[0001] Die Erfindung betrifft einen Dübel zur Anordnung in Leichtbauplatten, wobei eine
Leichtbauplatte eine erste Deckschicht und eine zweite Deckschicht aus kompaktem drucksteifem
Material und eine zwischen den Deckschichten angeordnete Kernschicht aus Material
mit gegenüber den Deckschichten geringer Dichte aufweist, insbesondere Papierwaben,
Schaumstoff oder Vollholz mit geringer Dichte, mit einem ersten Dübelteil und einem
zweiten Dübelteil, wobei das erste und das zweite Dübelteil relativ zueinander verschiebbar
ausgebildet sind. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Fixieren wenigstens
eines Dübels und eine Anordnung mit wenigstens einem Dübel.
[0002] Aus der europäischen Patentschrift
EP 2 202 050 B1 ist ein Dübel zur Anordnung in Leichtbauplatten bekannt, der ein Hülsenelement und
ein Kolbenelement aufweist, wobei das Kolbenelement einen Schaftabschnitt aufweist
und in einer axialen Richtung in Bezug auf das Hülsenelement verschiebbar ist. Der
Dübel wird in eine vorbereitete Sacklochbohrung in die Leichtbauplatte eingesteckt.
Das Hülsenelement umgibt über einen Abschnitt von dessen Länge das Kolbenelement vollständig.
Durch Einkoppeln mechanischer Ultraschallschwingungen in das Kolbenelement wird eine
relativ große Menge an thermoplastischem Kunststoffmaterial, aus dem sowohl das Kolbenelement
als auch das Hülsenelement bestehen, verflüssigt und dieses dringt radial nach außen
in die Strukturen der ersten Deckschicht und/oder entlang einer Innenoberfläche der
ersten Deckschicht sowie in gleicher Weise in die zweite Deckschicht ein. Nach Verfestigung
des verflüssigten thermoplastischen Materials ist eine formschlüssige Verbindung zu
den beiden Deckschichten erzeugt. Anschließend kann eine Schraube in den im Kolbenelement
vorgesehenen Schraubkanal eingebracht werden. Durch die beim Einbringen von mechanischer
Ultraschallenergie erzeugte Wärme und den gleichzeitig erzeugten Druck kann es vor
allem im Bereich der unteren Deckschicht zu Fehlstellen bzw. Abdrücken auf der Außenseite
der unteren Deckschicht, aber auch auf der Außenseite der oberen Deckschicht kommen.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Deckschichten mit einer druckempfindlichen
und/oder temperaturempfindlichen Oberflächenbeschichtung oder Oberflächenkaschierung
versehen sind.
[0003] Aus der europäischen Offenlegungsschrift
EP 3 228 879 A1 ist ein Verbindungsbeschlag zum Verbinden von zwei senkrecht zueinander angeordneten
Leichtbauplatten bekannt, wobei beide Leichtbauplatten eine erste Deckschicht und
eine zweite Deckschicht aus kompaktem, drucksteifem Material und eine zwischen den
Deckschichten angeordnete Kernschicht aus Material mit gegenüber den Deckschichten
geringer Dichte aufweisen. Die topfartig ausgebildeten Teile des Verbindungsbeschlags
werden jeweils in eine Sacklochbohrung in den Leichtbauplatten eingebracht, wobei
die Sacklochbohrungen jeweils nur die erste Deckschicht und die Kernschicht vollständig
durchsetzen. Die beiden Teile des Verbindungsbeschlags weisen an ihrer Unterseite
und an ihrer oberen Mantelfläche jeweils Vorsprünge auf, die aus unter Ultraschallbeaufschlagung
aufschmelzbarem Kunststoff bestehen, so dass diese Vorsprünge bei Ultraschallbeaufschlagung
aufschmelzen und sich im Sackloch mit der oberen und der unteren Deckschicht verbinden.
In einem der Teile des Verbindungsbeschlags ist ein Schraubkanal ausgebildet, in welchen
eine Schraube eingeschraubt werden kann.
[0004] Mit der Erfindung soll ein Dübel zur Anordnung in Leichtbauplatten, ein Verfahren
zum Fixieren eines Dübels und eine Anordnung mit wenigstens einem Dübel verbessert
werden.
[0005] Erfindungsgemäß ist hierzu ein Dübel mit den Merkmalen von Anspruch 1, ein Verfahren
mit den Merkmalen von Anspruch 16 und eine Anordnung mit den Merkmalen von Anspruch
17 vorgesehen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Mit der Erfindung wird ein Dübel zur Anordnung in Leichtbauplatten bereitgestellt.
Eine Leichtbauplatte weist eine erste Deckschicht und eine zweite Deckschicht aus
kompaktem drucksteifem Material und eine zwischen den Deckschichten angeordnete Kernschicht
aus Material mit gegenüber den Deckschichten geringer Dichte auf. Als Kernschicht
können insbesondere Papierwaben, Schaumstoff oder auch Vollholz mit geringer Dichte
zum Einsatz kommen. Die Befestigung von Dübeln in Leichtbauplatten ist aufgrund der
dünnen Deckschichten und der geringen Dichte und geringen Festigkeit der Kernschicht
problematisch. Werden aber beispielsweise Kernschichtmaterialien mit einer erhöhten
Festigkeit, beispielsweise leichte Vollhölzer wie zum Beispiel Balsaholz, mit dünnen,
druck- und/oder temperaturempfindlichen und/oder nicht porösen Decklagenmaterialien
zu einem Sandwich verpresst, kann auf eine Verbindung des Dübels mit den Deckschichten,
insbesondere mit der, gegenüber der Einbringungsrichtung liegenden Deckschicht, verzichtet
werden, und es kann nur eine Verbindung mit dem Kernschichtmaterial und/oder einer
Grenzschicht zwischen Kernschichten und Deckschichten eingegangen werden. Gerade bei
dünnen, druckempfindlichen, temperaturempfindlichen und/oder nicht porösen Deckschichtmaterialien
ist dann das Einbringen eines Dübels, dessen Fixierung mittels Einbringung von Ultraschallenergie
erfolgt, leichter und vor allem prozesssicher zu bewerkstelligen, da auf die empfindlichen
Deckschichten weniger Acht gegeben werden muss.
[0007] Der erfindungsgemäße Dübel weist ein erstes Dübelteil und ein zweites Dübelteil auf,
wobei das erste und das zweite Dübelteil relativ zueinander verschiebbar ausgebildet
sind. Ein Verschiebeweg der beiden Dübelteile zueinander ist zwischen einer ersten
Endposition und einer zweiten Endposition begrenzt. Die erste Endposition ist mittels
erster Anschlagmittel am ersten Dübelteil und am zweiten Dübelteil definiert und die
zweite Endposition ist mittels zweiter Anschlagmittel am ersten Dübelteil und am zweiten
Dübelteil definiert.
[0008] Indem ein Verschiebeweg zwischen einer ersten Endposition und einer zweiten Endposition
begrenzt ist, wird eine Transportsicherung für den Dübel geschaffen. Die beiden Dübelteile
können sich somit relativ zueinander bewegen, was bei der Einleitung von Ultraschallenergie
unerlässlich ist, um einerseits durch eine Relativbewegung der beiden Dübelteile zueinander
eine Erwärmung, Plastifizierung und/oder Verflüssigung des Dübelmaterials an den Kontaktstellen
der beiden Dübelteile zueinander und an den Kontaktstellen der Dübelteile mit der
Leichtbauplatte zu bewirken. Andererseits können sich die beiden Dübelteile nicht
voneinander lösen, wodurch eine Transportsicherung realisiert ist. Ein Verschiebeweg
zwischen der ersten Endposition und der zweiten Endposition wird dabei gerade so groß
gewählt, dass bei Ultraschallbeaufschlagung genügend Weg zur Verfügung steht, um die
Ultraschallschwingungen effizient in Reibungsenergie umzusetzen.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung definieren die erste Endposition und die zweite Endposition
einen Verschiebeweg zwischen 100 µm und 1000 µm, insbesondere zwischen 150 µm und
240 µm.
[0010] Der Verschiebeweg wird vorteilhafterweise gerade so groß gewählt, dass auch unter
Berücksichtigung von Toleranzen der Dübelteile der Verschiebeweg ausreichend groß
ist, um eingeleitete Ultraschallenergie effizient in Reibungswärme umzusetzen. Es
wird aber gleichzeitig vermieden, den Verschiebeweg unnötig groß zu wählen, um einen
kompakten Dübel bereitzustellen, der durch seinen geringen Verschiebeweg Einbaufehler
vermeidet. Die beiden Dübelteile sind relativ zueinander verschiebbar. Wird der Verschiebeweg
möglichst kurz gewählt, sinkt die Gefahr, dass die beiden Dübelteile beim Fixieren
sich nicht in der beabsichtigten Art und Weise relativ zueinander verschieben, beispielsweise
schräg zueinander verschoben werden oder dergleichen. Gerade bei Leichtbauplatten
mit Kernschichtmaterialien mit sehr geringer Dichte besteht eine solche Gefahr. Ein
Verschiebeweg zwischen 150µm und etwa 300µm, insbesondere 240µm, hat sich als besonders
vorteilhaft hinsichtlich einer effizienten Einleitung von Ultraschallenergie erwiesen.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung definieren die erste Endposition und die zweite Endposition
einen Verschiebeweg, der zwischen dem Zweifachen und dem Vierfachen der Amplitude
einer Sonotrode liegt, insbesondere das Dreifache der Amplitude der Sonotrode beträgt,
wobei die Sonotrode für die Ultraschallbeaufschlagung des Dübels verwendet wird.
[0012] Die Ultraschallbeaufschlagung mittels der Sonotrode erfordert eine Verschiebbarkeit
der beiden Dübelteile zueinander, um zwischen den Dübelteilen sowie zwischen den Dübelteilen
und der Leichtbauplatte Reibungsenergie in Wärme umzuwandeln. Um die Ultraschallenergie
möglichst effizient in Reibungswärme umzuwandeln, sollte zumindest zu Beginn der Ultraschallbeaufschlagung
das Dübelteil, das die Sonotrode berührt oder in das die Ultraschallenergie zuerst
eingeleitet wird, der Schwingung der Sonotrode folgen können. Infolgedessen sollte
der Verschiebeweg zwischen den beiden Endpositionen mindestens die doppelte Amplitude
der Sonotrodenschwingung betragen. Versuche haben ergeben, dass ein Verschiebeweg,
der der dreifachen Amplitude der Sonotrode entspricht, besonders vorteilhaft ist und
eine sehr effiziente Umwandlung der Ultraschallenergie in Reibungswärme ermöglicht.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung weisen das erste Dübelteil und das zweite Dübelteil
jeweils wenigstens zwei sich parallel zu einer Längsrichtung des Dübels erstreckende
Finger auf, wobei die Finger des ersten Dübelteils und die Finger des zweiten Dübelteils
im zusammengesteckten Zustand des ersten und des zweiten Dübelteils mindestens abschnittsweise
ineinandergreifen, wobei die ersten Anschlagmittel, die die erste Endposition definieren,
mittels wenigstens eines der Finger eines der Dübelteile realisiert sind, der mit
seinem freien Ende an einem gegenüberliegenden Element des jeweils anderen Dübelteils
anliegt.
[0014] Auf diese Weise wird die erste Endposition mittels Elementen der beiden Dübelteile
definiert, die dann beim Einleiten von Ultraschallenergie relativ zueinander bewegt
werden, erwärmt werden und dann plastifiziert oder verflüssigt werden.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung sind die zweiten Anschlagmittel, die die zweite Endposition
definieren, mittels Rastelementen an den beiden Dübelteilen realisiert.
[0016] Dadurch können die beiden Dübelteile, die beispielsweise getrennt hergestellt werden,
ineinandergeschoben werden, bis die Rastelemente der zweiten Anschlagmittel ineinander
einrasten. Die beiden Dübelteile sind dann unverlierbar aneinander befestigt und dennoch
ist eine relative Verschiebbarkeit der beiden Dübelteile zueinander gewährleistet.
[0017] In Weiterbildung der Erfindung weisen die Rastelemente wenigstens teilweise radial
nach innen, in Richtung auf eine Mittellängsachse des Dübelteils zu, vorragende Rastnasen
auf.
[0018] Mittels radial nach innen vorragender Rastnasen können zuverlässig wirkende Anschlagmittel
definiert werden, die darüber hinaus so ausgebildet werden können, dass eine Spritzgussform
für die Dübelteile ohne Hinterschnitte ausgebildet werden kann.
[0019] In Weiterbildung der Erfindung ist jeweils eine Rastnase an einem sich im Wesentlichen
parallel zur Mittellängsachse des Dübelteils erstreckenden Rastarm angeordnet.
[0020] Mittels eines Rastarms kann eine Federbewegung der Rastnase in sehr einfacher Weise
realisiert werden.
[0021] In Weiterbildung der Erfindung weisen die Rastnasen, in einer Richtung parallel zur
Mittellängsachse des Dübelteils gesehen, eine abgerundete Form auf.
[0022] Dadurch können die Rastnasen zweier identischer Dübelteile aneinander vorbeigleiten,
bis eine Einrastposition erreicht ist. Mittels der abgerundeten Form des Rastnasen
können Anlaufschrägen ausgebildet werden. Beim Einstecken der Dübelteile ineinander
werden die Rastnasen dadurch ausgelenkt. Es ist zwar vorteilhaft, dass die beiden
Dübelteile identisch zueinander ausgebildet sind, im Rahmen der Erfindung können sich
das erste Dübelteil und das zweite Dübelteil aber durchaus voneinander unterscheiden.
[0023] In Weiterbildung der Erfindung weisen die Rastnasen, in einer Richtung senkrecht
zur Mittellängsachse gesehen, jeweils wenigstens eine Anlaufschräge auf.
[0024] Beim Einstecken der beiden Dübelteile ineinander werden die Rastnasen durch die Wirkung
der aneinander vorbei gleitenden Anlaufschrägen ausgelenkt, bis eine Einrastposition
erreicht ist, die die Rastnasen dann zurückfedern.
[0025] In Weiterbildung der Erfindung bilden wenigstens zwei Rastnasen gemeinsam einen Abschnitt
eines Schraubkanals in dem Dübel.
[0026] Dadurch haben die Rastnasen eine Doppelfunktion, nämlich einmal die zweite Endposition
der beiden Dübelteile zueinander zu definieren und dann noch wenigstens Abschnitte
eines Schraubkanals bereitzustellen. Der erfindungsgemäße Dübel kann dadurch mit geringem
Materialaufwand hergestellt werden.
[0027] In Weiterbildung der Erfindung sind zwei bis sechs Rastnasen, insbesondere vier Rastnasen,
an jedem Dübelteil vorgesehen.
[0028] Durch eine größere Anzahl Rastnasen kann zum einen eine sichere Rastwirkung und damit
eine sichere Definition der zweiten Endposition erzielt werden, und da die Rastnasen
vorteilhafterweise gleichzeitig einen Abschnitt eines Schraubkanals definieren, kann
ein zuverlässiger Halt einer Schraube in dem Schraubkanal sichergestellt werden.
[0029] In Weiterbildung der Erfindung weisen das erste Dübelteil und das zweite Dübelteil
jeweils wenigstens zwei sich im Wesentlichen beziehungsweise mit einer Hauptkomponente
parallel zur Mittellängsachse des Dübels erstreckende Rastarme auf, an deren Ende
jeweils eine sich senkrecht zur Mittellängsachse erstreckende Rastnase angeordnet
ist.
[0030] Die Rastnase ragt dadurch radial nach innen gegenüber dem Rastarm vor. Beim Einstecken
zweier Dübelteile ineinander wird dadurch die Rastnase zunächst ausgelenkt, bis sie
die Rastposition erreicht hat, beispielsweise durch die Wirkung einer oder mehrerer
Anlaufschrägen, und schnappt dann in die Einrastposition zurück. Eine Federvorspannung
wird dabei hauptsächlich durch Verbiegen des Rastarms erzielt.
[0031] In Weiterbildung der Erfindung ist dann, wenn sich die beiden Dübelteile relativ
zueinander zwischen den beiden Endpositionen befinden, in einer Projektion parallel
zur Mittellängsachse gesehen, jeweils eine Rastnase des ersten Dübelteils zwischen
zwei Rastnasen des zweiten Dübelteils angeordnet. Die Rastnasen des ersten und des
zweiten Dübelteils können identisch ausgebildet sein, im Rahmen der Erfindung können
sie aber auch unterschiedlich ausgebildet sein.
[0032] Eine Rastwirkung wird dadurch über Rastflächen im Bereich der seitlich liegenden
Begrenzungen der Rastnasen erzielt. Dies ermöglicht es, zwei identische Dübelteile
zu verwenden. Eine Haltekraft der aneinander angreifenden Rastnasen ist auch bei einer
kleinen Fläche der seitlichen Begrenzungen groß genug, da ja lediglich der Verschiebeweg
der beiden Dübelteile zueinander begrenzt werden muss, um eine Transportsicherung
zu realisieren.
[0033] In Weiterbildung der Erfindung liegen im zusammengesteckten Zustand der Dübelteile
und dann, wenn die beiden Dübelteile die zweite Endposition zueinander einnehmen,
die Rastnasen des ersten Dübelteils und die Rastnasen des zweiten Dübelteils lediglich
im Bereich von Rastflächen aneinander an, die an seitliche Begrenzungen der Rastnasen
anschließen.
[0034] In Weiterbildung der Erfindung sind die beiden Dübelteile identisch zueinander ausgebildet.
[0035] Auf diese Weise kann ein- und dieselbe Spritzgussform für die Herstellung der beiden
Dübelteile verwendet werden. Dadurch ist eine kostengünstige Herstellung möglich.
Dies auch deshalb, da für den Dübel lediglich ein Dübelteil auf Lager gehalten werden
muss. Spritzgussformen für die beiden Dübelteile können so ausgebildet werden, dass
sie keine Hinterschnitte haben und infolgedessen ohne kostenträchtige Schieber oder
dergleichen auskommen.
[0036] Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird auch durch ein Verfahren zum Fixieren
wenigstens eines erfindungsgemäßen Dübels gelöst, bei dem folgende Schritte vorgesehen
sind: Einbringen eines Lochs in eine Leichtbauplatte, insbesondere eines Sacklochs,
Einbringen des Dübels im zusammengesteckten Zustand in das Sackloch, wobei die Dübelteile
sich im zusammengesteckten Zustand relativ zueinander zwischen der ersten Endposition
und der zweiten Endposition verschieben können, Beaufschlagen des Dübels mit Ultraschallenergie,
so dass das Material des Dübels wenigstens in den Bereichen, in denen der Dübel an
der Innenwandung des Lochs im Bereich der ersten Deckschicht, der zweiten Deckschicht
und/oder im Bereich der Kernschicht anliegt, erwärmt und in pastösen oder fließfähigen
Zustand gebracht wird, in wenigstens eine der Deckschichten und/oder die Kernschicht
eindringt und nach dem Abschalten der Ultraschallenergie erkaltet, so dass der Dübel
stoffschlüssig und/oder formschlüssig in der Leichtbauplatte fixiert wird.
[0037] Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird auch durch eine Anordnung mit wenigstens
einem erfindungsgemäßen Dübel in einer Leichtbauplatte gelöst.
[0038] Der erfindungsgemäße Dübel kann so ausgebildet sein, dass er in dem Zustand, in dem
er in der Leichtbauplatte fixiert ist, die obere Deckschicht und/oder die untere Deckschicht
hintergreift und dadurch formschlüssig zwischen den beiden Deckschichten gesichert
ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Dübel auch formschlüssig und/oder stoffschlüssig
mit der Kernschicht der Leichtbauplatte verbunden sein. Die erfindungsgemäße Anordnung
ist dadurch prozesssicher zu realisieren, da bei druckempfindlichen und/oder temperaturempfindlichen
Deckschichten der Leichtbauplatte nicht befürchtet werden muss, dass die untere Deckschicht
Druckstellen oder Fehlstellen durch zu starke Erhitzung aufweist. Dennoch ist der
erfindungsgemäße Dübel sicher in der Leichtbauplatte fixiert und kann hohe Auszugskräfte
einer Schraube, die in den Dübel eingedreht wird, bereitstellen.
[0039] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. Einzelmerkmale der
unterschiedlichen, beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen lassen sich dabei
in beliebiger Weise kombinieren, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten. Dies
gilt auch für die Kombination von Einzelmerkmalen ohne weitere Einzelmerkmale, mit
denen sie im Zusammenhang dargestellt und/oder beschrieben sind. In den Zeichnungen
zeigen:
- Fig. 1
- eine isometrische Darstellung eines ersten Dübelteils eines erfindungsgemäßen Dübels
von schräg oben,
- Fig. 2
- das Dübelteil der Fig. 1 in einer um 180° gedrehten Position, wobei das Dübelteil
der Fig. 1 und Fig. 2 sowohl als erstes als auch als zweites Dübelteil des erfindungsgemäßen
Dübels zum Einsatz kommen kann,
- Fig. 3
- das Dübelteil der Fig. 2 von unten,
- Fig. 4
- das Dübelteil der Fig. 2 von oben,
- Fig. 5
- eine Ansicht von schräg oben auf das geschnittene Dübelteil der Fig. 2,
- Fig. 6
- das geschnittene Dübelteil der Fig. 5 in einer Seitenansicht,
- Fig. 7
- einen erfindungsgemäßen Dübel von schräg oben, wobei das Dübelteil der Fig. 1 und
das Dübelteil der Fig. 2 ein Stück weit zusammengesteckt wurden,
- Fig. 8
- den Dübel der Fig. 7 von oben,
- Fig. 9
- eine Ansicht von schräg oben auf den geschnittenen Dübel der Fig. 7,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht des geschnittenen Dübels der Fig. 9,
- Fig. 11
- die Darstellung des Dübels der Fig. 7 im vollständig zusammengesteckten und verrasteten
Zustand,
- Fig. 12
- den Dübel der Fig. 11 von oben,
- Fig. 13
- den Dübel der Fig. 11 in einer Schnittansicht von schräg oben,
- Fig. 14
- die Schnittansicht der Fig. 13 in einer Seitenansicht,
- Fig. 15
- eine vergrößerte Ansicht der Darstellung der Fig. 12 sowie eine Ausschnittsvergrößerung
hiervon,
- Fig. 16
- eine Schnittansicht und vergrößerte Einzelheit des erfindungsgemäßen Dübels, wenn
sich die beiden Dübelteile zueinander in der ersten Endposition befinden,
- Fig. 17
- eine Schnittansicht und vergrößerte Einzelheit des erfindungsgemäßen Dübels, wenn
sich die beiden Dübelteile in der zweiten Endposition zueinander befinden,
- Fig. 18
- Begriffserläuterungen und Definitionen für die folgenden Figuren,
- Fig. 19
- den Schwingungsverlauf einer Sonotrode zum Beaufschlagen des erfindungsgemäßen Dübels
mit Ultraschallenergie,
- Fig. 20
- eine schematische Darstellung einer Ultraschall-Sonotrode, des ersten Dübelteils und
des zweiten Dübelteils vor dem Zusammenstecken der Dübelteile,
- Fig. 21
- eine schematische Darstellung der Ultraschall-Sonotrode, des ersten Dübelteils und
des zweiten Dübelteils im zusammengesteckten Zustand, wenn sich die beiden Dübelteile
in der zweiten Endposition zueinander befinden,
- Fig. 22
- eine schematische Darstellung der Ultraschall-Sonotrode, des ersten Dübelteils und
des zweiten Dübelteils, wenn sich die beiden Dübelteile in der ersten Endposition
zueinander befinden,
- Fig. 23
- eine schematische Schnittansicht einer Leichtbauplatte einer erfindungsgemäßen Anordnung
nach dem Einbringen eines Sacklochs mit einer ersten Ausbildung,
- Fig. 24
- eine schematische Schnittansicht einer Leichtbauplatte einer erfindungsgemäßen Anordnung
nach dem Einbringen eines Sacklochs gemäß einer zweiten Ausbildung,
- Fig. 25
- eine schematische Schnittansicht einer Leichtbauplatte einer erfindungsgemäßen Anordnung
nach dem Einbringen eines Sacklochs gemäß einer dritten Ausbildung,
- Fig. 26
- die Leichtbauplatte der Fig. 23 nach dem Einstecken eines erfindungsgemäßen Dübels
in das Sackloch,
- Fig. 27
- die Leichtbauplatte der Fig. 26 nach dem Fixieren des Dübels in der Leichtbauplatte,
- Fig. 28
- eine isometrische Ansicht eines Dübelteils gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung von schräg oben, das zusammen mit dem Dübelteil der Fig. 1 einen erfindungsgemäßen
Dübel bilden kann,
- Fig. 29
- das Dübelteil der Fig. 28, das gegenüber der Ansicht der Fig. 28 um 45° um die Mittellängsachse
gedreht ist,
- Fig. 30
- das Dübelteil der Fig. 28 in einer Seitenansicht,
- Fig. 31
- eine Seitenansicht des Dübelteils der Fig. 30, das um 45° um die Mittellängsachse
gedreht ist,
- Fig. 32
- das Dübelteil der Fig. 28 von oben,
- Fig. 33
- das Dübelteil der Fig. 28 von unten,
- Fig. 34
- das Dübelteil der Fig. 1 und das Dübelteil der Fig. 28 in einer Ansicht von schräg
oben, wobei die beiden Dübelteile ein Stück weit zusammengesteckt sind,
- Fig. 35
- den Dübel der Fig. 34 im vollständig zusammengesteckten Zustand,
- Fig. 36
- den Dübel der Fig. 34 von oben,
- Fig. 37
- den Dübel der Fig. 34 von unten,
- Fig. 38
- eine Schnittansicht des Dübels der Fig. 35 in der ersten Endposition der beiden Dübelteile
zueinander,
- Fig. 39
- eine weitere Schnittansicht des Dübels der Fig. 35 , wobei die Schnittebene anders
verläuft als in Fig. 37,
- Fig. 40
- den geschnittenen Dübel gemäß Fig. 39 von der Seite und
- Fig. 41
- den geschnittenen Dübel gemäß Fig. 38 von der Seite.
[0040] Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines ersten Dübelteils 10a eines erfindungsgemäßen Dübels
1 von schräg oben. Der erfindungsgemäße Dübel kann aus zwei identischen Dübelteilen
10 aufgebaut werden. Hierzu wird das erste Dübelteil 10a um 180° in die in Fig. 2
dargestellte Position gedreht und wird der Übersichtlichkeit halber in Fig. 2 als
zweites Dübelteil 106 bezeichnet. Das erste Dübelteil 10a und das zweite Dübelteil
106 werden dann aufeinander aufgesetzt, so dass sich die in Fig. 7 dargestellte Position
ergibt, in der die Dübelteile 10a, 10b ein Stück weit zusammengesteckt aber noch nicht
unverlierbar miteinander verbunden sind. Ausgehend von der Position der Fig. 7 werden
die beiden Dübelteile 10a, 10b dann gemäß Fig. 11 aufeinander zubewegt, bis an den
beiden Dübelteilen 10a, 10b vorhandene Rastelemente ineinander einrasten und der in
den Fig. 11 bis 17 erläuterte vollständig zusammengesteckte Zustand erreicht ist,
in dem die beiden Dübelteile10a, 10b zur Realisierung einer Transportsicherung unverlierbar
miteinander verbunden sind. Im vollständig zusammengesteckten Zustand der Fig. 12
bis 17 sind die beiden Dübelteile 10a, 10b dennoch relativ zueinander verschiebbar,
wobei ein Verschiebeweg zwischen einer ersten Endposition und einer zweiten Endposition
begrenzt ist, was noch erläutert wird.
[0041] Fig. 1 zeigt, dass das erste Dübelteil 10 eine ringförmige Basis 12a aufweist, von
deren Unterseite sich insgesamt vier Finger 14a erstrecken. Die ringförmige Basis
12a bildet einen ersten Abschnitt eines Schraubkanals 16a, der noch erläutert wird.
[0042] Zwischen zwei Fingern 14a des ersten Dübelteils 10 sind Rastelemente 18a zu erkennen,
die jeweils einen Rastarm 22a und eine Rastnase 24a aufweisen. Die Rastarme 22a verlaufen
annähernd parallel zu einer Mittellängsachse des ersten Dübelteils 10. Die Rastnasen
24a, die am freien Ende der Rastarme 22a angeordnet sind, erstrecken sich im Wesentlichen
in Richtung auf eine Mittellängsachse 8 des Dübelteils 10 zu.
[0043] Das zweite Dübelteil 10b in Fig. 2 ist, wie bereits erläutert wurde, identisch zum
ersten Dübelteil 10a ausgebildet. Die identischen Elemente des zweiten Dübelteils
10b werden mit den gleichen Ziffern, aber mit dem nachgestellten Buchstaben b bezeichnet.
Die Finger 14a, 14b sind an ihren freien Enden im Querschnitt dachartig ausgebildet.
Im zusammengesteckten Zustand kann dadurch das freie Ende 26a, 26b der Finger an einer
Anschlagfläche 28a, 28b des Basisteils 12a, 12b anliegen. Beim Beaufschlagen der beiden
Dübelteile 10a, 10b mit Ultraschallenergie werden infolgedessen die freien Enden 26a,
26b der beiden Dübelteile 10a, 10b erwärmt, plastifiziert und/oder verflüssigt und
können dadurch für eine stoffschlüssige Verbindung der beiden Dübelteile 10a, 10b
miteinander und für eine stoffschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung des Dübels
1 mit einem Kernschichtmaterial einer Leichtbauplatte sorgen, da das verflüssigte
Material in die Kernschicht eindringt. Darüber hinaus kann das verflüssigte Material
mit den Deckschichten der Leichtbauplatte einen Hinterschnitt ausbilden und dadurch
für eine formschlüssige Verankerung des Dübels 1 in der Leichtbauplatte sorgen. Beide
Dübelteile 10a, 10b bestehen vollständig aus thermoplastischem Material, beispielsweise
thermoplastischem Kunststoff. Es ist im Rahmen der Erfindung möglich, lediglich Teile
der Dübelteile 10a, 10b aus thermoplastischem Material auszubilden, beispielsweise
lediglich die freien Enden 26a, 26b der Finger 14a, 14b und die Anschlagflächen 28a,
28b.
[0044] Die Seitenflächen 144b der Finger 14b laufen in Richtung auf das freie Ende 26b aufeinander
zu, so dass sich ein Querschnitt der Finger 14b senkrecht zur Mittellängsachse 8 in
Richtung auf das freie Ende 26b zu verringert.
[0045] Fig. 3 zeigt das Dübelteil 10a, 10b in einer Ansicht von oben. Der Blick geht in
Fig. 3 von oben in das Dübelteil 10a, 10b hinein. Es ist in dieser Ansicht zu erkennen,
dass vier Rastnasen 24a vorgesehen sind, die in Richtung auf die Mittellängsachse8
vorragen. Die Rastnasen 24a können dadurch Abschnitte des Schraubkanals 16a bilden.
[0046] Fig. 4 zeigt eine Ansicht des Dübelteils 10a der Fig. 1 von unten bzw. eine Ansicht
des Dübelteils 10b der Fig. 2 von oben. Zu erkennen sind die insgesamt vier Finger
14b und deren freie Enden 26b. Die freien Enden 26b werden nicht durch eine scharfe
Kante, sondern durch eine geringfügig abgeplattete Kante gebildet. Dadurch steht beim
Einleiten von Ultraschallenergie eine etwas größere Anlagefläche als beim Ausbildung
einer scharfen Kante zur Verfügung, so dass eine Erwärmung der freien Enden 26b durch
Verschiebung relativ zu den Anlageflächen 28a rascher erfolgt als beim Vorsehen einer
scharfen Kante.
[0047] Auch in der Ansicht der Fig. 4 ist zu erkennen, dass die Rastnasen 24b in Richtung
auf die Mittellängsachse 8 des Dübelteils vorragen und dadurch einen Abschnitt des
Schraubkanals 16b bilden..
[0048] Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht des Dübelteils 10a, 10b, wobei die Schnittebene
durch zwei Finger 14b verläuft. In dieser Ansicht gut zu erkennen ist, dass die Rastarme
22b im Wesentlichen parallel zu den Fingern 14b und damit im Wesentlichen parallel
zur Mittellängsachse 8 verlaufen. An den freien Enden der Rastarme 22b sind dann die
Rastnasen 24b angeordnet, die in Richtung der Mittellängsachse vorragen. Es ist in
der Ansicht der Fig. 5 zu erkennen, dass die Dübelteile 10a, 10b als Spritzgussteil
in einer Form ohne Hinterschnitte hergestellt werden können. Von unten her bis an
die Unterseite der Rastnasen 24b verliefe dann eine erste Hälfte der Form, von oben
her würde ein zweiter Teil der Form aufgesetzt. Nach dem Trennen der beiden Formteile
kann das fertige Dübelteil 10a, 10b entnommen werden. Die Spritzgussform benötigt
keinerlei Schieber oder dergleichen und kann dadurch kostengünstig hergestellt werden.
In Fig. 5 ist auch der dachartige Querschnitt oder sich verjüngende Querschnitt der
Finger 14b zu erkennen.
[0049] Fig. 6 zeigt das geschnittene Dübelteil 10a, 10b der Fig. 5 von der Seite.
[0050] In dieser Ansicht gut zu erkennen ist die im Querschnitt dachartige Form der freien
Enden der Finger 14b, die in das leicht abgeplattete Ende 26b ausläuft.
[0051] Fig. 7 zeigt die beiden Dübelteile 10a, 10b in einem Zustand, in dem die Dübelteile
aufeinander aufgesetzt sind, so dass die Finger 14a des ersten Dübelteils 10a abschnittsweise
zwischen den Fingern 14b des zweiten Dübelteils 10b angeordnet sind und umgekehrt.
In dem in Fig. 7 dargestellten Zustand sind die beiden Dübelteile 10a, 10b nur ein
Stück weit und noch nicht vollständig ineinander eingesteckt. Ausgehend vom Zustand
der Fig. 7 können die beiden Dübelteile 10a, 10b noch problemlos voneinander getrennt
werden, indem also beispielsweise das in Fig. 7 obere Dübelteil 10a nach oben abgezogen
wird.
[0052] Die Darstellung der Fig. 8 zeigt die beiden Dübelteile 10a, 10b der Fig. 7 in einer
Ansicht von oben. Von dem in Fig. 7 unteren Dübelteil 10b sind lediglich die Rastnasen
24b zu erkennen, die in der Projektion der Fig. 8 parallel zur Mittellängsachse zwischen
jeweils zwei Rastnasen 24a des ersten Dübelteils 10a angeordnet sind. Die Rastnasen
24b des zweiten Dübelteils 10b werden in der Ansicht der Fig. 8 teilweise, nämlich
im Bereich ihrer seitlichen Randbegrenzungen, von den Rastnasen 24a des ersten Dübelteils
10a verdeckt. Die Rastnasen 24a sind also noch oberhalb der Rastnasen 24b angeordnet,
siehe auch Fig. 9.
[0053] Fig. 9 zeigt die Dübelteile 10a, 10b in der Position der Fig. 7 und 8 im geschnittenen
Zustand. Es ist zu erkennen, dass die Rastnasen 24a des in Fig. 9 oberen, ersten Dübelteils
10a seitlich auf den Rastnasen 24b des in Fig. 9 unteren Dübelteils 10b aufsitzen.
Dadurch sind in der Projektion der Fig. 8 die unteren Rastnasen 24b im Bereich ihrer
seitlichen Begrenzungen von den Rastnasen 24a des oberen, ersten Dübelteils 10a verdeckt.
[0054] Fig. 10 zeigt die geschnittenen Dübelteile 10a, 10b der Fig. 9 in einer Seitenansicht.
Auch hier ist zu erkennen, dass die Rastnasen 24a des in Fig. 10 oberen ersten Dübelteils
10a noch abschnittsweise oberhalb der Rastnasen 24b angeordnet sind und seitlich an
den Rastnasen 24b des in Fig. 10 unteren, zweiten Dübelteils 10b anliegen.
[0055] Wird ausgehend von dem Zustand der Fig. 7 bis 10, siehe Fig. 11, eine Kraft auf die
beiden Dübelteile 10a, 10b ausgeübt, so dass die beiden Dübelteile 10a, 10b gemäß
der Pfeile 30a, 30b aufeinander zubewegt werden, werden die Rastnasen 24a des in Fig.
11 oberen Dübelteils 10a zwischen den Rastnasen 24b des in Fig. 11 unteren Dübelteils
10b hindurchgedrückt. Hierzu müssen die Rastnasen 24a und/oder der Rastnasen 24b ein
Stück weit radial nach außen ausweichen. Dies wird durch die federnde Wirkung der
Rastarme 22a, 22b ermöglicht. Sobald die Rastnasen 24a des in Fig. 11 oberen Dübelteils
10a an den Rastnasen 24b des unteren Dübelteils 10b vorbeigedrückt worden sind, federn
die Rastarme 22a, 22b wieder zurück und die Rastnasen 24a, 24b rasten mit ihren jeweiligen
Rastflächen ineinander ein, siehe auch Fig. 15. Wird ausgehend von diesem vollständig
ineinander eingesteckten Zustand nun versucht, die beiden Dübelteile 10a, 10b wieder
auseinanderzuziehen, wird dies durch die dann mit ihren Rastflächen aneinander anliegenden
Rastnasen 24a, 24b verhindert.
[0056] Dies ist in der Ansicht der Fig. 12 zu erkennen. Der Blick geht in Fig. 12 von oben
parallel zur Mittellängsachse 8 auf das erste Dübelteil 10a. Die Rastnasen 24a des
ersten Dübelteils 10a sind nun unterhalb der Rastnasen 24b des zweiten Dübelteils
angeordnet und daher teilweise verdeckt. Wie in der Projektion der Fig. 12 zu erkennen
ist, überlappen sich die Rastnasen 24a, 24b im Bereich ihrer seitlichen Begrenzungen.
Dadurch wird verhindert, dass die beiden Dübelteile 10a, 10b wieder auseinandergezogen
werden können.
[0057] Fig. 13 zeigt die beiden Dübelteile 10a, 10b im Zustand der Fig. 11 in einer Schnittansicht.
Zu erkennen ist, dass die Rastnasen 24b des zweiten Dübelteils 10b oberhalb der Rastnasen
24a des ersten Dübelteils 10a angeordnet sind. Wird das Dübelteil 10a ausgehend vom
Zustand der Fig. 13 nach oben gezogen, so geht dies nur so weit, bis die in Fig. 13
obenliegenden Rastflächen der Rastnasen 24a an die in Fig. 13 untenliegenden Rastflächen
der Rastnasen 24b anschlagen.
[0058] Fig. 14 zeigt die Schnittansicht der Fig. 13 von der Seite. In dieser Darstellung
nehmen die beiden Dübelteile 10a, 10b die erste Endposition ein. In dieser ersten
Endposition liegen die freien Enden 26bder Finger 14b des zweiten Dübelteils 10b an
den Anschlagflächen 28a an der in Fig. 14 unteren Seite des Basisteils 12a des ersten
Dübelteils 10a an. Die freien Enden 26b der Finger 14b des zweiten Dübelteils 10b
und die Anlageflächen 28a des ersten Dübelteils 10a bilden somit einen Teil der erste
Anschlagmittel, die die erste Endposition der beiden Dübelteile 10a, 10b zueinander
definieren. In Fig. 14 ist nicht sichtbar, dass in gleicher Weise die freien Enden
26a der Finger 14a des ersten Dübelteils 10a an den Anschlagflächen 28b an dem in
Fig. 14 oberen Ende des Basisteils 12b des zweiten Dübelteils 10b anliegen. Auch die
freien Enden der Finger 14a des ersten Dübelteils 10a und die Anschlagflächen 28b
des zweiten Dübelteils 10b bilden somit einen weiteren Teil der ersten Anschlagmittel
zur Definition der ersten Endposition.
[0059] Im Rahmen der Erfindung müssen die beiden Dübelteile 10a, 10b nicht notwendigerweise
identisch zueinander ausgebildet sein. Beispielsweise könnten die Anschlagflächen
28b am zweiten Dübelteil 10b entfallen, so dass lediglich die freien Enden der Finger
14b des zweiten Dübelteils 10b und die Anschlagflächen 28a des ersten Dübelteils 10a
die ersten Anschlagmittel definieren würden, vergleiche Fig. 40 und 41.
[0060] In Fig. 14 ist bereits zu erkennen, dass die senkrecht zur Mittellängsachse 8 angeordneten
Rastflächen der Rastnasen 24b und der Rastnasen 24a abschnittsweise einander gegenüberliegen,
und zwar gesehen in einer Blickrichtung parallel zur Mittellängsachse 8.
[0061] Ausgehend vom Zustand der Fig. 14 können die beiden Dübelteile 10a, 10b ein Stück
weit auseinandergezogen werden, entsprechend dem in Fig. 14 sichtbaren Abstand zwischen
den obenliegenden Rastflächen der Rastnasen 24a und den untenliegenden Rastflächen
der Rastnasen 24b.
[0062] Fig. 15 zeigt eine Ansicht des Dübels der Fig. 14 von oben. Der Blick geht also von
oben her auf das Dübelteil 10a und die Blickrichtung verläuft parallel zur Mittellängsachse
8. Die Rastnasen 24b verdecken in dieser Ansicht die Rastnasen 24a teilweise. Dies
ist anhand der in Fig. 15 rechts angeordneten Ausschnittsvergrößerung zu erkennen.
In der Projektion der Fig. 15 überlappt die Rastnase 24b des zweiten Dübelteils 10b
mit ihrer Rastfläche die Rastfläche der Rastnase 24a des ersten Dübelteils 10a abschnittsweise
in deren Randbereichen. Diese Überlappungsflächen 32, 34sind in der Ausschnittsvergrößerung
in Fig. 15 rechts grau hinterlegt dargestellt . Mittels der Überlappungsflächen 32,
34 wird verhindert, dass die Dübelteile 10a, 10b auseinander gezogen werden können,
so dass eine Transportsicherung realisiert ist.
[0063] Die Darstellung der Fig. 16 zeigt den Dübel der Fig. 14 in der ersten Endposition.
Wie bereits anhand der Fig. 14 erläutert wurde, liegen die freien Enden 26b der Finger
14b des zweiten Dübelteils an den Anschlagflächen 28a des ersten Dübelteils 10a an
und definieren dadurch die erste Endposition. In Fig. 16 ist verdeckt, dass in gleicher
Weise die freien Enden 26a der Finger 14a des ersten Dübelteils 10a an den Anschlagflächen
28b des zweiten Dübelteils 10b anliegen, da die beiden Dübelteile 10a, 10b ja identisch
ausgebildet sind.
[0064] In der Detailvergrößerung in Fig. 16 rechts ist dargestellt, dass ein Abstand a zwischen
dem freien Ende eines Fingers 14b und der Anschlagfläche 28a gleich null ist.
[0065] Ein Abstand b zwischen der Rastfläche 244b der Rastnase 24b und der Rastfläche 244a
der Rastnase 24a ist hingegen größer null. Beispielsweise kann dieser Abstand b 300µm
betragen. Der Abstand b sollte mindestens so groß, sein wie die doppelte Amplitude
einer Ultraschall-Sonotrode, mit der eine Ultraschallschwingung auf die beiden Dübelteile
10a, 10b aufgebracht wird, so dass die Schwingung der Sonotrode effizient für die
Erzeugung von Reibungsenergie zwischen den Dübelteilen 10a, 10b genutzt werden kann.
Versuche habe ergeben, dass es besonders günstig ist, den Abstand b so groß zu wählen,
wie die dreifache Amplitude der Sonotrode. Ein Abstand b von 300 µm würde also besonders
vorteilhaft sein bei einer Amplitude der Sonotrode von 100 µm.
[0066] Fig. 17 zeigt die beiden Dübelteile 10a, 10b in der zweiten Endposition, in denen
also die Rastflächen 244b, 244a der Rastnasen 24b und 24a aneinander anliegen. Eine
weitere Bewegung der beiden Dübelteile 10a, 10b voneinander weg ist dadurch blockiert.
[0067] Wie der vergrößerten Einzelheit in Fig. 17 rechts zu entnehmen ist, beträgt in dieser
zweiten Endposition der Abstand b zwischen den Rastflächen 244b der Rastnasen 24b
und den Rastflächen 244a der Rastnasen 24a null. Ein Abstand zwischen der Dachkante
, die das freie Ende 26b des Fingers 14b markiert, und der Anschlagfläche 28a beträgt
hingegen a und bei der dargestellten Ausführungsform 300 µm.
[0068] Die beiden Dübelteile 10a, 10b können lediglich zwischen den beiden Endpositionen,
die in Fig. 16 und Fig. 17 dargestellt sind, relativ zueinander verschoben werden.
Bei der in den Fig. 16 und 17 dargestellten Ausführungsform beträgt der Verschiebeweg
zwischen den beiden Endpositionen also 300 µm.
[0069] Fig. 18 enthält Begriffserläuterungen und Begriffsdefinitionen, die zur Erläuterung
der Fig. 19 bis 22 dienen. Erfindungsgemäß wird ein Verschiebeweg z zwischen der ersten
Endposition und der zweiten Endposition der Dübelteile zueinander größer oder gleich
gewählt zu dem dreifachen Maximalwert A
OB1 der Amplitude der Ultraschall-Sonotrode.
[0070] Fig. 19 zeigt schematisch und über der Zeit aufgetragen eine Auslenkung einer Ultraschall-Sonotrode
zur Beaufschlagung des erfindungsgemäßen Dübels. Die Auslenkung folgt einer Sinuskurve
und pendelt zwischen dem positiven Spitzenwert A1 der Amplitude und dem negativen
Spitzenwert A1 der Amplitude. Diese Auslenkung in Form einer Sinusschwingung wird
auf den erfindungsgemäßen Dübel übertragen, um Ultraschallenergie in den Dübel einzuleiten
und an den Kontaktstellen der beiden Dübelteile 10a, 10b zueinander, an den Kontaktstellen
des ersten Dübelteils 10a mit der Leichtbauplatte und/oder an den Kontaktstellen des
zweiten Dübelteils 10b mit der Leichtbauplatte das thermoplastische Material der Dübelteile
10a, 10b zu erwärmen, zu plastifizieren und gegebenenfalls zu verflüssigen. Das thermoplastische
Material kann dann gegebenenfalls in das Material der Leichtbauplatte eindringen und
dadurch eine stoffschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung zwischen dem erfindungsgemäßen
Dübel und der Leichtbauplatte und/oder zwischen den beiden Dübelteilen 10a, 10b bewirken.
Letztendlich wird dadurch eine sichere Verankerung des erfindungsgemäßen Dübels in
der Leichtbauplatte erzielt. In Fig. 19 ist auch die gemäß der Erfindung besonders
vorteilhafte Bemessung des Verschiebewegs z eingetragen, die das Dreifache des Maximalwerts
A
OB1 der Ultraschall-Sonotrode beträgt.
[0071] Fig. 20 zeigt eine schematische Darstellung der Ultraschall-Sonotrode sowie des ersten
Dübelteils 10a und des zweiten Dübelteils 10b im auseinandergezogenen Zustand. Die
Ultraschall-Sonotrode schwingt bei der dargestellten Ausführungsform mit einer Frequenz,
die in einem Frequenzband zwischen 20 und 21 kHz liegt. Eine Spitzenamplitude der
Schwingung der Ultraschall-Sonotrode liegt in einem Amplitudenband zwischen 50 µm
und 80 µm.
[0072] Würde die Ultraschall-Sonotrode das erste Dübelteil 10a berühren, so würde das erste
Dübelteil 10a ebenfalls mit einer Frequenz in einem Frequenzband zwischen 20 kHz und
21 kHz schwingen und die Spitzenamplitude der Schwingung des ersten Dübelteils 10a
würde ebenfalls in einem Amplitudenband zwischen 50 µm und 80 µm liegen, da - vereinfacht
- davon ausgegangen wird, dass die Übertragung der Schwingung von der Ultraschall-Sonotrode
auf das erste Dübelteil 10a verlustfrei erfolgt.
[0073] Das zweite Dübelteil 10b liegt mit seiner in Fig. 20 rechts dargestellten Unterseite
hingegen entweder auf einem Gegenhalter oder am Grund eines Sacklochs in der Leichtbauplatte
auf, wobei die Leichtbauplatte wiederum auf einer starren Unterlage angeordnet ist.
Das zweite Dübelteil 10b würde somit nicht schwingen.
[0074] Fig. 21 zeigt die beiden Dübelteile 10a, 10b im vollständig zusammengesteckten Zustand
und in der zweiten Endposition. Die freien Enden 26b der Finger 14b des zweiten Dübelteils
10b sind im Abstand von den Anschlagflächen 28a des ersten Dübelteils 10a angeordnet.
Die Rastflächen der Rastnasen 24b liegen an den Rastflächen der Rastnasen 24a an.
[0075] Fig. 22 zeigt die beiden Dübelteile 10a, 10b, die ausgehend von dem in Fig. 21 dargestellten
Zustand nun in der ersten Endposition zueinander angeordnet sind. In dieser ersten
Endposition liegen die freien Enden 26b der Finger 14b des zweiten Dübelteils 10b
an den Anschlagflächen 28a des ersten Dübelteils 10a an. Gleichzeitig liegen, was
in Fig. 22 gestrichelt dargestellt ist, die freien Enden 26a der Finger 14a des ersten
Dübelteils 10a an den Anschlagflächen 28b des zweiten Dübelteils 10b an. Die Rastflächen
der Rastnasen 24b sind von den Rastflächen der Rastnasen 24a beabstandet.
[0076] Fig. 22 zeigt auch, dass der Dübel in ein vorbereitetes Sackloch in einer Leichtbauplatte
50 eingeschoben wurde, so dass das zweite Dübelteil 10b mit der in Fig. 22 rechts
dargestellten Oberseite des Basisteils am Grund 32 des Sacklochs in der Leichtbauplatte
50 anliegt. Der Grund 32 des Sacklochs ist bei der dargestellten Ausführungsform innerhalb
der unteren Deckschicht der Leichtbauplatte angeordnet. Im Rahmen der Erfindung kann
der Grund 32 des Sacklochs aber innerhalb der Kernschicht, auf der Oberfläche der
Deckschicht oder, wie in Fig. 22 dargestellt, innerhalb der Deckschicht angeordnet
sein.
[0077] Ausgehend von dem in Fig. 22 dargestellten Zustand wird die Ultraschall-Sonotrode
mit einer Kraft F1 in Richtung auf den Grund 32 des Sacklochs in der Leichtbauplatte
gedrückt. Die Leichtbauplatte wird mit einer Gegenkraft F2 in der dargestellten Position
gehalten. Die Ultraschall-Schwingung der Ultraschall-Sonotrode wird somit auf das
erste Dübelteil 10a übertragen, wohingegen das zweite Dübelteil 10b im Wesentlichen
in Ruhe bleibt, da es ja am Grund 32 der Leichtbauplatte anliegt. Im Bereich der freien
Enden 26b der Finger 14b und der Anschlagflächen 28a sowie an den freien Enden 26a
der Finger 14a und im Bereich der Anschlagflächen 28b kommt es somit zu einer starken
Erwärmung des thermoplastischen Materials, aus dem zumindest die Finger 14a, 14b der
Dübelteile 10a, 10b bestehen. Die freien Enden 26a, 26b der Finger 14a, 14b erwärmen
sich somit stark, und zwar stärker als die Anschlagflächen 28a, 28b, da das Volumen
der freien Enden 26a, 26b der Finger 14a, 14b kleiner ist als das hinter den Anschlagflächen
28a, 28b liegende Volumen des Basisteils der Dübelteile 10a, 10b. Vorrangig werden
infolgedessen die freien Enden der Finger 14a, 14b aufschmelzen und infolgedessen
kann das erste Dübelteil 10a mit dem Vorschub VF der Ultraschallsonotrode in Richtung
auf den Grund 32 des Sacklochs in der Leichtbauplatte 50 gedrückt werden. Das aufschmelzende
Material von den freien Enden der Finger 14a, 14b wird infolgedessen radial nach außen
ausweichen und sich ein Stück weit in die Kernschicht der Leichtbauplatte hinein ausbreiten.
Dies auch deshalb, da die radial innenliegenden Schrägflächen der Finger 14a, 14b
an Schrägflächen 122 der Basisteile der Dübelteile 10a, 10b anliegen und die Finger
14a, 14b beim Aufeinanderzubewegen der Dübelteile 10a, 10b somit im Bereich ihrer
freien Enden 26a, 26b radial nach außen gedrückt werden. Dadurch wird der erfindungsgemäße
Dübel 1 auch in der Kernschicht der Leichtbauplatte 50 verspreizt. Ist das erste Dübelteil
10a so weit in Richtung auf den Grund 32 des Sacklochs in der Leichtbauplatte 50 gedrückt,
bis die in Fig. 22 links dargestellte Oberseite des ersten Dübelteils 10a bündig ist
mit der in Fig. 22 links dargestellten Oberseite der linken Deckschicht der Leichtbauplatte
50, wird der Vorschub VF der Ultraschall-Sonotrode gestoppt und auch die Einleitung
von Ultraschallenergie wird gestoppt. Infolgedessen wird das erweichte bzw. verflüssigte
Material der Dübelteile 10a, 10b erkalten und infolgedessen auch verfestigen. Nach
dem vollständigen Erkalten sind dadurch die beiden Dübelteile 10a, 10b stoffschlüssig
und/oder formschlüssig miteinander verbunden und vor allem auch sind die beiden Dübelteile
10a, 10b stoffschlüssig und/oder formschlüssig mit der Leichtbauplatte 50 verbunden.
[0078] Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Tiefe des Sacklochs und sind die Abmessungen
der beiden Dübelteile 10a, 10b so gewählt, dass das verflüssigte Material der freien
Enden der Finger 14a, 14b hauptsächlich im Bereich der Kernschicht der Leichtbauplatte
50 austritt. Bei der dargestellten Ausführungsform erfolgt eine Verankerung des Dübels
1 also hauptsächlich im Bereich der Kernschicht. Dies kann vorteilhaft sein, wenn
beispielsweise die beiden Deckschichten der Leichtbauplatte 50 sehr dünn oder auch
aus nicht porösem Material bestehen.
[0079] Vor allem ist der erfindungsgemäße Dübel 1 bei Leichtbauplatten 50 mit druckempfindlichen
oder temperaturempfindlichen Deckschichten äußerst vorteilhaft. Denn die Erwärmung
der beiden Dübelteile 10a, 10b findet hauptsächlich im Bereich der freien Enden 26a,
26b der Finger 14a, 14b und damit beabstandet von der in Fig. 22 rechts dargestellten
Außenseite der in Fig. 22 rechts liegenden Deckschicht statt. Diese Deckschicht wird
infolgedessen nur schwach erwärmt, so dass keine Markierungen nach Abschluss des Fixiervorgangs
des erfindungsgemäßen Dübels 1 zu befürchten sind.
[0080] Die Fig. 23 bis 25 zeigen verschiedene Ausführungsformen eines Sacklochs in einer
Leichtbauplatte. Fig. 23 zeigt eine Leichtbauplatte 50 mit einer ersten, in Fig. 23
oben dargestellten Deckschicht 52 und einer zweiten, in Fig. 23 unten dargestellten
Deckschicht 54. Zwischen den beiden Deckschichten ist eine Kernschicht 56 angeordnet,
die eine gegenüber den Deckschichten 52, 54 geringere Dichte aufweist. Beispielsweise
besteht die Kernschicht 56 aus Vollholz geringer Dichte, beispielsweise Balsaholz.
Ein Sackloch 58 zur Anordnung des erfindungsgemäßen Dübels ist so in die Leichtbauplatte
50 eingebracht worden, dass der Grund 32 des Sacklochs 58 etwa auf halber Höhe der
in Fig. 23 unten dargestellten Deckschicht 54 liegt.
[0081] Fig. 24 zeigt die Leichtbauplatte 50 mit den beiden Deckschichten 52 und 54 sowie
der Kernschicht 56, bei der ein Sackloch 60 so eingebracht wurde, dass der Grund 32
des Sacklochs auf der in Fig. 24 obenliegenden Innenseite der unteren Deckschicht
54 angeordnet ist.
[0082] Fig. 25 zeigt die Leichtbauplatte 50 mit einem Sackloch 62, dessen Grund 32 noch
innerhalb der Kernschicht 56 und damit oberhalb der in Fig. 25 unten dargestellten
Deckschicht 54 angeordnet ist.
[0083] Fig. 26 zeigt eine schematische Schnittansicht der Leichtbauplatte 50, wobei das
Sackloch gemäß der anhand der Fig. 23 erläuterten Ausführungsform angeordnet wurde.
Der erfindungsgemäße Dübel 1 mit den Dübelteilen 10a, 10b wurde so weit in das Sackloch
eingeführt, bis die Unterseite des in Fig. 26 unteren, zweiten Dübelteils 10b auf
dem Grund 32 des Sacklochs aufsitzt. Die Oberseite des in Fig. 26 oben dargestellten
ersten Dübelteils 10a ragt noch über die Außenseite der in Fig. 26 oberen Deckschicht
52 hinaus. Die freien Enden der Finger 14b des zweiten Dübelteils 10b liegen an den
Anschlagflächen des ersten Dübelteils 10a an und die freien Enden der Finger 14a des
ersten Dübelteils 10a liegen an den Anschlagflächen des zweiten Dübelteils 10b an.
[0084] Ausgehend von dem in Fig. 26 dargestellten Zustand wird, vgl. auch Fig. 22, das erste
Dübelteil 10a mit Ultraschallenergie mittels der Ultraschall-Sonotrode beaufschlagt.
Das Material der Finger 14a, 14b verflüssigt sich im Bereich der jeweiligen freien
Enden und tritt ein Stück weit in die Kernschicht 56 der Leichtbauplatte 50 ein. Gleichzeitig
werden die Dübelteile 10a, 10b aufeinander zu bewegt, indem das erste Dübelteil 10a
weiter in das Sackloch hineingedrückt wird. Dadurch werden die Finger 14a, 14b radial
nach außen gespreizt, so dass die Finger 14a, 14b mechanisch an der Kernschicht 56
verankert werden. Wenn die Oberseite des ersten Dübelteils 10a bündig ist mit der
Oberseite der in Fig. 27 oben dargestellten Deckschicht 52, wird der Vorschub der
Sonotrode gestoppt und auch die Beaufschlagung des ersten Dübelteils 10a mit Ultraschallenergie
wird gestoppt. In der Folge erkaltet das in die Kernschicht 56 eingedrungene verflüssigte
Material der Dübelteile 10a, 10b und bildet verfestigte Bereiche 64 und 66 aus. Die
Bereiche 64 liegen, wie Fig. 27 zu entnehmen ist, unterhalb der Deckschicht 52, berühren
jedoch die in Fig. 27 unten dargestellte Innenseite der Deckschicht 52. Die Bereiche
64 erstrecken sich auch ein Stück weit in radialer Richtung aus dem Sackloch hinaus
in das Material der Kernschicht 56 hinein. Mittels der Bereiche 64 wird somit der
erfindungsgemäße Dübel mittels eines Formschlusses mit der in Fig. 27 oberen Deckschicht
52 gegen Ausziehen aus der Leichtbauplatte 50 nach oben gesichert. Darüber hinaus
werden durch einen Stoffschluss die beiden Dübelteile 10a, 10b aneinander fixiert.
Schließlich wird der erfindungsgemäße Dübel auch stoffschlüssig mit dem Material der
Kernschicht 56 und der Unterseite der oberen Deckschicht 52 verbunden.
[0085] Die Bereiche 66 sind oberhalb der Oberseite der in Fig. 27 unten dargestellten Deckschicht
54 angeordnet. Mittels der Bereiche 66 werden die beiden Dübelteile 10a, 10b stoffschlüssig
aneinander gesichert. Die Bereiche 66 erstrecken sich in radialer Richtung auch ein
Stück weit in das Material der Kernschicht 56 hinein. Mittels der Bereiche 66 ist
der erfindungsgemäße Dübel somit stoffschlüssig und formschlüssig an der Kernschicht
56 gesichert.
[0086] Durch Aufspreizen der Finger 14a, 14b ist der Dübel 1 auch mechanisch an der Kernschicht
56 gesichert.
[0087] Es ist in Fig. 27 zu erkennen, dass die Bereiche 66 nicht an der in Fig. 27 unteren
Deckschicht 54 anliegen. Die untere Deckschicht 54 erwärmt sich infolgedessen beim
Fixieren des erfindungsgemäßen Dübels 1 nur schwach. Dadurch kann der erfindungsgemäße
Dübel 1 prozesssicher auch in Leichtbauplatten 50 mit temperaturempfindlichen und/oder
druckempfindlichen Deckschichten 52, 54 eingesetzt werden, ohne dass Markierungen
im Bereich des erfindungsgemäßen Dübels 1 in der unteren Deckschicht 54 zu befürchten
sind.
[0088] Die Darstellung der Fig. 28 zeigt ein zweites Dübelteil 100b gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung. Das zweite Dübelteil 100b ist sehr ähnlich zum zweiten
Dübelteil 10b der Fig. 2 ausgebildet, so dass lediglich die Unterschiede zwischen
den Dübelteilen 10b und 100b erläutert werden.
[0089] Beim Dübelteil 100b ist das Basisteil 112b mit kleinerem Radius ausgeführt. Das Basisteil
112b weist infolgedessen keine Anschlagflächen für die freien Enden der Finger eines
ersten Dübelteils auf. Die Finger 14b und die Rastnasen 24b sowie die Rastarme 22b
des Dübelteils 100b sind hingegen identisch ausgebildet wie beim Dübelteil 10b. Das
Dübelteil 100b weist gegenüber dem Dübelteil 10b eine geringere Höhe auf. Dies wurde
dadurch erreicht, dass der Ringabschnitt des Basisteils 12b vollständig entfallen
ist.
[0090] Fig. 29 zeigt das Dübelteil 100b der Fig. 28 in einer gegenüber der Fig. 28 um 45°
um die Mittellängsachse gedrehten Position.
[0091] Fig. 30 zeigt das Dübelteil 100b der Fig. 28 in einer Seitenansicht. Anhand eines
Vergleichs der Fig. 6 und 30 ist zu erkennen, dass die geringere Höhe des Dübelteils
100b gegenüber dem Dübelteil 10b durch Weglassen des ringförmigen, zylindrischen Abschnitts
des Basisteils 12b erzielt wurde.
[0092] Fig. 31 zeigt das Dübelteil 100b der Fig. 30 in einer um 45° um die Mittellängsachse
8 gedrehten Position.
[0093] Fig. 32 zeigt das Dübelteil der Fig. 30 in einer Ansicht von oben.
[0094] Fig. 33 zeigt das Dübelteil 100b der Fig. 30 in einer Ansicht von unten.
[0095] Fig. 34 zeigt das erste Dübelteil 10a der Fig. 1 im teilweise oder ein Stück weit
und lose zusammengesteckten Zustand mit dem zweiten Dübelteil 100b gemäß Fig. 28.
Werden ausgehend vom Zustand der Fig. 34 die beiden Dübelteile 10a, 100b aufeinander
zubewegt, werden die Rastnasen 24a, 24b der beiden Dübelteile 10a, 100b zunächst radial
ein Stück weit nach außen ausgelenkt, wie dies bereits anhand der beiden Dübelteile
10a, 10b erläutert wurde. Sobald die Rastflächen der Rastnasen 24a, 24b aneinander
vorbeibewegt wurden, federn die Rastnasen 24a, 24b wieder nach innen. Die beiden Dübelteile
10a, 100b befinden sich dann im vollständig zusammengesteckten Zustand, der in Fig.
35 dargestellt ist.
[0096] Die Darstellung der Fig. 36 zeigt den erfindungsgemäßen Dübel gemäß Fig. 34 in einer
Ansicht von oben. Blick geht in Fig. 35 in den Schraubkanal 16 des Dübels, der wie
bei den Dübelteilen 10a, 10b abschnittsweise durch die radial innenliegenden Flächen
der Rastnasen 24a, 24b definiert ist und der die Mittellängsachse 8 umgibt. Die Blickrichtung
in Fig. 36 ist parallel zur Mittellängsachse 8.
[0097] Fig. 37 zeigt den Dübel der Fig. 35 in einer Ansicht von unten. Wieder geht der Blick
in den Schraubkanal 16 parallel zur Mittellängsachse 8 hinein.
[0098] Fig. 38 zeigt den Dübel der Fig. 35 in einer ersten Schnittansicht.
[0099] Es ist in dieser Ansicht zu erkennen, dass die freien Enden 26a der Finger 14a des
ersten Dübelteils 10a und somit die Dachkante der Finger 14a freiliegt. Wird das erste
Dübelteil 10a in Richtung auf das zweite Dübelteil 100b geschoben und gleichzeitig
mit Ultraschallenergie beaufschlagt, liegen die Dachkanten beziehungsweise die freien
Enden 26a der Finger 14a am Grund des Sacklochs an. Das Material im Bereich der freien
Enden der Finger 14a wird dadurch verflüssigt, gleichzeitig durch den dachförmigen
Querschnitt der freien Enden der Finger 14a und der hierzu passenden Außenschräge
des Basisteils 112b des zweiten Dübelteils 100b radial nach außen abgelenkt. Die Ultraschallenergie
wird von den freien Enden der Finger 14a somit auf die Leichtbauplatte, beispielsweise
auf die untere Deckschicht der Leichtbauplatte, übertragen.
[0100] Fig. 39 zeigt den Dübel der Fig. 34 in einer Schnittansicht, wobei die Schnittebene
anders liegt als in Fig. 37. Es ist in dieser Ansicht zu erkennen, dass die freien
Enden 26bder Finger 14b des zweiten Dübelteils 100b an den Anschlagflächen 28a des
ersten Dübelteils 10a anliegen und somit die erste Endposition der beiden Dübelteile
10a, 100b zueinander definieren.
[0101] Fig. 40 zeigt die Schnittansicht der Fig. 39 von der Seite.
[0102] Fig. 41 zeigt die Schnittansicht der Fig. 38 von der Seite.
1. Dübel (1; 11) zur Anordnung in Leichtbauplatten (50), wobei eine Leichtbauplatte (50)
eine erste Deckschicht (52) und eine zweite Deckschicht (54) aus kompaktem drucksteifen
Material und eine zwischen den Deckschichten angeordnete Kernschicht aus Material
mit gegenüber den Deckschichten (52; 54) geringer Dichte aufweist, insbesondere Papierwaben,
Schaumstoff oder Vollholz mit geringer Dichte, mit einem ersten Dübelteil (10a) und
einem zweiten Dübelteil (101, 100b), wobei das erste und das zweite Dübelteil (10a,
10b, 100b) relativ zueinander verschiebbar ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschiebeweg (Z) zwischen einer ersten Endposition und einer zweiten Endposition
zum Bereitstellen einer Transportsicherung begrenzt ist, wobei die erste Endposition
mittels erster Anschlagmittel am ersten und zweiten Dübelteil und die zweite Endposition
mittels zweiter Anschlagmittel am ersten und zweiten Dübelteil definiert ist.
2. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Endposition und die zweite Endposition einen Verschiebeweg (Z) zwischen
100 Mikrometern und 1000 Mikrometern, insbesondere zwischen 150 Mikrometern und 240
Mikrometern, definieren.
3. Dübel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Endposition und die zweite Endposition einen Verschiebeweg (Z) definieren,
der zwischen dem zweifachen und dem vierfachen der Amplitude einer für die Ultraschallbeaufschlagung
des Dübels (1; 11) verwendeten Ultraschall-Sonotrode liegt, insbesondere das dreifache
der Amplitude der Sonotrode beträgt.
4. Dübel nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Dübelteil (10a) und das zweite Dübelteil (10b, 100b) jeweils wenigstens
zwei sich parallel zu einer Längsrichtung des Dübels (1; 11) erstreckende Finger (14a,
14b) aufweisen, wobei die Finger (14a) des ersten Dübelteils (10a) und die Finger
(14b) des zweiten Dübelteils (10b, 100b) im zusammengesteckten Zustand des ersten
und des zweiten Dübelteils (10a, 10b, 100b) mindestens abschnittsweise ineinander
greifen, und dass die ersten Anschlagmittel, die die erste Endposition definieren,
mittels wenigstens eines der Finger (14a, 14b) eines der Dübelteile (10a, 10b, 100b)
realisiert sind, der mit seinem freien Ende an einem gegenüberliegenden Element des
jeweils anderen Dübelteils (10a, 10b, 100b) anliegt.
5. Dübel nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Anschlagmittel, die die zweite Endposition definieren, mittels Rastelementen
(18a, 18b) an den beiden Dübelteilen (10a, 10b, 100b) realisiert sind.
6. Dübel nach wenigstens einem der vorsehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente (18a, 18b) wenigstens teilweise radial nach innen, in Richtung auf
eine Mittellängsachse 8 des Dübelteils (10a, 10b, 100b) zu, vorragende Rastnasen (24a,
24b) aufweisen.
7. Dübel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Rastnase (24a, 24b) an einem sich im Wesentlichen parallel zur Mittellängsachse
(8) des Dübelteils (10a, 10b, 100b) erstreckenden Rastarm angeordnet ist.
8. Dübel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen(24a, 24b), in einer Richtung parallel zur Mittellängsachse (8) des
Dübelteils (10a, 10b, 100b) gesehen, eine abgerundete Form aufweisen.
9. Dübel nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen (24a, 24b), in einer Richtung senkrecht zur Mittellängsachse (8) gesehen,
jeweils wenigstens eine Anlaufschräge aufweisen.
10. Dübel nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Rastnasen (24a, 24b) gemeinsam einen Abschnitt eines Schraubkanals
(16a) in dem Dübel (1; 11) bilden.
11. Dübel nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwei bis sechs Rastnasen (24a, 24b), insbesondere vier Rastnasen, an jedem Dübelteil
(10a, 10b, 100b) vorgesehen sind.
12. Dübel nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Dübelteil (10a) und das zweite Dübelteil (10b, 100b) jeweils wenigstens
zwei sich im Wesentlichen parallel zur Mittellängsachse (8) des Dübels (1; 11) erstreckende
Rastarme (22a, 22b) aufweisen, an deren Ende jeweils eine sich senkrecht zur Mittellängsachse
(8) erstreckende Rastnase (24a, 24b) angeordnet ist.
13. Dübel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn sich die beiden Dübelteile (10a, 10b, 100b) relativ zueinander zwischen
den beiden Endpositionen befinden, in einer Projektion parallel zur Mittellängsachse
(8) gesehen, jeweils eine Rastnase (24a) des ersten Dübelteils (10a) zwischen zwei
Rastnasen (24b) des zweiten Dübelteils (10b, 100b) angeordnet ist.
14. Dübel nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im zusammengesteckten Zustand der Dübelteile (10a, 10b, 100b) und dann, wenn die
beiden Dübelteile (10a, 10b, 100b) die zweite Endposition zueinander einnehmen, die
Rastnasen (24a) des ersten Dübelteils (10a) und die Rastnasen (24b) des zweiten Dübelteils
(10b, 100b) lediglich im Bereich von Rastflächen aneinander anliegen, die an seitlichen
Begrenzungen der Rastnasen (24a, 24b) anschließen.
15. Dübel nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Dübelteile (10b, 100b) identisch zueinander ausgebildet sind.
16. Verfahren zum Fixieren wenigstens eines Dübels (1; 11) nach einem der vorstehenden
Ansprüche in einer Leichtbauplatte (50) mit folgenden Schritten: Einbringen eines
Lochs in eine Leichtbauplatte (50), insbesondere eines Sacklochs (58), Einbringen
des Dübels (1; 11) im zusammengesteckten Zustand in das Sackloch (58), wobei die Dübelteile
(10a, 10b, 100b) sich im zusammengesteckten Zustand relativ zueinander zwischen der
ersten Endposition und der zweiten Endposition verschieben können, Beaufschlagen des
Dübels (1; 11) mit Ultraschallenergie, so dass das Material des Dübels (1; 11) wenigstens
in den Bereichen, in denen der Dübel (1; 11) an der Innenwandung des Lochs im Bereich
der ersten Deckschicht (52), der zweiten Deckschicht (54) und/oder im Bereich der
Kernschicht (56) anliegt, erwärmt und in pastösen oder fließfähigen Zustand gebracht
wird, in wenigstens eine der Deckschichten (52, 54) und/oder die Kernschicht (56)
eindringt und nach dem Abschalten der Ultraschallenergie erkaltet, so dass der Dübel
(1; 11) stoffschlüssig und/oder formschlüssig in der Leichtbauplatte (50) fixiert
wird.
17. Anordnung mit wenigstens einem Dübel (1; 11) nach einem der vorstehenden Ansprüche
und einer Leichtbauplatte (50).