[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gezielten bauteilzonenindividuellen Wärmebehandlung
eines Stahlbauteils.
[0002] In der Technik besteht bei vielen Anwendungsfällen in unterschiedlichen Branchen
der Wunsch nach hochfesten Metallblechteilen bei geringem Teilegewicht. Beispielsweise
ist es in der Fahrzeugindustrie das Bestreben, den Kraftstoffverbrauch von Kraftfahrzeugen
zu reduzieren und den CO
2 -Ausstoß zu senken, dabei aber gleichzeitig die Insassensicherheit zu erhöhen. Es
besteht daher ein stark zunehmender Bedarf an Karosseriebauteilen mit einem günstigen
Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht. Zu diesen Bauteilen gehören insbesondere A-
und B-Säulen, Seitenaufprallschutzträger in Türen, Schweller, Rahmenteile, Stoßstangenfänger,
Querträger für Boden und Dach, vordere und hintere Längsträger. Bei modernen Kraftfahrzeugen
besteht die Rohkarosse mit einem Sicherheitskäfig üblicherweise aus einem gehärteten
Stahlblech mit ca. 1.500 MPa Festigkeit. Dabei werden vielfach Al-Sibeschichtete Stahlbleche
verwendet. Zur Herstellung eines Bauteils aus gehärtetem Stahlblech wurde der Prozess
des so genannten Presshärtens entwickelt. Dabei werden Stahlbleche zuerst auf Austenittemperatur
erwärmt, dann in ein Pressenwerkzeug gelegt, schnell geformt und durch das wassergekühlte
Werkzeug zügig auf weniger als Martensitstarttemperatur abgeschreckt. Dabei entsteht
hartes, festes Martensitgefüge mit ca. 1.500 MPa Festigkeit. Ein solcherart gehärtetes
Stahlblech weist aber nur eine geringe Bruchdehnung auf. Die kinetische Energie eines
Aufpralls kann deshalb nicht ausreichend in Verformungswärme umgesetzt werden.
[0003] Für die Automobilindustrie ist es daher wünschenswert, Karosseriebauteile herstellen
zu können, die mehrere unterschiedliche Dehnungs- und Festigkeitszonen im Bauteil
aufweisen, so dass eher feste Bereiche (im Folgenden erste Bereiche) einerseits und
eher dehnfähige Bereiche (im Folgenden zweite Bereiche) andererseits in einem Bauteil
vorliegen. Einerseits sind Bauteile mit hoher Festigkeit grundsätzlich wünschenswert,
um mechanisch hoch belastbare Bauteile mit geringem Gewicht zu erhalten. Auf der anderen
Seite sollen auch hochfeste Bauteile partiell weiche Bereiche haben können. Dieses
bringt die gewünschte, partiell erhöhte Deformierbarkeit im Crashfall. Nur damit kann
die kinetische Energie eines Aufpralls abgebaut werden und so die Beschleunigungskräfte
auf Insassen und das übrige Fahrzeug minimiert werden. Zudem erfordern moderne Fügeverfahren
entfestigte Stellen, die das Fügen artgleicher oder unterschiedlicher Materialien
ermöglichen. Oft müssen beispielsweise Falz- Crimp- oder Nietverbindungen zum Einsatz
kommen, die verformbare Bereiche im Bauteil voraussetzen.
[0004] Dabei sollten die allgemeinen Ansprüche an eine Produktionsanlage weiterhin beachtet
sein: So sollte es zu keiner Taktzeiteinbuße an der Presshärteanlage kommen, die Gesamtanlage
sollte uneingeschränkt allgemein verwendet und schnell produktspezifisch umgerüstet
werden können. Der Prozess sollte robust und wirtschaftlich sein und die Produktionsanlage
nur minimalen Platz benötigen. Die Form und Kantengenauigkeit des Bauteils sollten
hoch sein.
[0005] Aus der
EP 2 548 975 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines gehärteten metallischen Bauteils mit mindestens
zwei Bereichen unterschiedliche Duktilität bekannt. Aus der
DE 10 2014 201 259 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, die eine gezielte bauteilzonenindividuelle Wärmebehandlung
von Blechbauteilen ermöglicht.
[0006] Bei allen bekannten Verfahren erfolgt die gezielte Wärmebehandlung des Bauteils in
einem zeitintensiven Behandlungsschritt, der wesentlichen Einfluss auf die Taktzeit
der gesamten Wärmebehandlungsvorrichtung hat.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur gezielten bauteilzonenindividuellen
Wärmebehandlung eines Stahlbauteils anzugeben, wobei Bereiche unterschiedlicher Härte
und Duktilität erzielbar sind, bei dem der Einfluss auf die Taktzeit der gesamten
Wärmebehandlungsvorrichtung minimiert ist.
[0008] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die erfindungsgemäße Wärmebehandlungsvorrichtung zur gezielten bauteilzonenindividuellen
Wärmebehandlung eines Stahlbauteils weist einen ersten Ofen zur Aufheizung des Stahlbauteils
auf eine Temperatur oberhalb AC3-Temperatur auf und zeichnet sich dadurch aus, dass
die Wärmebehandlungsvorrichtung weiterhin eine Behandlungsstation und einen zweiten
Ofen aufweist, wobei das Stahlbauteil von dem ersten Ofen in die Behandlungsstation
transferierbar ist, und wobei die Behandlungsstation eine Vorrichtung zum Abkühlen
eines oder mehrerer zweiter Bereiche des Stahlbauteils aufweist.
[0010] Im Folgenden wird neben der erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung auch ein
Verfahren beschrieben, welches nicht mehr unter den Schutzumfang des vorliegenden
unabhängigen Patentanspruchs fällt, dessen Beschreibung jedoch zum Verständnis der
erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung hilfreich ist. Gemäß diesem Verfahren
wird das Stahlbauteil zunächst bis oberhalb Austenitisierungstemperatur AC3 erwärmt,
damit sich das Gefüge vollständig in Austenit umwandeln kann. Bei einem nachfolgenden
Härteprozess, beispielsweise dem Presshärteprozess wird dann derart schnell abgeschreckt,
dass sich vorrangig martensitisches Gefüge ausbildet und Festigkeiten von rund 1.500
MPa erreicht werden. Das Abschrecken erfolgt dabei vorteilhafterweise aus dem vollständig
austenitisierten Gefüge. Dazu muss spätestens nach Unterschreiten der Gefügeumwandlungsstarttemperatur
ϑ
1, bei der Gefügeumwandlungen starten können, mit mindestens der unteren kritischen
Abkühlgeschwindigkeit abgekühlt werden. Beispielsweise sollten bei dem üblicherweise
zum Presshärten verwendeten Werkstoff 22MnB5 rund 660°C als Grenze ϑ
1 angesehen werden. Ein zumindest teilweise martensitisches Gefüge kann zwar auch noch
entstehen, wenn die Abschreckung bei tieferer Temperatur startet, es ist aber dann
eine reduzierte Festigkeit des Bauteils in diesem Bereich zu erwarten.
[0011] Dieser Temperaturverlauf ist beim Presshärteverfahren insbesondere für vollständig
gehärtete Bauteile üblich.
[0012] Ein zweiter Bereich oder mehrere zweite Bereiche werden zunächst ebenfalls bis oberhalb
der Austenitisierungstemperatur AC3 erwärmt, damit sich das Gefüge vollständig in
Austenit umwandeln kann. Anschließend wird möglichst rasch innerhalb einer Behandlungszeit
t
B bis zu einer Abkühlstopptemperatur ϑ
2 abgekühlt. Die Martensit-Starttemperatur liegt beispielsweise für 22MnB5 bei ca.
410 °C. Ein leichtes Einschwingen in Temperaturbereiche unterhalb der Martensitstarttemperatur
ist ebenfalls möglich. Anschließend wird nicht weiter schnell abgekühlt, so dass sich
mehrheitlich bainitisches Gefüge ausbildet. Diese Gefügeumwandlung erfolgt nicht schlagartig,
sondern bedarf einer Behandlungszeit. Die Umwandlung erfolgt exotherm. Lässt man diese
Umwandlung in beheizter Umgebung mit ähnlicher Temperatur wie bei der am Abkühlende
vorhandenen Bauteiltemperatur, der Abkühlstopptemperatur ϑ
2, stattfinden, kann man die durch die Rekaleszenz verursachte Temperaturerhöhung im
Bauteil deutlich erkennen. Durch Einstellung der Abkühlgeschwindigkeit und/oder der
Temperatur, auf die abgekühlt wird, sowie der Verweilzeit bis zum Abpressen des Bauteils,
lassen sich grundsätzlich die gewünschten Festigkeits- und Dehnungswerte einstellen,
die zwischen der maximal erreichbaren Festigkeit des Gefüges im ersten Bereich und
den Werten des unbehandelten Bauteils liegen. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein
Unterdrücken des Temperaturanstieges infolge der Rekaleszenz durch ein weiteres, erzwungenes
Abkühlen eher nachteilig für die erreichbaren Dehnungswerte ist. Ein isothermes Halten
auf der Abkühltemperatur scheint deshalb nicht vorteilhaft zu sein. Ein erneutes Erwärmen
ist dagegen vorteilhaft.
[0013] In einem Beispiel werden der zweite Bereich oder die zweiten Bereiche in dieser Phase
zusätzlich aktiv beheizt. Dies kann beispielsweise durch Wärmestrahlung erfolgen.
[0014] In einer Ausführungsform wird die Abkühlstopptemperatur ϑ
2 oberhalb der Martensit-Starttemperatur M
s gewählt.
[0015] In einem alternativen Beispiel wird die Abkühlstopptemperatur ϑ
2 unterhalb der Martensit-Starttemperatur M
s gewählt.
[0016] Die Wärmebehandlung der ersten und zweiten Bereiche ist prinzipiell unterschiedlich,
wobei in erster Linie die Behandlung des zweiten Bereichs oder der zweiten Bereiche
eine Abhängigkeit zur Behandlungsdauer hat. Bevorzugt werden die zweiten Bereiche
in einem ersten Ofen zur Erreichung der Austenitisierungstemperatur nachgeordneten
Behandlungsstation innerhalb einer Behandlungszeit t
B von wenigen Sekunden partiell bis zur Abkühlstopptemperatur ϑ
2 abgekühlt. In dieser Behandlungsstation wird der erste Bereich beziehungsweise werden
die ersten Bereiche nicht besonders behandelt.
[0017] Optional kann die Behandlungsstation zu diesem Zweck auch beheizt sein. Dazu kann
beispielsweise die Wärmeeinbringung über Konvektion oder Wärmestrahlung verwendet
werden.
[0018] Bevorzugt werden die Bauteile nach wenigen Sekunden in der Behandlungsstation, die
zudem über eine Positioniervorrichtung verfügen kann, um die genaue Positionierung
der unterschiedlichen Bereiche zu gewährleisten, in einen zweiten Ofen befördert,
der vorzugsweise keine speziellen Vorrichtungen zur unterschiedlichen Behandlung der
verschiedenen Bereiche besitzt. Es wird lediglich eine Ofentemperatur ϑ
4, d.h. eine im Wesentlichen homogene Temperatur ϑ
4 im gesamten Ofenraum, eingestellt, die in der Regel zwischen der Austenitisierungstemperatur
AC3 und der minimalen Abschrecktemperatur liegt. Eine vorteilhafte Größe liegt beispielsweise
zwischen 660°C und 850°C. So nähern sich die verschiedenen Bereiche der Temperatur
ϑ
4 des zweiten Ofens an. Sofern die Temperaturverluste in den ersten Bereichen während
des Aufenthaltes in der Behandlungsstation für die zweiten Bereiche so niedrig sind,
dass die Temperatur nicht niedriger als die Temperatur ϑ
4 des zweiten Ofens fällt, nähert sich das Temperaturprofil der ersten Bereiche Art
der Temperatur ϑ
4 des zweiten Ofens von oben her an. In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die
minimale Abkühltemperatur, d.h. die Abkühlstopptemperatur ϑ
2 in den Bereichen zweiter Art tiefer als die gewählte Temperatur ϑ
4 des zweiten Ofens. Insofern nähert sich das Temperaturprofil der zweiten Bereiche
der Temperatur ϑ
4 des zweiten Ofens von unten her an. Durch diese Verfahrensführung nähern sich die
Temperaturen der unterschiedlich behandelten Bereiche gegenseitig an Der erste oder
die ersten Bereiche geben im zweiten Ofen Wärme ab, wenn sie mit höherer Temperatur
als die Innentemperatur ϑ
4 des zweiten Ofens in den zweiten Ofen gelangen. Der zweite oder die zweiten Bereiche
nehmen im zweiten Ofen Wärme auf. Dies erfordert in der Summe nur einen relativ geringen
Bedarf an Heizleistung im zweiten Ofen. Gegebenenfalls kann während des Produktionsprozesses
gänzlich auf eine weitere Beheizung verzichtet werden. So ist dieser Behandlungsschritt
besonders energieeffizient Als erster Ofen kann beispielsweise ein Durchlaufofen oder
ein Batchofen, wie beispielsweise ein Kammerofen, vorgesehen sein. Durchlauföfen weisen
in der Regel eine große Kapazität auf und sind für die Massenproduktion besonders
gut geeignet, da sie sich ohne großen Aufwand beschicken und betreiben lassen.
[0019] Erfindungsgemäß weist die die Behandlungsstation eine Vorrichtung zum schnellen Abkühlen
eines oder mehrerer zweiter Bereiche des Stahlbauteils auf. In einer bevorzugten Ausführungsform
weist die Vorrichtung eine Düse zum Anblasen des oder der zweiten Bereiche des Stahlbauteils
mit einem gasförmigen Fluid, beispielsweise Luft oder ein Schutzgas, wie beispielsweise
Stickstoff auf.
[0020] In einem weiteren Beispiel des Verfahrens erfolgt das Anblasen des zweiten oder der
zweiten Bereiche durch Anblasen mit einem gasförmigen Fluid, wobei dem gasförmigen
Fluid Wasser, beispielsweise in vernebelter Form, beigefügt ist. Dazu weist die Vorrichtung
in einer vorteilhaften Ausführungsform eine oder mehrere Vernebelungsdüsen auf. Durch
das Anblasen mit dem mit Wasser versetzten gasförmigen Fluid wird die Wärmeabfuhr
aus dem oder aus den zweiten Bereichen erhöht. Mit der Verdampfung des Wassers auf
dem Stahlbauteil wird eine große Wärmeabfuhr und ein hoher Energietransport erreicht.
[0021] Auch als zweiter Ofen kann beispielsweise ein Durchlaufofen oder ein Batchofen, beispielsweise
ein Kammerofen, vorgesehen sein.
[0022] In einem weiteren Beispiel wird der zweite beziehungsweise werden die zweiten Bereiche
über Wärmeleitung, beispielsweise durch das Inkontaktbringen mit einem Stempel oder
mehreren Stempeln gekühlt, der beziehungsweise die eine deutlich niedrigere Temperatur
als das Stahlbauteil aufweist oder aufweisen. Dazu kann der Stempel aus einem gut
wärmeleitenden Werkstoff hergestellt sein und / oder direkt oder indirekt gekühlt
sein. Auch eine Kombination der Kühlungsarten ist denkbar.
[0023] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn in der Behandlungsstation Maßnahmen für
die Verringerung der Temperaturverluste des ersten beziehungsweise der ersten Bereiche
getroffen sind. Solche Maßnahmen können beispielsweise das Anbringen eines Wärmestrahlungsreflektors
und/oder das Isolieren von Oberflächen der Behandlungsstation im Bereich des ersten
beziehungsweise der ersten Bereiche sein.
[0024] Mit dem beschriebenen Verfahren und der erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung
kann Stahlbauteilen mit jeweils einem oder mehreren ersten und/oder zweiten Bereichen,
die auch komplex geformt sein können, wirtschaftlich ein entsprechendes Temperaturprofil
aufgeprägt werden, da die unterschiedlichen Bereiche konturscharf sehr schnell auf
die notwendigen Prozesstemperaturen gebracht werden können. Zwischen den beiden Bereichen
sind klar konturierte Abgrenzungen der einzelnen Bereiche realisierbar und durch den
geringen Temperaturunterschied wird der Verzug der Bauteile minimiert. Geringe Spreizungen
im Temperaturniveau des Bauteils wirken sich vorteilhaft bei der weiteren Verarbeitung
in der Presse aus. Die notwendigen Verweilzeiten für den zweiten Bereich beziehungsweise
die zweiten Bereiche können beispielsweise in einem Durchlaufofen in Abhängigkeit
von der Bauteillänge über die Einstellung der Fördergeschwindigkeit und der Auslegung
der Ofenlänge realisiert werden. Eine Beeinflussung der Taktzeit der Wärmebehandlungsvorrichtung
wird so minimiert, sie kann sogar gänzlich vermieden werden.
[0025] Es ist es mit dem gezeigten Verfahren und mit der erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung
möglich, nahezu beliebig viele zweite Bereiche einzustellen, die innerhalb eines Stahlbauteils
zudem jeweils untereinander noch unterschiedliche Festigkeits- und Dehnungswerte aufweisen
können. Auch ist die gewählte Geometrie der Teilbereiche frei wählbar. Punkt- oder
linienförmige Bereiche sind ebenso wie z.B. großflächige Bereiche darstellbar. Auch
die Lage der Bereiche ist unerheblich. Die zweiten Bereiche können vollständig von
ersten Bereichen umschlossen sein oder sich am Rand des Stahlbauteils befinden. Selbst
eine vollflächige Behandlung ist denkbar. Eine besondere Orientierung des Stahlbauteils
zur Durchlaufrichtung ist zum Zwecke des beschriebenen Verfahrens zur gezielten bauteilzonenindividuellen
Wärmebehandlung eines Stahlbauteils nicht erforderlich. Eine Begrenzung der Anzahl
der gleichzeitig behandelten Stahlbauteile ist allenfalls durch das Presshärtewerkzeug
oder die Fördertechnik der gesamten Wärmebehandlungsvorrichtung gegeben. Die Anwendung
des Verfahrens auf bereits vorgeformte Stahlbauteile ist ebenfalls möglich. Durch
die dreidimensional ausgeformten Oberflächen bereits vorgeformter Stahlbauteile ergibt
sich lediglich ein höherer konstruktiver Aufwand zur Darstellung der Gegenflächen.
[0026] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass auch bereits vorhandene Wärmebehandlungsanlangen
auf das beschriebene Verfahren adaptiert werden können. Hierzu muss bei einer konventionellen
Wärmebehandlungsvorrichtung mit nur einem Ofen hinter diesem nur die Behandlungsstation
und der zweite Ofen installiert werden. Je nach Ausgestaltung des vorhandenen Ofens
ist es auch möglich, diesen zu teilen, so dass aus dem ursprünglichen einen Ofen der
erste und der zweite Ofen entstehen.
[0027] Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele
anhand der Abbildungen.
[0028] Von den Abbildungen zeigt:
Fig. 1 eine typische Temperaturkurve bei der Wärmebehandlung eines Stahlbauteils mit
einem ersten und einem zweiten Bereich;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße thermische Wärmebehandlungsvorrichtung in einer Draufsicht
als Schemazeichnung;
Fig. 3 eine weitere erfindungsgemäße thermische Wärmebehandlungsvorrichtung in einer
Draufsicht als Schemazeichnung ;
Fig. 4 eine weitere erfindungsgemäße thermische Wärmebehandlungsvorrichtung in einer
Draufsicht als Schemazeichnung
Fig. 5 eine weitere erfindungsgemäße thermische Wärmebehandlungsvorrichtung in einer
Draufsicht als Schemazeichnung;
Fig. 6 eine weitere erfindungsgemäße thermische Wärmebehandlungsvorrichtung in einer
Draufsicht als Schemazeichnung; und
Fig. 7 eine weitere erfindungsgemäße thermische Wärmebehandlungsvorrichtung in einer
Draufsicht als Schemazeichnung.
[0029] In der Fig. 1 ist eine typische Temperaturkurve bei der Wärmebehandlung eines Stahlbauteils
200 mit einem ersten Bereich 210 und einem zweiten Bereich 220 gemäß dem beschriebenen
Verfahren. Das Stahlbauteil 200 wird im ersten Ofen 110 gemäß des schematisch eingezeichneten
Temperaturlaufs ϑ
200,110 während der Verweilzeit im ersten Ofen t
110 aufgeheizt auf eine Temperatur oberhalb der AC3- Temperatur. Anschließend wird das
Stahlbauteil 200 mit einer Transferzeit t
120 in die Behandlungsstation 150 transferiert. Dabei verliert das Stahlbauteil Wärme.
In der Behandlungsstation wird ein zweiter Bereich 220 des Stahlbauteils 200 schnell
abgekühlt, wobei der zweite Bereich 220 schnell gemäß des eingezeichneten Verlaufs
ϑ
220,150 an Wärme verliert. Das Abkühlen endet nach Ablauf der Behandlungszeit t
B, die in Abhängigkeit der Dicke des Stahlbauteils 200, den gewünschten Materialeigenschaften
und der Größe des zweiten Bereichs 220 nur einige wenige Sekunden beträgt. In erster
Näherung ist dabei die Behandlungszeit t
B gleich der Verweilzeit t
150 in der Behandlungsstation 150. Der zweite Bereich 220 hat nun die Abkühlstopptemperatur
ϑ
2 oberhalb der Martensitstarttemperatur M
s erreicht. Zeitgleich ist auch die Temperatur des ersten Bereichs 210 in der Behandlungsstation
150 gemäß des eingezeichneten Temperaturverlaufs ϑ
210,150 gefallen, wobei der erste Bereich 210 sich nicht im Bereich der Abkühleirichtung
befindet. Nach Ablauf der Behandlungszeit t
B wird das Stahlbauteil 200 während der Transferzeit t
121 in den zweiten Ofen 130 transferiert, wobei es weiter an Wärme verliert, sofern seine
Temperatur großer als die Innentemperatur ϑ
4 des zweiten Ofens 130 ist. Im zweiten Ofen 130 verändert sich die Temperatur des
ersten Bereichs 210 des Stahlbauteils 200 gemäß dem schematisch eingezeichneten Temperaturverlauf
ϑ
210,130 während der Verweilzeit t
130, d.h. die Temperatur des ersten Bereichs 210 des Stahlbauteils 200 nimmt langsam
weiter ab. Dabei kann die Temperatur des ersten Bereichs 210 des Stahlbauteils 200
unter die AC3- Temperatur fallen, was aber nicht zwingend erfolgen muss. Dahingegen
steigt die Temperatur des zweiten Bereichs 220 des Stahlbauteils 200 gemäß dem eingezeichneten
Temperaturverlauf ϑ
220,130 während der Verweilzeit t
130 wieder an, ohne die AC3-Temperatur zu erreichen. Der zweite Ofen 130 verfügt über
keine speziellen Vorrichtungen zur unterschiedlichen Behandlung der verschiedenen
Bereiche 210, 220. Es wird lediglich eine Ofentemperatur ϑ
4, d.h. eine im Wesentlichen homogene Temperatur im gesamten Innenraum des zweiten
Ofens 130, eingestellt, die zwischen der Austenitisierungstemperatur AC3 und der Abkühlstopptemperatur
ϑ
2, beispielsweise zwischen 660°C und 850°C liegt. So nähern sich die verschiedenen
Bereiche 210, 220 der Innentemperatur ϑ
4 des zweiten Ofens 130 an. Sofern die Temperaturverluste in dem ersten Bereich 210
während der Verweilzeit t
150 in der Behandlungsstation 150 für den zweiten Bereich 220 so niedrig sind, dass die
Temperatur nicht niedriger als die Temperatur ϑ
4 des zweiten Ofens 130 fällt, nähert sich das Temperaturprofil ϑ
210,130 des ersten Bereichs der Temperatur ϑ
4 des zweiten Ofens 130 von oben her an. Die Abkühlstopptemperatur ϑ
2 ist in dieser Ausführungsform niedriger als die gewählte Temperatur ϑ
4 des zweiten Ofens 130. Das Temperaturprofil ϑ
220,130 des zweiten Bereichs nähert sich der Temperatur 94 des zweiten Ofens 130 von unten
her an. Die Temperatur des Bereichs 210 fällt nicht unter die Gefügeumwandlungsstarttemperatur
ϑ
1. Durch den geringen Temperaturunterschied zwischen den beiden Bereichen 210, 220
sind klar konturierte Abgrenzungen der einzelnen Bereiche 210, 220 realisierbar und
der Verzug des Stahlbauteils 200 wird minimiert. Geringe Spreizungen im Temperaturniveau
des Stahlbauteils 200 wirken sich vorteilhaft bei der weiteren Verarbeitung in dem
Presshärtewerkzeug 160 aus. Die notwendige Verweilzeit t
130 für den zweiten Bereich 220 kann in Abhängigkeit von der Länge des Stahlbauteils
über die Einstellung der Fördergeschwindigkeit und der Auslegung der Länge des zweiten
Ofens 130 realisiert werden. Eine Beeinflussung der Taktzeit der Wärmebehandlungsvorrichtung
100 wird so minimiert, sie kann sogar gänzlich vermieden werden. Der erste Bereich
220 des Stahlbauteils 200 gibt im zweiten Ofen 130 Wärme ab. Der zweite Bereich 220
des Stahlbauteils 200 nimmt im zweiten Ofen 130 Wärme auf, wobei die Wärmeaufnahme
durch die bei der Rekaleszenz des Gefüges im zweiten Bereich 220 des Stahlbauteils
200 freiwerdende Wärme eingeschränkt ist. Dies erfordert in der Summe nur einen relativ
geringen Bedarf an Heizleistung im zweiten Ofen 130. Gegebenenfalls kann gänzlich
auf eine zusätzliche Beheizung des zweiten Ofens 130 verzichtet werden. So ist dieser
Behandlungsschritt besonders energieeffizient.
[0030] Nach Beendigung der Verweilzeit t
130 des Stahlbauteils 200 im zweiten Ofen 130 wird es während der Transferzeit t
131 in ein Presshärtewerkzeug 160 transferiert, wo es während der Verweilzeit t
160 umgeformt und gehärtet wird.
[0031] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Wärmebehandlungsvorrichtung 100 in 90°- Anordnung.
Die Wärmebehandlungsvorrichtung 100 weist eine Beladungsstation 101 auf, über die
Stahlbauteile dem ersten Ofen 110 zugeführt werden. Weiterhin weist die Wärmebehandlungsvorrichtung
100 die Behandlungsstation 150 und in Hauptdurchflussrichtung D dahinter angeordnet
den zweiten Ofen 130 auf. Weiter in Hauptdurchflussrichtung D dahinter angeordnet
befindet sich eine Entnahmestation 131, die mit einer Positioniervorrichtung (nicht
gezeigt) ausgerüstet ist. Die Hauptdurchflussrichtung knickt nun um im Wesentlichen
90° ab, um ein Presshärtewerkzeug 160 in einer Presse (nicht gezeigt) folgen zu lassen,
in dem das Stahlbauteil 200 pressgehärtet wird. In Achsrichtung des ersten Ofens 110
und des zweiten Ofens 130 ist ein Behälter 161 angeordnet, in den Ausschussteile verbracht
werden können. Der erste Ofen 110 und der zweite Ofen 120 sind bei dieser Anordnung
bevorzugt als Durchlauföfen, beispielsweise Rollenherdöfen, ausgeführt.
[0032] Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Wärmebehandlungsvorrichtung 100 in gerader Anordnung.
Die Wärmebehandlungsvorrichtung 100 weist eine Beladungsstation 101 auf, über die
Stahlbauteile dem ersten Ofen 110 zugeführt werden. Weiterhin weist die Wärmebehandlungsvorrichtung
100 die Behandlungsstation 150 und in Hauptdurchflussrichtung D dahinter angeordnet
den zweiten Ofen 130 auf. Weiter in Hauptdurchflussrichtung D dahinter angeordnet
befindet sich eine Entnahmestation 131, die mit einer Positioniervorrichtung (nicht
gezeigt) ausgerüstet ist. Weiter folgt in nun weiter gerader Hauptdurchflussrichtung
ein Presshärtewerkzeug 160 in einer Presse (nicht gezeigt), in dem das Stahlbauteil
200 pressgehärtet wird. Im Wesentlich in 90° zu der Entnahmestation 131 ist ein Behälter
161 angeordnet, in den Ausschussteile verbracht werden können. Der erste Ofen 110
und der zweite Ofen 120 sind bei dieser Anordnung ebenfalls bevorzugt als Durchlauföfen,
beispielsweise Rollenherdöfen, ausgeführt.
[0033] Fig. 4 zeigt eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung
100. Die Wärmebehandlungsvorrichtung 100 weist wieder eine Beladungsstation 101 auf,
über die Stahlbauteile dem ersten Ofen 110 zugeführt werden. Der erste Ofen 110 ist
bei dieser Ausführung wieder vorzugsweise als Durchlaufofen ausgebildet. Weiterhin
weist die Wärmebehandlungsvorrichtung 100 die Behandlungsstation 150 auf, die in dieser
Ausführungsform mit einer Entnahmestation 131 kombiniert ist. Die Entnahmevorrichtung
131 kann beispielsweise über eine Greifvorrichtung (nicht gezeigt) verfügen. Die Entnahmestation
131 entnimmt beispielsweise mittels der Greifvorrichtung die Stahlbauteile 200 aus
dem ersten Ofen 110. Die Wärmebehandlung mit dem Abkühlen des zweiten beziehungsweise
der zweiten Bereiche 220 wird durchgeführt und das Stahlbauteile beziehungsweise die
Stahlbauteile 200 werden in einen im Wesentlichen um 90° zur Achse des ersten Ofens
110 angeordneten zweiten Ofen 130 einlegt. Dieser zweite Ofen 130 ist in dieser Ausführungsform
vorzugsweise als Kammerofen, beispielsweise mit mehreren Kammern, vorgesehen. Nach
Ablauf der Verweilzeit t
130 der Stahlbauteile 200 im zweiten Ofen 130 werden die Stahlbauteile 200 über die Entnahmestation
131 aus dem zweiten Ofen 130 entnommen und in ein gegenüberliegendes, in eine Presse
(nicht gezeigt) eingebautes Presshärtewerkzeug 160 eingelegt. Dazu kann die Entnahmestation
131 über eine Positioniereinrichtung (nicht gezeigt) verfügen. In Achsrichtung des
ersten Ofens 110 ist hinter der Entnahmestation 131 ein Behälter 161 angeordnet, in
den Ausschussteile verbracht werden können. Die Hauptdurchflussrichtung D beschreibt
bei dieser Ausführungsform eine Umlenkung von im Wesentlichen 90°. In dieser Ausführungsform
ist kein zweites Positioniersystem für die Behandlungsstation 150 erforderlich. Darüber
hinaus ist diese Ausführungsform vorteilhaft, wenn in Achsrichtung des ersten Ofens
110 nicht ausreichend Platz beispielsweise in einer Produktionshalle zur Verfügung
steht. Die Abkühlung der zweiten Bereiche 220 des Stahlbauteils 200 kann bei dieser
Ausführungsform auch zwischen Entnahmestation 131 und zweiten Ofen 130 erfolgen, so
dass es keiner ortsfesten Behandlungsstation 150 bedarf. Beispielsweise kann eine
Abkühlvorrichtung, beispielsweise eine Blasdüse, in die Greifvorrichtung integriert
sein. Die Entnahmevorrichtung 131 sorgt für den Transfer des Stahlbauteils 200 von
dem ersten Ofen 1 10 in den zweiten Ofen 130 und in das Presshärtewerkzeug 160 beziehungsweise
in den Behälter 161.
[0034] Auch bei dieser Ausführungsform kann die Position von Presshärtewerkzeug 160 und
Behälter 161 vertauscht werden, wie in Fig. 5 zu sehen. Die Hauptdurchflussrichtung
D beschreibt bei dieser Ausführungsform zwei Umlenkungen von im Wesentlichen 90°.
[0035] Ist der Platz für die Aufstellung der Wärmebehandlungsvorrichtung beschränkt, bietet
sich eine Wärmebehandlungsvorrichtung gemäß Fig. 6 an: Im Vergleich zu der in Fig.
4 gezeigten Ausführungsform ist der zweite Ofen 130 in eine zweite Ebene oberhalb
des ersten Ofens 1 10 versetzt. Auch bei dieser Ausführungsform kann die Abkühlung
der zweiten Bereiche 220 des Stahlbauteils 200 ebenfalls zwischen Entnahmestation
131 und zweiten Ofen 130 erfolgen, so dass es keiner ortsfesten Behandlungsstation
150 bedarf. Erneut ist es vorteilhaft, den ersten Ofen 110 als Durchlaufofen und den
zweiten Ofen 120 als Kammerofen, eventuell mit mehreren Kammern auszuführen.
[0036] In Fig. 7 schließlich ist eine letzte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung
schematisch gezeigt. Im Vergleich zu der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform sind
die Positionen von Presshärtewerkzeug 160 und Behälter 161 vertauscht.
[0037] Die hier gezeigten Ausführungsformen stellen nur Beispiele für die vorliegende Erfindung
dar und dürfen daher nicht einschränkend verstanden werden. Alternative durch den
Fachmann in Erwägung gezogene Ausführungsformen sind gleichermaßen vom Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung umfasst.
Bezugszeichenliste:
[0038]
- 100
- Wärmebehandlungsvorrichtung
- 110
- erster Ofen
- 130
- zweiter Ofen
- 131
- Entnahmestation
- 150
- Behandlungsstation
- 160
- Presshärtewerkzeug
- 161
- Behälter
- 200
- Stahlbauteil
- 210
- erster Bereich
- 220
- zweiter Bereich
- D
- Hauptdurchflussrichtung
- MS
- Martensit-Starttemperatur
- tB
- Behandlungszeit
- t110
- Verweilzeit im ersten Ofen
- t120
- Transferzeit Stahlbauteil in Behandlungsstation
- t121
- Transferzeit Stahlbauteil in zweiten Ofen
- t130
- Verweilzeit im zweiten Ofen
- t131
- Transferzeit Stahlbauteil in Presshärtewerkzeug
- t150
- Verweilzeit in Behandlungsstation
- t160
- Verweilzeit im Presshärtewerkzeug
- ϑ1
- Gefügeumwandlungsstarttemperatur
- ϑ2
- Abkühlstopptemperatur
- ϑ3
- Innentemperatur erster Ofen
- ϑ4
- Innentemperatur zweiter Ofen
- ϑ200,110
- Temperaturverlauf des Stahlbauteils im ersten Ofen
- ϑ210,150
- Temperaturverlauf des ersten Bereichs des Stahlbauteils in der Behandlungsstation
- ϑ220,150
- Temperaturverlauf des zweiten Bereichs des Stahlbauteils in der Behandlungsstation
- ϑ210,130
- Temperaturverlauf des ersten Bereichs des Stahlbauteils im zweiten Ofen
- ϑ220,130
- Temperaturverlauf des zweiten Bereichs des Stahlbauteils im zweiten Ofen
- ϑ200,160
- Temperaturverlauf des Stahlbauteils in dem Presshärtewerkzeug
1. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) zur gezielten bauteilzonenindividuellen Wärmebehandlung
eines Stahlbauteils (200), aufweisend einen ersten Ofen (110) zur Aufheizung des Stahlbauteils
(200) auf eine Temperatur oberhalb AC3-Temperatur,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wärmebehandlungsvorrichtung (100) weiterhin eine Behandlungsstation (150) und
einen zweiten Ofen aufweist, wobei das Stahlbauteil (200) von dem ersten Ofen (110)
in die Behandlungsstation (150) transferierbar ist, und wobei die Behandlungsstation
(150) eine Vorrichtung zum Abkühlen eines oder mehrerer zweiter Bereiche (220) des
Stahlbauteils (200) aufweist.
2. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1,
wobei die Vorrichtung zum Abkühlen eines oder mehrerer zweiter Bereiche (220) des
Stahlbauteils (200) eine Düse zum Anblasen des oder der zweiten Bereiche (220) des
Stahlbauteils (200) mit einem gasförmigen Fluid aufweist.
3. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Vorrichtung
zum Abkühlen eines oder mehrerer zweiter Bereiche (220) des Stahlbauteils (200) eine
Düse zum Anblasen des oder der zweiten Bereiche (220) des Stahlbauteils (200) mit
einem gasförmigen Fluid, dem Wasser beigemischt ist, aufweist.
4. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Vorrichtung
zum Abkühlen eines oder mehrerer zweiter Bereiche (220) des Stahlbauteils (200) Stempel
zum Kontaktieren des oder der zweiten Bereiche (220) des Stahlbauteils (200) aufweist.
5. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) gemäß Anspruch 4,
wobei der Stempel zum Kontaktieren des oder der zweiten Bereiche (220) des Stahlbauteils
(200) kühlbar ausgeführt ist.
6. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Behandlungsstation
(150) eine Positioniereinrichtung aufweist.
7. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der zweite
Ofen (130) auf eine homogene Temperatur ϑ4aufgeheizt ist.
8. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Behandlungsstation
(150) Wärmereflektoren aufweist.
9. Wärmebehandlungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Behandlungsstation
(150) wärmeisolierte Wandungen aufweist.