[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Handhaben von Druckplatten
an einer Druckmaschine, umfassend eine erste Palette und eine zweite Palette, in denen
die Druckplatten aufgenommen werden, einen ersten Palettenträger zum Tragen der ersten
Palette und einen zweiten Palettenträger zum Tragen der zweiten Palette.
[0002] In
DE 20 2009 016 761 U1 ist eine Transporteinrichtung für Druckplatten beschrieben, die eine Führungsbahn
und verfahrbare Gondeln mit einer Trageinrichtung für mehrere Druckplatten aufweist.
[0003] In
DE 44 42 265 A1 ist ein Transportsystem für Druckplatten beschrieben, wobei diese innerhalb von Transportmitteln
über kettengeführte Transportwagen transportiert werden.
[0004] In der
DE 10 2009 039 050 A1 ist eine Vorrichtung zu Handhabung von Druckplatten an einer Rollemotationsdruckmaschine
beschrieben. Die Rollenrotationsdruckmaschine weist vier Drucktürme mit jeweils zwei
übereinander platzierten Satellitendruckeinheiten auf, wobei jede der Druckeinheiten
vier Druckwerke umfasst. Solche Druckmaschinen werden bekanntermaßen für Zeitungsdruck
verwendet. Dementsprechend weist die Rollendruckmaschine vertikal übereinander angeordnete
Bedienebenen auf. Mit Hilfe eines Lifts wird ein Transportwagen mit Druckplattenbehältern
zwischen den Bedienebenen vertikal verlagert wird. Diese Vorrichtung ist für eine
Bogendruckmaschine mit der Reihenbauweise entsprechender Architektur nicht geeignet.
[0005] Deshalb ist es Aufgabe der Erfindung, eine für Bogendruckmaschinen geeignete Vorrichtung
zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist für Bogendruckmaschinen besonders gut geeignet
und vorrangig dafür vorgesehen.
[0008] Ein Zusatzvorteil ist, dass die Vorrichtung auch für bestimmte
[0009] Rollenrotationsdruckmaschinen geeignet ist, nämlich für der Reihenbauweise ähnlich
ausgebildete Rollenrotationsdruckmaschinen, z. B. solche für Akzidenzdruck.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0011] Die nachfolgend beschriebenen Weiterbildungen der Erfindung sind einzeln oder - soweit
sie sich einander technisch nicht ausschließen - in beliebiger Kombination miteinander
realisierbar:
Die Druckmaschine kann eine Bogendruckmaschine in Reihenbauweise sein, z. B. ein Perfekter
für Schön- und Widerdruck. Die Druckmaschine kann einen Bogenanleger und einen Bogenausleger
aufweisen. Die genannten Druckwerke können Offsetdruckwerke sein, wobei die Druckplatten
Offsetdruckplatten sind. Die Druckmaschine kann ein oder mehrere zusätzliche Druckwerke
aufweisen, z. B. Flexodruckwerke zum Lackieren.
[0012] Es kann ein dritter Palettenträger zum wechselweisen Tragen der ersten Palette und
der zweiten Palette vorhanden sein. Beispielsweise kann der dritte Palettenträger
die eine Palette bei der Entnahme von frischen Druckplatten (Neudruckplatten) aus
dieser Palette und die andere Palette beim Ablegen von benutzten Druckplatten (Altdruckplatten)
in letztgenannte Palette tragen.
[0013] Beim Verschieben des Schlittens entlang der Schiene kann der Schlitten auf der Schiene
gleiten oder rollen. Es kann vorgesehen sein, dass sich der erste Palettenträger in
Gegenüberlage mit dem dritten Palettenträger befindet, wenn sich der Schlitten in
seiner ersten Position befindet, und dass sich der zweite Palettenträger in Gegenüberlage
mit dem dritten Palettenträger befindet, wenn sich der Schlitten in seiner zweiten
Position befindet. Es kann vorgesehen sein, dass sich in der ersten Position des Schlittens
der erste Palettenträger in Gegenüberlage mit einem Druckplattenträger befindet und
sich in der zweiten Position des Schlittens der zweite Palettenträger in Gegenüberlage
mit dem Druckplattenträger befindet. Der Druckplattenträger kann dazu dienen, die
Neudruckplatten nacheinander aus der einen Palette zu entnehmen und die Altdruckplatten
nacheinander auf der anderen Palette abzulegen. Beispielsweise kann sich der eine
Palettenträger bei der Entnahme von Neudruckplatten durch den Druckplattenträger mit
diesem in Gegenüberlage befinden und kann sich der andere Palettenträger beim Ablegen
der Altdruckplatten durch den Druckplattenträger mit letzterem in Gegenüberlage befinden.
Der Druckplattenträger und der dritte Palettenträger können sich miteinander permanent
in Gegenüberlage befinden.
[0014] Der Druckplattenträger kann ein Schwenkarm sein. Der Schwenkarm kann im Fördertakt
der Druckplatten periodisch hin und her geschwenkt werden. Zum Beispiel bei jeder
Entnahme einer Druckplatte kann der Druckplattenträger aus einer mit dem Palettenträger
parallelen Position in eine mit einem Förderband parallele Position und wieder zurück
geschwenkt werden. Das Förderband kann eine Reihe miteinander parallelgeschalteter
Bänder oder Riemen umfassen. Der Druckplattenträger kann als Rechen ausgebildet sein
und eine Reihe miteinander parallel verlaufender Zinken aufweisen. Beim Bewegen des
Druckplattenträgers in seine mit dem Förderband parallele Position können die Zinken
mit den Bändern oder Riemen kämmen. Auf diese Weise können die Zinken durch die Lücken
zwischen den Bändern oder Riemen hindurchtreten. Der Druckplattenträger kann das Förderband
beim Aufnehmen einer Druckplatte vom Förderband und/oder beim Ablegen einer Druckplatte
auf das Förderband in besagter Weise kämmend passieren.
[0015] Der Druckplattenträger kann eine Saugeinrichtung zum pneumatischen Festhalten einer
Druckplatte aufweisen. Die Saugeinrichtung kann eine Saugmündung oder vorzugsweise
mehrere Saugmündungen aufweisen, welche beim Ansaugen der Druckplatte mit dieser in
Kontakt stehen. Die oder jede Saugmündung kann aus einem gummielastischen Material
bestehen und/oder als Saugnapf ausgebildet sein, was hinsichtlich einer Schonung der
Plattenoberfläche vorteilhaft ist. Die Saugeinrichtung kann an einen Vakuumerzeuger
angeschlossen sein, z. B. an eine Vakuumpumpe. Durch diesen Vakuumerzeuger kann ein
Vakuum erzeugt werden, das an der oder jeder Saugmündung anliegt.
[0016] Die Saugeinrichtung kann Hubsauger aufweisen, die zum pneumatischen Ergreifen der
Druckplatte aus dem Druckplattenträger ausfahren. Durch das Ausfahren können die Hubsauger,
z. B. deren Saugnäpfe, in Kontakt gebracht werden mit der obersten Druckplatte des
Plattenstapels, der sich in der Palette befindet. Danach können die Hubsauger wieder
in den Druckplattenträger einfahren, wodurch die ergriffene Druckplatte auf den Druckplattenträger
oder zu diesem hin gezogen wird.
[0017] Der erste Palettenträger und der zweite Palettenträger können relativ zu dem dritten
Palettenträger schwenkbar gelagert sein. Hierbei können der erste und zweite Palettenträger
entweder voneinander unabhängig oder zusammen relativ zu dem dritten Palettenträger
schwenkbar gelagert sein. Der erste und zweite Palettenträger können um eine gemeinsame
geometrische Achse schwenkbar gelagert sein, welche in Querrichtung der Druckmaschine
verläuft, also quer zu der Reihe von Druckwerken. Der erste Palettenträger und der
zweite Palettenträger können zu ihrer Betätigung, z. B. zum besagten Schwenken relativ
zum dritten Palettenträger, an Koppelgetrieben angeordnet sein. Die Koppelgetriebe
können baugleich sein. Hierbei können der erste Palettenträger und der zweite Palettenträger
an jeweils nur einem Koppelgetriebe angeordnet sein, z. B., wenn die beiden Palettenträger
miteinander verbunden sind und zusammen geschwenkt werden. Alternativ können der erste
Palettenträger der und zweite Palettenträger jeweils an mindestens zwei Koppelgetrieben
angeordnet sein, z. B., wenn die beiden Palettenträger miteinander nicht verbunden
sind und voneinander getrennt geschwenkt werden.
[0018] Weitere Weiterbildungen, welche einzeln oder - soweit sie sich einander technisch
nicht ausschließen - in beliebiger Kombination miteinander oder mit den zuvor bereits
genannten Weiterbildungen realisierbar sind, ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels und der zugehörigen Zeichnung.
[0019] Darin zeigt:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zum Handhaben von Druckplatten an einer Druckmaschine in Seitenansicht,
- Figur 2
- die Vorrichtung aus Figur 1 in Draufsicht,
- Figuren 3a und 3b
- eine erste Arbeitsphase (Paletten-Transport) von Komponenten (Palettenlift, Ladestation,
Druckplattenträger) der Vorrichtung aus den Figuren 1 und 2 in Seitenansicht (Figur
3a) und Draufsicht (Figur 3b),
- Figuren 4a und 4b
- eine zweite Arbeitsphase (Paletten-Übergabe) der Komponenten aus den Figuren 3a und
3b in Seitenansicht (Figur 4a) und Draufsicht (Figur 4b) und
- Figuren 5a und 5b
- eine dritte Arbeitsphase (Druckplatten-Entladen) der Komponenten aus den Figuren 3a
und 3b in Seitenansicht (Figur 5a) und Draufsicht (Figur 5b).
[0020] Eine Druckmaschine 1 umfasst in Reihe angeordnete Druckwerke 2, 3 für Offsetdruck
auf Bogen, die in einem Anleger 4 einen Stapel 5 bilden. Jedes Druckwerk 2, 3 ist
mit einem Plattenwechsler 6, 7 für Druckplatten 8 ausgestattet, der einen Schacht
9 für frische Druckplatten 8 - sogenannte Neuplatten - und einen Schacht 10 für gebrauchte
Druckplatten 8 - sogenannte Altplatten - aufweist. Die Druckmaschine 1 ist mit einem
Plattenlogistiksystem kombiniert, das die Druckplatten 8 zu den Plattenwechslern 6,
7 und nach Gebrauch wieder zurück fördert. Der Bediener entnimmt eine Palette 12 mit
den Druckplatten 8 darin aus einem Flurfördermittel 11 und übergibt die Palette 12
an einen Palettenlift 13.
[0021] Das orthogonale Koordinatensystem in der Zeichnung beinhaltet die vertikale Richtung
z und horizontale Richtungen x, y, wobei x der Längsrichtung und y der Querrichtung
der Druckmaschine 1 entspricht.
[0022] Der Palettenlift 13 ist in Richtung x vor dem Anleger 4 angeordnet und transportiert
die Palette 12 entlang der Richtungen z und y zu einer Ladestation 14, die über dem
Stapel 5 und einem Saugkopf 15 des Anlegers 4 angeordnet ist. Die Ladestation 14 dient
dem Entladen der Neuplatten aus der Palette 12 und dem Beladen mit Altplatten und
weist einen ersten Palettenträger 16 und zweiten Palettenträger 17 auf, die in Richtung
y hintereinander angeordnet sind. Der Palettenlift 13 weist einen dritten Palettenträger
18 auf. Der erste Palettenträger 16 und der zweite Palettenträger 17 sind über mehrere
Koppelgetriebe 19 an einem Schlitten 20 befestigt, der von einer Schiene 21 geführt
in Richtung y verstellbar ist.
[0023] Mit den Koppelgetrieben 19 verbunden sind Stellantriebe 22, durch welche der erste
und zweite Palettenträger 16, 17 relativ zum dritten Palettenträger 18 geschwenkt
werden. Dabei durchgreift der dritte Palettenträger 18 jenen Palettenträger 16 oder
17, der vorher entlang der Schiene 21 in eine in Richtung x fluchtende Gegenüberlage
mit dem dritten Palettenträger 18 verfahren worden ist. Bei diesem Durchgreifen übergibt
oder übernimmt der dritte Palettenträger 18 die Palette an den bzw. von dem anderen
Palettenträger 16 oder 17.
[0024] Ein zur Ladestation 14 gehörender Schwenkarm 23 mit einer Transportseite 25 für die
Druckplatten 8 ist um eine in Richtung y verlaufende Achse 24 an seinem unteren Ende
schwenkbar. Der Schwenkarm 23 kann auch als Druckplattenträger bezeichnet werden.
Der Schwenkarm 23 wird aus seiner bezüglich Figur 1 linken Endlage (mit Volllinie
gezeichnet) in seine rechte Endlage (mit Phantomlinie gezeichnet) und wieder zurück
geschwenkt und dabei jedes Mal über seine Vertikalausrichtung hinaus geklappt. In
der rechten Endlage steigt die Transportseite 25 schräg nach rechts oben an und erstreckt
sie sich parallel mit dem ersten Palettenträger 16 oder zweiten Palettenträger 17
und der jeweiligen Palette 12 bzw. 26 darin. In der linken Endlage steigt die Transportseite
25 schräg nach links oben an und erstreckt sie sich parallel oder bündig mit einem
Transporttrum eines ersten Förderbands 27 eines Bandförderers 28, der über einem Bogenzuführtisch
29 des Anlegers 4 angeordnet ist.
[0025] Der Schwenkarm 23 hat Hubsauger 30, die aus der Transportseite 25 ausfahren und die
jeweils oberste Druckplatte 8 des Plattenstapels auf der Palette 12 zu ergreifen.
Der Schwenkarm 23 schwenkt mit der von den Hubsaugern 30 angesaugten Druckplatte 8
aus der rechten in die linke Endlage, wo die Hubsauger 30 in den Schwenkarm 23 wieder
einfahren, um die ergriffene Druckplatte 8 auf dem ersten Förderband 27 abzulegen.
[0026] Danach wiederholt sich der Arbeitszyklus des Schwenkarms 23, welcher die Druckplatten
8 eine nach der anderen aus der Palette 12 entnimmt und auf dem Bandförderer 28 ablegt.
[0027] Der Bandförderer 28 umfasst ein zweites Förderband 31, welches durch einen Stellantrieb
52 um eine geometrische Achse 32 in eine erste Betriebslage (mit Volllinie gezeichnet)
und zweite Betriebslage (mit Phantomlinie gezeichnet) im Wechsel schwenkbar gelagert
ist. Das zweite Förderband 31 ist in der ersten Betriebslage vertikal ausgerichtet
und bildet in der zweiten Betriebslage eine gemeinsame Förderebene 33 mit dem ersten
Förderband 27. Die beiden Förderbänder 27, 31 bestehen jeweils aus mehreren Endlosbändern,
die gleichlang sind und miteinander parallel um Umlenkrollen verlaufen. Entlang der
Achse 32 sind Umlenkrollen, über welche die Endlosbänder des ersten Förderbands 27
laufen, im Wechsel angeordnet mit Umlenkrollen, über welche die Endlosbänder des zweiten
Förderbands 31 laufen. Mit anderen Worten: Die Endlosbänder des ersten Förderbands
27 laufen in Lücken zwischen den Endlosbändern des zweiten Förderbands 31.
[0028] Der Schwenkarm 23 hat eine in Richtung y verlaufende Reihe von Zinken, die mit den
Lücken zwischen den Endlosbändern des ersten Förderbands 27 fluchten und mit diesen
Lücken in der linken Endlage des Schwenkarms 23 kämmen.
[0029] Das erste und zweite Förderband 27, 31 sind als Saugbänder ausgebildet, auf welchen
die Druckplatte 8 während ihres Transports durch Vakuum festgehalten wird, und umfassen
jeweils einen Vakuumkasten. Der Vakuumkasten saugt durch die Lücken zwischen den Endlosbändern
oder Perforationen in den Endlosbändern hindurch die Druckplatte 8 an, so dass diese
pneumatisch an den Endlosbändern gehalten wird.
[0030] Der Bandförderer 28 übergibt die Neuplatten an einen Plattenförderer 34, der über
den Druckwerken 2, 3 angeordnet ist, und übernimmt später von dem Plattenförderer
34 die Altplatten. Der Plattenförderer 34 umfasst Wagen 35, deren Anzahl jener der
mit den Druckplatten 8 zu versorgenden Druckwerke 2, 3 entspricht. Die Wagen 35 sind
an einem endlosen Zugmittel 36 befestigt oder mit diesem im Eingriff, speziell einem
Zahnriemen, und werden gemeinsam über das Zugmittel 36 von einem Antriebsrad 37 angetrieben.
Das Zugmittel 36 läuft beim Fördern der Neuplatten von der Ladestation 14 zu den Druckwerken
6, 7 bezüglich Figur 1 im Uhrzeigersinn um und beim Fördern der Altplatten von den
Druckwerken 2, 3 zur Ladestation 14 entgegen dem Uhrzeigersinn. Ein mit dem Antriebsrad
37 als Direktantrieb verbundener Elektromotor wird entsprechend umgesteuert, um den
Richtungswechsel des Zugmittels 36 zu bewirken.
[0031] Ein Schienensystem 38 zum Führen der Wagen 35 umfasst ein oberes Schienenstück 39
und ein unteres Schienenstück, welches durch eine horizontale Schiene 40 gebildet
wird, die in Richtung x verläuft. Das gesamte Schienensystem 38 hat eine ovale oder
längliche Ringform, entlang welcher die Wagen 35 zirkulieren. Zur Bildung der Ringform
sind das obere und untere Schienenstück, welche geradlinig sind und miteinander parallel
verlaufen, an ihren Enden miteinander durch bogenförmige Schienenstücke verbunden.
[0032] An den Wagen 35 sind freitragende Balken 41 mit Greifern 42 zum per Klemmung erfolgenden
Halten der Druckplatten 8 angeordnet. Die Balken 41 erstrecken sich in Richtung y
über ihre Länge, wobei in Richtung y jeder Balken 41 mindestens so lang wie die Druckplatte
8 breit ist. Die Anzahl der in Reihe auf einer Welle 49 angeordneten Greifer 42 pro
Balken 41 beträgt im Beispiel zwei und kann auch drei betragen. Bei ihrem miteinander
synchronen Transport entlang der horizontalen Schiene 40 hängen die Druckplatten 8
lotrecht an den Balken 41.
[0033] An einer Platte 43 sind Steuerkurven 44 zur Betätigung der Greifer 42, die Wagen
35 mit den Balken 41, das Schienensystem 38 zum Führen der Wagen 35 und das Zugmittel
36 zum Antreiben der Wagen 35 angeordnet. Die Platte 43 wird von Ständern 45 getragen,
von denen jeder einem anderen Druckwerk 2, 3 beigeordnet ist. Die Ständer 45 können
als Teleskopschienenführungen 50 ausgebildet sein. Jeder Ständer 45 bildet eine vertikale
Schiene 46 zum Führen der Platte 43 oder weist eine solche auf. Entlang der vertikalen
Schienen 46 wird die Platte 43 mitsamt den daran angeordneten besagten Elementen durch
einen oder mehrere Stellantriebe (zeichnerisch nicht dargestellt) in den Ständern
45 nach unten und oben verstellt. Die Stellantriebe können im Inneren der Ständer
45 angeordnet sein. Die Verstellung des Schienensystems 38 nach unten dient zum miteinander
synchronen Einführen der Neuplatten in die Plattenwechsler 6, 7, speziell die Schächte
9.
[0034] Besagte Verstellung nach oben dient zum ebenfalls miteinander synchronen Herausziehen
der Altplatten aus den Plattenwechslern 6, 7, speziell den Schächten 10.
[0035] Die Steuerkurven 44 sind an einer Stange 47 angeordnet, an der ein Stellantrieb 48
angreift, welcher die Stange 47 in Richtung x verschiebt, um die Stange 47 in die
erforderliche Stellung, z. B. zum Öffnen der Greifer 42, zu schalten. Jede Steuerkurve
44 hat eine zur Richtung x geneigte Schräge, die beim Verstellen der Steuerkurve 44
in Richtung x auf eine Kurvenrolle 51 an der Platte 43 drückt, wodurch die Stange
47 in Richtung y verschoben wird, um über mit den Greifern 42 verbundene Hebel die
Greifer 42 zu betätigen.
[0036] Bei der Übergabe der jeweiligen Druckplatte 8 vom zweiten Förderband 31 an den entsprechenden
Balken 41 ist das zweite Förderband 31 nach unten geklappt, befindet es sich also
in seiner besagten ersten Betriebslage. Hierbei wird die zu übergebende und sich in
Vertikallage befindende Druckplatte 8 pneumatisch, also durch den Saugkasten des zweiten
Förderbands 31, an letzterem gehalten. Das dabei nach oben weisende Ende der Druckplatte
8 ragt über das zweite Förderband 31 und die Förderebene 33 hinaus und kann deshalb
von den Greifern 42 einfach ergriffen werden. Eine hakenfömige Abkantung besagten
abstehenden Endes der Druckplatte 8 dient der sicheren Befestigung der Druckplatte
8 auf dem Plattenzylinder des Druckwerks und hat hier den Zusatzeffekt einer Sicherung
der Druckplatte 8 gegen deren Herausrutschen aus den danach geschlossenen Greifern
42.
[0037] Zum Umschalten der Ladestation 14 vom Beladen der Palette 26 mit den Altplatten auf
das Entladen der Neuplatten aus der Palette 12 wird der Schlitten 20 mit dem ersten
und zweiten Palettenträger 16, 17 entlang der Schiene 21 in Richtung y verfahren.
Dabei wird der erste Palettenträger 16 mit der noch mit den Neuplatten gefüllten Palette
12 in eine Aktivposition mit bezüglich Richtung x fluchtender Gegenüberlage des ersten
Palettenträgers 16 mit dem Schwenkarm 23 gebracht und gelangt der zweite Palettenträger
17 in eine Passivposition auf der Antriebsseite der Druckmaschine 1, wie dies in Figur
2 gezeigt ist. Der Schwenkarm 23 übernimmt beim Entladen die Neuplatten nacheinander
aus der Palette 12 und legt sie auf dem Bandförderer 28 ab.
[0038] Zum Umschalten der Ladestation 14 vom Entladen der Neuplatten aus der Palette 12
auf das Beladen der Palette 26 mit den Altplatten wird der Schlitten 20 mit dem ersten
und zweiten Palettenträger 16, 17 entlang der Schiene 21 in Gegenrichtung verfahren.
Dabei wird der zweite Palettenträger 17 mit der noch leeren Palette 26 für die Altplatten
in die Aktivposition mit bezüglich Richtung x fluchtender Gegenüberlage mit dem Schwenkarm
23 gebracht und gelangt der erste Palettenträger 16 in eine Passivposition auf der
Bedienungsseite der Druckmaschine 1. Der Schwenkarm 23 übernimmt beim Beladen die
Altplatten nacheinander vom Bandförderer 28 und legt sie in der Palette 26 ab.
[0039] Beim Verfahren des Schlittens 20 entlang der Schiene 21 werden der erste und zweite
Palettenträger 16, 17 zusammen entlang einer gemeinsamen Fluchtlinie L verschoben,
die in Richtung y verläuft.
[0040] In den Figuren 3a - 5b sind nacheinander erfolgende Arbeitsphasen dargestellt.
[0041] Figuren 3a und 3b zeigen, dass sich die Palette 12 mit Neuplatten im dritten Palettenträger
18 befindet und letzterer sich im Bereich einer Vertikalführung 53 des Palettenlifts
13 befindet. Das Flurfördermittel 11 und der dritte Palettenträger 18 greifen ineinander,
wodurch von ersterem an letzteren die Palette 12 übergeben wird. Danach wird der dritte
Palettenträger 18 mitsamt der aufgenommenen Palette 12 entlang der Vertikalführung
53 nach oben verfahren, wie in Figur 3a mit einem Bewegungspfeil angedeutet. Der erste
Palettenträger 16 ist noch leer, befindet sich aber schon in Gegenüberlage mit dem
Schwenkarm 23, wie in Figur 3b ersichtlich. Der zweite Palettenträger 17 ist hierbei
seitlich - bezüglich Figur 3a nach hinten - herausgeschoben und fluchtet nicht mehr
mit dem Schwenkarm 23 in Richtung x.
[0042] Figuren 4a und 4b zeigen, dass sich der dritte Palettenträger 18 in Gegenüberlage
mit dem ersten Palettenträger 16 befindet, wobei sich der die Palette 12 tragende
Teil des dritten Palettenträgers 18 und die Palette 12 zwischen dem Schwenkarm 23
und dem ersten Palettenträger 16 befinden, wie in Figur 4a erkennbar. In diese Zwischenposition
ist der dritte Palettenträger 18 entlang einer Horizontalführung 54 des Palettenlifts
13 verfahren worden, wie in Figur 4b durch einen Bewegungspfeil angedeutet. Die Horizontalführung
54 verläuft in Richtung y und ist ebenso wie die Vertikalführung 53 als Schiene ausgebildet.
Wenn sich der dritte Palettenträger 18 in der Zwischenposition befindet, wir mittels
der Koppelgetriebe 19 der erste Palettenträger 16 aus seiner in Figur 4a gezeigten
Position in die Position gemäß Figur 5a geschwenkt. Die kinematische Kette der Koppelgetriebe
19 bewirkt, dass beim Schwenken des ersten Palettenträgers 16 dieser seine bezüglich
der Palettenaufnahmeflächen parallele Lage mit dem dritten Palettenträger 18 beibehält.
Beim Schwenken greifen der dritte Palettenträger 18 und erste Palettenträger 16 ineinander
und wird die Palette 12 von der Palettenaufnahmefläche des dritten Palettenträgers
18 an die Palettenaufnahmefläche des ersten Palettenträgers 16 übergeben. Die Palettenaufnahmefläche
des jeweiligen Palettenträgers 16 oder 18 kann durch Tragstäbe oder einen Tragrahmen
gebildet sein.
[0043] Figuren 5a und 5b zeigen, dass nach dem Schwenken der erste Palettenträger 16 die
Palette 12 trägt und sich beide zusammen zwischen dem Schwenkarm 23 und dem dritten
Palettenträger 18 befinden. Der Schwenkarm 23 entnimmt in dieser Zwischenposition
des ersten Palettenträgers 16 mit der Palette 12 daraus nacheinander die Druckplatten
8. Nach dem Entladen der Palette 12 werden der erste und zweite Palettenträger 16,
17 zusammen entlang der Fluchtlinie L verfahren, sodass danach der zweite Palettenträger
17 sich in einer Ladeposition befindet, in welcher der zweite Palettenträger 17 in
Richtung x mit dem Schwenkarm 23 fluchtet und mit diesem sowie dem dritten Palettenträger
18 zusammenarbeiten kann.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Druckmaschine
- 2
- Druckwerk
- 3
- Druckwerk
- 4
- Anleger
- 5
- Stapel
- 6
- Plattenwechsler
- 7
- Plattenwechsler
- 8
- Druckplatte
- 9
- Schacht
- 10
- Schacht
- 11
- Flurfördermittel
- 12
- Palette
- 13
- Palettenlift
- 14
- Ladestation
- 15
- Saugkopf
- 16
- Erster Palettenträger
- 17
- Zweiter Palettenträger
- 18
- Dritter Palettenträger
- 19
- Koppelgetriebe
- 20
- Schlitten
- 21
- Schiene
- 22
- Stellantrieb
- 23
- Schwenkarm
- 24
- Achse
- 25
- Transportseite
- 26
- Palette
- 27
- Erstes Förderband
- 28
- Bandförderer
- 29
- Bogenzuführtisch
- 30
- Hubsauger
- 31
- Zweites Förderband
- 32
- Achse
- 33
- Förderebene
- 34
- Plattenförderer
- 35
- Wagen
- 36
- Zugmittel
- 37
- Antriebsrad
- 38
- Schienensystem
- 39
- Oberes Schienenstück
- 40
- Horizontale Schiene
- 41
- Balken
- 42
- Greifer
- 43
- Platte
- 44
- Steuerkurve
- 45
- Ständer
- 46
- Vertikale Schiene
- 47
- Stange
- 48
- Stellantrieb
- 49
- Welle
- 50
- Teleskopschienenführung
- 51
- Kurvenrolle
- 52
- Stellantrieb
- 53
- Vertikalführung
- 54
- Horizontalführung
- L
- Fluchtlinie
- x
- Richtung
- y
- Richtung
- z
- Richtung
1. Vorrichtung zum Handhaben von Druckplatten (8) an einer Druckmaschine (1), umfassend
eine erste Palette (12) und eine zweite Palette (26), in denen die Druckplatten (8)
aufgenommen werden, einen ersten Palettenträger (16) zum Tragen der ersten Palette
(12) und einen zweiten Palettenträger (17) zum Tragen der zweiten Palette (26), wobei
der erste Palettenträger (16) und der zweite Palettenträger (17) entlang einer horizontalen,
gemeinsamen Fluchtlinie (L) verschiebbar gelagert sind, die quer zu einer Reihe von
Druckwerken (2, 3) der Druckmaschine (1) verläuft
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Palettenträger (16) und der zweite Palettenträger (17) an einem gemeinsamen
Schlitten (20) befestigt sind und eine Schiene (21) zum horizontalen Führen des Schlittens
(20) auf der Fluchtlinie (L) oder parallel mit dieser wechselweise in eine erste Position
und eine zweite Position vorhanden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein dritter Palettenträger (18) zum wechselweisen Tragen der ersten Palette (12)
und der zweiten Palette (26) vorhanden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich in der ersten Position des Schlittens (20) der erste Palettenträger (16) in
Gegenüberlage mit dem dritten Palettenträger (18) und in der zweiten Position des
Schlittens (20) der zweite Palettenträger (17) in Gegenüberlage mit dem dritten Palettenträger
(18) befindet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich in der ersten Position des Schlittens (20) der erste Palettenträger (16) in
Gegenüberlage mit einem Druckplattenträger und in der zweiten Position des Schlittens
(20) der zweite Palettenträger (17) in Gegenüberlage mit dem Druckplattenträger befindet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckplattenträger ein Schwenkarm (23) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckplattenträger eine Saugeinrichtung zum pneumatischen Festhalten einer Druckplatte
(8) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Saugeinrichtung Hubsauger (30) aufweist, die aus dem Druckplattenträger ausfahren.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Palettenträger (16) und der zweite Palettenträger (17) relativ zu dem dritten
Palettenträger (18) schwenkbar gelagert sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Palettenträger (16) und der zweite Palettenträger (17) zu deren Betätigung
an Koppelgetrieben (19) angeordnet sind.
1. Device for handling printing plates (8) at a printing press (1),
comprising a first pallet (12) and a second pallet (26) in which the printing plates
(8) are received, a first pallet carrier (16) for carrying the first pallet (12),
and a second pallet carrier (17) for carrying the second pallet (26), the first pallet
carrier (16) and the second pallet carrier (17) supported to slide along a common
horizontal alignment (L) extending in a direction transverse to a row of printing
units (2, 3) of the printing press (1),
characterized
in that the first pallet carrier (16) and the second pallet carrier (17) are fixed to a common
slide (20) and in that a rail (21) is provided for horizontally guiding the slide
(20) alternatingly into a first position and into a second position on the alignment
(L) or in parallel with the latter.
2. Device according to claim 1,
characterized
in that a third pallet carrier (18) for alternatingly carrying the first pallet (12) and
the second pallet (26) is provided.
3. Device according to claim 2,
characterized
in that in the first position of the slide (20), the first pallet carrier (16) is positioned
opposite the third pallet carrier (18) and in the second position of the slide (20),
the second pallet carrier (17) is positioned opposite the third pallet carrier (18).
4. Device according to claim 2 or 3,
characterized
in that in the first position of the slide (20), the first pallet carrier (16) is positioned
opposite a printing plate carrier and in the second position of the slide (20) the
second pallet carrier (17) is positioned opposite the printing plate carrier .
5. Device according to claim 4,
characterized
in that the printing plate carrier is a swivel arm (23).
6. Device according to claim 4 or 5,
characterized
in that the printing plate carrier includes a suction device for pneumatically holding a
printing plate (8).
7. Device according to claim 6,
characterized
in that the suction device has lifting suction elements (30) that move out of the printing
plate carrier.
8. Device according to any one of claims 2 to 7,
characterized
in that the first pallet carrier (16) and the second pallet carrier (17) are supported to
swivel relative to the third pallet carrier (18).
9. Device according to any one of claims 1 to 8,
characterized
in that the first pallet carrier (16) and the second pallet carrier (17) are disposed on
linkages (19) for actuating purposes.
1. Dispositif pour manipuler des plaques d'impression (8) sur une machine à imprimer
(1), comprenant une première palette (12) et une deuxième palette (26), dans lesquelles
les plaques d'impression (8) sont réceptionnées, un premier support pour palettes
(16) pour soutenir la première palette (12) et un deuxième support pour palettes (17)
pour soutenir la deuxième palette (26), le premier support pour palettes (16) et le
deuxième support pour palettes (17) étant montés de manière à pouvoir coulisser le
long d'une ligne d'alignement horizontale commune (L) qui s'étend perpendiculairement
à une rangée de groupes d'impression (2, 3) de la machine à imprimer (1)
caractérisé en ce
que le premier support pour palettes (16) et le deuxième support pour palettes (17) sont
fixés sur une coulisse commune (20) et qu'il existe un rail (21) pour le guidage horizontal
de la coulisse (20) sur la ligne d'alignement (L) ou parallèlement à celle-ci alternativement
dans une première position et une deuxième position.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce
en ce qu'il existe un troisième support pour palettes (18) pour porter alternativement
la première palette (12) et la deuxième palette (26).
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que, dans la première position de la coulisse (20), le premier support pour palettes
(16) se trouve en position opposée au troisième support pour palettes (18) et, dans
la deuxième position de la coulisse (20), le deuxième support pour palettes (17) se
trouve en position opposée au troisième support pour palettes (18).
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce
que, dans la première position de la coulisse (20), le premier support pour palettes
(16) se trouve en position opposée à un support pour plaques d'impression et, dans
la deuxième position de la coulisse (20), le deuxième support pour palettes (17) se
trouve en position opposée au support pour plaques d'impression.
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce
que le support pour plaques d'impression est un bras pivotant (23).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce
que le support pour plaques d'impression présente un dispositif d'aspiration pour le
serrage pneumatique d'une plaque d'impression (8).
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce
que le dispositif d'aspiration présente des sucettes élévatrices (30) qui sortent du
support pour plaques d'impression.
8. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 7,
caractérisé en ce
que le premier support pour palettes (16) et le deuxième support pour palettes (17) sont
montés de manière à pouvoir pivoter par rapport au troisième support pour palettes
(18).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
que le premier support pour palettes (16) et le deuxième support pour palettes (17) sont
montés sur des mécanismes de couplage (19) pour leur actionnement.