[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpe, insbesondere eine Odoriermittelpumpe. Die Erfindung
betrifft zudem ein Zudosiersystem mit einer Zielfluid-Leitung und einer Zudosiervorrichtung
zum Zudosieren einer Flüssigkeit zum Zielfluid.
[0002] Beispielsweise handelt es sich beim Zudosiersystem um eine Odoriervorrichtung zum
Zudosieren eines Odoriermittels zu einem Ziel-Fluid in Form von Erdgas in einer Zielfluid-Leitung
in Form einer Erdgasleitung.
[0003] Erdgas wird odoriert, um beim Auftreten eines Lecks in der Erdgasleitung dieses schnell
zu bemerken. Odoriermittel sind sehr geruchsintensiv und müssen daher nur in sehr
kleinen Mengen zugesetzt werden. Das ermöglicht es, mit einem vergleichsweise geringen
Vorrat an Odoriermittel für eine lange Betriebszeit auszukommen. Das allerdings setzt
voraus, dass die Pumpe möglichst wenig Wartung erfordert.
[0004] Die
DE 10 2014 215 110 A1 offenbart einen Linearaktor, bei dem ein Hydraulikzylinder hydraulisch mit einer
Solenoidpumpe verbunden ist. Die Solenoidpumpe weist dabei eine Pumpspule, einen Pumpanker
und ein Mehrwegeventil auf, wobei das Mehrwegeventil zusammen mit der Pumpspule bestromt
werden kann.
[0005] Die
DE 1 088 684 B offenbart ein elektrohydraulisches Hubgerät, dessen Pumpe durch einen Elektromagneten
angetrieben wird.
[0006] Die
US 4 274 407 A betrifft ein Dosiersystem, insbesondere für Fluide bei der Medikamentenvergabe. Eine
Pumpen- und Ventilvorrichtung weist dabei einen elektromagnetischen Generator auf.
[0007] Die
DE 693 11 525 T2 betrifft eine Pumpe mit bewegbarem Magneten, bei der sich bewegende Magnetkörper
direkt elektromagnetisch zur Hin- und Herbewegung veranlasst werden können.
[0008] Die
DE 199 61 852 A1 betrifft eine Pumpe zur Förderung von Druckmitteln in geregelten Bremssystemen von
Fahrzeugen. Die Ansteuerung der Ventile erfolgt elektromechanisch und damit weitestgehend
unabhängig von Druck und Temperatur.
[0009] Die
DE 196 23 162 A1 betrifft ein Magnetventil mit elektromagnetischer Spule, dessen Anker ortsfest ausgebildet
ist, somit eine verbesserte Dynamik bewirkt und keine Dichtungen benötigt.
[0010] Die
DE 195 44 029 A1 betrifft eine elektromagnetische Schwingkolbenpumpe, deren Ansaugöffnung auf halber
Höhe seitlich am Gehäuse angeordnet ist.
[0011] Die
DE 39 33 125 A1 offenbart eine elektromagnetisch betätigbare Pumpe zur Förderung flüssiger Medien
mit einer Spule und einem Anker, der als Pumpkolben dient.
[0012] Die
EP 2 971 902 B1 offenbart ein mechanisch verriegelndes Magnetventil.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Nachteile im Stand der Technik zu vermindern.
[0014] Die Erfindung löst das Problem durch eine Pumpe mit (a) einem Zylinder, der einen
Zylinderinnenraum hat, (b) einem Anker, der im Zylinderinnenraum läuft und zumindest
abschnittsweise ferromagnetisch ist, (c) einem ersten Elektromagneten und einem zweiten
Elektromagneten, die mit dem Anker einen Reluktanz-Linearmotor bilden, mittels dem
der Anker im Zylinder bewegbar ist, (d) einem Positionssensor zum berührungslosen
Bestimmen einer Anker-Position des Ankers relativ zum Zylinder und (e) einem Pumpraum,
der durch Betätigen des Ankers vergrößer- und verkleinerbar ist, mit einer Speiseleitung
zum Füllen mit zu pumpender Flüssigkeit verbunden ist und eine Abgabeöffnung zum Abgeben
gepumpter Flüssigkeit aufweist. Vorzugsweise weist (f) die Speiseleitung ein magnetisch
schaltbares Ventil auf.
[0015] Die Erfindung löst das Problem zudem durch ein gattungsgemäßes Odoriersystem, bei
dem die Odoriervorrichtung eine erfindungsgemäße Pumpe aufweist. Günstig ist es, wenn
die Odoriervorrichtung ein Reservoir besitzt, das das Odoriermittel enthält.
[0016] Vorteilhaft an der Pumpe ist, dass sie hermetisch abgedichtet sein kann. Die Flüssigkeit,
insbesondere das Odoriermittel, kann daher nur in außergewöhnlichen Umständen aus
der Pumpe austreten.
[0017] Besonders günstig ist es dazu, wenn, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen,
alle Bereiche der Pumpe, die mit der Flüssigkeit, insbesondere dem Odoriermittel in
Kontakt kommen, eine durchgehende Wand bilden.
[0018] Günstig ist es zudem, dass die Pumpe vergleichsweise einfach aufgebaut ist. So ist
ein Positionieren des Ankers mittels der Elektromagneten möglich, die vorzugsweise
nicht mit der Flüssigkeit in Berührung kommen. Es kann in diesem Fall nicht zu unerwünschten
Reaktionen zwischen der Flüssigkeit, insbesondere dem Odoriermittel, und dem Material
des Elektromagneten kommen.
[0019] Günstig ist es zudem, dass der Anker mit vergleichsweise einfachen Mitteln relativ
leichtgewichtig ausgebildet werden kann. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform beträgt
eine Ankermasse des Ankers höchstens circa zehn Prozent der Masse des ferromagnetischen
Materials des die Ankerbewegung bewirkenden Magnetkreises.
[0020] Unter dem Merkmal, dass die Elektromagneten mit dem Anker einen Reluktanz-Linearmotor
bilden, wird insbesondere verstanden, dass durch alternierendes Bestromen des ersten
Elektromagneten und des zweiten Elektromagneten eine oszillierende Bewegung des Ankers
bewirkt werden kann.
[0021] Unter dem Merkmal, dass der Pumpraum durch Betätigen des Ankers vergrößerbar und
verkleinerbar ist, wird insbesondere verstanden, dass durch Bewegen des Ankers entlang
einer Längsachse des Ankers der Pumpraum vergrößert und verkleinert wird. In anderen
Worten kann die Flüssigkeit durch Bewegen des Ankers entlang seiner Anker-Längsachse
in den Pumpraum hinein und wieder heraus bewegt werden, was ein Pumpen der Flüssigkeit
bewirkt.
[0022] Unter einem ferromagnetischen Material wird ein Material verstanden, dass magnetisierbar
ist, wenngleich es nicht magnetisiert sein muss. Günstig ist es, wenn der Anker dort,
wo er ferromagnetisch ist, weichmagnetisch ist. Vorzugsweise beträgt eine Koerzitivfeldstärke
des Materials des Ankers, insbesondere in dem Bereich, wo er zumindest abschnittsweise
ferromagnetisch ist, höchstens 1.000 Ampere pro Meter.
[0023] Da der Anker mittels der Elektromagnete innerhalb des Zylinders bewegt werden kann,
kann der Anker auch als Kolben bezeichnet werden. Der Anker weist vorzugsweise Flüssigkeitskanäle
auf, durch die Flüssigkeit strömt, wenn der Anker sich im Zylinder entlang seiner
Anker-Längsachse bewegt.
[0024] Günstig ist es, wenn die Elektromagneten flüssigkeitsdicht vom Zylinderinnenraum
getrennt sind. Das verhindert eine Beeinflussung der Elektromagneten durch Flüssigkeit,
insbesondere Odoriermittel, im Zylinderinnenraum.
[0025] Günstig ist es, wenn die Speiseleitung durch den Anker verläuft. So wird in der Regel
eine einfach montierbare Pumpe erhalten. Günstig ist es zudem, wenn die Speiseleitung
den Zylinderinnenraum mit dem Pumpraum verbindet. Besonders günstig ist es, wenn die
Speiseleitung den Pumpraum mit dem Bereich des Zylinders verbindet, der bezüglich
des ferromagnetischen Abschnitts vom Pumpraum abgewandt liegt. Bewegt sich der Anker
so, dass sich der Pumpraum vergrößert, führt diese Bewegung zu einem erhöhten Druck
an einer Einström-Öffnung der Speiseleitung, sodass die Flüssigkeit schnell in den
Pumpraum einströmt.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der Anker ein Ankerelement, das ferromagnetisch
ist und das durch einen Ringspalt von einer Zylinderinnenfläche des Zylinders beabstandet
ist. Vorzugsweise umfasst der Anker zudem einen Schaft, an dem das Ankerelement befestigt
ist. Der Anker steht vorzugsweise an zwei Seiten über das Ankerelement über. Günstig
ist es, wenn der Anker an seinen überstehenden Enden in einer Axialführung geführt
ist.
[0027] Vorzugsweise ist die Pumpe ausgebildet zum Abgeben der Flüssigkeit mit einem Druck
von zumindest 3 bar, insbesondere zumindest 5 bar. Vorzugsweise beträgt der Druck
höchstens 30 bar, insbesondere höchstens 20 bar.
[0028] Um höchste Genauigkeiten beim Zudosieren der Flüssigkeit zu erhalten, sollte das
Vorhandensein von Gas, insbesondere von Gasblasen, in der Flüssigkeit weitgehend ausgeschlossen
sein. Es ist dazu vorteilhaft, wenn das Ventil berührungslos schaltbar ist. Vorzugsweise
ist das Ventil magnetisch schaltbar.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt das magnetisch schaltbare Ventil
einen magnetischen Ventilkörper. Hierunter wird insbesondere verstanden, dass das
Ventil durch Ändern eines Magnetfelds, insbesondere eines Magnetfelds, in dem das
Ventil angeordnet ist, aus einer Offen-Stellung in eine Geschlossen-Stellung bringbar
ist. In der Offen-Stellung ist der Ventilkörper von einem Ventilsitz beabstandet,
sodass das Ventil von Flüssigkeit durchströmt werden kann. In seiner Geschlossen-Stellung
liegt der Ventilkörper am Ventilsitz an, sodass das Ventil geschlossen ist.
[0030] Es ist günstig, dass das Ventil einen Rücksteller hat, insbesondere eine Feder, der
den Ventilkörper in die Offen-Stellung oder in die Geschlossen-Stellung vorspannt.
Es ist dann möglich und bevorzugt, (i) das Ventil durch Verändern eines am Ventil
anliegenden Magnetfelds aus der Geschlossen-Stellung in die Offen-Stellung zu bringen,
dann (ii) den ersten Elektromagneten zu bestromen, sodass der Anker sich bewegt, dann
(iii) Verändern des Magnetfelds (das vorher das Bringen des Ventils aus der Geschlossen-Stellung
in die Offen-Stellung bewirkt hat), insbesondere Abschalten des Magnetfelds, sodass
der Rücksteller das Ventil schließt, und danach (iv) Betätigen des Ankers, sodass
die Pumpe Flüssigkeit abgibt. Vorzugsweise ist die Steuerung ausgebildet zum automatischen
Durchführen eines Verfahrens mit den Schritten: (i) Verändern eines am Ventil anliegenden
Magnetfelds, sodass das Ventil aus der Geschlossen-Stellung in die Offen-Stellung
kommt, danach (ii) Bestromen des ersten Elektromagneten, sodass der Anker sich bewegt,
dann (iii) Verändern des Magnetfelds (das vorher das Bringen des Ventils aus der Geschlossen-Stellung
in die Offen-Stellung bewirkt hat), insbesondere Abschalten des Magnetfelds, sodass
der Rücksteller das Ventil schließt, und danach (iv) Betätigen des Ankers durch Bestromen
zumindest eines Elektromagneten, sodass die Pumpe Flüssigkeit abgibt.
[0031] Vorzugsweise ist das magnetisch schaltbare Ventil durch Umpolen zumindest eines der
Elektromagneten schaltbar. Beim Umpolen kommt es nicht zu einer Lageveränderung des
Ankers relativ zu den Elektromagneten, da die Anziehungskraft zwischen dem Elektromagneten
und dem Anker unabhängig von der Polarität des Elektromagneten ist. Insbesondere wenn
das magnetisch schaltbare Ventil am Anker befestigt ist, was eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wird der Ventilkörper durch das Magnetfeld zumindest eines
der Elektromagneten, insbesondere beide Elektromagneten, beeinflusst. Je nach Polarität
des Magnetfelds des entsprechenden Elektromagneten wird der magnetische Ventilkörper
in die Offen-Stellung oder die Geschlossen-Stellung gebracht. In anderen Worten ist
das Ventil zum Ändern seines Öffnungszustands von der Offen-Stellung in die Geschlossen-Stellung
und/oder von der Geschlossen-Stellung in die Offen-Stellung ausgebildet.
[0032] Günstig ist es, wenn der magnetische Ventilkörper permanentmagnetisch ist. Es ergibt
sich so eine besonders starke Schließkraft des Ventils.
[0033] Vorzugsweise besitzt der Anker einen Schaft, der ferromagnetisch ist.
[0034] Vorzugsweise ist der Ventilkörper so ausgebildet, dass er sich beim Schließen und/
oder Öffnen des Ventils um zumindest 1° dreht. Das hat den Vorteil, dass der Ventilkörper
und der Ventilsitz bezüglich einer radialen Komponente gleichmäßig verschleißen. Auf
diese Weise ist die Dichtheit des Ventils gewährleistet, auch wenn dieses verschleißt.
[0035] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Pumpe zumindest einen Permanentmagneten,
der so angeordnet ist, dass der Anker in seiner Ruhestellung gehalten wird, auch wenn
die Elektromagneten nicht bestromt sind. Vorzugsweise ist der zumindest eine Permanentmagnet
zwischen den Elektromagneten angeordnet.
[0036] Beispielsweise besitzt der Ventilkörper eine strukturierte Mantelfläche. So kann
die Oberfläche der Mantelfläche gemäß einer bevorzugten Ausführungsform Nuten, Rillen
oder Ausnehmungen aufweisen, die sich entlang von Kurven, insbesondere Linien, erstrecken,
die nicht parallel zu einer Ventilkörper-Längsachse des Ventilkörpers verlaufen. So
entsteht bei einer Bewegung des Ventilkörpers entlang seiner Ventilkörper-Längsachse
ein auf den Ventilkörper wirkendes Drehmoment.
[0037] Alternativ oder zusätzlich kann der Ventilkörper eine bezüglich einer Radialkomponente
asymmetrische, schiefe Stirnfläche aufweisen, die dazu führt, dass bei Bewegung des
Ventilkörpers entlang seiner Ventilkörper-Längsachse ein Drehmoment auf den Ventilkörper
wirkt.
[0038] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Pumpe ein erstes Magnetfeldformungselement,
das zum Formen eines ersten Magnetfelds des ersten Elektromagneten angeordnet ist.
Günstig ist es, wenn das erste Magnetfeldformungselement zumindest teilweise, vorzugsweise
vollständig, radial innerhalb des ersten Elektromagneten angeordnet ist.
[0039] Vorzugsweise besitzt die Pumpe zudem ein zweites Magnetfeldformungselement, das zum
Formen eines zweiten Magnetfelds des zweiten Elektromagneten angeordnet ist. Günstig
ist es, wenn das zweite Magnetfeldformungselement zumindest teilweise radial innerhalb
des zweiten Elektromagneten angeordnet ist. Die Magnetfeldformungselemente sind so
ausgebildet, dass der Anker durch Bestromen der Elektromagnete positionierbar ist,
insbesondere stufenlos positionierbar ist.
[0040] Vorzugsweise sind die Magnetfeldformungselemente so ausgebildet, dass sie einen Luftspalt
aufweisen. Unter einem Luftspalt wird ein Bereich verstanden, in dem das Magnetfeld
höchstens ein Zehntel so stark ist wie jenseits des Luftspalts. Der Luftspalt führt
zu einer Inhomogenität des Magnetfelds, sodass die Reluktanz von der Stellung des
Ankers entlang seiner Anker-Längsachse abhängt. Insbesondere ist es nicht notwendig,
dass der Luftspalt durch Luft gebildet ist. Statt Luftspalt könnte auch der Begriff
ferromagnetfreie Zone verwendet werden.
[0041] Die Magnetfeldformungselemente sind vorzugsweise so ausgebildet, dass eine Bewegung
des Ankers in Richtung seiner Anker-Längsachse in eine Richtung die Reluktanz bezüglich
des ersten Elektromagneten erhöht, jedoch eine zweite Reluktanz bezüglich des zweiten
Elektromagneten verringert. Je nach Stromstärke des Elektrostroms, der durch den ersten
Elektromagneten bzw. den zweiten Elektromagneten fließt, ergibt sich so eine Position
des Ankers bezüglich seiner Anker-Längsachse, die die Reluktanz minimiert. Auf diese
Weise kann durch die Stromstärken durch den ersten Elektromagneten und/oder den zweiten
Elektromagneten die Position des Ankers stufenlos eingestellt werden
[0042] Weiterhin kann der Anker vorzugsweise so ausgeprägt sein, dass er zumindest drei
Ankerelemente aufweist. Diese sind so angeordnet, dass durch alternierendes Bestromen
des ersten Elektromagneten und des zweiten Elektromagneten der Anker entlang seiner
Anker-Längsachse positionierbar ist.
[0043] In diesem Fall ist die Steuerung vorzugsweise ausgeprägt zum automatischen Durchführen
eines Verfahrens, bei dem zunächst ein erstes Ankersegment durch Bestromen des zweiten
Elektromagneten benachbart zu einer ferromagnetfreien Zone des zweiten Elektromagneten
positioniert wird und infolgedessen ein zweites Ankersegment im Wirkungsbereich der
ferromagnetfreie Zone des ersten Elektromagneten steht.
[0044] Dann wird das zweite Ankerelement durch Bestromen des ersten Elektromagneten benachbart
zur ferromagnetfreien Zone des ersten Elektromagneten positioniert und infolgedessen
steht ein drittes Ankersegment im Wirkungsbereich der ferromagnetfreien Zone des zweiten
Elektromagneten. Danach wird das dritte Ankersegment durch Bestromen des ersten Elektromagneten
benachbart zur ferromagnetfreien Zone des ersten Elektromagneten positioniert, wobei
infolgedessen ein viertes Ankersegment im Wirkungsbereich der ferromagnetfreien Zone
des ersten Elektromagneten steht.
[0045] In anderen Worten werden die Elektromagneten alternierend bestromt und die Ankersegmente
sind so angeordnet, dass bei jedem Wechsel des bestromten Elektromagneten der Anker
sich einen vorgegebenen Weg entlang seiner Anker-Längsachse weiterbewegt.
[0046] Je nach Stromstärke des Elektrostroms, der durch den ersten Elektromagneten bzw.
den zweiten Elektromagneten fließt, ergibt sich so eine Position des Ankers bezüglich
seiner Anker-Längsachse, die die Reluktanz minimiert. Auf diese Weise kann durch die
Stromstärken durch den ersten Elektromagneten und/oder den zweiten Elektromagneten
die Position des Ankers stufenlos eingestellt werden.
[0047] Je nach Stromstärke des Elektrostroms, der durch den ersten Elektromagneten bzw.
den zweiten Elektromagneten fließt, ergibt sich so eine Position des Ankers bezüglich
seiner Anker-Längsachse, die die Reluktanz minimiert. Auf diese Weise kann durch die
Stromstärken durch den ersten Elektromagneten und/oder den zweiten Elektromagneten
die Position des Ankers stufenlos eingestellt werden.
[0048] Es sei darauf hingewiesen, dass der Anker selbstverständlich nur innerhalb eines
vorgegebenen Intervalls stufenlos positionierbar ist.
[0049] Vorzugsweise ist der Positionssensor ein Magnetsensor, der einen am Anker befestigten
Magneten und ein Magnetfeldsensorelement aufweist. Vorzugsweise ist das Magnetfeldsensorelement
am Schaft des Ankers befestigt. Ein Abstand des Magnetfeldsensorelements von dem Elektromagneten
ist vorzugsweise so groß gewählt, dass das Magnetfeld der Elektromagneten die Positionsmessung
des Positionssensors nicht signifikant beeinflusst. Unter einem Magnetsensor wird
insbesondere ein Sensor verstanden, der eine Magnetfeldstärke misst und daraus die
Position des Ankers relativ zum Zylinder bestimmt. Vorzugsweise enthält der Magnetsensor
einen Prozessor und einen digitalen Speicher, in dem Kalibrierdaten gespeichert sind,
anhand derer der Prozessor aus der gemessen Magnetfeldstärke die Position bestimmt.
Diese Kalibrierdaten werden beispielsweise in Vorversuchen ermittelt.
[0050] In einer zweiten Ausführungsform der Anker-Positionserfassung wird die Position des
Ankers durch Messung der von der Lage des Ankers abhängigen Induktivität der Magnetspulen
ermittelt.
[0051] In einer dritten Ausführungsform der Anker-Positionserfassung wird die Position des
Ankers durch Messung der von der Position des Ankers abhängigen Flussdichte ermittelt.
[0052] Günstig ist es, wenn die Einspeiseleitung eine Einström-Öffnung zum Einströmen von
Flüssigkeiten aus dem Zylinderinnenraum aufweist.
[0053] Vorzugsweise besitzt die Pumpe eine Steuerung, die ausgebildet ist zum automatischen
Durchführen eines Verfahrens mit den Schritten (i) Erfassen eines Soll-Hubs des Ankers,
(ii) kontinuierliches Messen eines Ist-Hubs, (iii) Bestromen des ersten Elektromagneten,
sodass sich der Ist-Hub dem Soll-Hub annähert und die Flüssigkeit in den Pumpraum
strömt und (iv) danach Bestromen des zweiten Elektromagneten, sodass die Flüssigkeit
aus dem Pumpraum durch die Ausgabeöffnung gepumpt wird. Dadurch, dass der Ist-Hub
an den Soll-Hub angepasst wird, ist die Menge an Flüssigkeit, die pro Pumphub durch
die Abgabeöffnung gepumpt wird, mit hoher Genauigkeit einstellbar.
[0054] Vorzugsweise ist die Steuerung ausgebildet zum automatischen Durchführen eines Verfahrens
mit dem Schritt: Nach dem Bestromen des ersten Elektromagneten, sodass sich der Ist-Hub
dem Soll-Hub annähert und Flüssigkeit in den Pumpraum strömt, und vor dem Bestromen
des zweiten Elektromagneten Umpolen eines der Elektromagneten, sodass das Ventil schließt.
Das hat den Vorteil, dass sich unmittelbar nach dem Beginnen der Bewegung des Ankers
der Pumpraum verkleinert und Flüssigkeit durch die Abgabeöffnung abgegeben wird. Würde
beispielsweise ein Rückschlagventil verwendet, dessen Ventilkörper nicht federbelastet
ist, so müsste der Druck im Pumpraum erst ansteigen, um den Ventilkörper gegen den
Ventilsitz zu drücken. Während dieser Zeit kann eine nicht bekannte Menge an Flüssigkeit
am Ventilkörper vorbeiströmen. Es ist daher nicht klar, welche Menge an Flüssigkeit
pro Ankerhub tatsächlich abgegeben wird. Dies wird durch das schaltbare Ventil vermieden.
[0055] Vorzugsweise ist die Steuerung ausgebildet zum automatischen Durchführen eines Verfahrens
mit den Schritten: Nach dem Pumpen der Flüssigkeit aus dem Pumpraum durch die Abgabeöffnung,
Bestromen des zweiten Elektromagneten, sodass der Anker in seiner Ruhestellung ist.
In anderen Worten ist der Pumpraum in der Ruhestellung des Ankers minimal mit Flüssigkeit
gefüllt. Die Ruhestellung ist diejenige Stellung, in der der Anker die überwiegende
Zeit ist. Es entspricht einer bevorzugten Ausführungsform, dass der Anker in seine
Ruhestellung vorgespannt ist, insbesondere mittels einer Feder.
[0056] Günstig ist es, wenn zumindest einer der Elektromagneten so mit einem elektrischen
Strom, der einen hochfrequenten Anteil hat, beaufschlagt wird, dass der Anker oszilliert.
Diese Oszillation besitzt einen Oszillationshub, der kleiner ist als der Hub des Ankers
zum Pumpen, insbesondere höchstens ein Zehntel, vorzugsweise höchstens ein Zwanzigstel
des Hubs beträgt. Durch dieses Oszillieren wird verhindert, dass eine vorzugsweise
vorhandene Dichtung, die den Anker gegen den Pumpraum abdichtet, haften bleibt. Die
Losbrechkraft, die notwendig ist, um den Anker aus einer Position herauszubewegen,
in der der Anker vorher geruht hat, wird damit klein.
[0057] Weiterhin kann die Anordnung vorzugsweise so betrieben werden, dass die Oszillation
des Ankers zur präzisen Einstellung des vorgegebenen Soll-Hubs während der Füllphase
genutzt wird und danach mit maximaler Kraft durch Bestromen des zweiten Elektromagneten
ohne Ankeroszillation die Flüssigkeit aus dem Pumpraum durch die Ausgabeöffnung mit
definierter Kraft gepumpt wird (Druckhub).
[0058] Günstig ist es, wenn die Pumpe eine Temperaturerfassungsvorrichtung aufweist, die
eingerichtet ist zum Erfassen eines Temperaturmesswerts, der zu einer Pumpraum-Temperatur
im Pumpraum korreliert. Beispielsweise handelt es sich bei dem Temperaturmesswert
um einen Messwert, der die Pumpraum-Temperatur angibt. Der Temperaturmesswert kann
beispielsweise als elektrisches Signal vorliegen, es ist aber auch möglich, dass der
Temperaturmesswert beispielsweise ein elektrischer Widerstand ist, der sich mit der
Pumpraumtemperatur ändert. Maßgeblich ist lediglich, dass ein Überschreiten eines
vorgegebenen Temperaturschwellenwerts detektierbar ist. Beispielsweise kann die Temperaturerfassungsvorrichtung
ein temperaturabhängiger Widerstand sein. Handelt es sich bei diesem Widerstand um
einen Heißleiter, kann beim Unterschreiten eines Schwellen-Widerstands darauf geschlossen
werden, dass die Pumpraum-Temperatur oberhalb eines Pumpraum-Temperaturschwellenwerts
liegt.
[0059] Vorzugsweise ist die Steuerung ausgebildet zum Bestromen eines Heizelements und/oder
zumindest eines der Elektromagneten zum Erhöhen der Pumpraum-Temperatur, wenn die
Pumpraum-Temperatur eine vorgegebene Pumpraum-Mindesttemperatur unterschreitet. Auf
diese Weise wird beispielsweise ein Einfrieren oder ein Auskristallisieren der Flüssigkeit
vermieden.
[0060] Vorzugsweise umfasst die Pumpe eine Kühlvorrichtung zum Kühlen des Pumpraums. Es
kann sich dabei beispielsweise um ein Peltier-Element handeln. Vorzugsweise ist die
Steuerung eingerichtet zum automatischen Kühlen des Pumpraums, wenn die Pumpraum-Temperatur
eine vorgegebene Pumpraum-Maximaltemperatur überschreitet.
[0061] Erfindungsgemäß ist zudem ein Odoriersystem mit (a) einer Zielfluid-Leitung, insbesondere
einer Gasleitung, beispielsweise einer Erdgasleitung, für ein Zielfluid, insbesondere
ein Gas, beispielsweise Erdgas, und (b) einer Zudosiervorrichtung zum Zudosieren einer
Flüssigkeit zum Zielfluid vorgesehen, wobei (c) die Zudosiervorrichtung eine Pumpe
und ein Reservoir, das die Flüssigkeit enthält, aufweist.
[0062] Vorzugsweise ist der Zylinder und/oder das Reservoir mit Odoriermittel gefüllt.
[0063] Günstig ist es ganz allgemein, wenn der Pumpraum unterhalb des Zylinders angeordnet
ist. Etwaig im Pumpraum entstehende Gase werden so kaum aus dem Pumpraum abgegeben,
sondern entweichen nach oben, insbesondere in den Zylinder.
[0064] Die Erfindung betrifft zudem ein Kaltentkeimungssystem mit (a) einer Zielfluid-Leitung
in Form einer Flüssigkeitsleitung und (b) einer Zudosiervorrichtung in Form einer
Entkeimungsvorrichtung zum Zudosieren einer Flüssigkeit in Form eines Entkeimungsmittels
in die Flüssigkeitsleitung, wobei (c) die Entkeimungsvorrichtung eine Pumpe und ein
Reservoir, das das Entkeimungsmittel enthält, aufweist.
[0065] In diesem Fall ist der Zylinder und/oder das Reservoir vorzugsweise mit Entkeimungsmittel
gefüllt.
[0066] Im Folgenden wir die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigt
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Zudosiersystem mit einer erfindungsgemäßen Pumpe zum Durchführen
eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zudosiersystems mit einer erfindungsgemäßen
Pumpe,
- Figur 3a
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zudosiersystems mit einer erfindungsgemäßen
Pumpe,
- Figur 3b
- eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zudosiersystems mit einer erfindungsgemäßen
Pumpe,
- Figur 4a
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zudosiersystems mit einer erfindungsgemäßen
Pumpe mit einem segmentierten Anker,
- Figur 4b
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zudosiersystems mit einer erfindungsgemäßen
Pumpe, bei der zusätzlich zu den Elektromagneten Dauermagnete eingebaut sind, die
so zwischen den beiden Magnetspulen positioniert sind, das ein magnetischer Fluss
entsteht, auch wenn beide Magnetspulen nicht bestromt sind.
- Figur 5a
- zeigt einen Ventilkörper einer erfindungsgemäßen Pumpe gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Figur 5b
- einen Ventilkörper einer erfindungsgemäßen Pumpe gemäß einer zweiten Ausführungsform
und
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe.
[0067] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Zudosiersystem 10 zum Zudosieren einer Flüssigkeit
12, in eine Zielfluid-Leitung 14, in der ein Zielfluid 16 fließt. Das Zudosiersystem
10 besitzt eine Pumpe 18, die einen Zylinder 20 besitzt, der einen Zylinderinnenraum
22 umgibt.
[0068] Im Zylinderinnenraum 22 ist ein Anker 26 angeordnet, der im Zylinderinnenraum 22
läuft. Der Anker 26 besitzt ein Ankerelement 28 aus weichmagnetischem Material, im
vorliegenden Fall aus Weicheisen, sowie einen Schaft 30. Zwischen dem Ankerelement
28 und einer Zylinderinnenfläche 32 des Zylinders 20 ist ein Ringspalt 34 ausgebildet.
Eine lichte Weite w des Ringspalts 34 liegt beispielsweise zwischen w = 0,1 mm und
1 mm. Der Anker 26 kann Verbindungskanäle 35 aufweisen, die entlang der Anker-Längsachse
L verlaufen.
[0069] Der Zylinderinnenraum 22 steht mit einem Reservoir 36 über eine Leitung 37 in Verbindung,
in dem die Flüssigkeit 12 enthalten ist. Bei der Flüssigkeit 12 handelt es sich beispielsweise
um ein Odoriermittel oder ein Kaltentkeimungsmittel. Der Zylinderinnenraum 22 ist
daher mit Flüssigkeit 12 gefüllt.
[0070] Die Pumpe 18 besitzt einen ersten Elektromagneten 38 und einen zweiten Elektromagneten
40, die bezüglich einer Anker-Längsachse L hintereinander angeordnet sind. Durch Bestromen
der Elektromagnete 38, 40 kann der Anker 26 entlang der Anker-Längsachse L positioniert
werden. Diese Position wird entlang einer x-Achse gemessen, die entlang der Anker-Längsachse
L verläuft.
[0071] Am Schaft 30 ist ein Magnet 42 angeordnet, der zusammen mit einem Magnetfeldsensorelement
44 einen Positionssensor 46 bildet. Mittels des Positionssensors 46 kann die Position
des Ankers 26 bestimmt werden. Günstig ist es, wenn eine Messunsicherheit bei der
Bestimmung der Positionen des Ankers 26 höchstens 0,2 µm beträgt.
[0072] Die Pumpe 18 besitzt einen Pumpraum 48, der auch als Pumpenkammer bezeichnet werden
kann. Der Pumpraum 48 hat vorzugsweise ein Volumen von höchstens 100 Milliliter. Der
Pumpraum 48 ist über eine Speiseleitung 50 mit dem Zylinderinnenraum 22 verbunden.
An einem Auslassende 52 ist ein magnetisch schaltbares Ventil 54 angeordnet, das im
rechten Teilbild vergrößert dargestellt ist.
[0073] Das Ventil 54 besitzt einen Ventilsitz 56 und einen Ventilkörper 58, der ferromagnetisch
ausgebildet ist. Im vorliegenden Fall ist der Ventilkörper 58 magnetisiert. Beispielsweise
kann der Ventilkörper 58 aus magnetisiertem Stahl bestehen.
[0074] Der Pumpraum besitzt eine Abgabeöffnung 60, zum Abgeben von gepumpter Flüssigkeit
12, beispielsweise an eine Düse 62.
[0075] Die Pumpe 18 besitzt ein erstes Magnetfeldformungselement 64 und ein zweites Magnetfeldformungselement
66. Das erste Magnetfeldformungselement 64 ist angeordnet zum Formen eines ersten
Magnetfelds B
1, das durch Bestromen des ersten Elektromagnets 38 erzeugt wird.
[0076] Das erste Magnetfeldformungselement 64 grenzt an ein erstes Luftspaltelement 68 aus
unmagnetischem, nicht magnetisierbarem Material, beispielsweise nicht magnetischem
rostfreiem Stahl. Das Luftspaltelement 68 hat die gleiche Wirkung wie ein Luftspalt
an der gleichen Stelle und bewirkt eine Inhomogenität des ersten Magnetfelds B
1 in seiner Umgebung. Das Luftspaltelement 68 hat dazu eine in axialer Richtung bezüglich
der Anker-Längsachse L eine abnehmende Dicke.
[0077] Das zweite Magnetfeldformungselement 66 grenzt an ein zweites Luftspaltelement 70
und wirkt wie das erste Luftspaltelement 68 für das zweite Magnetfeld B
2, das durch Bestromen des zweiten Elektromagneten 40 aufgebaut wird.
[0078] Die Elektromagneten 38, 40 sind mit einer Steuerung 72 verbunden, die ggf. mit dem
Positionssensor 46 in Verbindung steht. Die Pumpe 18 führt das im Folgenden beschriebene
erfindungsgemäße Verfahren aus. Wird, beispielsweise aufgrund eines externen Signals,
das an die Steuerung 72 übermittelt wird, ein vorgegebener Volumenstrom V angefordert,
so berechnet die Steuerung 72 daraus einen Soll-Hub H
Soll und bestromt den ersten Elektromagneten 38.
[0079] Daraufhin bewegt sich der Anker 26 entlang der Anker-Längsachse L auf den ersten
Elektromagneten 38 zu, da so die Reluktanz vermindert wird. Im in Figur 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel bewegt sich der Anker 26 nach oben. Dadurch vermindert sich ein
Druck p
48 im Pumpraum 48. Dadurch strömt Flüssigkeit 12 aus dem Zylinderinnenraum 22 durch
eine Einström-Öffnung 76 der Speiseleitung 50, in die Speiseleitung 50 ein und gelangt
zum Ventil 54. Das Ventil 54 ist geöffnet, sodass die Flüssigkeit 12 in den Pumpraum
48 einströmt.
[0080] Bei Bewegung des Ankers 26 misst der Positionssensor 46 kontinuierlich die Position
x und regelt einen elektrischen Strom I
1(t) durch den ersten Elektromagneten 38 und den Strom I
2(t) durch den zweiten Elektromagneten 40 so, dass sich der Anker 26 entlang einer
vorgegebenen Soll-Trajektorie X
Soll(t) bewegt.
[0081] Hat der Anker 26 seinen oberen Totpunkt erreicht, ist also die Pumpkammer 48 mit
einem vorgegebenen Soll-Volumen V
Soll gefüllt, polt die Steuerung 72 den Strom I
1 um. Dadurch ändert sich die Position x des Ankers 26 nicht. Hingegen ändert sich
das Magnetfeld B
54 in der Umgebung des Ventilkörpers 58, sodass dieser sich auf seinen Ventilsitz 56
zu bewegt und das Ventil 54 schließt.
[0082] Nachfolgend bestromt die Steuerung 72 den zweiten Elektromagneten 40 so, dass sich
der Anker 26 in eine entgegengesetzte Richtung bewegt. Das Volumen des Pumpraums 48
nimmt dadurch ab und die Flüssigkeit 12 strömt unter Druck durch die Abgabeöffnung
60.
[0083] Diese Bewegung erfolgt erneut entlang der Soll-Trajektorie X
Soll(t), sodass der Volumenstrom V der aus dem Pumpraum 48 ausströmt, dem vorgegebenen
Soll-Volumenstrom V
Soll entspricht. Befindet sich der Anker 26 an seinem unteren Totpunkt, sodass keine weitere
Flüssigkeit mehr abgegeben wird und danach eine Gegenbewegung in die entgegengesetzte
Richtung erfolgt, polt die Steuerung 72 den zweiten Elektromagneten 40 um, sodass
das Magnetfeld B
54 seine Richtung ändert und der Ventilkörper 58 vom Ventilsitz 56 abgehoben wird. Die
Steuerung 72 kann einen digitalen Speicher 74 aufweisen, in dem das entsprechende
Programm gespeichert ist.
[0084] Der Schaft 30 ist mittels einer Dichtung 78 gegen die umgebende Wand abgedichtet.
Um beim Bewegen des Ankers 26 den sogenannten Stick-Slip-Effekt zu minimieren, bestromt
die Steuerung 72 den ersten Elektromagneten 38 und/oder den zweiten Elektromagneten
40 so, dass der Anker 26 eine oszillierende Bewegung ausführt, bevor der Anker 26
zum Pumpen bewegt wird. Dadurch kommt es zu keiner Haftreibung zwischen der Dichtung
und dem Schaft 30, sondern lediglich zu Gleitreibung. Es ist jedoch auch möglich,
die Pumpe 18 zu betreiben, ohne dass der Anker 26 oszilliert wird.
[0085] Besteht keine Anforderung an Flüssigkeit 12, so bringt die Steuerung 72 den Anker
26 in seine Ruhelage, in der das Volumen des Pumpraums 48 minimal ist. Das vermindert
etwaige Gasblasen, die entstehen könnten, indem Flüssigkeit 12 verdampft. Kommt es
dennoch zur Bildung von Gasblasen, so können diese nach oben durch die Speiseleitung
50 entweichen und führen damit nicht zu einer Verfälschung des Volumenstroms V.
[0086] Es ist möglich, dass die Pumpe 18 eine Temperaturerfassungsvorrichtung 80 in Form
eines Thermometers aufweist, das mit der Steuerung 72 verbunden ist und angeordnet
ist zum Messen einer Pumpraumtemperatur T
48 im Pumpraum 48. Unterschreitet die Pumpraum-Temperatur T
48 eine vorgegebene Pumpraum-Mindesttemperatur T
48,min, so steuert die Steuerung 72 den ersten Elektromagneten 38 und/oder den zweiten Elektromagneten
40 so an, dass die Flüssigkeit 12 im Zylinderinnenraum 22 erwärmt wird. Dazu stehen
die Elektromagneten 38, 40 in thermischem Kontakt mit dem Zylinderinnenraum 22.
[0087] Die Pumpe 18 kann einen Ablauf 82 aufweisen, durch den die Flüssigkeit 12 im Zylinderinnenraum
22 herabgelassen werden kann.
[0088] In Figur 1 ist das Ventil 54 in Verlängerung des Schafts 30 angeordnet.
[0089] Die beiden Magnetfeldformungselemente 64, 66 sind bezüglich der Anker-Längsachse
L zwischen zwei unmagnetischen und nicht magnetisierbaren Seitenteilen 84, 86 angeordnet.
Der Magnet 42 ist radial vom zweiten Seitenteil 86 umgeben, sodass das Magnetfeld
des ersten Elektromagneten 38 möglichst gering ist. Das Ventil 54 ist vom ersten Seitenteil
84 umgeben, sodass das Magnetfeld des zweiten Elektromagneten 40 an dieser Stelle
möglichst schwach ist. Der Schaft 30 ist aus ferromagnetischem Material aufgebaut,
sodass das Magnetfeld im Bereich des Ventilkörpers 58 durch Umpolen des ersten Elektromagneten
38 und/oder des zweiten Elektromagneten 40 veränderbar ist.
[0090] Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe, bei der
das Ventil 54 angeordnet ist.
[0091] Figur 3a zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe 18, bei
der - anders als bei den Ausführungsformen gemäß den Figuren 1 und 2 - eine Bewegungsrichtung
des Ventilkörpers 58 nicht entlang der Anker-Längsachse L verläuft, sondern quer dazu.
[0092] Figur 3b zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe 18, bei
der die Luftspaltelemente 68, 70 nicht wie bei den Ausführungsformen gemäß der Figuren
1, 2 und 3a benachbart zueinander angeordnet sind, sondern auf voneinander abliegenden
Seiten des jeweiligen Magnetfeldformungselements 64 bzw. 66. Figur 4a zeigt eine weitere
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe 18, bei der der Anker so ausgeprägt
ist, dass er aus mehreren Elementen besteht.
[0093] Figur 4b zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe 18, bei
der zusätzlich zu den Elektromagneten Dauermagnete vorhanden sind, die so zwischen
den beiden Magnetspulen positioniert sind, dass ein magnetischer Fluss entsteht, auch
wenn beide Magnetspulen nicht bestromt sind. Dies bewirkt, dass die Pumpe im unbestromten
Zustand in einer definierten Position verharrt.
[0094] Figur 1 zeigt, dass die Pumpe 18 eine Heiz-und/oder Kühlvorrichtung 87 zum Kühlen
des Pumpraums 48 aufweisen kann. Die Heiz-und/oder Kühlvorrichtung 87 ist im vorliegenden
Fall ein Peltier-Element, das von der Steuerung 72 bestromt wird. Je nach Polarität
der Stromrichtung heizt oder kühlt das Peltier-Element. Es kann daher, wenn es heizend
betrieben wird, auch als Heizelement bezeichnet werden.
[0095] Figur 4a zeigt eine Ausführungsform, bei der der Anker 26 mehrere Ankersegmente 88.j
(hier: j = 1, ...,4) aufweist. Die Steuerung 72 ist ausgebildet zum Bestromen von
zuerst dem zweiten Elektromagneten 40, sodass ein erstes Ankersegment 88.1 benachbart
zum zweiten Luftspaltelement 70, also in der ferromagnetfreien Zone, positioniert
wird. Dadurch steht ein zweites Ankersegment 88.2 benachbart zum ersten Luftspaltelement
68 und damit im Wirkungsbereich der ferromagnetfreien Zone.
[0096] Dann wird der erste Elektromagnet 38 bestromt, wodurch das zweite Ankerelement 88.2
sich benachbart zum ersten Luftspaltelement 68 positioniert. Infolgedessen steht ein
drittes Ankersegment 88.3 im Wirkungsbereich des zweiten Luftspaltelements 70.
[0097] Daraufhin wird das dritte Ankersegment 88.3 durch Bestromen des zweiten Elektromagneten
40 in der ferromagnetfreien Zone des zweiten Luftspaltelements 70, also benachbart
zu diesem, positioniert.
[0098] Infolgedessen steht ein viertes Ankersegment 88.4 im Wirkungsbereich der ferromagnetfreien
Zone des ersten Luftspaltelements 68. Würde der Anker 26 mehr Ankersegmente umfassen,
könnte das alternierende Bestromen fortgesetzt werden, bis das letzte Ankersegment,
das für die maximale Hublänge benötigt wird, in der entsprechenden ferromagnetfreien
Zone positioniert ist.
[0099] Je nach Stromstärke I
38 des elektrischen Stroms, der durch den ersten Elektromagneten 38 fließt und der Stromstärke
I
40 des elektrischen Stroms, der durch den zweiten Elektromagneten 40 fließt, ergibt
sich so eine Position des Ankers 26 bezüglich seiner Anker-Längsachse L, die die Reluktanz
minimiert. Auf diese Weise kann durch die Stromstärken durch den ersten Elektromagneten
und/oder den zweiten Elektromagneten I
38, I
40 die Position des Ankers 26 stufenlos eingestellt werden.
[0100] Figur 4b zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe 18, bei
der zwischen den Elektromagneten 38, 40 Dauermagnete 90.1, 90.2 angeordnet sind. Die
Dauermagnete 90.1, 90.2 sind so zwischen den beiden Elektromagneten 38, 40 positioniert,
dass ein magnetischer Fluss entsteht, auch wenn beide Magnetspulen nicht bestromt
sind. Dies bewirkt, dass die Pumpe 18 im unbestromten Zustand in einer definierten
Position verharrt.
[0101] Figur 5a zeigt einen Ventilkörper 58, der eine strukturierte Mantelfläche 92 hat.
Im vorliegenden Fall hat die Mantelfläche 92 Ausnehmungen 94.i (i = 1, 2, ...), die
sich entlang von helikalen Kurven K1, K2, .. erstrecken. Die Kurven K1, K2, .. verlaufen
um die Ventilkörper-Längsachse L des Ventilkörpers 58. So entsteht bei einer Bewegung
des Ventilkörpers entlang seiner Ventilkörper-Längsachse L ein auf den Ventilkörper
wirkendes Drehmoment und der Ventilkörper 58 dreht sich um einen Drehwinkel α.
[0102] Figur 5b zeigt einen alternativen Ventilkörper 58, dessen Stirnfläche 96 eine asymmetrische,
schiefe Struktur 98 aufweist. Der Blick von oben, der im oberen Teilbild dargestellt
ist, zeigt, dass die Struktur 98 eine 180°-Drehsymmetrie hat, was bevorzugt, nicht
aber notwendig ist.
[0103] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pumpe 18, bei
der der Anker 26 zwischen dem ersten Elektromagneten 38 und dem zweiten Elektromagneten
40 angeordnet ist. Dies stellt - unabhängig von anderen Merkmalen der Pumpe 18 gemäß
der vorliegenden Ausführungsform - eine bevorzugte Ausgestaltung dar.
[0104] Zudem haben die Luftspaltelemente 68,70 einen Abstand von der Anker-Längsachse L,
der größer ist als der Innenradius der Elektromagnete 38, 40 (also der Spulen). Dies
stellt - unabhängig von anderen Merkmalen der Pumpe 18 gemäß der vorliegenden Ausführungsform
- eine bevorzugte Ausgestaltung dar. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der
Abstand von der Anker-Längsachse L zumindest so groß wie der Mittelwert aus dem Innenradius
und dem Außenradius der Elektromagnete 38, 40. Vorteilhaft an dieser Ausführungsform
ist die geringere Verlustleistung der Elektromagnete. Vorteilhaft ist zudem der in
der Regel vergleichsweise kleine Wicklungsdurchmesser.
[0105] Die Pumpe 18 und das Reservoir 36 bilden eine Zudosiervorrichtung 100.
[0106] Die Zielfluid-Leitung 14 kann beispielsweise eine Gasleitung, insbesondere eine Erdgasleitung
sein. In diesem Fall ist die Zudosiervorrichtung 100 vorzugsweise als Odoriervorrichtung
ausgebildet, in deren Reservoir 36 ein zuzudosierender Stoff 102 in Form eines Odoriermittels
102 enthalten ist. Das Odoriermittel 102 kann beispielsweise Tetrahydrothiophen, ein
Mercaptan oder Gemisch aus Acrylsäureethylester (über 50 %), Acrylsäuremethylester
und 2-Ethyl-3-methylpyrazin sein. Die Gesamtheit aus Gasleitung 14 und Odoriervorrichtung
100 bildet ein Odoriersystem 104.
[0107] Alternativ kann die Zielfluid-Leitung 14 eine Flüssigkeitsleitung sein. In diesem
Fall ist die Zudosiervorrichtung 100 vorzugsweise als Entkeimungsvorrichtung ausgebildet.
Der zuzudosierende Stoff 102 ist in diesem Fall ein Entkeimungsmittel.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Zudosiersystem |
64 |
erstes Magnetfeldformungselement |
| 12 |
Flüssigkeit |
| 14 |
Zielfluid-Leitung |
66 |
zweites Magnetfeldformungselement |
| 16 |
Zielfluid |
|
| 18 |
Pumpe |
68 |
erstes Luftspaltelement |
| |
|
|
|
| 20 |
Zylinder |
70 |
zweites Luftspaltelement |
| 22 |
Zylinderinnenraum |
72 |
Steuerung |
| 26 |
Anker |
74 |
digitaler Speicher |
| 28 |
Ankerelement |
76 |
Einström-Öffnung |
| |
|
78 |
Dichtung |
| 30 |
Schaft |
|
|
| 32 |
Zylinderinnenfläche |
80 |
Thermometer |
| 34 |
Ringspalt |
82 |
Ablauf |
| 35 |
untere Vorlaufkammer |
84 |
erstes Seitenteil |
| 36 |
Reservoir |
86 |
zweites Seitenteil |
| 37 |
Leitung |
87 |
Kühlvorrichtung |
| 38 |
erster Elektromagnet |
88 |
Ankersegment |
| |
|
|
|
| 40 |
zweiter Elektromagnet |
90 |
Dauermagnet |
| 42 |
Magnet |
92 |
Mantelfläche |
| 44 |
Magnetfeldsensorelement |
94 |
Ausnehmung |
| 46 |
Positionssensor |
96 |
Stirnfläche |
| 48 |
Pumpraum |
98 |
Struktur |
| |
|
|
|
| 50 |
Speiseleitung |
100 |
Zudosiervorrichtung, Odoriervorrichtung |
| 52 |
Auslass-Ende |
| 54 |
Ventil |
102 |
zuzudosierender Stoff: Odoriermittel, Entkeimungsmittel |
| 56 |
Ventilsitz |
| 58 |
Ventilkörper |
104 |
Odoriersystem |
| |
|
|
|
| 60 |
Abgabeöffnung |
|
|
| 62 |
Düse |
|
|
| α |
Drehwinkel |
|
|
| T48 |
Pumpraum-Temperatur |
|
|
| L |
Anker-Längsachse |
|
|
| w |
lichte Weite |
|
|
| B |
Magnetfeld |
|
|
| |
|
|
|
| V |
Volumenstrom |
|
|
| H |
Hub |
|
|
| i |
Laufindex |
|
|
| HSoll |
Soll-Hub |
|
|
| P |
Druck |
|
|
| |
|
|
|
| I1(t) |
elektrischer Strom |
|
|
| XSoll(t) |
Soll-Trajektorie |
|
|
| t |
Zeit |
|
|
| T48,min Pumpraum-Mindesttemperatur |
| VSoll |
Soll-Volumenstrom |
|
|
| |
|
|
|
| Vsoll |
Soll-Volumen |
|
|
1. Pumpe (18) für das Dosieren einer Flüssigkeit (12), mit
(a) einem Zylinder (20), der einen Zylinderinnenraum (22) hat,
(b) einem Anker (26), der
- im Zylinderinnenraum (22) läuft und
- zumindest abschnittsweise ferromagnetisch ist,
(c) einem ersten Elektromagneten (38) und einem zweiten Elektromagneten (40), die
mit dem Anker (26) einen Reluktanz-Linearmotor bilden, mittels dem der Anker (26)
im Zylinder (20) bewegbar ist,
(d) einem Pumpraum (48), der
- durch Betätigen des Ankers (26) vergrößer- und verkleinerbar ist,
- mit einer Speiseleitung (50) zum Füllen mit der zu pumpenden Flüssigkeit (12) verbunden
ist und
- eine Abgabeöffnung (60) zum Abgeben der gepumpten Flüssigkeit (12) aufweist,
(e) wobei die Speiseleitung (50) ein, insbesondere magnetisch, schaltbares Ventil
(54) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
(f) die Pumpe einen Positionssensor (46) zum berührungslosen Bestimmen einer Anker-Position
des Ankers (26) relativ zum Zylinder (20) aufweist.
2. Pumpe (18) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Speiseleitung (50) durch den Anker (26) verläuft und den Zylinderinnenraum (22)
mit dem Pumpraum (48) verbindet.
3. Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
(a) das magnetisch schaltbare Ventil (54)
einen permanentmagnetischen Ventilkörper (58) aufweist und durch Umpolen zumindest
eines der Elektromagneten (38, 40) schaltbar ist und dass
(b) der Anker (26) ferromagnetisch ist.
4. Pumpe (18) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (58)
(a) so ausgebildet ist, dass er sich beim Schließen und/oder Öffnen des Ventils (54)
um zumindest 1° dreht und
(b) eine strukturierte Mantelfläche, insbesondere schräge Nuten, und/oder ein Leitelement
an einer Stirnfläche des Ventilkörpers (58) aufweist.
5. Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
(a) ein erstes Magnetfeldformungselement (64), das zum Formen eines ersten Magnetfelds
(B1) des ersten Elektromagneten (38) angeordnet ist, und
(b) ein zweites Magnetfeldformungselement (66), das zum Formen eines zweiten Magnetfelds
(B2) des zweiten Elektromagneten (40) angeordnet ist,
(c) wobei die Magnetfeldformungselemente (64, 66) so ausgebildet sind, dass der Anker
(26) durch Bestromen der Elektromagnete (38, 40), insbesondere stufenlos, positionierbar
ist.
6. Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
(a) der Anker (26) zumindest drei Ankersegmente (88) aufweist, die so angeordnet sind,
dass durch alternierendes Bestromen des ersten Elektromagneten (38) und des zweiten
Elektromagneten (40) der Anker (26) entlang seiner Anker-Längsachse (L), insbesondere
stufenlos, positionierbar ist und dass
(b) der Positionssensor (46)
(i) ein Magnetsensor ist, der einen am Anker (26) befestigten Magneten (42) und ein
Magnetfeldsensorelement (44) aufweist oder
(ii) ausgebildet ist zum Messen der Induktivität zumindest eines der Elektromagneten
(38, 40) und Ermitteln der Position des Ankers (26) aus der Induktivität oder
(iii) ausgebildet ist zum Messen einer magnetischen Flussdichte und Ermitteln der
Position des Ankers (26) aus der magnetischen Flussdichte.
7. Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speiseleitung (50) eine Einström-Öffnung (76) zum Einströmen von Flüssigkeit
(12) aus dem Zylinderinnenraum (22) aufweist.
8. Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Steuerung (72), die ausgebildet ist zum automatischen Durchführen eines Verfahrens
mit den Schritten:
(i) Erfassen eines Soll-Hubs (HSoll) des Ankers (26),
(ii) kontinuierlich Messen eines Ist-Hubs,
(iii) Bestromen des ersten Elektromagneten (38) so, dass sich der Ist-Hub dem Soll-Hub
(HSoll) annähert und Flüssigkeit (12) in den Pumpraum (48) strömt, und
(iv) danach Bestromen des zweiten Elektromagneten (40), sodass die Flüssigkeit (12)
aus dem Pumpraum (48) durch die Abgabeöffnung (60) gepumpt wird.
9. Pumpe (18) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (72) ausgebildet ist zum automatischen Durchführen eines Verfahrens
mit den Schritten:
(i) nach dem Bestromen des ersten Elektromagneten (38), sodass sich der Ist-Hub dem
Soll-Hub (HSoll) annähert und Flüssigkeit (12) in den Pumpraum (48) strömt, und vor Bestromen des
zweiten Elektromagneten (40) Umpolen eines der Elektromagneten (38, 40), sodass das
Ventil (54) schließt und/oder
(ii) nach dem Pumpen der Flüssigkeit (12) aus dem Pumpraum (48) durch die Abgabeöffnung
(60), Bestromen des zweiten Elektromagneten (40), sodass der Anker (26) in einer Ruhestellung
ist.
10. Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
(a) eine Temperaturerfassungsvorrichtung (80), die eingerichtet ist zum Erfassen eines
Temperaturmesswerts, der zu einer Pumpraum-Temperatur (T48) im Pumpraum (48) korreliert,
(b) wobei die Steuerung (72) ausgebildet ist zum Bestromen eines Heizelements (87)
und/oder zumindest eines der Elektromagneten (38, 40) zum Erhöhen der Pumpraum-Temperatur
(T48), wenn die Pumpraum-Temperatur (T48) eine vorgegebene Pumpraum-Mindesttemperatur (T48,min) unterschreitet.
11. Zudosiersystem (10) mit
(a) einer Zielfluid-Leitung (14) für ein Zielfluid (16) und
(b) einer Zudosiervorrichtung (100) zum Zudosieren einer Flüssigkeit (12) zum Zielfluid
(16),
dadurch gekennzeichnet, dass
(c) die Zudosiervorrichtung (100)
(i) eine Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche und
(ii) ein Reservoir (36), das die Flüssigkeit (12) enthält, aufweist.
12. Odoriersystem (104) mit
(a) einer Gasleitung (14), insbesondere einer Erdgasleitung, und
(b) einer Odoriervorrichtung (100) zum Zudosieren einer Flüssigkeit (12) in Form eines
Odoriermittels (102) in die Gasleitung (14),
dadurch gekennzeichnet, dass
(c) die Odoriervorrichtung (100)
(i) eine Pumpe (18) nach einem der vorstehenden Ansprüche und
(ii) ein Reservoir (36), das das Odoriermittel (102) enthält, aufweist.
13. Kaltentkeimungssystem mit
(a) einer Flüssigkeitsleitung (14) und
(b) einer Entkeimungsvorrichtung (100) zum Zudosieren eines Entkeimungsmittels (102)
in die Flüssigkeitsleitung (14),
dadurch gekennzeichnet, dass
(c) die Entkeimungsvorrichtung
(i) eine Pumpe (18) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und
(ii) ein Reservoir (36), das das Entkeimungsmittel enthält, aufweist.
14. Verfahren zum Zudosieren einer Flüssigkeit (12) in eine Zielfluid-Leitung (14) mittels
einer Pumpe (18) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit den Schritten:
(i) Erfassen eines Soll-Hubs (HSoll) eines Ankers (26) der Pumpe (18),
(ii) kontinuierlich Messen eines Ist-Hubs des Ankers (26),
(iii) Bestromen des ersten Elektromagneten (38) und/oder des zweiten Elektromagneten
(40), sodass sich der Ist-Hub dem Soll-Hub (HSoll) annähert und Flüssigkeit (12) in den Pumpraum (48) strömt, und
(iv) danach Bestromen des zweiten Elektromagneten (40), sodass die Flüssigkeit (12)
aus dem Pumpraum (48) durch die Abgabeöffnung (60) gepumpt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch den Schritt:
nach dem Bestromen des ersten Elektromagneten (38), sodass sich der Ist-Hub dem Soll-Hub
(HSoll) annähert und Flüssigkeit (12) in den Pumpraum (48) strömt, und vor Bestromen des
zweiten Elektromagneten (40) Umpolen eines der Elektromagneten (38, 40), sodass das
Ventil (54) schließt.