[0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz zum Herstellen eines Transportankers, insbesondere
für Hohlwände oder Doppel- oder Mehrfachbetonwände jeweils mit gegenüberliegenden
Betonschalen. Weiter betrifft die Erfindung eine Anordnung aus Transportanker-Lastbügel
mit diesem Bausatz. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines
Transportankers und die Verwendung eines Abrollers für ein Verfahren zur Herstellung
eines Transportankers.
[0002] Doppelwände und andere Betonfertigbauteile werden in Betonfertigteilwerken für die
Verwendung auf Baustellen vorbereitet. Für den Transport auf die Baustelle werden
Transportanker benötigt, die in den Beton eingegossen werden. Die Transportanker zum
Transport von Doppelwänden können aus Stabstahl oder gewickeltem Stahl gebogen werden,
wofür in Betonfertigteilwerken oftmals Biegeautomaten vorhanden sind. Typischerweise
genügen solch selbstgebogene Transportanker nicht den gesetzlichen Anforderungen an
die notwendige Betriebssicherheit bzw. Ausreißsicherheit wegen fehlender Aussteifungen
der gebogenen Erzeugnisse. Die Aussteifung der Transportanker kann durch Anbringen
zusätzlicher Streben an den mit Biegeautomaten vorgebogenen Stahl verbessert werden.
[0003] Es ist bspw. aus der
DE 10 2018 117 625 A1 und der noch unveröffentlichten Patentanmeldung
EP 20 15 2603 des gleichen Anmelders bekannt, Transportanker (Filigrananker) zum Transportieren
und Versetzen von Doppelwänden zu nutzen. Die Transportanker umfassen im Wesentlichen
einen Lastbügel und einen Querstab bzw. eine Querstrebe. Die parallel gegenüberliegenden
Enden des Lastbügels dienen als Verankerungsschenkel zum Einbetonieren in je eine
Betonschale. Sie sind durch einen in der Regel ein- oder mehrfach gekrümmten Lastbügel-Mittelabschnitt
miteinander verbunden und werden durch die Querstrebe auseinander bzw. im vorbestimmten
Abstand voneinander gehalten. Durch diese Aussteifung soll beim Hochheben der Wand
ein Zusammenziehen und Herausreißen der Verankerungsschenkel aus den Betonschalen
verhindert werden. Die Querstrebe wird beweglich verschiebbar an den Verankerungsschenkeln
befestigt. Zur Festlegung der Position wird eine Arretierung mit einer lösbaren Halteeinrichtung
durchgeführt.
[0004] Die
DE 10 2016 119352 A1 stellt einen Transportanker mit einer bereit, bei dem die Querstrebe aus Beton ist.
Durch vorzugsweises Verschweißen kann schließlich ein Fixierelement die Ankerschenkel
miteinander verbinden. Dieses Fixierelement ermöglicht eine Verkürzung der Verankerungsschenkel
bzw. verhindert ein Aufschwimmen.
[0005] Die
US 3 971 552 A betrifft eine Spannvorrichtung für Rohrleitungen, die eine Auflage mit V-förmig ausgebildeten
Klemmbacken aufweist. Die
KR 102 008 511 B1 betrifft eine Spannvorrichtung für Rohrleitungen, die eine Auflage mit einem bogenförmig
ausgebildeten Klemmbacken aufweist. Nachteilig ist diesen Spannvorrichtungen, dass
der Spannvorgang zeitaufwendig ist und somit auch die Montagezeit verlängert, was
ein Massenprodukt unrentabel machen kann.
[0007] Effiziente Hilfsmittel sind für eine schnelle, präzise und kostengünstige Montage
der Querstrebe mit wenigen Handgriffen notwendig.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Stand der Technik zu verbessern
und eine schnelle, präzise und wirtschaftliche Montage betriebssicherer Transportanker
zu ermöglichen.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Bausatz gemäß Anspruch 1, eine Anordnung aus
Bausatz und Transportanker-Lastbügel nach Anspruch 7, ein Herstellungsverfahren nach
Anspruch 10 und eine Verwendung nach Anspruch 11. vorteilhafte Ausführungsformen sind
in den Unteransprüchen beansprucht.
[0010] Die Erfindung betrifft einen Bausatz zum Herstellen eines Transportankers, insbesondere
für Hohlwände oder Doppel- oder Mehrfach-Betonwände jeweils mit gegenüberliegenden
Betonschalen. Dabei weist der Transportanker einen Lastbügel mit einem oder mehreren,
je einer Betonschale oder Betonwand zugeordneten Verankerungsschenkeln und einen Lastbügel-Mittelabschnitt
auf, über welchen die beiden Verankerungsschenkel miteinander verbunden sind. Dabei
sind mit dem Lastbügel-Mittelabschnitt externe Lastaufnahme- und/oder Transportmittel
koppelbar oder in Eingriff bringbar.
[0011] Der Bausatz zum Herstellen des Transportankers gemäß Anspruch 1 weist wenigstens
Folgendes auf
- Wenigstens eine Querstrebe oder sonstige Abstandhalteeinrichtung, welche zur Aufnahme
von Druck- oder Zugbelastungen zwischen den Verankerungsschenkeln quer oder schräg
bezüglich einer Längsrichtung des oder der Verankerungsschenkel oder einer Körperachse
des Transportankers angeordnet oder anordenbar ist, wobei die Querstrebe oder sonstige
Abstandhalteeinrichtung an dem oder den Verankerungsschenkeln gleitend verschiebbar
und/oder in reibschlüssiger Anlage angebracht oder anbringbar ist.
- Eine Haltevorrichtung ,welche ein oder mehrere Haltemittel zum vorzugsweise lösbaren
Umfassen des Lastbügel-Mittelabschnitts und der Querstrebe oder sonstigen Abstandhalteeinrichtung
und/oder zum Umfassen der mindestens zwei Verankerungsschenkel umfasst.
- Eine Fixiervorrichtung zum reibschlüssigen und/oder formschlüssigen Fixieren, Halten,
Spannen und/oder Arretieren des Lastbügels während des Anlegens der Halteeinrichtung
bzw. während des Anlegens der Halteeinrichtung zum vorzugsweise lösbaren Umfassen
des Lastbügel-Mittelabschnitts und der Querstrebe bzw. sonstigen Abstandhalteeinrichtung
und/oder der mindestens zwei Verankerungsschenkel.
[0012] Der Herstellungsprozess wird durch den erfindungsgemäßen Bausatz effizienter.
[0013] Ein Hersteller von Betonfertigteilen, der für den Transport der Betonfertigteile
betriebssichere Transportanker benötigt, kann den Lastbügel auf eigenen Biegemaschinen
selbst bereitstellen und anschließend eine zugekaufte Querstrebe einsetzen. In anderen
Worten, die Lastbügel des Transportankers können mit dem Biegeautomaten vorgebogen
werden. Für die Endmontage zum Transportanker wird ein erfindungsgemäßer Bausatz mit
einer Querstrebe, einer Halteeinrichtung und einer Fixiervorrichtung zur manuellen
und/oder automatisierten Montage von Halteeinrichtung und Querstrebe am Lastbügel
benötigt. Durch die Vormontage von Lastbügel und dem Einsetzen einer dazu passenden
Querstrebe kann ein Werker auch ohne besondere Vorkenntnisse und Werkzeuge einen geprüften
Transportanker für Doppelwände präzise zusammenbauen. Durch die Verwendung einer aussteifenden
Querstrebe kann die Sicherheit der selbstgebogenen Transportanker verbessert werden,
sodass sie gesetzlichen Anforderungen genügen kann.
[0014] Durch die Endfertigung der Transportanker vor Ort, können der Stabstahl bzw. der
gewickelte Stahl für die Lastbügel und die Querstreben getrennt transportiert und
am Endmontageort getrennt gelagert werden. Der Platzbedarf zum getrennten Lagern von
Querstreben und unverbogenem Stahl ist gegenüber einem fertig montierten Transportanker
deutlich reduziert. Ein LKW mit Stabstahl oder auch mit gewickeltem Stahl transportiert
mindestens 25 Tonnen. Ein LKW mit fertigen Doppelwandankern könnte maximal 10 Tonnen
befördern, dann ist der LKW bereits voll beladen. Durch den Bausatz, der eine Fertigung
sicherer Transportanker vor Ort im Betonfertigteilwerk ermöglicht, können die Verkehrswege
wegen des verringerten Transportbedarfs entlastet werden.
[0015] Durch den erfindungsgemäßen Bausatz ist eine Montage einer Querstrebe in einem Lastbügel
ohne Schweißverbindungen ermöglicht. Damit ist die Verbindung oder Kopplung der Querstrebe
mit den Verankerungsschenkeln vereinfacht, indem der Strangkörper des Verankerungsschenkels
von der Querstrebe durch je eine axialen Gleitführung (d.h. in Längsrichtung des Strangkörpers
oder Verankerungsschenkels) in den Endbereichen der Querstrebe mit Reibschluss bzw.
Haftreibung erfasst ist. Die Haltevorrichtung des Bausatzes verhindert oder erschwert
auch ein Verrutschen entlang der Verankerungsschenkel. Für relativ aufwändige Schweißverbindungen
oder sonstige stoffschlüssige Verbindungen besteht keine Notwendigkeit mehr. Schweißverbindungen
sind selbst bei normgerecht (vgl. E DIN EN 13155) hergestellten Transportankern als
Schwachstelle bekannt. Ein Schweißen ist bei betriebssicheren Ankern daher generell
zu vermeiden.
[0016] Offenbart ist auch eine Halteeinrichtung, die einen einer ersten Betonschale zugeordneten
Verankerungsschenkel und einen einer zweiten Betonschale zugeordneten Verankerungsschenkel
umfasst oder umgreift, wobei die Halteeinrichtung einen reibschlüssigen Haltekontakt
oder sonstigen Haftkontakt oder Klebekontakt mit dem der ersten Betonschale zugeordneten
Verankerungsschenkel und/oder dem der zweiten Betonschale zugeordneten Verankerungsschenkel
ausbildet.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der oder die Verankerungsschenkel
des Lastbügels in der Fixiervorrichtung während der Montage der Halteeinrichtung horizontal
und/oder parallel zum Untergrund und/oder einer waagrechten Auflage anordenbar.
[0018] Durch die waagrechte Ausrichtung kann der Lastbügel, können insbesondere die Verankerungsschenkel,
wenigstens teilweise auf einem Tisch oder einer Werkbank abgelegt werden. Dadurch
kann die Fixiervorrichtung vereinfacht werden, weil die Auflage des Tischs oder der
Werkbank die Funktion der unterseitigen Fixierung des Lastbügel wenigstens teilweise
übernimmt. Der Montagevorgang wird für den Werker einfacher und ergonomischer. Auch
das Einlegen der Querstrebe wird erleichtert.
[0019] Die Fixiervorrichtung ist zum Fixieren, Halten, Spannen und/oder Arretieren mindestens
eines Verankerungsschenkels während der Montage der Halteeinrichtung ausgebildet.
[0020] In anderen Worten, ein Verankerungsschenkel wird in der Fixiervorrichtung fixiert,
wobei die Fixiervorrichtung auf einem Tisch oder einer sonstigen Auflage angeordnet
ist. Der mindestens eine weitere Verankerungsschenkel wird auf dem Tisch oder der
sonstigen Auflage abgelegt. Dadurch ist das Einlegen des Lastbügels in die Fixiervorrichtung
und die Entnahme des Transportankers aus der Fixiervorrichtung mit wenig Aufwand realisierbar.
[0021] Die Fixiervorrichtung ist zum Fixieren mindestens eines dem Lastbügel-Mittelabschnitt
abgewandten Verankerungsschenkel-Endabschnitts ausgebildet.
[0022] In anderen Worten, ein Verankerungsschenkel-Endabschnitt wird bspw. in einer Aufnahmehülse
der Fixiervorrichtung gehalten, wobei die Fixiervorrichtung auf einer Auflage angeordnet
ist. Der mindestens eine weitere Verankerungsschenkel-Endabschnitt wird auf der Auflage
abgelegt. Der Lastbügel-Mittelabschnitt ragt über die Unterlage hinaus, sodass er
für einen Werker von allen Seiten für ein Einsetzen der Querstrebe und ein Anbringen
der Halteeinrichtung zugänglich ist.
[0023] Die Fixiervorrichtung weist eine Aufnahme zur seitlichen Führung mindestens eines
Verankerungsschenkel-Endabschnitts auf.
[0024] Dadurch kann der Vorgang des Fixierens vereinfacht und beschleunigt werden. Der Verankerungsschenkel-Endabschnitt
ist gegen seitliches Verrutschen gesichert, während oberseitig eine Anpresskraft oder
eine sonstige reibschlüssig wirkende Haltekraft auf den Verankerungsschenkel-Endabschnitt
ausübbar ist. Die seitliche Führung ist durch einen oder mehrere Rohrhülsenabschnitte
realisierbar.
[0025] Vorzugsweise weist die Fixiervorrichtung ein Anpressstück zum Ausüben einer oberseitigen
Anpresskraft auf den Lastbügel, insbesondere auf einen der Verankerungsschenkel auf.
[0026] Die Anpresskraft kann durch Stempel oder sonstige Spannelemente mit mechanischen,
elektrischen, pneumatischen und/oder hydraulischen Druck- und/oder Spannmechanismen
realisiert werden.
[0027] Die Fixiervorrichtung weist ein oberseitiges Anschlagelement auf, wobei das Anschlagelement
entlang des Verankerungsschenkel-Endabschnitts anordenbar ist und unter Einfluss der
Schwerkraft eine formschlüssige und/oder reibschlüssige Verbindung mit dem Verankerungsschenkel,
insbesondere den Rippen des Betonrippenstahls, ausbilden kann.
[0028] Hierfür kann die Aufnahme mit einer Rohrhülse ausgebildet sein, wobei Verankerungsschenkel-Endabschnitt
einen ersten Rohrhülsenabschnitt vollständig durchsetzt. Der Innendurchmesser des
Rohrhülsenabschnitts übersteigt den Außendurchmesser des Verankerungsschenkel-Endabschnitts,
sodass der Lastbügel durch das Eigengewicht im Bereich des Lastbügel-Mittelabschnitts
abkippt. Dadurch, dass der Lastbügel meist mit einem Betonrippenstahl gebildet ist,
verhaken die Rippen des Betonrippenstahls an einem Anschlag, also einer Kante des
durchsetzten Rohrhülsenabschnitts, und der Lastbügel kann nicht mehr ohne Fremdeinwirkung
aus der Aufnahme herausrutschen. Diese Haltekraft kann ein geschickter Werker ausnutzen,
um Querstrebe und Halteeinrichtung zu montieren. Da kein Spannmechanismus betätigt
werden muss, kann sowohl das Einlegen als auch die Entnahme des Lastbügels beschleunigt
werden. Anstelle der Rohrhülse sind auch andere Haltebügel oder sonstige Schnapp-
und Rastelemente einsetzbar, die ein Herausrutschen des eingelegten Verankerungsschenkels
verhindern.
[0029] Zusätzlich kann die Aufnahme der Fixiervorrichtung mit einer Rohrhülse ausgebildet
sein, wobei die Rohrhülse einen ersten geschlossenen Rohrhülsenabschnitt zur Ausbildung
des oberseitigen Anschlagelements und einen zweiten nach oben offenen Rohrhülsenabschnitt
mit einem Durchgang oder Zugang für das Anpressstück der Fixiervorrichtung aufweist.
[0030] Vorzugsweise ist die Halteeinrichtung als bandartiges, vorzugsweise flexibles und/oder
straff gespanntes, Halteband ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist die Halteeinrichtung als Klebeband und/oder als Band mit einer einseitig
adhäsiven Oberfläche zur Anlage an den Lastbügel und/oder die Querstrebe ausgebildet.
[0031] Auf dem Klebeband oder sonstigen Halteband könnten dann auch vorgeschriebene Informationen
mit Angaben zu dem hergestellten Transportanker stehen, wie Ankertyp, Laststufe oder
Hersteller (vgl. E DIN EN 13155). Durch die Verwendung eines Klebebandes wird die
Montage des Transportankers weiter vereinfacht, weil das Klebeband nach dem Anlegen
an Lastbügel-Mittelabschnitt und/oder an der Querstrebe und/oder an den Verankerungsschenkeln
und/oder an einem weiteren Klebebandabschnitt, nicht mehr unbeabsichtigt verrutschen
kann. Die Halteeinrichtung kann als Klebeband, Verpackungsband oder Haltedraht realisiert
sein. Vorzugsweise wird das Klebeband oder sonstige Halteband mit einem Abroller bereitgestellt.
Der Abroller weist ein Abrollergehäuse aus Metall oder Kunststoff zur Aufnahme einer
Banderole mit Klebeband und/oder Halteband auf. Für eine verbesserte Handhabung und
zum vereinfachten Durchführen zwischen Querstrebe und Fixiervorrichtung ist das Abrollergehäuse
vorzugsweise ohne Griffstange ausgeführt. Der Abroller kann ferner ein Schneidelement
zum Durchtrennen des Klebebands aufweisen. Alternativ stellt der Bausatz die Halteeinrichtung
als einzelnes Band oder einzelnen Draht bereit, der bereits stückweise in einer passenden
Länge für die vorgesehene Anzahl an Umwicklungen vorliegt.
[0032] Im Rahmen der Erfindung liegt auch ein Verfahren zur Herstellung eines Transportankers
mit einem erfindungsgemäßen Bausatz, gemäß Anspruch 10.
- Bereitstellen eines Lastbügel-Strangkörpers, vorzugsweise aus Betonrippenstahl, zur
Herstellung des Lastbügels,
- Biegen oder Vorbiegen des Lastbügel-Strangkörpers zum Herstellen eines Lastbügels
oder eines Lastbügelrohlings mit einer etwa U-förmigen Grundform unter Ausbildung
von mindestens zwei Verankerungsschenkeln, einem zwischen den beiden Verankerungsschenkeln
angeordneten Lastbügel-Mittelabschnitt und zwischen dem Lastbügel-Mittelabschnitt
und den beiden Verankerungsschenkeln angeordneten Übergangskrümmungen,
- Fixieren des Lastbügels in einer Fixiervorrichtung, vorzugsweise an einem Verankerungsschenkel-Endabschnitt,
- Einsetzen einer Querstrebe zwischen die Verankerungsschenkel, insbesondere zwischen
die Übergangskrümmungen,
- Spannen eines Klebebands, Haltebands oder einer sonstigen Halteeinrichtung zur Lage-Festlegung
der Querstrebe oder der Verankerungsschenkel, in Anlage mit der Querstrebe oder dem
Lastbügelrohling oder dem Lastbügel,
- Entnahme des Lastbügels und/oder Transportankers aus der Fixiervorrichtung.
[0033] Das Spannen erfolgt nach oder während dem Einsetzen der Querstrebe. Das Spannen des
Klebebands, Haltebands oder der sonstigen Halteeinrichtung kann auch um die beiden
Verankerungsschenkel erfolgen, wobei die beiden Verankerungsschenkel unter Ausbildung
einer Vorspannung in dem Lastbügelrohling in eine, vorzugsweise reibschlüssige, Anlage
mit der Querstrebe bewegt werden. Vorzugsweise wird zum Spannen des Klebebands, Haltebands
oder der sonstigen Halteeinrichtung ein Abroller verwendet, wobei der Abroller eine
Banderole mit dem Klebeband, Halteband oder der sonstigen Halteeinrichtung aufweist.
[0034] Im Rahmen der Erfindung liegt auch die Verwendung eines Abrollers mit einem Klebeband,
Halteband oder der sonstigen Halteeinrichtung zum Herstellen eines Transportankers,
gemäss Anspruch 11.
[0035] Weitere Einzelheiten, Merkmale, Merkmals(unter) kombinationen, Vorteile und Wirkungen
auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels {bzw. -beispiele} der Erfindung und den Zeichnungen.
Diese zeigen in
- Fig. 1a-h
- acht vorzugsweise aufeinanderfolgende Herstellungsschritte in einer perspektivischer
Darstellung zum Herstellen eines Transportankers mit einem beispielhaften erfindungsgemäßen
Bausatz, in
- Fig. 2a-b
- eine Fixiervorrichtung für einen beispielhaften erfindungsgemäßen Bausatz in einer
perspektivischen Darstellung, in
- Fig. 3
- einen Abroller für einen beispielhaften erfindungsgemäßen Bausatz in einer perspektivischen
Darstellung, und in
- Fig. 4
- in einer schematischen Darstellung den erfindungsgemäßen Bausatz, wie er ohne Lastbügel
dem Nutzer zur Verfügung gestellt werden soll.
[0036] Die Figuren sind lediglich beispielhafter Natur und dienen nur dem Verständnis der
Erfindung. Die gleichen Elemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0037] Fig. 1a zeigt einen ersten Verfahrensschritt. Für einen Werker 501 liegen mehrere
mit einem Biegeautomaten (nicht dargestellt) vorgebogene Lastbügel 100 bereit, wobei
aus den Lastbügeln 100 in Serienherstellung Transportanker 500 zu montieren sind.
Der Lastbügel 100 wird mit einem Verankerungsschenkel 101 in einer Fixiervorrichtung
400 des Bausatzes fixiert, wobei die Fixiervorrichtung 400 eine Auflage 401 aufweist
oder auf einer Auflage 401 befestigbar ist. Während der erste Verankerungsschenkel
101 von einer Aufnahme 402 gehalten ist, ist der zweite Verankerungsschenkel 101 auf
der Auflage 401 abgelegt. Der Lastbügel-Mittelabschnitt 103 ragt über die Auflage
401 hinaus und ist für den Werker 501 von allen Seiten frei zugänglich. Ein Vorratsbehälter
210 mit mehreren zugekauften Querstreben 200 des Bausatzes liegt bereit, ebenso ein
Abroller 301 zum Anbringen des Klebebands 300 des Bausatzes. Der Werker 501 entnimmt
eine Querstrebe 200 aus dem Vorratsbehälter 210 und setze sie in den Lastbügel 100
ein.
[0038] Fig. 1b zeigt die Querstrebe 200, eingesetzt in den Lastbügel 100, während eines
zweiten Verfahrensschritts. Im Lastbügel 100 gehen die Verankerungsschenkel 101 je
über eine Übergangskrümmung 102, -biegung oder einen Übergangsknick in den Lastbügel-Mittelabschnitt
103 über, wobei die Querstrebe 200 mit ihrem einen oder beiden Endbereichen 201 angrenzend
am oder im Bereich der jeweiligen Übergangskrümmung 102 zur Aussteifung des Lastbügels
100 angeordnet ist. Die Querstrebe 200 weist eine längliche und/oder stegartige Form
auf und ist in einem oder beiden Endbereichen 201 der Querstrebe 200 mit einer Führungsaussparung
202 zur reibschlüssigen Aufnahme und/oder Gleitführung eines Verankerungsschenkels
101 ausgebildet. Die Querstrebe 200 ist an dem oder den Verankerungsschenkeln 101
gleitend verschiebbar und/oder in reibschlüssiger Anlage angebracht. Die Führungsaussparungen
202 sind so ausgebildet, dass die Querstrebe 200 sich in dem Lastbügel 100 ohne weitere
Hilfsmittel oder Verfahrensschritte zentrierbar ist. Die Querstrebe 200 verrutscht
durch die waagrechte Ausrichtung der Verankerungsschenkel 101 in der Fixiervorrichtung
400 und die dazu parallele Ausrichtung der Führungsaussparungen 202 auch nicht entlang
der Verankerungsschenkel, sodass der Werker 501 beide Hände 502, 503 zur Montage des
Klebebands 300 zur Verfügung hat.
[0039] Zur Gestaltung der Führungsaussparung 202 sind verschiedene Formen wählbar. In der
dargestellten Ausführungsform weisen die Führungsaussparungen 202 einen Querzugang
für die Verankerungsschenkel 101 auf. Jedoch können für die Führungsaussparungen 202
auch Durchgangslöcher mit rundem Querschnitt und/oder Langlochquerschnitt oder mit
Formen wie einem Prisma oder ähnlichem Prisma verwendet werden. Bei fehlendem Querzugang
der Führungsaussparungen 202 muss die Querstrebe 200 auf die Verankerungsschenkel
101 vor dem Fixieren in der Fixiervorrichtung 400 aufgeschoben werden. Die Querstrebe
200 kann auch schräge Langlöcher aufweisen, wenn die Verankerungsschenkel 101 nicht
parallel zueinander sind, sondern einen Winkel einschließen. Die Querstrebe 200 kann
auch entlang des Querstreben-Mittelabschnitts 203 in zwei oder mehr Hälften unterteilbar
sein, wobei die Hälften nach dem Einsetzen in den Lastbügel 100 und/oder dem Einsetzen
des Transportankers 500 in einen Bewehrungskorb zusammengefügt bzw. geklammert werden.
Zur Durchführung der weiteren Verfahrensschritte greift der Werker 501 mit der ersten
Hand 502 nach dem Abroller 301 und mit der zweiten Hand 503 nach dem Klebeband 300.
[0040] Fig. 1c zeigt einen dritten Verfahrensschritt. Der Abroller 301 weist ein Abrollergehäuse
308 auf, indem ein Klebeband zu einer Banderole 309 (vgl. Fig. 3) aufgewickelt ist.
Auf dem Klebeband 300 sind Informationen 303 zu Ankertyp, Laststufe und/oder Hersteller
(vgl. E DIN EN 13155) abbildbar. Der Werker 501 ergreift mit der zweiten Hand 503
das Klebeband 300 an einem ersten Bandende 304 und entrollt mit einer Zugbewegung
die Banderole 309 durch einen Auszug 310 (vgl. Fig. 3) des Abrollers 301. Der Werker
501 drückt das erste Bandende 304 mit der Klebefläche 307 mit der zweiten Hand 503
vorzugsweise mittig am Lastbügel-Mittelabschnitt 103 an, sodass das erste Bandende
303 unter Ausbildung eines Klebekontakts 302 anhaftet. Mit der ersten Hand 502 richtet
der Werker 501 das Klebeband 300 im Wesentlichen parallel zu den Verankerungsschenkeln
101 oder einer Körperachse des Lastbügels 100 aus und führt es dabei bspw. oberseitig
des im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Lastbügels 101. Anschließend wird ein
weiterer Bandabschnitt des Klebebands 300 mit der Klebefläche 307 vorzugsweise mittig
am Querstreben-Mittelabschnitt 203 angedrückt, sodass das Klebeband 300 unter Ausbildung
eines weiteren Klebekontakts 302 an der Querstrebe 200 anhaftet.
[0041] Fig. 1d zeigt einen vierten Verfahrensschritt. Der Abroller 301 wird zum Umwickeln
von Querstrebe 200 und Lastbügel-Mittelabschnitt 103 bspw. unterseitig zurück zum
Haftkontakt 302 des ersten Bandendes 304 geführt. Auch das Zurückführen des Klebebands
300 erfolgt im Wesentlichen parallel zu den Verankerungsschenkeln 101 oder der Körperachse
des Lastbügels 100. Dabei wird der Abroller 301 von der ersten Hand 502 in die zweite
Hand 503 übergeben.
[0042] Fig. 1e zeigt einen fünften Verfahrensschritt. Das Klebeband 300 wird mit der Klebefläche
307 unter Ausbildung eines dritten Klebekontakts 302 mittig am Lastbügel-Mittelabschnitt
103 angedrückt. Davor, während oder danach wird der Abroller 301 von der zweiten Hand
503 in die erste Hand 502 übergeben.
[0043] Fig. 1f zeigt einen sechsten Verfahrensschritt. Mit der ersten Hand 502 entrollt
der der Werker 501 die Banderole 309 mit einer Zugbewegung weiter. Anschließend wird
ein weiterer Bandabschnitt des Klebebands 300 mit der Klebefläche 307, vorzugsweise
mittig, am Querstreben-Mittelabschnitt 203 angedrückt. Das Klebeband 300 ist damit
bereichsweise quasi zweilagig geführt. Der Abroller 301 weist ein Schneidelement 306
auf, welches durch Durchtrennen des Klebebands 300 ein zweites Bandende 305 im Bereich
der Querstrebe 200 bereitstellt.
[0044] Fig. 1g zeigt einen siebten Verfahrensschritt. Der Abroller 301 wird für die weiteren
Verfahrensschritte nicht mehr benötigt und kann wieder auf der Ablage 401 abgelegt
werden. Das zweite Bandende 305 wird unter Ausbildung eines vierten Klebekontakts
302 im Bereich der Querstrebe 200 angedrückt. Die Lastbügel 100 ist damit ausgesteift
und die Verankerungsschenkel 101, insbesondere die Verankerungsschenkel-Endabschnitte
104, sind durch die Halteeinrichtung 300 in einer vorbestimmten Position relativ zueinander
fixiert und/oder arretiert.
[0045] Fig.1h zeigt einen achten Verfahrensschritt. Der Transportanker 500 ist fertiggestellt
und muss noch aus der Fixiervorrichtung 400 entnommen werden. Hierfür wird der Transportanker
500 mit beiden Händen 502,503 ergriffen, aus der Aufnahme 402 gezogen und von der
Auflage 401 angehoben. Gegebenenfalls muss vor der Entnahme noch durch Betätigung
eines Hebels 411 der Fixiervorrichtung 400 ein Reibschluss eines Anpressstücks 403
mit einem Verankerungsschenkel-Endabschnitt 104 gelöst werden.
[0046] Alternativ (nicht dargestellt) kann das Klebeband 300 den in der Aufnahme 402 eingespannten
Verankerungsschenkel und den auf der Ablage 401 abgelegten Verankerungsschenkel 104
umfassen oder umgreifen, wobei das Klebeband 300 mit seinen Klebeflächen 307 einen
reibschlüssigen Haltekontakt oder sonstigen Haftkontakt oder Klebekontakt 302 den
Verankerungsschenkeln 104 ausbildet. Dabei wird die Querstrebe 200 zwischen den Verankerungsschenkeln
104 eingeklemmt und in der eingeklemmten Position fixiert oder arretiert. Mittels
des Klebebands 300, eines Draht oder sonstiger Haltemittel können die Ankerschenkeln
vor allem in ihrem Endbereich zusammengedrückt werden, wobei eine Fixierung oder Arretierung
der Querstrebe in ihrer Klemmposition erfolgt.
[0047] In Fig. 2a und Fig. 2b zeigen die Anordnung des Verankerungsschenkel-Endabschnitts
104 in einer Aufnahme 402 der Fixiervorrichtung 400. Die Aufnahme 402 ist als Rohrhülse
410 mit einem ersten Rohrhülsenabschnitt 404 und einem zweiten Rohrhülsenabschnitt
405 ausgebildet. Die Rohrhülse 410 ist mittels Schweißverbindungen 407 auf einer Montageplatte
408 montierbar, wobei die Montageplatte 408 auf der Auflage 401 ablegbar ist. Während
der erste Rohrhülsenabschnitt 404 für eine seitliche Führung und einen oberseitigen
Anschlag 409 vorzugsweise mit einem vollflächigen Mantel ausgebildet ist, weist der
zweite Rohrhülsenabschnitt 405 einen Durchgang 406 auf, wobei der Verankerungsschenkel-Endabschnitt
104 des eingelegten Verankerungsschenkels 101 den ersten Rohrhülsenabschnitt 404 vollständig
passiert und an einer Oberseite über den Durchgang 406 zugänglich ist. Im Bereich
des Durchgangs 406 kann daher ein Anpressstück 403 der Fixiervorrichtung 400 oberseitig
eine Anpresskraft auf den Verankerungsschenkel-Endabschnitt 104 ausüben, wobei die
Anpresskraft des Anpressstücks 403 in einer geschlossenen Stellung der Fixiervorrichtung
400 den Lastbügel 100 in der Aufnahme 402 spannt (vgl. Fig. 2b). Die Fixiervorrichtung
400 ist mittels eines Hebels 411 von einer offenen (in Fig. 2a nicht gezeigt) in eine
geschlossene Stellung überführbar. Die Kraftübertragung vom Hebel 411 auf das Anpressstück
403 kann mechanisch, elektrisch, pneumatisch und/oder hydraulisch erfolgen.
[0048] Das Anpressstück 403 wird in der gemäß Fig. 2a gezeigten Ausführungsform nicht zum
Fixieren benötigt. Vielmehr verhindert eine reibschlüssige Verbindung zwischen einem
Anschlag 409 des ersten Rohrhülsenabschnitts 404 und dem Betonrippenstahl 105 des
Lastbügels 100 ein unbeabsichtigtes Herausrutschen aus der Aufnahme 402. Der Innendurchmesser
des ersten Rohrhülsenabschnitts 404 übersteigt den Außendurchmesser des Verankerungsschenkel-Endabschnitts
104, sodass der Lastbügel 100 durch das Eigengewicht im Bereich des Lastbügel-Mittelabschnitts
103 abkippt. Dabei schließt der abgekippte Verankerungsschenkel 101 gegenüber einer
horizontalten Ebene und/oder der Ebene der Auflage 401 einen Winkel von bspw. 1°-20°,
vorzugsweise 5° ein. Der Betonrippenstahl 105 des Lastbügels 100 verhakt sich mit
seinen Rippen an einer Kante des ersten Rohrhülsenabschnitts 404 und bildet einen
Anschlag 409 aus. Der Lastbügel 100 ist quasi selbsthemmend in der Aufnahme 402 gehalten
und kann nicht ohne Fremdeinwirkung aus der Aufnahme 402 herausrutschen. Durch Schließen
des Hebels 411 wird das Anpressstück 403 gemäß Figur 2b am Verankerungsschenkel-Endabschnitt
104 angedrückt.
[0049] Figur 3 zeigt einen Abroller 301 des Bausatzes mit einem Klebeband 300 als Halteeinrichtung.
Das Klebeband 300 ist zu einer Banderole 309 aufgerollt, wobei die Banderole 309 im
Abroller 301 rotierbar gelagert ist. Der Abroller 301 weist ein Abrollergehäuse 308
auf, wobei ein Abschnitt des Abrollergehäuses 308 als ein Griffabschnitt 311 ausgebildet
ist. Eine separate Griffstange kann entfallen. Auf dem Abrollergehäuse 308 ist ferner
ein Schneidelement 306 zum Durchtrennen des Klebebands 300 angeordnet. Zwischen dem
Schneidelement 306 und der Banderole 309 ist ein Abstand für einen Auszug 310 des
Klebebands 300 angeordnet. Durch den Auszug 310 ist die Banderole 309 des Klebebands
300 entrollbar.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 100
- Lastbügel
- 101
- Verankerungsschenkel
- 102
- Übergangskrümmung
- 103
- Lastbügel-Mittelabschnitt
- 104
- Verankerungsschenkel-Endabschnitte
- 105
- Betonrippenstahl
- 200
- Querstrebe
- 201
- Endbereich, insbesondere abgeflacht
- 202
- Führungsaussparung
- 203
- Querstreben-Mittelabschnitt
- 210
- Vorratsbehälter
- 300
- Halteeinrichtung/Haltemittel, insbesondere Halteband oder Klebeband
- 301
- Abroller
- 302
- Haltekontakt, Haftkontakt, Klebekontakt
- 303
- Informationen
- 304
- erstes Bandende
- 305
- zweites Bandende
- 306
- Schneidelement
- 307
- adhäsive Oberfläche, insbesondere Klebefläche
- 308
- Abrollergehäuse
- 309
- Banderole
- 310
- Auszug
- 311
- Griffabschnitt
- 400
- Fixiervorrichtung
- 401
- Auflage
- 402
- Aufnahme
- 403
- Anpressstück
- 404
- Erster Rohrhülsenabschnitt
- 405
- Zweiter Rohrhülsenabschnitt
- 406
- Durchgang
- 407
- Schweißverbindung
- 408
- Montageplatte
- 409
- Anschlag
- 410
- Rohrhülse
- 411
- Hebel
- 500
- Transportanker
- 501
- Werker
- 502
- erste Hand
- 503
- zweite Hand
- 600
- Bausatz
1. Bausatz (600) zum Herstellen eines Transportankers (500), insbesondere für Hohlwände
oder Doppel- oder Mehrfach-Betonwände jeweils mit gegenüberliegenden Betonschalen,
wobei der herzustellende Transportanker (500) einen Lastbügel (100) mit mehreren Verankerungsschenkeln
(101) und einen diese verbindenden Lastbügel-Mittelabschnitt (103) aufweist,
wobei der Bausatz folgendes umfasst:
a) wenigstens eine Querstrebe (200) oder sonstige Abstandhalteeinrichtung, welche
zur Aufnahme von Druck- oder Zugbelastungen zwischen den Verankerungsschenkeln (101)
quer oder schräg bezüglich einer Längsrichtung des oder der Verankerungsschenkel (101)
oder einer Körperachse des Transportankers (500) anordenbar ist, wobei die Querstrebe
(200) oder sonstige Abstandhalteeinrichtung an dem oder den Verankerungsschenkeln
(101) gleitend verschiebbar und/oder in reib- und/oder formschlüssiger Anlage anbringbar
ist;
b) ein oder mehrere Haltemittel (300) zum vorzugsweise lösbaren Umfassen, Spannen
und/oder Halten
- des Lastbügel-Mittelabschnitts (103) und der zwischen zwei Verankerungsschenkeln
(101) befindlichen Querstrebe (200) oder sonstigen Abstandhalteeinrichtung oder
- von mindestens zwei gegenüberliegenden Verankerungsschenkeln (101) des Lastbügels
(100);
gekennzeichnet durch
c) eine Fixiervorrichtung (400) zum reibschlüssigen oder formschlüssigen Fixieren
des Lastbügels (100) während der Anbringung des Haltemittels (300) oder der Haltemittel
(300), wobei die Fixiervorrichtung (400) mindestens eine Aufnahme (402) zur seitlichen
Führung eines Verankerungsschenkel-Endabschnitts (104) und ein Anschlagelement (409)
aufweist, wobei das Anschlagelement (409) entlang eines Verankerungsschenkel-Endabschnitts
(104) anordenbar ist und eine formschlüssige oder reibschlüssige Verbindung mit dem
Verankerungsschenkel (101) ausbilden kann, ohne dass ein Spannmechanismus betätigt
werden muss, wobei die Aufnahme (402) der Fixiervorrichtung (400) mit einer Rohrhülse
(410), einem Haltebügel oder einem sonstigen Schnapp- und Rastelement ausgebildet
ist und ein Abschnitt der Rohrhülse (410), des Haltebügels oder des sonstigen Schnapp-
und Rastelements von dem Verankerungsschenkel-Endabschnitt (104) durchsetzbar ist.
2. Bausatz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Querstrebe (200) zwischen den Verankerungsschenkeln (104) einklemmbar und mittels
der Haltemittel (300) in der eingeklemmten Position fixierbar oder arretierbar ist.
3. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixiervorrichtung (400) ein Anpressorgan (403) zum Ausüben einer Anpresskraft
auf den Lastbügel (100), insbesondere auf einen der Verankerungsschenkel (101), gegen
einen Widerhalt oder eine Unterlage aufweist.
4. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahme (402) der Fixiervorrichtung (400) mit einer Rohrhülse (410) ausgebildet
ist, wobei die Rohrhülse (410) einen ersten geschlossenen Rohrhülsenabschnitt (404)
und einen zweiten nach oben offenen Rohrhülsenabschnitt (405) mit einem Durchgang
(406) für ein Anpressstück (403) der Fixiervorrichtung (400) zum Ausüben einer Anpresskraft
auf den Lastbügel (100) aufweist.
5. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ein oder mehrere Haltemittel (300) als Klebeband und/oder als Band mit einer einseitig
adhäsiven Oberfläche (307) ausgebildet sind.
6. Bausatz nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bausatz einen drehbaren Abroller (301) zum Bereitstellen des Klebebands aufweist.
7. Anordnung eines gebogenen oder gekrümmten, zweischenkligen Transportanker-Lastbügels
(100) in Kombination mit einem Bausatz (600) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
8. Anordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Lastbügel (100) mittels der Fixiervorrichtung (400) ortsfest gegenüber einer Unterlage
festgelegt ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Lastbügel sich mit einem oder beiden Verankerungsschenkeln (101) in der Aufnahme
befindet, und/oder wenigstens ein Verankerungsschenkel ganz oder teilweise in der
Fixiervorrichtung (400) aufgenommen ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Transportankers (500) mit einem Bausatz nach einem
der Ansprüche 1-6, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
a) Bereitstellen eines Lastbügel-Strangkörpers, vorzugsweise aus Betonrippenstahl,
zur Herstellung des Lastbügels (100),
b) Biegen oder Vorbiegen des Lastbügel-Strangkörpers zum Herstellen eines Lastbügels
(100) oder eines Lastbügelrohlings mit einer etwa U-förmigen Grundform unter Ausbildung
von mindestens zwei Verankerungsschenkeln (101), einem zwischen den beiden Verankerungsschenkeln
angeordneten Lastbügel-Mittelabschnitt (103),
c) Fixieren des Lastbügels (100) in einer Fixiervorrichtung (400), wobei die Fixiervorrichtung
(400) mindestens eine Aufnahme (402) zur seitlichen Führung eines Verankerungsschenkel-Endabschnitts
(104) und ein Anschlagelement (409) aufweist, wobei das Anschlagelement (409) entlang
eines Verankerungsschenkel-Endabschnitts (104) anordenbar ist und eine formschlüssige
oder reibschlüssige Verbindung mit dem Verankerungsschenkel (101) ausbilden kann,
d) Einsetzen einer Querstrebe (200) zwischen die Verankerungsschenkel (101),
e) Spannen eines Klebebands, Haltebands oder sonstiger Haltemittel (300) zur Lage-Festlegung
der Querstrebe (200) oder der Verankerungsschenkel (101), in Anlage an der Querstrebe
oder dem Lastbügelrohling oder dem Lastbügel, wobei die Querstrebe (200) und die Verankerungsbügel
(101) in ihrer Lage zueinander festgelegt werden.
mit
11. Verwendung eines Abrollers (301) einem Bausatz nach einem der Ansprüche 1-6 zur Herstellung
eines Transportankers (500) für Hohlwände oder Doppel- oder Mehrfach-Betonwände Jeweils
mit gegenüberliegenden Betonschalen, wobei durch den Abroller (301) ein Klebeband,
Halteband oder ein sonstiges Haltemittel (300) bereitgestellt oder zur Anwendung gebracht
wird, wobei das Haltemittel (300) vorzugsweise lösbar
- den Lastbügel-Mittelabschnitt (103) und die zwischen zwei Verankerungsschenkeln
(101) befindliche Querstrebe (200) oder die sonstige Abstandhalteeinrichtung oder
- mindestens zwei gegenüberliegende Verankerungsschenkel (101) des Lastbügels (100)
umfasst, spannt und/oder hält.
1. Kit (600) for producing a transportation anchor (500), in particular for hollow walls
or double or multiple concrete walls, each with opposing concrete shells, wherein
the transportation anchor (500) to be produced has a clevis (100) with several anchoring
limbs (101) and a clevis centre section (103) connecting them,
wherein the kit comprising the following:
a) at least one stabiliser bar (200) or other spacer device, which is arranged to
absorb pressure or tensile stresses between the anchoring limbs (101), transverse
or inclined in respect of a longitudinal axis of the anchoring limb(s) (101) or a
body axis of the transportation anchor (500), wherein the stabiliser bar (200) or
other spacer device is attached to the anchoring limb(s) (101) in a manner which can
be displaced in sliding motion, and/or in friction- and/or form-locking attachment,
b) one or more holding means (300) for preferably releasably embracing, tensioning
and/or holding
- the clevis centre section (103) and the stabiliser bar (200) or other spacer device
located between the two anchoring limbs (101) or
- at least two opposing anchoring limbs (101) of the clevis (100) characterised in that
c) a fixing device (400) for fixing the clevis (100) with a friction- and/or form-lock
while the holding means (300) is or the holding means (300) are being attached, wherein
the fixing device (400) has at least one receptacle (402) for laterally guiding an
anchoring limb end section (104) and a stopping element (409), wherein the stopping
element (409) is arranged along one anchoring limb end section (104) and is able to
form a friction- and/or form-locking attachment with the anchoring limbs (101) without
the need to use of a tensioning mechanism, wherein the receptacle (402) of the fixing
device (400) is designed with a tubular sleeve (410), a holding bracket or other snapping
or latching element and the tubular sleeve (410) holding bracket or other snapping
or latching having a section that is pervadable by the anchoring limb end section
(104).
2. The kit according to claim 1,
characterised in that
stabiliser bar (200) can be clamped between the anchoring limbs (104) and can be fixed
or locked in the clamped position by means of the holding means (300).
3. The kit according to one of the preceding claims,
characterised in that
the fixing device (400) has a pressing element (403) for exerting a pressing force
on the clevis (100), in particular on one of the anchoring limbs (101), against a
resistance or a base.
4. The kit according to one of the preceding claims,
characterised in that
the receptacle (402) of the fixing device (400) is formed with a tubular sleeve (410),
the tubular sleeve (410) having a first closed tubular sleeve section (404) and a
second tubular sleeve section (405) open at the top with a passage (406) for a pressing
piece (403) of the fixing device (400) for exerting a pressing force on the clevis
(100).
5. The kit according to one of the preceding claims,
characterised in that
the one or more holding means (300) is formed with a sticky tape and/or as a strap
with a surface (307) that is adhesive on one side.
6. The kit according to claim 5,
characterised in that
the kit has a rotatable dispenser (301) for providing the sticky tape.
7. Arrangement of a bent or curved, two-limbed lifting transportation anchor clevis (100)
in combination with a kit (600) according to any one of the preceding claims.
8. The arrangement according to claim 7,
characterised in that
the clevis (100) is fixed in place relative to a base by means of the fixing device
(400).
9. The arrangement according to one of claims 7 or 8,
characterised in that
one or both anchoring limb (101) of the clevis is located in the receptacle connected,
and/or at least one anchoring limb is wholly or partially received in the fixing device
(400).
10. A method for producing a transportation anchor (500), with a kit according to one
of claims 1-6,
The method comprising the following steps:
a) providing a clevis strand body, preferably made of concrete ribbed steel, for producing
the clevis (100),
b) bending, or pre-bending, the clevis strand body to produce a clevis (100) or a
clevis blank with an approximately U-shaped basic form, forming at least two anchoring
limbs (101), a clevis centre section (103) arranged between the two anchoring limbs,
c) fixing the clevis (100) in a fixing device (400), wherein the fixing device (400)
has at least one receptacle (402) for laterally guiding an anchoring limb end section
(104) and a stopping element (409), wherein the stopping element (409) is arranged
along one anchoring limb end section (104) and is able to form a friction- or form-locking
attachment with the anchoring limbs (101),
d) inserting a stabiliser bar (200) between the anchoring limbs (101),
e) tensioning a sticky tape, holding strap or other holding means (300) to fix the
position of the stabiliser bar (200) or the anchoring limbs (101), in attachment with
the stabiliser bar (200) or the clevis blank or the clevis to by fix the position
of the stabiliser bar (200) and the anchoring limbs (101).
11. Use of a dispenser (301) for a kit according to one of claims 1-6 for producing a
transportation anchor (500) for hollow walls or double or multiple concrete walls,
each with opposing concrete shells, wherein a sticky tape, holding strap or other
holding means (300) is provided or enabled to use by the dispenser (301), wherein
the holding means (300) preferably releasably embraces, tensions and/or holds
- the clevis centre section (103) and the stabiliser bar (200) or other spacer device
located between the two anchoring limbs (101) or
- at least two opposing anchoring limbs (101) of the clevis (100).
1. Module (600) pour la fabrication d'une ancre de transport (500), en particulier pour
des murs creux ou des murs en béton doubles ou multiples ayant chacun des coques en
béton superposées, dans lequel l'ancre de transport à fabriquer (500) comprend un
étrier de charge (100) avec plusieurs branches d'ancrage (101) et une section centrale
d'étrier de charge (103) reliant celles-ci, le module comprenant ce qui suit :
a) au moins une entretoise transversale (200) ou un autre dispositif d'écartement,
qui peut être disposée pour recevoir des charges de compression ou de traction entre
les branches d'ancrage (101) transversalement ou obliquement par rapport à une direction
longitudinale de la ou des branches d'ancrage (101) ou à un axe de corps de l'ancre
de transport (500), tandis que l'entretoise transversale (200) ou autre dispositif
d'écartement peut être déplacée de manière coulissante sur la ou les branches d'ancrage
(101) et/ou peut être montée en appui par friction et/ou par complémentarité de forme
;
b) un ou plusieurs moyens de retenue (300) pour entourer, serrer et/ou maintenir,
de préférence de manière détachable
- la section centrale d'étrier de charge (103) et l'entretoise transversale (200)
ou autre dispositif d'écartement se trouvant entre deux branches d'ancrage (101) ou
- au moins deux branches d'ancrage opposées (101) de l'étrier de charge (100) ; caractérisé par
c) un dispositif de fixation (400) pour fixer la barre de charge (100) par une liaison
par friction ou une liaison par complémentarité de forme pendant la mise en place
du ou des moyens de retenue (300), dans lequel le dispositif de fixation (400) comporte
au moins un logement (402) pour le guidage latéral d'une section d'extrémité (104)
de branche d'ancrage et un élément de butée (409), dans lequel l'élément de butée
(409) peut être disposé le long d'une section d'extrémité (104) de branche d'ancrage
et peut former une liaison par complémentarité de forme ou par friction avec la branche
d'ancrage (101), sans qu'il soit nécessaire d'actionner un mécanisme de serrage, dans
lequel le logement (402) du dispositif de fixation (400) est pourvu d'une douille
tubulaire (410), d'un étrier de retenue ou d'un autre élément d'encliquetage et d'arrêt,
et une partie de la douille tubulaire (410), de l'étrier de retenue ou de l'autre
élément d'encliquetage et d'arrêt peut être traversée par la section d'extrémité de
branche d'ancrage (104).
2. Module selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'entretoise transversale (200) peut être serrée et fixée dans la position serrée
à l'aide des moyens de retenue (300) ou peut être bloquée entre les branches d'ancrage
(104).
3. Module selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de fixation (400) comprend un organe de pression (403) destiné à exercer
une force de pression sur l'étrier de charge (100), en particulier sur l'une des branches
d'ancrage (101), contre une résistance ou un support.
4. Module selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le logement (402) du dispositif de fixation (400) est muni d'un manchon tubulaire
(410), dans lequel le manchon tubulaire (410) est formé d'une première section de
manchon tubulaire fermée (404) et d'une deuxième section de manchon tubulaire ouverte
vers le haut (405) avec un passage (406) pour une pièce de pression (403) du dispositif
de fixation (400) pour exercer une force de pression sur l'étrier de charge (100).
5. Module selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le ou les moyens de fixation (300) sont constitués d'un ruban adhésif et/ou d'une
bande à surface adhésive (307) unique.
6. Module selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le module comprend un dérouleur rotatif (301) pour la mise à disposition du ruban
adhésif.
7. Agencement d'un étrier de charge (100) d'ancre de transport à deux branches, courbé
ou incurvé, en combinaison avec un module (600) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
8. Agencement selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'étrier de charge (100) est fixé de façon fixe par rapport à un support au moyen
du dispositif de fixation (400).
9. Agencement selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
l'étrier de charge se trouve avec une ou les deux branches d'ancrage (101) dans le
dispositif de fixation et/ou au moins une branche d'ancrage est entièrement ou partiellement
logée dans le dispositif de fixation (400).
10. Procédé de fabrication d'une ancre de transport (500) avec un module selon l'une quelconque
des revendications 1 à 6, le procédé comprenant les étapes suivantes :
a) Mise à disposition d'un corps extrudé d'étrier de charge, de préférence en acier
nervuré pour béton, pour la fabrication de l'étrier de charge (100),
b) cintrage ou pré-pliage du corps de l'étrier de charge pour la fabrication d'un
étrier de charge (100) ou d'une ébauche d'étrier de charge avec une forme de base
à peu près en U, avec formation d'au moins deux branches d'ancrage (101), d'une section
centrale d'étrier de charge (103) située entre les deux branches d'ancrage,
c) fixation de l'étrier de charge (100) dans un dispositif de fixation (400), le dispositif
de fixation (400) comportant au moins un logement (402) pour le guidage latéral d'une
section d'extrémité de branche d'ancrage (104) et un élément de butée (409), l'élément
de butée (409) pouvant être disposé le long d'une section d'extrémité (104) de branche
d'ancrage et pouvant assurer une liaison par complémentarité de forme ou par friction
avec la branche d'ancrage (101),
d) insertion d'une entretoise transversale (200) entre les branches d'ancrage (101),
e) tension d'un ruban adhésif, d'une bande de maintien ou d'un autre moyen de maintien
(300) pour fixer la position de la traverse (200) ou des branches d'ancrage (101),
en appui sur l'entretoise transversale ou l'ébauche d'étrier de charge ou l'étrier
de charge, l'entretoise transversale (200) et les étriers d'ancrage (101) étant fixés
en position les uns par rapport aux autres.
11. Utilisation d'un dérouleur (301) avec un module selon l'une quelconque des revendications
1 à 6 pour la fabrication d'une ancre de transport (500) pour des murs creux ou des
murs en béton doubles ou multiples ayant chacun des coques en béton superposées, dans
laquelle un ruban adhésif, une bande de retenue ou un autre moyen de retenue (300)
est mis à disposition ou appliqué par le dérouleur (301), dans laquelle le moyen de
retenue (300) entoure, serre et/ou maintient, de préférence de façon détachable
- la section centrale de l'étrier de charge (103) et l'entretoise transversale (200)
située entre deux branches d'ancrage (101) ou l'autre dispositif d'écartement ou
- au moins deux branches d'ancrage (101) situées en regard de l'étrier de charge (100).