Hintergrund
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schrankauszug für ein Schrankelement.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Dokument
EP2526823 B1 ist ein Schrankelement mit einem Schrankauszug bekannt. Das Schrankelement weist
einen Schrankboden, zwei Seitenwände und eine Abdeckung auf. Der Schrankauszug ist
aus einem Auszugrahmen gebildet, der ein vorderes Tragprofil und ein hinteres Tragprofil
aufweist, welche mit einem oberen Querprofil und einem unteren Querprofil miteinander
verbunden sind. An den Querprofilen befindet sich je eine Linearführung, um den Schrankauszug
relativ zum feststehenden Schrankelement zu bewegen. Am Auszugrahmen sind Ablagefächer
angebracht, die den Auszugrahmen beidseitig überragen.
[0003] Die Ablagefächer eignen sich für die Lagerung von leichten Gegenständen. Wenn Ablagefächer
für schwere Gegenstände verwendet werden, beispielsweise Getränkeflaschen, kann dies
Verformungen der Ablagefächer zur Folge haben. Beispielsweise kann die Bodenfläche
nicht mehr exakt horizontal ausgerichtet sein, sondern bei Beladung eine Neigung erhalten.
Es kann unter Last auch zu einer Schrägstellung der Ablagefächer, insbesondere von
deren Seitenwänden kommen. Wenn der Abstand des Ablagefachs von der nächstgelegenen
Seitenwand des Schrankelements einer engen Toleranz unterliegt, kann es daher zu einer
Berührung des Ablagefachs mit der nächstgelegenen Seitenwand kommen, sodass der Schrankauszug
beim Öffnen oder Schliessen klemmen kann.
[0004] Daher besteht Bedarf an einem Schrankauszug, welcher eine erhöhte Steifigkeit aufweist.
Insbesondere soll der Schrankauszug eine erhöhte Verwindungssteifigkeit aufweisen.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Schrankauszug zu entwickeln, der Ablagefächer
ausweist, die masshaltig bleiben, auch wenn die Ablagefächer mit schweren Gegenständen
beladen werden. Zudem soll es möglich sein, die Ablage individuell anzuordnen und/oder
die Raumaufteilung individuell zu gestalten oder anzupassen, ohne hierdurch die Formstabilität
zu beeinträchtigen.
Beschreibung der Erfindung
[0006] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch einen Schrankauszug gemäss Anspruch
1. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele des Schrankauszugs sind Gegenstand der Ansprüche
2 bis 12. Ein loses Ablagefach für einen Schrankauszug ist Gegenstand von Anspruch
13. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele des losen Ablagefachs sind Gegenstand der Ansprüche
14 bis 15.
[0007] Wenn der Begriff "beispielsweise" in der nachfolgenden Beschreibung verwendet wird,
bezieht sich dieser Begriff auf Ausführungsbeispiele und/oder Ausführungsformen, was
nicht notwendigerweise als eine bevorzugtere Anwendung der Lehre der Erfindung zu
verstehen ist. In ähnlicher Weise sind die Begriffe "vorzugsweise", "bevorzugt" zu
verstehen, indem sie sich auf ein Beispiel aus einer Menge von Ausführungsbeispielen
und/oder Ausführungsformen beziehen, was nicht notwendigerweise als eine bevorzugte
Anwendung der Lehre der Erfindung zu verstehen ist. Dementsprechend können sich die
Begriffe "beispielsweise", "vorzugsweise" oder "bevorzugt" auf eine Mehrzahl von Ausführungsbeispielen
und/oder Ausführungsformen beziehen.
[0008] Die nachfolgende detaillierte Beschreibung enthält verschiedene Ausführungsbeispiele
für den erfindungsgemässen Schrankauszug. Die Beschreibung eines bestimmten Schrankauszugs
ist nur als beispielhaft anzusehen. In der Beschreibung und den Ansprüchen werden
die Begriffe "enthalten", "umfassen", "aufweisen" als "enthalten, aber nicht beschränkt
auf" interpretiert.
[0009] Im Folgenden bedeutet der Begriff Steifigkeit des Schrankauszugs eine Beständigkeit
des Schrankauszugs, insbesondere des Ablagefachs, gegen eine Verformung durch eine
Last, die auf den Schrankauszug, insbesondere das Ablagefach, einwirkt.
Ein Schrankauszug umfasst ein zumindest ein erstes Ablagefach und ein zweites Ablagefach
und einen Auszugrahmen. Der Auszugrahmen verbindet das erste Ablagefach mit dem zweiten
Ablagefach. Das erste und zweite Ablagefach weist je eine erste und zweite Grundfläche
auf. Der Auszugrahmen umfasst ein im Wesentlichen normal zur Grundfläche des entsprechenden
Ablagefachs vom ersten zum zweiten Ablagefach verlaufendes Trägerelement. Jedes der
ersten und zweiten Ablagefächer weist eine vordere Wand und eine Rückwand auf. Jedes
der ersten und zweiten Ablagefächer weist je zwei sich zwischen der vorderen Wand
und der Rückwand erstreckende Seitenwände auf. Das Trägerelement ist an der Aussenseite
der Rückwand oder einer der Seitenwände angebracht. Das Trägerelement kann auch als
Winkelelement ausgebildet sein, das an der Rückwand und einer der angrenzenden Seitenwände
befestigt ist.
[0010] Ein loses Ablagefach ist mit einem der ersten oder zweiten Ablagefächer abnehmbar
koppelbar. Selbstverständlich können mehrere lose Ablagefächer untereinander oder
nebeneinander angeordnet werden. Die Anzahl der maximal nebeneinander anzuordnenden
losen Ablagefächer ist durch die Breite des ersten oder zweiten Ablagefachs begrenzt
und abhängig von der entsprechenden Breite des losen Ablagefachs, die sich von der
Breite des ersten oder zweiten Ablagefachs unterscheiden kann. Die Anzahl der maximal
hintereinander anzuordnenden losen Ablagefächer ist durch die Länge des ersten oder
zweiten Ablagefachs begrenzt und abhängig von der entsprechenden Länge des losen Ablagefachs,
die sich von der Länge des ersten oder zweiten Ablagefachs unterscheiden kann.
[0011] Gemäss einem Ausführungsbeispiel weist das lose Ablagefach eine Grundfläche und eine
vordere Wand, eine Rückwand sowie zwei sich von der vorderen Wand und der Rückwand
erstreckende Seitenwände auf, welche die Grundfläche seitlich begrenzen und die Grundfläche
auf deren Oberseite überragen. Die vordere Wand und die Rückwand können je ein Verbindungselement
aufweisen, welches sich unterhalb der Grundfläche erstreckt, sodass es die Unterseite
der Grundfläche überragt. Das Verbindungselement und die zugehörige vordere Wand oder
Rückwand können aus einem Stück hergestellt sein. Durch das Verbindungselement kann
im zusammengebauten Zustand ein Abstand der Grundfläche des losen Ablagefachs von
der Grundfläche des entsprechenden ersten oder zweiten Ablagefachs ausgebildet sein,
der im Bereich von 5 bis einschliesslich 30 cm liegt.
[0012] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist das Verbindungselement im zusammengebauten Zustand
auf der Innenseite der entsprechenden vorderen Wand und der Rückwand anliegend angeordnet.
Jedes der Verbindungselemente kann mindestens eine die Aussenfläche des Verbindungselements
überragende Lasche aufweisen, die zur Auflage auf der Kante der vorderen Wand oder
der Rückwand bestimmt ist.
[0013] Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann das Verbindungselement ein Klemmelement aufweisen,
welches die Aussenfläche des Verbindungselements zumindest abschnittsweise überragt,
sodass das Klemmelement im zusammengebauten Zustand auf die vordere Wand oder Rückwand
gepresst wird. Insbesondere kann das Klemmelement ein hakenförmiges Ende enthalten,
welches die Unterseite der vorderen Wand oder der Rückwand im zusammengebauten Zustand
zumindest teilweise umgreift.
[0014] Gemäss einem Ausführungsbeispiel weist das erste Ablagefach eine erste Linearführung
und das zweite Ablagefach weist eine zweite Linearführung zur Relativbewegung des
Schrankauszugs relativ zu einem Schrankelement auf. Gemäss einem Ausführungsbeispiel
weist jedes der Ablagefächer maximal eine zugehörige Linearführung auf. Insbesondere
kann die Linearführung des ersten Ablagefachs angrenzend an die erste Seitenkante
angeordnet sein. Die Linearführung des zweiten Ablagefachs kann angrenzend an die
zweite Seitenkante angeordnet sein.
[0015] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist die erste Linearführung über der zweiten Linearführung
angeordnet. Das heisst, die erste Linearführung befindet sich auf der Unterseite der
Grundfläche des ersten Ablagefachs. Die zweite Linearführung befindet sich auf der
Unterseite der Grundfläche des zweiten Ablagefachs. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
befinden sich die beiden Linearführungen auf derselben Seitenkante des ersten und
zweiten Ablagefachs. Dieses Ausführungsbeispiel kommt insbesondere in Kombination
mit einem ersten und zweiten Trägerelement zum Einsatz. Das erste Trägerelement ist
hierbei mit den vorderen Wänden des ersten und zweiten Ablagefachs verbunden. Das
zweite Trägerelement ist insbesondere mit den Rückwänden des ersten und zweiten Ablagefachs
verbunden. Die Verwendung von zwei Trägerelementen ermöglicht die Herstellung eines
besonderes verwindungssteifen Schrankauszugs.
[0016] Gemäss einem Ausführungsbeispiel sind das erste und zweite Ablagefach über ein einziges
Trägerelement miteinander verbunden. Um Material und Gewicht einzusparen, kann auf
eines der beiden Trägerelemente verzichtet werden. Insbesondere kann auf das Trägerelement
verzichtet werden, welches die beiden vorderen Wände des ersten und zweiten Ablagefachs
miteinander verbindet. In vielen Fällen wird eine Abdeckung vorgesehen, welche die
Frontseite des Schrankauszugs ausbildet, um ästhetischen Bedürfnissen gerecht zu werden
und den Schrankraum gegen die Frontseite abzuschliessen. Diese Abdeckung kann mit
dem ersten und zweiten Ablagefach mittels eines auf der vorderen Wand befindlichen
Befestigungsmittels, beispielsweise eines Montageplattenelements verbunden werden.
Weil die Abdeckung die Position des ersten Ablagefachs relativ zum zweiten Ablagefach
fixiert, kann mit dieser Abdeckung im zusammengebauten Zustand die notwendige Formstabilität
des Schrankauszugs erzielt werden, sodass auf das zugehörige Trägerelement verzichtet
werden kann.
[0017] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist die Grundfläche rechteckförmig ausgebildet.
Die Grundfläche kann von einer Grundplatte gebildet werden. Die Grundplatte kann Holz,
Metall oder einen Kunststoff enthalten. Insbesondere kann die Grundplatte aus einem
der Materialien aus der Gruppe der Hölzer, Kunststoffe oder Metalle bestehen. Insbesondere
weist die Grundfläche eine Längsrichtung und eine Querrichtung auf, wobei die Längsrichtung
der Auszugrichtung entspricht. Die Grundfläche weist gemäss diesem Ausführungsbeispiel
eine Vorderkante, eine Hinterkante sowie eine erste, die Vorderkante und die Hinterkante
verbindende Seitenkante und eine zweite, die Vorderkante und die Hinterkante verbindende
Seitenkante auf. Die Grundfläche weist eine Unterseite und eine Oberseite auf. Die
Oberseite kann als Ablagefläche für Gegenstände verwendet werden, die in einem Schrank
gelagert werden sollen. Der Abstand zwischen der Oberseite und der Unterseite entspricht
der Dicke der Grundplatte. Die Dicke kann im Bereich von 1 mm bis 10 mm liegen. Insbesondere
kann die Dicke 1 bis 3 mm betragen.
[0018] Die Grundfläche des Ablagefachs kann eine Rille umfassen. Durch die Kombination der
Befestigung des Trägerelements und die Rille in der Grundfläche kann eine überraschend
hohe Steifigkeit des Schrankauszugs erzielt werden. Gemäss einem Ausführungsbeispiel
überragt die Rille die Unterseite der Grundfläche. Gemäss einem Ausführungsbeispiel
erstreckt sich die Rille in Längsrichtung. Insbesondere weist die Grundfläche eine
Längsmittenachse auf, welche sich in Längsrichtung erstreckt. Gemäss einem Ausführungsbeispiel
ist die Rille symmetrisch in Bezug auf die Längsmittenachse angeordnet. Durch eine
sich in Längsrichtung erstreckende Rille kann eine überraschend hohe Formstabilität
des Ablagefachs erzielt werden. Insbesondere ist eine erhöhte Formstabilität gegen
Biegungen der Grundfläche in der Ebene der Längsmittenachse gegeben. Derartige Biegungen
können durch eine Last eines im Ablagefach gelagerten Gegenstandes hervorgerufen werden.
Diese Biegungen können zu einer Formänderung der Längsmittenachse führen, beispielsweise
kann es zu einer Krümmung einer an sich geraden Längsmittenachse kommen, die dazu
führen kann, dass die Grundfläche nicht mehr exakt horizontal ausgerichtet ist. Auf
ein in Richtung der Längsmittenachse verlaufendes Trägerelement kann verzichtet werden,
wenn eine Rille gemäss einem der Ausführungsbeispiele der Erfindung vorgesehen wird.
Hierdurch wird die Anzahl an benötigen Bauteilen zur Herstellung des Schrankauszugs
verringert. Zudem kann das Eigengewicht des Schrankauszugs verringert werden, weil
horizontale Trägerelemente zur Versteifung der Grundfläche des Ablagefachs nicht mehr
benötigt werden.
[0019] Eine linksseitige Ablagefläche erstreckt sich von der Rille bis zur ersten Seitenkante.
Eine rechtsseitige Ablagefläche erstreckt sich von der Rille bis zur zweiten Seitenkante.
Wenn sich die Rille entlang der Längsmittenachse erstreckt, haben die linksseitige
und rechtsseitige Ablagefläche im Wesentlichen das gleiche Flächenmass. Auf die Ablagefläche
kann ein Einlageelement gelegt werden, damit sowohl die linksseitige als auch die
rechtsseitige Ablagefläche zur Ablage von Gegenständen verfügbar sind. Das Einlageelement
kann als Einlagematte oder Einlageplatte ausgebildet sein. Das Einlageelement kann
ein Material enthalten, welches ein Verrutschen der Gegenstände während der Ausziehbewegung
oder der Einschubbewegung des Schrankauszugs verhindern kann, beispielsweise ein Gummimaterial.
Das Einlageelement kann zu diesem Zweck alternativ oder ergänzend zu einem den Haftreibungskoeffizienten
erhöhenden Material eine strukturierte Oberfläche aufweisen oder eine Oberfläche mit
einer erhöhten Oberflächenrauigkeit.
[0020] Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann die Rille v-förmig ausgebildet sein. Gemäss
einem Ausführungsbeispiel kann die Rille u-förmig ausgebildet sein. Gemäss einem Ausführungsbeispiel
erstreckt sich die Rille von der Vorderkante zur Hinterkante der Grundfläche. Durch
eine v-förmige oder u-förmige Rille kann eine überraschend hohe Formstabilität des
Ablagefachs erzielt werden. Die Steifigkeit des gesamten Schrankauszugs kann derart
erhöht werden, dass auf zusätzliche Verstärkungselemente, wie beispielsweise horizontal
angeordnete Trägerelemente, verzichtet werden kann.
[0021] Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann in die Rille eine Trennwand eingesetzt werden.
Die Trennwand kann die Grundfläche in zwei Teilflächen unterteilen. Jede der Teilflächen
kann zur Ablage von Gegenständen verwendet werden. Gegebenenfalls kann die Trennwand
weitere Trennelemente enthalten, welche parallel zur Vorderkante oder der Hinterkante
der Grundfläche verlaufen.
[0022] Gemäss einem Ausführungsbeispiel weist die Grundfläche eine Hinterkante, eine Vorderkante
sowie eine erste, die Vorderkante und die Hinterkante verbindende Seitenkante sowie
eine zweite, die Vorderkante und die Hinterkante verbindende Seitenkante auf. Die
Rille kann sich von der Vorderkante zur Hinterkante erstrecken. Zwischen der Vorderkante
und der Hinterkante kann im Bereich der Rille eine Ausnehmung ausgebildet werden,
in welche gegebenenfalls das hakenförmige Ende eines Klemmelements eines Verbindungselements
eines losen Ablagefachs einführbar ist.
[0023] Gemäss einem Ausführungsbeispiel umfasst das Ablagefach eine Seitenwand, wobei die
Seitenwand die Grundfläche zumindest teilweise überragt. Insbesondere erstreckt sich
die Seitenwand von der Seitenkante nach oben. Beispielsweise kann die Seitenwand durch
Umbiegen eines die Grundfläche ausbildenden Plattenelements erhalten werden. Ein derartiges
Plattenelement kann insbesondere als Blechelement ausgebildet sein. Gemäss einem Ausführungsbeispiel
weist das Ablagefach eine sich zwischen den Seitenwänden erstreckende vordere Wand
auf. Insbesondere kann die vordere Wand lösbar mit der Grundfläche verbunden sein.
[0024] Gemäss einem Ausführungsbeispiel weist das erste und zweite Ablagefach eine erste
und zweite Rückwand auf, wobei das Trägerelement an der Aussenseite der ersten und
zweiten Rückwand angebracht ist. Insbesondere kann das Trägerelement lösbar mit jeder
der ersten und zweiten Rückwände verbunden sein, beispielsweise mittels einer Schraubverbindung.
Das Trägerelement kann unmittelbar angrenzend an eine Ecke der ersten oder zweiten
Rückwand verlaufen, es kann auch in der Nähe einer der Ecken der ersten oder zweiten
Rückwand angeordnet werden. Insbesondere ist das Trägerelement nicht in der Mitte
der ersten oder zweiten Rückwand angeordnet. Diese in Bezug auf die erste oder zweite
Rückwand asymmetrische Anordnung des Trägerelements hat den Vorteil, dass die erste
und zweite Rückwand selbst als ein Basiselement für ein loses Ablagefach ausgebildet
sein kann. Das lose Ablagefach weist eine vordere Wand und eine Rückwand auf, an deren
unteren Ende das Verbindungselement angeordnet ist oder anschliesst.
[0025] Gemäss einem Ausführungsbeispiel umgreift das Verbindungselement die obere Kante
der ersten oder zweiten Rückwand oder der ersten oder zweiten vorderen Wand zumindest
teilweise, sodass das lose Ablagefach auf diese Kante platziert werden kann, beispielsweise
mittels einer Greifverbindung oder einer Steckverbindung, die ebenfalls als Klemmelement
ausgebildet sein können. Das lose Ablagefach kann somit nur bei Bedarf angebracht
werden und kann werkzeugfrei entfernt werden, wenn es nicht mehr benötigt wird. Gemäss
einem Ausführungsbeispiel können verschiedene lose Ablagefächer in unterschiedlichen
Höhen relativ zum ersten oder zweiten Ablagefach angebracht werden. Gemäss einem Ausführungsbeispiel
kann das lose Ablagefach an unterschiedlichen Stellen der ersten oder zweiten Rückwand
bzw. der ersten oder zweiten vorderen Wand angebracht werden, es kann in Bezug auf
die Rückwände oder vorderen Wände verschiebbar sein.
[0026] Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann sich das lose Ablagefach zwischen der vorderen
Wand und der Rückwand erstrecken. Gemäss diesem Ausführungsbeispiel weist das lose
Ablagefach im Wesentlichen die gleiche Länge wie das zugehörige erste oder zweite
Ablagefach auf. Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann das lose Ablagefach eine geringere
Länge als das Ablagefach aufweisen.
[0027] Gemäss jedem der Ausführungsbeispiele kann das Trägerelement als Hohlprofil ausgebildet
sein.
[0028] Gemäss jedem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele weist der Auszugrahmen kein
Querträgerelement auf, das parallel zur Grundfläche des Ablagefachs auf dessen Unterseite
entlang der Längsmittenachse der Grundfläche verläuft.
[0029] Eine Linearführung ermöglicht die Verschiebung des Schankauszugs relativ zu einem
ortsfesten Schrankelement. Die Linearführung kann auf der Unterseite der Grundfläche
des Ablagefachs angebracht sein. Insbesondere können das Trägerelement und die Linearführung
nicht verbunden sein. Gemäss einem Ausführungsbeispiel sind eine erste und eine zweite
Linearführung an gegenüberliegenden Seitenkanten angeordnet, insbesondere wenn das
erste und zweite Ablagefach über ein einziges Trägerelement miteinander verbunden
sind.
[0030] Ein Vorteil des erfindungsgemässen Schrankauszugs liegt in dessen erhöhten Steifigkeit,
welche zu einer erhöhten Formstabilität des oder der Ablagefächer führt, sodass gewährleistet
ist, dass die Ablageflächen im Wesentlichen horizontal bleiben, auch wenn verhältnismässig
schwere Gegenstände auf den Ablageflächen abgestellt werden, beispielsweise mit Flüssigkeiten
gefüllte Behälter wie Getränkeflaschen oder dergleichen.
[0031] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Schrankauszugs besteht darin, dass der
Schrankauszug weniger Bauteile aufweist als ein vorbekannter Schrankauszug, beispielsweise
ein Schrankauszug gemäss
EP2526823 B1.
[0032] Die Erfindung umfasst auch ein loses Ablagefach für einen Schrankauszug, beispielsweise
nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele. Das lose Ablagefach weist eine
Grundfläche und eine vordere Wand, eine Rückwand sowie zwei sich von der vorderen
Wand und der Rückwand erstreckende Seitenwände auf, welche die Grundfläche seitlich
begrenzen und die Grundfläche überragen. Die vordere Wand und die Rückwand weisen
je ein Verbindungselement auf, welches sich unterhalb der Grundfläche erstreckt, sodass
es die Unterseite der Grundfläche überragt.
[0033] Insbesondere kann das Verbindungselement ein Klemmelement aufweisen, welches die
Aussenfläche des Verbindungselements zumindest abschnittsweise überragt. Beispielsweise
beträgt der Winkel, welchen das Klemmelement mit dem Verbindungselement einschliesst,
maximal 10 Grad.
[0034] Die Erfindung betrifft ferner ein Schrankelement umfassend einen Schrankauszug nach
einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0035] Nachfolgend wird der erfindungsgemässe Schrankauszug anhand einiger Ausführungsbeispiele
dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen schematischen Aufbau eines Schrankauszugs nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 ein loses Ablagefach für einen Schrankauszug,
Fig. 3 ein Detail des in Fig. 2 dargestellten losen Ablagefachs,
Fig. 4 einen schematischen Aufbau eines Schrankauszugs nach einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 ein Beispiel für ein Schrankelement mit einem Schrankauszug,
Fig. 6 einen Schnitt durch ein Schrankelement mit einem Schrankauszug,
Fig. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Schrankauszug,
Fig. 8 eine Ansicht des Schrankauszugs gemäss Fig. 7 von hinten,
Fig. 9 ein viertes Ausführungsbeispiel für einen Schrankauszug,
Fig. 10 eine Ansicht des Schrankauszugs gemäss Fig. 9 von hinten.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0036] Fig. 1 zeigt einen schematischen Aufbau eines beispielhaften Schrankauszugs 10 nach
einem ersten Ausführungsbeispiel, umfassend ein erstes Ablagefach 1 und ein zweites
Ablagefach 2 und einen Auszugrahmen 3. Der Auszugrahmen 3 verbindet das erste Ablagefach
1 mit dem zweiten Ablagefach 2. Das erste und zweite Ablagefach 1, 2 weist je eine
erste und zweite Grundfläche 11, 21 auf, wobei die Grundflächen durch die beiden Seitenwände
verdeckt sind. Die Grundflächen 11, 21 entsprechen den Grundflächen, wie sie beispielsweise
in Fig. 7 dargestellt sind. Der Auszugrahmen 3 weist gemäss diesem Ausführungsbeispiel
ein im Wesentlichen normal zur Grundfläche 11, 21 des entsprechenden Ablagefachs verlaufendes
Trägerelement 31 auf. Das Trägerelement 31 ist an der linksseitigen Seitenwand sowie
an der Rückwand befestigt. Die Grundfläche des ersten Ablagefachs 1 kann, wie in Fig.
7 dargestellt ist, eine Rille 12 aufweisen. Die Grundfläche des zweiten Ablagefachs
2 kann, wie in Fig. 7 dargestellt ist, eine Rille 22 aufweisen.
[0037] Gemäss dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede der Grundflächen
11, 21 rechteckförmig ausgebildet. Insbesondere weist jede der Grundflächen 11, 21
eine Längsrichtung und eine Querrichtung auf, wobei die Längsrichtung der Auszugsrichtung
entspricht. Jede der Grundflächen 11, 21 weist eine Hinterkante 13, 23, eine Vorderkante
14, 24 sowie eine erste, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14, 24 verbindende,
Seitenkante 15, 25 und eine zweite, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14,
24 verbindende, Seitenkante 16, 26 auf, die in Fig. 7 sichtbar sind.
[0038] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste und zweite Ablagefach
1, 2 je eine erste Seitenwand 17, 27 und eine zweite Seitenwand 18, 28 auf. Jede der
ersten Seitenwände, 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 überragt die entsprechende
Grundfläche 11, 21 zumindest teilweise. Insbesondere erstreckt sich jede der ersten
Seitenwände 17, 27 von der ersten Seitenkante 15, 25 nach oben. Insbesondere erstreckt
sich jede der zweiten Seitenwände 18, 28 von der zweiten Seitenkante 16, 26 nach oben.
Die ersten Seitenwände 17, 27 und die zweiten Seitenwände 18, 28 können hierbei vertikal
verlaufen, sie können aber auch gemäss einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
in einem Winkel von bis zu 20 Grad in Bezug auf eine durch die entsprechende erste
oder zweite Seitenkante 15, 16, 25, 26 verlaufende Vertikalebene geneigt sein. Beispielsweise
kann jede der ersten Seitenwände 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 durch Umbiegen
eines die Grundfläche 11, 21 ausbildenden Plattenelements, beispielsweise eines Blechelements,
erhalten werden.
[0039] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das
zweite Ablagefach 2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17,
27 und zweiten Seitenwänden 18, 28 erstreckende vordere Wand 20, 30 auf. Gemäss dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das zweite Ablagefach
2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17, 27 und zweiten Seitenwänden
18, 28 erstreckende Rückwand 19, 29 auf.
[0040] Zwischen der vorderen Wand 20, 30 und der zugehörigen Rückwand 19, 20 kann entlang
zumindest einer der ersten Seitenwände 17, 27 oder zweiten Seitenwände 18, 28 anschliessend
an die entsprechende erste Seitenkante 15, 25 oder zweite Seitenkante 16, 26 eine
Linearführung 51, 52 angeordnet sein. Die Linearführungen 51, 52 befinden sich nicht
untereinander, sondern an gegenüberliegenden Seitenwänden, hier beispielhaft der zweiten
Seitenwand 18 des ersten Ablagefachs 1 sowie der ersten Seitenwand 27 des zweiten
Ablagefachs 2.
[0041] Gemäss Fig. 1 ist ein loses Ablagefach 4 mit dem ersten Ablagefach 1 abnehmbar koppelbar.
[0042] Fig. 2 zeigt das lose Ablagefach 4 gemäss Fig. 1 im Detail. Das lose Ablagefach 4
weist eine Grundfläche 5 und eine vordere Wand 6, eine Rückwand 7 sowie zwei sich
von der vorderen Wand und der Rückwand erstreckende Seitenwände 8, 9 auf, welche die
Grundfläche 5 seitlich begrenzen und die Grundfläche 5 auf deren Oberseite überragen.
Die vordere Wand 6 und die Rückwand 7 weisen je ein Verbindungselement 56, 57 auf,
welches sich unterhalb der Grundfläche 5 erstreckt, sodass es die Unterseite der Grundfläche
5 überragt.
[0043] Durch das Verbindungselement 56, 57 ist im zusammengebauten Zustand ein Abstand der
Grundfläche 5 des losen Ablagefachs 4 und der Grundfläche 11, 21 des entsprechenden
ersten oder zweiten Ablagefachs 1, 2 ausgebildet, der im Bereich von 5 bis einschliesslich
30 cm liegt.
[0044] Insbesondere kann das Verbindungselement 56, 57 im zusammengebauten Zustand auf der
Innenseite der entsprechenden vorderen Wand 20, 30 und der Rückwand 19, 29 anliegend
angeordnet sein, was in Fig. 1 verdeutlicht ist.
[0045] Fig. 3 zeigt ein Detail des Verbindungselements 56. Jedes der Verbindungselemente
56, 57 kann mindestens eine die Aussenfläche des Verbindungselements 56, 57 überragende
Lasche 58 aufweisen, die zur Auflage auf der Kante der entsprechenden vorderen Wand
20, 30 und der entsprechenden Rückwand 19, 29 bestimmt ist. In Fig. 3 sind zwei derartige
Laschen 58 gezeigt, die nebeneinander angeordnet sind, um die Stabilität der Auflage
zu erhöhen.
[0046] Insbesondere weist das Verbindungselement 56, 57 ein Klemmelement 59 auf, welches
die Aussenfläche des Verbindungselements 56, 57 zumindest abschnittsweise überragt,
sodass das Klemmelement 59 im zusammengebauten Zustand auf die vordere Wand 20, 30
oder die Rückwand 19, 29 gepresst wird.
[0047] Das Klemmelement 59 enthält ein hakenförmiges Ende 60, welches die Unterseite der
vorderen Wand 20, 30 oder der Rückwand 19, 29 im zusammengebauten Zustand zumindest
teilweise umgreift, was in Fig. 4 teilweise gezeigt ist.
[0048] Fig. 4 zeigt einen schematischen Aufbau eines beispielhaften Schrankauszugs 10 nach
einem zweiten Ausführungsbeispiel, umfassend ein erstes Ablagefach 1 und ein zweites
Ablagefach 2 und einen Auszugrahmen 3. Der Auszugrahmen 3 verbindet das erste Ablagefach
1 mit dem zweiten Ablagefach 2. Das erste und zweite Ablagefach 1, 2 weist je eine
erste und zweite Grundfläche 11, 21 auf, wobei die Grundfläche des ersten Ablagefachs
2 durch dessen Seitenwände 17, 18 verdeckt ist. Die Grundflächen 11, 21 entsprechen
den Grundflächen, wie sie beispielsweise in Fig. 10 dargestellt sind. Der Auszugrahmen
3 weist gemäss diesem Ausführungsbeispiel ein im Wesentlichen normal zur Grundfläche
11, 21 des entsprechenden Ablagefachs verlaufendes Trägerelement 31 auf. Das Trägerelement
31 ist an der Rückwand 19 des ersten Ablagefachs 1 sowie der Rückwand 29 des zweiten
Ablagefachs 2 befestigt. Die Grundfläche des ersten Ablagefachs 1 kann, wie in Fig.
10 dargestellt ist, eine Rille 12 aufweisen. Die Grundfläche des zweiten Ablagefachs
2 kann, wie auch in Fig. 10 dargestellt ist, eine Rille 22 aufweisen.
[0049] Gemäss dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede der Grundflächen
11, 21 rechteckförmig ausgebildet. Insbesondere weist jede der Grundflächen 11, 21
eine Längsrichtung und eine Querrichtung auf, wobei die Längsrichtung der Auszugsrichtung
entspricht. Jede der Grundflächen 11, 21 weist eine Hinterkante 13, 23, eine Vorderkante
14, 24 sowie eine erste, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14, 24 verbindende,
Seitenkante 15, 25 und eine zweite, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14,
24 verbindende, Seitenkante 16, 26 auf, die in Fig. 10 sichtbar sind.
[0050] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste und zweite Ablagefach
1, 2 je eine erste Seitenwand 17, 27 und eine zweite Seitenwand 18, 28 auf. Jede der
ersten Seitenwände, 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 überragt die entsprechende
Grundfläche 11, 21 zumindest teilweise. Insbesondere erstreckt sich jede der ersten
Seitenwände 17, 27 von der ersten Seitenkante 15, 25 nach oben. Insbesondere erstreckt
sich jede der zweiten Seitenwände 18, 28 von der zweiten Seitenkante 16, 26 nach oben.
Die ersten Seitenwände 17, 27 und die zweiten Seitenwände 18, 28 können hierbei vertikal
verlaufen, sie können aber auch gemäss einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
in einem Winkel von bis zu 20 Grad in Bezug auf eine durch die entsprechende erste
oder zweite Seitenkante 15, 16, 25, 26 verlaufende Vertikalebene geneigt sein. Beispielsweise
kann jede der ersten Seitenwände 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 durch Umbiegen
eines die Grundfläche 11, 21 ausbildenden Plattenelements, beispielsweise eines Blechelements,
erhalten werden.
[0051] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das
zweite Ablagefach 2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17,
27 und zweiten Seitenwänden 18, 28 erstreckende vordere Wand 20, 30 auf. Gemäss dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das zweite Ablagefach
2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17, 27 und zweiten Seitenwänden
18, 28 erstreckende Rückwand 19, 29 auf.
[0052] Zwischen der vorderen Wand 20, 30 und der zugehörigen Rückwand 19, 20 kann entlang
zumindest einer der ersten Seitenwände 17, 27 oder zweiten Seitenwände 18, 28 anschliessend
an die entsprechende erste Seitenkante 15, 25 oder zweite Seitenkante 16, 26 eine
Linearführung 51, 52 angeordnet sein. Die Linearführungen 51, 52 befinden sich nicht
untereinander, sondern an gegenüberliegenden Seitenwänden, hier beispielhaft der zweiten
Seitenwand 18 des ersten Ablagefachs 1 sowie der ersten Seitenwand 27 des zweiten
Ablagefachs 2, wobei in der vorliegenden Darstellung nur die zweite Linearführung
52 sichtbar ist. Die Position der ersten Linearführung 51 ist beispielsweise Fig.
10 entnehmbar.
[0053] Gemäss Fig. 4 ist ein loses Ablagefach 4 mit dem zweiten Ablagefach 2 abnehmbar koppelbar.
[0054] Das Trägerelement 31 gemäss jedem der Ausführungsbeispiele kann einen rechteckigen
Querschnitt aufweisen. Insbesondere ist das Trägerelement 31 als Hohlprofil ausgebildet.
[0055] Die Grundfläche 11, die erste Seitenwand 17 und die zweite Seitenwand 18 können aus
einem ebenen Plattenelement geformt sein. Die ersten und zweiten Seitenkanten 15,
16 sind als Biegekanten ausgebildet. Daher weisen die Seitenkanten 15, 16 Rundungen
auf. Auch die durch die Rille 12 gebildete Vertiefung ist vorteilhafterweise durch
ein Biegeverfahren hergestellt, wodurch auch die Kanten der Rille nicht als scharfe
Kanten, sondern als abgerundete Kanten ausgebildet sind.
[0056] Gemäss diesem Ausführungsbeispiel ist die vordere Wand 20 lösbar mit der Grundfläche
11 oder den Seitenwänden 15, 16 verbunden. Beispielsweise kann eine Schraubverbindung
37 vorgesehen sein, um die Wand 20 an einer der Seitenwände 15, 16 zu befestigen.
Insbesondere kann die vordere Wand 20 montiert werden, nachdem die Grundfläche 11
und das Trägerelement 31 durch die Schweissverbindung oder Schraubverbindung verbunden
worden sind. Die Schweissverbindung oder Schraubverbindung ist wesentlich besser zugänglich,
wenn die Wand 20 noch nicht vorhanden ist, sodass es vorteilhaft sein kann, die Wand
20 nachträglich zu montieren.
[0057] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die vordere Wand vier Öffnungen 39 auf,
die für die Befestigung eines Montageplattenelements 41 vorgesehen sind. Das Montageplattenelement
41 dient der Befestigung einer Abdeckung, welche die Vorderseite des Schrankelements
ausbildet, für welches der Schrankauszug 10 zum Einsatz kommen kann. Eine derartige
Abdeckung ist in Fig. 5 gezeigt.
[0058] Gemäss diesem Ausführungsbeispiel weist die Vorderkante 24 der Grundfläche 21 eine
Ausnehmung 36 zur Durchführung des Trägerelements 31 auf. Die Ausnehmung 36 kann wie
die Ausnehmung 35 gemäss Fig. 3 u-förmig ausgebildet sein. Das vordere Ende der Rille
22 befindet sich im Bereich der Ausnehmung 36.
[0059] Gemäss diesem Ausführungsbeispiel ist die vordere Wand 30 lösbar mit der den Seitenwänden
27, 28 verbunden. Beispielsweise kann mindestens je eine Schraubverbindung 38 vorgesehen
sein, um die vordere Wand 30 an den Seitenwänden 27, 28 zu befestigen. Insbesondere
kann die vordere Wand 30 montiert werden, nachdem die Grundfläche 21 und das Trägerelement
31 durch die Schweissverbindung oder Schraubverbindung verbunden worden sind. Die
Schweissverbindung oder Schraubverbindung ist wesentlich besser zugänglich, wenn die
vordere Wand 30 noch nicht vorhanden ist, sodass es vorteilhaft sein kann, die vordere
Wand 30 nachträglich zu montieren. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist
die Wand 30 zwei Laschen 44 auf, die unterhalb der Grundfläche 21 parallel zu dieser
verlaufen und in der vorliegenden Darstellung teilweise sichtbar sind.
[0060] Das Montageplattenelement 42 dient der Befestigung einer Abdeckung, welche die Vorderseite
des Schrankelements ausbildet, für welches der Schrankauszug 10 zum Einsatz kommt.
Eine derartige Abdeckung ist in Fig. 5 gezeigt. Die Befestigung der vorderen Wand
30 sowie des Montageplattenelements 42 kann gemäss diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls
mittels einer Schraubverbindung erfolgen, alternativ kann eine Steckverbindung verwendet
werden, was zeichnerisch nicht dargestellt ist.
[0061] Fig. 5 zeigt ein Beispiel für ein Schrankelement 50 mit einem Schrankauszug 10. Das
Schrankelement 50 enthält einen Schrankauszug 10 beispielsweise nach einem der vorhergehenden
Ausführungsbeispiele. Eine erste Linearführung 51 und eine zweite Linearführung 52
ermöglichen die Verschiebung des Schankauszugs 10 relativ zu einem ortsfesten Schrankelement
50. Die ersten und zweiten Linearführungen 51, 52 können auf der Unterseite der Grundfläche
11, 21 des Ablagefachs 1,2 angebracht sein. Insbesondere können das Trägerelement
31, 32 und die ersten und zweiten Linearführungen 51, 52 nicht miteinander verbunden
sein. Eine ortsfeste Schiene der ersten oder zweiten Linearführung 51, 52 kann an
einer der Seitenwände des Schrankelements 50 befestigt sein. Jede der ersten und zweiten
Linearführungen 51, 52 kann eine relativ zur ortsfesten Schiene bewegliche Schiene
aufweisen, welche auf der Unterseite der Grundfläche 11, 21 befestigt sein kann. Die
Befestigung der beweglichen Schiene auf der Unterseite der Grundfläche 11, 21 kann
beispielsweise mit einer Schraubverbindung oder einer Rastverbindung erfolgen. Wahlweise
kann eine Linearführung gemäss einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel auf dem
Boden des Schrankelements 50 angebracht sein.
[0062] Fig. 5 zeigt einen Schrankauszug 10 gemäss einem der Ausführungsbeispiele im Einbauzustand
in einem Schrankelement 50. Der Schrankauszug 10 ist in teilweise geöffnetem Zustand
gezeigt. Fig. 5 zeigt auch eine Abdeckung 53, welche an den Montageplattenelementen
41, 42 (siehe Fig. 1 und Fig. 4) angebracht ist. Wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
beschrieben, umfasst der Schrankauszug 10 ein erstes Ablagefach 1 und ein zweites
Ablagefach 2, wobei das zweite Ablagefach 2 unterhalb des ersten Ablagefachs 1 angeordnet
ist. Das erste Ablagefach 1 und das zweite Ablagefach 2 sind miteinander durch einen
Auszugrahmen 3 verbunden. Von diesem Auszugrahmen 3 ist in der vorliegenden Darstellung
nur das erste Trägerelement 31 sichtbar, welches als ein frontseitiges Trägerelement
ausgebildet ist.
[0063] Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann die Abdeckung 53 mit jedem der Montageplattenelemente
41, 42 werkzeugfrei verbunden werden. Beispielsweise kann eine Steckverbindung oder
eine Rastverbindung vorgesehen werden, um die Abdeckung 53 mit jedem der Montageplattenelemente
41, 42 zu verbinden.
[0064] Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch ein Schrankelement 50 mit einem Schrankauszug 1
gemäss einer der Fig. 1 bis Fig. 4. Der rückseitige Teil des Schrankauszugs 1 ist
nicht sichtbar, da er vor der Schnittebene liegt. Fig. 6 zeigt wiederum die Abdeckung
53, welche an den Montageplattenelementen 41, 42 (siehe Fig. 1 und Fig. 4) angebracht
ist. Wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen beschrieben umfasst der Schrankauszug
10 ein erstes Ablagefach 1 und ein zweites Ablagefach 2, wobei das zweite Ablagefach
2 unterhalb des ersten Ablagefachs 1 angeordnet ist. Das erste Ablagefach 1 und das
zweite Ablagefach 2 sind miteinander durch einen Auszugrahmen 3 verbunden. Von diesem
Auszugrahmen 3 ist in der vorliegenden Darstellung nur das erste Trägerelement 31
sichtbar, welches als ein frontseitiges Trägerelement ausgebildet ist. Fig. 6 zeigt
auch die erste Linearführung 51 sowie die zweite Linearführung 52.
[0065] Die erste Linearführung 51 ist unterhalb der Grundfläche 11 des ersten Ablagefachs
1 angeordnet. Die erste Linearführung 51 umfasst eine bewegliche Schiene, welche auf
der Unterseite der Grundfläche 11 angebracht ist. Die bewegliche Schiene steht im
Eingriff mit einer ortsfesten Schiene, die an einer Seitenwand des Schrankelements
50 angebracht ist.
[0066] Die zweite Linearführung 52 ist unterhalb der Grundfläche 21 des zweiten Ablagefachs
2 angeordnet. Die zweite Linearführung 52 umfasst eine bewegliche Schiene, welche
auf der Unterseite der Grundfläche 21 angebracht ist. Die bewegliche Schiene steht
im Eingriff mit einer ortsfesten Schiene, die an einer Seitenwand des Schrankelements
50 angebracht ist.
[0067] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel befinden sich die ortsfesten Schienen
der ersten und zweiten Linearführung 51, 52 an derselben Seitenwand. Gemäss einem
nicht dargestellten Ausführungsbeispiel könnte die ortsfeste Schiene einer der Linearführungen
an der gegenüberliegenden Seitenwand angebracht sein.
[0068] Fig. 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Schrankauszug ohne loses Ablagefach.
Fig. 7 zeigt einen schematischen Aufbau eines beispielhaften Schrankauszugs 10, umfassend
ein erstes Ablagefach 1 und ein zweites Ablagefach 2 und einen Auszugrahmen 3. Der
Auszugrahmen 3 verbindet das erste Ablagefach 1 mit dem zweiten Ablagefach 2. Das
erste und zweite Ablagefach 1, 2 weist je eine erste und zweite Grundfläche 11, 21
auf. Der Auszugrahmen 3 weist gemäss diesem Ausführungsbeispiel einen im Wesentlichen
normal zur Grundfläche 11, 21 des entsprechenden Ablagefachs verlaufendes Trägerelement
31 auf. Das Trägerelement 31 ist mit dem ersten Ablagefach 1 und dem zweiten Ablagefach
2 verbunden. Die Grundfläche 11 des ersten Ablagefachs 1 weist eine Rille 12 auf.
Die Grundfläche 21 des zweiten Ablagefachs 2 weist eine Rille 22 auf.
[0069] Gemäss dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede der Grundflächen
11, 21 rechteckförmig ausgebildet. Insbesondere weist jede der Grundflächen 11, 21
eine Längsrichtung und eine Querrichtung auf, wobei die Längsrichtung der Auszugsrichtung
entspricht. Jede der Grundflächen 11, 21 weist eine Hinterkante 13, 23, eine Vorderkante
14, 24 sowie eine erste, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14, 24 verbindende,
Seitenkante 15, 25 und eine zweite, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14,
24 verbindende, Seitenkante 16, 26 auf.
[0070] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste und zweite Ablagefach
1, 2 je eine erste Seitenwand 17, 27 und eine zweite Seitenwand 18, 28 auf. Jede der
ersten Seitenwände, 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 überragt die entsprechende
Grundfläche 11, 21 zumindest teilweise. Insbesondere erstreckt sich jede der ersten
Seitenwände 17, 27 von der ersten Seitenkante 15, 25 nach oben. Insbesondere erstreckt
sich jede der zweiten Seitenwände 18, 28 von der zweiten Seitenkante 16, 26 nach oben.
Die ersten Seitenwände 17, 27 und die zweiten Seitenwände 18, 28 können hierbei vertikal
verlaufen, sie können aber auch gemäss einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
in einem Winkel von bis zu 20 Grad in Bezug auf eine durch die entsprechende erste
oder zweite Seitenkante 15, 16, 25, 26 verlaufende Vertikalebene geneigt sein. Beispielsweise
kann jede der ersten Seitenwände 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 durch Umbiegen
eines die Grundfläche 11, 21 ausbildenden Plattenelements, beispielsweise eines Blechelements,
erhalten werden.
[0071] Jede der Seitenwände 17, 27, 18, 28 kann mehrteilig ausgebildet sein. Beispielsweise
kann jede der Seitenwände ein Rahmenelement 48 und ein Einsteckelement 49 umfassen.
Das Rahmenelement 48 und das Einsteckelement 49 sind in Fig. 7 nur für die Seitenwand
18 bezeichnet. Selbstverständlich kann jede der Seitenwände 17, 27, 28 einen gleichartigen
Aufbau aufweisen. Das Einsteckelement 49 kann in das Rahmenelement 48 eingesteckt
werden. Das Einsteckelement 49 kann eine andere Farbe als das Rahmenelement 48 aufweisen,
es kann auch aus einem anderen Material bestehen. Beispielsweise kann das Rahmenelement
48 ein Metall enthalten, das Einsteckelement 49 Holz oder einen Kunststoff enthalten.
[0072] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das
zweite Ablagefach 2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17,
27 und zweiten Seitenwänden 18, 28 erstreckende vordere Wand 20, 30 auf.
[0073] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das
zweite Ablagefach 2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17,
27 und zweiten Seitenwänden 18, 28 erstreckende Rückwand 19, 29 auf.
[0074] Zwischen der vorderen Wand 20, 30 und der zugehörigen Rückwand 19, 20 kann sich entlang
zumindest einer der ersten Seitenwände 17, 27 oder zweiten Seitenwände 18, 28 anschliessend
an die entsprechende erste Seitenkante 15, 25 oder zweite Seitenkante 16, 26 eine
Linearführung 51, 52 anschliessen. Im Unterschied zu dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
befinden sich die Linearführungen 51, 52 nicht untereinander, sondern an gegenüberliegenden
Seitenwänden, hier beispielhaft der ersten Seitenwand 17 des ersten Ablagefachs 1
sowie der zweiten Seitenwand 28 des zweiten Ablagefachs 2.
[0075] Auch gemäss diesem Ausführungsbeispiel kann nur eine einzige Linearführung pro Ablagefach
vorgesehen werden. Durch den Auszugrahmen und je eine Linearführung 51, 52 pro Ablagefach
kann eine erhöhte Stabilität des Schrankauszugs erhalten werden, die der Stabilität
von herkömmlichen Schubladen entspricht, wobei aber im Vergleich mit herkömmlichen
Schubladen auf je eine Linearführung pro Ablagefach verzichtet werden kann. Überraschenderweise
hat sich gezeigt, dass die Stabilität vergleichbar ist.
[0076] Zudem hat die Anordnung gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel den weiteren
Vorteil, dass die vordere Wand und die Rückwand als Basiselement für weitere Ablagefächer
dienen können, die beispielsweise mittels einer Steckverbindung auf die vordere Wand
und/oder die Rückwand aufgesteckt werden können oder an eine der Seitenwände angehängt
werden können.
[0077] Jede der beiden vorderen Wände 20, 30 des ersten und zweiten Ablagefachs 1, 2 kann
ein Montageplattenelement 41, 42 aufweisen. Das Montageplattenelement 41, 42 dient
der Befestigung einer Abdeckung, welche die Vorderseite des Schrankelements ausbildet,
für welches der Schrankauszug 10 zum Einsatz kommen kann. Eine derartige Abdeckung
ist beispielsweise in Fig. 5 gezeigt.
[0078] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Rille 12, 22 in Längsrichtung.
Insbesondere weist die Grundfläche 11, 21 eine Längsmittenachse auf, welche sich in
Längsrichtung erstreckt. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Rille
12, 22 symmetrisch in Bezug auf die Längsmittenachse. Insbesondere kann die Rille
12, 22 v-förmig ausgebildet sein. Gemäss einem zeichnerisch nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
kann die Rille 12, 22 u-förmig ausgebildet sein. Die Rille 12, 22 überragt die Unterseite
der Grundfläche 11, 21. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich
die Rille 12, 22 von der Hinterkante 13, 23 zur Vorderkante 14, 24 der Grundfläche
11, 21. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Rille 12, 22 nicht mit
dem Trägerelement 31 verbunden.
[0079] Fig. 8 zeigt eine Ansicht des Schrankauszugs gemäss Fig. 7 von hinten, das heisst
in einer Sicht auf die ersten und zweiten Rückwände 19, 29 der ersten und zweiten
Ablagefächer 1, 2. Die Blickrichtung ist von unten gewählt, sodass die erste Grundfläche
11 sowie die zweite Grundfläche 21 sichtbar sind. Jede der Grundflächen 11, 21 enthält
eine Rille 12, 22, welche in Auszugrichtung verläuft, das heisst parallel zu den ersten
und zweiten Linearführungen 51, 52. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
die auf der Oberseite der Grundfläche 11, 21 ausgebildete Rille 12, 22 auf der Unterseite
der Grundfläche 11, 21 als Rippe ausgebildet.
[0080] Jedes der ersten und zweiten Ablagefächer 1, 2 weist gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
je eine Linearführung 51, 52 auf. Von der ersten und zweiten Linearführung 51, 52
ist nur die bewegliche Schiene gezeigt.
[0081] Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen Schrankauszug gemäss Fig. 4 ohne loses
Ablagefach. Fig. 9 zeigt einen schematischen Aufbau eines beispielhaften Schrankauszugs
10, umfassend ein erstes Ablagefach 1 und ein zweites Ablagefach 2 und einen Auszugrahmen
3. Der Auszugrahmen 3 verbindet das erste Ablagefach 1 mit dem zweiten Ablagefach
2. Das erste und zweite Ablagefach 1, 2 weist je eine erste und zweite Grundfläche
11, 21 auf. Der Auszugrahmen 3 weist gemäss diesem Ausführungsbeispiel einen im Wesentlichen
normal zur Grundfläche 11, 21 des entsprechenden Ablagefachs verlaufendes Trägerelement
31 auf. Das Trägerelement 31 ist mit dem ersten Ablagefach 1 und dem zweiten Ablagefach
2 verbunden. Die Grundfläche 11 des ersten Ablagefachs 1 weist eine Rille 12 auf.
Die Grundfläche 21 des zweiten Ablagefachs 2 weist eine Rille 22 auf.
[0082] Gemäss dem in Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede der Grundflächen
11, 21 rechteckförmig ausgebildet. Insbesondere weist jede der Grundflächen 11, 21
eine Längsrichtung und eine Querrichtung auf, wobei die Längsrichtung der Auszugsrichtung
entspricht. Jede der Grundflächen 11, 21 weist eine Hinterkante 13, 23, eine Vorderkante
14, 24 sowie eine erste, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14, 24 verbindende,
Seitenkante 15, 25 und eine zweite, die Hinterkante 13, 23 und die Vorderkante 14,
24 verbindende, Seitenkante 16, 26 auf.
[0083] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste und zweite Ablagefach
1, 2 je eine erste Seitenwand 17, 27 und eine zweite Seitenwand 18, 28 auf. Jede der
ersten Seitenwände, 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 überragt die entsprechende
Grundfläche 11, 21 zumindest teilweise. Insbesondere erstreckt sich jede der ersten
Seitenwände 17, 27 von der ersten Seitenkante 15, 25 nach oben. Insbesondere erstreckt
sich jede der zweiten Seitenwände 18, 28 von der zweiten Seitenkante 16, 26 nach oben.
Die ersten Seitenwände 17, 27 und die zweiten Seitenwände 18, 28 können hierbei vertikal
verlaufen, sie können aber auch gemäss einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
in einem Winkel von bis zu 20 Grad in Bezug auf eine durch die entsprechende erste
oder zweite Seitenkante 15, 16, 25, 26 verlaufende Vertikalebene geneigt sein. Beispielsweise
kann jede der ersten Seitenwände 17, 27 und der zweiten Seitenwände 18, 28 durch Umbiegen
eines die Grundfläche 11, 21 ausbildenden Plattenelements, beispielsweise eines Blechelements,
erhalten werden.
[0084] Jede der Seitenwände 17, 27, 18, 28 kann mehrteilig ausgebildet sein. Beispielsweise
kann jede der Seitenwände ein Rahmenelement 48 und ein Einsteckelement 49 umfassen.
Das Rahmenelement 48 und das Einsteckelement 49 sind in Fig. 9 nur für die Seitenwand
18 bezeichnet. Selbstverständlich kann jede der Seitenwände 17, 27, 28 einen gleichartigen
Aufbau aufweisen. Das Einsteckelement 49 kann in das Rahmenelement 48 eingesteckt
werden. Das Einsteckelement 49 kann eine andere Farbe als das Rahmenelement 48 aufweisen,
es kann auch aus einem anderen Material bestehen. Beispielsweise kann das Rahmenelement
48 ein Metall enthalten, das Einsteckelement 49 Holz oder einen Kunststoff enthalten.
[0085] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das
zweite Ablagefach 2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17,
27 und zweiten Seitenwänden 18, 28 erstreckende vordere Wand 20, 30 auf.
[0086] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen das erste Ablagefach 1 und das
zweite Ablagefach 2 eine sich zwischen den entsprechenden ersten Seitenwänden 17,
27 und zweiten Seitenwänden 18, 28 erstreckende Rückwand 19, 29 auf.
[0087] Zwischen der vorderen Wand 20, 30 und der zugehörigen Rückwand 19, 20 kann entlang
zumindest einer der ersten Seitenwände 17, 27 oder zweiten Seitenwände 18, 28 anschliessend
an die entsprechende erste Seitenkante 15, 25 oder zweite Seitenkante 16, 26 eine
Linearführung 51, 52 angeordnet sein. Im Unterschied zu dem in Fig. 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel befinden sich die Linearführungen 51, 52 nicht untereinander,
sondern an gegenüberliegenden Seitenwänden, hier beispielhaft der ersten Seitenwand
17 des ersten Ablagefachs 1 sowie der zweiten Seitenwand 28 des zweiten Ablagefachs
2.
[0088] Auch gemäss diesem Ausführungsbeispiel ist nur eine einzige Linearführung pro Ablagefach
vorgesehen. Durch den Auszugrahmen und je eine Linearführung 51, 52 pro Ablagefach
kann eine erhöhte Stabilität des Schrankauszugs erhalten werden, die der Stabilität
von herkömmlichen Schubladen entspricht, wobei aber im Vergleich mit herkömmlichen
Schubladen auf je eine Linearführung pro Ablagefach verzichtet werden kann. Überraschenderweise
hat sich gezeigt, dass die Stabilität vergleichbar ist.
[0089] Zudem hat die Anordnung gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel den weiteren
Vorteil, dass die vordere Wand und die Rückwand als Basiselement für weitere Ablagefächer
dienen können, die mittels einer Steckverbindung auf die vordere Wand und/oder die
Rückwand aufgesteckt werden können oder an das obere Ablagefach angehängt werden können.
[0090] Jede der beiden vorderen Wände 20, 30 des ersten und zweiten Ablagefachs 1, 2 kann
ein Montageplattenelement 41, 42 aufweisen. Das Montageplattenelement 41, 42 dient
der Befestigung einer Abdeckung, welche die Vorderseite des Schrankelements ausbildet,
für welches der Schrankauszug 10 zum Einsatz kommen kann. Eine derartige Abdeckung
53 ist beispielsweise in Fig. 5 gezeigt.
[0091] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Rille 12, 22 in Längsrichtung.
Insbesondere weist die Grundfläche 11, 21 eine Längsmittenachse auf, welche sich in
Längsrichtung erstreckt. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Rille
12, 22 symmetrisch in Bezug auf die Längsmittenachse. Insbesondere kann die Rille
12, 22 v-förmig ausgebildet sein. Gemäss einem zeichnerisch nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
kann die Rille 12, 22 u-förmig ausgebildet sein. Die Rille 12, 22 überragt die Unterseite
der Grundfläche 11, 21. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich
die Rille 12, 22 von der Hinterkante 13, 23 zur Vorderkante 14, 24 der Grundfläche
11, 21. Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Rille 12, 22 nicht mit
dem Trägerelement 31 verbunden.
[0092] Fig. 10 zeigt eine Ansicht des Schrankauszugs gemäss Fig. 9 von hinten. Das Trägerelement
31 ist gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel auf der Aussenseite der ersten
und zweiten Rückwände 19, 29 angeordnet. Das Trägerelement 31 kann insbesondere in
der Nähe einer der Ecken der ersten oder zweiten Rückwände 19, 29 angeordnet sein,
insbesondere unmittelbar angrenzend an die Ecke zumindest einer der Rückwände 19,
29 angeordnet sein.
[0093] Gemäss dem in Fig. 9 und Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die erste Grundfläche
11 des ersten Ablagefachs 1 kleiner als die zweite Grundfläche 21 des zweiten Ablagefachs
2. Gemäss diesem Ausführungsbeispiel können im zweiten Ablagefach Gegenstände gelagert
werden, deren Höhe grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Ablagefach 1 und
dem zweiten Ablagefach 2.
[0094] Für den Fachmann ist offensichtlich, dass viele weitere Varianten zusätzlich zu den
beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich sind, ohne vom erfinderischen Konzept
abzuweichen. Der Gegenstand der Erfindung wird somit durch die vorangehende Beschreibung
nicht eingeschränkt und ist durch den Schutzbereich bestimmt, der durch die Ansprüche
festgelegt ist. Für die Interpretation der Ansprüche oder der Beschreibung ist die
breitest mögliche Lesart der Ansprüche massgeblich. Insbesondere sollen die Begriffe
"enthalten" oder "beinhalten" derart interpretiert werden, dass sie sich auf Elemente,
Komponenten oder Schritte in einer nicht-ausschliesslichen Bedeutung beziehen, wodurch
angedeutet werden soll, dass die Elemente, Komponenten oder Schritte vorhanden sein
können oder genutzt werden können, dass sie mit anderen Elementen, Komponenten oder
Schritten kombiniert werden können, die nicht explizit erwähnt sind. Wenn die Ansprüche
sich auf ein Element oder eine Komponente aus einer Gruppe beziehen, die aus A, B,
C bis N Elementen oder Komponenten bestehen kann, soll diese Formulierung derart interpretiert
werden, dass nur ein einziges Element dieser Gruppe erforderlich ist, und nicht eine
Kombination von A und N, B und N oder irgendeiner anderen Kombination von zwei oder
mehr Elementen oder Komponenten dieser Gruppe.
1. Schrankauszug (10) umfassend ein erstes Ablagefach (1) und ein zweites Ablagefach
(2) und einen Auszugrahmen (3), wobei der Auszugrahmen (3) das erste Ablagefach (1)
mit dem zweiten Ablagefach (2) verbindet, wobei das erste und zweite Ablagefach (1,
2) je eine Grundfläche (11, 21) aufweist, wobei der Auszugrahmen (3) ein im Wesentlichen
normal zur Grundfläche (11, 21) des entsprechenden Ablagefachs (1, 2) vom ersten zum
zweiten Ablagefach verlaufendes Trägerelement (31) aufweist, wobei jedes der ersten
und zweiten Ablagefächer (1,2) eine vordere Wand (20, 30) und eine Rückwand (19, 29)
sowie je zwei sich zwischen der vorderen Wand (20, 30) und der Rückwand (19, 29) erstreckende
Seitenwände (17, 18, 27, 28) aufweist, wobei das Trägerelement an der Aussenseite
der Rückwand (19, 29) oder einer der Seitenwände (17, 18, 27, 28) angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein loses Ablagefach (4) mit einem der ersten oder zweiten Ablagefächer (1, 2) abnehmbar
koppelbar ist.
2. Der Schrankauszug (10) nach Anspruch 1, wobei das lose Ablagefach eine Grundfläche
und eine vordere Wand, eine Rückwand sowie zwei sich von der vorderen Wand und der
Rückwand erstreckende Seitenwände aufweist, welche die Grundfläche seitlich begrenzen
und die Grundfläche auf deren Oberseite überragen, wobei die vordere Wand und die
Rückwand je ein Verbindungselement aufweisen, welches sich unterhalb der Grundfläche
erstreckt, sodass es die Unterseite der Grundfläche überragt.
3. Der Schrankauszug (10) nach Anspruch 2, wobei durch das Verbindungselement im zusammengebauten
Zustand ein Abstand der Grundfläche des losen Ablagefachs von der Grundfläche des
entsprechenden ersten oder zweiten Ablagefachs ausgebildet ist, der im Bereich von
5 bis einschliesslich 30 cm liegt.
4. Der Schrankauszug (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei das Verbindungselement
im zusammengebauten Zustand auf der Innenseite der entsprechenden vorderen Wand (20,
30) und der Rückwand (19, 29) anliegend angeordnet ist.
5. Der Schrankauszug (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei jedes der Verbindungselemente
mindestens eine die Aussenfläche des Verbindungselements überragende Lasche aufweist,
die zur Auflage auf der Kante der vorderen Wand (20, 30) oder der Rückwand (19, 29)
bestimmt ist.
6. Der Schrankauszug (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei das Verbindungselement
ein Klemmelement aufweist, welches die Aussenfläche des Verbindungselements zumindest
abschnittsweise überragt, sodass das Klemmelement im zusammengebauten Zustand auf
die vordere Wand (20, 30) oder die Rückwand (19, 29) gepresst wird.
7. Der Schrankauszug (10) nach Anspruch 6, wobei das Winkelelement ein hakenförmiges
Ende enthält, welches die Unterseite der vorderen Wand oder der Rückwand im zusammengebauten
Zustand zumindest teilweise umgreift.
8. Der Schrankauszug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste und
zweite Ablagefach (1,2) über ein einziges Trägerelement (31) miteinander verbunden
sind.
9. Der Schrankauszug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest eine
der Grundflächen (11, 21) des ersten oder zweiten Ablagefachs eine Rille (12, 22)
aufweist.
10. Der Schrankauszug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Grundfläche
(11, 21) eine Längsrichtung und eine Querrichtung aufweist, wobei die Längsrichtung
der Auszugsrichtung entspricht, wobei sich die Rille (12, 22) in Längsrichtung erstreckt.
11. Der Schrankauszug (10) nach Anspruch 10, wobei die Grundfläche (11, 21) eine Längsmittenachse
aufweist, welche sich in Längsrichtung erstreckt, wobei die Rille (12, 22) symmetrisch
in Bezug auf die Längsmittenachse angeordnet ist.
12. Der Schrankauszug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11, wobei die
Grundfläche (11, 21) eine Hinterkante (13, 23), eine Vorderkante (14, 24) sowie eine
erste, die Vorderkante (14, 24) und die Hinterkante (13, 23) verbindende Seitenkante
(15, 25) sowie eine zweite, die Vorderkante (13, 23) und die Hinterkante (14, 24)
verbindende Seitenkante (16, 26) aufweist, wobei sich die Rille (12, 22) von der Vorderkante
(14, 24) zur Hinterkante (13, 23) erstreckt, wobei zwischen der Vorderkante und der
Hinterkante im Bereich der Rille eine Ausnehmung ausgebildet wird.
13. Ein loses Ablagefach (3) für einen Schrankauszug (10) wobei das lose Ablagefach eine
Grundfläche und eine vordere Wand, eine Rückwand sowie zwei sich von der vorderen
Wand und der Rückwand erstreckende Seitenwände aufweist, welche die Grundfläche seitlich
begrenzen und die Grundfläche überragen, wobei die vordere Wand und die Rückwand je
ein Verbindungselement aufweisen, welches sich unterhalb der Grundfläche erstreckt,
sodass es die Unterseite der Grundfläche überragt.
14. Das lose Ablagefach (3) nach Anspruch 13, wobei das Verbindungselement ein Klemmelement
aufweist, welches die Aussenfläche des Verbindungselements zumindest abschnittsweise
überragt.
15. Das lose Ablagefach (3) nach Anspruch 14, wobei der Winkel, welchen das Klemmelement
mit dem Verbindungselement einschliesst, maximal 10 Grad beträgt.