[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für eine Mehrzahl Lamellen,
die gemeinsam in einer Raffstorevorrichtung angeordnet sind, eine entsprechende Raffstorevorrichtung
und ein Verfahren zum Betätigen der Verrieglungsvorrichtung zum Verriegeln oder Entriegeln
der Lamellen einer solchen erfindungsgemäßen Raffstorevorrichtung.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, Raffstores zum Sonnen- und Wärmeschutz außen
vor Fenstern anzubringen; diese Raffstores werden auch als Jalousie (mit zusammenschiebbaren
Lamellen) bezeichnet und es sind hierin solche Lamellen-Raffstores oder Lamellenjalousien
Gegenstand der Erfindung. Solche Raffstores weisen üblicherweise Leiterbänder für
das Tragen, Abstand halten und Wenden der Lamellen und ein Aufzugsband zum Heben und
Senken der Lamellen auf. In einer Kopfschiene, die mittels Winkeln und Bügeln an der
Wandung befestigt werden kann, können entsprechende Antriebs- und Kraftübertragungselemente
untergebracht sein. Den unteren Abschluss des Lamellenpakets bildet eine Unterschiene.
Die Lamellen eines Raffstores können mittels Aufzugsband oder Rollenkette handbetrieben
oder mit dem vorgenannten Antrieb elektrisch gehoben und gesenkt werden.
[0003] Die
EP 1 118 746 A2 beschreibt einen Lamellenstore, dessen Lamellen mittels eines Lamellenträgers mit
ihren Enden in seitlichen Schienen geführt sind, wobei zum Schließen des Stores die
Lamellen mit Hilfe der Lamellenträger einzeln aus einem in einem oberen oder unteren
Bereich angeordneten Lamellenpaket mit Hilfe der Lamellenträger von unten bzw. oben
entnommen und nach unten bzw. nach oben geführt werden. Die dort offenbarte Antriebsvorrichtung
weist dabei ein umlaufendes Förderorgan mit Aussparungen zur Aufnahme der Lamellenträger
auf. Dadurch, dass die Lamellenträger im Förderorgan fixiert sind, werden die vom
Stapel abgehobenen Lamellen bei teilweise oder vollständig ausgefahrenem Store in
ihrer Position festgehalten und können nicht verschoben werden. Das Förderorgan ist
somit einbruchhemmend, da es ohne Zerstörung nicht möglich ist, den Store gewaltsam
zu öffnen.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine vereinfachte und zum Nachrüsten geeignete Verriegelungsvorrichtung, z. B. zur
Einbruchhemmung für einen Raffstore mit Lamellen bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Verriegelungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0006] Die weitere Aufgabe, einen einbruchhemmenden Raffstore bereitzustellen, der gegen
das Hochschieben der Lamellen gesichert werden kann, wird durch die Raffstorevorrichtung
mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 10 gelöst.
[0007] Ein Verfahren zur Betätigung einer Verriegelungsvorrichtung, um zur Einbruchhemmung
das Hochschieben der Lamellen verhindern zu können, wird durch die Merkmale des Anspruchs
12 offenbart.
[0008] Weiterbildungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen ausgeführt.
[0009] Eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung für die
Lamellen, die gemeinsam in einer Raffstorevorrichtung angeordnet sind, und von denen
jede Lamelle beidseitig (Lamellen haben üblicherweise eine längliche, rechteckige
Form und "beidseitig" meint hier endständig an den beiden voneinander abgewandt liegenden
kurzen Seiten) jeweils einen zu einer Längsachse der Lamelle parallelen Lamellenhalter
mit Gleitkopf und Halsabschnitt aufweist, sieht erfindungsgemäß vor, dass die Verriegelungsvorrichtung
vorteilhaft eine Profilschiene mit einer offenen Längsseite und einer Mehrzahl Ausnehmungen
an einer der Kanten, die die offene Längsseite begrenzen, aufweist.
[0010] Die Profilschiene ist durch eine Drehbewegung um eine Längsachse der Profilschiene
zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung überführbar.
Dabei erstreckt sich in der Entriegelungsstellung der Halsabschnitt jeder Lamelle
durch die offene Längsseite und jede Lamelle ist mit dem Gleitkopf in der Profilschiene
geführt längs der Profilschiene bewegbar. In der Verriegelungsstellung ist der Halsabschnitt
jeder Lamelle in jeweils einer der Ausnehmungen angeordnet und jede Lamelle ist mit
dem Gleitkopf in der Profilschiene in einer durch die jeweilige Ausnehmung bestimmten
Position längs der Profilschiene unverschiebbar in Bezug auf die Schienenlängsachse
angeordnet. "Unverschiebbar" meint hier, dass die Lamelle einfach temporär, nämlich
solange die Schiene mit den in den Ausnehmungen liegenden Halsabschnitten der Lamellenhalter
die Gleitköpfe blockierend umgreift, gegen Hochschieben oder Herausziehen aus der
Profilschiene gesperrt ist. So wird vorteilhaft durch eine einfache Vorrichtung verhindert,
dass die Lamellen unerwünscht auseinander oder nach oben (in Bezug auf ein Fenster,
an dem der Raffstore bei Benutzung angeordnet sein wird) geschoben werden können und
einem Eindringling Zugang zum Fenster gewährt werden könnte.
[0011] Der Ausdruck "zu einer Längsachse der Lamelle parallelen Lamellenhalter" bezieht
sich hierin auf die Ausrichtung des Lamellenhalters im Hinblick auf seinen Halsabschnitt,
der eine Schwenkachse für eine Schwenk- bzw. Wendebewegung der jeweiligen Lamelle
definiert und den Gleitkopf mit einem Halterabschnitt verbindet, an dem die Lamelle
befestigt ist. Die Schwenkachse kann mit der Längsachse der Lamelle identisch sein,
wenn der Halsabschnitt des Lamellenhalters mit der Symmetrieachse, d. h. der Mittenlängsachse,
der Lamelle fluchtet, sodass der Ausdruck "zu einer Längsachse der Lamelle parallelen
Lamellenhalter" einen "mit der Längsachse der Lamelle fluchtenden Lamellenhalter"
beinhalten soll.
[0012] Nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
ist vorgesehen, dass der Abstand und die Position der Ausnehmungen an der Profilschiene
dem Abstand und der Position der Lamellen in einem vollständig ausgefahrenen Zustand
der Raffstorevorrichtung entsprechen. Unter einem "vollständig ausgefahrenen" Raffstore
wird hierin diejenige Stellung des Raffstores verstanden, in der sich die Unterschiene
an ihrer untersten Position, d. h. maximal von der Kopfschiene beabstandet befindet
und die Lamellen des Raffstores somit eine maximale Fläche einnehmen.
[0013] Nach noch einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
weist die Verriegelungsvorrichtung ein Betätigungselement zur Auslösung der Drehbewegung
der Profilschiene auf, wobei das Betätigungselement bevorzugt durch einen Endabschnitt
der Profilschiene an einem ersten Ende bereitgestellt wird oder durch ein erstes Zapfenendstück
gebildet wird, das an einem ersten Ende der Profilschiene drehfest mit der Profilschiene
verbunden ist, wobei der Endabschnitt bzw. das erste Zapfenendstück eine gewindeartige
Kulissennut aufweist, die sich an die offene Längsseite der Profilschiene anschließt
und die sich in eine Umfangsrichtung entsprechend der Anordnung der Ausnehmungen an
der Profilschiene erstreckt und in der ein Betätigungsstift geführt werden kann. Dieser
erstreckt sich seitlich von einer Unterschiene der Raffstorevorrichtung und ist an
der Unterschiene in einer durch die Mehrzahl der Lamellen definierten Lamellenebene,
in der die Längsachsen der Lamellen liegen, zwangsgeführt bewegbar, sodass der in
der Kulissennut geführte Betätigungsstift die Drehbewegung des ersten Zapfenendstücks
und damit der Profilschiene auslöst.
[0014] Die Länge und Neigung der Kulissennut ist geeigneter Weise auf die Tiefe und den
Abstand der Ausnehmungen unter Berücksichtigung der Anordnung der Unterschiene in
Bezug auf die Lamellen abgestimmt. Die Drehung kann so um einen vorgegebenen Winkel
in einem Bereich von beispielsweise ca. 40° bis 90° (u. a. abhängig von der Tiefe
der Ausnehmungen) vollführt werden.
[0015] Nach einer noch weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
kann diese ein Sicherungselement für die Profilschiene in der Verriegelungsstellung
aufweisen. Dabei wird das Sicherungselement in einer Ausführungsform, in der der Halsabschnitt
des Lamellenhalters eine Schwenkachse zum Wenden der Lamellen zwischen einer Offenposition,
in der die Flächen der Lamellen parallel zueinander positioniert sind, und einer Verschattungsposition
definiert, in der die Flächen der Lamellen nebeneinander liegen, durch zumindest einen
vorbestimmten Lamellenhalter an zumindest einer vorbestimmten Lamelle gebildet. Der
Gleitkopf dieses als Sicherungselement ausgebildeten Lamellenhalters weist ein Rastelement
auf, das eine Rastrichtung senkrecht zu der Fläche der Lamelle bzw. zu der Fläche
des Lamellenhalterabschnitts aufweist. Das Rastelement ist quasi als Sperrriegel zum
Eingriff in eine Rastausnehmung ausgebildet, die an der Profilschiene an einer vorbestimmten
Umfangsposition vorliegt, die in Bezug auf eine Umfangsposition derjenigen Ausnehmung,
die der vorbestimmten Lamelle zugeordnet ist, derart ausgewählt ist, dass ein Eingriff
des Rastelements in die Rastausnehmung bereitgestellt wird, wenn die Profilschiene
in der Verriegelungsstellung und die Lamelle in der Verschattungsposition vorliegen.
[0016] Die bereits durch die Verriegelungsvorrichtung in der Verriegelung bereitgestellte
Einbruchhemmung kann durch das Sicherungselement wirksam verstärkt werden, das ein
Verdrehen der Profilschiene in die Entriegelungsstellung verhindert. Die Ausbildung
eines Lamellenhalters als Sicherungselement ist dabei konstruktiv einfach und erfordert
keine zusätzlichen Antriebs- oder Kupplungskomponenten. Wenn sich die Lamellen in
Offenposition befinden, z. B. zum Ein- und Ausfahren der Lamellen, weist das Rastelement
am Gleitkopf des vorbestimmten Lamellenhalters aufgrund der Rastrichtung senkrecht
zur Lamellenfläche in Längsrichtung der Profilschiene, sodass das Aus- und Einfahren
der Lamellen nicht gehindert wird. Auch bei der Überführung in die Verriegelungsstellung,
wozu die Profilschiene um ihre Längsachse gedreht wird, sodass die Halsabschnitte
der Lamellenhalter in den entsprechenden Ausnehmungen aufgenommen werden, liegen die
Lamellen in Offenposition vor, sodass das Rastelement immer noch in Längsrichtung
der Profilschiene weist und die Verriegelung nicht behindert.
[0017] Die Sicherung erfolgt schließlich durch das Wenden der Lamellen in die Verschattungsposition
um die Lamellenschwenkachse, wobei die Lamellenhalter mit den Lamellen entsprechend
mit rotiert werden, sodass das Rastelement am Gleitkopf des vorbestimmten Lamellenhalters
in der Verschattungsposition in eine radiale Richtung der Profilschiene senkrecht
zur Lamellenschwenkachse weist und in die an der Profilschiene dazu vorgesehene Rastausnehmung
eingreifen kann. Die zum Eingriff mit dem Rastelement erforderliche Positionierung
der Rastausnehmung ist mit der Lage des Rastelements am verschwenkten Gleitkopf aufgrund
der Zuordnung zur Ausnehmung vorbestimmbar, in der der vorbestimmte Lamellenhalter
aufgenommen ist. Bevorzugt ist dabei die Rastausnehmung an der Profilschiene in Umfangsrichtung
an die Breite des Rastelements angepasst, so dass eine Drehbewegung der Profilschiene
in die Entriegelungsstellung verhindert wird.
[0018] In einer Ausführungsform kann das Rastelement als unbeweglicher Vorsprung am Gleitkopf
ausgebildet sein, wobei die Rastausnehmung in Längsrichtung der Profilschiene größer
als die Länge des Rastelements dimensioniert wird, sodass das Rastelement durch das
Verschwenken der Lamellen in die und aus der Rastausnehmung bewegt werden kann, ohne
dass das Rastelement bei Rotation des Gleitkopfes die Innenwand der Profilschiene
berührt.
[0019] Vorzugsweise ist das Rastelement allerdings als federbelastetes Rastelement ausgeführt,
das von einer Rastposition gegen die Kraft eines Federelements in eine Überführungsposition
überführbar ist, in der das Rastelement zumindest teilweise in den Gleitkopf eingedrungen
vorliegt. Damit kann das Rastelement während der Rotation des Gleitkopfs bei Kontakt
mit der Profilschiene bzw. der Innenwand der Profilschiene in die Überführungsposition
zurückweichen.
[0020] Damit wird auch eine Sicherung durch Eingriff des Rastelements in eine Rastausnehmung
ermöglicht, die in Längsrichtung der Profilschiene an die Länge des Rastelements angepasst
dimensioniert ist. Denn das federbelastete Rastelement weicht bei Ausübung von Druck
auf das Rastelement gegen die bereitgestellte Federkraft in die Überführungsposition
zurück, in der das Rastelement z. B. mit der Kontur des Gleitkopfes fluchten kann
bzw. zumindest nicht über diese Kontur hinausragt. Ein Rastkopf des Rastelements kann
dazu vor allem in Verschwenk- bzw. Rotationsrichtung an den Seiten abgerundet sein,
sodass bei Rotation des Gleitkopfes in der Profilschiene ein gleichmäßiger Übergang
bei Kontaktierung des Rastelements mit der Innenwand der Profilschiene erreicht wird,
durch die zunehmender Druck auf das Rastelement gegen die Federkraft ausgeübt wird,
bis das Rastelement in die Überführungsposition zurückgedrückt ist. Dabei kann das
Rastelement aufgrund der Federkraft selbsttätig in die Rastausnehmung eindringen,
wenn kein Kontakt mehr mit der Innenwand vorliegt. Entsprechend erfolgt das Entsichern,
indem das Rastelement bei der Rotation des Gleitkopfes mit der Profilschiene mit den
in Verschwenkrichtung abgerundeten Kanten mit der Profilschiene in Kontakt kommt,
wodurch das Rastelement gegen die Federkraft in den Gleitkopf gedrückt wird. Mit der
Wendung der Lamellen in die Offenposition erfolgt die entsprechende Rotation des Gleitkopfes,
wobei das Rastelement in die Rastposition zurückkehrt, wenn der Kontakt mit der Innenwand
der Profilschiene nachlässt bzw. aufhört.
[0021] Sinnvollerweise weist die vorbestimmte Lamelle an beiden Seiten jeweils einen als
Sicherungselement ausgebildeten Lamellenhalter mit dem Rastelement an dem Gleitkopf
zum Eingriff in eine entsprechende Rastausnehmung an der jeweiligen Profilschiene
auf. Bevorzugt kann die vorbestimmte Lamelle die oberste Lamelle der in der Raffstorevorrichtung
angeordneten Mehrzahl Lamellen sein, da die Sicherung damit verdeckt hinter einer
oberen Verkleidung des Raffstores vorliegt und eine Manipulation dieser Lamelle somit
am schwierigsten, wenn nicht unmöglich ist. Es können allerdings auch mehrere Lamellen
dazu vorbestimmt sein, als Sicherungselemente ausgebildete Lamellenhalter aufzuweisen,
die jeweils mit einem Rastelement in eine entsprechende Rastausnehmung an der jeweiligen
Profilschiene eingreifen können.
[0022] In einer dazu alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
kann diese ein Sicherungselement für die Profilschiene in der Verriegelungsstellung
aufweisen, das durch ein zweites Zapfenendstück gebildet wird, das an einem zweiten
Ende der Profilschiene drehfest mit der Profilschiene verbunden ist und das eine Rastausnehmung
an einer vorbestimmten Umfangsposition aufweist. Diese Rastausnehmung ist zum Eingriff
mit einem zwischen einer Rastposition und einer zurückgezogenen Position bewegbaren
Rastbolzen ausgebildet, wobei die vorbestimmte Umfangsposition der Rastausnehmung
in Bezug auf eine Umfangsposition der Ausnehmungen an der Profilschiene derart ausgewählt
ist, dass der Rastbolzen in die Rastausnehmung eingreift, wenn die Profilschiene in
der Verriegelungsstellung vorliegt.
[0023] Gemäß noch einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung liegt
der Rastbolzen durch eine Druckfeder beaufschlagt in der Rastposition vor und die
Verriegelungsvorrichtung weist eine Entsicherungsvorrichtung auf, mit der der Rastbolzen
entgegen der Federkraft der Druckfeder in die zurückgezogene Position bewegbar ist.
[0024] Ferner kann eine Ausführungsform vorsehen, dass die Profilschiene ein polygonales
oder stetiges, eckiges oder abgerundetes Querschnittprofil (Vier- oder Mehrkant-,
U- oder bevorzugt kreisbogenförmiges C-Profil) aufweist, wobei der Gleitkopf des Lamellenhalters
mit einer für das gewählte Querschnittprofil geeigneten angepassten Form ausgebildet
ist, sodass der in der Profilschiene vorliegende Gleitkopf entlang der Profilschiene
führbar und um den Halsabschnitt rotierbar ist. Zusätzlich oder alternativ ist der
Gleitkopf zum Hintergreifen der Ausnehmung ausgebildet.
[0025] Eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Raffstorevorrichtung, die eine Mehrzahl
an Lamellen, eine Kopfschiene, eine Unterschiene und seitliche Führungsschienen aufweist,
wobei jede Lamelle beidseitig jeweils einen zu einer Längsachse der Lamelle parallelen
oder damit fluchtenden Lamellenhalter mit Gleitkopf und Halsabschnitt aufweist, der
eine Schwenkachse zum Wenden der Lamellen zwischen einer Offenposition, in der die
Flächen der Lamellen parallel zueinander positioniert sind, und einer Verschattungsposition
definiert, in der die Flächen der Lamellen nebeneinander liegen, und der sich durch
eine offene Längsseite der jeweiligen seitlichen Führungsschiene zur Führung des Gleitkopfs
in der seitlichen Führungsschiene erstreckt, sieht vor, dass die Raffstorevorrichtung
die ebenfalls erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung aufweist, wie hierin beansprucht.
[0026] Nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Raffstorevorrichtung ist
dabei zumindest eine Profilschiene der Verriegelungsvorrichtung in zumindest einer
der seitlichen Führungsschienen drehbar angeordnet. Dazu kann die Raffstorevorrichtung
beispielsweise am oberen Ende eine Kopfhalterung und am unteren Ende eine Lagersockelanordnung
aufweisen, mit denen die Profilschiene jeweils drehbar in Bezug auf die seitliche
Führungsschiene gelagert ist. Dabei weist in der Entriegelungsstellung die offene
Längsseite der Profilschiene in Richtung der offenen Seite der seitlichen Führungsschiene,
und in der Verriegelungsstellung weist die Profilschiene mit den Ausnehmungen in Richtung
der offenen Seite der seitlichen Führungsschiene. Es ist zwar denkbar, dass nur in
einer Führungsschiene eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist, vorzugsweise liegt
aber in beiden seitlichen Führungsschienen eine Verriegelungsvorrichtung vor.
[0027] Die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln oder Entriegeln einer
Mehrzahl an Lamellen einer Raffstorevorrichtung kann nach einem ebenfalls erfindungsgemäßen
Verfahren bedient werden, indem zum Entriegeln das Drehen der Profilschiene in die
Entriegelungsstellung erfolgt, in der die offene Längsseite zu den Lamellen weist,
so dass sich der Halsabschnitt jeder Lamelle durch die offene Längsseite erstreckt
und jede Lamelle sich durch Führen des Gleitkopfs in der Profilschiene längs der Profilschiene
bewegen kann. Zum Verriegeln wird die Profilschiene in die Verriegelungsstellung gedreht,
dabei nimmt sie den Halsabschnitt jeder Lamelle in jeweils einer der Ausnehmungen
auf, sodass der Gleitkopf die Ausnehmung hintergreift und jede Lamelle mit dem Gleitkopf
in der Profilschiene in einer durch die jeweilige Ausnehmung bestimmten Position längs
der Profilschiene unverschiebbar angeordnet ist.
[0028] Das Verfahren kann nach einer weiteren Ausführungsform die Schritte umfassen:
- zum Drehen der Profilschiene Führen eines Betätigungsstifts, der sich seitlich von
einer Unterschiene der Raffstorevorrichtung erstreckt und der an der Unterschiene
in einer durch die Mehrzahl der Lamellen definierten Lamellenebene, in der die Längsachsen
der Lamellen liegen, zwangsgeführt bewegbar ist, in einer gewindeartigen Kulissennut.
Diese schließt sich an die offene Längsseite der Profilschiene an und erstreckt sich
in eine Richtung entsprechend der Anordnung der Ausnehmungen an der Profilschiene
und liegt in einem Endabschnitt an einem ersten Ende der Profilschiene oder in einem
ersten Zapfenendstück vor, das an einem ersten Ende der Profilschiene drehfest mit
der Profilschiene verbunden ist. Dabei wird der Betätigungsstift
- a) zum Entriegeln aus der gewindeartigen Kulissennut in Richtung der offenen Längsseite
der Profilschiene bewegt, sodass die Profilschiene in die Entriegelungsstellung gedreht
wird, und
- b) zum Verriegeln aus der offenen Seite der Profilschiene in die gewindeartige Kulissennut
bewegt, sodass die Profilschiene in die Verriegelungsstellung gedreht wird.
[0029] Alternativ oder zusätzlich kann das Verfahren ein Sichern der Verriegelungsstellung
der Profilschiene umfassen.
[0030] Bevorzugt kann das Sichern der Verriegelungsstellung der Profilschiene durch Wenden
der Lamellen von einer Offenposition, in der die Flächen der Lamellen parallel zueinander
positioniert sind, in eine Verschattungsposition erfolgen, in der die Flächen der
Lamellen nebeneinander liegen. Denn dabei kann ein Rastelement, das am Gleitkopf zumindest
eines als Sicherungselement vorbestimmten Lamellenhalters an zumindest einer vorbestimmten
Lamelle eine Rastrichtung senkrecht zu der Fläche der Lamelle aufweist, mit einer
Rastausnehmung in Eingriff treten, die an der Profilschiene an einer vorbestimmten
Umfangsposition in Bezug auf eine Umfangsposition der Ausnehmung, die der vorbestimmten
Lamelle zugeordnet ist, vorliegt. Damit wird der Eingriff des Rastelements in die
Rastausnehmung bereitgestellt, wenn die Profilschiene in der Verriegelungsstellung
und die Lamellen in der Verschattungsposition vorliegen.
[0031] Alternativ kann das Sichern durch Bewegen eines Rastbolzens aus einer zurückgezogenen
Position in eine Rastposition erfolgen. In der Rastposition tritt der Rastbolzen mit
einer Rastausnehmung in Eingriff, die an einer in Bezug auf eine Umfangsposition der
Ausnehmungen an der Profilschiene vorbestimmten Umfangsposition eines zweiten Zapfenendstücks
vorliegt, das an einem zweiten Ende der Profilschiene drehfest mit der Profilschiene
verbunden ist, sodass der Eingriff des Rastbolzens in die Rastausnehmung bereitgestellt
wird, wenn die Profilschiene in der Verriegelungsstellung vorliegt.
[0032] Weitere Ausführungsformen sowie einige der Vorteile, die mit diesen und weiteren
Ausführungsformen verbunden sind, werden durch die nachfolgende ausführliche Beschreibung
unter Bezug auf die begleitenden Figuren deutlich und besser verständlich. Gegenstände
oder Teile derselben, die im Wesentlichen gleich oder ähnlich sind, können mit denselben
Bezugszeichen versehen sein. Die Figuren sind lediglich eine schematische Darstellung
einer Ausführungsform der Erfindung.
[0033] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Ansichten einer erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung in Entriegelungsstellung
und Verriegelungsstellung,
- Fig. 2
- eine Querschnittansicht durch einen Raffstore in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
in Verriegelungsstellung mit Angabe einer Längsschnittlinie B-B und zweier Detailausschnitte
X1 und X2,
- Fig.3
- in a) eine Querschnittansicht des Detailausschnitts X1 aus Fig. 2, der eine Ausführungsform
eines Sicherungselements am oberen Ende der Profilschiene in Verriegelungsstellung
zeigt, und in b) eine entsprechende perspektivische Ansicht,
- Fig. 4
- in a) eine Seitenschnittansicht durch Schnittlinie B-B aus Fig. 2 mit Angabe eines
Detailausschnitts X3, in b) eine Seitenschnittansicht des Detailausschnitts X3 aus
Fig. 4a, der eine Ausführungsform eines Betätigungselements am unteren Ende der Profilschiene
in Verriegelungssteilung zeigt, in c) eine Querschnittansicht des Detailausschnitts
X2 aus Fig. 2 und in d) eine entsprechende perspektivische Ansicht,
- Fig. 5
- eine Querschnittansicht durch einen Raffstore in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
in Entriegelungsstellung mit Angabe einer Längsschnittlinie F-F und zweier Detailausschnitte
X7 und X8,
- Fig.6
- in a) eine Querschnittansicht des Detailausschnitts X7 aus Fig. 5, der das Sicherungselement
am oberen Ende der Profilschiene in Entriegelungsstellung zeigt, und in b) eine entsprechende
perspektivische Ansicht,
- Fig. 7
- in a) eine Seitenschnittansicht durch Schnittlinie F-F aus Fig. 5 mit Angabe eines
Detailausschnitts X9, in b) eine Seitenschnittansicht des Detailausschnitts X9 aus
Fig. 7a, der das Betätigungselement am unteren Ende der Profilschiene in Entriegelungsstellung
zeigt, in c) eine Querschnittansicht des Detailausschnitts X8 aus Fig. 5 und in d)
eine entsprechende perspektivische Ansicht,
- Fig. 8
- eine perspektivische Explosionsansicht eines Raffstores in der erfindungsgemäßen Ausführungsform
von Fig. 1 und 5,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines Raffstores in einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausführungsform mit in Offenposition hochgezogenen Lamellen sowie einen vergrößerten
Detailausschnitt X10,
- Fig.10
- eine perspektivische Ansicht eines als Sicherungselement ausgebildeten Lamellenhalters
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
- Fig. 11
- eine perspektivische Explosionsansicht des Lamellenhalters aus Fig. 10,
- Fig. 12
- in a) eine Seitenansicht des Lamellenhalters aus Fig. 10 mit dem Rastelement in Rastposition
mit Angabe einer Querschnittlinie G-G, in b) eine Seitenteilschnittansicht mit dem
Rastelement in Überführungsposition und in c) eine Querschnittansicht durch Schnittlinie
G-G
- Fig. 13
- in a) eine perspektivische Ansicht des Raffstores aus Fig. 9 in vollständig ausgefahrenem
Zustand/Verriegelungsstellung mit Lamellen in Offenposition und in b) eine Querschnittansicht
des Raffstores aus Fig. 13a mit Angabe einer Längsschnittlinie H-H,
- Fig. 14
- in a) eine Seitenschnittansicht durch Schnittlinie H-H aus Fig. 13b mit Angabe eines
Detailausschnitts X11, in b) eine Seitenschnittansicht des Detailausschnitts X11 aus
Fig. 14a, der den als Sicherungselement ausgebildeten Lamellenhalter der obersten
Lamelle in Offenstellung zeigt,
- Fig. 15
- in a) eine perspektivische Ansicht des Raffstores aus Fig. 13 mit Lamellen in Verschattungsposition
und in b) eine Querschnittansicht des Raffstores aus Fig. 15a mit Angabe einer Längsschnittlinie
I-I,
- Fig. 16
- in a) eine Seitenschnittansicht durch Schnittlinie I-I aus Fig. 15b mit Angabe eines
Detailausschnitts X12, in b) eine Seitenschnittansicht des Detailausschnitts X12 aus
Fig. 16a, der den als Sicherungselement ausgebildeten Lamellenhalter der obersten
Lamelle in Verschattungsstellung zeigt,
- Fig. 17
- eine perspektivische Detailschnittansicht der Anordnung des als Sicherungselement
ausgebildeten Lamellenhalters in der Profil- und seitlichen Führungsschiene des Raffstores
in Verriegelungsstellung und den Lamellen in Verschattungsposition,
- Fig. 18
- eine perspektivische Detailansicht der Kopfhalterung und der Anordnung des als Sicherungselement
ausgebildeten Lamellenhalters in der Profilschiene des Raffstores in Verriegelungsstellung
mit Lamellen in Verschattungsposition,
- Fig. 19
- eine perspektivische Detailansicht der Profilschiene mit aufgenommenen Lamellenhaltern
in Verriegelungsstellung und den Lamellen in Verschattungsposition,
- Fig. 20
- eine perspektivische Detailansicht der Anordnung der Unterschiene am Endabschnitt
der Profilschiene in Verriegelungsstellung und den Lamellen in Verschattungsposition,
- Fig. 21
- eine Ansicht entsprechend Fig. 20 ohne Unterschiene und die beiden untersten Lamellen,
- Fig. 22
- eine Ansicht entsprechend Fig. 21 ohne Endkappe aus anderer Perspektive,
- Fig. 23
- eine perspektivische Seitenansicht der Anordnung des Kopfes des Betätigungsstifts
auf einer Lagersockelanordnung,
- Fig. 24
- eine perspektivische Unteransicht auf die in der seitlichen Führungsschiene angeordnete
Lagersockelanordnung.
[0034] Die erfindungsgemäße Vorrichtung bezieht sich auf eine Verriegelungsvorrichtung zur
Einbruchhemmung bei Raffstorevorrichtungen, die verschiebbare Lamellen aufweisen.
Die Verriegelungsvorrichtung, die in eine Raffstorevorrichtung integriert sein, aber
auch in einen bestehenden Raffstore nachgerüstet werden kann, kann in eine Entriegelungs-
und eine Verriegelungsstellung betätigt werden. In der Entriegelungsstellung gestattet
die Verriegelungsvorrichtung ein Verschieben der Lamellen, und in der Verriegelungsstellung
blockiert die Verriegelungsvorrichtung die Lamellen, sodass sie nicht ohne Zerstörung
hochgeschoben werden können, und stellt damit eine Einbruchhemmung bereit.
[0035] Fig. 1 zeigt das Prinzip einer erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung beispielhaft an
einer Lamelle 1, von der ein Seitenende dargestellt ist, an dem ein Lamellenhalter
2 angebracht ist, der zur seitlichen Führung der Lamelle 1 in einer in
Fig. 1 nicht dargestellten seitlichen Führungsschiene 5 vorgesehen ist. Selbstverständlich
weist jede Lamelle 1 an beiden Seitenenden einen solchen Lamellenhalter 2 auf, wie
z .B. in
Fig. 2 und 5 zu sehen ist, in denen auch die seitlichen Führungsschienen 5 der beispielhaft dargestellten
Raffstorevorrichtung 100 zu sehen sind. Der Lamellenhalter 2 weist einem Gleitkopf
2a, einen Halsabschnitt 2b und einen Halterabschnitt 2c auf, an dem der Lamellenhalter
2 mit der Lamelle 1 verbunden ist. Erfindungsgemäß weist die Verriegelungsvorrichtung
eine Profilschiene 10 auf, die eine offene Längsseite 11 aufweist und die in der dargestellten
Ausführungsform eine C-Profilschiene 10 ist. An einer der Kanten, die die offene Längsseite
11 begrenzen, ist eine Ausnehmung 12 zu sehen, die so dimensioniert ist, dass der
Halsabschnitt 2b des Lamellenhalters 2 durch Drehung der Profilschiene 10 um ihre
Längsachse zur Verriegelung in der Ausnehmung 12 angeordnet werden kann (linke Darstellung
in
Fig. 1).
[0036] Der Gleitkopf 2a des Lamellenhalters 2 hintergreift diese Ausnehmung 12, sodass die
Lamelle 2 nicht nur in Längsrichtung der Profilschiene 10 unverschiebbar ist, sondern
es ist auch nicht möglich, den Lamellenhalter 2 in Lamellenlängsrichtung aus der Profilschiene
10 zu ziehen, um die Blockierung zu lösen. Abhängig von der Form des Gleitkopfs 2a
kann, wie im Beispiel der
Fig. 1 zu sehen, zum Verriegeln ein Schwenken der Lamellen 1 in eine Verschattungsposition
sinnvoll sein, um einen wirkungsvolleren Hintergriff des Gleitkopfs 2a hinter die
Ausnehmung 12 bereitzustellen. Grundsätzlich ist das Schwenken jeder Lamelle eines
Raffstores zwischen einer Verschattungs- und Offenposition bekannt, wobei die Lamellen
in einer Offenposition parallel zueinander positioniert sind und somit im hochgefahrenen
Zustand platzsparend gestapelt werden können, und in einer Verschattungsposition nebeneinander
vorliegen, somit bekanntermaßen eine aus den einzelnen Lamellen geschaffene Fläche
bilden, um die dahinter liegende Fensterfläche zu beschatten. Die Schwenkachse jeder
Lamelle wird dabei durch den Halsabschnitt 2b der Lamellenhalter definiert.
[0037] Zum Entriegeln wird die Profilschiene 10 in entgegengesetzter Richtung um ihre Längsachse
gedreht, sodass der Halsabschnitt 2b des Lamellenhalters 2 aus der Ausnehmung 12 in
die offene Längsseite 11 übergeht (rechte Darstellung in
Fig. 1), in der die Lamelle 1, nun in Offenposition gewendet, durch Führen des Gleitkopfs
2a in der Profilschiene 10 in deren Längsrichtung bewegbar ist.
[0038] Üblicherweise hat die Profilschiene 10 einer erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
eine Mehrzahl an Ausnehmungen 12, die an einer der Kanten, die die offene Längsseite
11 begrenzen, ausgebildet sind, da Raffstores üblicherweise eine Mehrzahl an Lamellen
1 aufweisen.
Figuren 2 bis 8 zeigen ein Beispiel einer erfindungsgemäßen Raffstorevorrichtung 100, die eine Mehrzahl
Lamellen 1 aufweist, von denen die oberste bezeichnet ist. Fig. 2 bis 4 zeigen dabei
die Raffstorevorrichtung 100 bzw. Teile davon in Verriegelungsstellung und
Fig. 5 bis 7 in Entriegelungsstellung.
[0039] Die dargestellte Raffstorevorrichtung 100 weist wie üblich eine Kopfschiene 3 auf,
mit der die Raffstorevorrichtung 100 mittels Kopfträger 29 und Befestigungswinkel
29' mit einer Verkleidung 8 verbindbar ist und in der Antriebs- und Kraftübertragungselemente
wie Welle 6, die hier eine Vierkantwelle 6 ist, und Bandspulenlager 7 untergebracht
sind. Nicht dargestellt sind Leiterbänder für das Tragen, Abstand halten und Wenden
der Lamellen 1 und ein Aufzugsband zum Heben und Senken der Lamellen. Den unteren
Abschluss der Lamellen 1 bildet eine Unterschiene 4, die wie die Lamellen 1 in den
seitlichen Führungsschienen 5 geführt wird.
[0040] Die Raffstorevorrichtung 100 weist in beiden seitlichen Führungsschienen 5 jeweils
eine Profilschiene 10 einer erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung auf, wobei
die Anzahl der Ausnehmungen 12 in jeder Profilschiene 10 der Anzahl der Lamellen 1
entspricht. Ein Abstand zwischen den Ausnehmungen 12 und deren Positionierung längs
an der Profilschiene 10 entsprechen dabei dem Abstand und der Positionierung der Lamellen
1 bzw. der Lamellenhalter 2 in einem vollständig ausgefahrenen Zustand der Raffstorevorrichtung
100.
[0041] Da die Raffstorevorrichtung 100 mit zwei Profilschienen 10 in den beiden seitlichen
Führungsschienen 5 spiegelsymmetrisch aufgebaut ist, wird die Verriegelungsvorrichtung
im Folgenden nur anhand einer Seite beschrieben. Selbstverständlich gelten die Ausführungen
für die andere Seite in entsprechender Weise.
[0042] Die Profilschiene 10 ist in der seitlichen Führungsschiene 5 derart drehbar angeordnet,
dass die offene Längsseite 11 der Profilschiene 10 in der Entriegelungsstellung in
Richtung der offenen Längsseite 5' der seitlichen Führungsschiene 5 weist (vgl.
Fig. 7a), sodass die Lamellen 1 entlang den offenen Längsseiten 11, 5' von Profilschiene 10
und seitlicher Führungsschiene 5 bewegbar sind. Denn der Halsabschnitt 2b der Lamellenhalter
2 erstreckt sich von dem in der Profilschiene 10 geführten Gleitkopf 2a durch die
offenen Längsseiten 11, 5' von Profilschiene 10 und seitlicher Führungsschiene 5.
[0043] Durch Drehung um ihre Längsachse um einen vorgegebenen Winkel, der u.a. abhängig
von der Tiefe der Ausnehmungen 12 ist und beispielsweise in einem Bereich von 40°
bis 80° liegen kann, wird die Profilschiene 10 in die Verriegelungsstellung überführt,
in der die Profilschiene 10 mit den Ausnehmungen 12 in Richtung der offenen Seite
5' der seitlichen Führungsschiene 5 weist (vgl.
Fig. 4a). Damit können die Lamellen 1 nicht mehr in Längsrichtung von Profilschiene 10 und
seitlicher Führungsschiene 5 bewegt werden.
[0044] Zur Erläuterung weiterer Details der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung,
die in den Gesamtansichten der Raffstorevorrichtung 100 von
Fig. 2 (Verriegelungsstellung) und
Fig. 5 (Entriegelungsstellung) nicht erkennbar sind, wird im Folgenden vor allem Bezug auf
die entsprechenden Detail- und Schnittansichten in
Figuren 3 und 4 für die Verriegelungsstellung und in
Figuren 6 und 7 für die Entriegelungsstellung genommen.
[0045] Fig. 4 und Fig. 7 zeigen jeweils zunächst eine Gesamtlängsschnittansicht a) der Raffstorevorrichtung
100, sowie in einer Detaillängsschnittansicht b), Detailquerschnittansicht c) und
in perspektivischer Ansicht b) ein erstes Zapfenendstück 13 am unteren Ende der Profilschiene
10, das ein Betätigungselement der Verriegelungsvorrichtung zur Auslösung der Drehbewegung
der Profilschiene 10 darstellt.
[0046] Dazu ist das erste Zapfenendstück 13 drehfest mit der Profilschiene 10 verbunden,
um die Drehbetätigung auf die Profilschiene 10 zu übertragen, und in einem Deckel
20 gelagert, der das untere Ende der seitlichen Führungsschiene 5 verschließt (vgl.
Fig. 8), wobei das Zapfenendstück 13 mit dem Deckel 20 eine Lagersockelanordnung 400
bildet. Das Zapfenendtsück 13 weist eine gewindeartige Kulissennut 13' auf, die sich
an die offene Seite 11 der Profilschiene 10 anschließt, was besonders gut in Fig.
7d zu sehen ist. In der gewindeartigen Kulissennut 13', die sich in eine Umfangsrichtung
entsprechend der Anordnung der Ausnehmungen 12 an der Profilschiene 10 erstreckt,
wird ein Betätigungsstift 14 geführt, der sich seitlich in der Unterschiene 4 der
Raffstorevorrichtung 100 befestigt ist. Die seitlichen Enden der Unterschiene 4 weisen
im dargestellten Beispiel eine Kappe 28 auf, in der der Betätigungsstift 14 mittels
eines Gewindestifts 28' befestigt ist. Selbstverständlich kann ein Betätigungsstift
auch auf andere Weise an der Unterschiene befestigt sein. Ferner kann auch vorgesehen
sein, dass Kappe und Betätigungsstift einstückig ausgebildet sein können etc.
[0047] Die Unterschiene 4 und damit der Betätigungsstift 14 wird in einer durch die Lamellen
1 definierten Lamellenebene, in der die Längsachsen der Lamellen 1 liegen, zwangsgeführt
bewegt, sodass das Zapfenendstück 13 - und damit die verbundene Profilschiene 10 -
durch Führen des Betätigungsstifts 14 in der gewindeartigen Kulissennut 13' entsprechend
gedreht wird. Zum Verriegeln wird dabei der Betätigungsstift 14 aus der offenen Seite
11 der Profilschiene 10 in die gewindeartige Kulissennut 13' bis zu einer Endstellung
bewegt, wobei die Profilschiene 10 in die Verriegelungsstellung (Fig. 4) gedreht wird.
In der Endstellung hat der Betätigungsstift 14 das geschlossene Ende der gewindeartigen
Kulissennut 13' erreicht und der Raffstore ist vollständig ausgefahren. Bei einer
motorbetriebenen Raffstorevorrichtung 100 kann die Endstellung durch eine Einstellung
des Motors bestimmt werden, indem der Motor zum Ausfahren des Raffstores, z. B. nach
einer vorbestimmten Zeit, gestoppt wird. Diese Zeit ist dann darauf abgestimmt, dass
der Raffstore dann vollständig ausgefahren ist, und die Unterschiene 4 die unterste
Position und entsprechend der Betätigungsstift das Ende der Kulissennut 13' erreicht
hat, sodass die Profilschiene 10 in die Verriegelungsstellung gedreht vorliegt, wenn
die Unterschiene 4 die unterste Position erreicht. Umgekehrt wird die Profilschiene
10 durch das Zapfenendstück 13 in die Entriegelungsstellung
(Fig. 7) gedreht, indem der Betätigungsstift 14 aus der Endstellung durch die gewindeartige
Kulissennut 13' in Richtung der offenen Seite 11 der Profilschiene 10 bewegt wird.
Länge und Neigung der Kulissennut 13' bestimmen dabei den Drehwinkel der Profilschiene
10 und sind auf eine Tiefe und einen Abstand der Ausnehmungen 12 unter Berücksichtigung
der relativen Anordnung der Unterschiene 4 in Bezug auf die Lamellen 1 abgestimmt.
[0048] In
Fig. 4a, 4b (sowie
7a, 7b) und auch in
Fig. 8 ist zudem zu entnehmen, dass die seitliche Führungsschiene 5 ein Seitenprofil 50
zur Aufnahme von Halterungselementen 26 zur Befestigung der Raffstorevorrichtung 100
und an den Kanten, die die offene Längsseite 5' der seitlichen Führungsschiene 5 begrenzen,
zwei Führungsprofile 50' aufweist, in denen jeweils eine Führungsleiste 27 aufgenommen
ist.
[0049] Fig. 3 und Fig. 6 zeigen jeweils in Schnittansichten a) und perspektivischer Ansicht b) ein Sicherungselement
der Verriegelungsvorrichtung, um die Profilschiene 10 in der Verriegelungsstellung
(Fig. 3) zu sichem. Im dargestellten Beispiel weist das Sicherungselement ein zweites Zapfenendstück
15 auf, das an dem oberen Ende der Profilschiene 10 drehfest mit der Profilschiene
10 verbunden ist und mittels Sicherung 20' in einem Deckel 20 gelagert ist, der die
seitliche Führungsschiene 5 am oberen Ende verschließt, wobei das zweite Zapfenendstück
15 und der Deckel 20 eine Kopfhalterung 300 bilden (vgl.
Fig. 8). Das Zapfenendstück 15 weist eine Rastausnehmung 15' an einer Umfangsposition auf,
die der der Ausnehmungen 12 an der Profilschiene 10 entspricht. In der Kopfschiene
3 ist in korrespondierender Anordnung ein Rastbolzen 16 zum Eingriff mit der Rastausnehmung
15' vorgesehen, wenn die Profilschiene 10 in der Verriegelungsstellung angeordnet
ist. Der Rastbolzen 16 ist in einer Hülse 18 innerhalb eines Lagergehäuses 21 in der
Oberschiene 3 gelagert und wird von einer in der Hülse 18 angeordneten, mit einem
Gewindestift 19 fixierten Druckfeder 17 mit einer Vorspannung gegen das obere Zapfenendstück
15 gedrückt, sodass der Rastbolzen 16 infolge der Vorspannung durch die Druckfeder
17 in die Rastausnehmung 15' getrieben wird, wenn das Zapfenendstück 15 mit der Profilschiene
10 die Verriegelungsstellung einnimmt
(Fig. 3).
[0050] Zur Entriegelung des Rastbolzens 16 ist eine Verbindung über eine Kupplung zu einem
Mitnehmer 9 vorgesehen, der auf der Vierkantwelle 6 angeordnet ist. Die Kupplung weist
eine lagergehäuseseitige Kupplungsscheibe 23 und eine mitnehmerseitige Kupplungsscheibe
24 auf, die über Passschraube und Mutter 22 mit dem Lagergehäuse 21 verbunden sind.
Druckfedern 17' zwischen den Kupplungsscheiben 23,24 sorgen für eine Vorspannung der
mitnehmerseitigen Kupplungsscheibe 24 gegen den Mitnehmer 9, der im dargestellten
Beispiel zwei Führungsnuten 9' (vgl.
Fig. 8) mit einem korrespondierenden Tiefenprofil aufweist, in denen zwei Stifte 25 geführt
werden, die sich von der mitnehmerseitigen Kupplungsscheibe 24 erstrecken. In Verriegelungsstellung
(Fig. 3a) liegen die Stifte 25 an der Stelle mit geringster Tiefe der Führungsnuten 9' vor,
sodass die Hülse 18, deren scheibenförmiger Kopf in einer umlaufenden Nut 24' der
mitnehmerseitigen Kupplungsscheibe 24 geführt wird, in einer vorgeschobenen Position
vorliegt, in der ein Eingriff des Rastbolzens 16 mit der Rastausnehmung 15' möglich
ist.
[0051] Das Entriegeln
(Fig. 6) des Sicherheitselements erfolgt mit Beginn des Hochfahrens des Raffstores, indem
durch eine Rotation der Vierkantwelle 6 der Mitnehmer 9 so gedreht wird, dass die
Stifte 25 an der Stelle mit größter Tiefe der Führungsnuten 9' vorliegen
(Fig. 6a), sodass die mitnehmerseitige Kupplungsscheibe 24 von der Kupplungsscheibe 23 distanziert
ist und die Hülse 18, die der Bewegung der mitnehmerseitigen Kupplungsscheibe 24 folgt,
und damit der Rastbolzen 16 in einer zurückgezogenen Position vorliegen, die den Eingriff
des Rastbolzens 16 mit der Rastausnehmung 15' aufhebt, sodass eine Drehung der Profilschiene
10 (durch Hochfahren der Unterschiene 4) zur Entriegelung erfolgen kann.
[0052] Anders als dargestellt, könnte eine Rastausnehmung auch an anderer Umfangsposition
vorliegen, wenn ein Rastbolzen an anderer Stelle vorgesehen ist, solange die vorbestimmte
Umfangsposition der Rastausnehmung in Bezug auf die Umfangsposition der Ausnehmungen
an der Profilschiene derart ausgewählt ist, dass der Eingriff des Rastbolzens in die
Rastausnehmung bereitgestellt wird, wenn die Profilschiene in der Verriegelungsstellung
vorliegt.
[0053] Im beschriebenen Beispiel erfolgen Verriegelung und Entriegelung mitsamt Sicherung
und Entsicherung automatisiert bei motorgesteuertem vollständigem Aus- und Hochfahren
des Raffstores. Selbstverständlich kann auch eine händische Betätigung zum Drehen
der Profilschiene und zum Sichern mittels Rastbolzen vorgesehen werden.
[0054] Weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Raffstores 100, der ein alternatives
Betätigungselement zur Auslösung der Drehbewegung der Profilschiene aufweist, werden
anhand der Beispiele in
Fig. 9 bis 26 beschrieben. Zudem weist der dort gezeigte Raffstore 100 ein alternatives Sicherungselement
auf, das anders als die Sicherung mit dem Sicherungsbolzen gemäß
Fig. 3 und 6 zum Lösen der Sicherung keine apparativ aufwändige Verbindung über eine Kupplung
zu einem Mitnehmer erfordert.
[0055] Fig. 9 zeigt einen Raffstore 100 mit Lamellen 1, 1' im hochgezogenen Zustand, in dem die
Lamellen 1, 1' in Offenposition als Stapel im Bereich der Kopfschiene 3 zumindest
teilweise von der Verkleidung 8 bedeckt vorliegen. Der besseren Übersicht wegen sind
von gleichartigen Elementen jeweils nur eines bezeichnet, wie z. B. Kopfträger 29,
Befestigungswinkel 29' und Halterung 26. Auch aus dem Lamellenstapel, der nach unten
durch die Unterschiene 4 abgeschlossen wird, sind nur die oberste Lamelle 1' und eine
beliebige weitere Lamelle 1 bezeichnet. Zur besseren Sicht auf die Lamellenhalter
2, insbesondere in Detaildarstellung X10, ist auf der linken Seite des Raffstores
100 nur eine Führungsleiste 27 dargestellt, die zusammen mit einer weiteren Führungsleiste
27 eine beidseitige Begrenzung zur Führung der Lamellenhalter 2, 2' längs der seitlichen
Führungsschiene 5 (vgl.
Fig. 17) bereitstellt, die beidseitig der Längsöffnung 5' ein entsprechendes Führungsprofil
50' zur Aufnahme der Führungsleisten 27 aufweist.
[0056] Detailausschnitt X10 verdeutlicht eine Ausführungsform des Lamellenhalters 2, bei
dem der Gleitkopf 2a als Scheibe mit einer gestreckten Halbmondform ausgebildet ist,
die durch zwei parallele lineare Seitenabschnitte und zwei parallele Kreisbogenabschnitte
definiert wird. Diese Form des Gleitkopfs 2a gestattet einerseits ein enges Stapeln
der Lamellen 1 in Offenposition und andererseits eine Rotation des Kopfabschnitts
2a um den Halsabschnitt 2b innerhalb der hier nicht dargestellten Profilschiene 10
zum Wenden der Lamellen 1 im ausgefahrenen Zustand in die Verschattungsposition. Zudem
stellt der gestreckt halbmondförmige Gleitkopf 2a das wirksame Hintergreifen der Ausnehmung
12 in der Profilschiene 10 bereit (vgl. z. B.
Fig. 19, 22). Weiter ist in Detailausschnitt X10 der in der Endkappe 28 der Unterschiene 4 aufgenommene
Betätigungsstift 14 zu sehen, dessen Kopfabschnitt 140 eine oben und unten abgeflachte
Kugelform aufweist. Damit kann der Kopfabschnitt 140 des Betätigungsstifts 14 ebenfalls
in der Profilschiene 10 geführt werden, um beim Eintritt in die Kulissennut 13' am
unteren Ende der Profilschiene 10 deren Drehbewegung zu bewirken. In der Verriegelungsstellung
im vollständig ausgefahrenen Zustand ist der Kopfabschnitt 140 des Betätigungsstifts
14 oberhalb der Lagersockelanordnung 400 positioniert, die auf der linken Seite des
Raffstores 100 in
Fig. 9 zu sehen ist und nachfolgend im Zusammenhang mit
Fig. 20 bis 24 noch näher beschrieben wird. Die in
Fig. 9 am oberen Ende der seitlichen Führungsschiene 5 rechts zu sehende Kopfhalterung 300
wird im Zusammenhang mit den
Figuren 14, 16 und 18 detaillierter beschrieben.
[0057] In dem in
Fig. 9 gezeigten Beispiel ist die oberste Lamelle 1' dazu vorbestimmt, auf beiden Seiten
jeweils einen als Sicherungselement ausgebildeten Lamellenhalter 2' - nachfolgend
auch als Sicherungs-Lamellenhalter bezeichnet - aufzuweisen, für den eine beispielhafte
Ausführungsform in
Fig. 10,11 und 12 dargestellt ist. Wie ein "normaler" Lamellenhalter 2 weist der als Sicherungs-Lamellenhalter
2' einen Halterabschnitt 2c, an dem die Lamelle 1' befestigt wird, und einen Halsabschnitt
2b auf, der sich zwischen den Führungsleisten 27 durch die offenen Längsseiten 5',
11 der Führungsschiene 5 und der Profilschiene 10 erstreckt und in der Verriegelungsstellung
einer korrespondierenden Ausnehmung 12, 12' angeordnet ist.
[0058] Der Gleitkopf 2a' des Sicherungs-Lamellenhalters 2' ist, wie in
Fig. 10 bis 12 zu sehen ist, annähernd kugelförmig ausgebildet und weist ein Rastelement 210 auf,
das von einem Federelement 211 in einer Rastposition
(Fig. 10, 12a und 12c) gehalten wird, in der das Rastelement 210 über die Kontur des Gleitkopfs 2a' in einer
Rastrichtung hinausragt, die senkrecht zu der durch die Fläche des Halterabschnitts
2c definierten Ebene ist. Das Rastelement 210 weist einen Rastkopf 215 mit abgerundeten
Kanten auf, von dessen Rückseite, an der das Federelement 211 anliegt, sich zwei Hakenelemente
216 erstrecken, um einen Absatz 213 in der Aufnahmeöffnung 212 des Gleitkopfs 2a'
zu hintergreifen und damit das Rastelement 210 gegen den Federdruck in der Aufnahmeöffnung
212 zu halten. Für das Federelement 211, das von den Hakenelementen 216 flankiert
wird, weist der Gleitkopf 2a' in der Aufnahmeöffnung 212 eine Auflagerfläche 214 auf,
von der sich beidseitig jeweils ein Abschnitt 212' der Aufnahmeöffnung 212 als Verschiebeweg
für die Hakenelemente 216 erstreckt, sodass die Hakenelemente 216 in diese Abschnitte
212' eintreten, wenn Druck auf den Rastkopf 215 ausgeübt wird und das Rastelement
210 gegen die Federkraft in den Gleitkopf 2a' geschoben wird (Überführungsposition,
Fig. 12b).
[0059] Fig. 13a und b zeigen den Raffstore 100 aus
Fig. 9 nach Betätigung der Bandspulenlager 7 in beinahe vollständig ausgefahrenem Zustand
der Lamellen 1, 1', wobei die Lamellen 1, 1' in Offenposition vorliegen, in der die
Flächen der Lamellen 1, 1' parallel zueinander positioniert sind. Auch hier ist die
oberste Lamelle 1' die vorbestimmte Lamelle 1', die mit Sicherungs-Lamellenhaltern
2' ausgestattet ist. Mit der Annäherung des an der Unterschiene 4 befindlichen Betätigungsstifts
14 an die Lagersockelanordnung 400, wobei der Betätigungsstifts 14 in die Kulissennut
13' einfährt, wird die Profischiene 10 in Verriegelungsstellung überführt, in der
sich die Halsabschnitte 2b der Lamellenhalter 2, 2' durch die Ausnehmungen 12, 12'
erstrecken, wie in
Fig. 18 bis 22 mit Lamellen 1, 1' in Verschattungsposition gezeigt ist.
[0060] Eine Gestaltung der Kopfhalterung 300 zur Lagerung der drehbaren Profilschiene 10
am oberen Ende sowie eine Anordnung des Sicherungs-Lamellenhalters 2' wird in
Fig. 14a und b verdeutlicht, die eine Seitenschnittansicht H-H des in
Fig. 13b dargestellten Raffstores 100 und eine Detailansicht X11 des oberen Abschnitts der
Verriegelungsvorrichtung innerhalb der Verkleidung 8 zeigen. Die Kopfhalterung 300
umfasst einen Aufnahmestopfen 301, der das obere Ende der Profilschiene 10 umfasst,
und ein Profilaufnahmeelement 302, das das obere Ende der seitlichen Führungsschiene
5 einschließlich des Seitenprofils 50 umgreift und (hier mittels Verbindungsstiften
306 und Muttern 306') mit einer oben abschließenden Halterplatte 303 verbunden ist.
Mit einem Bolzen 304 ist der Aufnahmestopfen 301 drehbar in dem Profilaufnahmeelement
302 von einem Sicherungselement 305 gesichert gelagert, dessen Montage durch eine
entsprechend positionierte Montageöffnung 307 in der Halterplatte 303 ermöglicht wird.
Selbstverständlich sind von dem mit der Kopfhalterung 300 dargestellten Beispiel Modifikationen
denkbar, um die Profilschiene 10 drehbar in der seitlichen Führungsschiene 5 zu lagern.
[0061] Die Ausnehmungen 12, 12' an der Profilschiene 10, durch die sich die Halsabschnitte
2b der Lamellenhalter 2, 2' erstrecken, sind hier nicht zu sehen und liegen vor der
Zeichnungsebene. Die Rastausnehmung 120 befindet sich etwa um 90° versetzt in Bezug
zu der Ausnehmung 12', die der vorbestimmten Lamelle 1' mit dem Sicherungs-Lamellenhalter
2' zugeordnet ist (vgl.
Fig. 18), sodass der Gleitkopf 2a' auf Höhe der Rastausnehmung 120 ist, wenn der Halsabschnitt
2b des Sicherungs-Lamellenhalters 2' in der Ausnehmung 12' aufgenommen ist. Mit den
Lamellen 1, 1' in Offenposition während des Aus- und Einfahrens der Lamellen 1, 1'
weist das Rastelement 210 des Gleitkopfs 2a' des Sicherungs-Lamellenhalters 2' in
Längsrichtung der Profilschiene 10 und liegt damit in unbelasteter Rastposition vor,
sodass die Führung des Gleitkopfes 2a' längs der Profilschiene 10 und die Überführung
in die Verriegelungsstellung durch Drehung der Profilschiene 10 nicht beeinträchtigt
werden.
[0062] Zur Sicherung der Verriegelungsstellung werden die Lamellen 1, 1' in Verschattungsposition
gewendet, die in
Fig. 15a und b dargestellt ist, in der die Flächen der Lamellen 1,1' im Wesentlichen nebeneinander
liegen, wobei die Lamellen leicht überlappend vorliegen können, und quasi eine geschlossene
oder nahezu geschlossene Fläche bilden. Abgesehen von der Verschattungsposition unterscheiden
sich die Darstellungen in Fig. 15a,b von Fig. 13a und b dadurch, dass die Lamellen
1,1' nun vollständig ausgefahren sind, sodass die Verriegelungsstellung vorliegt.
Entsprechend unterscheiden sich die Seitenschnittansicht I-I des in
Fig. 15b dargestellten Raffstores 100 in
Fig. 16 a und die Detailansicht X12 in
Fig. 16b von den Darstellungen in
Fig. 14a und b in der Lage der Lamellenhalter 2, 2' und des Betätigungsstifts 14 längs der Profilschiene
10 und der Rotationslage der Lamellenhalter 2, 2'.
[0063] Da die Lamellenhalter 2, 2' mit der Wendung der Lamellen 1, 1' in Verschattungsposition
um die durch den Halsabschnitt 2b definierte Schwenkachse entsprechend mitrotiert
werden, ändert sich auch die Rotationslage der Gleitköpfe 2a, 2a' innerhalb der Profilschiene
10. Der Rotationswinkel der Gleitköpfe 2a, 2a' in der Profilschiene 10 beträgt dabei
in etwa 90 °C entsprechend der Wendebewegung der Lamellen 1, 1' zwischen der Offen-
und Verschattungsposition. Damit weist das Rastelement 210 am Gleitkopf 2a' des Sicherungs-Lamellenhalters
2' dann in der Verschattungsposition in eine radiale Richtung der Profilschiene 10
und erstreckt sich somit durch die entsprechend angeordnete Rastausnehmung 120.
[0064] Vorteilhafterweise ist der kugelförmig ausgeführte Gleitkopf 2a' des Sicherungs-Lamellenhalters
2' in dem kreisbogenförmigen Querschnitt der Profilschiene 10 formschlüssig aufgenommen,
sodass der korrekte Eingriff des Rastelements 210 mit der Rastausnehmung 120 in der
Profilschiene 10 auch dann sichergestellt ist, wenn wetterbedingt thermische Expansionen
oder Kontraktionen der Sicherungs-Lamelle 1' in Längsrichtung auftreten würden. Um
zu vermeiden, dass infolge thermischer Expansion oder Kontraktion der Lamelle 1' mechanische
Spannungen infolge der spielfreien Anordnung des kugelförmigen Gleitkopfes 2a' in
der Profilschiene in der Sicherungs-Lamelle 1' erzeugt werden, kann ein Ausgleichselement
oder Kompensator in der Sicherungs-Lamelle 1' und/oder dem Lamellenhalter 2' bzw.
als Befestigungselement zwischen dem Halterabschnitt 2c und der Sicherungs-Lamelle
1' vorgesehen sein. Bei den übrigen Lamellen 1 werden mechanisehe Spannungen infolge
thermischer Ausdehnung bzw. Schrumpfung verhindert, indem der scheibenförmige Gleitkopf
2a ausreichend Spiel innerhalb der Profilschiene 10 hat.
[0065] Die Rastausnehmung 120 ist in ihrer Breite (Erstreckung entlang dem Umfang der Profilschiene
10) an das Rastelement 210 angepasst (vgl.
Fig. 18), sodass eine Drehung der Profilschiene um ihre Längsachse gehindert ist, solange das
Rastelement 210 in der Rastausnehmung 120 in Eingriff steht. Die Länge der Rastausnehmung
120 hingegen kann deutlich größer gewählt werden als es die Maße des Rastelements
210 erfordern, sodass das Rastelement 210 nicht gegen die Federkraft eingedrückt werden
muss, um den Gleitkopf 2a' bei der Überführung von Offen- in Verschattungsposition
der Lamellen 1, 1' (und umgekehrt) in der Profilschiene 10 zu rotieren. Wenn eine
Rastausnehmung bezüglich ihrer Längsausdehnung derart dimensioniert ist, dass ein
Eindrücken des Rastelements zur Rotation des Gleitkopfes nicht erforderlich ist, da
aufgrund der Länge der Rastausnehmung kein Kontakt mit der Schieneninnenwand erfolgt,
kann das Rastelement, anders als dargestellt, auch einfach nur als unbeweglicher Sperrvorsprung
am Gleitkopf ausgebildet sein.
[0066] Mit dem federbelasteten Rastelement 210, insbesondere mit den abgerundeten Kanten
am Rastkopf 215 wird allerdings auch eine hier nicht dargestellte Ausführungsform
der Rastausnehmung 120 gestattet, die den Maßen des Rastelements 210 entspricht oder
nur eine geringfügig größere Längsausdehnung aufweist. Denn die abgerundeten Kanten
des Rastkopfes 215 ermöglichen bei Rotation des Gleitkopfes 2a' ein Zurückweichen
des Rastelements 210 gegen den Federdruck durch die Kontaktierung des Rastelements
210 an der Innenwand der Profilschiene 10. Dieser Kontakt bewirkt ausreichend Druck
auf das Rastelement 210 entgegen der Kraft des Federelements 211, um das Rastelement
210 in Überführungsposition zu halten.
[0067] In
Fig. 17 ist ein Teil des Raffstores 100 aus
Fig. 15a mit seitlicher Führungsschiene 5 und Profilschiene 10 und den darin geführten Lamellenhaltern
2, 2' der Lamellen 1, 1' in Verschattungsposition dargestellt. Gut zu erkennen ist
die Führung der Halsabschnitte 2b der Lamellenhalter 2. 2' durch die beiden Führungsleisten
27, die mit einem Profilabschnitt in den Führungsprofilen 50' zu beiden Seiten der
offenen Längsseite 5' der seitlichen Führungsschiene 5 aufgenommen sind. Die Profilschiene
10 liegt in Verriegelungsstellung vor, sodass nicht die offene Längsseite 11 der Profilschiene
10, sondern die dort an einer Kante angrenzenden Ausnehmungen 12, 12' (vgl.
Fig. 19) zur offenen Längsseite 5' der seitlichen Führungsschiene 5 weisen, sodass die Halsabschnitte
2b der Lamellenhalter 2, 2' in der jeweiligen Ausnehmung aufgenommen sind. Aufgrund
der Verschattungsposition der Lamellen 1, 1' weist das Rastelement 210 am Gleitkopf
2a' des Sicherungs-Lamelienhalters 2', der der obersten Lamelle 1' zugeordnet ist,
in eine radiale Richtung der Profilschiene 10 senkrecht zur Lamellenebene und erstreckt
sich durch die Rastausnehmung 120, die in der Profilschiene 10 an entsprechender Position
vorliegt, wie in
Fig. 18 gezeigt ist, die auf die Darstellung der seitlichen Führungsschiene 5 und der vorderen
Führungsleise 27 verzichtet.
[0068] Ferner ist in
Fig. 18 die Kopfhalterung 300 dargestellt, die im Zusammenhang mit
Fig. 14 bereits beschrieben wurde. Anders als dort ist hier zu sehen, dass sich die Halterplatte
303 in Richtung der Kopfschiene 3 erstreckt und Langlöcher 307' zur Befestigung daran
aufweist. Selbstverständlich können auch dazu alternative Befestigungsvarianten vorgesehen
werden.
[0069] Fig. 20 bis 22 verdeutlichen die alternative Konstruktion des Betätigungselements zur Auslösung
der Drehbewegung der Profilschiene 10 zur Überführung in die dargestellte Verriegelungsstellung
mittels des in der gewundenen Kulissennut 13' geführten Betätigungsstifts 14, der
mit einem Endkappenabschnitt in der Endkappe 28 der Unterschiene 4 aufgenommen ist.
Im Gegensatz zu dem Beispiel in
Fig. 1 bis 8 liegt die Kulissennut 13' nicht in einem Zapfenendstück 13 vor, das mit der Profilschiene
10 verbunden ist, sondern ist in einem Endabschnitt 130 der Profilschiene 10 ausgearbeitet
und somit einstückig gefertigt. Aber auch hier erstreckt sich die gewindeartige Kulissennut
13' von der offenen Längsseite 11 der Profilschiene 10 in eine Umfangsrichtung entsprechend
der Anordnung der Ausnehmungen 12, 12', wobei Länge und Neigung der Kulissennut 13'
den Drehwinkel der Profilschiene 10 bestimmen und auf eine Tiefe und einen Abstand
der Ausnehmungen 12, 12' unter Berücksichtigung der relativen Anordnung der Unterschiene
4 in Bezug auf die Lamellen 1 abgestimmt sind.
[0070] Dass die unterste Lamelle 1 und damit der unterste Lamellenhalter 2 nicht vollständig
verschwenkt vorliegen, ergibt sich hier aus dem gegebenen Abstand zur Unterschiene
4, durch den die unterste Lamelle 1 auf der Unterschiene 4, die nicht gewendet wird,
aufliegt, ehe ein vollständiges Wenden der untersten Lamelle 1 um 90°C erfolgt ist,
Dies soll aber dennoch als Verschattungsposition verstanden werden, da auch die nicht
vollständig gewendete unterste Lamelle 1 zu einer geschlossenen Lamellengesamtfläche
beiträgt, die die Verschattung bereitstellt. Selbstverständlich sollen hierin auch
Varianten umfasst sein, die durch abweichende Anordnung der Unterschiene und Gestaltung
der Kulissennut im vollständig ausgefahrenen Zustand eine vollständige Wendung der
untersten Lamelle um 90° in die Verschattungsposition gestatten.
[0071] In
Fig. 20 ist am unteren Endabschnitt 130 der Profilschiene 10 die Lagersockelanordnung 400
dargestellt, die in
Fig. 22 und 23 detaillierter zu sehen ist. Die Lagersockelanordnung 400 in dem dargestellten Beispiel
weist einen Stopper 401 auf, der in der seitlichen Führungsschiene 5 das untere Ende
abschließend angeordnet ist, wie in
Fig. 24 verdeutlicht wird. Der Stopper 401 weist einen auf einer Rechteckform basierenden
Querschnitt auf, der entsprechend dem Innenprofil der seitlichen Führungsschiene 5
eine rückseitige Nut 401c, die eine an der Innenseite der Führungsschiene 5 zur offenen
Längsseite 5' weisende Längsrippe (nicht bezeichnet) umgreift, und einen vorderseitigen
Absatz 401b aufweist, der sich in die offene Längsseite 5' der seitlichen Führungsschiene
5 erstreckt. Dort erfolgt im dargestellten Beispiel auch die Befestigung mittels eines
Befestigungselements 401d. Seitliche Kerben 401a ermöglichen ein Ergreifen des Stoppers
401, etwa zur Demontage oder Reparatur. In einer nicht dargestellten Abwandlung kann
ein solcher Stopper zu beiden Seiten des Absatzes 401b profilierte Längsnuten zur
Aufnahme eines Abschnitts der in dem Führungsprofil 50' aufgenommenen Führungsleisten
27 aufweisen, der sich, wie in
Fig. 17 zu sehen ist, ins Innere der Führungsschiene 5 erstreckt. Die Führungsleisten 27
können aber auch oberhalb der Lagersockelanordnung 400 enden.
[0072] Auf dem Stopper 401 ist, wie in
Fig. 23 zu sehen, ein Lagerungselement 402 mit einem in Bezug zu der Profilschiene 10 zentrisch
angeordneten Zylinderstift 403 befestigt, auf dem ein Stopfen 404 drehbar angeordnet
ist, der einen hohlzylindrischen Abschnitt 407 zur Aufnahme in der Profilschiene 10
aufweist. Der Hohlzylinderabschnitt 407 wird durch einen zylindrischen Körper gebildet,
der einen zentrisch angeordneten Hohlraum zur Aufnahme des Zylinderstifts 403 aufweist.
Ansonsten kann der Hohlzylinderabschnitt 407 massiv sein oder weitere Hohlräume aufweisen,
die beispielsweise zum Ausgleichen von Unwucht vorgesehen sein können. Eine solche
Unwucht kann beispielsweise durch Formschlusselemente 405 am Umfang des Hohlzylinderabschnitts
407 verursacht werden, von denen der hier dargestellte Stopfen 404 zwei aufweist.
Die Formschlusselemente 405 treten bei Anordnung des Stopfens 404 in der Profilschiene
10 mit entsprechend geformten Formschlussausnehmungen 13" an der Profilschiene 10
in Eingriff und stellen so eine drehfeste Verbindung der Profilschiene 10 mit dem
Stopfen 404 bereit. Abweichend von dem dargestellten Beispiel kann auch nur ein Formschlusselement
oder mehr als zwei Formschlusselemente vorgesehen werden. Alternativ kann die drehfeste
Verbindung des Stopfens 404 mit der Profilschiene 10 durch eine zum Formschluss alternative
Verbindungstechnik hergestellt werden, beispielsweise durch eine kraftschlüssige Klemm-
oder Schraubverbindung oder eine stoffschlüssige Kleb- oder Schweißverbindung.
[0073] An den Hohlzylinderabschnitt 407 des Stopfens 404 schließt sich ein Kegelabschnitt
406 an, wobei der Kopfabschnitt 140 des Betätigungsstifts 14 im voll ausgefahrenen
Zustand des Raffstores 100 oberhalb des Kegelabschnitts 406 positioniert ist. Dabei
berührt der Kopfabschnitt 140, dessen Ober- und Unterseite hier abgeflacht bzw. eingewölbt
ist, den Kegelabschnitt 406 nicht. Bei längerer Ausführung des Verfahrwegs in der
Kulissennut 13' könnte der Kopfabschnitt 140 von dem gezeigten Beispiel abweichend,
beispielweise auch kugelförmig ausgebildet sein. Der Kegelabschnitt 406 hat die Funktion,
dass Wasser, das sich eventuell in der Profilschiene 10 befindet, nach unten abfließen
zu lassen, indem die Hohlräume im Stopfen 404 als Durchbohrungen ausgebildet sind,
die sich durch den Hohlzylinderabschnitt und den Kegelabschnitt erstrecken. Damit
wird verhindert, dass sich Wasser in der Profilschiene 10 ansammeln und im Winter
gefrieren kann.
[0074] Ähnlich wie die Lamellenhalter 2, 2' weist der Betätigungsstift 14 außer dem Kopfabschnitt
140, der zur Führung in der Profilschiene 10 ausgebildet ist, einen Halsabschnitt
141 auf, der sich je nach Ausfahrlage des Raffstores durch die Kulissennut 13' oder
die offenen Längsseiten 5', 11 der Führungs- bzw. Profilschiene 5, 10 erstreckt. Der
Endkappenabschnitt 142 des Betätigungsstifts 14 ist zur Aufnahme in der Endkappe 28
profiliert geformt.
[0075] Selbstverständlich sind von den dargestellten und beschriebenen Beispielen für Lagersockelanordnung
und Betätigungsstift abweichende Ausführungsformen denkbar, die die gleiche Aufgabe
und Funktion erfüllen.
[0076] Ferner ist der Schutzumfang nicht auf die Beispiele in ihren dargestellten und beschriebenen
Ausführungsformen beschränkt; denn ein erfindungsgemäßer Raffstore kann auch die unterschiedlichen
Detaillösungen bezüglich der Betätigungselemente und der Sicherungselemente aus den
beschriebenen Beispielen beliebig kombinieren und/oder Modifizierungen der aufgezeigten
konstruktiven Details aufweisen, die in dieselbe Funktion und Wirkung haben.
[0077] Ferner können außer der obersten Lamelle auch andere Lamellen sowie mehr als eine
Lamelle mit den als Sicherungselementen ausgebildeten Lamellenhaltern ausgestattet
sein. Wenn auch nicht bevorzugt, so sind auch Lösungen umfasst, bei denen eine vorbestimmte
Lamelle nur einseitig mit einem Sicherungselement ausgestattet ist.
[0078] Selbstverständlich kann eine erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung auch eine
Profilschiene mit einem von einem C-Profil abweichenden Profil aufweisen, das rund,
eckig oder abgerundet eckig sein kann. Wichtig ist dabei nur, dass die Profilschiene
bei Anordnung in der seitlichen Führungsschiene um ihre Längsachse um den vorbestimmten
Winkel gedreht werden kann, und dass der Gleitkopf der Lamellenhalterung entlang der
Profilschiene bewegt und um die Schwenkachse rotiert werden kann. Bevorzugt sind Profile,
bei denen die Breite der offenen Längsseite schmäler ist als die Profilbreite, sodass
der in der Profilschiene geführte Gleitkopf nicht durch die offene Längsseite herausgezogen
werden kann. Um das Führen und Rotieren des Gleitkopfs in der Profilschiene zu gestatten,
kann der Gleitkopf an das Profil der Profilschiene angepasst gestaltet werden, wobei
ein Raffstore unterschiedliche Gleitköpfe aufweisen kann, etwa wenn ein Lamellenhalter
als Sicherungselement mit einem Rastelement ausgebildet ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0079]
- 1,1'
- Lamelle, vorbestimmte Lamelle
- 2, 2a, 2b, 2c
- Lamellenhalter, Gleitkopf, Halsabschnitt, Halterabschnitt
- 2', 2a'
- Sicherungslamellenhalter, Rastgleitkopf
- 3
- Kopfschiene
- 4
- Unterschiene
- 5, 5'
- seitliche Führungsschiene, offene Längsseite
- 6
- Vierkantwelle
- 7
- Bandspulenlager
- 8
- Verkleidung
- 9, 9'
- Mitnehmer, Führungsnut
- 10
- Profilschiene
- 11
- offene Längsseite
- 12, 12'
- Rastausnehmung
- 13
- Zapfenendstück Betätigung
- 13'
- Kulissennut
- 13"
- Formschlussausnehmung
- 14
- Betätigungsstift
- 15, 15'
- Zapfenendstück Sicherung, Rastausnehmung
- 16
- Rastbolzen
- 17, 17'
- Druckfeder (Rastbolzen), Druckfeder (Kupplung)
- 18
- Hülse
- 19
- Gewindestift
- 20, 20'
- Deckel, Sicherungsscheibe
- 21
- Lagergehäuse
- 22
- Passschraube/Mutter
- 23
- Kupplungsscheibe
- 24, 24'
- mitnehmerseitige Kupplungsscheibe, umlaufende Nut
- 25
- Stift
- 26
- Halterung
- 27
- Führungsleiste
- 28, 28'
- Kappe, Gewindestift
- 29, 29'
- Kopfträger, Befestigungswinkel
- 50, 50'
- Seitenprofil, Führungsprofil
- 100
- Raffstorevorrichtung
- 120
- Rastausnehmung
- 130
- Endabschnitt der Profilschiene
- 140
- Kopfabschnitt
- 141
- Halsabschnitt
- 142
- Endkappenabschnitt
- 210
- Rastelement
- 211
- Federndes Druckstück
- 212, 212'
- Aufnahmeöffnung, Öffnungsabschnitt
- 213
- Absatz
- 214
- Auflager
- 215
- Rastkopf
- 216
- Hakenelement
- 300
- Kopfhalterung
- 301
- Aufnahmestopfen
- 302
- Profilaufnahmeelement
- 303
- Halterplatte
- 304
- Bolzen
- 305
- Sicherungselement
- 306, 306'
- Verbindungsstift, Mutter
- 307, 307'
- Öffnung, Langloch
- 400
- Lagersockel
- 401
- Stopper
- 401 a,b, c, d
- Kerbe, Absatz, Nut, Befestigungselement
- 402
- Lagerungselement
- 403
- Zylinderstift
- 404
- Stopfen
- 405
- Formschlusselement
- 406
- Kegelabschnitt
- 407
- Hohlzylinderabschnitt
1. Verriegelungsvorrichtung für eine Mehrzahl an Lamellen (1, 1'), die in einer Raffstorevorrichtung
(100) angeordnet ist, wobei jede Lamelle (1, 1') beidseitig jeweils einen zu einer
Längsachse der Lamelle (1, 1') parallelen Lamellenhalter (2, 2') mit Gleitkopf (2a,
2a') und Halsabschnitt (2b) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungsvorrichtung eine Profilschiene (10) aufweist, die eine offene Längsseite
(11) und eine Mehrzahl Ausnehmungen (12, 12') an einer der Kanten hat, die die offene
Längsseite (11) begrenzen,
und dass
die Profilschiene (10) durch eine Drehbewegung um eine Längsachse der Profilschiene
(10) zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung überführbar
ist, wobei
- in der Entriegelungsstellung sich der Halsabschnitt (2b) jeder Lamelle (1, 1') durch
die offene Längsseite (11) erstreckt und jede Lamelle (1, 1') mit dem Gleitkopf (2a,
2a') in der Profilschiene (10) geführt längs der Profilschiene (10) bewegbar ist,
und
- in der Verriegelungsstellung der Halsabschnitt (2b) jeder Lamelle (1, 1') in jeweils
einer der Ausnehmungen (12, 12') angeordnet ist und jede Lamelle (1, 1') mit dem Gleitkopf
(2a, 2a') in der Profilschiene (10) in einer durch die jeweilige Ausnehmung (12, 12')
bestimmten Position längs der Profilschiene (10) unverschiebbar angeordnet ist.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstand und eine Position der Ausnehmungen (12, 12') an der Profilschiene (10)
einem Abstand und einer Position der Lamellen (1, 1') in einem vollständig ausgefahrenen
Zustand der Raffstorevorrichtung (100) entsprechen.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungsvorrichtung ein Betätigungselement zur Auslösung der Drehbewegung
der Profilschiene (10) aufweist, wobei das Betätigungselement bevorzugt durch einen
Endabschnitt (130) der Profilschiene (10) an einem ersten Ende bereitgestellt wird
oder durch ein erstes Zapfenendstück (13) gebildet wird, das an einem ersten Ende
der Profilschiene (10) drehfest mit der Profilschiene (10) verbunden ist, wobei der
Endabschnitt (130) bzw. das erste Zapfenendstück (13) eine gewindeartige Kulissennut
(13') aufweist,
- die sich an die offene Längsseite (11) der Profilschiene (10) anschließt und
- sich in eine Umfangsrichtung entsprechend der Anordnung der Ausnehmungen (12, 12')
an der Profilschiene (10) erstreckt und
- in der ein Betätigungsstift (14) führbar ist, der sich seitlich von einer Unterschiene
(4) der Raffstorevorrichtung (100) erstreckt und der an der Unterschiene (4) in einer
durch die Mehrzahl der Lamellen (1, 1') definierten Lamellenebene, in der die Längsachsen
der Lamellen (1, 1') liegen, zwangsgeführt bewegbar ist, sodass der in der Kulissennut
(13') geführte Betätigungsstift (14) die Drehbewegung des ersten Zapfenendstücks (13)
und damit der Profilschiene (10) auslöst.
4. Verriegelungsvorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungsvorrichtung ein Sicherungselement zur Sicherung der Profilschiene
(10) in der Verriegelungsstellung aufweist, und
der Halsabschnitt (2b) des Lamellenhalters (2, 2') eine Schwenkachse zum Wenden der
Lamellen (1, 1') zwischen einer Offenposition, in der die Flächen der Lamellen (1,
1') parallel zueinander positioniert sind, und einer Verschattungsposition definiert,
in der die Flächen der Lamellen (1, 1') nebeneinander liegen.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement durch zumindest einen vorbestimmten Lamellenhalter (2') zumindest
einer vorbestimmten Lamelle (1') gebildet wird, dessen Gleitkopf (2a') ein Rastelement
(210) aufweist, das eine Rastrichtung senkrecht zu der Fläche der Lamelle (1') aufweist
und zum Eingriff in eine Rastausnehmung (120) ausgebildet ist, die an der Profilschiene
(10) an einer vorbestimmten Umfangsposition vorliegt, die in Bezug auf eine Umfangsposition
der Ausnehmung (12'), die der vorbestimmten Lamelle (1') zugeordnet ist, derart ausgewählt
ist, dass ein Eingriff des Rastelements (210) in die Rastausnehmung (120) bereitgestellt
wird, wenn die Profilschiene (10) in der Verriegelungsstellung und die Lamelle (1')
in der Verschattungsposition vorliegen.
6. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastelement (210) ein federbelastetes Rastelement (210) ist, das von einer Rastposition
gegen die Kraft eines Federelements (211) in eine Überführungsposition überführbar
ist, in der das Rastelement (210) zumindest teilweise in den Gleitkopf (2a') eingedrungen
vorliegt,
und/oder
die vorbestimmte Lamelle (1') an beiden Seiten jeweils einen Lamellenhalter (2') mit
dem federbelasteten Rastelement (210) an dem Gleitkopf (2a') zum Eingriff in die Rastausnehmung
(120) an der jeweiligen Profilschiene (10) aufweist, wobei die vorbestimmte Lamelle
(1') bevorzugt die oberste Lamelle (1') der in der Raffstorevorrichtung (100) angeordneten
Mehrzahl Lamellen (1, 1') ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungsvorrichtung ein Sicherungselement zur Sicherung der Profilschiene
(10) in der Verriegelungsstellung aufweist, wobei das Sicherungselement durch ein
zweites Zapfenendstück (15) gebildet wird, das an einem zweiten Ende der Profilschiene
(10) drehfest mit der Profilschiene (10) verbunden ist und eine Rastausnehmung (15')
an einer vorbestimmten Umfangsposition aufweist, wobei die Rastausnehmung (15') zum
Eingriff mit einem zwischen einer Rastposition und einer zurückgezogenen Position
bewegbaren Rastbolzen (16) ausgebildet ist, und wobei die vorbestimmte Umfangsposition
der Rastausnehmung (15') in Bezug auf eine Umfangsposition der Ausnehmungen (12) an
der Profilschiene (10) derart ausgewählt ist, dass der Eingriff des Rastbolzens (16)
in die Rastausnehmung (15') bereitgestellt wird, wenn die Profilschiene (10) in der
Verriegelungsstellung vorliegt.
8. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rastbolzen (16) durch eine Druckfeder (17) beaufschlagt in der Rastposition vorliegt,
und die Verriegelungsvorrichtung eine Entsicherungsvorrichtung aufweist, mit der der
Rastbolzen (16) entgegen der Federkraft der Druckfeder (17) in die zurückgezogene
Position bewegbar ist.
9. Verriegelungsvorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Profilschiene (10) ein polygonales oder stetiges, eckiges oder abgerundetes Querschnittprofil
aufweist, das bevorzugt ein C-Profil ist, wobei der Gleitkopf (2a, 2a') des Lamellenhalters
(2, 2') mit einer für das gewählte Querschnittprofil geeignet angepassten Form ausgebildet
ist, sodass der in der Profilschiene (10) vorliegende Gleitkopf (2a, 2a') entlang
der Profilschiene (10) führbar und um den Halsabschnitt (2b) rotierbar ist,
und/oder
der Gleitkopf (2a, 2a') zum Hintergreifen der Ausnehmung (12) ausgebildet ist.
10. Raffstorevorrichtung (100), die eine Mehrzahl an Lamellen (1, 1'), eine Kopfschiene
(3), eine Unterschiene (4) und seitliche Führungsschienen (5) aufweist, wobei jede
Lamelle (1, 1') beidseitig jeweils einen zu einer Längsachse der Lamelle (1, 1') parallelen
oder damit fluchtenden Lamellenhalter (2, 2') mit Gleitkopf (2a, 2a') und Halsabschnitt
(2b) aufweist, der
- eine Schwenkachse zum Wenden der Lamellen (1, 1') zwischen einer Offenposition,
in der die Flächen der Lamellen (1, 1') parallel zueinander positioniert sind, und
einer Verschattungsposition definiert, in der die Flächen der Lamellen (1, 1') nebeneinander
liegen, und
- sich durch eine offene Längsseite (5') der jeweiligen seitlichen Führungsschiene
(5) zur Führung des Gleitkopfs (2a, 2a') in der seitlichen Führungsschiene (5) erstreckt,
wobei die Raffstorevorrichtung (100) eine Verriegelungsvorrichtung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungsvorrichtung eine Verriegelungsvorrichtung nach zumindest einem der
Ansprüche 1 bis 9 ist.
11. Raffstorevorrichtung (100) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine Profilschiene (10) der Verriegelungsvorrichtung in zumindest einer
der seitlichen Führungsschienen (5) drehbar angeordnet ist, wobei
- in der Entriegelungsstellung die offene Längsseite (11) der Profilschiene (10) in
Richtung der offenen Längsseite (5') der seitlichen Führungsschiene (5) weist, und
- in der Verriegelungsstellung die Profilschiene (10) mit den Ausnehmungen (12, 12')
in Richtung der offenen Längsseite (5') der seitlichen Führungsschiene (5) weist,
wobei die Raffstorevorrichtung (100) bevorzugt eine Kopfhalterung (300) zur drehbaren
Lagerung der Profilschiene (5) am oberen Ende in Bezug auf die seitliche Führungsschiene
(5) und eine Lagersockelanordnung (400) zur drehbaren Lagerung der Profilschiene (5)
am unteren Ende in Bezug auf die seitliche Führungsschiene (5) aufweist.
12. Verfahren zum Betätigen einer Verriegelungsvorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche
1 bis 9 zum Verriegeln oder Entriegeln einer Mehrzahl an Lamellen (1, 1') einer Raffstorevorrichtung
(100) nach Anspruch 10 oder 11,
umfassend die Schritte
- zum Entriegeln Drehen der Profilschiene (10) in die Entriegelungsstellung, in der
die offene Längsseite (11) zu den Lamellen (1) weist, sodass sich der Halsabschnitt
(2b) jeder Lamelle (1, 1') durch die offene Längsseite (11) erstreckt und ein Bewegen
jeder Lamelle (1, 1') durch Führen des Gleitkopfs (2a, 2a') in der Profilschiene (10)
längs der Profilschiene (10) gestattet ist,
und
- zum Verriegeln Drehen der Profilschiene (10) in die Verriegelungsstellung und dabei
Aufnehmen des Halsabschnitts (2b) jeder Lamelle (1, 1') in jeweils eine der Ausnehmungen
(12, 12'), sodass der Gleitkopf (2a, 2a') die Ausnehmung (12, 12') hintergreift und
jede Lamelle (1, 1') mit dem Gleitkopf (2a, 2a') in der Profilschiene (10) in einer
durch die jeweilige Ausnehmung (12, 12') bestimmten Position längs der Profilschiene
(10) unverschiebbar angeordnet ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
umfassend die Schritte
- zum Drehen der Profilschiene (10) Führen eines Betätigungsstifts (14), der sich
seitlich von einer Unterschiene (4) der Raffstorevorrichtung (100) erstreckt und der
an der Unterschiene (4) in einer durch die Mehrzahl der Lamellen (1, 1') definierten
Lamellenebene, in der die Längsachsen der Lamellen (1, 1') liegen, zwangsgeführt bewegbar
ist, in einer gewindeartigen Kulissennut (13'), die sich an die offene Längsseite
(11) der Profilschiene (10) anschließt und sich in eine Richtung entsprechend der
Anordnung der Ausnehmungen (12, 12') an der Profilschiene (10) erstreckt und in einem
Endabschnitt (130) an einem ersten Ende der Profilschiene (10) oder in einem ersten
Zapfenendstück (13) vorliegt, das an einem ersten Ende der Profilschiene (10) drehfest
mit der Profilschiene (10) verbunden ist, wobei der Betätigungsstift (14)
a) zum Entriegeln aus der gewindeartigen Kulissennut (13') in Richtung der offenen
Längsseite (11) der Profilschiene (10) bewegt wird, sodass die Profilschiene (10)
in die Entriegelungsstellung gedreht wird, und
b) zum Verriegeln aus der offenen Längsseite (11) der Profilschiene (10) in die gewindeartige
Kulissennut (13') bewegt wird, sodass die Profilschiene (10) in die Verriegelungsstellung
gedreht wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
umfassend den Schritt
- Sichern der Verriegelungsstellung der Profilschiene (10) durch Wenden der Lamellen
(1, 1') von einer Offenposition, in der die Flächen der Lamellen (1, 1') parallel
zueinander positioniert sind, in eine Verschattungsposition, in der die Flächen der
Lamellen (1, 1') nebeneinander liegen, wobei ein Rastelement (210), das am Gleitkopf
(2a') zumindest eines vorbestimmten Lamellenhalters (2') an zumindest einer vorbestimmten
Lamelle (1') eine Rastrichtung senkrecht zu der Fläche der Lamelle (1') aufweist,
mit einer Rastausnehmung (120) in Eingriff tritt, die an der Profilschiene (10) an
einer vorbestimmten Umfangsposition in Bezug auf eine Umfangsposition der Ausnehmung
(12'), die der vorbestimmten Lamelle (1') zugeordnet ist, vorliegt, sodass der Eingriff
des Rastelements (210) in die Rastausnehmung (120) bereitgestellt wird, wenn die Profilschiene
(10) in der Verriegelungsstellung und die Lamelle (1') in der Verschattungsposition
vorliegen.
15. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
umfassend den Schritt
- Sichern der Verriegelungsstellung der Profilschiene (10) durch Bewegen eines Rastbolzens
(16) aus einer zurückgezogenen Position in eine Rastposition, in der der Rastbolzen
(16) mit einer Rastausnehmung (15') in Eingriff tritt, die an einer in Bezug auf eine
Umfangsposition der Ausnehmungen (12) an der Profilschiene (10) vorbestimmten Umfangsposition
eines zweiten Zapfenendstücks (15) vorliegt, das an einem zweiten Ende der Profilschiene
(10) drehfest mit der Profilschiene (10) verbunden ist, sodass der Eingriff des Rastbolzens
(16) in die Rastausnehmung (15') bereitgestellt wird, wenn die Profilschiene (10)
in der Verriegelungsstellung vorliegt.