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(11) |
EP 3 850 131 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.2022 Patentblatt 2022/36 |
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Anmeldetag: 19.07.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2019/069484 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2020/052837 (19.03.2020 Gazette 2020/12) |
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| (54) |
KÄMMMASCHINE
COMBING MACHINE
PEIGNEUSE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
12.09.2018 DE 102018122276
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.2021 Patentblatt 2021/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Trützschler Group SE |
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41199 Mönchengladbach (DE) |
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Erfinder: |
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- SAEGER, Nicole
50259 Pulheim (DE)
- FRIEDRICH, Roland
41366 Schwalmtal (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 376 002 CH-A2- 702 008
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EP-A1- 0 478 992 CH-A5- 681 309
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kämmmaschine mit mehreren Kämmköpfen nach
dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] In der heutigen Spinnereivorbereitung weisen die Kämmmaschinen einheitlich acht Kämmköpfe
auf, denen die zu kämmenden Fasern als Wattewickel mit einer Breite von ca. 30 cm
vorgelegt werden. Damit hängt die Produktivität der Kämmmaschine fast ausschließlich
von der realisierten Kammspielzahl ab, die im Dauerbetrieb zwischen 350 bis 550 pro
Minute beträgt. Eine Erhöhung der Produktivität in der Kämmerei ist damit nur mit
weiteren Maschinen möglich. Bei einer Erhöhung der Anzahl der Kämmmaschinen muss auch
anteilig die Anzahl der Wickelmaschinen erhöht werden, wobei heute rund fünf Kämmmaschinen
durch eine Wickelmaschine gespeist wird. Damit ist ein hoher Platz- und Investitionsbedarf
verbunden.
[0003] In der
CH 681309 A und der
DE 1020060026841 A1 werden Kämmmaschinen beschrieben, die mehr als acht Kämmköpfe aufweisen können. Um
diese Kämmmaschinen zu speisen, werden Kardenbänder aus Kannen den Kämmköpfen vorgelegt,
so dass auf die teuren und platzintensiven Wickelmaschinen verzichtet werden kann.
Die Kämmköpfe sind je nach Anzahl der zugeführten Faserbänder zwischen 6 bis 10 cm
breit und weisen im Wesentlichen die gleiche Funktionalität auf, wie bei den klassischen
Kämmmaschinen. Daher wird diesen Kämmmaschinen das Faserband in schmalen Kannen vorgelegt,
die nur ein begrenztes Volumen fassen können. Nachteilig ist, dass bei gleicher Produktivität
die Kannen in einem sehr schnellen Rhythmus gewechselt werden müssen, da die bisherigen
Wickel beim klassischen Kämmen das Volumen von 24 bis 32 Faserbänder aufnehmen.
[0004] In der
DE 102006026850 A1 wird eine Kämmmaschine beschrieben, die mehrere Gruppen von Kämmköpfen aufweist.
Die Kämmköpfe können mittels Wickel oder direkt aus Kannen gespeist werden. In Abhängigkeit
vom Antriebskonzept gibt es unterschiedliche Anordnungen der Gruppen von Kämmköpfen
in Kombination mit einem Getriebekasten oder Antriebselementen.
[0005] Alle bisher bekannten Konzepte sind noch nie im Dauerbetrieb verwendet worden. Allen
Konzepten fehlt darüber hinaus die vollständige Integration in eine Spinnereilinie,
da die entstehenden Faserbänder ein deutlich höheres Gewicht als nach dem Stand der
Technik aufweisen und die weitere nachfolgende Verarbeitung dieser dicken gekämmten
Faserbänder nicht offenbart ist. Soll die nachfolgende Spinnereivorbereitung unverändert
bleiben, muss aus diesen zuvor beschriebenen Kämmmaschinen weiterhin ein Faserband
mit rund 5 bis 10 ktex geliefert werden, so dass nur mit leichter Anpassung die nachfolgenden
Maschinen weiter betrieben werden können.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Produktivität einer Kämmmaschine
so zu erhöhen, dass die vorgelagerten und nachfolgenden Maschinen der Spinnereivorbereitung
möglichst unverändert weiter betrieben werden können.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale von Anspruch 1.
[0008] Die Erfindung umfasst eine Kämmmaschine mit mehr als acht Kämmköpfen, wobei jeder
Kämmkopf ausgebildet ist, mittels mindestens eines Wickels oder mittels mindestens
eines Faserbandes aus Kannen gespeist zu werden, wobei die gekämmten Fasern zu je
einem separaten Faserband pro Kämmkopf zusammengefasst und zu einem Ablagetisch transportiert
werden, einem Streckwerk zugeführt und zu einem Faserband verstreckt und in einer
Kanne abgelegt werden. Kerngedanke der Erfindung ist, dass aufgrund der größeren Anzahl
der Faserbänder im Vergleich zum Stand der Technik auch der Ablagetisch eine größere
Breite aufweisen muss, um die Faserbänder abzutransportieren. Erfindungsgemäß muss
sich aufgrund des in Summe höheren Bandgewichtes auch das Streckwerk anpassen. Die
1,5fache Bandmasse ist mit dem bisherigen Streckwerk nicht zu verarbeiten, da die
Qualität des verstreckten Faserbandes deutlich abnimmt, wenn die maximal zu verstreckenden
Fasermasse an der Klemmlinie im Einlauf des Hauptverzuges den Wert von 0,4 ktex/mm
übersteigt. Erfindungsgemäß weist das Streckwerk an der Klemmlinie des Hauptverzuges
eine Arbeitsbreite von mehr als 180 mm, vorzugsweise mindestens 200 mm auf. Es hat
sich dabei gezeigt, dass bei einem breiteren Streckwerk die erhöhte Durchbiegung in
der Mitte der Streckwerkswalzen nur einen geringen Einfluss auf die verstreckte Faserqualität
hat. Vielmehr wirkt sich eine Erhöhung der Fasermasse über 0,4 ktex/mm an der Klemmlinie
im Einlauf des Hauptverzuges deutlich negativer aus, da hierbei nur die äußeren Faserlagen
über den Querschnitt verstreckt werden.
[0009] Vorzugsweise kann das Streckwerk alternativ oder in Kombination mindestens zwei Verzugsfelder
für den Vorverzug und mindestens ein Verzugsfeld für den Hauptverzug aufweisen. Über
den zusätzlichen Vorverzug kann die Fasermasse pro Millimeter Klemmlinie gesenkt werden,
so dass mit einem Vier-über-Vier- oder Fünf-über-Vier-Streckwerk ebenfalls die erhöhte
Bandmasse verarbeitet werden kann.
[0010] Da aber über den breiteren Ablagetisch jetzt 12, 16, 24 oder mehr gekämmte Faserbänder
gleichzeitig in das Streckwerk einlaufen, ist insbesondere bei einer Kämmmaschine
mit 16 und mehr Kämmköpfen die Kombination aus breiterem Streckwerk und einem zusätzlichen
Vorverzug vorteilhaft, da die Arbeitsbreite des Streckwerkes auf beispielsweise 330
mm oder sogar nur auf 250 mm begrenzt werden kann, gleichzeitig die maximale Fasermasse
von 0,4 ktex/mm an der Klemmlinie im Einlauf des Hauptverzuges nicht überschritten
wird.
[0011] Vorteilhafterweise wird jedes Verzugsfeld für den Vorverzug mit einem Verzug von
1,1fach bis 3,0fach betrieben. Durch die Erhöhung des Vorverzuges bis auf 3,0fach
lässt sich die hohe Fasermasse im Hauptverzugsfeld ideal verarbeiten.
[0012] Mit weiterem Vorteil wird das Verzugsfeld für den Hauptverzug mit einem Verzug von
2,0fach bis 30fach betrieben.
[0013] Um die erhöhte gekämmte Fasermasse auf dem verbreiterten Ablagetisch in das Streckwerk
einlaufen zu lassen, werden bevorzugt vor dem Einlauf in das Streckwerk die Faserbänder
mittels Führungselementen oder mittels eines Einlauftrichters zusammengefasst, der
einen sich verjüngenden Öffnungswinkel aufweist. Der Öffnungswinkel kann sich mehrstufig
oder kontinuierlich verjüngen.
[0014] Alternativ oder ergänzend können die Führungselemente auch zwischen den Streckwerkswalzen
angeordnet sein, um das verstreckte Faserband kontinuierlich in der Breite zu reduzieren.
[0015] Bei sehr großen Fasermassen, die beispielsweise bei einer Kämmmaschine mit mindestens
16 Kämmköpfen verarbeitet werden, kann die Verwendung eines Querbandabzuges vor dem
Einlauf in das Streckwerk vorteilhaft sein.
[0016] Ebenso kann die Verwendung eines Querbandabzuges nach dem Streckwerk sinnvoll sein,
da aus dem Streckwerk ein überbreites dünnes Vlies ausläuft, das als Faserband in
der Kanne abgelegt werden muss. Vorteilhafterweise ist der Ablagetisch ausgebildet,
die Faserbänder zwischen den Kämmköpfen und dem Streckwerk aktiv zu transportieren,
so dass die Faserbänder mit wenig Zugkraft in das Streckwerk einlaufen. Weitere, die
Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf eine Kämmmaschine nach dem Stand der Technik;
- Figur 2a, 2b:
- zwei Draufsichten auf zwei erfindungsgemäße Kämmmaschinen mit mehr als acht Kämmköpfen;
- Figur 3:
- eine Draufsicht auf eine weitere erfindungsgemäße Kämmmaschine mit zwölf Kämmköpfen;
- Figur 4:
- ein Größenvergleich von zwei Streckwerkswalzen;
- Figur 5:
- ein Vier-über-Vier-Streckwerk;
- Figur 6:
- ein Fünf-über-Vier-Streckwerk;
- Figur 7:
- eine Draufsicht auf eine weitere erfindungsgemäße Kämmmaschine mit zwölf Kämmköpfen;
- Figur 8:
- eine Draufsicht auf eine weitere erfindungsgemäße Kämmmaschine mit zwölf Kämmköpfen.
[0017] Figur 1 zeigt eine Kämmmaschine 1 nach dem Stand der Technik, die acht Kämmköpfe
K1 - K8 aufweist. Jedem Kämmkopf K1 - K8 wird ein eigener Wickel W1 - W8 mit beispielsweise
80 ktex Fasern vorgelegt, der eine Breite von ca. 300 mm aufweist. Während des Kämmvorganges
werden aus den abgewickelten Wickeln Fasern ausgerissen, ausgekämmt und wieder an
die bisher gekämmten Fasern angelötet. Die gekämmten Fasern werden zu je einem separaten
Faserband F1 - F8 mit je ca. 11,25 ktex zusammengefasst und um rund 90° gedreht zu
einem Ablagetisch 5 transportiert. Vom Ablagetisch 5 werden insgesamt acht Faserbänder
F1 - F8 zu einem Streckwerk 10 transportiert. Die acht Faserbänder F1 - F8 laufen
mit einem gesamten Bandgewicht von ca. 90 ktex in das Streckwerk ein, werden hier
um den Faktor 18 verstreckt und doubliert und als ein einziges Faserband mittels einer
Kannenablage 20 in einer Kanne mit ca. 5 ktex mit einer Ablagegeschwindigkeit von
ca. 230 m/min abgelegt.
[0018] Die Figuren 2a und 2b zeigen zwei Draufsichten von zwei erfindungsgemäßen Kämmmaschinen,
die 12 (oben) K1 - K12 oder 16 (unten) K1 - K16 Kämmköpfe aufweisen können. Jeweils
vier Kämmköpfe K1 - K4 sind zu einem Modul M1 zusammengefasst und können optional
erweitert werden. Jedes Modul kann zumindest teilweise an bzw. in das bestehende Antriebssystem
integriert werden. Die untere Kämmmaschine weist insgesamt 16 Kämmköpfe K1 - K16 auf,
die auf vier Module M1 - M4 zusammengefasst wurden. Nach dem Stand der Technik können
die Module M1 - M4 hintereinander, gegenüberliegend oder symmetrisch zum Streckwerk
10 angeordnet sein und in unterschiedlicher Konfiguration mit Motor und Getriebe angetrieben
sein.
[0019] Da jetzt vier bis acht weitere Faserbänder die Kämmköpfe verlassen und auf dem Ablagetisch
5 abgelegt werden, weisen die Faserbänder, die am weitesten vom Streckwerk 10 auf
dem Ablagetisch 5 abgelegt werden, das bis zu doppelte Faserbandgewicht aufgrund längerer
Förderstrecke auf. Dabei kann trotz polierter Auflagefläche auf dem Ablagetisch 5
auf diese Faserbänder ein deutlich höherer Verzug beim Transport zum Streckwerk 10
lasten, als beispielsweise bei den Faserbändern F1 oder F2. Da es aufgrund Schwächung
der Bandfestigkeit durch die Lötstellen, kann die Erhöhung des Eigengewichtes ausreichend
sein, damit das Faserband reißt. Aus diesem Grund kann es notwendig sein, dass bei
mehr als acht Kämmköpfen das abgelegte Faserband aktiv zur Strecke 10 transportiert
wird. Der Ablagetisch kann daher als verfahrbarer Tisch (umlaufendes Förderband) oder
mit einer Transportvorrichtung (Rütteltisch, angetriebene Rollenführung) ausgestattet
sein, wodurch die Faserbänder möglichst zugfrei von ihrer Ablage aus dem Kämmkopf
bis in das Streckwerk 10 transportiert werden.
[0020] Nach Figur 2a wird jedem Kämmkopf K1 - K12 ein eigener Wickel W1 - W12 mit ca. 80
ktex Fasern vorgelegt, der eine Breite von ca. 300 mm aufweist. Während des Kämmvorganges
werden aus dem abgewickelten Wickel Fasern ausgerissen, ausgekämmt und wieder an die
bisher gekämmten Fasern angelötet. Die gekämmten Fasern werden zu je einem separaten
Faserband F1 - F12 mit je ca. 11,25 ktex zusammengefasst und um rund 90° gedreht zu
einem Ablagetisch 5 transportiert. Vom Ablagetisch 5 werden insgesamt zwölf Faserbänder
F1 - F12 zu einem Streckwerk 10 transportiert. Die zwölf Faserbänder F1 - F12 laufen
mit einem gesamten Bandgewicht von ca. 135 ktex in das Streckwerk 10 ein, werden hier
um den Faktor 27 verstreckt und doubliert und mittels einer Kannenablage 20 in einer
Kanne mit ca. 5 ktex abgelegt. Bei diesem Ablagegewicht des Faserbandes läuft das
Faserband mit einer höheren Geschwindigkeit von rund 350 m/min durch das Streckwerk
10. Um die Kannenfüllzeiten der Ablagekanne nicht unnötig zu verkürzen, wird das Faserband
nach der erfindungsgemäßen Kämmmaschine in Kannen mit einem Durchmesser von vorzugsweise
mindestens 1.000 mm abgelegt.
[0021] Das Ausführungsbeispiel der Figur 3 zeigt beispielhaft eine modifizierte Kämmmaschine
1 mit zwölf Kämmköpfen K1 - K12, denen das Faserband aus jeweils zwei Kannen C1 -
C24 mit 400 bis 600 mm Durchmesser vorgelegt wird. Jeweils vier Kämmköpfe K1 - K4
sind zu einem Modul M1 zusammengefasst und können optional erweitert werden. Jedes
Modul kann zumindest teilweise an bzw. in das bestehende Antriebssystem integriert
werden.
[0022] Die Kämmköpfe K1 - K12 sind schmaler ausgebildet als die Kämmköpfe, denen ein Wickel
vorgelegt wird, und sind beispielsweise nur 80 mm breit, wobei jedem Kämmkopf K1 -
K12 zwei Faserbänder mit jeweils ca. 10 ktex vorgelegt werden. Die gekämmten Fasern
werden zu je einem separaten Faserband F1 - F12 mit je ca. 3,1 ktex zusammengefasst
und um rund 90° gedreht zu einem Ablagetisch 5 transportiert. Vom Ablagetisch 5 werden
insgesamt zwölf Faserbänder F1 - F12 zu einem Streckwerk 10 mit einer Geschwindigkeit
von rund 80 m/min transportiert. Die zwölf Faserbänder F1 - F12 laufen mit einem gesamten
Bandgewicht von ca. 37 ktex in das Streckwerk 10 ein, werden hier um den Faktor 7,5
verstreckt und doubliert und mittels einer Kannenablage 20 in einer Kanne mit ca.
5 ktex abgelegt. Bei 16 Kämmköpfen (hier nicht dargestellt) würden 16 Faserbänder
mit insgesamt ca. 49,6 Ktex in das Streckwerk 10 einlaufen. Um die Wechselzeiten der
Ablagekanne nicht unnötig zu verkürzen, kann das Faserband nach der erfindungsgemäßen
Kämmmaschine in Kannen mit einem Durchmesser von mindestens 1.000 mm abgelegt werden.
Die Anzahl der Kämmköpfe ist nach den Ausführungsbeispielen der Figuren 2a bis 3 fast
beliebig erweiterbar.
[0023] Da sich die Anzahl der Faserbänder im Vergleich zum Stand der Technik erhöht oder
sogar verdoppelt hat, weist der Ablagetisch eine größere Breite auf als nach dem Stand
der Technik. Alternativ oder ergänzend können die Faserbänder auch in zwei Ebenen
übereinander abgelegt werden, wodurch sich eine vorteilhaftere Vordoublierung und
nachfolgende Verstreckung im Streckwerk ergeben kann. Soll die Kämmmaschine in eine
bestehende Spinnerei integriert werden, ohne dass die vorgeordneten oder nachfolgenden
Anlagen nennenswert verändert werden, dann muss die Kämmmaschine ebenfalls ein einziges
Faserband mit ca. 5 ktex in der Kannenablage 20 ablegen. Es ergibt sich damit eine
deutlich höhere Abliefergeschwindigkeit und ein deutlich höherer Gesamtverzug. Die
größere Anzahl an abzulegenden Faserbändern bewirkt einen veränderten Aufprall der
Fasern im Vliesführer.
[0024] Hierzu ergeben sich folgende voneinander unabhängige oder auch miteinander kombinierbare
Lösungen:
Aufgrund von Versuchen mit einer Kämmmaschine mit 12 Kämmköpfen ist eine bestimmte
minimale Breite des Streckwerkes erforderlich. Bei einem qualitativ hochwertigen verstreckten
Faserband hat sich eine maximale Fasermasse von 0,4 ktex/mm Klemmlinie im Einlauf
des Hauptverzuges als vorteilhaft herausgestellt. Bei einem höheren Wert würden nur
die äußeren Lagen an Fasern verstreckt, so dass in Folge das verstreckte Faserband
ungleichmäßig ist. Ausgehend von einer klassischen Kämmmaschine mit acht Kämmköpfen
wird ein drei-über-drei oder vier-über-drei-Streckwerk verwendet, mit einem einzigen
Vorverzugsfeld und einem einzigen Hauptverzugsfeld, das eine Arbeitsbreite an der
Klemmlinie von 180 mm aufweist. Demzufolge muss die Arbeitsbreite an der Klemmlinie
im Einlauf des Hauptverzugsfeldes bei einer Kämmmaschine mit 12 Kämmköpfen mindestens
250 mm betragen, und bei einer Kämmmaschine mit 16 Kämmköpfen mindestens 300 mm betragen.
[0025] Figur 4 zeigt eine klassische Walze 11 eines Streckwerkes mit einer Arbeitsbreite
an der Klemmlinie von 180 mm. Darüber ist eine modifizierte Walze 11a eines Streckwerkes
mit 330 mm Arbeitsbreite an der Klemmlinie angeordnet. Aufgrund der absolut höheren
Druckbelastung durch die zusätzlichen Faserbänder bei gleicher Flächenpressung kann
die Druckbelastung auf die Streckwerkswalzen (Oberwalzen) auf bis zu 5,5 N/mm Klemmlinie
im Hauptverzugsfeld angehoben werden, was einer Materialbelastung von über 1000 Newton
entspricht.
[0026] Bei einem Streckwerk mit einem Vorverzugsfeld und einem Hauptverzugsfeld muss bei
einem Faktor des Vorverzuges von beispielsweise 1,58fach der Hauptverzug einen Faktor
von 11,25fach aufweisen, um ein Faserband mit ca. 5 ktex abzuliefern. Die minimale
Arbeitsbreite an der Klemmlinie im Einlauf des Hauptverzugsfeldes beträgt 143 mm bei
acht Kämmköpfen.
[0027] Bei einer Zwölfkopfkämmmaschine werden ca. 135 ktex an das Streckwerk geliefert.
Bei einem Vorverzugsfaktor von beispielsweise 1,58fach muss der Hauptverzug einen
Faktor von 17fach aufweisen, um ein Faserband mit ca. 5 ktex abzuliefern. Die minimale
Arbeitsbreite an der Klemmlinie im Hauptverzugsfeld beträgt 215 mm.
[0028] Bei einer 16-Kopfkämmmaschine werden ca. 180 ktex an das Streckwerk geliefert, das
mit einem Vorverzugsfaktor von 1,58fach eingestellt wurde. Der Hauptverzug wird mit
einem Faktor von 23fach eingestellt und die minimale Arbeitsbreite an der Klemmlinie
im Hauptverzugsfeld beträgt 285 mm.
[0029] Damit der Hauptverzug nicht zu groß wird, kann das breitere Streckwerk mit einem
weiteren Vorverzugsfeld kombiniert werden. Hierzu kann mindestens ein vier-über-vier-Streckwerk
(Figur 5) oder ein fünf-über-vier-Streckwerk (Figur 6) verwendet werden, mit dem der
Hauptverzug reduziert wird und damit die Verstreckung des Faserbandes gleichmäßiger
erfolgt. Beispielsweise können beide Vorverzüge mit dem Faktor 1,58fach eingestellt
werden, so dass der Hauptverzug bei einem Einlauf von ca. 180 ktex nur noch mit dem
Faktor 15fach erfolgt. Damit könnte das Streckwerk auf eine Arbeitsbreite von ca.
200 bis 220 mm an der Klemmlinie im Hauptverzugsfeld eingestellt werden.
[0030] Figur 5 zeigt ein Streckwerk 10, das als Vier-Über-Vier-Streckwerk ausgebildet ist
und bei dem die Walzen 11/12 und 13/14 das erste Verzugsfeld V1 bilden. Das zweite
Verzugsfeld V2 wird durch die Walzen 13/14 und 15/16 gebildet, und das dritte Verzugsfeld
V3 durch die Walzen 15/16 und 17/18. Die Verzugsfelder V1 und V2 dienen als Vorverzugsfeld
und können vorzugsweise mit einem Verzug von 1,1fach bis 3,0fach betrieben werden.
Das Hauptverzugsfeld V3 kann mit einem Verzug von 2,0fach bis 30fach betrieben werden.
Wird das Streckwerk 10 mit einer Arbeitsbreite an der Klemmlinie im Hauptverzugsfeld
von beispielsweise 250 mm für 12 oder 16 Faserbänder betrieben, muss das hier nicht
dargestellte Faserband, das über den Ablagetisch 5 zum Streckwerk 10 transportiert
wird, vor dem Einlauf in das Streckwerk 10 zusammengefasst werden. Die einzelnen Faserbänder
auf dem Ablagetisch 5 sind in Summe breiter als die Arbeitsbreite an der Klemmlinie
im Hauptverzugsfeld V3. Daher wird vor den ersten Walzen 11/12 ein Einlauftrichter
6 oder ein Querbandabzug 7 verwendet. Der Einlauftrichter weist einen vergrößerten
Trichter auf, der die Faserbänder von der Breite des Ablagetisches 5 auf die Arbeitsbreite
an der Klemmlinie im Hauptverzugsfeld V3 reduzieren kann. Bei der Strecke der Figur
5 handelt es sich um eine unregulierte Strecke. Der Strecke 10 ist ein Einlauftrichter
6 vorgeordnet, der in Bandlaufrichtung einen veränderbaren Einlaufwinkel α aufweist,
was in Figur 7 weiter beschrieben wird.
[0031] Figur 6 zeigt ein Streckwerk 10, das als Fünf-Über-Vier-Streckwerk ausgebildet ist
und bei dem die Walzen 11/12 und 13/14 das erste Verzugsfeld V1 bilden. Das zweite
Verzugsfeld V2 wird durch die Walzen 13/14 und 15/16 gebildet, und das dritte Verzugsfeld
V3 durch die Walzen 15/16 und 17/18/19. Die Verzugsfelder V1 und V2 dienen als Vorverzugsfeld
und können vorzugsweise mit einem Verzug von 1,1fach bis 3,0fach betrieben werden.
Das Hauptverzugsfeld V3 kann mit einem Verzug von 2,0fach bis 30fach betrieben werden.
Wird das Streckwerk 10 mit einer Arbeitsbreite an der Klemmlinie im Hauptverzugsfeld
von beispielsweise 250 mm für 12 oder 16 Faserbänder betrieben, muss das hier nicht
dargestellte Faserband, das über den Ablagetisch 5 zum Streckwerk 10 transportiert
wird, vor dem Einlauf in das Streckwerk 10 zusammengefasst werden. Die einzelnen Faserbänder
auf dem Ablagetisch 5 sind in Summe breiter als die Arbeitsbreite an der Klemmlinie
im Hauptverzugsfeld V3. Daher können vor den ersten Walzen 11/12 Führungselemente
8, oder ein Einlauftrichter 6 oder ein Querbandabzug 7 verwendet. Der Einlauftrichter
6 kann mittels vergrößertem Trichter die Faserbänder von der Breite des Ablagetisches
5 auf die Arbeitsbreite an der Klemmlinie im Hauptverzugsfeld V3 reduzieren. Bei der
Strecke der Figur 6 handelt es sich um eine unregulierte Strecke. Selbstverständlich
ist auch die Verwendung bei allen Ausführungsbeispielen mit einer geregelten Strecke
möglich.
[0032] Figur 7 zeigt eine Kämmmaschine 1 mit zwölf Kämmköpfen K1 - K12. Jedem Kämmkopf K1
- K12 wird ein eigener Wickel W1 - W12 vorgelegt, der eine Breite von ca. 300 mm aufweist.
Während des Kämmvorganges werden aus den abgewickelten Wickeln Fasern ausgerissen,
ausgekämmt und wieder an die bisher gekämmten Fasern angelötet. Die gekämmten Fasern
werden zu je einem separaten Faserband F1 - F12 zusammengefasst und um rund 90° gedreht
zu einem Ablagetisch 5 transportiert. Vom Ablagetisch 5 werden insgesamt zwölf Faserbänder
F1 - F12 zu einem Streckwerk 10 transportiert, dem ein modifizierter Einlauftrichter
6 vorgeordnet ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Einlauftrichter 6 zweistufig
ausgebildet, wobei die erste Stufe einen Öffnungswinkel α1 zwischen 110° und 80° aufweist.
Der Öffnungswinkel α2 der zweiten Stufe liegt zwischen 80° und 45°. Alternativ kann
der Öffnungswinkel des Trichters auch gerundet sein und sich damit ohne Stufe oder
Absatz kontinuierlich von 110° bis 80° auf 80° bis 45° verjüngen. Durch den Einlauftrichter
6 mit in Bandlaufrichtung abnehmendem Öffnungswinkel werden insbesondere das auf dem
Ablagetisch 5 geführte Faserband vorkompaktiert und auf eine Arbeitsbreite der Klemmlinie
des Verzugsfeldes V3 reduziert. Die zwölf Faserbänder F1 - F12 laufen in das Streckwerk
ein, das als Vier-Über-Vier-Streckwerk ausgebildet ist, werden hier verstreckt und
doubliert und als ein einziges Faserband mittels einer Kannenablage 20 in einer Kanne
abgelegt. Vor oder zwischen den Walzen des Streckwerkes 10 können Führungselemente
8 angeordnet sein, mit denen die Faserbänder in der Breite reduziert werden.
[0033] Figur 8 zeigt die Kämmmaschine nach Figur 7, bei der die Faserbänder F1 - F12 nicht
über einen Einlauftrichter 6 zusammengefasst werden, sondern über einen Querbandabzug
7, der mittels zweier umlaufender Bänder 7a, 7b die Faserbänder auf die effektive
Arbeitsbreite der Klemmlinie im Hauptverzug des Streckwerkes 10 zusammenfasst. Auch
am Ende des Streckwerkes 10 ist ein Querbandabzug 9 angeordnet, mit dem das breite
aber dünne Vlies aus dem Streckwerk 10 zu einem Faserband für die Kannenablage 20
zusammengefasst wird.
[0034] Bei allen zuvor aufgeführten Beispielen kann das in der Kannenablage 20 abgelegte
Faserband auch ein Bandgewicht von beispielsweise ca. 7,5 oder ca. 10 ktex aufweisen.
Hier sind lediglich die Verzüge im Vorverzugsfeld und/oder im Hauptverzugsfeld anzupassen.
Bei einem an die Kannenablage 20 abgelieferten Bandgewicht von ca. 5 bis 10 ktex sind
bei den vorhandenen Maschinen der Spinnereivorbereitung nur geringfügige Änderungen
in der Einstellung vorzunehmen.
Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Kämmmaschine
- 5
- Ablagetisch
- 6
- Einlauftrichter
- 7
- Querbandabzug
- 7a, 7b
- umlaufendes Band
- 8
- Führungselement
- 9
- Querbandabzug
- 10
- Streckwerk
- 11, 11a
- Walze
- 12
- Walze
- 13
- Walze
- 14
- Walze
- 15
- Walze
- 16
- Walze
- 17
- Walze
- 18
- Walze
- 19
- Walze
- 20
- Kannenablage
- C1 - C24
- Kanne
- F1 - F816
- Faserband
- K1 - K16
- Kämmkopf
- M1 - M4
- Modul
- V1 - V3
- Verzugsfeld
- W1 - W16
- Wickel
1. Kämmmaschine (1) mit mehr als acht Kämmköpfen, wobei jeder Kämmkopf ausgebildet ist,
mittels mindestens eines Wickels oder mittels mindestens eines Faserbandes aus Kannen
gespeist zu werden, wobei die gekämmten Fasern zu je einem separaten Faserband pro
Kämmkopf zusammengefasst und zu einem Ablagetisch (5) transportiert werden, einem
Streckwerk (10) zugeführt und zu einem Faserband verstreckt und in einer Kanne abgelegt
werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (10) an der Klemmlinie im Einlauf des Hauptverzuges eine Arbeitsbreite
von mehr als 180 mm, vorzugsweise mindestens 200 mm aufweist.
2. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (10) ausgebildet ist, an der Klemmlinie im Einlauf des Hauptverzuges
eine maximale Fasermasse von 0,4 ktex pro Millimeter Klemmlinie zu verarbeiten.
3. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (10) mindestens zwei Verzugsfelder (V1, V2) für den Vorverzug und
mindestens ein Verzugsfeld (V3) für den Hauptverzug aufweist.
4. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (10) als Vier-über-Vier-Streckwerk oder Fünf-über-Vier-Streckwerk
ausgebildet ist.
5. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verzugsfeld (V1, V2) für den Vorverzug mit einem Verzug von 1,1fach bis 3,0fach
betrieben wird.
6. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Verzugsfeld (V3) für den Hauptverzug mit einem Verzug von 2,0fach
bis 30fach betrieben wird.
7. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbelastung auf die Streckwerkswalzen (Oberwalzen) auf bis zu 5,5 N pro Millimeter
Klemmlinie im Hauptverzugsfeld beträgt.
8. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einlauf in das Streckwerk (10) die Faserbänder mittels eines Einlauftrichters
zusammengefasst werden, der einen sich verjüngenden Öffnungswinkel aufweist.
9. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einlauf in das Streckwerk (10) die Faserbänder mittels eines Querbandabzuges
(7) zusammengefasst werden.
10. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einlauf in das Streckwerk (10) oder im Streckwerk die Faserbänder mittels
mindestens eines Führungselementes (8) zusammengefasst werden.
11. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Streckwerk (10) die Faserbänder mittels eines Querbandabzuges (9) zusammengefasst
werden.
12. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablagetisch (5) ausgebildet ist, die Faserbänder zwischen den Kämmköpfen und
dem Streckwerk aktiv zu transportieren.
13. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das verstreckte Faserband in einer Kanne mit mindestens 1000 mm Durchmesser ablegbar
ist.
1. Combing machine (1) with more than eight combing heads, wherein each combing head
is configured for being fed by means of at least one wound lap or at least one sliver
from cans, wherein the combed fibres are combined to respectively one separate sliver
per combing head and transported to a deposit table (5), supplied to a drafting system
(10) and drafted to one sliver and coiled in a can, characterized in that the drafting system (10) at the nip line in the feed of the main draft has a working
width of more than 180 mm, preferably at least 200 mm.
2. Combing machine (1) according to claim 1, characterized in that the drafting system (10) is formed to treat at the nip line in the feed of the main
draft a maximum fibre mass of 0.4 ktex per millimetre nip line.
3. Combing machine (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the drafting system (10) includes at least two draft zones (V1, V2) for the break
draft and at least one draft zone (V3) for the main draft.
4. Combing machine (1) according to claim 3, characterized in that the drafting system (10) is formed as a four over four drafting system or five over
four drafting system.
5. Combing machine (1) according to claim 3, characterized in that each draft zone (V1, V2) is operated for the break draft at a draft of 1.1 times
to 3.0 times.
6. Combing machine (1) according to claim 3, characterized in that the at least one draft zone (V3) is operated for the main draft at a draft of 2,0
times to 30 times.
7. Combing machine (1) according to any of the aforementioned claims, characterized in that the pressure load on the drafting system rolls (top rolls) amounts to up to 5.5 N
per millimetre nip line in the main draft zone.
8. Combing machine (1) according to any of the aforementioned claims, characterized in that, upstream the feed into the drafting system (10), the slivers are combined by means
of a feed funnel, which has a tapering opening angle.
9. Combing machine (1) according to any of the aforementioned claims, characterized in that, upstream the feed into the drafting system (10), the slivers are combined by means
of a transverse web delivery belt (7).
10. Combing machine (1) according to any of the aforementioned claims, characterized in that, upstream the feed into the drafting system (10) or in the drafting system, the slivers
are combined by means of at least one guiding element (8).
11. Combing machine (1) according to any of the aforementioned claims, characterized in that, downstream the drafting system (10), the slivers are combined by a transverse web
delivery belt (9).
12. Combing machine (1) according to any of the aforementioned claims, characterized in that the deposit table (5) is formed for actively transporting the slivers between the
combing heads and the drafting system.
13. Combing machine (1) according to any of the aforementioned claims, characterized in that the drafted sliver can be coiled in a can having a diameter of at least 1000 mm.
1. Peigneuse (1) comprenant plus de huit têtes de peignage, chaque tête de peignage étant
conçue pour être alimentée au moyen d'au moins un rouleau ou au moyen d'au moins une
mèche provenant de pots, les fibres peignées étant assemblées pour former une mèche
séparée pour chaque tête de peignage et transportées vers une table de réception (5),
amenées à un banc d'étirage (10) et étirées pour former une mèche et déposées dans
un pot, caractérisée en ce que le banc d'étirage (10) a au niveau de la ligne de serrage à l'entrée de l'étirage
principal une largeur de travail supérieure à 180 mm, de préférence d'au moins 200
mm.
2. Peigneuse (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le banc d'étirage (10) est conçu pour traiter une masse de fibres maximale de 0,4
ktex par millimètre de ligne de serrage au niveau de la ligne de serrage à l'entrée
de l'étirage principal.
3. Peigneuse (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le banc d'étirage (10) comporte au moins deux zones d'étirage (V1, V2) destinées
au pré-étirage et au moins une zone d'étirage (V3) destinée à l'étirage principal.
4. Peigneuse (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que le banc d'étirage (10) est conçu comme un banc d'étirage quatre sur quatre ou comme
un banc d'étirage cinq sur quatre.
5. Peigneuse (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que chaque zone d'étirage (V1, V2) destinée au pré-étirage fonctionne avec un étirage
de 1,1 fois à 3,0 fois.
6. Peigneuse (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'au moins une zone d'étirage (V3) destinée à l'étirage principal fonctionne avec
un étirage de 2,0 fois à 30 fois.
7. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la charge de pression sur les rouleaux de banc d'étirage (rouleaux supérieurs) va
jusqu'à 5,5 N par millimètre de ligne de serrage dans la zone d'étirage principal.
8. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, avant d'entrer dans le banc d'étirage (10), les mèches sont assemblées au moyen
d'un entonnoir d'entrée qui présente un angle d'ouverture décroissant.
9. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, avant d'entrer dans le banc d'étirage (10), les mèches sont assemblées au moyen
d'une sortie de mèche transversale (7).
10. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, avant d'entrer dans le banc d'étirage (10) ou dans le banc d'étirage, les mèches
sont assemblées au moyen d'au moins un élément de guidage (8).
11. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, après le banc d'étirage (10), les mèches sont assemblées au moyen d'une sortie de
mèche transversale (9).
12. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la table de réception (5) est conçue pour transporter activement les mèches entre
les têtes de peignage et le banc d'étirage.
13. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la mèche étirée peut être déposée dans un pot d'un diamètre d'au moins 1000 mm.
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