[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein durchleuchtbares Verkleidungsteil für ein
Kraftfahrzeug umfassend einen lichtdurchlässigen Grundkörper aus einem transluzenten
oder transparenten Material, welches für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit
einer geringen Absorption durchstrahlbar ist, und wenigstens eine auf der der bestimmungsgemäßen
Sichtseite gegenüberliegenden Rückseite des Grundkörpers angeordnete Deckschicht,
wobei die Deckschicht eine Normalschichtdicke hat, wobei die Deckschicht aufgrund
ihrer Normalschichtdicke und des Schichtmaterials eine im Vergleich zu dem Material
des Grundkörpers hohe Absorption für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts aufweist
und hierdurch weitgehend lichtundurchlässig ist. Teil der Erfindung ist ferner ein
Verfahren zur Herstellung eines durchleuchtbaren Verkleidungsteils.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verkleidungsteil für ein Kraftfahrzeug und ein Verfahren zu dessen
Herstellung kann der
DE 10 2012 003 200 A1 entnommen werden.
[0003] Hauptproblematik bei der Herstellung von durchleuchtbaren Verkleidungsteilen gemäß
dem Stand der Technik ist die Tatsache, dass zur Durchstrahlbarkeit der Beschichtung
Perforationen durch zum Beispiel einen Laserstrahl ausgebildet werden. Diese Perforationen
gehen jedoch durch die komplette Beschichtung hindurch, sodass bei ausgeschalteter
rückwärtiger Beleuchtung tagsüber die Perforationen auf der Sichtseite erkennbar sind,
oder aber die Perforationen im Durchmesser so klein ausgeführt werden müssen, dass
großflächige durchstrahlbare Bereiche nicht realisierbar sind und vor allem die Perforationen
versiegelt und vor einem Verschluss mit Schmutzpartikel geschützt werden müssen.
[0004] Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe ein Verkleidungsteil mit den eingangs
beschriebenen Merkmalen und ein Verfahren zu dessen Herstellung anzugeben, das gegenüber
dem Stand der Technik eine verbesserte Nicht-Sichtbarkeit der partiell durchleuchtbaren
Bereiche des Verkleidungsteils aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein durchleuchtbares Verkleidungsteil
für ein Kraftfahrzeug umfassend:
- einen lichtdurchlässigen Grundkörper aus einem transluzenten oder transparenten Material,
welches für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar
ist, und
- wenigstens eine auf der der bestimmungsgemäßen Sichtseite gegenüberliegenden Rückseite
des Grundkörpers angeordnete Deckschicht, wobei die Deckschicht eine Normalschichtdicke
hat,
wobei die Deckschicht aufgrund ihrer Normalschichtdicke und des Schichtmaterials eine
im Vergleich zu dem Material des Grundkörpers hohe Absorption für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts aufweist und hierdurch weitgehend lichtundurchlässig ist, wobei
die Deckschicht lokal definierte, schichtdickenreduzierte Bereiche mit einer verbleibenden
Restschichtdicke aufweist, wobei die Deckschicht aufgrund der Schichtdickenreduktion
in diesen Bereichen für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen
Absorption durchstrahlbar gemacht ist, sodass das Verkleidungsteil partiell durchleuchtbar
ist.
[0006] Der Grundkörper ist bevorzugt dreidimensional geformten. Der Grundkörper ist also
bevorzugt in alle Raumrichtungen gekrümmt und nicht allein flach in nur zwei Raumrichtungen
geformt.
[0007] Das transluzente oder transparente Material des Grundkörpers kann mit einem faserförmigen
und/oder nadelförmigen Füllstoff verstärkt sein. Es hat sich gezeigt, dass über die
Morphologie des Füllstoffs eine geringe Absorption für Spektralbereiche des sichtbaren
Lichts in dem transluzenten oder transparenten Material des Grundkörpers realisiert
werden kann. Gleichzeitig erlaubt der Einsatz eines Füllstoffs ein Material anzugeben
dass eine geringe Wärmeausdehnung und eine hohe Schlagzähigkeit aufweist. Der Füllstoff
kann Wollastonit und/oder armorphes Siliziumdioxid und/oder Cristobalit und/oder Feldspat
und/oder Quarzgut und/oder Glas und/oder Glasfasern umfassen. Insbesondere faserförmiges
und/oder nadelförmiges Wollastonit hat sich als bevorzugt geeignet erwiesen. Der Füllstoffgehalt
des Füllstoffs in dem transluzenten oder transparenten Material des Grundkörpers weißt
bevorzugt einen Wert von 10 Vol.% bis 30 Vol.%, weiter bevorzugt von 15 Vol.% bis
20 Vol.% auf. Vorstehende Wertebereiche stellen das Optimum zwischen geringe Absorption
für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts und gleichzeitig ausreichend geringer Wärmeausdehnung
und hoher Schlagzähigkeit dar.
Auf der bestimmungsgemäßen Sichtseite des Grundkörpers kann eine zusätzliche Schutzschicht
vorgesehen sein, wobei die zusätzliche Schutzschicht insbesondere ein Silan oder eine
Silanverbindung umfassen kann. Die Schutzschicht kann insbesondere gegen Verkratzungen
oder Beschädigungen durch Partikel (Sande oder Reifenabrieb) schützen. Alternativ
oder zusätzlich kann die Schutzschicht einen herkömmlichen bei der Lackierung von
Verkleidungsteilen eingesetzten Klarlack umfassen. Die Schutzschicht weist bevorzugt
ebenfalls eine geringe Absorption für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts auf.
Die Schutzschicht weißt bevorzugt eine Schutzschichtdicke von 3 µm bis 1500 µm auf.
[0008] Das transluzente oder transparente Material des Grundkörpers kann bevorzugt Polypropylen
und/oder Polycarbonat und/oder Polyethylenterephthalat und/oder Acrylnitril-Butadien-Styrol
und/oder Polymethylmethacrylat und/oder Polyamid enthalten oder hieraus gebildet sein.
Die verbleibende Restschicht der schichtdickenreduzierten Bereiche ist bevorzugt auf
der Seite der Deckschicht angeordnet, die an dem Grundkörper anliegt oder dem Grundkörper
gegenüberliegend angeordnet ist.
[0009] Die Restschichtdicke liegt bevorzugt im Bereich von 1,5 µm bis 15 µm, weiter bevorzugt
im Bereich von 3 µm bis 12 µm, besonders bevorzugt im Bereich von 4 µm bis 10 µm.
[0010] Die Deckschicht kann auf einer Trägerfolie aus einem transluzenten oder transparenten
Material, welches ebenfalls für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen
Absorption durchstrahlbar ist, angeordnet sein. Die Trägerfolie weist bevorzugt eine
Dicke im Bereich von 50 µm bis 1000 µm, besonders bevorzugt im Bereich von 150 µm
bis 600 µm auf. Die Trägerfolie ist bevorzugt zwischen dem Grundkörper und der Deckschicht
angeordnet.
[0011] Die Deckschicht kann durch eine Lackschicht oder durch eine Deckfolie gebildet sein.
Hierbei ist der Lack der Lackschicht insbesondere durch einen flüssigen oder auch
pulverförmigen Beschichtungsstoff gebildet, der dünn auf den Grundkörper oder die
Trägerfolie aufgetragen wird und durch chemische oder physikalische Vorgänge (zum
Beispiel Verdampfen des Lösungsmittels) zu einem durchgehenden, festen Film aufgebaut
wird oder worden ist.
[0012] Der Grundkörper weist bevorzugt eine Wandstärke im Bereich von 0,6 mm bis 4 mm auf.
Das durchleuchtbare Verkleidungsteil kann eine Stoßfängerverkleidung oder eine Heckklappenverkleidung
oder eine Säulenverkleidung oder eine Türverkleidung oder eine Kotflügelverkleidung
oder eine Dachverkleidung oder eine Kühlerverkleidung oder ein Spoiler oder eine Kühlerverkleidung
eines Kraftfahrzeuges, oder ein Bauteil der vorgenannten Teile oder eine Baugruppe
der vorgenannten Teile oder ein Bestandteil der vorgenannten Teile sein.
[0013] Teil der Erfindung ist ferner ein System aus einem wie vorstehend beschriebenen durchleuchtbaren
Verkleidungsteil und einem hinter der bestimmungsgemäßen Sichtseite des Grundkörpers
angeordneten Leuchtelement. Das Leuchtelement kann wenigstens eine Leuchtdiode und/oder
eine Lichtsammellinse umfassen.
[0014] Das Leuchtelement weist bevorzugt eine Mindestleuchtstärke von 500 cd/m
2 auf.
[0015] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines durchleuchtbaren
Verkleidungsteils, insbesondere eines vorstehend beschriebenen Verkleidungsteils,
für ein Kraftfahrzeug, mit:
- einem lichtdurchlässigen Grundkörper aus einem transluzenten oder transparenten Material,
welches für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar
ist, und mit
- wenigstens einer auf der der bestimmungsgemäßen Sichtseite gegenüberliegenden Rückseite
des Grundkörpers angeordneten Deckschicht, wobei die Deckschicht eine Normalschichtdicke
hat,
wobei die Deckschicht aufgrund ihrer Normalschichtdicke und des Schichtmaterials eine
im Vergleich zu dem Material des Grundkörpers hohe Absorption für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts aufweist und hierdurch weitgehend lichtundurchlässig ist, wobei
das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Bereitstellen des Grundkörpers,
- Anordnen der Deckschicht auf der Rückseite des Grundkörpers,
- Abtragen und Reduzieren der Schichtdicke in lokal definierten Bereichen der Deckschicht
bis auf eine verbleibende Restschichtdicke,
wobei die Deckschicht aufgrund der Schichtdickenreduktion in diesen Bereichen für
Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar
gemacht wird, sodass das Verkleidungsteil partiell durchleuchtbar wird.
[0016] Das Abtragen und Ausdünnen kann hierbei mittels energiereicher Strahlung, insbesondere
mittels Laserstrahlung erfolgen. Hierbei kann während des Abtragens und Reduzierens
mittels der energiereichen Strahlung, von der der Quelle der energiereichen Strahlung
gegenüberliegenden Seite der Deckschicht aus, der Anteil der bereits die Deckschicht
durchdringenden Strahlung gemessen werden und bei Erreichen eines Grenzwert-Anteils
der durchdringenden Strahlung, welcher mit der vorgesehenen Restschichtdicke korreliert,
das Abtragen und Reduzieren der Deckschicht beendet werden.
[0017] Bei dem Verfahren kann die Deckschicht auf einer Trägerfolie aus einem transluzenten
oder transparenten Material, welches ebenfalls für Spektralbereiche des sichtbaren
Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar ist, angeordnet sein oder durch
eine Deckfolie gebildet sein. Hierbei kann das Bereitstellen des Grundkörpers und
das Anordnen der Deckschicht durch ein Folienhinterspritzungsverfahren erfolgen.
[0018] Bei einem Folienhinterspritzungsverfahren wird eine separat hergestellte, ein- oder
mehrlagige Folie (hier insbesondere die Deckfolie oder die Trägerfolie mit Deckschicht)
in ein Spritzgusswerkzeug eingelegt und mit geeigneten, den Grundkörper bildenden
Kunststoffmaterialien hinterspritzt. Die Kavität des Spritzgusswerkzeuges gibt dabei
die Geometrie des Grundkörpers vor.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1:
- eine dreidimensionale Darstellung eines erfindungsgemäßen durchleuchtbaren Verkleidungsteils,
wobei ein hinter der Sichtseite angeordnetes Leuchtelement nicht aktiviert ist;
- Fig. 2:
- eine weitere dreidimensionale Darstellung des erfindungsgemäßen durchleuchtbaren Verkleidungsteils
aus Fig. 1, wobei ein hinter der Sichtseite angeordnetes Leuchtelement aktiviert ist;
- Fig. 3:
- eine Schnittdarstellung durch einen Grundkörper mit einer auf der Rückseite angeordneten
Deckschicht;
- Fig. 4:
- eine Schnittdarstellung durch einen Grundkörper mit einer auf der Rückseite angeordneten
Deckschicht auf einer Trägerfolie;
- Fig. 5:
- eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße Verkleidungsteil aus Fig. 2 gemäß
der dortigen Schnittlinie A - A;
- Fig. 6:
- einen Verfahrensschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 7:
- einen weiteren Verfahrensschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0020] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0021] In der Fig. 1 ist eine dreidimensionale Darstellung eines erfindungsgemäßen durchleuchtbaren
Verkleidungsteils dargestellt, wobei ein hinter der Sichtseite V angeordnetes Leuchtelement
5 nicht aktiviert ist. Das durchleuchtbare Verkleidungsteil für ein Kraftfahrzeug
umfasst einen dreidimensional geformten, lichtdurchlässigen Grundkörper 1 aus einem
transluzenten oder transparenten Material, welches für Spektralbereiche des sichtbaren
Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar ist.
[0022] In der Fig. 2 ist eine weitere dreidimensionale Darstellung des erfindungsgemäßen
durchleuchtbaren Verkleidungsteils aus Fig. 1 dargestellt, wobei ein hinter der Sichtseite
V angeordnetes Leuchtelement 5 aktiviert ist. Durch die Hinterleuchtung des Grundkörpers
1 werden dekorative Strukturierungen und ein Schriftzug erkennbar, die bei nicht aktivierter
Hinterleuchtung von der Sichtseite aus nicht erkennbar sind.
[0023] In der Fig. 3 ist eine Vorstufe des durchleuchtbaren Verkleidungsteils dargestellt.
Das vorstehend beschriebene Verkleidungsteil umfasst zusätzlich wenigstens eine auf
der der bestimmungsgemäßen Sichtseite V gegenüberliegenden Rückseite R des Grundkörpers
1 angeordnete Deckschicht 2, wobei die Deckschicht 2 eine Normalschichtdicke X hat.
Die Deckschicht 2 weist aufgrund ihrer Normalschichtdicke X und des Schichtmaterials
eine im Vergleich zu dem Material des Grundkörpers 1 hohe Absorption für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts auf und ist hierdurch weitgehend lichtundurchlässig. Als Variante
hierzu ist in Fig. 4 die Deckschicht 2 auf einer Trägerfolie 4 aus einem transluzenten
oder transparenten Material, welches ebenfalls für Spektralbereiche des sichtbaren
Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar ist, angeordnet.
[0024] In der Fig. 5 ist eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße Verkleidungsteil
aus Fig. 2 gemäß der dortigen Schnittlinie A - A dargestellt. Das dort gezeigte durchleuchtbare
Verkleidungsteil für ein Kraftfahrzeug umfasst:
- einen dreidimensional geformten lichtdurchlässigen Grundkörper 1 aus einem transluzenten
oder transparenten Material, welches für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit
einer geringen Absorption durchstrahlbar ist, und
- wenigstens eine auf der der bestimmungsgemäßen Sichtseite V gegenüberliegenden Rückseite
R des Grundkörpers 1 angeordnete Deckschicht 2, wobei die Deckschicht 2 eine Normalschichtdicke
X hat.
[0025] Die Deckschicht 2 weist aufgrund ihrer Normalschichtdicke X und des Schichtmaterials
eine im Vergleich zu dem Material des Grundkörpers 1 hohe Absorption für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts auf und ist hierdurch weitgehend lichtundurchlässig.
[0026] Die Deckschicht 2 weist jedoch lokal definierte, schichtdickenreduzierte Bereiche
3 mit einer verbleibenden Restschichtdicke Y auf, wobei die Deckschicht 2 aufgrund
der Schichtdickenreduktion in diesen Bereichen 3 für Spektralbereiche des sichtbaren
Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar gemacht ist, sodass das Verkleidungsteil
partiell durchleuchtbar ist.
[0027] Die Restschichtdicke Y liegt im Bereich von 1,5 µm bis 15 µm, bevorzugt im Bereich
von 3 µm bis 12 µm, besonders bevorzugt im Bereich von 4 µm bis 10 µm.
[0028] Die Deckschicht 2 ist hierbei auf einer Trägerfolie 4 aus einem transluzenten oder
transparenten Material, welches ebenfalls für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts
mit einer geringen Absorption durchstrahlbar ist, angeordnet. Die Trägerfolie 3 ist
hierbei zwischen dem Grundkörper 1 und der Deckschicht 2 angeordnet. Alternativ zu
einer Trägerfolie kann die Deckschicht 2 auch unmittelbar auf dem Grundkörper 1 angeordnet
sein.
[0029] Die Deckschicht 2 ist durch eine Lackschicht oder durch eine Deckfolie gebildet.
Der Grundkörper 1 weist eine Wandstärke im Bereich von 0,8 mm bis 4,5 mm auf.
Das in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte durchleuchtbare Verkleidungsteil zeigt einen
Spoiler eines Kraftfahrzeuges bzw. einen Bestandteil eines Spoilers eines Kraftfahrzeuges.
[0030] In der Fig. 5 ist auch das erfindungsgemäße System aus einem durchleuchtbaren Verkleidungsteil
nach einem der vorstehenden Ansprüche und einem hinter der bestimmungsgemäßen Sichtseite
V des Grundkörpers 1 angeordneten Leuchtelement 5 dargestellt.
[0031] In den Fig. 6 und Fig. 7 sind Teile des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand von Schnittdarstellungen
durch das herzustellende bzw. hergestellte Verkleidungsteil dargestellt: Verfahren
zur Herstellung eines durchleuchtbaren Verkleidungsteils für ein Kraftfahrzeug, insbesondere
eines Verkleidungsteils wie vorstehend beschrieben, mit:
- einem lichtdurchlässigen Grundkörper 1 aus einem transluzenten oder transparenten
Material, welches für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption
durchstrahlbar ist, und mit
- wenigstens einer auf der der bestimmungsgemäßen Sichtseite V gegenüberliegenden Rückseite
R des Grundkörpers 1 angeordneten Deckschicht 2, wobei die Deckschicht 2 eine Normalschichtdicke
X hat, wobei die Deckschicht 2 aufgrund ihrer Normalschichtdicke X und des Schichtmaterials
eine im Vergleich zu dem Material des Grundkörpers 1 hohe Absorption für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts aufweist und hierdurch weitgehend lichtundurchlässig ist, wobei
das
[0032] Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Bereitstellen des Grundkörpers 1,
- Anordnen der Deckschicht 2 auf der Rückseite R des Grundkörpers 1,
- Abtragen und Reduzieren der Schichtdicke X in lokal definierten Bereichen 3 der Deckschicht
2 bis auf eine verbleibende Restschichtdicke Y, wobei die Deckschicht 2 aufgrund der
Schichtdickenreduktion in diesen Bereichen 3 für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts
mit einer geringen Absorption durchstrahlbar gemacht wird, sodass das Verkleidungsteil
partiell durchleuchtbar wird.
[0033] In der Fig. 6 ist eine Zwischenstufe des Verfahrens zu erkennen, bei welcher die
Restschichtdicke Y noch nicht erreicht ist. Die gezeigte Zwischenschichtdicke Z liegt
zwischen der Normalschichtdicke X und der besagten Restschichtdicke Y.
Das Abtragen und Ausdünnen erfolgt hierbei mittels energiereicher Strahlung LB, insbesondere
mittels Laserstrahlung LB.
[0034] In der Fig. 6 ist erkennbar, dass während des Abtragens und Reduzierens mittels der
energiereichen Strahlung LB, von der der Quelle S der energiereichen Strahlung LB
gegenüberliegenden Seite der Deckschicht 2 aus, der Anteil der bereits die Deckschicht
2 durchdringenden Strahlung LB' gemessen wird. Die Messung erfolgt mittels eines Detektors
D. In der Fig. 7 ist dargestellt, dass bei Erreichen eines Grenzwert-Anteils der durchdringenden
Strahlung LB', welcher mit der vorgesehenen Restschichtdicke Y korreliert, das Abtragen
und Reduzieren der Deckschicht 2 beendet wird.
[0035] Nicht näher dargestellt ist, dass die Deckschicht auf einer Trägerfolie 3 aus einem
transluzenten oder transparenten Material, welches ebenfalls für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar ist, angeordnet
ist und, dass das Bereitstellen des Grundkörpers 1 und das Anordnen der Deckschicht
2 durch ein Folienhinterspritzungsverfahren erfolgt.
1. Durchleuchtbares Verkleidungsteil für ein Kraftfahrzeug umfassend:
- einen lichtdurchlässigen Grundkörper (1) aus einem transluzenten oder transparenten
Material, welches für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption
durchstrahlbar ist, und
- wenigstens eine auf der der bestimmungsgemäßen Sichtseite (V) gegenüberliegenden
Rückseite (R) des Grundkörpers (1) angeordnete Deckschicht (2), wobei die Deckschicht
(2) eine Normalschichtdicke (X) hat,
wobei die Deckschicht (2) aufgrund ihrer Normalschichtdicke (X) und des Schichtmaterials
eine im Vergleich zu dem Material des Grundkörpers (1) hohe Absorption für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts aufweist und hierdurch weitgehend lichtundurchlässig ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Deckschicht (2) lokal definierte, schichtdickenreduzierte Bereiche (3) mit einer
verbleibenden Restschichtdicke (Y) aufweist, wobei die Deckschicht (2) aufgrund der
Schichtdickenreduktion in diesen Bereichen (3) für Spektralbereiche des sichtbaren
Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar gemacht ist, sodass das Verkleidungsteil
partiell durchleuchtbar ist.
2. Durchleuchtbares Verkleidungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Restschichtdicke (Y) im Bereich von 1,5 µm bis 15 µm, bevorzugt im Bereich von
3 µm bis 12 µm, besonders bevorzugt im Bereich von 4 µm bis 10 µm liegt.
3. Durchleuchtbares Verkleidungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (2) auf einer Trägerfolie (4) aus einem transluzenten oder transparenten
Material, welches ebenfalls für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen
Absorption durchstrahlbar ist, angeordnet ist.
4. Durchleuchtbares Verkleidungsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die Deckschicht (2) durch eine Lackschicht oder durch eine Deckfolie gebildet
ist.
5. Durchleuchtbares Verkleidungsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1) eine Wandstärke im Bereich von 0,6 mm bis 4 mm aufweist.
6. Durchleuchtbares Verkleidungsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das durchleuchtbare Verkleidungsteil eine Stoßfängerverkleidung oder eine Heckklappenverkleidung
oder eine Säulenverkleidung oder eine Türverkleidung oder eine Kotflügelverkleidung
oder eine Dachverkleidung oder eine Kühlerverkleidung oder ein Spoiler eines Kraftfahrzeuges,
oder ein Bauteil der vorgenannten Teile oder eine Baugruppe der vorgenannten Teile
oder ein Bestandteil der vorgenannten Teile ist.
7. System aus einem durchleuchtbaren Verkleidungsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche
und einem hinter der bestimmungsgemäßen Sichtseite (V) des Grundkörpers (1) angeordneten
Leuchtelement (5).
8. Verfahren zur Herstellung eines durchleuchtbaren Verkleidungsteils für ein Kraftfahrzeug,
insbesondere eines Verkleidungsteils nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit:
- einem lichtdurchlässigen Grundkörper (1) aus einem transluzenten oder transparenten
Material, welches für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption
durchstrahlbar ist, und mit
- wenigstens einer auf der der bestimmungsgemäßen Sichtseite (V) gegenüberliegenden
Rückseite (R) des Grundkörpers (1) angeordneten Deckschicht (2), wobei die Deckschicht
(2) eine Normalschichtdicke (X) hat,
wobei die Deckschicht (2) aufgrund ihrer Normalschichtdicke (X) und des Schichtmaterials
eine im Vergleich zu dem Material des Grundkörpers (1) hohe Absorption für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts aufweist und hierdurch weitgehend lichtundurchlässig ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Bereitstellen des Grundkörpers (1),
- Anordnen der Deckschicht (2) auf der Rückseite (R) des Grundkörpers (1),
- Abtragen und Reduzieren der Schichtdicke (X) in lokal definierten Bereichen (3)
der Deckschicht (2) bis auf eine verbleibende Restschichtdicke (Y), wobei die Deckschicht
(2) aufgrund der Schichtdickenreduktion in diesen Bereichen (3) für Spektralbereiche
des sichtbaren Lichts mit einer geringen Absorption durchstrahlbar gemacht wird, sodass
das Verkleidungsteil partiell durchleuchtbar wird.
9. Verfahren zur Herstellung eines durchleuchtbaren Verkleidungsteils für ein Kraftfahrzeug
nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtragen und Ausdünnen mittels energiereicher Strahlung (LB), insbesondere mittels
Laserstrahlung (LB) erfolgt.
10. Verfahren zur Herstellung eines durchleuchtbaren Verkleidungsteils für ein Kraftfahrzeug
nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass während des Abtragens und Reduzierens mittels der energiereichen Strahlung (LB),
von der der Quelle (S) der energiereichen Strahlung (LB) gegenüberliegenden Seite
der Deckschicht (2) aus, der Anteil der bereits die Deckschicht (2) durchdringenden
Strahlung (LB') gemessen wird und bei Erreichen eines Grenzwert-Anteils der durchdringenden
Strahlung (LB'), welcher mit der vorgesehenen Restschichtdicke (Y) korreliert, das
Abtragen und Reduzieren der Deckschicht (2) beendet wird.
11. Verfahren zur Herstellung eines durchleuchtbaren Verkleidungsteils für ein Kraftfahrzeug
nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht auf einer Trägerfolie (3) aus einem transluzenten oder transparenten
Material, welches ebenfalls für Spektralbereiche des sichtbaren Lichts mit einer geringen
Absorption durchstrahlbar ist, angeordnet ist oder durch eine Deckfolie gebildet ist
und, dass das Bereitstellen des Grundkörpers (1) und das Anordnen der Deckschicht
(2) durch ein Folienhinterspritzungsverfahren erfolgt.