[0001] Die Erfindung betrifft einen Beinauflagebeschlag zur reversiblen Verstellung einer
Beinauflage eines Sitz- und/oder Liegemöbels aus einer Verwendungsstellung in eine
Nichtverwendungsstellung und zurück, umfassend eine Verschiebeeinheit mit einem in
einem Rahmen translatorisch verfahrbaren Schlitten und umfassend eine Schwenkeinheit
mit einem ersten Schwenkarm, wobei die Beinauflage an einem ersten Beinauflageende
des ersten Schwenkarms gehalten ist und wobei der erste Schwenkarm an einem der Beinauflage
gegenüberliegenden ersten Schwenkarmende über ein um eine erste Schwenkachse rotierbares
erstes Schwenkgelenk verschwenkbar mit dem Schlitten der Verschiebeeinheit verbunden
ist.
[0002] Ein derartiger bekannter Beinauflagebeschlag in einem bekannten Sitz- und/oder Liegemöbel
ermöglicht es, die Beinauflage in der Nichtverwendungsstellung nahezu unsichtbar und
platzsparend unterhalb eines Sitzteils des Sitz- und/oder Liegemöbels zu installieren.
Zum Verstellen der Beinauflage in die Verwendungsstellung wird die Beinauflage über
die Verschiebeeinheit zu einer Vorderseite hin unter dem Sitzteil hervorgefahren und
durch ein Heraufschwenken des ersten Schwenkarms der Schwenkeinheit auf eine komfortable
Höhe im Bereich einer Sitzhöhe des Sitzteils verbracht. Eine Verstellung der Beinauflage
aus der Verwendungsstellung zurück in die Nichtverwendungsstellung erfolgt entsprechend
rekursiv.
[0003] Ein Beinauflagebeschlag der vorgenannten Art ist aus der
DE 20 2012 000 391 U1 bekannt. Hierbei ist es so, dass die Beinauflage zum Verstellen aus der Nichtverwendungs-
in die Verwendungsstellung um einen definierbaren Verschiebeweg über eine hebelmechanische
Starthilfeeinrichtung zu der Vorderseite hin in dem Rahmen verfahren ist, sodass sie
von einem Bediener ergriffen und manuell in die Verwendungsstellung verschwenkt werden
kann. In der Verwendungsstellung ist die Beinauflage über eine lösbare Arretiereinrichtung
festgehalten.
[0005] Gleichwohl besteht ein ständiger Bedarf an einem komfortabel zu bedienenden Beinauflagebeschlag
für ein Sitz- und/oder Liegemöbel mit dem ein reversibles Verstellen der Beinauflage
aus der Nichtverwendungsstellung in die Verwendungsstellung und zurück vollautomatisch-motorisch
und zwangsgeführt erfolgen kann. Zudem besteht ein ständiger Bedarf an einem Beinauflagebeschlag,
mit dem das reversible Verstellen der Beinauflage zuverlässig und sicher erfolgen
kann. Ein Problem bei bekannten Beinauflagebeschlägen der vorgenannten Art ist beispielsweise,
dass diese gegenüber einem Heraufschwenken der Beinauflage über die Verwendungsstellung
hinaus ungesichert sind und infolgedessen Beschädigungen erleiden können. Auch können
bei bekannten Beinauflagebeschlägen Beschädigungen auftreten, wenn unter der in die
Verwendungsstellung verbrachten Beinauflage ein Gegenstand positioniert ist und die
Beinauflage dann in die Nichtverwendungsstellung zurück verbracht wird.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen verbesserten Beinauflagebeschlag
anzugeben.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Schwenkarmende des ersten Schwenkarms
ein die erste Schwenkachse des ersten Schwenkgelenks an einer der Beinauflage gegenüberliegenden
Rückseite und an einer einem Boden gegenüberliegenden Oberseite jedenfalls abschnittsweise
überragender Hebelvorstand mit einer als eine Anlaufschräge ausgebildeten Kontaktfläche
sowie eine die erste Schwenkachse des ersten Schwenkgelenks jedenfalls abschnittsweise
an der Oberseite überragende und der Kontaktfläche gegenüberliegende Hilfskontaktfläche
gebildet ist, wobei die Hilfskontaktfläche und eine der Beinauflage zugewandte Fläche
eine Ausformung in dem ersten Schwenkarmende des ersten Schwenkarms bilden und wobei
zum Verbringen der Beinauflage aus der Nichtverwendungsstellung in die Verwendungsstellung
die Schwenkarme um die Schwenkgelenke rotieren, indem der Schlitten der Verschiebeeinheit
zu einer Vorderseite hin in dem Rahmen verfahren ist derart, dass die Kontaktfläche
des Hebelvorstands des ersten Schwenkarms gegen ein ortsfest gehaltenes Umlenkelement
des Rahmens und die erste Schwenkachse zu der Vorderseite hin vor das Umlenkelement
verfahren ist, dass eine Gewichtskraft der Schwenkeinheit an dem Umlenkelement des
Rahmens abgestützt ist und dass die Hilfskontaktfläche zu dem Umlenkelement des Rahmens
beabstandet gehalten ist.
[0008] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die in dem Hebelvorstand
des ersten Schwenkarms als Anlaufschräge ausgebildete Kontaktfläche und das ortsfest
an dem Rahmen gehaltene Umlenkelement eine Zwangsführung für eine Schwenkbewegung
des ersten Schwenkarms bilden, sofern der Schlitten der Verschiebeeinheit in den Bereich
des Umlenkelements verfahren ist. Hierbei wirkt die Gewichtskraft der Beinauflage
und der Schwenkeinheit vorteilhaft, da sie die Kontaktfläche während der Schwenkbewegung
des ersten Schwenkarms stetig gegen das Umlenkelement drückt. Dadurch ist ein über
die Anlaufschräge definiertes Herauf- und Herabschwenken der Beinauflage realisiert.
Diese zuvor beschriebene Zwangsführung setzt insofern eine translatorische Bewegung
des Schlittens der Verschiebeeinheit in eine zusätzliche zeitlich überlappende Schwenkbewegung
der Schwenkeinheit um. Dadurch ist es möglich, die Beinauflage mit einer einfachen
linearen Antriebsmechanik beziehungsweise Antriebseinheit vollautomatisch und zwangsgeführt
reversibel aus der Nichtverwendungsstellung in die Verwendungsstellung und zurück
zu verstellen. Die Hilfskontaktfläche der in dem ersten Schwenkarm ausgebildeten Ausformung
verhindert, dass die Beinauflage beim Verstellen aus der Verwendungsstellung in die
Nichtverwendungsstellung gegen das Sitzpolster gedrückt werden kann, wenn das Zurückschwenken
der Schwenkeinheit blockiert ist, beispielsweise weil sich unter der Beinauflage ein
Objekt befindet. In diesem Fall wird der erste Schwenkarm zwangsweise herabgeschwenkt
beim Zurückfahren des Schlittens der Verschiebeeinheit zu der Rückseite, indem die
Hilfskontaktfläche gegen das Umlenkelement angelegt wird.
[0009] Eine geeignete Antriebseinheit zum translatorischen Verfahren des Schlittens der
Verschiebeeinheit entlang des Rahmens stellt insbesondere ein elektromotorischer Riemenantrieb
dar. Hierbei ist der Schlitten an einen Riemen gekoppelt, welcher über einen im Wesentlichen
parallel zu dem Rahmen über wenigstens eine Umlenkrolle und eine der Umlenkrolle gegenüberliegende
elektromotorisch angetriebene Antriebsrolle geführt ist.
[0010] Die an dem ersten Schwenkarm der Kontaktfläche gegenüberliegende Hilfskontaktfläche
sichert den Beinauflagenbeschlag bei einem leichten Spiel auch vor einem zu weiten
Heraufschwenken über die Verwendungsstellung der Beinauflage hinaus, indem sie einen
Sicherheitsschwenkanschlag bildet, der bei einem zu weiten Heraufschwenken der des
ersten Schwenkarms an das Umlenkelement des Rahmens anschlägt und ein weiteres Heraufschwenken
blockiert. Einer eventuellen Beschädigung durch ein zu weites Heraufschwenken der
Beinauflage ist insofern vorgebeugt.
[0011] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Kontaktfläche und die
Hilfskontaktfläche winkelig zueinander orientiert und/oder formen eine V-förmige Schwenkausnehmung,
wobei die Schwenkausnehmung das Umlenkelement des Rahmens beim Rotieren des ersten
Schwenkarms zum reversiblen Verstellen der Beinauflage aus der Nichtverwendungsstellung
in die Verwendungsstellung und zurück jedenfalls abschnittsweise umgreift. Die Schwenkausnehmung
ermöglicht es, dass die Kontaktfläche beim translatorischen Hervorfahren des Schlittens
der Verschiebeeinheit ungehindert an das Umlenkelement des Rahmens angelegt und gegenüber
diesem weiterverfahren werden kann. Zudem sichert die Hilfskontaktfläche wie zuvor
beschrieben die Beinauflage vor einem zu weiten Heraufschwenken ab. Das Umlenkelement
ist bevorzugt so von der Schwenkausnehmung umgriffen, dass die Hilfskontaktfläche
bei einem vorgesehenen Heraufschwenken der Beinauflage in die Verwendungsstellung
kontaktfrei zu dem Umlenkelement gehalten ist und erst bei einem Heraufschwenken auf
eine Position leicht oberhalb der vorgesehenen Verwendungsstellung der Beinauflage
an das Umlenkelement angelegt ist. Hierdurch sind unnötige Reibkräfte zwischen der
Hilfskontaktfläche und dem Umlenkelement beim vorgesehenen Verschwenken der Beinauflage
verhindert.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Hilfskontaktfläche der Ausformung
so geformt und ausgebildet, dass beim Verbringen der Beinauflage aus der Verwendungsstellung
in die Nichtverwendungsstellung in einer Blockiersituation, in der die Kontaktfläche
des Hebelvorstands zu dem Umlenkelement beabstandet vorgesehen ist und das Umlenkelement
jedenfalls abschnittsweise von der Schwenkausnehmung umgriffen ist, die Hilfskontaktfläche
an dem Umlenkelement angelegt ist derart, dass ein Herabschwenken der Schwenkeinheit
ausgeführt ist. Die Hilfskontaktfläche ist dann infolge eines gegen die Gewichtskraft
der Beinauflage wirkenden Widerstands an das Umlenkelement angelegt, wodurch beim
Zurückfahren des Schlittens der Verschiebeeinheit zur Verstellung der Beinauflage
aus der Verwendungsstellung in die Nichtverwendungsstellung die Schwenkeinheit zwangsweise
herabgeschwenkt ist. Dadurch kann verhindert werden, dass die Beinauflage hierbei
gegen das Sitzpolster gedrückt wird und Beschädigungen des Sitz- und/oder Liegemöbels
beziehungsweise des Beinauflagebeschlags hervorruft.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Umlenkelement des Rahmens horizontal
orientiert beziehungsweise weist jedenfalls auf Höhe eines Kontaktbereichs des Umlenkelements,
an den die Kontaktfläche beim Rotieren des ersten Schwenkarms angelegt ist, einen
kreisförmigen Querschnitt und/oder einen drehbar gelagerten Rollenmantel auf. Das
Umlenkelement ist vorteilhaft wie die Achsen der Schwenkeinheit horizontal orientiert.
Insofern kann die Kontaktfläche des ersten Schwenkarms spielfrei in Bezug auf eine
horizontale Horizontalachse des Umlenkelements an dasselbe angelegt beziehungsweise
gegenüber dem Umlenkelement verschoben werden. Hierdurch ergibt sich eine stabile
und genaue Zwangsführung für das Verschwenken der Beinauflage. Eine drehbar gelagerter
Rollenmantel des Umlenkelements auf Höhe des Kontaktbereichs mit der daran angelegten
beziehungsweise entlanggeführten Kontaktfläche sorgt für eine besonders vorteilhafte
reibungsarme und stabile Zwangsführung.
[0014] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist ein Verschiebeweg, über den der Schlitten
der Verschiebeeinheit in dem Rahmen verfahrbar ist, zu der Vorderseite hin durch einen
Anschlag des Rahmens begrenzt. In der Verwendungsstellung der Beinauflage ist der
Schlitten der Verschiebeeinheit an den Anschlag herangefahren, wobei beim Rotieren
des ersten Schwenkarms zum reversiblen Verstellen der Beinauflage aus der Nichtverwendungsstellung
in die Verwendungsstellung und zurück die Hilfskontaktfläche der Ausformung des ersten
Schwenkarmendes des ersten Schwenkarms zwischen dem Anschlag und dem Umlenkelement
jedenfalls abschnittsweise in den Rahmen eingreifend gehalten ist. Der vorderseitige
Anschlag des Rahmens verhindert ein zu weites Herausfahren des Schlittens in dem Rahmen
und definiert eine Endlage für den Verschiebeweg des Schlittens der Verschiebeeinheit.
[0015] Ein Herabschwenken der Beinauflage aus der Verwendungsstellung heraus ist durch ein
Zusammenwirken des Rahmens und der aus der Kontaktfläche und dem Umlenkelement gebildeten
Zwangsführung solange verhindert, bis der Schlitten der Verschiebeeinheit zurückgefahren
wird in Richtung einer der Vorderseite gegenüberliegenden Rückseite. Dies ist darin
begründet, dass die Gewichtskraft der Beinauflage und der Schwenkeinheit die Kontaktfläche
gegen das Umlenkelement drückt. Da die Kontaktfläche zu der Vorderseite hin geneigt
gehalten ist, während sie an das Umlenkelement angelegt ist, bewirkt ein Verfahren
des Schlittens zu der Vorderseite hin infolge der Gewichtskraft der Beinauflage ein
Heraufschwenken derselben. Ein Verfahren des Schlittens zu der Rückseite hin bewirkt
ein Herabschwenken des ersten Schwenkarms beziehungsweise der Beinauflage. Folglich
kann eine Höhe beziehungsweise eine Schwenkendlage für die Verwendungsstellung der
Beinauflage über einen Abstand des Anschlags zu dem Umlenkelement beziehungsweise
über eine Neigung mit der die Kontaktfläche des ersten Schwenkarms in der Verwendungsstellung
gehalten ist angepasst werden.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Schwenkeinheit einen zweiten Schwenkarm
auf mit einem zweiten Beinauflageende, an dem die Beinauflage über ein zweites Beinauflagegelenk
schwenkbar gehalten ist, und mit einem der Beinauflage gegenüberliegenden zweiten
Schwenkarmende, das über ein zweites Schwenkgelenk schwenkbar an dem Schlitten der
Verschiebeeinheit gehalten ist. Über die zwei Schwenkarme kann die Beinauflage in
einer definierten Ausrichtung verschwenkt werden. Eine besonders vorteilhafte Ausführung
des erfindungsgemäßen Beinauflagebeschlags sieht vor, dass die Schwenkarme im Wesentlichen
C-förmig geformt sind, wobei Enden der Schwenkarme eine unterschiedliche Neigung und/oder
Länge aufweisen. Weiter ist nach einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung
vorgesehen, dass die durch die Schwenkarme durchgeführten Achsen versetzt angeordnet
sind. Hierdurch ist es möglich, dass die Beinauflage beim Verschwenken der Schwenkarme
eine Neigung erfährt und mit einer definierten Ausrichtung verschwenkbar ist. Auf
diese Weise kann die Beinauflage in der Nichtverwendungsstellung parallel zu dem Rahmen
gehalten sein und dadurch besonders kompakt in diesen eingefahren sein. In einer besonders
vorteilhaften Verwendungsstellung ist die Beinauflage für einen besonders hohen Sitzbeziehungsweise
Liegekomfort leicht zu der Vorderseite hin geneigt orientiert sein.
[0017] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Schwenkeinheit eine Beinauflagetrageinrichtung
auf, über welche die Beinauflage mit den Schwenkarmen verbunden ist. Eine besonders
vorteilhafte Ausführung des erfindungsgemäßen Beinauflagebeschlags sieht vor, dass
die Beinauflagetrageinrichtung eine Linearverschiebeinheit aufweist.
[0018] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist an dem Schlitten der Verschiebeeinheit
eine verstellbare Justageeinrichtung vorgesehen. An der Justageeinrichtung ist in
der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage die Gewichtskraft der Schwenkeinheit
abgestützt, indem ein Schwenkarm der Schwenkeinheit an ein verschiebbar an dem Schlitten
gehaltenes Justageelement der Justageeinrichtung angelegt ist. Über die Justageeinrichtung
ist eine definierte Lage für die Beinauflage in der Nichtverwendungsstellung einstellbar,
indem der in der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage an das Justageelement angelegte
Schwenkarm infolge eines rotatorischen und/oder translatorischen Verstellens des Justageelements
um die Schwenkachse rotiert. Weiter hält die Justageeinrichtung die Beinauflage in
der Nichtverwendungsstellung und verhindert beim Verstellen der Beinauflage einen
Bodenkontakt mit den Schwenkarmen.
[0019] Die Positionsangaben oberhalb, unterhalb, vorne, hinten und dergleichen beziehen
sich in der gesamten Beschreibung stets auf den Beinauflagebeschlag in einer Installationsstellung,
in welcher dieser an dem Rahmen des Sitz- und/oder Liegemöbels an einer dem Sitzteil
gegenüberliegenden Seite montiert ist, wobei das Sitz- und/oder Liegemöbel über Füße
abgestützt auf einem Boden abgestützt ist. Die Positionsangaben oberhalb und unterhalb
beziehen sich dabei auf die vertikale Entfernung zu dem Boden. Oberhalb meint eine
vom Boden entfernte Position, unterhalb eine zum Boden nähergelegene Position.
[0020] Aus den weiteren Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung sind weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung zu entnehmen. Dort erwähnte Merkmale
können jeweils einzeln für sich oder auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein. Die Zeichnungen dienen lediglich beispielhaft der Klarstellung der Erfindung
und haben keinen einschränkenden Charakter.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Teilansicht eines Sitz- und/oder Liegemöbels mit
einer Beinauflage in einer Nichtverwendungsstellung,
- Fig. 2
- das Sitz- und/oder Liegemöbel nach Fig. 1 mit der Beinauflage in einer Verwendungsstellung,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Sitz- und/oder Liegemöbel nach Fig. 1 mit der Beinauflage
in der Verwendungsstellung,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das Sitz- und/oder Liegemöbel nach Fig. 1 mit der Beinauflage
in der Nichtverwendungsstellung,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht nach einer Schnittlinie II-II durch das Sitz- und/oder Liegemöbel
nach Fig. 4,
- Fig. 6
- ein Detail A des Sitz- und/oder Liegemöbels nach Fig. 5,
- Fig. 7
- eine erste Teilschnittansicht des Sitz- und/oder Liegemöbels nach Fig. 1 mit der Beinauflage
in einer Zwischenstellung,
- Fig. 8
- eine weitere Teilschnittansicht nach einer Schnittlinie I-I durch das Sitz- und/oder
Liegemöbels nach Fig. 3,
- Fig. 9
- eine erste Seiteneinzelansicht eines Beinauflagebeschlags des Sitz- und/oder Liegemöbels
nach Fig. 1 mit einem Beinauflageträger für die Beinauflage in der Nichtverwendungsstellung,
- Fig. 10
- eine der ersten Seiteneinzelansicht nach Fig. 9 gegenüberliegende zweite Seitenansicht
eines Beinauflagebeschlags des Sitz- und/oder Liegemöbels nach Fig. 1,
- Fig. 11
- ein Detail B des Beinauflagebeschlags nach Fig. 10,
- Fig. 12
- eine seitliche Schnittansicht des Beinauflagebeschlags nach Fig. 9 mit dem Beinauflageträger
für die Beinauflage in der Verwendungsstellung,
- Fig. 13
- ein Detail C des Beinauflagebeschlags nach Fig. 12,
- Fig. 14
- eine Seitenansicht auf eine an einem Schlittenträger gehaltene Schwenkeinheit des
Beinauflagebeschlags nach Fig. 10 mit dem Beinauflageträger für die Beinauflage in
der Verwendungsstellung und
- Fig. 15
- eine Seitenansicht der an dem Schlittenträger gehaltenen Schwenkeinheit nach Fig.
14 mit dem Beinauflageträger für die Beinauflage in der Nichtverwendungsstellung.
[0022] In Fig. 1 ist eine schematische perspektivische Teilansicht einer Ausführungsform
eines Sitz- und/oder Liegemöbels 1 mit einer Beinauflage 6 in einer Nichtverwendungsstellung
angegeben. Das Sitz- und/oder Liegemöbel 1 ist hierbei zur vereinfachten Funktionsbeschreibung
schematisch mit lediglich einem Fuß 68 und mit einem lediglich abschnittsweise gepolsterten
und größtenteils offenen Rahmen 3 dargestellt. Auf dem Rahmen 3 sind ein im Wesentlichen
horizontal orientiertes gepolstertes Sitzteil 66 und ein vertikal geneigtes gepolstertes
Rückenteil 67 abgestützt. Die Beinauflage 6 ist in der hier gezeigten Nichtverwendungsstellung
unter dem Sitzteil 66 gehalten.
[0023] Fig. 2 zeigt das Sitz- und/oder Liegemöbel 1 mit der Beinauflage 6 in einer Verwendungsstellung.
Die Beinauflage 6 ist hierbei gegenüber der in Fig. 1 gezeigten Nichtverwendungsstellung
zu einer Vorderseite 41 hin vor das Sitzteil 66 und auf eine im Wesentlichen gleiche
Höhe zu einer Sitzhöhe des Sitzteils 66 heraufgeschwenkt. Dabei ist die Beinauflage
6 in der Verwendungsstellung leicht zu der Vorderseite 41 hin nach unten geneigt.
[0024] Die Fig. 3 und Fig. 4 zeigen das Sitz- und/oder Liegemöbel 1 nach Fig. 1 jeweils
in einer Draufsicht. Dabei gibt Fig. 3 eine Draufsicht auf das Sitz- und/oder Liegemöbel
1 mit der Beinauflage 6 in der Verwendungsstellung an. Fig. 4 gibt eine Draufsicht
des Sitz- und/oder Liegemöbels 1 mit der unter das Sitzteil 66 verbrachten Beinauflage
6 in der Nichtverwendungsstellung an.
[0025] Ermöglicht wird eine reversible Verstellung der Beinauflage 6 aus der Nichtverwendungsstellung
in einer Verwendungsstellung und zurück über einen an dem Rahmen 3 des Sitz- und/oder
Liegemöbels 1 gehaltenen Beinauflagebeschlag 2. Eine Ausführungsform des Beinauflagebeschlags
2 wird nachfolgend anhand der Fig. 5 bis Fig. 15 näher erläutert.
[0026] Eine Schnittansicht gemäß einer Schnittlinie II-II durch das Sitz- und/oder Liegemöbel
1 nach Fig. 4 mit der Beinauflage 6 in der Nichtverwendungsstellung gibt Fig. 5 an.
Darin ist zu erkennen, dass die an dem Beinauflagebeschlag 2 festgelegte Beinauflage
6 in der Nichtverwendungsstellung parallel zu dem Sitzteil 66 orientiert ist und kompakt
soweit unter das Sitzteil 66 verfahren ist, dass sie zu der Vorderseite 41 hin von
dem Sitzteil 66 überragt wird.
[0027] Die Fig. 6 blickt mit einer vergrößerten Ansicht in einem Detail A des Sitz- und/oder
Liegemöbels 1 nach Fig. 5 auf den Beinauflagebeschlag 2 und die in der Nichtverwendungsstellung
daran festgelegte Beinauflage 6. Der Beinauflagebeschlag 2 ist an einer dem Sitzteil
66 gegenüberliegenden Unterseite des Rahmens 3 des Sitz- und/oder Liegemöbels 1 festgehalten.
[0028] Der Beinauflagebeschlag 2 umfasst als wesentliche Hauptkomponenten eine Verschiebeeinheit
5 mit einem Schlitten 30, der translatorisch relativ zu einem Längsträger 65 des Rahmens
3 verfahrbar ist, eine Schwenkeinheit 4 mit Schwenkarmen 22, 23 sowie eine Beinauflagetrageinrichtung
7, an welcher die Beinauflage 6 festgelegt ist.
[0029] Eine Teilschnittansicht des Sitz- und/oder Liegemöbel 1 nach Fig. 1 ist in Fig. 7
angegeben. Hierbei ist die Beinauflage 6 aus der Nichtverwendungsstellung gemäß Fig.
6 in eine zu der Vorderseite 41 translatorisch über die Verschiebeeinheit 5 hervorgefahrene
Zwischenposition verstellt worden. Der Schlitten 30 der Verschiebeeinheit 5 ist hier
in etwa auf eine halbe Länge des Längsträgers 65 des Rahmens 3 verfahren. Die Beinauflage
6 ragt abschnittsweise zu der Vorderseite 41 hin unter dem Sitzteil 66 des Sitz- und/oder
Liegemöbels 1 hervor, wobei die Beinauflage 6 wie in der Nichtverwendungsstellung
parallel zu dem Sitzteil 66 orientiert ist.
[0030] Der Schlitten 30 der Verschiebeeinheit 5 ist im Wesentlichen zweiteilig ausgeführt
und umfasst einen zu dem Längsträger 65 des Rahmens 3 linear verschiebbar gehaltenen
Schlittenläufer 69 und einen zu einem Boden 42 jedenfalls abschnittsweise aus dem
Längsträger 65 des Rahmens 3 hinausragenden Schlittenträger 70, welcher an dem verfahrbaren
Schlittenläufer 69 über dem Boden 42 schwebend festgehalten ist.
[0031] Die Schwenkarme 22, 23 der Schwenkeinheit 4 verbinden die Beinauflagetrageinrichtung
7 mit dem Schlitten 30 der Verschiebeeinheit 5. Hierzu sind die Schwenkarme 22, 23
der Schwenkeinheit 4 jeweils mit einem der Beinauflage 6 gegenüberliegenden Schwenkarmende
28, 29 über Schwenkgelenke 14, 15 verschwenkbar an dem Schlittenträger 70 des Schlittens
30 gehalten. Die Beinauflagetrageinrichtung 7 ist an dem Schlitten 30 der Verschiebeeinheit
5 gegenüberliegenden Beinauflageenden 24, 25 der Schwenkarme 22, 23 verschwenkbar
über Beinauflagegelenke 18, 19 gehalten. Die Schwenkarme 22, 23 weisen eine im Wesentlichen
C-förmige Gestalt auf, wobei ihre Enden 24, 25, 28, 29 in der Nichtverwendungsstellung
vertikal geneigt von dem Boden 42 abragend gehalten sind. Ein zwischen den Enden 24,
25, 28, 29 gebildeter Mittelabschnitt der Schwenkarme 22, 23 ist in der Nichtverwendungsstellung
der Beinauflage 6 jeweils horizontal orientiert.
[0032] An einem der Beinauflage 6 gegenüberliegenden ersten Schwenkarmende 28 ist der erste
Schwenkarm 22 über ein erstes Schwenkgelenk 14 an dem Schlittenträger 70 verschwenkbar
gehalten. Der erste Schwenkarm 23 bildet in dem ersten Schwenkarmende 28 oberhalb
des ersten Schwenkgelenks 14 einen jedenfalls abschnittsweise in den Längsträger 65
des Rahmens 3 eingreifenden Hebelvorstand 27 aus, welcher in der dargestellten Ausführungsform
des Beinauflagebeschlags 2 eine zackenförmige Hebelvorstandsspitze 54 ausbildet. Weiter
ist in dem ersten Schwenkarmende 28 des ersten Schwenkarms 22 oberhalb des ersten
Schwenkgelenks 14 eine Ausformung 57 gebildet, welche derart von dem Hebelvorstand
27 abragt, dass zwischen dem Hebelvorstand 27 und der Ausformung 57 eine im Wesentlichen
V-förmige Schwenkausnehmung 60 geformt ist. Auf die Funktion des Hebelvorstands 27
und der Ausformung 57 wird später näher eingegangen.
[0033] Die Beinauflagetrageinrichtung 7 weist in der figürlich gezeigten Ausführungsform
des Beinauflagebeschlags 2 einen plattenförmigen Beinauflageträger 12 auf, an welchem
die Beinauflage 6 oberseitig festgelegt ist. Weiter weist die Beinauflagetrageinrichtung
7 eine Linearverschiebeeinheit auf, welche aus einer längsprofilierten Tragschiene
8 mit einer Schienenlänge S und aus einem in Bezug auf eine Schienenlängsachse 9 der
Tragschiene 8 translatorisch gegenüber der Tragschiene 8 verfahrbaren Beinauflageschlitten
13 gebildet ist. Die Linearverschiebeeinheit fungiert als eine Hubverlängerung, die
dafür sorgt, dass die Beinauflage 6 in die Verwendungsstellung gegenüber dem Schwenkarm
22 beziehungsweise relativ zu dem Beinauflagegelenk 18 zusätzlich zu der Vorderseite
41 hin vorgeschoben ist. Dies hat den Vorteil, dass die Schwenkarme 22, 23 mit einer
reduzierten Länge dimensioniert werden können, wodurch der Beinauflagebeschlag 2 insgesamt
kompakter und gewichtssparender konzipiert werden kann. Weiter sieht die Beinauflagetrageinrichtung
7 eine als Hebelkette 31 ausgebildete Hebelmechanik vor, welche den Beinauflageschlitten
13 mit dem ersten Schwenkarm 22 verbindet. Auf die Hebelkette 31 wird später näher
eingegangen. Die Linearverschiebeeinheit der Beinauflagetrageinrichtung 7 ist an einer
der Beinauflage 6 gegenüberliegenden Seite des Beinauflageträgers 12 festgelegt.
[0034] Eine weitere Teilschnittansicht gemäß einer weiteren Schnittlinie I-I durch das Sitz-
und/oder Liegemöbel 1 nach Fig. 3 ist in der Fig. 8 angegeben. Hierbei ist die Beinauflage
6 in der Verwendungsstellung gehalten. Der Schlittenläufer 69 des Schlittens 30 der
Verschiebeeinheit 5 ist bis an einen der Vorderseite 41 zugewandten Anschlag 62 des
Rahmens 3 gefahren. Weiter sind die Schwenkarme 22, 23 gegenüber der in Fig. 7 dargestellten
Zwischenposition im Uhrzeigersinn heraufgeschwenkt derart, dass die Beinauflage 6
knapp unterhalb der Sitzhöhe des Sitzteils 66 gehalten ist.
[0035] Die Verschiebeeinheit 5 umfasst nach der figürlich dargestellten Ausführungsform
des Beinauflagebeschlags 2 zum translatorischen Verfahren des Schlittens 30 eine elektromotorische
Antriebseinheit 71 mit einer Spindel und einem der Spindel zugeordneten langgestreckten
Aluminiumprofil 73. An dem Aluminiumprofil 73 ist der Schlittenläufer 69 des Schlittens
30 beziehungsweise ein Bewegungsblock 72 der Verschiebeeinheit 5 gekoppelt und über
die Spindel angetrieben.
[0036] Die Fig. 9 und Fig. 10 zeigen den Beinauflagebeschlag 2 jeweils in einer Einzelseitenansicht.
Die Beinauflagetrageinrichtung 7 ist hierbei in der Nichtverwendungsstellung für die
Beinauflage 6 gehalten, wobei auf eine Darstellung der Beinauflage 6 verzichtet ist.
[0037] Der Rahmen 3 weist an einer der Vorderseite 41 gegenüberliegenden Rückseite einen
Motor 63 mit einer Motorzuleitung 64 auf.
[0038] Die Achsen 16, 17, 20, 21 der Schwenkgelenke 14, 15 und der gegenüberliegenden Beinauflagegelenke
18, 19 sind jeweils horizontal orientiert. Dabei weisen die Achsen 16, 20 der mit
dem ersten Schwenkarm 22 verbundenen Gelenke 14, 18 denselben Achsabstand auf wie
die Achsen 17, 21 der mit dem zweiten Schwenkarm 23 verbundenen Gelenke 15, 19. Dadurch
ist gewährleistet, dass die Schwenkarme 22, 23 beim Verschwenken gleichmäßig und um
denselben Schwenkweg verschwenkt sind. Die Achsen 16, 20 der mit dem ersten Schwenkarm
22 verbundenen Gelenke 14, 18 sind jedoch in horizontaler Richtung zu der Vorderseite
41 hin und in vertikaler Richtung zum Boden 42 hin versetzt positioniert gegenüber
den Achsen 17, 21 der mit dem zweiten Schwenkarm 23 verbundenen Gelenke 15, 19. Dies
hat den Effekt, dass die Beinauflage 6 beim Verschwenken in einer definierten Orientierung
gehalten wird und eine Neigung erfahren kann. Weiter ist dadurch beim Verschwenken
der Schwenkarme 22, 23 eine zeitgleich ausführbare translatorische Verschiebung der
in der Beinauflagetrageinrichtung 7 gebildeten Linearverschiebeeinheit realisierbar,
indem der erste Schwenkarm 22 beim Verschwenken der Schwenkeinheit 4 mit der Hebelkette
31 und der Linearverschiebeeinheit der Beinauflagetrageinrichtung 7 zusammenwirkt.
Dieses Zusammenwirken wird später näher erläutert.
[0039] Der erste Schwenkarm 22 bildet an dem der Beinauflage 6 zugewandten ersten Beinauflageende
24 oberhalb des ersten Beinauflagegelenks 18 einen Hebelkettenvorstand 26 aus, der
in der Nichtverwendungsstellung vertikal geneigt gehalten ist. Beim Verschwenken der
Schwenkeinheit 4 in der Verwendungsstellung rotiert der Hebelkettenvorstand 26 entsprechend
im Uhrzeigersinn um die erste Gelenkachse 20 des ersten Beinauflagegelenks 18. Entsprechend
wird hierbei die mit dem Hebelkettenvorstand 26 des ersten Schwenkarms 22 verbundene
Hebelkette 31 mitbewegt.
[0040] Die Hebelkette 31 ist aus drei verschwenkbar miteinander verbundenen Kettengliedern
34, 35, 36 gebildet. Ein erstes Kettenglied 34 ist an einem dem ersten Hebelende 33
zu der Vorderseite 41 hin gegenüberliegenden zweiten Hebelende 32 der Hebelkette 31
über ein erstes Kettengelenk 37 verschwenkbar an dem Beinauflageträger 12 der Beinauflagetrageinrichtung
7 festgelegt. Über ein zweites Kettengelenk 38 ist das erste Kettenglied 34 verschwenkbar
mit einem mittleren zweiten Kettenglied 35 verbunden. Ein drittes Kettenglied 36 ist
über ein drittes Kettengelenk 39 verschwenkbar mit dem zweiten Kettenglied 35 verbunden.
Weiter weist das dritte Kettenglied 36 das mit dem Hebelkettenvorstand 26 verbundene
erste Hebelende 33 auf, an welchem es mit dem Hebelkettenvorstand 26 über ein viertes
Kettengelenk 40 verschwenkbar verbunden ist. Die Kettenglieder 34, 35, 36 der Hebelkette
31 sind jeweils unterschiedlich lang, wobei das erste Kettenglied 34 deutlich länger
ausgeführt ist als das zweite Kettenglied 35 und das dritte Kettenglied 36. Zusätzlich
weisen das zweite Kettenglied 35 und das dritte Kettenglied 36 einen Knick auf. Im
Bereich eines Knicks des zweiten Kettenglieds 35 ist ein fünftes Kettengelenk 46 vorgesehen,
das an dem Beinauflageschlitten 13 festgelegt ist. In der dargestellten Nichtverwendungsstellung
der Beinauflage 6 sind die Kettenglieder 34, 35, 36 kompakt ineinander verschwenkt,
wobei das erste Kettenglied 34 und das zweite Kettenglied 35 nahezu parallel zueinander
ausgerichtet sind.
[0041] Die Beinauflagegelenke 18, 19, über die die Schwenkarme 22, 23 mit der Beinauflagetrageinrichtung
7 verbunden sind, sind in dem Beinauflageschlitten 13 festgelegt. Die Hebelkette 31
verbindet insofern den Beinauflageträger 12 und die daran festgelegte Tragschiene
8 mit dem ersten Schwenkarm 22, der wiederum über das erste Beinauflagegelenk 18 an
dem Beinauflageschlitten 13 verschwenkbar gehalten ist. Insofern verhindert die Hebelkette
31 auch, dass sich die Tragschiene 8 von dem Beinauflageschlitten 3 lösen kann.
[0042] Der Beinauflageschlitten 13 ist derart konzipiert, dass er in der Nichtverwendungsstellung
der Beinauflage 6 abschnittsweise über ein der Vorderseite 41 zugewandtes erstes Schienende
10 der Tragschiene 8 hinausverfahren werden kann. Dies hat den Vorteil, dass die Linearverschiebeeinheit
einen vergleichsweise großen Beinauflageverschiebeweg X aufweist und die Tragschiene
8 und der Beinauflageschlitten 13 entsprechend kürzer und damit vergleichsweise kompakt
und gewichtssparend ausgeführt werden können. Diese Verschiebung des Beinauflageschlittens
13 relativ zu der Tragschiene 8 erfolgt zwangsweise beim Verbringen der Beinauflage
6 in die Verwendungsstellung.
[0043] An dem Schlittenträger 70 des Schlittens 30 der Verschiebeeinheit 5 ist eine Justageeinrichtung
44 vorgesehen. Über die Justageeinrichtung 44 kann für die Beinauflage 6 eine definierte
Orientierung in der Nichtverwendungsstellung eingestellt werden. Weiter stützt die
Justageeinrichtung 44 eine Gewichtskraft der Schwenkeinheit 4 und der Beinauflage
6 in der Nichtverwendungsstellung ab, indem der zweite Schwenkarm 23 mit einer der
Beinauflage 6 gegenüberliegenden zweiten Schwenkarmaußenseite 75 unterhalb des zweiten
Schwenkgelenks 15 an ein Justageelement 45 der Justageeinrichtung 44 angelegt ist.
Insofern fungiert das Justageelement 45 in der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage
6 als ein einstellbarer Schwenkanschlag für die Schwenkeinheit 4. Die Justageeinrichtung
44 hält die Beinauflage 6 insofern solange oberhalb des Bodens 42 fest, bis ein Verschwenken
der Schwenkeinheit 4 zum Verstellen der Beinauflage 6 einsetzt. Die Justageeinrichtung
44 ist in einem Detail B des Beinauflagebeschlags 2 nach Fig. 10 vergrößert in einer
ersten Montageposition dargestellt. Sie umfasst das Justageelement 45, das über ein
lösbares Verbindungsmittel 53 an dem Schlittenträger 70 festgelegt ist.
[0044] Das Justageelement 45 weist in der dargestellten Ausführungsform zwei deckungsgleiche
einander gegenüberliegende Anliegeflächen 47 auf, wobei eine erste Anliegefläche in
der ersten Montageposition an dem Schlittenträger 70 angelegt ist. Die Anliegeflächen
47 sind über eine umlaufende Umlauffläche 52 miteinander verbunden. Weiter weist das
Justageelement 45 einen langlochförmigen Durchbruch 48 mit einer Durchbruchlänge L
auf, welcher innenliegend in die Anliegeflächen 47 mündet und durch welchen das Verbindungsmittel
53 in der ersten Montageposition durchgeführt ist. Die Umlauffläche 52 und der Durchbruch
48 sind senkrecht zu den Anliegeflächen 47 orientiert. Das Justageelement 45 weist
in Bezug zu einer Durchbruchlängsachse 78 des Durchbruchs 48 eine symmetrische Gestalt
auf. Hierbei liegen sich ein in der Umlauffläche 52 gebildeter erster Kontaktflächenbereich
51 und ein in der Umlauffläche 52 gebildeter zweiter Kontaktflächenbereich 52 spiegelbildlich
gegenüber. Beide Kontaktflächenbereiche 51, 52 weisen in Bezug zu der Durchbruchslängsachse
49 eine gleiche Neigung auf. Die Kontaktflächenbereiche 51, 52 sind formschlüssig
zu der zweiten Schwenkarmaußenseite 75 des zweiten Schwenkarms 23 ausgerichtet. In
der ersten Montageposition ist der erste Kontaktflächenbereich 51 an die zweite Schwenkarmaußenseite
75 des zweiten Schwenkarms 23 angelegt.
[0045] Da das Justageelement 45 in der dargestellten Ausführungsform symmetrisch ausgeführt
ist, kann es auch in einer alternativen nicht dargestellten zweiten Montageposition
an dem Schlittenträger 70 gehalten sein. Hierbei ist das Justageelement gegenüber
der ersten Montageposition um 180° in Bezug auf die Durchbruchlängsachse 48 gedreht.
Das Verbindungsmittel 53 ist wie gehabt durch den Durchbruch 48 des Justageelements
45 durchgeführt und an dem Schlittenträger 70 der Verschiebeeinheit 5 festgelegt.
Eine zweite Anliegefläche 47 liegt hierbei an dem Schlittenträger 70 an. Der zweite
Kontaktflächenbereich 52 ist analog dem ersten Kontaktflächenbereich 51 in der ersten
Montageposition an die zweite Schwenkarmaußenseite 75 des zweiten Schwenkarms 23 angelegt.
[0046] In der vorliegenden Ausführungsform ist das lösbare Verbindungsmittel 53, welches
das Justageelement 45 an dem Schlittenträger 70 festlegt, als eine Schraube ausgeführt.
Das Verbindungsmittel 53 ist in der ersten und zweiten Montageposition der Justageeinrichtung
44 fest angezogen.
[0047] Zum Verstellen einer Orientierung der Beinauflage 6 in der Nichtverwendungsstellung
kann das Verbindungsmittel 53 gelöst werden. Anschließend kann das Justageelement
45 entlang des Durchbruchs 48 translatorisch verschoben werden. Da die an den zweiten
Schwenkarm 23 in der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage 6 angelegten Kontaktflächenbereiche
51, 52 zu der Durchbruchslängsachse 48 geneigt sind, bewirkt ein translatorisches
Verschieben des Justageelements 45 entlang der Durchbruchlängsachse 48 eine Verschiebung
der Kontaktflächenbereiche 51, 52 zu der Vorderseite 41 hin beziehungsweise in entgegengesetzter
Richtung von der Vorderseite 41 weg. In der Ausführungsform nach den Fig. 10 und Fig.
11 bewirkt eine Verschiebung des Justageelements 45 entlang der Durchbruchslängsachse
78 nach unten eine Verschiebung des ersten Kontaktflächenbereichs 51 hin zu der Vorderseite
41. Entsprechend bewirkt diese Verstellung des Justageelements 45, dass der erste
Schwenkarm 23 in der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage 6 auf einer etwas im
Uhrzeigersinn gedrehten Position gehalten ist, wodurch sich für die Beinauflage 6
eine leicht angehobenen Nichtverwendungsstellung einstellt. Ein umgekehrtes Verschieben
des Justageelements 45 entlang der Durchbruchlängsachse 78 nach oben bewirkt rekursiv
ein leichtes Absenken der Beinauflage 6 in der Nichtverwendungsstellung. Alternativ
kann das Justageelement 45 zum Ausrichten der Beinauflage 6 in der Nichtverwendungsstellung
auch verstellt werden, indem es um eine Schaftachse des Verbindungsmittels 53 rotatorisch
verstellt wird.
[0048] Fig. 12 zeigt die Ausführungsform des Beinauflagebeschlags 2 nach Fig. 9 in einer
seitlichen Schnittansicht. Der Schlitten 30 der Verschiebeeinheit 5 ist hierfür bis
an den vorderseitigen Anschlag 62 des Rahmens 3 herangefahren, die Schwenkarme 22,
23 der Schwenkeinheit 4 sind im Uhrzeigersinn heraufgeschwenkt.
[0049] Der Hebelkettenvorstand 26 des ersten Schwenkarms 22 ist in der Verwendungsstellung
der Beinauflage 6 gegenüber der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage 6 im Uhrzeigersinn
zu der der Vorderseite 41 gegenüberliegenden Rückseite hin verschwenkt worden. Infolgedessen
ist die Hebelkette 31 auseinander verschwenkt beziehungsweise gestreckt, wodurch der
Beinauflageschlitten 13 entlang der Schienenlängsachse 9 der Tragschiene 8 an das
der Vorderseite 41 gegenüberliegende zweite Schienenende 11 der Tragschiene 8 verfahren
worden ist.
[0050] Der in dem ersten Schwenkarmende 28 des ersten Schwenkarms 22 ausgebildete Hebelvorstand
27 weist eine der Beinauflage 6 zugewandte Kontaktfläche 55 auf. Die Kontaktfläche
55 wirkt im Zusammenspiel mit einem an dem Rahmen 3 gehaltenen Umlenkelement 61 als
eine Auslöseeinrichtung, die in Abhängigkeit von einer Position des Schlittens 30
der Verschiebeeinheit 30 ein definiertes und automatisches Verschwenken der Schwenkarme
22, 23 zeitgleich mit dem Verfahren des Schlittens 30 auslöst. Das Umlenkelement 61
weist einen ringförmigen Querschnitt auf und ist in Bezug auf die Vorderseite 41 hinter
dem Anschlag 62 positioniert. Der Hebelvorstand ist auf einer vertikalen Höhe so gehalten,
dass er beim Verfahren des Schlittens 30 mit dem Umlenkelement 61 in Eingriff kommt.
Dabei ist die Kontaktfläche 55 als eine Anlaufschräge ausgebildet und in der Verwendungsstellung
der Beinauflage 6 annähernd vertikal und in der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage
6 geneigt zur Vertikalen orientiert. Ein Heraufschwenken der Schwenkarme 22, 23 ist
ausgelöst, sobald der Schlitten 30 der Verschiebeeinheit 5 soweit zu der Vorderseite
41 hingefahren ist, dass die Kontaktfläche 55 mit dem Umlenkelement 61 in Eingriff
kommt. Je weiter die an dem Schlitten 30 gehaltene erste Schwenkachse 16 des ersten
Schwenkgelenks 14 auf eine Position zu der Vorderseite 41 hin vor das Umlenkelement
61 verfahren ist, desto mehr erfährt der erste Schwenkarm 22 über den Hebelvorstand
27 eine Rotation im Uhrzeigersinn, wodurch die Beinauflage 6 angehoben wird. Die Verwendungsstellung
der Beinauflage 6 ist erreicht, sobald der Schlitten 30 bis kurz vor den Anschlag
62 des Rahmens 3 hervorgefahren ist. Die Gewichtskraft der Beinauflage 6 und der Beinauflagetrageinrichtung
7 drückt während des Verschwenkens die Kontaktfläche 55 stetig gegen das Umlenkelement
61, sodass ein unbeabsichtigtes Herabschwenken der Beinauflage 6 verhindert ist. Ein
Herabschwenken der Schwenkarme 22, 23 ist vielmehr nur ausführbar, wenn der Schlitten
30 der Verschiebeeinheit 5 in Bezug zu der Vorderseite 41 zurückgefahren wird.
[0051] Figur 13 blickt in einem vergrößerten Detail C des Beinauflagebeschlags 2 nach Fig.
12 auf den Hebelvorstand 27 und das Umlenkelement 61, wobei der Beinauflageträger
12 auf eine Position für die Beinauflage 6 in der Verwendungsstellung verbracht ist.
Die Kontaktfläche 55 ist hierbei an das Umlenkelement 61 angelegt. Eine der Kontaktfläche
55 winkelig gegenüberliegende Hebelvorstandsfläche 56 formt mit der Kontaktfläche
55 das zackenförmige Hebelvorstandsende 54. Die Ausformung 57 ist in der dargestellten
Ausführungsform des Beinauflagebeschlags 2 nockenförmig und weist eine der Kontaktfläche
55 winkelig gegenüberliegende Hilfskontaktfläche 58 auf sowie eine der Beinauflage
zugewandte Fläche 59 auf. Die Hilfskontaktfläche 58 und die Kontaktfläche 55 formen
zusammen die V-förmige Schwenkausnehmung 60, welche das Umlenkelement 61 beim Verschwenken
der Schwenkarme 22, 23 umgreift.
[0052] Die Hilfskontaktfläche 57 ist beim Verschwenken der Schwenkarme 22, 23 zum reversiblen
Verstellen der Beinauflage 6 aus der Nichtverwendungsstellung in die Verwendungsstellung
zu dem Umlenkelement 61 beabstandet. Sie ist als eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen,
insbesondere für den Fall, dass sich beim Verbringen der Beinauflage 6 aus der Verwendungsstellung
zurück in die Nichtverwendungsstellung ein Hindernis unterhalb der Beinauflage 6 befindet
(Blockiersituation). In diesem Fall löst sich zunächst die Kontaktfläche 55 von dem
Umlenkelement 61 und die Hilfskontaktfläche 58 legt sich dann an das Umlenkelement
61 an. Beim weiteren Zurückfahren des Schlittens 30 der Verschiebeeinheit 5 fungiert
die Hilfskontaktfläche 58 als eine Hilfsanlaufschräge, entlang welcher der erste Schwenkarm
22 gegen das Umlenkelement 61 verfahren ist. Auf diese Weise ist ein Herabschwenken
der Schwenkeinheit 4 zwangsweise ausgeführt, wodurch verhindert ist, dass die Beinauflage
6 gegen das Sitzpolster 66 fährt und es zu Beschädigungen an dem Beinauflagebeschlag
2 oder an dem Sitz- und/oder Liegemöbel 1 kommen kann.
[0053] Abschließend zeigen die Fig. 14 und Fig. 15 in einer Seitenansicht jeweils die an
dem Schlittenträger 70 des Schlittens 30 der Verschiebeeinheit 5 verschwenkbar gehaltene
Schwenkeinheit 4 mit den Schwenkarmen 22, 23 und der daran gehaltenen Beinauflagetrageinrichtung
7. Dabei ist die Schwenkeinheit 7 in Fig. 14 heraufgeschwenkt für die Beinauflage
6 in der Verwendungsstellung gehalten. In Fig. 15 ist die Beinauflagetrageinrichtung
7 für die Beinauflage 6 in der Nichtverwendungsstellung gehalten.
[0054] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstands
beschränkt, sondern im Rahmen der beigefügten Ansprüche modifizierbar.
[0055] Der Beinauflagebeschlag 2 ist nicht auf die beschriebene Antriebseinheit 71 mit dem
Profil 73 und der Spindel zum Verfahren des Schlittens 30 beschränkt. Grundsätzlich
können auch andere bekannte Linearantriebseinheiten zum Verfahren des Schlittens 30
in dem Längsträger 65 des Rahmen 3 integriert sein. Beispielsweise kann es sich hierbei
um einen Riemenantrieb beziehungsweise einen Elektrozylinder handeln.
[0056] Gleiche Bauteile und Bauteilfunktionen sind durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet.
1. Beinauflagebeschlag (2) zur reversiblen Verstellung einer Beinauflage (6) eines Sitz-
und/oder Liegemöbels (1) aus einer Verwendungsstellung in eine Nichtverwendungsstellung
und zurück, umfassend eine Verschiebeeinheit (5) mit einem in einem Rahmen (3) translatorisch
verfahrbaren Schlitten (30) und umfassend eine Schwenkeinheit (4) mit einem ersten
Schwenkarm (22), wobei die Beinauflage (6) an einem ersten Beinauflageende (24) des
ersten Schwenkarms (22) gehalten werden kann und wobei der erste Schwenkarm (22) an
einem der Beinauflage (6) gegenüberliegenden ersten Schwenkarmende (28) über ein um
eine erste Schwenkachse (16) rotierbares erstes Schwenkgelenk (14) verschwenkbar mit
dem Schlitten (30) der Verschiebeeinheit (5) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Schwenkarmende (28) des ersten Schwenkarms (22) ein die erste Schwenkachse
(16) des ersten Schwenkgelenks (14) an einer der Beinauflage (6) gegenüberliegenden
Rückseite und an einer einem Boden (42) gegenüberliegenden Oberseite jedenfalls abschnittsweise
überragender Hebelvorstand (27) mit einer als eine Anlaufschräge ausgebildeten Kontaktfläche
(55) sowie eine die erste Schwenkachse (16) des ersten Schwenkgelenks (14) jedenfalls
abschnittsweise an der Oberseite überragende und der Kontaktfläche (55) gegenüberliegende
Hilfskontaktfläche (58) gebildet ist, wobei die Hilfskontaktfläche (58) und eine der
Beinauflage (6) zugewandte Fläche (59) eine Ausformung (57) in dem ersten Schwenkarmende
(28) des ersten Schwenkarms (22) bilden und wobei zum Verbringen der Beinauflage (6)
aus der Nichtverwendungsstellung in die Verwendungsstellung die Schwenkarme (22, 23)
um die Schwenkgelenke (14, 15) rotieren, indem der Schlitten (30) der Verschiebeeinheit
(5) zu einer Vorderseite (41) hin in dem Rahmen (3) verfahren wird derart, dass die
Kontaktfläche (55) des Hebelvorstands (27) des ersten Schwenkarms (22) gegen ein ortsfest
gehaltenes Umlenkelement (61) des Rahmens (3) und die erste Schwenkachse (16) zu der
Vorderseite (41) hin vor das Umlenkelement (61) verfahren ist, dass eine Gewichtskraft
der Schwenkeinheit (4) an dem Umlenkelement (61) des Rahmens (3) abgestützt ist und
dass die Hilfskontaktfläche (58) zu dem Umlenkelement (61) des Rahmens (3) beabstandet
gehalten ist.
2. Beinauflagebeschlag (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (55) und die Hilfskontaktfläche (58) winkelig zueinander orientiert
sind und/oder eine V-förmige Schwenkausnehmung (60) formen, wobei die Schwenkausnehmung
(60) das Umlenkelement (61) des Rahmens (3) beim Rotieren des ersten Schwenkarms (22)
zum reversiblen Verstellen der Beinauflage (6) aus der Nichtverwendungsstellung in
die Verwendungsstellung und zurück jedenfalls abschnittsweise umgreift.
3. Beinauflagebeschlag (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskontaktfläche (58) der Ausformung (57) so geformt und ausgebildet ist, dass
beim Verbringen der Beinauflage (6) aus der Verwendungsstellung in die Nichtverwendungsstellung
in einer Blockiersituation, in der die Kontaktfläche (55) des Hebelvorstands (27)
zu dem Umlenkelement (61) beabstandet ist und das Umlenkelement (61) jedenfalls abschnittsweise
von der Schwenkausnehmung (60) umgriffen ist, die Hilfskontaktfläche (58) an dem Umlenkelement
(61) angelegt ist derart, dass ein Herabschwenken der Schwenkeinheit (4) ausgeführt
ist.
4. Beinauflagebeschlag (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (61) des Rahmens (3) horizontal orientiert ist und/oder jedenfalls
auf Höhe eines Kontaktbereichs des Umlenkelements (61), an den die Kontaktfläche (55)
beim Rotieren des ersten Schwenkarms (22) angelegt ist, einen kreisförmigen Querschnitt
und/oder einen drehbar gelagerten Rollenmantel aufweist.
5. Beinauflagebeschlag (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschiebeweg (Z), über den der Schlitten (30) der Verschiebeeinheit (5) in dem
Rahmen (3) verfahrbar ist, zu der Vorderseite (41) hin durch einen Anschlag (62) des
Rahmens (3) begrenzt ist, wobei in der Verwendungsstellung der Beinauflage (6) der
Schlitten (30) der Verschiebeeinheit (5) an den Anschlag (62) herangefahren ist, wobei
beim Rotieren des ersten Schwenkarms (22) zum reversiblen Verstellen der Beinauflage
(6) aus der Nichtverwendungsstellung in die Verwendungsstellung und zurück die Hilfskontaktfläche
(58) der Ausformung (57) des ersten Schwenkarmendes (28) des ersten Schwenkarms (22)
zwischen dem Anschlag (62) und dem Umlenkelement (61) jedenfalls abschnittsweise in
den Rahmen (3) eingreifend gehalten ist.
6. Beinauflagebeschlag (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schwenkarm (22) im Bereich des ersten Schwenkgelenks (14) einen Knick und/oder
eine Biegung aufweist.
7. Beinauflagebeschlag (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkeinheit (4) einen zweiten Schwenkarm (23) aufweist mit einem zweiten Beinauflageende
(25), an dem die Beinauflage (6) über ein zweites Beinauflagegelenk (19) schwenkbar
gehalten ist, und mit einem der Beinauflage (6) gegenüberliegenden zweiten Schwenkarmende
(29), das über ein zweites Schwenkgelenk (15) schwenkbar an dem Schlitten (30) der
Verschiebeeinheit (5) gehalten ist.
8. Beinauflagebeschlag (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkeinheit (4) eine Beinauflagetrageinrichtung (7) aufweist, über welche
die Beinauflage (6) mit den Schwenkarmen (22, 23) verbunden ist.
9. Beinauflagebeschlag (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schlitten (30) der Verschiebeeinheit (5) eine verstellbare Justageeinrichtung
(44) vorgesehen ist, an der in der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage (6) die
Gewichtskraft der Schwenkeinheit (4) abgestützt ist, indem ein Schwenkarm (22, 23)
der Schwenkeinheit (4) an ein verschiebbar an dem Schlitten (30) gehaltenes Justageelement
(45) der Justageeinrichtung (44) angelegt ist und/oder wobei über die Justageeinrichtung
(44) eine definierte Lage für die Beinauflage (6) in der Nichtverwendungsstellung
einstellbar ist, indem der in der Nichtverwendungsstellung der Beinauflage (6) an
das Justageelement (45) angelegte Schwenkarm (22, 23) infolge einer Verschiebung des
Justageelements (45) um die Schwenkachse (16, 17) rotiert.
10. Beinauflagebeschlag (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beinauflage (6) an dem ersten Beinauflageende (24) des ersten Schwenkarms (22)
gehalten ist.
1. Leg support fitting (2) for reversibly altering a leg support (6) of a piece of seating
and/or lying furniture (1) from a use position to a non-use position and back, comprising
a shifting unit (5), having a slide (30) displaceable in translation in a frame (3),
and comprising a pivot unit (4), having a first pivot arm (22), it being possible
for the leg support (6) to be held at a first leg support end (24) of the first pivot
arm (22), and the first pivot arm (22) being pivotably connected, at a pivot arm end
(28) opposite the leg support (6), to the slide (30) of the shifting unit (5) via
a first pivot joint (14) rotatable about a first pivot axle (16), characterised in that, in the first pivot arm end (28) of the first pivot arm (22), a lever protrusion
(27) is formed, which overhangs at least in portions the first pivot axle (16) of
the first pivot joint (14) at a rear face opposite the leg support (6) and at an upper
face opposite a base (42), and which has a contact face (55) formed as a ramp and
an auxiliary contact face (58), opposite the contact face (55) and overhanging at
least in portions the first pivot axle (16) of the first pivot joint (14) at the upper
face, the auxiliary contact face (58) and a face (59) facing the leg support (6) forming
a construction (57) in the first pivot arm end (28) of the first pivot arm (22), and
the pivot arms (22, 23) rotating about the pivot joints (14, 15), to bring the leg
support (6) from the non-use position to the use position, by way of of the slide
(30) of the shifting unit (5) being displaced in the frame (3) towards a front face
(41) in such a way that the contact face (55) of the lever protrusion (27) of the
first pivot arm (22) is displaced against a deflection element (61), which is held
stationary, of the frame (3) and the first pivot axle (16) is displaced in front of
the deflection element (61) towards the front face (41), in that a weight of the pivot unit (4) is braced on the deflection unit (61) of the frame
(3), and in that the auxiliary contact face (58) is held spaced apart from the deflection unit (61)
of the frame (3).
2. Leg support fitting (2) according to claim 1, characterised in that the contact face (55) and the auxiliary contact face (58) are orientated at an angle
to one another and/or form a V-shaped pivot recess (60), the pivot recess (60) engaging
at least in portions around the deflection element (61) of the frame (3) during rotation
of the first pivot arm (22) for reversibly altering the leg support (6) from the non-use
position to the use position and back.
3. Leg support fitting (2) according to claim 1, characterised in that the auxiliary contact face (58) of the construction (57) is shaped and formed in
such a way that, when the leg support (6) is brought from the use position to the
non-use position, in a blocking situation where the contact face (55) of the lever
protrusion (27) is spaced apart from the deflection element (61) and the deflection
element (61) is engaged around at least in portions by the pivot recess (60), the
auxiliary contact face (58) is placed against the deflection element (61) in such
a way that the pivot unit (4) pivots down.
4. Leg support fitting (2) according to any of claims 1 to 3, characterised in that the deflection element (61) of the frame (3) is orientated horizontally and/or has
a circular cross section and/or a rotatably mounted roller casing at least at the
level of a contact region of the deflector element (61) against which the contact
face (55) is placed during rotation of the first pivot arm (22).
5. Leg support fitting (2) according to any of claims 1 to 4, characterised in that a shifting path (Z) via which the slide (30) of the shifting unit (5) is displaceable
in the frame (3) is delimited towards the front face (41) by a stop (62) of the frame
(3), the slide (30) of the shifting unit (5) being moved up against the stop (62)
in the use position of the leg support (6), the auxiliary contact face (58) of the
construction (57) of the first pivot arm end (28) of the first pivot arm (22) being
held engaging at least in portions in the frame (3) between the stop (62) and the
deflection element (61) during rotation of the first pivot arm (22) for reversibly
altering the leg support (6) from the non-use position to the use position and back.
6. Leg support fitting (2) according to any of claims 1 to 5, characterised in that the first pivot arm (22) has a kink and/or a bend in the region of the first pivot
joint (14).
7. Leg support fitting (2) according to any of claims 1 to 6, characterised in that the pivot unit (4) has a second pivot arm (23) having a second leg support end (25),
at which the leg support (6) is pivotably held via a second leg support joint (19),
and having a second pivot arm end (29), which is opposite the leg support (6) and
is pivotably held on the slide (30) of the shifting unit (5) via a second pivot joint
(15).
8. Leg support fitting (2) according to any of claims 1 to 7, characterised in that the pivot unit (4) has a leg support carrier device (7) via which the leg support
(6) is connected to the pivot arms (22, 23).
9. Leg support fitting (2) according to any of claims 1 to 8, characterised in that, on the slide (30) of the shifting unit (5), an alterable adjustment device (44)
is provided, on which the weight of the pivot unit (4) is braced in the non-use position
of the leg support (6) by way of a pivot arm (22, 23) of the pivot unit (4) being
placed against an adjustment element (45), held shiftably on the slide (30), of the
adjustment device (44), and/or wherein, via the adjustment device (44), a defined
location for the leg support (6) in the non-use position can be set by way of the
pivot arm (22, 23), placed against the adjustment element (45) in the non-use position
of the leg support (6), rotating as a result of a shift of the adjustment element
(45) about the pivot axis (16, 17).
10. Leg support fitting (2) according to any of claims 1 to 9, characterised in that the leg support (6) is held at the first leg support end (24) of the first pivot
arm (22).
1. Ferrure de repose-jambes (2) pour le déplacement réversible d'un repose-jambes (6)
d'un meuble d'assise et/ou de couchage (1) d'une position d'utilisation à une position
de non-utilisation et inversement, comprenant une unité de déplacement (5) avec un
chariot (30) déplaçable en translation dans un cadre (3) et comprenant une unité de
pivotement (4) avec un premier bras pivotant (22), le repose-jambes (6) pouvant être
maintenu au niveau d'une première extrémité de repose-jambes (24) du premier bras
pivotant (22) et le premier bras pivotant (22) étant relié de manière pivotante au
chariot (30) de l'unité de déplacement (5) au niveau d'une première extrémité de bras
pivotant (28) opposée au repose-jambes (6) par une première articulation pivotante
(14) pouvant tourner autour d'un premier axe de pivotement (16), caractérisée en ce que, dans la première extrémité de bras pivotant (28) du premier bras pivotant (22),
une saillie de levier (27) dépassant au moins par sections le premier axe de pivotement
(16) de la première articulation pivotante (14) sur une face arrière opposée au repose-jambes
(6) et sur une face supérieure opposée à un fond (42) est formée avec une surface
de contact (55) conçue comme un biais d'attaque ainsi qu'une surface de contact auxiliaire
(58) dépassant au moinspar sections le premier axe de pivotement (16) de la première
articulation pivotante (14) sur la face supérieure et opposée à la surface de contact
(55), la surface de contact auxiliaire (58) et une surface (59) tournée vers le repose-jambes
(6) formant une formation en relief (57) dans la première extrémité de bras pivotant
(28) du premier bras pivotant (22) et, pour faire passer le repose-jambes (6) de la
position de non-utilisation à la position d'utilisation, les bras pivotants (22, 23)
tournant autour des articulations pivotantes (14, 15) en déplaçant le chariot (30)
de l'unité de déplacement (5) vers une face avant (41) dans le cadre (3) de sorte
que la surface de contact (55) de la saillie de levier (27) du premier bras pivotant
(22) est déplacée contre un élément de renvoi (61) maintenu fixe du cadre (3) et le
premier axe de pivotement (16) est déplacé vers la face avant (41) devant l'élément
de renvoi (61), qu'un poids de l'unité de pivotement (4) est soutenu sur l'élément
de renvoi (61) du cadre (3) et que la surface de contact auxiliaire (58) est maintenue
espacée de l'élément de renvoi (61) du cadre (3).
2. Ferrure de repose-jambes (2) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de contact (55) et la surface de contact auxiliaire (58) sont orientées
angulairement l'une par rapport à l'autre et/ou forment un évidement de pivotement
(60) en forme de V, l'évidement de pivotement (60) entourant au moins par sections
l'élément de renvoi (61) du cadre (3) lors de la rotation du premier bras pivotant
(22) pour le déplacement réversible du repose-jambes (6) de la position de non-utilisation
à la position d'utilisation et inversement.
3. Ferrure de repose-jambes (2) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de contact auxiliaire (58) de la formation en relief (57) est formée et
conçue de telle sorte que, lorsque le repose-jambes (6) est déplacé de la position
d'utilisation à la position de non-utilisation, dans une situation de blocage dans
laquelle la surface de contact (55) de la saillie de levier (27) est espacée de l'élément
de renvoi (61) et l'élément de renvoi (61) est entouré au moins par sections par l'évidement
de pivotement (60), la surface de contact auxiliaire (58) est appliquée contre l'élément
de renvoi (61) de telle sorte qu'un pivotement vers le bas de l'unité de pivotement
(4) est effectué.
4. Ferrure de repose-jambes (2) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'élément de renvoi (61) du cadre (3) est orienté horizontalement et/ou présente,
au moins au niveau d'une zone de contact de l'élément de renvoi (61) contre laquelle
la surface de contact (55) est appliquée lors de la rotation du premier bras pivotant
(22), une section transversale circulaire et/ou une enveloppe de rouleau montée rotative.
5. Ferrure de repose-jambes (2) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'une course de déplacement (Z) sur laquelle le chariot (30) de l'unité de déplacement
(5) peut être déplacé dans le cadre (3) est limitée vers la face avant (41) par une
butée (62) du cadre (3), le chariot (30) de l'unité de déplacement (5) étant approché
de la butée (62) dans la position d'utilisation du repose-jambes (6), la surface de
contact auxiliaire (58) de la formation en relief (57) de la première extrémité de
bras pivotant (28) du premier bras pivotant (22) étant maintenue entre la butée (62)
et l'élément de renvoi (61) en s'engageant au moins par sections dans le cadre (3)
lors de la rotation du premier bras pivotant (22) pour le déplacement réversible du
repose-jambes (6) de la position de non-utilisation à la position d'utilisation et
inversement.
6. Ferrure de repose-jambes (2) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le premier bras pivotant (22) présente un coude et/ou une courbure au niveau de la
première articulation pivotante (14).
7. Ferrure de repose-jambes (2) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'unité de pivotement (4) présente un deuxième bras pivotant (23) avec une deuxième
extrémité de repose-jambes (25) au niveau de laquelle le repose-jambes (6) est maintenu
pivotant par une deuxième articulation de repose-jambes (19), et avec une deuxième
extrémité de bras pivotant (29) opposée au repose-jambes (6) qui est maintenue pivotante
sur le chariot (30) de l'unité de déplacement (5) par une deuxième articulation de
pivotement (15).
8. Ferrure de repose-jambes (2) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'unité de pivotement (4) présente un dispositif de support de repose-jambes (7)
par lequel le repose-jambes (6) est relié aux bras pivotants (22, 23).
9. Ferrure de repose-jambes (2) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'il est prévu sur le chariot (30) de l'unité de déplacement (5) un dispositif d'ajustement
réglable (44) sur lequel, dans la position de non-utilisation du repose-jambes (6),
le poids de l'unité de pivotement (4) est soutenu par le fait qu'un bras de pivotement
(22, 23) de l'unité de pivotement (4) est appliqué contre un élément d'ajustement
(45) du dispositif d'ajustement (44) maintenu déplaçable sur le chariot (30) et/ou
une position définie pour le repose-jambes (6) étant réglable par le dispositif d'ajustement
(44) dans la position de non-utilisation par le fait que le bras pivotant (22, 23)
appliqué contre l'élément d'ajustement (45) dans la position de non-utilisation du
repose-jambes (6) tourne autour de l'axe de pivotement (16, 17) suite à un déplacement
de l'élément d'ajustement (45).
10. Ferrure de repose-jambes (2) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le repose-jambes (6) est maintenu au niveau de la première extrémité de repose-jambes
(24) du premier bras pivotant (22).