstützabschnitt
(50) nach innen gegen das Drehkopplungsteil (22) und andererseits mit einem zweiten
Abstützabschnitt (52) nach außen gegen das Unterkonstruktionsteil (8) oder durch das
Unterkonstruktionsteil (8) hindurch gegen die Abdeckrosette (12) abstützt.
15. Griffgarnitur (2) für eine Tür oder ein Fenster mit einem Griffteil (4) und einer
Rosettenvorrichtung (6) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche 1-12.