[0001] Die Erfindung betrifft ein System, welches zwei aufeinander liegende Beläge und ein
Sicherungsmittel umfasst, ein Verfahren zur Verbindung zweier Beläge und ein als Spannfeder
ausgebildetes Sicherungsmittel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 6 bzw. 8.
[0002] Aus der
DE 20 2008 003 126 U1 ist eine Vorrichtung zur Sicherung von mindestens zwei Gerüstbelagbohlen, aus Metall
bekannt, wobei die Vorrichtung in montiertem Zustand ein Loch in der Platte einer
ersten Bohle und ein Loch in der Platte einer zweiten, unter der ersten Bohle angeordneten
Bohle durchsetzt, und die aus einem Drahtbügel besteht, an dem zwei Schenkel ausgebildet
sind, die durch eine Basis miteinander verbunden sind und an ihren freien Enden mit
Abwinklungen versehen sind. Nachteilig am Stand der Technik ist es, dass das Loch
der ersten Bohle, welches für die Verbindung genutzt wird, und das Loch der zweiten
Bohle, welches für die Verbindung genutzt wird, sich deckungsgleich überlagern müssen,
damit die Vorrichtung montiert werden kann.
[0003] Aus der
DE 19 71 840 U ist eine Zugfeder mit an einem jeden Ende angeordneter Öse bekannt, von welchen die
eine in einen Rahmen, vorzugsweise Rohrrahmen, die andere hingegen in eine Gliedernetzbespannung
eingreift, wobei die Öse derart ausgebildet ist, dass die Angriffspunkte der Gliedernetzbespannung
bzw. des Rohrrahmens an den Ösen mit der Oberkante der Zugfeder nahezu bündig liegen.
[0004] Aus der
DE 31 47 430 A1 ist eine federnde Befestigungsklammer zum Verbinden von flach aufeinanderliegenden,
im Wesentlichen plattenförmigen Teilen bekannt, wobei die Befestigungsklammer mit
einer Auflagefläche einer Außenseite des zu verbindenden Teilepaketes anliegt und
mit einem durch je eine Ausnehmung der Teile gesteckten, federnden Haken die anderen
Teile des Paketes umgreift, wobei an einem Ende einer Schraubenfeder mindestens eine
Schraubenwindung angeformt ist, deren Durchmesser die lichte Weite der Ausnehmung
des diesem Ende der Schraubenfeder benachbarten platten förmigen Teiles übersteigt,
und wobei das andere Ende zu einem Haken geformt ist, dessen Hakenspitze durch die
Ausnehmungen der platten förmigen Teile greift.
[0005] Schließlich ist aus der
KR 10 2017 0 115 196 A ein System bekannt, welches wenigstens zwei aufeinander liegende Beläge in Form eines
oberen Belags und eines unteren Belags und wenigstens ein Sicherungsmittel umfasst,
wobei sich die Beläge wenigstens teilweise überdecken und jeweils eine Vielzahl von
Durchbrüchen zwischen einer Oberseite, welche eine Lauffläche des jeweiligen Belags
bildet, und einer Unterseite umfassen, wobei das Sicherungsmittel als Spannfeder ausgebildet
ist, wobei die Spannfeder diesseits einer Spiralwicklung einen ersten freien Schenkel
umfasst und wobei die Spannfeder mit dem ersten freien Schenkel durch einen der Durchbrüche
des oberen Belags geführt ist und auf der Oberseite des oberen Belags anliegt
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein System vorzuschlagen, welches zwei aufeinander
liegende Beläge und ein Sicherungsmittel umfasst, ein Verfahren zur Verbindung zweier
Beläge vorzuschlagen sowie ein als Spannfeder ausgebildetes Sicherungsmittel vorzuschlagen,
durch welches bzw. durch welche eine erhöhte Toleranz bei der Verbindung von Belägen
erreicht wird.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bzw.
6 bzw. 8 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 6 bzw. 8 gelöst.
In den jeweiligen Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen
angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße System umfasst wenigstens zwei aufeinander liegende Beläge in
Form eines oberen Belags und eines unteren Belags und wenigstens ein Sicherungsmittel,
wobei sich die Beläge wenigstens teilweise überdecken und jeweils eine Vielzahl von
Durchbrüchen zwischen einer Oberseite, welche eine Lauffläche des jeweiligen Belags
bildet, und einer Unterseite umfassen, hierbei ist es vorgesehen, dass das Sicherungsmittel
als Spannfeder ausgebildet ist, wobei die Spannfeder diesseits und jenseits einer
Spiralwicklung einen ersten freien Schenkel und eine zweiten freien Schenkel umfasst,
wobei die Spannfeder mit dem ersten freien Schenkel durch einen der Durchbrüche des
oberen Belags geführt ist und auf der Oberseite des oberen Belags anliegt und wobei
die Spannfeder mit dem zweiten freien Schenkel durch einen der Durchbrüche des unteren
Belags geführt ist und auf der Unterseite des unteren Belags anliegt. Dadurch dass
die Spannfeder exzentrisch in einem Durchbruch des oberen Belags und exzentrisch in
einem Durchbruch des unteren Belags anordenbar ist, können auch Beläge mit einander
verbunden werden, bei welchen die für die Verbindung vorgesehenen Durchbrüche versetzt
zueinander liegen. Hierdurch ist das System gegenüber Abweichungen in der Ausrichtung
der Beläge tolerant und erspart auf der Baustelle Nacharbeit, welche für ein exaktes
Ausrichten der Beläge nötig wäre. Zusätzlich weist das System entsprechend auch eine
Elastizität auf, welche leicht Bewegungen der Beläge zueinander erlauben, so dass
das Gerüst durch die verbundenen Beläge nicht unerwünscht starr verspannt wird.
[0009] Weiterhin ist es vorgesehen, dass die Spannfeder mit einer Endfläche ihres ersten
freien Schenkels auf der Oberseite des oberen Belags anliegt und dass die Spannfeder
mit einen Abschnitt einer Mantelfläche ihres zweiten freien Schenkels an der Unterseite
des unteren Belags anliegt. Hierdurch ist eine Verspannung der Beläge gewährleistet,
ohne dass spezielle Aufnahmen für die Spannfeder geschaffen werden müssen. Somit erfordert
die Herstellung der keine besonderen auf die Spannfeder zugeschnittenen Herstellungsschritte.
[0010] Es ist auch vorgesehen, dass der zweite freie Schenkel in einem Bereich, in welchem
der Abschnitt angeordnet ist, welcher an der Unterseite des unteren Belags anliegt,
einen bogenförmigen Verlauf aufweist. Hierdurch ist ein Aufschieben der Spannfeder
auf den unteren Belag erleichtert, da die Spannfeder nur mit abgerundeten Abschnitten
mit dem unteren Belag in Kontakt kommt.
[0011] Schließlich ist es bei dem System auch vorgesehen, dass der oberen Belag in Form
eines zu zwei gegenüberliegenden Seiten abgekanteten Blechs ausgebildet ist, dass
der untere Belag in Form eines zu zwei gegenüberliegenden Seiten abgekanteten Blechs
ausgebildet ist und dass die Spiralwicklung der Spannfeder in einem zwischen der Lauffläche
des oberen Belags und der Lauffläche des unteren Belags ausgebildeten Hohlraum aufgenommen
ist, wobei eine Höhe des Hohlraums durch seitliche Stege des oberen Belags vorgegeben
ist. Durch eine derartige Ausbildung der Beläge wird Raum für die Spiralwicklung der
Spannfeder geschaffen und wird Raum für den zweiten freien Schenkel der Spiralfeder
geschaffen, so dass diese geschützt vor ungewünschten Beanspruchungen angeordnet sind.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Verbindung eines oberen Belags und eines unteren
Belags mittels einer Spannfeder sieht die nachfolgend genannten Schritte vor, wobei
die Beläge jeweils eine Vielzahl von Durchbrüchen zwischen einer Oberseite, welche
eine Lauffläche des jeweiligen Belags bildet, und einer Unterseite umfassen, wobei
die Spannfeder diesseits und jenseits einer Spiralwicklung einen ersten freien Schenkel
und einen zweiten freien Schenkel umfasst, wobei einer Verbindung entweder dadurch
erfolgt, dass die Spannfeder an dem unteren Belag befestigt wird, danach der obere
Belag auf den unteren Belag aufgelegt wird und danach die Spannfeder an dem oberen
Belag befestigt wird und dass die nachfolgend genannten Detailschritte erfolgen:
- Arretierung des zweiten freien Schenkels der Spannfeder an dem unteren Belag durch
Durchstecken der Spannfeder durch einen der Durchbrüche derart, dass der zweite freie
Schenkel der Spannfeder an einer Unterseite der Lauffläche des unteren Belag anliegt
und der untere Belag zwischen der Spiralwicklung und dem zweiten freien Schenkel eingeklemmt
ist,
- Auflegen den oberen Belages auf den unteren Belag,
- Greifen des ersten freien Schenkels der Spannfeder durch einen der Durchbrüche des
oberen Belags, insbesondere mit Hilfe eines Montagemittels und Anheben des ersten
freien Schenkels derart, dass der erste freie Schenkel mit einer Endfläche neben dem
Durchbruch auf die Lauffläche des oberen Belags aufgesetzt wird und hierdurch die
Spannfeder an dem oberen Belag arretiert wird. Durch die genannte Schrittfolge ist
es möglich, zwei Beläge mit minimalem Aufwand durch eine oder mehrere Spannfedern
zu verbinden. Eine derartige Vorgehensweise ermöglicht ein systematisches und damit
effizientes Verbinden von Belägen.
[0013] Weiterhin ist es vorgesehen, die erste Ausführungsvariante des Verfahrens im Detail
derart auszuführen, dass die nachfolgend genannten Detailschritte erfolgen:
- Aufsetzen der Spannfeder auf die Oberseite des unteren Belags, derart dass der zweite
freie Schenkel in einen der Durchbrüche des unteren Belags geführt wird,
- seitliches Verschieben der Spannfeder parallel zu der Oberseite des unteren Belags,
derart dass der untere Belag von dem zweiten freien Schenkel umgriffen wird,
- Aufsetzen des oberen Belags auf den unteren Belag, derart dass der erste freie Schenkel
der Spannfeder durch einen der Durchbrüche des oberen Belags auftaucht,
- Greifen des ersten freien Schenkels unter Dehnung der Spannfeder und seitliches Bewegen
des ersten freien Schenkels, insbesondere unter Verwendung eines Montagemittels, derart
dass die Spannfeder mit einer Endfläche des ersten freien Schenkels über die Oberseite
des oberen Belags bewegt wird,
- Loslassen des ersten freien Schenkels, so dass dieser durch die Spannkraft der Spannfeder
mit seiner Endfläche gegen die Oberseite des oberen Belags gezogen wird. Eine derartige
Vorgehensweise ermöglicht ein systematisches und damit effizientes Verbinden von Belägen.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Sicherungsmittel, welches als Spannfeder ausgebildet ist,
ist es vorgesehen, dass die Spannfeder diesseits und jenseits einer Spiralwicklung
einen ersten freien Schenkel und eine zweiten freien Schenkel umfasst, wobei der erste
freie Schenkel U-förmig gebogen ist, wobei der zweite freie Schenkel derart S-förmig
gebogen verläuft, dass ein erster Bogen, welcher einem Ende des zweiten freien Schenkels
am nächsten ist, in Richtung einer Längsachse der Spannfeder betrachtet, einen geringeren
Abstand zu der Spiralwicklung aufweist, als ein zweiter Bogen, welcher dem Ende des
zweiten freien Schenkels ferner ist als der erste Bogen und einen größeren Abstand
zu der Spiralwicklung aufweist. Durch diese drei spezialisierte Abschnitte aufweisenden
Aufbau ist die Spannfeder optimal für ein Aufschieben auf den unteren Belag, für eine
Aufsetzen auf den oberen Belag und für einen Spannungsaufbau und Toleranzausgleich
zwischen dem oberen Belag und dem unteren Belag geeignet, so dass auf eine deckungsgleiche
Ausrichtung der Beläge verzichtet werden kann und so dass eine ungewünscht steife
Verspannung der Beläge vermieden ist.
[0015] Im Sinn der Erfindung ist unter einem Belag ein Gerüstelement eines Gerüsts zu verstehen,
welches auch als Laufboden oder Gerüstboden bezeichnet ist und welches es im montierten
Zustand ermöglicht das Gerüst zu betreten.
[0016] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
Hierbei zeigt:
[0017]
- Figur 1:
- eine Frontansicht eines auf einem unteren Belag liegenden oberen Belags, wobei die
beiden Beläge durch zwei als Spannfedern ausgebildete Sicherungsmittel verbunden sind;
- Figur 2:
- eine perspektivische Ansicht der Darstellung der Figur 1;
- Figur 3:
- eine Seitenansicht der Darstellung der Figur 1;
- Figur 4:
- eine Schnittansicht der Darstellung der Figur 1;
- Figur 5:
- eine perspektivische Ansicht einer der beiden in den Figuren 1 bis 4 dargestellten
Spannfedern und
- Figur 6:
- eine Seitenansicht der in der Figur 5 gezeigten Spannfeder.
[0018] In den Figuren 1 bis 4 sind verschiedene Ansichten eines erfindungsgemäßen Systems
1 gezeigt. Das System 1 umfasst einen oberen Belag 101, einen unteren Belag 201, ein
erstes Sicherungsmittel 301 und ein zweites Sicherungsmittel 401. Die Sicherungsmittel
301, 401 sind als erste Spannfeder 302 und zweite Spannfeder 402 ausgebildet.
[0019] Aus der Figur 1, welche eine Frontansicht des Systems 1 zeigt, ist ersichtlich, dass
der obere Belag 101 auf dem unteren Belag 201 aufliegt und die beiden Beläge 101,
201 durch die beiden Spannfedere 302 und 402 verbunden sind. In der Figur 2 ist die
Darstellung der Figur 1 in perspektivischer Ansicht gezeigt. In der Figur 3 ist die
Darstellung der Figur 1 bzw. Figur 2 in Seitenansicht entsprechend dem in den Figuren
1 und 2 angegebenen Pfeilrichtungen III gezeigt. Diese Seitenansicht ist im Bereich
der zweiten Spannfeder 402 geschnitten dargestellt. In der Figur 4 ist ein Schnitt
durch das System 1 entsprechend einer in der Figur 3 eingezeichneten Schnittebne IV-IV
gezeigt, wobei die erste Spannfeder 302 geschnitten ist und wobei die zweite Spannfeder
ausgeblendet ist.
[0020] Die Figuren 5 und 6 zeigen exemplarisch das erste Sicherungsmittel 301, welches als
erste Spannfeder 302 ausgebildet ist, in perspektivischer Ansicht und in Seitenansicht.
Das zweite Sicherungsmittel 401 ist entsprechend dem ersten Sicherungsmittel 401 ausgebildet.
[0021] Die Beläge 101, 201 überdecken sich teilweise und weisen zwischen einer Oberseite
102 bzw. 202, welche eine Lauffläche 103 bzw. 203 des jeweiligen Belags 101, 201 bildet,
und einer Unterseite 104 bzw. 204 jeweils eine Vielzahl von nur exemplarisch bezeichneten
Durchbrüchen 105, 106 bzw. 205, 206 auf.
[0022] Wie dies insbesondere aus den Figuren 5 und 6 ersichtlich ist, umfasst die erste
Spannfeder 302 diesseits und jenseits einer Spiralwicklung 303 einen ersten freien
Schenkel 304 und eine zweiten freien Schenkel 305. Die zweite Spannfeder 402 (siehe
insbesondere Figur 1) ist entsprechend aufgebaut und umfasst diesseits und jenseits
einer Spiralwicklung 403 einen ersten freien Schenkel 404 und eine zweiten freien
Schenkel 405.
[0023] Die erste Spannfeder 302 ist mit dem ersten freien Schenkel 304 durch den Durchbruch
105 des oberen Belags 101 geführt und liegt auf der Oberseite 102 des oberen Belags
101, nämlich auf der Lauffläche 103 des oberen Belags 101, mit einer Endfläche 306
(siehe Figuren 5 und 6) des ersten freien Schenkels 304 an. Mit dem zweiten freien
Schenkel 305 ist die erste Spannfeder 302 durch den Durchbruch 205 des unteren Belags
201 geführt und liegt mit einen Abschnitt 307 (siehe auch Figuren 5 und 6) einer Mantelfläche
308 (siehe auch Figuren 5 und 6) ihres zweiten freien Schenkels 305 an der Unterseite
204 des unteren Belags 201 an. Der zweite freie Schenkel 305 weist in einem Bereich,
in welchem der Abschnitt 307 angeordnet ist und welcher an der Unterseite 204 des
unteren Belags 201 anliegt, einen bogenförmigen Verlauf auf.
[0024] Die zweite Spannfeder 402 ist mit dem ersten freien Schenkel 404 durch den Durchbruch
106 des oberen Belags 101 geführt und liegt auf der Oberseite 102 des oberen Belags
101, nämlich auf der Lauffläche 103 des oberen Belags 101, mit einer Endfläche 406
des ersten freien Schenkels 404 an. Mit dem zweiten freien Schenkel 405 ist die zweite
Spannfeder 402 durch den Durchbruch 206 des unteren Belags 201 geführt und liegt mit
einen Abschnitt 407 einer Mantelfläche 408 ihres zweiten freien Schenkels 405 an der
Unterseite 204 des unteren Belags 201 an. Der zweite freie Schenkel 405 weist in einem
Bereich, in welchem der Abschnitt 407 angeordnet ist und welcher an der Unterseite
204 des unteren Belags 201 anliegt, einen bogenförmigen Verlauf auf.
[0025] Die Durchbrüche 105, 106 bzw. 205, 206 können als Rundlöcher oder Langlöcher oder
mit beliebiger Geometrie ausgebildet sein.
[0026] Der erste freie Schenkel 304 der ersten Spannfeder 302 ist U-förmig gebogen. Der
zweite freie Schenkel 305 der ersten Spannfeder 302 verläuft derart S-förmig gebogen,
dass ein erster Bogen 309, welcher einem Ende 310 des Schenkels 305 am nächsten ist,
in Richtung einer Längsachse L302 der ersten Spannfeder 302 betrachtet, einen geringeren
Abstand a zu der Spiralwicklung 303 hat, als ein zweiter Bogen 311, welcher dem Ende
310 des zweiten Schenkels 305 ferner ist als der erste Bogen 309 und einen größeren
Abstand A zu der Spiralwicklung 303 aufweist.
[0027] Die zweite Spannfeder 402 ist vergleichbar zu der ersten Spannfeder 302 ausgebildet.
[0028] Aus dem Figuren 1 bis 4 ist auch ersichtlich, dass der obere Belag 101 in Form eines
zu zwei gegenüberliegenden Seiten 2, 3 abgekanteten Blechs ausgebildet ist und dass
der untere Belag 201 ebenfalls in Form eines, zu den zwei gegenüberliegenden Seiten
2, 3 abgekanteten Blechs ausgebildet ist.
[0029] Die Spiralwicklung 303 bzw. 403 der Spannfedern 302 bzw. 402 ist jeweils in einem
zwischen der Lauffläche 103 des oberen Belags 101 und der Lauffläche 203 des unteren
Belags 101 ausgebildeten Hohlraum 4 aufgenommen. Eine Höhe H4 des Hohlraums 4 ist
durch seitliche Stege 103a, 103b des oberen Belags 101 vorgegeben.
Bezugszeichenliste:
[0030]
- 1
- System
- 2, 3
- gegenüberliegende Seiten
- 4
- Hohlraum
- A
- Abstand zwischen 311 und 303
- a
- Abstand zwischen 309 und 303
- H4
- Höhe von 4
- L302
- Längsachse von 302
- 101
- oberer Belag
- 102
- Oberseite von 101
- 103
- Lauffläche von 101
- 103a, 103b
- seitlicher Steg von 101
- 104
- Unterseite von 101
- 105, 106
- Durchbruch von 103
- 201
- unterer Belag
- 202
- Oberseite von 201
- 203
- Lauffläche von 201
- 204
- Unterseite von 201
- 205, 206
- Durchbruch von 203
- 301
- erstes Sicherungsmittel
- 302
- erste Spannfeder
- 303
- Spiralwicklung von 302
- 304
- erster freier Schenkel von 302
- 305
- zweiter freier Schenkel von 302
- 306
- Endfläche von 304
- 307
- Abschnitt von 308
- 308
- Mantelfläche von 305
- 309
- erster Bogen von 305
- 310
- Ende der zweiten freien Schenkels 305
- 311
- zweiter Bogen von 305
- 401
- zweites Sicherungsmittel
- 402
- zweite Spannfeder
- 403
- Spiralwicklung von 402
- 404
- erster freier Schenkel von 402
- 405
- zweiter freier Schenkel von 402
- 406
- Endfläche von 404
- 407
- Abschnitt von 408
- 408
- Mantelfläche von 405
1. System (1) umfassend wenigstens zwei aufeinander liegende Beläge (101; 201) in Form
eines oberen Belags (101) und eines unteren Belags (201) und wenigstens ein Sicherungsmittel
(301; 401), wobei sich die Beläge (101; 201) wenigstens teilweise überdecken und jeweils
eine Vielzahl von Durchbrüchen (105, 106; 205, 206) zwischen einer Oberseite (102;
202), welche eine Lauffläche (103; 203) des jeweiligen Belags (101; 201) bildet, und
einer Unterseite (104; 204) umfassen, wobei das Sicherungsmittel (301; 401) als Spannfeder
(302; 402) ausgebildet ist, wobei die Spannfeder (302; 402) diesseits einer Spiralwicklung
(303; 403) einen ersten freien Schenkel (304; 404) umfasst und wobei die Spannfeder
(302; 402) mit dem ersten freien Schenkel (304; 404) durch einen der Durchbrüche (105;
106) des oberen Belags (101) geführt ist und auf der Oberseite (102) des oberen Belags
(101) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannfeder (302; 402) jenseits der Spiralwicklung (303; 403) einen zweiten freien
Schenkel (305; 405) umfasst, wobei die Spannfeder (302; 402) mit dem zweiten freien
Schenkel (305; 405) durch einen der Durchbrüche (205; 206) des unteren Belags (201)
geführt ist und auf der Unterseite (204) des unteren Belags (201) anliegt.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Spannfeder (302; 402) mit einer Endfläche (306) ihres ersten freien Schenkels
(304; 404) auf der Oberseite (102) des oberen Belags (101) anliegt und
- dass die Spannfeder (302; 402) mit einen Abschnitt (307; 407) einer Mantelfläche (308;
408) ihres zweiten freien Schenkels (305; 405) an der Unterseite (204) des unteren
Belags (201) anliegt.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite freie Schenkel (305; 405) in einem Bereich, in welchem der Abschnitt (307;
407) angeordnet ist, welcher an der Unterseite (204) des unteren Belags (201) anliegt,
einen bogenförmigen Verlauf aufweist.
4. System nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der oberen Belag (101) in Form eines zu zwei gegenüberliegenden Seiten (2, 3) abgekanteten
Blechs ausgebildet ist,
- dass der untere Belag (201) in Form eines zu zwei gegenüberliegenden Seiten (2, 3) abgekanteten
Blechs ausgebildet ist und
- dass die Spiralwicklung (303; 403) der Spannfeder (302; 402) in einem zwischen der Lauffläche
(103) des oberen Belags (101) und der Lauffläche (203) des unteren Belags (201) ausgebildeten
Hohlraum (4) aufgenommen ist,
- wobei eine Höhe (H4) des Hohlraums (4) durch seitliche Stege (103a, 104a) des oberen
Belags (101) vorgegeben ist.
5. System nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiralwicklung (303; 403) der Spannfedern (302; 402) jeweils in einem zwischen
der Lauffläche (103) des oberen Belags (101) und der Lauffläche (203) des unteren
Belags (101) ausgebildeten Hohlraum (4) aufgenommen ist.
6. Verfahren zur Verbindung eines oberen Belags (101) und eines unteren Belags (201)
mittels einer Spannfeder (302; 402), wobei die Beläge (101; 201) jeweils eine Vielzahl
von Durchbrüchen (105, 106; 205, 206) zwischen einer Oberseite (102; 202), welche
eine Lauffläche (103; 203) des jeweiligen Belags (101; 201) bildet, und einer Unterseite
(104; 204) umfassen, wobei die Spannfeder (302; 402) diesseits und jenseits einer
Spiralwicklung (303; 403) einen ersten freien Schenkel (304; 404) und einen zweiten
freien Schenkel (305; 405) umfasst, umfassend die Schritte:
- dass die Spannfeder (302; 402) an dem unteren Belag (201) befestigt wird, danach
der obere Belag (101) auf den unteren Belag (201) aufgelegt wird und danach die Spannfeder
(302; 402) an dem oberen Belag (101) befestigt wird,
- Arretierung des zweiten freien Schenkels (305; 405) der Spannfeder (302; 402) an
dem unteren Belag (201) durch Durchstecken der Spannfeder (302; 402) durch einen der
Durchbrüche (205; 206) derart, dass der zweite freie Schenkel (305; 405) der Spannfeder
(302; 402) an einer Unterseite (204) der Lauffläche (203) des unteren Belag (201)
anliegt und der untere Belag (201) zwischen der Spiralwicklung (303; 403) und dem
zweiten freien Schenkel (305; 405) eingeklemmt ist,
- Auflegen den oberen Belages (101) auf den unteren Belag (201),
- Greifen des ersten freien Schenkels (304; 404) der Spannfeder (302; 402) durch einen
der Durchbrüche (105; 106) des oberen Belags (101), insbesondere mit Hilfe eines Montagemittels
und Anheben des ersten freien Schenkels (304; 404) derart, dass der freie Schenkel
(304; 404) mit einer Endfläche (306; 406) neben dem Durchbruch (105; 106) auf die
Lauffläche (103) des oberen Belags (101) aufgesetzt wird und hierdurch die Spannfeder
(302; 402) an dem oberen Belag (101) arretiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 umfassend die Schritte:
- Aufsetzen der Spannfeder (302; 402) auf die Oberseite (202) des unteren Belags (201),
derart dass der zweite freie Schenkel (305; 405) in einen der Durchbrüche (205, 206)
des unteren Belags (201) geführt wird,
- seitliches Verschieben der Spannfeder (302; 402) parallel zu der Oberseite (202)
des unteren Belags (201), derart dass der untere Belag (201) von dem zweiten freien
Schenkel (305; 405) umgriffen wird,
- Aufsetzen des oberen Belags (101) auf den unteren Belag (201), derart dass der erste
freie Schenkel (304; 404) der Spannfeder (302; 402) durch einen der Durchbrüche (105,
106) des oberen Belags (101) auftaucht,
- Greifen des ersten freien Schenkels (304; 404) unter Dehnung der Spannfeder (302;
402) und seitliches Bewegen des ersten freien Schenkels (304; 404), insbesondere unter
Verwendung eines Montagemittels, derart dass die Spannfeder (302; 402) mit einer Endfläche
(306; 406) des ersten freien Schenkels (304; 404) über die Oberseite (102) des oberen
Belags (101) bewegt wird,
- Loslassen des ersten freien Schenkels (304; 404), so dass dieser durch die Spannkraft
der Spannfeder (302; 402) mit seiner Endfläche (306; 406) gegen die Oberseite (102)
des oberen Belags (101) gezogen wird.
8. Als Spannfeder (302; 402) ausgebildetes Sicherungsmittel (301; 401), wobei die Spannfeder
(302; 402) diesseits und jenseits einer Spiralwicklung (303; 403) einen ersten freien
Schenkel (304; 404) und eine zweiten freien Schenkel (305; 405) umfasst, wobei der
erste freie Schenkel (304; 404) U-förmig gebogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite freie Schenkel (305; 405) derart S-förmig gebogen verläuft, dass ein erster
Bogen (309), welcher einem Ende (310) des zweiten freien Schenkels (305) am nächsten
ist, in Richtung einer Längsachse (L302) der Spannfeder (302) betrachtet, einen geringeren
Abstand (a) zu der Spiralwicklung (303) aufweist, als ein zweiter Bogen (311), welcher
dem Ende des zweiten freien Schenkels (305; 405) ferner ist als der erste Bogen (309)
und einen größeren Abstand (A) zu der Spiralwicklung (303) aufweist.