[0001] Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anzeigen von auswählbaren Funktionsinformationen
auf einer Anzeige des Haushaltsgeräts. Bei dem Verfahren erfolgt ein Bereitstellen
von mehreren separaten Funktionsinformationen, die auf der Anzeigeeinheit angezeigt
werden können. Es wird eine Favoritenliste von Funktionsinformationen erstellt. Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät.
[0002] Aus der
DE 198 30 844 A1 ist eine Steuerungsanordnung für ein programmgesteuertes Haushaltsgerät mit Landesprogrammlisten
bekannt. In einem Normalbetrieb des Haushaltsgeräts können dort Steuerprogrammdeskriptoren
als Erläuterungen der Steuerprogramme angezeigt werden. Um den Bedienkomfort zu erhöhen,
weisen die angezeigten Landesprogrammlisten jeweils eine landesspezifische Reihenfolge
der Steuerprogrammdeskriptoren auf.
[0003] Bei modernen Haushaltsgeräten ist der Umfang von Funktionen relativ groß. Es werden
auch verschiedenste Menüstrukturen geschaffen, die eine Organisation dieser Funktionen
bilden sollen. Dadurch ergeben sich auch verschiedene Menüebenen, die auf einer Anzeigeeinheit
angezeigt werden können.
[0004] Eine derartige Vielfalt von Funktionen ist bei modernen Geräten gewünscht, um einerseits
vielseitigste Verwendungen für das Gerät bereitstellen zu können, andererseits unterschiedlichsten
Nutzerwünschen gerecht werden zu können. Andererseits ist es jedoch auch wieder wünschenswert,
dass ein individuelles Nutzerverhalten des Haushaltsgeräts bestmöglich gestaltet werden
kann. Dabei ist es auch bekannt, dass ein individueller Nutzer üblicherweise nur ein
gewisses Spektrum der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des Haushaltsgeräts nutzt.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren sowie ein Haushaltsgerät
zu schaffen, mit welchem beziehungsweise bei welchem eine verbesserte Anzeige von
Informationen für einen Nutzer ermöglicht ist und ein nutzerfreundliches und schnelles
Nutzen des Haushaltsgeräts ermöglicht wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und ein Haushaltsgerät gemäß den unabhängigen
Ansprüchen gelöst.
[0007] Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anzeigen von auswählbaren Funktionsinformationen
auf einer Anzeige eines Haushaltsgeräts. Bei dem Verfahren werden mehrere separate
Funktionsinformationen des Haushaltsgeräts bereitgestellt. Diese mehreren separaten
Funktionsinformationen können auf einer Anzeigeeinheit des Haushaltsgeräts angezeigt
werden. Dies bedeutet, dass sie bestimmungsgemäß vorgesehen sind, dass sie situationsabhängig
und/oder bedarfsabhängig auch tatsächlich auf der Anzeigeeinheit angezeigt werden.
[0008] Des Weiteren erfolgt ein Erstellen einer Favoritenliste von Funktionsinformationen.
Die Favoritenliste ist insbesondere aus den mehreren separaten Funktionsinformationen,
die bereitgestellt werden, erzeugt. Es wird ein Anzeigen der listenersten Funktionsinformation
auf der Anzeigeeinheit in einem ganz spezifischen Betriebsmodus des Haushaltsgeräts,
nämlich in einem Stand-by-Modus durchgeführt. Durch eine derartige Ausgestaltung ist
es somit erreicht, dass in diesem spezifischen Betriebsmodus des Haushaltsgeräts dennoch
eine aktive Anzeige einer Information auf der Anzeigeeinheit erfolgt. Diese Informationsanzeige
ist nicht willkürlich sondern dahingehend gerichtet, dass aus dieser Favoritenliste
die listenerste Funktionsinformation aktiv angezeigt wird. Obwohl das Gerät somit
im Stand-by-Modus ist, wird dennoch eine aktive Anzeige der listenersten Funktionsinformation
durchgeführt. Damit ist es vorgesehen, dass auch in diesem Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts
stets eine optische Information auf der Anzeigeeinheit präsentiert wird, die der Nutzer
erkennen kann und nutzen kann. Indem diese listenerste Funktionsinformation angezeigt
wird, kann einerseits der Nutzer sofort durch Betätigen dieser Funktionsinformation
ein gewünschtes Szenario erreichen und insbesondere das Haushaltsgerät auch damit
aus dem Stand-by-Modus sofort erwecken und in den Normalmodus überführen, um dann
in einer vorteilhaften Ausführung diese ausgewählte Funktionsinformation durchzuführen
oder zu starten. Damit wird ein besonders nutzerfreundliches Konzept bereitgestellt,
um ein schnelles und für den Nutzer bedarfsgerechtes Verwenden des Haushaltsgeräts
zu ermöglichen. Im Kontext dieses vorgeschlagenen Verfahrens muss der Nutzer somit
grundsätzlich nicht mehr erst aufwendig in vielfältigsten Funktionsinformationen suchen
und eine umfängliche Betätigung des Haushaltsgeräts vornehmen, um eine gegebenenfalls
für ihn interessante Funktionsinformation überhaupt erst finden zu können, geschweige
denn dann durchführen zu können. Ein derartiges Suchszenario erfolgt somit bei dieser
Ausgestaltung vollständig. Indem die Anzeige der listenersten Funktionsinformation
nicht nur bei einem Normalmodus, sondern explizit bei diesem Stand-by-Modus erfolgt,
kann das Haushaltsgerät auch dann, wenn es sich im Stand-by-Modus befindet, schnellstmöglich
gestartet und sofort genutzt werden.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass dann, wenn der Stand-by-Modus
im Haushaltsgerät aktiviert wird, automatisch diese listenerste Funktionsinformation
an der Anzeigeeinheit angezeigt wird. Es muss bei diesem Ausführungsbeispiel somit
der Nutzer selbst nicht eine entsprechende Konfiguration vornehmen, um in diesem Stand-by-Modus
diese spezifische Funktionsinformation aktiv anzuzeigen. Damit ist durch diese vorteilhafte
Ausführung stets gewährleistet, dass auch diese listenerste Funktionsinformation bereitsteht.
Insbesondere ist es somit ermöglicht, dass durch dieses automatische Anzeigen diese
listenerste Funktionsinformation aktiv aufleuchtet und somit erkennbar ist. Insbesondere
ist diese listenerste Funktionsinformation in diesem Stand-by-Modus im Bereitschaftsmodus.
Sie kann also durch entsprechende Betätigung sofort gestartet und/oder ausgewählt
werden.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass im Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts
der Umgebungsbereich des Haushaltsgeräts mit zumindest einer Erfassungseinheit erfasst
wird. Die Erfassungseinheit kann am Haushaltsgerät selbst angeordnet sein. Sie kann
jedoch auch extern zum Haushaltsgerät angeordnet sein. Die zumindest eine Erfassungseinheit
kann vielfältig ausgestaltet sein. Sie kann beispielsweise eine Kamera sein, die im
für den Menschen sichtbaren Spektralbereich sensitiv ist. Sie kann jedoch auch beispielsweise
eine Infrarotkamera sein. Ebenso kann die Erfassungseinheit ein Näherungssensor sein.
Bei einem Erkennen eines Annäherns einer Person an das Haushaltsgerät ist in einer
vorteilhaften Ausführung vorgesehen, dass das Anzeigen der listenersten Funktionsinformation
auf der Anzeigeeinheit automatisch aktiviert wird. Bei dieser alternativen Ausführung
ist somit kein dauerhaftes Anzeigen dieser listenersten Funktionsinformation im Stand-by-Modus
des Haushaltsgeräts vorgesehen. Nur dann, wenn sich tatsächlich eine Person dem Haushaltsgerät
nähert, wird dieses aktive Anzeigen der listenersten Funktionsinformation in diesem
Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts durchgeführt. Dadurch kann einem Nutzer die diesbezügliche
Information dennoch ausreichend früh und umfänglich und entsprechend wahrnehmbar dargestellt
werden. Andererseits kann ein energieeffizienter Betrieb des Haushaltsgeräts ermöglicht
werden, da die listenerste Funktionsinformation nicht dauerhaft im Stand-by-Modus
des Haushaltsgeräts angezeigt werden muss.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass die Favoritenliste durch einen
Nutzer selbst erzeugt wird. Damit gibt der Nutzer manuell seine individuelle Favoritenliste
vor. Diese Favoritenliste kann im Haushaltsgerät, beispielsweise in der Anzeigeeinheit,
abgespeichert werden. Dazu kann die Anzeigeeinheit einen Speicher aufweisen.
[0012] Es kann vorgesehen sein, dass in einer alternativen Ausführung diese Favoritenliste
automatisch durch das Haushaltsgerät selbst erstellt wird. Diese Möglichkeit ermöglicht
es, auch komplexere Zusammenhänge auszuwerten und abhängig davon eine Favoritenliste
zu erstellen. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Haushaltsgerät beide Möglichkeiten
der Erstellung der Favoritenliste bereithält. Somit kann auch wahlweise die Favoritenliste
entweder durch den Nutzer oder automatisch durch das Haushaltsgerät selbst erstellt
werden.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführung ist es vorgesehen, dass das automatische Erstellen
der Favoritenliste abhängig von zumindest einem in der Vergangenheit erfolgten Durchführen
von Funktionsinformationen und/oder abhängig von einem Aufstellort des Haushaltsgeräts
erfolgt. Damit ist es ermöglicht, dass ein vergangenes Nutzerverhalten der Funktionsinformationen
analysiert und ausgewertet wird. Abhängig davon kann dann eine Favoritenliste automatisch
erstellt werden. Damit kann ein bedarfsgerechtes Nutzerszenario zugrunde gelegt werden
und abhängig davon dann die Favoritenliste erstellt werden. Somit kann durch die Anzeige
der listenersten Funktionsinformation einem möglichen potentiellen zukünftigen Nutzen
von Funktionsinformationen genüge getan werden. Zusätzlich oder anstatt dazu kann
auch der Aufstellort des Haushaltsgeräts Rückschlüsse darüber geben, wie die Funktionsinformationen
genutzt werden, und welche in dem Zusammenhang eine listenerste Funktionsinformation
sein könnte. Es ist beispielsweise möglich, dass ein Haushaltsgerät in einem Privatbereich
anderweitig genutzt wird, als beispielsweise in der Öffentlichkeit. Die Öffentlichkeit
könnte in dem Zusammenhang beispielsweise ein frei zugängliches Haushaltgerät in einem
Bahnhof oder in einem Flughafen oder in einem Schwimmbad oder dergleichen sein. Auch
die Nutzung in öffentlichen Gebäuden, wie in einer Schule oder in einem Kindergarten
oder einer Behörde kann in dem Zusammenhang unterschiedlich sein als beispielsweise
bei einer privaten Nutzung in einer eigenen Wohnung oder in einem Privathaus. Ebenso
kann der Nutzer des Haushaltsgeräts im Hinblick auf die gewünschten Funktionsinformationen
in einem Unternehmen unterschiedlich sein als in einem Privatbereich.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass ein Änderungskriterium überwacht
und ausgewertet wird und das Erstellen der Favoritenliste abhängig von dem Änderungskriterium
automatisch angepasst wird. Es kann zusätzlich oder anstatt dazu auch vorgesehen sein,
dass ein Änderungskriterium überwacht und ausgewertet wird und das Erstellen der Favoritenliste
abhängig von einer Änderung dieses Änderungskriterium automatisch angepasst wird.
Die Überwachung des Änderungskriteriums kann beispielsweise auch kontinuierlich, beispielsweise
in einem von dem Stand-by-Betrieb des Haushaltsgeräts unterschiedlichen Normalbetrieb,
erfolgen. Insbesondere kann im Hinblick auf ein Änderungskriterium ein Nutzungsverhalten
des Haushaltsgeräts beobachtet werden, abhängig davon eine bereits erstellte Favoritenliste
geändert werden. Ein Änderungskriterium kann beispielsweise auch eine Tageszeit oder
ein Wochentag oder eine Jahreszeit sein. Abhängig davon können beispielsweise warme
Getränke oder gekühlte Getränke bevorzugt gewünscht sein. Und insbesondere durch das
Haushaltsgerät entsprechend zubereitet werden. Ebenso kann dies mit Speisen der Fall
sein.
[0015] Damit kann in einer vorteilhaften Ausführung sehr dynamisch auf aktuelle und/oder
sich ändernde Szenarien reagiert werden. Es kann somit dynamisch eine derartige Favoritenliste
aktuell angepasst werden und aktuell und somit sehr bedarfsgerecht auf die momentane
Situation zugeschnitten, eine listenerste Funktionsinformation bestimmt und bereitgestellt
werden. Da die Änderungskriterien teilweise unabhängig von der Betriebsweise des Haushaltsgeräts
sind, also unabhängig davon, ob im Normalbetrieb oder im Stand-by-Modus auftreten,
andere Änderungskriterien jedoch davon abhängig sind, ob das Haushaltsgerät im Normalbetrieb
beobachtet wird oder im Stand-by-Modus beobachtet wird, können auch genau diese verschiedenen
Szenarien bei dieser Überwachung und Analyse miteinfließen.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass eine von einer Tageszeit und/oder
einem Wochentag und/oder einer Jahreszeit abhängige Favoritenliste erzeugt wird und
im Stand-by-Modus abhängig von zumindest einem dieser Zeitparameter die jeweils listenerste
Funktionsinformation auf der Anzeigeeinheit aktiviert angezeigt wird.
[0017] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass auf der Anzeigeeinheit eine vom Nutzer individuell
festgelegte, listenerste Funktionsinformation im Stand-by-Modus angezeigt wird und
zusätzlich auf der Anzeigeeinheit eine durch das Haushaltsgerät selbst erzeugte listenerste
Funktionsinformation im Stand-by-Modus angezeigt wird. Dies ist eine weitere sehr
vorteilhafte Ausführung. Denn somit kann einerseits gleichzeitig einem individuellen
Nutzer eine auf ihn alleine zugeschnittene sehr bedarfsgerechte Anzeige präsentiert
werden, andererseits auch gegebenenfalls für einen diesbezüglich anderweitigen Nutzer
oder eine anderweitige Nutzergruppe durch das System selbst bestimmte bevorzugte Funktionsinformation
präsentiert werden.
[0018] Vorzugsweise wird als Funktionsinformation eine Information aus Buchstaben und/oder
Symbolen auf der Anzeigeeinheit angezeigt. Es können in dem Zusammenhang Kurzbezeichnungen
und/oder Buchstabenkombinationen oder ganze Wörter dargestellt werden. Ebenso können
diesbezüglich auch zusätzlich Zahlen angezeigt werden. Als Symbole können sogenannte
Icons angezeigt werden. Diese Symbole können auch die Funktionsinformation selbsterklärend
repräsentieren. Für eine derartige Ausgestaltung wird auch in kompakter und dennoch
intuitiv wahrnehmbarer und verständlicher Art und Weise eine Funktionsinformation
präsentiert.
[0019] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die listenerste Funktionsinformation auf einem
berührsensitiven Bedienfeld des Haushaltsgeräts, das Bestandteil der Anzeigeeinheit
ist, angezeigt werden. Durch das Berühren der angezeigten Funktionsinformationen wird
in einer vorteilhaften Ausführung die damit verknüpfte Funktion des Haushaltsgeräts
ausgewählt und/oder gestartet. Es kann vorgesehen sein, dass mit diesem Berühren das
Haushaltsgerät automatisch von dem Stand-by-Modus in den Normalbetrieb beziehungsweise
in den Normalmodus wechselt. Es wird also durch diese Auswahl der im Stand-by-Modus
aktiv angezeigten Funktionsinformation auch zugleich das Haushaltsgerät quasi aufgeweckt.
[0020] In einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass durch die Funktionsinformationen
Schnellzugriffe auf Betriebsfunktionen des Haushaltsgeräts und/oder Schnellzugriffe
auf Zubereitungsprogramme des Haushaltsgeräts und/oder Schnellzugriffe auf Untermenüs
gebildet werden. Mit einer Funktionsinformation kann somit beispielsweise ein spezifisches
Zubereitungsprogramm des Haushaltsgeräts, mittels welchem ein Lebensmittel, wie Speisen
oder Getränke, zubereitet werden. Dies bedeutet, dass hier ganz spezifisch Parameter
bezüglich der Zeitdauer und/oder Temperatur und/oder Feuchtigkeit und/oder anderer
Parameter festgelegt sind. Andererseits kann eine Betriebsfunktion beispielsweise
das Aktivieren einer Funktionseinheit des Haushaltsgeräts sein. Die Funktionseinheit
kann beispielsweise eine Heizeinheit und/oder ein Gebläse und/oder eine Lichtquelle
und/oder eine anderweitige technische Einrichtung sein. Ein Untermenü kann eine Spezifikation
eines übergeordneten Menüs sein. In der Ausgestaltung als Schnellzugriff können somit
auch Möglichkeiten geschaffen werden, dass bei sehr umfänglich mit Funktionen bestückten
Haushaltsgeräten und/oder umfänglich hierarchisch aufgebauten Menüstrukturen ein direkter
Zugriff auf eine gewünschte Funktion erreicht wird. Damit kann gegebenenfalls ein
Überspringen von mehreren Menüs und/oder eigentlich erforderlichen Handlungsabläufen
ermöglicht werden. Insbesondere kann somit quasi durch ein einziges Betätigen der
Anzeige auf der Anzeigeeinheit sofort zu der gewünschten Funktion gelangt werden.
Ein umfängliches Bedienszenario ist dadurch ebenfalls vermieden. Somit ist die Bedienung
schneller, fehlerminimierter und in dem Zusammenhang somit auch nutzerfreundlicher.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass zumindest eine Funktionsinformation
durch einen Nutzer selbst konfiguriert werden kann. Damit ist das Haushaltsgerät noch
flexibler einsetzbar. Somit sind nicht nur fest vorgegebene Funktionsinformationen
vorhanden, sondern es ist somit auch eine nutzerindividuelle Gestaltung ermöglicht.
Eine derartige selbstkonfigurierte Funktionsinformation kann in einer vorteilhaften
Ausführung auch abgespeichert werden. Beispielsweise kann hier eine individuelle Konfiguration
eines Zubereitungsprogramms ermöglicht werden. Es können in dem Zusammenhang individuelle
Zeitdauern der Zubereitung und/oder individuelle Temperaturen bei der Zubereitung
und/oder individuelle Feuchtegrade etc. definiert werden.
[0022] In einer vorteilhaften Ausführung ist auch vorgesehen, dass ein Nutzungsverhaltung
in der Vergangenheit überwacht und analysiert wird. Insbesondere kann in dem Zusammenhang
auch das Anzeigen von listenersten Funktionsinformationen und ein daraus resultierendes
Nutzungsverhaltung analysiert werden. Somit ist es auch möglich, dass Haushaltsgerät
selbst zu trainieren, insbesondere maschinell zu trainieren. Dadurch kann ein noch
bedarfsgerechteres nutzerzugeschnitteneres Erstellen einer Favoritenliste einerseits
und/oder ein Anzeigen einer listenersten Funktionsinformation andererseits ermöglicht
werden.
[0023] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät mit Funktionen, die
Betriebsfunktionen und/oder Zubereitungsfunktionen sind. Das Haushaltsgerät weist
darüber hinaus auch eine Steuereinheit auf. Das Haushaltsgerät ist zum Durchführen
eines Verfahrens gemäß dem oben genannten Aspekt oder einer vorteilhaften Ausgestaltung
davon ausgebildet. Insbesondere wird dieses Verfahren mit dem Haushaltsgerät durchgeführt.
Es kann durch die Steuereinheit gesteuert werden.
[0024] Durch die Erfindung ist es somit allgemein betrachtet möglich, neue Schnittstellengenerationen
für Haushaltsgeräte bereitzustellen. Es kann aktiv oder passiv das Ablegen derartiger
Favoriten von Funktionsinformationen erfolgen und ein entsprechendes Anzeigen im Stand-by-Modus
des Haushaltsgeräts erfolgen. Ein Nutzer kann beispielsweise zusätzlich zur Uhrzeit
und zum Datum mit gerätespezifischen Statusanzeigen ein oder mehrere derartige Funktionsinformationen
im Stand-by-Modus, insbesondere als Schnellzugriffe beziehungsweise insbesondere als
Links definieren oder automatisch definieren lassen. Diese können zu einem Untermenü
des Haushaltsgeräts führen, um eine beliebige Anwendung öffnen zu können oder gebündelte
Eigenschaften aufzurufen. Eine derartige Bündelung kann auch beispielsweise durch
einen Algorithmus erfolgen. Ein Schnellzugriff kann über verschiedene Wege festgelegt
werden. Beispielsweise kann es vorgesehen sein, dass derartige Schnellzugriffe selbst
durch einen Nutzer konfiguriert werden. Dies kann beispielsweise über eine Eingabeeinheit
am Haushaltsgerät erfolgen. Es kann jedoch auch über eine externe Einheit erfolgen.
Beispielsweise kann dies ein externes Kommunikationsgerät sein. Dieses kann beispielsweise
mit dem Haushaltsgerät vernetzt sein. Die Zusammensetzung einer Favoriteninformation
kann auch über selbst definierte Merkmale des Nutzers erfolgen, insbesondere diesbezüglich
aktiv erfolgen. Es kann jedoch auch über einen Algorithmus automatisch erfolgen. Insbesondere
können beispielsweise Kriterien beziehungsweise Parameter, wie die Häufigkeit, die
Intensität, der Zeitpunkt und die Zeitdauer oder die Nutzerintensität einer auszuführenden
Anwendung, die Auswertung eines individuellen Schnellzugriffs bestimmen. Insbesondere
ist in dem Stand-by-Modus lediglich eine Verknüpfung und somit ein Link gesetzt, der
die Ergebniskonfiguration aufruft.
[0025] Ein Haushaltsgerät kann beispielsweise zum Zubereiten von Lebensmitteln ausgebildet
sein. Es kann beispielsweise ein Backofen oder ein Dampfgargerät oder ein Mikrowellengargerät
oder ein Kochfeld sein. Ein Haushaltsgerät zum Zubereiten von Lebensmitteln kann jedoch
auch beispielsweise ein Kaffeevollautomat sein. Ein Haushaltsgerät kann jedoch auch
beispielsweise ein Haushaltskältegerät sein. Beispielsweise kann dies ein Kühlgerät
oder ein Gefriergerät oder ein Kühl-Gefrier-Kombigerät sein. Das Haushaltskältegerät
kann beispielsweise einen Spender aufweisen, der zur Ausgabe von Getränken und/oder
Eisformelementen ausgebildet ist. Beispielsweise können Funktionsinformationen diesem
Spender zugehörig sein.
[0026] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bei einem Kaffeevollautomaten tageszeitabhängig
Kaffeesorten auf der Anzeigeeinheit im Stand-by-Modus angezeigt werden. Beispielsweise
kann hier ein Algorithmus zugrunde liegen, der die häufigsten genutzten Kaffeearten
in Abhängigkeit von typischen Kaffeetrink-Zeitfenstern bestimmt. Beispielsweise kann
der Algorithmus direkt im Haushaltsgerät oder auf einer externen Recheneinheit ausgeführt
werden. Insbesondere kann dann über ein Hausnetzwerk diese Information an das Haushaltsgerät
übertragen werden. Wird beispielsweise dann die angezeigte Funktionsinformation, wie
beispielsweise ein Symbol und/oder Text und/oder Zahlen im Stand-by-Modus auf der
Anzeigeeinheit als listenerste Funktionsinformation angezeigt und beispielsweise insbesondere
durch einen Nutzer berührt, wird die Konfigurationsebene der Getränkesorte aufgerufen.
Der Nutzer kann dann die Zubereitung des Kaffees sofort über ein Betätigen eines weiteren
Bedienelements aktivieren. Beispielsweise kann dies durch das Berühren der angezeigten
Getränkesorte erfolgen. Insbesondere kann auch vorgesehen sein, dass die Automatisierung
ein selbstlernendes System bereitstellt, dessen Daten über das Heimnetzwerk bereitgestellt
werden können und sich auch stets aktualisieren können.
[0027] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel kann das Haushaltsgerät beispielsweise ein
Mikrowellengargerät sein. Beispielsweise sich stets wiederholende Zubereitungsvorgänge,
wie das Aufheizen von Flüssigkeiten, können hier automatisch gekennzeichnet werden
und als individuelle Einstellungen vom System gespeichert werden. Beispielsweise kann
hier das aktive Setzen eines Favoriten auf der Anzeigeeinheit im Stand-by-Modus das
Aufwärmen von Babybrei oder das Aufwärmen von Milch sein. All diese genannten konkreten
Beispiele sind keinesfalls abschließend zu verstehen und sollen nur beispielhaft erläutern,
welche Möglichkeiten geboten sind.
[0028] Aufgrund dieser Vorgehensweise, insbesondere mit Schnellzugriffen, kann der Nutzer
Anwendungen nach seinen Gewohnheiten selbst individualisieren beziehungsweise individualisieren
lassen. Er nutzt damit bekannte Bedienmuster, die er bereits von anderen Geräten gewohnt
ist oder kennt. Damit kann auch unter anderem die Erwartungskonformität an moderne
Haushaltsgeräte erfüllt werden. Die Bedienung ist dadurch intuitiver und nutzerfreundlicher.
Zudem nutzt der Nutzer den Komfort aktueller Technik. Die intelligente Verknüpfung
und Auswertung von Daten ermöglicht dem Nutzer Zusammenstellungen zu nutzen, die ein
wiederholtes Eingeben von Einstellparametern umgehen oder im Zweifel auch erst neue
Zugänge eröffnen, die ihm ansonsten nicht bekannt gewesen sind. Die Vorgehensweise
reduziert auch die Komplexität der Gerätebedienung und setzt dank der Platzierung
auf der obersten Menüebene im Stand-by-Modus auch auf eine schnelle und einfache Bedienung.
Durch das Verfahren ist es auch möglich, bestehende Favoriteninformationen zu markieren.
Diese können sich auch in einer Form auf dem Stand-by-Feld als sogenannter Shortcut
wiederfinden. Eine derartige Markierung eines Favoriten kann vom Nutzer selbst durchgeführt
werden oder automatisch erfolgen. Insbesondere können in dem Zusammenhang Favoriteninformationen,
die beispielsweise als Symbole, wie Icons, dargestellt sind, diesbezüglich markiert
und somit ausgewählt werden. Es kann in dem Zusammenhang nur vorgesehen sein, dass
sie die Zustände markiert oder nicht markiert aufweisen. Damit ist in dem Zusammenhang
bereits ein Ausführungsbeispiel gezeigt, welches das Erstellen einer Favoritenliste
darstellt.
[0029] Es ist es auch möglich, dass eine Favoritenliste in einer minimalen Konfiguration
nur aus einem Favoriten besteht. Es können in der Favoritenliste jedoch auch zumindest
zwei Favoriten vorhanden sein. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Anzahl von Favoriten
von Funktionsinformationen limitiert ist, die diesbezüglich ausgewählt werden können.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass zwei derartige Favoriten von Funktionsinformationen
bezüglich der Anzahl vom System her vorgegeben werden und in dem Zusammenhang nicht
mehr als diese zwei ausgewählt und markiert werden können. Wird eine dieser Favoriten
gelöscht, so kann eine Logik vorgesehen sein, die eine Neusortierfunktionsinformation
vorsieht. Insbesondere kann hier eine Neusortierung der Funktionsinformationen, die
im Stand-by-Modus angezeigt werden, vorgesehen sein. Eine derartige Logik kann jedoch
auch entfallen, wenn die Anzahl dieser möglichen Favoriten klein ist, beispielsweise
nicht größer als 2 ist.
[0030] Mit Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung",
"Breitenrichtung", "Höhenrichtung" etc. sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und
bestimmungsgemäßem Positionieren der Anordnung gegebenen Positionen und Orientierungen
angegeben.
[0031] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen von der Erfindung
als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt und
erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten
Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen und Merkmalskombinationen
als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten
unabhängigen Anspruchs aufweisen. Es sind darüber hinaus Ausführungen und Merkmalskombinationen,
insbesondere durch die oben dargelegten Ausführungen, als offenbart anzusehen, die
über die in den Rückbezügen der Ansprüche dargelegten Merkmalskombinationen hinausgehen
oder abweichen.
[0032] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts;
- Fig. 2
- eine beispielhafte Darstellung einer möglichen Vorgehensweise zum Bestimmen einer
Favoritenliste von Funktionsinformationen;
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorgehensweise zur Bestimmung einer Favoritenliste
von Funktionsinformationen;
- Fig. 4
- eine beispielhafte Darstellung einer listenersten Funktionsinformation auf einer Anzeigeeinheit
des Haushaltsgeräts; und
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Anzeige von Funktionsinformationen im Stand-by-Modus
eines Haushaltsgeräts.
[0033] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0034] In Fig. 1 ist ein Haushaltsgerät 1 gezeigt. Das Haushaltsgerät 1 kann ein Gerät zum
Zubereiten und/oder Lagern von Lebensmitteln sein. Beispielsweise kann es ein Backofen
oder ein Dampfgargerät oder ein Mikrowellengargerät sein. Es kann auch ein Kochfeld
sein. Ebenso kann es jedoch auch beispielsweise ein Haushaltskältegerät sein. Das
Haushaltsgerät 1 kann auch ein Kaffeevollautomat sein. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
weist das Haushaltsgerät 1 ein Gehäuse 2 auf. In dem Gehäuse 2 ist ein Aufnahmeraum
3 ausgebildet. Der Aufnahmeraum 3 ist zum Aufnehmen von Lebensmitteln ausgebildet.
Die Lebensmittel können in dem Aufnahmeraum 3 zubereitet und/oder gelagert werden.
Das Haushaltsgerät 1 weist darüber hinaus eine Tür 4 auf. Diese ist zum Verschließen
des Aufnahmeraums 3 vorgesehen. Die Tür 4 ist bewegbar in dem Gehäuse 2 angeordnet.
Darüber hinaus weist das Haushaltsgerät 1 eine Anzeigeeinheit 5 auf. Dies ist im Ausführungsbeispiel
an einer Frontblende 6 angeordnet. Sie kann jedoch auch anderweitig positioniert sein.
Die Anzeigeeinheit 5 ist insbesondere als Bedien- und Anzeigeeinheit ausgebildet.
Sie kann zumindest bereichsweise als ein elektronisches Display ausgebildet sein.
Sie kann zumindest bereichsweise als berührsensitive Bedienvorrichtung ausgebildet
sein. Darüber hinaus weist das Haushaltsgerät 1 eine Steuereinheit 7 auf. Diese kann
intern im Haushaltsgerät 1 angeordnet sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass
das Haushaltsgerät 1 Bestandteil eines Systems 8 ist. Dieses System 8 weist auch ein
Kommunikationsnetz 9 auf. Über dieses Kommunikationsnetz 9 können mehrere Geräte miteinander
kommunizieren. Bei einer derartigen Ausführung kann die Steuereinheit 7 dann auch
extern zum Haushaltsgerät 1 sein. Sie kann über das Netzwerk 9 mit dem Haushaltsgerät
1 kommunizieren.
[0035] Die Steuereinheit 7 kann dann beispielsweise ein tragbares Kommunikationsendgerät
sein. Beispielsweise kann es dann auch ein Smartphone oder ein Tablet sein. Ebenso
kann die Steuereinheit 7 dann Bestandteil eines anderen Geräts, insbesondere eines
anderen Haushaltsgeräts sein.
[0036] Das Haushaltsgerät 1 kann in einem Normalmodus betrieben werden. Es weist somit diesen
Normalmodus auf. In diesem Normalmodus kann beispielsweise das Zubereiten von Lebensmitteln,
wie Getränken oder Speisen, erfolgen. Das Haushaltsgerät 1 ist in diesem Normalmodus
somit für seinen Einsatzzweck bestimmt aktiviert. Darüber hinaus kann das Haushaltsgerät
1 einen zum Normalmodus unterschiedlichen Stand-by-Modus aufweisen. Das Haushaltsgerät
1 weist eine Vielzahl, und somit zumindest zwei, Funktionen auf. Dies können Betriebsfunktionen
und/oder Zubereitungsfunktionen sein.
[0037] Bezüglich dem Haushaltsgerät 1 ist vorgesehen, dass mehrere Funktionsinformationen
bereitgestellt werden. Funktionsinformationen sind insbesondere Informationen, die
den genannten Funktionen zugehörig sind. Sie können somit diese Funktion beschreiben
beziehungsweise erklärende Informationen dazu bereitstellen. Diese Funktionsinformationen
können auf der Anzeigeeinheit 5 angezeigt werden.
[0038] In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist in einem Beispiel gezeigt, dass mehrere Funktionsinformationen
10, 11, 12 und 13 elektronisch angezeigt sind. Es kann eine Erstellung einer Favoritenliste
dieser Funktionsinformationen 10 bis 13 erfolgen. Die Funktionsinformationen 10 bis
13 sind hier jeweils als optische Blöcke auf der Anzeigeeinheit 5 dargestellt. Sie
enthalten sowohl Buchstaben als auch Symbole als auch teilweise Zahlen. Zur Erstellung
einer Favoritenliste kann vorgesehen sein, dass dies durch einen Nutzer selbst durchgeführt
wird. Alternativ kann eine derartige Favoritenliste auch durch das Haushaltsgerät
1 selbst automatisch erstellt werden. Eine Favoritenliste kann zumindest eine Funktionsinformation
10 bis 13 aufweisen. Es ist stets eine somit listenerste Funktionsinformation vorhanden.
Ausgehend von dem linken oberen Bild in Fig. 2, in der Funktionsinformationen als
Favoriten dargestellt sind, kann gemäß dem weiteren Schritt dem mittleren oberen Bild
in Fig. 2 bearbeiten und diese Favoriten der Funktionsinformation 10 bis 13 erfolgen.
Beispielsweise ist es möglich, dass hier Symbole, insbesondere eigens beim Erstellen
eines Favoriten von einem Nutzer eine Eingabeeinheit, beispielsweise Tastatur oder
das berührsensitive Bedienfeld selbst, festgelegt werden. Das Erstellen dieser Favoritenliste
und somit auch einer listenersten Funktionsinformation kann auch durch den Nutzer
selbst erfolgen. Dadurch kann beispielsweise auch ausgewählt werden, wie dies dann
im rechten Bild in der oberen Reihe in Fig. 2 gezeigt ist, beim Hinzufügen einer Funktionsinformation
einer Stand-by-Anzeige auf der Anzeigeeinheit 5. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
legt der Nutzer somit selbst fest, welche Funktionsinformation 10 bis 13 aus diesen
Funktionsinformationen 10 bis 13 die diesbezüglich listenerste Funktionsinformation
ist und welche somit im Stand-by-Modus auf der Anzeigeeinheit 5 angezeigt werden soll.
Im Ausführungsbeispiel ist dies gemäß dem Bild in der unteren Reihe in Fig. 5 die
Funktionsinformation 11. In dem rechten Bild in der unteren Reihe in Fig. 2 ist dann
eine Anzeige 14 im Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts 1 auf der Anzeigeeinheit 5 beispielhaft
gezeigt. Es ist hier die Uhrzeit 15 dargestellt. Darüber hinaus ist nur ein Symbol
16, welches hier die Funktionsinformation 11 dieser Funktion symbolisiert, aktiv angezeigt.
Durch einfaches Auswählen dieser Funktionsinformationen insbesondere durch Berühren
des Symbols 16 auf der Anzeigeeinheit 5 können Funktionsinformationen ausgewählt werden.
Sie können insbesondere dann auch gestartet werden. Beispielsweise kann auch vorgesehen
sein, dass beim Auswählen dieses Symbols 16 in ein vorteilhaft abgelegtes und vorgesehenes
Untermenü gewechselt wird. Es kann dann beim Wechseln in dieses Untermenü die Funktionsinformation
und die damit verknüpfte Funktion gestartet werden. Ebenso ist es jedoch auch möglich,
dass ein Starter dieser Funktion sofort erfolgt, wenn das Symbol 16 auf der Anzeigeeinheit
5, insbesondere auf dem berührsensitiven Bedienfeld, berührt wird.
[0039] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass in diesem Stand-by-Modus
auf der Anzeigeeinheit 5 zusätzlich eine weitere Funktionsinformation aktiv angezeigt
wird. Auch dies kann beispielsweise durch nur ein Symbol 17 erfolgen. Dieses Symbol
17 kann eine Funktionsinformation symbolisieren, die beispielsweise vom Haushaltsgerät
1 automatisch erstellt wurde. Sie stellt somit eine listenerste Funktionsinformation
einer Favoritenliste, die vom Haushaltsgerät 1 selbst automatisch erstellt wurde,
dar.
[0040] In einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 kann vorgesehen sein, dass als
Anzeige Funktionsinformationen 10 bis 13 in der Anzeigeeinheit 5 als sogenanntes Karussell
dargestellt wird, indem diese Funktionsinformationen als viereckige Kacheln optisch
dargestellt werden. Das jeweils in dem Karussell vorrangige Element wird, wie dies
in dem linken Bild in Fig. 3 gezeigt ist, vergrößert dargestellt. Dies ist hier die
Funktionsinformation 11. Dies betrifft hier beispielsweise den sogenannten Favorit
A. Im rechten Bild in Fig. 3 ist wiederum ein Beispiel für eine Anzeige im Stand-by-Modus
auf der Anzeigeeinheit 5 dargestellt. Diesem Favoriten A ist beispielsweise wiederum
ein Symbol 18 zugeordnet, welches in dem Stand-by-Modus auf der Anzeigeeinheit 5 aktiv
angezeigt ist.
[0041] Alternativ zu den Beispielen in Fig. 2 und Fig. 3 in denen die listenersten Funktionsinformationen
jeweils nur mit Symbolen 16 und 18 auf der Anzeigeeinheit 5 im Stand-by-Modus angezeigt
werden, können zugehörigen Informationen, wie sie beispielsweise in Fig. 2 und Fig.
3 erläutert wurden und beispielhaft dargelegt sind, zusätzlich oder anstelle dieser
Symbole 16 und 18 im Stand-by-Modus auf der Anzeigeeinheit 5 aktiv angezeigt werden.
Beispielsweise können somit zusätzlich zu diesen lediglich Symbolen 16 und 18 auch
Buchstaben und/oder Wörter und/oder Zahlen angezeigt werden. Beispielsweise kann in
dem Zusammenhang somit auch die Funktionsinformation 11, wie sie in Fig. 2 im linken
Bild in der unteren Reihe dargestellt ist, anstelle des nur vorgesehenen Symbols 16
angezeigt werden. Selbiges kann beispielsweise in Fig. 3 erfolgen. Beispielsweise
können hier die Funktion repräsentierende Schlagworte und/oder die Funktion repräsentierende
Parameterwerte angezeigt werden.
[0042] In Fig. 4 ist ein weiteres Beispiel für eine Anzeige von Informationen auf der Anzeigeeinheit
5 im Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts 1 gezeigt. Es ist hier eine alternative Darstellung
der Uhrzeit 15 gezeigt. Diese ist hier nicht digital sondern symbolisch mit Zeigern
dargestellt. Insbesondere ist hier vorgesehen, dass nur ein Symbol 19 im Flächenbereich
dieser Uhr 15 auf der Anzeigeeinheit 5 dargestellt ist. Dieses Symbol 19 bildet wiederum
die listenerste Funktionsinformation einer Favoritenliste ab. Auch hier kann anstelle
des nur gezeigten Symbols 19 eine Zusatzinformation, die die desbezüglich charakterisierende
Funktionsinformation zusätzlich spezifiziert, angezeigt werden.
[0043] In Fig. 5 ist in einer weiteren Darstellung eine Anzeige auf der Anzeigeeinheit 5
im Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts 1 gezeigt. Zusätzlich zur Anzeige der Uhr 15
sind hier wiederum Symbole 18 und 17 beispielhaft gezeigt. Dies können beispielsweise
Anzeigen eines Mikrowellengargeräts sein, die einerseits die listenerste Funktionsinformation
darstellt, hier durch das Symbol 18, und beispielsweise ein Aufheizen einer Flüssigkeit
beschreibt. Andererseits kann das Symbol 17, welches hier im Beispiel eine listenerste
Funktionsinformation darstellt, eine Funktion zum Zubereiten eines Breis, insbesondere
für ein Kleinkind, symbolisieren. Es kann vorgesehen sein, dass eine dieser beiden
Funktionsinformationen, die durch die Symbole 17 oder 18 charakterisiert werden, durch
einen Nutzer selbst als listenersten Funktionsinformation vorgegeben wurde und die
andere durch das Haushaltsgerät 1 selbst automatisch als listenerste Funktionsinformation
einer automatisch erstellten Favoritenliste von Funktionsinformationen erzeugt wurde.
[0044] Generell kann eine Funktionsinformation zumindest aus einem einzigen Buchstaben und/oder
zumindest aus einem einzigen Symbol und/oder aus zumindest einer einzigen Zahl bestehen.
Es können auch vielfältigste dieser verschiedenen Charakterisierungsmerkmale einer
Funktionsinformation kombiniert werden. Das Wesentliche ist, dass eine listenerste
Funktionsinformation, die durch einen Nutzer oder durch das System selbst automatisch
erstellt wurde, auf der Anzeigeeinheit 5 in einem Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts
1 angezeigt wird. Und insbesondere sofort ausgewählt werden kann. Eine Auswahl kann
sowohl durch manuelles Berühren der angezeigten Information auf der Anzeigeeinheit
5 erfolgen oder auch beispielsweise durch ein Sprachsignal erfolgen. Ebenso ist es
möglich eine entsprechende Auswahl durch eine Geste vorzunehmen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Aufnahmeraum
- 4
- Tür
- 5
- Anzeigeeinheit
- 6
- Frontblende
- 7
- Steuereinheit
- 8
- System
- 9
- Kommunikationsnetz
- 10
- Funktionsinformation
- 11
- Funktionsinformation
- 12
- Funktionsinformation
- 13
- Funktionsinformation
- 14
- Anzeige
- 15
- Uhrzeit
- 16
- Symbol
- 17
- Symbol
- 18
- Symbol
- 19
- Symbol
- A
- Favorit
1. Verfahren zum Anzeigen von auswählbaren Funktionsinformationen (10, 11, 12, 13) auf
einer Anzeigeeinheit (5) eines Haushaltsgeräts (1), bei welchem folgende Schritte
durchgeführt werden:
- Bereitstellen von mehreren separaten Funktionsinformationen (10, 11, 12, 13), die
auf der Anzeigeeinheit (5) angezeigt werden können;
- Erstellen einer Favoritenliste von Funktionsinformationen (10 bis 13);
gekennzeichnet, durch:
- Anzeigen der listenersten Funktionsinformation (10 bis 13) auf der elektronischen
Anzeigeeinheit (5) in einem Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts (1).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn der Stand-by-Modus am Haushaltsgerät (1) aktiviert wird, automatisch die
listenerste Funktionsinformation (10 bis 13) an der Anzeigeeinheit (5) aktiviert angezeigt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Stand-by-Modus des Haushaltsgeräts (1) der Umgebungsbereich (20) des Haushaltsgeräts
(1) mit zumindest einer Erfassungseinheit (1a) erfasst wird und bei einem Erkennen
eines Annäherns einer Person an das Haushaltsgerät (1), das Anzeigen der listenersten
Funktionsinformation auf der Anzeigeeinheit (5) automatisch aktiviert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Favoritenliste durch einen Nutzer selbst erzeugt wird und in der Anzeigeeinheit
(5) abgespeichert wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Favoritenliste automatisch durch das Haushaltsgerät (1) selbst erstellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das automatische Erstellen der Favoritenliste abhängig von einem in der Vergangenheit
erfolgten Durchführen der Funktionsinformationen und/oder abhängig von einem Aufstellort
des Haushaltsgeräts (1) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Änderungskriterium überwacht und ausgewertet wird und das Erstellen der Favoritenliste
abhängig von dem Änderungskriterium und/oder einer Änderung des Änderungskriteriums
automatisch angepasst wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der Tageszeit und/oder einem Wochentag und/oder einer Jahreszeit abhängige
Favoritenliste erzeugt wird und im Stand-by-Modus abhängig von zumindest einem dieser
Zeitparameter die jeweils listenerste Funktionsinformation (10 bis 13) auf der Anzeigeeinheit
(5) aktiviert angezeigt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Anzeigeeinheit (5) eine nutzerindividuell festgelegte, listenerste Funktionsinformation
(10 bis 13) im Stand-by-Modus angezeigt wird und zusätzlich auf der Anzeigeeinheit
(5) eine durch das Haushaltsgerät (1) selbst erzeugte listenerste Funktionsinformation
(10 bis 13) im Stand-by-Modus angezeigt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Funktionsinformation (10 bis 13) Buchstaben und/oder Symbole (16, 17, 18, 19)
und/oder Zahlen auf der Anzeigeeinheit (5) angezeigt werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die listenerste Funktionsinformation (10 bis 13) auf einem berührsensitiven Bedienfeld
des Haushaltsgeräts (1) angezeigt wird und durch das Berühren der angezeigten Funktionsinformation
(10 bis 13) die damit verknüpfte Funktion des Haushaltsgeräts (1) gestartet wird oder
in ein Untermenü gewechselt wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Funktionsinformationen (10 bis 13), insbesondere angezeigte Informationen
(16, 17, 18, 19), Schnellzugriffe auf Betriebsfunktionen des Haushaltsgeräts (1) und/oder
Schnellzugriffe auf Zubereitungsprogramme des Haushaltsgeräts (1) und/oder Schnellzugriffe
auf Untermenüs gebildet werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Funktionsinformation (10 bis 13) durch einen Nutzer selbst konfiguriert
werden kann.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von einem Nutzungsverhalten des Haushaltsgeräts (1) in der Vergangenheit
das Haushaltsgerät (1) automatisch zumindest eine Funktionsinformation (10 bis 13)
erstellt, insbesondere abspeichert und/oder einem Nutzer zur Auswahl anbietet.
15. Haushaltsgerät (1) mit Funktionen, die Betriebsfunktionen und/oder Zubereitungsfunktionen
sind, und mit einer Steuereinheit (7), wobei das Haushaltsgerät (1) zum Durchführen
eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.