[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leiteranschluss mit einer elektrischen Stromschiene
nach dem Oberbegriff des Anspruchs1 sowie eine elektrische Baugruppe mit einem solchen
Leiteranschluss.
[0002] Zum Anschließen elektrischer Leiter an elektrische Baugruppen werden häufig Federkraftanschlüsse
oder Schraubanschlüsse im Sinne von Quetschverbindungen, insbesondere in Direktstecktechnik
(Push-In), genutzt. Für das elektrische Kontaktieren des elektrischen Leiters ist
dann eine Stromschiene vorgesehen, die etwa U- förmig ausgebildet sein kann. Um den
elektrischen Leiter in der Stromschiene zu zentrieren, ist es auch bekannt, diese
zumindest teilweise oder ganz etwa V- förmig auszubilden. Jedoch kann es bei Litzenleitern
zu einer ungünstigen Lage des Litzenpaketes kommen, durch die lediglich ein kleiner
Teil der Litzen die Stromschiene elektrisch kontaktiert und daher stromtragend wirkt.
Einen solchen Stand der Technik offenbart die
DE 10 2013 000 713 A1.
[0003] Die
DE 10 2011 087 584 A1 offenbart einen Schraubanschluss mit einer Stromschiene mit einer zylinderförmigen
Erhebung. Die
US 2 381 331 A offenbart einen Leiteranschluss mit einer Stromschiene nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0004] Zum technologischen Hintergrund werden noch die
DE 12 90 211 B, die
US 4 213 669 A und die
FR 2 858 118 A1 sowie die
DE 10 2015 108 630 A1 genannt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einem gattungsgemäßen Leiteranschluss
den elektrischen Kontakt des elektrischen Leiters mit der Stromschiene dahingehend
zu verbessern, dass möglichst der gesamte elektrische Leiter zur stromtragenden Funktion
beiträgt, insbesondere dass bei Litzenleitern möglichst alle Litzen zur stromtragenden
Funktion beitragen, und/oder dass die Kontaktkraft verbessert ist.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst mit einem Leiteranschluss mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 sowie einer elektrischen Baugruppe mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 9. Vorteilhafte Ausführungsformen sind den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.
[0006] Der Leiteranschluss ist als Federkraftanschluss, insbesondere in Direktstecktechnik
ausgebildet. Er umfasst dafür bevorzugt eine Klemmfeder zum Verklemmen des elektrischen
Leiters im Aufnahmeraum der Stromschiene, die als Druckfeder wirkt. Die Erfindung
kann aber auch bei anderen Anschlussarten eingesetzt werden, so bei anderen Federklemmen
oder bei Schraubklemmen (z.B. bei Zugbügelklemmen).
[0007] Die Stromschiene des Leiteranschlusses ist zum elektrischen Kontaktieren eines elektrischen
Leiters vorgesehen. Vorzugsweise ist sie zum Kontaktieren von Litzenleitern vorgesehen.
Sie kann aber auch für Vollleiter verwendet werden.
[0008] Die Stromschiene weist zwei einander gegenüberliegende Seitenwände auf, sowie eine
Anlagewand für den elektrischen Leiter, die sich zwischen den Seitenwänden und quer
oder im Wesentlichen quer zu diesen erstreckt. Vorzugsweise sind die Seitenwände in
einem rechten Winkel zur Anlagewand angeordnet. Sie können aber auch in einem anderen
Winkel zu dieser angeordnet sein, insbesondere in einem stumpfen Winkel und/oder insbesondere
in einem Winkel zwischen 75° und 115°. Dann wirkt die Erfindung jeweils besonders
vorteilhaft.
[0009] Die Seitenwände und die Anlagewand erstrecken sich in eine Einführrichtung und begrenzen
einen Aufnahmeraum zur Aufnahme des elektrischen Leiters.
[0010] Die Stromschiene zeichnet sich dadurch aus, dass an der Anlagewand wenigstens oder
mehrere vorzugsweise elektrisch leitende Erhebung(en) angeordnet ist/sind, wobei die
Breite der einen oder mehreren Erhebungen einzeln oder die der Erhebungen (als Gruppe)
insgesamt kleiner ist als die Breite der Anlagewand.
[0011] Ihr Rand bzw. ihre Ränder, an welchen sie sich aus der umgebenden Anlagewand erheben,
liegen dann jeweils einzeln und auch insgesamt beabstandet zu den Rändern der Anlagewand.
Es geht also etwa nicht eine der Erhebungen oder die eine Erhebung am Rand der Anlagewand
in eine an diese angrenzende andere Wand über.
[0012] Durch die elektrisch leitende Erhebung werden auf der Stromschiene neue Leiteranlagepunkte
für einen elektrischen Leiter geschaffen. Die Erhebung stört die Anordnung innerhalb
des Litzenpaketes und die Position einzelner Litzen im Litzenpaket. Dadurch entsteht
beim Einschieben eines elektrischen Leiters in die Stromschiene eine Bewegung im Litzenpaket.
Die Litzen reiben aufeinander, so dass Fremdschichten auf den Litzen aufgebrochen
werden und die Kontaktierung zwischen den Litzen verbessert ist. Die Bewegung verursacht
zudem eine Neuanordnung der Litzen, durch die mehr Litzen kontaktiert werden. Bei
sehr feindrähtigen Leitern oder bei Vollleitern bewirkt die Erhebung eine Anhebung
des Leiters. Dadurch ist eine von einer Klemmfeder verursachte Kontaktkraft auf den
Leiter größer und die Kontaktierung daher verbessert.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenwände und die Anlagewand miteinander
verbunden. In dieser Ausführungsform ist die Stromschiene im Wesentlichen U- förmig
ausgebildet. Die Erhebung kann bei einer solchen Stromschiene bei Verwendung eines
dünnen Leiters eine außermittige Anordnung des Leiters in der Stromschiene bewirken.
Bei dicken Leitern kann sie eine Umgruppierung und veränderte Anordnung der Litzen
des Litzenpaketes bewirken.
[0014] Es ist aber besonders bevorzugt, dass jeweils zwischen einer der Seitenwände und
der Anlagewand eine Verbindungswand vorgesehen ist, die sich in einem spitzen ersten
Winkel zur Anlagewand erstreckt und die Anlagewand jeweils mit der Seitenwand verbindet.
In dieser Ausführungsform umfasst die Stromschiene einen etwa V-förmig ausgebildeten
Teil. Da die Verbindungswände durch die Anlagewand miteinander verbunden sind, bildet
die Anlagewand dabei eine abgeflachte Spitze des etwa V-förmig ausgebildeten Teils.
Bei dieser Ausbildung der Stromschiene wird ein, insbesondere dünner, elektrischer
Leiter entweder zwischen die Erhebung und die Verbindungswand gedrückt, so dass er
außermittig angeordnet ist. Oder die Erhebung bewirkt, dass sich einzelne Litzen um
sie gruppieren und so insgesamt mehr Litzen kontaktiert werden.
[0015] Dabei kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Stromschiene einstückig gefertigt
ist, insbesondere als Stanzbiegebauteil. Die Erhebung ist dabei bevorzugt ebenfalls
einstückig mit den Wänden, insbesondere der Anlagewand, der Stromschiene gebildet.
Dadurch kann sie sich beim Einschieben eines elektrischen Leiters nicht von dieser
lösen. Vorzugsweise ist die Stromschiene aus einem gut leitenden Material gefertigt,
besonders bevorzugt aus Kupfer oder einer Kupferlegierung. Alternativ kann die Stromschiene
aber auch aus mehreren Stücken gefertigt sein, beispielsweise in einem Schweissverfahren.
[0016] Es ist weiterhin bevorzugt, dass die Erhebung in Einführrichtung endseitig der Stromschiene
angeordnet ist.
[0017] Es ist die Erhebung etwa oval, ellipsenförmig, rund oder tropfenförmig ausgebildet.
Sie wird sich beispielsweise von einer etwa bzw. im Wesentlichen ovalen, ellipsenförmigen,
runden oder tropfenförmigen Grundfläche aus erheben und abgerundet nach oben hin schmaler
werden. Bei einer etwa kreisrunden Grundfläche ergibt sich derart beispielsweise in
etwa die Form eines Kugelsegmentes. Weiterhin bevorzugt ist die Erhebung als ein sich
gegen eine Andrückrichtung, die sich quer zur Einführrichtung erstreckt, erstreckender
Steg ausgebildet. Es sind auch andere Ausführungsformen der Erhebung bevorzugt, die
eine Anordnung der Litzen eines Litzenpaketes des elektrischen Leiters stören. Dabei
ist eine ellipsenförmige oder tropfenförmige Ausbildung, insbesondere in der Art eines
Längsbuckels, besonders bevorzugt. Dadurch weist die Erhebung eine in Einführrichtung
langsam ansteigende Rampe auf, so dass die Litzen allmählich auf die Erhebung geführt
werden. Weiterhin bevorzugt ist sie abgeflacht ausgebildet. In einer Querrichtung
quer zur Einführrichtung neben der Abflachung weist diese daher steil abfallende Flanken
auf, an denen die Litzen abgleiten können. Diese Form hat sich für das Gruppieren
der Litzen um die Erhebung bewährt. Vorzugsweise ist die einzelne Erhebung dazu senkrecht
zur Leitereinführrichtung schmaler als der zu kontaktierende Leiter, insbesondere
als ein anzuschließender Mehrlitzenleiter.
[0018] Durch die Erhebung werden mehr Litzen und/oder mit größerer Kontaktkraft mit der
Stromschiene kontaktiert. Dadurch weist die Verbindung eine bessere Stromtragfähigkeit
auf.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Klemmfeder des Leiteranschlusses einen
Klemmschenkel auf, mit einer Kontur, die im Wesentlichen korrespondierend zu einer
Innenkontur des Aufnahmeraumes ausgebildet ist. Dadurch kann sich der Klemmschenkel
bei leerem Leiteranschluss, d. h. solange kein elektrischer Leiter in den Leiteranschluss
eingeschoben ist, quer durch den Aufnahmeraum erstrecken. Ein am äußeren Ende der
Klemmfeder angeordneter Anlagerand kann dann in Anlage zur Anlagewand der Stromschiene
angeordnet sein. Diese Ausbildung ermöglicht daher auch das Verklemmen sehr dünner
elektrischer Leiter im Leiteranschluss. Zudem kann bevorzugt vorgesehen sein, dass
der Leiteranschluss einen Anschlag für den elektrischen Leiter umfasst, der das Einschieben
des elektrischen Leiters in den Leiteranschluss begrenzt.
[0020] Die Aufgabe wird weiterhin gelöst mit einer elektrischen Baugruppe mit einem solchen
Leiteranschluss. Die elektrische Baugruppe ist bevorzugt eine Reihenanschlussklemme.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren beschrieben. Die Figuren sind
lediglich beispielhaft und nicht einschränkend zu verstehen.
[0022] Es zeigen:
- Figur 1
- in (a) - (c) jeweils einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Stromschiene mit
einem eingelegten dünnen Litzenleiter;
- Figur 2
- in (a) und (b) jeweils einen weiteren Ausschnitt aus der Stromschiene der Fig. 1 mit
einem eingelegten dicken Litzenleiter;
- Figur 3
- einen weiteren Ausschnitt aus der Stromschiene der Fig. 1 in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 4
- in (a) einen elektrischen Leiter beim Einschieben in die Stromschiene der Fig. 1,
in (b) einen Ausschnitt aus einem Leiteranschluss mit der Stromschiene der Fig. 4
(a) und bei eingelegtem elektrischem Leiter in einer perspektivischen Ansicht, und
in (b) eine Stirnseite des Leiteranschlusses der Fig. 4 (a); und
- Figur 5
- einen Ausschnitt aus einer elektrischen Baugruppe mit einer erfindungsgemäßen Stromschiene.
[0023] Fig. 1 zeigt in (a) - (c) jeweils einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Stromschiene
1 mit einem eingelegten dünnen Litzenleiter 2. Die Stromschiene 1 weist zwei einander
gegenüberliegende, hier parallele, Seitenwände 11 auf, die sich jeweils parallel einer
Einführrichtung 31 und einer Andrückrichtung 32 erstrecken. Zudem weist die Stromschiene
1 eine Anlagewand 13 auf, die sich quer zu den Seitenwänden 11, insbesondere parallel
der Einführrichtung 31 und einer Querrichtung 33, und zwischen diesen erstreckt.
[0024] Lediglich in gestrichelten Linien ist eine Ausführungsform der Stromschiene 1 angedeutet,
bei der die Seitenwände 11 unmittelbar mit der Anlagewand 13 verbunden sind. Diese
Ausführungsform der Stromschiene 1 ist daher U-förmig ausgebildet.
[0025] In durchgezogenen Linien ist eine weitere Ausführungsform der Stromschiene 1 dargestellt,
bei der jeweils zwischen einer der Seitenwände 11 und der Anlagewand 13 eine Verbindungswand
12 vorgesehen ist. Die Verbindungswand 12 erstreckt sich in einem spitzen ersten Winkel
181 zur Anlagewand 13. Sie verbindet die Anlagewand 13 mit der Seitenwand 11. Die
Stromschiene 1 weist daher einen etwa V- förmig ausgebildeten Teil auf, dessen Spitze
(nicht gezeigt) durch die Anlagewand 13 abgeflacht ist. Aufgrund der rechtwinkeligen
Anordnung der Anlagewand 13 jeweils zu den Seitenwänden 11 weisen die Seitenwände
11 zu den Verbindungswänden 12 jeweils ebenfalls einen spitzen zweiten Winkel 182
auf.
[0026] Diese Ausführungsform der Stromschiene 1 ist bevorzugt und die Erfindung wird im
Folgenden anhand dieser Ausführungsform beschrieben.
[0027] An der Anlagewand 13 ist eine Erhebung 15 angeordnet. Die Erhebung 15 weist die Form
eines Längsbuckels auf. Sie ist in Einführrichtung 31 etwa an einem oder nahe dem
Ende 192 der Stromschiene 1 angeordnet (s. Fig. 4(a)).
[0028] Die Stromschiene 1 ist hier einstückig gebildet. Das schließt die Erhebung 15 mit
ein. Die Erhebung 15 ist daher hier ebenfalls mit den Wänden 11, 12, 13 einstückig
gebildet. Sie ist bevorzugt durch eine Prägung hergestellt.
[0029] Sichtbar ist, dass ein elektrischer Leiter 2 in einen Aufnahmeraum 10 der Stromschiene
1, der durch die Seitenwände 11 und die Anlagewand 13 begrenzt ist, eingeführt ist.
Der elektrische Leiter 2 wird dafür an einem Anfang 191 (s. Fig. 4 (a)) der Stromschiene
1 durch eine Leitereinführöffnung 16 (s. Fig. 4 (a)) in Einführrichtung 31 in den
Aufnahmeraum 10 eingeschoben. Der elektrische Leiter 2 weist eine elektrisch isolierende
Ummantelung 21 auf sowie eine Vielzahl, insbesondere hier sieben, elektrisch leitend
ausgebildeter Litzen 22. Die Litzen 22 dieses Leiters 2 sind dünn, so dass sich eine
Breite b des aus den Litzen 22 gebildeten Litzenpaketes (nicht bezeichnet) hier über
weniger als den halben Abstand a der Seitenwände 11 voneinander erstreckt. An seinem
Einführende (nicht bezeichnet) ist ein Teil der Ummantelung 21 abisoliert, so dass
dort die Litzen 22 freiliegen (s. Fig. 4(a)). Die Breite der Erhebung ist kleiner
als die Breite der Anlagewand.
[0030] Fig. 1 (a) zeigt eine außermittige Anordnung der Litzen 22 im Aufnahmeraum 10. Dabei
liegt eine Litze 22 an einer Verbindungswand 12, und eine Litze 22 an der Erhebung
15 elektrisch kontaktierend an. Das Litzenpaket ist daher zwischen der Verbindungswand
12 und der Erhebung 15 angeordnet. Die Erhebung 15 stört das Litzenpaket und bewirkt
eine Bewegung der Litzen 22 relativ zueinander. Dadurch werden Fremdschichten (nicht
gezeigt) zwischen den Litzen 22 beseitigt und die Kontaktierung der Litzen 22 untereinander
verbessert.
[0031] Fig. 1 (b) zeigt eine ungünstige Kontaktsituation. Ohne die Erhebung 15 würden hier
nur drei fluchtend zur Erhebung 15 und übereinander angeordnete Litzen 22 elektrisch
kontaktieren und zur Stromtragfähigkeit beitragen. Die Erhebung 15 bewirkt jedoch,
dass die Position der Litzen 22 zueinander instabil ist. Dadurch rutscht das Litzenpaket
beziehungsweise die untere Litze 22 von der Erhebung 15 ab und das Litzenpaket gruppiert
sich neu um die Erhebung 15 herum. Dies zeigt Fig. 1 (c), in der zwei nebeneinander
angeordnete Litzen 22 an der Erhebung 15 elektrisch kontaktierend anliegen.
[0032] Fig. 2 zeigt in (a) und (b) jeweils einen weiteren Ausschnitt aus der Stromschiene
1 der Fig. 1 mit einem eingelegten dicken Litzenleiter 2. Analog zur Fig. 1 (b) zeigt
Fig. 2 (a) eine ungünstige Kontaktsituation, bei der nur die drei fluchtend zur Erhebung
15 und übereinander angeordnete Litzen 22 elektrisch kontaktieren würden, wenn die
Stromschiene 1 keine Erhebung 15 aufweisen würde Durch die Erhebung 15 ist die Position
der Litzen 22 zueinander jedoch instabil, so dass das Litzenpaket von der Erhebung
15 abrutscht und sich neu um die Erhebung 15 herum gruppiert. Dies zeigt Fig. 2 (b).
[0033] Fig. 3 zeigt einen weiteren Ausschnitt aus der Stromschiene 1 der Fig. 1 in einer
perspektivischen Ansicht. Die Erhebung 15 ist in Einführrichtung 31 nahe dem Ende
192 der Stromschiene 1 angeordnet. Sie weist hier eine etwa elliptische Form auf.
Dabei ist sie abgeflacht ausgebildet. Dadurch weist sie in Einführrichtung 31 eine
flach ansteigende Rampe (nicht bezeichnet) und danach eine flach abfallende Rampe
(nicht bezeichnet) auf. Den Seitenwänden 11 zugewandt weist sie jeweils steil abfallende
Flanken 152 auf. Dadurch wird ein über die Erhebung 15 geführter Litzenleiter 2 allmählich
angehoben und kann leicht über eine der Flanken 152 zur Seite hin abrutschen. Diese
Form hat sich insofern als vorteilhaft erwiesen. Zudem ist diese Form der Erhebung
15 beim Einschieben des Litzenleiters 2 in die Einführrichtung 31 sowie beim Entnehmen
des Litzenleiters 2 gegen die Einführrichtung 31 vorteilhaft. Die Erhebung 15 kann
aber auch tropfenförmig, oval oder rund ausgebildet sein. Sie kann zudem auch als
ein sich gegen die Andrückrichtung 32 erstreckender Steg (nicht gezeigt) oder Pin
(nicht gezeigt) ausgebildet sein, oder eine andere Form aufweisen, die die Anordnung
der Litzen 22 im Litzenpaket zueinander stört. Die Erstreckung der Erhebung 15 in
Einführrichtung 31 ist größer als die Erstreckung senkrecht dazu.
[0034] Fig. 4 zeigt in (a) einen elektrischen Leiter 2 beim Einschieben in die Stromschiene
1 der Fig. 1, in (b) einen Ausschnitt aus einem Leiteranschluss 4 mit der Stromschiene
1 der Fig. 4 (a) und bei eingelegtem elektrischem Leiter 2 in einer perspektivischen
Ansicht, und in (b) eine Stirnseite 40 des Leiteranschlusses 4 der Fig. 4 (b).
[0035] Am Anfang 191 der Stromschiene 1 weist diese die Leitereinführöffnung 16 auf, durch
die der elektrische Leiter 2 in den Aufnahmeraum 10 eingeschoben wird. Nahe dem Ende
192 der Stromschiene 1 ist die Erhebung 15 angeordnet, die die Anordnung der Litzen
22 relativ zueinander im Litzenpaket stört. In Einführrichtung 31 hinter der Erhebung
15 jedoch vor dem Ende 192 der Stromschiene 1 sind hier zudem Durchgangsöffnungen
14 in Form von Schlitzen vorgesehen, durch die ein Anlagesteg 61 (s. Fig. 5) durchführbar
ist. Ein solcher Anlagesteg 61 begrenzt das Verschieben des elektrischen Leiters 2
in die Einführrichtung 31 und wirkt als Anschlag.
[0036] Fig. 4 (b) zeigt den Ausschnitt aus dem Leiteranschluss 4 mit der Stromschiene 1
der Fig. 4 (a) bei eingeführtem elektrischem Leiter 2. Dargestellt ist zudem ein Klemmschenkel
5 der Klemmfeder. Der Klemmschenkel 5 drückt die Litzen 22 des elektrischen Leiters
2 in Andrückrichtung 32 auf die Stromschiene 1. Dabei sind hier zwei der Litzen 22
um die Erhebung 15 herum gruppiert angeordnet und kontaktieren die Erhebung 15 sowie
jeweils eine Verbindungswand 12. Durch die mittels der Erhebung 15 bewirkte Störung
und Reibung der Litzen 22 gegeneinander ist ihre elektrische Kontaktierung untereinander
sehr gut. Bei dieser Ausführungsform tragen alle Litzen 22 des elektrischen Leiters
2 zur Stromtragfähigkeit bei.
[0037] Der Klemmschenkel 5 weist hier eine zu einer Innenkontur 100 des Aufnahmeraums 10
korrespondierende Kontur 50 auf. Daher weist er zueinander etwa parallel verlaufende
Seitenränder 51, einen quer dazu verlaufenden Querrand 53 sowie zwei Verbindungsränder
52 auf, die den Querrand 53 jeweils mit einem der Seitenränder 51 verbinden. Durch
diese korrespondierende Form kann der Klemmschenkel 5 vollständig in den Aufnahmeraum
10 eintauchen, wenn kein elektrischer Leiter 2 im Aufnahmeraum 10 angeordnet ist.
Der Klemmschenkel 5 durchsetzt den Aufnahmeraum 10 dann nahezu vollständig. Dadurch
kann der Klemmschenkel 5 auch noch durch einen sehr dünnen elektrischen Leiter 2 gegen
seine Rückstellkraft gegen eine Schwenkrichtung 171 (s. Fig. 4 (a)) angehoben werden,
so dass der elektrische Leiter 2 in dem Leiteranschluss 4 verklemmt wird.
[0038] Fig. 4 (b) zeigt die Stirnseite 40 des Leiteranschlusses 4 bei in der Stromschiene
1 verklemmtem elektrischem Leiter 2. Durch die zentrierend wirkenden Verbindungswände
12 und die Gruppierung der Litzen 22 um die Erhebung 15 herum ist der Leiter 2 hier
symmetrisch zu einer sich in Einführrichtung 31 und Andrückrichtung 32 erstreckenden,
den Aufnahmeraum 10 in Querrichtung 33 mittig durchsetzenden Mittelebene (nicht gezeigt)
angeordnet. Dadurch kann ein Stromfluss sehr gleichmäßig über den gesamten Leiter
2 verteilt erfolgen.
[0039] Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt aus einer elektrischen Baugruppe 6 mit einer erfindungsgemäßen
Stromschiene 1. Die Baugruppe 6 ist eine Reihenanschlussklemme, die an eine Tragschiene
(nicht gezeigt) anreihbar ist. Die Stromschiene 1 ist zum Anschluss zweier elektrischer
Leiter 2 vorgesehen. An ihren gegenüberliegenden Enden (nicht bezeichnet) ist sie
daher analog der Fig. 4 (a) ausgebildet.
[0040] Sichtbar sind hier verkürzt dargestellte Anschlagstege 61, die als Anschlag für die
in die Stromschiene 1 eingeführten elektrischen Leiter 2 dienen und die Durchgangsöffnungen
14 der Stromschiene 1 durchsetzen. Die Durchgangsöffnungen 14 zeigen hier daher jeweils
das Ende 192 eines Leiteranschlusses 4. Die Klemmfedern sind der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellt.
Bezugszeichen
| 1 |
Stromschiene |
| 10 |
Aufnahmeraum |
| 100 |
Innenkontur des Aufnahmeraums |
| 11 |
Seitenwand |
| 12 |
Verbindungswand |
| 13 |
Anlagewand |
| 14 |
Durchgangsöffnung, Schlitz |
| 15 |
Erhebung |
| 151 |
Abflachung |
| 152 |
Flanke |
| 16 |
Leitereinführöffnung |
| |
|
| 171 |
Schwenkrichtung |
| 181 |
Erster Winkel |
| 182 |
Zweiter Winkel |
| 191 |
Einführende der Stromschiene |
| 192 |
Ende der Stromschiene oder des Leiteranschlusses |
| 2 |
Elektrischer Leiter, Litzenleiter |
| 21 |
Ummantelung |
| 22 |
Litze |
| 31 |
Längsrichtung, Einführrichtung |
| 32 |
Andrückrichtung |
| 33 |
Querrichtung |
| 4 |
Leiteranschluss |
| 5 |
Klemmschenkel |
| 50 |
Kontur des Klemmschenkels |
| 51 |
Seitenrand |
| 52 |
Verbindungsrand |
| 53 |
Anlagerand |
| 6 |
Elektrische Baugruppe |
| 61 |
Anschlag, Anschlagsteg |
1. Leiteranschluss (4) mit einer Stromschiene (1), wobei der Leiteranschluss (4) als
Federkraftanschluss oder als Schraubanschluss ausgebildet ist und wobei die Stromschiene
(1) zum elektrischen Kontaktieren eines elektrischen Leiters (2) dient, mit zwei einander
gegenüberliegenden Seitenwänden (11), und mit einer Anlagewand (13) für den elektrischen
Leiter (2), die sich zwischen den Seitenwänden (11) und quer oder im Wesentlichen
quer zu diesen erstreckt, wobei die Seitenwände (11) und die Anlagewand (13) sich
in eine Einführrichtung (31) erstrecken und einen Aufnahmeraum (10) zur Aufnahme des
elektrischen Leiters (2) begrenzen, wobei an der Anlagewand (13) wenigstens eine oder
mehrere elektrisch leitende Erhebungen (15) angeordnet ist/sind, wobei die Breite
der einen oder mehreren Erhebungen kleiner ist als die Breite der Anlagewand, wobei
der Rand der an der Anlagewand vorgesehenen wenigstens einer oder mehreren Erhebung(en)
einzeln oder die der Erhebungen insgesamt beabstandet zu den Rändern der Anlagewand
liegt und dass die Erhebung (15) etwa oval, ellipsenförmig, rund oder tropfenförmig
ausgebildet ist und sich ausgehend von einer entsprechend geformten Grundfläche von
der Anlagewand (13) weg verjüngt, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung der Erhebung (15) in der Einführrichtung (31) größer ist als die
Erstreckung senkrecht dazu.
2. Leiteranschluss (4) mit Stromschiene (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass entweder
- die Seitenwände (11) und die Anlagewand (13) miteinander verbunden sind, so dass
die Stromschiene (1) im Wesentlichen U- förmig ausgebildet ist, oder
- dass jeweils zwischen einer der Seitenwände (11) und der Anlagewand (13) eine Verbindungswand
(12) vorgesehen ist, die sich in einem spitzen ersten Winkel (181) zur Anlagewand
(13) erstrecken und die Anlagewand (13) jeweils mit einer der Seitenwände (11) verbinden,
so dass die Stromschiene (1) einen etwa V- förmig ausgebildeten Teil umfasst.
3. Leiteranschluss (4) mit Stromschiene (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene einstückig gefertigt ist, insbesondere als Stanzbiegebauteil.
4. Leiteranschluss (4) mit Stromschiene (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (15) in Einführrichtung (31) endseitig der Stromschiene (1) angeordnet
ist.
5. Leiteranschluss (4) mit Stromschiene (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (15) abgeflacht ausgebildet ist.
6. Leiteranschluss (4) mit Stromschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als Federkraftanschluss in Direktstecktechnik ausgebildet ist und eine Klemmfeder
zum Verklemmen des elektrischen Leiters (2) im Aufnahmeraum (10) der Stromschiene
(1) umfasst.
7. Leiteranschluss (4) mit Stromschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmschenkel (5) der Klemmfeder eine Kontur (50) aufweist, die im Wesentlichen
korrespondierend zu einer Innenkontur (100) des Aufnahmeraumes (10) ausgebildet ist.
8. Leiteranschluss (4) mit Stromschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Anschlag (61) für den elektrischen Leiter (2) umfasst.
9. Elektrische Baugruppe (6), insbesondere Reihenanschlussklemme, mit einem Leiteranschluss
(4) nach einem der Ansprüche 1 - 8.
1. Conductor terminal (4) having a busbar (1), wherein the conductor terminal (4) is
designed as a spring-force connection or as a screw connection and wherein the busbar
(1) serves for making electrical contact with an electrical conductor (2), having
two mutually opposite side walls (11), and having a bearing wall (13) for the electrical
conductor (2) which extends between the side walls (11) and transversely or essentially
transversely thereto, wherein the side walls (11) and the contact wall (13) extend
in an insertion direction (31) and define a receiving space (10) for receiving the
electrical conductor (2), wherein at least one or more electrically conductive elevations
(15) is/are arranged on the bearing wall (13), wherein the width of the one or more
elevations is smaller than the width of the bearing wall, wherein the edge of the
at least one or more elevations provided on the bearing wall is spaced apart individually
or the edges of the elevations as a whole are spaced apart from the edges of the bearing
wall, and that the elevation (15) is roughly oval, elliptical, round or drop-shaped
and tapers away from the bearing wall (13) starting from a correspondingly shaped
base surface, characterized in the extension of the elevation (15) in the insertion direction (31) is greater than
the extension perpendicular thereto.
2. Conductor terminal (4) having a busbar (1) according to claim 1,
characterized in that either
- the side walls (11) and the bearing wall (13) are connected to each other, such
that the busbar (1) is substantially U-shaped, or
- in that a connecting wall (12) is provided between one of the side walls (11) and the bearing
wall (13), which connecting walls extend at an acute first angle (181) to the bearing
wall (13) and connect the bearing wall (13) to one of the side walls (11), respectively,
such that the busbar (1) comprises a substantially V-shaped portion.
3. Conductor terminal (4) having a busbar (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the busbar is made in one piece, particularly as a punched and bent component.
4. Conductor terminal (4) having a busbar (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the elevation (15) is arranged at the end of the busbar (1) in the insertion direction
(31).
5. Conductor terminal (4) having busbar (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the elevation (15) is flattened.
6. Conductor terminal (4) according to one of the preceding claims, characterized in that it is configured as a spring force connection in push-in technology and comprises
a terminal spring for clamping the electrical conductor (2) in the receiving space
(10) of the busbar (1).
7. Conductor terminal (4) according to one of the preceding claims, characterized in that a clamping leg (5) of the terminal spring has a contour (50) which substantially
corresponds to an inner contour (100) of the receiving space (10).
8. Conductor terminal (4) according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises a stop (61) for the electrical conductor (2).
9. Electrical assembly (6), particularly a series connecting terminal, having a conductor
terminal (4) according to one of claims 1-8.
1. Branchement de conducteur (4) avec une barre collectrice (1), lequel branchement de
conducteur (4) est conçu comme un branchement à ressort ou un branchement vissé, dans
lequel la barre collectrice (1) sert à la mise en contact électrique d'un conducteur
électrique (2), avec deux parois latérales (11) qui se font face et avec une paroi
d'appui (13) pour le conducteur électrique (2) qui s'étend entre les parois latérales
(11) et transversalement ou sensiblement transversalement par rapport à celles-ci,
dans lequel les parois latérales (11) et la paroi d'appui (13) s'étendent dans une
direction d'insertion (31) et délimitent un logement (10) destiné à recevoir le conducteur
électrique (2), dans lequel au moins un ou plusieurs reliefs (15) électriquement conducteurs
sont disposés sur la paroi d'appui (13), dans lequel la largeur des un ou plusieurs
reliefs est plus petite que celle de la paroi d'appui, dans lequel le bord des au
moins un ou plusieurs reliefs prévus sur la paroi d'appui séparément ou des reliefs
en général se trouve à distance des bords de la paroi d'appui et le relief (15) est
approximativement ovale, elliptique, rond ou en forme de goutte et se resserre à partir
d'une surface de base de forme correspondante en s'éloignant de la paroi d'appui (13),
caractérisé en ce que l'étendue du relief (15) dans la direction d'insertion (31) est plus grande que l'étendue
perpendiculairement à celle-ci.
2. Branchement de conducteur (4) avec barre collectrice (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- soit les parois latérales (11) et la paroi d'appui (13) sont reliées les unes aux
autres, de telle sorte que la barre collectrice (1) est sensiblement en forme de U,
- soit il est prévu entre une des parois latérales (11) et la paroi d'appui (13) une
paroi de liaison (12) respective qui s'étend selon un premier angle aigu (181) par
rapport à la paroi d'appui (13) et relie la paroi d'appui (13) avec l'une des parois
latérales (11), de sorte que la barre collectrice (1) comprend une partie sensiblement
en forme de V.
3. Branchement de conducteur (4) avec barre collectrice (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la barre collectrice est fabriquée d'une pièce, en particulier sous la forme d'une
pièce estampée et pliée.
4. Branchement de conducteur (4) avec barre collectrice (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le relief (15) est disposé du côté de l'extrémité de la barre collectrice (1) dans
la direction d'insertion (31).
5. Branchement de conducteur (4) avec barre collectrice (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le relief (15) a une forme aplatie.
6. Branchement de conducteur (4) avec barre collectrice selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il est conformé comme un branchement à ressort à enfichage direct et comprend un ressort
de serrage pour serrer le conducteur électrique (2) dans le logement (10) de la barre
collectrice (1).
7. Branchement de conducteur (4) avec barre collectrice selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'un bras de serrage (5) du ressort de serrage comporte un contour (50) dont la forme
correspond sensiblement à un contour intérieur (100) du logement (10).
8. Branchement de conducteur (4) avec barre collectrice selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend une butée (61) pour le conducteur électrique (2).
9. Module électrique (6), en particulier borne de branchement en série, muni d'un branchement
de conducteur (4) selon l'une des revendications 1 à 8.