[0001] Verschiedene Ausführungsbeispiele betreffen ein Selbstbedienungsterminal und ein
Verfahren zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals.
[0002] An einem Selbstbedienungsterminal, wie beispielsweise einem Bankautomaten, kann ein
Benutzer verschiedene Dienstleistungen ohne Interaktion mit einer zusätzlichen Person
in Anspruch nehmen. Dabei kann es erforderlich sein, dass im Nachhinein ein Nachweis
verfügbar ist, um eine durch den Benutzer durchgeführt Interaktion zu bestätigen bzw.
zu beweisen. Beispielsweise kann es erforderlich sein, zu beweisen, dass ein Benutzer
Geld an einem Geldautomaten abgehoben hat. Dafür können während des Benutzens des
Selbstbedienungsterminals beispielsweise Bilddaten aufgenommen werden. Da dies hohe
Speichermengen erfordert, werden nur Einzelbilder gespeichert. Allerdings kann es
vorkommen, dass der Benutzer auf den gespeicherten Einzelbildern nicht eindeutig erkennbar
ist, sodass die durch den Benutzer durchgeführte Interaktion nicht bestätigt werden
kann. Daher kann es erforderlich sein, Bilddaten zu speichern, welche eine Identifikation
des Benutzers sicher ermöglichen. Ferner kann es zur Erhöhung der Speichereffizienz
erforderlich sein, die zu speichernde Datenmenge zu reduzieren.
[0003] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen werden ein Selbstbedienungsterminal und ein
Verfahren zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals bereitgestellt, die imstande
sind, einen Benutzer eines Selbstbedienungsterminals zu bestätigen, insbesondere retrospektiv
zu bestätigen.
[0004] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen weist ein Selbstbedienungsterminal auf: eine
Bildgebungsvorrichtung, eingerichtet zum Bereitstellen von mindestens einem digitalen
Bild; mindestens einen Prozessor, eingerichtet zum: Ermitteln, ob das mindestens eine
digitale Bild ein Gesicht einer Person aufweist, und falls das mindestens eine digitale
Bild das Gesicht der Person aufweist, Ausschneiden eines Bildbereichs aus dem mindestens
einen digitalen Bild, der das Gesicht der Person aufweist; und eine Speichervorrichtung,
eingerichtet zum Speichern des Bildbereichs.
[0005] Das Selbstbedienungsterminal mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 bildet
ein erstes Beispiel.
[0006] Das Ausschneiden des Bildbereiches aus einem digitalen Bild und Speichern des Bildbereiches
anstatt des digitalen Bildes hat den Effekt, dass die zu speichernde Datenmenge reduziert
wird. Ferner hat dies den Effekt, dass sichergestellt wird, dass nur Daten gespeichert
werden, die das Gesicht einer Person zeigen. Der gespeicherte Bildbereich kann von
dem Selbstbedienungsterminal an einen externen Server (zum Beispiel eine Speichervorrichtung
eines externen Servers) übermittelt werden, beispielsweise über ein lokales Netzwerk
(z.B. LAN) oder ein weltweites Netzwerk (z.B. GAN, z.B. Internet) übermittelt werden.
In diesem Fall hat es ferner den Effekt, dass die zu übermittelnde Datenmenge reduziert
wird.
[0007] Das Selbstbedienungsterminal kann mindestens einen Bildgebungssensor aufweisen. Der
mindestens eine Bildgebungssensor kann ein Kamera-Sensor und/oder ein Videokamera-Sensor
sein. Die in diesem Absatz beschriebenen Merkmale in Kombination mit dem ersten Beispiel
bilden ein zweites Beispiel.
[0008] Der mindestens eine Prozessor kann ferner eingerichtet sein, um das mindestens eine
digitale Bild zu verwerfen, falls das mindestens eine digitale Bild kein Gesicht einer
Person aufweist. Das in diesem Absatz beschriebene Merkmal in Kombination mit dem
ersten Beispiel oder dem zweiten Beispiel bildet ein drittes Beispiel.
[0009] Der mindestens eine Prozessor kann ferner eingerichtet sein, um, falls das mindestens
eine digitale Bild das Gesicht der Person aufweist, zu ermitteln, ob der ausgeschnittene
Bildbereich einem vordefinierten Kriterium genügt. Das vordefinierte Kriterium kann
ein vordefiniertes Bildqualitätskriterium und/oder ein vordefiniertes Erkennbarkeitskriterium
sein. Der mindestens eine Prozessor kann ferner eingerichtet sein, um den ausgeschnittenen
Bildbereich nur zu speichern, falls der ausgeschnittene Bildbereich dem vordefinierten
Kriterium genügt. Dies hat den Effekt, dass die zu speichernde Datenmenge zusätzlich
reduziert wird. Ferner hat dies den Effekt, dass sichergestellt wird, dass das in
dem Bildbereich dargestellte Gesicht erkennbar ist. Die in diesem Absatz beschriebenen
Merkmale in Kombination mit einem oder mehreren des ersten Beispiels bis dem dritten
Beispiel bilden ein viertes Beispiel.
[0010] Der mindestens eine Prozessor kann ferner eingerichtet sein, um den Bildbereich zu
verwerfen, falls der ausgeschnittene Bildbereich nicht dem vordefinierten Bildqualitätskriterium
und/oder nicht dem vordefinierten Erkennbarkeitskriterium genügt. Das in diesem Absatz
beschriebene Merkmal in Kombination mit dem vierten Beispiel bildet ein fünftes Beispiel.
[0011] Das Bildqualitätskriterium des Bildbereiches kann mindestens einen der folgenden
Parameter aufweisen: Schärfe, Helligkeit, Kontrast. Das Bildqualitätskriterium des
Bildbereiches kann zusätzliche quantifizierbare Bildqualitätsmerkmale aufweisen. Die
in diesem Absatz beschriebenen Merkmale in Kombination mit dem vierten Beispiel oder
dem fünften Beispiel bilden ein sechstes Beispiel.
[0012] Das Erkennbarkeitskriterium kann die Erkennbarkeit des Gesichtes der Person in dem
Bildbereich aufweisen. Das Erkennbarkeitskriterium kann mindestens einen der folgenden
Parameter aufweisen: Verdeckungsgrad des Gesichtes, Blickwinkel. Das Erkennbarkeitskriterium
kann zusätzliche quantifizierbare Merkmale, die die Identifikation einer Person erschweren,
zum Beispiel verhindern, aufweisen. Die in diesem Absatz beschriebenen Merkmale in
Kombination mit einem oder mehreren des vierten Beispiels bis dem sechsten Beispiel
bilden ein siebtes Beispiel.
[0013] Das Selbstbedienungsterminal kann ein Bankautomat, eine Selbstbedienungskasse oder
ein Selbstbedienungskiosk sein. Die in diesem Absatz beschriebenen Merkmale in Kombination
mit einem oder mehreren des ersten Beispiels bis dem siebten Beispiel bilden ein achtes
Beispiel.
[0014] Die Speichervorrichtung kann eingerichtet sein, den Bildbereich des mindestens einen
digitalen Bildes in einer Bilddatenbank zu speichern. Das in diesem Absatz beschriebene
Merkmal in Kombination mit einem oder mehreren des ersten Beispiels bis dem achten
Beispiel bildet ein neuntes Beispiel.
[0015] Die Speichervorrichtung kann ferner eingerichtet sein, um eine Uhrzeit, zu welcher
das Bild mittels der Bildgebungsvorrichtung detektiert wurde, und/oder eine dem Bildbereich
zugeordnete Vorgangsnummer in Verbindung mit dem Bildbereich in der Bilddatenbank
zu speichern. Die in diesem Absatz beschriebenen Merkmale in Kombination mit dem neunten
Beispiel bilden ein zehntes Beispiel.
[0016] Die Vorgangsnummer kann eine Banktransaktionsnummer sein. Das in diesem Absatz beschriebene
Merkmal in Kombination mit dem zehnten Beispiel bildet ein elftes Beispiel.
[0017] Der mindestens eine Prozessor kann eingerichtet sein, um mittels eines Gesichtserkennungsalgorithmus
zu ermitteln, ob das mindestens eine digitale Bild ein Gesicht einer Person aufweist.
Das in diesem Absatz beschriebene Merkmal in Kombination mit einem oder mehreren des
ersten Beispiels bis dem elften Beispiel bildet ein zwölftes Beispiel.
[0018] Das mindestens eine digitale Bild kann eine Sequenz von digitalen Bildern sein. Das
in diesem Absatz beschriebene Merkmal in Kombination mit einem oder mehreren des ersten
Beispiels bis dem zwölften Beispiel bildet ein dreizehntes Beispiel.
[0019] Der mindestens eine Prozessor kann eingerichtet sein, die Sequenz von Bildern zu
verarbeiten und eine Sequenz von Bildbereichen bereitzustellen, und die Speichervorrichtung
kann eingerichtet sein, die Sequenz von Bildbereichen zu speichern. Die in diesem
Absatz beschriebenen Merkmale in Kombination mit dem dreizehnten Beispiel bilden ein
vierzehntes Beispiel.
[0020] Die Speichervorrichtung kann einen nichtflüchtigen Speicher zum Speichern des Bildbereichs
des mindestens einen digitalen Bildes aufweisen. Das in diesem Absatz beschriebene
Merkmal in Kombination mit einem oder mehreren des ersten Beispiels bis dem vierzehnten
Beispiel bildet ein fünfzehntes Beispiel.
[0021] Ein Verfahren zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals kann aufweisen: Detektieren
von mindestens einem digitalen Bild; Ermitteln, ob das mindestens eine digitale Bild
ein Gesicht einer Person aufweist; falls das mindestens eine digitale Bild das Gesicht
der Person aufweist, Ausschneiden eines Bildbereichs aus dem mindestens einen digitalen
Bild, der das Gesicht der Person aufweist; und Speichern des ausgeschnittenen Bildbereichs
des mindestens einen digitalen Bildes. Das in diesem Absatz beschriebene Verfahren
bildet ein sechzehntes Beispiel.
[0022] Der ausgeschnittene Bildbereich des mindestens einen digitalen Bildes kann in einem
nichtflüchtigen Speicher gespeichert werden. Das in diesem Absatz beschriebene Merkmal
in Kombination mit dem sechzehnten Beispiel bildet ein siebzehntes Beispiel.
[0023] Ein Verfahren zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals kann aufweisen: Detektieren
von mindestens einem digitalen Bild; Ermitteln, ob das mindestens eine digitale Bild
ein Gesicht einer Person aufweist; falls das mindestens eine digitale Bild das Gesicht
der Person aufweist, Ausschneiden eines Bildbereichs aus dem mindestens einen digitalen
Bild, der das Gesicht der Person aufweist; Ermitteln, ob der ausgeschnittene Bildbereich
einem vordefinierten Kriterium genügt; und Speichern des ausgeschnittenen Bildbereichs
des mindestens einen digitalen Bildes, falls der ausgeschnittene Bildbereich dem vordefinierten
Kriterium genügt. Das in diesem Absatz beschriebene Verfahren bildet ein achtzehntes
Beispiel.
[0024] Der ausgeschnittene Bildbereich, der dem vordefinierten Kriterium genügt, kann in
einem nichtflüchtigen Speicher gespeichert werden. Das in diesem Absatz beschriebene
Merkmal in Kombination mit dem achtzehnten Beispiel bildet ein neunzehntes Beispiel.
[0025] Es zeigen
- Figur 1
- ein Selbstbedienungsterminal gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
- Figur 2
- ein Bildverarbeitungssystem gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
- Figur 3
- ein Verfahren zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
- Figur 4
- einen zeitlichen Ablauf einer Bildverarbeitung gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
- Figur 5
- ein Bildverarbeitungssystem gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
- Figur 6
- ein Verfahren zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
- Figur 7
- einen zeitlichen Ablauf einer Bildverarbeitung gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
[0026] In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug genommen, die Teil dieser bilden und in denen zur Veranschaulichung spezifische
Ausführungsformen gezeigt sind, in denen die Erfindung ausgeübt werden kann.
[0027] Der Begriff "Prozessor" kann als jede Art von Entität verstanden werden, die die
Verarbeitung von Daten oder Signalen erlaubt. Die Daten oder Signale können beispielsweise
gemäß zumindest einer (d.h. einer oder mehr als einer) spezifischen Funktion behandelt
werden, die vom Prozessor ausgeführt wird. Ein Prozessor kann eine analoge Schaltung,
eine digitale Schaltung, eine Mischsignalschaltung, eine Logikschaltung, einen Mikroprozessor,
eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU), eine Grafikverarbeitungseinheit (GPU), einen
digitalen Signalprozessor (DSP), eine programmierbare Gatter-Anordnung (FPGA), eine
integrierte Schaltung oder eine beliebige Kombination davon aufweisen oder daraus
gebildet sein. Jede andere Art der Implementierung der jeweiligen Funktionen, die
nachstehend ausführlicher beschrieben werden, kann auch als Prozessor oder Logikschaltung
verstanden werden. Es versteht sich, dass einer oder mehrere der hierin detailliert
beschriebenen Verfahrensschritte von einem Prozessor ausgeführt (z.B. realisiert)
werden können, durch eine oder mehrere spezifische Funktionen, die von dem Prozessor
ausgeführt werden. Der Prozessor kann daher eingerichtet sein, eines der hierin beschriebenen
Verfahren oder dessen Komponenten zur Informationsverarbeitung durchzuführen.
[0028] Verschiedene Ausführungsformen betreffen ein Selbstbedienungsterminal und ein Verfahren
zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals. Zeitlich gesehen nach einer Benutzung
eines Selbstbedienungsterminals durch einen Benutzer kann es erforderlich sein, den
Benutzer zu identifizieren. Anschaulich werden ein Selbstbedienungsterminal und ein
Verfahren bereitgestellt, die imstande sind, eine Identifikation eines Benutzers,
beispielsweise retrospektiv, zu gewährleisten.
[0029] FIG. 1 stellt ein Selbstbedienungsterminal 100 gemäß verschiedenen Ausführungsformen dar.
Das Selbstbedienungsterminal 100 kann ein Bankautomat (ein Geldautomat), eine Selbstbedienungskasse
oder ein Selbstbedienungskiosk sein. Das Selbstbedienungsterminal 100 kann eine Bildgebungsvorrichtung
102 aufweisen. Die Bildgebungsvorrichtung 102 kann eingerichtet sein, um mindestens
ein digitales Bild 104 bereitzustellen, beispielsweise um mehrere digitale Bilder
106 bereitzustellen. Die Bildgebungsvorrichtung 102 kann ein oder mehrere Sensoren
aufweisen. Die ein oder mehreren Sensoren können eingerichtet sein, um digitale Daten
bereitzustellen. Die Bildgebungsvorrichtung 102 kann eingerichtet sein, um unter Verwendung
der bereitgestellten digitalen Daten das mindestens eine digitale Bild 104 bzw. die
mehreren digitalen Bilder 106 bereitzustellen. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen
weisen die digitalen Daten digitale Bilddaten auf. Die ein oder mehreren Sensoren
können Bildgebungssensoren, wie beispielsweise ein Kamera-Sensor oder ein Video-Sensor,
sein. Die Sensoren der mehreren Sensoren können die gleiche Art oder verschiedene
Arten von Sensoren aufweisen. Die Bildgebungsvorrichtung 102 kann eingerichtet sein,
um die digitalen Daten bzw. das mindestens eine digitale Bild 104 in Reaktion auf
ein Ereignis zu detektieren. Das Selbstbedienungsterminal kann beispielsweise ein
oder mehrere Bewegungssensoren aufweisen und das auslösende Ereignis kann eine mittels
der ein oder mehreren Bewegungssensoren detektierte Bewegung sein. Das Selbstbedienungsterminal
kann eine Bedienvorrichtung aufweisen, die eingerichtet ist, einer Person, wie beispielsweise
einem Benutzer, eine Bedienung des Selbstbedienungsterminals zu ermöglichen, wobei
das Ereignis ein durch den Benutzer ausgelöstes Ereignis, wie beispielsweise eine
PIN-Eingabe an einem Bankautomaten, eine Auswahl an einem Selbstbedienungskiosk, das
Auswählen bzw. Eingeben eines Produktes an einer Selbstbedienungskasse etc., sein
kann.
[0030] Das Selbstbedienungsterminal 100 kann ferner eine Speichervorrichtung 108 aufweisen.
Die Speichervorrichtung 108 kann zumindest einen Speicher aufweisen. Der Speicher
kann beispielsweise bei der durch einen Prozessor durchgeführten Verarbeitung verwendet
werden. Ein in den Ausführungsformen verwendeter Speicher kann ein flüchtiger Speicher,
zum Beispiel ein DRAM (dynamischer Direktzugriffsspeicher), oder ein nichtflüchtiger
Speicher, zum Beispiel ein PROM (programmierbarer Festwertspeicher), ein EPROM (löschbarer
PROM), ein EEPROM (elektrisch löschbarer PROM) oder ein Flash-Speicher, wie beispielsweise
eine Speichereinrichtung mit schwebendem Gate, eine ladungsabfangende Speichereinrichtung,
ein MRAM (magnetoresistiver Direktzugriffsspeicher) oder ein PCRAM (Phasenwechsel-Direktzugriffsspeicher),
sein. Die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet sein, um digitale Bilder, wie
beispielsweise das mindestens eine digitale Bild 104 bzw. die mehreren digitalen Bilder
106, zu speichern.
[0031] Das Selbstbedienungsterminal 100 kann ferner mindestens einen Prozessor 110 aufweisen.
Der mindestens eine Prozessor 110 kann, wie oben beschrieben, jede Art von Schaltung,
d.h. jede Art von Logik-implementierender Entität, sein. Der Prozessor 110 kann eingerichtet
sein, um das mindestens eine digitale Bild 104 bzw. die mehreren digitalen Bilder
106 zu verarbeiten.
[0032] FIG. 2 stellt ein Bildverarbeitungssystem 200 gemäß verschiedenen Ausführungsformen dar.
Das Bildverarbeitungssystem 200 kann die Speichervorrichtung 108 aufweisen. Die Speichervorrichtung
108 kann eingerichtet sein, um digitale Bilder, wie beispielsweise das digitale Bild
104 bzw. die mehreren digitalen Bilder 106 zu speichern. Das Bildverarbeitungssystem
200 kann ferner den mindestens einen Prozessor 110 aufweisen. Die Speichervorrichtung
108 kann eingerichtet sein, um dem Prozessor 110 das mindestens eine digitale Bild
104 bereitzustellen und der Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um das mindestens
eine digitale Bild 104 zu verarbeiten.
[0033] Das mindestens eine digitale Bild 104 kann ein Gesicht 202 einer Person aufweisen.
Der Prozessor 110 kann eingerichtet sein zum Ermitteln 204, ob das mindestens eine
digitale Bild 104 ein Gesicht 202 einer Person aufweist. Das Ermitteln 204, ob das
mindestens eine digitale Bild 104 ein Gesicht 202 einer Person aufweist, kann das
Verwenden eines Gesichtserkennungsverfahren, beispielsweise eines Gesichtserkennungsalgorithmus,
aufweisen. Das Gesichtserkennungsverfahren kann ein biometrisches Gesichtserkennungsverfahren
sein. Das Gesichtserkennungsverfahren kann ein zweidimensionales Gesichtserkennungsverfahren
oder ein dreidimensionales Gesichtserkennungsverfahren sein. Das Gesichtserkennungsverfahren
kann unter Verwendung eines neuronalen Netzwerkes durchgeführt werden. Der Prozessor
110 kann ferner eingerichtet sein, um, falls das mindestens eine digitale Bild 104
das Gesicht 202 der Person aufweist, einen Bildbereich 208 aus dem mindestens einen
digitalen Bild 104 auszuschneiden, wobei der Bildbereich 208 das Gesicht 202 der Person
aufweisen kann.
[0034] Die Speichervorrichtung 108 kann ferner eingerichtet sein, um den Bildbereich 208
zu speichern. Wie oben beschrieben, kann die Speichervorrichtung 108 einen nichtflüchtigen
Speicher aufweisen. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen wird der Bildbereich 208
des mindestens einen digitalen Bildes 104 in dem nichtflüchtigen Speicher gespeichert.
Die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet sein, um den Bildbereich 208 des mindestens
einen digitalen Bildes 104 in einer Bilddatenbank zu speichern. Die Speichervorrichtung
108 kann ferner eingerichtet sein, um eine Uhrzeit, zu welcher das dem Bildbereich
208 zugeordnete mindestens eine digitale Bild 104 mittels der Bildgebungsvorrichtung
102 detektiert wurde, in Verbindung mit dem Bildbereich 208 in der Bilddatenbank zu
speichern. Die Speichervorrichtung 108 kann ferner eingerichtet sein, um eine dem
Bildbereich 208 zugeordnete Vorgangsnummer in Verbindung mit dem Bildbereich 208 in
der Bilddatenbank zu speichern. Die Vorgangsnummer kann beispielsweise eine Banktransaktionsnummer
sein.
[0035] Der Prozessor 110 kann ferner eingerichtet sein, um, falls das mindestens eine digitale
Bild 104 kein Gesicht 202 einer Person aufweist, das mindestens eine digitale Bild
104 zu verwerfen 206, zum Beispiel zu löschen (d.h., der Prozessor 110 kann eingerichtet
sein, um einen Befehl an die Speichervorrichtung 108 zu übermitteln, und die Speichervorrichtung
108 kann eingerichtet sein, um in Reaktion auf den Befehl das mindestens eine digitale
Bild 104 zu löschen). Anders ausgedrückt, kann die Speichervorrichtung 108 das von
der Bildgebungsvorrichtung bereitgestellte mindestens eine digitale Bild 104 speichern,
beispielsweise flüchtig speichern, und der Prozessor 110 kann das gespeicherte, zum
Beispiel flüchtig gespeicherte, mindestens eine digitale Bild 104 verwerfen 206 bzw.
löschen, falls dieser ermittelt, dass das mindestens eine digitale Bild 104 kein Gesicht
202 einer Person aufweist, und kann einen Bildbereich 208 aus dem mindestens einen
digitalen Bild 104 ausschneiden, falls dieser ermittelt, dass das mindestens eine
digitale Bild 104 ein Gesicht 202 einer Person aufweist, und kann ferner den Bildbereich
208 in der Speichervorrichtung 108 speichern, zum Beispiel nichtflüchtig speichern.
Der Prozessor 110 kann ferner eingerichtet sein, um das mindestens eine digitale Bild
104 zu verwerfen, zum Beispiel zu löschen (d.h., der Prozessor 110 kann einen Befehl
an die Speichervorrichtung 108 übermitteln und die Speichervorrichtung 108 kann in
Reaktion auf den Befehl das mindestens eine digitale Bild 104 löschen), nachdem der
ausgeschnittene Bildbereich 208 in der Speichervorrichtung 108 gespeichert, beispielsweise
nichtflüchtig gespeichert, wurde.
[0036] FIG. 3 stellt ein Verfahren 300 zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals 100 gemäß
verschiedenen Ausführungsformen dar. Das Verfahren 300 kann das Detektieren von mindestens
einem digitalen Bild 104 aufweisen (in 302). Das mindestens eine digitale Bild 104
kann mittels der Bildgebungsvorrichtung 102 detektiert werden. Gemäß verschiedenen
Ausführungsformen weist die Bildgebungsvorrichtung 102 mindestens einen Bildgebungssensor,
wie beispielsweise einen Kamera-Sensor oder einen Video-Sensor, zum Detektieren von
mindestens einem digitalen Bild 104 auf. Das Verfahren 300 kann ferner aufweisen:
Ermitteln 204, ob das mindestens eine digitale Bild 104 ein Gesicht 202 einer Person
aufweist (in 304). Das Verfahren 300 kann ferner aufweisen: falls das mindestens eine
digitale Bild 104 das Gesicht 202 der Person aufweist, Ausschneiden eines Bildbereichs
208 aus dem mindestens einen digitalen Bild 104 (in 306), wobei der Bildbereich 208
das Gesicht 202 der Person aufweisen kann. Das Verfahren 300 kann ferner das Speichern
des ausgeschnittenen Bildbereichs 208 des mindestens einen digitalen Bildes 104 aufweisen
(in 308). Der ausgeschnittene Bildbereich 208 kann in einem nichtflüchtigen Speicher
der Speichervorrichtung 108 gespeichert werden.
[0037] FIG. 4 stellt einen zeitlichen Ablauf 400 einer Bildverarbeitung gemäß verschiedenen Ausführungsformen
dar. Die Bildgebungsvorrichtung 102 kann eingerichtet sein, um mehrere digitale Bilder
106 bereitzustellen und die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet sein, um die
mehreren digitalen Bilder 106 zu speichern. Die mehreren digitalen Bilder 106 können
beispielsweise ein erstes digitales Bild 106A, ein zweites digitales Bild 106B, ein
drittes digitales Bild 106C und ein viertes digitales Bild 106D aufweisen. Das erste
digitale Bild 106A, das zweite digitale Bild 106B, das dritte digitale Bild 106C und/oder
das vierte digitale Bild 106D können ein Gesicht 202 einer Person aufweisen. Das erste
digitale Bild 106A, das zweite digitale Bild 106B, das dritte digitale Bild 106C und
das vierte digitale Bild 106D können mittels der Bildgebungsvorrichtung 102 zu verschiedenen
Zeitpunkten detektiert werden. Beispielsweise kann das zweite digitale Bild 106B zeitlich
nach dem ersten digitalen Bild 106A detektiert werden, das dritte digitale Bild 106C
kann zeitlich nach dem zweiten digitalen Bild 106B detektiert werden und das vierte
digitale Bild 106D kann zeitlich nach dem dritten digitalen Bild 106C detektiert werden.
Anders ausgedrückt können die mehreren digitalen Bilder 106 nacheinander detektiert
werden. Die mehreren digitalen Bilder 106 können eine Sequenz von digitalen Bildern
sein und der mindestens eine Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um die Sequenz
von digitalen Bildern zu verarbeiten. Anders ausgedrückt kann der Prozessor 110 eingerichtet
sein, um jedes digitale Bild der mehreren digitalen Bilder 106 zu verarbeiten. Die
Sequenz von Bildern kann beispielsweise ein Videostream sein. Der Prozessor 110 kann
eingerichtet sein, um jedes digitale Bild der mehreren digitalen Bilder 106 nach dem
Verfahren 300 zu verarbeiten. Das heißt, der Prozessor 110 kann eingerichtet sein,
um für jedes digitale Bild der mehreren digitalen Bilder 106 zu ermitteln, ob das
jeweilige digitale Bild ein Gesicht 202 einer Person aufweist, und um, falls das jeweilige
digitale Bild das Gesicht 202 der Person aufweist, einen Bildbereich 208 aus dem jeweiligen
digitalen Bild auszuschneiden, wobei der jeweilige Bildbereich 208 das Gesicht 202
der Person aufweist. Folglich kann der Prozessor 110, falls das erste digitale Bild
106A, das zweite digitale Bild 106B, das dritte digitale Bild 106C und das vierte
digitale Bild 106D ein Gesicht 202 einer Person aufweisen, einen ersten Bildbereich
402A für das erste digitale Bild 106A, einen zweiten Bildbereich 402B für das zweite
digitale Bild 106B, einen dritten Bildbereich 402C für das dritte digitale Bild 106C
und einen vierten Bildbereich 402D für das vierte digitale Bild 106D bereitstellen.
Die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet sein, um den ersten Bildbereich 402A,
den zweiten Bildbereich 402B, den dritten Bildbereich 402C und den vierten Bildbereich
402D zu speichern, zum Beispiel nichtflüchtig zu speichern.
[0038] Das heißt, der Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um für eine Sequenz von digitalen
Bildern eine Sequenz von Bildbereichen bereitzustellen und die Speichervorrichtung
108 kann eingerichtet sein, um die Sequenz von Bildbereichen zu speichern.
[0039] FIG. 5 stellt ein Bildverarbeitungssystem 500 gemäß verschiedenen Ausführungsformen dar.
Das Bildverarbeitungssystem 500 kann im Wesentlichen dem Bildverarbeitungssystem 200
entsprechen, wobei der Prozessor 110 ferner eingerichtet sein kann, um zu ermitteln,
ob der ausgeschnittene Bildbereich 208 des mindestens einen digitalen Bildes 104 einem
vordefinierten Kriterium 502 genügt. Der Prozessor 110 kann eingerichtet sein zum
Ermitteln, ob der ausgeschnittene Bildbereich 208 einem vordefinierten Kriterium 502
genügt (d.h., ob ein vordefiniertes Kriterium 502 erfüllt ist) vor dem Speichern des
Bildbereiches 208 in der Speichervorrichtung 108. Das vordefinierte Kriterium 502
kann ein Bildqualitätskriterium sein. Das Bildqualitätskriterium kann mindestens einen
der folgenden Parameter aufweisen: eine Schärfe, eine Helligkeit, einen Kontrast.
Das heißt, das Bildqualitätskriterium kann beispielsweise eine mindestens erforderliche
Schärfe, eine mindestens erforderliche Helligkeit, eine maximal erlaubte Helligkeit
und/oder einen mindestens erforderlichen Kontrast aufweisen. Die Schärfe kann zum
Beispiel aufgrund einer Bewegungsunschärfe stark verringert sein. Das vordefinierte
Kriterium 502 kann ein Erkennbarkeitskriterium sein. Das Erkennbarkeitskriterium kann
eine Erkennbarkeit eines Gesichtes 202 einer Person in einem Bildbereich 208 aufweisen.
Das heißt, das Erkennbarkeitskriterium kann angeben, ob bzw. wie gut das Gesicht 202
der Person zu erkennen ist. Das Erkennbarkeitskriterium kann mindestens einen der
folgenden Parameter aufweisen: Verdeckungsgrad des Gesichtes 202, Blickwinkel. Anders
ausgedrückt gibt das Erkennbarkeitskriterium an, ob eine Person anhand des Bildbereiches
208 identifiziert werden kann. Der Verdeckungsgrad des Gesichtes 202 kann angeben,
wie viel Prozent und/oder welche Bereiche des Gesichtes 202 verdeckt sind und das
Erkennbarkeitskriterium kann angeben, wie viel Prozent des Gesichtes 202 nicht verdeckt
sein dürfen und/oder welche Bereiche des Gesichtes 202 nicht verdeckt sein dürfen.
Der Blickwinkel kann angeben, unter welchem Winkel des Gesicht 202 bezüglich eines
Bildgebungssensors, wie beispielsweise einer Kamera oder einer Videokamera, geneigt
bzw. gedreht ist und das Erkennbarkeitskriterium kann angeben, wie groß der Winkel
zwischen dem Bildgebungssensor und dem Gesicht 202 sein darf. Anders ausgedrückt,
kann der Blickwinkel angeben, ob das Gesicht 202 (zum Beispiel das vollständige Gesicht)
durch den Bildgebungssensor erkennbar ist.
[0040] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen weist das vordefinierte Kriterium 502 das Bildqualitätskriterium
und das Erkennbarkeitskriterium auf. Die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet
sein, um den Bildbereich 208 des mindestens einen digitalen Bildes 104 zu speichern,
falls der ausgeschnittene Bildbereich 208 dem vordefinierten Kriterium 502 (d.h.,
dem Bildqualitätskriterium und/oder dem Erkennbarkeitskriterium) genügt (d.h., dass
das vordefinierte Kriterium 502 erfüllt ist, "Ja"). Die Speichervorrichtung 108 kann
eingerichtet sein, um den Bildbereich 208 in einem nichtflüchtigen Speicher zu speichern.
[0041] Der Prozessor 110 kann ferner eingerichtet sein, um, falls der Bildbereich 208 nicht
dem vordefinierten Kriterium 502 (d.h., nicht dem Bildqualitätskriterium und/oder
nicht dem Erkennbarkeitskriterium) genügt, den Bildbereich 208 zu verwerfen 206, zum
Beispiel zu löschen (d.h., der Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um einen Befehl
an die Speichervorrichtung 108 zu übermitteln, und die Speichervorrichtung 108 kann
eingerichtet sein, um in Reaktion auf den Befehl den Bildbereich 208 zu löschen).
Anders ausgedrückt, kann die Speichervorrichtung 108 das mindestens eine digitale
Bild 104 und den ausgeschnittenen Bildbereich 208 speichern, beispielsweise flüchtig
speichern, und der Prozessor 110 kann den gespeicherten, zum Beispiel flüchtig gespeicherte,
Bildbereich 208 verwerfen 206 bzw. löschen, falls dieser ermittelt, dass der Bildbereich
208 das vordefinierte Kriterium 502 nicht erfüllt.
[0042] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Bildgebungsvorrichtung 102 mehrere
digitale Bilder 106 bereitstellen und der Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um
für jedes digitale Bild der mehreren digitalen Bilder 106 zu ermitteln 204, ob das
jeweilige digitale Bild ein Gesicht einer Person aufweist. Der Prozessor 110 kann
ferner eingerichtet sein, um aus jedem digitalen Bild, das ein Gesicht einer Person
zeigt, einen Bildbereich auszuschneiden, wobei der Bildbereich das jeweilige Gesicht
der jeweiligen Person aufweisen kann. Der Prozessor 110 kann ferner eingerichtet sein,
um für jeden ausgeschnittenen Bildbereich der mehreren ausgeschnittenen Bildbereiche
zu ermitteln, ob das vordefinierte Kriterium 502 erfüllt ist. Falls das vordefinierte
Kriterium 502 für keinen ausgeschnittenen Bildbereich der mehreren ausgeschnittenen
Bildbereiche erfüllt ist oder falls die Anzahl an ausgeschnittenen Bildbereichen der
mehreren ausgeschnittenen Bildbereiche, die das vordefinierte Kriterium 502 erfüllen,
geringer ist als eine vordefinierte Anzahl, kann der Prozessor 110 eingerichtet sein,
um eine Bewertung (zum Beispiel durch Zuordnung einer Zahl, die ein Maß für die Bewertung
darstellt), wie beispielsweise eine Bildqualitätsbewertung, für jeden ausgeschnittenen
Bildbereich der mehreren ausgeschnittenen Bildbereiche zu ermitteln. Der Prozessor
110 kann eingerichtet sein, um die ausgeschnittenen Bildbereiche der mehreren Bildbereiche,
die die höchste Bewertung bzw. die höchsten Bewertungen (zum Beispiel die größte zugeordnete
Zahl bzw. die größten zugeordneten Zahlen) aufweisen, auszuwählen und in der Speichervorrichtung
108 zu speichern. Die Anzahl an ausgewählten ausgeschnittenen Bildbereichen mit den
höchsten Bewertungen kann der vordefinierten Anzahl entsprechen. Die Anzahl an ausgewählten
ausgeschnittenen Bildbereichen mit den höchsten Bewertungen kann einer vordefinierten
Auswahlanzahl entsprechen, wobei die vordefinierte Auswahlanzahl größer sein kann
als die vordefinierte Anzahl. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Bildgebungsvorrichtung
102 eingerichtet sein, um ein zusätzliches digitales Bild bereitzustellen, wobei das
zusätzliche digitale Bild zeitlich gesehen nach dem Speichern der ausgewählten digitalen
Bildbereiche bereitgestellt werden kann. Der Prozessor 110 kann ermitteln, dass das
zusätzliche digitale Bild ein Gesicht einer Person aufweist und einen zusätzlichen
Bildbereich aus dem zusätzlichen digitalen Bild ausschneiden. Der Prozessor 110 kann
ferner ermitteln, dass der zusätzliche Bildbereich das vordefinierte Kriterium 502
erfüllt oder dass der zusätzliche Bildbereich eine höhere Bewertung (d.h., eine größere
zugeordnete Zahl) als mindestens ein gespeicherter Bildbereich der mehreren gespeicherten
Bildbereiche aufweist. Der Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um den zusätzlichen
Bildbereich in der Speichervorrichtung 108 zu speichern. Der Prozessor 110 kann ferner
eingerichtet sein, um einen gespeicherten Bildbereich der mehreren gespeicherten Bildbereiche
zu löschen, falls dieser gespeicherte Bildbereich eine niedrigere Bewertung (d.h.,
eine kleinere zugeordnete Zahl) als der zusätzliche Bildbereich aufweist. Das hat
den Effekt, dass sichergestellt wird, dass unabhängig von der Bildqualität mindestens
ein ausgeschnittener Bildbereich gespeichert wird, der ein Gesicht einer Person zeigt.
Ferner wird sichergestellt, dass der mindestens eine gespeicherte Bildbereich die
beste verfügbare Bildqualität aufweist, d.h., die beste Bildqualität der mehreren
Bildbereich der mehreren detektierten digitalen Bilder.
[0043] FIG. 6 stellt ein Verfahren 600 zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals 100 gemäß
verschiedenen Ausführungsformen dar. Das Verfahren 600 kann das Detektieren von mindestens
einem digitalen Bild 104 aufweisen (in 602). Das mindestens eine digitale Bild 104
kann mittels der Bildgebungsvorrichtung 102 detektiert werden. Gemäß verschiedenen
Ausführungsformen weist die Bildgebungsvorrichtung 102 mindestens einen Bildgebungssensor,
wie beispielsweise einen Kamera-Sensor oder einen Video-Sensor, zum Detektieren von
mindestens einem digitalen Bild 104 auf. Das Verfahren 600 kann ferner aufweisen:
Ermitteln 204, ob das mindestens eine digitale Bild 104 ein Gesicht 202 einer Person
aufweist (in 604). Das Verfahren 600 kann ferner aufweisen: falls das mindestens eine
digitale Bild 104 das Gesicht 202 der Person aufweist, Ausschneiden eines Bildbereichs
208 aus dem mindestens einen digitalen Bild 104 (in 606), wobei der Bildbereich 208
das Gesicht 202 der Person aufweisen kann. Das Verfahren 600 kann ferner das Ermitteln,
ob der ausgeschnittene Bildbereich 208 einem vordefinierten Kriterium 502 genügt,
aufweisen (in 608). Das vordefinierte Kriterium 502 kann ein Bildqualitätskriterium
sein, das beispielsweise eine Schärfe, eine Helligkeit und/oder einen Kontrast aufweist.
Das vordefinierte Kriterium 502 kann ein Erkennbarkeitskriterium sein, das eine Erkennbarkeit
eines Gesichtes 202 einer Person in einem Bildbereich 208 aufweist. Das Kriterium
502 kann das Bildqualitätskriterium und das Erkennbarkeitskriterium aufweisen. Das
Verfahren 600 kann ferner das Speichern des ausgeschnittenen Bildbereichs 208 des
mindestens einen digitalen Bildes 104 aufweisen, falls der ausgeschnittene Bildbereich
208 dem vordefinierten Kriterium 502 genügt, d.h. das vordefinierte Kriterium 502
erfüllt (in 610). Der ausgeschnittene Bildbereich 208 kann in einem nichtflüchtigen
Speicher der Speichervorrichtung 108 gespeichert werden.
[0044] FIG. 7 stellt einen zeitlichen Ablauf 700 einer Bildverarbeitung gemäß verschiedenen Ausführungsformen
dar. Die Bildgebungsvorrichtung 102 kann eingerichtet sein, um mehrere digitale Bilder
106 bereitzustellen und die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet sein, um die
mehreren digitalen Bilder 106 zu speichern. Die mehreren digitalen Bilder 106 können
beispielsweise ein erstes digitales Bild 106A, ein zweites digitales Bild 106B, ein
drittes digitales Bild 106C und ein viertes digitales Bild 106D aufweisen. Das erste
digitale Bild 106A, das zweite digitale Bild 106B, das dritte digitale Bild 106C und/oder
das vierte digitale Bild 106D können ein Gesicht 202 einer Person aufweisen. Das erste
digitale Bild 106A, das zweite digitale Bild 106B, das dritte digitale Bild 106C und
das vierte digitale Bild 106D können mittels der Bildgebungsvorrichtung 102 zu verschiedenen
Zeitpunkten detektiert werden. Beispielsweise kann das zweite digitale Bild 106B zeitlich
nach dem ersten digitalen Bild 106A detektiert werden, das dritte digitale Bild 106C
kann zeitlich nach dem zweiten digitalen Bild 106B detektiert werden und das vierte
digitale Bild 106D kann zeitlich nach dem dritten digitalen Bild 106C detektiert werden.
Anders ausgedrückt können die mehreren digitalen Bilder 106 nacheinander detektiert
werden. Die mehreren digitalen Bilder 106 können eine Sequenz von digitalen Bildern
sein und der mindestens eine Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um die Sequenz
von digitalen Bildern zu verarbeiten. Anders ausgedrückt kann der Prozessor 110 eingerichtet
sein, um jedes digitale Bild der mehreren digitalen Bilder 106 zu verarbeiten. Der
Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um jedes digitale Bild der mehreren digitalen
Bilder 106 nach dem Verfahren 600 zu verarbeiten. Das heißt, der Prozessor 110 kann
eingerichtet sein, um für jedes digitale Bild der mehreren digitalen Bilder 106 zu
ermitteln, ob das jeweilige digitale Bild ein Gesicht 202 einer Person aufweist, und
um, falls das jeweilige digitale Bild das Gesicht 202 der Person aufweist, einen Bildbereich
208 aus dem jeweiligen digitalen Bild auszuschneiden, wobei der jeweilige Bildbereich
208 das Gesicht 202 der Person aufweist. Folglich kann der Prozessor 110, falls das
erste digitale Bild 106A, das zweite digitale Bild 106B, das dritte digitale Bild
106C und das vierte digitale Bild 106D ein Gesicht 202 einer Person aufweisen, einen
ersten Bildbereich 702A für das erste digitale Bild 106A, einen zweiten Bildbereich
702B für das zweite digitale Bild 106B, einen dritten Bildbereich 702C für das dritte
digitale Bild 106C und einen vierten Bildbereich 702D für das vierte digitale Bild
106D bereitstellen. Der Prozessor 110 kann gemäß dem Verfahren 600 ferner eingerichtet
sein, um für jeden ausgeschnittenen Bildbereich der mehreren ausgeschnittenen Bildbereiche
(702A, 702B, 702C, 702D) zu ermitteln, ob der ausgeschnittene Bildbereich (702A, 702B,
702C, 702D) einem vordefinierten Kriterium 502 genügt, d.h., ob das vordefinierte
Kriterium 502 erfüllt ist, wobei das vordefinierte Kriterium 502 beispielsweise ein
Bildqualitätskriterium und/oder ein Erkennbarkeitskriterium sein kann. Die Speichervorrichtung
108 kann eingerichtet sein, um einen ausgeschnittenen Bildbereich der mehreren Bildbereiche
(702A, 702B, 702C, 702D) zu speichern, falls der jeweilige Bildbereich dem vordefinierten
Kriterium 502 genügt, wobei die Speichervorrichtung 108 eingerichtet sein kann, um
den jeweiligen Bildbereich in einem nichtflüchtigen Speicher zu speichern.
[0045] Der Prozessor 110 kann ferner eingerichtet sein, um, falls ein jeweiliger Bildbereich
nicht dem vordefinierten Kriterium 502 (d.h., nicht dem Bildqualitätskriterium und/oder
nicht dem Erkennbarkeitskriterium) genügt, den Bildbereich zu verwerfen, zum Beispiel
zu löschen (d.h., der Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um einen Befehl an die
Speichervorrichtung 108 zu übermitteln, und die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet
sein, um in Reaktion auf den Befehl das mindestens eine digitale Bild 104 zu löschen).
Anders ausgedrückt, kann die Speichervorrichtung 108 das mindestens eine digitale
Bild 104 und den jeweiligen ausgeschnittenen Bildbereich speichern, beispielsweise
flüchtig speichern, und der Prozessor 110 kann den gespeicherten, zum Beispiel flüchtig
gespeicherte, Bildbereich verwerfen bzw. löschen, falls dieser ermittelt, dass der
Bildbereich das vordefinierte Kriterium 502 nicht erfüllt.
[0046] Wie in FIG. 7 anschaulich dargestellt, können beispielsweise der erste Bildbereich
702A, der dritte Bildbereich 702C und der vierten Bildbereich 702D das vordefinierte
Kriterium 502 nicht erfüllen und der zweite Bildbereich 702B kann das vordefinierte
Kriterium 502 erfüllen und die Speichervorrichtung 108 kann eingerichtet sein, um
den zweiten Bildbereich 702B zu speichern, beispielsweise nichtflüchtig zu speichern.
Der Prozessor 110 kann eingerichtet sein, um den ersten Bildbereich 702A, den dritten
Bildbereich 702C und den vierten Bildbereich 702D zu verwerfen bzw. die Speichervorrichtung
108 kann den ersten Bildbereich 702A, den dritten Bildbereich 702C und den vierten
Bildbereich 702D löschen.
1. Selbstbedienungsterminal (100), aufweisend:
• eine Bildgebungsvorrichtung (102), eingerichtet zum Bereitstellen von mindestens
einem digitalen Bild (104) ;
• mindestens einen Prozessor (110), eingerichtet zum:
o Ermitteln, ob das mindestens eine digitale Bild (104) ein Gesicht einer Person aufweist;
o falls das mindestens eine digitale Bild (104) das Gesicht der Person aufweist, Ausschneiden
eines Bildbereichs aus dem mindestens einen digitalen Bild (104), der das Gesicht
der Person aufweist; und
• eine Speichervorrichtung (108), eingerichtet zum Speichern des Bildbereichs.
2. Selbstbedienungsterminal (100) nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Prozessor
(110) ferner eingerichtet ist zum: Verwerfen des mindestens einen digitalen Bildes
(104), falls das mindestens eine digitale Bild (104) kein Gesicht einer Person aufweist.
3. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der mindestens
eine Prozessor (110) ferner eingerichtet ist zum:
• falls das mindestens eine digitale Bild (104) das Gesicht der Person aufweist, Ermitteln,
ob der ausgeschnittene Bildbereich einem vordefinierten Kriterium genügt; und
• Speichern des Bildbereiches nur, falls der ausgeschnittene Bildbereich dem vordefinierten
Kriterium genügt.
4. Selbstbedienungsterminal (100) nach Anspruch 3, wobei der mindestens eine Prozessor
(110) ferner eingerichtet ist zum: Verwerfen des Bildbereiches, falls der ausgeschnittene
Bildbereich nicht dem vordefinierten Kriterium genügt oder wobei der mindestens eine
Prozessor (110) eingerichtet ist zum: Auswählen des Bildbereiches unter Verwendung
einer Bildqualitätsbewertung und Speichern des ausgewählten Bildbereiches.
5. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei das vordefinierte
Kriterium ein vordefiniertes Bildqualitätskriterium des Bildbereiches aufweist und
wobei das vordefinierte Bildqualitätskriterium optional mindestens einen der folgenden
Parameter aufweist: Schärfe, Helligkeit, Kontrast.
6. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei das vordefinierte
Kriterium ein vordefiniertes Erkennbarkeitskriterium aufweist, das die Erkennbarkeit
des Gesichtes der Person in dem Bildbereich aufweist, und wobei optional das Erkennbarkeitskriterium
mindestens einen der folgenden Parameter aufweist: Verdeckungsgrad des Gesichtes,
Blickwinkel.
7. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Selbstbedienungsterminal
(100) ein Bankautomat, eine Selbstbedienungskasse oder ein Selbstbedienungskiosk ist.
8. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Speichervorrichtung
(108) eingerichtet ist, den Bildbereich des mindestens einen digitalen Bildes (104)
in einer Bilddatenbank zu speichern.
9. Selbstbedienungsterminal (100) nach Anspruch 8, wobei die Speichervorrichtung (108)
ferner eingerichtet ist zum Speichern von einer Uhrzeit, zu welcher das Bild mittels
der Bildgebungsvorrichtung (102) detektiert wurde, und/oder von einer dem Bildbereich
zugeordneten Vorgangsnummer in Verbindung mit dem Bildbereich in der Bilddatenbank.
10. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der mindestens
eine Prozessor (110) eingerichtet ist zum Ermitteln, ob das mindestens eine digitale
Bild (104) ein Gesicht einer Person aufweist, mittels eines Gesichtserkennungsalgorithmus.
11. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das mindestens
eine digitale Bild (104) eine Sequenz von digitalen Bildern ist.
12. Selbstbedienungsterminal (100) nach Anspruch 11, wobei der Prozessor (110) eingerichtet
ist, die Sequenz von Bildern zu verarbeiten und eine Sequenz von Bildbereichen bereitzustellen,
und wobei die Speichervorrichtung (108) eingerichtet ist, die Sequenz von Bildbereichen
zu speichern.
13. Selbstbedienungsterminal (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Speichervorrichtung
(108) einen nichtflüchtigen Speicher zum Speichern des Bildbereichs des mindestens
einen digitalen Bildes (104) aufweist.
14. Verfahren zum Betreiben eines Selbstbedienungsterminals (100), aufweisend:
• Detektieren von mindestens einem digitalen Bild (104) ;
• Ermitteln, ob das mindestens eine digitale Bild (104) ein Gesicht einer Person aufweist;
• falls das mindestens eine digitale Bild (104) das Gesicht der Person aufweist, Ausschneiden
eines Bildbereichs aus dem mindestens einen digitalen Bild (104), der das Gesicht
der Person aufweist; und
• Speichern des ausgeschnittenen Bildbereichs des mindestens einen digitalen Bildes
(104).
15. Verfahren nach Anspruch 16, wobei der ausgeschnittene Bildbereich des mindestens einen
digitalen Bildes (104) in einem nichtflüchtigen Speicher gespeichert wird.