[0001] Die Erfindung betrifft ein Gargerät mit einem von Wandungen räumlich begrenzten Garraum,
mit mindestens zwei an den Wandungen angeordneten Aufnahmeeinheiten, und mit mindestens
einem Gargutträger, wobei an jeder Aufnahmeeinheit mindestens eine im Betriebszustand
des Gargeräts im Wesentlichen waagerechte Führung für einen seitlichen Rand des Gargutträgers
ausgebildet ist, und wobei der Gargutträger in die Aufnahmeeinheit und damit in den
Garraum einschiebbar ist.
[0002] Das Gargerät, das insbesondere ein Backofen, ein Mikrowellengerät, ein Dampfgarer
oder ein Kombinationsgerät mit zwei oder drei der vorgenannten Beheizungsarten sein
kann, umfasst einen von Wandungen räumlich begrenzten Garraum. Dieser ist zu einer
dem Nutzer des Gargeräts zugewandten Vorderseite hin typischerweise mittels einer
schwenkbaren Tür verschließbar, sodass bei Vorliegen der Tür in einem geöffneten Zustand
ein Zugriff auf den Garraum möglich ist. Der Betrieb des Gargeräts findet derweil
in aller Regel bei Vorliegen der Tür in einem geschlossenen Zustand statt, sodass
der Garraum von einer Umgebung räumlich abgeschlossen ist. In dem Garraum sind mindestens
zwei Aufnahmeeinheiten angeordnet, die einen Gargutträger aufnehmen können. Dazu besitzen
die Aufnahmeeinheiten jeweils mindestens eine im Betriebszustand des Gargeräts im
Wesentlichen waagerechte Führung für einen seitlichen Rand des Gargutträgers. Mit
Betriebszustand ist hier der aufgestellte oder in ein Küchenmöbel eingebaute Zustand
des Gargeräts gemeint. Im Wesentlichen waagerecht bedeutet, dass Abweichungen von
maximal fünf Grad zulässig sind.
[0003] Aus dem Stand der Technik (
EP 2 645 003 A1) bekannte Gargutträger für Gargeräte mit solchen Aufnahmeeinheiten sind Backbleche
oder andere flache Gebilde, die meist einen vertieften Bereich und einen Randbereich
besitzen. Die seitlich angeordneten Randbereiche werden dann von den Führungen in
den Aufnahmeeinheiten aufgenommen. Die Führungen umfassen dabei häufig obere und untere
Führungsmittel, wobei der Gargutträger mit seinen seitlichen Randbereichen zwischen
das obere und das untere Führungsmittel eingeschoben wird. Beim Herausziehen wird
ein Kippen des Gargutträgers dadurch limitiert, dass das hintere Ende der seitlichen
Randbereiche an das obere Führungsmittel anschlägt. Um zu verhindern, dass ein derartiger
Gargutträger zu weit aus den Führungen herausgezogen wird, ist es ebenfalls aus dem
genannten Stand der Technik ist bekannt, im hinteren Drittel der seitlichen Randbereiche
einen Anschlag in Form einer Verprägung oder anderen Vertiefung anzuordnen, die für
den Nutzer beim Herausziehen des Gargutträgers aus den Führungen einen haptischen
Widerstand erzeugt und ihm so signalisiert, dass ein Loslassen des Gargutträgers nach
dem Überschreiten dieser Auszugsdistanz dazu führt, dass der Gargutträger nun schwerkraftbedingt
selbständig aus der Führung gleiten kann. Dadurch sollen Beschädigungen des Gargutträgers
und seiner Umgebung, aber auch Verletzungen des Nutzers durch den herabfallenden Gargutträger
oder das Überlaufen von erhitzten Flüssigkeiten vermieden werden.
[0004] Insbesondere bei Geräten, bei denen eine Erhitzung des Garguts durch Mikrowellen
erfolgt (aus Designgründen evtl. auch bei konventionellen Backöfen oder Dampfgarern),
besteht der Wunsch, Gargutträger aus Glas zu verwenden. Bei solchen Gargutträgern
ist es materialbedingt nicht möglich oder wenigstens nur schwer umsetzbar, diese mit
den vorbeschriebenen Verprägungen oder Vertiefungen zu versehen.
[0005] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, bei einem Gargerät der eingangs beschriebenen
Art eine alternative, zuverlässig funktionierende und einfach zu realisierende Auszugssicherung
vorzusehen.
[0006] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0007] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile ergeben sich dadurch, dass an dem Gargutträger
mindestens eine Verriegelungseinrichtung angeordnet ist, mit der der Gargutträger
in seinem eingeschobenen Zustand an mindestens einer Aufnahmeeinheit verriegelbar
ist. Hierdurch wird der Nutzer bereits vor dem Initiieren einer Auszugsbewegung des
Gargutträgers daran erinnert, dass er Vorsicht walten lassen muss und den Träger nicht
zu weit herausziehen darf. Es gibt auch Nutzer, die fast immer mit dem gleichen Gargutträger
in der gleichen Einschubhöhe arbeiten. In einem solchen Fall kann der Gargutträger
als fest verbauter Gegenstand Garraum verbleiben und nur zu Reinigungszwecken entnommen
werden, vergleichbar mit Drehteller in einem Mikrowellengerät oder mit einem Einlegeboden
in einem Kühlschrank.
[0008] Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Gargutträger als im Wesentlichen
plane, rechteckige Glasscheibe ausgebildet ist. Solche Gargutträger können insbesondere
dann vorteilhaft eingesetzt werde, wenn wenigstens ein Teil der Garguterwärmung durch
Mikrowellen erfolgt. Gargutträger aus Glas sind mikrowellendurchlässig, so dass auch
mehrere solcher Träger in einem übereinander eingeschoben werden können. Ein weiterer
Vorteil eines solchen Trägers ist der, dass durch das Fehlen eines Randbereiches und
einer Vertiefung die zur Verfügung stehende Abstellfläche vergrößert ist. Natürlich
können in Gargeräten, die nicht durch Mikrowellen beheizt werden, auch plattenförmige
Gargutträger aus anderen Materialien, beispielsweise Metall, verwendet werden.
[0009] Ein großer Vorteil ergibt sich dadurch, dass eine Verriegelungseinrichtung an mindestens
einer der vorderen Ecken des Gargutträgers angeordnet ist. Dadurch ist die Verriegelungseinrichtung
einfach zu erreichen und zu betätigen.
[0010] Insbesondere bei Gargutträgern aus Glas ist es auch vorteilhaft, wenn an den beiden
hinteren Ecken des Gargutträgers jeweils ein Kantenschutz angeordnet ist. Dadurch
werden Beschädigungen, Schleifspuren oder Verschmutzungen beim Einschieben oder Herausziehen
des Gargutträgers vermieden.
[0011] Es ist zweckmäßig, wenn die Verriegelungseinrichtung ein zwischen einer Verriegelungsstellung
und einer Entriegelungsstellung bewegbares Verriegelungselement umfasst. Insbesondere
ist es vorteilhaft, wenn das Verriegelungselement als zwischen der Verriegelungsstellung
und der Entriegelungsstellung bewegbarer Schieber ausgebildet ist, der in der Verriegelungsstellung
mit einem gabelförmigen Bereich eine an der Aufnahmeeinheit angeordnetes stabförmiges
Element umgreift. Damit können konstruktive Änderungen auf den Gargutträger beschränkt
werden, an der Aufnahmeeinheit muss nichts geändert werden. Ein Schieber ist außerdem
für einen Nutzer einfach zu bedienen. Außerdem ist die erfindungsgemäße Ausführung
einfach zu fertigen, insbesondere dann, wenn der Schieber in einem am Gargutträger
befestigten Halter zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung
bewegbar ist. Der Halter kann beispielsweise durch Kleben mit dem Gargutträger verbunden
werden. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Schieber und der Halter miteinander
zusammenwirkende Rastelemente aufweisen, die den Schieber in der Verriegelungsstellung
halten. So wird ein selbsttätiges Lösen der Verriegelung vermieden oder wenigstens
erschwert.
[0012] Es ist auch vorteilhaft, wenn der Halter eine mit einer Führung zusammenwirkende
Anschlagkufe umfasst. Dadurch wird verhindert, dass der Gargutträger mit einem in
der Verriegelungsstellung befindlichen Schieber tiefer in die Führung und gegen eine
der Seitenwände des Garraums gedrückt wird und dadurch der Schieber von der Verriegelungsstellung
in die Entriegelungsstellung geschoben wird. Ein unbeabsichtigtes Lösen des Schiebers
aus der Verriegelungsstellung kann auch dann verhindert werden, wenn an beiden vorderen
Ecken des Gargutträgers eine Verriegelungseinrichtung mit je einem Schieber angeordnet
ist, und wenn die Schieber in der Verriegelungsstellung in eine Position bewegbar
sind, in der sie beide jeweils an der benachbarten Garraumwand anliegen. Es bleibt
dann kein Spiel mehr, um den Gargutträger seitlich zu bewegen und dadurch Druck auf
die Schieber auszuüben.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- den Garraum eines Gargeräts mit Aufnahmeeinheiten und Gargutträger;
- Figur 2
- einen Gargutträger in der perspektivischen Ansicht von oben;
- Figur 3
- einen Gargutträger in der perspektivischen Ansicht von unten;
- Figur 4
- einen Halter als Einzelheit;
- Figur 5
- einen Schieber als Einzelheit;
- Figur 6
- Halter und Schieber zusammengesetzt in der Ansicht von unten;
- Figur 7
- einen Ausschnitt aus Figur 1 mit einem Schieber in Verriegelungsstellung;
- Figur 8
- einen Ausschnitt aus Figur 1 mit einem Schieber in Entriegelungsstellung;
- Figur 9
- einen Ausschnitt eines Garraums mit einer Aufnahmeeinheit und einem Gargutträger in
perspektivischer Ansicht von unten;
- Figur 10
- einen Kantenschutz als Einzelheit.
[0014] Die Figur 1 zeigt in perspektivischer Ansicht den Garraum 1 eines ansonsten nicht
näher dargestellten Gargeräts, hier einem Backofen mit zusätzlicher Mikrowellenbeheizung.
Der Garraum 1 ist von Wandungen räumlich begrenzt, im gezeigten Ausführungsbeispiel
von Seitenwänden 2 und 3, einem Boden 4, einer Decke 5 und einer Rückwand 6. An beiden
Seitenwänden 2 und 3 sind Aufnahmeeinheiten 7 und 8 in Form von Aufnahmegittern 9
und 10 in bekannter Weise befestigt. Die Aufnahmegitter 9 und 10 besitzen jeweils
ein vorderes und ein hinteres stabförmiges Element 11 und 12 in Form einer Drahtstrebe.
Anmerkung: Die Angaben vorne, hinten, oben, unten, rechts und links beziehen sich
immer auf den in Figur 1 gezeigten Betriebszustand aller Bauteile. Beide Streben 11
und 12 erstrecken sich im Betriebszustand des Gargeräts im Wesentlichen, d. h. bis
auf zwei abgebogene Bereiche 13 und 14, vertikal. An diesen Streben 11 und 12 sind
jeweils paarweise obere und untere Führungsmittel 15 und 16 in Form von Drahtbügeln
befestigt. Die Drahtbügel 15 und 16 erstrecken sich im Betriebszustand des Gargeräts
im Wesentlichen waagerecht und bilden durch ihre paarweise Anordnung auf jeder Seite
des Garraums 1 insgesamt vier Führungen 17. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist in
die zweite Führung 171 von unten ein Gargutträger 18 in den Garraum 1 eingeschoben.
Natürlich kann das Gargerät auch mit mehreren eingeschobenen Gargutträgern 18 betrieben
werden.
[0015] Der Gargutträger 18 ist in den Figuren 2 und 3 von oben bzw. von unten gezeigt. Er
ist als im Wesentlichen plane und rechteckige Glasscheibe 19 ausgebildet. An seinen
beiden vorderen Ecken 194 und 195 besitzt der Gargutträger 18 an seiner Unterseite
jeweils eine Verriegelungseinrichtung 22 bzw. 23, die nachstehend unter Bezug auf
die Figuren 4 bis 9 näher beschrieben ist.
[0016] Die Verriegelungseinrichtungen 22 und 23 sind identisch aufgebaut. Sie umfassen als
stationäres Element einen Halter 24, der in Figur 4 als Einzelheit gezeigt ist. Der
Halter 24 ist als einstückiges Kunststoffteil ausgebildet und besitzt eine rechteckige
Grundplatte 25. An deren Unterseite sind zwei Anschlagkufen 26 und 27 angeformt, deren
Funktion später in Zusammenhang mit der Figur 9 erklärt ist. Auf seiner Oberseite
besitzt der Halter 24 einen T-förmigen Klebebereich 28, zwei Raststege 29 und 30 und
einen Führungsrand 31. Der Klebebereich 28 ist von einem Rand 32 umgeben, um den aufgetragenen
Klebstoff 33 (siehe Figur 6) an seiner vorgesehenen Position zu halten.
[0017] Figur 5 zeigt das bewegliche Teil der Verriegelungseinrichtung 22 bzw. 23, einen
Schieber 34, der das eigentliche Verriegelungselement 35 bildet. Der Schieber 34 ist
ebenfalls als einstückiges Kunststoffteil ausgebildet. Er besitzt zwei rechtwinklig
zueinander gerichtete Stege 36 und 37. An den in der Figur 5 senkrechten Steg 36 ist
ein Griffböckchen 38 angeformt. An den in Figur 5 waagerechten Steg 37 sind zwei abgewinkelte
Fortsätze 39 und 40 angeformt. Deren erste Schenkel 41 und 43 erstrecken sich senkrecht
von dem Steg 37 weg, die zweiten Schenkel 42 und 44 erstrecken sich parallel zu dem
Steg 37, der eine (42) nach links und der andere (44) nach rechts. Dadurch bilden
die Fortsätze 39 und 40 zusammen mit dem Steg 37 auf jeder Seite einen gabelförmigen
Bereich 45 und 46. Figur 6 zeigen Halter 24 und Schieber 34 im zusammengesetzten Zustand
und mit aufgetragenem Klebstoff 33. Dabei wird der Schieber zwischen dem Führungsrand
31 und den waagerechten Teilen 321 des Rands 32 für den Klebebereich 28 geführt. In
diesem Zustand kann die so gebildete Verriegelungseinrichtung 22 bzw. 23 auf die Unterseite
der Glasscheibe 19 gesetzt werden, und zwar so, dass die Innenseite des senkrechten
Stegs 36 des in den Halter 24 eingesetzten Schiebers 34 am vorderen Rand 191 der Glasscheibe
19 anliegt und entweder der linke Rand 241 des Halters 24 mit dem linken Rand 192
der Scheibe 19 fluchtet oder der rechte Rand 242 des Halters 24 mit dem rechten Rand
193 der Scheibe 19 fluchtet. Der Halter wird dann mit dem Klebstoff 33 an die Glasscheibe
19 angedrückt und nach dem Aushärten des Klebstoffs 33 besitzt der Gargutträger 18
bzw. die Glasscheibe 19 an beiden vorderen Ecken 194 und 195 eine Verriegelungseinrichtung
22 bzw. 23, in der sich die Schieber 34 quer zur Einschubrichtung 47 (siehe Figur
1) des Gargutträgers 18, d. h. parallel zu seinem vorderen Rand 191 bewegen lassen.
Dabei bilden die nach innen gerichteten Ränder der ersten Schenkel 41 und 43 mit den
benachbarten senkrechten Teilen 321 des Rands 32 des Klebebereichs 28 jeweils einen
Anschlag, der den Weg des Schiebers 34 begrenzt, d. h., der Schieber 34 ist nur über
die Länge des Pfeils 48 bewegbar. Bei der in Figur 6 gezeigten Verriegelungseinrichtung
22 bzw. 23 befindet sich der linke gabelförmige Bereich 45 im eingefahrenen Zustand.
Damit würde sich diese Verriegelungseinrichtung 22, wenn sie auf der linken vorderen
Ecke 194 des Gargutträgers 18 angeordnet wäre, in der Entriegelungsstellung befinden.
Der rechte gabelförmige Bereich 46 befindet sich im ausgefahrenen Zustand. Damit würde
sich diese Verriegelungseinrichtung 23, wenn sie auf der rechten vorderen Ecke 195
des Gargutträgers 18 angeordnet wäre, in der Verriegelungsstellung befinden. Es ist
auch erkennbar, dass der rechte Raststeg 30, über den der erste Schenkel 43 des rechten
Fortsatzes 40 hinübergeschoben wurde, nun als Widerstand gegenüber dem nach innen
gerichteten Rand dieses Schenkels 43 wirkt. Dadurch bilden diese beiden Teile zwei
miteinander zusammenwirkende Rastelemente, die den Schieber 34 in der Verriegelungsstellung
halten. Auf der anderen Seite fungieren der linke Raststeg 29 und der der erste Schenkel
41 des linken Fortsatzes 39 in gleicher Weise.
[0018] In den Figuren 7 und 8 sind die beiden verschiedenen Zustände der linken Verriegelungseinrichtung
22 im Zusammenwirken mit dem vorderen stabförmigen Element 11 des linken Aufnahmegitters
9 gezeigt. Es ist erkennbar, dass in Figur 7 der Schieber 34 in seiner ausgefahrenen
Stellung mit seinem linken gabelförmigen Bereich 45 das Element 11 umgreift und an
der linken Garraumseitenwand 2 anliegt. Auf diese Weise wird eine Verriegelungsstellung
hergestellt, die ein Herausziehen des Gargutträgers 18 verhindert. In Figur 8 befindet
sich der Schieber 34 in der eingefahrenen Stellung. Damit wird eine Entriegelungsstellung
hergestellt, in der ein Herausziehen des Gargutträgers 18 möglich ist.
[0019] Figur 9 zeit die Funktion der Anschlagkufen 26 und 27. Die jeweils äußere Kufe, d.
h. im gezeigten Ausführungsbeispiel die linke 26 liegt an dem unteren Führungsmittel
16 an und verhindert, dass der Gargutträger 18 weiter nach links geschoben werden
kann und damit der Schieber 34 wieder zurück in seine Entriegelungsstellung gedrückt
wird. Schieber 34, Gargutträger 18 und die Breite des Garraums 1 sind außerdem so
dimensioniert, dass die Schieber 34 in der Verriegelungsstellung in eine Position
bewegbar sind, in der sie beide jeweils an der benachbarten Garraumwand 2 bzw. 3 anliegen.
In dieser Position wirken außerdem beide Rastelemente (29 und 41 bzw. 30 und 43, siehe
Figur 6) und es wird verhindert, dass durch seitliches Hin- und Her-Bewegen des Gargutträgers
18 einer der Schieber 34 in seine Entriegelungsstellung gedrückt werden kann. Durch
die spiegelsymmetrische Gestaltung von Halter 24 und Schieber 34 können identische
Verriegelungseinrichtungen 22 und 23 auf beiden vorderen Ecken 194 und 195 des Gargutträgers
18/ der Glasscheibe 19 verwendet werden (siehe Figuren 2 und 3).
[0020] Figur 10 zeigt einen Kantenschutz 49, der auf beiden hinteren Ecken 196 und 197 an
der Unterseite der Glasscheibe 19 angeklebt ist, siehe auch Figur 3.
Bezugszeichenliste
1 |
Garraum |
23 |
rechte |
2 |
linke Seitenwand |
|
Verriegelungseinrichtung |
3 |
rechte Seitenwand |
24 |
Halter |
4 |
Boden |
241 |
linker Rand des Halters |
5 |
Decke |
242 |
rechter Rand des Halters |
6 |
Rückwand |
25 |
Grundplatte |
7 |
linke Aufnahmeeinheit |
26 |
linke Anschlagkufe |
8 |
rechte Aufnahmeeinheit |
27 |
rechte Anschlagkufe |
9 |
linkes Aufnahmegitter |
28 |
Klebebereich |
10 |
rechtes Aufnahmegitter |
29 |
linker Raststeg |
11 |
vorderes stabförmiges Element |
30 |
rechter Raststeg |
12 |
hinteres stabförmiges Element |
31 |
Führungsrand |
13 |
abgebogener Bereich |
32 |
Rand für Klebebereich |
14 |
abgebogener Bereich |
321 |
waagerechte Teile des Rands |
15 |
oberes Führungsmittel |
322 |
senkrechte Teile des Rands |
16 |
unteres Führungsmittel |
33 |
Klebstoff |
17 |
Führung |
34 |
Schieber |
171 |
zweite Führung von unten |
35 |
Verriegelungselement |
18 |
Gargutträger |
36 |
senkrechter Steg |
19 |
Glasscheibe |
37 |
waagerechter Steg |
191 |
vorderer Rand des |
38 |
Griffböckchen |
|
Gargutträgers/der Glasscheibe |
39 |
linker Fortsatz |
192 |
linker Rand des Gargutträgers/der Glasscheibe |
40 |
rechter Fortsatz |
41 |
erster Schenkel linker Fortsatz |
193 |
rechter Rand des Gargutträgers/der Glasscheibe |
42 |
zweiter Schenkel linker Fortsatz |
194 |
vordere linke Ecke des Gargutträgers/der Glasscheibe |
43 |
erster Schenkel rechter Fortsatz |
195 |
vordere rechte Ecke des Gargutträgers/der Glasscheibe |
44 |
zweiter Schenkel rechter Fortsatz |
196 |
hintere linke Ecke des Gargutträgers/der Glasscheibe |
45 |
linker gabelförmiger Bereich |
46 |
rechter gabelförmiger Bereich |
197 |
hintere rechte Ecke des Gargutträgers/der Glasscheibe |
47 |
Einschubrichtung des Gargutträgers |
22 |
linke Verriegelungseinrichtung |
48 |
Pfeil Schieberbewegung |
49 |
Kantenschutz |
1. Gargerät mit einem von Wandungen räumlich begrenzten Garraum (1), mit mindestens zwei
an den Wandungen angeordneten Aufnahmeeinheiten (7, 8), und mit mindestens einem Gargutträger
(18), wobei an jeder Aufnahmeeinheit (7, 8) mindestens eine im Betriebszustand des
Gargeräts im Wesentlichen waagerechte Führung (17) für einen seitlichen Rand (192,
193) des Gargutträgers (18) ausgebildet ist, und wobei der Gargutträger (18) in die
Aufnahmeeinheit (7, 8) und damit in den Garraum (1) einschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Gargutträger (1) mindestens eine Verriegelungseinrichtung (22, 23) angeordnet
ist, mit der der Gargutträger (1) in seinem eingeschobenen Zustand an mindestens einer
Aufnahmeeinheit (7, 8) verriegelbar ist.
2. Gargerät nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gargutträger (18) als im Wesentlichen plane, rechteckige Glasscheibe (19) ausgebildet
ist.
3. Gargerät nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungseinrichtung (22, 23) an mindestens einer der vorderen Ecken (194,
195) des Gargutträgers (18) angeordnet ist.
4. Gargerät nach den beiden vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden hinteren Ecken (196, 197) des Gargutträgers (18) jeweils ein Kantenschutz
(49) angeordnet ist.
5. Gargerät nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung (22, 23) ein zwischen einer Verriegelungsstellung und
einer Entriegelungsstellung bewegbares Verriegelungselement umfasst.
6. Gargerät nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement als zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung
bewegbarer Schieber (34) ausgebildet ist, der in der Verriegelungsstellung mit einem
gabelförmigen Bereich (45, 46) eine an der Aufnahmeeinheit (7, 8) angeordnetes stabförmiges
Element (11) umgreift.
7. Gargerät nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (34) quer zur Einschubrichtung (47) des Gargutträgers (18) bewegbar
ist.
8. Gargerät nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (34) in einem am Gargutträger (18) befestigten Halter (24) zwischen
der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung bewegbar ist.
9. Gargerät nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (34) und der Halter (24) miteinander zusammenwirkende Rastelemente (29
und 41, 30 und 43) aufweisen, die den Schieber (34) in der Verriegelungsstellung halten.
10. Gargerät nach mindestens einem der beiden vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (24) eine mit einer Führung (17) zusammenwirkende Anschlagkufe (26, 27)
umfasst.
11. Gargerät nach mindestens einem der vier vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an beiden vorderen Ecken (194, 195) des Gargutträgers je eine Verriegelungseinrichtung
(22, 23) mit einem Schieber (34) angeordnet ist, und dass die Schieber (34) in der
Verriegelungsstellung in eine Position bewegbar sind, in der sie beide jeweils an
der benachbarten Garraumwand (2, 3) anliegen.