[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkstückspannvorrichtung mit einem ersten Klemmkörper
und einem zweiten Klemmkörper. Die Werkstückspannvorrichtung ist dazu eingerichtet,
ein Werkstück mittelbar oder unmittelbar zwischen den Klemmkörpern einzuspannen. Die
Klemmkörper sind verschiebbar an wenigstens einem Grundkörper angeordnet. Das Verschieben
der Klemmkörper aufeinander zu oder voneinander weg kann durch Drehen einer Gewindespindel
um eine Spindellängsachse erfolgen, um ein Werkstück einzuspannen bzw. zu lösen.
[0002] Eine solche Werkstückspannvorrichtung ist, z.B. aus
DE 10 2017 122 112 A1 bekannt. Dort sind die Klemmkörper mit einer Gewindebohrung versehen und stehen mit
der Gewindespindel in Eingriff.
[0003] Ausgehend vom Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die
Anpassung der Werkstückspannvorrichtung an unterschiedlich große Werkstücke zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird durch eine Werkstückspannvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0004] Erfindungsgemäß hat die Werkstückspannvorrichtung wenigstens einen Grundkörper und
vorzugsweise wenigstens zwei Grundkörper. Der wenigstens eine Grundkörper ist dazu
eingerichtet, an einem Träger angeordnet zu werden. Der Träger kann durch eine oder
mehrere Trägerplatten gebildet sein. Vorzugsweise ist eine Befestigungseinrichtung
vorhanden, um den wenigstens einen Grundkörper kraftschlüssig und/oder formschlüssig
lösbar am Träger anzuordnen.
[0005] An dem wenigstens einen Grundkörper sind ein erster Klemmkörper und ein zweiter Klemmkörper
in einer Spannrichtung verschiebbar +gelagert. Bei einem Ausführungsbeispiel kann
der erste Klemmkörper an einem ersten Grundkörper und der zweite Klemmkörper an einem
zweiten Grundkörper verschiebbar gelagert sein. Die beiden Grundkörper sind separat
voneinander ausgebildet und in Spannrichtung R, insbesondere mit Abstand angeordnet.
[0006] Eine um eine Spindellängsachse drehbare Gewindespindel erstreckt sich in Spannrichtung
entlang des wenigstens einen Grundkörpers. Die Gewindespindel hat einen ersten Gewindeabschnitt
für den ersten Klemmkörper und einen zweiten Gewindeabschnitt für den zweiten Klemmkörper.
Bevorzugt haben der erste Gewindeabschnitt und der zweite Gewindeabschnitt unterschiedliche
Drehrichtungen bzw. Drehsinne. Beispielsweise kann der erste Gewindeabschnitt ein
Rechtsgewinde und der zweite Gewindeabschnitt ein Linksgewinde sein oder umgekehrt.
[0007] Die Werkstückspannvorrichtung weist für jeden Klemmkörper einen Kopplungskörper auf.
Jeder Kopplungskörper ist zwischen einer Kopplungsstellung und einer Freigabestellung
bewegbar, beispielsweise verschiebbar. Jeder Kopplungskörper hat ein Ende, das der
Gewindespindel bzw. dem ersten Gewindeabschnitt oder zweiten Gewindeabschnitt zugeordnet
ist und ein Teilgegengewinde trägt. Das Teilgegengewinde ist ein sich in Gewindedrehrichtung
oder in Umfangsrichtung nicht vollständig geschlossenes Gewinde.
[0008] In der Kopplungsstellung greift das Teilgegengewinde in den zugeordneten ersten Gewindeabschnitt
oder den zugeordneten zweiten Gewindeabschnitt ein. Bei einer Rotation der Gewindespindel
wird daher eine Bewegung des Klemmkörpers in Spannrichtung bewirkt. In der Freigabestellung
des betreffenden Kopplungskörpers ist das Teilgegengewinde außer Eingriff mit dem
zugeordneten ersten Gewindeabschnitt bzw. zweiten Gewindeabschnitt. Es besteht somit
keine Antriebskopplung zwischen der Gewindespindel und dem Klemmkörper. Der Klemmkörper
kann schnell und ohne Rotation der Gewindespindel relativ zu dem wenigstens einen
Grundkörper positioniert werden. Dadurch ist eine schnelle Einstellung der Position
der Klemmkörper in Spannrichtung möglich, um die Werkstückspannvorrichtung an unterschiedlich
große Werkstücke anzupassen. Gerade bei sehr langen Gewindespindeln wäre ansonsten
eine zeitraubende Rotationsbewegung zur Einstellung der Klemmkörper erforderlich,
wenn diese einen entsprechend großen Weg in Spannrichtung zurücklegen müssen.
[0009] Vorzugsweise haben der erste Gewindeabschnitt und der zweite Gewindeabschnitt denselben
Betrag der Gewindesteigung.
[0010] Es ist außerdem bevorzugt, wenn die Klemmkörper jeweils denselben Abstand zu einer
Mittelebene aufweisen, die rechtwinklig zur Spannrichtung orientiert ist. Die Mittelebene
durchsetzt die Gewindespindel zwischen dem ersten Gewindeabschnitt und dem zweiten
Gewindeabschnitt. Bei einer Rotation der Gewindespindel und wenn beide Kopplungskörper
in ihrer Kopplungsstellung sind, bewegen sich die beiden Klemmkörper jeweils um den
gleichen Weg relativ zur Mittelebene aufeinander zu oder voneinander weg, abhängig
von der Drehrichtung der Gewindespindel.
[0011] Es ist vorteilhaft, wenn die Werkstückspannvorrichtung einen ersten Kopplungskörper
für den ersten Klemmkörper und einen sich vom ersten Kopplungskörper unterscheidenden
zweiten Kopplungskörper für den zweiten Klemmkörper aufweist. Die beiden Kopplungskörper
haben insbesondere Teilgegengewinde mit entgegengesetzter Drehrichtung, jeweils angepasst
an den zugeordneten ersten Gewindeabschnitt bzw. zweiten Gewindeabschnitt.
[0012] Es ist vorteilhaft, wenn jeder Klemmkörper eine Aufnahmeaussparung aufweist. Die
Aufnahmeaussparung ist dazu eingerichtet, den zugeordneten Kopplungskörper aufzunehmen,
insbesondere wenn sich dieser in der Kopplungsstellung befindet. Vorzugsweise durchsetzt
die Aufnahmeaussparung den Klemmkörper in einer Richtung rechtwinklig zur Spindellängsachse
vollständig. Dadurch kann der Kopplungskörper auf der der Gewindespindel abgewandten
Seite in die Aufnahmeaussparung eingeführt werden und kann mit seinem der Gewindespindel
zugeordneten Ende in der Kopplungsstellung aus der Aufnahmeaussparung herausragen,
um in Eingriff mit dem ersten Gewindeabschnitt bzw. zweiten Gewindeabschnitt zu gelangen.
[0013] Bei einem Ausführungsbeispiel hat jeder Kopplungskörper einen Basisteil. Der Basisteil
ist zum lösbaren Anbringen des Kopplungskörpers am zugeordneten Klemmkörper eingerichtet
und kann hierfür mit einer zugeordneten Sicherungseinrichtung zusammenarbeiten. In
der Kopplungsstellung ist der Kopplungskörper mittels des Basisteils vorzugsweise
kraftschlüssig und/oder formschlüssig am zugeordneten Klemmkörper gehalten.
[0014] Der Basisteil kann beispielsweise eine plattenförmige Gestalt aufweisen. Darunter
ist eine Gestalt zu verstehen, bei der die Dicke des Basisteils kleiner ist als die
Dimension des Basisteils in zumindest einer Richtung rechtwinklig zur Dicke.
[0015] Es ist bevorzugt, wenn der Basisteil eine Anschlagfläche aufweist, die mit einer
Gegenanschlagfläche des zugeordneten Klemmkörpers zusammenarbeitet. In der Kopplungsstellung
des Kopplungskörpers liegt die Anschlagfläche des Basisteils an der Gegenanschlagfläche
an. Dadurch kann eine Relativlage zwischen dem Kopplungskörper und dem Klemmkörper
in der Kopplungsstellung definiert werden, um einen sicheren Eingriff des Teilgegengewindes
in den zugeordneten ersten Gewindeabschnitt oder den zugeordneten zweiten Gewindeabschnitt
sicherzustellen.
[0016] Jeder Kopplungskörper kann bei einem Ausführungsbeispiel einen Kopplungsteil aufweisen,
an dem das Teilgegengewinde angeordnet ist. Beispielsweise kann der Kopplungsteil
quer vom Basisteil bis zu einem Ende wegragen, das der Gewindespindel zugeordnet ist
und an dem das Teilgegengewinde angeordnet ist. Der Kopplungsteil kann dabei rechtwinklig
Gewindespindel ausgerichtet sein. Er kann zusätzlich oder alternativ auch rechtwinkelig
zu einer Ebene ausgerichtet sein, in der sich die Anschlagfläche des Basisteils erstreckt.
Die Anschlagfläche kann gegenüber der Erstreckungsrichtung des Kopplungsteils aber
auch in einem Winkel von mehr als 90° orientiert sein, beispielsweise wenn sich der
Basisteil durch eine schräg geneigte Anschlagfläche zum Kopplungsteil hin verjüngt.
[0017] Jedes Teilgegengewinde ist in einer Umfangsrichtung um eine Gewindeachse des Teilgegengewindes
nicht vollständig geschlossen, sondern erstreckt sich insbesondere maximal um 180°
um die Gewindeachse herum. Eine das Teilgegengewinde tragende Endfläche des Endes
des Kopplungskörpers hat somit eine Kontur entsprechend einer Zylindermantelteilfläche,
die sich in Umfangsrichtung um höchstens 180° um die Zylinderachse erstreckt.
[0018] Jedes Teilgegengewinde hat mehrere Gewindevorsprünge und mehrere Gewindevertiefungen.
Die Gewindevorsprünge eines gemeinsamen Teilgegengewindes erstrecken sich jeweils
bogenförmig entlang einer gemeinsamen Schraubenbahn oder Helix. Entsprechend erstrecken
sich die Gewindevertiefungen eines gemeinsamen Teilgegengewindes jeweils bogenförmig
entlang einer gemeinsamen Schraubenbahn oder Helix. Jeder Gewindevorsprung und jede
Gewindevertiefung erstreckt sich dabei vorzugsweise um maximal 180° um die Gewindeachse
A.
[0019] Jedem Kopplungskörper kann eine Sicherungseinrichtung zugeordnet sein. Vorzugsweise
ist für jeden Kopplungskörper eine separate Sicherungseinrichtung vorhanden. Die Sicherungseinrichtung
kann beispielsweise wenigstens einen Sicherungskörper aufweisen. Die Sicherungseinrichtung
ist dazu eingerichtet, den Kopplungskörper in seiner Kopplungsstellung zu halten und
gegen ein Bewegen aus der Kopplungsstellung in Richtung der Freigabestellung zu sichern.
[0020] Vorzugsweise kann jede Sicherungseinrichtung zwischen einer Sicherungsstellung und
einer Lösestellung umgeschaltet werden. Insbesondere kann der wenigstens eine Sicherungskörper
jeder Sicherungseinrichtung vorzugsweise durch eine Drehbewegung oder Schwenkbewegung
zwischen der Sicherungsstellung und der Lösestellung bewegt werden. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist der wenigstens eine Sicherungskörper jeder Sicherungseinrichtung um eine Exzenterachse
drehbar bzw. schwenkbar. Jeder Sicherungskörper kann ein Exzenterteil aufweisen, das
exzentrisch zur Exzenterachse angeordnet ist. Beispielsweise kann die Exzenterachse
durch einen Bolzen und insbesondere einen Gewindebolzen definiert werden. Das Exzenterteil
kann durch einen exzentrisch angeordneten Bolzenkopf gebildet sein. Bei einem Ausführungsbeispiel
hat der Bolzenkopf eine gegenüber der Exzenterachse nicht rotationssymmetrische Außenkontur,
beispielsweise eine von einer kreisrunden Kontur abweichende Außenkontur.
[0021] Der Exzenterteil kann den zugeordneten Kopplungskörper in der Sicherungsstellung
der Sicherungseinrichtung gegen eine Bewegung sichern, beispielsweise gegen ein Verschieben
von der Gewindespindel weg. In der Lösestellung der Sicherungseinrichtung kann der
Exzenterteil eine Bewegung von der Gewindespindel weg ermöglichen. Beispielsweise
kann der Exzenterteil den Kopplungskörper und insbesondere den Basisteil in der Sicherungsstellung
formschlüssig und/oder kraftschlüssig beaufschlagen, während er in der Lösestellung
vorzugsweise ohne Kontakt zum Kopplungskörper angeordnet ist.
[0022] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Werkstückspannvorrichtung,
Figur 2 eine perspektivische Teildarstellung eines Klemmkörpers der Werkstückspannvorrichtung
aus Figur 1, wobei sich ein Kopplungskörper des Klemmkörpers in einer Kopplungsstellung
befindet,
Figur 3 die perspektivische Teildarstellung gemäß Figur 2, wobei sich eine dem Kopplungskörper
zugeordnete Sicherungseinrichtung in einer Sicherungsstellung befindet,
Figur 4 eine schematische, blockschaltbildähnliche Explosionsdarstellung eines Grundkörpers,
eines Klemmkörpers und eines zugeordneten Kopplungskörpers für ein Ausführungsbeispiel
einer Werkstückspannvorrichtung,
Figur 5 eine schematische blockschaltbildähnliche Darstellung des Grundkörpers, des
Klemmkörpers und des Kopplungskörpers aus Figur 4, wobei sich der Kopplungskörper
in einer Freigabestellung befindet,
Figur 6 der Grundkörper, der Klemmkörper und der Kopplungskörper aus Figur 5, wobei
sich der Kopplungskörper in einer Kopplungsstellung befindet,
Figur 7 einen ersten Kopplungskörper mit Blick auf das dem ersten Gewindeabschnitt
zugeordnete Ende des ersten Kopplungskörpers und
Figur 8 einen zweiten Kopplungskörper mit Blick auf das dem zweiten Gewindeabschnitt
zugeordnete Ende des zweiten Kopplungskörpers.
[0023] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Werkstückspannvorrichtung 10 veranschaulicht.
Die Werkstückspannvorrichtung 10 weist wenigstens einen Grundkörper und beim Ausführungsbeispiel
einen ersten Grundkörper 11 sowie einen vom ersten Grundkörper 11 separaten zweiten
Grundkörper 12 auf. Die beiden Grundkörper 11, 12 sind dazu eingerichtet, die Werkstückspannvorrichtung
10 an einem Träger 13 anzuordnen. Der Träger 13 hat eine zumindest abschnittsweise
ebene Trägerfläche 14. Jeder Grundkörper 11, 12 hat eine Unterseite, die zumindest
abschnittsweise eben ist und dazu eingerichtet ist, auf der Trägerfläche 14 des Trägers
13 angeordnet zu werden. Bei dem hier veranschaulichten Ausführungsbeispiel erstreckt
sich die Trägerfläche 14 vollständig in einer einzigen Ebene, die durch eine Spannrichtung
R und eine rechtwinklig zur Spannrichtung R orientierte Querrichtung Q aufgespannt
wird. Rechtwinklig zur Spannrichtung R und zur Querrichtung Q ist eine Höhenrichtung
H ausgerichtet. Die Höhenrichtung H, die Querrichtung Q und die Spannrichtung R definieren
ein Koordinatensystem der Werkstückspannvorrichtung 10.
[0024] Die Grundkörper 11, 12 können formschlüssig und/oder kraftschlüssig am Träger 13
angeordnet werden. Hierzu ist eine Befestigungseinrichtung 15 vorhanden. Zu der Befestigungseinrichtung
gehören beim Ausführungsbeispiel Befestigungsstifte 18, die von der Unterseite jedes
Grundkörpers 11, 12 wegragen, wobei an jedem Grundkörper mindestens drei und beispielsgemäß
vier Befestigungsstifte 18 angeordnet sind. Im Träger 13 sind zur Trägerfläche 14
hin offene Löcher 19 vorhanden, in die die Befestigungsstifte 18 eingesteckt werden
können. Innerhalb des Trägers 13 sind durch ein Betätigungselement 20 betätigbare
und beispielsweise verschiebbare Spannschieber angeordnet, deren Enden jeweils einem
der Löcher 19 zugeordnet sind. Dadurch kann ein Befestigungsstift 18, der in einem
Loch 19 angeordnet ist, mittels des zugeordneten Spannschiebers formschlüssig und/oder
kraftschlüssig geklemmt werden. Die dabei erzeugte Kraft kann eine Komponente quer
zur Erstreckungsrichtung des Befestigungsstifts 18 und gleichzeitig in Erstreckungsrichtung
des Befestigungsstifts 18 haben, so dass die Unterseite der Grundkörper 11, 12 gegen
die Trägerfläche 14 gezogen wird. Das Betätigungselement 20 des Trägers 13 ist von
außen zugänglich und kann beispielsweise eine Schraube sein.
[0025] Der erste Grundkörper 11 und der zweite Grundkörper 12 sind in Spannrichtung R mit
Abstand zueinander angeordnet. An dem ersten Grundkörper 11 ist ein erster Klemmkörper
25 in Spannrichtung R verschiebbar angeordnet. Am zweiten Grundkörper 12 ist ein zweiter
Klemmkörper 26 in Spannrichtung R verschiebbar angeordnet. An jedem Klemmkörper 25,
26 ist beim Ausführungsbeispiel eine Klemmfläche 27 zur Beaufschlagung eines einzuspannenden
Werkstücks vorhanden. Alternativ oder zusätzlich kann an jedem Klemmkörper 25, 26
eine geeignete Verbindungseinrichtung vorhanden sein, um eine separate Spannbacke
an dem Klemmkörper 25, 26 anordnen zu können. An der Spannbacke kann wiederum eine
Klemmfläche für das Einspannen eines Werkstücks vorhanden sein.
[0026] Jeder Klemmkörper 25, 26 hat in Querrichtung Q mit Abstand zueinander angeordnete
Führungselemente 28, die mit jeweils einer Führung 29 am ersten Grundkörper 11 oder
am zweiten Grundkörper 12 zusammenarbeiten, um den ersten Klemmkörper 25 und den zweiten
Klemmkörper 26 in Spannrichtung R zu führen. Zwischen den beiden Führungselementen
28 hat der Klemmkörper 25, 26 einen Zentralteil 30 mit einer dem Klemmkörper 25, 26
in Spannrichtung R vollständig durchsetzenden Öffnung 31. Durch die Öffnung 31 erstreckt
sich ein Abschnitt einer Gewindespindel 32. Die Gewindespindel 32 erstreckt sich entlang
des ersten Grundkörpers 11 und des zweiten Grundkörpers 12. Die Gewindespindel 32
hat eine Spindellängsachse L, die sich in Spannrichtung R erstreckt. Die Gewindespindel
32 hat einen ersten Gewindeabschnitt 33, der benachbart zum ersten Grundkörper 11
angeordnet ist. Die Gewindespindel 32 hat einen zweiten Gewindeabschnitt 34, der benachbart
zum zweiten Grundkörper 12 angeordnet ist. Die beiden Gewindeabschnitte 33, 34 können
an separaten Spindelteilen angeordnet sein, die zwischen den Gewindeabschnitten 33,
34 durch ein Mittelstück, beispielsweise eine Hülse 35, miteinander verbunden sind.
[0027] Beim Ausführungsbeispiel haben die beiden Gewindeabschnitte 33, 34 entgegengesetzte
Drehrichtungen. Beispielsweise kann der erste Gewindeabschnitt 33 als Rechtsgewinde
und der zweite Gewindeabschnitt 34 als Linksgewinde ausgeführt sein oder umgekehrt.
Der Betrag der Gewindesteigungen ist in beiden Gewindeabschnitten 33, 34 gleich groß.
[0028] Mit ihrem ersten Gewindeabschnitt 33 erstreckt sich die Gewindespindel 32 durch die
Öffnung 31 des ersten Klemmkörpers 25 und mit dem zweiten Gewindeabschnitt 34 erstreckt
sich die Gewindespindel 32 durch die Öffnung 31 des zweiten Klemmkörpers 26. Dem ersten
Klemmkörper 25 ist ein erster Kopplungskörper 40 mit einem ersten Teilgegengewinde
41 zugeordnet. Dem zweiten Klemmkörper 26 ist ein zweiter Kopplungskörper 42 mit einem
zweiten Teilgegengewinde 43 zugeordnet. Das erste Teilgegengewinde 41 ist bezüglich
der Drehrichtung und der Gewindesteigung an den ersten Gewindeabschnitt 33 angepasst,
um einen Gewindeeingriff zwischen dem ersten Teilgegengewinde 41 und dem ersten Gewindeabschnitt
33 zu ermöglichen. Das zweite Teilgegengewinde 43 ist bezüglich der Gewindesteigung
und der Drehrichtung an den zweiten Gewindeabschnitt 34 angepasst, um einen Gewindeeingriff
zwischen dem zweiten Teilgegengewinde 43 und dem zweiten Gewindeabschnitt 34 zu ermöglichen.
[0029] Der erste Kopplungskörper 40 und der zweite Kopplungskörper 42 sind jeweils zwischen
einer Kopplungsstellung I (Figuren 1-3 und 6) und einer Freigabestellung II (Figuren
4 und 5) bewegbar. In der Kopplungsstellung des ersten Kopplungskörpers 40 ist das
erste Teilgegengewinde 41 in Eingriff mit dem ersten Gewindeabschnitt 33. In der Freigabestellung
II des ersten Kopplungskörpers 40 ist das erste Teilgegengewinde 41 außer Eingriff
mit dem ersten Gewindeabschnitt 33. In der Kopplungsstellung I des zweiten Kopplungskörpers
42 ist das zweite Teilgegengewinde 43 in Eingriff mit dem zweiten Gewindeabschnitt
34 der Gewindespindel 32 und in der Freigabestellung II des zweiten Kopplungskörpers
42 ist das zweite Teilgegengewinde 43 außer Eingriff mit dem zweiten Gewindeabschnitt
34.
[0030] Die Teilgegengewinde 41, 43 sind in den Figuren 7 und 8 veranschaulicht. Jedes Teilgegengewinde
41, 43 hat mehrere Gewindevorsprünge 44, die auf einer gemeinsamen Schraubenbahn oder
Helix angeordnet sind, die sich um eine Gewindeachse A des Teilgegengewindes 41, 43
erstreckt. Außerdem hat jedes Teilgegengewinde 41, 43 mehrere Gewindevertiefungen
45, die sich auf einer gemeinsamen Schraubenbahn oder Helix um die Gewindeachs A erstrecken.
Die Gewindevorsprünge 44 und die Gewindevertiefungen 45 haben in einer Umfangsrichtung
U um die Gewindeachse A eine Erstreckung in einem Winkelbereich, der maximal und beim
Ausführungsbeispiel genau 180° beträgt. Dadurch können die Teilgegengewinde 41, 43
mit dem jeweils zugeordneten Gewindeabschnitt 33, 34 durch eine lineare Bewegung rechtwinklig
oder radial zur Spindellängsachse L in Eingriff oder außer Eingriff gebracht werden.
[0031] Die Teilgegengewinde 41, 43 sind an einem der Gewindespindel 32 zugeordneten Ende
46 des jeweiligen Kopplungskörpers 40, 42 angeordnet. Dieses Ende 46 ist durch das
Ende bzw. einen Endabschnitt eines Kopplungsteils 47 des Kopplungskörpers 40, 42 gebildet,
der sich ausgehend von einem Basisteil 48 des Kopplungskörpers 40, 42 zu dem Ende
46 hin erstreckt.
[0032] Der Basisteil 48 hat auf der dem Kopplungsteil 47 zugewandten Seite eine Anschlagfläche
49, die dazu eingerichtet ist, mit einer Gegenanschlagfläche 50 am zugeordneten ersten
Klemmkörper 25 oder zweiten Klemmkörper 26 zusammenzuarbeiten. Die Anschlagfläche
49 erstreckt sich beim Ausführungsbeispiel in einer Ebene. Die Gegenanschlagfläche
50 erstreckt sich beim Ausführungsbeispiel in einer Ebene, die durch die Spannrichtung
R und die Querrichtung Q aufgespannt ist. Der Kopplungsteil 47 des Kopplungskörpers
40, 42 ist beim Ausführungsbeispiel rechtwinklig zur Anschlagfläche 49 ausgerichtet.
Der Kopplungsteil 47 erstreckt sich insbesondere ausgehend von der Anschlagfläche
49 zum Ende 46. Die Anschlagfläche 49 kann den Kopplungsteil 47 an der Verbindungsstelle
zum Basisteil 48 vollständig umschließen oder nur an wenigstens einer Stelle seitlich
über den Kopplungsteil 47 vorstehen.
[0033] Im Klemmkörper 25, 26 ist eine Aufnahmeaussparung 54 vorhanden, deren Kontur im Wesentlichen
an die Kontur des Kopplungskörpers 40, 42 angepasst ist, so dass der Kopplungsteil
47 in Höhenrichtung H geführt in der Aufnahmeaussparung 54 verschiebbar ist. Die Aufnahmeaussparung
54 hat einen in die Öffnung 31 einmündenden ersten Abschnitt 55, der zur Aufnahme
des Kopplungsteils 47 eingerichtet ist. An den ersten Abschnitt 55 schließt sich auf
der der Öffnung 31 entgegengesetzten Seite ein zweiter Abschnitt 56 an, der zur Aufnahme
des Basisteils 48 eingerichtet ist. Der zweite Abschnitt 56 ist in Querrichtung Q
und/oder in Spannrichtung R größer als der erste Abschnitt 55. Innerhalb des zweiten
Abschnitts 56 ist angrenzend an den ersten Abschnitt 55 die Gegenanschlagfläche 50
gebildet.
[0034] In montiertem Zustand, wenn die Führungselemente 28 des Klemmkörpers 25, 26 in Eingriff
sind mit den zugeordneten Führungen 29 des Grundkörpers 11, 12, durchgreift die Gewindespindel
32 die Öffnung 31 des Klemmkörpers 25, 26. Der Durchmesser der Öffnung 31 ist größer
als der Außendurchmesser der Gewindespindel 32 bzw. des ersten Gewindeabschnitts 33
und des zweiten Gewindeabschnitts 34. Dadurch kann der Klemmkörper 25, 26 ungehindert
in Spannrichtung R entlang der Gewindespindel 32 verschoben werden, wenn sich der
Kopplungskörper 40, 42 in seiner Freigabestellung II befindet.
[0035] Zur Kopplung des Klemmkörpers 25, 26 mit der Gewindespindel 32 wird der Kopplungskörper
40, 42 in seine Kopplungsstellung I gebracht und dazu soweit in die Aufnahmeaussparung
54 eingeschoben, bis die Anschlagfläche 49 an der Gegenanschlagfläche 50 anliegt.
Dann ist das Teilgegengewinde 41, 43 in Eingriff mit dem zugeordneten Gewindeabschnitt
33, 34 der Gewindespindel 32. Das Verschieben des Klemmkörpers 25, 26 relativ zum
Grundkörper 11, 12 ist in der Kopplungsstellung I des Kopplungskörpers 40, 42 nur
dann möglich, wenn die Gewindespindel 32 um die Spindellängsachse L gedreht wird.
[0036] Um den Kopplungskörper 40, 42 in der Kopplungsstellung I zu halten und ein versehentliches
Verschieben von der Spindellängsachse L weg zu vermeiden, weist die Werkstückspannvorrichtung
10 für jeden Kopplungskörper 40, 42 eine Sicherungseinrichtung 60 auf. Die Sicherungseinrichtung
60 kann zwischen einer Sicherungsstellung III (Figuren 3 und 6) und einer Lösestellung
IV (Figur 5) bewegt werden. In der Lösestellung IV ist ein Verschieben des Kopplungskörpers
40, 42 in der Aufnahmeaussparung 54 ermöglicht, während die Sicherungsstellung III
eine Verschiebung des Kopplungskörpers 40, 42 in der Aufnahmeaussparung 54 blockiert.
[0037] Jede Sicherungseinrichtung 60 weist beim Ausführungsbeispiel zwei separate Sicherungskörper
61 auf. Jeder Sicherungskörper 61 hat beim Ausführungsbeispiel einen Bolzen 62, der
eine Exzenterachse S definiert. An einem Ende des Bolzens 62 ist ein Bolzenkopf vorhanden,
der ein um die Exzenterachse S exzentrisch gelagerten Exzenterteil 63 bildet.
[0038] Ein Ausführungsbeispiel der Sicherungseinrichtung 60 bzw. der Sicherungskörper 61
ist in Figur 3 zu erkennen. In Verlängerung des Bolzens 62 weist der Exzenterteil
63 eine Werkzeugangriffsfläche 64 auf, die beispielsweise als Innensechskant, Innensechsrund,
Schlitz, Kreuzschlitz oder auf andere bekannte Weise ausgeführt sein kann. Der Exzenterteil
63 ist bezüglich der Exzenterachse S nicht rotationssymmetrisch konturiert. Der Exzenterteil
63 hat an zwei sich bezüglich der Exzenterachse S gegenüberliegenden Seiten rechtwinkelig
zur Exzenterachse gesehen unterschiedliche Dimensionen. Er weist beispielsgemäß einen
ersten Exzenterabschnitt 63a und einen radial größeren zweiten Exzenterabschnitt 63b,
der dem ersten Exzenterabschnitt 63a bezüglich der Exzenterachse S diametral gegenüberliegt.
[0039] Beim Ausführungsbeispiel erstreckt sich der zweite Exzenterabschnitt 63b kreisbogenförmig
um die Exzenterachse S in einen Winkelbereich von beispielsweise 180° bis 200° um
die Exzenterachse S. An den zweiten Exzenterabschnitt 63b schließt sich der erste
Exzenterabschnitt 63a an, der beispielsgemäß eine kreisbogenförmige Außenkontur mit
einen größeren Radius aufweist und dessen Kreismittelpunkt versetzt von der Exzenterachse
S angeordnet ist. Der Exzenterteil 63 kann auch andere gegenüber der Exzenterachse
S exzentrische Ausgestaltungen aufweisen.
[0040] Durch eine Drehung der Sicherungskörper 61 um die Exzenterachse S schwenkt der Exzenterteil
63 um die jeweilige Exzenterachse S und kann dabei zwischen der Sicherungsstellung
I und der Lösestellung II geschwenkt werden. In der Sicherungsstellung III steht der
Exzenterteil 63 in Kontakt mit dem sich in der Kopplungsstellung I befindenden Kopplungskörper
40, 42 und sichert diesen gegen eine Verschiebung relativ zum Klemmkörper 25, 26,
beispielsweise gegen eine Bewegung in Höhenrichtung H. Beispielsweise kann der zweite
Exzenterabschnitt 63b des Exzenterteil 63 den Basisteil 48 des Kopplungskörpers 40,
42 teilweise übergreifen.
[0041] Durch eine Drehung des Sicherungskörpers 61 kann der erste Exzenterabschnitt 63a
dem benachbarten Basisteil 48 zugewandt sein ohne diesen zu übergreifen. Befinden
sich alle Sicherungskörper 61 der Sicherungseinrichtung 60 in dieser Stellung, nimmt
die Sicherungseinrichtung 60 die Lösestellung IV ein.
[0042] Beim Ausführungsbeispiel weist der Basisteil 48 an zwei in Querrichtung Q entgegengesetzten
Seiten jeweils eine Vertiefung 65 auf, die in Querrichtung Q offen ist. In Höhenrichtung
H ist die Vertiefung 65 zumindest auf einer Seite durch eine Sicherungsfläche 66 begrenzt.
Die Sicherungsfläche 66 weist vom Kopplungsteil 47 bzw. dem Teilgegengewinde 41, 43
bzw. der Anschlagfläche 49 weg. Die Vertiefung 65 kann auf der der Sicherungsfläche
66 entgegengesetzten Seite in Höhenrichtung H offen sein (Figur 2).
[0043] Im ersten Klemmkörper 25 und im zweiten Klemmkörper 26 ist in Querrichtung Q an gegenüberliegenden
Seiten jeweils eine Exzenteraussparung 67 vorhanden, die von außen zugänglich ist
und die zur Aufnahme des Exzenterteils 63 eines Sicherungskörpers 61 eingerichtet
ist. Beim Ausführungsbeispiel bilden eine Vertiefung 65 des in der Kopplungsstellung
I angeordneten Kopplungskörpers 40, 42 gemeinsam mit jeweils einer Exzenteraussparung
67 eine zylindrische Vertiefung.
[0044] In Verlängerung der Exzenteraussparung 67 und benachbart zur Aufnahmeaussparung 54
ist im Klemmkörper 25, 26 eine Bolzenaufnahme 68 vorhanden, die zur Aufnahme und insbesondere
zum Einschrauben des Bolzens 62 eingerichtet ist. Dazu kann die Bolzenaufnahme 68
ein Innengewinde und der Bolzen 62 kann ein Außengewinde aufweisen.
[0045] Die Sicherungseinrichtung 60 arbeitet wie folgt: Die Sicherungskörper 61 können mit
den Bolzen 62 in die zugehörige Bolzenaufnahme 68 eingeschraubt werden. Bei einer
Drehung um 180° um die jeweilige Exzenterachse S kann der Exzenterteil 63 in eine
Schwenkstellung gebracht werden, in der er sich innerhalb der Exzenteraussparung 67
befindet und nicht in die Ausnahmeaussparung 54 hineinragt bzw. diese übergreift.
Diese Stellung ist in Figur 5 veranschaulicht. Die Sicherungseinrichtung 60 befindet
sich dann in der Lösestellung IV.
[0046] Ist in die Aufnahmeaussparung 54 ein Kopplungskörper 40, 42 eingesetzt und befindet
sich dieser in der Kopplungsstellung I, kann die Sicherungseinrichtung 60 in die Sicherungsstellung
III umgeschaltet werden, in dem die Exzenterteile 63 um die jeweilige Exzenterachse
S geschwenkt werden, bis sie zumindest teilweise in die Vertiefung 65 am Basisteil
48 hineinragen. Die Exzenterteile 63 übergreifen dabei die Sicherungsfläche 66 angrenzend
an die Vertiefung 55. Dadurch ist ein Verschieben des Kopplungskörpers 40, 42 in der
Aufnahmeaussparung 54 von der Gewindespindel 32 weg blockiert.
[0047] Mittels der Erfindung kann eine Schnellverstellung der Klemmkörper 25, 26 entlang
der Grundkörper 11, 12 erfolgen. Die Sicherungseinrichtung 60 wird hierfür in die
Lösestellung IV gebracht und die Kopplungskörper 40, 42 werden in ihre jeweilige Freigabestellung
II bewegt, indem sie außer Eingriff gebracht werden mit dem jeweils zugeordneten Gewindeabschnitt
33, 34 der Gewindespindel 32. Die Klemmkörper 25, 26 können dann ohne Drehung der
Gewindespindel 32 um die Spindellängsachse L relativ zur Gewindespindel 32 verschoben
werden. Ist eine gewünschte Position der Klemmkörper 25, 26 entlang der Grundkörper
11, 12 erreicht, werden die Kopplungskörper 40, 42 wieder in die Kopplungsstellung
I bewegt und die Sicherungseinrichtung 60 anschließend in die Sicherungsstellung III
gebracht. Ein Verschieben der Klemmkörper 25, 26 gegenüber der Gewindespindel 32 ist
in diesem Zustand nicht mehr möglich. Vielmehr können die Klemmkörper 25, 26 nur noch
über eine Drehung der Gewindespindel 32 relativ zu den Grundkörper 11, 12 bewegt werden,
beispielsweise um eine Klemmkraft auf ein Werkstück zu erzeugen. Die Werkstückspannvorrichtung
10 kann auf diese Weise einfach und schnell an das Einspannen von Werkstücken mit
unterschiedlichen Abmessungen angepasst werden.
[0048] Zum Positionieren der Klemmkörper 25, 26 in von der Gewindespindel 32 entkoppelten
Zustand kann an den Grundkörpern 11, 12 eine Skala 69 vorhanden sein. Dadurch ist
es einfach und schnell möglich, beide Klemmkörper 25, 26 gegenüber einer gemeinsamen
Mittelebene in gleichem Abstand angeordnet werden. Die Mittelebene erstreckt sich
rechtwinklig zur Spannrichtung R bzw. zur Spindellängsachse L mittig zwischen den
beiden Grundkörpern 11, 12 bzw. mittig durch die Gewindespindel 32.
[0049] Die Erfindung betrifft eine Werkstückspannvorrichtung 10 mit wenigstens einem Grundkörper
11, 12. Ein erster Klemmkörper 25 und ein zweiter Klemmkörper 26 sind in einer Spannrichtung
R verschiebbar an dem wenigstens einen Grundkörper 11, 12 gelagert. Eine Gewindespindel
32 erstreckt sich entlang einer Spindellängsachse L. Die Spindellängsachs L ist in
Spannrichtung R ausgerichtet. Sie hat einen ersten Gewindeabschnitt 33 für den ersten
Klemmkörper 25 und einen zweiten Gewindeabschnitt 34 für den zweiten Klemmkörper 26.
Ein erster Kopplungskörper 40 hat ein erstes Teilgegengewinde 41 und ein zweiter Kopplungskörper
42 hat ein zweites Teilgegengewinde 43. In einer Kopplungsstellung I steht das Teilgegengewinde
41, 43 in Eingriff mit dem zugeordneten Gewindeabschnitt 33 bzw. 34. In einer Freigabestellung
II ist das Teilgegengewinde 41, 43 außer Eingriff mit dem zugeordneten Gewindeabschnitt
33, 34. In dieser Freigabestellung ist eine Verschiebung der Klemmkörper 25, 26 ohne
Drehung der Gewindespindel 32 möglich.
Bezugszeichenliste:
[0050]
- 10
- Werkstückspannvorrichtung
- 11
- erster Grundkörper
- 12
- zweiter Grundkörper
- 13
- Träger
- 14
- Trägerfläche
- 17
- Befestigungseinrichtung
- 18
- Befestigungsstift
- 19
- Loch
- 20
- Betätigungselement
- 25
- erster Klemmkörper
- 26
- zweiter Klemmkörper
- 27
- Klemmfläche
- 28
- Führungselement
- 29
- Führung
- 30
- Zentralteil
- 31
- Öffnung
- 32
- Gewindespindel
- 33
- erster Gewindeabschnitt
- 34
- zweiter Gewindeabschnitt
- 35
- Hülse
- 40
- erster Kopplungskörper
- 41
- erstes Teilgegengewinde
- 42
- zweiter Kopplungskörper
- 43
- zweites Teilgegengewinde
- 44
- Gewindevorsprung
- 45
- Gewindevertiefung
- 46
- Ende des Kopplungskörpers
- 47
- Kopplungsteil des Kopplungskörpers
- 48
- Basisteil des Kopplungskörpers
- 49
- Anschlagfläche
- 50
- Gegenanschlagfläche
- 54
- Aufnahmeaussparung
- 55
- erster Abschnitt der Aufnahmeaussparung
- 56
- zweiter Abschnitt der Aufnahmeaussparung
- 60
- Sicherungseinrichtung
- 61
- Sicherungskörper
- 62
- Bolzen
- 63
- Exzenterteil
- 63a
- erster Exzenterabschnitt
- 63b
- zweiter Exzenterabschnitt
- 64
- Werkzeugangriffsfläche
- 65
- Vertiefung des Basisteils
- 66
- Sicherungsfläche
- 67
- Exzenteraussparung
- 68
- Bolzenaufnahme
- I
- Kopplungsstellung
- II
- Freigabestellung
- III
- Sicherungsstellung
- IV
- Lösestellung
- A
- Gewindeachse
- H
- Höhenrichtung
- L
- Spindellängsachse
- Q
- Querrichtung
- R
- Spannrichtung
- S
- Exzenterachse
1. Werkstückspannvorrichtung (10) aufweisend
wenigstens einen Grundkörper (11, 12), der dazu eingerichtet ist, an einem Träger
(13) angeordnet zu werden,
einen ersten Klemmkörper (25) und einen zweiten Klemmkörper (26), die in einer Spannrichtung
(R) verschiebbar am wenigstens einen Grundkörper (11, 12) gelagert sind,
eine sich in Spannrichtung (R) um eine Spindellängsachse (L) erstreckende Gewindespindel
(32), die einen ersten Gewindeabschnitt (33) für den ersten Klemmkörper (25) und einen
zweiten Gewindeabschnitt (34) für den zweiten Klemmkörper (26) aufweist,
wobei für jeden Klemmkörper (25, 26) ein Kopplungskörper (40, 42) vorhanden ist, der
zwischen einer Kopplungsstellung (I) und einer Freigabestellung (II) bewegbar ist,
wobei jeder Kopplungskörper (40, 42) an einem der Gewindespindel (32) zugeordneten
Ende (46) ein Teilgegengewinde (41, 43) aufweist, das in der Kopplungsstellung (I)
mit dem ersten Gewindeabschnitt (33) oder dem zweiten Gewindeabschnitt (34) in Eingriff
steht und der in der Freigabestellung (II) außer Eingriff ist mit dem ersten Gewindeabschnitt
(33) und dem zweiten Gewindeabschnitt (34).
2. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gewindeabschnitt (33) eine Drehrichtung aufweist, der entgegengesetzt ist
zur Drehrichtung des zweiten Gewindeabschnitts (34) .
3. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Kopplungskörper (40) für den ersten Klemmkörper (25) und ein zweiter Kopplungskörper
(42) für den zweiten Klemmkörper (26) vorhanden ist, wobei sich der erste Kopplungskörper
(40) und der zweite Kopplungskörper (42) unterscheiden.
4. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kopplungskörper (40) ein erstes Teilgegengewinde (41) mit einem dem Drehsinn
des ersten Gewindeabschnitts (33) entsprechenden Drehsinn aufweist, und dass der zweiter
Kopplungskörper (42) ein zweites Teilgegengewinde (43) mit einem dem Drehsinn des
zweiten Gewindeabschnitts (34) entsprechenden Drehsinn aufweist.
5. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Klemmkörper (25, 26) eine Aufnahmeaussparung (54) zum Anordnen des zugeordneten
Kopplungskörpers (40, 42) aufweist.
6. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kopplungskörper (40, 42) einen Basisteil (48) aufweist, der zum lösbaren Anbringen
des Kopplungskörpers (40, 42) am zugeordneten Klemmkörper (25, 26) eingerichtet ist.
7. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Basisteil (48) eine Anschlagfläche (49) aufweist, die in der Kopplungsstellung
(I) an einer Gegenanschlagfläche (50) des zugeordneten Klemmkörpers (25, 26) anliegt.
8. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kopplungskörper (40, 42) einen Kopplungsteil (47) aufweist, an dem das Teilgegengewinde
(41, 43) angeordnet ist.
9. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 8 und nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kopplungsteil (47) quer vom Basisteil (48) bis zu dem das Teilgegengewinde (41,
43) aufweisenden Ende (46) wegragt.
10. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich jedes Teilgegengewinde (41, 43) in einer Umfangsrichtung (U) um eine Gewindeachse
(A) maximal 180° um die Gewindeachse (A) erstreckt.
11. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Teilgewinde (41, 43) mehrere Gewindevorsprünge (44) und mehrere Gewindevertiefungen
(45) aufweist, die eine schraubenbogenförmige Erstreckung aufweisen.
12. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Kopplungskörper (40, 42) eine Sicherungseinrichtung (60) vorhanden ist,
die dazu eingerichtet ist, den Kopplungskörper (40, 42) in seiner Kopplungsstellung
(I) zu sichern.
13. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Sicherungseinrichtung (60) zwischen einer Sicherungsstellung (III) und einer
Lösestellung (IV) bewegbar ist.
14. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Sicherungseinrichtung (60) wenigstens einen Sicherungskörper (61) mit einem
um einer Exzenterachse (S) schwenkbaren Exzenterteil (63) aufweist.
15. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenterteil (63) den zugeordneten Kopplungskörper (40, 42) in der Sicherungsstellung
(III) der Sicherungseinrichtung (60) gegen einer Bewegung von der Gewindespindel (32)
weg sichert und in der Lösestellung (IV) der Sicherungseinrichtung (60) eine Bewegung
von der Gewindespindel (32) weg ermöglicht.